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‫בית הכנסת האורתודוקסי בברלין‬

Bar Synagoge Mizwa – ‫מצווה‬ ‫ בר‬Joachimstaler Straße 13 Orthodoxe Berlin Mischpatim 25. Schwat 5772 – 18. Februar 2012

‫שבת שלום‬

Paraschat HaSchawua: Mischpatim – ‫משפטים‬

Liebe Freunde

‫בס"ד‬

‫"עין תחת עין" – ממון‬

‫עיחארכעחעיח‬ „Auge um Auge“ – die Pflicht der Schadensersatzzahlung S. 1-2 ‫כ‬

Gründung der Organisation „Chessed Schel Emet Berlin“ am 7. Adar, dem weltweiten Chewra Kadischa-Tag. S. 2

‫פרשת שקלים‬

‫חתונה חרדית‬ ,‫ידידים יקרים‬ ‫בשבוע שעבר השתתפתי יחד עם הרבנית בשמחת‬ ‫ אחיה של הרבנית גיסי הרב‬.‫חתונה חרדית בירושלים‬ ‫אהרון כהנה שליט"א ראש הישיבה השיא את בנו‬ ‫הבחור יצחק מבחירי ישיבת פוניבז' שבבני ברק‬ ‫מהישיבות החשובות בעולם היהודי עם הכלה לאה בתו‬ .‫של ראש ישיבה הרב צבי שחור שליט"א‬

Paraschat Schekalim S. 4 Kabbala: Über den genauen Zeitpunkt des A Ablebens von Mosche Rabbenu S. 6 S. 1

Diesen Erew Schabbat wieder: Unser traditioneller Kabbalat Schabbat S. 8

Diesen Erew Schabbat wieder: Lichtzündezeiten S. 9Unser traditioneller Kabbalat Schabbat S. 8

Jizchak und Leah Kahana

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,‫ המון רוקדים‬,‫החתונה היתה מלאה שמחה אמיתית‬ ‫הבחורים רוקדים בצד אחד ומעבר למחיצה רוקדות‬ ← ‫ אלו משמחים את החתן ואלו משמחות את‬.‫הנשים‬


r bParaschat HaSchawua: Mischpatim–

‫משפטים‬

„Auge um Auge“ (Schmot 21:24) – die Pflicht der Schadensersatzzahlung Es ist die Überlieferung unserer Weisen, dass sich „Auge

‫ח‬um Auge“ auf eine Geldangelegenheit bezieht, d.h., wer

einem anderen Schaden zufügt, muss ihm den Wert des „Auges“ (den genau entsprechenden Wert) erstatten. Das bedeutet also nicht, das Auge des Anderen herauszuholen. Sehr viele Juden und Nichtjuden haben die Tora aufgrund dieses Verses angegriffen und bis heute zitiert man ihn in der Absicht, dadurch auszudrücken, dass die Juden „Auge um Auge“ Rache üben. Doch wie ich zu Beginn geschrieben habe, haben schon unsere Talmudweisen (in Massechet Baba Kama 83) erklärt, dass sich der Vers auf eine Erstattungszahlung im Schadensfall bezieht.

‫ בחורי הישיבה לא באו בתחילת החתונה‬.‫הכלה‬ ‫ הם עסקו בערב בלימוד תורה‬,‫אלא לקראת הסוף‬ ‫בישיבה ורק לקראת סוף החתונה לאחר הארוחה‬ ‫ לשמח את החתן והכלה‬:‫הם באו במטרה אחת‬ ‫ תזמורת כמעט ולא היתה‬.‫בריקודים ובשירים‬ ‫כמנהג ירושלים רק עם תופים אבל השמחה היתה‬ ,‫ אוכל פשוט ביותר‬:‫ האירוע היה בצניעות‬.‫רבה‬ .‫ פשוט וצנוע‬,‫שולחנות רגילים ללא עושר‬ ‫הציבור החרדי רובו ככולו משפחות מרובות‬ ‫ מלאי שמחה לבושים נקי ומסודר ושמחים‬,‫ילדים‬ ‫ בציבור הזה ערך לימוד התורה גדול‬.‫בחלקם‬ ‫ החיים‬,‫ לא יוצאים לבילויים‬,‫ביותר אין מותרות‬ ‫ הם מוותרים על‬.‫ סביב המשפחה‬,‫הם סביב התורה‬ ‫הרבה כדי שיוכלו ללמוד תורה ולשלוח את‬ .‫ילדיהם לחינוך תורני וערכי‬

