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NORDSEE

ANTWERPEN BRÜGGE

FLANDERN

GENT

BRÜSSEL

AACHEN

B E L G I E N

Tongeren Visé

Waterloo Wavre

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LILLE

Wallonisch Brabant

TOURNAI

Soignies

Hennegau

Province de Namur:

MONS

La Classe (Denée / Anhée)

1 2 Feme de Foy: Le Prieuré (Falaen)

Nivelles

WALLONIE CHARLEROI

Binche Thuin

Province Lüttich:

5

Namur

Walcourt

Ferme du Pére Louis (Trimont / Waimes) Chalet de la Source (Trimont / Waimes)

Rance

Theux

4

Spa

2 Freyr

Mariembourg

Chimay Cul-des-Sarts

Die Wallonie

Stavelot 5

Durbuy

6

Spontin

Dinant

Erezée Lierneux Vielsam St. Vith

Marche-enFamenne Rochefort

La Roche-en- Burg Reuland Ardenne Houffalize

Celles

Beauraing

Bütgenbach Malmédy

Gesves

Ronchinne

Province du Luxembourg Belge: 6 Comte Salm (Vielsalm) 7 Salle 1024 Gîtel (Bertogne)

Lüttich

NAMUR

Profondeville

1

Modave

Limbourg Eupen

Verviers

Chaudfontaine

Andenne

Philippeville

3 Demeure du Boukai-Moulin (Aubel) 4 Al Pierîre (Theux)

Harzé

Gembloux Liernu

Aubel Henri-Chapelle

LÜTTICH

Louvain-la-Neuve

Han-sur-Lesse

7 Bastogne

Lavaux-Ste-Anne

St. Hubert Awenne

Luxemburg Bohan

Paliseul

LUXEMBURG

Bouillon

ARLON Torgny

Majestätische Wälder, romantische Flusstäler, pittoreske Dörfer und Städtchen, in denen hier und da die lärmige Zeit den Atem anzuhalten scheint und unverfälschte Regionalküche: In der Wallonie, dem französisch-sprachigen Süden Belgiens, begegnen sich im grenznahen Raum zu Deutschland Natur, Idylle und Genuss. Das grüne Herz der Wallonie sind die Ardennen. Tagungsgäste treffen auf eine Region, die sich ganz besonders anstrengt, das Beste aus Küche und Keller herauszuholen und die bei den in dieser Ausgabe vorgestellten Häusern auf vorbildliche Weise demonstriert, wie außergewöhnlicher Charme ehemaliger Farmhäuser und Schulen für Exklusiv-Anmietungen genutzt werden kann. Hauptstadt der Wallonie:

Namur

Lage:

im südlichen Teil Belgiens, an der Grenze zu Deutschland, Luxemburg und Frankreich

Größe und Gliederung: Höchste Erhebung:

16.844 qkm, bestehend aus den fünf Provinzen Wallonisch Brabant, Hennegau, Namur, Lüttich und Luxemburg; Signal de Botrange (Hohes Venn), 694 Meter, mitten im größten Hochmoor Europa; Brüssel wird ebenfalls der französischsprachigen Gemeinschaft zugerechnet, zu der auch die Wallonie gehört.

Bevölkerung:

3.456.775 (Stand 2008) Einwohner in der Wallonie, davon 72.000 Einwohner der Deutschsprachigen Gemeinschaft im Osten des Landes; Brüssel hat 1.101.872 Einwohner (Stand 2009)

Sprache:

vorwiegend französisch, in der deutschsprachigen Gemeinschaft (die zur Wallonie gehört) deutsch.


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Vite, vite, zur Gîte! E

ines wollen eigentlich alle: Veranstaltungen mit Erinnerungswert. Speziell bei Strategieklausuren, diskreten Fusionsgesprächen und Boardmeetings aber auch noch ein bisschen mehr: Ungestörtheit, Diskretion, eine gewisse Exklusivität. Wenn dann noch teambuildende Aspekte hinzu kommen und eine gewisse Vertrautheit der handelnden Akteure entsteht, dann ist es eigentlich schon perfekt. Dann scheiden aber auch die klassischen Meetingplaces häufig aus. Eine besondere Variante des Arbeitens und Erlebens stellen kleine Meetings in ehemals ländlichen Anwesen und Farmhäusern der Wallonie dar. Viele dieser Farmhäuser haben eine Transformation zu so genannten Gîtes d´Affaires hinter sich - mit optimalen Bedingungen für geschäftliche Verabredungen. Dort ist der Return on Meetings häufig höher als üblich, dort schweißt große Privatheit die Menschen zusammen und erwartet die Teilnehmer nicht selten eine Komfortausstattung besser als oder zumindest wie zuhause. Die Natur

