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Aktuelle Informationen für die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Unterföhring Informationsmedium des CSU-Ortsverbands Unterföhring

erscheint in loser Folge und wird an alle Haushalte verteilt

Wiggerl,

der Spaziergänger – diesmal als „Zaungast“ unterwegs ...

Bei meinem ersten Winterspaziergang habe ich im Dorf einen g’seng, der ist ganz schief „über’m Zaun g’henkt“. „Kann ich helfen?“, hab’ ich g’fragt. Ja, holen Sie mich ganz schnell herunter, hat der g’jammert, weil er ist derjenige, der im Münchner Merkur den Leserkommentar geschrieben hat, dass „in Unterföhring keiner tot über’n Zaun hängen möchte, weil es so ein totes Schlafdorf ist“. Und dann hat ihn selbst jemand zur Strafe glatt lebendig über den Zaun gehängt, hat er gestöhnt. Nachdem es in Unterföhring keine Lynchjustiz gibt, habe ich dem guten Mann selbstredend und umgehend geholfen. Ich hab’ ja Zeit g’habt. Zuerst einmal habe ich ihm aufgezählt, wie viele Vereine es in Unterföhring gibt: Sportvereine, Traditionsvereine, kulturelle Vereine, karitative Vereine, natürlich die Pfarrgemeinden. Dann habe ich ihm aufgezählt, wie viel hunderte, ja tausende von Unterföhringern sich für ein lebendiges Unterföhring engagieren, und das nicht nur für die „Alteingesessenen“, sondern auch für alle neu Dazugekommenen. Dazu kommt noch das Kulturprogramm der Gemeinde, die VHS, die Veranstaltungen von Schule und Kindergärten, und so weiter. Meine Hilfe war noch lange nicht zu Ende: Und wenn er hier über’m Zaun rumhängt, statt in die Unterföhringer Gaststätten zu gehen, braucht er sich nicht zu wundern, wenn die am Wochenende Ruhetag machen oder gleich ganz zusperren. Und wenn er sich beschwert, dass so viele nach München zum Weggehen und Einkaufen reinfahren, dann soll er lieber froh sein, dass ihm Unterföhring so gute Nahverkehrsmöglichkeiten und die Anbindung an München bietet. Und wenn ihm aber umgekehrt der Weg zum Einkaufen in die Feringastraße zu weit ist, dann soll er halt den Ortsbus nehmen. Ja aber, der Englische Garten, da komm ich so schwer hin, hat er g’sagt. Schön langsam ist mir trotz der Winterkälte ganz warm geworden vor lauter Helfen: Woanders wärens froh, wenn sie wie Unterföhring die Isarauen oder den Feringasee hätten, hab’ ich g’sagt. Und von woanders müssens mit dem ICE zum Englischen Garten fahren. Aber ein Hallenbad, hat er g’sagt, brauchen wir schon. Ob ihm auch mit einem Eisstadion, einer Partymeile und einem Zoo geholfen ist, wollte ich ihn zuerst fragen, wollte es dann aber doch nicht übertreiben. Und am Schluss habe ich es umgedreht und ihn um Hilfe gebeten: „Ich helf’ Dir vom Zaun, wenn Du Dich drum kümmerst, dass hier für die jungen Leute auch noch mehr geboten wird, neben den Sportvereinen, der Feuerwehr, dem FEZI und so weiter, den Rockkonzerten, dem Bowling und dem Skateboardfahren vor dem Bürgerhaus. Und wenn Dir was einfällt, dann sprichst mich halt an, wenn Du mich wieder beim Spazierengehen siehst. Da hat er dann aber keine Hilfe mehr gebraucht und ist ganz schnell alleine vom Zaun heruntergekraxelt. Nix für unguad,

Ihr Wiggerl

Feringer Sach

Das Heimatmuseum Unterföhring

Unser Ort

Eine Hommage an Unterföhring

von Betina Mäusel

Als ich das erste Mal nach Unterföhring kam, hatte ich spontan das Gefühl: Hier fühlt man sich nicht fremd, hier ist man schnell zu Hause. Warum? In Unterföhring trifft Tradition auf kulturelle Vielfalt, ein reiches wirtschaftliches Leben und auf Menschen, deren Lebensart einem liegt. Alteingesessene Unterföhringer und Neubürger bilden eine homogene Gemeinschaft. Vieles macht das Wohnen und Leben hier so interessant: Die Unterföhringer sind pfiffig, arbeitsam und offen, sie haben Ideen, sie sind schöpferisch. Unterföhring ist facettenreich und lebendig mit einem vielseitigen Kulturprogramm, mit einer gut funktionierenden Vereinswelt, vielen aktiven Gruppen und Organisationen und zugleich als idealer Wirtschafts- und Medienstandort. Die rasante Entwicklung wurde und wird bestimmt durch vielfältigen unternehmerischen Wagemut und Erfindergeist, der viele sichere und qualifizierte Arbeitsplätze auch in Firmen mit

Weltruf ebenso bietet wie im gut funktionierenden Handwerk oder dem Dienstleistungssektor. Kurzum: Hier lebt es sich einfach richtig gut: Wir haben ein attraktives Freizeitangebot für jede Alters- und Interessengruppe. Bewegungshungrige können zwischen der freien Natur direkt vor der Haustüre am Isarkanal oder am Feringasee und vielfältigen Vereinssportarten wählen. Für Wissensdurstige ist neben Bücherei und Volkshochschulangebot das Bürgerhaus mit regelmäßigen Vorträgen, Veranstaltungen und Konzerten die richtige Adresse. Das Kulturprogramm des Bürgerhauses ist von hoher Qualität und lockte schon Besucher

aus ganz Deutschland nach Unterföhring. Für mich vermittelt Unterföhring ein Gefühl von Geborgenheit und Heimat. Es ist schön, z.B. am Samstagmorgen dem Treiben der Bauern und Geschäftsleute bei den Vorbereitungen zur Eröffnung des Bauernmarktes zuzuschauen. Diese Lebensart zu bewahren und eine gute Zukunft zu gestalten, ist eine Daueraufgabe aller Mitbürgerinnen und Mitbürger. Mit einer zukunftsorientierten Gemeindepolitik, die geprägt ist von Toleranz und Miteinander und dem Willen Neues und Neue mit offenen Armen zu begrüßen, wird unser Unterföhring seine Faszination nicht verlieren.

Das Museum „Feringer Sach“ sammelt alles aus der Vergangenheit und Gegenwart Unterföhrings, was heute und in der Zukunft einmal interessant und wissenswert und damit erhaltenswert sein könnte. Viele Unterföhringer Bürgerinnen und Bürger haben über die Jahre u.a. alte Bilder, Möbel, Werkstatteinrichtungen, Erntegeräte, sogar Kleider und zahlreiche “oide“ Sachen zu uns gebracht. Auch Geschichten und Begebenheiten aus dem alten Unterföhring haben wir gesammelt und dokumentiert. Das alles zusammen wird seit 2000 in den ehemaligen Räumen des Unterföhringer Kinos in der Bahnhofstraße 12 gezeigt. Das Museum hat zwei Außenstellen: Ein umfangreiches Depot in der Gaußstraße 10 und eine historische Schlosserwerkstatt in der Münchner Straße 74. Die “Museumsmannschaft“ arbeitet ausnahmslos ehrenamtlich und rekrutiert sich aus Mitgliedern des Museumsvereins Feringer Sach, der sich seit über 30 Jahren der Förderung des Museums widmet. Derzeit unterstützen über 150 Unterföhringer Bürgerinnen und Bürger (auch Ehemalige) dieses Anliegen. Feringer Sach hat sich zum Ziel gesetzt, Unterföhringer Brauchtum und Kultur zu dokumentieren und im Museum in wechselnden Ausstellungen zu zeigen. Das ortsgeschichtliche Museum möchte gerade für Schulkinder, aber auch für alle Interessierten ein Ort sein, wo man einen Blick in die Vergangenheit Unterföhrings werfen kann. Davon überzeugen sich im Schnitt jährlich etwa 1000 Besucher.

Betina Mäusel

Liebe Unterföhringerinnen, liebe Unterföhringer, eine Gemeinde lebt von Menschen, die sich engagieren und etwas bewegen wollen. Bei den anstehenden Kommunalwahlen im nächsten Jahr hat jeder Bürger wieder die Möglichkeit, mit seiner Stimme Persönlichkeiten auszuwählen, von denen er überzeugt ist, die richtigen Weichen für eine gute Zukunft zu stellen. Ich habe mich als Kandidatin für das wichtige Amt der Bürgermeisterin zur Verfügung gestellt, weil ich mich sehr gerne mit Entschlossenheit und mit Tatkraft für eine moderne, menschliche und sachorientierte Politik in Unterföhring einsetzen möchte, bei der Tradition und Fortschritt ebenso wie Effizienz und Effektivität wichtige Eckpunkte sind. Ich möchte als

neue politische Kraft für alle Bürgerinnen und Bürger eine Alternative sein. Dass Ehrlichkeit, Verlässlichkeit und persönliche Integrität grundlegende Voraussetzungen für die Wahrnehmung dieses Amtes sind, ist für mich selbstverständlich. Auch Eigenschaften, wie Belastbarkeit, psychische Stabilität, Ideenreichtum und als wichtigster menschlicher Wert – Offenheit - sehe ich bei mir für gegeben an.

Erfolgreiche Politik fortsetzen Die Gemeinde Unterföhring steht gut da. Wenn die Amtszeit des regierenden Bürgermeisters im April 2014 zu Ende geht, so verdient er Respekt und Anerkennung für seine langjährige kommu-

nale Arbeit. Er hat die Gemeinde Unterföhring zweifellos vorangebracht und deren gute Entwicklung über eine lange Zeit mit geprägt. Ab 2014 gilt es, diese Politik fleißig, ideenreich und erfolgreich fortzusetzen. Ich nehme mich deshalb gerne der weiteren guten Entwicklung von Unterföhring mit seinen nunmehr über 10.000 Einwohnern an und mache mich gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern für eine gute positive Entwicklung stark. Für mich ist die Gemeinde Unterföhring als mein neuer Lebensmittelpunkt sehr spannend, sehr intakt, sehr chancenreich, sehr sympathisch und in allen Bereichen weiter entwicklungsfähig. Fortsetzung auf der nächsten Seite

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Betina Mäusel

Aus dem Landtag

(Fortsetzung)

Ein Glücksfall

Für bürgernahe und zukunftsorien- lassen sich Aufgaben tierte Politik und anstehenden HerIch bewerbe mich für die Nachfolge deshalb mit voller Überzeugung und mit Freude. Die Kandidatinnen und Kandidaten der CSU stehen allesamt für eine sachliche, bürgernahe und zukunftsorientierte kommunale Politik. Es sind kompetente, fähige und im öffentlichen wie im gesellschaftlichen Leben bewährte und angesehene Bürgerinnen und Bürger unserer Gemeinde. Wir alle setzen auf qualifizierte Sachargumente, konstruktive Zusammenarbeit in allen Gremien des Gemeinderats sowie auf ausgewogene, am Bürgerwohl orientierte Entscheidungen. Drei Punkte will ich besonders herausstellen: • Als Bürgermeisterin werde ich Bewährtes sichern und weiterführen • Ich werde Begonnenes und alle anstehenden neuen Aufgaben mit unserer leistungsfähigen Verwaltung und im Konsens mit allen kommunalpolitisch Verantwortlichen unverzüglich und beherzt anpacken und erfüllen. • Und ich werde vor allem auch Neues wagen, neue Perspektiven erschließen, neue Chancen ergreifen, die Unterföhring noch weiter vorwärts bringen können.

ausforderungen meistern. Mein Credo ist es dabei, die Menschen mitzunehmen und bei anstehenden Entscheidungen rechtzeitig mit einzubeziehen. Die Gemeinde Unterföhring kann mit nachhaltigen Einnahmen dauerhaft kalkulieren. Die stabilen Einnahmen aus Gewerbesteuern und anteilig aus Einkommensteuern sind ein solides Fundament für eine erfolgreiche Weiterentwicklung in den kommenden Jahren. Diese gute Finanzausstattung gilt es weiter zu sichern. Sie ermöglicht es uns alle laufenden Aufgaben der kommunalen Daseinsvorsorge zu erfüllen. Es ist mein vorrangiges Ziel, das hohe Niveau an Leistungen zu halten und gleichzeitig weiter sinnvoll zu investieren. So wird uns gemeinsam eine weiterhin nachhaltige Entwicklung Unterföhrings gelingen.

