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Ausgabe

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news Einblicke in Unternehmen und Branche

> Blackout

> A39

> Liberalisierung

> BADUE

Sorge vor Stromausfällen in Deutschland

Ausbau fördert wirtschaftliches Wachstum Uelzens

Wasserversorgung darf nicht zum Spielball werden

Investition in die Zukunft

Moderne Energieversorgung made in Uelzen Zukunftsfähig aufstellen: Das richtige Portfolio für eine erfolgreiche Energieversorgung

2013


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Liebe Leserinnen, liebe Leser, ich hoffe, Sie sind beruflich wie privat zufrieden und erfolgreich durch das erste Quartal 2013 gekommen. Vor uns liegt ein Jahr, das zweifelsohne eine Vielzahl an Die Energiewende darf nicht nur auf Kosten der Privatkunden vorangetrieben werden. Strom muss bezahlbar bleiben.

Herausforderungen und auch Unwägbarkeiten für die deutsche und internationale

Markus Schümann, Geschäftsführer der Stadtwerke Uelzen

konzepte seien hier nur exemplarisch genannt.

Energiewirtschaft bereithält. Die Auswirkungen des Atomausstiegs und die daraus resultierende Energiewende in Deutschland sowie innovative Energie- und Förder-

Insbesondere der dezentralen Energieversorgung kommt im Zuge dessen eine wachsende Bedeutung zu. Kommunale Energieversorger wie mycity übernehmen beim Ausbau der erneuerbaren Energien eine entscheidende Rolle. Als kleines mittelständisches Unternehmen mit rund 100 Mitarbeitern gelten die Stadtwerke Uelzen mittlerweile auch über die regionalen Grenzen hinaus als Vorreiter der Energiewende. In diesem ersten mycity Newsletter beleuchten wir zum einen die Rolle kommunaler Stadtwerke beim Ausstieg aus der Atomenergie und diskutieren zum anderen die aktuellen Herausforderungen der Energiewende. Denn trotz der großen Fortschritte, die im Neu- und Ausbau regenerativer Energiequellen zweifelsohne bereits erzielt wurden, besteht in vielen Bereichen noch Nachholbedarf. So sind beispielsweise die Netze zur Verteilung des Stroms noch nicht im gesamten Bundesgebiet ausreichend belastungsfähig ausgebaut und die Versorgungssicherheit der Bürger ist daher nicht in allen Regionen gleichermaßen gesichert. Der mycity Newsletter befasst sich in dieser Ausgabe deshalb unter anderem mit dem zunehmenden Risiko


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Die Stadtwerke Uelzen haben die Bedeutung von erneuerbaren Energien bereits vor vielen Jahren erkannt. 2008 hat mycity deshalb als erster Energielieferant in Niedersachsen die Energieversorgung für alle Haushaltskunden auf 100 % Ökostrom umgestellt.

eines Strom-Blackouts in Deutschland. Zudem thematisieren wir die Bestrebungen der Europäischen Kommission, den europäischen Wassermarkt zu liberalisieren. Aus

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meiner Sicht hätte ein Inkrafttreten der vorgelegten Richtlinienpläne dramatische

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Auswirkungen auf die Strukturen der kommunalen Wasserwirtschaft und damit beträchtliche Nachteile für die Verbraucher.

Inhalt

Kontroverse Diskussionen hat es im Rahmen der neuen Koalitionsbildung im nieder-

Seite 4 Die Sorge vor Blackouts in Deutschland

sächsischen Landtag auch um den geplanten Ausbau der Autobahn 39 von Lüneburg

Seite 5 Ausbau der A39 fördert wirtschaftliches Wachstum Uelzens

nach Wolfsburg gegeben. Für kommunale Unternehmen aus der Region wie den Stadtwerken Uelzen ist der Weiterbau der Trasse unerlässlich, um den Arbeits- und Wohnstandort Uelzen künftig noch attraktiver und wettbewerbsfähiger zu machen. Erfreulichere Nachrichten gibt es dafür aus dem BADUE zu vermelden. Hier hat mycity als Betreiber seit 2008 in die Sanierung und Erneuerung der Schwimmbadtechnik und Bauphysik sowie in neue Inneninstallationen investiert. Nachdem die Arbeiten im Hallenbad bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen werden konnten, wird nun auch der Außenbereich voraussichtlich pünktlich zur Freibadsaison fertiggestellt. Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre dieses ersten mycity Newsletters und verbleibe mit den besten Wünschen aus Uelzen. Ihr Markus Schümann