IMPRESSUM „Zeit für Entdeckungen“ ist ein Info-Magazin für Veranstaltungsplaner von Belgien Tourismus Wallonie-Brüssel

scheint ins Fenster hinein und das abendliche BBQ ist eine Selbstverständlichkeit. Wer zwei Nächte und mehr bleibt, der profitiert von einem unglaublich guten Preis-/Leistungsverhältnis und etwas länger sollte man alleine deshalb schon blieben, um die hohen Effekte des engen Zusammenseins optimal ausschöpfen zu können. Zum „Wie zuhause“Fühlen gehört wie in einem Ferienhaus, dass man ohne Reinigungs-, Küchen- oder Bettenservice auskommt. Und häufig ohne Fernseher in den Schlafzimmern. Nach belgischem Recht gilt eine Gîte mit TV und Telefon auf dem Zimmer nämlich als Hotelbetrieb und wird steuerlich anders betrachtet. Allerdings können viele andere Bausteine völlig problemlos bedarfsgerecht zugebucht werden. Wenn die Niederländer oder Belgier in so eine inspirierende Klausur gehen, dann gilt Selbstversorgung klugerweise als „part of the game“ und gesuchte Erfahrung. Wie schön das sein kann, erleben Sie auf den folgenden Seiten. Und wie Sie die teilweise gut versteckten Schätzchen finden, verrät die nebenstehende Karte. Hans Jürgen Heinrich Chefredakteur der Fachzeitschrift events

Herausgeber: Belgien Tourismus Wallonie-Brüssel c/o Delegation der Deutschsprachigen Gemeinschaft, der Wallonie & der Föderation Wallonie-Brüssel Belgische Botschaft Jägerstraße 52-53, D-10117 Berlin Tel : +49 (0)30/20 60 71 605 Fax : +49 (0)30/20 60 71 606 mice@belgien-tourismus.de www.meetingpointbelgium.de

Produktion: PR-Manufaktur Beethovenstr. 9 56170 Bendorf REDAKTION: Hans Jürgen Heinrich (events) DRUCK: imprimo Hafenstraße 16 56575 Weißenthurm Druckauflage: 1.000


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La Classe -

©Laloux/La Classe

©Laloux/La Classe

des Designs

die Hohe Schule


©Laloux/La Classe

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Hinter blickdichten Hecken versteckt sich in zentraler Lages des schönen Dorfes Deneé dessen alte Schule. Beziehungsweise das, was von ihr noch übrig ist. Denn wo gestern noch die Regeln des Seins unterrichtet wurde ©L alo ux /La regiert heute die Regie des Designs. Die Laloux`s haben sie Cla ss e umgebaut und umgewidmet zu einem äußerst sehenswerten Begegnungszentrum. La Classe ist klasse und thront standesbewusst erhaben über einem schön angelegten Garten mit einer designigen, überdachten BBQ-Terrasse. Von außen „warnt“ der lichtgrau ange-strichene hohe Backsteinbau bereits vor – und innen wird man dennoch auf Schritt und Tritt überrascht von Kreativität, pfiffiger Innenarchitektur und allerlei ungewohnten Funktionalitäten.

A

uf insgesamt 500 qm darf eine Gruppe sich „ausleben“. Dominierend im großen, fünf Meter hohen Versammlungsraum ist die Küche mit semiprofessioneller Wunschausstattung für kochverliebte Gruppen. Über dem großen Tisch mit neonfarbigen Stühlen und dem Open-Space-Bereich vor dem modernen Stahlkamin hängen frech in drei Meter Höhe sauber in Reihe angeordnete Kinder-Schulstühlchen in bunten Farben. Für maximale Aufmerksamkeit bei Details steht auch das Porzellan, das aus kleinen Töpfe-

reien in der Umgebung kommt. Wer passt hierher? Ganz einfach: Landidylle-Fans mit hohem Anspruch an Umgebungskultur. Machen wir fiktive Projektionen: Designer-Label aller Art, aber auch anspruchsvolle Industrieunternehmen, Verlage, Handel, Banken, Versicherungen, Consultants…. Konsequent folgt die Namensgebung für die sieben Zimmer dem Thema Schule und dort „heißt man“ eben MATHEMATIK oder GEOGRAPHIE, wo natürlich Galileo den Sinnspruch an der Wand und das künstlerische Leitmotiv liefert. An anderer Stelle über-

nimmt das Albert Einstein und auch in den weiteren Gästezimmern erfreut das Besitzer-Ehepaar den Betrachter mit beziehungsreichen Sprüchen und Zitaten aus der Literatur. Üppig viel Platz bieten die konsequent reduzierten und loftartig integrierten bodengleichen Duschen mit einem trendigen Materialmix aus Glas, Designer-Keramik und schönen Holzböden. Auch hier gibt es auf den Zimmern keine Fernseher, Konzentration pur ist das Leitmotto in diesem inspirierenden Haus, wo bis zu den flauschigen Badetüchern Stil und Charakter durchdekliniert sind.


6 Für entspannte Brainstormings wurde ein geschmackvoller Gruppenraum eingerichtet. Für frontale Sequenzen ein veritabler Kinosaal mit 18 energetisch rot bezogenen Fatboy-Varianten aus Dänemark unter dominanten Designer-Lampen. Beamer, Leinwand und eine große DVD-Auswahl ermöglichen neben der idealen Eignung für kontemplativ angelegte Präsentationen auch Kinoabende als besonders entspannendes (und nebenbei preiswertes!) Gruppenerlebnis. Geschmackvoll parlamentarisch bestuhlt verwandelt sich der gleiche Raum zur Aktionsplattform für klassische Formate bis 20 Teilnehmer. Es gibt noch ein kleines Business-Center mit iMac und ein Backsteingewölbe im Keller für kleine Inhouse-Kneipen-Sessions mit Kicker und einer reich bestückten alten Wurlitzer-Musikbox.

