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SCHAUSPIEL GRAZ

16.17


02 


IRONIE WIRD ÜBERBEWERTET. GEÄCHTET Ayad Akhtar

  03 


2016 ➝ S. 11

DIE NEIGUNG DES PETER ROSEGGER

➝ S. 12

YELLOW LINE

➝ S. 15

MALENKAYA STRANA (KLEINES LAND)

➝ S. 17

DER REVISOR

Thomas Arzt › Regie: Nina Gühlstorff Uraufführung › Premiere 15.09.2016 / HAUS EINS

Charlotte Roos und Juli Zeh › Regie: Jan Stephan Schmieding Premiere 22.09.2016 / HAUS ZWEI

Eine Performance von und mit Tamara Semzov › Szenische Neueinrichtung: Claudia Bossard Premiere 28.09.2016 / HAUS DREI

Nikolaj Gogol › Regie: Stephan Rottkamp Premiere 30.09.2016 / HAUS EINS ➝ S. 18

H

➝ S. 20

EMPIRE

➝ S. 21

DER MONDMANN

Ein konzertanter Annäherungsversuch an Hamlet und Cobain von Florian Köhler und Viola Novak Premiere 13.10.2016 / HAUS DREI

Milo Rau › Regie: Milo Rau › In Zusammenarbeit mit steirischer herbst Österreichische Erstaufführung › Premiere 14.10.2016 / HAUS EINS

Nach dem Buch von Tomi Ungerer › Regie: Mathias Schönsee › Kooperation mit dem Institut für Schauspiel der Kunstuniversität Graz › Uraufführung › Premiere 21.10.2016 / HAUS EINS ➝ S. 23

GEIDORF’S ELEVEN

➝ S. 24

ROMEO UND JULIA

Team Eigenbau › Regie: Helmut Köpping › Kooperation mit dem Theater im Bahnhof Uraufführung › Premiere 11.11.2016 / HAUS ZWEI

William Shakespeare › Regie: Lily Sykes Premiere 18.11.2016 / HAUS EINS ➝ S. 25

SECONDHAND-ZEIT

➝ S. 27

GEÄCHTET

➝ S. 28

Swetlana Alexijewitsch › Regie: Alia Luque Deutschsprachige Erstaufführung › Premiere 01.12.2016 / HAUS ZWEI

Ayad Akhtar › Regie: Volker Hesse Premiere 10.12.2016 / HAUS EINS

PRESS STAAT FOR REVOLUTION: 10 ANLEITUNGEN FÜR IHRE PERSÖNLICHE MINI-REVOLUTION

DEZEMBER

NOVEMBER

OKTOBER

04

SEPTEMBER

Ein Theater-Spiel von Philipp J. Ehmann frei nach dem Roman „Protest!“ von Srdja Popović › Konzept und Regie: Philipp J. Ehmann Premiere 21.12.2016 / HAUS DREI


2017 ➝ S. 32

 DER GUTE GOTT VON MANHATTAN

➝ S. 35

REDAKTIONSSCHLUSS!

➝ S. 36

      JUDAS

Ingeborg Bachmann › Regie: Claudia Bossard Premiere im Jänner 2017 / HAUS ZWEI

Ein musikalischer Theaterabend von Sandy Lopičić › Regie und Musik: Sandy Lopičić Uraufführung › Premiere 12.01.2017 / HAUS EINS

Lot Vekemans › Regie: Markus Kubesch In Kooperation mit der Katholischen Kirche Steiermark und der Evangelischen Kirche Steiermark Premiere im Jänner 2017 / MOBIL IN KIRCHENGEBÄUDEN ➝ S. 38

 EINFACH KOMPLIZIERT

➝ S. 40

DIE WUNDERÜBUNG

Thomas Bernhard › Regie: Elena Bakirova Premiere im Februar 2017 / HAUS DREI

➝ S. 42

DU (NORMA)

➝ S. 43

DER AUFTRAG: DANTONS TOD

➝ S. 45

ORLANDO

Philipp Löhle › Regie: Dominic Friedel Österreichische Erstaufführung › Premiere im März 2017 / HAUS ZWEI

Heiner Müller / Georg Büchner › Regie: Jan-Christoph Gockel Premiere 03.03.2017 / HAUS EINS

Nach dem Roman von Virginia Woolf › Regie: Jan Stephan Schmieding Premiere im März 2017 / HAUS ZWEI ➝ S. 47

 DER TALISMAN

Johann Nestroy › Regie: Dominique Schnizer Premiere 22. 04.2017 / HAUS EINS ➝ S. 49

DER THERMALE WIDERSTAND

Ferdinand Schmalz › Regie: András Dömötör Premiere im Mai 2017 / HAUS ZWEI

➝ S. 52

SICHERHEIT STATT FREIHEIT?

Graz und die Menschenrechte 2 Ein Rechercheprojekt von Clemens Bechtel Idee und Realisation: Clemens Bechtel Premiere im Mai 2017 / HAUS DREI, IN UND UM GRAZ ➝ S. 51

CYRANO DE BERGERAC

JUNI

MAI

APRIL

Edmond Rostand › Regie: Markus Bothe Premiere 10.06.2017 / KASEMATTEN

MÄRZ

FEBRUAR

JÄNNER

PRE­MIEREN 2016.2017

Daniel Glattauer › Regie: Mario Matthias Premiere 04.02.2017 / HAUS EINS

  05 


LUST AUF MEHR? Liebes Publikum, waren es in der vergangenen Saison, unserer ersten in Graz, die Perspektiven von Grenzen, auch die Europas, die uns beschäftigten und plötzlich eine gewaltige Aktua­ li­tät erfuhren, so wird es in der kommenden Spielzeit die Frage nach dem Verhältnis von Massen und Revolutionen sein: Was braucht es, damit Veränderung entsteht, was sind die Chancen und Gefahren in solchen Prozessen? Aktuell streiten sich weltweit die Gesellschaften: Auf der einen Seite steht Sehnsucht nach Tradition, nach Altbekanntem und Bewährtem, nach Sicherheit; auf der ande­ ren die Hoffnung auf Veränderung, auf Umsturz des Alten, auf den Umbruch zu einer neuen, besseren, gerechteren Welt. Die kaum zu definierende Gemengelage von Inte­ ressensgruppen, die auch mithilfe gefährlicher Machthaber diffuse Ängste bedienen, lässt vielerorts und auch in unserer Nähe Konflikte mit ungewissem Ausgang auf­ lodern. Wie da Theater spielen? Ganz einfach: die Welt vorspielen! Das Theater kann zwar die Welt nicht verändern, aber sporadisch, in manchmal auch tragikomischer Manier Licht ins Dunkel bringen und unvermutete Emotionen wecken.

Iris Laufenberg

Das konzeptionelle Herzstück der neuen Spielzeit schlägt just in der Mitte der Saison. Von dort aus entspinnt sich der rote Faden – von Revolution und Umbruch – durch den Spielplan: „Der Auftrag: Dantons Tod“ denkt die beiden Werke von Heiner Müller und Georg Büchner in einer Inszenierung von Jan-Christoph Gockel und dem Puppen­ bauer und Schauspieler Michael Pietsch zusammen. Beide Stoffe erzählen so packend wie schonungslos von Macht- und Ohnmachtzuständen, die das Individuum in Ausein­ andersetzungen um beharrende und erneuernde gesellschaftliche Prozesse durchlebt. Ein Blick auf die Welt durch die Müller’sche Theaterbrille zeigt: Sie ist noch nicht besser geworden. „Erinnerung an eine Revolution“ lautet der Untertitel des „Auftrags“, der uns in die Vergangenheit von Geschichte und damit in ihre Gegenwart führt: „Die Heimat wird, was sie war, eine Heimat für Herren und Sklaven.“ Der Kampf des Einzelnen gegen das Kollektiv – oder auch umgekehrt – findet sich auch in unseren Eröffnungspremieren: Versucht da ein Dorf gemeinschaftlich ver­ schworen, unaufrichtig jeglichen Korruptionsverdacht von sich zu weisen? Wir schicken Ihnen, Gogol sei Dank, einen Schmaro... äh, Revisor natürlich !

zur spielzeit  05 


Das Denkmal des Heimatdichters Peter Rosegger beginnt sich in einem Städtchen mitten in der Steiermark zu neigen? Wir rütteln mit Hilfe von Thomas Arzt und „seinen“ Bürger*innen am Fundament der Stadt! Shakespeares Liebespaar Romeo und Julia – im Tod vereint – ist das tragischste der Weltgeschichte? Wir erwecken es erneut zum Leben! Gefährliche Konflikte im eigenen Wohnzimmer? Das Kammerspiel „Geächtet“ des pakistanisch-stämmigen Amerikaners Ayad Akhtar erzählt davon. Die Bandbreite von Künstler*innen, die wir Ihnen präsentieren, ist auch in unserer zweiten gemeinsamen Saison groß: Wir zeigen Werke von bedeutenden Autor*innen aus Österreich wie Johann Nestroy, Thomas Bernhard, Ingeborg Bachmann, Ferdinand Schmalz und Thomas Arzt, dem Autor der diesjährigen Eröffnungsinszenierung „Die Neigung des Peter Rosegger.“ Thomas Arzt ist ein Autor, der sich wie kaum ein anderer aktuell darauf versteht, in einer feinen, sehr eigenen Sprachgestaltung einen zeitge­ mäßen, kritischen Heimatbegriff neu zu kreieren. Nestroys Gesellschaftsposse „Der Talisman“ beschließt gen Ende der Saison den Spielplan in haus eins und bekommt für Graz neue Couplets und Lieder – und niemand könnte uns neugieriger auf dieses Zuckerl machen als der in Graz geborene, im deutschsprachigen Raum hochgelobte Newcomer der Dramaszene: Ferdinand Schmalz, von dem wir in HAUS ZWEI ein weiteres Stück spielen: „Der thermale Widerstand“.

DU BIST

Diese Autor*innen werden flankiert von großen Namen der Literatur­geschichte wie William Shakespeare, Virginia Woolf und Nikolaj Gogol, aber auch ein älterer, auf jeden Fall aber jung gebliebener moderner Klassiker kommt auf die Bühne: Tomi Ungerer bereitet uns mit der Vorlage des Kinderbuches „Der Mondmann“ den Nähr­boden für ein musikalisches Theaterstück über die kleine Sehnsucht der Menschen, im Schutz des Mond(mann)es Schlaf zu finden und über die despotische Sucht, den Mond zu erobern. Ein szenisches Rollenspiel der besonderen Art lädt zu einem Experiment ein: „Press Staat for Revolution“ – wir verraten Ihnen die richtigen Tools!

Das Dokumentarprojekt „Graz und die Menschenrechte“ von Clemens Bechtel geht mit dem Blick auf „Privatheit“ im Frühjahr 2017 in die zweite Runde, und auch in HAUS DREI wird es wieder ein Repertoire geben. Und ganz am Ende der Saison möchten wir Sie ermuntern, mit uns den klassischen Bühnenraum zu verlassen und uns mit einem der romantischsten Stücke der Theater­ geschichte auf die Kasematten zu begleiten: „Cyrano de Bergerac“ von Edmond Rostand, open-air auf dem Schloßberg.

06  zur spielzeit


Mit vertrauten, aber auch unbekannten Theaternamen und -dramen durften wir Ihnen in der ersten Saison meiner Intendanz ein mit viel Energie geladenes Ensemble vor­ stellen, das Sie mit viel Applaus willkommen geheißen haben. Ich darf Ihnen verraten: Für uns alle war es ein ereignisreicher, emotionaler, sinnstiftender Neustart! Mit großer Lust auf weitere gemeinsame Abenteuer haben wir für die zweite Saison einen Spielplan gestaltet, der Sie hoffentlich erneut aufs Angenehmste überraschen wird. Los geht’s mit einem Eröffnungsfest am 9. September. Im Namen meiner Mitarbeiter*innen und aller Schauspieler*innen möchte ich mich für Ihr geschenktes Vertrauen in unsere Arbeit herzlich bedanken – lassen wir es weiter wachsen! Ihre

Iris Laufenberg Geschäftsführende Intendantin

DAS HOCHGLANZ POSTER, DAS ALLE HABEN WOLLEN.

DU (NORMA) Philipp Löhle

zur spielzeit  07 


DIE FUTTERTRÖGE HABEN SCHON SO MANCHE REV KAPUTT GEMACHT. SECONDHAND-ZEIT Swetlana Alexijewitsch

10  Die Stücke


HAUS EINS Premiere Do, 15. September 2016

DIE NEIGUNG DES PETER ROSEGGER THOMAS ARZT Uraufführung

Eine Kleinstadt in der österreichischen Provinz ist in Aufruhr. Die Statue des Heimat­ dichters Peter Rosegger, das Prunkstück der Gemeinde, neigt sich neuerdings immer mehr seitwärts. Erst wird die Schieflage gar nicht erkannt. Vorzeigebürger Wiesinger, Leiter eines seit Generationen bestehenden erfolgreichen Familienbetriebes und großzügiger Förderer der Gemeinde, redet von landläufiger Paranoia und versucht auch die Bürgermeisterin zu beruhigen, die die Angelegenheit begutachten lassen will. Keinesfalls will er durch die vermeintliche Neigung der Statue die geplanten Feier­lichkeiten gefährdet sehen: Eine Delegation der UNESCO wird erwartet, die den alten Stadtkern zum Weltkulturerbe erklären möchte. Doch ein entsandter Seismologe hat bereits mit seinen Nachforschungen begonnen. Vielleicht ist eine Verschiebung der Eurasischen Platte die Ursache mit der möglichen Konsequenz, dass hier – mitten in der Steiermark – einer der neuen Gräben entstehen könnte. Noch will man dem nicht so rich­ tig Glauben schenken, schnell wird der eingeknickte Rosegger wieder gerade gerückt. Doch der nächste Morgen bringt einen neuerlichen Rechtsruck und nun lässt es sich nicht mehr verbergen: Irgendetwas liegt im Argen und der Wiesinger steckt mittendrin …

