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w w w. o s c a r- a m - f r e i t a g . d e Ausgabe 3 · 19. Jahrgang · 29. März 2019

ihr Zentrum für Vital und rehasport DAS MAGAZIN FÜR DIE STADT UND DEN LANDKREIS GOTHA Neue Gemeinde: Die ersten 100 Tage bilanzierte der Drei-GleichenBürgermeister Jens Leffler. S. 5

Neue Zahlen: Jörg Krieglstein von der Kreissparkasse Gotha zog jüngst Bilanz. Und fand klare Worte: S. 6 Foto: Landratsamt Gotha / Lutz Ebhardt

Neuer Start: Aus dem Gothaer Citylauf wird der Gothaer Schlossparklauf. Alles Wichtige auf S. 4

Mann für das schwarze Gold Der Gothaer Dirk Ebert gründete eine Kaffee-Rösterei und startet am Nelkenberg richtig durch. Was das mit dem Zufall zu tun hat, lesen Sie auf S. 15.

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Ausgabe 85

29. März 2019

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Metropolen der Ostsee entdecken Kommen Sie mit auf unsere exklusive Gruppenreise mit der MSC Meraviglia Unsere Reiseziele: Kopenhagen: Kopenhagen, Dänemarks Hauptstadt, liegt auf den küstennahen Inseln Seeland und Amager. Über die Öresund-Brücke ist die Stadt mit Malmö in Südschweden verbunden. In Indre By, der historischen Altstadt, befindet sich Frederiksstaden, ein Rokokoviertel mit dem Schloss Amalienborg, Residenz der königlichen Familie. In der Nähe liegen das Schloss Christiansborg und inmitten von Gärten das Renaissanceschloss Rosenborg, das die Kronjuwelen beherbergt. Schärengarten vor Toku, Foto: Manuela Spottke

Termin: 30.05. – 06.06.2020 inklusive Busanreise ab/bis Gotha inklusive Reisebegleitung von Manuela Spottke Einreisedokumente: Reisepass, mind. 6 Monate über das Rückreisedatum hinaus gültig

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Helsinki: Helsinki, die finnische Hauptstadt im Süden des Landes, liegt auf einer Halbinsel am Finnischen Meerbusen. An der Hauptstraße Mannerheimintie befinden sich Institutionen wie das Nationalmuseum, das die finnische Geschichte von der Steinzeit bis in die Gegenwart nachzeichnet, das imposante Parlamentsgebäude und das Kiasma, ein Museum für zeitgenössische Kunst. Die geschmückte Uspenski-Kathedrale aus roten Ziegeln bietet einen Blick auf den Hafen. St. Petersburg: Sankt Petersburg ist eine russische Hafenstadt an der Ostsee. Sie diente über zwei

Jahrhunderte als Hauptstadt des Zarenreichs und wurde 1703 von Peter dem Großen gegründet, der im Wahrzeichen der Stadt, dem bronzenen Reiterstandbild, verewigt wurde. Die Stadt ist auch weiterhin das kulturelle Zentrum Russlands, unter anderem mit dem hochmodernen Mariinski-Theater mit Opernund Ballettaufführungen und dem Russischen Museum, in dem russische Kunst von orthodoxen Ikonen bis zu den Werken Kandinskys gezeigt wird. Tallinn: Tallinn, die Hauptstadt Estlands, liegt an der Ostsee und ist das kulturelle Zentrum des Landes. Bekannt sind vor allem die von einer Stadtmauer umschlossene, kopfsteingepflasterte Altstadt mit zahlreichen Cafés und Geschäften sowie der Verteidigungsturm Kiek in de Kök aus dem 15. Jh. Der historische Rathausplatz Tallinns wird vom gotischen Rathaus mit einem 64 m hohen Turm dominiert, das im 13. Jh. errichtet wurde. Die Nikolaikirche, ein Wahrzeichen aus dem 13. Jh., zeigt kirchliche Kunst. An den beiden Seetagen genießen wir das umfangreiche kulinarische und kulturelle Bordleben. Ich freue mich auf Sie! Ihre Manuela Spottke

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SEITE DREI

Edito

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rial

Zellers Welt

Liebe Leser, liebe Leserinnen, die spannenste Wahl-Geschichte dieses Frühjahrs wird ohne Zweifel die Bürgermeister-Wahl in der Gemeinde Nessetal. Bisher haben – nach unseren Informationen – vier Kandidaten ihren Hut in den Wahlkampfring geworfen: Martina Rieke (Wangenheim/ CDU), Claudia Knakowski (Bufleben/SPD), Evan Marie Schuchardt (Remstädt/FWG) und Lothar Rausch (Haina, Wir für das Nessetal). Grund genug für uns, hier bereits anzukündigen, dass wir vor der Wahl zur Podiumsdiskussion in das Bürgerhaus Zur Linde in Bufleben einladen werden. Und hoffen natürlich auf eine große Resonanz. Demokratie lebt schließlich vom Mitmachen. Überall. Maik Schulz

OSCAR AM FREITAG PRÄSENTIERT D E N 1 . G OT H A E R A LT H E R R E N - C U P Die Initiative ging von Dirk Stiehm von der Spielvereinigung Siebleben 06 aus. Sein Ziel: Trainingsspiele mit Spaß und Regelmäßigkeit, ohne gleich in den festen Wettkampfcharakter zu kommen. Und weil die Seniorenteams im Landkreis Gotha keine regelmäßigen Wettbewerbe mehr haben, fand der Coach der Siebleber Alten Herren für die Premiere des 1. Gothaer Altherren-Cups gleich vier Mitstreiter: Dabei sind in diesem Jahr Fortuna Remstädt, der FSV Wacker 03 Gotha/Sundhausen, der SV Westring Gotha und der VfL Eintracht 67 Gotha. Die Spielrunde beginnt am 12. April 2019 mit den Gothaer Derbys zwischen Siebleben und Eintracht 67 sowie Wacker 03/Sundhausen und Westring Gotha. Die Spiele beginnen jeweils um 18 Uhr. Präsentiert wird der 1. Gothaer Altherren-Cup von Oscar am Freitag. ms

HORST GROENER PRÄSENTIERT „AUSPROBIERT” Horst Gröner hat vor wenigen Wochen seinen dritten und letzten Band „Ausprobiert“ vorgelegt (1. Auflage 2018, 108 Seiten, 11,50 Euro / ISBN 978-3947492-07-7) und nimmt die Leser auf eine sehr genüssliche Wanderung durch Thüringen mit. Wie schon in Band 1 und Band 2 hat der Autor insgesamt 25 gastronomische Einrichtungen in und um Gotha in einem kleinen Buch zusammengefasst. Auch der nunmehr dritte und letzte Band, der jetzt erschienen ist, läuft unter dem Namen „Ausprobiert“. Seit dem Jahr 2015 ist der heute 75-Jährige in der Gothaer Region und darüber hinaus unterwegs – immer auf der Suche nach einer neuen genussvollen Attraktion und einem interessanten Wandertipp. Lesenswert! red

RÄTSELGEWINNER Des Rätsels Lösung („Zungenverknoter“) der vergangenen Ausgabe beschert Dagmar Wieland aus Bad Tabarz einen Verzehrgutschein in Höhe von 25 Euro für den Pub „The Londoner“ in Gotha. Herzlichen Glückwunsch! Bitte melden Sie sich in der Redaktion unter Tel.: 03621 211900.

IMPRESSUM Ausgabe Gotha Auflage: 64.200 Exemplare Verbreitung: Landkreis Gotha Beliefert werden kostenlos alle erreichbaren Haushalte des Landkreises Gotha. Ein Rechtsanspruch auf Belieferung besteht nicht. Herausgeber: MSB Verlags-, Vertriebs- und Werbe GmbH & Co. KG; Oststr. 51a; 99867 Gotha Verlag Geschäftsführung: Maik Schulz (V.i.S.d.P.) Telefon: (03621) 211 90 - 0 Fax: (03621) 211 90 -19 Internet: www.oscar-am-freitag.de E-Mail: verlag@oscar-am-freitag.de Projektleitung Gotha: Andrea Fanselau Anzeigenleitung: Andrea Fanselau E-Mail: anzeige@oscar-am-freitag.de Redaktionsleiter: Maik Schulz E-Mail:

redaktion@oscar-am-freitag.de

Technik/Satz: msb kommunikation, Gotha Druck: ORD GmbH, Alsfeld Vertrieb: MSB VVW GmbH & Co. KG, Blitz Es gilt die Preisliste 01/18 vom März 2018

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OSCARS LAUF-TIPP

Muttertags-Neustart im Park DER GOTHAER SCHLOSSPARKLAUF HOFFT BEI PREMIERE AUF VIELE LAUF-FANS Nach 25 Jahren gibt es beim Gothaer Citylauf eine Zäsur. Nicht nur ein Ortswechsel steht in diesem Jahr beim größten Gothaer Laufereignis auf dem Programm. Der Citylauf hat in diesem Jahr auch einen anderen Namen: Gothaer Schlossparklauf. Für die Namensänderung hat sich Ralf Volbeding stark gemacht, vor einem Vierteljahrhundert einer der Mitbegründer des Gothaer Citylaufs. Und Klaus Breitsprecher als Vorsitzender des Ausrichters LV Gothaer Land sieht die Änderung als Chance, neue Läufer für den Hauptlauf anzulocken. „Die neue Strecke im Schlosspark ist für Läufer attraktiver. Die starken Anstiege des bisherigen Laufes fallen aus, auch das Kopfsteinpflaster-Thema ist weg.” Die Gothaer Organisatoren hoffen nun, dass mehr Amateurläufer wieder den Weg in die Residenzstadt finden. Zur Änderung waren Organisatoren um Org-Chefin Kathrin Jungheinrich vom LV Gothaer Land ohnehin gezwungen: Die geplanten Baumaßnahmen auf dem Gothaer Hauptmarkt lassen in den nächsten Jahren die alte Streckenführung ohnehin nicht mehr zu. Für Klaus Breitsprecher war

anstaltung am 12. Mai über die Bühne gehen. Auch der Sponsor bleibt an Bord: Die Kreissparkasse Gotha unterstützt das Gothaer Laufereignis weiterhin.

klar: „Warum also nicht gleich Nägel mit Köpfen machen und auch auf viele Wünsche und Anregungen der Läufer reagieren?”

war eine gewünschte Einbeziehung des Englischen Gartens nicht möglich", bedauert Breitsprecher. Dem Laufspaß im Park tue das aber keinerlei Abbruch.

Für Volbeding war die Namensänderung dabei ein wichtiger Aspekt: „Wir wollen den Läufern den Neubeginn auch vor Augen führen, damit sie sich mit dem neuen Chrarakter der Strecke beschäftigen. Das ist gelungen”, freut sich der Citylauf-Gründer, der im Org-Team immer noch dabei ist.

Unabhängig davon: Viele Traditionen des Citylaufes setzen sich selbstverständlich beim Schlossparklauf fort. Vorbereitet werden neben dem zehn Kilometer langen Hauptlauf wieder Strecken für den Bambinolauf (400 m), die Schulstaffeln (490 mRunde) und die Schülerläufe (AK 9-11 auf 1,2 km, AK 12 - U20 auf 2,4 km). Auf der Hauptlaufstrecke wird es auch wieder die in den vergangenen Jahren immer beliebter gewordene JedermannStaffel (3 x 3,3 km) geben. Das Traditionsdatum der Veranstaltung – der Muttertags-Sonntag – ändert sich ebenso nicht. In diesem Jahr wird die Ver-

Was ändert sich? Start und Ziel des Laufes ist jetzt am Schlossplatz unmittelbar vor dem Herzoglichen Museum. Die Parkallee wird während der Veranstaltung natürlich gesperrt. Die Strecken führen überwiegend durch den Park von Schloss Friedenstein. "Leider

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Für das gesamte Rahmenprogramm ist der Rosengarten gegenüber dem Herzoglichen Museum vorgesehen. Auf den das Museum flankierenden Parkplätzen bieten die Organisatoren in diesem Jahr interessierten Vereinen die Möglichkeit, sich den hoffentlich zahlreichen Aktiven und Zuschauern zu präsentieren. Anmeldungen an das Org.-Team sind per Mail (citylaufgotha@t-online.de) möglich. Eine neue Website (www.lvgothaerland. de) komplettiert die Möglichkeit, alle Informationen zum Lauf abzurufen. Laufinteressenten können sich online für die verschiedenen Läufe anmelden. Wichtig für Lauffans: Natürlich ist der Hauptlauf auch wieder Bestandteil des Thüringer Klassiker-Cups: In der 22. Auflage dieser Laufserie können die Läufer bei neun verschiedenen Laufveranstaltungen Punkte für die Gesamtwertung sammeln! Maik Schulz

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OSCARS ORTSBESUCH

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Gemeinsame Identität IN LANDGEMEINDE DREI GLEICHEN GEHT ALLES SEINEN GUTEN GANG Ortsbesuch bei Jens Leffler. Wie hat der Mann sein 100-Tage-Jubiläum als Bürgermeister der Landgemeinde Drei Gleichen mit Günthersleben-Wechmar gefeiert. Ein Stimmungsbericht… Um es gleich zu sagen: Die Stimmung des Bürgermeisters Jens Leffler ist bestens. Was auch am beschlossenen Haushalt der Landgemeinde liegt. Bereits im Februar wurde der erste gemeinsame Haushalt für die acht Ortsteile auf den Weg gebracht. Einstimmig beschlossen die Mitglieder des Gemeinderates dabei auch die Haushaltssatzung für das Haushaltsjahr 2019 und den Finanzplan für die Jahre bis 2022. „Ein wichtiger, wirklich richtungsweisender Schritt für uns”, meint Leffler, der sich freut, dass „nun Klarheit herrscht! Der Haushalt legt wesentliche Investitionen fest und senkt die Verschuldung unserer Gemeinde weiter.” Leffler sieht die Entwicklung einer gemeinsamen Identität der Landgemeinde als großes Ziel – und zwar in einem Umfang, der den Orten natürlich ihre Individualität im Thüringer Burgenland erhält. „Ich möchte mich dafür einsetzen, dass wir unser Zusammengehörigkeitsgefühl stärken.” Ein wichtiger Schritt war für Leffler auch der Umbau der Verwaltungsstruktur der Landgemeinde. Der Sitz der Gemeinde verbleibt in Wandersleben, wo sich die Zentrale, der Bürgermeister, sein Sekretariat, die Geschäftsführende Beamtin, die Hauptverwaltung, die Finanzverwaltung, die Bauverwaltung und der Jugendsozialarbeiter befinden. Im Ortsteil Günthersleben, dem ehemaligen Rathaus von Günthersleben-Wech-

mar, haben die Ordnungsverwaltung, das Meldeamt, das Standesamt und die Kasse der Finanzverwaltung nun ihren Sitz. Zur Schaffung einer gemeinsamen Identität beitragen soll in diesem Jahr die Premiere des 1. Gemeindefestes, welches im Rahmen des Jubiläums „25 Jahre Bundestrachtenfest in Wechmar” am 13. und 14. Juli in Wechmar über die Bühne gehen soll. Eine Premiere feiert dabei auch das Gemeinde-Kinderfest am 14. Juli. Etwas eher, nämlich am 23. Mai, steht das Gemeinde-Kindersportfest auf dem Sportplatz in Wandersleben auf dem Programm. Apropos Kinder. Ein Drittel, nämlich ca. vier Millionen Euro von insgesamt 12.220.600 Euro des gesamten Verwaltungshaushaltes, fließt in die Betreibung der sechs Kindertagesstätten, der KitaKüche und der Jugendsozialarbeit. Der Haushaltsplan offeriert auch andere interessante Fakten. So soll die alte Ortsverbindungsstraße zwischen Günthersleben und Seebergen als landwirtschaftlicher Weg ausgebaut werden – „und so für einen verbesserten Radtourismus in unserer Region sorgen”, Leffler betont. Finanziert werden soll das Projekt aus den Mitteln der Neugliederungsprämie für den Gemeindezusammenschluss. Als größte Straßenbaumaßnahmen, die in diesem Jahr beginnen, nennt Leffler „unter anderen den ersten Bauabschnitt der Geschwister-Scholl-Straße/Karl-Liebknecht-Straße in Mühlberg und die Sanierung der Bahnhofsstraße in Wandersleben. ” Aktuell laufen nach wie vor die Arbeiten

in Cobstädt in der Schenkstraße und der Straße Seebergblick, bei denen die Gemeinde 530.00 Euro in den grundhaften Ausbau des Gehweges, die Gestaltung der Nebenanlagen, die LED-Beleuchtung und die Errichtung einer barrierefreien Bushaltestelle investiert (Mehr darüber lesen Sie auch auf Seite 11). „Ich denke, dass die Baumaßnahme im Oktober 2019 abgeschlossen ist.” Fakt ist: „In den nächsten Jahren werden die großen Investitionen in die Infrastruktur große finanzielle Mittel unseres Verwaltungshaushaltes binden”, weiß der Bürgermeister. Und weil das so ist, hat der Gemeinderat der Gemeinde Drei Gleichen entschieden, den Hebesatz für die Grundsteuer B mit 300 v. H. festzusetzen. „Dies entspricht dem Hebesatz der ehemaligen Gemeinde Günthersleben-Wechmar. Hier muss man für die Zukunft zum einen die rechtliche Entwicklung zum Thema Grundsteuer beachten. Zum anderen müssen wir die finanzielle Entwicklung des Gesamthaushaltes unserer Gemeinde sehen”, meint der Bürgermeister dazu. Maik Schulz