Seite 6 Die Wasserversorgung darf nicht zum Spielball werden Seite 7 Umbau des BADUE: Eine Investition in die Zukunft Seite 8 Impressum


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Die Sorge vor Blackouts in Deutschland

Während der Ausbau erneuerbarer Energien weiter voranschreitet, entflammte in den vergangenen Monaten eine Debatte um mögliche Blackouts. Eine Sorge, die nicht unbegründet scheint, wenn man sich beispielsweise den Stromausfall in München Ende des letzten Jahres ins Gedächtnis ruft. Auch die Stadtwerke Uelzen nehmen diese Gefahr sehr ernst, denn die aktuelle Infrastruktur der Stromautobahnen in Deutschland ist den neuen Anforderungen noch nicht gewachsen. Der rasante Ausbau der erneuerbaren Energien belastet die Netze. Denn je nach Wetterlage speisen beispielsweise hunderte Windräder viel oder wenig Energie in die Netze ein und zwingen so zu Ausgleichsmanövern. In Uelzen haben wir diese Probleme frühzeitig erkannt und entsprechend gehandelt. Den Ausbau unserer Netze haben wir so vorangetrieben, dass wir heute in der Lage sind, nahezu alle Erzeugungsanlagen direkt an unser Netz anzuschließen. Außerdem arbeiten wir aktuell mit dem Projekt »Smart Watts« an einer besseren Energiebalance im Netz durch Verbrauchserfassung und Lastverteilung. Grundgedanke dieses Projektes ist es, Informationen über den Energiefluss von der Erzeugung bis zum Verbrauch zu erheben und jederzeit verfügbar zu machen. Die gesammelten Informationen können dann beispielsweise dazu genutzt werden, dass sich Geräte immer dann einschalten bzw. aufgeladen werden, wenn viel regenerativer Strom verfügbar ist. Was in unserer Region heute schon umgesetzt wird, muss nun aber auch in der gesamten Bundesrepublik eingeführt werden. Denn ohne ein flächendeckendes Verteilungsnetz kommt der »grüne Strom« nicht dort an, wo er gebraucht wird. Ende Dezember 2012 hat die Bundesregierung den Bau von drei neuen Stromautobahnen beschlossen. Insgesamt werden 2.800 Kilometer Höchstspannungsleitungen neu gebaut, um Windstrom aus Nord- nach Süddeutschland zu befördern. Darüberhinaus sollen im bestehenden Höchstspannungsnetz 2.900 Kilometer für die schwankende Ökostromeinspeisung optimiert werden. Eine Entscheidung, die ich sehr begrüße. Der Aus- und Umbau der Infrastruktur ist der Schlüssel für die flächendeckende Versorgung mit regenerativen Energien. Deswegen gehen wir als kommunaler Energieversorger mit gutem Beispiel voran.


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Ausbau der A39 fördert wirtschaftliches Wachstum Uelzens Uelzen braucht die A39, davon sind ein Großteil der Uelzener Unternehmer und Teile der Politik überzeugt. Denn durch den Ausbau der Autobahn und die Anbindung an das Bundesfernstraßennetz wird das wirtschaftliche Potenzial der Region deutlich gesteigert.