OLUTION

Wie kaum ein anderer österreichischer Dichter hat Peter Rosegger in seinem Werk der bäuerlichen Lebenswelt – dem einfachen Leben auf dem Land – ein literarisches Denkmal gesetzt und damit ein Bild von Heimat geschaffen, das bis heute nachwirkt. Eine Heimat, die Vertrautheit und Aufgehobensein vermittelt, die es zu schützen galt gegen Bedrohungen von außen, was auch Roseggers spätere Vereinnahmung durch den Nationalsozialismus begünstigte. Doch wo genau liegt die Grenze zwischen legitimer Sehnsucht nach einem „Da­ heim“ und der Angst vor dessen Verlust einerseits und Nationalismus respektive rechter Gesinnung andererseits? Fast 100 Jahre nach Roseggers Tod spürt der junge oberösterreichische Dramatiker Thomas Arzt auf der Folie des ehemaligen „Waldbau­ ernbubs“ eben dieser Frage nach und erzählt in diesem eigens für das Schauspielhaus Graz geschriebenen Stück feinfühlig und auf sehr humorvolle Weise davon, wie ver­ loren man sein kann in der eigenen Heimat. REGIE Nina Gühlstorff

MUSIK Marcus Weberhofer

BÜHNE und KOSTÜME Marouscha Levy

DRAMATURGIE Elisabeth Geyer

Thomas Arzt, geboren 1983 in Schlierbach, Oberösterreich, studierte Theater-, Film- und Medien­ wissenschaft sowie Germanistik, Philosophie und Psychologie an der Universität Wien. 2008 entstand sein erstes Theaterstück „Grillenparz“ im Rahmen des Autorenprojekts „stück /für/ stück“ am Schauspielhaus Wien. Es wurde mit dem HansGratzer-Stipendium ausgezeichnet und am Schauspielhaus Wien uraufgeführt, wo er in der Spielzeit 2010.2011 als Haus­ autor arbeitete. Beim Heidelberger Stückemarkt 2012 wurde sein Stück „Alpenvorland“ mit dem Autorenpreis ausgezeichnet. Zuletzt wurde sein Stück „Totes Gebirge“ im Theater in der Josefstadt uraufgeführt. Thomas Arzt © Nina Grünberger

Die Stücke  11 


HAUS ZWEI Premiere Do, 22. September 2016

YELLOW LINE

KOMÖDIE VON CHARLOTTE ROOS UND JULI ZEH

Charlotte Roos, geboren 1974 in Düsseldorf, studierte Germanistik und Romanistik. Sie arbeitete als Regie­ assistentin und Regisseurin in Graz, Bochum, Hannover und Zürich. Sie schreibt Theater­ texte sowie Prosa und Hörspiele. Charlotte Roos © Martin Klimas

Juli Zeh, geboren 1974 in Bonn, ist promovierte Juristin mit Schwerpunkt internationales Recht und studierte am Deutschen Literatur­ institut. Ihr erster Roman, „Adler und Engel“, machte sie 2001 schlagartig bekannt, mittlerweile hat sie sich auch als Autorin von Kinderbüchern, Erzählungen und Essays einen Namen gemacht. Ihre Texte wurden in fast 30 Sprachen übersetzt. Juli Zeh© David Finck

12  Die Stücke

Der Libyer Asch-Schamich ist verzweifelt. Von der Frontex aus dem Mittel­meer gefischt, glauben ihm weder der Grenzbeamte noch die Menschenrechtsaktivistin, dass er gar nicht aus seiner Heimat fliehen und in Europa sein Glück suchen wollte. Andererseits klingt seine Geschichte, eine Kuh sei vom Himmel gefallen und habe sein Fischerboot versenkt, auch reichlich unwahrscheinlich. Derweil versteigert sich einige hundert Kilometer weiter nördlich die Aktionskünstlerin Helene zugunsten der Rebellen in Nordafrika selbst – zum Ärger ihres Freundes Paul. Der Webdesigner rastet wenige Tage später beim Start in den gemeinsamen Pauschalurlaub aus, als er eine gelbe Linie im Sicherheitsbereich des Flughafens übertritt und verhaftet wird. Parallel dazu stellt ein redegewandter Vertreter der Agrarindustrie ein neu­ es, „humanes“ Herden-Management-System vor, das den Tagesablauf von Milch­ kühen intel­ligent und vollautomatisch regelt. Schließlich geistern immer wieder Medien­berichte von der Problem-Kuh Yvonne durch die Szene, die vor dem Gang zum Schlachthaus ausgerissen ist. Ob in der Wellness-Kur, beim All-inclusive-Urlaub oder im Frontex-Auffanglager, überall wird der Mensch an die Hand genommen, hinter Zäune und in ein festes Regelwerk gezwängt. Bedeutet die menschliche Sehnsucht nach Freiheit letztend­ lich doch nichts anderes als den Wunsch nach einem geregelten Leben, in dem man Verantwortung und eigene Entscheidungen delegieren kann? Juli Zeh und Charlotte Roos haben mit „Yellow Line“ eine so temporeiche wie böse Komödie über Freiheits­ suche, Bedürfnisgemeinschaften und das Glück der Selbsteinsperrung geschaffen, in der die Grenzen zwischen Pauschalurlaub, Massenzuwanderung und Massentier­ haltung verschwimmen und Grenzübertritte im Allgemeinen zum Problem werden. Dabei stehen Zehs und Roos’ Figuren immer wieder vor der Frage, ob es sinnvoll ist, vorgegebene Linien zu überschreiten und wann dabei die öffentliche Ordnung wirklich in Gefahr gerät.

REGIE Jan Stephan Schmieding

KOSTÜME Anne-Sophie Raemy

BÜHNE Frank Holldack,

MUSIK Niko Meinhold

Anne-Sophie Raemy

DRAMATURGIE Iris Laufenberg


ZWEIFEL IST DAS SCHWARZE LOCH ZWISCHEN HANDLUNGEN. JUDAS Lot Vekemans

14  Die Stücke


HAUS DREI Premiere Mi, 28. September 2016

MALENKAYA STRANA (KLEINES LAND)

EINE PERFORMANCE VON UND MIT TAMARA SEMZOV Tamara Semzov wurde in der Ukraine in eine russisch-jüdische Familie geboren. Im Jahr 2000 gelangte sie als 7-Jährige nach Deutschland und war praktisch über Nacht mit einer neuen Sprache, einer neuen Kultur und Mentalität, neuen Freund*innen, neuem Essen und neuen Regeln des Zusammenlebens konfrontiert. War in Charkow noch der Plattenbau mit vielen Nachbarskindern Heimat, soll es plötzlich das Auf­ fanglager in der niedersächsischen Provinz sein. Heute spricht Tamara Semzov akzentfrei Deutsch, vor einem Jahr schloss sie ihr Diplom als Schauspielerin an der Kunstuniversität Graz ab, wo sie seit fünf Jahren zu Hause ist. Ihre Geschichte ist das Paradebeispiel für eine gelungene Integration. Anpassungsfähigkeit ist zwar eine der Grundbedingungen des Überlebens, aber man bezahlt dafür einen hohen Preis: Der Verlust der Wurzeln, der Heimat, ist eine Wunde, die Ausgewanderte vielleicht lebenslang begleitet. Die Erinnerungen, den Schmerz und die Sehnsucht fruchtbar zu machen, ist allerdings das Privileg einer künstlerischen Aus­ einandersetzung. Und so konfrontiert sie das Publikum mit den Fragestellungen und Emotionen, die mit Migration, Heimat und Anpassung zusammenhängen. Es ist die Geschichte einer Spätaussiedlung aus der Ukraine aus der Perspektive eines Kindes, einer Jugendlichen und jungen Frau, die in Charkow in den 90ern, in Hannover in den 2000ern und hier und heute in Graz spielt.

ZWEI

Tamara Semzov entwickelte die Performance, die in HAUS DREI in neuer, adaptierter Form zu sehen sein wird, im Jahr 2015 als Diplomprojekt am Ende ihres Schauspiel­ studiums an der Kunstuniversität Graz unter der Betreuung von Univ.Prof. Ute Rauwald.

SZENISCHE NEUEINRICHTUNG

DRAMATURGIE Jennifer Weiss

Claudia Bossard

MIT Tamara Semzov

Die Stücke  15 


HAUS EINS Premiere Fr, 30. September 2016

DER REVISOR

KOMÖDIE VON NIKOLAJ GOGOL Bearbeitet von John von Düffel Nach einer Rohübersetzung von Natascha Görde

Emotional und vielleicht auch geografisch liegt ein kleines Städtchen zwischen dem Sehnsuchtsort Moskau und dem Verbannungsort Sibirien: tiefste russische Provinz. Es gerät aus dem Gleichgewicht, weil sich ein Gerücht in Windeseile verselbständigt: Ein Revisor aus dem fernen Moskau kommt! Schon ist er im Hotel abgestiegen, beschwert sich über die Qualität des Essens und weigert sich, die Rechnung zu bezahlen. Soviel Unmut ist gefährlich, steigt damit doch die Gefahr, dass der Beamte die Zustände nun besonders unerbittlich prüft. Schlendrian und Amtsmissbrauch drohen ans Licht zu kommen, von hygienisch fragwürdigen Zuständen im Krankenhaus, eigenwillig interpretierten Lehrplänen in der Schule bis zur Hundezucht im Gerichtssaal. Und wo die Honoratioren der Stadt vor dem langen Arm des Gesetzes zittern und den Moskauer Gast mit Gefälligkeiten und Geld zu be­stechen versuchen, buhlen die erotisch ausgehungerten Mitbürgerinnen ihrer­ seits um die Gunst des vermeintlichen Mannes von Welt. Der Besucher, der natürlich keines­wegs der gefürchtete Revisor ist, sondern bloß ein abgebrannter, aber blitz­ gescheiter kleiner Ganove, nutzt die Gunst der Stunde und verlässt die Stadt reich beschenkt. Im Gewand der Komödie zeigt Gogol eine verfilzte, auf Hierarchien ausgerichtete Gesellschaft zwischen Unterwürfigkeit und Größenwahn, Bestechung und Korruption. 1836 porträtierte er die russische Provinzseele vor dem Hintergrund des zaristischen Riesenreiches, dessen komplizierte Verwaltung dem Amtsmissbrauch Tür und Tor öffnete, und variierte dabei eine beliebte Mechanik der Dramatik des 19. Jahrhunderts: Eine vielleicht nicht ideale, an sich aber stabile Gesellschaft wird durch einen Frem­ den in den Ausnahmezustand versetzt, der eine Dynamik entfacht, die das System zerstört und Dinge ans Tageslicht bringt, die zuvor sorgsam verborgen waren. Wie dünn die Grenze dabei zwischen Tragödie und Komödie ist, zeigt sich auch hier: Wenn Chaos und Konfusion ausbrechen, lässt das Glücksrad die einen fallen und die anderen – zumindest für einen Moment – steigen.

REGIE Stephan Rottkamp

MUSIK Bernhard Neumaier

BÜHNE Kathrin Frosch

DRAMATURGIE Jan Stephan Schmieding

Nikolaj Wassiljewitsch Gogol wurde 1809 auf einem Gut in der Ukraine geboren. Sein wichtigster Förde­rer war Alexander Puschkin, nachdem Gogol auf vielen Gebieten erfolglos geblieben war. Puschkin gab auch die Anregung für die Komödie „Der Revisor“. Der zunehmende Erfolg seiner gesellschafts­kritischen, satirischen Werke konnte Gogols privates Unglück jedoch nicht ausgleichen: Als Jugendlicher litt er unter einer schlimmen Hautkrankheit und wurde als hässlich und missgestaltet beschrieben. Er starb im Alter von nur 43 Jahren, gequält von psycho­ tischen Zuständen und Schizophrenie aufgrund exzessiven religiösen Fastens.

KOSTÜME Julia Plickat

Die Stücke  17 


HAUS DREI Premiere Do, 13. Oktober 2016

H

DERZE

EIN KONZERTANTER ANNÄHERUNGSVERSUCH AN HAMLET UND COBAIN VON FLORIAN KÖHLER UND VIOLA NOVAK

Idiot oder Ikone, Gitarre oder Krone, Sein oder Nichtsein, schreien oder nicht schreien, Hero oder Heroin. Was kann ein Mensch tun, der an der Welt und an sich selbst verzweifelt? Lustig sein. Songs schreiben. Sich in den Wahnsinn flüchten. Drogen nehmen. Sterben. Schlafen. Vielleicht auch träumen.

Kurt Cobain, geboren 1967 in Aberdeen, Washington, war als Gitarrist und Sänger der Band Nirvana einer der einflussreichsten Musiker der 90er-Jahre. Die chronischen Magenschmerzen unbekannter Ursache, die ihn unsagbar quälten, scheinen wie eine Metapher für einen Weltschmerz, den er in seiner Musik und in seinen Texten zwar poetisch und hochmusikalisch fruchtbar machen konnte, der aber letzten Endes zu seinem tragischen Ende führte: Er tötete sich 1994 mit einer Überdosis Heroin und einem Kopfschuss im symbolischen Alter von 27 Jahren. Die letzten Worte in seinem Abschiedsbrief stammen aus einem Song von Neil Young: „It’s better to burn out than to fade away.“ Hamlet, geboren von William Shakespeare, ist als Prinz von Dänemark eine der bekanntesten Theaterfiguren weltweit. Er kann als role model für den jugendlichen Helden gelten. Seine Sensibilität für Unrecht und seine Intoleranz gegenüber persönlicher Kränkung treiben ihn zu poetischen und philosophischen Höchstleistungen an und folglich in den Wahnsinn, der am Ende sämt­ liche Beteiligte ins Unglück stürzt. Er wird im Duell er­ stochen und vergiftet, und seine letzten Worte lauten: „The rest is silence.“ Prinz Hamlet und Kurt Cobain, Brüder im Geiste, werden herhalten müssen, wenn sich ein einfacher Schauspieler, neidisch und demütig, diesen überlebensgroßen Figuren anzunähern versucht.

18  Die Stücke

EIN PROJEKT VON Florian Köhler und

DRAMATURGIE Elisabeth Geyer

Viola Novak

MIT Florian Köhler


DAS IDEALE ERGEBNIS? WIR SIND VON IDEALEN IT LICHTJAHRE ENTFERNT.

