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Oranienburger Stadtmagazin 2012

zweiter jahrgang

foto: enrico kugler (aufnahme aus der oranienburger »waldschule«)

märz / april / mai

kinderlächeln als lohnzulage: erzieherausbildung bei der stadt

wie sachsenhausen entstand: ein interview mit der historikerin ulrike unger 100 jahre louise-henriette-steg schöne rasenmäher: die zehdenicker alpakas lebensrettend: das oranienburger dialysezentrum porträt: die fotografen ute und werner mahler schnappschüsse, bilderrätsel , veranstaltungen u.v.m.


Die Tourismus und Kultur Oranienburg gGmbH fährt mit Hilfe von vielen starken Partnern tolle elen starken Partnern tolle Veranstaltungen auf: von Lesungen über Konzerte bis hin zu Familienfesten! zu Familienfesten! Ein erster Vorgeschmack gefällig?

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nburg-erleben.de

Für alle, die noch an den Osterhasen glauben (möchten): Bereits vor Beginn der Hauptsaison (01.05.) verspricht der alljährliche Osterspaziergang mit dem Osterhasen durch den Park viel Spaß. An diesem Tag werden Eier gesucht, gefärbt, bemalt und Osterbilder gestaltet. Sonntag, 8. April 2012, 10-16 Uhr

Für alle, die den Koninginnedag kennen (lernen möchten): Ende April findet das Orangefest statt. Ein bunter Holländermarkt mit Kunsthandwerken, niederländischen Köstlichkeiten, den Artistokraten, Kinderspielen und Musik, der auf dem Südhof des Schlosses, dem Schlossplatz sowie im Schlosspark die OranierGeschichte wieder auferstehen lässt. Sonntag, 29. April 2012, 10-18 Uhr

Für alle, die sich schon immer als Seebären fühlen (wollten): Die Hafensaison wird mit einem bunten Fest im Schlosshafen Oranienburg eröffnet. Neben maritimen Köstlichkeiten, einem Bühnenprogramm und dem ersten Tag der offenen Tür des Yacht Charter De Drait, kommen auch Radfreunde auf ihre Kosten. Fahrrad Klaas bietet einen kostenlosen Fahrradcheck an und der Allgemeine Deutsche Fahrrad Club führt Fahrradcodierungen durch. Samstag, 5. Mai 2012, ab 10 Uhr Für alle, die mehr wissen (möchten): 03301/6008111, www.oranienburg-erleben.de


INHALT / IMPRESSUM editorial

in dieser ausgabe aktuelles 4 100 Jahre Louise-Henriette-Steg 

Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke

einblicke 5 Das Dialysezentrum in der Lehnitzstraße

als ich kürzlich hörte, dass ein Oranienburger die Stadtverwaltung als Obrigkeit bezeichnete, war ich zunächst amüsiert, weil der antiquierte Begriff der Obrigkeit wohl eher in eine Monarchie oder eine Diktatur passt, nicht aber in ein demokratisches Gemeinwesen. Je länger ich jedoch darüber nachdenke und mir Briefe aus der Bevölkerung in Erinnerung rufe, um so bewusster wird mir, dass ein Bürgermeister von manchem als kleiner Kurfürst angesehen wird, der mit unvorstellbarer Machtfülle ausgestattet ist, um nach Gutsherrenart schalten und walten zu können.

2 aus 42.000 6 Das Fotografenpaar Ute und Werner Mahler

Diese Stellung der Verantwortlichen wünscht man sich als Bürger natürlich nur, wenn man von der vermeintlichen Macht persönlich profitieren möchte. Unbürokratische Großzügigkeit wird immer dann erwartet, wenn man selbst zur Kasse gebeten wird. Dass aber die Begünstigung eines Einzelnen, der z. B. um Verzicht auf ein Bußgeld bittet, eine Benachteiligung aller anderen bedeutet, die auch ihre Parkscheibe vergessen haben oder ihrer Streupflicht nicht nachgekommen sind, wird dabei übersehen. Im gleichen Maße wird dafür gnadenlose Härte gefordert, wenn es darum geht, den ungeliebten Nachbarn in die Schranken zu weisen.

umfrage 10 Wie machen Sie sich den Winter zur schönsten Jahreszeit?

Der Amtseid eines Bürgermeisters beinhaltet auch, Gerechtigkeit gegen jedermann zu üben, also niemanden zu benachteiligen oder zu bevorzugen. Schließlich sind wir alle zu Recht darüber empört, wenn Politiker Vetternwirtschaft praktizieren und sich der Begünstigung schuldig machen. Eines habe ich gelernt: Durch administratives Handeln können weder Zerwürfnisse geheilt noch Frieden gestiftet werden. Besser ist es, Nachbarschaftskonflikte mit einer Einladung zum Kaffee oder einem Bier selbst zu klären, statt alle Register des Rechtsstaates ziehen zu wollen. Wie jeder Krieg kennt auch ein solcher, der auf dem Gerichtsweg ausgetragen werden soll, letztlich nur Opfer. Die ernüchternde Wahrheit lautet: Die Erwartung an eine Stadtverwaltung, sie könne einen Nachbarschaftskonflikt lösen, ist unrealistisch. Dazu fehlen ihr die Instrumente. Nur in einem rechtlich eng und klar gesteckten Rahmen hat sie die Möglichkeit, administrativ wirksam zu werden. Jedes Tätigwerden von ihr muss gerichtsfest sein.

wussten sie schon? 7 Unternehmen: Wirtschaftskrise war gestern kultur 8 »Friedrich 300«: Ausstellung zur Gründung von Sachsenhausen durch Friedrich II. 

steckbrief 10 Jürgen Wruck, Sachsenhausens Orstvorsteher 11-13 firmenpräsentationen

junge seite 14 Über Umwege zum Traumberuf schnappschüsse 16 Oranienburger und ihre Tiere  tolerantes oranienburg 18 Vor 200 Jahren wurde das Preußische Judenedikt erlassen: Der Weg zu mehr Gleichberechtigung aus der nachbarschaft: zehdenick 19 Zu Gast auf der „Alpakafarm Walter“  veranstaltungen 20 Veranstaltungstipps für Oranienburg

Um es deutlich zu sagen: Ich beklage mich über diese fehlende Macht eines Bürgermeisters nicht. Ich meine, dass wir es als Segen betrachten sollten, dass es in unseren Städten keine Obrigkeiten gibt, die mit eiserner Faust, die schließlich auch jeden selbst treffen kann, unkontrolliert Macht ausüben.

22 bilderrätsel

Wenn wir das einmal so sehen, sind wir sicher weniger enttäuscht, weil wir dann keine so große Erwartungshaltung gegenüber den Möglichkeiten einer Verwaltung haben und uns hoffentlich stärker darum bemühen, wieder regelmäßig miteinander ins Gespräch zu kommen – nicht nur, um uns übereinander zu beschweren sondern auch, um miteinander schöne Stunden zu haben und Meinungsverschiedenheiten aus der Welt zu schaffen.

herausgeber Der Bürgermeister der Stadt Oranienburg, Schloßplatz 1, 16515 Oranienburg redaktion / layout / satz Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit und Wirtschaftsförderung der Stadt Oranienburg foto-nachweise Für nicht namentlich gekennzeichnete Bilder liegen alle Rechte bei der Stadt Oranienburg produktion / anzeigen DAKAPO Pressebüro, Berlin, Tel. (030) 297 73 29-22 / -21, www.dakapo-pressebuero.de auflage 7. Ausgabe, 23 000 Exemplare redaktionsschluss für die nächste Ausgabe ist der 30. April 2012 druck Druckerei Vetters GmbH & Co. KG, Radeburg

Ein harmonisches und erfülltes neues Jahr wünscht Ihnen

impressum

Nachdruck – auch auszugsweise – ist nur nach Genehmigung durch den Herausgeber gestattet.

kontakt zur redaktion Bei Fragen oder Anregungen erreichen Sie uns unter: Stadt Oranienburg – Stadtmagazin – Schloßplatz 1 16515 Oranienburg

stadtmagazin@oranienburg.de (03301) 600-60 14 (03301) 600-99-60 14

W W W . O R A N I E N B U R G . D E

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AKTUELLES

Keine Spur mehr von der Schwindsucht Der Louise-Henriette-Steg wird 100 Jahre alt Seit einem Jahrhundert ist der LouiseHenriette-Steg die kürzeste Verbindung zwischen Bahnhof und Altstadt. Doch so leicht wie heute war der Weg über die Brücke nicht immer zu bewältigen.

Über den Louise-Henriette-Steg zu laufen, bringt heute niemanden mehr aus der Puste. Denn wegen der flachen Rampe sind Fußgänger und Radler schon im Bereich des Ufers fast auf dem höchsten Punkt der Brücke angelangt. Das war nicht immer so: Der Vorgänger der Brücke, die den Oranienburgern schon seit 100 Jahren den Weg zwischen Bahnhof und Altstadt verkürzt, bekam den Beinamen „Schwindsuchtbrücke“ verpasst. Der Grund: Wegen ihres steilen Anstiegs soll besonders älteren Passanten die Luft schon einmal knapp geworden sein. 72 Oranienburger hatten für die erste Fußgängerbrücke der Stadt zusammengelegt und rund 8 600 Mark in die Rundbogenkonstruktion aus Holz investiert. Die ursprüngliche steile „Fußgängerbrücke über die Havel“ wurde 1895 eingeweiht. Der Nachbau aus dem Jahr 1912 verfügte bereits über Stahlträger. Ihre Form hat die 34 Meter lange und drei Meter breite Brücke seitdem behalten.

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Steil: Die Rundbogenbrücke aus dem Jahr 1895. 72 Oranienburger hatten den Bau aus eigener Tasche bezahlt.

