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Business Network Switzerland Newsletter 19. Oktober 2010

Dieser Newsletter ist eine Publikation des Business Network Switzerland unter Mitwirkung der Netzwerkpartner SIHK (Schweizerische Industrie- und Handelskammern), Enterprise Europe Network (EEN) und Osec.

Aussenhandel KMU-Exportindikator 4. Quartal 2010: Wolken am Horizont Verhandlungsbeginn für das Freihandelsabkommen Schweiz-China: Termin steht fest Freihandelsabkommen EFTA-Albanien ab 1. November 2010 in Kraft Freihandelszone für südliches und östliches Afrika?

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Geschäftsmöglichkeiten und Investitionen Die innovativsten Länder im Bereich saubere Energien Ambulanzwagen für Jordanien Israel plant Bau eines neuen Fussballstadions Kasachstan: Ausbau der Pharmaindustrie

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Gesetze Incoterms aktualisiert Ukraine: Neues Vergaberecht nach EU-rechtlichen Vorgaben Saudi-Arabien: Registrierung ausländischer Ingenieure Indonesien erwägt weitere Liberalisierung des Pharmasektors

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Zölle USA streben vereinfachte Exportkontrolle an

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Steuern Rumänien streicht Mindeststeuer für Unternehmen

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Beziehungen Schweiz-EU Informationskampagne über die Bedeutung der CE-Kennzeichnung

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Publikationen Die weltweit attraktivsten Finanzzentren im Vergleich Wettbewerbsfähigkeit der Industriestandorte im internationalen Vergleich: Blick in die Zukunft

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Verschiedenes Die 100 grössten Softwarefirmen Europas

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Neue Bericht aus dem Aussennetz Polen: Entwicklung des Sanitärheizungs-Markts Wirtschaftszweige Deutschland Wirtschaftszweige Frankreich Wirtschaftszweige Brasilien Wirtschaftsbericht Indonesien Basisadressen Tschechien

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Veranstaltungen ICT-Cluster-Exkursion nach Karlsruhe und Kaiserslautern, 4. bis 6. November 2010

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Aussenhandel

KMU-Exportindikator 4. Quartal 2010: Wolken am Horizont Die Zuversicht bei den exportorientierten Schweizer KMU lässt nach. Vor dem Hintergrund einer zusehends schwächeren Auslandskonjunktur und einem immer stärkeren Schweizer Franken muss im 4. Quartal 2010 gemäss dem aktuellen KMU-Exportindikator der Credit Suisse und der Osec mit einer Verlangsamung des Exportwachstums gerechnet werden, Die Nachfrage nach Schweizer Produkten im Ausland dürfte gemäss Exportbarometer der Credit Suisse über die nächsten Monate weiter an Dynamik verlieren, aber im Vergleich zum Vorjahr noch im positiven Bereich bleiben. Noch stärker als die Auslandsnachfrage hat sich die Exportstimmung der Schweizer KMU abgekühlt. Sie erreicht gemäss einer Umfrage unter mehr als 200 Schweizer KMU auf der Skala der von der Osec erhobenen KMUExportperspektiven 47,0 von 100 möglichen Punkten. Im 3. Quartal lag der Wert noch bei 68,5 Punkten. Mitteilung Credit Suisse / Osec: „KMU-Exportindikator 4. Quartal 2010 – Exportstimmung deutlich verhaltener, starker Franken hinterlässt Spuren“ http://www.osec.ch/internet/osec/de/home/about_us/media/mediareleases/2 010.-ContentSlot-33950-ItemList-17790File.File.pdf/mm_Exportindikator_121020010_d.pdf KMU-Exportkoordinator 4. Quartal 2010 http://www.osec.ch/internet/osec/de/home/export/exportindikator/indikator.h tml Freihandelsabkommen EFTA-Albanien ab 1. November 2010 in Kraft Mit Inkrafttreten des Freihandelsabkommens zwischen der EFTA und Albanien am 1. November 2010 verfügen Schweizer Unternehmen im Handelsund Geschäftsverkehr mit Albanien wieder über gleich lange Spiesse wie ihre Konkurrenten aus der EU. In der Praxis bedeutet dies: •

Abschaffung der von Albanien bisher erhobenen Zölle auf Industrieerzeugnisse Schweizer Ursprungs

Zollkonzessionen auf diverse unverarbeitete Landwirtschaftsprodukte aus der Schweiz (insbesondere Käse).