Die CSU in Unterföhring muss stärker werden Dazu ist es wichtig, dass die CSU in Unterföhring wieder als eine tragende engagierte politische Kraft mit mehr als derzeit 4 Sitzen im Gemeinderat künftig vertreten ist. Bei den Kommunalwahlen 2014 geht es nicht nur um die Besetzung des Amtes des Bürgermeisters sondern auch darum, das Team der CSU mit alten erfahrenen Kommunalpolitikern und mit neuen hinzukommenden engagierten Menschen als tragende Säulen der kommunalen Selbstverwaltung zu verstärken. Ich bin davon überzeugt, dass die CSU in Unterföhring bei der Verteilung der 24 Sitze im Gemeinderat nach der Kommunalwahl besser abschneiden wird, als bisher. Ich bitte Sie deshalb schon heute bei der Wahl der Gemeinderäte um Ihre Stimmen.

Gutes Klima im politischen Umgang

für Unterföhring Mit Mut und Vertrauen kommunale Arbeit leisten Die Entscheidung als junge Bürgermeisterkandidatin mit in den „Ring“ zu steigen, die noch nicht einmal im Gemeinderat verankert war und nicht die ganze Zeit ihres Lebens in Unterföhring gelebt hat, verlangt Mut und Vertrauen in die Zukunft. Das ist auch das, was Unterföhring benötigt. Mut zu einer gemeinsamen Zukunft und Vertrauen in neue Köpfe. Als Sportlerin habe ich nicht nur einen langen Atem und ein kräftiges Herz sondern stets auch den Ehrgeiz, meine Ziele immer zu erreichen. Das Amt des Bürgermeisters ist eine große und zugleich schöne Aufgabe, die ich mit Mut, Charakter und mit Leidenschaft angehen möchte. Als wichtige kommunale Themen sehe ich ein wohnortnahes, leistungsfähiges und kindgerechtes Schul- und Bildungswesen, eine gute und menschliche Versorgung unserer Kranken, sichere und neue Arbeitsplätze, qualifizierten Umweltschutz, eine gute Politik für unsere Familien, eine bürgerorientierte Verwaltung sowie die Unterstützung der wertvollen Arbeit unserer Vereine und ehrenamtlich tätigen Menschen. Ich werde mich künftig stärker in das gesellschaftliche Leben einbringen, weil mir meine „neue Heimat“ und das Leben vor Ort sehr am Herzen liegen. Gerne arbeite ich als Ihre Bürgermeisterin dafür, dass Unterföhring eine so gewinnende, sympathische, vitale und chancenreiche Gemeinde bleibt. Ich freue mich, als erste Bürgermeisterin unserer Gemeinde ins Rathaus von Unterföhring einziehen zu dürfen. Ich bitte Sie mir und meinen CSUKandidaten für den Gemeinderat am 16. März 2014 Ihre Stimme zu geben. Für die restliche Adventszeit und das Weihnachtsfest wünsche ich Ihnen Freude, Besinnung und die Zeit für die Familie und Freunde. Ich wünsche uns allen ein gesegnetes, gutes und erfolgreiches Jahr 2014!

Sofern ich bei der Kommunalwahl das Vertrauen für das Amt der Bürgermeisterin bekomme, will ich für alle Menschen in unserer Gemeinde da sein: ob jung oder alt, ob Frau oder Mann, ob Alt- oder Neubürger. In den Gremien des Gemeinderats sehe ich vor allem meine Aufgabe zwischen den Fraktionen zu moderieren um gute Entscheidungen zu entwickeln und zu ermöglichen. Dabei ist für mich ein gutes Klima im politischen Umgang besonders wichtig. Klar ist auch: Die InAlle Chancen des Neuanfangs nutzen teressen der Bürgerinnen und Bürger der PS: Auf meiner Homepage Je mehr kluge Köpfe mitdenken, je mehr Gemeinde stehen an erster Stelle, nicht www.betina-mäusel.de können Sie sich Hände mit anpacken, desto leichter die Parteizugehörigkeit. über mich zusätzlich informieren.

Ihre Betina Mäusel

Termine in Unterföhring

von Ernst Weidenbusch

Das Jahr neigt sich bereits dem Ende zu und in 2014 stehen – nicht nur in Unterföhring – tiefgreifende Änderungen bevor. Ende April wird Franz Schwarz aus seinem Amt als 1. Bürgermeister der Gemeinde Unterföhring ausscheiden. Ebenso wie sein Vorgänger hat er für Unterföhring hervorragende Arbeit geleistet und aus dem Ort wirklich etwas gemacht. Ich freue mich, dass ich als zuständiger Landtagsabgeordneter einem Bürgermeister, der einer anderen Partei angehört, Dank und Anerkennung für seine Leistungen aussprechen darf. Bereits im März werden Sie, liebe Unterföhringerinnen und Unterföhringer gefordert sein, seine Nachfolge zu regeln. Lange hat es danach ausgesehen, dass sich um das Bürgermeisteramt die Personen bewerben, die in den letzten Jahren in der zweiten Reihe hinter Bürgermeister Schwarz tätig waren. Doch mit Betina Mäusel ist nun – gerade rechtzeitig zum nunmehr doch relativ schnell anstehenden Gymnasiums-Neubau – ein neues Gesicht auf der politischen Bühne Unterföhrings erschienen. Eine erfolgreiche Frau, in einer Leitungsfunktion im Schulbereich tätig und voller Tatendrang und Energie. Fast ist man versucht, zu sagen, genau das, was Unterföhring auch in der Nachfolge von Franz Schwarz wieder braucht. Sie wird die Zeit bis zur Kommu-

nalwahl nutzen, um ihre Ideen für Unterföhring vorzustellen, sie wird das Gespräch mit den Menschen suchen und sie wird sich in das gesellschaftliche Leben einbringen – wie schon zuletzt als Darstellerin beim Herbsttheater der Laienspielgruppe Unterföhring. Und am Ende werden viele feststellen: Betina Mäusel ist ein Glücksfall für Unterföhring – die richtige Frau zur richtigen Zeit am richtigen Ort! Als Ihr Landtagsabgeordneter kann ich Unterföhring auch in Zukunft unterstützen, darauf freue ich mich. Vielfach wurde angezweifelt, dass auch Unterföhring sein Gymnasium bekommt. Der Kreistag hat die Notwendigkeit bereits festgestellt, jetzt muss noch der Zeitpunkt geklärt werden. Und dann kann es losgehen: Über Parteigrenzen hinweg werden wir zusammenarbeiten, denn es geht um die Zukunft unserer Kinder, da ist das Beste gerade gut genug! Abschließend wünsche ich Ihnen, Ihren Familien und Freunden eine erholsame und besinnliche Weihnachtszeit und - kommen Sie gut in das neue Jahr! Mit besten Grüßen Ihr

Landtagsabgeordneter

Zuhause im Landkreis München

Was ist los? Starker Landkreis – von Betina Mäusel

Datum

Ort

Thema

Mi 04.12. 15:00 Uhr

Bibliothek

Ein Weihnachtswinterstück

Fr 06.12. 20:00 Uhr

Bürgerhaus

Günther Maria Halmer: „Ludwig Thoma: heilige Nacht“

So 08.12. 11.00– 18:00 Uhr Marktplatz

Christkindlmarkt

Sa 07.12. 14.00–20:00 Uhr

Marktplatz

Christkindlmarkt

Sa 14.12. 20:00 Uhr

Bürgerhaus

Die Hochzeit des Figaro

So 15.12. 17:00 Uhr

Pfarrkirche

Männergesangverein Unterföhring: Unterföhringer Advent

Mi 18.12. 20:00 Uhr

Schulaula

Eine Weihnachtsgeschichte

Do 19.12. 09:00 + 10:30 Uhr Schulaula

Käpten Knitterbart

Do 19.12. 19:00 Uhr

Weihnachtsfeier des CSU-Ortsverbands

Sa 21.12. 20:00 Uhr

Di 31.12. 19:00 Uhr

Gasthof zur Post

Bürgerhaus

Bürgerhaus

J. S. Bach: Weihnachtsoratorium Großer Silvesterball

stark für die Menschen! Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger! Mit Platz 1 für den Landkreis München weist auch der diesjährige Zukunftsbericht der Prognos AG unserer Heimat beste Stärken und Zukunftsaussichten aus. Insbesondere Unterföhring leistet hier einen entscheidenden Beitrag. Unterföhring ist weiterhin schuldenfrei, hat eine Steuerkraft pro Einwohner von fast 6.700 Euro und liegt damit auf Platz zwei der 29 Landkreisgemeinden um München und der 2.031 kreisangehörigen Gemeinden in Bayern, jeweils hinter Grünwald. Gerade dieser wirtschaftliche Erfolg ermöglicht es uns, das Augenmerk auf wirksame Unterstützungs- und Hilfsangebote für diejenigen unter uns zu richten, denen die solidarische Bürgergesellschaft eine unersetzliche Stütze ist. Menschen in besonderer sozialer Not brauchen ein bedarfsgerechtes und leistungsfähiges Netz an Sicherungs- und Hilfesystemen. Es muss da helfen, wo Lücken entstehen und eigene Hilfe nicht mehr möglich oder wirksam ist. Gleichzeitig müssen wir ein Netzwerk stärken, das denjeni-

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gen hilft, die Hilfe brauchen, und diejenigen wertschätzt und stützt, die Hilfe leisten. Denn die solidarische, aktive Bürgergesellschaft ist das Rückgrat unserer Gesellschaft! Dem Landkreis in enger Vernetzung mit der Wirtschaft muss es aber vor allem gelingen, möglichst viele Menschen aus den sozialen Sicherungssystemen heraus und zurück in den Arbeitsmarkt zu bringen. Denn nützlich sein und selbstbestimmt leben ist eng mit dem eigenen Selbstwertgefühl verbunden und damit Teil der Würde des Menschen. Mit dem Jobcenter im Landratsamt und den Kolleginnen und Kollegen der Sozialverwaltung will ich Ihnen als Landrat Dienstleister für diese so wichtige Zukunftsaufgabe sein. Es muss uns allen ein ernstes Anliegen sein, dass sich die Menschen hier bei uns zuhause fühlen und glücklich sind – unabhängig von Alter, Beruf und Familienstand und quer durch alle Schichten unserer Gesellschaft. Vielleicht haben wir alle in den nächsten Wochen Gelegenheit, ein wenig daran zu denken, wenn wir die wunderbaren Wochen im Advent

von Christoph Göbel

in unseren Städten und Gemeinden genießen. Ihnen und Ihren Familien wünsche ich von ganzem Herzen eine besinnliche Adventszeit, ein friedvolles, gesegnetes Weihnachtsfest und schon jetzt alles nur erdenklich Gute und viel Glück für das neue Jahr 2014! Herzlichst, Ihr

Christoph Göbel 1. Bürgermeister Gräfelfing, stellv. Landrat


Das Interview mit Christian Axenbeck

Ringer in der 2. Bundesliga beim SC Isaria Die Ringer des SC Isaria sind seit 2011 in der 2. Bundesliga sehr erfolgreich. Grund genug einmal nachzufragen. Das Interview führte Betina Mäusel, Bürgermeisterkandidatin der CSU:

in der Woche. Zum Training gehören neben dem Ringen auf der Matte auch Laufen, Schwimmen und Krafttraining.