Aufgrund ihrer Architektur erscheint sie grazil – trotz eines Gewichts von immerhin 20 Tonnen. Die neue Konstruktion musste gebaut werden, weil die Havel in den Jahren 1911/1912 begradigt wurde. Nun konnten sie auch Schiffe mit einem Gewicht von bis zu 600 Tonnen passieren. Weil das alte Schwimmbad auf der anderen Seite des Ufers den Begradigungsarbeiten weichen musste, wurde im Jahr 1920 unterhalb der Brücke eine neue Badeanstalt angelegt. Seit 1966 hat der Wassersportclub Möwe dort seinen Sitz. In den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges wurde die Fußgängerbrücke jedoch gesprengt und erst 1948 wieder aufgebaut. Grundhafte Instandsetzungsarbeiten kamen dem Louise-Henriette-Steg 1991 zugute: Die Stahlträger wurden teilweise erneuert und mit Korrosionsschutz

versehen. Mehr als ein halbes Jahrhundert nach ihrer Errichtung wurde die Brücke schließlich nach Auflagen des Denkmalschutzes saniert. Kostenpunkt: umgerechnet rund 425 000 Euro. Von 1999 bis 2000 wurden innerhalb von fünf Monaten etwa die Hälfte der Stahlkonstruktion, der komplette Unterbau, die Fundamente und die Stützpfeiler, die sogenannten Widerlager, ausgewechselt. 14 Tonnen Stahl waren dafür nötig. Das gesamte Gerüst wurde sandgestrahlt und mit einem Korrosionsschutz bestrichen. Die Brücke, die seit 2000 als technisches Denkmal im Verzeichnis der Denkmale des Landkreises Oberhavel steht, erhielt außerdem ein neues Geländer und neue Rampen. Das umliegende Grün wurde ebenfalls umgestaltet. Neu ist auch die Farbe: Seit der Sanierung strahlt der Louise-Henriette-Steg in sattem Blau.


EINBLICKE

Mehr als 70 Liter Blut in fünf Stunden Das Dialysezentrum in der Lehnitzstraße versorgt 70 Patienten Ohne eine regelmäßige Entgiftung könnten die Patienten des Dialysezentrums nicht leben. Dreimal in der Woche kommen sie deshalb zur Blutwäsche. Das Team von Zentrumsleiterin Birgit Bathe sorgt dafür, dass es den Männern und Frauen während der anstrengenden Prozedur so gut wie möglich geht.

Seit rund fünf Stunden liegt Ernst Dehmel auf einer Liege im Dialysezentrum in der Lehnitzstraße. Das leise, gleichmäßige Brummen der Maschine, die neben seinem Bett steht, stört den Rentner nicht. Er schaut auf den Flachbildfernseher an der gegenüberliegenden Wand, eine Gerichtssendung flimmert über die Mattscheibe. Seinen rechten Arm hält der Patient ganz still, damit die Kanülen darin nicht verrutschen. Über Geschafft: Birgit Bathe nimmt einem Patienten nach der Dialyse die Kanülen ab. zwei Schläuche, durch die dunkelrot das Blut fließt, ist er mit der Maschine verund Michael Schwock. Seit neun Jahren was ist die dialyse? bunden. leitet sie das Dialysezentrum, das bis Entwickelt hat das Verfahren der Dreimal in der Woche kommt der August 2010 seinen Sitz in der MelanchMediziner Georg Haas. Er wandte 73-Jährige zur Blutwäsche hierher. Mit thonstraße hatte. „Vor dem Neubau die „Blutwäsche“ 1924 in Gießen ihm liegen noch fünf weitere Patienhatten wir 20 Dialyseplätze, jetzt sind weltweit erstmals an. Bei der Dialyse ten in dem Sechsbettzimmer. Dann ein es 30“, berichtet Birgit Bathe bei einem (griechisch „Auflösung“) kommt das Blut des Patienten durch eine Memkurzes Piepen. Ernst Dehmel hat es für Rundgang durch die Räume. Sechs Bebran mit Wasser in Kontakt. Durch diesen Tag geschafft. Birgit Bathe, die handlungszimmer gibt es, darunter auch das Prinzip der Diffusion treten im Leiterin der Dialyse, eilt herbei, streift ein Zweibettzimmer für Patienten mit Blut gelöste Stoffe wie Stoffwechsich ein paar blaue Handschuhe über ansteckenden Krankheiten. selschlacken oder Giftstoffe in das und befreit ihn von den Schläuchen. Nur 13 Krankenschwestern, vier PflegekräfWasser über. Wie das Blut enthält die Dialysierflüssigkeit Salze und langsam richtet sich Ernst Dehmel auf – te, ein Azubi und ein Helfer im freiwilGlucose, damit keine wichtigen Blutdie Behandlung belastet den Kreislauf. ligen sozialen Jahr kümmern sich um bestandteile übertreten. Rund 60 000 „Ein Mensch hat etwa sechs Liter Blut. derzeit 60 Frauen und Männer aus dem Menschen sind in Deutschland auf Aber die Maschine wälzt 70 Raum Oranienburg. Auch die Dialyse angewiesen, jährlich bis 90 Liter Blut in vier bis „Nierenversagen ein „Ferienpatient“ war in erkranken rund 12 000 Personen neu ist oft eine an chronischem Nierenversagen. fünf Stunden“, erklärt Birgit der Weihnachtszeit vor Ort. Bathe das Verfahren, wäh- Folgeerkrankung Der Baden-Württemberger arbeiter 30 Patienten. „Für Berufstätige rend sie die Patientendahatte beruflich in Oraniendes Alters“ gab es auch eine Nachschicht, aber sie ten am Monitor überprüft. burg zu tun und nutzt zuBirgit Bathe haben vergangenes Jahr alle eine neue Giftstoffe wie Harnstoff, hause die Heimdialyse. Niere bekommen“, sagt Birgit Bathe. Harnsäure und Kreatinin werden bei Dieses Verfahren hat sich in OranienDass die ehemals Kranken nun „maschider Dialyse herausgefiltert. Die jüngste burg noch nicht etabliert. Birgit Bathe nenfrei“ sind, freut sie. Denn die WartePatientin ist erst 25 Jahre alt, die älteste vermutet, dass Platzmangel ein Grund zeit für eine Niere ist lang. Sie dauert im 92. Das Durchschnittsalter liegt bei 75 ist, denn nicht nur das Dialysegerät, sonSchnitt sechs Jahre. Damit die Patienten Jahren. „Nierenversagen ist oft eine Foldern auch große Verpackungen müssen die Behandlung gut durchstehen, sei geerkrankung des Alters“, erklärt Birgit untergebracht werden. „Und die Patiendie soziale Komponente sehr wichtig. Bathe. Seit der Gründung vor 15 Jahren ten möchten zuhause mit der Krankheit „Unsere Patienten sehen wir dreimal die arbeitet die sympathische 48-Jährige nicht konfrontiert werden“, sagt sie. Pro Woche, mittlerweile sind wir wie eine für die nephrologische GemeinschaftsSchicht – es gibt eine Früh- und eine Familie“, sagt Birgit Bathe. praxis der Mediziner Renate Scheel Spätschicht – betreuen sie und ihre Mit-

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Auf der Suche nach dem Rätselhaften Sie haben weltweit fotografiert, doch Lehnitz ist ihr Zuhause: Ute und Werner Mahler

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inter einem Jägerzaun schlummert das Haus von Ute und Werner Mahler. Ein grünes Sofa, Korbsessel um einen Holztisch: Von der Veranda geht es direkt hinein in die gemütliche Küche. Bäume und Sträucher lugen durchs Fenster hinein. Seit 1979 leben die beiden Fotografen in ihrem Haus. Rundherum wilde, grüne Idylle. „Wenn man so ein hektisches Leben führt, soviel mit Leuten zu tun hat, ist es schön, einfach mal nur Bäume zu sehen“, sagt Ute Mahler. Wegen ihrer Professur an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften pendelt sie alle zwei Wochen nach Hamburg, „aber da wohne ich mitten in der Stadt.“ Entspannt sitzt sie jetzt im Korbsessel, eine Tasse Tee in der Hand, eine Strickjacke über die Schultern gehängt, die blauen Augen wach und freundlich. Mit ihrer Familie ist die große Blonde als 14-Jährige nach Lehnitz gezogen. In der neunten Klasse wechselte sie aufs Gymnasium. „Und da saß Werner Mahler vor mir“, erinnert sich die Fotografin und sieht ihn liebevoll an. Eben noch am Telefon, hat sich Werner Mahler, ein schlanker Mann mit dunkler Hornbrille vor unergründlichen Augen und Turnschuhen zur Jeans, neben sie gesetzt. Europa, Israel, Neuseeland, China, Amerika: Die ganze Welt hat das Paar durch die Kamera gesehen. Dass sie Fotografin wurde, sei vorprogrammiert gewesen, sagt Ute Mahler. Schon ihr Vater war ein leidenschaftlicher Fotograf. Werner Mahler studierte für kurze Zeit Verfahrenstechnik für Chemie in Merseburg, „weil ich gut in Naturwissenschaften war“. Dann schmiss er das Studium. Und studierte wie seine Frau, mit der er 1975 einen Sohn bekam, an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. „Werner ist ruhiger, geduldiger. Er hat häufig Landschaften fotografiert, ich meist Menschen“, erzählt Ute Mahler, die seit 1974 als freie Fotografin tätig ist. Ihr Mann, sagt sie, könne auch mal zwei Tage auf das richtige Licht warten. Sie selbst habe oft Jobs gehabt, in denen

sie mehr inszeniert als beobachtet hat. Viele Jahre arbeitete sie für das Modemagazin der DDR, die „Sibylle“. „In der Modefotografie ist man wie ein Regisseur, man erfindet und setzt die Bilder in Szene. Aber ich brauchte auch immer das freie Arbeiten und das Reagieren auf die Wirklichkeit.“ Bis vor zwei Jahren war sie für große Namen wie den Stern oder Geo unterwegs. „Ich fand es toll, 20 Jahre journalistisch für Magazine zu fotografieren, aber ich wollte wieder ohne Auftrag arbeiten“, erklärt die 62-Jährige, die mit ihrem Mann 1990 die Fotografenagentur „Ostkreuz“ in Berlin gründete. Heute sind beide hauptsächlich in der Lehre tätig, unter anderem in ihrer 2005 gegründeten „Ostkreuzschule“. Dadurch bleibe mehr Zeit für eigene Projekte. So, wie die „Monalisen der Vorstädte“. Für