V e r a n s ta lt u n g e n

April 2019 Kuratorenführung durch die Ausstellung "Das Bauhaus wirbt" KunstForum Gotha

03.04. 19.00 Uhr

Kinder- und Jugendkonzert J4 „Till Eulenspiegel” Kulturhaus Gotha

04.04. 10.00 Uhr

Sinfoniekonzert A7 „Poesie und Pathos” Kulturhaus Gotha

04.04. 20.00 Uhr

Ensemble amarcord – 09.04. SERENADE 2019 20.00 Dt. Versicherungsmuseum Uhr E.W. Arnoldi Gotha, Bahnhofstr. 3A Rundgang „Hinter den Fassaden…” Treffpunkt: Hist. Rathaus

12.04. 19.00 Uhr

Saltatio Mortis 12.04. „Brot und Spiele Tour 2019” 20.00 Uhr Stadthalle Gotha Frühlingströdelmarkt Neumarkt Gotha

13.04. 10.00 Uhr

Peter Weck „ich heirate eine Familie ... war's das?” Kulturhaus Gotha

13.04. 19.00 Uhr

Aquaristik- & Zoowelt an der Hauptstraße in Warza

Konzert mit den LiveVibes KunstForum Gotha

17.04. 19.00 Uhr

Futter für Hunde, Katzen & Fische sowie Aquaristik-Zubehör

Circus Probst Stadthallenvorplatz

18.04. BIS 22.04.

Abendliche Laternenführung Treffpunkt: Hist. Rathaus

20.04. 19.00 Uhr

Osterfest im Tierpark Gotha Tierpark Gotha

21.04. & 22.04. 10 Uhr

NEU Öffnungszeiten: Mo.: 12 – 16 Uhr Di.: – Fr.: 9 – 18 Uhr Sa.: 9 – 12 Uhr Tel.: 036255 82393

Freimaurer, Illuminaten 21.04. & der Gothaer Park 19.00 Treffpunkt: Orangerie Gotha Uhr Sinfoniekonzert A8 „Italienische Reise” Kulturhaus Gotha

25.04. 20.00 Uhr

Gregor Gysi Ein Leben ist zu wenig Kulturhaus Gotha

27.04. 20.00 Uhr

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OSCAR VOR ORT:

Klartext vom Vorstandschef K R E I S S PA R K A S S E G OT H A S T E L LT E B I L A N Z F Ü R 2 0 1 8 V O R Premiere bei der Kreissparkasse Gotha: Erstmals präsentierte der Vorstand der Kreissparkasse Gotha seine Jahres-Bilanz gemeinsam mit dem Landrat nicht in der eigenen Hauptstelle. Sondern in einem Wohnungs-Neubau in der Helenenstraße in Gotha. Der Grund für den Ortswechsel wurde bei der Präsentation der Jahreszahlen von 2018 durch die Vorstandsmitglieder Jörg Krieglstein und Peter Rüsseler, deren Verhinderungsvertreterinnen Claudia Hemmling und Annette Zanger sowie Landrat Onno Eckert als Vorsitzender des KSK-Verwaltungsrates schnell klar: Bei dem Gebäude in der Helenenstraße handelt es sich um einen Hausbau, den die Kreissparkasse Gotha Ende 2018 erworben hat – mit 14 Wohnungen, Aufzug und Tiefgarage. Die Kreissparkasse Gotha finanzierte den Bau des Mehrfamilienhauses unweit der Orangerie und des angrenzenden Schlossparkes – und bleibt auch Eigentümer der Immobilie. Gemeinsam mit dem rot leuchtenden Selbstbe-

dienungscontainer in Gotha-Ost, der ebenfalls 2018 entstand, investierte die Kreissparkasse im Jahr 2018 2,2 Millionen Euro. Die Kreissparkasse zukunftsfähig aufzustellen, das sei die Aufgabe der vergangenen Monate gewesen, betonte der Vorstandsvorsitzende Jörg Krieglstein. Dass dies gelungen sei, zeigen die Zahlen: Mit einer Bilanzsumme von 1,323 Milliarden Euro steht das Gothaer Kreditinstitut so gut da wie noch nie in seiner Geschichte – allein die Kundeneinlagen sind auf 1,140 Millionen Euro gewachsen, 71 Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor. Interessant ist dabei auch der Blick auf die Entwicklung der vergangenen fünf Jahre: Im Verlauf der fünf Jahre von 2013 bis 2018 erhöhte sich die Bilanzsumme um 253 Millionen Euro von 1,070 auf 1,323 Milliarden Euro. Die Einlagen der Kunden stiegen im gleichen Zeitraum um 211 Millionen Euro. Zahlen, die das Vertrauen der Kunden in das größte Geld-

Institut des Landkreises zeigen. Der Vorstand der Kreissparkasse ist davon nicht überrascht. Jörg Krieglstein erklärt es so: „In Zeiten zunehmender Möglichkeiten wollen Menschen auch in Zukunft von Menschen beraten werden, insbesondere bei komplexen Sachverhalten und relevanten Entscheidungen, die den eigenen Lebensweg betreffen.“ Eine gute Beratung, die sich auch im Kreditvolumen niederschlägt, welches im vergangenen Jahr 547 Millionen Euro betrug – und damit satte 95 Millionen Euro mehr als noch fünf Jahre zuvor. Allein im Jahr 2018 lag das Kreditgeschäft der Kreissparkasse bei 104 Millionen Euro, davon flossen 52,9 Millionen Euro an Unternehmen. Insgesamt 53,5 Millionen Euro des Gesamtvolumens wurden für den Wohnungsbau verwendet – ein Trend, der sich auch 2019 fortsetzen dürfte. Überhaupt: Der Fünf-Jahres-Rückblick zeigt die Vielzahl der Veränderungen, die von der Kreissparkasse Gotha angestoßen wurden: So gibt es mittlerweile eine Internet-Filiale und eine Direkt-Filiale, bei der Kreissparkassen-Mitarbeiter von

Montag bis Freitag zwischen 8.00 und 19.00 Uhr zur Verfügung stehen. Dass diese Telefon-Betreuung von Fachkräften vor Ort erledigt wird und nicht an ein Call-Center übertragen wurde, war für den Vorstand eine zwingende Voraussetzung: „Beratungsqualität ist mehr als eine reine Rechenleistung, wie sie TVWerbespots derzeit in Fülle vorgauckeln. Beratung erfordert gegenseitiges Vertrauen, Einfühlungsvermögen, Quer- und Vorausdenken und eine realistische Kundenpersönlichkeit. Genau das sind die Stärken unserer Mitarbeiter!“ Das Geschäftsstellen-Netz bleibt über 2019 stabil, soviel ist für den Vorstand sicher. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und sind bestens für die Zukunft aufgestellt“, meint Claudia Hemmling dazu und verweist auf 17 Geschäfts- und Selbstbedienungstellen sowie 31 Geldausgabe-Automaten. Der Ausblick bleibt optimistisch, aber die Lage auf den Finanzmärkten ist nach wie vor trüb. Es gibt kaum Möglichkeiten, das Geld gewinnbringend anzulegen – und zwar für alle Beteiligten. Fortsetzung: nächste Seite

Fachberaterin für den Heilberufebereich Fachberaterin für Restrukturierung und Unternehmensplanung (DStV e.V.)

(IFU / ISM gGmbH)


BILANZ-GESPRÄCH

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Ein

Weltstar

in Gotha

Baborák

Ein Mann. Ein Horn. Ein Taktstock.

Für die Spielzeit 2018/2019 gewann die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach einen internationalen Star: der tschechische Hornist und Dirigent Radek Baborák ist „Artist in Residence“. Abschlussbild mit guter Laune: Claudia Hemmling, Peter Rüsseler, Onno Eckert, Anette Zanger und Jörg Krieglstein postieren nach der Bilanzpressekonferenz vor dem Neubau in der Helenenstraße, der vor der Sparkasse übernommen wurde.

Das stellt auch die Gothaer Kreissparkasse vor Herausforderungen, über die auch der Vorstand reportiert. „Seit Jahren belastet die Niedrigzinspolitik der EZB – der Europäischen Zentralbank – unsere Ertragssituation, denn für Gelder, die wir nicht 1:1 wieder ausleihen und demzufolge am Kapitalmarkt als Tagesgeld anlegen müssen, bezahlen wir 0,4 Prozent an Strafzinsen“, erklärt Jörg Krieglstein. Eine dauerhafte Belastung, deren Ende „derzeit nicht absehbar“ ist. „Diese Niedrigzinspolitik der EZB macht es für uns notwendig, für größere Guthaben ein Verwahrentgelt in Rechnung zu stellen.“ Betroffen davon sind vor allem institutionelle Anleger wie Unternehmen oder Kommunen, die hohe Beträge bei der Sparkasse geparkt haben. Für Jörg Krieglstein ist der Schritt unumgänglich, wobei wir durch unsere Mitarbeiter auch eine Beratung unseren Kunden für alternative Produkte anbie-

ten, um die Belastung für diese so gering wie möglich zu halten. Hinzu komme, dass Kunden zunehmend Geld von anderen Banken, die den Negativzins berechnen, auf KSK-Konten umbuchten. Dem will das Institut einen Riegel vorschieben. Eins sei aber auch klar, so Krieglstein: „Wir werden alles daran setzen, dass Kunden mit kleinen und mittleren Vermögen von den Negativzinsen verschont bleiben!“ Fakt ist: Die EZB lässt bisher nicht erkennen, ob und wann sie ihren Einlagenzins verändern will. Mit einer Erhöhung des Leitzinses rechnen die meisten Experten nicht vor Herbst 2019 – und selbst das halten die KSK-Fachleute für „überaus optimistisch“. Im Klartext: „Ich selbst glaube nicht, dass das passiert“, meint Jörg Krieglstein. Das Thema Negativzinsen dürfte also langfristig aktuell bleiben.

Aktuell bleibt auch der Umstand, dass die Kreissparkasse und ihre Regionalstiftung der größte Förderer gemeinnützigen Engagements im Landkreis sind. 2018 gab es 380.000 Euro für diese Zwecke. „Das ist nur unseren Kunden zu danken“, betont Jörg Krieglstein – und freut sich über das Engagement der Stiftung um so mehr, weil diese „natürlich auch unter der Niedrigzinspolitik leidet.“ red/ms

„Poesie und Pathos“

4. April I 20 Uhr I Kulturhaus Gotha Leitung: Charles Olivieri-Munroe Solist: Radek Baborák, Horn

Das

RichardProgramm Strauss: - Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28 - Konzert für Horn und Orchester Nr. 2 Es-Dur - „Am Strande von Sorrent“ aus der sinfonischen Fantasie für Orchester „Aus Italien“ op. 16 - Don Juan op. 20

Konzertsoirée

8. Mai I 20 Uhr I Kulturhaus Gotha Leitung/Solist: Radek Baborák, Horn Solist: Michael Horn, Horn

Das Programm: - Albert Roussel – Petite Suite für Orchester, Op. 39 - Joseph Haydn – Konzert für zwei Hörner und Orchester Es-Dur - Ludwig van Beethoven – Sinfonie Nr. 7 in A-Dur op. 92

Eröffnungskonzert mit dem „Artist in juni Residence“

7. Juni I 19 Uhr I Margarethenkirche Leitung: Radek Baborák Solist: Alexej Barchevitch

Das Programm: - Richard Wagner – SiegfriedIdyll WWV 103 - Niccolò Paganini – Violinkonzert Nr. 1 D-Dur op. 6 - Franz Liszt – Ungarische Rhapsodie Nr. 2 Kartenvorverkauf: Tourist-Info Gotha online: www.ticketshop-thueringen.de


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OSCARS CHEF-KOLUMNE

E I N FA C H S C H U L Z : V O N Z U K U N F T & V E R G A N G E N H E I T Jüngst saß ich wieder auf dem Behandlungsstuhl meiner Gothaer Zahnärztin, die nicht nur über die Gabe eines guten Handwerks verfügt, sondern bereits früh am Morgen unverschämt gute Laune hat. Und damit hat sie mir am Morgen so manches voraus, was ich an dieser Stelle durchaus zugebe. Obwohl ich ja der Meinung bin, dass ich, um so älter ich werde, um so freundlicher am Morgen bin. Oder anders gesagt: Als ich vor 28 Jahren meinen Dienst bei der Thüringer Allgemeine antrat, war ich vor zehn Uhr in der Lage, zu grüßen und die Augen offen zu halten. Morgens zu arbeiten, nee, das war nicht meins... Nun könnte ich eine Reihe an logischen Argumenten bringen, auf wissenschaftlich erwiesenes unterschiedliches Leistungsvermögen der Menschen zu unterschiedlichen Tageszeiten hinweisen, aber ganz ehrlich: Das ist doch alles Makulatur. Durch die Geburt meiner beiden Söhne habe auch ich gelernt, dass Morgenstund Gold im Mund haben kann.Was natürlich im Umkehrschluss

nicht heißt, dass ich morgens mit einem steten Lächeln durch die Gegend eile. Aber die Zeiten, in denen Menschen die Straßenseite wechselten, wenn ich ihnen entgegenkam, sind schon länger Vergangenheit. Apropos Vergangenheit. Wenn das Thüringer Wahljahr im Herbst vorüber ist, werden wir uns verstärkt mit Oscar am Freitag wie auch dem Gothaer Lokalfernsehen dem 30jährigen Jubiläum der Wende widmen – mit Berichten, Veranstaltungen und Podiumsdiskussionen. Diskutiert wird auch vor der Kommunalwahl im Mai – und diesmal wird es nicht nur die gemeinsame, schon traditionelle Veranstaltung im „Londoner” am Alten Schlachthof geben. Unsere Redaktion kommt zur Bürgermeister-Kandidaten-Runde ins Nessetal und zur Wahldiskussion nach Waltershausen. Im Herbst werden wir mit den Landtagskandidaten in Bad Tabarz wie auch in Gotha diskutieren. Ich bin mir sicher, dass alle Veranstaltungen ein großes Interesse finden werden, die Resonanz unserer Veranstaltungen bei den Oberbürger- und Bürgermeisterwahlen im vergangenen Jahr sind dafür ein

Tradition verpflichtet

lebendiger Beweis gewesen. Denn natürlich geht es immer ein Stück weit auch um unsere eigene Zukunft, wenn es um Wahlen geht. Und deshalb laden wir auch (fast) alle Kandidaten ein, zumindest die jener Parteien, die aktuell im Land- oder Bundestag sitzen. Ich freue mich auf jeden Fall wieder auf die Diskussionen mit den Kandidaten – zumindest auf jene, die gut vorbereitet sind. Eine gute Vorbereitung kann man auch den Gothaer Feuerwehrleuten attestieren, wenn es darum geht, wie diese die Präsentation ihrer neuen Fahrzeuge durchführen. Da ist eine Menge Spaß dabei, was man auch dem Beitrag unseres Lokalfernsehens entnehmen kann. Und wer das nicht kriegt, der kann es sich online auf dem youtube-Kanal von Oscar am Freitag wie auch auf dem FacebookAccount von Oscar am Freitag direkt anschauen. Die Eigenwerbung sei erlaubt… Überhaupt: Unser kleiner, aber feiner Lokalfernseh-Sender Oscar am Freitag-TV hat im vergangenen Monat bereits den ersten Geburtstag gefeiert. Ab sofort werden wir den Live-Stream in unserem Online-Angebot auf den Weg bringen. Jetzt können alle jene, die bisher keinen Kabelanschluss haben (und nie einen haben wollen), unseren Sender auch in Echtzeit verfolgen. Das ist für uns sehr wichtig!