Es gibt im Talmud viele Erklärungen, weshalb es ausgeschlossen ist, bezüglich dieses Verses zu sagen, dass man ein Auge um eines Auges willen herausholt. Doch nicht die Art der Erklärung ist entscheidend, sondern dass es die mündliche Tora ist, die uns das sagt. Hierin liegt die tiefste Schicht der Wahrheit. Wir glauben mit vollkommenem Glauben, dass Moses die schriftliche Tora zusammen mit der mündlichen Tora vom Ewigen empfing und dass der Ewige Moses lehrte, dass „Auge um Auge“ sich auf eine Schadensfallzahlung bezieht. Entsprechend schreibt Maimonides in seiner Einleitung zur Erklärung der Mischna: „Bis jetzt haben wir nicht gefunden, dass es unter den Weisen irgendeiner Zeit von Mosche Rabbenu bis Raw Aschi (Ende der Amoräerzeit) eine Diskussion gäbe, bei der einer auf der Basis von „Auge um Auge“ sagen würde, dass wenn jemand dass Auge eines Menschen blind gemacht hat, dessen Auge dafür blind gemacht werde, und ein zweiter dagegen hielte, man sei nur verpflichtet, den Schaden zu bezahlen“. So schreibt Maimonides an mehreren Stellen, dass es die Überlieferung der mündlichen Tora ist, welche die Bedeutung von „Auge um Auge“ festlegt. Doch warum eigentlich formuliert die Tora „Auge um Auge“, um die Pflicht der Schadensersatzzahlung auszudrücken? Ich habe eine Erklärung von Maimonides in seinem Werk „Moreh Newuchim“ gesehen, die darauf zielt, dass es dem Menschen eigentlich „Mida Keneged Mida“ (Maß für Maß) zukäme, dass ihm das Gleiche getan werde, was er einem anderen Menschen angetan hat. Doch die mündliche Tora hat festgelegt, dass Geld zu zahlen ist. →

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‫שבעה ימים של שמחה "שבע ברכות" חוגגים‬ ‫ בכל יום עורך אחד‬.‫החתן והכלה עם משפחותיהם‬ ‫ החתן והכלה‬.‫מבני המשפחה סעודת שבע ברכות‬ ‫ לא נוסעים‬.‫נמצאים כל הזמן במחיצת המשפחה‬ .‫לטיולים ירח דבש – הדבש נמצא בחיק המשפחה‬ ‫כך הם בונים את ביתם וממשיכים את המסורת‬ ‫ מסורת של לימוד תורה‬.‫היהודית האמיתית‬ ‫ הרבה מאוד מוסדות של חסד‬.‫ועשיית חסד‬ ‫קיימות בקהילה החרדית קהילה של סולם ערכים‬ ‫ שמחתי מאוד להיות שבוע ולהשתתף‬.‫גבוה מאוד‬ ‫יחד עם הרבנית בשמחת משפחתנו בניית עוד בית‬ .‫יהודי בירושלים‬ ‫שבת שלום‬ ‫הרב יצחק ונחמה ארנברג‬


Obwohl es nicht nötig ist, eine Erklärung zu finden, gibt es viele verschiedene Erklärungsansätze. So gibt es auch die Auffassung, dass es unmöglich ist, dass eine Strafe je wahrhaftig und vollkommen sein kann, denn jeder hat sein eigenes Auge und kein Auge ähnelt dem des anderen, nicht in der Größe, nicht in der Stärke der Sehkraft, nicht hinsichtlich der Schönheit des Auges usw. Doch eine Sache ist klar, die Tora Israels hat niemals die Methode von „Auge um Auge“ als eine Rachepraxis in die Welt gebracht.

Sprichwort der Woche – ‫פתגם השבוע‬

‫יפה שתיקה לחכמים קל וחומר לטפשים‬ ‫שנאמר אויל מחריש חכם יחשב‬

Charedische Hochzeit Liebe Freunde, in der vergangenen Woche hatte ich, gemeinsam mit der Rebezzen, teil an der Freude einer charedischen Hochzeit in Jerusalem. Der Neffe der Rebezzen, mein Schwager, der Rabbiner Aaron Kahana schlita, Rosch Jeschiwa, verheiratete seinen Sohn Jizchak, der zu den ausgezeichneten Schülern der Jeschiwat Ponewitsch in Bnej Brak, einer der bedeutendsten Jeschiwot in der jüdischen Welt, gehört. Seine Braut Leah ist die Tochter des Rosch Jeschiwa, Rabbiner Zwi Schachor schlita.

