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Ausgabe 2/2009

Verlagspostamt: 1210 Wien, 02Z033763

€ 6,-

Digital Sign & Media

Foto: viscom/Reed Exhibitions Deutschland

Magazin für elektronische und multimediale Werbe-, Informations- & Leitsysteme

Branchenumfrage Digital Signage auf dem Vormarsch

viscom 2009 Award in fünf Kategorien


Editorial

Foto: Out-of-Home

Sehr geehrte Damen und Herren! Als Premiere präsentieren wir Ihnen, sehr geehrte Leserinnen und Leser, in dieser Ihnen vorliegenden Ausgabe von Digital Sign & Media eine aktuelle Trendumfrage, die wir bei Anbietern von Digital Signage Lösungen durchgeführt haben. Wir haben Verantwortliche der einzelnen Unternehmen nach Erfahrungswerten, Marktpotential, Marktentwicklung sowie das Verhältnis von Werbung zu Content befragt. Und ich finde, das Ergebnis Ing. Bernd Klaus Achter. ist allemal spannend. Aber, lesen Sie selbst. Und Österreich ist ein Entwicklungsland in Sachen Kommunikation. Wir haben für unsere Trendumfrage die entsprechenden Fragen und Informationen an 15 - in Worten: fünfzehn - Geschäftsführer bzw. Entscheidungsträger von Digital Signage Anbietern kommuniziert. Trotz laufender begleitender Kommunikation haben am Ende gerade mal sechs unserer Ansprechpartner geantwortet. Diesen bin ich für ihre sehr ausführlichen und informativen Statements dankbar. Aber, was ist mit den verbleibenden neun Unternehmen, die unser Magazin als Plattform für Ihre Botschaften nicht nutzen wollten. Kein Interesse, die eigenen Anliegen zu kommunizieren sowie das eigene Unternehmen zu repräsentieren? Erstarrt in einer Lethargie der Krise, weil ja alles sooo schlecht ist? Zeitmangel, weil die eigenen Projekte so toll laufen? Oder Angst vor der Konkurrenz bzw. Angst davor, zu kommunizieren, daß es einen eigentlich wirklich gibt?

So, und jetzt kommt die Sache mit dem Entwicklungsland: Wenn Sie, verehrte Damen und Herren, liebe Unternehmer, zu unseren Branchenumfragen kein Statement abgeben möchten, wäre es sehr freundlich, wenn Sie uns dies kommunizieren würden. Denn wir ersparen uns dadurch das permanente Nachrufen, ob jetzt was kommt oder nicht. Wir wollen ja nicht lästig sein. Na ja, eigentlich schon. Und: sind wir nicht alle in der Kommunikationsbranche, und wollen wir nicht alle ein Stück vom Kuchen? Nur selber kommunizieren wollen wir nicht?! Geht nicht. Aber, schon der große Philosoph und Kommunikationswissenschafter Paul Watzlawick sagte: „Man kann nicht nicht kommunizieren“. Soll heißen, kein Feedback ist auch Kommunikation, eine unfreundliche zwar, aber, was soll‘s. Die viscom, die Fachmesse für visuelle Kommunikation, die alljährlich in Frankfurt oder Düsseldorf stattfindet, hat als Spin Off der eigentlichen Messe, auf der die Digital Signage Days stattfinden und Digital Signage Practice Award vergeben wird, eine Seminarreihe mit unterschiedlichen Spezialthemen zu Digital Signage entwickelt. Diese Seminarreihe sollte auch nach Österreich führen. Dazu kam es aber nicht. Denn, was sich in Deutschland sozusagen als Kassenschlager entwickelt hat, interessierte hier nur wenige. Daher wurden zwei anberaumte Termine mangels ausreichender Anmeldungen leider wieder abgesagt. Aber, wir haben‘s ja nicht notwendig in Österreich, oder? Wir wissen ja eh schon alles, oder? Wir wissen ja zu allem was, oder? Herzlichst, Bernd Klaus Achter (bernd.achter@workflows.at)

I N F O TA I N M E N T | >> BY PANATRONIC

DIGITAL SIGNAGE AUF HÖCHSTEM NIVEAU Ob Welcome Displays, Wegleitsysteme, Bulletin Board oder Corporate TV – Digital Signage Systeme sind am Vormarsch. Die Spezialisten von Panatronic verknüpfen Hardware und Software zu Gesamtlösungen für ein einheitliches, professionelles und leicht wartbares internes oder externes Kommunikationsnetzwerk in Unternehmen, Hotels oder anderen Gebäuden. Die Möglichkeit zur kostengünstigen Kombination von Informationen und Werbung macht solche Systeme zu einem unersetzlichen Medium. | <<

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Branchenumfrage

Quo vadis, Digital Signage? Digital Signage scheint das neue Trendthema der Werbebranche zu sein, egal ob am Point of Sale, im Außenwerbebereich, als Leitsystem oder Informationstool. Wir haben Verantwortliche der österreichischen Anbieter um Statements zu Marktentwicklung und Marktpotentialen sowie nach Erfahrungswerten und potentiellen Einsatzmöglichkeiten gefragt.

Es wird derzeit an einer Vielfalt von Digital Signage Lösungen gearbeitet und noch mehr angeboten. Der Klassiker - ein Screen an der Wand mit einer PowerPointPräsentation - ist Schnee von gestern. Der leicht erzielbare Mehrwert und Nutzen steht nun im Vordergrund. Leider führt das „Protzen mit dem technischen Muskelspiel“ sehr häufig am Ziel vorbei. Die Akzeptanz von digitalen LöJosef F. Toman, sungen wird immer größer. Nicht Geschäftsführer Aeneas immer freiwillig und gewollt, da Beteilungsgesellschaft. den Konsumenten fast keine Wahl bleibt und sie sich den Systemen nicht entziehen können. Wenn jedoch die Digital Signage Lösung am angebotenen Ort