geschulten Blick für Licht, Raum und Materialien. Wer einen Top-Caterer sucht, der wird auf einen ZweisterneKoch aus dem Restaurant L´Eau Vive verwiesen, für einfachere Ansprüche gibt es gute Empfehlungen für „normale“ Caterer. Man ist hier ansonsten „ ganz für sich“. Nach der Schlüsselübergabe (ganz wie beim Ferienhaus) macht man hier (fast) alles was man will. Stand-by-Leistungen können allerdings aus einem Baukasten zugebucht werden: Caterer, Servicepersonal, Sekretariat, Zimmerservice, Badezimmer-Artikel …

Was immer dem Auge gefällt wurde vom Fotografen-Ehepaar selbst designt und ausgewählt – mit dem

Flamenco-Tänzer passten gut hierher, sagt sie und auch der belgische Meister im Cocktailmixen oder Schau-

Madam Laloux organisiert bedarfsgerecht, stilsicher und mit der Erfahrung aus vielen Veranstaltungen.

spieler hätten ihre Gästegruppen bereits sehr individuell unterhalten. Ein Chocolatier gibt kleine Einführungskurse, auf der romantischen Lesse wird Kajak gefahren oder mit Buggies und Quads die reizvolle Umgebung erkundet. Liegestühle, TischtennisTisch und die tolle BBQ-Einheit im Garten lassen aber möglicherweise gar nicht erst weitere Wünsche aufkommen. Die Anreise nach Deneé erfolgt mit der Bahn über den HBF Namur und knapp 30 Minuten Transferzeit. 40 Minuten benötigt man zum Airport Brüssel Charleroi. www.laclasse.be / www.laloux.be

©Laloux/La Classe

©Laloux/La Classe

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In der Landeinsamkeit der Provinz Namur darf Matthias Claudius bemüht werden: „… und aus den Wiesen steiget der weiße Nebel wunderbar!“ In einem abgeschiedenen kleinen Dorf offeriert die Ferme de Foye seit nunmehr schon sechs Jahren in einem ehemaligen Pfarrhaus, der Prieuré, liebevoll konservierten bäuerlichen Charme für Seminargruppen. Zehn Doppelzimmer, ein Zimmer mit sechs und ein weiteres mit vier Betten sind unterschiedlich groß und bieten Heimat für reduziert ländliche IdylleTagungen mit mindestens 12 Teilnehmern. Alle Zimmer haben Bad mit WC. Gite-typisch werden die Zimmer nur auf Wunsch täglich gerichtet. Dafür sorgt die Verwalterin Godelieve Huys. Ansonsten wird hier abgeschaltet – auch der Fernseher, den man folglich zumindest auf den Zimmern vergebens sucht.

Ferme de Foy wo der Kuckuck ruft!

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issige alte Holzdecken, Industrie-Estrichboden, gekälktes Fachwerk, naturbelassener Rauputz – so stellt man sich Farmleben pur vor und man muss auch nicht allzu lange auf den Hahnenschrei vom nachbarschaftlichen Misthaufen warten. Für´s Zuhause-Gefühl ist alles da: Ein Speisezimmer bietet bequem Platz für 20 Gäste, in der kernigen Küche mit von Granitplatten bedecktem Mittelblock kann gemeinsam gekocht werden von jenen Gruppen, die nicht auf den erfahrenen Caterer zurück greifen möchten. Kaminlounge, Fernsehzimmer mit Bar, heller Tagungsraum mit Leinwand, Kaminofen und angrenzende Coffeebreak-Lounge komplettieren das Angebot.

Viele von hohen Hecken eingerahmte Kleinstbiotope vor dem Haus laden zum Relaxen ein und unter einer großen Pergola kann gegrillt und gefeiert werden. Der gesplittete Innenhof hat viel Platz für Zelte und zünftige BBQs. Charakter: Hier ist nichts besonders manikürt, nichts ist betont designig oder „wohnlich“ im klassischen Sinne – hier triumphiert weitgehend naturbelassene Rustikalität und Einfachheit. Unverzichtbar ist – wie bei den meisten Gites! – eine vorherige Site-Inspection. Nicht nur im Netz, wo den Websurfer passenderweise der Ruf des Kuckucks begrüßt: www.fermedefoy.be Für Outdoor-Programme empfiehlt sich der renommierte Anbieter DinantAventure. www.lessekayaks.be

©Ferme de Foy

©Ferme de Foy

©Ferme de Foy

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highlights in der nähe: Der kurze Weg zur alten Benediktinerabtei Maredsous ist lohnend – nicht nur, weil dort wie so häufig in der Wallonie hervorragende Biere gebraut werden und eine Käserei angeschlossen ist. www.maredsous.be Gourmets geraten aus dem Häuschen bei einem Ausflug zur Schneckenfarm – hier kann das Symbol der Provinz Namur variantenreich verkostet werden. Bei der fünf Kilometer von der Ferme de Foy entfernten Villa des Lapins mit ihrer schrulligen Fantasy-Fassade beginnt in beschaulicher Wald- und Wieseneinsamkeit eine stillgelegte Gleisstrecke, die auch von größeren Gruppen zwei Stunden in eine Richtung mit Draisinen befahren werden kann.