)‫(מסכת פסחים דף צ"ט ע"א‬

Das Schweigen ist gut für die Weisen, und umso mehr für die Toren. So heißt es auch (Mischle 17:28): „der schweigende Narr kann für einen Weisen gehalten werden“ (Massechet Pessachim 99a)

Gründung der Organisation „Chessed Schel Emet Berlin“ Tanz mit dem Bräutigam

Wir freuen uns, hiermit die bevorstehende Gründung der Chewra Kadischa „Chessed Schel Emet Berlin“ bekannt zu geben, die mit G’tte Hilfe am 7. Adar 5772 stattfinden wird. Der 7. Adar ist der Tag des Ablebens von Mosche Rabbenu. Es ist der „Chewra Kadischa-Tag“ weltweit. Wir werden ein feierliches Mahl veranstalten, wie es in vielen Gemeinden Brauch ist – und wir werden an diesem Tag die Organisation in Berlin offiziell gründen. Es gibt, G’tt sei Dank, durch die Zusammenarbeit mit der Jeschiwat Beith Zion Lauder, schon an die zwanzig freiwillige Männer und Frauen, größtenteils von der Jeschiwa, die sich engagieren werden. Jeder, der sich ebenfalls ehrenamtlich im Rahmen von „Chessed Schel Emet Berlin“ einsetzen möchte, kann sich an das Sekretariat des Rabbinats wenden. Weitere Einzelheiten werden wir nächste Woche bekanntgeben.

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Es war eine Hochzeit voller wahrhaftiger Freude, und mit viel Tanz. Die Männer tanzen auf einer Seite und die Frauen auf der anderen Seite der Mechiza. Die tanzenden Männer erfreuen den Bräutigam und die tanzenden Frauen die Braut. Die Jeschiwe-Bocherim kommen nicht zu Beginn der Hochzeit, sondern erst gegen Ende. Sie beschäftigten sich am Abend mit dem Torastudium in der Jeschiwa, und erst gegen Ende der Hochzeit, nach der Mahlzeit, kommen sie mit dem einem Ziel: Braut und Bräutigam durch Tänze und Lieder zu erfreuen. Orchester gab es so gut wie keines, Musik machte man allein mit Trommeln, nach der Sitte Jerusalems – doch es herrschte große Freude. Man feierte in Bescheidenheit, mit einfachem Essen, gewöhnlichen Tischen, ohne Prunk, einfach und bescheiden.→


‫עשה לך רב‬

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‫ טוסטר המשמש ליבוש הלחם האם צריך טבילה‬:‫שאלה‬ ?‫במקוה‬ ‫ הקונה כלים מן אינו יהודי כלי מתכת או כלי זכוכית‬:‫תשובה‬ ‫ כלי מתכת חייבים‬.‫אסור להשתמש בהם ללא טבילה במקוה‬ ‫ הגמרא במסכת ע"ז דף‬.‫טבילה מן התורה וכלי זכוכית מדרבנן‬ ‫ כל מה שהוא‬,‫ע"ה ע"ב אומרת שהתורה מתכוונת לכלי סעודה‬ ‫ הוא‬,‫ לדברי ר' משה פיינשטיין באגרות משה‬.‫צורך הסעודה‬ ‫ והרי הלחם ראוי‬,‫פוסק שטוסטר רק משבח קצת את הלחם‬ .‫לאכילה ללא הטוסטר לכן הטוסטר אינו חייב בטבילה‬ Den Rabbiner gefragt Frage: Muss ein Toaster für die Röstung von Brot in der Mikwe untergetaucht werden? Antwort: Wer Geschirr von einem Nichtjuden kauft, Metall- oder Glasgefäße, darf diese nicht benutzen ohne sie zuvor in der Mikwe unterzutauchen. Metallgefäße unterliegen der Pflicht des Untertauchens nach der Tora und Glasgefäße nach der Bestimmung der Rabbinen. Die Gemara (Massechet Awoda Sara 75b) sagt, dass die Tora Essgeschirr meint, alles, war für eine Mahlzeit benötigt wird. Nach der Entscheidung von Rabbi Mosche Feinstein in „Igrot Mosche“, dient der Toaster allein dazu, das Brot ein bisschen zu verfeinern. Und da das Brot auch ohne es zu toasten zum Verzehr geeignet ist, unterliegt ein Toaster nicht der Pflicht des Untertauchens. ---------------------