den 2010 erschienenen Bildband „Die Stadt. Vom Werden und Vergehen“ fotografierten die Mahlers in Berlin, Reykjavík, Liverpool, Minsk und Florenz. Dort haben sie sich mit Großbildkamera, Stativ und Hocker auf die Suche gemacht und junge Frauen fotografiert. Das Rätselhafte, was da Vincis Gemälde ausstrahlt, wollten sie einfangen. Und obwohl sie seit über 40 Jahren ein Paar sind: Die Monalisen waren das erste gemeinsame Projekt. 100 Porträts sind entstanden, 30 haben es in das Buch geschafft. „Die Zusammenarbeit empfinde ich als neue Qualität, man denkt intensiver über Entscheidungen nach, schließt schneller Fehler aus“, sagt Ute Mahler. Die Neugier, Dinge zu sehen und zu konservieren, treibt das Paar auch heute noch an. „Aber die Kamera haben wir nicht immer dabei“, betont Werner Mahler. „Die nehmen wir nur mit, wenn wir fotografieren wollen.“ Wenn die Lust sie packt, fahren sie los. „Merkwürdige Sachen, von denen man sich sonst nur erzählt, die fotografieren wir jetzt“, beschreibt Ute Mahler ihr aktuelles gemeinsames Projekt. Denn wie von den Monalisen gehe ein Zauber von diesen Dingen aus. „Wir gehen los und suchen. Eigentlich ist es schon verrückt“, sagt sie und lacht. Nanna am Stadtrand von Reykjavik aus »Monalisen der Vorstädte« fotos: ute und werner mahler/ostkreuz


WUSSTEN SIE SCHON ...?

Wirtschaftskrise war gestern Bei Oranienburger Unternehmen herrscht gute Stimmung

Maschinenfabrik Schmachtenhagen Der positive Trend in punkto Wirtschaftswachstum und Einwohnerzahlen hält an. Und er zeigt: Oranienburg ist eine Stadt nicht nur zum Arbeiten, sondern auch zum Leben.

Von Kosmetik für Bollywood-Produktionen bis zu den frischen Laken für Berlin-Touristen, von runderneuerten Reifen für große Lasterflotten bis zur Qualitätsprüfung für Brandenburger Milch – das Produktspektrum, welches der Oranienburger Bürgermeister bei seinen Unternehmensbesuchen 2011 zu sehen bekam, war groß. Es ist genau diese Vielfalt der Unternehmenslandschaft in Oranienburg, die Bürgermeister Hans-Joachim Laesicke mit den Vor-Ort-Besuchen aufzeigen will. Laesicke: „Viele Städte rund um Berlin sind reine ,Schlafstädte‘, in denen sich in Berlin arbeitende Menschen ihr Häuschen im Grünen gebaut haben

Kryolan Make-up-Produktion

und wo dann das Privatleben stattfindet. In diesen Städten existiert wenig lokale Wirtschaftstätigkeit. Hier ist Oranienburg anders, das zeigen auch die Pendlerbewegungen: Rund 9 000 Auspendlern – in der Überzahl nach Berlin – stehen jeden Morgen ca. 8 000 Einpendler gegenüber. Sie strömen in die mehr als 2 000 Betriebe in der Stadt, vom kleinen Dienstleister bis zum großen Produzenten. Darüber hinaus entscheiden sich immer mehr Menschen für Oranienburg als Wohnort und finden dann hier auch Arbeit.“ Seit 2011 geht der Bürgermeister regelmäßig auf Tour: Mindestens alle zwei Monate, meist häufiger, findet ein Vor-Ort-Termin in den größeren und mittleren Betrieben Oranienburgs statt. Die regelmäßigen Gespräche mit Wirtschaftsvertretern am Tisch des Bürgermeisters sowie die Besuche im Rahmen der Übergabe von Fördermittel-

ansprechpartner Björn Lüttmann (Referent des Bürgermeisters) Tel.: 03301/600-6012 E-Mail: luettmann@oranienburg.de

Susanne Nicolaus (Wirtschaftsförderung) Tel.: 03301/600-6015 E-Mail: nicolaus@oranienburg.de

Um die Unternehmen der Region bei der Fachkräftesuche zu unterstützen, hat der Regionale Wachtumskern Oranienburg-Hennigsdorf-Velten das Fachkräfteinformationsbüro „fib Oberhavel“ ins Leben gerufen. Gemeinsam mit dem Landkreis Oberhavel und der Arbeitsagentur soll das fib eine Schnittstelle zwischen den Unternehmen, den Wirtschaftsförderungen und der Öffentlichkeit sein. Sowohl Unternehmen wie auch Arbeitssuchende sind herzlich eingeladen, hier Kontakt aufzunehmen. Alle Informationen unter www.fib-oberhavel.de

ORATEX Großwäscherei

bescheiden sind dabei nicht mitgezählt. Im letzten Jahr standen die Maschinenfabrik Schmachtenhagen GmbH, Oratex Textilreinigung GmbH, Kryolan GmbH, MERKER GmbH, Laurent Reifen, Nycomed GmbH, REWE-Logistikzentrum, Deutsche Zählergesellschaft mbH, Milchwirtschaftliche Lehr- und Untersuchungsanstalt e. V., ORPU Pumpenfabrik GmbH und die Firma M. Friesen GmbH auf dem Programm. „Erfreulicherweise und auch ein bisschen überraschend berichteten alle besuchten Firmen von guter Auftragslage, stabiler bis steigender Mitarbeiterzahl und optimistischen Zukunftsaussichten. Die Probleme in der Folge der Wirtschaftskrise 2008 scheinen weitgehend überwunden“, berichtet Laesicke. Doch der weitere Erfolg ist kein Selbstläufer: „Was den Geschäftsführerinnen und Geschäftsführern Kopfschmerzen bereitet, ist insbesondere die Suche nach geeigneten Nachwuchskräften. Überregional herrscht inzwischen ein großer Konkurrenzkampf und in der Region ist nicht für jede Qualifikation der richtige Bewerber zu finden. Bei einigen Unternehmen sind sogar laufend Stellen unbesetzt“, so Laesicke weiter. Auch dieses Jahr wird der Bürgermeister wieder in die Betriebe gehen, erste Termine sind ausgemacht. Mal sehen, welche überraschenden Produktentwicklungen und Innovationen dann wieder auf das Stadtoberhaupt warten.

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KULTUR

„Wie ein Archäologe, der buddelt Anlässlich des Jubiläumsjahres zum 300. Geburtstag Friedrich des Großen wird in Friedrich der Große gründete Sachsenhausen als Spinnerdorf im Jahr 1753. Zum Jubiläumsjahr „Friedrich 300“ wird in der Jean-Clermont-Schule von März bis Juni eine Ausstellung zur Gründungsgeschichte des Ortsteils gezeigt. Die Historikerin Ulrike Unger aus Leegebruch begleitete die Vorbereitungen. Frau Unger, Sie haben viele Jahre im Rheinland gelebt. Wie sind Sie dazu gekommen, sich mit Brandenburg zu beschäftigen? Die brandenburgisch-preußische Geschichte hat seit der frühen Neuzeit viele Berührungspunkte mit der rheinischen Landesgeschichte, zum Beispiel durch Besitzungen am Niederrhein im 17. Jahrhundert. Gebietsweise gab es den gleichen Kurfürsten. Im Jahr 2000 bin ich mit meinem Mann nach Berlin gezogen. Nach unserem Umzug habe ich den weiterbildenden Ergänzungsstudiengang „Geschichte der BerlinBrandenburgischen Kulturlandschaft“ an der Humboldt-Uni besucht. So habe ich mir eine Grundlage geschaffen, um auch für diese Region zu forschen. Wie ist die Zusammenarbeit für die Ausstellung in der Jean-ClermontSchule entstanden? Ich war im Oranienburger Stadtarchiv, um Dokumente zur frühen Leegebrucher Geschichte zu suchen. Wir wohnen dort seit 2008 und seitdem bin ich auch im Geschichtsverein aktiv. Beim Durchforsten stieß ich auf die Sachsenhausener Gründungsurkunde. Sie hat mich sofort fasziniert, denn sie enthält eine Originalunterschrift von Friedrich dem Großen. Es hat mich gereizt, sie in die heutige Schrift zu übertragen. Und so kam eins zum anderen …

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Wie lange haben Sie dafür gebraucht? Anfang 2011 habe ich damit begonnen, die Urkunde zu übertragen. Das hat mehrere Wochen gedauert, denn ich habe immer wieder zwischendurch daran gearbeitet.

Ulrike Unger im Stadtarchiv: Eigentlich war die Historikerin auf der Suche nach Informationen zu Leegebruch. Dabei fiel ihr die Gründungsurkunde Sachsenhausens in die Hände.

Was haben Sie dabei herausgefunden? Die Gründungsurkunde ist eine so genannte Beweisurkunde aus dem Jahr 1753. Sie besteht aus der Gründungsbestätigung von Friedrich dem Großen und der dazugehörigen Erbverschreibung. Das erhöht ihren Wert kolossal. Die Sprache ist eine Mischung aus Hoch- und Niederdeutsch mit eingestreuten französischen und lateinischen Begriffen. Der Satzbau war gewöhnungsbedürftig, denn er erinnert an den lateinischen. Gab es Überraschungsmomente? Ja, da gab es einige! Das Wort „versilbern“ tauchte im Text auf und ich habe gedacht, dass es etwas anderes bedeutet, als in unserem heutigen Sprachgebrauch. Aber es wurde schon damals so verwendet. Außerdem habe ich im Oranienburger Kirchenbuch festgestellt, dass der neue Ortsname Sachsenhausen wohl gewöhnungsbedürftig war. Der damalige Pfarrer trug ihn zu Beginn noch als „Saxenheim“ in das Kirchenbuch ein.