Christian, Ringen ist unwiderruflich mit Deinem Leben verbunden. Seit wann ringst Du denn schon und seit wann bist Du im Wettkampfsport? Mit 6 Jahren kam ich zum Ringen zum SC Isaria in Unterföhring. Das war 1993. Schon relativ früh habe ich an Schülerturnieren teilgenommen und wir sind in verschiedenste Orte quer durch Deutschland gereist um dort an den Wettkämpfen teilzunehmen. Mit 16 Jahren bin ich dann in die Männermannschaft gekommen. Christian Axenbeck beim Wettkampf. Wie hast Du diese viele Reistätigkeit als Kind empfunden? Es war eine ganz tolle Sache! Wir waren ca. 20 Kinder im gleichen Alter und permanent als Gruppe unterwegs. Es war nicht nur ein Verein, sondern es sind in dieser Zeit Freundschaften entstanden, die bis heute noch bestehen. Wir waren eine richtige Clique und ich habe es immer auch als Ausflug der Familien gesehen. Es waren nicht nur Trainer, sondern auch Eltern mit dabei und in meinem Fall auch meine beiden Geschwister Sabrina und Martin. Sabrina war später auch sehr erfolgreich. Sie war Vize-Europameisterin und deutsche

Meisterin und mehrere Jahre festes Mitglied in der Ringernationalmannschaft. Auch bei mir hat sich die Leidenschaft am Ringen damals natürlich entwickelt, weil ich schon mit 6 Jahren viele Erfolge hatte. Es war einfach ein tolles Gefühl in diesem Alter auf dem Siegerpodest zu stehen.

dass ich dann in Lehrgängen mit der deutschen Nationalmannschaft trainieren konnte. Davor war ich im Jugendbereich ebenfalls 2x Deutscher Vize-Jugendmeister und später im Männerbereich Bayerischer Meister. Mit der Mannschaft war mein größter Erfolg ganz klar der Aufstieg in die 2. Bundesliga.

Du sprichst Deine Erfolge im Kindesalter an. Was waren aber Deine größten Erfolge? Ich selbst würde meinen größten Erfolg im Alter von 19 Jahren sehen. Ich wurde Deutscher Vize-Juniorenmeister. Das Tolle war damals,

Ohne Fleiß kein Preis. Solche Erfolge kommen nicht ohne Training. Wie trainierst Du und vor allem wie oft in der Woche? In der Saisonvorbereitung trainiere ich in der Regel zweimal am Tag bis zu 4 Stunden und das an 5-6 Tagen

Das Problem bei diesem enormen Gewichtsverlust war, dass ich meine Leistung nicht so abrufen konnte wie ich wollte, obwohl ich in der 74 kg Gewichtsklasse alle meine In welcher Gewichtsklasse kämpfst Kämpfe gewonnen habe. Du momentan? Jetzt ringe ich in der Gewichtsklasse Christian, seit ca. 1,5 Jahren habt bis 84 kg. Es ist aber relativ schwie- Ihr in der neuen Ringerhalle optirig. Ich habe momentan ein Körper- male Trainings- und Wettkampfgewicht von ca. 80 kg. Die Gegner bedingungen. Welche Bedeutung sind meistens schwerer als ich und haben für Dich Heimkämpfe? das sind härtere Kämpfe als in der Man ist in der eigenen Halle vor Gewichtsklasse bis 74 kg, in der ich heimischem Publikum extrem motinoch vor kurzem gerungen habe. viert. Es ist ein tolles Gefühl vor ca. Zudem absolviere ich momentan 300 -400 Fans zu ringen. Die Stimmein Referendariat für Mathema- mung ist immer gigantisch. Für tik und Physik für das Lehramt an mich kommt noch hinzu, dass ich Realschulen und habe auch etwas seit 2008 die Lizenz zum Jugendweniger Zeit mich intensiv auf die trainer habe und die Jugendlichen zwischen 6 und 16 Jahren trainiere. Wettkämpfe vorzubereiten. Das Problem in der Gewichts- Wenn man dann vor den eigenen klasse bis 74 kg war allerdings Sprösslingen ringen kann und die immer, dass ich bis zum Wiegen einen anfeuern und positives Feedvor dem Wettkampf ca. 6-7 kg back geben dann fühle ich mich Körpergewicht verlieren musste. einfach bestätigt und kann oft das Das erreicht man nur durch Ernäh- zurückgeben, was ich in meiner eirungsumstellung und schwitzen, genen Kindheit und Jugend erlebt schwitzen, schwitzen. Ich habe habe. Ich würde mich freuen, wenn einen Saunaanzug, der aus Plastik sich noch mehr Unterföhringer für ist, der das Schwitzen wie in der diesen Sport begeistern könnten Sauna extrem fördert. Vor dem und an Heimkämpfen als ZuschauWettkampf muss man viel Wasser er teilnehmen. verlieren. Der Wettkampf beginnt dann in der Regel um 18:45 Uhr mit Lieber Christian, ich danke Dir dem Wiegen. Ich bin dann meis- ganz herzlich für das Interview und tens so gegen 21 Uhr dran, so dass wünsche Euch weiterhin ganz viel ich dann nach dem Wiegen wieder Erfolg, viele Zuschauer und dem viel trinke und Energie in Form von ganzen SC Isaria eine schöne AdSchokolade und Banane zuführe. ventszeit.

Medienstandort Unterföhring

Vom Ziegeldorf zum Medienzentrum Unterföhring hat in Bezug auf seine großen Arbeitgeber schon immer polarisiert. Früher die Ziegeleien, heute die Medienbetriebe, mittendrin die Allianz. Profitiert hat es früher von den Ziegeleien, heute profitiert es von den vielen Medienfirmen. In Unterföhring begann das Medienzeitalter nach dem zweiten Weltkrieg mit einer Glühlampenproduktion von Dr. Hans Ritter und Wilhelm Vaillant. Über ein Filmkopierwerk bauten sie es zu einem Studiobetrieb aus, den RIVA-Studios. Die Riva-Straße erinnert heute noch daran. In den sechziger Jahren wurden die Studios dann vom Bayerischen Fernsehen und vom ZDF übernommen. Sowohl beim BR als auch beim ZDF, in den FSM-Studios, heute zur Bavaria gehörend, entstanden und entstehen viele legendäre Sendungen, vom „Königlich Bayerischen Amtsgericht“ über „Disco“ mit Ilja Richter bis hin zu „Aktenzeichen XY“. Als Studiostandort hat Unterföhring allerdings nie eine große Rolle gespielt. Vor allem ab den neunziger Jahren haben sich die großen TVStudioproduktionen auf Köln konzentriert, wofür allerdings erhebliche Subventionen des Landes NordrheinWestfalen notwendig waren. Als

Wirtschaftsfaktor für Unterföhring bedeutsamer war ohnehin die Ansiedlung der ProSiebenSat1-Sender in unmittelbarer Nachbarschaft ihrer Gesellschafter aus der KirchGruppe. Mit Premiere, heute Sky, hat sich auch das Bezahlfernsehen direkt neben seinen Initiatoren aus der KirchGruppe etabliert. Ohnehin wäre der Medienboom Unterföhrings ohne die Ansiedlung der Beta Film und Taurus Film Leo Kirchs im Jahr 1972 in unmittelbarer Nachbarschaft zum ZDF undenkbar. Die Beta-Straße und das, inzwischen leere, legendäre Filmlager Leo Kirchs erinnern noch daran. Ohne die Vorreiterrolle der Technikfirmen der KirchGruppe wäre heute auch keine SES (Astra) mit der digitalen Verbreitung von über 300 TV- und Radiosendern am Standort Unterföhring zu finden. Dessen Satellitenschüsseln standen einst sozusagen im Vorgarten Leo Kirchs. Mit Kabel Deutschland und KMS sind gleich zwei Kabelnetzbetreiber in Unterföhring ansässig. Videocation in der Münchner Straße war und ist als Sony-Stützpunkt Technik-Partner vieler Produktionen. Auch die älteste Film- und Fernsehproduktionsfirma Deutschlands, die „ndf“, sitzt in Unterföhring, im Du-

rachhof. Von Unterföhring aus wird von der „ndf“ ein großer Teil der bekanntesten deutschen TV-Serien produziert. Viele weitere Firmen sind hier vor Ort. Wenn „Gernstl unterwegs“ ist, startet er in Unterföhring von der Megaherz. In der Betastraße befindet sich die BAF, die Bayerische Akademie für Fernsehen. Viele Unterföhringer Firmen, auch die Gemeinde, fördern dieses Ausbildungszentrum für Fernsehberufe in Bayern. Viele weitere kleinere Betriebe arbeiten in unmittelbarer Nachbarschaft der großen Medienunternehmen. Sie alle profitieren voneinander und machen den Standort Unterföhring in Deutschland einzigartig. Während die Ziegelvorkommen Unterföhrings irgendwann einmal aufgebraucht waren, ist ein Ende des Medienbooms in Unterföhring, bei aller Vorsicht, nicht abzusehen. Die Medienbranche hat die Insolvenz der KirchMedia und auch die Finanzkrise 2008 überstanden. Sie ist jetzt gefordert, den Wandel vom reinen Fernsehen hin zu den Online-Medien zu bewältigen. ProSiebenSat1 macht bereits jetzt 15 Prozent seines Umsatzes im Internet und rechnet hier bis 2018 mit einer Milliarde zusätzlichem Umsatz. Nach dem Ausstieg der Groß-Investoren KKR und Permira ist sogar damit zu rechnen, dass die ProSiebenSat1-Aktie in den DAX aufgenommen wird und damit nach der Allianz ein weiteres DAX-Unternehmen in Unterföhring ansässig ist. Für Unterföhring ist allerdings auch wichtig, dass die Gemeinde nicht nur deutschlandweit als Medienstandort wahrgenommen, sondern vor Ort auch gelebt wird. Die Bahnlinie, auch wenn im Tunnel geführt, darf keine Trennlinie zwischen Ost und West sein. Heute haben die Mitarbei-

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ter der Firmen auf dem Ismaninger AGROB-Gelände einen größeren Bezug zu Unterföhring als die Mitarbeiter der örtlichen Medienunternehmen. Die Nutzung der Einkaufs- und Dienstleistungsmöglichkeiten auf dem Arbeitsweg mit dem Auto oder 231er-Bus durch Unterföhring spielen hier eine große Rolle. Auch historisch gibt es gemeinsame Wurzeln. Den Ismaninger Standort AGROB, ursprünglich die alte Aktienziegelei an der heutigen Feringastraße, gäbe es nicht ohne die Unterföhringer Zie-

von Franz Solfrank

geleien. Er ist quasi die Endstation der Ausbeutung der Lehmvorkommen von Berg am Laim über Oberföhring nach Unterföhring. Und die Medienbetriebe auf der AGROB, angefangen von den ehemaligen Tochterfirmen der KirchGruppe als Initialzündung, über Antenne Bayern bis zu HSE24, haben fast ausnahmslos ihren Ursprung in Unterföhring. Auf der AGROB wurden die Unterföhringer Wurzeln der alten Ziegeleien mit den modernen Medienbetrieben vereinigt.


