Page 1

16.3. bis 1.4.2018 Innsbruck Hall

Ăźber.leben


osterfestival.at Ticket-Hotline +43 5223 53 808


Lebens.welten


Alt.erfunden


Tanz.bewegt


Neu.erinnert


über.leben 30. Osterfestival Tirol Von Alter zu Neuer Musik, von Performance, Tanz bis zu außereuropäischen Kulturen, von Film über Aktionen, bis hin zu jungen – am Beginn stehenden – und weltbekannten Künstlern: alles vereint sich im 30. Osterfestival Tirol unter dem Motto über.leben. Bereits die Eröffnung der Jubiläumsausgabe (17. März) ist ein Abend voller Spannungen und Gegensätze. René Jacobs und das belgische B’Rock Orchestra erforschen die Klangwelt der Schubert-Symphonien, der erste und einzige Abend in Österreich dieses neuen Zyklus. Die existentielle Kraft der Musik von Dmitri Schostakowitsch, der einen Großteil seines Lebens in Angst verbrachte, lässt der russische Pianist Alexander Melnikov (28. März) erahnen. Einer der Bachspezialisten und Pioniere der Alten Musik, Philippe Herreweghe, macht mit seinem Collegium Vocale Gent die Johannes-Passion von Johann Sebastian Bach erfahrbar (30. März, Karfreitag). Mit österreichischen Erstaufführungen beleuchten Tanz und Performance auf unterschiedlichste Weise das Leben sowie die verschiedenen Arten abseits der Norm zu überleben. Helena Waldmann stellt in Gute Pässe Schlechte Pässe (26. März) Kulturen, Menschen und (Tanz-)Sprachen gegenüber, spielt mit ihnen und vermischt sie. Auf Identitätssuche geht das italienische Kollektiv Motus mit seinem Stück MDLSX (31. März, Karsamstag). Die italienische Performance-Ikone Silvia Calderoni sprengt hier die Grenzen von Nationalität und Körper mit einer Hymne an die Freiheit. Den glänzenden, lebensfrohen und bewegten Endpunkt des Festivals – mit Steve Reichs Music for 18 Musicians – bilden die 11 Tänzer Anne Teresa De Keersmaekers in Rain (1. April, Ostersonntag). In Neue Musik entführt das mit unserem Festival seit langem vertraute ensemble recherche (21. März) durch


die Welt des Tiroler Komponisten Johannes Maria Staud (erstmals im OFT) sowie seiner Kolleginnen Younghi Pagh-Paan, Milica Djordjević und Lisa Streich. Ein besonderes Universum eröffnet sich in Wolfgang Rihms Et Lux (23. März). Eine Art modernes Requiem, in der die Musik zwischen dem Mittelalter und unserer Gegenwart schwebt. Das für Alte Musik international renommierte Huelgas Ensemble (8 Stimmen) und das Minguet Quartett bringen die Schönheit der Musik Rihms zum Klingen. Vervollständigt wird das Jubiläumsprogramm durch Filme wie: Ikiru von Akira Kurosawa (20. März), in dem er auf die Suche nach dem Sinn des Lebens geht; Michael Hanekes Amour (22. März) erzählt von der Vergänglichkeit des Lebens und von Hilflosigkeit. In der Theologie gibt es ein Gespräch mit Wolfgang Palaver über die Versuche und Bedeutungen des Überlebens (29. März , Gründonnerstag). Im Vorfeld des Osterfestival Tirol führen 40 Orte mit Musik, Text und Aktionen (Aschermittwoch, 14. Februar bis 31. März) durch die Fastenzeit. Junge Tiroler Musiker spielen Werke unterschiedlicher Epochen – eine Form von Inseln der Stille, des Innehaltens, in der sonst so getriebenen Zeit. Eine halbe Stunde freudiger Sinnlichkeit schenkt uns wieder die „Königin der Instrumente“: 5 x OrgelSPIEL (jeden Samstag, 24. Februar bis 24. März). Fünf junge, in Tirol lebende Organisten versetzen mit Musik vom 17. Jahrhundert bis in unsere Zeit die Räume der Haller Pfarrkirche und uns in Bewegung.

In Vorfreude auf all die wunderschönen gemeinsamen Momente Hannah, Maria, Gerhard Crepaz und Team


40 Orte

An 40 Orten finden täglich (außer an Sonntagen) um 15 Uhr 20 bis 30 Minuten des Innehaltens statt. Die Aktion ist unserer Gesellschaft gewidmet, die noch immer in Krieg, Unrecht, Elend und Leid versinkt. Text und Musik lassen kurz aufhorchen, provozieren Widerstand und das Aufleben der Utopie der Harmonie über die Kunst. Jeden Tag spielen und performen vor allem Tiroler Musiker, auch Kinder, sowie Künstler im und mit dem öffentlichen Raum. In diesem Jahr besuchen wir auch soziale Einrichtungen. Ab der 30. Edition werden wieder vermehrt kurze Werke Neuer Musik von Tiroler, österreichischen und internationalen Komponistinnen und Komponisten gespielt. Mehr Informationen unter www.osterfestival.at/Orte


Mittwoch

14.

Februar bis Samstag

31. März

15 Uhr Hall i.T., Innsbruck & Umgebung Dauer: ca. 30’

Eintritt frei

On 40 days, a contrast to banal times is provided for around 30 minutes at 3 pm: in the midst of public endeavours, there can be found islands of reflection. At the centre of the brief activities lie, among other things, text, sounds, performance and actions, and sometimes, even resistance is provoked. Art enables utopia to create harmony in the rough surroundings of our society. Free admission.

12 • 13


OrgelSPIEL

Diese Reihe von kurzen Orgelkonzerten soll sowohl auf das ORGELfest 2018 hinweisen als auch eine Einstimmung auf das 30. Osterfestival Tirol sein. Dieses Jahr ist neben Musik von J.S. Bach und Louis Vierne auch zeitgenössische Musik zu hören, u.a. von Lisa Streich.

Sa, 24. Februar OrgelSPIEL_1: Hannes Christian Hadwiger ​ Sa, 03. März OrgelSPIEL_2: Elisabeth Hubmann Sa, 10. März OrgelSPIEL_3: Elias Praxmarer Sa, 17. März OrgelSPIEL_4: Manuel Schiabello Sa, 24. März OrgelSPIEL_5: Michael Schöch


Samstag

24.

Februar bis Samstag

24. März

11.00 Uhr Hall i.T. Pfarrkirche Dauer: ca. 30’ Eintritt frei

Five well-known organists of the Tyrol are playing music from the 17th century to our times. Short 30 minutes concerts at the Parish church of Hall at 11 o’clock. Free admission.