Welche Menschen siedelten sich in Sachsenhausen an? Ursprünglich sollten dort Sachsen siedeln. Aber es kamen auch Mecklenburger, Thüringer, Württemberger, Holländer und Schweizer. Welche Voraussetzungen fanden die Kolonisten vor Ort? Die Voraussetzungen waren gut. Friedrich war daran gelegen, durch

Vita Ulrike Unger Ulrike Unger wurde im Januar 1945 in Frankfurt (Oder) geboren. Ihre Familie verschlug es nach Kriegsende ins niederrheinische Düsseldorf, wo sie aufwuchs. Dort nahm sie ein Studium der Geschichte und Politikwissenschaften auf, das sie mit dem Magister beendete. Ulrike Unger arbeitet als Historikerin mit dem Schwerpunkt auf Landes- und Ortsgeschichte. Mit ihrem Mann lebt sie seit 2008 in Leegebruch.


KULTUR

– und manchmal etwas findet“ der Jean-Clermont-Schule eine Ausstellung zur Gründung Sachsenhausens gezeigt zusätzliche Spinnerfamilien die Bevölkerung zu mehren und die Wirtschaft zu befördern. Schon Ende 1752 kamen die ersten der 50 Familien, ausschließlich Feinwollspinner, an. Jede Familie bekam eine Doppelhaushälfte und ein Stück Ackerland. Zu dieser Zeit war das ein verlockendes Angebot. Auch viele Tagelöhner kamen nach Sachsenhausen. Sie versprachen sich hier ein besseres Leben.

kommen, die Wurzeln ihres Ortes besser kennenzulernen und dass dadurch ihre Identität gestärkt wird.

Welche Bedeutung hatte Sachsenhausen für die Seidenproduktion in Preußen? Um 1750, noch vor dem Aufbau des Dorfes Sachsenhausen, ließ Friedrich der Große aus 6 000 Maulbeerbäumen und 42 000 Setzlingen eine Musterplantage anlegen. Die Plantage sollte das ganze Land Preußen mit Nachschub an Maulbeerbäumen versorgen, denn die Blätter dienten als Nahrung für die Seidenraupen. Auf dem Gelände sollte außerdem eine Schule errichtet werden, in der die Menschen das Spinnen erlernen sollten. Ob es dazu kam, ist allerdings nicht belegt. Seide selbst wurde in Sachsenhausen nicht produziert. Bis wann gab es die Maulbeerplantage? Als Friedrich aus dem Siebenjährigen Krieg (1756-1763, die Redaktion) zurückkehrte, sah er, dass der Pächter die Plantage hatte verlottern lassen. Friedrich verpachtete das Plantagengelände daraufhin an den königlichen Beamten Hagemann, der noch 1 000 Bäume erhielt und vier Kolonistenfamilien ansiedelte. Aber bald nach Friedrichs Tod ging der Seidenbau unter. Er war im Prinzip sowieso nur ein teures Hobby, das sich niemals gerechnet hat. Einige Bäume gibt es heute in Friedenthal aber immer noch.

Im Rahmen der Ausstellung an der Jean-Clermont-Schule bieten Sie auch Sonderführungen an. Welchen Themen gehen Sie nach? Die erste Führung dreht sich um die Ansiedlung der Spinnerfamilien und um das Thema Wolle. Die zweite Führung behandelt das Thema Maulbeerbäume, die dritte den „Abschied von Wolle und Seide“. Wie betrachten Sie die Person Friedrich II? Für mich ist er eine sehr charismatische Persönlichkeit, er hat schon zu Lebzeiten polarisiert und ist in seiner Vielschichtigkeit einfach nicht zu packen. Ich bin mir sicher, dass es am Ende des Jubiläumsjahres viele neue Fragen geben wird. Arbeiten Sie bereits an einem neuen Projekt? Ja. Neben meiner Arbeit für Leegebruch möchte ich nach Ende der Ausstellung, das Oranienburger Amtsbuch von 1573 übertragen. Mich fasziniert, dass die alten Schriften und Sprachen mir einen Einblick in die Zeit und in oft Unver-

Was bedeutet die Ausstellung Ihrer Meinung nach für Sachsenhausen? Ich denke, dass die Sachsenhausener durch die Ausstellung die Chance beDie Original-Gründungsurkunde Sachsenhausens mit der Unterschrift Friedrich des II. aus dem Jahr 1753 stadtarchiv oranienburg

zur ausstellung »Friedrich 300«: Dieses Jahr steht ganz im Zeichen von Friedrich II. (1712 bis 1786), König von Preußen, auch bekannt als der „Alte Fritz“. Unter dem Titel „300 Jahre Friedrich II. – Gründer des Spinnerdorfes Sachsenhausen“ präsentiert die Stadt in der JeanClermont-Schule vom 19. März bis zum 17. Juni eine Ausstellung zur Gründung Sachsenhausens. Neben Zitaten und Bildern Friedrichs gibt es auch die nachgedruckte Gründungsurkunde zum Anfassen. An ausgewählten Tagen wird zudem das Original (siehe Bild unten) gezeigt. Darüber hinaus werden Tafeln mit einer zeilengenauen Übertragung der Urkunde, zur Geschichte des Spinnerdorfes und eine Karte der Maulbeerplantage sowie der Nachbau eines Kolonistenhauses ausgestellt. die öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 9-14 Uhr Samstage und Feiertage, am 18.5. sowie vom 4. bis 14.4. (Osterferien): geschlossen Sonntag: 10-16 Uhr geöffnet, außer Ostersonntag; Sonderführungen und Ortsrundgänge Von Juni bis Dezember 2012 ist die Ausstellung im Schloss Oranienburg zu sehen. Alle Informationen und Öffnungszeiten unter www.oranienburg.de

hofftes vermitteln. Ich fühle mich dabei wie ein Archäologe, der buddelt – und manchmal etwas findet.


UMFRAGE / STECKBRIEF

„Durch ganz viel Vorfreude auf den hoffentlich sehr warmen Sommer!“

umfrage Diesmal haben wir die Oranienburger zu „Der Winter ist meine Teezeit, ich trinke nämlich sehr gerne Tee. Mit meinen Töchtern und Enkelkindern fahre ich außerdem sehr gerne in die Therme nach Bad Wilsnack.“

Wie machen Sie sich den Winter „Den Winter versüße ich mir zur schönsten Jahreszeit? mit Akkordeonspielen. Ich

„Weil ich Winterdienst mache, ist der Winter für mich eigentlich nicht die schönste Jahreszeit. Aber ich baue mir e gerade einen neuen Kamin und freu .“ eren robi mich schon darauf, ihn auszup

steckbrief

„Im Winter gehe ich durch die Luchwiesen, durch die unheimlich stimmungsvolle Luchlandschaft bei Leegebruch. Dabei kann man so schön nachdenken. Und ich freue mich darauf all die dicken Bücher zu lesen, die ich mal angefangen habe.“

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Kälte, Eis und Schnee befragt:

„Winter? Warm anziehen, es sich zuhause kuschelig machen, heiße Bäder nehmen.“

„Da ich kein Eisbär bin, aber ein Skorpion, ziehe ich mich zum Winterschlaf zurück. Ich werde kein Gift versprühen und mich auf den Frühling konzentrieren. Daher betrachte ich den Winter als schönste Jahreszeit nach Frühling, Sommer und Herbst.“

nehme seit sechs Wochen Unterricht. Und habe schnell gemerkt: man muss üben, üben, üben, um überhaupt einen Ton rauszubekommen.“ „Den Winter bekomme ich nicht zur schönsten Jahreszeit. Aber ich überbrücke ihn, so gut es geht: warme Stube, Glühwein, Kerzen anzünden, TV oder DVD ansehen, CD hören oder Modelleisenbahn basteln oder der Reihe nach meine Katzen streicheln.“

Jürgen Wruck, Ortsvorsteher von Sachsenhausen Seine Heimat liegt ihm am Herzen: Vor 67 Jahren erblickte Jürgen Wruck in der Urbanstraße 1 in Sachsenhausen Als OrtsvorWelt. der Licht das steher engagiert er sich dort seit September 2008, zuvor war er Ortsbürgermeister. Auch dem Turn- und Sportverein Sachsenhausen (TuS) hält Jürgen Wruck seit 50 Jahren die Treue. Im Dezember 2011 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

Einwohnern unserer Republik, dass diese ewig Gestrigen nicht an die Macht kommen.

Als Kind wollte ich sein ... ... wie andere, reichere Spielgefährten, nicht so wie ich: dünn, spack, abstehende Ohren, Löcher in den Strümpfen.

Was würden Sie sich von einer guten Fee wünschen? Frieden auf unserer so schönen Erde und das Schließen des Ozonlochs.

Haben Sie Vorbilder? Um sich im Leben zu entwickeln, ist es notwendig Vorbilder zu haben. Es sind die Eltern, die Geschwister, die Lehrer, die Ausbilder, der Ehepartner, die Nachbarn …

Worüber können Sie lachen? Über vergangene Schulstreiche, gute Witze, alte Bilder.

Was macht Ihnen Angst? Eine Situation, die mir Angst macht, sehe ich nicht. Es gibt jedoch Konstellationen, die es zu verhindern gilt. Mich als Sachsenhausener belastet die Präsenz der Neonazis ganz besonders. Ich vertraue jedoch der Regierung und besonders den

Die Oranienburger sind … ... multikulti. Es ist gut, dass so viele Nationalitäten hier leben. Mein Lieblingspolitiker ist … ... der, der die Interessen der Bevölkerung umsetzt und nicht der, der zuallererst an sich selbst, dann an die Banken, und die Industriellen denkt und seine eigentlichen Aufgaben vernachlässigt.