DIE WUNDERÜBUNG Daniel Glattauer

Die Stücke  19 


HAUS EINS Premiere Fr, 14. Oktober 2016

EMPIRE

MILO RAU / IIPM Österreichische Erstaufführung In Zusammenarbeit mit steirischer herbst

Produktion IIPM – International Institute of Political Murder Koproduktion steirischer herbst, Zürcher Theater Spektakel, Schaubühne am Lehniner Platz Berlin

Fr 14.10. & Sa 15.10., 19.30 In diversen Sprachen mit deutschen und englischen Übertiteln Mit Unterstützung von Regierender Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten, Pro Helvetia

Sie stammen aus Griechenland, Syrien, Kurdistan und Rumänien. Sie sind drei Schau­ spieler und eine Schauspielerin, aber sie sind auch Menschen, die etwas von Flucht und Heimat zu erzählen haben. Zwei sind durch Flucht nach Europa gekommen, die anderen beiden leben an dessen Rändern und kennen das Konstrukt Grenze aus einer besonderen Perspektive. In „Empire“ gehen sie mit ihren eigenen Geschichten jenen Fragen auf den Grund, die beim tagtäglichen Medienkonsum sonst nur kurz und un­ bequem aufblitzen: Was ist Flucht? Was ist Heimat? Und wie wird das Gesicht des neuen Europa aussehen? Mit dem abschließenden Teil seiner gefeierten Europa-Trilogie zeigt der Schweizer Theater- und Filmemacher Milo Rau erstmals eine Arbeit in Graz. Nicht umsonst ist er einer der erfolgreichsten Künstler*innen des Kontinents, den er seit Jahren gründ­ lich unter die Lupe nimmt: Streitbar, konsequent und unaufgeregt reizen Milo Rau und das von ihm 2007 gegründete International Institute of Political Murder (IIPM) die Möglichkeiten des Theaters aus, um nicht nur dokumentarisch, sondern höchst politisch aufzutreten. Das ist ihm durch Reenactments historischer Ereignisse („Hate Radio“, „Breiviks Erklärung“) und aufwendig inszenierte Prozesse (zuletzt „Das Kongo Tribunal“) ebenso bestechend gelungen wie nun, bei der Europa-Trilogie, über die Kraft des Erzählens. In „Empire“ wissen die Erzählenden von Verlust und Gefängnis, Tod und Wieder­ geburt zu berichten, aber auch darüber, wie es ist, diese Erfahrungen künstlerisch zu verarbeiten. Gemeinsam mit ihnen wagt Milo Rau – nach den Themen der Radika­ lisierung im ersten Teil, „The Civil Wars“, und der Vergangenheitsbewältigung im zweiten, „The Dark Ages“, – nun den Blick in eine ungewisse Zukunft. Intim und doch von epischer Größe entsteht so das Porträt eines mythischen wie realpolitischen Imperiums. Sind Europas uralte Traditionen gefährdet oder ist die Migration nicht einfach eine davon? KONZEPT, TEXT und REGIE Milo Rau

DRAMATURGIE und RECHERCHE Stefan

TEXT und PERFORMANCE Ramo Ali,

Bläske, Mirjam Knapp

Akillas Karazissis, Rami Khalaf, Maia

SOUNDDESIGN Jens Baudisch

Morgenstern

TECHNIK Aymrik Pech

MUSIK Eleni Karaindrou

PRODUKTIONSLEITUNG Mascha

BÜHNE und KOSTÜME Anton Lukas

Euchner-Martinez, Eva-Karen Tittmann

VIDEO Marc Stephan

20  Die Stücke


HAUS EINS Premiere Fr, 21. Oktober 2016

DER MONDMANN

NACH DEM GLEICH­NAMIGEN BUCH VON TOMI UNGERER Uraufführung Kooperation mit dem Institut für Schauspiel der Kunstuniversität Graz Normalerweise schauen die Menschen zum Mond hinauf und versuchen, in dem Himmelskörper ein Gesicht zu sehen. In Tomi Ungerers Bilderbuchklassiker aus dem Jahre 1967 schaut jedoch auch der Mann im Mond auf das bunte Treiben auf der Erde hinab. Sehnsüchtig, denn sein Schicksal ist es, allein am Himmel zu sein und das Geschehen auf dem blauen Planeten des Nachts zu beleuchten. Und die Menschen schauen ihrerseits zu ihm hinauf: Sie brauchen ihn als Freund zum Einschlafen, sie beobachten ihn mit wissenschaftlicher Neugier durch Teleskope oder begreifen ihn als ganz neues Ziel ihrer militärischen Eroberungszüge. Doch als der Mondmann sich kurzentschlossen an einen vorbeizischenden Ko­ met hängt und mit diesem zur Erde reist, ist der Himmelskörper plötzlich leer und es bricht Panik auf der Erde aus: Menschen können nicht mehr schlafen, Präsi­ denten spielen verrückt und setzen Armeen in Bewegung, um den Mann im Mond zu fangen. Dieser kann jedoch dank seiner Fähigkeit, sich durch Abnehmen zum Verschwinden zu bringen, jenen immer wieder entkommen, die ihn verfolgen. Lang­ sam versteht er, dass die Erde nicht nur ein Ort voller Fröhlichkeit und Unbeschwert­ heit ist, und bald hat er genug davon gesehen, um sich an seinen angestammten Platz zurückzusehnen. Aber wie soll er dorthin zurückkommen? Dank der Verkehrung der Perspektive in Tomi Ungerers Buch, das hier zum Ausgangs­ punkt eines Theaterstückes mit Musik werden soll, sehen wir durch die Augen des extraterrestrischen Fabelwesens unseren Planeten in all seiner Schönheit und Grau­ samkeit: den Eroberungsdrang der Menschen, die den Weltraum als Gegenstand wissen­schaftlicher Neugierde erforschen oder, nachdem sie die Erde unter­worfen haben, in ihn expandieren wollen. „Der Mondmann“ ist eine zeitlose, humorvoll-melancholische Parabel auf gemein­ hin als „männlich“ beschriebene Eigenschaften, die einsam machen können: Erobe­ rungswillen, Expansionsbestrebungen, Forschergeist. Und der Mond selbst, der be­ kanntermaßen nur im Deutschen männlich ist, wird zu einer weiteren Metapher für männliche Einsamkeit – aber einer, aus der Poesie und Schönheit erwachsen kann. Unter dem Patronat der Pädagogischen Hochschule Steiermark

Tomi Ungerer wurde 1931 in Straßburg im Elsass geboren und wuchs mit der französischen, deutschen und elsässischen Sprache und Kultur auf. Von 1956 bis 1971 lebte er in New York und arbeitete inter­national erfolgreich als Zeichner, Maler, Illustrator, Kinderbuchautor und Werbe­ grafiker. Nach vier weiteren Jahren in Kanada kehrte er 1975 nach Europa zurück. Heute lebt der 85-Jährige als überzeugter Elsässer und Europäer auf einer Farm in Irland. In den vergangenen 40 Jahren brachte er rund 40.000 Zeich­ nungen zu Papier, veröffentlichte mehr als 140 Bücher und zeigte seine Werke in etwa 100 Ausstellungen. Tomi Ungerer © Gaëtan Bally, Keystone

REGIE Mathias Schönsee

MUSIK Maike Rosa Vogel

BÜHNE Stephan F. Rinke

DRAMATURGIE Karla Mäder

KOSTÜME Jessica Karge

Die Stücke  21 


HAUS ZWEI Premiere Fr, 11. November 2016

GEIDORF’S ELEVEN

DIE NEUE GRAZER SCHULDEN­ KOMÖDIE VOM TEAM EIGENBAU Uraufführung Kooperation mit dem Theater im Bahnhof

Eine Gruppe von Menschen, die man vielleicht als verhaltensoriginelle Verlierer*in­ nen der Gesellschaft bezeichnen könnte, lernt sich in einem Kurs des Grazer Arbeits­ marktservice kennen. Sie haben eine große, peinliche Gemeinsamkeit: Schulden. Aber weil ein vorübergehender finanzieller Engpass, besonders in fortgeschrittenem Alter, nicht die Aufgabe jeglichen Anspruchs an das Leben bedeuten muss, macht die Gruppe aus der gemeinsamen Not eine Tugend und gründet eine Wohngemeinschaft in einem der besseren Viertel der Stadt: in Geidorf. In der preiswert zu bewohnenden Villa der Eltern eines Mitgliedes derselben däm­ mert den höchst unterschiedlichen Mitbewohner*innen nach anfänglichen Reiberei­ en schnell, dass sie ihre im Laufe des nicht mehr ganz jungen Lebens erworbenen Fähig­ keiten quasi synergetisch nutzen könnten, um gemeinsam wieder zu Geld, Wohlstand und bürgerlichem Ansehen zu gelangen. Bald werden hinter der hohen Geidorfer Hecke kreative Pläne für die Durchführung eines arbeitsteiligen Verbrechens geplant, für das jeder und jede seine speziellen Begabungen einbringen kann: ein Einbruch, so perfekt organisiert, vorbereitet, geprobt und durchgeführt, dass die HollywoodVorbilder von „Ocean’s Eleven“ ihre Freude hätten. Das Genre dieser Verbrechergeschichten ist Inspiration für eine theatrale Über­ setzung in Grazer Verhältnisse. Was sind die Strategien, die helfen können, sich aus einer scheinbar aussichtslosen Position zu befreien? Was bedeuten Schulden? Wie wirkt sich Depression auf eine Gruppe aus? „Geidorf’s Eleven“ wird von Schulden­fallen, alltäglichen Bedrängnissen, Opferhaltungen, Verdrängen, Versagen, Scham und Schande erzählen – und vom Streben nach Würde und dem Recht, das jede und jeder darauf hat. Wo ist der Punkt in einer Biografie, in dem nur noch ein Verbrechen die Misere verbessern kann? Hilft der Schritt in die organisierte Kriminalität dabei? Ist er gar notwendig, wenn man bei aller Gesetzesübertretung doch auch noch moralisch halbwegs integer bleiben will? Bei den „Geidorf’s Eleven“ macht die ver­brecherische Kreativität der Gruppe am Ende vielleicht alles schlimmer, aber zumindest konnten die Figuren ihr Schicksal wieder in die Hand nehmen ... Das Stück wird auf Basis von Recherchen und Fragestellungen zum Thema Schulden entwickelt und mit Schauspieler*innen aus beiden Institutionen aufgeführt.

REGIE Helmut Köpping

BÜHNE und KOSTÜME Heike Barnard

DRAMATURGIE Karla Mäder

Die Stücke  23 


HAUS EINS Premiere Fr, 18. November 2016

ROMEO UND JULIA

WILLIAM SHAKESPEARE Aus dem Englischen von Frank-Patrick Steckel

William Shakespeare (1564–1616), Schauspieler und Dramatiker, ist der bis heute weltweit am meisten gespielte Theaterautor. Als Sohn eines Handschuhmachers im englischen Stratfordupon-Avon geboren, tauchte er Ende der 1580er-Jahre erstmals in der aufstrebenden Theaterszene Londons auf, schloss sich der Theatergruppe der „Lord Chamberlain’s Men“ (später „The King’s Men“) an und wurde schnell einer der gefragtesten Bühnenschriftsteller seiner Zeit. Für das 1599 am Südufer der Themse erbaute Globe Theater, dessen Mit­ eigentümer er war, schrieb Shakespeare u. a. dramatische Meisterwerke wie „Hamlet“, „Othello“, „Macbeth“ oder auch „Was Ihr wollt“ und „König Lear“.

„Der Fluss der wahren Liebe floss nie sanft“, stellt Lysander am Beginn von „Ein Sommer­nachtstraum“ ernüchtert fest. Während seine Beziehung mit Hermia nach vielen, mitunter auch quälenden Irrungen im Wald von Theben am glücklichen Ende doch Bestand behält, hat William Shakespeare, beziehungsweise das Schicksal, mit zwei anderen jungen Liebenden etwas ganz anderes im Sinn. Dabei beginnt auch „Romeo und Julia“, kurz nach dem „Sommernachtstraum“ entstanden und nah mit ihm verwandt, fast komödienartig. Der schwärmerische junge Montague, Romeo, trifft auf einem Fest der Capulets, einer verfeindeten Familie, auf die Tochter des Hauses und verliebt sich heftig in sie. Nach diesem schicksalhaften Zusammentreffen will der Heißsporn, bis dahin eher selbstverliebt und noch mächtig grün hinter den Ohren, aus dem Automatismus von Gewalt und Gegengewalt der Familienfehde aus­ steigen. Jedoch die Welt um ihn herum lässt das nicht zu. Mit dem Tod Mercutios und Tybalts driftet das Stück unaufhaltsam in die Tragödie. Aus grauer Vorzeit stammende Rivalität verfeindeter Clans, männliches Imponier­ gehabe und Streitlust stehen dem Glück zweier Menschen im Wege, und dennoch schweißt all das sie nur umso fester zusammen. Was Romeo und Julia verbindet und sie am Ende sogar freiwillig in den Tod gehen lässt, ist nicht nur zum Ideal romantischer Liebe geworden, es ist auch ein Hoffnungsschimmer für die Gesell­ schaft. Das Prinzip von Auseinandersetzung und Krieg fordert große Opfer, wird aber schlussendlich doch durch die Liebe und, so will es die Tragödie von Schicksal und Zufall, den Tod zu Fall gebracht und führt zu später Versöhnung. „Romeo und Julia“ ist und bleibt die berühmteste Liebesgeschichte, die je für eine Bühne geschrieben wurde. Seit seiner Uraufführung um 1596/7 hat Shakespeares frühes Meisterwerk in unzähligen Inszenierungen das Publikum in seinen Bann gezogen, unterhalten und zu Tränen gerührt. Im 400. Todesjahr des britischen Dichters wird seine Landsfrau Lily Sykes die Liebes-Tragödie inszenieren. Am Schauspielhaus Graz hatte sich Sykes im vergangenen Jahr mit dem von der Kritik vielbeachteten Abend „Cactus Land“ dem Publikum vorgestellt. Vom Schauspiel in die Oper: Beim Kauf von Tickets für Charles Gounods „Roméo et Juliette“ in der Oper Graz sowie von Shakespeares „Romeo und Julia“ im Schauspielhaus Graz erhalten Sie minus 15% auf Ihre Tickets. Weitere Informationen im Ticketzentrum. REGIE Lily Sykes