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eine für den Konsumenten stimmige und nützliche ist, so ist auch die werbetreibende Wirtschaft nicht abgeneigt diese für ihre Zwecke zu nutzen. Mit ChannelM zeigen wir wie man durch das stete Bemühen um Qualität, Transparenz und Werthaltigkeit die werbetreibende Wirtschaft für ein neues Medium begeistern kann. Den Stellenwert von Digital Signage Lösungen in der Mediaplanung zu definieren, ist problematisch. Die Lösungen sind nicht ident, somit kommt es auf die Akzeptanz des jeweiligen Netzes durch den Konsumenten an. Durch das große Engagement einiger Netzbetreiber steigt der Stellenwert der hochwertigen Netze nun stetig. Einerseits ist hervorragende Qualität und Performance von ChannelM eine große Unterstützung, andererseits hilft die einhergehende Konsolidierung des Marktes. Denn nur die wirklich seriösen und technisch, inhaltlich und wirtschaftlich gut aufgebauten sowie intensiv betreuten Netze werden zukünftig einen hohen Stellenwert erfahren. Österreich steht noch am Beginn der Entwicklung, das Potential ist aber sehr groß. Der Investitionswille ist derzeit etwas verhalten, jedoch ist das Interesse an guten kundenorientierten Lösungen weiterhin ungebrochen groß. Mit ChannelM sind wir mit einer einzigartig technischen und qualitativen Ausprägung die Ersten am Markt. Wir haben seit dem Beginn sehr konsequent und mit hohem Qualitätsanspruch an und mit dem Medium gearbeitet und haben nur die besten Erfahrungen gemacht. Für den Outdoor Bereich ist die Technik sowohl im Betrieb als auch der Herstellung derzeit noch zu teuer. Investitionskosten müssen die Werbekunden tragen und ein Werbekostenerhöhung ist derzeit nicht im Bereich des Möglichen. Auch wenn die Darstellungsmöglichkeiten ungeahnt vielfältig sein könnten sind wir von einer baldigen Ablöse weit entfernt. Beim Verhältnis von Content zu Werbung kommt auf die Lösung an. Je nachdem, ob es sich beispielsweise um eine Point of Sale-, Corporate- oder Infotainment-Lösung handelt, der Inhalt muß für die Konsumenten passend und werthaltig sein, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Alexander Christ, Geschäftsführer City Channel.

Digital Signage Technologie ist bereits gut etabliert. Man findet sie in U-Bahnen, Bussen, auf großen Werbetafeln auf der Straße, in Wartezonen bei Ärzten, in Ambulanzen, Apotheken, Trafiken, Universitäten, in Fast Food Restaurants, Kinos, Autohäusern oder Hotels. Wir schätzen rund 7.000 Standorte in Österreich. In Zukunft werden im Indoor-Bereich die Systeme wachsen, die mit einem klaren Konzept einen zusätzlichen Mehrwert für die

Fotos: Panatronic, Aeneas, City Channel

Neben der klassischen Point of Sale-TV Anwendungen kommen immer öfter Wegleitsysteme und Mitarbeiter-Informationssysteme zum Zuge. Dabei steht die Kommunikation im Vordergrund. Nachdem es bereits eine Vielzahl von erfolgreichen Digital Signage Projekten gibt, steigt die Akzeptanz stetig. Um ein erfolgreiches Projekt zu realisieren, stehen dem Kunden professionelle UnPanatronic-Geschäftsfühternehmen wie Panatronic zur rer Michael Müller. Seite, die langjährige Erfahrung bei der Umsetzung einbringen können. Die Verbreitung von Digital Signage steht in Österreich noch am Anfang. Obwohl wir bereits viele Projekte vorweisen können, gibt es noch viel Potential in den verschiedensten Themenbereichen, wie Corporate-TV, Bulletin Board, Wegleitsysteme. Die größten Entwicklungspotentiale sehe ich derzeit im Bereich Leitsysteme und Corporate-TV, da sich Unternehmen entsprechend präsentieren wollen und die interne Kommunikation ein wichtiger Schlüssel zum Erfolg ist. Unsere Erfahrungen und die Erfahrungen unserer Kunden sind sehr positiv. Sämtliche Kunden nutzen das Medium und verstehen den Nutzen einer Digital Signage Lösung. Das Um und Auf einer Installation ist letztendlich der Content, daher ist jeder Anwender für die Attraktivität verantwortlich. Zu unseren Kunden zählt beispielsweise die Wirtschaftsuniversität Wien, die Infodisplays am Campus als Informationsmedium nutzt. In naher Zukunft wird auch das Thema Outdoor Digital Signage aktuell. Tatsächlich realisierbar wird es erst dann, wenn die Hardwarepreise ein entsprechendes Niveau erreicht haben.