Im Gegenzug verpflichtet sich die Schweiz, •

die Zölle auf sämtliche Industrieerzeugnisse albanischen Ursprungs zu streichen

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diversen Landwirtschaftsprodukte aus Albanien (vor allem Olivenöl und Trockenwürste) präferenziellen Marktzugang zu gewähren Mitteilung des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements: „Das Freihandelsabkommen EFTA-Albanien tritt am 1. November 2010 in Kraft“ http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=35523 Verhandlungsbeginn für das Freihandelsabkommen Schweiz-China: Termin steht fest Die Verhandlungen für ein bilaterales Freihandelsabkommen zwischen der Schweiz und China sollen Anfang 2011 aufgenommen werden. Angestrebt wird gemäss Mitteilung des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements ein möglichst umfassendes, den WTO-Regeln folgendes Abkommen, dass •

den Schweizer Unternehmen sowohl im Waren- als auch im Dienstleistungsverkehr diskriminierungsfreie Marktzugangsbedingungen sicherstellt

die Rechtssicherheit im wirtschaftlichen Austausch (zum Beispiel beim Schutz des geistigen Eigentums) stärkt

die Zusammenarbeit zwischen China und der Schweiz generell erleichtert und verbessert

zur nachhaltigen Entwicklung beider Länder und ihrer bilateralen Beziehungen beiträgt.

Mitteilung des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements EVD: „Verhandlungsmandat für Freihandelsabkommen Schweiz-China“ http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=35379

Freihandelszone für südliches und östliches Afrika? Südafrika hat eine Machbarkeitsstudie für den Aufbau einer Freihandelszone zwischen den Entwicklungs- und Wirtschaftsgemeinschaften SADC (Southern African Development Community: umfasst sämtliche afrikanischen Länder südlich des Äquators), EAC (East African Community: umfasst Kenia, Uganda, Tansania, Burundi und Ruanda) und COMESA (Common Market for Eastern and Southern Africa: umfasst zahlreiche Länder des östlichen und südlichen Afrikas von Libyen und Ägypten bis Sambia und Zimbabwe) in Auftrag gegeben. Die Studie soll eruieren, welches wirtschaftliche Potenzial einer solchen Freihandelszone inne wohnt und welche gesetzlichen und tarifären Rahmenbedingungen für deren Lancierung erfüllt sein müssen. Engineering News: “SA to study SADC, Comes, EAC free trade area” http://www.engineeringnews.co.za/article/sa-to-study-sadc-comesa-eacfree-trade-area-2010-10-12

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Geschäftsmöglichkeiten und Investitionen

Die innovativsten Länder im Bereich saubere Energien Seit der Verabschiedung des Kyoto-Protokolls im Jahr 1997 hat die Zahl der Patente auf neue Technologien im Bereich saubere Energien um jährlich 20% zugenommen. 80% der Innovationen kommen dabei aus Japan, den USA, Deutschland, Südkorea, Frankreich und Grossbritannien, wie aus einer aktuellen Studie des Europäischen Patentamts EPA hervorgeht. Die Schweiz gehört zwar nicht zu den ganz grossen Playern, rangiert aber im EPA-Ranking der Länder mit den meisten Patenten auf saubere Energietechnologien nur knapp hinter den Top Ten auf Platz elf, mit Potenzial nach oben. Am besten schneidet die Schweiz im Bereich Fotovoltaik ab, in dem Japan, die USA, Deutschland, Südkorea und Frankreich führend sind. Die führenden Nationen in den anderen Clean Energy Technologies (CET) sind: •

Solare Wärmeenergie: Deutschland, USA, Japan, Frankreich, Italien

Windenergie: Deutschland, USA, Japan, Dänemark, Spanien

Geothermische Energie: USA, Deutschland, Japan, Israel, Kanada, Österreich

Wasser-/Meeresenergie: USA, Deutschland, Japan, Grossbritannien, Frankreich

Biomasse: USA, Deutschland, Japan, Frankreich, Grossbritannien

CO2-Abscheidung: USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Grossbritannien

CO2-Speicherung: USA, Frankreich, Japan, Deutschland, Grossbritannien, Kanada, Norwegen

IGCC (Gas-Dampf-Prozess mit vorgeschalteter Brennstoffvergasung): USA, Japan, Deutschland, Grossbritannien, Schweden, Finnland.