MUSIK David Schwarz

BÜHNE Jelena Nagorni

DRAMATURGIE Jan Stephan Schmieding

KOSTÜME Lena Schmid

24  Die Stücke


HAUS ZWEI Premiere Do, 1. Dezember 2016

SECONDHAND-ZEIT LEBEN AUF DEN TRÜMMERN DES SOZIALISMUS SWETLANA ALEXIJEWITSCH

Aus dem Russischen von Ganna-Maria Braungardt Deutschsprachige Erstaufführung Im November 1917 wurde der Sieg der Großen Sozialistischen Oktoberrevolution ausgerufen. Millionen Menschen auf vier Kontinenten der Erde wuchsen fortan mit der stolzen Gewissheit auf, zur besseren Hälfte der Menschheit zu gehören. Das Ziel war, weltweit den Kommunismus durchzusetzen, eine Art Himmelreich auf Erden. Dies verlangte heldenhafte Eigenschaften: Mut, Opferbereitschaft, Leidensfähigkeit, Stärke, Ausdauer, Intelligenz. Dass die Sowjetunion als Siegermacht des Zweiten Weltkrieges geradezu Übermenschliches geleistet hatte bei der Niederschlagung des Faschismus war jenes Narrativ, das lange die Siegesgewissheit gegenüber dem Kapita­lismus her­ aufbeschwören konnte. Bis in den 1980er-Jahren mit Perestroika und Glasnost dieses Weltbild ins Wanken geriet. Denn als Ende der 80er-Jahre der Eiserne Vorhang fiel, waren es vor allem zwei Fak­ toren, die dafür sorgten, dass das Volk die Errungenschaften des Sozialismus bereit­ willig hergab: die Aufdeckungen des stalinistischen Terrorregimes und die marode Wirtschaft, die nicht in der Lage war, Sehnsüchte nach westlichen Konsumgütern mit eigenen Erzeugnissen zu befriedigen. Eine ganze Welt ging im Tausch gegen „Wurst und Jeans“ verloren: Vorbei die Zeiten, in denen man sich nächtelang am Küchentisch die Köpfe heiß redete und eine bessere Welt beschwor. Auf einmal waren Träume weniger wichtig als real erfüllte Bedürfnisse und Ideen, Gedichte, Theaterstücke, Lieder, Bücher weniger wertvoll als eine größere Wohnung oder ein Auto. Erinnerungen wie diese erstehen in den Gesprächen, die Swetlana Alexijewitsch mit ehemaligen Sowjet-Bürger*innen geführt hat. Das postsowjetische Lebensgefühl speist sich für viele aus der bitteren Erkenntnis, dass sie eine große Verheißung, die Utopie einer anderen Gesellschaftsordnung, auf dem Altar des Kapitalismus ge­opfert haben und dass den meisten das Verlorene inzwischen mehr wert scheint als das Ge­ wonnene. Und wie von selbst erklärt sich auch die aktuelle russische Politik, die eine große Demütigung durch Wiedererlangung imperialer Größe zu kompensieren ver­ sucht. Die Autorin gibt in ihrem einzigartigen Dokumentarstil ganz normalen SowjetBürger*innen eine Stimme und lässt diese 100 Jahre nach der Oktoberrevolution erzählen, warum die Revolution gelang – und warum sie nach 70 Jahren scheiterte. REGIE Alia Luque BÜHNE und KOSTÜME Christoph Rufer

DRAMATURGIE Elisabeth Geyer

Swetlana Alexijewitsch, geboren 1948 in einem Dorf in Weißrussland, arbeitete ursprünglich als Journalistin und entwickelte aus Gesprächen mit Landsleuten einen ganz eigenen, dokumen­ta­ rischen Schreibstil. Mit ihrem ersten Buch, „Der Krieg hat kein weibliches Gesicht“, eroberte sie sich als junge Autorin 1985 einen Platz als Verfasserin dokumentarischer Prosa. Diesen besonderen Stil, bei dem sie aus Gesprächen Epen voller Wahrhaftigkeit, Poesie und erschütternder, existenzieller Wucht destilliert, verfeinerte sie im Laufe der Jahre immer weiter. Nach dem Erscheinen von „Secondhand-Zeit“ erhielt sie 2015 den Nobelpreis für Literatur, was als richtiges und wichtiges politisches Zeichen gewertet wurde. Swetlana Alexijewitsch © Margarita Kabakowa

Die Stücke  25 


DIE KUH WAR EIN DÄMON! VOM HIMMEL HERABGEFAHREN, UM MEIN ZU ZERSTÖREN! YELLOW LINE Charlotte Roos und Juli Zeh

26  Die Stücke


HAUS EINS Premiere Sa, 10. Dezember 2016

GEÄCHTET

AYAD AKHTAR Aus dem Amerikanischen von Barbara Christ

Zwei Paare geraten während eines Abendessens in einem New Yorker Appartement aneinander und aus einer anfangs harmlosen, intellektuellen Konversation heraus entwickeln sich Vorwürfe und Anschuldigungen, die zu Rollenkonflikten führen und den Abend eskalieren lassen. Der Gastgeber Amir, erfolgreicher Anwalt pakistani­ scher Herkunft, ist überaus bemüht, sich an die westliche Gesellschaft anzupassen, und hat nicht nur seinen Vornamen Mohammed abgelegt, sondern dem Islam gleich gänzlich abgeschworen. Von seiner amerikanischen Ehefrau Emily, einer liberalen Künstlerin, die hingegen für islamische Malerei schwärmt und deren Kurator Isaac, der sich seiner jüdischen Wurzeln sehr bewusst ist, muss er sich allerdings vorwerfen lassen, seine Herkunft zu verleugnen und trotzdem muslimische Klischees zu produ­ zieren. Als sich dann noch herausstellt, dass seine afroamerikanische Arbeitskollegin Jory, Ehefrau von Isaac, anstatt seiner befördert wird, dreht der Vorzeigeamerikaner mit Migrationshintergrund durch. Alles Aufgestaute, Unterdrückte, Verleugnete, das er stets akribisch zu vermeiden und verbergen suchte, bricht sich Bahn ... „Geächtet“ ist ein Stück der Stunde, das die alltäglicher werdenden Konflikte unserer Gesellschaft schonungslos auf den Punkt bringt. In der realistisch-prägnanten Art eines auf den dramatischen Konflikt zugespitzten well-made-plays erinnert dieses Kammerspiel an Yasmina Rezas berühmten „Gott des Gemetzels“. Auch hier tritt die animalische Seite des gebildeten, zivilisierten Menschen ungeschönt zu Tage, hervorgerufen durch Konflikte, die dicht am Puls unserer Zeit liegen. Gezeigt werden mögliche Auswirkungen einer globalisierten, von Migrationsbewegungen geprägten Mittelschicht, in der jede und jeder zugleich Opfer und Täter ist. Das Stück spricht aus jeder Perspektive Vorurteile an, die verneint und gleichzeitig bestätigt werden, und zeigt das Bedürfnis des Menschen, sich religiösen oder politischen Positionen, Ideologien oder Sinneinheiten hinzugeben oder gar unterzuordnen, wobei diese Kategorien immer mehr verschwimmen.

LEBEN REGIE Volker Hesse

Ayad Akhtar, geboren 1970 in Staten Island, New York, ist ein pakistanisch-ameri­ka­nischer Autor und Schauspieler. Er studierte Theater an der Brown University sowie Regie an der Columbia University. Für „Geächtet“ („Disgraced“) erhielt er 2013 den Pulitzerpreis für Dramatik. Ayad Akhtar © Fischerverlage

DRAMATURGIE Karla Mäder

BÜHNE und KOSTÜME Stephan Mannteuffel

Die Stücke  27 


HAUS DREI Premiere Mi, 21. Dezember 2016

PRESS STAAT FOR REVOLUTION: 10 ANLEITUNGEN FÜR IHRE PERSÖNLICHE MINI-REVOLUTION

EIN THEATER-SPIEL VON PHILIPP J. EHMANN Frei nach dem Buch „Protest! Wie man die Mächtigen das Fürchten lehrt“ von Srdja Popović

Srdja Popović, geboren 1973 in Belgrad, ist ein serbischer Polit­aktivist, der als Student die Widerstandsbewegung Otpor! („Protest!“) mitbegründete, die zum Sturz von Slobodan Milošević führte. Popović hat zusammen mit Mitstreitern Aktivisten in aller Welt geschult, u. a. in der Ukraine, Georgien, Tunesien und Ägypten. Er gilt vielen als „Widerstandsguru“, der „Revolution als Business“ betreibt. In der Zeitschrift Foreign Policy hin­ gegen wurde Popović im November 2011 als einer der wichtigsten 100 glo­balen Vor­ denker bezeichnet. „Protest! Wie man die Mächtigen das Fürchten lehrt“ erschien 2015 und fasst seine Erlebnisse und Erkennt­nisse der vergangenen 20 Jahre zusammen. Srdja Popović © privat

28  Die Stücke

Sie fühlen sich von Politiker*innen nicht ernst genommen oder empfinden sie so­ wieso als korrupt? Sie haben das Gefühl, die Welt geht ihrem Untergang entgegen und jede neue Meldung in den Nachrichten bestärkt Sie nur darin? Sie möchten etwas ändern, wissen aber nicht, wo Sie anfangen sollen? – Wie verändert ein Individuum eine Gesellschaft, ohne sofort als naiver Gutmensch abgestempelt zu werden? Wie funktioniert die Mechanik unseres politischen Systems eigentlich und was sind die Revolutionen, die wir heute brauchen: sowohl die kleinen im Alltag, als auch die großen für die ganze Gesellschaft? Dies ist ein Stück über Revolutionen. Nicht über Revolutionen der gewalttätigen Sorte, und es ist auch nicht wirklich ein Stück. Es ist Theater, ein Theater-Spiel, um genauer zu sein. Von und mit Ihnen, dem Publikum! Suchen Sie nach Wegen, gemeinsam aktiv zu werden und stürzen Sie gemeinsam mit Ihren Freund*innen den Diktator! Nach dem Motto des Widerstandsgurus Srdja Popovićs: „Ziviler Ungehorsam ist ein Mannschafts­sport“ können Sie gemeinsam mit uns in diesem Spiel Wege erproben, die eigene Zukunft umzugestalten und Ihre persönliche Mini-Revolution zu starten. Ziel des Abends ist eine spielerische Auseinandersetzung mit, ein Ausprobieren, Dis­ kutieren über und Spaß haben an Formen des Protestes und zivilen Ungehorsams. Teilnehmer*innen können Möglichkeiten ausloten, wie sie im gesellschaftlichen Leben politisch und gesellschaftlich aktiv Zeichen setzen können, anstatt von Apathie übermannt zu werden. Der Regisseur Philipp J. Ehmann, 1987 in Linz geboren, studierte Theaterpraxis an der University of Exeter. Er arbeitet oft mit interaktiven, zeitgenössischen Theaterformen und ist Experte für spielerisches, immersives und episodisches Theater. 2016 erhielt Ehmann den Dr. Rudolf Kirchschläger-Preis für sein integratives Theater­ projekt mit Schutzsuchenden, „Jalla, Jalla, Geh ma!“, und ist für sein Projekt „City Games“ für den Content Award nominiert worden.

KONZEPT und REGIE Philipp J. Ehmann

DRAMATURGIE Elisabeth Geyer, Jennifer Weiss


HAUS ZWEI Premiere im Jänner 2017

DER GUTE GOTT VON MANHATTAN

SYMPA

INGEBORG BACHMANN

Ingeborg Bachmann wurde 1926 in Klagenfurt geboren, wo jährlich der nach ihr benannte Literaturpreis, der zu den wichtigsten im deutschsprachigen Raum zählt, verliehen wird. Nach ihrem Studium der Philosophie in Innsbruck, Graz und Wien, lebte sie als erfolgreiche Schriftstellerin (Romane, Gedichte, Hörspiele, Briefe) in mehreren europäischen Städten, zuletzt in Zürich, Berlin und Rom. Mit Ruhm und vielen Auszeichnungen – Bremer Literaturpreis, Hörspielpreis, Georg-BüchnerPreis, Großer Öster­ reichischer Staats­preis, Anton-Wildgans-Preis, Preis der Gruppe 47 – starb sie 1973 im jungen Alter von 47 an den Folgen eines Brandunfalls. Ingeborg Bachmann © Privater Nachlass, Suhrkamp Verlag

Gibt es die idealistische, selbstlose, weltvergessene Liebe überhaupt im realen Leben, oder besteht sie nur in der Fiktion? „Der gute Gott von Manhattan“ schildert in gewaltigen Sprachbildern die vollkommene Hingabe zweier Liebender, Jennifer und Jan, und ihr Scheitern. Ein „guter Gott“ muss sich vor dem Richter für seinen Mord an Jennifer verantworten und erzählt rückblickend von deren Begegnung im Herzen von Manhattan. Beide sind bloß auf der Durchreise, doch wenn sie zusammen sind, steht die Zeit plötzlich still. Für diesen Rückzug aus der Welt bestraft der „gute Gott“ sie, da ihre realitätsferne Liebe die gesellschaftliche Ordnung gefährdet. Und so siegt am Ende das kapitalistische, patriar­chale System über zwei Schicksale, von denen lediglich die Revolte der mächtigen Sprache bleibt.

Jan und Jennifer erinnern an große Liebes­paare wie „Romeo und Julia“. Wahrhaft ergreifend wird dieses Paar jedoch durch die biografischen Paralle­len zu Ingeborg Bachmann und dem Lyriker Paul Celan. 1948 trafen und verliebten sie sich in Wien, dennoch verbrachten sie ihre Leben getrennt vonein­ander, mit anderen Partnern, nament­lich Gisèle de Lestrange und Max Frisch. „Herzzeit“, 2008 erschienen, dokumentiert ihren Briefwechsel, der von Liebe und Tod, Leiden und Entfremdung, Widersprüchen und Geheimnissen zeugt und der zuletzt von Ruth Beckermann mit „Die Geträumten“, Gewinnerfilm der Diagonale 2016, verfilmt wurde. Celan, dessen Eltern im Konzentrationslager Michailowka er­ mordet wurden und Ingeborg Bachmann, deren Vater Mitglied der NSDAP war, unter­laufen die gesellschaftlichen Zerwürfnisse der Nachkriegszeit vor allem durch die Sprache, die sie teilen. Im Stück wie in den Briefen geht es um die Gewalt der Worte, die so tief verletzen können, dass man an ihnen zerbrechen kann. Und es geht um eine Sprache, die sich der Zeit und dem Gesetz entzieht, um Poesie als Triumph der Entgrenzung. Zum 90. Geburtstag von Ingeborg Bachmann, einer der bedeutendsten österreichi­ schen Schriftsteller*innen des 20. Jahrhunderts, wird „Der gute Gott von Manhattan“ nun experimentierfreudig auf die Bühne gebracht.

Claudia Bossard inszenierte in der vergangenen Spielzeit die Erfolgsproduktion „Lupus in Fabula“ von Henriette Dushe, die mit Einladungen zum Heidelberger Stückemarkt und zu den Berliner Autorentheatertagen ein großes überregionales Echo erfuhr.