Fotos: facilion, InstoreTVision

Branchenumfrage

zierten Wahrnehmung. Screen ist Zuseher aber vor allem für die Betreiber bringen. Digitale Werbeflänicht gleich Screen; es gibt Netzchen im Außenbereich sind noch mit enormen Investitionskosten werke, die funktionieren und eine verbunden und werden somit noch eine Weile brauchen, bis sie versolide Kampagne ermöglichen, und stärkt eingeführt werden. es gibt auch „andere Screens“. Teilweise fehlen echte harte Mediadaten; sind diese vorhanden, ist Der Stellenwert von Digital Signage die Akzeptanz von Digital Signage Lösungen generell groß, da es Lösungen in der Mediaplanung am ein gelerntes TV-Medium ist, nicht weggezappt werden kann, keine österreichischen Markt ist allgemein Produktionskosten verursacht und hohe Sympathiewerte hat. derzeit noch sehr gering. In speziIch schätze das Potential auf rund 40.000 Standorte in Österreich, fischen Warengruppen bzw. Sortijedoch nur ein sehr geringer Anteil für die werbetreibende Wirtmenten ist der Stellenwert sschon schaft im klassischen Sinn, da die Hauptfelder bereits gesetzt sind. sehr gut. Öffentliche Wartezonen in Bahnhöfen, Haltestellen wären möglich. Das Entwicklungspotential am österDigital Signage ist nur das Mittel zum Zweck. Entscheidend sind die Norbert Haimberger, Gereichischen Markt schätze ich bis Ziele, die erreicht werden sollen. Leider gibt es nur eine Handvoll schäftsführer InstoreTVision. zum Jahr 2013 auf etwa 40.000 Personen in Österreich, die das Thema Digital Signage und seine Screen-Systeme. Das größte Potential sehe ich bei Corporate TV, Möglichkeiten wirklich verstehen. Ich kenne einen Businesscase weil es punktgenau einsetzbar ist, das Investment günstig und der der sich dann rechnet, wenn die Krankenstandsrate der Mitarbeiter Informationsfluß nachweisbar ist. in der Produktion gesenkt wird. Wir sehen Digital Signage ist ein Instrument wie alle hohes Potential für Corporate-TV, als elekanderen. Macht man es gut, ist das tronisches Schwarzes Brett oder für den Feedback gut; macht man einen Handel gekoppelt mit dem WarenwirtFehler, wird das beanstandet. schaftssystem. Zukünftig könnten Outdoor-Digital Signage Lösungen auch Markenartikler nicht nur ihre werden die klassischen AußenWare an den Point of Sale senden, werbemedien kurzfristig gar sondern auch das komplette nicht ablösen, weil bestimmRegalsystem mit integriertem te technische Aspekte wie kleinen Display mit Mobilbeispielsweise die Sichtfunkanbindung, das die barkeit derzeit nicht Vorzüge präsentiert. lösbar sind. Langfristig Wir glauben, daß die gesehen, ist es eineklassischen AußenKostenfrage bzw. werbemedien immer der Mehrnutzen ihre Berechtigung versus Kosten für haben werden. die Basisinvestition Jedoch bieten einige und die BetriebsfühDigital Signage Netze rung. enorme Vorteile, da sie Das Verhältnis Content zu Zielgruppen exakt erreiWerbung würde ich von der chen, extrem günstige Preise spezifischen Anwendung haben und keine Produktionssowie von der zu erwartenden kosten verursachen. Ihr Ansprechpartner: Josef Toman Verweildauer abhängig machen. Je länger die Betrachtungsdauer Tel. +43 (0) 1/513 70 40 Wird eine Digital Signage Lösung bzw. je länger die Wartezeit um so jtoman@aeneas.biz nicht durch Werbung (re-)finanziert, mehr Content macht Sinn. Man sagt www.aeneas.biz könnte die Finanzierung über Gebüh„Content is king“! Zukünftige Netze ren für die Standorte laufen. werden „context is king“ sagen, also Botschaften in Abhängigkeit zu bestimmten Situationen zu transportieren und interDie bisherigen Arten von digitalen Installationen werden in Zukunft aktiv mit dem Zuseher in Kontakt treten. meines Erachtens nach an Bedeutung verlieren. Der eigentliche VorDies ist wiederum eine Frage des Geschäftsmodells. Eine Bank in teil von digitalen Installationen liegt darin, neue SonderwerbeIrland installierte TV-Bildschirme über allen seinen Schaltern, um formen zu ermöglichen. Der reine die Wartenden zu unterhalten. Die Bank verzichtete auf Digital SigErsatz von Plakaten durch digitale nage sondern spielte ein normales TV-Programm. Der Mitbewerber Medien bietet daher nicht ausreischaltete seine Werbung nun genau zu den Rush Hours der Bank chend Möglichkeiten und wird sich am TV-Sender. Die Frage war also, was kostet es mich, wenn ich es auf einen Standardabsatz konzentnicht habe. Im Handel werden Digital Signage Lösungen über WKZs rieren. Interessante - und vor allem finanziert werden und Industrieunternehmen werden sich über innachhaltige - Installationen sind erst nerbetriebliche Faktoren wie die verbesserte Motivation der Mitardurch die Kombination mit Sonderbeiter refinanzieren. werbeformen wie Designinstallationen oder innovative und interaktive Installationen möglich. Die Einsatzmöglichkeiten bzw. Spielarten von Digital Signage LöAuf Grund der für manche Unternehsungen sehen wir crossmedial; also Digital Signage in Kombination men schwierigen Zeit ist derzeit eine mit dem Internet, jedoch eher weniger interaktiv. Digital Signage Martin Klässner, Geschäftsgewisse Stagnation in der Marktentwird in Briefings aufgenommen. Es kommt nun die Zeit der differenführer facilion consulting.

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wicklung zu spüren. Allgemein ist jedoch erkennbar, daß gerade jetzt Unternehmen zielgerichteter und gewissenhafter in neue Medien investieren um langfristige Erfolge zu erzielen. Die Akzeptanz in Hinsicht auf langfristig angelegte Installationen sehe ich derzeit daher als enorm hoch an. Auf Grund der Erfahrungen der letzten Jahre wird in Unternehmen inzwischen die Möglichkeit und die Flexibilität von Digital Signage Lösungen erkannt. Mit den heutigen professionellen Lösungen ist es möglich, zielgerichtete Installationen durchzuführen. Durch die Konzentration auf bestimmte Teilbereiche und gezielte Kommunikationsstrategien ist der Stellenwert weit über dem von herkömmlicher Printwerbung anzusehen. Ich gehe davon aus, daß sich in den kommenden zwei Jahren die Bedeutung von digitalen Installationen noch nachhaltig vergrößern wird. Entwicklungspotentiale sehen wir vor allem in Bereichen, die derzeit bereits von Digital Signage Installationen versorgt werden. Die erste Generation von digitalen Installationen geht derzeit auf einen Zyklus der Modernisierung zu. Weiterhin sehen wir ein großes Potential in der Kommunikation in Langzeitwartezonen - unter anderem auch mobilen Wartebereichen wie zum Beispiel einer Gondel oder Standseilbahn. Mit unseren Produkten GondelTV sowie MobileTV haben wir einen neuen Standard im Bereich der mobilen Wartebereiche gesetzt. Wir sehen vor allem in Hinsicht auf die Kommunikation mit Kunden die größten Entwicklungspotentiale. Mit unserem iNFOPOINT bieten wir für die Information von Kunden, Bürgern und Mitarbeitern eine standardisierte Lösung hierzu an. Nach wie vor scheitern digitale Outdoor-Installationen an zwei wichtigen Faktoren: Reichweitenwirkung durch die Lesbarkeit der Bildschirme bei Sonnenlicht sowie dem Investitionspreis. Erst wenn diese Faktoren gänzlich gelöst wurden sehen wir eine Ablösung der klassischen Außenwerbemedien. Wir sehen ein Verhältnis von 30 Prozent Werbung zu 70 Prozent Content als maximales Mischverhältnis an. Unsere Studien haben ergeben, daß bei einem höheren Werbeanteil als 30 Prozent die Aufmerksamkeit der Betrachter wieder abnimmt. Ich halte allgemein nichts von einer Refinanzierung von Installationen durch Werbung. Zwar ist es meist der einzig mögliche Weg, eine kurzfristige Refinanzierung zu ermöglichen, jedoch ist es auf keinen Fall der richtige Weg. Eine digitale Installation muß einen spürbaren Mehrwert schaffen. Entweder durch generierte höhere Besucherzahlen, durch „beworbene“ Veranstaltungen oder durch die detaillierte Information über Produkte und Lösungen einen höheren Produktabsatz. Schafft es eine Installation nicht, sich durch Ihren Inhalt zu refinanzieren - und ich spreche hier ausschließlich von einer Umwegrentabilität - so ist der allgemeine Sinn einer digitalen Installation zu hinterfragen. Vielleicht genügt in diesem Fall auch ein klassisches Plakat. Daher kann eine Werbevermarktung maximal ein zusätzlicher Bonus sein, die Refinanzierung muß sich jedoch aus der Installation an sich ergeben.