14 • 15


Schubert Symphonien Nr. I & VI Ligeti Ramifications 1968/69 B‘Rock Orchestra Ltg: René Jacobs

Das Jubiläum eröffnet René Jacobs mit seinem Wissen um Alte Musik. Sein Tiroldebüt gab er 1974 als Sänger im Duo mit Jordi Savall bei uns in Hall. 2018 beginnt er gemeinsam mit dem belgischen B‘Rock Orchestra Schuberts Symphonien zu erforschen: ein Komponist, der Jacobs schon sehr früh in seinen Bann gezogen hat. Ich liebe Schubert sehr, und durch ihn bin ich erst zur Musik gekommen. Als Knabe habe ich schon sehr viel Schubert gesungen. Am Vorabend (Salon) führt uns Jacobs in seine Schubert-Welt: bis zur schwebenden Wirklichkeit von Ligetis Ramifications.


Samstag

17. März

20.15 Uhr Innsbruck Congress (Saal Tirol) 19.15 Uhr Einstimmung ALTE MUSIK Dauer: ca. 70‘ Karten Kat. I Kat. II Kat. III Kat. IV Kat. V

€ € € € €

59 49 39 29 19

Freitag

16. März René Jacobs – who made his debut in the Tyrol as a singer at one of our concerts with Jordi Savall in Hall in 1974 – has close ties with the Tyrol. In 2018, together with the Belgian B’Rock Orchestra, he will launch an exploration of the world of sound of Schubert’s symphonies – a composer to whom Jacobs was strongly attracted at an early age: I love Schubert very much; he introduced me to music. When I was still a boy I sang a lot of Schubert. An evening of contrasts and excitement!

Uhrzeit wird noch bekanntgegeben. Innsbruck Congress Salon: Gespräch mit René Jacobs Karten Freie Platzwahl €5

16 • 17


Schatten (Eurydike sagt) 2016 von Elfriede Jelinek in einer Inszenierung von Sabine Mitterecker Mit Sarah Sanders, Christina Scherrer, Alexandra Sommerfeld Klangregie: Wolfgang Musil Dramaturgie: Uwe Mattheiß Auf Einladung von Innsbruck International in Kooperation mit Osterfestival Tirol.

Orpheus und Eurydike – Inbegriff des Liebespaares – sie, getötet von einer Schlange und im Schattenreich, er, der alle betörende Sänger ihr folgend, um sie zurückzuholen. Was aber, wenn Eurydike gar nicht zurück will? Was, wenn sie die angebotenen weiblichen Identitätsentwürfe, die alle nur vom Begehren eines anderen abgeleitet sind, verweigert und ablegt wie die Kleider der vergangenen Saison? Die männlichen Erlösungsphantasien verlieren ihren Reiz und die Schatten des Hades den Schrecken. Es bleibt das Glück des Nicht-Mehr-Angeschaut-Werden-Müssens. Elfriede Jelinek spielt in Schatten (Eurydike sagt) mit der Möglichkeit einer unmöglichen Sprechposition, in der das Objekt der Begierde lustvoll selbst zur Sprache gelangt.


Samstag

17. März

18.00 Uhr Sonntag

18. März

20.00 Uhr Hall i.T. Salzlager Theater Dauer: ca. 90’ Karten Stehplätze (mit Sitzgelegenheiten) € 25

Orpheus and Eurydice, the epitome of a pair of lovers: she killed by a snake bite and now in the realm of shadows and he, the all enchanting singer following her to bring her back. But what if Eurydice does not want to go back? What if she rejects the female identity models offered, which all derive from the desires of another person, and lays them aside like last season’s clothes? The male rescue phantasies then lose their attraction and the shades of Hades their horrors. What remains is the pleasure of no longer being an object for viewing. Elfriede Jelinek plays with the possibility of an impossible speaking position in which the object of desire arrives at language with great relish herself. At the invitation of Innsbruck International in cooperation with the Tyrol Easter Festival. 18 • 19


Nostalghia 1983 Regie & Drehbuch: Andrei A. Tarkowski Kamera: Giuseppe Lanci

Ich wollte in Nostalghia von der russischen Form der Nostalgie erzählen, von jenem für unsere Nation so spezifischen Seelenzustand, der in uns aufkommt, wenn wir fern der Heimat sind. (Andrei A. Tarkowski) Tarkowskis erster im Ausland (Italien) gedrehter Film erzählt die Geschichte eines russischen Schriftstellers, Andrei Gortschakow, der auf den Spuren eines Komponisten aus seiner Heimat durch Italien reist, um dessen Biographie zu schreiben. Fern von Russland ist er mit dem Gefühl der „Nostalghia“ (der „russischen Seele“) – der Sehnsucht nach einer Heimat, deren Bilder man mit und in sich trägt – konfrontiert. Diese inneren Stimmungen fängt Tarkowski in Form von Landschaften und teils stehengebliebenen Bildern ein und führt von der Realität in die Erinnerung, von dort in einen Traum und zurück in die Realität.


Montag

19. März

20.30 Uhr Innsbruck Leokino FILM Italienisch und Russisch mit deutschen Untertiteln Dauer: ca. 130’

Karten sind über das Kino erhältlich.

In Nostalghia I wanted to depict the Russian form of nostalgia, that mental state entirely specific to our nation which grips us when we are far away from home. (Andrei A. Tarkovski) Tarkovski’s first film to be made abroad (Italy) tells the story of a Russian writer, Andrei Gortshakov, travelling in Italy in the steps of a composer from his home country in order to write his biography. Far from Russia, he is confronted with the feeling of “nostalghia” (the “Russian soul”) – the longing for a homeland whose images we carry with and within ourselves. Tarkovski captures these inner moods in the form of landscapes and images that have partly stood still and leads the audience from reality to memory, from there to dream and back to reality. 20 • 21


Ikiru – Einmal wirklich leben 1952 Regie: Akira Kurosawa Kamera: Asakazu Nakai Autor der Filmgeschichte: Lew Nikolajewitsch Tolstoi

Manchmal denke ich an meinen eigenen Tod. Ich denke daran, aufzuhören zu sein … aus diesen Gedanken ist Ikiru entstanden. (Akira Kurosawa) In Ikiru (leben) beschäftigt sich Kurosawa mit dem, was Leben erst zum Leben macht, ihm Bedeutung gibt. Kanji Watanabe hat ein Leben lang in treuen Diensten bei einer städtischen Beschwerdestelle gearbeitet und freut sich auf die Pensionierung. Er erfährt, dass er an Magenkrebs leidet und nur noch wenige Monate zu leben hat. Die Nachricht rückt ihm ins Bewusstsein, wie sehr er sein Leben an die Bürokratie vergeudet hat. Er will den Rest seines Lebens genießen, doch das alles erfüllt ihn nicht. Watanabe entschließt sich für ein Projekt – einen Spielplatz – zu kämpfen und die Hürden der Bürokratie zu überwinden und findet darin den Sinn seines nur noch kurzen Lebens.