REGIE Claudia Bossard 32  Die Stücke

DRAMATURGIE Jennifer Weiss


WER HÄTTE DAS GEDACHT? SO EIN THISCHER MANN, UND DANN SOLCHE ABGRÜNDE   …

DER REVISOR Nikolaj Gogol Die Stücke  33 


HAUS EINS Premiere Do, 12. Jänner 2017

REDAKTIONSSCHLUSS!

EIN MUSIKALISCHER THEATERABEND VON SANDY LOPIČIĆ Uraufführung Ein deutsches Volkslied weiß, dass die Gedanken frei sind. Und sie können gefährlich … werden. Denn gedruckte Informationen sind oft der erste Schritt zur Veränderung und autoritäre Regierungen fürchten zu Recht eine freie und unabhängige Bericht­ erstattung. Denn wo Medien auch über Unrecht, Machtmissbrauch oder Korruption berichten können, findet öffentliche Kontrolle statt, freie Meinungsbildung und friedlicher Ausgleich von Interessen: Pressefreiheit ist eine Bedingung der Demo­ kratie. In Österreich ist die Meinungsfreiheit in der Verfassung festgeschrieben und damit Grundlage für das Grundrecht der Informations- und Pressefreiheit. Anders als in vielen Ländern der Welt, wo Journalist*innen für ein veröffentlichtes Wort oder Bild mit jahrelanger Haft, Folter oder Tod rechnen müssen. 2015 starben an die 150 Medien­mitarbeiter*innen weltweit. Ihre Zeugenaussagen in Form von Text, Fotos, Videos, Blogeinträgen gegen Unrecht und Verbrechen fehlen. Man stelle sich vor: Die Redaktionsmitglieder einer Zeitung haben eine letzte Nacht, in der sie die allerletzte Ausgabe vorbereiten können, während sich draußen vor dem Gebäude Polizei und Demonstrant*innen Gefechte liefern. Eine wahrhaft drama­ tische Situation, in der unter Lebensgefahr das letzte journalistische Wort zum letzten Willen der Zeitungsleute werden wird – so oder so ähnlich könnte die Ausgangssitua­ tion für diesen Theaterabend aussehen. Eine Nachricht aus Istanbul inspirierte das Thema des neuen Theaterabends von Sandy Lopičić: Anfang März 2016 stürmte die Polizei das Verlagsgebäude der auflagenstärksten Tageszeitung der Türkei, „Zaman“, und stellte diese unter staatliche Aufsicht. Ein klarer Fall von Verfassungsbruch, auch in der Türkei. Ein Grundrecht, das auf der Meinungsfreiheit basiert, garantiert unser tägliches Brot: die künstlerische Freiheit. Und die wird Sandy Lopičić nutzen, um wieder ein komplexes, politisches Thema unserer Zeit mit Freiheit und Fantasie, Humor und Ernsthaftigkeit, Musik und Szene anzupacken. Lopičić verbreitete auch schon in der Saison 2015.2016 mit seinem musikalischen Theaterabend „Trümmerfrauen“ wahrhaft „Bombenstimmung“ in HAUS EINS, der in der Saison 2016.2017 wiederaufgenommen werden wird.

REGIE und MUSIK Sandy Lopičić

DRAMATURGIE Karla Mäder

BÜHNE und KOSTÜME Vibeke Andersen

Die Stücke  35 


MOBIL IN KIRCHENGEBÄUDEN Premiere im Jänner 2017

JUDAS

LOT VEKEMANS In Kooperation mit der Katholischen Kirche Steiermark und der Evangelischen Kirche Steiermark

IST DIE

Die Entstehung einer Religion gleicht einer Revolution: eine Massen­bewegung, die aus einer konkreten historischen Situation heraus den Zustand der Welt zum Bes­ seren verändern will. Und einer, der wissen muss, wie das alles ganz am Anfang des Christentums war, ist Judas. Lot Vekemans, geboren 1965 in den Niederlanden, studierte Soziale Geografie an der Reichsuniversität Utrecht und absolvierte die Ausbildung zur Dramatikerin an der Akademie für Autoren ’t Colofon in Amsterdam. Seit 1995 verfasst sie zahlreiche Stücke, u. a. „Truckstop“, „Fremde Vögel“, „Schwester von“ und „Judas“, für die sie mehrfach Auszeichnungen erhielt. Seit 2004 hat sie ihre eigene Theatergruppe „Stiftung M.A.M.“ (Mehrere Antworten Möglich). Für das Stück „Gift. Eine Ehegeschichte“ erhielt sie den Taalunie Toneelschrijfprijs 2010, den Preis für das beste aufgeführte Stück in den Niederlanden, für „Judas“ wurde sie jüngst mit dem Ludwig-MülheimsPreis 2016 für religiöse Dramatik ausgezeichnet. Lot Vekemans © Piet den Blanken

36  Die Stücke

Die flämische Autorin Lot Vekemans bietet in ihrem Monolog der Ikone des Verrats ein Plenum und macht einen dramaturgisch wichtigen Nebencharakter zum Hauptdar­ steller. Fast zwei Jahrtausende nach seiner Tat präsentiert sich Judas als Theaterfigur, lässt uns teilhaben an den Geschehnissen. Der Text ist Augen­ zeugenbericht, Verteidigungsrede, ImageKampagne und Eingeständnis von demjenigen, der „schwärzer wurde als schwarz“, weil alle anderen die Schuld am Tod des Messias auf ihn abladen konnten, unter dem Motto: „Ich wasche meine Hände in Unschuld.“

Judas erzählt die Geschichte aus seiner Sicht. Er spricht über seine Wut, seine Enttäu­ schung und seine Sehnsüchte, ohne die Verantwortung für sein Handeln zu leugnen. Ist es der Versuch eines Schuldbekenntnisses oder eher einer Rechtfertigung? War er ein Werkzeug oder ein Opfer des Schicksals? Was waren die Gründe, die hinter seinem Tun standen? Wie wäre die einfluss- und folgenreichste Geschichte des christlichen Abendlandes weitergegangen, wenn er Jesus nicht verraten hätte?

Inzwischen ist das Christentum die größte weltumspannende Religion, 32% der Welt­ bevölkerung und mehr als 6 Millionen Österreicher*innen sind christlich getauft. Die imposanten Kirchengebäude, die unsere Städte und Gemeinden architektonisch mit­ prägen, sind sichtbares Zeugnis der wirtschaftlichen Kraft und des Selbstbewusstseins dieser Religion, die in ihrer langen Geschichte auch dunkle Kapitel und psycho­ logische Leerstellen hat, die zum aufgeklärten Christentum gehören. Und so verdankt sich diese Inszenierung auch dem Interesse zahlreicher Kirchenleute an einer unge­ wöhnlichen Form der Auseinandersetzung: „Judas“ wird ausschließlich in Kirchen gezeigt, die mit ihrer speziellen Aura und Geschichte zu wichtigen Mitspielern in die­ ser Inszenierung werden.

REGIE Markus Kubesch

DRAMATURGIE Elisabeth Geyer

BÜHNE und KOSTÜME Vibeke Andersen

MIT Fredrik Jan Hofmann


DER TOD MASKE   DER REVOLUTION.

DER AUFTRAG Heiner Müller

SPIELORTE Basilika Mariatrost, Benediktinerstift St. Lambrecht, Evangelische Kirche Bruck an der Mur, Evangelische Kirche Gaishorn, Evangelische Gemeinde Leoben, Heilandskirche Mürzzuschlag, Gemeinde St. Peter ob Judenburg, Grazer Dom, Heilandskirche Graz, Kalvarienberg Graz, Kreuzkirche Graz, Schutzengel Kirche Graz-Eggenberg, Pfarre Münzgraben Graz, Pfarre Kapfenberg, Pfarre St. Andrä Graz, Pfarrkirche Stadl im oberen Murtal, Stadtpfarramt Andritz, Evangelische Kirche Ramsau am Dachstein Die genauen Vorstellungsdaten und Anfangszeiten entnehmen Sie bitte dem Monatsleporello und der Website. Ein Vorverkauf findet nicht statt; Eintritt als Kollekte am Veranstaltungsort.

Die Stücke  37 


HAUS DREI Premiere im Februar 2017

EINFACH KOMPLIZIERT THOMAS BERNHARD

Thomas Bernhard, geboren 1931 in Heerlen, Niederlande und gestorben 1989 in Gmunden, Oberösterreich, ist einer der literarisch einflussreichsten österreichischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, dessen Gesamtwerk von Erzählungen, Gedichten, Romanen und Theaterstücken nach wie vor unzählig auf der ganzen Welt rezipiert wird. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und erregte als kontrovers geltende Person großes Aufsehen, u. a. auch mit der Beschlagnahmung des Romans „Holzfällen“ und seinem letzten Stück „Heldenplatz“.

Ein Tag im Leben eines alternden Schauspielers: Es ist Morgen, es wird Mittag und schlussendlich Abend. In drei Szenen räsoniert ein einsamer, greiser Mime im Ruhe­ stand über Mäusegift und Einkaufslisten, Kindheitserinnerungen und Schopenhauer, seine Karriere am Theater und seine verstorbene Ehefrau, und ab und zu setzt er sich jene Krone aufs Haupt, die er als Shakespeares Richard III. einst getragen hat und die ihm das Theater zu seinem 70. Geburtstag vermachte. Doch auch das ist mittlerweile schon mehr als zehn Jahre her und kaum noch verlässt er seine Wohnung. Der einzige Mensch, der noch Zutritt zu ihm hat, ist ein kleines Mädchen, das ihm zweimal die Woche Milch bringt. Sie ist nebst der Zeitung, die er noch abonniert, sein einzig ver­ bliebener Kontakt zur Außenwelt, auf den er, auch wenn er keine Milch mag und diese stets wegschüttet, nicht verzichten will. Thomas Bernhard hat „Einfach kompliziert“ für Bernhard Minetti geschrieben und ihm zu seinem 80. Geburtstag gewidmet. Er zeigt darin den Kampf eines alten, kranken Bühnenkünstlers gegen den Zerfall seiner Existenz. In diesem letzten Aufbäumen, hin- und hergerissen zwischen Genialität und Größenwahn, Versagensangst und Isolation, bleibt er stets auf sich selbst zurückgeworfen und gefangen in einer tief­ greifenden Konfrontation mit sich selbst. Kammerschauspieler Gerhard Balluch wird in die Rolle des namenlosen alten Schau­ spielers schlüpfen und sich in typisch Bernhardscher Manier in Fragen über das Theater, über die Menschen, über das Leben und vor allem über sich selbst verstricken. Einfach kompliziert eben.

Thomas Bernhard © Andrej Reiser, Suhrkamp Verlag

REGIE Elena Bakirova DRAMATURGIE Jennifer Weiss

38  Die Stücke

MIT Gerhard Balluch


HAUS EINS Premiere Sa, 4. Februar 2017

DIE WUNDERÜBUNG DANIEL GLATTAUER

Daniel Glattauer wurde 1960 in Wien geboren, absolvierte ein Studium der Pädagogik und war zunächst HobbyLiterat, -Liedermacher und Kellner. Später arbeitete er als Journalist bei Die Presse, dann 20 Jahre lang als Autor bei Der Standard, wo er u. a. unter dem Kürzel „dag“ Kolumnen und Gerichtsreportagen schrieb. Mit seinen beiden Romanen „Gut gegen Nordwind“ (2006) und „Alle sieben Wellen“ (2009) gelangen ihm zwei Bestseller, die in zahlreiche Sprachen übersetzt und auch als Hörspiel, Theaterstück und Hörbuch zum Erfolg wurden. „Die Wunderübung“ (2014) ist seine erste Theaterkomödie.

Joana und Valentin Dorek sind Vertreter der bürgerlichen Mittelschicht, wie sie im Buche stehen: er Technischer Leiter in einem Zulieferbetrieb der Flugzeugindustrie, sie Historikerin, haben zwei beinahe erwachsene Kinder. Kennengelernt haben sie sich vor 20 Jahren beim Tauchen, in perfekter, wortloser, stiller Unterwasserharmo­ nie. Seitdem ist viel Zeit vergangen und inzwischen ist ihre Ehe etwas geworden, was ein Fachmann wohl „erodiert“ nennt: Das wortlose Einander-Verstehen ist empörten Anschuldigungen gewichen, beidseitigen Vorwürfen, jeder Menge Konfliktthemen, nicht verarbeiteten Kränkungen und lautstarken Streitigkeiten. Deswegen sitzt das Ehepaar Dorek jetzt in einer Probestunde bei einem Paartherapeu­ ten, der ihre Beziehung reparieren soll. Aber erst einmal liefern sie sich im Ordina­ tionszimmer von Herrn Magister Harald die seit zwei Jahrzehnten eintrainierte Zim­ merschlacht, die ihre Ehe zusammenhält wie Pech und Schwefel: Sie hört nicht auf, er hört nicht zu. Die dysfunktionale Beziehungskommunikation der beiden bringt den Paartherapeuten fast an den Rand seiner Kunst, bis sein Handy klingelt und eine überraschende Nachricht im Raum steht, die die Therapiestunde komplett durch­ einanderbringt … Auch in diesem Stück beweist sich wieder, dass eine Komödie eigentlich eine Tragö­ die ist, nur mit anderem Vorzeichen. Und eines der dankbarsten Sujets dafür, sozu­ sagen eine Standardsituation im Komödienfach, ist die genüssliche Schilderung langjähriger Beziehungen, in denen beide Partner einander so gut kennen, dass sie sich wie in einem Krieg aufführen. Einem Krieg, in dem Worte die Waffen sind, mit denen man das zum Gegner mutierte einstige Liebessubjekt bedrohen, zurückdrän­ gen, vernichten will. Und das kann in der Tat sehr komisch sein – besonders, wenn sich Margarethe Tiesel und Franz Solar unter den Augen von Johannes Silberschneider als Paartherapeut diesen verbalen Schlagabtausch aus der Feder des österreichischen Bestsellerautors Daniel Glattauer liefern.