Überall dort, wo Menschen in Bewegung sind, wo Menschen unterwegs warten, wo spezielle Informationen an Wartende gegeben werden sollen, um diese Zeit gefühlsmäßig zu verkürzen, und um, diese Betrachter zu animieren aktiv zu kommunizieren, ist Platz für innovative Digital Signage Lösungen. Das Programm muß unterhalten, wobei Unterhaltung für mich einen starken informativen Charakter aufweisen sollte. Die Betrachter müssen auf Sicht einen Nutzen für sich erkennen und nicht nur berieselt werden. Die Botschaften müssen knackig und konkret geliefert werden. Technisch ist ja fast alles möglich, um diese Systeme zur direkten Kommunikation und zur Interak-

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tion zu verwenden. Wichtig ist jedoch, daß anfangs einmal ein abwechslungsreiches, informatives Programm besteht, welches im Zuge des Betriebes weiter ausgebaut werden kann. Dieses Medium erreicht eine extrem hohe Akzeptanz beim Betrachter und bei den Agenturen und muß nur noch schlüssig in eine Kommunikationskette eingebracht werden. Mag. Günther Pöttinger, Die Akzeptanz von Digital SignaGeschäftsführer Network ge Lösungen ist hoch. Wenn Synergy GmbH. jedoch immer noch mit dem Vollausbau als Muß argumentiert wird, um Kampagnen zu fahren, kann der Ausbau dieser Systeme nicht so schnell wie gewünscht erfolgen. Man muß mehrere Betreiber in die Auswahl integrieren und regional sowie systemspezifisch werben. Diese Integration bedarf einer unabhängigen providerunabhängigen Beratung. Entwicklungspotentiale sehe ich unter anderem im Bereich Advertising Screens sowohl indoor als auch outdoor, im Corporate- bzw. Company-TV sowie bei Large Displays mit LED-Technologie. Jede Digital Signage Lösung ist ein Leitsystem, weil durch die gesetzten Botschaften der Betrachter in einer bestimmten Form beeinflußt werden soll - sei es durch positive Meldungen aus einem Unternehmen oder eben durch Werbung. Aus Sicht der Systemintegratoren ist der Bereich Company-TV sicher extrem interessant, da es viele Einzelinstallationen gibt. Diese sind am Werbemarkt aber nicht meßbar. Advertising Screens und andere digitale Informationssysteme im öffentlichen und halböffentlich Bereich werden wachsen, werden immer besser meßbar und somit kalkulierbarer. Am Point of Sale müssen Screens, um die Aktion sofort meßbar zu machen, ideal zu den Produkten plaziert sein. Hier kommt es nicht so sehr auf die Programmgestaltung an. Schnelle, wesentliche Informationen, welche die Kaufentscheidung sofort beeinflussen oder die klassische Werbung in Erinnerung rufen. Hier ist kein Platz für Branding. Das muß früher stattfinden. Im Wartebereich muß das Programm harmonisch sein, die Programmpunkte müssen klar strukturiert sein. Hier ist der perfekte Ort für Branding und Empfehlungen, ähnlich zur TV-Werbung. Im Outdoor-Bereich sind sehr große Screens notwendig, die Inhalte wie folgt vermitteln: Wenig Bewegung, aber Abwechslung; klare, kurze und deutliche Botschaften. Company-TV eignet sich hervorragend für Branding, Produktvorstellungen und Einführung neuer Produkte sowie für Informationen des täglichen Bedarfs wie Nachrichten, Wetter oder Staumeldungen. Im Corporate TV sollte das Platz finden, was den Mitarbeiter und das Unternehmen interessiert. Dies sehe ich als klares internes Kommunikationstool, wobei hier leicht und vielschichtig auf die Interessen der Betrachter eingegangen werden kann. Im Jahr 2017 sollte nach Prognosen die Außenwerbewirtschaft elekntronifiziert sein, das heißt, es gibt dann keine klassischen Plakate mehr. Ich glaube daran. Nehmen wir als Beispiel die Rolling Boards. Natürlich ist es mit Kosten verbunden, diese Standorte auf LED-Screens umzurüsten. aber es wird sich rechnen, da Betrieb und Produktion günstiger werden und im ständig härter werdenden Wettbewerb Kampagnen punktuell und ad hoc gefahren werden können. Alleine die Überwachung aktueller Angebote ist über Digital Signage automatisiert, eine Affichierung bedarf keiner Demontage. Fehler können sofort behoben werden. Und der Preis für die Anschaffung der Ausgabemedien wird immer geringer.

Fotos: Medscreen

Branchenumfrage


Wartezimmerfernsehen

Programmpräsentation Medscreen, Spezialist für Wartezimmerfernsehen, stellte am 26. Mai das neue 60-Minuten-Programm als offensive Antwort auf die viel gerühmte Wirtschaftskrise Verantwortlichen aus der österreichischen Werbebranche vor. Im stylischen Ambiente des medscreen-Headquarter in der Porzellangasse fanden sich zahlreiche Kunden aus der werbetreibenden Wirtschaft und interessierte Gäste ein, um sich ein Bild vom neuen 60-minütigen medscreen-ProDie medscreen Geschäftsführer präsengramm zu machen. tierten das neue Programm (v.l.n.r.): Die Präsentation von Gerald Buchas, Gergely Teglasy, Björn medscreen Business Heppner. Developement Manager Michael Ebeert wurde von köstlichen Schmankerln aus der alchemistischen Küche von Barbara Purkarthofer und ihrem achtköpfigen Team begleitet. Damit eröffnete sich für die Anwesenden eine kulinarische Reise durch die vielseitigen Aspekte des repräsentativen Medienanbieters, der in über 900 Ordinationen und Privatkliniken täglich ein umfangreiches Programm für rund 60.000 Seher bietet. Die Kunden belohnten den Auftritt des gesamten Teams mit gebührendem Applaus und nutzten die angenehme Atmosphäre, um die von medscreen aktuell beworbenen Aktionen zu bestellen. DJ Andreas Lochmatter lieferte den passenden Sound und sorgte bis in die Nacht für ausgelassene Stimmung. medscreen erweitert sein Programm und bietet ab sofort noch mehr Unterhaltung und Information.