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4 Fragen an

Hans J. Kremer Hans-J. Kremer ist langjähriger Meeting & Incentive Manager von Belgien Tourismus Wallonie-Brüssel mit Sitz in Berlin und sachkundiger Ansprechpartner für alle Anfragen aus dem deutschen Markt. 1: Was versteht man eigentlich unter Gîtes und insbesondere unter Gîtes d`affaires? Unter der durch (Landes-)Gesetze der Regierung der Wallonie geschützten Bezeichnung „gîtes“ versteht man Unterkünfte, meist Häuser, die auf dem Lande gelegen und im typischen Baustil errichtet wurden. Diese Bezeichnung wurde vor einiger Zeit um den Begriff „Gîtes d’affaires“ erweitert. Obschon dieser Begriff (noch) nicht gesetzlich geschützt ist, können als „gîte d’affaires“ nur jene Häuser bezeichnet werden, die folgende Standards und Voraussetzungen erfüllen: - Eine offizielle Anerkennung als „gîte“ durch die zuständige Behörde (hier das Commissariat Général au Tourisme de la Région Wallonne); - Mindestens einen Tagungsraum, der den Anforderungen eines „klassischen“ Tagungsraum standhält (multimediale Ausstattung, Telefon- und Internetzugang); - Doppel- und Einzelzimmer, jedes ausgestattet mit eigenem Bad und WC; - Küche von genügend großer Flache und Ausrüstung, so dass diese entweder durch die Gäste selbst oder aber durch einen externen Caterer benutzt werden kann. 2. Worin sehen Sie die wesentlichen Vorteile für Strategieklausuren oder Seminare in so genannten Gîtes? Gîtes bieten nach meiner Meinung und ganz allgemein folgende Vorteile: - Moderne und ländliche Behaglichkeit unter einem Dach; - Ruhe und individuelle Gestaltungsmöglichkeit von Tagungen im kleine-

ren Kreis. Dies gilt sowohl für die Tagungen selbst aber auch und allen voran für die Gestaltung von Teambuildings oder Rahmenprogrammen; - Ein völlig unterschiedlicher und daher inspirierender Rahmen im Vergleich zum klassischen Rahmen von Tagungen; - Land, Leute, Küche und Keller, alles mit persönlicher Note zu entdecken. Und schließlich ist auch das Preis-Leistungsverhältnis häufig ein nicht unterschätzender Vorteil.

3. Können deutsche Planer eigentlich auf verlässliche Qualitätsstandards bauen, gibt es eine Klassifizierung und wie sieht sie aus? Laut geltendem Recht, sind alle „Gîtes“, neben Ihrer offiziellen Anerkennung, auch einer daran gekoppelten Einstufung unterzogen. Diese sogenannte Klassifizierung erfolgt auf der Basis einer Skala von 1 (Basisausstattung) bis 4 Ähren (hochwertige Ausstattung). Die wichtigsten Kriterien zur Festlegung der jeweiligen Einstufung sind die Lage, der generelle Eindruck, Konzeption, Ausstattung und Art der Einrichtung. Zu bemerken wäre ebenfalls dass „gîtes d’affaires“ immer über mindestens 3 Ähren verfügen müssen.

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Da es bereits Gîtes“ gibt, die diese Normen übererfüllen, hat der für Tourismus zuständige Landesminister mehreren Objekten die Erhebung auf die höchste Ebene, nämlich 5 Ähren, erteilt. 4. Was kann der kulturelle Erlebnisraum Wallonie zum Gelingen einer Veranstaltung in einer Gite beitragen? Es bleibt dabei: Wer sich für die Wallonie entscheidet, der sucht in erster Linie nach Natur und will weg vom Trubel der großen und mittleren urbanen Zentren. Wer hierher kommt, der erlebt authentisches Landleben, bestehend aus Wald und Wiesen, Dörfchen und kleinen Orten, in denen manchmal die Zeit stehengeblieben zu sein scheint. Es riecht nach Holz, Wasser und Landwirtschaft. Die Menschen? Nun, oftmals aus den großen Zentren „immigriert“, um hier ihren Lebenstraum zu erfüllen , auch mit einem eigenen „gîte“, hilfsbereit und unprätentiös, auf eine oftmals erfrischende Art authentisch und nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen. Oberste Lebensmaxime ist ein Satz des französischen Literarten François de La Rochefoucauld, dass Essen zwar ein Bedürfnis jedoch Genießen eine Kunst ist. Und wem das immer noch nicht genügt, dem sei ein Abstecher zu den zahlreichen Burgen und Schlössern, Städtchen oder Städten wie Durbuy, der kleinsten Stadt der Welt, Spa, der berühmten Bäderstadt oder dem jung, lebendigen Lüttich (Liège) empfohlen .