Am liebsten esse ich … ... Wildgerichte, Kohlrouladen, Aal-grün, Eintöpfe. Ich habe eine Schwäche für … ... Sachsenhausen mit seinen Einwohnern und die zahlreichen Veranstaltungen im Ort. Kraniche – ich habe jahrelang an der Zählung in Linum teilgenommen –, TuS 1896 Sachsenhausen.

Bei welcher Fernsehsendung bleiben Sie dran? Wissenschaftliche Beiträge, Sportberichte, Nachrichten. Was würden Sie in Ihrem Leben gerne noch lernen? Geduldiger zu sein. Das Leben könnte so schön sein ... ... wenn alle Menschen friedlich zusammenleben würden. Wem würden Sie gerne einmal die Meinung sagen? Ich rede nicht hinter dem Rücken. Wer meine Meinung hören möchte, dem sage ich sie auch. Was wünschen Sie sich für Oranienburg? Dass alle Bomben ohne Schaden an Menschen, Tieren, der Natur und den Gebäuden entschärft werden. Mein außerordentlicher Dank auch hier an alle Beteiligten der Munitionsbergungsfirmen für ihre so gefährliche Arbeit für unser Wohl. Jürgen Wruck im Jahr 1951 fotos: privat


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JUNGE SEITE

„Alles auf über Umwege

Seit August 2011 lassen sich fünf Frauen in den städtischen Kitas und Horten zu Erzieherinnen ausbilden. Obwohl sie bereits im Berufsleben standen, entschieden sie sich dafür, noch einmal neu zu starten. Dem Stadtmagazin verrieten sie ihre Gründe.

Susann Cardue 31 Jahre, Lindow

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Nach der Schule habe ich Ho Hotelfachfrau gelernt. Ich wusste aber, dass ich das nicht für den Rest meines Lebens machen möchte. Im Jahr 2000 habe ich mein Fachabitur nachgeholt. Dazu gehörte auch ein einjähriges Praktikum im sozialen Bereich. Das habe ich in einer Kita absolviert und dabei gemerkt, wie viel Spaß mir die Arbeit mit den Kindern macht. Deswegen habe ich mich auf die Ausbildung bei der Stadt Oranienburg beworben – auch, weil sie in Teilzeit möglich ist, denn ich habe eine vierjährige Tochter. Im August hat die Ausbildung begonnen. Momentan arbeite ich vormittags in der Krippe der Kita Lehnitz und nachmittags im Hort der Friedrich-Wolf-Grundschule. Ich habe immer sehr viel Lust, zur Arbeit zu gehen, weil die Kinder mir so viel zurückgeben.

Melanie Theiß

Jessica Krohn

25 Jahre, Oranienburg

30 Jahre, Oranienburg

Ich bin gelernte SozialassistenSozialassisten tin und hätte nach meiner Ausbildung auch in diesem Beruf weiter arbeiten können. Allerdings wäre ich dann immer nur Helferin gewesen. Die Ausbildung zur Erzieherin bietet mir mehr Möglichkeiten, Verantwortung zu übernehmen. Deswegen habe ich mich nach meiner ersten Ausbildung gleich bei der Stadt Oranienburg dafür beworben. Jetzt arbeite ich in der Kita Pusteblume in Germendorf. Erfahrung mit Kindern hatte ich schon, mein Sohn ist jetzt drei Jahre alt. Ich kann mir gut vorstellen, später eine Leitungsfunktion zu übernehmen. Dafür würde ich auch noch einmal studieren.

fotos: kita »pusteblume« oranienburg

Ich komme eigentlich aus der Immobilienbranche, denn nach der Schule habe ich erst einmal den Beruf der Immobilienkauffrau in Berlin gelernt und dort auch mehrere Jahre gearbeitet. In der Elternzeit – meine Töchter sind zwei und sieben Jahre alt – war ich ehrenamtlich in einer Kita in Velten aktiv. Den Entschluss, den Beruf zu wechseln, habe ich dann ganz schnell gefasst. Denn mein alter Job hat mich einfach nicht erfüllt. Ich wollte raus aus dem Büro. Momentan arbeite ich in der Kita Friedrich Fröbel. Was ich toll an meiner Arbeit finde: Es geht um Menschen und nicht um Produkte.


JUNGE SEITE

Anfang“ zum Traumberuf Fünf junge Mütter wagten den Schritt in eine neue Tätigkeit

Katrin Mielke

Kerstin Belling

29 Jahre, Leegebruch

34 Jahre, Kremmen

Nach dem Abitur habe ich Medien Mediengestalterin gelernt. Aber schon während der Ausbildung habe ich gemerkt, dass es nichts für mich ist, acht bis zehn Stunden täglich vor dem Computer zu sitzen. Danach habe ich ein paar Jahre als Verkäuferin in einer Drogerie gearbeitet. Vor vier Jahren kam meine Tochter zur Welt. Von einer Bekannten hörte ich von der Ausbildung bei der Stadt und bewarb mich. Eigentlich hätte ich diese Ausbildung schon früher machen sollen. Und mit einem Kind ist so eine Teilzeitausbildung optimal. Im Gegensatz zu früher, kann ich mich jetzt mit meinem Beruf identifizierne, denn ich arbeite praktisch und kann kreativ sein. Schließlich muss ich mir immer etwas Neues einfallen lassen, um die Kinder zu beschäftigen.

Nach dem Abitur habe ich in Potsdam Kauffrau für Bürokommunikation gelernt. Danach bin ich nach Hamburg gezogen und war im Vertrieb, im Innen- und im Außendienst tätig. Das hat mir viel Spaß gemacht, aber es war ein Fulltime-Job. Als meine erste Tochter vor neun Jahren geboren wurde, bekam ich keinen Kita-Platz in Hamburg. Deshalb beschlossen meine Mann und

ich, nach Kremmen zurückzukehren. In Berlin habe ich dann als Verkäuferin und Shopmanagerin im Telekommunikationsbereich gearbeitet, aber auch da blieb kaum Zeit für die Familie. Nachdem meine zweite Tochter geboren wurde, habe ich überlegt, welcher Beruf mir noch Spaß machen könnte und zu meinen Lebensumständen passt. Als ich mit ihr zum „Babywatching“ in die Kita Kremmen gegangen bin, habe ich gemerkt, wie viel Spaß mir die Arbeit mit Kindern macht.

ausbildung bei der stadt oranienburg Die Stadt bietet künftig diese vier Ausbildungsberufe an: Verwaltungsfachangestellte/r, Bürokaufmann/ -frau, Landschaftsgärtner/in sowie Straßenwärter/in. Voraussetzung sind die Fachoberschulreife, ein Führungszeugnis ohne Eintragungen sowie die erfolgreiche Teilnahme am Auswahlverfahren. Die Ausbildung beginnt jeweils am 1. August eine Jahres. Bewerbungen für das folgende Jahr können von August bis Oktober eingereicht werden. Interessierte Jugendliche erhalten weitere Informationen auf der Homepage der Stadt Oranienburg unter www.oranienburg.de (Aktuelles/Ausschreibungen) sowie bei Gabriele Meyer (Haupt- und Personalamt) unter Telefon 03301 / 600-625 oder per E-Mail an meyer@oranienburg.de.

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SCHNAPPSCHÜSSE

Einfach einmal still stehen und die Aussicht genießen

Zirkustraining macht Spaß: „Das Kompliment“ Gelassen geht es über die Plane

„Das Glück der Erde“ In der vergangenen Ausgabe haben wir Oranienburger, Vereine und Verbände, die sich für Tiere einsetzen, dazu aufgerufen, sich mit ihren Schnappschüssen im Stadtmagazin zu präsentieren. Die Oranienburger Tierfreunde und die Pferdepension Schumacher stellen sich vor. Am Rand des Naturparks Barnim, im Oranienburger Ortsteil Zehlendorf, liegt die Pferdepension von Martina und Ralf Schumacher. Auf 17 Hektar Weideland tummeln sich dort 20 Pferde und Ponys. Auf einem Reitplatz, einem Rasenplatz, einem Longierplatz – dem Roundpen – und in einer Halle können die Reiter ihre Tiere bewegen. „Wen es eher nach draußen zieht, der hat das herrliche Ausreitgelände der Mark Brandenburg vor der Tür“, sagt Reitlehrerin Martina Schumacher. Neben klassischem Reitunterricht bieten sie und ihr Mann auf ihrem 1990 gegründeten Hof auch Unterricht in Kombination mit der Feldenkrais-Methode an. „Feldenkrais und Reiten ist eine sehr sanfte Methode, den eigenen Körper, den Körper des Pferdes und das Zusammenspiel dieser beiden zu erfahren und wahrzunehmen“, erklärt Martina Schumacher, die seit 30 Jahren selbst im Sattel sitzt. Die Übungen, zum Teil auf dem Pferd, zum Teil vom Boden aus, fördern das Körper- und das Selbstbewusstsein, die Haltung sowie die

Kommunikationsfähigkeit. Weil es nicht nur den Gehorsam und die Muskulatur trainiert, sondern auch Spaß macht, bietet sie auch Zirkustraining für Pferde an. Denn zirzensische Lektionen, so Martina Schumacher, machen nicht nur Spaß, sondern bereichern auch die Arbeit mit den Tieren. Und sie wirken sich positiv auf Körper und Psyche aus. Bei Übungen wie dem Kompliment, bei dem sich das Pferd nach vorne beugt, werden stark beanspruchte Partien gestärkt und gedehnt. „Die Lektionen wirken gehorsamsfördernd, vertrauensbildend und verbessern die Lernfähigkeit“, sagt Martina Schumacher. Führungs- und Persönlichkeitstraining auch für Nichtreiter gehört ebenfalls zum Repertoire der 44-Jährigen, denn sie ist auch im Bereich der pferdegestützte Persönlichkeitsentwicklung ausgebildet. Martina Schumacher sagt: „Die Besonderheit bei einem Persönlichkeitstraining mit Pferden ist, dass man wertfrei einen Spiegel vorgehalten bekommt. Dabei kennt ein Pferd keine Rollenspiele, es ist immer ehrlich.“