Gemäss der EPA-Studie haben die CET-Patente zumindest bezüglich Wachstumsquote die Patente auf Technologien im Bereich der traditionellen Energiequellen (fossile Brennstoffe, Kernenergie) bereits hinter sich gelassen. Allerdings lässt die Transparenz des Angebots und die Zahl der Lizenznehmer in einzelnen Ländern noch zu wünschen übrig, was das EPA veranlasst hat, im Rahmen der Studie eine benutzerfreundliche und öffentlich zugängliche Datenbank („Esp@cenet“) aufzubauen, die den kostenlosen 4


Zugriff auf sämtliche eingereichten Patente für saubere Energietechnologien ermöglicht. Damit hofft das EPA, eine weitere Brücke zwischen Technologieanbietern und potenziellen Lizenznehmern zu schlagen. Europäisches Patentamt: „Wichtige Studie zum Stand der Technik bei den erneuerbaren Energien zeigt Potenzial für den Klimaschutz auf“ http://www.epo.org/aboutus/press/releases/archive/2010/20100930_de.html Datenbank Esp@cenet http://ep.espacenet.com/?locale=de_EP Israel plant Bau eines neuen Fussballstadions Der israelische Fussballverband plant den Bau eines neuen Nationalstadions mit 60'000 Sitzplätzen. Kostenpunkt: rund USD 250 Mio. Gebaut wird die neue Fussballarena an der Stelle des heutigen Nationalstadions in Ramat Gan bei Tel Aviv. Die Eröffnung des Stadions, das auch als Handels- und Freizeitzentrum dienen soll, ist auf die Spielzeit 2016/2017 vorgesehen. Haaretz.com: Soccer / New national soccer stadium deal sealed http://www.haaretz.com/print-edition/sports/soccer-new-national-soccerstadium-deal-sealed-1.314683?localLinksEnabled=false

Ambulanzwagen für Jordanien Die Schweiz und Jordanien haben anlässlich eines Staatsbesuchs von Bundespräsidentin Doris Leuthard ein Projektabkommen zur Verbesserung des jordanischen Rettungswesens unterzeichnet. Das Projekt im Umfang von CHF 18 Mio. beinhaltet unter anderem die Lieferung rund 100 Ambulanzfahrzeugen. Mitteilung des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements EVD: „Die Schweiz unterstützt das Rettungswesen in Jordanien“ http://www.news.admin.ch/message/?lang=de&msg-id=35430 Kasachstan: Ausbau der Pharmaindustrie Kasachstan will bis 2014 50% des mengenmässigen Inlandbedarfs an Pharmazeutika in Eigenproduktion decken können. Dazu bedarf es eines umfassenden Ausbaus der einheimischen Pharmaindustrie. Geplant sind gemäss einem jüngst veröffentlichten Entwicklungsprogramm: • • • •

Bau von neun neuen Produktionsanlagen Modernisierung von sechs bestehenden Anlagen Einführung des Qualitätsstandards GMP (Good Manufacturing Practice) Aus- und Weiterbildung von 400 Fachkräften.

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Bei der Realisierung des kasachischen Ausbauprogramms für die lokale Pharmaindustrie wird die zentralasiatische Republik weitgehend auf ausländische Importe angewiesen sein wird. Branchenkenner gehen davon aus, dass im kasachischen Arzneimittelmarkt auch nach Abschluss des Ausbauprogramms ausländische Importprodukte dominieren werden: Deren wertmässiger Anteil von gegenwärtig knapp 90% dürfte nur unwesentlich sinken. Der grösste Zuwachs an inländischen Produkten wird nach Ansicht der Experten auf die Herstellung pflanzlicher Präparate entfallen. Der kasachische Arzneimittelmarkt verfügt derzeit über ein Volumen von USD 1 Mrd. und befindet sich – im Gleichschritt mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes – seit geraumer Zeit in stetem Wachstum. Gegenwärtig darf Kasachstan pharmazeutische Produkte und Fertigarzneimittel noch zollfrei einführen. Als Mitglied der Zollunion mit Russland und Weissrussland hat es sich jedoch dazu verpflichtet, für Arzneimittel ab 2014 einen Zollsatz von 5% zu erheben, der im darauf folgenden Jahr gleich nochmals – auf 10% bis 15% – angehoben werden muss. Forbes.com: Research and Markets – Kazakhstan Pharmaceuticals and Healthcare http://www.forbes.com/feeds/businesswire/2010/09/16/businesswire145445 874.html Ministry of Public Health of the Republic of Kazakhstan: “State Pharmaceutical Program has been Developped” http://infohealth.kz/wps/portal/MZ_News_en?WCM_GLOBAL_CONTEXT=/wps/wcm/ connect/MZLibraryEN/MZ/NewsSiteArea/News%20130 Kazakhstan Today: “Program of modernization and construction of pharmaceutical enterprises confirmed” http://www.kt.kz/?lang=eng&uin=1133435548&chapter=1153521479