Denn im stetigen Ringen um Aufmerksamkeit bedarf es heute schon einiger Anstrengungen. Als Oscar am Freitag gegründet wurde, gab es noch kein I-Phone. Das kam erst 2007 auf den Markt und sorgte dafür, dass die Smartphones nennenswerte Marktanteile gewannen. Und damit auch die Möglichkeiten, sich mobil zu informieren, rasant anstiegen. Anders gesagt: Wenn eine Zeitungsmarke – ob so klein wie Oscar am Freitag oder so groß wie die New York Times – heute nur in altherkömmlicher Art und Weise ihre Neuigkeiten unters Volk bringen würde, dann wäre ihnen keine Zukunft beschieden. Manchmal aber lässt sich Zukunft auch mit der Vergangenheit gestalten. Und deshalb haben wir den „Heini Eckenkieker” wieder ausgegraben. Jener Schreibgenosse, der einst zu DDR-Zeiten auf lokale Unebenheiten hinwies. Frei nach dem Spruch der DDR-Eulenspiegel-Redaktion: „Satire darf bekanntlich alles, vor allem alles, was sie darf…” Warum wir tatsächlich ab April den „Heini Eckenkieker” machen? Schon die Chinesen wussten: „Lass dir von der Vergangenheit nicht das Leben diktieren, aber lass sie dir für die Zukunft ein guter Ratgeber sein.” Wir werden sehen, ob das funktioniert…

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10.04. „Eine musikalische Reise in den Frühling“ mit den „Silvanas“, „Sanny“ und Humorist „Quickly“ im AKZENT Hotel in Schmalkalden mit Mittag und Kaffee 59,- € 18.04. Erleben Sie den Sächsisch-Thüringen Osterpfad im Musikwinkel mit Reiseleitung, Mittag und Kaffeegedeck 59,- € 24.04. „Nessetal-Reisen“ lädt ein z. Frühlingsfest m. d. „Schmidtstedter Musikanten“ und Überraschungsgast Kult Omi „De Martha“ mit Kaffeegedeck und kleinem Frühlingsgruß in der Gaststätte „Vier Jahreszeiten“ in Warza 49,- € 27.04. 8. Sächsische Landesgartenschau in Frankenberg, inkl. Eintritt 46,- € 11.05. „Herrliche Mosellandschaft“ i. Alken inkl. Mittag, Weinprobe, Schiffsrundfahrt 62,- € 12.05. „Ein Strauß bunter Unterhaltung“ – Muttertagsgala m. d. „Ansbachtalern“, Comedy m. „Jens Bähring“ u. „Scheich Suleika“ i. Bürgel m. Mittag, Kaffee u. Präsent 64,- € 12.05. Muttertagsgala d. Grand Prix Sieger i. CCS Suhl m. Katharina Herz, Die Ladiner und Nicol Stuffer, Florian Fesl und Mario & Christoph, Konzertbestuhlung ab 58,- € 18.05. „Leinen los mit den Waldspitzbuben“ – Mittag in Saalburg, Schifffahrt auf dem Bleilochstausee, Musik & Unterhaltung und Kaffeegedeck 60,- € 22.05. Rhönrundfahrt mit Aufenthalt auf dem Kreuzberg und Besuch der Wasserkuppe 34,- € 28.05. Zur Baumblüte und Spargelessen ins Kohrener Land inkl. Spargelmenü, Rundfahrt mit der Wegebahn, Besuch des Mühlenmuseums und Kaffeegedeck 61,- €

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18.04. – 21.04. 23.05. – 26.05. 31.05. – 03.06. 08.06. – 12.06. 18.06. – 26.06. 21.06. – 23.06. 02.07. – 07.07. 17.08. – 24.08. 27.08. – 28.08. 15.11. – 17.11.

Tulpenblüte in Holland – Keukenhof und Amsterdam 499,- € „Märchenhaftes Südböhmen“ – UNESCO Weltkulturerbe Krumau – Budweis 385,- € „60.Narzissenfest“ im Salzkammergut – Wolfgangsee 399,- € Willkommen auf der Ostseeinsel Fehmarn – IFA Feriencentrum 525,- € „Die schönsten Seiten d. Baltikums“ – Tallin – Riga – Kurische Nehrung 1.497,- € „Vorhang auf“ in der Semperoper zu „Nabucco“ 399,- € „Tiroler Bergsommer“ – Erlebnisreise für Naturliebhaber – Imst 559,- € Gruppenkreuzfahrt m. AIDAdiva zu Norwegens majestätischen Fjorden ab 1.225,- € „Das Tina Turner Musical“ Hamburg – Hamburger Hafen, Reeperbahn 249,- € Die Schlager Nacht des Jahres 2019 in Berlin – Das ORIGINAL mit Howard Carpendale, Michelle, voXXclub, Ross Antony, Vanessa Mai, u.v.m. 353,- € Fordern Sie unseren neuen Jahreskatalog 2019 an!


OSCARS WALPURGISNACHT

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Neues vom Hexer O S C A R F E I E R T A U F B U R G O H R D R U F W A L P U R G I S N A C H T- P R E M I E R E Am 30. April feiert Oscar am Freitag eine Premiere: Erstmals richtet unsere Zeitung eine Walpurgisnacht aus. Und die kann sich sehen lassen, denn sie wird in Park & Burg Ohrdruf stattfinden. Das Programm kann sich sehen lassen. Für die richtige Live-Musik vor Ort sorgt

An Beal Bocht ab 19 Uhr.

Kostüm wird natürlich prämiert.

Doch nicht nur Hexenfeuer und MusikSpaß soll an diesem Abend für eine ausgelassene Stimmung sorgen. Gekürt werden an diesem Tag die „Miss Hexe“ und der „Mister Hexer“- der Wettbewerb um das schönste Hexen- und Hexeroutfit. Auch das schönste Kinder-

Es gibt einen Wettbewerb um den schöns­ten Hexen-Tanz – und natürlich darf ein Hexen-Quiz nicht fehlen. Die Moderation lässt sich Oscar am Freitag-Geschäftsführer Maik Schulz nicht nehmen, der sich auf diese Premiere am 30. April in Ohrdruf äußerst freut. „Wir werden ganz sicher für jede Menge Spaß sorgen – und das an dem ganzen Abend!“

Wir kaufen Wohnmobile + Wohnwagen Tel.: 03944 36160 www.wm-aw.de

Zu den Sponsoren des Abends gehören die erf24 Touristic Services GmbH aus Erfurt, die einen 200-Euro-Gutschein spendiert. Auch andere Sponsoren sind an Bord, so das Hotel „Der Lindenhof“ mit Olaf Seibicke an der Spitze, rp Automobile aus Schwabhausen, der Pub „The Londoner” aus der Kreisstadt, um nur einige zu nennen.

Oscars Tipps zum Thema: Erbrecht

RA Christian Sitter

&

RA Burkhard Stoll

Mein kürzlich verstorbener Vater hatte seine neue Lebensgefährtin nach dem Tod meiner Mutter als Alleinerbin testamentarisch eingesetzt. Kann ich im Rahmen meines Auskunftsanspruches im Zusammenhang mit meinem Pflichtteilsanspruch auch die Vorlage von Belegen hinsichtlich des Nachlassbestandes verlangen?

Nach der Rechtsprechung hat der Pflichtteilsberechtigte grundsätzlich keinen Anspruch auf Vorlage von Belegen im Rahmen des ihm gem.§ 2314 Abs. 1, S.1 BGB zustehenden Auskunftsanspruches. Der Auskunftsanspruch wird nach dem Gesetz allein gem. § 260 Abs. 1 BGB durch Vorlage eines Bestandsverzeichnisses umgesetzt. Anders verhält es sich in dem Fall, dass ein tatsächlicher Rechnungslegungsanspruch vorliegt. Dieser kann ggf. im Rahmen einer Vollmacht (auch Vorsorgevollmacht) gegeben sein. Neben dem Auskunftsanspruch hat der Pflichtteilsberechtigte zudem einen Wertermittlungsanspruch gem. § 2314 Abs. 1, S.2 BGB und wenn Anhaltspunkte für eine fehlerhafte Auskunft bestehen, das Recht von dem Auskunftsverpflichteten die Abgabe einer eidesstattlichen Versicherung abzufordern. Der Pflichtteilsberechtigte kann darüber hinaus auch verlangen, dass das Nachlassverzeichnis durch einen Notar aufgenommen wird. Sämtliche Kosten fallen dem Nachlass zur Last. Bei Zweifeln über den Wahrheitsgehalt der Auskunft sollte der Pflichtteilsberechtigte deshalb die weiteren, ihm zustehenden Rechte geltend machen. Rechtsanwälte in Bürogemeinschaft | Marktstraße 17 | 99867 Gotha

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Frühlingsfest Die Fahrradsaison startet endlich wieder. Bald radelt ganz Gotha bei schönem Wetter über den Inselsberg oder den Nesseltalradweg entlang. Wer jetzt auf der Suche nach einem neuen oder gebrauchten Fahrrad ist, ist vielleicht bei Fahrrad Eberhardt am 6. April genau richtig. Denn dann wird das traditionelle Frühlingsfest wieder gefeiert. Auf dem Programm stehen Flohmarkt, Präsentation der neuen Fahrradmodelle, Spaß für die Kleinen und Party für die Großen. Also: Nicht vergessen: Am 6. April, ab 9 Uhr, Frühlingsfest bei Fahrrad Eberhardt in der Kindleber Straße in Gotha.

Freitag, 29. März

GOTHA, HOTEL LINDENHOF – 18.59 Uhr – Ein Abend mit Dr. Müller-Wohlfahrt GOTHA, KULTURHAUS – 19 Uhr – Auftaktkonzert, Tage der Chor- und Orchestermusik (2. Teil ab 20.30 Uhr)

Samstag, 30. März

GOTHA, BZ THÜR. LANDESVERWALTUNG – 10 Uhr – Daniel-Elster-Chorwettbewerb GOTHA, MARGARETHENKIRCHE – 15.30 Uhr – Oekumenischer Gottesdienst

GOTHA, CINEPLEX – 17 Uhr – Live aus New York: Die Walküre von Richard Wagner GOTHA, HAUPTMARKT – 17.30 Uhr – Offenes Singen GOTHA, STADTHALLE – 19 Uhr – Nacht der Musik BAD TABARZ, POSTMARIE – 21 Uhr – DJ Maik Now

Sonntag, 31. März

GOTHA, AUGUSTINERKIRCHE – 10 Uhr – 300 Jahre Stölzel in Gotha GOTHA, KULTURHAUS – 11 Uhr – Festakt + Verleihung der Zelter- und Pro-Musica-Plakette OHRDRUF, INNENSTADT – 14 Uhr – Winteraustreiben

Montag, 01. April

GOTHA, GUSTAV-FREYTAG-TREFF – 13.30 Uhr – Achtung Trickbetrüger! Vortrag der polizeilichen Beratungsstelle GOTHA, LEBENSZENTRUM – 17 Uhr – Trauergesprächskreis

Dienstag, 02. April

BAD TABARZ, AM MÖNCHHOF – 14.30 Uhr – Kaffeestammtisch „Wir ab 50” GOTHA, GUSTAV-FREYTAG-TREFF – 17 Uhr – Vortrag: Für ein paar Thaler mehr GOTHA, LEBENSZENTRUM – 17 bis 20 Uhr – Rechtsberatung mit RA Burkhardt Stoll GOTHA, TIVOLI-GEDENKSTÄTTE – 19 Uhr – Ausstellungseröffnung: Reichskanzler der Weimarer Republik

Großes Oster-Lunch-Buffet

Fotos: pixabay.com

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Wir freuen uns auf Ihren Besuch in unserem Haus. Bitte reservieren Sie Ihre Plätze.

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Donnerstag, 04. April

GOTHA, KULTURHAUS – 10 Uhr – Konzert: Till Eulenspiegels lustige Streiche GOTHA, ARNOLDI-TREFF – 14.30 Uhr – Auf zum Tanz mit Ruben Roschmanow GOTHA, HERZOGL. MUSEUM – 19 Uhr – Führung: Schwarze Kunst aus England GOTHA, THE LONDONER – 20 Uhr – „Oscar am Freitag”-Pub Quiz

Samstag, 06. April

GOTHA, STADTBIBLIOTHEK – 11 Uhr – Kinderuni: Dinosaurier GOTHA, TECHNIK- UND GESCHICHTSMUSEUM – 14 Uhr – Carlos Rückblick: Geschichten aus der Nachwendezeit BAD TABARZ, POSTMARIE – 21 Uhr – Tanz

Mittwoch, 10. April

GOTHA, THE LONDONER – 21 Uhr – School's Out Party!

Freitag, 12. April

GOTHA, TREFF: HISTORISCHES RATHAUS – 19 Uhr – Rundgang „Hinter den Fassaden“ FRIEDRICHRODA, ST. BLASIUS – 19 Uhr – Die lange Nacht der Hausmusik OHRDRUF, CHRISTLICHE GEMEINDE – 19 Uhr – Die lange Nacht der Hausmusik TABARZ, AM BURGHOLZ – 19 Uhr – Tanzabend mit dem „Wintersteiner” GOTHA, STADTHALLE – 20 Uhr – Konzert: Saltatio Mortis GOTHA, THE LONDONER – 21 Uhr – Willi Woigk präsentiert: The Double Vision

Samstag, 13. April

GOTHA, THE LONDONER – 10 Uhr – Kreativmarkt im Londoner GOTHA, NEUMARKT – 10 Uhr – Frühlingströdelmarkt GOTHA, SCHLOSS FRIEDENSTEIN – 10 Uhr – Ostereiermarkt FRIEDRICHRODA, KURPARK – 13 Uhr – Kneipp-Kräuterexkursion BAD TABARZ, ST. PETER-UND-PAUL – 17 Uhr – Don Kosaken Chor – Serge Jaroff GOTHA, KULTURHAUS – 19 Uhr – Peter Weck GOTHA, HOTEL LINDENHOF – 19 Uhr – Ein Abend mit Hannes Jaenicke OHRDRUF, GOLDBERGHALLE – 20 Uhr – Swagger (Konzert) GOTHA, TREFF: MARGARETHENKIRCHE – 20 Uhr – Rundgang: Nachtwächter (Karten für 8 EUR vorort) GOTHA, STADTHALLE – 21 Uhr – Bienstädter Warte Revival Party

Sonntag, 14. April

GOTHA, THE LONDONER – 10 Uhr – Kreativmarkt im Londoner GOTHA, SCHLOSS FRIEDENSTEIN, AUSSTELLUNGSHALLE – 10 Uhr – Ostereiermarkt

Dienstag, 16. April

GOTHA, SCHLOSS FRIEDENSTEIN, SCHLOSSMUSEUM – 11 Uhr – Suchspiel GOTHA, ARNOLDI-TREFF – 14 Uhr – Schön wandern und gut essen

Mittwoch, 17. April

GOTHA, SCHLOSS FRIEDENSTEIN – 10

Uhr – Frühlingsboten im Schlosspark GOTHA, HERZOGL. MUSEM – 11 Uhr – Schwarzkunst GOTHA, KUNSTFORUM – 19 Uhr – Konzert: LiveVibes

Donnerstag, 18. April

GOTHA, SCHLOSS FRIEDENSTEIN, MUSEUM DER NATUR – 10 Uhr – Tiger,

Dachs und Pinguin

GOTHA, ARNOLDI-TREFF – 14.30 Uhr –

Auf zum Tanz mit Stephan Kaufmann BAD TABARZ, TABBS – 19.30 Uhr – Klangschalenkonzert

Freitag, 19. April

GOTHA, MARGARETHENKIRCHE – 17 Uhr

– Orgelmusik zur Passion

Samstag, 20. April

FRIEDRICHRODA, INNENSTADT – 10 Uhr

Ostermarkt

REINHARDSBRUNN, SCHLOSS – 15 Uhr –

Schlossparkführung

FINSTERBERGEN, COUNTRY CLUB – 17

Uhr – Osterfeuer

GOTHA, STADTHALLE – 20 Uhr – Polars &

Gäste

GOTHA, THE LONDONER – 21 Uhr – Oster-

90er Jahre Party

Sonntag, 21. April

GOTHA, TIERPARK – 10 Uhr – Osterfest TABARZ, POSTMARIE – 21 Uhr –

Ostertanzparty

GOTHA, THE LONDONER – 22 Uhr – Easter-Party (House/90er/2.000'er...)

präsentiert:

Oscar`s walpurgisnacht 30. April 2019 19 Uhr (einlass: 18 Uhr)

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Informationen des Wasser- und Abwasserzweckverbandes „Gotha und Landkreisgemeinden“ 29. März 2019

Nummer 123

Ein Dorf wird gesperrt: Und nimmt‘s gelassen In Cobstädt investiert der WAZV in die Zukunft – und schafft Voraussetzungen für neue Kläranlage In Cobstädt sind schon seit dem 11. Juni 2018 einige Straßen gesperrt, sogar die Ortsdurchfahrt – die Kreisstraße 1 – ist in Richtung Seebergen zu. Es wird gebaggert, Leitungen werden verlegt. Und die Anwohner? Sie freuen sich. „Dafür, dass wir das ganze Dorf auseinandernehmen, schon bewundernswert“, meint Patrick Henning als verantwortlicher Baubetreuer des Verbandes. Das Bauprojekt selbst trägt den förmlichen Namen „Gemeinde Drei Gleichen – Ortsteil Cobstädt, Komplexmaßnahme Seebergstraße/ Schenkstraße/Grabsleber Straße“. Diese Baumaßnahme ist so koordiniert, dass maßgebliche Ver- und Entsorgungsträger mit eingebunden sind. Deshalb begann der Wasserund Abwasserzweckverband „Gotha und Landkreisgemeinden“ bereits im vergangenen Jahr damit, Rohre zu verlegen. Das soll noch bis Juni andauern; der eigentliche Straßenbau soll voraussichtlich ab Juli 2019 durchgeführt werden. Die Straße wird auf der gesamten Länge der Ortsdurchfahrt grundhaft ausgebaut. Im Kreishaushalt stehen dafür insgesamt 720.000 Euro bereit – für Bau- und Planungsleistungen. Zuerst aktiv wurde der Wasser- und Abwasserzweckverband: Die TLA Apolda verlegt in seinem Auftrag Rohrleitungen im Untergrund von Cobstädt. Das Fazit des Poliers Christian Schoder: „Es läuft problemlos!“ Die Rohrverlegung ist wichtig: Sie dient – zu einem späteren Zeitpunkt – dem Anschluss an eine eigene Kleinkläranlage für den 362 Einwohner zählenden Ort. Noch verfügt Cobstädt über keine eigene ZentralKläranlage. Die Hausbesitzer im Ortskern nutzen zur Zeit noch eigene Kleinkläranlagen. Die etwa gleich große, jüngere Siedlung nordöstlich von Cobstädt wird durch eine Con-

tainerkläranlage aus den 1990er Jahren bedient, die jedoch bald ihr Nutzungsende erreichen wird. Viel Arbeit im Untergrund Eine neue Anlage braucht natürlich entsprechende Leitungen. Das hört sich unspektakulär an, ist aber durchaus eine Menge Arbeit, die von bis zu zwölf TLA-Mitarbeitern vor Ort erledigt werden: Neben den Schmutz- und Regenwasserleitungen werden über 50 Straßenabläufe und 25 Schachtbauwerke neu gebaut. Fast 60 Hausanschlüsse müssen ausgetauscht oder neu gebaut werden. Außerdem wird die Trinkwasserleitung neu verlegt. Die alte verläuft bisher in den drei Straßen unter dem Bürgersteig und könnte bei künftigen Arbeiten durch Erschütterungen beschädigt werden. Auf einer Länge von 850 Metern werden Trinkwasserrohre erneuert, hinzu kommen Schmutzwasserrohre mit einer Gesamtlänge von 650 Metern – und 60 Meter an Regenwasser-Leitungen. Die bisherigen Abläufe stammen noch aus den 1970er Jahren – und sind stark sanierungsbedürftig. Wenn der WAZV seine Untergrundarbeiten erledigt hat, werden die Gehwege und die Straßenbeleuchtung auf LED-Basis erneuert, die Bushaltestellen barrierefrei umgebaut, die Energieverkabelung in die Erde gebracht und letztendlich die Straßendecke erneuert. Über die Arbeit des Verbandes freut sich der Bürgermeister der Einheitsgemeinde Drei Gleichen, Jens Leffler, sehr: „Es war mir wichtig, dass alle Arbeiten gemeinsam erledigt werden, nicht

Ort zu tun: Die Bauleute müssen immer einen Rettungsweg gewährleisten – und die Zufahrt der Anwohner auf ihre Grundstücke müssen auch gewährleistet sein. Das ist natürlich nur möglich, indem Gruben wieder provisorisch verfüllt werden. zuletzt, weil auch die Gemeinde 530.000 Euro in die Arbeiten investiert. Die Zusammenarbeit mit dem WAZV ist dabei vorbildlich!“ Die Fertigstellung der jetzigen Baumaßnahme des WAZV ist für Mitte 2019 geplant. „Bis jetzt sieht der Zeitplan gut aus, so war der vergleichsweise geringe Niederschlag in den letzten Wochen günstig für den Tiefbau“, freut sich Christian Schoder. Und noch ein Zusatzgewinn Die Arbeiten im Trinkwasser-Bereich kosten 350.000 Euro, die Schmutzwasser-Bauleistungen 700.000 Euro. Insgesamt fließen gut 1,7 Millionen Euro in das Cobstädter Straßenbauprojekt, die sich der Abwasserzweckverband, die Gemeinde Drei Gleichen sowie die Thüringer Energienetze GmbH & Co. KG teilen. Dass die Bauzeit durchaus beträchtlich ist, hat mit den Bedingungen vor

Für den Wasser- und Abwasserzweckverband „Gotha und Landkreisgemeinden“ ist der Cobstädter Bau eine Investition in die Zukunft: In spätestens fünf Jahren soll der Ort eine eigene Kläranlage erhalten. Sascha Thein / Maik Schulz Fotos: Lutz Ebhardt

IMPRESSUM Wasser- und Abwasserzweckverband „Gotha und Landkreisgemeinden“ 99867 Gotha Kindleber Straße 188 Telefon: 03621 387-30 Telefax: 03621 387-435 E-Mail: info@wazv-gotha.de Internet: www.wazv-gotha.de Verbandsvorsitzender: Hartmut Brand (v. i. S. d. P.)


OSCARS KAFFEE-STUNDE

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Es gibt keinen Zufall… W I E E I N G O T H A E R K A F F E E - R Ö S T E R S E I N G E S C H Ä F T E N T W I C K E LT Es könnte eine philosophische Diskussion werden, die Frage, ob es im Leben Zufall gibt oder nicht. Die möglichen Antworten, das Pro und Contra, sollen in diesem Beitrag nicht erörtert werden. Doch im Fall der Kaffeerösterei Ebert zeigt sich, dass manche Vorfälle Projekte im Leben voran bringen. Doch von Anfang an: Dirk Ebert hatte im Jahr 2018 „ganz klein“ angefangen, wie er selbst sagt. Nach einer Ausbildung zum Kaffeesomelier kaufte er sich einen 2-kgRöster. Ebert, der damals bereits in Erfurt mit „Eberts Genusshandlung“ einen eigenen Feinkostladen erfolgreich betrieb, hatte sich einen 2-kg-Röster angeschafft. Seine Idee: den Kaffee für den Ausschank im eigenen Feinkostladen in der Landeshauptstadt in Gotha selbst zu rösten. Umgesetzt, gewann das Projekt viel schneller an Fahrt, als Ebert sich das vorab überhaupt vorstellen konnte. Was er heute lächelnd bekennt, als Oscar am Freitag samt Fotograf zum Ortsbesuch am Gothaer Nelkenberg antritt: „Die Nachfrage stieg in kurzer Zeit so stark, dass der Röster nicht mehr ausreichte. Ich stand vor einer Entscheidung: Was jetzt tun?“ Der Kaffee-Röster entschied sich fürs Risiko und kaufte einen 15-kg-Röster. „Das ist schon eine erhebliche Investition für uns gewesen.“ Bereits heute – kein Jahr nach dieser Investitionsentscheidung, hat sich das ausgezahlt. Und hier kommt wieder der oben zitierte Zufall ins Spiel. In Form eines Unfalls auf dem Parkplatz von EDEKA Koch in Erfurt, wie Ebert schmunzelnd erzählt: „Mein Auto wurde dort von einem anderen Fahrzeugbesitzer angefahren. Der Marktbesitzer sah

das und ließ mich per Kennzeichen ausrufen. Zum Glück, denn der Verursacher wollte wieder wegfahren, ich wäre auf dem Schaden sitzen geblieben.“ Ebert, von Haus aus ein überaus kommunikationsstarker und freundlicher Mensch, brachte dem Marktbesitzer als Dankeschön eine Tüte selbstgerösteten Kaffee vorbei. Mit Folgen: „Der gleich fragte, ob er meinen Kaffee nicht im Laden verkaufen kann. Daraus entstand eine wichtige Zusammenarbeit. Edeka Koch bezieht drei für den Markt hergestellte eigene Röstungen, davon zwei Bio-Sorten“. Es war bereits die zweite wichtige Zusammenarbeit. Bereits zuvor hatte Ebert das Glück des Tüchtigen: „Eine meiner ersten Ideen war: Ich röste Thüringens ersten Whiskykaffee. Dann habe ich die Proben geröstet und bin mit einer Tüte zum Geschäftsführer der Neunspringe Brauerei in Worbis gefahren!.“ Was viele nicht wissen: Unter dem Titel „Number Nine“ wird dort Whisky hergestellt. Für Ebert war das der Anlass zur Reise: „Mein Ziel war es, das Logo verwenden zu dürfen, da der Whisky von dort von uns für den Whiskykaffee genommen wurde. Und dieser Kaffee sollte Verkaufsschlager im Feinkostgeschäft werden!“ Was Ebert bekam, war deutlich mehr: Denn „der Chef war aber so begeistert, dass er sofort eine Zusammenarbeit anbot und Hauptabnehmer für den Whiskykaffee wurde.“ Diesen gibt es nun im eigentlichen Geschäft in Erfurt „leider selten, da die Nachfrage so groß ist.“ Dafür gibt es ihn aber auf der neuen Whiskywelt-Burg-Scharfenstein. Außerdem wurden auch Whiskyhändler im Westen auf den Kaffee aufmerksam und beziehen ihn nun ebenso aus Gotha.

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Überhaupt: Nicht Begeisterung allein führt zum Erfolg der Kaffeerösterei Ebert, sondern der Geschmack des Kaffees. So war es auch mit der Landbäckerei Thieme aus Großrudestedt, wie Dirk Ebert bekennt: „Die Landbäckerei Thieme aus Großrudestedt suchte nach einem Röster. Neben den handwerklich hergestellten Backwaren sollte es auch einen hochwertigen Kaffee geben. Der Chef kam zur Verkostung und war sofort überzeugt. Entstanden sind zwei eigene Röstungen, die inzwischen mehrfach im Monat frisch geröstet werden.“ Das Geschäft mit Edeka Koch war für die Gothaer Kaffeerösterei auch der Anstoß, die eigene Produktion mit einem Bio-Siegel zertifizieren zu lassen. Das hat sich bezahlt gemacht, betont der Gothaer: „Heute besteht unser Kaffee fast schon zur Hälfte aus Bio Kaffee. Bis Weihnachten kamen weitere Büros, Gastronomie und Betriebe dazu, die den Kaffee für den Eigenverbrauch bestellen oder als Präsent von uns beziehen. Ein Beispiel ist das Steuerbüro Sandra Hilke in Gotha, übrigens der erste Abnehmer in der Residenzstadt, der einen Kaffee mit eigener

Mischung und Etikett bezieht!“ Und auch der Gothaer Pub „The Londoner” wird, wenn die Beach-Bar am Alten Schlachthof ihre Sommersaison beginnt, den EbertKaffee anbieten. Kurzum: Im Moment geht es für Ebert Schlag auf Schlag. Gerade hat er eine Lieferung für Eisenach fertig gemacht, ab Mitte April kann man seinen Kaffee auch in den Erfurter Globusmärkten kaufen. Eine weitere Kette verhandelt gerade mit dem Röster – und auch ein Supermarkt in Gotha hat großes Interesse an seinem Kaffee. Übrigens: Die Rösterei ist nicht nur für Geschäftskunden geöffnet: „Wer Lust hat, der kann sich von uns seine Mischung erstellen lassen und zur Verkostung in unseren kleinen Verkaufsladen in Gotha kommen. Wer sich für seinen eigenen Kaffee entscheidet, kann beim ersten Rösten auch gleich dabei sein!“, freut sich Dirk Ebert. Maik Schulz OSCAR-SERVICE: Online gibt es den Kaffee unter www.ebertskaffee.de. Die Rösterei ist in Gotha Mo bis Mi 15-18 Uhr geöffnet. Anzeige

Oscars Tipps zum Thema

KRANK ODER GESUND? Frage Jana Freyer, Sporttherapeutin im Reha-Sport-Zentrum Gotha, gibt die Antwort

Ich fühle mich einsam, kann das meiner Gesundheit schaden?

Wir berichten immer wieder vom Rehabilitationssport der vom Arzt verordnet und von den Krankenkassen genehmigt wird. Die Krankheitsbilder können zum Beispiel Schäden der inneren Organe oder orthopädische Probleme sein. Aber auch bei Bewegungsmangel, Stress und Depression kann Rehasport verordnet werden. Auch wenn Sie keine Verordung über Rehabilitationssport haben, können Sie bei uns sportlich aktiv werden. Das ist genauso sinnvoll bei Einsamkeit, wie bei den oben aufgeführten Krankheitsbildern, um Bewegungslosigkeit und die damit verbundenen Krankheiten zu verhindern. Wie Gunther K., der unlängst unsere Einrichtung mit genau dieser Frage betrat. Zu seiner Frage, ob er bei uns auch ohne Rezept Sport treiben könne, wollte er noch wissen, was für kommende Veranstaltungen geplant sind. Herr K. ist seit kurzem verwittwet und möchte gern wieder unter Leute gehen. Den entsprechenden Impuls bekam er bei einer von uns geplanten Führung durch die Forschungsbibliothek im Schloss Friedenstein. Einer unserer Vereinmitglieder, ein guter Freund von Herrn K., hat ihn zu dieser Veranstaltung eingeladen. Sportlich und kulturell wieder aktiv werden und das mit Gleichgesinnten. Gemeinsam statt einsam. Dieses Konzept hat Herrn K. überzeugt. Im April freut er sich auf eine Führung durch das Perthes Forum und eine Schauspielstadtführung von und mit den Gothaer Gassenspielern. Da er Wanderfan ist, hat er sich über unsere geplanten Wanderungen im Mai und Juni riesig gefreut. Die Busfahrt zur Landesgartensschau nach Frankenberg hat er sofort gebucht. „Die Zeit der Trauer ist noch lange nicht vorbei. Aber durch den Sport und eure schönen Veranstaltungen komme ich auf andere Gedanken.“ Das sagte mir Gunther bei einem Gläschen Sekt nach unserem letzten Reise – Diavortrag. Solch Lob hört man gerne… Sie sind bei uns herzlich Willkommen.

Ihre Jana Freyer

Reha-Sport-Zentrum Gotha | Oskar-Gründler-Str. 2 | 99867 Gotha | Tel.: 03621 3506150

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OSCARS ZEITZEUGEN-BERICHT

Dramen und Tragödien kennen fast immer schicksalhafte Wendungen und unerklärliche Zufälle. So auch im Leben von Günther und Eva Heinzel (geb. Debes). Als ehemaliger Schüler des Arnoldi-Gymnasiums stand Herr Dr. Heinzel Pate im Rahmen des jährlichen „Zeitzeugen“Projektes am Arnoldi Gymnasium Gotha. Die dramatische DDRErfahrung und Lebensgeschichte des Ehepaares wurde im Buch „Zwei plus vier“ festgehalten, beide berichteten schon oft vor Publikum über ihre DDR-Lebens-, Liebes- und Fluchtgeschichte. Vor 100 Schülern der 10. Klasse erzählte er von seiner Flucht und beantwortete Fragen der Schüler. Oft nicht ganz einfache. Dr. Günther Heinzel war Gast bei der Projektarbeit „DDR, Flucht, Verfolgung, Stasiakten“. Ziel sollte es sein, dass die Schüler die Mechanismen der Machtausübung in einem totalitären Staat am Beispiel eines Einzelschicksals in der DDR kennenlernen. Die Schüler sollen danach Bezüge zu aktuellen gesellschaftlichen Problemen herstellen und eigene politische Überzeugungen entwickeln.