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„Wer hierher kommt, der erlebt authentisches Landleben, bestehend aus Wald und Wiesen,

Dörfchen und kleinen Orten, in denen manchmal

© WBT-J.P. Remy

die Zeit stehengeblieben zu sein scheint.“


© Salle 1024

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Salle 1024 -

die Gîte mit Familienanschluss


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© Salle 1024

Wie kommt man hin? Salle 1024 (so lautet auch die Adresse!) liegt nur zehn Kilometer entfernt vom Autobahn-Anschluss E 25. www.salle1024.be

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© Salle 1024

Zehn Doppelzimmer verfügen jeweils über ein eigenes Bad und jeden modernen Komfort – Salle 1024 wurde schließlich erst 2007 eröffnet! WiFi gibt es überall kostenlos und Parkplätze reichlich. Frühstück macht man sich eventuell selbst, muss man aber nicht, und wenn doch, so läuft der Kaffee bequem aus Vollautomaten im top ausgestatteten 140 qm großen Lounge- und Dining-Bereich. Den haben NIKE und zahlreiche Pharmafirmen bereits ausprobiert. Warum kommen die hierher? De Laet: „Um hart zu arbeiten!“

© Salle 1024

Leinwand, Beamer, Ton – alles ist da. Auch eine kleine Kücheneinheit und vor allem: große Schiebefenster zur Terrasse hinaus! Eine kleine Indoor-Schwimmhalle mit großen Glasfronten flankiert die rückwärtige große Wiese. Dort laden eine breite Holzterrasse und vor allem eine große überdachte BBQ-Einheit mit modernen Einrichtungen, Heizstrahlern und langem Tisch für 24 Gäste zu zwanglosen Gruppenabenden ein.

Dennoch kommt der Spaß nicht zu kurz: Canyoning, Rafting, Abseiling, Mountainbiking organisieren die Agenturen Ardenne Aventure oder Brand Sports. Geführte Naturerlebnis-Wanderungen zu nahe gelegenen Biber-Kolonien mit Kochen in der Wildnis oder Brauerbeibesichtigungen im nahen Houffalize sind ebenfalls beliebt. Nach Bastogne zieht speziell Interessierte ein sehenswertes Militärmuseum an einem der tragischen Brennpunkte in der legendären Ardennen-Offensive des zweiten Weltkriegs. Ein paar Sätze zu Preis und Versorgung: Für etwa 50 Euro inklusive Personalservice bietet der Caterer bereits ein tolles Menü oder BBQ pro Person und Tag an. 17,50 Euro beträgt der Stundelohn für zugebuchte Servicekräfte. In der Küche gibt es eine Wunsch-Getränkeausstattung, die von den de Laets aus dem Supermarkt ohne Aufpreis besorgt wird. So wird´s am Ende super preiswert und eben – ganz wie zu Hause! Zehn Personen zahlen hier pro Tag und Nacht 1.600,- Euro inkl. Frühstück. Aber erst bei zwei Übernachtungen wird es richtig spannend: Dann sind es nur noch 2.000,- Euro und mithin 100 Euro pro Nacht und Teilnehmer für die Nutzung aller Einrichtungen.

© Salle 1024

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alle 1024 ist ein von den heutigen Besitzern komplett entkernter Bauernhof, von dem nur noch die schön restaurierten Bruchsteinfassaden stehen bleiben durften. Im separaten und völlig autarken Seminargebäude wird getagt – mit Fußbodenheizung und auf bequemen Freischwingern am großen ovalen Tisch sitzend. Der wurde – nebenbei bemerkt – aus Holzpaletten gefertigt, auf denen die de Laets tonnenweise Terrassenplatten aus China kommen ließen und hat ein ausgesprochen originelles Patchworkmuster.

© Salle 1024

Salle 1024 liegt in der Nähe von Bertogne in der Provinz Lüttich. Auch hier beeindruckt die stille Magie der Landschaft, fahren die Erdungswilligen in eine Endlosschleife beschaulicher Anwesen hinein. Eine der Besonderheiten dieser Gîte ist, dass die Betreiberfamilie de Laet gleich nebenan lebt und sich im Bedarfsfall gerne in die Betreuungsabläufe einer Veranstaltung persönlich einbringt.


©Compagnie des Lodges Haute Ardenne

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Marc Defay´s Ardennen-Paradise: Hier werden Träume wahr …


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Drei ganz außergewöhnliche Gîtes d`Affaires haben die Defays geschaffen und sie haben es getan mit der verbunden Expertise von Marc Defays als Bauunternehmer und Frau Defays als Innenarchitektin. Bei den Lodges in Tirimont (La Ferme du Père Louis und Chalet de La Source), die in einem privaten Tal mit neun Hektar Land liegen, sind sogar die Heliport-Koordinaten angegeben, was ein dezenter Hinweis sein mag für die hohe Qualität, die selbst anspruchsvollste Kunden zufriedenstellt. 28 internationale Reeder haben einmal das ganze Tal bespielt, sind mit Helikopter angereist und haben durften neben der Tagung reichlich Trapper- Phantasien auslebe mit ganz besonderen Künstler- und BBQ-Bausteinen für das abendliche Amusement. Marc Defays hat Expertise.