Gesetze

Incoterms aktualisiert Die siebte Revision der Incoterms konnte im September erfolgreich abgeschlossen werden. Incoterms 2010 soll ab 1. Januar 2011 in Kraft treten. Die weltweit anerkannten Internationalen Handelsklauseln, auf Englisch „International Commercial Terms“, kurz und geläufig „Incoterms“ berücksichtigen in der Ausgabe 2010 neu auch die in letzten Jahren erhöhten Anforderungen an die Frachtsicherheit und die wachsende Bedeutung von E-Commerce bei grenzüberschreitenden Handelstransaktionen. Zudem zeichnet sich Incoterms 2010 durch einen vereinfachten und transparenteren Aufbau aus. So wurden die Klauseln teilweise neu strukturiert

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(z. B. partiell multimodale Anwendung / getrennte Auflistung der für den See- und Binnenschiffstransport geltenden Klauseln). International Chamber of Commerce ICC Switzerland: „Incoterms – Revision der Handelsklauseln für eine globalisierte Welt“ http://www.icc-schweiz.ch/e/news/Seiten/detail.aspx?ItemID=75 Ukraine: Neues Vergaberecht nach EU-rechtlichen Vorgaben In der Ukraine ist am 30. Juli 2010 ein neues Gesetz über das staatliche Beschaffungswesen in Kraft getreten. Es entspricht in weiten Teilen den Vorgaben der WTO und der Europäischen Kommission und soll den ausländischen Bietern gleich lange Spiesse in die Hand geben. Das neue Gesetz verpflichtet nämlich explizit zur Gleichbehandlung von in- und ausländischen Bietern. Nicht alle öffentlichen Beschaffungen fallen jedoch unter das neue Vergaberecht. Davon ausgenommen sind zum Beispiel Ausschreibungen von Dienstleistungen und Tenders im Zusammenhang mit der Euro 2012 sowie Beschaffungen durch diverse staatliche Unternehmen (Energie, Bahn, Post, Netzmonopolisten, Wasser). Germany Trade and Invest GTAI: „In der Ukraine soll mit der Bevorzugung inländischer Bieter Schluss sein: Vergaberechtsnovelle Ende Juli 2010 in Kraft getreten“ http://www.gtai.de/fdb-SE,MKT201009168009,Google.html Saudi-Arabien: Registrierung ausländischer Ingenieure Ausländische Ingenieure müssen sich zur Beantragung oder Verlängerung einer Aufenthaltsgenehmigung in Saudi-Arabien neuerdings beim Saudi Council of Engineers registrieren lassen. Bei der Registrierung geht es vor allem um die Überprüfung der fachlichen Qualitäten der Antragsteller, die den Vorgaben des Saudi Council of Engineers genügen müssen. Arab News.com: All expat engineers have to register with SCE http://arabnews.com/saudiarabia/article113870.ece

Indonesien erwägt weitere Liberalisierung des Pharmasektors Indonesien plant die Aufhebung der bisher für Ausländer geltenden maximalen Kapitalbeteiligung von 75% an vor Ort tätigen Pharmaunternehmen. Künftig sollen auch für ausländische Investoren 100%-Beteiligungen in der Arzneimittelbranche möglich sein. Das indonesische Gesundheitsministerium arbeitet derzeit an einer entsprechenden Gesetzesvorlage.