Aus Geschichte lernen ZEITZEUGENGESPRÄCH MIT GOTHAER ARNOLDI-SCHÜLERN

Dr. Günther Heinzel vor knapp 100 Schülern des Arnoldigymnasiums.

Einen Tag vor dem Gespräch waren die Schüler in der Erfurter Gedenkstätte Andreasstraße. In der Thüringer Landesstelle für die Stasi-Akten konnten sie die original Stasi-Akten von Dr. Heinzel und seiner Frau auch einsehen. Einen Tag später sollten die Schüler im Zeitzeugengespräch nun Einzelheiten zum Schicksal der Familie Heinzel kennenlernen. Schulleiter Clemens Festtag konnte schon am Anfang die tra-

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gische Geschichte des Ehepaaren Heinzel aus den späten 1960’ern und 1970’ern ins „Heute“ holen: Gerade einmal 20 von 161 Staaten der Welt gelten im Jahr 2018 als gefestigte Demokratie. 55 werden als „unvollständige Demokratien“ bezeichnet, 53 Staaten sind eindeutig als „Autoritär“ zu bezeichnen. Seit 2014 gibt es vier Staaten weniger, die zu den Demokratien zählen, während die Anzahl der autoritären Regime steigt.

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Man merkt schnell, wie sehr ihm seine Erfahrungen mit der DDR geprägt haben, noch immer gibt es ein „CodeWort“ dass nur er, seine Frau und wenige enge Freunde kennen: Seit dem Fluchtversuch sollte damit dem anderen ursprünglich signalisiert werden, dass man vom MfS gefasst wurde und nur unter Zwang den anderen trifft. Ihn in eine Falle treiben soll, aushorchen. >>> Fortsetzung: nächste Seite

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Wir wünschen all unseren Kunden ein frohes Osterfest!

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Und hier spricht Festag die Schüler direkt an: „In der Geschichte vom Ehepaar Heinzel geht es um Freiheit und Individualismus, darum, wie weit man sich anpasst, was man bereit ist hinzunehmen in einer Gesellschaft“ Heinzel kam in Konflikt mit dem DDR-Staat und wollte als 16-Jähriger in den Westen fliehen. Er wurde gefasst, musste zehn Monate in Haft ins Jugendhaus Ichtershausen. Drei Jahre später versuchte er es mit seiner damals 16-jährigen Freundin Eva Debes aus Waltershausen erneut. Günther Heinzel konnte fliehen, seine Freundin schaffte es nicht. Spätestens hier begann die erste, positive Wendung: Entgegen anderer Fluchtversuche aus der DDR wurde Eva Debes nicht von der Stasi gefasst, obwohl der Geheimdienst ihrem Freund Günther auch im Westen Berlins auf den Fersen war.


OSCAR VOR ORT IM GOTHAER ARNOLDI-GYMNASIUM <<< Fortsetzung von Seite 14: In diesem Fall würde der Partner nichts von Bedeutung sagen oder tun, da – damals – der MfS mithören und zusehen würde. Daher nach ihrem missglückten Fluchtversuch die Ungewissheit, was nach der Flucht von Günther Heinzel mit seiner Freundin passiert. Wurde sie gefasst? Kein Kontakt, das war abgemacht. Und wenn, dann nur über Kuriere. Und so musste Günther Heinzel 1969 sechs Monate warten, um zu wissen ob seine Freundin gefasst, verurteilt, vielleicht kurz vor der Flucht erschossen wurde... Sechs Monate Angst die Liebe seines Lebens in Gefangenschaft oder Folter gebracht zu haben, diese Angst begleitet ihn bis heute. Daher das immer noch geheime Code-Wort, Mahnungen an die Schüler, autoritären Tendenzen oder bürokratische Machtapparate zu misstrauen. Seine Botschaft zwischen den Zeilen: Freiheit und Menschenrechte sind nicht selbstverständlich. Hier die erste positive, nicht erklärbare Wendung: Eva wurde nicht gefasst, und ihre permanent geplante zweite Flucht, die 11 Kuriere mit geheimen Botschaften, all das wurde von der Stasi zwar registriert, aber nie war ernsthaft ein Spitzel so nah dran, dass sie aufflog. Während andere Partner oder „Ausschleusende“, so Stasi-Jargon, nach einer gescheiterten Flucht in Haft, verhört, psychisch gefoltert wurden, blieb ihr das eigenartigerweise erspart. Zufall oder Schicksal? Die Flucht gelang am 11. September 1971, ein amerikanischer Militärangehöriger baute sein Auto um und brachte Eva in einer gefährlichen Aktion im Kofferraum über die Grenze. Man bedenke: Offiziellen Quellen nach gab es 140 Tote an der Mauer, darunter 10 Personen, die in Folge des „Schießbefehls“ bei der Flucht erschossen wurden und weitere 30 Personen, die „zufällig“ ohne Fluchtabsicht entlang der Grenze erschossen wurden. Manche Forschungsgruppen gehen von bis zu 245 Toten aus. Denn natürlich verheimlichte die DDR viele Todesfälle. Der US-Sergant war drei Jahre in Vietnam, und „hatte an so vielen grausamen Dingen mitgewirkt, da wollte er endlich etwas gutes tun“, so Heinzel. Diese zweite Wendung kam 6 Monate später. Hier stockt Heinzel, fasst bricht er in Tränen aus. Er schweigt kurz, verdrängt die Tränen, atmet durch und sagt: „Dieser USSergant rettete meiner Frau das Leben. Ohne nennenswerte Gegenleistung. Ein halbes Jahr später starb er bei einem Autounfall.“ Die Nachricht kam unerwartet, Heinzel brach damals zusammen. Ruhe im Raum, die Schüler schweigen betroffen. „Was ist gerecht? Das Schick-

sal? Ich weiß es nicht“, so Heinzel. Der Zeitzeuge spricht vor Schülern, die alle lange nach der Wende geboren wurden. Deren Eltern vielleicht sogar nur Kinder waren, als die Mauer fiel. Und trotzdem ist es keine Geschichtsstunde, sondern die direkte, menschliche Erfahrung mit einem autoritären Regime, das seine Bürger einsperren musste um zu überleben. Und einen Staat, der auf seine Bürger schießen lies, sobald sie die Grenze betraten. Einer Generation von

15 Schülern, die in ihrem Leben vielleicht noch nie wirklich eine Grenze betrat, die in Spanien, Frankreich, Italien wie in Polen Urlaub machen kann, ohne an einer Grenze um eine „Ausreise” zu bitten. Wenn diese Schüler heute vom „Brexit“ hören, und der Gefahr eines erneuten Konfliktes an der Grenze zu Nordirland, können sie dank Zeitzeugenberichten wie jener von Dr. Heinzel die tragische Gefahr einer mit Waffen bewachten Grenze nachempfinden.

Nicht nur das: Die Freiheit und der Schutz der Meinung, des Wortes, der eigenen Selbstbestimmung und des Lebens wird plötzlich ein kostbares Gut. Den Schülern wird vermittelt, dass sie hier den Staat kritisieren können, ohne im Knast in Ichtershausen zu landen. Sie erfahren, dass der Wert der Grundrechte nichts Selbstverständliches und erst recht keine langweilige Staatsbürgerkunde ist, sondern auch sie immer wieder dafür einstehen müssen.


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GOTHAER LOKALFERNSEHEN IST AB SOFORT IM LIVE-STREAM ZU SEHEN Das ist ein wichtiger Tag für die Redaktion von Oscar am Freitag. Ab sofort ist das Gothaer Lokalfernsehen nicht nur in den Kabelnetzen von Gotha und Waltershausen zu sehen, sondern auch online im Live-Stream anschaubar. Unter www.oscar-am-freitag.de können Sie jetzt zu jeder Zeit dem TV-Programm unserer Lokal-TV-Redaktion folgen. Mit interessanten Beiträgen, die von den anderen fünf Thüringer Lokal-TV-Sendern aus Südthüringen, Erfurt, Jena und Altenburg komplettiert werden. „Wir freuen uns sehr, das alle interessierten Zuschauer im Landkreis jetzt online zusehen können. Live und in Farbe”, freut sich der Verlagsgeschäftsführer und Redaktionsleiter Maik Schulz. Nicht vergessen: www.oscar-am-freitag.de

Ve r l o s u n g : A 7 P o e s i e u n d P a t h o s Gemeinsam mit der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach verlost „Oscar am Freitag” für das Konzert A 7 „Poesie Pathos” am 4. April, 20 Uhr im Kulturhaus Gotha 10 x 2 Freikarten. Gespielt wird Richard Strauss Till Eulenspiegels lustige Streiche op. 28. Der tschechische Hornist Radek Baborák (Artist in Residence) tritt dabei als Solist auf. Gewinnen ist ganz einfach: E-Mail an raetsel@oscar-am-freitag. de mit dem Kennwort „Poesie und Pathos” bis Dienstag, 2. April verschicken. Bitte Rückruf-Telefonnummer nicht vergessen. Die Gewinner werden am 3. April benachrichtig. Viele Glück.


OSCARS CHOR-AUFTRITT

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Musik ist Trumpf! GOTHA IST VOM 29. BIS 31. MÄRZ ZENTRUM DER DEUTSCHEN AMATEURMUSIK Wenn in Gotha am 30. März 2019 die Chor- und Orchestermusik erklingt, beweist die Residenzstadt auch Albert Einsteins Theorie, dass die Zeit relativ ist. Denn die Gothaer erleben 20 Stunden Chor- und Orchestermusik zwischen 20 und 23 Uhr, also in nur drei Stunden. Wie das geht? Bis zu 1000 Mitwirkende aus ganz Deutschland werden in 40 Kurzkonzerte an 9 Standorten in ganz Gotha musizieren und organisieren. Das ist die Gothaer Chornacht am 30. März, und nur der Auftakt für die alljährlichen Chor- und Orchestertage 2019 in Deutschland. Aber keine Angst, sie können sich ihre Konzerte selbst zusammenstellen, denn zwischen den Konzerten ist 15 Minuten Pause, die neun Spielorte sind so weit entfernt, dass man zu Fuß pendeln kann. Zusätzlich pendeln zwei Shuttle-Busse zwischen Stadthalle und Innenstadtring (Bürgeraue, Friedrichstraße, Gartenstraße). So können Sie sich ihre Chornacht selbst zusammenstellen, und von Konzert zu Konzert wechseln. Alle Konzerte sind, wie auch der Shuttle-Service, kostenfrei. Die Nacht der Musik wird zentral um 19 Uhr in der Stadthalle eröffnet. Ab 20 Uhr starten parallel die Kurzkonzerte in der Bonifatiuskirche, im Kaufhaus Moses, in der Margarethenkirche, in der Stadtbibliothek, im Schloss Friedrichsthal, im KunstForum Gotha, im S‘Limerick und in der Augustinerkirche. Bis kurz vor 23 Uhr ist dort überall Musik. Anschließend finden sich die Akteure und Fans, die dann noch nicht genug haben, zum Ausklang mit „open end” in der Stadthalle zusammen. Das Besondere daran: Alle Musikerinnen und Musiker sind Freizeitmusiker. Sie sind in ihrer Freizeit in den verschiedensten Musikvereinen. So bieten dann auch die Konzerte ein breites Spektrum an Musikstilen, von traditionell bis modern Musik Das Motto der Veranstaltung lautet: „Deutschland feiert die Musik. Und die, die sie machen.” Anlassgeber ist der Bundespräsident. Der Bundespräsident zeichnet zudem alljährlich traditionsreiche Chöre mit der Zelter-Plakette und Orchester mit der Pro-Musica-Plakette aus, wenn diese mindestens 100 Jahre lang ununterbrochen gewirkt haben. Die ersten Plaketten des Jahres 2019 werden am 31. März in einem Festakt überreicht, der Höhe- und zugleich Schlusspunkt der Tage der Chorund Orchestermusik ist. Gleichzeitig demonstrieren die verschiedenen Veranstal-

tungen des Festivals einem breiten Publikum das hohe Niveau, auf dem die Amateure musizieren. Das wird auch beim Auftaktkonzert mit Ensembles der Stadt Gotha, einem ökumenischen Gottesdienst in der Margarethenkirche, beim Offenen

Singen für die und mit der Gothaer Bevölkerung und bei der „Nacht der Musik” zu erleben sein. Die „Nacht der Musik” bietet für Gothas Hobby-Cöhre dann auch die Gelegenheit,

sich und ihr Können zu präsentieren. Das Program und weitere Infos dazu sind auf der Website www.tcom2019.de nachzulesen.  Sascha Thein


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Ein Weltstar in

OSCARS KONZERT-AKTION

Gotha!

Ein Mann. Ein Horn. Ein Taktstock. Ein unvergleichliches Konzerterlebnis. Der tschechische Hornist und Dirigent Radek Baborák – ein Künstler von internationalem Ruf – ist „Artist in Residence“ der Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach in der aktuellen Spielsaison. Er ist in Gotha in drei Konzerten zu erleben. Radek Baborák (Jahrgang 1976) gehört zu den herausragenden Persönlichkeiten der klassischen Musikszene. Er begeistert sein Publikum mit seinen außergewöhnlichen musikalischen Darbietungen in den Kulturzentren weltweit. Baborák arbeitet mit namhaften Dirigenten – u. a. Daniel Barenboim, Seiji Ozawa, Sir Simon Rattle, Neeme Järvi, James Levine, Vladimir Askhenazy, James de Priest und Marek Janowski. Der Könner und das Wunderhorn Baboráks Instrument ist das Horn, eines der ältesten Musikinstrumente der Menschheit. Seinen Namen trägt es zurecht, denn eben die Hörner von Rindern, Schafen oder Ziegen wurden einst an der abgeschlagenen Spitze oder an einer seitlich gebohrten Öffnung angeblasen. Seit vor etwas mehr als 200 Jahren der Hornist Friedrich Blühmel das Ventil erfand, gehören Hörner seit Mitte des 19. Jahrhunderts zu den etablierten Blechblasinstrumenten. Es war Beethoven, der als einer der Ers­ten dem Ventilhorn bei seinen Komposi-

tionen eine eigene Stimme gab – ausgerechnet in seiner legendären „Neunten“. Rund 4 m lang ist das mehrfach gebogene Rohr des Horns. Auch deshalb gilt es als ein anspruchsvolles Orchesterinstrument. Einer, der es mit atemberaubender Perfektion beherrscht - das ist eben Radek Baborák. Seine musikalischen Fähigkeiten nennen Kenner „phänomenal“. Seidenweich, elegant, mit himmlischer Leichtigkeit meistert er technisch anspruchsvolle Stücke. Selbst leiseste Töne weiß er mit solch Volumen auszustatten, dass sie auch die letzte Reihe erreichen. Baborák betört das Publikum mit seinem warmen Klang und dem faszinierenden Spiel. Einmal ist er wie im Rausch, um danach höchst abgeklärt und nüchtern zu wirken. Das ist die Noblesse einer gelassenen Perfektion. Seit mehr als 25 Jahre füllt er die größten Konzertsäle. Nun ist er in Gotha und Eisenach als Solist und Dirigent zu erleben – in drei exzellenten Konzertprogrammen. Das Programm der Konzertsoirée 8. Mai, 20 Uhr, Kulturhaus Gotha Solohorn/Leitung: Radek Baborák Solist: Michael Horn, Horn Albert Roussel: Petite Suite für Orchester, Op. 39 / Joseph Haydn: Konzert für zwei Hörner und Orchester Es-Dur / Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr.7 in A-Dur op. 92

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OSCARS SCHLOSS-BESUCH

Schwarze Kunst… OSCAR BESUCHTE AUSSTELLUNG IM HERZOGLICHEN MUSEUM Sie muss eine nach damaligem Geschmack ungewöhnlich schöne Frau gewesen sein – Frances Teresa Stuart, Herzogin von Richmond und Lennox (1647 – 1702) und Ehrendame am königlichen Hof der Windsors. Warum sonst hätte Thomas Watson ein Jahrhundert später ein Gemälde kopiert, das sie als Göttin Diana darstellt? Freilich nicht mit dem Pinsel gemalt, aber eben auch nicht mit Grabstichel oder Radiernadel gestochen. Sondern geschabt. In Gothas Herzoglichem Museum kann man zurzeit diese und 38 weitere Grafiken aus dem Privatbesitz Ernsts II. von GothaSachsen-Altenburg besichtigen. Die Ausstellung trägt den Titel „Schwarze Kunst aus England“. Die Grafiken verdanken ihre Eigenart einer ganz speziellen Reproduktionstechnik, der Schabkunst, auch „Mezzotinto“ oder „Schwarzkunst“ genannt. Im Gegensatz zum herkömmlichen und flächig wirkenden Kupferstich macht sie sanft ineinander übergehende Licht-Schatten-Wirkungen und die Illusion plastischer Räumlichkeit möglich, die man sonst nur von Gemälden kannte. Für den heutigen Betrachter ist die Ähnlichkeit mit guten Schwarzweiß-Fotografien frappierend. Und nicht selten gewinnt man den Eindruck, das Bild leuchte „von innen heraus“. Wie ist so etwas möglich? Dr. Ulrike Eydinger, wissenschaftliche

Mitarbeiterin des Kupferstichkabinetts und Kuratorin der Ausstellung (Foto), steht vor einer Vitrine mit Kupferplatte und Werkzeugen, darüber der fertige Druck mit dem Bildnis des Erbprinzen Friedrich Ludwig, und erläutert das Besondere dieser Technik: Zuerst werde die glatte Kupferplatte vollständig aufgeraut, bis sie mit einem dichten Raster aus winzigen Vertiefungen bedeckt ist. Dann glätte der Künstler diejenigen Stellen, die später im Druck hell erscheinen sollen – je stärker poliert, desto heller. Der Effekt: Je rauer die Platte, desto mehr Druckfarbe nimmt sie auf – und je glatter, desto weniger. Entsprechend mehr oder weniger Farbe landet auf dem Papier, und dadurch lassen sich sämtliche Tonwerte von Schwarz bis Weiß in winzigsten Abstufungen wiedergeben. Mit herkömmlichen Kupferstichen und Radierungen ließen sich derart weiche Konturen beim besten Willen nicht abbilden. Je näher der Betrachter an einen solchen Druck herangeht, desto mehr staunt er: Wer solches zu schaffen vermag, soll lediglich ein „Kunsthandwerker“ sein und weniger gelten als der Schöpfer des Originalgemäldes, der „eigentliche“ Künstler? Nicht nur, dass Mezzotinto-Arbeiten einen erheblich höheren Arbeitsaufwand erfordern als gewöhnliche Kupferstiche oder Kaltnadelradierungen – als Schabekünstler darf man nicht weniger sensibel sein als jemand, der mit dem Pinsel umgeht. Tatsächlich schafften diese Grafiker es peu à peu, in die 1768 gegründete Royal Academy of Arts aufgenommen zu wer-

anlage Mit Bar und Musik eine!