Neben dem bestehenden bunten Nachrichtenmix aus Kultur, Sport oder Society setzt medscreen in seinem erweiterten Programm verstärkt auf Unterhaltung, Infotainment und bewegtes Bild. Damit spricht das WartezimmerTV in Zukunft eine noch größere Zielgruppe an. Abgesehen von der attraktiven Gestaltung des eigenen Programmdesigns mithilfe der Service-Pakete und Zusatzmodule wird es nun etwa automatisch möglich, mit dem neuen Reisemagazin bereits im Wartezimmer die nächste Urlaubsdestination auszuwählen. Während der „mehrsprachige” Vokabeltrainer die Auffrischung der Fremdsprachenkenntnisse erlaubt, informieren „Best of Shops” und „Must-Haves” über aktuelle Trends aus Lifestyle und Fashion. Das „Kulinarikum” bietet gesunde und einfache Rezeptideen für den Familientisch, wer Informationen über nationale Ausflugsziele sucht, wird beim „Familienabenteuer” fündig. Trendsportarten wie Capoeira oder Parkour werden in den „Coolen Moves” vorgestellt und sollen ebenso wie die „Gadgets” besonders das jüngere Publikum ansprechen. Garantiert zum Lachen sind die „Versteckte Kamera” oder der „Fun Clip”, neue Tätigkeitsfelder werden im Rahmen der „Wunschberufe” auf witzige Art und Weise präsentiert.

Krankenkassen-TV Auch die Wiener Gebietskrankenkasse setzt nun mittels Vita TV von

Fotos: medscreen, Epamedia

Epamedia auf neue Möglichkeiten der Patienteninformation. Daß das Warten in Ordinationen oder auch Ambulatorien nicht langweilig sein muß, beweist das Vita TV „Lifestyle“ Programm. Informativ und unterhaltsam, durch den Verzicht auf Ton aber absolut beruhigend, wird die Wartezeit verkürzt. Mit Standorten in mehr als 1000 Ordinationen und rund 100 Ambulatorien kann die Epamedia Anbietern wie zum Beispiel aus den Bereichen Wellness & Fitness, Reisen, Kultur oder Beauty eine der innovativsten Plattformen zur Erreichung Ihrer Kunden anbieten. Die Wartedauer Ihrer Kunden bestmöglichst zu nutzen - das ist ein Anliegen der Wiener Gebietskrankenkasse - daher setzt diese nun mittels Vita TV auf neue Möglichkeiten der Patien-

teninformation. Die Installation von insgesamt 85 Screens in den Gesundheitszentren und Kundencentern ist nunmehr abgeschlossen. Mittels Webinterface können diese direkt von der Gebietskrankenkasse mit aktuellen Inhalten befüllt werden.

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Award

Digital Awards vergeben

POPAI Digital Awards 2009 Gewinner

Auch in der Markenkommunikation und Werbung gewinnt die digitale Welt an Bedeutung. Am Point of Sale, am Point of Interest und am Point of Consumption werden zunehmend digitale und/oder interaktive Instrumente eingesetzt, um den Verbraucher zu informieren und Produkte zu kommunizieren. POPAI D-A-CH e.V. hat es sich als Verband für Marketing im Handel unter anderem zum Ziel gesetzt die Entwicklung dieses neuen Marktes begleitend zu unterstützen. Gute Beispiele bekannt zu machen und Innovation und Fortschritt auch durch Aufmerksamkeit und Öffentlichkeit zu forcieren waren die Ziele der 2009 erstmalig stattfindenden POPAI Digital Award-Verleihung. In sechs Kategorien präsentierten die Finalisten der Endrunde ihre Lösungen in der ausgezeichneten Award Fläche auf der Digital Signage Expo in Essen vom 5. bis zum 7. Mai. Die Besucher der Messe konnten sich dort einen hervorragenden Überblick über Komplettlösungen verschaffen. Martin Eckardt, Leiter Trade und Shopper Marketing bei Kraft Foods Deutschland: „Für mich war die POPAI Award Fläche einer der interessantesten Bereiche der Messe. Hier konnte auch der Nicht-Experte einen Überblick über Gesamtlösungen und Gestaltungsmöglich-

keiten für den P.O.S. aus dem digitalen und interaktiven Bereich gewinnen.” Jury Captain Bernhard Baer, Digitale Medien am P.O.S., zeigte sich über den Ausgang des POPAI Awards hocherfreut: „Aus den vielen Einreichungen konnten wir 16 tolle Projekte als Finalisten auswählen und mit einer 15köpfigen Expertenjury bewerten. Oft war die Entscheidung sehr knapp. Das von uns erstmalig in Deutschland eingesetzte Public Voting hat mit über 300 abgegebenen Stimmen mehrfach den Ausschlag für den endgültigen Gewinner gegeben.“ Diese Verbandsinitiative für mehr Aufmerksamkeit für Digital Signage wurde maßgeblich unterstützt von der 42media group, der TripleDoubleU, der Mood Media und Visual Food - screenfood Software und Multimedia Solutions. POPAI D-A-CH Digital ist eine Arbeitsgruppe von 34 Unternehmen im Verband POPAI „Point of Purchase Advertising International“. Der Verband setzt sich seit seiner Gründung 1936 in den USA für die P.O.P. Interessen von Industrie, Handel, P.O.S.-Produzenten und Dienstleistern ein. Auf nationaler und internationaler Ebene ermöglicht POPAI den interdisziplinären Informationsund Erfahrungsaustausch für seine weltweit mehr als 2.000 Mitgliedern, davon 1.000 in Europa. Als global agierende Non-Profit Organisation versteht sich POPAI heute als das Kompetenzcenter und die umfassende Kommunikationsplattform für „Marketing at Retail.“