Nun scheint das Projekt leider ins Stocken zu geraten. Die neue rot-grüne Landesregierung in Hannover jedenfalls stellt den Ausbau der Bundesautobahn zwischen Lüneburg und Wolfsburg in ihrem Koalitionsvertrag hinten an. Dort heißt es, man werde bestehende, nicht fertig geplante Verkehrsstrecken zunächst einmal neu überprüfen. Anschließend werde man die Planungen zur A39 »mit eingeschränktem Mitteleinsatz« weiterführen, um dann »vom Bund klare Aussagen zur Gesamtfinanzierung und zum Umsetzungszeitraum« des Projekts zu erhalten. Priorität haben aus Regierungssicht demzufolge andere Punkte auf der Agenda. Dass die 16 Millionen Euro nicht wie ursprünglich geplant für die Planungen der Autobahnen eingesetzt werden sollen, steht einem wirtschaftlichen Wachstum Uelzens im Wege. In anderen Bundesländern ist die Infrastruktur deshalb so stark, weil die Planungen von Seiten der Länder abgeschlossen werden, damit Bundesmittel fließen. Deshalb sollte die neue Regierungskoalition die Planungen für die Autobahn mit aller Intensität fortführen und den Weiterbau bei der Neuaufstellung des Bundesverkehrswegeplans an vorderer Stelle platzieren. In unserer Region hängen Arbeitsplätze und Standortqualität entscheidend vom Ausbau der A 39 ab. Gerade im Hinblick auf die Metropolregion Hamburg würden sich durch die Autobahn neue Wachstumsperspektiven ergeben, die insgesamt eine Steigerung der Lebensqualität bedeuten. In Zeiten eines wachsenden Fachkräftemangels und einer zunehmenden Urbanisierung bildet der Ausbau der A39 für regionale Unternehmen wie mycity zudem eine zentrale Grundlage, um den Standort Uelzen im bundesweiten Vergleich wettbewerbsfähig aufzustellen. Dies entspricht also auch den Zielen unserer regionalen Initiative »Arbeiten und Leben in Uelzen«. Die Arbeiten für den Planfeststellungsbeschluss des Teilabschnittes bei Lüneburg sollten deshalb dringend wieder aufgenommen werden.


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Die Wasserversorgung darf nicht zum Spielball werden Die in den vergangenen Wochen heftig diskutierte Privatisierung der Wasserversorgung steht in der EU leider immer noch ganz oben auf der Agenda. Die Kommission sieht vor, für die Vergabe von Dienstleistungskonzessionen künftig europaweit einheitliche Vergaberegelegungen zu schaffen. Auch wenn die Brüsseler Behörde beteuert, mit ihrem Vorstoß keine Zwangsprivatisierung der Wasserversorgung zu beabsichtigen, ist dennoch zu befürchten, dass die Strukturen der kommunalen Wasserwirtschaft durch die geplante Überarbeitung des Vergaberechts erheblich beeinträchtigt werden.

Konkret würde ein Inkrafttreten der EU-Richtlinie bedeuten, dass die Kommunen zukünftig ein aufwändiges europaweites Vergabeverfahren durchführen müssen, um die Sicherung der Wasserversorgung für die Bürger vor Ort zu gewährleisten. Die Gestaltungsfreiheit der Kommunalverwaltungen wäre damit massiv eingeschränkt und die von Brüssel so häufig postulierte Wahrung des Subsidiaritätsprinzips zu Gunsten eines stärkeren Wettbewerbs vernachlässigt. Eine Ausdehnung der bestehenden Vergabekriterien hat auch dramatische Auswirkungen auf die hiesigen Stadtwerke und ihre Zusammenarbeit mit den Kommunen. Es ist zu befürchten, dass in der Zukunft vorwiegend finanzstarke internationale Energiekonzerne, die die entsprechenden Ressourcen für die Teilnahme an den aufwändigen Ausschreibungen mitbringen, das Rennen machen werden. Statt kommunaler Daseinsfürsorge lautet die Ausrichtung dann mit hoher Wahrscheinlichkeit: Gewinnmaximierung. Eine Erhöhung des Wasserpreises könnte nur eine der Negativfolgen sein. Dabei besteht überhaupt keine Veranlassung, die kommunalwirtschaftlichen Strukturen in Deutschland künstlich zu verschärfen. Gerade die Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung befindet sich bei bürgernahen kommunalen Energieversorgungsunternehmen in den besten Händen. Dies belegt auch eine Studie von August 2012 zu Qualität und Image von Trinkwasser in Deutschland (TWIS) des Instituts für empirische Sozialund Kommunikationsforschung (I.E.S.K.). Demnach sind fast 75 Prozent mit ihrem Wasserversorger zufrieden oder sehr zufrieden; über 80 Prozent sind sicher, dass ihr Trinkwasser streng kontrolliert wird. Für die Stadtwerke Uelzen sind diese Ergebnisse erfreulich, aber nicht überraschend. Als kommunaler Wasserversorger arbeiten wir ständig daran, unsere Qualitätsstandards zum Wohle der Bürger zu überprüfen und stetig zu verbessern. Dementsprechend besonnen muss mit diesem Thema umgegangen werden. Die Wasserversorgung darf nicht zum Spielball bürgerferner Überlegungen aus Brüssel werden.