Fir men und Ver Für Privatpersonen,

den. Dabei lag der Schwerpunkt ihres Schaffens auf der Porträt- und Historienmalerei. Immer öfter stellten Maler ihre Skizzen oder fertigen Gemälde Schabekünstlern zum Zwecke des Kopierens zur Verfügung, denn der Wert eines Künstlers hing nicht zuletzt von seiner Bekanntheit ab. Und jemand, von dessen Gemälden meisterliche Schabedrucke kursierten, hatte größere Chancen, Malaufträge zu erhalten. Der Deutsche Ludwig von Siegen soll dieses spezielle Tiefdruckverfahren 1642 in Holland entwickelt haben. Im England des 17./18. Jahrhunderts erlebte es seine große Blüte, aber auch Künstler späterer Epochen haben sich seiner noch bedient, unter ihnen Francisco de Goya und Edvard Munch. Wer sich intensiver mit dem Metier auseinandersetzen möchte, der sollte sich ei-

ner der Führungen anschließen, in denen Kuratorin Ulrike Eydinger aus ihrem reichhaltigen Wissensschatz plaudert. Gelegenheit dazu besteht am Sonntag, 3. März, 15 Uhr; Donnerstag, 4. April, 19 Uhr; Sonntag, 12. Mai, 15 Uhr. Die Ausstellung „Schwarze Kunst aus England“ ist noch bis zum 12. Mai 2019 zu sehen. Sie ist nur das erste Projekt in einer Reihe von Veranstaltungen, die sich im Jubiläumsjahr 2019 mit den Beziehungen zwischen den Ernestinern mit dem englischen Königshaus befassen. Dieter Albrecht

Zwei „Gothaer “ im DJV-Vorstand Gewählt wurde am vergangenen Wochenende der neue Thüringer Landesvorstand des Deutschen Journalisten Verbandes (DJV). Mit Ninette Pett aus Ballstädt (links unten) und Dr. Bernd Seydel aus Gotha (2.v.r.) sind gleich zwei Vorstandsmitglieder im Landkreis Gotha zu Hause. Als Vorsitzende des Thüringer DJV wurde Heidje Beutel (3. v. l.) wiedergewählt! Wir sagen: Herzlichen Glückwunsch! Foto: DJV

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OSCARS FEUERWEHR-EINSATZ

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Feuerwehr-Freu(n)de NEUES LÖSCHFAHRZEUG FÜR GOTHAER FLORIANSJÜNGER Nicht in der Feuerwehr, sondern bei der Schmitz Cargobull Gotha GmbH herrschte am 23. März 2019 ein Auflauf wie lange nicht: Dutzende Einsatzfahrzeuge waren vor Ort, ebenso wie mehr als 100 Feuerwehrleute. Allein: Kein Notfall führte die Floriansjünger in die Kindleber Straße von Gotha. Vielmehr ging es um ein neues Feuerwehrfahrzeug, welches offiziell übergeben wurde: das TLF 4000. Oder – wie der Gothaer Oberbürgermeister Knut Kreuch sagen würde: das TLF VIER Null Null Null. Etliche Nullen hat auch der Beschaffungspreis des neuen Feuerwehrautos: Die Kosten für das Fahrzeug belaufen sich inklusive Aufbau auf rund 305.500 Euro. Hinzu kommen die Kosten für die feuerwehrtechnische Beladung in Höhe von 27.000 Euro. Gesamtwert also: 332.500 Euro! Und darüber freute sich auch der Gastgeber Ekhard Klomfuss als Geschäftsführer der Schmitz Cargobull Gotha GmbH. Sein Unternehmen ist ein Partner der Gothaer Feuerwehr, Mitarbeiter werden für Einsätze

in der Freiwilligen Feuerwehr freigestellt: „Wir arbeiten hier, wir leben hier – und deshalb sind wir auch gern Gastgeber dieser Veranstaltung.” Zu dieser hatten sich die Feuerwehrleute um den Gothaer Feuerwehrchef Andreas Ritter natürlich eine Vielzahl an Gästen eingeladen. Neben dem Gothaer Oberbürgermeister Knut Kreuch waren beispielsweise auch der Thüringer Innenminister Georg Maier und der SPD-Landtagsabgeordnete Matthias Hey zu Gast. Jede Menge Grußworte wurden gehalten, doch im Mittelpunkt des Abends stand nur eins: das TLF 4000. Dessen Besonderheit erklärte Andreas Ritter auch im Gespräch mit Oscar am Freitag in Kürze. Der besondere Vorteil liegt in den 5.500 Litern Löschwasser, die das Fahrzeug aufnehmen kann – weshalb es vor allem auch für Einsätze in Waldgebieten oder auf der Autobahn vorgesehen sei. Das neue Fahrzeug kann sich absolut sehen lassen: Es ist vom Typ MAN mit einem Aufbau von der Firma BAI aus Italien. Ein Hingucker, den auch Thüringens Innenminister Georg Maier genoss. Gleiches galt auch für die Präsentation, die der Gothaer

Stadtfeuerwehrverband vorbereitet hatte. Übrigens: Das TLF 4.000 ersetzt ein 26 Jahre altes IVECO-Fahrzeug. Das wurde einst in Dienst gestellt, als Werner Kukulenz noch die Geschicke der Stadt Gotha lenkte. Kukulenz war einst derjenige, der mutig die Weichen dafür stellte, dass der Stadt Gotha die Berufsfeuerwehr erhalten blieb. Ein Umstand, auf den der aktuelle Oberbürgermeister deutlich hinwies – nicht nur zur Freude des ehemaligen Rathaus-Chefs, der natürlich auch an diesem Abend eingeladen war. Dass die Neuanschaffung dringend nötig ist, beweisen auch einige statistische Daten des alten – nun abgelösten IVECO-Fahrzeugs. Jenes legte 102.000 Kilometer zurück. Die bei Einsätzen unentbehrliche Feuerlöschkreiselpumpe absolvierte 1.500 Betriebsstunden – sie war also vergleichsweise mehr als zwei Monate lang ununterbrochen in Betrieb.  Übrigens: Das Fahrzeug war europaweit ausgeschrieben, was den Auftrag für die italienische Firma BAI erklärt. Dessen Standort liegt im Nord-italieni-

schen Bagnolo Bella, südlich des Gardasees. Die Rohbau-Abnahme aber muss immer beim Hersteller stattfinden. Also nahmen fünf Männer der Feuerwehr die entsprechende Reise auf sich. Der Hinund Rückflug war wohl die günstigste aller Ausgaben dieses Projektes: Gerade einmal 120 Euro kosteten diese. Aber selbst, wenn die Flüge teurer gewesen wären: Das TLF 4000 ist das wert. Denn mit dieser Fahrzeugerneuerung können sich die Gothaer Feuerwehrleute wieder über einen Techniksprung von über zwei Jahrzehnten freuen. Man sah ihnen an diesem Abend die Freude mehr als deutlich an: den großen wie den kleinen... Maik Schulz

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Der Gewerbeverein informiert

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Podiumsdiskussion zur Stadtratswahl 2019 - Andreas Dötsch, Vereinsvorsitzender lädt dazu recht herzlich ein!

13. + 14. APRIL

10 – 17 UHR

Eintritt 3,00 Euro Kinder bis 14 Jahre haben freien Eintritt Eine Eintrittskarte gilt für beide Tage.

Kinderspiel- & Bastelaktionen im Alten Schlachthof | Parkstr. 15 | Gotha Tel. 03621 3518030 Weitere Infos unter:

www.thelondoner.de

Der Gewerbeverein Gotha e. V. veranstaltet am 26. April um 19.00 Uhr in der Schlachthofbühne vom Pub „The Londoner“ im Alten Schlachthof eine Podiumsdiskussion zur Stadtratswahl 2019 in Gotha.

Der Gewerbeverein wünscht sich an diesem Abend eine rege Beteiligung nicht nur aus Reihen der Gewerbe, sondern auch der Gothaer Bürger.

Konkrete Fragen zum Thema, können während der Veranstaltung gestellt werden. Natürlich bietet der Verein auch die Möglichkeit, die Fragen vorab über die Mail vorstand@gewerbeverein-gotah.de mit dem Stichwort „Podiumsdiskussion Stadtrat“, einzuEingeladen ist jeweils ein Vertreter reichen. jeder Partei/Organisation mit Aufstellungsabsicht. Schwerpunkt der Einlass erfolgt ab 18.30 Uhr! Podiumsdiskussion wird natürlich das Thema Wirtschaft, Wirtschafts- ZEIT: (Freitag 26.04.) 19:00 – standort und Wirtschaftsentwicklung 21:00 / ORT: The Londoner, Parkder Stadt Gotha sein. straße 15, 99867 Gotha Moderiert wird die ca. 2-stündige Veranstaltung von Matthias Goldfuß, dem stellvertretenden Vorsitzenden des Gewerbevereins, sowie von Maik Schulz, Herausgeber der Lokalzeitung Oscar am Freitag.

Gewerbeverein Gotha e.V. Mönchelsstraße 19 | 99867 Gotha Telefon: 03621-3505028 Web: gewerbeverein-gotha.de E-Mail: info@gewerbeverein-gotha.de


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OSCAR QUERBEET

Wende im Abstiegskampf

Stark: über 3.000 Euro

VC GOTHA KANN NOCH KLASSENERHALT SCHAFFEN

ERFOLGREICHE SONDERFÜHRUNGEN ZUR KAMELIENBLÜTE

Vor einigen Wochen sahen die Volleyballer der Blue Volleys des VC Gotha in der 2. Bundesliga Süd schon wie ein sicherer Absteiger aus. Zu groß erschien der Rückstand auf die Nichtabstiegsplätze. Nun aber haben die Männer von Chefcoach Jörg Schulz wieder die Chance, den Klassenerhalt aus eigener Kraft zu schaffen. Grund genug für Oscar am Freitag, beim Cheftrainer Jörg Schulz nachzufragen. Herr Schulz, lange sah es nach einem Abstieg Ihres Teams aus der 2. Bundesliga aus. Drei Spieltage vor Schluss haben Sie es nun doch wieder selbst in der Hand, die Klasse zu halten. Was ist passiert? Wir trainieren viel und hart, haben mit Mauri Kurppo einen sehr guten Zuspieler nachträglich verpflichtet, der dazu ein echter Team-Leader ist. Was macht die Mannschaft heute besser als in der Hinrunde? Durch Mauri sind wir weit weniger ausrechenbarer, zudem hat sich die Leistung vieler Spieler deutlich stabilisiert. Wir trainieren viermal in der Woche sehr intensiv, wiederholen bestimmte Spielelemente immer wieder. Das machte sich zuletzt bezahlt. Ich glaube, wir haben dabei auch gezeigt, dass wir in diese Liga gehören. Wir wollen in den letzten beiden Spielen alles dafür tun, dass das so bleibt.“ Die Mannschaft hat insbesondere gegen die Teams aus der 1. Tabellenhälfte überzeugt. Wo liegen die Stärken der Mannschaft? In den Spielen gegen vermeintlich stärkere

1,95 Euro

Teams ist der psychische Druck geringer, damit kann dann eine so junge Mannschaft wie unsere ihre Fähigkeiten besser umsetzen. Unsere Stärken sind die enorme Handlungsschnelligkeit, die wir uns im Laufe der Saison erarbeitet haben.

An mehreren Tagen und an zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden Anfang März wurden interessierten Besuchern wieder Sonderführungen zur Kamelienblüte in Gothas Orangerie angeboten.

Der Mitkonkurrent aus Freiburg spielt in den letzten beiden Spielen noch gegen den Spitzenreiter Eltmann sowie in Karlsruhe, die Blue Volleys in Unterhaching und zu Hause dann gegen Karlsruhe. Ein Vorteil für Sie, oder? Die Konstellation scheint günstig, aber in dieser Liga kann alles passieren. Deshalb schauen wir nur auf uns. Wenn wir weiter gewinnen, steigen wir nicht ab. Alles andere haben wir nicht in der Hand.

Die Kamelienfreunde Gernot Harnisch, Jens Scheffler und Matthias Hey boten die Spaziergänge im Lorbeerhaus und im nördlichen Treibhaus der Orangerie an, wo die winterliche Blütenpracht der Gothaer Kamelien zu bestaunen war. Am Ende der gut besuchten Führungen bat das Trio um eine kleine Spende für den Verein der Orangeriefreunde in Gotha, um den Bau eines neuen Kamelienhauses in Angriff nehmen zu können. Der Erfolg kann sich sehen lassen: Insgesamt 1.214 EUR kamen zusammen! „Darüber freuen wir uns riesig“, so Harnisch, Scheffler und Hey und danken den Gothaerinnen und Gothaern für diese Spendensumme. Hinzu kommt noch der Betrag von 2.000 Euro einer anonymen Großspenderin, die an den Sonderführungen teilnahm und von den blühenden Pflanzen in der Orangerie begeistert ist.

Bis zu 300 Zuschauer kommen in die Halle. Sind Sie zufrieden mit dem Schnitt? Nein, die Zuschauerzahlen sind zwar konstant, aber wir hatten uns größeren Zuspruch erhofft. Allerdings steigen die Zahlen mit dem zunehmenden Erfolg. Das ist dann eine positive Tendenz. Gibt es eine Aktion beim letzten Heimspiel am 13. April, wenn es voraussichtlich um Alles oder Nichts geht? Wir bereiten besondere Aktionen für unsere Fans vor, Konkretes wird aber erst vor dem letzten Heimspiel gegen Karlsruhe am 13. April bekannt gegeben. Fragen: Maik Schulz OSCAR-SERVICE: Das letzte Heimspiel dieser Saison beginnt am 13. April um 19.30 Uhr in der Gothaer Ernestiner Sporthalle.

5und50plus Regionalmagazin für das beste Alter Gotha und Landkreis

Ab Ende März wieder …

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Vor kurzem hatte sie eine Erbschaft angetreten und nun spontan 2.000 Euro für den guten Zweck bereitgestellt. An Frau Dr. Susanne Rott von der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten, die aus Rudolstadt angereist war, konnten somit 3.214 Euro übergeben werden. Für die Errichtung eines neuen Kamelienhauses sammeln die drei Kamelienfreunde Harnisch, Scheffler und Hey mittlerweile seit fünf Jahren. Die Kosten für den Bau des speziellen Gebäudes, das an der Nordostseite des Pflanzhauses zukünftig Heimstatt für die seltene Pflanzensammlung sein soll, sind rund 80.000 Euro veranschlagt worden.