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Auch Pferde haben gerne frei: Im Galopp geht es auf die Weide

Hinlegen auf Kommando stärkt das Vertrauen ungemein

Sitzen gerne hoch zu Ross: Kinder und Hunde

Martina Schumacher auf ihrem Pferd „Lozano“

Stolz: Eine lebende Skulptur


SCHNAPPSCHÜSSE

Die Minis machen mobil: Im Sommer 2011 ereilte die Tierfreunde eine wahre Katzenbabyflut

Von wegen Einzelgänger: diese beiden haben sich gern

„Ein Herz für Tiere“

Er liebt Samtpfoten: Vereinsvorsitzender Klaus-Dieter Dreyer

So über Kopf sieht alles gleich ganz anders aus

Verwaisten „Russenkatzen“ wollten sie gemeinsam ein neues Zuhause geben. Deshalb gründeten 13 Oranienburger Tierfreunde 1999 in der Arztpraxis von Rolf Buber den gleichnamigen Verein. Mittlerweile widmen sich 65 Mitglieder den herrenlosen Samtpfoten. 25 von ihnen sind aktiv: Sie sammeln Spenden oder nehmen die Tiere bei sich auf. In derzeit fünf Pflegestellen werden momentan 24 Katzen bis zu ihrer Vermittlung gehegt und gepflegt, darunter das Pärchen Gini und Otto, die rabenschwarze Cheyenne und sechs Katzenbabys. „Die Vermittlungschancen sind recht hoch“, sagt Klaus-Dieter Dreyer, der seit 2009 im Verein ist und im März 2011 zum Vorsitzenden ernannt wurde. In den vergangenen zwei Jahren haben er und sein Verein für rund 60 Tiere ein neues Zuhause gefunden, die meisten von ihnen im Raum Oranienburg. Doch bevor sie vermittelt werden, müssen alle Fundkatzen vom Tierarzt untersucht und wenn nötig auch kastriert werden. „Dafür bekommen wir von der Stadt einen Zu-

schuss“, sagt Klaus-Dieter Dreyer. Auch mit dem Tierheim Ladeburg besteht eine Kooperation. Fundkatzen, die nicht in einer Pflegestelle untergebracht werden können, werden von den Mitarbeitern des Ordnungsamts nach Bernau in das Tierheim gebracht. Katzen machen den größten Anteil der Schützlinge des Vereins aus. Doch hin und wieder landet auch ein Hund bei den Oranienburger Tierfreunden. „Wir hatten aber auch schon eine polnische Taube in unserer Obhut und einen Papagei“, berichtet Klaus-Dieter Dreyer mit einem Lachen. Anhand des Ringes sei es sogar möglich gewesen, den Besitzer der Taube ausfindig zu machen, erinnert sich Dreyer. Auch seine Frau Silvia engagiert sich. Denn das Paar liebt die eigenwilligen Vierbeiner über alles. Ihr Zuhause teilen die Dreyers mit elf Samtpfoten, darunter drei Pflegekatzen. „Die Katzen helfen mir, ruhig durch das Leben zu gehen. Sie sind schöne, stolze Tiere mit einem eigenen Charakter“, betont KlausDieter Dreyer.

Dieser Stubentiger findet das Fernsehen zum Einschlafen

Am besten schmeckt‘s direkt aus der Dose

Neugieriger Blick vom Dachbalken

www.oranienburger-tierfreunde.com

Stiftung Katzentest: Wieviel Biss verträgt die Küchentür?

In Mamas liebevollem Klammergriff

Für unsere nächste Ausgabe: Schnappschüsse zum Thema „Kultur“ gesucht! Veranstaltungseinrichtungen, Tanz-, Theater-, Heimat- oder Karnevalsvereine, Chöre, Musikschulen und Orchester haben die Möglichkeit, sich mit Fotos im Oranienburger Stadtmagazin vorzustellen. Melden Sie sich bis spätestens 16. April unter (03301) 600 60 14 oder stadtmagazin@oranienburg.de bei der Redaktion. Ihre Fotos können Sie ab 26. Mai im Stadtmagazin an dieser Stelle sehen.

Komm kuscheln: Platz ist auch im kleinsten Körbchen

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TOLERANTES ORANIENBURG

Für mehr Gleichberechtigung Vor 200 Jahren wurde das Preußische Judenedikt erlassen liche Bürger mussten sie dafür aber ein Gewerbe betreiben oder über Grundbesitz verfügen. Als Staatsbürger genossen die jüdischen Bewohner nun Niederlassungs-, Handels- und Gewerbefreiheit. Erstmals konnten sie sich innerhalb Preußens frei bewegen, und sowohl Gewerbe wie Das Preußische Judenedikt vom 11. März auch Grundbesitz frei wählen. Auch 1812 machte die in Preußen lebenden Sonderabgaben mussten sie nicht mehr Juden zu Staatsbürgern. Entworfen hatte leisten. Doch das Offizierskorps, die es Freiherr Karl August von Hardenberg öffentliche Verwaltung und die Justiz (1750-1822), den König Friedrich Wilblieben den Juden auf Erlass des Königs helm III. (1770-1840) 1810 zum Staatsweiterhin verschlossen. Ihren Militärkanzler berufen hatte. Das Edikt war Teil dienst mussten sie jedoch ebenso wie einer größeren Reform, im Zuge derer Christen ableisten. Trotzdem durften die freie Staatsbürgerschaft eingeführt jüdische Kriegsveteranen nicht in einer wurde. Es galt jedoch nur in den LandesBehörde angestellt werden, obwohl dies teilen, die 1812 zu Preußen gehörten: sonst allen Kriegsinvaliden zustand. Brandenburg, Pommern, der größte Teil Wie für alle preußischen Untertanen Westpreußens, Ostpreußen und Schlegalt für die Juden durch das Edikt nun sien. Auch einwandernde Juden waren das Allgemeine Preußische Landrecht. ausgenommen. Erst mit einer Im Zuge dessen wurde auch die Genehmigung durften sie sich In Preußen zum Teil bestehende Autonomie in Preußen niederlassen. der jüdischen Gemeinde aufwurden die Durch das Edikt war die gehoben. Die Juden wurden Juden 1812 zu jüdische Bevölkerung in aus der richterlichen und Staatsbürgern Preußen erstmals gleichbevormundschaftlichen Gewalt erhoben. rechtigt. Zuvor war sie in sechs der Rabbiner und Ältesten beKlassen unterteilt. Bis auf wenifreit und hatten ihrer Gemeinde ge Privilegierte standen die Juden unter gegenüber nur noch finanzielle Verdem Schutz des Königs oder wurden pflichtungen. nur geduldet. Trotz der Einschränkungen stieß das Um preußischer Staatsbürger zu werEdikt bei den in Preußen lebenden Juden, mussten sich die Juden zum Erden auf positive Resonanz. Die Freude werb des preußischen Staatsbürgerdarüber schlug sich in Schreiben von rechts verpflichten. Darüber hinaus den Gemeinden Berlin, Königsberg und mussten sie sich polizeilich melden und Potsdam an von Hardenberg und den innerhalb eines halben Jahres einen König nieder. Als 1813 die preußischen festen Familiennamen annehmen. Im Freiheitskriege gegen Napoleons HerrWirtschaftsleben waren sie gezwungen, schaft begannen, kämpften auf der Seite Deutsch oder eine andere lebende SpraPreußens auch viele Juden. che zu sprechen. Außerdem durften sie Ein einheitlicheres Recht wurde in alnicht in Hebräisch, sondern mussten in len Teilen Preußens erst 1847 durch lateinischer Schrift unterschreiben. das Preußische Judengesetz erwirkt. Schon seit 1808 wurden die Juden in die Das Emanzipationsgesetz des NordKommunalverwaltung einbezogen. Undeutschen Bundes hob 1869 alle Einter dem Schutz des Königs wurde ihnen schränkungen der bürgerlichen und als „Schutzjuden“ das aktive und passive staatsbürgerlichen Rechte, die auf den Wahlrecht zu Ehrenämtern zugesprounterschiedlichen religiösen Strömunchen. Somit konnten sie Stadtrat oder gen basierten, auf. Zumindest formal Stadtverordneter werden. Wie christwaren die Juden nun gleichgestellt. Um die bürger- und kirchenrechtlichen Verhältnisse in Bezug auf ihre jüdischen Einwohner zu regeln, wurden in verschiedenen deutschen Ländern zu Beginn des 19. Jahrhunderts die so genannten Judenedikte erlassen. 1812 war es in Preußen soweit.

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Jüdischer Betraum in Oranienburg

Die jüdische Gemeinde „Wiedergeburt“ Seit dem 15. Mai 2000 gibt es auch in Oranienburg eine jüdische Gemeinde, die mittlerweile 90 Mitglieder zählt. Elena Mirospolskaja (53) gehört zu den Gründungsmitgliedern von „Wiedergeburt“. Frau Miropolskaja, was bedeutet das Preußische Judenedikt für Sie? Ich bin natürlich sehr froh, dass es erlassen wurde. Denn das Edikt hatte für die Juden viele positive Aspekte. Unter Friedrich Wilhelm III. hat sich für die jüdische Bevölkerung einiges zum Besseren entwickelt. Sie gehören zu den ersten Mitgliedern der jüdischen Gemeinde Oranienburg. Seit wann leben Sie hier? Im Juni 1999 bin ich mit meiner Familie von der Ukraine nach Oranienburg gezogen. Ich fühle mich hier sehr wohl und habe keine Angst hier zu wohnen. Wie begeht die jüdische Gemeinde den 200. Jahrestag des preußischen Judenediktes? Am 26. August eröffnen wir „Das Jahr 1812 – Ein Meilenstein auf dem Weg zur Gleichstellung der Juden in Preußen“, eine Wanderausstellung, die zuvor im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam gezeigt wurde. Einen Referenten des Moses Mendelssohn Zentrums haben wir dazu auch eingeladen. Außerdem stellen wir uns als Gemeinde vor, zum Beispiel mit Bildern unserer Kinder, mit Musik und Gesang. Die jüdische Gemeinde im Internet: www.infocentr.de