Dienstag

20. März

20.30 Uhr Innsbruck Leokino Film Japanisch mit deutschen Untertiteln Dauer: ca. 140’

Karten sind über das Kino erhältlich.

Sometimes I think of my own death. I think of ceasing to be ... out of those thoughts Ikiru emerged. (Akira Kurosawa) In Ikiru (Live) Kurosawa examines what constitutes real life, what gives life meaning. Kanji Watanabe has spent his working life in loyal service in a municipal complaints department and is looking forward to his retirement when he suddenly learns that he has a stomach cancer and only a few months to live. The news makes him aware of the extent to which he has wasted his life on a bureaucracy. At first Watanabe wants enjoyment for the remainder of his life but finds no fulfilment in it. He decides to fight within the bureaucracy for a project – a playground – and overcome the obstacles there and thus finds meaning in his short remaining life. 22 • 23


Staud Pagh-Paan Djordjevic ÖEA Streich ÖEA ensemble recherche Melise Mellinger – Violine Paul Beckett – Bratsche Åsa Åkerberg – Cello Martin Fahlenbock – Flöte Eduardo Olloqui – Oboe Shizuyo Oka – Klarinette Christian Dierstein – Schlagzeug Klaus Steffes-Holländer – Klavier Eine Produktion des Osterfestival Tirol 2018.

Eines der wichtigsten Ensembles für Neue Musik, das auch innerhalb des Osterfestival Tirol seine ersten Aufführungen hatte, stellt im Rahmen der 30. Edition Musik aus Korea, Serbien, Schweden und Österreich vor. Auf verschiedenste Weise wird das Thema über.leben ausgelotet: Im Dies- und Jenseits, im Leben und Tod wie auch der Erlösung (Lisa Streich Fleisch); durch die Phänomene Zeit, Prozess, Veränderung und Körperlichkeit (Milica Djordjević Rdja / Rost); in Form zerbrechlichen Innehaltens und ekstatischen Ausbruchs (Johannes Maria Staud Wasserzeichen, Lagrein, Wheat, not oats, dear. I‘m afraid) und der demütigen menschlichen Existenz sowie des bedrückten, zerknirschten, geschändeten Überlebens (Younghi Pagh-Paan Wundgeträumt). Ein einzigartiges Klangerlebnis.


Mittwoch

21. März

20.15 Uhr Hall i.T. Salzlager 19.15 Uhr Einstimmung Neue Musik Dauer: ca. 90’ mit Pause

Karten Kat. I € 29 Kat. II € 19

At our 30th Festival, ensemble recherche – one of the leading ensembles for contemporary music, which also made some of its very first appearances at the Tyrol Easter Festival – will be playing works from Korea, Serbia, Sweden and Austria. The sur.vival theme is explored in a wide variety of ways: in this world and the beyond, in life and death, in redemption (Lisa Streich Fleisch), through the phenomena of time, process, change and corporeality (Milica Djordjevic Rdja / Rost), in the form of fragile pauses and ecstatic outbursts (Johannes Maria Staud Wasserzeichen etc.) and humble human existence (Younghi Pagh-Paan Wundgeträumt). A unique sound experience.

24 • 25


Amour 2012 Regie & Drehbuch: Michael Haneke Kamera: Darius Khondji

Alt wird jeder, der Verfall im Alter ist ein Thema, das wirklich jeden einmal betrifft. Und trotzdem verbannt die Gesellschaft alles, was mit „alt“ zu tun hat aus dem Gesichtskreis, es findet alles hinter verschlossenen Türen statt, das ist schrecklich, darum muss sich Kunst kümmern. (Michael Haneke) Michael Hanekes Film Amour erzählt vom Verfall: dem Verfall des Menschen und einer lebenslangen Liebe, die von Anne und Georges. Der perfekt eingespielte Alltag des Paares wird abrupt unterbrochen, nach einem ersten Schlaganfall von Anne, der sie von heute auf morgen zu einem Pflegefall macht. Den Eheleuten wird schnell bewusst, dass es der Anfang vom Ende ist. Georges pflegt seine große Liebe aufopferungsvoll, bis er an seine Grenzen geführt wird.


Donnerstag

22. März

20.30 Uhr Innsbruck Leokino Film Dauer: ca. 130’ Französisch mit deutschen Untertiteln

Karten sind über das Kino erhältlich.

Everyone grows old. Decay in old age is a subject that affects everyone at some point. And yet society chooses to banish from view everything related to old age; it all takes place behind locked doors. That is terrible; it is something art must concern itself with. Michael Haneke’s film Amour is about decay: the decay of a human being and a life-long love, the love between Anne and Georges. The couple’s long practised routine is abruptly interrupted when Anne has a first stroke that makes her a nursing case from one day to the next. The couple quickly realise that this is the beginning of the end. Georges cares for the love of his life with selfless devotion until he reaches his limits.

26 • 27


Wolfgang Rihm Et Lux 2009 Huelgas Ensemble Axelle Bernage, Rosemary Galton – Sopran Achim Schulz, Vojtěch Semerád – Tenor I Bernd Oliver Fröhlich, Matthew Vine – Tenor II Frederik Sjollema, Tim Scott Whiteley – Bass Minguet Quartett Ulrich Isfort – Violine I Annette Reisinger – Violine II Aroa Sorin – Viola Matthias Diener – Violoncello Ltg: Paul Van Nevel In Zusammenarbeit mit dem Osterfestival Imago Dei.

Mit Et Lux hat der deutsche Komponist ein modernes Requiem – eine musikalische Suche nach Ewigkeit – erschaffen. Im Zentrum steht für Rihm „et lux perpetua luceat .../ und das ewige Licht leuchte …“. In kreisendem Reflektieren werden die sowohl tröstlichen als auch tief beunruhigenden Schichten dieser Worte spürbar. Er verbindet die Musik des Mittelalters mit unserer Gegenwart – von Vokalpolyphonie der Renaissance bis hin zu den Streichquartetten von der Klassik bis heute. Interpretiert von einem der feinfühligsten Vokalensembles der Alten Musik verbinden sich die Klangsphären der menschlichen Stimme und die des Streichquartetts. Sie lassen eine Stunde Wunder an Schönklang erstehen.


Freitag

23. März

20.15 Uhr Hall i.T. Salzlager Einstimmung 19.15 Uhr Neue Musik Dauer: ca. 70’

Karten Kat. I € 39 Kat. II € 29 Kat. III € 19

With Et Lux, the German composer has created a modern requiem – a musical quest for eternity. For Rihm, the focus is on “et lux perpetua luceat … / and let perpetual light shine …”. In circling reflection, the consolatory and yet deeply disturbing layers of these words can be felt. He links the music of the Middle Ages with the present – from vocal polyphony of the Renaissance to the string quartets of classical to modern music – and unveils an hour of wondrous beauty of sound.