Sie haben eine Frage und wünschen eine Beantwortung innerhalb dieses Newsletters? Dann schreiben Sie an:

frag_den_rabbiner@gmx.de

Ihre Fragen werden nach der Reihenfolge ihres Eingangs beantwortet. Bitte haben Sie daher etwas Geduld, wenn die Veröffentlichung Ihrer Frage sich verzögert. Eine Antwort per Mail kann nicht erfolgen. 3

Die charedische Gemeinde besteht größtenteils aus kinderreichen Familien, Menschen voller Freude, sauber und ordentlich angezogen und zufrieden mit dem, was sie haben. In dieser Gemeinschaft ist der Wert des Torastudiums ganz besonders hoch – kein Luxus, kein Zeitvertreib durch Amüsements. Das Leben kreist um die Tora und um die Familie. Man verzichtet auf viel, um das Torastudium zu ermöglichen und den Kindern eine fundierte und gehaltvolle Erziehung nach der Tora zu gewährleisten. Sieben Tage der Freude, „Schewa Brachot“ (sieben Segenssprüche), feiern Bräutigam und Braut mit ihren Familien. Jeden Tag bereitet jemand aus der Familie die Mahlzeit der „Schewa Brachot“. Braut und Bräutigam befinden sich die ganze Zeit über im Kreis der Familie. Man fährt nicht in den Honeymoon – Honey ist im Schoß der Familie. So fährt man fort mit der wahren jüdischen Tradition, der Tradition des Torastudiums und der Ausübung von Liebestaten. Innerhalb der charedischen Gemeinde gibt es sehr viele Institute, die sich der Ausübung von Liebestaten widmen. Es ist eine Gemeinschaft mit einer sehr sehr hohen Werteskala. Es war mir eine große Freude dort eine Woche zu verbringen und gemeinsam mit der Rebezzen an dem Freudenfest unserer Familie teilzuhaben – an der Freude, ein weiteres jüdisches Haus in Jerusalem zu bauen. Schabbat Schalom Rabbiner Yitshak und Nechama Ehrenberg

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Begriffe im Judentum – ‫מושגים ביהדות‬ Vielen Dank – ‫תודה רבה‬

‫ – ארבע פרשיות‬Arba Paraschijot – Vier Abschnitte

Vom Schabbat vor Rosch Chodesch Adar an bis zum Schabbat Rosch Chodesch Nissan pflegt man außer dem Wochenabschnitt noch einen weiteren Abschnitt zu lesen, der eine Verbindung zur jeweiligen Zeit im jüdischen Kalender hat. lk- „Schabbat Schekalim“, der Schabbat vor Rosch Chodesch Adar, - „Schabbat Sachor“, der Schabbat vor Purim - der Schabbat vor „Paraschat HaChodesch“ „Paraschat Parah“ genannt - der Schabbat vor Rosch Chodesch Nissan oder (je nachdem wie er fällt) der Schabbat Rosch Chodesch Nissan wird „Paraschat HaChodesch“ genannt.

‫ – פרשת שקלים‬Paraschat Schekalim –

Herzlichen Dank Herrn Sidney Jachimowicz für den Kidusch am heiligen Schabbat anlässlich der Jahrzeit seines Vaters, dem Gabbai unserer Synagoge, Herrn Schmuel Zwi Jachimowicz sel. A. Wir danken Herrn Jachimowicz und wünschen ihm und seiner ganzen Familie Gesundheit, Freude und Naches.