Kategorie „Inhalte & Kreativität“: Opel Insignia/I-CLD, MRM GmbH Begründung der Jury: „Eine besonders kreative Lösung bei der attraktive Inhalte in optimaler Weise mit interaktivem Nutzen für den Betrachter präsentiert werden.“ Kategorie „Technologie & Nachhaltigkeit“: Interaktives City Light Display, Deutsche Telekom AG Begründung der Jury: „Die Lösung löst ein Top Branchenproblem - die Meßbarkeit der Kundenkontakte inklusive Kundenprofiling und Matching der Inhalte auf den jeweiligen Betrachter.“ Kategorie „Research & Forschung“: GFK Studie McDonald‘s Instore TV, TripleDoubleU GmbH Begründung der Jury: „Dieses Projekt wurde ausgewählt, weil es eine sehr umfassende und vor allen Dingen auch veröffentlichte Studie ist, die die Werbemittelwirkung von Digital Signage eingehend untersucht und nachweist.“ Kategorie „Beste Digital Signage Lösung“: Digitale Medien im Audi Showroom, Seen Media GmbH Begründung der Jury: „Dieses Projekt wurde gewählt, weil es eine eindeutige Zielsetzung definiert, konsequent umsetzt und auch die Erreichung nach verfolgt. Letztlich wird die Qualität des Projektes auch dadurch dokumentiert, daß es sich mittlerweile im internationalen Rollout an über 1.000 Standorten befindet.“ Kategorie „Beste interaktive Lösung“: Interaktive Inhalte auf digitalen Displays, Vis-à-pix GmbH Begründung der Jury: „Dieses Projekt wurde von uns ausgewählt, weil es eine überaus kreative Lösung im technischen Kontext ist, die durch ganz neue „passive“ Interaktivität überzeugt.“ Kategorie „Beste integrierte Lösung“: My POS-Touch to Create, Patrick Wörner Konzepte Begründung der Jury: „My POS erhält den Preis, weil es eine vollständig cross-mediale Integration verschiedenster Elemente darstellt und den Kunden vom P.O.S. bis nach Hause vor das Internet begleitet.“ Sonderpreis Innovation in der Kategorie „Beste Digital Signage Lösung“: Gerichtssaal Management, MediaCluster Begründung der Jury: „Die Jury befand dieses Projekt für preiswürdig aufgrund seines pragmatischen Nutzens in der Prozeßunterstützung in einem nicht gerade für Innovation bekannten Umfeld, nämlich einer Behörde.“

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Fotos: POPAI D-A-CH

Im Rahmen der Digital Signage Expo, die Anfang Mai in Essen stattfand wurden die POPAI D-A-CH e.V. Digital Awards 2009 in sechs Kategorien vergeben.


Digital Signage

Auszeichnung mit Wirkung

Fotos: viscom

2007 feierte er seine Premiere, zur viscom düsseldorf 2009 wird der Digital Signage Best Practice Award nun zum dritten Mal in insgesamt fünf Kategorien vergeben. „Unsere Intention, diesen Award ins Leben zu rufen, war, die Akzeptanz des noch recht jungen Mediums zu verbessern und gleichzeitig mehr Unternehmen anzuregen, ihr Portfolio auch um den Bereich Digital Signage zu erweitern“, erklärt viscom-Chefin Petra Lassahn. Der Award stößt auf große Akzeptanz in der Branche und ist für die ausgezeichneten Unternehmen ein zusätzliches Aushängeschild und Business-Beschleuniger. So zum Beispiel für Bamoa Communication und Jaxx Lotto-Systeme, die 2008 mit dem Award in der Kategorie Retail Signage - Digital Signage Anwendungen im Handel - ausgezeichnet wurden. Ziel des Projektes war die Integration des neuen Geschäftsbereiches Direktlottovertrieb im Einzelhandel. „Wir haben großes Feedback zu dieser Auszeichnung bekommen und Aufmerksamkeit im Markt erregt“, berichtet Thomas Brill, Geschäftsführer Bamoa Communications, „so ein Preis unterstreicht auch noch mal die Glaubwürdigkeit des Unternehmens, gerade wenn er wie der Digital Signage Best Practice Award von einer guten Fachjury verliehen wird.“ Den Award in der Kategorie Information Signage - Digital Signage Anwendungen, die Informationen auf Public Displays zeigen - hat 2008 die Lufthansa gewonnen mit dem digitalen Werbemedium Ad-display, entwickelt von MultiVision, Grassfish und Vangenhassend. Auch hier nutzt man den Award als Qualitätssiegel: „Der Award ist sehr bekannt und anerkannt in der Branche, natürlich nutzen wir diese Auszeichnung auch in der Kommunikation im Tagesgeschäft“, sagt Wolfgang Key, Leiter Produktentwicklung und Produktmanagement MultiVision. Den Preis in der Kategorie Wegeleitung - Digital Signage Anwendungen als Leitsystem im öffentlichen Raum - gewann 2008 das Wegeleitsystem der Neuen Messe Stuttgart, entwickelt von dimedis. „Wir haben uns sehr über die Auszeichung gefreut - gerade weil die Konkurrenz in der Branche sehr groß ist und die Auswahlkriterien beim Digital Signage Best Practice Award sehr anspruchsvoll sind“, resümiert dimedis-Sprecher Frederic Latz. Sixt Best Choice Panel, entwickelt von Net Display Systems, wurde mit einem Special Award ausgezeichnet. Dieses intelligente System, das die Visualisierung des Verkaufs-Angebots individuell auf den Kunden zugeschnitten ermöglicht, wollte durch seine Einzigartigkeit gar nicht in eine der drei Kategorien passen. Das ist auch ein Grund dafür, daß der Digital Signage Best Practice Award zwei neue Kategorien erhält und damit in diesem Jahr insgesamt in fünf Kategorien vergeben wird: Retail Signage - digitale Anwendungen im Handel: Information Signage - Informationen digital auf Public Displays; Wegeleitung - digitale Leitsysteme im öffentlichen Raum. Neu hinzu kommen die Kategorien Content - Inhalte für Digital Signage Anwendungen und Interaktivität - Digital Signage Anwendungen mit interaktiven Komponenten. Die Anmeldefrist für den Digital Signage Best Practice Award läuft noch bis zum 31. Juli. Die Anmeldeformulare sind online unter www.digital-signage-world.de zu finden.