AUS DER NACHBARSCHAFT

Schöne Rasenmäher Birgit und Reinhard Walter haben ihr Herz an die südamerikanischen Alpakas verloren In Zehdenick züchtet ein Ehepaar seit 2004 Alpakas. Die Kleinkamele halten nicht nur den Rasen kurz, sondern liefern auch hochwertige Wolle und bringen Ruhe in den stressigen Alltag. Alle Köpfe gehen hoch: Mit argwöhnischen Blicken empfängt die Alpaka-Herde Reinhard Walter. „Komm, komm, komm!“ Erst als der HobbyZüchter sie ruft und dabei kräftig in die Hände klatscht, setzen sich die zwölf Damen in Bewegung. Mit ihrem dichten Pelz und den dunklen Kulleraugen erinnern sie an Plüschtiere. Einige tragen ein strahlend weißes Fellkleid, andere schimmern hellbraun. „Uns gefällt das Aussehen der Tiere und sie sind unwahrscheinlich beruhigend“, erklärt der 59-Jährige, der seit 2004 mit seiner Frau Huacaya-Alpakas züchtet. Drei Stuten bleiben in Reinhard Walters Nähe stehen und beschnuppern seine Hand. Streicheltiere sind die südamerikanischen Kleinkamele aber nicht. Auch nicht Susi, die Birgit und Reinhard Walter mit viel Mühe von Hand aufgezogen haben. Die Mutter hatte die 2010 gege borene Stute verstoßen. „Die Alpakas wachsen bei uns ganz natürlich auf. Sie sollen halfterfühirg sein und sich beim Tierarzt vernünfvernünf tig vorführen lassen, aber Streicheltiere wollen wir nicht “, erläutert Reinhard WalWal ter, während er regenüber die regen feuchte Weide stapft. Weil die Zehdenicker viel

Auge in Auge: Reinhard Walter und seine Alpakas auf der Zehdenicker Farm.

Grünfläche, aber keine Zeit zum Rasenmähen hatten, beschlossen sie, sich Tiere zur Rasenpflege anzuschaffen. Als Birgit Walter die wolligen Vierbeiner im Fernsehen sah, sei es Liebe auf den ersten Blick gewesen, erinnert sich ihr Mann. Die Recherche nach den „schönen Rasenmähern“, wie er seine Alpakas nennt, führte das Paar schließlich zu einem Züchter in der sächsischen Schweiz. Mit zwei tragenden Stuten, darunter die aus Peru importierte Linda, kehrten sie zurück. Inzwischen tummeln sich 25 Tiere auf rund 4 500 Quadratmetern Weidefläche. Bis auf etwas Heu und Mineralien genügt den Kleinkamelen das, was ihnen die Weide bietet. Sie halten

„Alpakas spucken eigentlich nur, um die Rangfolge zu klären“ Reinhard Walter

aber nicht nur das Gras kurz, sondern geben auch hochwertige Wolle. So wie Hengst Justus, ein prächtiger Kerl in strahlend weißem Pelz. „Ein Hengst gibt vier bis viereinhalb Kilo Wolle, die Stuten zwei bis zweieinhalb Kilo“, sagt Reinhard Walter. Die Hals- und Oberschenkelwolle eigne sich besonders gut als Füllung für Decken und Kissen. Die restliche Wolle geben die Walters zum Verspinnen weg. Die fertigen Wollknäuel

besuch aus den anden Alpakas sind südamerikanische Kleinkamele und mit den Lamas verwandt. Die Vorfahren der Inkas zähmten die Herdentiere vor rund 5 000 Jahren. Auch heute noch wird Vicugna pacos, so der lateinische Name, wegen seiner hochwertigen Wolle gezüchtet. Das Huacaya trägt ein fein gekräuseltes Haarkleid, beim Suri-Alpaka hängt die Wolle in langen Locken herunter. Die Farben reichen von Weiß über Beige bis hin zu allen Braun-, Grau- und Schwarztönen. Weltweit gibt es etwa 3 Millionen Tiere. Sie leben vor allem im südlichen Peru, dem westlichen Bolivien und in Chile.

bieten sie – neben Decken, Mützen, Schals und Handschuhen – in ihrem Hofladen an. Einmal im Jahr, im April, werden alle Tiere geschoren, manche nur unter Protest. „Justus ist zwar unser größter Hengst, aber trotzdem lässt er sich gut händeln. Linda hingegen spuckt schon, wenn sie das Halfter nur sieht“, sagt Reinhard Walter und lacht. Eine SpuckAttacke müssen Besucher aber nicht fürchten. „Alpakas spucken eigentlich nur, um die Rangfolge zu klären“, versichert Walter. Ansonsten seien die Tiere sanftmütig und friedvoll. Deshalb führen die Walters angemeldete Besucher auch gerne über ihre Weiden. Ihre Erfahrung: Besonders auf Menschen mit Behinderungen reagieren die Tiere positiv. „Daran merkt man, wie intelligent Alpakas sind“, betont Reinhard Walter. besuche nach absprache (tel. 03307 / 31 11 69). info: www.walter-dienste.de

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foto: a. fusek

VERANSTALTUNGSTIPPS

u1.03. t bachfest der berliner camerata mit yorck kronenberg

Der Frühling in der

u2.03. | 19:30 t tobias regner live „dsds“-gewinner in der orangerie

„Bei Frühling ist mit zunehmender Wärme zu rechnen“ – eine Binsenweisheit, die auch für Oranienburger Veranstaltungsorte gilt. Wenn Schlosspark, Biergärten oder öffentliche Plätze in unserer Stadt wieder zu Schauplätzen für

u4.03. | 15:00 t „mutter beimer“ (marie-luise marjan) liest ...

KulturKonsum

»muzet royal« am 20. april

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Seit sieben Jahren gibt es den Verein KulturKonsum in Oranienburg – und fast in monatlicher Regelmäßigkeit bringt dieser in seinen stimmungsvollen Räumen im Hinterhof der Heidelberger Straße 22 eine hochkarätige Kulturveranstaltungen auf die Bühne ...

Darunter sehr bekannte und klangvolle Namen, aber vor allem Musiker, Schauspieler, Literaten – einfach Künstler – von hohem Niveau. Die räumliche Begrenztheit erweist sich hier auch immer wieder als Vorteil, schafft sie doch auch eine besonder Atmosphäre, in der sich KulturProduzenten und KulturKonsumenten ein wenig näher kommen können. Am 9. März spielt das Berliner Urgestein der Singer-Songwriter auf: Musik-Poet Manfred Maurenbrecher kommt mit seinem Solo-Program »Wallbreaker«. Am 20. April ist das Trio »Muzet Royal« (Bild oben)mit musikalischen Geschichten voller Poesie und Sehnsucht zu erleben, und am 11. Mai die »Couchpoetos« – das fünfköpfige junge Ensemble „liest Texte und singt Lieder wie Sitzmöbel für die Seele“. Veranstaltungsbeginn ist jeweils um 20 Uhr. Infos unter www.kulturkonsum-ev.de

u17.03. | 19:30 t „tenöre 4 you“ tony & plamen – perfekte harmonie foto: grit rümmler

Jeden Monat ein Highlight

u27.04. | 19:30 t „songs of lemuria“ – rock triff t klassik

u13.05. | 17:00 t georg-kreislerabend mit »hans und gina«

u14.06. | 19:30 t wladimir kami ner liest gewohnt unterhaltsam

u9.03. | 20:00 t maurenbrecher im „kulturkonsum“ oranienburg

MIT EINEM KLICK

Orangerie viele Events werden, gibt die Orangerie im Schlosspark ihre Exklusivität als allzeit warmer Veranstaltungsort ab. Aber das ehemalige Zitrusge Zitrusgewächshaus bleibt eine „feine Adresse“ , ganzjährig gibt es hier ein breites Angebot: von Musik über Theater und Kaba Kabarett bis zu Literaturlesungen ist wieder alles dabei, was das Herz von Kulturliebhabern Nebenhöher schlagen lässt. Neben stehend eine kleine bildliche Auswahl. Das Programm unter: www.oranienburg-erleben.de

Frühlingserwachen Während diese Zeilen entstehen, ist es noch reichlich winterlich in unseren Breiten – doch beim Lesen des Stadtmagazins könnte Ihnen schon ganz frühlingshaft zumute sein. Zeit also, sich die zahlreichen Open-Air-Events in unserer Stadt anzusehen. Hier drei erste Tipps: Bereits an Ostern lädt der SchlossSchloss park, der übrigens ganzjährig geöff geöffnet ist, zur „Vorsaison“: am 8. April kann bei einem Osterspaziergang von 10 bis 16 Uhr der frühlingshafte Park und das Treiben des Osterha Osterhasen bewundert werden. Am 27. April kann auch die früh frühlingsbedingte Kauflust wieder er erwachen: denn dann bietet die CityGemeinschaft Oranienburg (CGO) in der Innenstadt wieder ihre beliebtes Shopping-Event »Koofen und Schwofen« mit freitagabendlichen Sonder Sonderöffnungszeiten und -aktionen. Und vor dem Schloss geht es dann nieder am 29. April, dem Vortag des niederländischen »Koninginnedag«, mit dem Orange-Fest weiter, wo sich auch niederländische Handwerker und Tanzprä gruppen präsentieren ...