28 • 29


Dance On 7 Dialogues 2016, ÖEA Man Made 2017, ÖEA 7 Dialogues Künstlerische Leitung, Komposition: Matteo Fargion Mit Christopher Roman, Ty Boomershine, Frédéric Tavernini, Jone San Martin, Brit Rodemund Koproduktion: Holland Dance Festival, Theater im Pfalzbau, tanzhaus nrw Mit Unterstützung der BASF SE und in Zusammenarbeit mit dem Centre national de la danse.

Man Made Konzept, Choreographie: Jan Martens Mit Ty Boomershine, Frédéric Tavernini, Brit Rodemund, Christopher Roman, Jone San Martin Koproduktion: Kampnagel Hamburg Kofinanziert durch das Programm Kreatives Europa der Europäischen Union im Rahmen von Dance On, Pass On, Dream On. Dance On ist eine Initiative der Diehl+Ritter gUG, gefördert durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien.

Mit zwei ganz unterschiedlichen Stücken stellt sich das Dance On Ensemble zum ersten Mal in Tirol vor. Zu den Mitgliedern gehören bekannte internationale Tänzer, Performer sowie Choreographen. 7 Dialogues sind sieben individuelle, teils sehr amüsante Porträts, die gemeinsam mit den herausragenden Künstlern wie Tim Etchells von Forced Entertainment oder dem Performance „enfant terrible“ Ivo Dimchev erarbeitet wurden. Das zweite Werk des Abends, Man Made, vereint die Tänzer in einem poetischen und teils tranceartigen Zusammenspiel. Zwei Österreich-Premieren mit Spannung, Witz und Eleganz.


Samstag

24. März

20.15 Uhr Innsbruck Congress (Dogana) TANZ Dauer: ca. 110’ mit Pause

Karten Kat. I € 39 Kat. II € 29 Kat. III € 19

The Dance On Ensemble is making its Tyrolean debut with two quite different pieces. Its members include noted international dancers, performers and choreographers. 7 Dialogues consists of seven individual and often very amusing portraits developed in collaboration with the stimulating artists like Tim Etchells of Forced Entertainment or the “enfant terrible” of performance art Ivo Dimchev. The second work on the programme, Man Made, unites the dancers in a poetic and sometimes trance-like interplay. Two Austrian premieres combining excitement, wit and elegance.

30 • 31


Pergolesi Stabat Mater 1736 Francesca Cassinari – Sopran Elena Carzaniga – Alt La Divina Armonia Mayumi Hirasaki, Diego Castelli, Ayako Matsunaga, Anna Maddalena Ghielmi – Violine Gianni de Rosa – Viola Anna Camporini – Cello Vanni Moretto – Kontrabass Ltg: Lorenzo Ghielmi – Orgel

Giovanni Battista Pergolesis Stabat Mater gehört zu den bekanntesten und innigsten Vertonungen des mittelalterlichen Textes über die Mutter Jesu in ihrem Schmerz um den gekreuzigten Sohn. Er schuf es mit 26 Jahren, kurz vor seinem frühen Tod. Bestechend und bestürzend ist die einfache und natürliche Sprache, die Vermenschlichung von Maria, emotional umgesetzt. J.S. Bach schätzte das Werk sehr; er führte eine deutsche Fassung auf der Grundlage des 51. Psalms auf. Das italienische Ensemble La Divina Armonia um den langjährigen Cembalisten von Il Giardino Armonico, Lorenzo Ghielmi, lässt Pergolesi in Verbindung mit Passionsmusik seines Freundes Francesco Feo erklingen.


Sonntag

25. März

20.15 Uhr Hall i.T. Salzlager 19.15 Uhr Einstimmung Alte Musik Dauer: ca. 70’

Karten Kat. I Kat. II Kat. III Kat. IV

Giovanni Battista Pergolesi’s Stabat Mater is one of the best known and most passionate musical settings of the medieval text devoted to the mother of Christ in her grief at the crucifixion of her son. He wrote it at the age of 26, shortly before his early death. The simple natural language and the humanness of Mary are communicated with an emotionality that is both impressive and disturbing. J. S. Bach held the work in high esteem; he performed a German version on the basis of Psalm 51. The Italian ensemble La Divina Armonia, whose musical director is Lorenzo Ghielmi, long-serving cembalist with Il Giardino Armonico, will perform Pergolesi in combination with Passion music written by his friend Francesco Feo. 32 • 33

€ € € €

49 39 29 19


Helena Waldmann Gute Pässe Schlechte Pässe 2017, ÖEA Mit Sara Enrich Bertran, Antonia Modersohn, Enrico Paglialunga, Tjorm Palmer, Lysandre Coutu-Sauvé, Declan Whitaker, Carlos Zaspel und 22 freiwilligen Mauerbauern Choreographie: Helena Waldmann Eine Produktion von Helena Waldmann und ecotopia dance productions. In Koproduktion mit Theater im Pfalzbau Ludwigshafen (D), Hessisches Staatsballett / Tanzplattform Rhein-Main (D), Les Theatres de la Ville de Luxembourg (L), Colours International Dance Festival Stuttgart (D), Kaserne Basel (CH), Kurtheater Baden (CH), Forum Freies Theater Düsseldorf (D), Tafelhalle Nürnberg. Gefördert durch den Fachausschuss Tanz und Theater BS / BL.

Wer oder was bestimmt den Wert eines Passes? Und was erzeugt seinen Ramsch-Wert? Das neue Stück der deutschen Choreographin erforscht spielerisch Grundlegendes. Im Zentrum der Bühne steht eine Mauer aus Menschen, die zwei sehr unterschiedliche Welten, eine zeitgenössische Tanzcompagnie und Artisten des Nouveau Cirque, voneinander trennt. Zwei Kulturen, zwei Sprachen, eine nie absolute, sondern äußerst bewegliche, nationale Grenzziehung … Fragen nach Nationalismus, Grenzen und der Sehnsucht nach einer geschlossenen Gesellschaft? Waldmanns Arbeiten sind politisch und poetisch, zärtlich und brutal... sie treffen den gesellschaftlichen Nerv und packen den Zuschauer bei allen Sinnen.


Montag

26. März

20.15 Uhr Innsbruck Congress (Dogana) TANZ / PERFORMANCE Dauer: ca. 60’

Karten Kat. I € 39 Kat. II € 29 Kat. III € 19

Who or what determines the value of a passport? And what can make a passport junk? This new piece by the German choreographer is a playful investigation of fundamental values. At the centre of the stage stands a wall of people separating two very different worlds, a contemporary dance company and the artists of the Nouveau Cirque: two cultures, two languages and a national border that is not absolute but extremely flexible… Questions of nationalism, borders and the longing for a closed society? – Fast and furious and breathtaking.