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Zölle

USA streben vereinfachte Exportkontrolle an Die USA planen eine Reform der Exportkontrolle. Auch das Weisse Haus mischt dabei kräftig mit und präsentierte anlässlich der Jahrestagung der US-Exportkontrollbehörde BIS (Bureau of Industry and Security) ein Konzept zur Vereinheitlichung und Vereinfachung der Exportkontrolle, insbesondere von Gütern, die zum Re-Export bestimmt sind. Kernpunkt des vom US-Präsidenten vorgestellten Konzepts ist die Abschaffung und Zusammenführung der beiden bestehenden und bei weitem nicht deckungsgleichen Kontrolllisten Commerce Control List und US Munitions List in eine einzige, sogenannt positive Kontrollliste, auf deren Basis für den Re-Export von sensitiven Gütern strengere Vorschriften angewendet und bei weniger kritischen Waren einfachere Verfahren angestrengt werden sollen. Bureau of Industry and Security: “President Obama Lays the Foundation for a New Export Control System to Strengthen National Security and the Competitiveness of Key U.S. Manufacturing and Technology Sectors” http://www.bis.doc.gov/news/2010/white_house_fact_sheet.htm

Steuern

Rumänien streicht Mindeststeuer für Unternehmen Rumänien hat die im Frühling 2009 eingeführte Mindeststeuer für Unternehmen mit sofortiger Wirkung wieder abgeschafft. Für die letzten drei Monate des Jahres 2010 soll nur noch die übliche Gewinnsteuer erhoben werden. Allerdings beabsichtigt Bukarest ab Anfang 2011 die Erhebung einer Pauschalsteuer, die – anders als bei der Mindeststeuer – nicht mehr alle in Rumänien gemeldeten Unternehmen in die Fiskalpflicht nimmt, sondern nur noch jene Wirtschaftsbereiche, in denen besonders häufig Steuern hinterzogen werden, namentlich im Hotel- und Restaurantgewerbe.

Beziehungen Schweiz - EU

Informationskampagne über die Bedeutung der CE-Kennzeichnung Die Europäische Kommission und die EFTA haben gemeinsam eine Informationskampagne über die handelspolitische und wirtschaftliche Relevanz der CE-Kennzeichnung lanciert. Auch für die Schweiz und die Schweizer Wirtschaftsteilnehmer ist die CEKennzeichnung im Zusammenhang mit den Regeln des bilateralen Abkom-

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mens über die gegenseitige Anerkennung von Konformitätsbewertungen zwischen der Schweiz und der EU von wesentlicher Bedeutung. Verschafft doch die CE-Kennzeichnung Zugang zum gesamten europäischen Binnenmarkt, ohne dass Einzelgenehmigungen bei den diversen nationalen Behörden eingeholt werden müssen. Dadurch wird laut Schreiben des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO bei gleichbleibend hohen Standards der mit einer Konformitätsbewertung verbundene finanzielle und sonstige Aufwand gesenkt. Gegenwärtig ist die CE-Kennzeichnung in 23 Produktkategorien (u.a. Spielzeug, Elektroartikel, Maschinen, Schutzausrüstungen, Aufzüge) vorgeschrieben. Um eine CE-Kennzeichnung zu erhalten, muss der Hersteller für die zu exportierenden Produkte vorgängig • • •

eine Konformitätsbewertung durchführen die erforderlichen technischen Unterlagen bereit stellen eine EG-Konformitätsabklärung abgeben.

Staatssekretariat für Wirtschaft SECO: „Die CE-Kennzeichnung – Ihr Schlüssel zu Europas Märkten“ http://www.seco.admin.ch/themen/00513/00730/01217/index.html?lang=de &download=NHzLpZeg7t,lnp6I0NTU042l2Z6ln1acy4Zn4Z2qZpnO2Yuq2Z6 gpJCFen9_gGym162epYbg2c_JjKbNoKSn6A-Staatssekretariat für Wirtschaft SECO: Mutual Recognition Agreements (Produktanforderungen für Schweizer Exportwaren) http://www.seco.admin.ch/themen/00513/00730/01217/index.html?lang=de

Publikationen

Wettbewerbsfähigkeit der Industriestandorte im internationalen Vergleich: Blick in die Zukunft China, Indien und Südkorea werden gemäss dem aktuellen Global Manufacturing Competitiveness Index (GMCI) von Deloitte auch in fünf Jahren noch die weltweit beliebtesten Industriestandorte sein, während vor allem die westeuropäischen Staaten weiter an Boden verlieren dürften. Hinter China, Indien und Südkorea dürften in fünf Jahren folgende Nationen zu den führenden Industriestandorte gehören: Brasilien, USA, Mexiko, Japan, Deutschland, Polen und Thailand. Eine stark verbesserte Wettbewerbsfähigkeit als Industriestandort wird bis 2015 vor allem für Thailand, Spanien, Russland und Südafrika erwartet. An Attraktivität verlieren insbesondere die Schweiz, Singapur, Grossbritannien, Irland und Belgien.