Musikalisches

Unterföhringer machen Musik für Unterföhring von Franz Solfrank

„So einen großen Chor habe ich schon lange nicht mehr dirigiert“. Mit diesen Worten fasste Chorleiter Rainer Wiedemann seinen Dank an all jene Besucher des Unterföhringer Christkindlmarktes zusammen, die am Rande vor dem Bürgerhaus gemeinsam mit dem Männergesangverein Advents- und Weihnachtslieder sangen. Schwer zu zählen, aber 150 sangesbegeisterte Unterföhringerinnen und Unterföhringer, dazu zwei Trompeter, waren es dann schon, die den Christkindlmarkt am Sonntag Abend traditionell mit dem „Andachtsjodler“ musikalisch beendeten. Überhaupt hatten Stefan Ganser als Marktleiter und Sprecher der Unterföhringer Vereine, die Mitarbeiter der Gemeinde und vor allem die mit überwältigendem Engagement beteiligten Vereine diesmal den größten und bestbesuchten Unterföhringer Christkindlmarkt aller Zeiten auf den Platz vor dem Bürgerhaus gezaubert. Dass dabei auch ein Rekorderlös für soziale Zwecke herausgekommen ist, wird sich mit Sicherheit bei der Abrechnung zeigen. Für die musikalische Umrahmung des Christkindlmarktes sorgte nicht nur der Gesangverein, der am Sonntag Nachmittag schon den Bewohnern

des Pflegeheims an der Hofäckerallee mit vielen Liedern Weihnachtsstimmung ins Haus gebracht hatte. Am Samstag spielte die Blaskapelle und die Jugendkapelle Unterföhring festliche Musik. Und am Stand des Gartenbauvereins sorgten Unterföhringer Volksmusiker für adventliche musikalische Untermalung. Im Bürgerhaus spielte der Nachwuchs der Laienspielgruppe ein vorweihnachtliches Theaterstück. Für die Besucher des Christkindlmarkts bewahrheitete sich aber wieder einmal, dass eine Blaskapelle und ein Männergesangverein zu einem bayerischen Dorf gehören, „wie die Kirche und das Wirtshaus“. Direkt am Rande der Landeshauptstadt München gelegen, in der solch eine Tradition eher die Ausnahme ist, ist es auch in Unterföhring keine Selbstverständlichkeit, dass sich so viele Mitbürger in diesen traditionellen Musikgruppen engagieren. Die Gemeinde stellt dafür den Musikvereinskeller an der Rückseite der Volksschule für die Probenarbeit zur Verfügung. Die „Musik machen“ müssen die Unterföhringer aber schon selber. Denjenigen, die es bisher schon machen, sieht man jedenfalls die Begeisterung dafür an.

Geothermie

Erdwärme –

ist das unsere Zukunft? Im Jahr 2005 stellte der Gemeinderat Unterföhring die ersten Weichen für die heutige erfolgreich eingesetzte Geothermie. Es wurden die Bergbaurechte für die 32 km² großen Claim „feringeo“ gesichert. Unterföhring machte schon einen sehr großen Schritt, in einer Zeit in der die Erdwärme in Bayern noch in den Kindeschuhen steckte. Im darauf folgenden Jahr unternahm man einen entscheidenden Blick in 3000 Meter Tiefe, mit Hilfe einer 2D-Seismik. Die Ergebnisse der Untersuchung waren optimal und sehr vielversprechend. Mit dem einstimmigen Grundsatzbeschluss des Gemeinderats im Jahr 2007 zur Gewinnung von Erdwärme macht die Geothermie einen weiteren Schritt nach vorne. Im gleichen Jahr wurde die GEOVOL Unterföhring GmbH gegründet, welche eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Gemeinde ist. Ein sehr mutiger Schritt wurde im Jahr 2008 getätigt, obwohl man nur Daten der 2D-Seismik und ähnlichen Projekten besaß, wurde schon mit der Akquise begonnen. Der Spatenstich für den Bohrplatz erfolgte im Juni 2008, fünf Monate später drehte sich erstmals der Meißel im Claim „feringeo“. Im nächsten Jahr 2009 erreichte der Bohrmeißel eine Wassertemperatur von 87 Grad Celcius. Die ersten Kunden konnten sich am Ende des Jahres schon über die gewonnene Erdwärme freuen. 2010 konnte die Einweihung der Energiezentrale am Etzweg gefeiert werden, in welchem sich außer der Technik des Projekts auch Geschäfts- und Besucherräume

von Lorenz Ilmberger

des Projekts befinden. Über 1500 Haushalte und kommunale Einrichtungen heizen nun schon mit der Erdwärme. Im Jahr 2011 wurde durch die Photovoltaikanlage ein wertvoller Beitrag für Tierwelt geleistet. Die Grünanlage, mit Sträuchern und Obstbäumen, bieten einigen von Ihnen Unterschlupf und Nahrung. Die Nachfrage an Erdwärme übertrifft weiterhin alle vorherigen Erwartungen. Weit über 2000 Haushalte und öffentlichen Einrichtungen werden 2012/2013 durch die GEOVOL versorgt. Zukunftsausblick: Verdopplung der thermischen Leistung, nächste Bohrungen im Jahreswechsel.

Eine Weihnachtsfeier der besonderen Art

Schützengesellschaft Immergrün Unterföhring

von Stefan Schnabel

Wenn es dunkel wird und der Schnee auf den Dächern im Licht der Weihnachtslichter leuchtet, dann ist es wieder soweit, die Schützengesellschaft Immergrün macht sich bereit für ihre Weihnachtsfeier. Die Vereinsmitglieder und Gäste steigen in vorweihnachtlicher Vorfreude die Stiegen im Schützenheim empor und betreten die heiligen Hallen. Es duftet nach frischen Tannennadeln, der hölzerne Dachstuhl wird von einem zarten dunkelrot umschmeichelt und das Kerzenlicht tanzt auf den hölzernen Sparren und Pfetten. Die Tische liebevoll weihnachtlich eingedeckt, duftend nach frisch gebackenen Plätzchen und gemütlich mit Kerzen beleuchtet. Aus der Mitte des Raums erklingt eine staade Zithermusi. Nach der Begrüßung durch den 1. Vorstand wird es Nacht, die Lichter auf den Weihnachtsbäumen funkeln wie lauter kleine Sterne und eine Kerze auf einem schlicht eingedeckten Tisch wird entzündet. Andächtig hören alle den Erzählungen aus der Weihnachtsgeschichte zu. Die Schützenjugend führt ein selbst geschriebenes und inszeniertes Theater auf. Bevor der Nikolaus mit seinem Gefolge seine Aufwartung macht, zieht die Unterföhringer Stub`nmusi und „Die gol-

Interessantes

Wussten Sie, dass Unterföhring ...

von Alex Mayer

dene Nikolausrute“ alle beteiligten in ihren Bann. Da kommt er nun der Nikolaus mit seiner Nicola und dem Krampus und erzählen so einige Geschichten, die im letzten Jahr so vorgefallen sind. „Lumpastückl, Peinlichkeiten und Geschichten, es war noch nie so leicht, wie in diesem Jahr davon zu berichten“. Die weihnachtlichen Weisen runden den besinnlichen Teil der Weihnachtsfeier ab. Siegerehrungen des vergangenen Jahres, Preisverteilung des Weihnachtsschießens und nicht zu letzt die Proklamation der Schützenkönige für 2014 führen die Gäste von einem Höhe-

punkt zum Nächsten. Noch lange wird die vorweihnachtliche Nacht kein Ende finden. Auf dem Weg nach Hause, dick eingemummt und stapfend durch den frischen Schnee weist uns vielleicht eine Sternschnuppe auf die bald bevorstehende „heilige Nacht“ hin.

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... Ausgangspunkt für die bayerische Landesvermessung zu Beginn des 19. Jahrhunderts war. Die Basispyramide als Zeitzeuge ist noch heute zu besichtigen. Sie finden sie in der Nähe an der Kreisstrasse M 3. ... sein Wappen sich aus folgenden historischen Stationen zusammen setzt: 1) ein gekrönter Mohr, aufgrund der früheren Zugehörigkeit zum Fürstbistum Freising 2) Ziegeln wegen des Lehmabbaus und den damit verbundenen zeitweise bis zu zehn Ziegeleien im Ort 3) die Isar in Form eines Schrägwellenbalkens, welche eng mit der Geschichte Unterföhrings verbunden ist. Seit 1957 wird das Wappen verwendet und daraus setzen sich die Flaggenfarben blau / gelb / rot zusammen.

... erstmals über 10.000 Einwohner hat? Daraus resultiert die Erhöhung der Anzahl der Gemeinderäte auf 24 ab der nächsten Kommunalwahl am 16. März 2014. ... man vom Bürgerhaus Unterföhring zum Münchner Marienplatz mit dem Auto fahren kann, ohne ein einziges Mal abzubiegen? ... die Möglichkeit stellt, alte Speiseöle und -fette im Form des Ölis direkt wiederzuverwerten? Informieren Sie sich! ...‘s größter See, der Feringasee im Zuge der Kiesentnahme für den Autobahnbau entstanden ist?