34 • 35


Radhouane El Meddeb Au temps où les Arabes dansaient … 2014 La Compagnie de Soi Mit Youness Aboulakoul, Philippe Lebhar, Rémi Leblanc-Messager, Arthur Perole Choreographie: Radhouane El Meddeb Produktion: La Compagnie de Soi Koproduktion: Le Centquatre-Paris; le Centre Chorégraphique National de Montpellier Languedoc-Roussillon programme résidences; Centre de Développement Chorégraphique Toulouse / Midi-Pyrénées accueil en résidence; la Filature Scène nationale de Mulhouse; la Ferme du Buisson Scène nationale de Marne la Vallée; le Wip Villette. Mit der Unterstützung von d’Arcadi Île-de-France, Drac Île-de-France, Fondation Beaumarchais und Centre National du Théâtre. Radhouane El Meddeb ist artiste associé des Centquatre-Paris. La Compagnie de Soi wird subventioniert durch Drac, Kultur- und Kommunikationsministerium als „Unterstützung für Tanzcompagnien“.

Als die Araber noch tanzten lässt eine Zeit hochleben, in der weder das Singen, der Tanz noch die Sinnlichkeit einer Restriktion unterlagen. Ausgehend von der eigenen Vergangenheit des französisch-tunesischen Choreographen und der Liebe zum europäischen Tanz, begibt er sich auf Spurensuche seiner ursprünglichen Kultur. Er kehrt die etablierten Geschlechterrollen um und lässt vier männliche Tänzer die Welt des weiblich zugeschriebenen orientalischen Tanzes ausloten. Eine bittersüße Reise von der tunesischen Geschichte hin zur Aktualität.


Dienstag

27. März

20.15 Uhr Hall i.T. Salzlager Dauer: ca. 60’

Karten Kat. I € 29 Kat. II € 19

When the Arabs still Danced celebrates a time in which neither singing, dancing nor the sensualities of the actors on the screen were subject to restriction. Based on his own past and his affinity with European dance, the Franco-Tunisian choreographer scrutinises his original culture. He reverses established gender roles by sending four male dancers onto the terrain that Oriental dance ascribes to women. A bitter-sweet journey from the history of Tunisia to the present time.

36 • 37


Schostakowitsch 24 Präludien und Fugen, op. 87 1950/51 Alexander Melnikov – Klavier

Das Warten auf die Exekution hat mich und mein Leben lang gemartert. Viele Seiten meiner Musik sprechen davon. (Dmitri Schostakowitsch) Angst und Widerstand stehen im Zentrum dieses Abends. Obgleich Schostakowitsch national wie auch international zu den wichtigsten Komponisten der Sowjetunion gehörte, hatte Lady Macbeth von Mzensk den Zorn Stalins entfacht. Bis zu dessen Tode musste er immer wieder mit vernichtender Kritik und in Angst leben. Seine 24 Präludien und Fugen, op. 87 fallen in die Spätzeit von Stalins Leben (+1953), sie sind Ausweg und gleichzeitig Zeuge seines Seelenzustandes. Auch wenn man viel über dieses Werk diskutierte, wurde es wohlwollend aufgenommen, was für ihn persönlich sehr wichtig war, da diese Jahre vor allem von aufgezwungenen Werken geprägt wurden. Nur selten ist der Zyklus in seiner Gesamtheit und so authentisch im Ausdruck zu erleben.


Mittwoch

28. März

20.15 Uhr Hall i.T. Salzlager 19.15 Uhr Einstimmung NEUE MUSIK Dauer: ca. 160‘ mit Pause

Karten Kat. I Kat. II Kat. III Kat. IV

Waiting for execution is one of the themes that have tortured me all my life. That is expressed on many pages of my music. (Dmitri Shostakovich) Shostakovich’s words from his (disputed) memoirs reflect his life from 1936 onwards. Although Shostakovich was an important and prominent, his Lady Macbeth of Mtsensk had roused Stalin’s anger. Until the latter’s death, the composer had to live with destructive criticism and fear. His 24 Preludes and Fugues were written during this period. They are both witness to and escape from his mental state. Bach’s music served him as a support and moral foundation at times of heavy blows of fate. Alexander Melnikov communicates the existential strength of this music. 38 • 39

€ € € €

49 39 29 19


über.leben? Tod zwischen Religion und Technik Gespräch mit Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Palaver In Zusammenarbeit mit der Theologischen Fakultät der Universität Innsbruck.

Elias Canetti steht für den modernen Einspruch gegen den Tod. Den Religionen wirft er ihr Abfinden mit ihm vor. Futuristen wie Ray Kurzweil hoffen mit technischen Mitteln den Tod zu überwinden und verweisen auf die Bibel. Gegen Kurzweil fragte aber Joseph Weizenbaum nach dem Preis des technischen Überlebens. Und Canetti entdeckte im „Überlebenden“ die gewaltbereite Versuchung zur Macht. Mit Emmanuel Levinas und Mahatma Gandhi muss daher die Frage des Todes in Beziehung zu anderen Menschen gestellt werden. (Wolfgang Palaver) Elias Canetti (2014): Das Buch gegen den Tod. Film Plug & Pray 2010.


Gründonnerstag

29. März

20.15 Uhr Innsbruck Theologische Fakultät GESPRÄCH Eintritt frei

Elias Canetti stands for the modern rejection of death. He criticises the religions for having come to terms with death. Futurists like Ray Kurzweil hope to overcome death through technology and quote the Bible on the subject. In Response to Kurzweil, Joseph Weizenbaum queried the price of technological survival. And Canetti discovered in the “survivor” the potentially violent temptation to reach for power. With Emmanuel Levinas and Mahatma Gandhi, the question of death must therefore be put in relationship to other individuals.

40 • 41


Karfreitagsliturgie Cantori Gregoriani Milano Ltg: Fulvio Rampi

Am Karfreitag wird in den christlichen Kirchen etwas gepriesen und besungen, was man kaum je nur denken möchte, nämlich die Ohnmacht des allmächtigen Todes. Jener Tod Gottes am Kreuz, der qualvolle Tod des Menschensohns, wird genau erzählt, in wunderbarer Harmonie feierlich besungen im ersten Jahrhunderte alten lateinischen Gesang der Kirche: Alles Heil für die Welt geht von ihm aus – vom Kreuz, dem Ort schlimmsten Endes. Immer wieder singen sie O crux, ave – sei gegrüßt, Kreuz – und in langer Klage über sein Leid fragt Christus selbst Popule meus, quid feci tibi? aut in quo contristavi te? responde mihi. – O du mein Volk, was tat ich dir? Betrübt’ ich dich? Antworte mir! An diesem Nachmittag um 15 Uhr ist die Passion, die Tragödie der Menschen und alle Hoffnung zu erleben. Still und machtvoll wie selten.