Mitten im Ort und von Allem etwas…

B

eim Contes de Salme gehen Komplimente plötzlich bequem und wie von selbst über die Lippen, in diesem so besonderen Boutiquestyle-Hotel mit mindestens ebenso besonderem Restaurant, Brasserie, Weinbar und den inspirierenden Sälen und Terrassen. Der trutzige Bruchsteinbau liegt wie eine Festung an der Durchfahrtsstraße von Vielsalm, als profane Kultstätte von hohem Rang neben der sakralen Variante gleich gegenüber, der Kirche des Ortes. Und schon zieht der erste Blickkontakt bei der Annäherung den Fuß des Fahrers magisch auf die Bremse. Hier hatten die Herzöge von Salm um 1000 n.Chr. ihre erste Trutzburg. Die Salm, ein ehedem bekanntes Lachgewässer, fließt unterhalb durch das

stille Tal und durch einen mittelgroßen See mit Sommerfrische-Charakter hindurch. 1000 Kubikmeter Steine haben die Defays`aus dem Fels hauen lassen, um dem Contes de Salme seine heutige Form zu geben. Ein umfangreiches Vorratslager aus altem Holz, Steinen und Eisen diente als Reservoir für die Materialauthentizität bei allen Ein- und Umbauten. Alleine die Steinplatte, auf der die Feuerung des offenen Kamins ruht, wiegt eine Tonne, Tische und Stühle sind Eigenanfertigungen, alte Zellentüren führen zu den Toiletten, auf denen Diva Salmienne und Homo Salmien geschrieben steht und in denen die Waschbecken selbstverständlich aus dem rohen Stein gemeißelt sind. Originalität war und ist hier oberstes Gebot. Ein verglastes Gewölbe-Weinlager, Open Cooking, Bruchstein überall, abgetretene Steinfußböden, zahllose

kleine Sitznischen in den Gewölben bilden in der Brasserie die verwirrende Mischung aus Scheune, Heuschober, Weinkeller und Lifestyle-Location. Das Ganze ist angefüllt mit landwirtschaftlichen Artefakten. Sieben Biere vom Fass laufen aus den Hähnen, darunter fünf der beliebtesten belgischen Degustationsbiere. Zusätzlich zur Brasserie gibt es im oberen Teil des Ensembles, dem ersten Blickzugriff der Passanten entzogen, dort wo sich die Chalet-Module romantisch um eine Art Engadiner Dorfplatz kuscheln, eine „Teestube“. Das ist allerdings ein Diminuitiv, denn sie ist ein kaum minder romantisches, großes Restaurant, wo mit Krokodilrachenartig mit Steinen bestückte Bretter, die in alter Zeit den Bauern als Egge dienten, der Tresen verkleidet ist. Den Dorfplatz


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mit den urigen Mühlsteinbrunnen und Olivenbäumen umgeben kleine Chalets. In einem ist ein Spiele- und Unterhaltungsraum für Seminargruppen untergebracht. Immer neue Kleinbiotope und unterschiedlichen Terrassenszenarien erfreuen hier das Auge. Hier geht es auch zu Le Grand Lodge, dem Hotelund Seminarbereich des Contes de Salme mit zehn Zimmern. Wer wenigstens hier erste Stilbrüche erwartet, der wird

wieder enttäusch von uralten GussHeizkörpern, verwitterten Hölzer neu in Form gebracht, Stahl und Steinen, die von einer langen Geschichte erzählen. Reichlich Erzählstoff liefert der Wohnbereich – mit großer Küche, langem Esstisch zum Debattieren, Essen & Trinken, behaglicher Kaminlounge, wuchtig bestuhlter Terrasse auf der ein weiterer aus dem afrikanischen Holzstamm geschnittener Supertisch mit

sechs Meter langer Platte zu fröhlichen Runden einlädt. Durch eine großzügige Wintergarten-Schleuse gelangt man in den Multifunktionsraum , der seine üppige Hightech-Ausstattung stilecht in alten Schränken und diskret hinter Holzträgern versteckt. Große gusseiserne Paella-Pfannen, die auf Gaskochern aufgebockt sind, verdeutlichen nur eine Spielart der komplexen kulinarischen Inszenierungsmöglichkeiten, die man hier für seine Gruppe hat. Ohne Frühstück aber mit Seminarraumnutzung, kostet das Zimmer mit höchstem Erinnerungswert pro Person 55,- Euro. Das ist sensationell angesichts der atmosphärischen und räumlichen Möglichkeiten, die man dafür als Gegenleistung bekommt. Wie gesagt: Die Zimmer sind so originell und geschmackvoll rustikal, wie man sich so etwas bisher unter dem eher abschreckenden Stichwort „rustikal“ nur schwer vorstellen konnte. Auf diese Basisvariante von 55 Euro lassen sich dann alle weiteren Wunschbausteine bedarfsgerecht aufsatteln zum individuellen Genusspaket. Auch mitreisenden Partnern wird das hier gefallen und sie müssen sich nicht langweilen – der Wellnessbereich lässt an Originalität und Komfort keine Wünsche offen.


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… Benchmark für Rustikal-Fans

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icht weit von St.Vith und Malmedy (E 42 Lüttich-Trier) liegen in einem stillen Seitental verborgen zu Architektur gereifte Männerträume – beliebt für Fotoshootings von Riverwoods & Co. Im unverbaubaren Landschaftsschutzgebiet herrscht ein besonderes Mikroklima – hier sitzt man noch im Polohemd auf der Terrasse, während bereits fünf Kilometer weiter die ersten Pullis übergestreift werden. Genau hier hat der Besitzer des Contes de Salme sein Meisterstück gemacht. Die Kulisse liefert ein neun Hektar großes privates Flusstal mit eigenen Fischgründen, die Akteure sind zwei benachbarte Lodges der Superlative, La Ferme de Pére Louis und Chalet de la Source. Die Eindrücke sind unvergleichlich – Valle Verzasca, Valle di Maggia, Lake Inari, Klondyke River – die Allegorien reißen sich los von der Assoziationskette, die Phantasie geht auf die Reise, taucht staunend ein in das Maß aller Dinge bei Gîtes d`Affaires à la mode Wallonie. Selbst die Kühe, die Blanc Bleu Belges, schauen von der benachbarten Hangweide herüber auf die Terrassen, als könnten Sie ihr Weideglück an diesem schönen Platz kaum fassen.