OSCARS ORTSTERMIN ZUR ZEITUNGSZUKUNFT

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Die Zukunft der Zeitung ist ungewiss ZEITUNGSPROFIS SPRACHEN ÜBER PROBLEME DER THÜRINGER ALLGEMEINE / TLZ Was wird in fünf Jahren sein? Zeitungen werden immer weniger abonniert, gekauft und gelesen. Leser und Nutzer verändern dramatisch ihre Gewohnheiten. Wie gehen Redaktionen und Verlage damit um? Die Zukunft von Regionalzeitungen in fünf Jahren kann keiner voraussagen. Auch nicht Michael Tallai, Geschäftsführer der Mediengruppe Thüringen (MGT), nach eigener Aussage die größte ostdeutsche Verlagsgruppe. Er und Chefredakteur Jan Hollitzer redeten am 20. März 2019 in der Volkshochschule Erfurt über den aktuellen Zustand der drei Funke-Zeitungen in Thüringen: Thüringer Allgemeine, Thüringische Landeszeitung und Ostthüringer Zeitung. Sie redeten lange monologisch und ausführlich über das Geschäft und den Markt von Regionalzeitungen und kürzer über die Inhalte und die Macher, die Redakteure der Zeitungen. Die werden bekanntlich immer weniger. Zum Markt: Jährlich beträgt der Verlust an Abonnenten drei bis vier Prozent per Saldo bei den drei Zeitungen. Es gibt auch Zuwächse, nicht nur Abbestellungen. Die aktuelle, verkaufte Auflage beträgt laut Geschäftsführer Tallai, auch im Netz nachzulesen, ca. 220.000 Exemplare, zu über 95 Prozent gedruckte Zeitung. Durch den für Zeitungszusteller verbindlich zu zahlenden Mindestlohn entfallen 40 Prozent der Herstellungskosten der Zeitung auf die Zustellung. Die drei Zeitungen, sagte Tallai ganz unmissverständlich, machen Verluste mit der Zeitungsherstellung. Wie lange kann so etwas noch gehen? Ein Bekenntnis von Tallai: „Ich habe keine Pläne, eine Zeitung einzustellen.“ Aber was ist in fünf Jahren? „Garantieren kann ich nichts.“ Entschieden wird sowieso in Essen in der Konzernzentrale der Funke-Gruppe. Am 7. Februar 2019 veröffentlichte die Funke-Gruppe, die früher als WAZGruppe Essen firmierte, eine zumindest missverständliche Pressemitteilung, die für viel Aufsehen in Thüringen sorgte. Darin heißt es unter anderem: „Für die Thüringer Titel werden Szenarien erarbeitet, wie eine Versorgung der Leserinnen und Leser in ländlichen Gebieten mit digitalen Angeboten gewährleistet werden kann.“ Also keine gedruckte Zeitung mehr auf dem

gen mehr oder weniger regelmäßig, für die ich eine Menge Geld hinblättere, pro Jahr eine hohe dreistellige Summe.

Sprachen über die Zukunft der Thüringer Tageszeitungen: Michael Tallai, Geschäftsführer der Mediengruppe Thüringen, und TA-Chefredakteur Jan Hollitzer. mgt

Lande? „Quatsch”, sagen die FunkeLeute: „Stimmt nicht.” Was haben Verlag und Redaktion also vor? Wieder gab es vor allem Antworten aus der Perspektive von Markt und Geschäft. Das kann ich schon ein bisschen nachvollziehen. Die MGT macht vor allem „Drumherumgeschäfte“, wie das Michael Tallai nennt. Eine genaue Aufzählung erspare ich mir hier (Gemeint sind u.a. die Organisation von Messen, der Einstieg ins Sportmarketing etc.). Wie reagieren aber die Redaktion und der neue Chefredakteur? Eine eher allgemeine Antwort überzeugte mich schon ein bisschen. „Wir müssen von den Themen ausgehen“ und entscheiden, auf welchen Ausspielkanälen und wann welche Geschichte publiziert, gepostet und gedruckt wird", warf Hollitzer ein. Aber da sehe ich als aufmerksamer Leser der gedruckten Zeitung, als aktiver Internetnutzer der verschiedenen Portale der Zeitungen (Web, Facebook, Twitter etc.) keine Strategie, keinen Plan, keine gedruckten und geposteten Geschichten der Zeitungen.

Was in manchen Zeitungsredaktionen und in den Köpfen mancher Redakteure nach meiner Beobachtung noch nicht angekommen ist: Zeitungmachen ist ein „Rund-um-die-Uhr“-Job geworden, eine 24-Stunden-Aufgabe. Zeitung ist die gedruckte und die elektronische Version, die zu festen und flexiblen Zeiten auf unterschiedlichen „Ausspielwegen“ und Plattformen auf den Markt kommt. Bei Hollitzer klang das an, aber die Konsequenzen daraus, verträglich für die Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen organisiert, die wurden bei dem Monolog-Dialog-Abend nicht deutlich. Ich schreibe mir hier die Finger platt für nichts. Mein Blog (miplotex.de) bringt mir monetär nichts ein. Aber ich bin leidenschaftlicher Zeitungsleser, ob Papier oder auf dem Tablet, lese zwei gedruckte und drei elektronische Zeitun-

Die Zukunft der Zeitung? Die ist ungewiss. Wenn es nach Journalistik-Professor Klaus Meier geht, gibt es in 15 Jahren keine gedruckten Zeitungen mehr. Alles nur noch elektronisch und im Netz? Will ich mir nicht vorstellen. Aber auch beim Abo-Preis mit Zustellung in den Briefkasten am Haus gibt es vermutlich Schmerzgrenzen für Leser. Mit scheint eine unvoreingenommene, nicht ideologisch geführte Diskussion nötig, was Regionalzeitungen im 21. Jahrhundert noch leisten müssen und können. Redaktionelle Ideen und Experimente, Leser und Nutzer einbeziehen, Geschäftsmodelle testen, das ganze Programm. Mehr Ideen und Experimente wagen, um das Kulturgut Zeitung und die Kulturtechnik Lesen zu erhalten und zu entwickeln. Mehr Mut wünsche ich mir. Einfach so. So einfach. 

Michael Plote

Dieser Beitrag ist eine Zweitveröffentlichung, sie wurde zuerst im Blog des Autors, der seit vielen Jahren von Erfurt aus als Feier Journalist tätig ist, erstmals veröffentlicht.

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Was ich an diesem Abend bei den Fragen des Publikums gemerkt habe: Da gibt es bei Lesern viel Nichtwissen, wie eine Zeitung gemacht wird, welcher Aufwand für einen gut recherchierten Beitrag getrieben werden muss. Themen setzen, „Agendasetting“, nannte Hollitzer eine Idee. Dann macht doch mal! Redaktionen (zentral, lokal) sind aber personell unterbesetzt. Interessiert aber den Zeitungsleser nicht die Bohne. Der regt sich höchstens über formale Fehler, Druckfehler etc., auf. Die sind aber die Folge der permanenten Überlastung der Redakteure, weil es zu wenige gibt. TAChefredakteur Hollitzer sprach von „gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“. Nun ja, was soll er auch sagen?

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Der nächste

Lokalreporter erscheint am 26. April 2019. Anzeigen- und Redaktionsschluss ist der 18. April 2019.

Noch kein Vierteljahr alt ist die Gemeindeneugliederung der Stadt Ohrdruf, die um die Ortsteile Gräfenhain, Crawinkel und Wölfis gewachsen ist. Fürs Heimatmuseum des Kulturpflegevereins Gräfenhain/Nauendorf e. V. übergab das Gräfenhainer Ortsteilratsmitglied Uwe Kallenbach die ehemalige Eingangstafel an Vorstandsmitglied Christel Frank. Das einstige Verkehrszeichen wird in der Sammlung einen würdigen Platz erhalten und an die kommunale Eigenständigkeit Gräfenhains bis zum 31. Dezember 2018 erinnern. Foto: Adrian Weber

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Mord und Todschlag in Tambach-Dietharz Über 100 Kurzkrimis wurden zum Wunderwasser-Krimipreis 2019 eingereicht Die Stadt Tambach-Dietharz schrieb nach 2017 (95 Einsendungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz) erneut den Wunderwasser-Krimipreis aus. Und der Tambach-Dietharzer Bürgermeister Marco Schütz freut sich, denn "auch die Neuauflage 2019 ist jetzt schon ein großer Erfolg!" Schütz verweist auf die Zahlen: Bis

zum Einsendeschluss trafen exakt 100 Kurzkrimis ein. 24 Beiträge davon kommen aus Thüringen. Die anderen Kurzkrimis erreichten Tambach-Dietharz aus dem ganzen Bundesgebiet, aus Österreich, Frankreich, Italien und der Schweiz. Und die Jury wird es bei der Entscheidung wieder außerordentlich schwer haben, denn nur drei Autoren werden zur Preisverleihung

am 19. Juni 2019 nach TambachDietharz eingeladen. An diesem Abend werden die Gäste des KrimiDinners und die Jury gemeinsam entscheiden, wer den Literaturpreis 2019 erhält. Starke Nerven braucht die Jury auch, denn die Kurzkrimis zelebrieren das Verbrechen auf die fantasievollste und vielfältigste Art und Weise: hinterrücks natürlich, zu-

weilen mit echtem Schrot und Korn, aber auch mit Gift oder Mitgift. Mit Spitze, Spritze oder Küchenmesser. Oder was halt grad so bei der Hand ist oder aus der Hand fällt. In Thüringen oder irgendwo auf dem Rest des Planeten. Und überall weiß man: Das "Tambacher Liebespaar" ist eine Sensation, um das der Luftkurort weltweit beneidet wird. Passt. red

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Lokalreporter • 29. März 2019

Editorial

Lokales

Emleben sagt nein Der Wahlkrimi am Abend der Abstimmung Emleben hat entschieden: Mit 56 % der abgegebenen Stimmen wollen sie eigenständig bleiben. Oscar am Freitag war bei der Auszählung dabei, als die öffentliche Auszählung von zweidutzend Emlebern voller Spannung begleitet wurde.

Liebe Leser, neue Töne erklingen in Waltershausen. Wahlkampftöne wohlgemerkt. Der Bürgermeister geht bei der Stadtratswahl auf die Liste der CDU – das bringt Stimmen. Die SPD moniert, dass Michael Brychcy das bisher nicht gemacht hat. Und ist sauer. So weit, so gut. Recht haben beide ein wenig. Michael Brychcy verweist nicht nur auf den Landrat, sondern auch auf andere Amtskollegen, die auf der Kommunalwahl-Liste stehen. Die SPD moniert, dass der Bürgermeister ja ohnehin nicht gewaählt werden könne. Und packt schon mal die Wahlkampfsäge aus. Immerhin: Diesmal wird es in Waltershausen nicht langweilig…  Ihr Maik Schulz

Impressum Verteilte Auflage: 32.000 Exemplare Vertreitung: Waltershausen (Waltershausen, Schnepfen­thal, Langenhain, Wahlwinkel), Tabarz/ Emsetal, (Tabarz, Fischbach, Schmerbach, Schwarzhausen, Winterstein), Friedrichroda/Leinatal (Friedrichroda, Ernst­ roda, Finsterbergen, Leina, Cumbach, Gos­ piteroda, Catterfeld, Altenbergen, Schönau v. d. W., Engelsbach, Wipperoda), Tambach/Apfelstädtaue (Tambach-Dietharz, Georgenthal, Nauendorf, Herrenhof, Hohenkirchen, Emleben, Petriroda), Erfüllende Gemeinde Ohrdruf (Ohrdruf, Crawinkel, Luisenthal, Wölfis, Gräfenhain), Erfüllende Gemeinde Günthersleben-Wechmar (Schwab­h ausen, Günthersleben-Wechmar), Gemeinde Drei Gleichen (Mühlberg, Wandersleben, Großrettbach, Cobstädt, Grabsleben, Seebergen), Nesse-Apfelstädt Gemeinde (Apfelstädt, Korn­ hochheim, Neudietendorf, Kleinrettbach, Ingersleben)

Steht man vor rot-weißen Straßenabsperrbändern, hat man es in der Regel mit Baustellen oder Umzügen zu tun. In der „Alten Schule“ Emleben wurde am Sonntag, den 10. März 2019, mit einem solchen Absperrband die Auszählung des Bürgerbegehrens von den fast 20 Besuchern abgetrennt. Ein voller Raum blickt von dort misstrauisch auf die acht Wahlhelfer, die die Stimmen auszählen. Baustelle und Umzug- beides trifft hier durchaus zu. Das Band wird zum ungewollten Symbol des Tages. Denn man kann durchaus von einem Umzug sprechen, weil die Gemeinde Emleben zur „Landgemeinde Georgenthal“ „umziehen“ sollte, zusammen mit den früheren ebenfalls eigenständigen Gemeinden Georgenthal, Hohenkirchen, Leinatal und Petriroda. Und es ist durchaus eine „Baustelle“ weil die politische Gemengelage im Vorfeld durchaus als solche bezeichnet werden kann. Der Umzug wird

ausfallen, die Emleber wollen der Landgemeinde nicht beitreten. Sonntag, der Tag des Bürgerentscheids. Es ist 8 Uhr morgens: Das Wahllokal öffnet. Wer nicht per Briefwahl entschieden hat, geht nun zur Abstimmung. Nahezu ganz Emleben wird seine Stimme abgeben. 18 Uhr, das Abstimmungslokal hat geschlossen. Nichts geht mehr. 515 von 595 Stimmberechtigten haben zu diesem Zeitpunkt ihren Stimmzettel abgegeben. Eine Wahlbeteiligung von knapp 86 Prozent. Die acht Mitglieder vom Abstimmungsvorstand öffnen die Wahlurne und breiten hunderte grüne Wahlzettel auf einem großen Tisch aus. Beide Seiten sind getrennt durch das rot-weiße Absperrband. Immer wieder öffnet sich die Tür. Circa 20 Zuschauer werden der Auszählung beiwohnen. 18:30 Uhr, der Saal füllt sich. Die Ersten im Publikum fangen an mit den Beinen zu wippen, dazu getuschel, manche rutschen nervös auf dem Stuhl. Die Auszählung hat mehrere Phasen, wird zur Sicherheit mehrfach wiederholt. 19:10 Uhr Ein „diese Scheiße“ kommt einem der Auszähler über die Lippen. Offenbar sind die

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mehrstufigen Auszählungen nervenraubender als vorher gedacht. Zwischendurch hört man immer wieder einzelne Zahlen und das Publikum versucht die gelegten Stimmzettelhaufen zu deuten. 20 Uhr, alle im Raum können es kaum erwarten. Nachdem die letzten Formalien erledigt sind, verkündet Abstimmungsleiterin Christiane Hübner kurz nach 20:00 Uhr das Ergebnis der Auszählung: Soll Emleben eigenständig bleiben? Mit ja stimmen 289 Emleber, nein 189, ungültig sind 37 Stimmen. Damit bleibt alles beim Alten. Die Antragstellerin des Bürgerbegehrens, Annett Greiner, kommentierte das Ergebnis im unmittelbaren Anschluss an die Auszählung: „Emleben hat eindeutig entschieden, das ist das Allerbeste an diesem Ergebnis. Es gibt keine Verlierer bei so einem Verfahren." Silke Sauerbier, die Bürgermeisterin von Emleben, hielt sich mit öffentlichen Aussagen sehr zurück. „Es wird sich auch nach der Abstimmung nicht viel für Emleben ändern“, so ihre Antwort am Abstimmungsabend. Die BI wird weiter existieren, sie treten auch zur nächsten Gemeinderatswahl an. Aber: „Bleibt es spannend, bleiben wir dran!“ Wir halten Sie auf dem Laufenden! Sascha Thein

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Waltershausen

Lokalreporter • 29. März 2019

Marco Wölk will „Weiter so” verhindern

SPD Waltershausen ist sauer über Brychcy-Kandidatur auf CDU-Stadtratsliste Am Dienstag meldete sich die Waltershäuser SPD mit einer Pressemitteilung zu Wort. Mit – für Waltershausen – durchaus ungewohnten Worten. Der Hintergrund: Mit insgesamt 24 Kandidaten, davon neun parteilosen Waltershäuser Bürgerinnen und Bürgern, tritt die SPD zur Stadtratswahl am 26. Mai an. An der Spitze der Liste steht Marco Wölk. Sein Ziel: Ein „Weiter so“ zu verhindern. Damit zielte er auf die – so wörtlich – „fast absolute Alleinherrschaft des seit annähernd 30 Jahren regierenden Bürgermeisters Michael Brychcy” ab. Nach Meinung von Wölk "dominiere Brychcy kraft seines Amtes seit Jahrzehnten die Argumentation im Stadtrat. Und dann kommt ein Frontalangriff: „Viele Stadtratsbeschlüsse bevollmächtigen den Bürgermeister zu Auftragsvergaben oder Anschaffungen, welche dem Rat erst im Nachhinein vorgelegt werden”, so Wölk. Die Mehrheiten im Waltershäuser Stadtrat würden dies möglich machen, wie Wölk meint. Und präzisiert: „Brychcy will anscheinend so weitermachen; mehr noch, seine

Mehrheit ausbauen, um noch einfacher durchzuregieren”.

nicht zu wählen. Es ist schließlich keine Bürgermeisterwahl.”