Karfreitag

30. März

15.00 Uhr Hall i.T. Herz-JesuBasilika (Stiftskirche) Eintritt frei

In Christian churches on Good Friday, the praises are sung of something which the average person can hardly contemplate – the powerlessness of the death of the Almighty. This death of God on the cross, the painful death of the Son of Man, is recounted in detail. His praises sung solemnly in wonderful harmony in the first, centuries-old Latin chants of the church: Everything that is good in the world emanates from Him – from the cross, site of the most terrible death. The Passion, the tragedy of humanity and all hope, can be experienced on Good Friday at 3 pm. Rarely is one of our many complaints as silent and powerful as this lamentation.

42 • 43


J.S. Bach Johannes-Passion 1724 Maximilian Schmitt – Evangelist (Tenor) Kresimir Strazanac – Jesus (Bass) Dorothee Mields – Sopran Damien Guillon – Countertenor Robin Tritschler – Tenor Peter Kooij – Bass Collegium Vocale Gent Chor & Orchester Ltg: Philippe Herreweghe

Die Johannes-Passion ist ein wahres Wunderwerk. Sie ist die erste von Bachs beiden erhaltenen Passionen. Einer der wichtigsten Pioniere der Alten Musik, Philippe Herreweghe, beschäftigt sich seit seinen musikalischen Anfängen mit Bach. Bereits mit 22 Jahren hat er dessen Musik verinnerlicht. Es ist immer noch schwer, das Herz eines Bach-Werks zu treffen […] genial, mysteriöse Werke: Kunstwerke, die jeden Zeitrahmen übersteigen. Man kann sie sein ganzes Leben studieren, es gibt keine endgültige Antwort. Zum ersten Mal ist er in Tirol mit dieser Passion zu hören.


Karfreitag

30. März

19.30 Uhr Innsbruck Congress (Saal Tirol) 18.30 Uhr Einstimmung ALTE MUSIK Dauer: ca. 120‘

Karten Kat. I Kat. II Kat. III Kat. IV Kat. V

Bach’s St John Passion, the first of the two extant Bach passions and a musical wonder. Philippe Herreweghe is one of the most prominent pioneers of Early Music. He has been involved with Bach since his musical beginnings. At the age of 22, Herreweghe had already internalised Bach’s music, and yet he still finds it difficult to hit the heart of a work by Bach […] works of genius and mystery – works of art that transcend all social and temporal frames. You can study them all your life; there are no definitive answers. It will be the first time he has conducted the St John Passion in Innsbruck.

44 • 45

€ € € € €

59 49 39 29 19


Trauermette Cantori Gregoriani Milano Ltg: Fulvio Rampi

Eine Leuchte lässt du strahlen, in mein Dunkel bringst du, o Gott, das Licht. (Psalm 17) Die Wasser des Todes umwogten mich. Da gähnten offen die Tiefen des Abgrunds… Er strecke die Hand aus der Höhe und fasste mich, heraus zog er mich, aus den großen Wassern. Er führte mich hinaus in die Weite, er brachte Rettung mir, weil er mich liebte. Ich sehe ihn. Aber nicht jetzt. Ich erblicke ihn, aber nicht nah. Ein Stern geht auf in Jakob, ein Zepter erhebt sich aus Israel. (Num 24,17a) Er hat mich geführt und lassen gehen in die Finsternis und nicht in das Licht. Er hat seine Hand gewendet wider mich, und handelt gar anders mit mir für und für. Er hat mein Fleisch und Haut alt gemacht, und mein Gebein zerschlagen. Er hat mich verbauet, und mich mit Galle und Mühe umgeben. Er hat mich in die Finsternis gelegt, wie die Toten in der Welt. Er hat mich vermauert, dass ich nicht heraus kann, und mich in harte Fesseln gelegt. Und wenn ich gleich schreie und rufe, so stopft er die Ohren zu vor meinem Gebet. (Klagelieder Jeremiae)


Karsamstag

31. März

07.00 Uhr Hall i.T. Herz-JesuBasilika (Stiftskirche) Eintritt frei

During the Holy Week it is above all the singing of the early morning mass that impresses the people. The decor is simple with the altar uncovered. One can only see a big candelabrum, the six candles on the altar and in the middle of the choir there is lectern the “lessons” are sung from. In course of the church service the priest snuffs one candle after the other. At the end, the last candle is hidden behind the altar while the visitors are simulating some kind of tumult by knocking on their chairs in order to force the reappearance. (Report 16th century)

46 • 47


Motus MDLSX 2015 Performance: Silvia Calderoni Regie: Enrico Casagrande, Daniela Nicolò Dramaturgie: Daniela Nicolò, Silvia Calderoni Eine Produktion von Motus in Zusammenarbeit mit La Villette – Résidence d’artistes 2015, Paris, Create to Connect – Bunker / Mladi Levi Festival, Ljubljana, Santarcangelo 2015 Festival Internazionale del Teatro in Piazza, L’arboreto – Teatro Dimora di Mondaino, Marche Teatro, Ancona. Mit Unterstützung von MiBACT Region Emilia-Romagna.

Wir bestehen alle aus vielen Teilen, anderen Hälften … oft sogar aus Pflanzen oder aus Tieren. (Motus) Auf Identitätssuche geht das preisgekrönte italienische Künstlerkollektiv Motus mit seinem Stück MDLSX. Die italienische Performance-Ikone Silvia Calderoni lässt einen Abend zwischen eigener Biographie und Fiktion, zwischen schnellen Beats und feinem Charme mit literarischen Fetzen aus Texten von Judith Butler, Donna Haraway, Jeffrey Eugenides und Paul B. Preciado erleben. Calderoni sprengt die Grenzen von u.a. Nationalität und Körper, geht auf die Suche nach einer Wahrheit ohne Richtig und Falsch. Eine berührende Hymne an die Freiheit.


Karsamstag

31. März

20.15 Uhr Hall i.T. Salzlager

PERFORMANCE Dauer: ca. 80‘ In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Karten Kat. I € 29 Kat. II € 19

With its MDLSX, the award-winning Italian collective embarks on a search for identity. The performance icon Silvia Calderoni offers a rare experience in the form of an evening located between autobiography and fiction, groovy beats and subtle charm, with literary bits and pieces from texts by Judith Butler, Donna Haraway and Paul B. Preciado. Calderoni eliminates the borders of nationality, body, etc. and searches for a truth beyond right and wrong. – A hymn to freedom.