‫שלום‬

der Abschnitt „Schekalim“

Schalom. Ein Stückchen jüdische Geschichte Berlins

(Halber Schekel aus dem Jahr 67/68 n.d.Z. Das Titelfoto zeigt Vorder- und Rückseite)

Koschere Spezialitäten seit 1967

Am Schabbat vor Rosch Chodesch Adar werden zwei Torarollen ausgehoben, aus einer liest man den Wochenabschnitt und aus der zweiten den Abschnitt „Schekalim“ aus der Parascha „Ki Tissa“. In der Zeit des Tempels sammelte man Geld für die Opferdarbringungen des ganzen Jahres. Es wurde jeden Tag geopfert, an den Schabbatot, zu den Festen usw. Jeder Jude war verpflichtet, einen Anteil an diesen Opfern zu haben. Und daher spendete jeder Jude einen halben Schekel zu diesem Zweck. Es steht geschrieben: „Der Reiche soll nicht mehr geben und der Arme nicht weniger als einen halben Schekel“ (Schmot 30:15). Jeder einzelne Jude hat einen Jahresanteil an den Opfern und sogar der Reiche, der mehr spenden möchte, kann auch nur einen halben Schekel geben. Jedes Jahr an Rosch Chodesch Nissan pflegte man damit zu beginnen, von der neuen Teruma darzubringen. Und daher, einen Monat früher, d.h. von Rosch Chodesch Adar an, stellte man Kassen an vielen Orten auf, und jeder Jude spendete seinen Teil. So ist es Brauch geblieben an diesem Schabbat den Abschnitt „Schekalim“ zu lesen, obwohl wir heute keinen Tempel und keine Opfer mehr haben. Doch wir glauben, dass der Tempel schnell und in unseren Tagen gebaut werden wird und dann wird dies wiederum aktuell sein. Es möge der Wille des Ewigen sein, dass der Tempel schnell und in unseren Tagen gebaut werden möge. 4

Fleisch- und Wurstwaren, Gefilte Fisch, Israelische Salate, Weine, Süßigkeiten und vieles mehr

Schauen Sie gern vorbei Wir freuen uns auf Sie Öffnungszeiten: Mo – Do: 11.00 – 18.00 Uhr Fr 10.00 – 15.00 Uhr Sybelstr. 10, 10629 Berlin, U-Bhf. Adenauerplatz Tel: 312 11 31, Fax: 318 099 05 Sybelstr. 10, 10629 Berlin, U-Bhf. Adenauerplatz Tel: 312 11 31, Fax: 318 099 05


Bedeutende Rabbiner

Rabbi Jacob Margalit

Rabbi Jacob Landau

Befreundet war er besonders mit R. Josef Jitzchak Schneerson, der 1920 an die Führungsspitzeund dereine lubawitscher Bewegung halachische kam. Der Rabbi Jacob bar Mosche Leib Landau (5653-5746/ Rabbi Jacob Margalit (gestorben 5261/1501) war Talmudgelehrter allseits hochgeschätzte lubawitscher Rebbe brachte seinen „Hof“ nach 1893-1986) war Rabbiner von Bnei Brak und ein Autorität seiner Zeit. Er stammte aus Worms und wurde Stadtrabbiner in Nürnberg. Leningrad, wo es in derder ZeitScheidung, der bolscheausgezeichneter Gesetzeslehrer. Sein Hauptwerk „Seder HaGet“ ( Regeln des Scheidungsbriefes) behandelt denihm Prozess das wistischen Repressionen gelang, einen „Staat Schreiben des Get und die Art und Weise der Übergabe des Scheidungsbriefes. der herausgegeben Tora“ zu errichten am Leben zu Dieses Buch ist in einer kürzeren Variante bekannt, die ca. 1540 wurde. und Die aschkenasischen erhalten. Die Emissäre des Rebbe, die für die Rabbiner benutzen dieses Buch bis zum heutigen Tag als Nachschlagewerk. des(gestorben jüdischen 1530) Lebens in der verschieR. Margalit unterrichtete viele Schüler, deren herausragendsterEntwicklung R. Jacob Polak war, später denen Orten zuständig waren, gründeten vom die jüdische Gemeinde von Polen leitete. Staat verbotene Gebetshäuser, Cheder und 1499, als die Juden aus Nürnberg ausgetrieben wurden, fand R. Margalit eine Zuflucht in der Stadt Regensburg. Jeschiwot. In dieser Zeit wohnte R. Landau in Er starb zwei Jahre später am 18. Schwat 5261/1501. und organisierte dort in denen Seine Söhne zogen weiter nach Osteuropa. R. Jizchak MargalitMoskau wurde Rabbiner von Prag, derZirkel, Hauptstadt von man Tora und Talmud lernen konnte. 1935 Böhmen; der jüngste Sohn, R.Schmuel Margalit, wurde Rabbiner von Warschau, der Haupstadt Gross-Polens. gelang es ihm, nach Eretz Israel auszuwandern. Auf Empfehlung einer der Führer der Generation des R. Abraham Jeschaja Karelitz (Chason Isch, siehe den Newsletter vom 12.11.2011) wurde R. Landau zum Rabbiner von Bnei Brak gewählt. Dank seines religiösen Einflusses gewann das Leben in der Stadt noch an Heiligkeit. Es entstanden viele neue Jeschiwot; Bnei Brak wurde wieder zu einem der Weltzentren des Talmud-Tora-Studiums. Der hohe Standart der Zertifikation der Kaschrut auf Lebensmittel Rabbiner Jacob Landau geht ebenfalls auf R. Landau zurück. Der Stammbaum seiner rabbinischen Vorfahren reicht bis in die Epoche der Rischonim zurück. Bekannt unter seinen Vorfahren sind R. Jehuda Liva Landau (gestorben 1468), welcher Rabbiner der Stadt Landau war, R. Jacob Baruch Landau, der Verfasser des halachischen Werkes „HaGur“ und R. Jecheskel Landau (Noda bi Jehuda, 1713-1793), der höchste halachische Autorität als Rabbiner von Prag und Böhmen genoss. R. Jacob Landau wurde in dem kleinen Ort Kurnitsch geboren, wo sein Vater der Ortsrabbinner war. Er lernte zuerst bei seinem Vater und danach in der Jeschiwa von Chabad „Tomchei Temimim“, die R. Josef Jitzchak Schneerson leitete. Später lernte er bei dem talmudischen Genius R. Josef Rosin, dem so genannten Rogatschover, in Dwinsk. Im Alter von 18 Jahren erhielt R. Landau die rabbinische Semicha und wurde offizieller Gesetzeslehrer am lubawitschen „Hof“; er beantwortete halachische Fragen, die von verschiedenen Gemeinden gestellt wurden.