Dann lässt der SPD-Mann die Katze aus den Sack. Sein Ärger: „Als Bürgermeister auf der CDU-Stadtratsliste zu kandidieren, ist rechtlich erlaubt – moralisch aber nicht zu akzeptieren.“

Mag sein. Doch der Waltershäuser Bürgermeister wiederum sieht sich bestätigt, diesmal doch auf die CDUListe gegangen zu sein – nur, dass er das so nicht sagt. Er formuliert es anders: Seine Partei habe es verdient,

dass er sich in dieser Wahl für ein gutes Ergebnis einsetze. Salopp gesagt: Ohne Brychcy wäre es wohl für die CDU schwerer geworden. Übrigens: Der Lokalreporter wird vor der Wahl die Spitzenkandidaten zur Diskussionsrunde einladen - in den Rathaussaal. Mehr Infos demnächst.

Den Vorwurf nimmt Michael Brychcy gelassen. Auf Nachfrage des Lokalreporter erklärt er, dass er lange darüber nachgedacht hat, ob er auf die Liste gehen soll: „Ich habe mir angeschaut, was die anderen Amtsinhaber so tun – und mich dann auf Drängen meiner Partei dafür entschieden.” Es sei nicht verboten, meint Brychcy, der auch nicht glaubt, dass durch die Kandidatur von Amtsinhabern die Wahlbeteiligung steigt. Natürlich sieht auch Marco Wölk, dass Landrat Onno Eckert für die SPD auf der Kreistagsliste steht. Doch legt er Wert darauf, dass Waltershausen sich in den letzten Wahlperioden an den Modus gehalten hat, dass der Bürgermeister nicht kandidiert – im Gegensatz zu anderen Städten und auch zum Landkreis. Wölk ist sauer: „Ich kann nur dazu aufrufen das ungleiche Duell aufzunehmen und ihn

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Einsatz für Friedrichroda Frieder Eccarius: Warum ich kandidiere Dank Ihnen, liebe Mitbürger, wurde ich 2009, mit 21 Lenzen, das erste Mal in den Stadtrat von Friedrichroda gewählt. In der Zwischenzeit durfte ich seit 2014 im Kreistag Platz nehmen. Nun kandidiere ich wieder für den Kreistag und für den Stadtrat in Friedrichroda. Welche Inhalte sind mir wichtig? – Mich interessiert sehr, dass unsere Schulen nicht nur ordentlich ausgestattet; sondern rundherum gut sind! Das unsere Straßen modern und in Schuss sind. Das unser öffentlicher Personennahverkehr gut funktioniert und das die öffentliche Hand keine Schulden macht! Ich möchte das die Kindergärten bezahlbar bleiben und das in den Schulen ein gesundes und erschwingliches Mittagessen auf den Tisch kommt. – Ich möchte, dass wir unsere Radwege weiter ausbauen und sie so zu einer attraktiven Alternative zu Auto, Bus und Bahn werden. – In unserem Landkreis soll die Verwaltung schnell, effizient und bürgernah funktionieren. Durch das digitale Landratsamt und Rathaus möchte ich, dass der Bürger die meisten Verwaltungsgänge von zu Hause aus erledigen kann. In Friedrichroda, Ernstroda und Finster-

bergen brauchen wir superschnelles Internet. Mindestens 200.000 Mbit müssen bei jedem Anschluss drin sein. – In Friedrichroda müssen wir die Bürger nicht durch ständig neue Ideen zur Ausbremsung des Verkehres schikanieren! Die „Huckelpiste“ in der Marktstraße betrachte ich als Zumutung und die 20 Km/h-Zone in der gesamten Friedrichstraße als Frechheit. Diese gehört definitiv wieder abgeschafft. Weitere Themen: – Schloss Reinhardsbrunnen ist enteignet. Endlich! Jetzt muss die Stadt aktiv ein Nutzungskonzept gemeinsam mit dem Freistaat und der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten erarbeiten und umsetzen! Am Besten wäre eine Lösung, welche allen Friedrichrodaer Bürgern ein uneingeschränktes Betreten des Areals ermöglicht. – Unsere Schulen brauchen einen gescheiten und modernen Sportplatz! Hierfür will ich im Kreistag eintreten. An unserer SRH-Klinik fehlt ein Parkplatz mit ordentlichen Kapazitäten. Eine Parkdecklösung oder mehr Parkplätze in der Fläche sind nötig. – Bahnhof Reinhardsbrunnen: Ich will, dass das Areal baulich aufgewertet wird und der Bahnhof durch zu schaffende Kulturräume ein Verweil-Ort wird.

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Die Klasse 5/1 hilft!

Leserbrief aus Gymnasium Gleichense Gerade in der Weihnachtszeit, so haben die Schüler der Klasse 5/1 festgestellt, bekommen alle viele Geschenke, schon fast zu viele. So entstand die Idee, auch anderen etwas Gutes zu tun. Dazu führten sie einen Kuchenbasar durch und konnten den stolzen Betrag von 222 Euro am Ende feststellen. Diese Summe sollte zu gleichen Teilen an das Kinderhospiz in Tambach-Dietharz und das Tierheim Uelleben gehen. So besuchte dann eine Delegation am 19.02.2019 das Kinderhospiz und eine am 28.02.2019 das Tierheim, wo sie jeweils 111 Euro übergaben.

Überall wurden sie gut aufgenommen, ihnen wurden die Einrichtungen gezeigt und herzlich gedankt. Es gibt auch schon ganz konkrete Pläne, so soll z.B. ein Aufwärmraum für die Hunde in Uelleben angebaut werden. Für die Schüler der Klasse 5/1 des Gymnasiums Gleichense ist klar, das war nicht die letzte Aktion, denn wir wollen eine Klasse mit Herz sein.

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Medienzukunft

Lokalreporter • 29. März 2019

Zukunft der Zeitung ist ungewiss Was wird in fünf Jahren sein? Zeitungen werden immer weniger abonniert, gekauft und gelesen. Leser und Nutzer verändern dramatisch ihre Gewohnheiten. Wie gehen Redaktionen und Verlage damit um? Die Zukunft von Regionalzeitungen in fünf Jahren kann keiner voraussagen. Auch nicht Michael Tallai, Geschäftsführer der Mediengruppe Thüringen (MGT), nach eigener Aussage die größte ostdeutsche Verlagsgruppe. Er und Chefredakteur Jan Hollitzer redeten am 20. März 2019 in der Volkshochschule Erfurt über den aktuellen Zustand der drei Funke-Zeitungen in Thüringen: Thüringer Allgemeine,

Thüringische Landeszeitung und Ostthüringer Zeitung. Sie redeten lange monologisch und ausführlich über das Geschäft und den Markt von Regionalzeitungen und kürzer über die Inhalte und die Macher, die Redakteure der Zeitungen. Die werden bekanntlich immer weniger. Zum Markt: Jährlich beträgt der Verlust an Abonnenten drei bis vier Prozent per Saldo bei den drei Zeitungen. Es gibt auch Zuwächse, nicht nur Abbestellungen. Die aktuelle, verkaufte Auflage beträgt laut Geschäftsführer Tallai, auch im Netz nachzulesen, ca. 220.000 Exemplare, zu über 95 Prozent gedruckte Zeitung. Durch den für Zeitungszusteller verbindlich zu zahlenden Mindestlohn entfallen 40

Prozent der Herstellungskosten der Zeitung auf die Zustellung. Die drei Zeitungen, sagte Tallai ganz unmissverständlich, machen Verluste mit der Zeitungsherstellung. Wie lange kann so etwas noch gehen? Ein Bekenntnis von Tallai: „Ich habe keine Pläne, eine Zeitung einzustellen.“ Aber was ist in fünf Jahren? „Garantieren kann ich nichts.“ Entschieden wird sowieso in Essen in der Konzernzentrale der Funke-Gruppe. Am 7. Februar 2019 veröffentlichte die Funke-Gruppe, die früher als WAZ-Gruppe Essen firmierte, eine zumindest missverständliche Pressemitteilung, die für viel Aufsehen in Thüringen sorgte. Darin heißt es unter anderem: „Für die Thüringer Titel werden Szenarien erarbeitet, wie eine Versorgung der Leserinnen und Leser in ländlichen Gebieten mit digitalen Angeboten gewährleistet werden kann.“ Also keine gedruckte Zeitung mehr auf dem Lande? „Quatsch”, sagen die Funke-Leute: „Stimmt nicht.” Was haben Verlag und Redaktion also vor? Wieder gab es vor allem Antworten aus der Perspektive von Markt und Geschäft. Das kann ich schon ein bisschen nachvollziehen. Die MGT macht vor allem „Drumherumgeschäfte“, wie das Michael Tallai nennt. Eine genaue Aufzählung erspare ich mir hier (Gemeint sind u.a. die Organisation von Messen, der Einstieg ins Sportmarketing etc.). Wie reagieren aber die Redaktion und der neue Chefredakteur? Eine eher allgemeine Antwort überzeugte mich schon ein bisschen. „Wir müssen von den Themen ausgehen“ und entscheiden, auf welchen Ausspielkanälen und wann welche Geschichte publiziert, gepostet und gedruckt wird", warf Hollitzer ein. Aber da sehe ich als aufmerksamer Leser der gedruckten Zeitung, als aktiver Internetnutzer der verschiedenen Portale der Zeitungen (Web, Facebook, Twitter etc.) keine Strategie, keinen Plan, keine gedruckten und geposteten Geschichten der Zeitungen. Was ich an diesem Abend bei den Fragen des Publikums gemerkt habe: Da gibt es bei Lesern viel Nichtwissen, wie eine Zeitung gemacht wird, welcher Aufwand für einen gut recherchierten Beitrag getrieben werden muss. Themen setzen, „Agendasetting“, nannte Hollitzer eine Idee. Dann macht doch mal! Redaktionen (zentral, lokal) sind aber personell unterbesetzt. Interessiert

aber den Zeitungsleser nicht die Bohne. Der regt sich höchstens über formale Fehler, Druckfehler etc., auf. Die sind aber die Folge der permanenten Überlastung der Redakteure, weil es zu wenige gibt. TA-Chefredakteur Hollitzer sprach von „gegebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen“. Nun ja, was soll er auch sagen? Was in manchen Zeitungsredaktionen und in den Köpfen mancher Redakteure nach meiner Beobachtung noch nicht angekommen ist: Zeitungmachen ist ein „Rund-um-die-Uhr“-Job geworden, eine 24-Stunden-Aufgabe. Zeitung ist die gedruckte und die elektronische Version, die zu festen und flexiblen Zeiten auf unterschiedlichen „Ausspielwegen“ und Plattformen auf den Markt kommt. Bei Hollitzer klang das an, aber die Konsequenzen daraus, verträglich für die Kolleginnen und Kollegen in den Redaktionen organisiert, die wurden bei dem MonologDialog-Abend nicht deutlich. Ich schreibe mir hier die Finger platt für nichts. Mein Blog (miplotex.de) bringt mir monetär nichts ein. Aber ich bin leidenschaftlicher Zeitungsleser, ob Papier oder auf dem Tablet, lese zwei gedruckte und drei elektronische Zeitungen mehr oder weniger regelmäßig, für die ich eine Menge Geld hinblättere, pro Jahr eine hohe dreistellige Summe. Die Zukunft der Zeitung? Die ist ungewiss. Wenn es nach Journalistik-Professor Klaus Meier geht, gibt es in 15 Jahren keine gedruckten Zeitungen mehr. Alles nur noch elektronisch und im Netz? Will ich mir nicht vorstellen. Aber auch beim Abo-Preis mit Zustellung in den Briefkasten am Haus gibt es vermutlich Schmerzgrenzen für Leser. Mit scheint eine unvoreingenommene, nicht ideologisch geführte Diskussion nötig, was Regionalzeitungen im 21. Jahrhundert noch leisten müssen und können. Redaktionelle Ideen und Experimente, Leser und Nutzer einbeziehen, Geschäftsmodelle testen, das ganze Programm. Mehr Ideen und Experimente wagen, um das Kulturgut Zeitung und die Kulturtechnik Lesen zu erhalten und zu entwickeln. Mehr Mut wünsche ich mir. Einfach so. So einfach.. Michael Plote Dieser Beitrag ist eine Zweitveröffentlichung, sie wurde zuerst im Blog des Autors, der seit vielen Jahren von Erfurt aus als Feier Journalist tätig ist. erstmals veröffentlicht.


Landkreis

Musik ist Trumpf! Wenn in Gotha am 30. März 2019 die Chor- und Orchestermusik erklingt, beweist die Residenzstadt auch Albert Einsteins Theorie, dass die Zeit relativ ist. Denn die Gothaer erleben 20 Stunden Chor- und Orchestermusik zwischen 20 und 23 Uhr, also in nur drei Stunden. Wie das geht? Bis zu 1000 Mitwirkende aus ganz Deutschland werden in 40 Kurzkonzerte an 9 Standorten in ganz Gotha musizieren und organisieren. Das ist die Gothaer Chornacht am 30. März, und nur der Auftakt für die alljährlichen Chor- und Orchestertage 2019 in Deutschland. Aber keine Angst, sie können sich ihre Konzerte selbst zusammenstellen, denn zwischen den Konzerten ist 15 Minuten Pause, die neun Spielorte sind so weit entfernt, dass man zu Fuß pendeln kann. Zusätzlich pendeln zwei Shuttle-Busse zwischen Stadthalle und Innenstadtring (Bürgeraue, Friedrichstraße, Gartenstraße). So können Sie sich ihre Chornacht selbst zusammenstellen, und von Konzert zu Konzert wechseln. Alle Konzerte sind, wie auch der Shuttle-Service, kostenfrei. Die Nacht der Musik wird zentral um 19 Uhr in der Stadthalle eröffnet. Ab 20 Uhr starten parallel die Kurzkonzerte in der Bonifatiuskirche, im Kaufhaus Moses, in der Margarethenkirche, in der Stadtbibliothek, im Schloss Friedrichsthal, im KunstForum Gotha, im S‘Limerick und in der Augustinerkirche. Bis kurz vor 23 Uhr ist dort überall Musik. Anschließend finden sich die Akteure und Fans, die dann noch nicht genug haben, zum Ausklang mit „open end” in der Stadthalle zusammen. Das Besondere daran: Alle Musikerinnen und Musiker sind Freizeitmusiker. Sie sind in ihrer Freizeit in den verschiedensten Musikvereinen. So bieten dann auch die Konzerte ein breites Spektrum an Musikstilen, von traditionell bis modern Musik Das Motto der Veranstaltung lautet: „Deutschland feiert die Musik. Und die, die sie machen.” Anlassgeber ist der Bundespräsident. Der Bundespräsident zeichnet zudem alljährlich traditionsreiche Chöre mit der Zelter-Plakette und Orchester mit der Pro-Musica-Plakette aus, wenn diese mindestens 100 Jahre lang ununterbrochen gewirkt haben. Die ersten Plaketten des Jahres 2019 werden am 31. März in einem Festakt überreicht, der Höhe- und zugleich Schlusspunkt

der Tage der Chor- und Orchestermusik ist. Gleichzeitig demonstrieren die verschiedenen Veranstaltungen des Festivals einem breiten Publikum das hohe Niveau, auf dem die Amateure musizieren. Das Program und weitere Infos: www.tcom2019.de  S. Thein

Lokalreporter • 29. März 2019

7

Michael Fialik Unterstraße 38 99867 Gotha Tel.: 03621 403640 Fax: 03621 403641

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Oscar am Freitag Gotha und Landkreis – Ausgabe 03 – 29.03.2019  

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