Senioren und Pflegebedürftige

Würdevoll und selbstbestimmt leben im Alter Ein persönliches Wort von der Dritten Bürgermeisterin von Unterföhring Rita Koller-Goertz Ich bin richtig stolz darauf, in Unterföhring leben zu können, einer Gemeinde, die ein Vorzeigemodell ist für eine der wohl familienfreundlichsten Gemeinden Deutschlands. Das soziale Netzwerk wurde dank der sprudelnden Gewerbesteuereinnahmen und vorausschauender Planung der im Gemeinderat vertretenen politischen Parteien im Laufe der vergangenen Jahre geschaffen. Auch ein umfassendes Angebot von bestehenden gut laufenden Einrichtungen für Seniorenbetreuung und Pflegebedürftige steht zur Verfügung: Seniorenberatung St. Valentin Hof, Seniorenbegegnungsstätte Feringahaus, Nachbarschaftshilfe Unterföhring und Förderverein für Soziale Dienste. Wie sieht in der Regel der Alltag nicht mehr so rüstiger älteren Menschen aus? Schon in Geschäften und im Straßenverkehr werden sie oft als störend empfunden weil sie manchmal länger brauchen. Wenn krank, verwirrt, behindert, allein geblieben oder ohne Familie isoliert man sie irgendwo in verschiedenen Senioreneinrichtungen. Das Personal ist oft unterbesetzt, überarbeitet, überfordert, muss einen großen Teil seiner Zeit aufwenden für bürokratische Auf- gaben z.B. zeitliche und statistische Erfassung von Tätigkeiten, statt „näher am Menschen“ für das seelische und körperliche Wohlbefinden sorgen zu können. Auch 80 und 90jährige haben immer noch das Bedürfnis nach seelischem, oft auch nach intellektuellem Austausch, nach menschlicher Anteilnahme. Menschlichkeit zeigt sich darin, wie man mit den „Schwachen“ umgeht, mal ganz abgesehen davon, dass ältere und alte Menschen einem eine ganze Menge zu sagen und zu geben haben, wenn man sich Zeit nimmt und Ihnen zuhört. In meiner Eigenschaft als Vertreterin des 1. Bürgermeisters in den vergangenen Jahren hatte ich viele mich bereichernde Begegnungen mit betagten Jubilaren im Senioren- und Pflegeheim. Sie waren in der Regel froh und dankbar, dass sie noch in Würde und selbstbestimmt ihr alt werden genießen dürfen, aber es gibt auch noch viel zu tun zur Entlastung von den vielen Angehörigen von Pflegebedürftigen und nicht mehr so rüstigen Familienmitgliedern durch z.B.: Angebot einer

Tagespflege bzw. ambulant betreute Wohngemeinschaften. Gemeinden werden immer mehr gezwungen sein, bedingt durch das weiter sinkende Rentenniveau, das soziale Betreuungsnetzwerk auszubauen. Es muss aber auch die ehrenamtliche Bürgergemeinschaft gefördert werden. Es kommt auf jeden Einzelnen an. Alle Senioren möchten selbstbestimmt im Alter leben, wenn möglich in den eigenen vier Wänden: Wie sollen das bereits im Rentenalter befindliche ältere Frauen schaffen? Im reichen Deutschland kaum, bzw. nur mit Hilfe. Wer zugunsten der Kinder eine kürzere anerkannte Lebensarbeitszeit hat, erreicht vielleicht 300 Euro Rente. Zusätzlich zur allgemeinen Inflation haben ältere und vermehrt behinderte Menschen höhere Ausgaben für Medikamente, Spezialkost, -Hilfen, usw. Als Geringverdiener hatten besonders Frauen keine Chance private Altersvorsorge zu betreiben. Es muss endlich in der Politik ein neuer Geist gefunden werden der Generationen verbindet und nicht versucht zu spalten z.B. mit dem Argument: „Kommende Generationen dürfen nicht schon wieder belastet werden“. Es kann nicht nur um Gerechtigkeit für kommende Generationen gehen. Gemeinsam sind wir stark. Es geht um Beitragszahler und Rentner.

sie ein Wunschessen, etwas was auf dem Speiseplan ihres Heimes nie erscheinen würde. Ihre Begeisterung darüber ist genau so groß wie meine, ihr damit eine große Freude bereitet zu haben. Auch mein Mann genießt die aus ihrer Lebensgeschichte und Lebenserfahrung her interessanten Gespräche, begleitet mich sogar gelegentlich bei Besuchen im Heim, wenn wir sie zu Kaffee und Kuchen oder auch einmal zu einem Glas Wein „entführen“. Neben den alltäglichen Fahrten zu Ärzten, zum Einkaufen und gelegentlichen Klinikbesuchen mache ich mit ihr regelmäßige Ausflüge nach Altötting. Das war ihr Wunsch, immer eine besondere Freude, da wir es mit einem Besuch ihres früheren Wohnortes verbinden. Ich nenne meine Form der Zuwenentschlossen. Mein „Patenkind“ war dung bewusst eine „Patenschaft.“ eine 89 jährige Witwe ohne Familie, untergebracht in einem Senioren- Eine Pflegestufe wurde ihr abgeheim für „Betreutes Wohnen“. Sie lehnt, obwohl sie sich nur noch mit hat 3 Kinder groß gezogen, auch Rollator fortbewegen kann. Ihre gearbeitet und in die Rentenkasse kärgliche Rente reicht gerade noch eingezahlt. Inzwischen 95 Jahre alt, um einen Teil der Kosten für die UnMann und Kinder sind früh verstor- terbringung im „Betreuten Wohnen“ ben, ist sie geistig hellwach, nimmt zu bezahlen. Schon bei Zuzahlungen noch regen Anteil am Weltgesche- für dringend benötigte Medikamenhen. Mit einer kleinen „uralt“ Näh- te, Heil- und Hilfsmittel reicht es maschine bessert sie eigene Klei- nicht. Gott sei Dank bekommt sie dung aus, pflegt und gestaltet ihr Sozialhilfe, was sie allerdings als kleines 1-Zimmer Apartment recht würdelos empfindet, wenn man wie sie, ein ganzes Leben lang durch Argemütlich. Ich besuche sie regelmäßig oder beit, Fleiß und Selbstdisziplin immer nehme sie z.B. Weihnachten, Neu- selbstbestimmt leben konnte. Für Frijahr und bei Geburtstagen zu uns sör, neue Kleidung, geschweige ein nach Hause. Dann bereite ich für Taschengeld für „kleine Belohnun-

gen der Seele“ bleibt absolut nichts. Da springt man als Pate gerne ein. Ich konnte ihr kürzlich einen Herzenswunsch erfüllen, als ich sie zum Einkaufen von Unterwäsche und Bekleidung abholen konnte. Gut ausgerüstet mit viel Zeit und Geduld schafften wir es gemeinsam die Schwierigkeiten in der engen Umkleidekabine zu überwinden. Nachdem wir mitsamt unserer Einkäufe, beide ziemlich erschöpft, wieder im kleinen Apartment ankamen, gestand sie mir voller Dankbarkeit, dass dieser Nachmittag für sie ein beglückendes Erlebnis war. Das traf auch für mich zu, da ich ein ihr gegebenes Versprechen einhalten konnte. Die höchsten Güter eines Menschen sind: seine Würde und die Freiheit! Was die Freiheit anbetrifft wie z.B. freie Entscheidungen über Wohnort, Wohnart, Arten des Zusammenlebens, Formen der Gemeinschaften usw., sollten auch alte Menschen die Freiheit haben zu entscheiden über persönliche Lebensumstände, vielleicht auch mit Hilfe einer Mindestrente. Eine „Senioren Patenschaft„ ist ein für beide Seiten erfüllender und beglückender Beitrag zu einem „Generationen verknüpfenden“ Zusammenhalt. Menschen, vom Schicksal bevorzugt, dürfen ihr Glück aus der Fülle ihres Herzens mit Menschen teilen, die weniger Glück hatten. Schenken auch Sie „Menschen im Herbst ihres Lebens“ ein bisschen Würde.

„Patenschaften für Senioren“ Nach dem Tod meiner Mutter vor 6 Jahren hatte ich mich spontan zu einer persönlichen Patenschaft

Bayerisch

Mitmachen und gewinnen!

Unser Servus-Unterföhring- Das Dialekträtsel

Weihnachtsrätsel RÄTSEL 1: Vom Himmel leise und sacht Manchmal komm‘ ich über Nacht, fall vom Himmel leis‘ und sacht. Zäune, Dächer und Kirchturmspitzen bekommen weiße Zipfelmützen.

von Betina Mäusel

von Betina Mäusel

RÄTSEL 2:

Wie viele Kugeln muss er mindestens mit nach oben nehmen, damit Der Wichtel soll Weihnachtskugeln er auf jeden Fall drei rote mit dabei aus dem Keller holen hat? Diesmal schickt der Weihnachtsmann den Wichtel in den Keller, um schnell noch drei rote Weihnachtskugeln für den Christbaum zu hoUnter den richtigen len. Im Keller angekommen stellt Einsendungen wird ein der Wichtel mal wieder fest, dass Gutschein in Höhe von leider das Licht nicht funktioniert 25,- Euro im Gasthof zur Post es ist stockfinster. in Unterföhring verlost. Er kann im Dunkeln nicht unterscheiden, welche Farbe eine WeihEinsendeschluss: nachtskugel in seiner Hand hat. Er 7. Januar 2014 weiß aber, dass im Schrank genau 11 rote, fünf blaue und zwei silberEinsendungen an: ne Kugeln liegen. Vorsichtig tastet CSU Ortsverband Unterföhring sich der Wichtel zum Schrank vor.

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Der eine ist nicht „auf der Brennsuppn dahergeschwomma“, der andere „mandelt si auf“ oder ist „a rechts Gscheidhaferl“ – wie könnte man eine Aussage bildlicher ausdrücken als in der Mundart? Bayerns Kultusstaatssekretär Georg Eisenreich erläutert in Schule & Wir: „Dialekt als Lerninhalt ist daher in den Lehrplänen aller Schularten fest verankert.“ In den Jahrgangsstufen, in denen Dialekt verpflichtend im Lehrplan steht, bekommen Deutschbücher nur dann eine Zulassung, wenn sie das Thema angemessen berücksichtigen. „Allerdings immer neben der Standardsprache. Denn vorrangiges Ziel ist der sichere Ausdruck in der Hochsprache. Die Schüle sollen die besten Startbedingungen bekommen,“ erklärt Eisenreich, der als gebürtiger Münchner

den Dialekt sehr schätzt. (Quelle: Schule & Wir, 4/2013 S. 14/15) Wir haben hier oberbayerische Lieblingswörter zusammengetragen. Kennen Sie die Bedeutung? Wenn nicht: Die Auflösung und hochdeutschen Erklärungen finden Sie auf der Website unserer Bürgermeisterkandidatin Betina Mäusel unter www.betina-mäusel.de/Aktuelles/ Dialekträtsel