48 • 49


Anne Teresa De Keersmaeker Rain 2001/2016, ÖEA Rosas Mit Laura Bachman, Léa Dubois, Anika Edström Kawaji, Zoi Efstathiou, Yuika Hashimoto, Laura Maria Poletti, Soa Ratsifandrihana, Frank Gizycki, Robin Haghi, Luka Švajda, Lav Crnčević Musik: Steve Reich Choreographie: Anne Teresa De Keersmaeker Produktion: 2001 Rosas & De Munt / La Monnaie (Brussel / Bruxelles) Koproduktion: 2016 De Munt / La Monnaie (Brussel / Bruxelles), Sadler’s Wells (London), Les Théâtres de la Ville de Luxembourg

Rain ist das elektrisierendste, lebendigste und charakteristischste Stück der belgischen Starchoreographin. Auf der Bühne entwickelt sich eine Form von Ekstase in der Bewegung, von Flut oder Feuer, die von einem Körper auf den anderen übergeht ohne jemals anzuhalten. Angetrieben werden die elf Tänzer von den unwiderstehlichen rhythmischen Wellen der Music for 18 Musicians. Auf Basis dieses großen Werks Steve Reichs, der mit hypnotischer Wiederholung und leichten Verschiebungen spielt, schrieb De Keersmaeker eines ihrer wichtigsten Stücke. Sie werden Teil einer unbändigen Energie, die sie mit ihrem Tanz verbindet. Es entsteht ein einzigartiges Miteinander, ein brodelndes Netzwerk, in dem sich Atem und Geschwindigkeit vereinen. Ein Abend purer Lebensfreude.


Ostersonntag

01. April

20.15 Uhr Innsbruck Congress (Dogana) TANZ Dauer: ca. 70‘ Karten Kat. I € 39 Kat. II € 29 Kat. III € 19

Rain is the most electrifying piece created by the Belgian star choreographer. On stage there develops a form of ecstasy in movement, of flood or fire, that spreads unceasingly from one body to another. The dancers are driven by the irresistible rhythmic waves of Music for 18 Musicians. They become part of an unfettered energy that links them to one another. The result is a unique interaction, a swirling network in which breath and speed are united. – An evening of pure joy in life.

50 • 51


Informationen & Karten Kartenbüro Adresse Schmiedgasse 5 6060 Hall in Tirol, Österreich Öffnungszeiten Mo-Fr, 09.00 – 12.00, 14.00 – 17.00 Uhr Während des Festivals (16.3. bis 1.4.) täglich geöffnet. Telefon +43 (0)5223 / 53 808 E-Mail office@osterfestival.at Karten • österreichweit in allen Vorverkaufsstellen von Ö-Ticket • In Innsbruck u.a. – Innsbruck Ticketservice: Burggraben 3 6020 Innsbruck, +43 (0)512 / 5356 – IVB Kundencenter: Stainerstraße 2 6020 Innsbruck, +43 (0)512 / 5307 500 • In Hall u.a. – Tourismusverband Region Hall-Wattens Unterer Stadtplatz 19, 6060 Hall i.T. +43 (0)5223 / 45 544 • In allen Sparkassen und Raiffeisenkassen (österreichweit) • Sowie im Internet www.osterfestival.at ErmäSSigungen Rabatte und Ermäßigungen sind nicht kombinierbar. • 50% Ermäßigung für junge Menschen unter 26 • 50 % Ermäßigung für Rollstuhlfahrer sowie 20% für die Begleitperson • 20% Ermäßigung auf zwei Karten pro Aufführung am 23., 30. März und 1. April für TT-Club-Mitglieder • 10% Ermäßigung auf zwei Karten pro Aufführung für Ö1 Club-Mitglieder


ABO: Mehr Veranstaltungen = Mehr Rabatt Bonusstufe 1 Bonusstufe 2 Bonusstufe 3

5-6 Veranstaltungen = 15 % Rabatt 7-8 Veranstaltungen = 20 % Rabatt ab 9 Veranstaltungen = 25 % Rabatt

Festivalpass Im Jubiläumsjahr können Sie einen Festivalpass in limitierter Auflage erstehen. Mit ihm erhalten Sie Zugang zu allen Veranstaltungen des Festivals. Die Platzkarten müssen Sie sich im Vorverkauf (Festivalbüro) oder an der Abendkassa besorgen. Preis: € 170,– Vollpreis € 85,– junge Menschen unter 26 Jahre Kultur schenken Unsere Gutscheine sind in beliebiger Höhe ausstellbar, 3 Jahre gültig und können bei allen Veranstaltungen des Osterfestival Tirol eingelöst werden. Gutscheine können Sie im Kartenbüro und telefonisch erwerben. Kulinarik Die Spritzzeria verwöhnt Sie bei Veranstaltungen im Salzlager ab 19 Uhr, sowie im Anschluss mit verschiedenen Speisen. Barrierefreiheit Das Osterfestival Tirol ist bemüht, einen barrierefreien und unkomplizierten Zugang für alle Menschen zu gewährleisten. Wir bitten Sie, sich bei Fragen rund um die Barrierefreiheit telefonisch im Kartenbüro zu melden. Wir unterstützen Sie gerne bei der Planung Ihrer Anreise bis zur richtigen Platzwahl.


Spielstätten Salzlager Hall, Saline 18, 6060 Hall i.T. • Das Salzlager Hall erreichen Sie in zwei Minuten von der Autobahn A12, Ausfahrt Hall Mitte oder direkt über die Bundesstraße B171. Rund um das Gelände stehen ausreichend Gratis-Parkflächen sowie eine gebührenpflichtige Parkgarage zur Verfügung. • Öffentliche Verkehrsmittel: Der Bahnhof Hall i.T. sowie die Bushaltestelle der Linie 504 befinden sich nur wenige Gehminuten vom Salzlager Hall entfernt. Informationen und Fahrpläne: www.vvt.at. Congress Innsbruck, Rennweg 3, 6020 Innsbruck • Das Congress Innsbruck erreichen Sie über das Leitsystem der Stadt Innsbruck. • Mit dem Zusammenschluss der City Tiefgarage stehen Ihnen über 700 Parkplätze zur Verfügung (kostenpflichtig). Leokino, Anichstraße 36, 6020 Innsbruck Theologische Fakultät Innsbruck Karl-Rahnerplatz 1, 6020 Innsbruck Pfarrkirche Hall i.T., Pfarrplatz 1, 6060 Hall i.T. Herz-Jesu-Basilika (ehem. Stiftskirche) Stiftsplatz, 6060 Hall i.T.