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Umbau des BADUE: Eine Investition in die Zukunft Es gibt wahrscheinlich kaum einen Bürger in unserer Stadt, der nicht selbst schon einmal seine Bahnen im Badeland Uelzen gedreht hat. Mit jährlich rund 200.000 Besuchern ist das BADUE eine der beliebtesten Freizeitattraktionen in der Region. Und das zu jeder Jahreszeit. Vom wettkampftauglichen 50m-Schwimmbecken über Rutsch- und Sprunganlagen bis hin zum Nichtschwimmer- und Ruhebereich – das BADUE braucht sich auch im überregionalen Vergleich nicht zu verstecken. Seit Anfang der 1970er Jahre ist das BADUE in der Veerßer Straße in Betrieb. Mittlerweile sind viele technische Einrichtungen nicht mehr funktionstüchtig. Deshalb haben die Stadtwerke Uelzen als Betreiber des Schwimmbades seit 2008 rund drei Millionen Euro in die Erneuerung der Bauphysik, der Lüftungs-, Klima- und Heizungstechnik, der Pumpen-, Wasseraufbereitungsund Verteilungstechnik sowie in die Inneninstallationen investiert. Diese Sanierungsmaßnahmen waren nötig, da die Stadtwerke größten Wert darauf legen, das BADUE für unsere Badegäste dauerhaft in einem einwandfreien Zustand, gemäß hygienischer, technischer und sicherheitsspezifischer Standards, zu halten. Viele dieser Maßnahmen waren von außen für die Badegäste gar nicht sichtbar, da sich der größte Teil des technischen Bereiches unter dem Hallenbad befindet. Um den täglichen Schwimmbadbetrieb so wenig wie möglich zu stören, wurden die Arbeiten außerdem schrittweise durchgeführt. So konnten die Arbeiten im Hallenbad bereits im vergangenen Jahr abgeschlossen werden. Auch die Umbauarbeiten im Außenbereich werden voraussichtlich pünktlich zum Start der Freibadsaison 2013 abgeschlossen sein, so dass die Gäste das BADUE wie gewohnt nutzen können. Im Freibad wird den Besuchern hoffentlich gleich am Eingang der neue Umkleidebereich ins Auge fallen. Diesen haben wir mit einer Fensterfront, neuen Kabinen, einem Familienumkleidebereich sowie elektrischen Installationen aufgewertet. Als kommunales Unternehmen verstehen wir das Betreiben und Instandhalten des BADUE als unsere Aufgabe. Denn neben unserer Verantwortung für die Energieversorgungssicherheit der Bürger ist es unser Ziel, die Lebensqualität in der Region stetig zu steigern. Hierzu gehört auch, dass wir an 365 Tagen im Jahr für klares Trinkwasser aus dem Wasserschutzgebiet im Stadtwald und ein modernes Busnetz sorgen. Die Investition in die Sanierung des Schwimmbades bedeutet für uns eine Investition in die Zukunft unserer Stadt. Denn dank der Sanierung geht der Freizeitspaß im BADUE weiter – hoffentlich auch die nächsten 40 Jahre.

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Impressum Herausgeber

Stadtwerke Uelzen GmbH Im Neuen Felde 105, 29525 Uelzen Redaktion

Franziska Albrecht mycitynews@stadtwerke-uelzen.de Realisation

ORCA van Loon Communications GmbH www.orcavanloon.de Bildnachweise

Shutterstock, Stadtwerke Uelzen GmbH

Mycity newsletter 0113  

Für die Stadtwerke Uelzen produziert ORCA van Loon den Newsletter mycity News. Dieser wird vier Mal im Jahr von der Geschäftsführung herausg...

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