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R. Landau und R. Eliezerov R. Jacob Landau starb am 25. Schwat 5746/ 1986 im Alter von 93 Jahren. Sein Sohn folgte ihm im Amt als Rabbiner von Bnei Brak nach. Von Reuven Berenstein Verwendete Literatur: R. Alexander Kaz, „Chachmej Israel“ (Die Weisen Israels)


‫פינת הקבלה‬

‫ללומדי עברית תנכית‬

Über den genauen Zeitpunkt des Ablebens von Mosche Rabbenu

Schmot 24:3 mit Umschrift und Interlinearübersetzung

Der Sohar Jitro 88a schreibt: „Wann genau starb Mosche Rabbenu? Komm und sieh, an allen sechs Tagen der Woche, wenn die Zeit des Minchagebets gekommen ist, herrscht schweres „Din“ (die Seite der g’ttlichen Gesetzesstrenge) [in der Welt). Alle „Dinin“ (Urteile) kommen zum Erwachen (werden aktiv). Am Schabbat aber, wenn die Zeit des Minchagebets gekommen ist, findet sich der höchste „Razon“ (g’ttliche Wohlgefallen) [Das meint, dass es eine Stunde des Wohlgefallens, der Güte und des Erbarmens ist]. Der Heilige, gepriesen sei sein Name, offenbart seinen Wohlgefallen, und alle Urteile beugen sich zurück, und es findet sich Wohlgefallen und Freude, und Freude in allem. Und in diesem „Razon“ zog sich zurück (starb) Moses, der treue heilige Prophet der Welt, damit kund werde, dass er sich nicht [zur Zeit] des „Din“ zurückzog. Sondern in dieser Stunde ging seine Seele aus, im „Razon“ des Heiligen, gepriesen sei sein Name, – Verborgener alles Verborgenen. Nicht die Oberen und nicht die Unteren kennen ihn. [So ist es] auch hier, diese Seele [von Moses], die verborgen ist in diesem „Razon“, offenbar zur Zeit des Minchagebets am Schabbat, – über sie steht geschrieben: „und keiner kennt seinen Begräbnisort“ (Dwarim 34:6). Er ist verborgener als alles Verborgene auf der Welt, und „Din“ herrscht nicht über ihn. Gelobt ist der Teil Moses“.