Freunde des Osterfestival Tirol Freunde braucht jeder, nicht nur virtuell in Social Medias, sondern vor allem im realen Leben. Werden Sie als Freund Teil des Osterfestival Tirol und lassen Sie uns gemeinsam Projekte verwirklichen. Unterstützen Sie das Festival aktiv und passiv, mit Ihrer Weiterempfehlung sowie einem jährlichen Mitgliedsbeitrag von € 40. Mit allen zusätzlichen Spenden ermöglichen Sie uns, besondere Vorhaben zu verwirklichen. Projektpatenschaft 2018 Im Jubiläumsjahr können Sie zum ersten Mal direkt zur Finanzierung und somit Umsetzung eines Projekts beitragen. Die 30-minütigen Aktionen der 15 Orte sollen 2018 auf 40 Orte – die Dauer der Fastenzeit – ausgeweitet werden. Insgesamt benötigen wir für die Umsetzung € 4.000. Sie können mit Ihrer Spende ein oder auch gerne mehrere Orte mit je € 100 unterstützen. Alle weiteren Informationen zur Mitgliedschaft finden Sie unter www.osterfestival.at/freunde.


JETZT BUCHEN:

OSTERFESTIVALPACKAGE TIROL 2018 INKLUSIVLEISTUNGEN: ➜ 2 ÜN in der Region Hall-Wattens ➜ Eintrittskarte für eine Veranstaltung des Osterfestivals ➜ Stadtführung Hall in Tirol ➜ Eintritt Münze Hall in Tirol und Münzerturm Buchbar ab EUR 102,– unter www.hall-wattens.at/osterfestivalpackage

TOURISMUSVERBAND REGION HALL-WATTENS office@hall-wattens.at, www.hall-wattens.at


.daneben .daneben ist eine Reihe von und mit Gerhard Crepaz, die Sie mit kleineren und größeren Impulsen in vergessene Welten abseits des Konsums verführt. .daneben hilft, die Inhalte der Veranstaltungen und das Thema des Festivals tiefer zu erfahren. Nähere Informationen unter www.osterfestival.at

Vor den Veranstaltungen des Osterfestival Tirol im Salzlager können Sie ab 19:00 Uhr auch speisen. Köstliche Leckereien aus aller Welt werden Ihnen von unserem Gastronomiepartner La Spritzzeria serviert.


BRUCK INTERNATIONAL INNSBRUCK INTERNATIONAL INNS

BIENNIAL

OF THE

ARTS

INNSBRUCKINTERNATIONAL.COM

10+ LOCATIONS 20+ ARTISTS 16 DAYS INNSBRUCKINTERNATIONAL.COM

10.—25.3. 2018 BIENNIAL INNSBRUCKINTERNATIONAL.COM

OF THE

ARTS

ATIONAL INNSBRUCK INTERNATIONAL INNSBRUCK INTERNAT

INNSBRUCKINTERNATIONAL.COM


Sommer szene 2018

International Performing Arts Festival

5.–16. Juni 2018 Save the date!

szene-salzburg.net

tanznetz.de

Premiumkunde werden


Wir danken unseren Förderern und Partnern:

Bildnachweise: S. 3 © Agathe Poupeney; S. 4 / 5 © Michiel Hendrycks; S. 6 / 7 © Anne Van Aerschot; S. 8 / 9 © Künstler; S. 13 © Elisabeth Gantioler; S. 15 © Pirchner-Orgel 1999, Pfarrkirche Hall i.T.; S. 17 © Molina Visuals; S. 19 © 3007wien; S. 21 zVg; S. 23 zVg; S. 25 © Priska Ketterer; S. 27 zVg; S. 29 © Eric Marinitsch; S. 31 © Dorothea Tuch; S. 33 zVg; S. 35 © Bernadette Fink; S. 37 © Agathe Poupeney; S. 39 © Julien Mignot; S. 41 © Chris Buzelli; S. 45 © Michiel Hendrycks; S. 49 © Simone Stanislai; S. 51 © Anne Van Aerschot; S. 55 © Elisabeth Gantioler; Impressum Medieninhaber: OSTERFESTIVAL TIROL, Galerie St. Barbara, Schmiedg. 5, 6060 Hall in Tirol Gestaltung: © 2018 www.patrickbonato.com Übersetzung: Marsh & Partner Translations OG Druck: Alpina Druck GmbH Änderungen, Fehler und Irrtümer vorbehalten.


Übersicht 14.02.– 31.03.

40 Orte 15 Uhr, Hall, Innsbruck und Umgebung

S. 12

24.02.– 24.03.

OrgelSPIEL 11 Uhr, Hall, Pfarrkirche

S. 14

Sa 17.03.

Schubert | Ligeti 20.15 Uhr, Innsbruck, Congress (Saal Tirol)

S. 16

17. & 18.03.

Schatten (Eurydike sagt) (2016) 18.00 / 20.00 Uhr, Hall, Salzlager

S. 18

Mo 19.03.

Nostalghia (1983) 20.30 Uhr, Innsbruck, Leokino

S. 20

Di 20.03.

Ikiru – Einmal wirklich leben (1952) 20.30 Uhr, Innsbruck, Leokino

S. 22

Mi 21.03.

Staud, Pagh-Paan, Djordjević, Streich 20.15 Uhr, Hall, Salzlager

S. 24

Do 22.03.

Amour (2012) 20.30 Uhr, Innsbruck, Leokino

S. 26

Fr 23.03.

Wolfgang Rihm Et Lux (2009) 20.15 Uhr, Hall, Salzlager

S. 28

Sa 24.03.

7 Dialogues (2016) | Man Made (2017) 20.15 Uhr, Innsbruck, Congress (Dogana) 

S. 30

So 25.03.

Pergolesi Stabat Mater (1736) 20.15 Uhr, Hall, Salzlager

S. 32

Mo 26.03.

Waldmann Gute Pässe Schlechte Pässe 20.15 Uhr, Innsbruck, Congress (Dogana)

S. 34

Di 27.03.

El Meddeb Au temps où les Arabes … 20.15 Uhr, Hall, Salzlager

S. 36

Mi 28.03.

Schostakowitsch 24 Präludien und Fugen 20.15 Uhr, Hall, Salzlager

S. 38

Do 29.03.

über.leben? Tod zwischen Religion und … 20.15 Uhr, Innsbruck, Theol. Fakultät

S. 40

Fr 30.03.

Karfreitagsliturgie 15 Uhr, Hall, Herz-Jesu-Basilika

S. 42

J.S. Bach Johannes-Passion (1724) 19.30 Uhr, Innsbruck, Congress (Saal Tirol)

S. 44

Trauermette 07 Uhr, Hall, Herz-Jesu-Basilika

S. 46

Motus MDLSX (2015) 20.15 Uhr, Hall, Salzlager

S. 48

De Keersmaeker Rain (2001/2016) 20.15 Uhr, Innsbruck, Congress (Dogana)

S. 50

Sa 31.03.

So 01.04.


Österreichische Post AG ¡ SP 02Z030674 S Galerie St. Barbara, Schmiedgasse 5, 6060 Hall i.T.

osterfestival.at Ticket-Hotline +43 5223 53 808

30. Osterfestival Tirol  
30. Osterfestival Tirol  
Advertisement