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Nachdem die Welcome-Sektgläser auf dem dafür her gerichteten hölzernen Ochsenkarrenden abgestellt sind, startet die Entdeckung einer anderen Welt, in der auch generell das Selbstversorger-Prinzip gilt – allerdings wie so oft mit Wunschbaukasten an zubuchbaren Modulen. Auch die Erweiterung der Kapazitäten mit temporären Bauten ist kein Problem. Neun Zimmer mit Bad gibt es im Pére Louis und nebenan steuert Chalet de la Source fünf weitere bei. 14 x Trapperglück. Auch Trapperinnen werden sich wohlfühlen. An den Esstischen stehen handgemachte Stühle aus südafrikanischem Holz, der Kamin stammt aus einem alten französischen Schloss, Futtertröge dienen als Waschbecken, ein ehemaliger Kirchenaltar wurde umfunktioniert zur Bar und über fast jedes Detail weiß der Bauunternehmer eine eigene Geschichte zu erzählen. Lounges, Kaminzimmer, Superküche. Durch die großen eisgrau verwitterten-gesplissten Holzfenster-Fronten tritt man mit ausgebreiteten Armen auf die üppige Naturterrasse mit dem großen Gruppentisch. Was man hier nicht vermutet, aber Indiz für undercover-Topcomfort ist: eine Fußbodenheizung mitten in der Trapper-Romantik! Wer zwei Nächte bleibt, der bekommt hier für etwa 100

Euro pro Nacht und Zimmer unvergessliche Tagungserlebnisse in Biotopen wie aus einer anderen Welt. Im Souterrain überrascht ein weiterer Salon, eine Seminar- und Meetings-Unit mit in die rustikale Tischplatte eingearbeiteten Laptopsteckdosen, mit Beamer, Leinwand, Wifi, Spielzimmer und vor allem ein Schwimmbecken mit Jetstream, Jaccuzzi, Sauna, Hammam, Whirlpool in phantasievoller Ausstattung. Das etwas kleinere Chalet de la Source hat wiederum seine eigene Infrastruktur, allerdings ohne Seminarraum und Pool, dafür mit uriger Blockhaus-Sauna. Auch hier ist die Traumküche ein echtes Highlight, natürlich mit Induktionsherd und leistungsfähiger Spülmaschine. Insgesamt etwas weniger deftig geht’s im Chalet zu, in dem mehr textile Gestaltungselemente verwendet wurden. Ausgesprochen renommiert als Outdoor-Anbieter ist Agentur Explorait. www.exploraid.com Bei allem anderen hilft: www.ardenne-resorts.com


© Al Pierîre

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Al Pierîre: Rallye-Stop und Outdoor- Homebase

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ei Theux, nur zehn Kilometer entfernt vom Traditionskurort Spa und der berühmten F1-Rennstrecke liegt Al Pierîre wie ein englisches Herrenhaus in Alleinlage im Tal. Hier ist Landschaftsschutzgebiet. Spalierbirnen wachsen dekorativ an der schönen Fassade hoch wie bei Herrn Ribbeck zu Ribbeck im Havelland. Das Anwesen von 1735 wurde vom Besitzer Vincent Nève, einem Landschaftsarchitekten , sehr liebevoll restauriert und bepflanzt. Hinter der standesgemäß bekiesten Vorfahrt hat er einen beachtlichen Multifunktionsraum neu gebaut – nomen est omen: GIANT ROOM.

Der Saal mit Empore ist hoch professionell ausgestattet mit Bartheke, Schall absorbierenden Elementen, Lautsprechern und Mischpult. Die Deckenpfette lässt sich aufklappen und es klappen etliche Lichtorgeln aus. Aus der angrenzenden Catererküche kommt das Essen für 60-80 Bankettoder Partygäste. In der Pierîre finden viele Hochzeiten statt, denn durch temporäre Erweiterungsbauten lassen sich hier auf dem weitläufigen Gelände um das Herzstück herum fast alle Größenordnungen abbilden. Die Zimmer sind leider sehr einfach, so dass man es als reines Seminarhaus nur für recht anspruchslose Gruppen empfehlen kann.