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Wichtigste Voraussetzungen für eine erhöhte Wettbewerbsfähigkeit (in absteigender Folge) sind gemäss dem GMCI, der auf den Resultaten einer Umfrage unter 400 international tätigen Konzernen beruht: • • • • • • • • • •

Innovationspotential Arbeits- und Materialkosten Energiekosten / Energiepolitik wirtschaftliche Rahmenbedingungen (Steuern, Finanzen, Handel) Qualität der Infrastruktur staatliche Investitionen gesetzliche und regulatorische Rahmenbedingungen Zulieferer wirtschaftliche Entwicklung vor Ort Qualität des Gesundheitssystems.

Deloitte: 2010 Global Manufacturing Competitiveness Index http://www.deloitte.com/view/en_GX/global/industries/manufacturing/a1a52 c646d069210VgnVCM200000bb42f00aRCRD.htm

Verschiedenes

Die 100 grössten Softwarefirmen Europas Die europäische Software-Industrie blüht. Im Jahresvergleich hat sie um 8,4% zugelegt. Die Schweizer Branchenunternehmen halten gut mit. Im ersten Halbjahr 2010 verzeichneten sie ein Wachstum von 8%. Vier in der Schweiz ansässige Unternehmen haben es unter die ersten Hundert im Truffle-Ranking der grössten europäischen Software-Unternehmen geschafft: • • • •

Temenos Group (17.) Swisslog (48.) ERI Bancaire (50.) Crealogix (85.).

Angeführt wird die Rangliste vom deutschen Branchenriesen SAP, gefolgt von Sage (GB) und Dassault Systèmes (F). 25 der hundert grössten Software-Unternehmen sind in Grossbritannien zuhause, 21 in Frankreich und 12 in Deutschland. Auch die skandinavischen Länder sind in der Rangliste gut vertreten: Schweden mit acht, Norwegen mit sechs und Finnland mit fünf Unternehmen. Truffle 100: Top 100 European Software vendors: the best software companies http://www.truffle100.com/ Sieber&Partners: „Software – Die Tigerbranche der Schweiz (Swiss Software Index SSII)“ http://swissmadesoftware.org/documents/ssii-press-de.pdf

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Die weltweit attraktivsten Finanzzentren im Vergleich London, New York, Hong Kong und Singapur führen im aktuellen Global Financial Centres Index (GFCI) das Ranking der attraktivsten Finanzzentren an. Auffallend im GFCI-Ranking ist die um 21 Punkte verbesserte Bewertung für den Finanzplatz Hong Kong, der damit auch Rating-mässig den TopStandorten London und New York immer näher rückt. Shanghai konnte sich gar um 25 Rating-Punkte nach oben verbessern und stiess damit auf den sechsten Platz und erstmals in die Top Ten vor. Boden gut gemacht haben auch Tokio und Seoul, das es zum ersten Mal unter die besten 25 schaffte. Weniger gut erging es den Schweizer Finanzzentren Zürich und Genf, die um 8 respektive 10 Punkte schlechter abschnitten als im Vorjahr und um je einen Rang auf den 8. bzw. 9. Platz zurück fielen. Rating-mässig noch weit stärker zurückgestuft wurden unter anderem die Kanalinseln Guernsey und Jersey, die Isle of Man, die Cayman Islands, Oslo, Helsinki, die Bahamas und Tallinn. Z/Yen Group/Long Finance: Global Financial Centres Index 8 (kurze Zusammenfassung) http://www.zyen.com/GFCI/Press%20Release%20GFCI%208%20200910.p df Long Finance: Global Financial Centres Index 8 (vollständige Fassung) http://www.zyen.com/PDF/GFCI%208.pdf