Daniel Glattauer © www.corn.at/Deuticke Verlag

REGIE Mario Matthias

DRAMATURGIE Jan Stephan Schmieding

BÜHNE Frank Holldack

MIT Johannes Silberschneider, Franz Solar, Margarethe Tiesel

40  Die Stücke


HAUS ZWEI Premiere im März 2017

DU (NORMA) PHILIPP LÖHLE

Österreichische Erstaufführung

Philipp Löhle, geboren 1978 in Ravensburg, studierte Geschichte, Germanistik, Theaterund Medienwissenschaften. Er war mehrmals für den Mülheimer Dramatikerpreis nominiert: 2008 für „Genannt Gospodin“, 2012 für „Das Ding“, das mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde, und 2014 für „Du (Normen)“, außerdem war er Hausautor am Maxim Gorki Theater in Berlin, am Nationaltheater Mannheim und am Staatstheater Mainz. Für das Konzert Theater Bern schrieb er in der Spielzeit 2013.2014 „Wir sind keine Barbaren!“, das in der Spielzeit 2014.2015 vielerorts in Deutschland und auch in Graz auf der damaligen Probebühne inszeniert wurde.

Norma, die als kleines Kind noch gerne mit den Jungs gespielt hat (und diese mit ihr), muss irgendwann mit Ernüchterung feststellen, dass Gleichberechtigung auf dem Spielplatz aufhört, als die Jungs feststellen, dass sie „anders“ ist: Als Mädchen darf sie nicht mehr mitspielen. Im Teenageralter kämpft sie mit ihrem sich verändern­ den Körpergefühl und den Erwartungen an das Frau-Sein und -Werden. Ihre Kindheit nimmt mit einem Schlag ein Ende, als sie auf der Geburtstagsparty ihres Bruders un­ ter Drogeneinfluss Opfer einer Massenvergewaltigung wird. Obendrein wird sie dafür in der Schule gemobbt. Auch das Wegziehen und Studieren bringen keinen Neustart, sondern nur belanglose Liebschaften, übermäßigen Drogenkonsum und einen Ver­ kehrsunfall mit sich. Ungewollt schwanger wird ihr sogleich die Vormundschaft vom Jugendamt entzogen und die Verwirrungen in ihrem Kopf werden stetig mehr. Nach einer versuchten und gescheiterten Entführung steht sie vor einer großen Entschei­ dung: Wie soll es weitergehen? Geht ihr Leben nun ab- oder aufwärts oder endet es? Reichlich dramatisch klingt die Geschichte von Norma, der das Schicksal eine Prü­ fung nach der anderen beschert. Oder ist es der Autor? Denn das Stück ist auch eine hintersinnige dramatische Spielerei zu einem ernsten Thema. Neben den dialogi­ schen Passagen stehen nämlich lange Prosatexte, vorgeblich sind es Regieanweisun­ gen, die „je nach Finanzlage des jeweiligen Theaters umgesetzt oder auch nur erzählt werden können“. Mit dem typischen Witz von Philipp Löhle werden darin Situatio­ nen geschildert, in denen sich die leidgeprüfte Protagonistin wehren und bewähren muss – bis sie schließlich die Prosastimme adressiert und in einen Dialog mit ihrem unsichtbaren Schöpfer tritt. Die drastische Zuspitzung des Schicksals der Theaterfigur Norma ist, wie ein Blick auf die aktuellen Statistiken der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte zeigt, dennoch bittere Realität: Jede dritte Frau in der EU ist körperlicher oder sexu­ eller Gewalt ausgesetzt. Philipp Löhle fühlt dem Lauf der Zeit also wieder einmal auf den Zahn und fragt: Kann es einen bewussten Ausstieg aus einem vorgegeben Leben geben, kann eine Revolte gegen die uns umgebenden Gewaltstrukturen erfolgreich sein, und sei es nur, indem eine Figur es schafft, hinter den Text zu schauen, der ihr vorgegeben wird?

Philipp Löhle © Fernando Perez Re

REGIE Dominic Friedel BÜHNE Frank Holldack

42  Die Stücke

DRAMATURGIE Jennifer Weiss


HAUS EINS Premiere Fr, 3. März 2017

DER AUFTRAG: DANTONS TOD

HEINER MÜLLER / GEORG BÜCHNER

Aufklärung, Menschenrechte, Demokratie, Nationalstaatlichkeit: Die Französische Revolution ist eines der wichtigsten Ereignisse in der Geschichte der Neuzeit, dessen Folgen wir bis heute spüren und ausagieren. Zwei bedeutende deutsche Dramatiker haben zwei berühmte Stücke darüber geschrie­ ben. 1834 stellt Georg Büchner die beiden Revolutionshelden Danton und Robespierre einander gegenüber und formuliert damit die Frage, welcher Weg der richtige sei, um revolutionäre Ideen in einen Alltag zu überführen. 1980 schildert der große ostdeut­ sche Dramatiker Heiner Müller, wie drei Republikaner auf verlorenem Posten, weit weg von der Heimat Frankreich, versuchen, den Geist der Revolution nach Jamaica zu bringen und dort die Sklaverei zu beenden. Als sich jedoch herausstellt, dass zu Hause längst ein anderer an der Macht ist, Napoleon, suchen die im Stich gelassenen Männer den Ausweg im Verrat, im Tod, in der Depression. Geschichte als Metapher auf die Gegenwart: Die beiden hochpolitischen Autoren suchten in der Vergangenheit Spuren ihrer Gegenwart. Büchner, der im Vormärz die politische Lage seines Heimatlandes analysierte, schrieb mit 22 Jahren sein erstes Drama, „Dantons Tod“. Heiner Müllers Herangehensweise 150 Jahre nach Büchner ist eine gänzlich andere. Der sprachmächtige Geschichtsmetaphoriker leistet im „Auf­ trag“ poetische Trauerarbeit und zeigt das Scheitern einer Utopie. Und heute? Büchners berühmte Frage: „Was ist das, was in uns hurt, lügt, stiehlt und mordet?“ bleibt bestehen, insbesondere angesichts der Situation in den Ländern nach dem Arabischen Frühling, die auch die Kraft und Überzeugungskraft unseres demokratischen Modells infrage stellen. „Puppen sind wir, von unbekannten Gewal­ ten am Draht gezogen; nichts, nichts wir selbst!“, heißt es im „Danton“. Der Regisseur Jan-Christoph Gockel, der die vergangene Spielzeit mit „Merlin“ eröffnete, wird dieses Zitat zum Ausgangspunkt nehmen und, wiederum zusammen mit dem Puppenbauer und -spieler Michael Pietsch, Büchner und Müller zusammendenken.

REGIE Jan-Christoph Gockel

PUPPENBAU Michael Pietsch

BÜHNE Julia Kurzweg

DRAMATURGIE Elisabeth Geyer

KOSTÜME Sophie du Vinage

Georg Büchner, ge­ boren 1813 in Hessen, gestorben 1837 in Zürich, war Schrift­ steller, Mediziner, Natur­wissenschaftler und Revolutionär. Trotz seines schmalen Werkes – er starb bereits im Alter von 23 Jahren an einer Vergiftung – gilt er als einer der bedeutendsten Literaten des Vormärz.

Der ostdeutsche Autor Heiner Müller (19291995) gilt als einer der wichtigsten deutschsprachigen Drama­ tiker*innen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts und erlangte auch als Lyriker, ProsaAutor und Essayist, Interview­partner sowie Regisseur, Dramaturg, Intendant und Präsident der Akademie der Künste Berlin (Ost) Bedeutung. Heiner Müller © Lothar Deus

Die Stücke  43 


HAUS ZWEI Premiere im März 2017

ORLANDO

NACH DEM ROMAN VON VIRGINIA WOOLF

Welche Vielzahl an Erfahrungen sammelt ein Individuum im Laufe eines Lebens? Wie reich und vielgestaltig an Eindrücken und Erlebnissen ist das Dasein und wie viel aktives, kreatives Wirken kann die Lebensspanne eines Einzelnen umfassen? Es gibt wenige Figuren der Weltliteratur, deren Lebensreise eine größere Fülle zu bie­ ten hat als Virginia Woolfs Orlando. Denn Orlando hat eben nicht nur ein Leben und eine Liebe, ist nicht in nur einem Körper und einer Kultur zu Hause, sondern lässt gleich mehrere grundverschiedene in einer Lebensgeschichte verschmelzen. Er be­ ziehungsweise sie durchlebt im Verlauf von vier Jahrhunderten eine Vielzahl von Metamorphosen und Transformationen: Spielend und spielerisch werden die Gren­ zen von Zeit, Raum und sogar die zwischen den Geschlechtern aufgelöst. Virginia Woolfs berühmte Erzählung setzt in der Renaissance ein und begleitet die Titelfigur von der Jugend bei Hofe Elisabeths I. und Jakob I. von England über den Diplomaten­ dienst in der Türkei, wo aus Lord Orlando eines Morgens Lady Orlando wird. Es folgt eine Zeit als Lebedame im aufklärerisch-aufgeräumten 18. und als Literatin im roman­ tisch-sentimentalen 19. Jahrhundert, bis Orlando in Woolfs Gegenwart, der Moderne, anlangt. Zu ihrem vorläufigen Ende kommt die Geschichte exakt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Romans selbst – am 11. Oktober 1928. Mit Orlando schuf Virginia Woolf eine der wohl charismatischsten und schillernds­ ten Figuren der Literaturgeschichte. Aus einer schriftstellerischen Laune heraus setzte sie mit dieser fantastischen und doch wahrhaftigen Biografie ihrer langjährigen Freundin, Geliebten und Schriftsteller-Kollegin Vita Sackville-West ein literarisches Denkmal, das mit seiner wirkmächtigen, poetischen Sprache und seinen Reflexionen über das Dasein als Mensch und als Künstler*in seinesgleichen sucht. Der Roman ist halb witzige Parodie auf die Genres der Biografie und Geschichtsschrei­ bung, halb philosophische Betrachtung über die Zeit und das Selbst, die Liebe und die Grenzen von Geschlechterrollen. Woolf destilliert in ihrem Werk mehr als 400 Jahre europäischer Kulturgeschichte zu einer einzigen Vita. Denn jedes Individuum, so war sich Woolf sicher, hat in einem viele Leben und Alter-Egos, greift täglich zu unend­ lich vielen Verkleidungen und Rollen. Mit „Orlando“ reißt sie so leidenschaftlich wie humorvoll eine Debatte über Identitätskonstruktion, klassische Rollenbilder und die Möglichkeiten und Schwierigkeiten der Selbstfindung an. REGIE Jan Stephan Schmieding

Die Romanautorin und Essayistin Virginia Woolf (1882-1941) ist eine der provokativsten und prägendsten Schriftsteller*innen des 20. Jahrhunderts. In ihren Werken suchte sie inhaltlich wie formal immer wieder nach neuen Wegen, die Wechselbeziehung zwischen dem Individuum und den Kräften von Gesellschaft und Geschichte auszuloten. Mit „Ein eigenes Zimmer“ schuf sie einen Schlüsseltext des Feminismus, ihre experimentellen Romane „Mrs. Dalloway“, „Die Wellen“ und „Zum Leuchtturm“ sind zu Klassikern der Moderne geworden.

DRAMATURGIE Karla Mäder

Die Stücke  45 


WAS IST DAS, WAS IN UNS   HURT, LÜGT, UND MORDET? DANTONS TOD Georg Büchner

46  Die Stücke


HAUS EINS Premiere Sa, 22. April 2017

DER TALISMAN

POSSE VON JOHANN NESTROY Mit Liedern und Couplets von Ferdinand Schmalz

Als Außenseiter hat man’s schwer: Davon weiß der Barbiergeselle Titus Feuerfuchs ein Lied zu singen, sorgen doch seine feuerroten Haare nicht nur stets für Spott und Gelächter, sondern auch dafür, dass er von seinem reichen Onkel verstoßen wurde und keine rechte Anstellung findet. Darüber mag ihn auch die offensichtliche Zunei­ gung der ebenfalls rothaarigen Salome nicht hinwegzutrösten. Sein Schicksal wendet sich, als er einem Reisenden das Leben rettet und dieser ihm zum Dank eine schwarze Perücke als Talisman schenkt. Plötzlich reißt sich die heiratswütige Damenwelt, die gleichzeitig auch Arbeitgeberwelt ist, um den dunkelhaarigen Jüngling und ermög­ licht ihm einen rasanten beruflichen und sozialen Aufstieg. Titus weiß die Gunst der Stunde zu nutzen und nimmt – mal kratzig und aufbegehrend, mal charmant und zärtlich, jedoch immer listig – Stufe um Stufe. Doch dann kommt ihm sein Talisman abhanden und ein irrwitziges Ringen gegen den Absturz zurück ins gesellschaftliche Abseits beginnt …

STIEHLT

„So kopflos urteilt die Welt über die Köpf’, und wann man sich auch den Kopf auf­ setzt, es nutzt nix. Das Vorurteil is eine Mauer, von der sich noch alle Köpf’, die gegen sie ang’rennt sind, mit blutige Köpf’ zurückgezogen haben“, lässt Johann Nestroy seinen Protagonisten im „Talisman“ räsonieren und wirft damit einen kritischen Blick auf eine Gesellschaft, die von Vorurteilen, Dünkelhaftigkeit, Konkurrenzkampf, Machtwille und Geldgier beherrscht wird – eine Welt der Ausgrenzung und Diskri­ minierung, in der Schein mehr zählt als Sein und es einer kleinen Revolution gleich­ kommt, ganz man selbst zu sein. Dominique Schnizer, der in der vergangenen Spielzeit mit „Kreise / Visionen“ erfolg­ reich sein Regiedebüt in seiner Heimatstadt Graz gab, wird sich Nestroys satirischer und sozialkritischer Posse rund um die wohl bedeutendste Perücke der Theater­ literatur annehmen, die auch 177 Jahre nach ihrer Uraufführung nichts an Aktuali­ tät eingebüßt hat. Eine Brücke ins Heute wird zudem der junge Grazer Erfolgsautor Ferdinand Schmalz schlagen: bekannt für seinen beißenden Sprachwitz wird er die Nestroy’schen Lieder und Couplets eigens für diese Inszenierung bearbeiten und er­ gänzen. REGIE Dominique Schnizer

DRAMATURGIE Elisabeth Geyer

Johann Nestroy, geboren 1801 in Wien, ist der typische und zugleich populärste Vertreter des AltWiener Volkstheaters. Der Sohn eines Advokaten studierte zunächst Jura, begann aber 1822 seine Karrie­ re als Opernsänger. 1826 wechselte er zum Sprechtheater und fing an, selbst Stücke zu schreiben. Der große Durchbruch gelang ihm mit der Zauberposse „Der böse Geist des Lumpazivaga­ bundus“. Nestroy verfasste mehr als 80 Theaterstücke, die stets Rollen enthalten, die er sich selbst auf den Leib schrieb. 1854 übernahm er zudem die Direktorenstelle des Carl-Theaters in der Leopoldstadt. 1860 zog er sich nach Graz zurück, wo er zwei Jahre später an den Folgen eines Schlaganfalls starb.