Allemal gut geeignet ist das reizvolle Anwesen aber für einen Rallyestop, für Abend- oder auch Tagesveranstaltungen mit in-/outdoor-Charakter oder für Einbindungen in MountainbikeChallenges. In der bizarren Steinbruch-Location dahinter ist Platz für urige Grillvarianten und kleine Teambuilding-Einlagen. Ganz in der Nähe: das berühmte Chateau de Franchimont und natürlich Spa mit seinen vielen Tophotels, Golfund Thermaleinrichtungen. www.prestigites.be


©Boukai Moulin

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Ländliches Anwesen mit Villen-Charme:

Boukai Moulin

©Boukai Moulin

©Boukai Moulin


Das idyllisch-hügelige Aubeler Ländchen ist bekannt für bekannt für Käseerzeugung, Viehzucht, Obstanbau und natürlich seinen guten Cidre. Unweit der Autobahn Aachen Lüttich und bereits recht nah an der niederländischen Grenze fährt man von der Landstraße in eine stille Allee hinein. An deren Ende liegt auf einer sonnengetränkten Waldlichtung inmitten üppig blühender Hortensien ein gepflegtes kleines Bruchstein-Ensemble. Telly Savalas alias Kojak hätte kurz und knapp kommentiert: “Entzückend“.

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enn diese villenartig gepflegten Gebäude haben den einstigen Gutshofcharakter längst abgestreift, hier hat die rustikale Wucht mal Pause. Lila Pause. Nicht nur die lilafarbenen Fensterläden verleihen dem Anwesen einen ausgesprochen heiteren Landidyll-Charme à la mode Provencale. Alles präsentiert sich extrem gepflegt und man sieht man dem Haus auch im entferntesten Winkel keinerlei Spuren von sieben Jahren und der Nutzung von bisher 7.000 Gästen an. Sanft murmelt ein Bächlein hinter der großen Wiese mit dem kreisrund angelegten Lagerfeuerplatz, auf dem während so mancher Veranstaltung durchaus ein „all-inclusive-Kubikmeter Holz“ verbrannt wird. Ein HelikopterLandeplatz fällt gleich mit ins Auge…. . Gehobener Landhausstil lautet die Kurzcharakteristik und der war dem zuständigen Ministerium fünf Ähren wert – die höchste Auszeichnung für eine Gîte d`Affairs, die kürzlich als erster und einziger Gîte der Wallonie im Beisein des Ministers verliehen wurde. Wie schon gewohnt bei unseren schönsten Gîtes steht auch hier auf der hinteren Terrasse ein wuchtiger Esstisch neben sehr feinen Sonnenschirmen und Re-

lax-Liegen. Die neun Zimmer wurden teilweise thematisch inszeniert, immer in feinen, sonnigen Tönen und nicht nur die exklusive Bettwäsche verrät viel über die Liebe zu Details. Unter dem Giebel liegt ein wunderbarer Tagungsraum, variantenreich bestuhlbar, mit Beamer, WLAN, fest installiertem Ton. Ein völlig separates Gebäude ist nur für Pool und Sauna reserviert. Das Besitzer-Ehepaar Stassen wohnt auf dem Gelände. Monsieur Stassen ist einer der drei Geschäftsführer der Firma Stassen, die berühmt ist für ihre CidreProduktion – ergo kommt der zur Begrüßung natürlich herrlich kühl sofort auf den Tisch. Die Stassens organisieren alle Rahmenprogrammwünsche für die Kunden, so dass die Einbindung einer Agentur nicht notwendig ist Für Philipp Morris haben die Besitzer auf einem schön angelegten Rundkurs innerhalb des Anwesens Segway Challenges organsiert. Auch die Pharmariesen Lilly und Bayer waren bereits da. Hier lassen sich übrigens auch gut Wellness- oder Entgiftungstage organisieren. Wer auf dem weitläufigen Gelände eine Produktpräsentation plant, kann zusätzliche Gäste in einem neuen ****Palasthotel im nahen Verviers unterbringen.

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die möglichkeiten: Natürlich wird auch die Boukai Moulins nur exklusiv vermietet. Ausnahmsweise ist aufgrund einer besonderen genehmigungsrechtlichen Konstellation Handtuch-, Bett- und Tischwäscheservice inbegriffen. Die Erfahrung der Betreiber zeigt, dass Großunternehmen in der Regel alle Bausteine einer Rundumversorgung hinzu buchen, die Gästegruppen aus kleineren Unternehmen hingegen ganz bewusst alles selbst machen. Zwei Tage und Nächte bekommt man hier für etwa 3.000 € – das entspricht zirka 170 € pro Einzelgast im Doppelzimmer. Für 14 Euro Aufpreis gibt es Frühstück, für 14 bis 20 Euro den Light Lunch am Mittag und für etwa 30 Euro das abendliche Menü. Alle Kühlschränke sind aufgefüllt (außer Wein & Spirituosen) und man kann für 14 Euro pauschal pro Tag so viel trinken wie man mag. Auch das erlaubt eine optimale Kostenkontrolle. Fast unmittelbar an der Boukain wurde eine stillgelegte alte Eisenbahnstrecke ausgebaut als Radweg und führt auf 37 Kilometer durch das schöne Revier. Ausreichend Fahrräder sind vorhanden. Beliebt ist auch Forellen-fischen auf dem Gelände – der Besatz kann vorher „gesteuert“ werden. Natürlich gibt es dafür auch Angeln. „Leider hat das Jahr nur 52 Wochenenden“, klagen die Stassens, denn die voll ausgelastet mit Familienfeiern. Aber auch unter der Woche sollte man bei Tagungsanfragen mindesten zwei bis drei Monate Vorlauf einplanen. www.boukai-moulin.be

©Boukai Moulin

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