Neue Berichte aus dem Aussennetz

Polen: Entwicklung des Sanitärheizungs-Markts 30 Seiten starke Analyse des polnischen Sanitärheizungs-Markts (mit Markttrends in ausgewählten Warengruppen): Der rückläufige Trend im polnischen Sanitärheizungs-Markt hat sich gemäss dem von der Osec publizierten Bericht im laufenden Jahr verlangsamt; leichte Wachstumstendenzen zeichnen sich ab. Der Markt für Sanitär-Heizung im Jahr 2009 – Wie sieht die weitere Entwicklung aus? http://www.osec.ch/internet/osec/de/home/export/countries/pl/export/econo mic_report.-RelatedBoxSlot-15131-ItemList-93576File.File.pdf/plmarkt_sanitarheizung_osec.pdf

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Wirtschaftszweige Deutschland Deutschland hat sich nach der erfolgreich überstandenen Wirtschaftskrise zum Wachstumsmotor der Eurozone entwickelt. http://www.osec.ch/internet/osec/de/home/export/countries/de/export.ContentSlot-35701-ItemList-82533File.File.pdf/WZ_1009_D_Wirtschaftszweige-Deutschland.pdf

Wirtschaftszweige Frankreich Auch in Frankreich hatten die führenden Wirtschaftszweige im Krisenjahr 2009 hartes Brot zu beissen. http://www.osec.ch/internet/osec/de/home/export/countries/fr/export.ContentSlot-35701-ItemList-16624File.File.pdf/WZ_1010_F_Wirtschaftszweige-Frankreich.pdf Wirtschaftszweige Brasilien Die Importnachfrage hat in Brasilien im Zuge des konjunkturellen Aufschwungs und der erstarkenden Landeswährung sprunghaft zugenommen. http://www.osec.ch/internet/osec/de/home/export/countries/br/export.ContentSlot-35701-ItemList-70194File.File.pdf/WZ_1009_D_Wirtschaftszweige-Brasilien.pdf Wirtschaftsbericht Indonesien Indonesien hat die Wirtschaftskrise gut überstanden und bereits in den letzten beiden Quartalen des vergangenen Jahres wieder zu einem signifikanten BIP-Wachstum zurück gefunden. http://www.osec.ch/internet/osec/de/home/export/countries/id/export/econo mic_report.html

Basisadressen Tschechien Wichtige Kontaktadressen für Schweizer Unternehmen im Verkehr mit Tschechien. http://www.osec.ch/internet/osec/de/home/export/countries/cz/export.ContentSlot-26999-ItemList-7651-File.File.pdf/BA-1009_D_BasisadressenTschRep.pdf

Veranstaltungen

ICT-Cluster-Exkursion nach Karlsruhe und Kaiserslautern, 4. bis 6. November 2010 Die von der tcbe.ch (ICT Cluster Bern) organisierte Exkursion steht unter dem Motto „Visualisierung und Gesundheit“. Besucht werden unter anderem das Zentrum für Kunst und neue Medien, das Ambient Assistant Living 12


Lab, das Deutsche Institut für künstliche Intelligenz und die Human Solutions AG (Body Scanner). Weitere Informationen / Anmeldung http://www.tcbe.ch/index.php?section=news&cmd=details&newsid=23&teas erId=1

Impressum Herausgeber: Business Network Switzerland, Stampfenbachstrasse 85, Postfach 2407, CH-8021 Zürich Verantwortlich: Roland Meier, Medien & Kommunikation, Tel. ++41 44 365 53 22 Copyright © 2009, Zürich, Lausanne, Lugano. Nachdruck mit Quellenangabe gestattet

Quellen Staatssekretariat für Wirtschaft (seco), Schweizer Exportrisikoversicherung (serv), Eidg. Zollverwaltung (ezv), Mitteilungen von Schweizerischen Vertretungen im Ausland (bns), European Enterprise Network (een), bilaterale und kantonale Industrieund Handelskammern (ihk), diverse Schweizer und internationale Branchenverbände (pd), Nachrichten für Aussenhandel (na), Germany Trade and Invest (gtai), Europäische Kommission (kom), Integrationsbüro EDA/EVD (eda/evd), Pressedienste/Infos aus diversen Medien (pd), internationale Organisationen wie UNO, WTO, UNCTAD, EBRD, ICC.

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Osec BNS Newsletter Nr. 123