Tradition

Historisches

Das Unterföhringer Böllerschützen des SoldatenWappen als Spiegelbild und Kriegervereins Unterföhring

seiner Geschichte

Der Gemeinde Unterföhring wurde mit Genehmigungsentschließung des Bayerischen Staatsministeriums des Innern vom 30. Januar 1957 die Zustimmung zur Führung des nachfolgend beschriebenen Wappens erteilt. Ein blauer Schrägwellenbalken in Gold, der das heraldische Sinnbild für die Isar ist, der aber zugleich auch den Flussübergang bei Föhring darstellt, welcher in der zweiten Hälfte des 12. Jahrhunderts so bedeutsam für die Gründung Münchens wurde. Der gekrönte Mohrenkopf rechts oben ist dem Wappen des alten Fürstenbistums Freising entnommen, der auf die früheren Herrschaftsverhältnisse, denen Unterföhring und die übrigen Orte auf dem „Isarrain“ zwischen dem Priel bei Bogenhausen und Freising unterworfen wa-

von Stefan Schnabel von Manfred Axenbeck

ren, hinweist. Von 1319 bis zur Säkularisierung im Jahre 1803 gehörten Ober- und Unterföhring zur reichsunmittelbaren Grafschaft Ismaning im Hochstift Freising. Der Mohr ist übrigens auch das alte Wappen des Landkreises Freising, der Nachbargemeinde Ismaning und der Gemeinde Zolling an der Amper. Das dritte Attribut des Wappens, die roten Backsteine unten am linken Schildrand, geben Hinweis auf den einstigen Schwerpunkt im Wirtschaftsleben der Gemeinde Unterföhring, die Ziegeleien. Nachdem die nacheiszeitlichen Lößlehmfelder auf dem rechten Isarhochufer zwischen Ramersdorf und Bogenhausen im Zuge des Ausbaus der Landeshauptstadt abgeziegelt waren, breiteten sich etwa 1860 die Ziegelstadel nach Norden über Ober- und Unterföhring bis Ismaning aus. 1960 waren auch diese Lehmgruben erschöpft. Bei der Wappenverleihung standen nur noch einige Ziegeleien. Das Unterföhringer Wappen enthält somit die wichtigsten Stationen seiner Vergangenheit. Die Gemeindefahne trägt die Farben blau/gelb/rot. Beim Wappen handelt es sich um ein Hoheitszeichen der Gemeinde Unterföhring, das von Dritten weder für private noch gewerbliche Zwecke verwendet werden darf. Quelle: Homepage der Gemeinde http://www. unterfoehring.de/index.php?id=286

8 Jahre sind die Böllerschützen ein fester Bestandteil des Soldatenund Kriegervereins Unterföhring. Die Böllerschützen sind seit ihren Anfängen bis auf 20 aktive Böllerschützen angewachsen. Mit der Zahl 20 hat man bis dato auch aus Sicherheitsgründen eine sich selbst auferlegte Obergrenze festgelegt. Aktiver Böllerschütze bedeutet nicht nur Traditionen (Bürgerfest, Volkstrauertag, Beerdigungen, Silvester etc.) aufrecht zu erhalten, sondern auch über die Grenzen von Unterföhring hinaus (Tarcento, Hamburg, Chiemgau) den Soldaten- und Kriegerverein Unterföhring würdig zu vertreten. Gerade das Salutschießen an Festtagen oder Beerdigungen ist nicht ein „kriegslüsterndes Geknalle“ sondern ein „traditionsbehaftetes Element“. Der Salut findet seine Wurzeln bereits im 16. Jahrhundert und bedeutet im übertragenden Sinn die „Begrüßung“. Schon früher feuerten Kriegsschiffe oder Festungen zum Empfang hoch geachteter Persönlichkeiten als Vertrauensbeweis ihre geladenen Geschütze ab, um mit diesem „Entladevorgang“ ihre friedlichen Absichten zu zeigen. Aber nicht nur zur Begrüßung, sondern auch zu Krönungen und Geburtstagen wird der Salut geschossen. Besondere Bedeutung hat das Salutschießen am Volkstrauertag. Hier gedenkt man der Opfer von Krieg und Gewalt und bezeugt ihnen durch den Salut (3 Salven) Respekt.

Hochrangige Politiker sehen den Ehrensalut sogar als ein traditionsbehaftetes Element an. Die Böllerschüsse an Silvester, die gerade im Oberland ein viel genutztes Ritual zur Begrüßung des neuen Jahres sind, werden bei der siebten Auflage auf dem festlich beleuchteten Schlittenhügel an der Kanalstraße, Unterföhring wieder zahlreiche Zuschauer begeistern. Die Böllerschützen als Abordnung des Soldaten- und Kriegervereins sind eine feste Institution auf traditionellen Veranstaltungen, wie der Eröffnung des Bürgerfestes, dem traditionellen Saugrillen, zum

Gedenken am Kriegerdenkmal und auf Einladung bei diversen Vereinsjubiläen.

„Ubi bene, ibi patria“ Lieber Soldaten- und Kriegerverein Unterföhring, hier fühlen wir uns zu Hause.

Die Unterföhringer Böllerschützen vor dem Kriegerdenkmal

Gewerbeverein Unterföhring

GVU: Gewerbe vereinen

und soziale Verantwortung übernehmen Die Bürgerversammlung 2013 und Unterföhring im Spiegel der Zahlen 2013 haben es bestätigt – ein starkes Unterföhring nur mit einem starken Gewerbe. Auf jeden 5ten Einwohner Unterföhrings kommt ein Gewerbebetrieb, in Zahlen sind das 2.025 Gewerbebetriebe. Der seit über 20 Jahren bestehende GVU Gewerbeverein Unterföhring - betreut seine jetzigen und zukünftig neuen Mitglieder in den Bereichen Einzelhandel auf der einen Seite und das Gewerbe und Handwerk auf der anderen Seite durch ansässige kompetente Ansprechpartner. Ziel ist es, das vielfältige Gewerbe in Unterföhring durch direkte, vertrauensvolle und kompetente Ansprechpartner zu vereinen. In den Vereinen stellt man sich immer wieder die Frage u.a. bei der Bearbeitung des Paragraphendschungels für Vereins-Veranstaltungen: ist man als aktives Vereinsmitglied berufstätig und arbeitet ehrenamtlich oder ist man eher ehrenamtlich berufstätig? Bei einem Jahresempfang des Bund der Selbstständigen hatte Ministerpräsident Horst Seehofer einen interessanten Satz gesagt: „Man kann auch mit wenigen Paragraphen ein glückliches Leben führen.“ Diesen Appell richte ich als Vorstand des Gewerbevereins an unsere Politiker, die Entbürokratisierung spürbar für die Betriebe durchzuführen und nicht, wie auch unser Ministerpräsident befürchtet hatte: „Ein Pa-

ragraph wird gestrichen und dafür kommen zwei Neue.“ Die Gewerbetreibenden und Handwerker dürfen nicht die Freude am Unternehmen verlieren. Es sollte immer daran gedacht werden, dass Handwerk und das Gewerbe das Zentrum unserer Wirtschaft sind.

Unser amtierender Bürgermeister hat es einmal vortrefflich formuliert: „Das Gewerbe zu unterstützen verdient große Aufmerksamkeit. Seinen ausdrücklichen Dank richtete er an alle Gewerbebetriebe, die ausgezeichnete Arbeitsplätze und zahlreiche Ausbildungsplätze schaffen, aber auch die Gemeindekasse mit ihrer Gewerbesteuer füllen. Erst durch diese finanzielle Ausstattung können die zahlreichen freiwilligen Leistungen zum Wohle der Bürger Unterföhrings, der Vereine

und Organisationen übernommen, sowie viele notwendige Infrastruktureinrichtungen geschaffen werden.“ Der GVU Unterföhring wird sich 2014 u.a. mit einem neuen Internetauftritt und einem neuen GVU-Logo präsentieren. Noch ist es eine Baustelle. Es wird entwickelt, geplant und das neue Fundament wird gerade fertig gestellt. Über aktuelle Angebote unserer Mitglieder (Einzelhandelsgeschäfte, Handwerksbetrieb oder Unternehmen), einem Unterföhringer Branchenbuch, einer Jobbörse und einem Newsletter kann sich dann jeder online, auch über das eigene Smartphone informieren oder den richtigen Ansprechpartner für die Erfüllung ihrer Wünsche finden. Bis zu 6 Veranstaltungen in 2014 sind das Ziel - besonders interessant wird das Mittelstandsgespräch mit der neuen Bürgermeisterin oder dem Bürgermeister von Unterföhring sein. Einen neuen Weg gehen wir mit der Unterstützung von ausgewählten Unterföhringer Projekten: Ab sofort ist der Gewerbeverein Mitglied beim Förderverein Kinder & Jugend Unterföhring und unterstützt besonders die Ausbildung von Kindern und Jugendlichen. Gewerbetreibende sind eine wichtige Stütze in der Mitte unserer Gesellschaft. Stark verwurzelt mit unserer Gemeinde sind Gewerbe und Unternehmen nicht nur wichtige Gewerbesteuerzahler, sondern

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auch Arbeitgeber mit gesellschaftlicher und sozialer Verantwortung. Als Gewerbeverein machen wir uns stark für die Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen in Unterföhring. Ohne soziale Verantwortung funktioniert weder unsere Marktwirtschaft noch unserer Gesellschaft. Mit der „Jobbörse“ der 4ten Säule der neuen Internetplattform des Gewerbevereins Unterföhring werden speziell für Jugendliche freie Praktikumsplätze in Unterföhring angeboten. Seit fast 15 Jahren betreibt die Kolpingsfamilie Ismaning und später mit der Kolpingsfamilie Unterföhring eine Lehrstellenbörse für Lehrstellen- und Schülerpraktikumsplätze. Jedes Jahr werden hierzu Firmen in Ismaning und Unterföhring angeschrieben und aktive nach freien Stellen befragt. Wir stellen uns der sozialen Verantwortung und machen uns stark für die Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen in Unterföhring. Der GVU Unterföhring möchte das bereits bestehende Projekt der Kolpingsfamilien unterstützen und mit der Jobbörse in 2014 die Akzeptanz auch

von Stefan Schnabel

dieser Einrichtung in den Mitgliedsbetrieben verbessern. „Wenn einer allein träumt, ist es nur ein Traum. Wenn viele gemeinsam träumen, ist das der Anfang einer neuen Wirklichkeit“ (Friedensreich Hundertwasser) In diesem Sinne wünsche ich Ihnen allen eine friedliche Adventszeit, ein schönes und friedvolles Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2014.


Kreatives Hobby

Servus-Rezept

Gestaltung von Krippenfiguren Williamsplätzchen von Betina Mäusel

Überall auf der Welt, wo Christen die Geburt Jesu feiern, findet sich die Weihnachtskrippe. Auch in Unterföhring werden wieder in vielen Familien unter oder neben dem Weihnachtsbaum herrlich gestaltete Krippen stehen. Der Legende nach stand die erste Weihnachtskrippe 1223 in der Kirche des heiligen Franziskus von Assisi. Seine Feier fand in Greccio in einem wirklichen Stall mit Ochs und Esel und einer strohgefüllten Krippe statt, jedoch ohne die Heilige Familie. Die Historiker vermuten als Ausgangspunkt des Brauches die in Rom verwahrten Krippenreliquien, vor denen die Päpste früher den nächtlichen Weihnachtsgottesdienst feierten. Die große Zeit der Krippen war das Barock. Die Jesuiten bauten gewaltige und wertvolle Krippen. Viele Städte folgten dem Beispiel und bald wollte jede Gemeinde seine eigene Krippe haben. Im 18. Jahrhundert wurde in Österreich, Franken und Schwaben das Aufstellen von Krippen verboten, was jedoch bei der Bevölkerung wenig Wirkung zeigte. Dadurch fanden die Krippen in den Häusern und Bauernstuben einen neuen Platz. Mit der Krippe war auch das Singen von Krippen- und Hirtenliedern (bezeugt seit dem 11./12. Jhdt.) sowie den Sternsingerliedern verbunden. Durch den Christbaum der ab dem 19. Jhdt. allgemeine Verbreitung fand, verlor die Krippe ihre Mittelpunktsfunktion.