‫ויספר‬

Mosche Moses

‫כל‬

‫את‬

Dieses Gebot zählt Chafez Chajim als das zweite von 14 Tue-Geboten hinsichtlich der üblen Nachrede. Es ist uns geboten, das Eigentum unseres Nächsten zu hüten, als ob es unseres wäre, und auf die Ehre des Nächsten zu achten, als ob es um unsere eigene Ehre ginge. Wer Laschon HaRa über seinen Nächsten spricht oder sich anhört, auch wenn der Gegenstand der üblen Nachrede der Wahrheit entspricht, zeigt damit deutlich, dass er seinen Nächsten nicht liebt und dass dessen Ansehen ihm nichts bedeutet. Selbstverständlich erfüllt er auf diese Weise nicht das Gebot der Nächstenliebe. → 6

‫לעם‬

Et (Akk.)

LaAm dem Volk

‫ואת‬

'‫ה‬

‫דברי‬

WeEt und+(Akk.)

HaSchem des Ewigen

Diwrej Worte

‫ויען‬

‫המשפטים‬

‫כל‬

WaJa’an Und es antwortete

HaMischpatim Rechtssatzungen

Kol alle

‫קול‬

‫העם‬

‫כל‬

Kol [mit] Stimme

HaAm Volk

Kol das ganze

‫כל‬

‫ויאמרו‬

‫אחד‬

Kol alle

WaJomru und sie sprachen

Echad eine[r]

‫דבר‬

‫אשר‬

‫הדברים‬

Diber gesprochen hat

„Du sollst lieben deinen Nächsten wie dich selbst“ (Wajikra 19:18)

‫ויבא‬

WaJawo Und es kam

Kol alle

Schmirat HaLaschon – ‫שמירת הלשון‬ Das Hüten der Zunge )‫"ואהבת לרעך כמוך" (ויקרא יט יח‬

‫משה‬

WaJessaper und erzählte

Ascher welche

HaDwarim Worte

‫נעשה‬

'‫ה‬

Na‘asseh wollen wir tun

HaSchem der Ewige

R. Awraham Ibn Esra erklärt zu ‫ויען כל העם‬ (und es antwortete das ganze Volk): ‫כאילו הוא‬ ‫( איש אחד‬als ob es ein einziger Mann wäre). „Volk“, obwohl selbst ein Singular, steht häufig mit einem Verb im Plural. Hier jedoch steht das Verb (es antwortete) im Singular.


Jeder Mensch weiß um seine eigenen Fehler und doch möchte er auf keinen Fall, dass der Nächste auch nur einen einzigen seiner tausend Fehler erkennt. Wenn es doch passiert, dass etwas von seinen Mängeln offenbar wird und sein Nächster geht herum und fängt an, den Leuten davon zu erzählen, so hofft der Mensch, dass die anderen das Erzählte nicht glauben werden, damit er in deren Augen nicht für unanständig gehalten wird. Und das auch dann, wenn er selbst von sich weiß, dass er viel mehr Übertretungen hat, als überhaupt herausgekommen sind – und zwar aus Liebe zu sich selbst. Vor dieser Liebe wird alles andere zurückgedrängt. Und genau so, schreibt Chafez Chajim, ist uns geboten, uns unserem Nächsten gegenüber zu verhalten. Wir sollen uns in jedem Fall über das Ansehen unseres Nächsten erbarmen. Nicht zufällig schildere uns die Tora, was mit Noah geschah: „Und er trank und wurde betrunken und er entblößte und sich […] und Cham sah es […] und Schem und Japhet bedeckten die Blöße ihres Vaters“ (Bereschit 9:21-22). Die Tora erzählt uns auch, mit welchem Segen er die beiden gesegnet hat, um uns die Größe der Eigenschaft des Zudeckens von Schande vor Augen zu stellen. Der Mensch soll die Schande seines Nächsten mit aller Kraft zudecken, so, als ob es seine eigene wäre.

‫בלייברג'ס‬

Bleibergs

Café mit koscheren und vegetarischen Spezialitäten. Backwaren, Snacks und Salate. Auch Catering ins Haus. Feinkost und Gastro GmbH Nürnberger Straße 45, 10789 Berlin Tel: 030/ 21 91 36 24 Fax: 030/ 21 91 36 25 Mobil: 0172/ 390 45 53

Schiurim - ‫שיעורים‬

Neu: Studienmöglichkeit

mit Kantor Arie Zaloshinsky!