Digital Signage Days Ob als digitaler Wegweiser oder interaktiver Verkaufsberater: Digital Signage ist dynamische Kommunikation mit enormen Wachstumspotenzial. Das hat die viscom, Internationale Fachmesse für visuelle Kommunikation, früh erkannt und widmet sich auch auf der diesjährigen viscom mit den Digital Signage Days diesem spannenden Thema. „Wir haben die Digital Signage World als neuen Markenauftritt unter der viscom Messeleiterin Dachmarke viscom ausgebaut“, erPetra Lassahn. klärt Messe-Chefin Petra Lassahn. Diese besteht aus Messe, Workshops während der Messelaufzeit, einer ganzjährigen Seminarreihe und dem Digital Signage Best Practice Award. Ein Herzstück der Digital Signage World sind die Digital Signage Days. Die Messebesucher bekommen hier in verschiedenen Workshops und Präsentationen einen umfassenden Überblick zum Digital Signage Markt. Dabei ist Petra Lassahn ganz besonders wichtig: „Der Fokus in allen Veranstaltungen liegt auf sofort umsetzbaren Informationen.“ Neu ist der 90 minütige Digital Signage Starter Workshop an beiden Tagen. Basierend auf den Erfahrungen der erfolgreichen viscom Digital Signage Seminare gibt es erstmalig auf der Messe einen schnellen, kompetenten Einstieg in die Materie - frei von Werbung und Marketinghype. Die Teilnahme ist kostenlos, setzt allerdings eine Registrierung bis zum 25. September voraus. Für Techniker gibt es an beiden Tagen einen speziellen Technikteil, der sich unter anderem mit folgenden Themen beschäftigt: Signalverteilung, Bildschirmtechnologien, Montage, Gehäuse, Touchtechnologien. Besondere Anwendungsbeispiele sind ebenfalls an beiden Tagen zu sehen, wenn die Finalisten des Digital Signage Best Practice Awards aus den fünf Kategorien Retail, Information, Wegeleitung, Interaktiv und Content vorgestellt werden. Nirgendwo sonst werden so viele realisierte Projekte präsentiert. Die nächste viscom findet vom 1. bis 3. Oktober 2009 auf dem Messegelände Düsseldorf statt. Erwartet werden 350 Aussteller aus über 30 Ländern und über 10.000 Besucher. Die Digital Signage World auf der viscom besteht aus einem großen Ausstellungsbereich, der Präsentation der Nominierten des Digital Signage Best Practice Awards und damit der größten Projektpräsentation Europas, und den zweitägigen Digital Signage Days.

Ein digitales Mediensystem bietet McDonald‘s KundInnen österreichweit modernes Entertainment: Essen, Trinken und Unterhaltung.

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Digital Signage

Innovative Anwendungen Digital Signage-Lösungen und Personenzähl-Systeme unterstützen das Städtemarketing. Die schweizerische Wagner Visuell AG präsentierte auf der Suisse Public, der Schweizer Fachmesse für öffentliche Betriebe und Verwaltungen, Mitte Juni innovative Anwendungen.

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fundierte Standortanalyse können z.B. die Mietpreise von Ladenlokalen bewertet werden. Dies sind nur einige Beispiele, wo Digital Signage und Peoplecounter-Systeme im öffentlichen Raum wirken können. Wagner Visuell AG, Anbieter von Präsentations- und Organisationsmittel, zeigte auf der Suisse Public in Bern weitere interessante Einsatzbereiche für solche Systeme und natürlich erfuhren die Besucher dort auch, wie einfach solche bedient werden können und wie unproblematisch die Integration in die eigene IT-Umgebung zu bewerkstelligen ist. Kunden-Aufmerksamkeit auf höchster Stufe Die Anwendungsmöglichkeiten für elektronische Anzeigesysteme sind grenzenlos: Ob für den Empfangsbereich, als internes Info-Board oder externes Kommunikations-Instrument, Besucherleit- und Infosystem für Messen und Konferenz-Zentren, Fahrplan-Informationen für Verkehrsbetriebe oder als Verkaufsförderung am Point of Sale. Dieses dynamische Kommunikationsmittel birgt unermessliche Möglichkeiten, wenn man sie denn auch nutzt. So ist es von eminenter Bedeutung, daß die Bedienung und die administrative Verwaltung einfach und möglichst nah am Geschehen passieren kann. Ein Fallbeispiel: Am Morgen holen sich Kunden in einer Bäckerei ein Sandwich für die Mittagszeit. Auf dem Display werden die verschiedenen Sandwichvarianten angezeigt. Alternierend läuft ein Video und animiert zum gleichzeitigen Kauf eines gesunden Fruchtsaftes. Ab 9 Uhr rücken Pausenbrötchen in den Vordergrund. Dazwischen spielt die Bäckerei ihre Spezialitäten ein, informiert über Aktionen und zeigt Geschenk-Ideen. Um 11 Uhr wird klar, daß zu viele Brötchen produziert wurden. Die Verkäuferin gibt selbständig eine Aktion „zum halben Preis“ am Bildschirm ein. Nachher: Eine Kundin wünscht ein glutenfreies Brot. Sofort aktiviert die Verkäuferin mittels Interaktiv-Button eine Zutatenliste der angebotenen Sorten. Abends wirft ein KurzVideo einen Blick in die Backstube und zeigt die schonende Herstellung des Brotes. So begleitet die Bäckerei ihre Kunden durch den ganzen Tag mit immer aktuellen Informationen. Wagner Visuell AG stellt mit PADS - Public Area Display System - eine einfach zu bedienende Anzeige-Software vor. Der gesamte Informationsprozeß vom Entwurf der multimedialen Präsentation über die Planung bis hin zur eigentlichen Darstellung wird mit dieser Lösung bewerkstelligt. PADS basiert auf Microsoft Standards und läßt sich daher von Windows-Anwendern schnell erlernen. PADS 3.1 gibt es als Standalone- sowie als Professional-Version. Die Software ist einfach zu installieren. Mit PADS kann man sein eigenes Programm gestalten und mit den jeweiligen Anzeige-Geräten verbinden. Es läßt sich in jedem LAN einsetzen und ist designed für PCs mit Windows Betriebssystemen. Fast jede Datenbank läßt sich einbinden und Daten können auch von anderen Quellen wie Internet, Power Point-Präsentationen und TV genutzt werden.