Als 1825 die Krippenverbote wieder aufgehoben wurden, entwickelte sich das Krippenschnitzen zur gern gesehenen Kunstfertigkeit. Die Vielfalt der Weihnachtskrippen und ihren Krippenfiguren ist beinahe grenzenlos. Jeder Krippenbauer stellt das Geschehen so dar, als läge Bethlehem vor seiner Haustür. Die Hirten in bayerischen Krippen tragen die üblichen Trachten. In Japan bringen anstelle der Könige Samurais die Geschenke. Bei den Eskimos liegt das Jesuskind auf einem Schlitten, und in Afrika ist das Christkind schwarz.

Heute findet man Weihnachtskrippen überall - selbst dort, wo man sie am wenigsten vermutet. Während der Adventszeit sind Krippen neben Weihnachtsbäumen, Girlanden und Lichterspielen als Schaufensterdekoration im Reisebüro , in der Bäckerei, im Kaufhaus etc. gern und viel verwendetes Schmuckwerk. In diesen Fällen reicht der beabsichtigte Zweck jedoch selten über einen anheimelnden Blickfang hinaus. Der gestalterischen Freiheit scheinen überdies

keine Grenzen mehr gesetzt zu sein. Die Ausführungen reichen von klassischen Darstellungen bis hin zu abstrakten Stilisierungen . Neben Holz als althergebrachtem Werkstoff kommen sogar ausgefallene Materialien wie Metall, Glas, Edelstahl und sogar Marzipan zum Einsatz. In viele Familien ist es Brauch an Weihnachten eine Krippe aufzustellen, die die Weihnachtsgeschichte anschaulich nachgestaltet. Um die Krippe versammeln sich die Familienmitglieder am Weihnachtsabend und gedenken der Geburt Christi. Annelies und Christoph Schmidt aus Unterföhring haben sich für ein äußerst kreatives Hobby entschieden: Sie gestalten seit einigen Jahren ihre Krippenfiguren selbst. Die Rohlinge kaufen beide auf verschiedenen Weihnachtsmärkten oder bei Herstellern. Auch dieses Jahr gilt wieder in der Vorweihnachtszeit nicht nur die Rohlinge zu bemalen, sondern Kreativität ist gefordert, um den Heiligen Drei Königen, den Hirten und vor allem auch Maria und Josef ein passendes Gewand zu schneidern. „Diese Tradition habe ich von meiner Familie übernommen“, so Christoph Schmidt. „Jedes Jahr kommen wieder neue Figuren dazu“. Mittlerweile ist eine große Schar an herrlich geschmückten Krippenfiguren bei den Schmidts entstanden. Es ist ein tolles Hobby, das eigentlich in der oft hektischen Adventszeit etwas Ruhe und Besinnlichkeit in die Familien bringen kann.

von Beate Ilmberger

2 EL Puderzucker 2 EL Birnengeist Füllung: 3 EL Puderzucker 4 TL Birnengeist

Zutaten: 175 g Mehl 1 Msp. Backpulver 40 g Zucker 1 Pckg. Vanillezucker 1 Prise Salz 2 EL Milch 100 g Butter Zum Bestreichen: 2 EL Aprikosenkonfitüre Verzierung: 200 g Vollmilchkuvertüre 65 g Butter

Zubereitung: Aus den gesamten Teigzutaten einen Knetteig herstellen. Den Teig ca. 1 Stunde kalt stellen. Den Teig ausrollen, dann runde Plätzchen ausstechen. Diese auf ein vorbereitetes Backblech legen. Backzeit: ca. 180 Grad / 10 Min Die Plätzchen mit Aprikosenkonfitüre bestreichen. Vollmilchkuvertüre erwärmen, abkühlen lassen und die Butter, den Puderzucker und den Birnengeist unterrühren. Die Masse in einen Spritzbeutel geben und Ringe auf die Plätzchen spritzen. Puderzucker mit Birnengeist anrühren. Die Glasur in die Mitte der gespritzten Ringe geben.

Familie

Unterföhring aus Sicht eines Vaters

von Alex Mayer

Soziales

40 Jahre Nachbarschaftshilfe Unterföhring

von Walter Donaubauer

Die Nachbarschaftshilfe Unterföhring (NBH) hat sich aus einem Sozialkreis der Katholischen Pfarrgemeinde, meist Mitglieder der Katholischen Frauengemeinschaft, 1973/74 gebildet. Dieser Kreis kümmerte sich damals vorrangig um Kranke, Altenbesuche, Babysitting, handwerkliche Arbeiten bei älteren Leuten sowie für eine Verkaufs- und Tauschaktion von Kinderkleidung (heute: Kinderkleiderbasar). Die erste „Baby-Kleider-Verkaufsaktion fand im Frühjahr 1975 statt und erzielte bei einem Umsatz von 1.100,-DM einen Erlös von 150,-- DM. Soziales Denken und Handeln prägten von Anfang an die Entwicklung. Von diesen Werten lässt sich die NBH heute noch leiten, Aufgaben in sozialen Bereichen zu großer Zufriedenheit aller zu erfüllen. Ein besonderer Dank gilt der Gemeinde Unterföhring, die von Beginn an mit

kostenloser Überlassung von Räumen (z.B. Raum für den Kinderpark in der Gemeindehalle, jetzt in der ehemaligen Pfarrvilla) und finanzieller Unterstützung bis heute großzügig die Arbeit der NBH fördert.

In besonderer Erinnerung werden bei der NBH die Namen von Frau Olga Steiner, Frau Ursula Lindner und Frau Selma Mörsch bleiben, die jeweils einen Abschnitt des Weges im Werdegang der NBH mit besonderem Engagement geprägt haben. Seit 2009 steht jetzt Frau Susanne Vazzoler an verantwortlicher Stelle, sie zeigt mit ihren z.Zt. 176 aktiven

UNTERFÖHRING

Helfern und Helferinnen immense uneigennützige Einsatzbereitschaft. Im Jahr 2012 leisteten die fleißigen Helfer insgesamt 31.083 Stunden soziale Arbeit. Gegliedert ist die NBH z.Zt. in sechs Ressorts: - Soziales Engagement (z.B. Kleiderbügel, Schoppen im Schuppen, Unterföhringer Tisch = früher Projekt Mahlzeit), - Kindergruppen - Kinderkleiderbasar - Alten- und Krankenbetreuung (u.a. Essen auf Rädern) - Familienbetreuung - Interkultureller Frauentreff. Die NBH Unterföhring steht mit Rat und Tat jedem Unterföhringer Bürger nicht nur in schwierigen Lagen zur Seite, sie ist offen nach allen Seiten und hat ihre Anlaufstelle im St. Valentin-Weg 20a in Unterföhring.

ist ein Informationsmedium des CSU-Ortsverbandes Unterföhring, das in loser Folge erscheint und die Bürgerinnen und Bürger über interessante Dinge im Ort informiert. An dieser Ausgabe haben mitgewirkt:

Warum Unterföhring eine der lebenswertesten Gemeinden ist, die ich für mich vorstellen kann, habe ich erst im Laufe der Jahre als Familienvater wirklich verstanden. Gut, Unterföhring bietet die perfekte Mischung aus ländlicher Idylle und einer Millionenstadt, bietet ideale Bedingungen zum Abkühlen an einem heißen Sommertag. Aber was Unterföhring neben der Ansammlung vieler Medienunternehmen über seine Grenzen hinaus bekannt gemacht hat, ist seine ständige Bemühung, gute Entfaltungsmöglichkeiten für die jüngsten Mitglieder der Gemeinde - die Kinder - zu schaffen. Hier wurde erkannt, dass die kleinste Zelle unserer Gesellschaft - die Familie - unsere Gemeinde mit Leben füllt und die Zukunft darstellt. Nicht nur die kostenlosen Kindertagesstättenplätze, auch der Ausbau dieser. Man nehme nur den Neubau des Kinderhauses an der Straßäckerallee, die Erweiterung der Schule oder nicht zuletzt des Schulhorts mit den Mittagsbetreuungsplätzen. Auch die zahlreichen Spielplätze, vor allem im Süden von Unterföhring lassen für jüngere

Kinder scheinbar nichts vermissen. Irgendwann spielen diese Kinder aber nicht mehr auf Spielplätzen und besuchen nicht mehr die vorher genannten Einrichtungen - sie sind schlichtweg älter geworden. Wie geht es weiter? Sie gehen auf weiterführende Schulen in andere Städten und Gemeinden, welche die Möglichkeiten zur Verfügung stellen. Unterföhring tut dies (noch) nicht. Damit unsere Kinder zukünftig dies nicht automatisch müssen, setzt sich die CSU Unterföhring (auch entgegen teilweise anders lautender Behauptungen) dafür ein, dass in der Zukunft auf unserem Gemeindeboden ein Gymnasium gebaut wird. Verbunden mit dem Erhalt und dem Ausbau der aktuellen Möglichkeiten für die jungen Kinder ist unser Ziel, auch eine weiterführende Schule in Unterföhring anzusiedeln. Unterföhring hat dies verdient und die CSU Unterföhring ist der Meinung, dass hier alle Rahmenbedingungen mehr als vorhanden sind. Wir freuen uns, wenn Sie auch dieser Meinung sind und Sie uns bei unseren Bestrebungen unterstützen.

Burschenverein

Vereinskultur in Unterföhring

von Franz Brennberger

Betina Mäusel

Stefan Schnabel

Franz Solfrank

Lorenz Ilmberger

Rita Koller-Goertz

Walter Donaubauer

Herausgeber und V.i.S.d.P.: CSU Ortsverband Unterföhring, Rita Koller-Goertz, Nelkenstraße 16, 85774 Unterföhring Auflage: 6.000

Alexander Mayer

Franz Brennberger

Manfred Axenbeck

Gesamtherstellung: Ostenrieder Design & Marketing, Birkland 40, 86971 Peiting Verteilung an alle Unterföhringer Haushalte

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Die große Unterföhringer Vereinsfamilie wächst weiter. Im Sommer 2011 kamen zwölf Burschen aus Unterföhring auf die Idee einen Burschenverein zu gründen. Wir wollen die Traditionen fortführen und die Unterföhringer Jugend zusammen bringen. Die Begeisterung ist bei jung und alt zu spüren.

Die Mitglieder des Vereins haben sich seit der Gründung verdoppelt. Im kommenden Jahr werden wir unser Gründungsfest feiern. Für mich ist die Pflege von Geschichte, Tradition und Kultur das Fundament unserer Lebensqualität. Wir freuen uns auf weitere Mitglieder.