IM BLICK: W W W. O R A N I E N B U R G . D E

VERANSTALTUNGSTIPPS FÜR ORANIENBURG

Nur einmal zehn Euro zahlen und von 19 bis 2 Uhr zehn Bands in zehn Oranienburger Kneipen erleben – das bietet das erste Kneipenfest in der Oranierstadt. Aber natürlich kann man auch ganz gemütlich an einem Ort verweilen und dort Musik und Gastlichkeit genießen ... Wer jedoch Lokal oder musikalische Stilrichtung wechseln will, kann dies mit dem Shuttle-Bus der OVG. Das bunte musikalische Programm verheißt Abwechslung für jeden Geschmack: Im Bootshaus & Eiscafé Dietrich am Lehnitzsee verbreitet die aus Cincinnati (Ohio, USA) stammende Musikerin Kat Baloun mit Humor und Gefühl den »Bluesbazillus«. Im Café Rendézvous garantiert Oranienburgs AkustikPower-Pop-Band »PlekWek« mit Hits der

60er bis zu ganz aktuellen und bandeigenen Songs eine schöne Party. Derweil gibt in der Cocktailbar Manjana (TURM ErlebnisCity) das sympathische Akustikduo »Bingo Bongo« fröhliche Musik von Pop bis Reggae zum Besten und der Berliner Sänger und Gitarrist Frank Edge nimmt sein Publikum in der »Escobar« mit auf eine musikalische Reise durch die letzten fünf Dekaden. In der Gaststätte Weidengarten gastieren unterdessen »Die Kastrierten Kannibalen« mit einer pikanten Mischung aus gecoverten Klassikern und eigenen Titeln. Sabine und Michael Brand sorgen im Hotel an der Havel für ordentliche Party-Stimmung, »Pete Gavin & The Shanghai Bluesgang Light« lassen in der Milchbar den Blues aufleben und Multiinstrumentalist Sander van Flint

spielt in der Alten Fleischerei irische Melodien mit Blues- und Rockelementen. Im Schloßrestaurant präsentiert unterdessen das Duo Simon & Tobias Tulenz ein Konzert aus einfühlsamer und feuriger Gitarrenmusik und im Waldhaus am Lehnitzsee entführen »Whiskey & Soda Light« ins Reich des Country, der Oldies und des Rock ´n Roll. sa., 24. märz | ab 19 uhr: kneipenfest | € 10,– (inkl. shuttle)

www.kneipenfest.info

Erstes Oranienburger Kneipenfest

Woche mit „starken Frauen“ Unter dem Motto „FrauenPerspektiven in Brandenburg“ findet auch in diesem Jahr wieder eine landesweite Frauenwoche statt. Eröffnung für das Oberhaveler Programm ist am Freitag, 2. März, um 17 Uhr im Oranienburger Bürgerzentrum.

Im Mittelpunkt steht hier die Eröffnung der Ausstellung »Frieda Glücksmann – Eine starke Frau«, die bis zum 31.03. im Bürgerzentrum, Albert-Buchmann-Str. 17, zu sehen sein wird. Diese dokumentiert eindrucksvoll den couragierten Kampf

der Leiterin des »Jüdischen Erholungsheims Lehnitz« während der Zeit des Nationalsozialismus. Es gelang ihr, diesen Ort bis 1938 zu einem Zentrum des jüdischen Überlebenskampfes zu machen. Alle Infos: www.oranienburg.de

Antirassismus-Tage: „Viva Polonia“ In diesem Jahr: Ausstellung und Veranstaltung mit Bestseller-Autor Steffen Möller Auch die diesjährigen AntirassismusTage in Oranienburg haben eine Ausstellung als Schwerpunkt: »Opfer rechter Gewalt seit 1990 in Deutschland« ist vom 12. bis 23. März im Oranienburger Louise-Henriette-Gymnasium zu sehen. Die Wanderausstellung porträtiert 156 Menschen, die von 1990 bis 2010 rechter Gewalt zum Opfer fielen (die Fotos unten zeigen Menschen aus Brandenburg). Viele wurden getötet, weil für sie im Weltbild der Rechtsextremen kein Platz ist –

manche, weil sie den Mut hatten, NaziParolen zu widersprechen. Basierend auf Informationen aus den Medien wird das Bild dokumentiert, das sich die Gesellschaft von den Opfern rechter Gewalt gemacht hat: Manche Fälle führten zu öffentlicher Empörung oder politischen Kontroversen – von vielen der Toten jedoch wurde nie ein Foto oder ein Name veröffentlicht. Für Schulklassen ab Stufe 9 gibt es eine pädagogische Begleitung, die beim Kreisjugendring unter (03301) 57 34 46 angefragt werden kann.

Am 21. März geht es abends in der Orangerie um unser oft von Vorurteilen geprägtes Verhältnis zu unserem Nachbarland: Bestseller-Autor Steffen Möller stellt mit „Viva Polonia – als deutscher Gastarbeiter in Polen“ sein auf 400 Seiten gezeichnetes, subjektives und humorvolles Porträt der polnischen Mentalität vor – hier geht es um Aberglaube, Gastfreundschaft, Verschwörungstheorien, Liebe und vieles mehr ... alle infos zum programm der antirassismus-tage: www.oranienburg.de

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QUIZ

Oranienburger Bilderrätsel 1. die aufgabe Vielleicht wissen Sie es sofort, vielleicht müssen Sie einfach noch einmal durch die Havelstadt schlendern, um ihn zu entdecken. Wenn sie ihn gefunden haben, schreiben Sie uns, von wo aus dieser Jüngling seinen Blick über Oranienburg schweifen lässt. Senden Sie Ihre Antwort an: Stadt Oranienburg – Oranienburger Stadtmagazin – Schloßplatz 1 16515 Oranienburg stadtmagazin@oranienburg.de (03301) 600-99-6014 (Fax)

2. der lohn Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir zwei Einkaufsgutscheine im Wert von je 25 Euro für die Schloß-Parfümerie in der Bernauer Straße. Bereits 1927 öffnete das Geschäft seine Pforten. Kerstin Lagatz leitet es seit 20 Jahren. „Wir achten bei der Auswahl unserer Produkte auf Exklusivität und führen hauptsächlich Düfte, die nicht an jeder Ecke zu bekommen sind“, sagt sie. Neben Düften und Pflegeprodukten bietet sie auch Arrangements und Produkte aus frischen Rosen an, darunter Rosenblütengelee und Rosenblütensirup. Der dritte Gewinner erhält als „Trostpreis“ einen Gutschein der Ladengalerie Kolorit über 25 Euro. l www.schloss-parfümerie.de | l www.ladengalerie-kolorit.de

AUFLÖSUN G AU S D E R LE T ZT E N AU S GA B E Das historische Foto aus dem Jahr 1924 zeigt den alten, 1917 gebauten Getreidespeicher. Der Speicher liegt zwischen dem LouiseHenriette-Steg, der Lehnitzstraße und der Havel. Das eigentliche Hauptgebäude – die Oranienburger Dampfmühle – brannte am 21. Mai 1930 ab. Der Speicher wird teilweise auch heute noch genutzt. Eigentümer ist die Firma „Landhandel GmbH Gransee“.

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Über zwei mal zwei Freikarten für den Filmpalast Oranienburg und je ein DVD-Paket freuen sich Aurelia Jahns und Dmitriy Gertsik: Herzlichen Glückwunsch!


10 Jahre TURM ErlebnisCity 10 tolle Preise gewinnen ! Nehmen auch Sie am Gewinnspiel anlässlich unseres 10. Geburtstages teil. Es lohnt sich! Als Hauptgewinn winkt ein Reisegutschein im Wert von 1.000,-€. 12

10 Jahre TURM – 10 tolle Preise zu gewinnen! Und so funktioniert es. Ab dem 16. Februar, dem TURM Geburtstag, haben alle Gäste, die für das Erlebnisbad eine 4 Stunden – oder eine Tageskarte oder ein Familienticket für mindestens 4 Stunden kaufen, die Möglichkeit, am Gewinnspiel teil zunehmen. Für die Teilnahmeberechtigung am Gewinnspiel ist nur der Erwerb eines entsprechenden Tickets notwendig, nicht der Besuch des Bades. Eine zahlenmäßige Limitierung der Tickets für die Gewinnspielteilnahme gibt es nicht. Ermäßigte Tickets und Spezialtarife (z. Bsp. Gruppen) können nicht teilnehmen. Mitarbeiter des Hauses und ihre Familienangehörige 1. Grades sind von der Teilnahme ausgeschlossen. Auf der Rückseite des Bons ist eine Adressfeld, inklusive Abfrage einer Telefonnummer aufgedruckt. Jeder Gast, der am Gewinnspiel teilnehmen will, füllt dieses Feld aus und wirft den Bon in eine bereitstehende Losbox. Die Geschäftsleitung der Stadtservice Oranienburg GmbH sichert den ordnungsgemäßen Umgang mit den Daten in Übereinstimmung mit den datenschutzrechtlichen Bestimmungen zu. Die Ziehung der Gewinner erfolgt am 24. Mai 2012 im Rahmen eines Pressetermins. Die Übergabe der Gewinne erfolgt am 26. Mai 2012 beim Kinderfest auf der Festwiese der TURM ErlebnisCity.

Folgende Preise sind zu gewinnen, die alle von Sponsoren bereitgestellt werden: 1. Jenny Bieber, Panda Reisen 2. Base 3. Benno Hebestreit 4. Medimax 5. Hotel Arkona Sellin 6. Estrel Convention Center 7. Jens Schönherr 8. Mauermann-Küchen 9. Frithjof Olaf Köhler 10. Sportshop Running Man

Gutschein Tablet PC Gutschein Fahrrad Technik Gutscheine 2Ü/Frühstück Gutschein Hotel-Gutscheine Topfset Wasserspender Gutschein

1x 1x 1x 1x 1x 1x 1x 1x 1x 1x

1000,00€ 700,00€ 400,00€ 400,00€ 375,00€ 275,00€ 200,00€ 180,00€ 150,00€ 100,00€


AUSSTELLUNG GRÜNDUNG DES SPINNERDORFES SACHSENHAUSEN Jean-Clermont-Schule Sachsenhausen Hermann-Löns-Straße 5

19.03. - 17.06.12 Mo.-Fr. 9 - 14 Uhr So. 10 - 16 Uhr Samstags, Feiertags, Pfingst- und Ostersonntag geschlossen sowie am 18.5. und vom 4.4. bis 14.4.2012 (Osterferien)


Oranienburger Stadtmagazin (Ausgabe 7, Februar 2012)