BÜHNE und KOSTÜME Christin Treunert

Die Stücke  47 


HAUS ZWEI Premiere im Mai 2017

DER THERMALE WIDERSTAND FERDINAND SCHMALZ

Es brodelt und blubbert verdächtig im Thermalbad. Denn während die Kurgäste träge … am Beckenrand dümpeln und vor lauter Heilwasser die Sehnsucht nach Butterkip­ ferln und Schokoherzen ins Unermessliche wächst, plant Bademeister Hannes den Widerstand. Schließlich soll, so der Plan der Kurverwalterin Roswitha, die Heilanstalt schon bald zu einer gigantischen Wellnessoase für potente Kundschaft umgebaut werden. Solcherlei Luxusbadefreuden für die Kurelite aber sind Hannes zuwider: „Die Bäder denen, die baden gehen“, lautet seine proletarisch-physiotherapeutische Losung, die ihm erst die Kündigung einbringt und ihn dann im wahrsten Sinn des Wortes zum „Untertauchen“ zwingt. Doch denkt Hannes nicht daran, seine Revolte gegen Optimierungswahn und Zweiklassenbäder aufzugeben: Er verbarrikadiert alle Ausgänge des Gebäudes und zieht sich zum (allerdings unbewaffneten) Bäderkampf in die Katakomben seiner ehemaligen Arbeitsstätte zurück. Um den thermalen Wider­ stand im Untergrund zu brechen, greifen Roswitha und ihr Gespiele Walter schließ­ lich zu radikalen Mitteln … Mit „Der thermale Widerstand“ setzt der preisgekrönte junge Grazer Dramatiker Ferdinand Schmalz den Schlusspunkt seiner „Revolutionstrilogie“. Wie zuvor schon in „am beispiel der butter“ und in „dosenfleisch“ spürt Schmalz auch hier wieder in abgründig-skurrilen Alltagsszenarien die letzten Reste menschlicher Widerstän­ digkeit gegen die kapitalistisch-globalisierte und kaum mehr kritisch hinterfrag­ te Ordnung auf, um sie mit viel sprachlichem Witz genussvoll zu sezieren und ad absurdum zu führen. Seitenhiebe auf kommunalpolitischen Größenwahn, etwa bei Prestige-Bauprojekten mit hohem Risikofaktor, stehen bei Schmalz’ Ausflug an den Beckenrand genauso auf der Badeordnung wie die hellsichtige, aber mit viel Sympa­ thie gestellte Diagnose menschlicher Trägheit. Umgestaltung braucht Mut, Kraft und freies Denken; in der Komfortzone des Ku(ltu)rbetriebes kommt beides aber im Takt der Anwendungen häufig unter die Räder. Solange der Status quo noch gehalten und die Arbeitsfähigkeit wiederhergestellt werden kann, bleibt alles schön beim Alten. Auf Rezept verordnete Faulheit jedenfalls ist nicht vorgesehen in der Leistungsgesellschaft. Das mitteleuropäische Kurbad als Ort der Verweigerung und der Langeweile, die nach Walter Benjamin die Schwelle zu großen Taten ist, gehört, wie das Theater, jedenfalls nach Ferdinand Schmalz, zu den bedrohten Kulturgütern unserer Gesellschaft. REGIE András Dömötör

Ferdinand Schmalz, geboren 1985 in Graz, studierte Philosophie und Theater-, Filmund Medienwissenschaft in Wien und ist bis 2016 Teilnehmer am Lehrgang FORUM Text von uniT. Sein Erstlingsstück „am beispiel der butter“ gewann 2013 den Retzhofer Dramapreis und wurde 2014 bei den Mülheimer Theatertagen gezeigt, ebenso wie im Frühjahr 2016 auch „dosenfleisch“. Letzteres ist auch in dieser Spielzeit noch am Schauspielhaus Graz zu sehen, in einer Wiederaufnahme der Inszenierung von Jan Stephan Schmieding. Ferdinand Schmalz © privat

DRAMATURGIE Karla Mäder

Die Stücke  49 


Schloßbergbühne Premiere Sa, 10. Juni 2017

CYRANO DE BERGERAC EDMOND ROSTAND

Aus dem Französischen von Ludwig Fulda Seine Nase eilt ihm (fast) genauso weit voraus wie sein Ruhm. Und wer es wagt, ihn deswegen aufzuziehen, hat wenig zu lachen. Denn schließlich führt der Dichter Cyrano de Bergerac seinen Degen ebenso treffend, wie er seine Worte zu setzen ver­ mag; Rede- und Fechtduelle mit ihm sind gleichermaßen gefürchtet. Und doch ist der vielbegabte Dichter und Soldat untröstlich, weil hoffnungslos verliebt in seine schöne Cousine Roxane. Er schämt sich einfach zu sehr für sein Äußeres und fürchtet die Zurückweisung dermaßen, dass er es nicht riskiert, ihr seine Liebe zu gestehen. Als er erfährt, dass ein Kamerad seines Regimentes, der junge Adelige Christian von Neu­ villette, seiner Roxane ebenfalls verfallen ist, leiht ihm der empfindsame Poet heim­ lich sein schriftstellerisches Talent. Mit Erfolg: Roxane heiratet den attraktiven, aber etwas einfältigen Kadetten heimlich, bevor er in den Krieg zieht. Als Graf von Guiche, der Kommandeur der französischen Truppen, von der Verbindung erfährt, schickt er, der ebenfalls verliebt und von Eifersucht gepackt ist, von Neuvillette und Cyrano um­ gehend an die vorderste Front – mit fatalen Folgen. Edmond Rostands berühmtes Liebesdrama über den ersten Ghostwriter der Literatur­ geschichte feierte im Winter 1897 in Paris Premiere. Seither begeistert „Cyrano“ sein Publikum durch treffsichere Pointen, mitreißende Gefechte, vollendete Poesie, an­ rührende Liebesszenen und große Emotionen. Als Vorbild der heutigen „RomCom“ stellt Rostands Klassiker so klug wie charmant die Frage danach, wie altruistisch wahre Liebe sein kann und sollte, was äußerer Schein mit inneren Werten zu tun hat und ob im Krieg und in der Liebe wirklich alles erlaubt ist. In der Titelrolle wird Andri Schenardi zu sehen sein, der in Graz schon den Volpone gegeben hat. Cyranos große Liebe Roxane wird gespielt von Henriette Blumenau, die Rolle des Christian de Neuvillette wird Benedikt Greiner, die des Grafen Guiche Pascal Goffin übernehmen.

Edmond Rostand, geboren 1868 in Marseille, entstammte einer wohlhabenden provenzalischen Familie. Von Haus aus Jurist, widmete er sich bald ganz der Schriftstellerei und verfasste hauptsächlich Versdramen in neu­romantischem Stil. Von seinen Werken sind nur noch wenige bekannt, mit seinem berühmtesten Stück „Cyrano de Bergerac“ verfasste er jedoch 1897 einen Klassiker, der bis heute weit über Frankreich hinaus gespielt wird. Rostand wurde 1918 in Paris ein Opfer der weltweit grassierenden Grippeepidemie.

VORSTELLUNGSTERMINE 10., 13., 14., 16., 17., 20., 21., 23., 24., 27.,

„Cyrano“ ist für alle Abonnentinnen und

28., 29. und 30. Juni, 4., 5., und 6. Juli,

Abonnenten im „Abo-Plus“ zum Abo-

jeweils 20.30 Uhr

Vorteil erhältlich. Weitere Informationen

Tickets ab Juni im Ticketzentrum und

finden Sie auf Seite 71.

unter 0316 8000. REGIE Markus Bothe

KAMPFCHOREOGRAFIE Renata Jocic

BÜHNE Kathrin Frosch

DRAMATURGIE Jan Stephan Schmieding

KOSTÜME Justina Klimczyk Die Stücke  51 


HAUS DREI, IN GRAZ UND UM GRAZ HERUM Premiere im Mai 2017

SICHERHEIT STATT FREIHEIT? EIN RECHERCHEPROJEKT VON CLEMENS BECHTEL GRAZ UND DIE MENSCHENRECHTE TEIL 2

Laut Menschenrechtsbericht der Stadt Graz kam es in den vergangenen Jahren zu ei­ nem massiven Ausbau der Kameraüberwachung im öffentlichen Raum. Im November 2013 waren insgesamt bereits mehr als 350 Geräte in Betrieb und dieses Kontingent soll über die kommenden Jahre noch deutlich aufgestockt werden. Dabei beschreibt die Landespolizeidirektion in Graz die Sicherheitslage in der Stadt generell als stabil und auf hohem Niveau. Bei den Verantwortlichen – so heißt es im Bericht – scheint wenig Bewusstsein vorhanden zu sein, dass es sich dabei um einen menschenrecht­ lich sensiblen Bereich handelt. Dasselbe gilt für den alltäglichen Umgang mit persön­ lichen Daten: Selbst nach den Enthüllungen von u. a. Wikileaks und Edward Snowden über Geheimdienste, Überwachungsprogramme wie PRISM und Datenmissbrauch im Internet, verlässt man sich blind auf das System und teilt sogar seine Privatsphäre auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken. In der Bevölkerung wird kollektive Überwachung mittels Kamera an öffentlichen Orten, im Privatbereich, aber auch am Arbeitsplatz offensichtlich in Kauf genommen, um die eigene „Sicherheit“ zu gewähr­ leisten. Ganzkörperscanner, Polizeikontrollen, Grenzüberwachungen sind mittler­ weile zu selbstverständlichen Mitteln des Schutzes geworden. Doch wie weit darf der Staat gehen und in das Privatleben der Menschen eingreifen? Was bedeutet Sicherheit überhaupt für uns und wovor haben wir Angst? Wovor sollten wir Angst haben? Artikel 3 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte besagt: „Jeder hat das Recht auf Leben, Freiheit und Sicherheit der Person.“ Ist es denn möglich, zur selben Zeit frei und sicher zu sein oder bedeutet ein Mehr an Sicherheit zwangsläufig ein Weniger an Freiheit? Benjamin Franklin würde antworten: „Wer die Freiheit aufgibt, um Sicher­ heit zu gewinnen, wird am Ende beides verlieren.“ Mit diesen Fragestellungen begibt sich dieses Projekt auf die Suche nach Fakten, Geschichten, möglichen Antworten und weiteren Fragen. Der zweite Teil des Menschenrechtsprojektes untersucht gemeinsam mit Menschen aus Graz, welchen Wert die individuelle Freiheit hat und welche Bedrohungen wir in der Gesellschaft für uns und unsere Sicherheit sehen.

IDEE und REALISATION Clemens Bechtel AUSSTATTUNG Frank Holldack

52  HAUS DREI

DRAMATURGIE Jennifer Weiss


SCHAUSPIEL DRE I Auch in der Spielzeit 2016.2017 erwartet Sie in Haus Drei ein so attraktives wie vielgestaltiges Programm mit Lesungen, Werkstattinszenierungen, Liederabenden, Gastspielen und Podiumsgesprächen zu tagesaktuellen Themen. Einige Formate sind Ihnen sicher schon aus vergangenen Spielzeiten bekannt.

WUNSCHKONZERT RELOADED Lorenz Kabas wird auch in der Spielzeit 2016.2017 mit stimmkräftiger Unterstützung von unseren Ensemblemitgliedern für Sie zur lebendigen Jukebox, um aus seinem schier unerschöpflichen Repertoire von Hits und Evergreens Ihre ganz persönlichen Musikwünsche auf Zuruf zu erfüllen!

STÜCKE DER STUNDE In szenischen Lesungen und kleinen Werkstatt­ inszenierungen werden Ihnen in unregelmäßigen Abständen über die Spielzeit hinweg von unserem Ensemble neue und brandaktuelle Theatertexte vorgestellt. Mit dem groben Pinsel gemalt und gerade deswegen ein großes Vergnügen! Infos und Termine finden Sie im Leporello und auf unserer Website.

FROST/GRÄFNER Für das Ende der Spielzeit 2016.2017 bereitet Ensemblemitglied Julia Gräfner zusammen mit der Regisseurin, Performerin und Autorin Cora Frost ein weiteres Projekt, diesmal für Haus Drei, vor. Anknüpfend an die erfolgreiche Performance „Ich würde alles für die Liebe tun, ich mach’s aber nicht“ wird das Duo Frost / Gräfner wieder wie gewohnt spielerisch-performativ im Gelände zwischen Spielerin und Bühnenfigur spannendes neues Terrain erobern! Weitere Infos und Termine bald auf unserer Website und im Leporello.

RAMPENSCHAU Das Ensemble des Schauspielhaus Graz stellt sich vor. In der intimen Atmosphäre von Haus Drei haben Sie Gelegenheit, unsere Ensemblemitglieder in Interviews einmal von einer anderen Seite kennenzulernen.

MANUSKRIPTE Der Autor und Herausgeber der Grazer Literatur­ zeitschrift „manuskripte“, Alfred Kolleritsch, wird Ihnen auch in dieser Spielzeit regelmäßig Texte aus der neuesten Ausgabe präsentieren, wie gewohnt gelesen von bekannten Autor*innen und Schauspieler*innen.

UNI IM THEATER Auch in der Spielzeit 2016.2017 bleibt das Schauspielhaus Graz Begegnungsort von Wissenschaft und Darstellender Kunst. Kuratiert von Prof. Dr. Irmtraud Fischer und Dr. Alexandra Strohmaier von der Karl-Franzens-Universität Graz werden an zwei Terminen Wissenschaftler*innen aus den unterschiedlichsten Fachrichtungen Vor­ träge zu aktuellen gesellschaftlichen Diskursen halten, die Themen der aktuellen Schauspiel­ haus-Produktionen aufgreifen. Fester Bestandteil der Symposien: Das offene Gespräch mit den Vortragenden und Produktionsbeteiligten des Schauspielhauses.

ZUGABE Zu ausgewählten Produktionen gibt es auch heuer wieder ein informatives, wie erhellendes Extra-Angebot. In Kooperation mit der Akademie Graz und der Karl-Franzens-Universität unter der Leitung von Dr. Astrid Kury lädt das Schau­ spielhaus an drei bis vier Terminen vor Vor­ stellungsbeginn jeweils Expert*innen aus Wissenschaft, Philosophie, Wirtschaft, Kultur oder Politik ein, in Bezug auf die jeweilige Produktion Stellung zu aktuellen gesellschaft­lichen Diskursen zu nehmen. Nach Vorstellungsende bietet ein Publikumsgespräch mit Künstler*innen und Expert*innen die Gelegenheit zur kritischen Analyse.