Bundesregierung

Die wesentlichen Inhalte des Koalitionsvertrages von Florian Hahn MdB

Im Koalitionsvertrag konnten wir wichtigen Beitrag zur Entlastung wesentliche Punkte aus dem Bayernkommender Generationen. plan der CSU umsetzen. Mich hat es besonders gefreut, als Mitglied der • Die PKW-Maut für Reisende aus Facharbeitsgruppe Bildung und Fordem Ausland kommt. Jeder, der schung einen kleinen Anteil an den deutsche Straßen nutzt, muss eiKoalitionsverhandlungen leisten zu nen Beitrag zu deren Finanzierung dürfen. Im Einzelnen heißt das: leisten. Dabei steht für uns fest: Kein deutscher Autofahrer wird • Es wird keine Steuererhöhungen stärker belastet. Die Einnahmen geben. Wir haben weiteren Bewerden in vollem Umfang für den lastungen für Unternehmen und Straßenbau verwendet. ZusamBürger von Anfang an eine klare men mit zusätzlichen BundesmitAbsage erteilt. Wir haben derzeit teln sichern wir so auch weiterhin die höchsten Steuereinnahmen eine leistungsfähige Verkehrsinfaller Zeiten. Damit müssen und rastruktur und gewährleisten eine damit können wir auskommen. stabile Finanzierung für unser AuSo bleibt unsere Wirtschaft weiter tobahnnetz, das weltweit als vorauf Wachstumskurs und die Menbildlich anerkannt ist. schen in Deutschland können auch in den kommenden vier Jahren auf • Die Mütterrente kommt. Wir werden Mütter mit Kindern, die vor eine sozial ausgewogene Betei1992 geboren wurden, im Renligung an der Finanzierung der tensystem besser stellen und mit staatlichen Aufgaben vertrauen. einem zusätzlichen Entgeltpunkt berücksichtigen. Das ist eine klare • Wir nehmen keine neuen Schulden Anerkennung der Erziehungsleisauf. Ab dem Jahr 2014 werden wir tung und schließt die Gerechtigeinen strukturell ausgeglichenen keitslücke zwischen älteren und Haushalt haben und beginnend jüngeren Frauen mit Kindern. mit dem Jahr 2015 einen Haushalt ohne Nettoneuverschuldung aufstellen. Außerdem werden wir un- • Das Betreuungsgeld bleibt. Wir haben uns in der vergangenen sere Schuldenstandsquote innerLegislaturperiode dafür eingehalb von zehn Jahren auf weniger setzt, auch diejenigen Eltern zu als 60 Prozent des Bruttoinlandsunterstützen, die ihre Kinder ohne produktes zurückführen. Damit staatliche Betreuungseinrichtunsetzen wir unsere Politik solider gen erziehen wollen. Dadurch Finanzen fort und leisten einen

An der Ausarbeitung des Koalitionsvertrages beteiligt: Bundestagsabgeordneter Florian Hahn. haben wir Wahlfreiheit bei der Kindererziehung geschaffen. Dass wir uns damit trotz großer Widerstände durchgesetzt haben, ist ein starkes Signal für unsere Familien. • Die Familienleistungen werden ausgebaut. Wir führen ein „ElterngeldPlus“ ein, das Eltern für die Dauer von bis zu 28 Monaten auch bei Teilzeitbeschäftigung beziehen können. Begleitend wird es einen Partnerschaftsbonus geben, den alle Eltern beziehen können, die zusätzlich zur Erziehung ihrer Kinder 25 bis 30 Wochenstunden

gegen den Länderfinanzausgleich arbeiten. Gleichzeitig gestalten bleibt davon unberührt. wir die Elternzeit flexibler. Zukünftig werden Eltern zwischen dem 3. bis 8. Lebensjahr ihres Kindes 24 • Es wird keine Euro-Bonds und keine Vergemeinschaftung von SchulMonate statt bisher 12 Monate Elden geben. Jeder Mitgliedstaat ternzeit nehmen können. haftet eigenverantwortlich für seine Verbindlichkeiten. Hilfen gibt • Das Erneuerbare-Energien-Gesetz es nur bei einer starken Eigenbewird weiterentwickelt. Wir werden teiligung und gegen die Erfüllung einen verbindlichen Ausbaukorristrikter Auflagen. Dabei setzen wir dor festlegen, der Planungssicherauch in Zukunft auf umfassende heit schafft und die Entwicklung Strukturreformen und eine nachder Kosten begrenzt. Außerdem haltige Haushaltskonsolidierung. bauen wir Subventionen ab und Das ist der einzige Weg, um aus der verpflichten die weitere Förderung Staatsschuldenkrise zu kommen. auf marktwirtschaftliche GrundEs gilt weiterhin unser Grundsatz: sätze. Wir binden die Bürger beim Solidarität gegen Solidität. Damit Ausbau der Erneuerbaren Energien bleibt Europa eine Stabilitätsunion ein und gestalten die Energiewenund keine Schuldenunion. de mit den Menschen in unserem Land. So bleibt unsere Energieversorgung sicher und bezahlbar und • Die Souveränität der Mitgliedstaaten und Regionen der Europägenießt gleichzeitig eine hohe geischen Union bleibt unangetastet. sellschaftliche Akzeptanz. Die CSU-Landesgruppe hat sich stets dafür eingesetzt im Koaliti• Der Länderfinanzausgleich wird onsvertrag festzuschreiben, dass reformiert. Der Freistaat Bayern Entscheidungen der Europäischen zahlt gegenwärtig rund die Hälfte Union nur unter enger Einbindes Länderfinanzausgleichs. Derdung der nationalen Parlamente zeit steuert Bayern in einem Jahr getroffen werden. Das Subsidiamehr bei als wir in sechzig Jahren ritätsprinzip wird weiterhin strikt insgesamt aus dem Länderfinanzeingehalten und die kommunale ausgleich bezogen haben. Das ist Selbstverwaltung beachtet. Daungerecht und leistungsfeindlich. durch bewahren wir die Vielfalt an Deshalb haben wir darauf gedrängt, Traditionen, Identitäten und Kultudie Finanzbeziehungen zwischen ren und entsprechen unserem LeitBund und Ländern bis spätestens bild eines Europas der Regionen. 2019 neu zu regeln. Unsere Klage

Kritisch betrachtet

CSU-Ortsverband

Stark für Unterföhring „Die staade Zeit!“

von Stefan Schnabel

von Betina Mäusel

Der CSU-Ortsverband Unterföhring hat am 18. November seine Gemeinderatsliste für die Kommunalwahlen am 16. März aufgestellt – eine starke Liste, mit zwei starken Frauen an der Spitze, dahinter bewährte Gemeinderäte, in Unterföhring verankerte Kandidaten, mitten aus der Bevölkerung, jung und alt, in Unterföhring aktiv, motiviert, mit hohem Potential, und bereit, sich für Unterföhring und seine Zukunft einzusetzen. Sie alle gehen entschlossen in die Kommunalwahlen 2014, setzen sich für Betina Mäusel als Bürgermeisterkandidatin, für die gemeinsame Gemeinderatsliste und vor allem für Unterföhring als ihre alte oder neue Heimat ein. Insgesamt geht es im Wahlkampf nicht um Lautstärke, nicht um „Säbelrasseln“, sondern um das „Wir“, das „Näher am Menschen“, die

Menschlichkeit im Umgang mitei- Schnabel, Platz 7 (47, Diplom-Ing. nander. univ.), Tobias Schöfbeck, Platz 12 (26, Bauingenieur), Lorenz IlmberDie Kandidatinnen und Kandidaten ger, Platz 4 (51, Landwirt, Gemeinim Einzelnen: derat), Manfred Axenbeck, Platz sitzend von links: Silke Golder, Lis- 3 (49, Schreinermeister, Gemeintenplatz 22 (57, Beamtin), Liliana derat), Alexander Mayer, Platz 14 Heinz, Platz 8 (43, Verkäuferin), Rita (36, Industriefachwirt), Gerd GaberKoller-Goertz, Platz 2 (63, Immobili- Rehm, Platz 19 (51, Malermeister), enmaklerin, Gemeinderätin, dritte Franz Brennberger, Platz 8 (21, Bürgermeisterin), Betina Mäusel, Anlagenmechaniker), Stephan HülPlatz 1 (44, Studiendirektorin), Gerlin- cker, Platz 17 (50, Leitender Angede Baumann, Platz 20 (63, 1. Aufnah- stellter), Christoph Schmidt, Platz meleiterin), Ina Pelka-Maier, Platz 15 18 (59, Verwaltungsbeamter), Josef (49, Realschul-Referendarin), Ebert, Platz 5 (53, Kaufmann, Gestehend von links: Franz Solfrank, meinderat), Dr. Günter Hauf, Platz Listenplatz 6 (52, Diplom-Volkswirt, 24 (68, Arzt). TV-Produzent), Walter Donaubauer, Nicht im Bild: Thomas Geier, Platz Platz 11 (68, Diplom-Rechtspfle- 13 (35, Fluggeräte-Techniker), Marc ger), Florian Rambold, Platz 10 (45, Jaenisch, Platz 23 (50, EinzelhanDiplom-Betriebswirt, Abteilungsdi- delskaufmann. rektor), Ulrich Linhart, Platz 16 (42, Ersatzkandidaten: Theresa Deckart Diplom-Kaufmann), Florian Hein- (26, Studentin) und Klaus Bachritz, Platz 21 (30, Lokführer), Stefan mann (57, Bilanzbuchhalter).

Langsam nähern wir uns wieder Bei der ganzen Hektik vergisst man dem Höhepunkt der „staaden Zeit“ - häufig das Wesentliche: der „heiligen Nacht“. Besinnliche Abende bei Dämmerlicht, knisterndes Feuer in der StuWEIT GEFEHLT! be, der Duft von Zimt und BratäpEines ist bei dieser voradventlichen feln aus dem Ofen, weihnachtliche Zeit ganz bestimmt nicht: „Staad.“ Geschichten. Ein Besuch auf dem örtlichen WeihRadio und Fernsehen propagieren nachtsmarkt, der so viel Stimmung die aggressivsten Werbekampag- verspricht. nen des ganzen Jahres: Das Bummeln durch weihnachtlich Beim Einkauf „Weihnachtsgeld“ erleuchtete Straßen, Kindernasen, kassieren oder „Eiskalt zuschlagen“ die sich an Schaufenstern platt drümit 0% Finanzierung. Die Finanzkri- cken, Kinderaugen, die heller leuchse und der Staatsbankrott brodeln ten als der Weihnachtsstern, der noch im Hintergrund, sie sind exis- Einkauf von Weihnachtsgeschentent, doch man hat sie verdrängt. ken in angenehmer heimischer UmStraßenblockaden wegen Einfüh- gebung, ein Plausch bei „Platzerl“ rung der Pkw-Maut, unfassbare Na- und Glühwein. turkatastrophen, Terroranschläge und Flüchtlingsdramen. Genießen Sie die Weihnachtszeit mit all Ihren Köstlichkeiten und TraDie längsten Koalitionsverhandlun- ditionen. Die Adventszeit und Weihgen aller Zeiten. Wann wird endlich nachten bringt uns einander näher regiert? und die Welt hält kurz den Atem an. Immer weniger Menschen kommen in der Adventszeit zur Ruhe, weil sie mit den Festvorbereitungen und dem Suchen nach dem passenden Geschenk ausgelastet sind.

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Ich wünsche Ihnen allen eine friedliche Adventszeit, ein schönes und friedvolles Weihnachtsfest und ein gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2014.

Servus unterföhring Ausgabe 1  

Die aktuelle Zeitung der CSU Unterföhring - hier die Ausgabe Weihnachten 2013. Viel Spaß beim Durchblättern!

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