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Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse Musiktheater von Gisbert Näther (*1948) für Kinder ab 7 Jahren Musikalische Leitung Ann-Katrin Stöcker Inszenierung Claudia Blersch Bühnenbild und Kostüme Elisa Alessi Lichtgestaltung Dino Strucken Dramaturgie Fabio Dietsche Konrad Severin Mauchle Berta Bartolotti Irène Friedli / Katharina Peetz Egon / Frau Rusika Flurin Caduff / Valeriy Murga Lehrerin / Kitti Rusika Hamida Kristoffersen / Bettina Schneebeli

Illustrationen: Annette Swoboda © Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg

Instrumental-Ensemble des Opernhauses Zürich Statistenverein am Opernhaus Zürich

Doch das will sich niemand bieten lassen, gehört Konrad doch längst zur Familie! Gemeinsam hecken Frau Bartolotti und Kitty einen Plan aus: Konrad muss sich ändern, und zwar so sehr, dass die Fabrik den einstigen Musterknaben nicht mehr wiedererkennen kann … Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse stammt von der erfolgreichen Kinderbuchautorin Christine Nöstlinger. Die Geschichten der kürzlich verstorbenen Österreicherin sind oft von einem antiautoritären Erziehungsstil geprägt. Auch in Konrad erzählt sie von einem Jungen, der aus einer streng genormten Fabrikwelt in die liebevolle Umgebung einer ungewöhnlichen Familienkonstellation gerät und dort ein Zuhause findet. Der deutsche Komponist Gisbert Näther hat auf dieser Grundlage ein unterhaltsames Musiktheaterstück für Kinder ab sieben Jahren geschrieben. Uraufgeführt wurde es 2013 in Gelsenkir-

chen. Claudia Blersch, die am Opernhaus Zürich zuletzt das Kindermusical Das verzauberte Schwein von Jonathan Dove auf die Bühne brachte, inszeniert das Stück nun auf unserer Studiobühne. Besonders gefällt der Regisseurin, dass Konrad nicht zum Brav-, sondern zum Unangepasstsein erzogen werden muss, denn, so Claudia Blersch: «Bravsein in einer braven Welt ist einfach». Im Haus der stets etwas unangepassten und unkonventionellen Frau Bartolotti lernt Konrad eigenständig zu sein und sich nicht immer an den Meinungen anderer zu orientieren. Zu einer solchen Selbstbestimmtheit anzuregen, war für Christine Nöstlinger zentral, denn – wie sie in anderem Kontext einmal sagte: «Wer nichts weiss, muss alles glauben». Gerade heute, wo das Lügen im grossen Stil Hochkonjunktur hat, liefert die Autorin damit eine sehr willkommene Botschaft für junge Theaterbesucher.

Premiere 22 Sep 2018 (im Rahmen des Eröffnungsfests, Eintritt frei) Weitere Vorstellungen 23, 26, 29, 30 Sep 2018 3 Okt 2018 1, 2, 5, 12, 15, 16, 19, 22, 23 Dez 2018 12, 13, 16 Jan 2019 Studiobühne Unterstützt von

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MAG 61: Die Gezeichneten  

Schwerpunkte: Premiere «Die Gezeichneten», Eröffnungsfest 2018, Wiederaufnahmen «La verità in cimento», «Macbeth» und «La bohème»

MAG 61: Die Gezeichneten  

Schwerpunkte: Premiere «Die Gezeichneten», Eröffnungsfest 2018, Wiederaufnahmen «La verità in cimento», «Macbeth» und «La bohème»