Fotos: Wagner Visuell AG

Digital Signage Lösungen bzw. elektronische Anzeigesysteme, werden von innovativen Gemeinden und Städten bereits heute erfolgreich eingesetzt. An frequentierten Durchgangsstraßen und Plätzen werden die Einwohner, Besucher und Passanten über Anlässe wie Gemeindeversammlungen, kulturelle Veranstaltungen, Events, Vereinsanlässe oder Papier-Sammel-Tage informiert. Die Information wird z.B. von der Verwaltung zentral eingegeben und an die verschiedenen Standorte der Screens gesendet. Die wetterfesten Displays ersetzen Tafeln, die bis vom Werkdienst aufgestellt und wieder eingesammelt werden mußten. Vereine, KulturStätten und andere Veranstalter profitieren von sehr effizienter Werbung; sie brauchen den Ort nicht mehr mit unschönen Plakaten zu tapezieren. Die Bevölkerung und Besucher werden laufend mit top-aktuellen Mitteilungen bedient. Die Erfassung von Personenzahlen und frequenzen finden bereits an zahlreichen öffentlichen Bereichen aus Sicherheitsgründen statt. Damit z.B. Evakuierungspläne im Ernstfall auch eingehalten werden können, dürfen sich nicht zu viele Personen in Gebäuden mit Publikumsverkehr aufhalten. Mit Peoplecounter-Systemen lassen sich die Besucherströme einfach messen, damit bei Bedarf rechtzeitig Maßnahmen zur Steuerung der Besucher eingeleitet werden können. Natürlich werden solche Systeme auch für die wirtschaftliche Planung genutzt: Verantwortliche für das Städtemarketing oder z.B. die Leitung von Einkaufszentren möchten den Erfolg von durchgeführten Werbemaßnahmen an der Anzahl der Besucher messen. Die Informationen dienen aber auch der Personalplanung - die gelieferten Statistiken zeigen die Kundenzahlen im zeitlichen Tagesablauf. Für die


Digital Signage

Per Mausklick zur Werbung

Fotos: Yoorado GmbH

Die Yoorado GmbH geht jetzt mit einem innovativen Vermarktungsportal für DigitalSignage-Standorte und -Netzwerke an den Start. Mit in Kürze über 4.000 Standorten ist Yoorado das Portal mit den meisten Screens im deutschsprachigen Raum. Über die innovative Buchungsplattform können Werbekunden ihre Kampagnen steuern und interessierte Netzwerkeigentümer ihre Screens für Werbung vermarkten. Yoorado punktet durch die einfache und komfortable Abwicklung mit integriertem Spotdesigner, die niedrige Provision und die große Reichweite. „Branchenkenner wissen, daß es im deutschsprachigen Raum eine Vielzahl von Screen- und Netzbesitzern gibt, die ihre Digital-Signage-Flächen gern für Fremdwerbung zur Verfügung stellen. Aber die Akquise ist gerade bei kleinen Netzen oft recht mühsam und zeitaufwändig. Auf der anderen Seite stehen Werbetreibende, die gerne weitreichendere Digital-Signage-Werbung treiben würden, aber die Mühe scheuen, mit vielen verschiedenen kleineren Netzanbietern zu verhandeln. Mit Yoorado bringen wir diese beiden Gruppen zusammen, zum Nutzen aller Beteiligten“, erklärt Thomas Berger, Geschäftsführer von Yoorado. Yoorado bedeutet mehr Flexibilität, Innovationskraft und Reichweite für Werbekampagnen. Ob mittelständischer Betrieb oder großes Unternehmen, mit Yoorado finden Werbetreibende im deutschsprachigen Raum digitale Flächen für ihre Werbebotschaften. Unter www.yoorado.de einfach per Standort-Suche mit individuellen Kriterien wie Bundesland, Einwohnerzahl, Standorttyp oder Display-Beschaffenheit passende digitale Werbeflächen auswählen, mit dem Spotdesigner anhand von Designvorlagen den Wunsch-Werbespot erstellen und per Mausklick dem Standort samt gewünschtem Zeitschema zuordnen - fertig ist die Buchung. Standortadresse, Betriebszeiten, exakte Positionierung der Werbefläche und Monatspreise sind in den übersichtlichen, aussagekräftigen Standortprofilen angegeben; das erleichtert die Auswahl und sorgt für eine zügige Abwicklung ohne großen organisatorischen Aufwand. Ein Link führt zu einer Landkarte. Die Spots können jederzeit innerhalb von Minuten unkompliziert verändert oder aktualisiert werden. Für Eigentümer von Digital Signage-Screens oder -Netzwerken erweist sich Yoorado als neuer, starker Mitspieler für die Vermarktung. Ohne Einschränkung der eigenen Vermarktungsaktivitäten können Anbieter ihre Werbeflächen bei Yoorado einstellen und so bundesweit von interessierten Werbekunden gefunden werden. Kosten fallen nur bei erfolgreichem Abschluß an, die Provision für den Service von Yoorado ist in der Anfangsphase auf 10 Prozent rabattiert, später werden es 15 Prozent sein. Eine weitere Besonderheit bei Yoorado ist die Möglichkeit, alle teilnehmenden Screens bei entsprechenden technischen Voraussetzungen auf Handy-Aktivität umrüsten zu lassen. So können die Passanten vor Ort die Screens von ihrem Handy aus steuern, zum Bei-

spiel Seiten mit Sonderangeboten aufrufen. Die positive Kundenresonanz, die steigende Zahl der Anbieter und die erfolgreichen Kooperationen zeigen deutlich: Yoorado ist ein innovatives und effizientes Erfolgsmodell für den boomenden Digital SignageMarkt. Denn ob in Einkaufszentren, Apotheken, Hotels, Reisebüros, Fitnessstudios, UBahnhöfen oder Flughäfen, Digital Signage Flächen werden zunehmend als Werbemedium genutzt. Laut einer Studie des Beratungsunternehmens Goldmedia gab es 2007 in Westeuropa bereits rund 215.000 Screens, auf denen Werbebotschaften präsentiert wurden. Die Vorzüge von Digital Signage-Werbung sind die zielgenaue Treffsicherheit und die flexible Handhabung. Die aus Bild-, Text- und Videodaten zusammengestellten Inhalte können sehr schnell, zielgerichtet und kostengünstig verbreitet und aktualisiert werden. Die digitale Bildschirmwerbung vereint die Vorzüge klassischer Außenwerbung mit den erweiterten Möglichkeiten digitaler Formate. Yoorado gibt dem angesagten Werbemedium eine effiziente und benutzerfreundliche Buchungsplattform - mit den meisten Screens im deutschsprachigen Raum und einzigartigen Möglichkeiten für Anbieter und Werbekunden von Digital Signage. Kurzum: Yoorado ist die zukunftsweisende „DreiClick-Digital-Signage-Online-Buchungsmaschine“.

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