Blumen Sühr

In der Mercedes-Welt Am Salzufer 1 10587 Berlin Fon +49 (030) 39 01 18 76 Fax +49 (030) 85 92 375 info@blumen-suehr.de www.blumen-suehr.de

Kantor Arie Zaloshinsky (rechts im Bild) unterrichtet täglich eine Stunde nach dem Schacharit- und zwei Stunden nach dem Mincha-Ma’ariwgebet

Tora und Talmud für verschiedene Altersklassen. Interessenten können zur Terminabsprache und für weitere Einzelheiten bei Herrn Zaloshinsky anrufen:

Tel.: 313401137710 7

Helmholtzstraße 29 10587 Berlin Charlottenburg Fon +49 (030) 85 24 312 Fax +49 (030) 85 92 375 info@blumen-suehr.de www.blumen-suehr.de

Sprechen Sie mit uns. Wir nehmen uns gern Zeit für Sie.


Schiurim - ‫שיעורים‬ Rabbiner Yitshak Ehrenberg Talmud - Massechet Taanit Jeden Schabbat 08:45 Uhr – 09:30 Uhr in der Eingangshalle der Synagoge. Paraschat haSchawua. Täglich nach Schacharit in der Eingangshalle der Synagoge. Halacha – aus dem Buch „Chaje Adam“. Täglich zwischen Mincha- und Arwitgebet in der Synagoge. Rabbiner Yitshak Ehrenberg in Zusammenarbeit mit Jeschiwat Beith Zion Lauder Ta’am Jehudi – „Jüdischer Geschmack“ Tora-Studienprogramm (Siehe auch S. 8) Jeden Donnerstagabend 19.15 Uhr – 20:45 Uhr in der Synagoge. Rebezzen Nechama Ehrenberg Ivrit – Hebräisch & Judentum. Jeden Montag 18:30 Uhr im Kiduschraum der Synagoge. Reuven Berenstein „Der Pfad der Aufrechten“ (Messilat Jescharim) von Rabbi Mosche Chajim Luzatto. Jeden Dienstagabend 18:00 bis 19:00 und am Schabbat nach dem Kidusch, in der Zeit vor dem Minchagebet im Rabbinerzimmer der Synagoge. Gabbaj Ichiel Golzmann/Kantor Arie Zaloshinsky Schirej Tefila und jüdische Lieder – Musikunterricht für Jungen

Kabbalat Schabbat

An diesem Schabbatabend findet unser tradtioneller Empfang des Schabbat statt. Mit Schabbatliedern, guter Atmosphäre und gutem Essen. Wer teilnehmen möchte, bitte bei Café Bleibergs (030) 21 91 36 24 anmelden.

‫ידישע טעם‬ Tora-Studium im Rahmen des Programms „Jiddische Ta’am“ am Donnerstag letzter Woche in der Synagoge.

Jeden Sonntag ab 10.30 im Rabbinerzimmer der Synagoge Anmeldung: golzmann@paula-fuerst-musikschule.de Tel.: 0173/214 35 96, ab 20.00 Uhr: 030/744 91 88 030/744 91 88Tel.: 0173/214 35 96, ab 20.00 Uhr: 030/744 91 88

Fotos: Arie Zaloshinsky

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W

Gebetszeiten und Lichterzünden 17.02.12

Freitag

Erew Schabbat Mischpatim

‫משפטים‬

Mincha Schabbatlichter

17.15 17.05

Schabbat Schekalim Mewarchin RoCh Adar

18.02.12

Schabbat

Schacharit Mincha Schabbausgang

09.30 16.50 18.17

19.02.1223.02.12

Wochentags

Schacharit Mo-Frei Schacharit So Mincha So-Do

07.30 08.00 17.20

24.02.12

Donnerstag

Rosch Chodesch

Newsletterinfos Anmeldung für den Newsletter: ehren_berg@yahoo.de Tel.: 211 22 73 (Sekretariat des Rabbinats)

Schiurim von Rabbiner Yitshak Ehrenberg: www.youtube.com/EhrenbergSynagoge Emailadresse für Fragen an den Rabbiner frag_den_rabbiner@gmx.de

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Mischpatim 5772