HAUS DREI  53 


GEPLANTE WIEDERAUFNAHMEN HAUS EINS

HAUS EINS

TRÜMMERFRAUEN, BOMBENSTIMMUNG

STRUWWELPETER

EIN MUSIKALISCHER THEATERABEND VON SANDY LOPIČIĆ

„Standing Ovations und mehrere Zugaben: Am Theater ist sowas nicht normal. Oder vielleicht doch, wenn der Musiker und Regisseur Sandy Lopičić einen musikalischen Abend um Verlust, Sehnsucht, Neubeginn inszeniert. […] Die Schau­ spieler [und] die Musiker […] verschmelzen zu einem hinreißend aufspielenden und aufsingen­ den Ensemble, das am Schluss kaum von der Bühne gelassen wird.“ (Kleine Zeitung) REGIE und MUSIK Sandy Lopičić MIT Henriette Blumenau, deeLinde, Olena Mishchii, Raphael Meinhart, Sašenko Prolić, Clemens Maria Riegler, Helmut Stippich, Margarethe Tiesel, Silvana Veit, Susanne Konstanze Weber

JUNK OPERA VON JULIAN CROUCH UND PHELIM MCDERMOTT Deutsch von Andreas Marber Musik von Martyn Jacques

In der gefeierten Bühnenadaption des Kinder­ buchs von Phelim McDermott und Julian Crouch von 1998 führt der Struwwelpeter einen bitterkomischen Reigen zwischen Vaudeville, Grusel­ kabinett und Punk-Musical an. Anleihen bei Kurt Weill und Tom Waits sind bei der Musik der „Tiger Lillies“ um Martyn Jacques kein Zufall, genauso wenig wie tiefschwarzer englischer Humor. Mal böse provozierend, mal melancholisch und sehnsüchtig verführt diese grell-verzaubernde „Junk Opera“ in die Abgründe der Seele zwischen Auflehnung und Gehorsam, Traum und Wirklich­ keit. Und so wird aus dem berühmten, oft paro­ dierten und ebenso viel gescholtenen Kinderbuch ein Ausflug auf die dunkle Seite der Seele. REGIE Markus Bothe MIT Henriette Blumenau, Pascal Goffin, Julia Gräfner, Benedikt Greiner, Sarah Sophia Meyer MUSIKER Henning Nierstenhöfer, Matthias Trippner

54 Wiederaufnahmen


HAUS ZWEI

HAUS ZWEI

JOHNNY BREITWIESER

ICH WÜRDE ALLES FÜR DIE LIEBE TUN, ICH MACH’S ABER NICHT

EINE VERBRECHERBALLADE VON THOMAS ARZT MIT MUSIK VON MAIKE ROSA VOGEL

Johann Breitwieser wurde 1891 in der Wiener Vorstadt in miserable Verhältnisse hineingeboren. Früh muss er lernen, dass ihm diese Welt nichts schenkt und so nimmt er, was er braucht. Aber nicht nur für sich: Er stiehlt von den Reichen und gibt den Armen und wird als „Einbrecherkönig“, Gesetzes- und Herzensbrecher, Robin Hood und Dandy gefürchtet und geliebt. Nach jahrelangem Katz- und Mausspiel mit der Polizei wird er im Alter von nur 28 Jahren erschossen. Tausende – so die Legende – folgten seinem Leichenzug.

EINE PERFORMANCE VON UND MIT JULIA GRÄFNER

„Mit gängigen Schönheitsidealen räumt Julia Gräfner in ihrer Solo-Performance in HAUS ZWEI ebenso auf wie mit diversen Erwartungshaltungen. Zu erleben ist sie als eine darstellerische Urgewalt, die in ihrem Publikum eine Vielzahl von Emotio­ nen auslöst. […] Ein starker Abend einer starken Schauspielerin.“ (Kronen Zeitung) KÜNSTLERISCHE LEITUNG und KONZEPT Julia Gräfner, Anna Wille PROJEKTENTWICKLUNG Cora Frost MIT Julia Gräfner

REGIE Mathias Schönsee MIT Veronika Glatzner, Florian Köhler, Nico Link, Raphael Muff, Julia Richter, Franz Solar, Silvana Veit

HAUS ZWEI

DOSENFLEISCH

FERDINAND SCHMALZ Ein Fernfahrer hält aufgrund eines Unfalls an einer Autobahnraststätte und beobachtet das nächtliche Geschehen. Ein Versicherungsinspek­ tor untersucht die „Todeskurve“, die sich von der Raststätte aus perfekt überblicken lässt. Beate, die Pächterin der Autobahnraststätte, teilt ein Geheimnis mit Jayne, einer ehemaligen Fernseh­ schauspielerin, die süchtig ist nach Hochge­

schwindigkeit. Das Stück handelt von vielfältigen Unfällen und ist eine sprachspielerische Metapher auf das Leben als Unterwegssein, das immer beschleunigter und entfremdeter vor sich geht. REGIE Jan Stephan Schmieding MIT Pascal Goffin, Nico Link, Sarah Sophia Meyer, Raphael Muff, Susanne Konstanze Weber

Wiederaufnahmen  55 


Im Frühjahr 2017

DRAMATIKER*INNENFESTIVAL P³ - THE PLURALITY OF PRIVACY

Im Rahmen des Kooperationsprojektes „Die Welt im Schreiben spiegeln“ vom Deutschen Literaturfonds e. V., Schauspielhaus Graz und uniT

Der Deutsche Literaturfonds e. V. in Darmstadt hat dem Schauspielhaus und dem drama forum von uniT gemeinsam eine mehrjährige Förderung zugesprochen, mit deren Hilfe die Entwicklung des zeitgenössischen Theaters und im Speziellen die Arbeit von Autor*innen in Graz in besonderen Projekten gezeigt und gefördert, reflektiert und vermittelt werden kann. Nach einem ersten Impuls im Juni 2016 werden auch am Ende der Spielzeit 2016.2017 wieder mehrere Tage ganz im Zeichen zeitgenössischer Dramatik stehen. Das Schauspielhaus plant, seinen Anteil in diesem Kooperations­ projekt rund um das Thema „Privacy“ zu gestalten. Diesseits und jenseits des Atlantik ist die Annahme weit verbreitet, dass das Private ein westlicher, wenn nicht gar universeller Wert ist. Seit der digitalen Revolution hat dieser Grundwert unserer Gesellschaft ganz neue Dimensionen angenommen. Und wie die Spannungen um die sogenannte NSA-Affäre deutlich machten, kann eine solche Anschauung Quelle von Missverständnissen werden, wenn sich herausstellt, dass völlig unterschiedliche Auffassungen von Privatsphäre aufeinanderstoßen. Der transatlantische Dissens über Privatsphäre und Datenschutz, der seit den Enthüllungen durch Edward Snowden entstand, überrascht, weil er Risse in den politischen und kulturellen Beziehungen erkennen lässt, wo man üblicherweise eine breite Basis ge­ meinsamer sozialer und politischer Ideale in den westlichen Demokratien annahm. „The Plurality of Privacy“ (P³) heißt ein transatlantisches Theater-Projekt, das vom Goethe-Institut Washington initiiert wurde. Es will die kulturelle Verständigung zwischen Europa und Amerika anhand einer konkreten Frage befördern: What does Privacy mean to you in the digital age? Dafür wurden verschiedene europäische und amerikanische Theater beauftragt, kurze Stücke zu diesem Thema zu verfassen, die ab Januar 2017 sowohl live als auch online zu sehen sein werden. Das gesamte Projekt P³ richtet sich an eine politisch und kulturell engagierte Öffentlichkeit und erkennt mit der Vielstimmigkeit der einzelnen Beiträge aus unterschiedlichen Ländern bzw. Kulturen und Sprachen an, dass Privatsphäre nicht nur in einer Form existiert, sondern in einer Vielfalt von Ideen und Formen. Das Schauspielhaus Graz ist einer der europäischen Partner dieser internationalen Auseinandersetzung mit Privacy. Im Rahmen der am Schauspielhaus gepflegten Arbeit mit zeitgenössischer Dramatik werden wir am Ende der Saison 2016.2017 in unserem Teil des gemeinsam von uniT und Deutschem Literaturfonds e. V. gestalteten Kooperationsprojektes europäische und amerikanische Autor*innen nach Graz ein­laden und miteinander in einen Dialog bringen.

DRAMATIKER*INNENFESTIVAL   61 


EXTRAS Der Spielplan des Schauspielhaus Graz ist flexibel und wird laufend um Gastspiele, Sonderveranstaltungen und Zusatzangebote erweitert. Aktuelle Informationen finden Sie im Monatsleporello und auf unserer Website, aber die folgenden Termine können Sie sich bereits jetzt vormerken:

HAUS EINS Fr, 16. September 2016

BAD BOY OF MUSIC – GEORGE ANTHEIL

MIT GOTTLIEB WALLISCH UND KARL MARKOVICS

HAUS ZWEI Ab Do, 29. September 2016

HAUS EINS Sa, 21. Jänner 2017

SANFTWUT ODER FAMILIE LÄSSIG DER OHRENMASCHINIST RUBEY / VOTAVA / GUNKL / EINE THEATERSONATE VON GERT JONKE

PRIEMER / FIALA / LUZIA

Gottlieb Wallisch bringt ein Programm mit Musik aus den frühen Jahren des „kreativen Kraftlackels“ und SkandalKomponisten George Antheil auf die Bühne, Karl Markovics leiht ebendiesem seine Stimme. Ausgewählte Stellen aus dessen Autobiografie lassen neben dem Komponisten selbst Arthur Schnitzler, Ernst Krenek oder auch Hedy Lamarr auftreten.

Erleben Sie Gert Jonkes grandiose Theatersonate über die fantastische Gedankenwelt des bereits ertaubten Genies Beethoven im Ringen um sein „Gehör“ in einer Produktion von Theater Kaendace in der Regie von Klaudia Reichenbacher. Mit Daniel Doujenis, Alexander Mitterer und Felix Krauss.

Bei „Familie Lässig“ stehen drei große „R“ im Vordergrund: ROCKEN, ROLLEN und RÜHREN. Auch in Graz werden sie ihre Lieblingssongs, ein paar verrückte Themen und den einen oder anderen schmutzigen Witz im Gepäck haben. Alles andere entsteht bei Manuel Rubey, Gerald Votava, Gunkl, Cathi Priemer, Boris Fiala und Clara Luzia aus dem Moment!

HAUS EINS Sa, 28. Jänner 2017

HAUS EINS Di, 21. März 2017

HAUS EINS Sa, 13. Mai 2017

ADELE NEUHAUSER & EDI NULZ

DANIEL GLATTAUER LIEST …

HEINZ MARECEK

DIE LETZTEN IHRER ART. MUSIKALISCHE LESUNG

Der britische Autor Douglas Adams verfasste in „Die letzten ihrer Art“ vergnüglich nachdenkliche Reporta­ gen über bedrohte Tierarten der Erde. Nun wandeln die Tatort-Kommissarin Adele Neuhauser und die Band „Edi Nulz“ auf den Spuren des britischen Kultautors. Die Schauspielerin liest, das KammerPunkJazz-Trio „Edi Nulz“ vertont den skurril-humorvollen Reisebericht.

62 Extras

SCHAUMA MAL, DANN WER MA SCHON SEHEN

Daniel Glattauer, Autor der Erfolgsro­ mane „Gut gegen Nordwind“ und „Alle sieben Wellen“, liest aus seinen Kolumnen-Büchern „Die Ameisen­ zählung“, „Die Vögel brüllen“ und „Mama, jetzt nicht“. Die satirischen Texte über den Wahnsinn des Alltags sind über viele Jahre auf der Titelseite der Tageszeitung „Der Standard“ erschienen und jetzt als vergnüg­ licher Leseabend zu erleben.

DAS IST EIN THEATER

BEGEGNUNGEN AUF UND HINTER DER BÜHNE Ein Abend rund um das Theater. Von kleinen Missgeschicken und großen Katastrophen. Auf der Bühne, hinter der Bühne, im Souffleurkasten, in den Garderoben. Der Wiener Schauspieler und TV-Star Heinz Marecek hat mit vielen „Granden“ des heimischen Theaters gearbeitet und erzählt, parodiert und spielt für Sie aus dem Nähkästchen. Lachen ohne Ende ist garantiert!


EUROPEAN THEATRE CONVENTION (ETC) Das Schauspielhaus Graz ist seit der Spielzeit 2015.2016 als einziges österreichisches Theater Mitglied in der European Theatre Convention, kurz ETC. Die ETC wurde 1988 auf französische Initiative als gemeinnützige Vereinigung euro­ päischer Theater gegründet und vertritt zurzeit über 40 öffentlich geförderte Thea­ ter in mehr als 20 Ländern. Damit ist die ETC das größte derartige Netzwerk, das an die 11.000 Theaterangestellte und tausende Künstler*innen in ganz Europa vertritt und dessen Mitglieder ca. 16.000 Vorstellungen pro Jahr anbieten. Eines der zentra­ len Ziele der ETC ist die Stärkung zeitgenössischer Dramatik sowie die Entwicklung und Unterstützung insbesondere junger Autor*innen. Darüber hinaus fördert die ETC generell die kulturelle Vielfalt des Theaters, den interkulturellen Dialog, den pro­ fessionellen Austausch von Theaterschaffenden und nicht zuletzt die Mobilität von Zuschauenden. Aus diesem Grund genießen Abonnent*innen des Schauspielhaus Graz gegen Vorlage ihres Aboausweises freien Eintritt in den Mitgliedstheatern. Das Graz am nächsten lie­ gende Mitgliedstheater ist das Schauspielhaus des Slowenischen Nationaltheaters in Maribor. Weitere Häuser sind in Albanien, Belgien, Bosnien-Herze­gowina, Deutsch­ land, Finnland, Frankreich, Italien, im Kosovo, in Kroatien, Lux­emburg, Montenegro, den Niederlanden, in Norwegen, Rumänien, Serbien, in der Slowakei, in der Schweiz, in der Türkei, in Ungarn, Weißrussland und auf Zypern zu finden. Eine detaillierte Liste aller Mitgliedstheater finden Sie unter: www.etc-cte.org, und wie Sie in den Genuss von Freikarten in einem der Mitgliedstheater kommen, erklä­ ren Ihnen gerne die Mitarbeiter*innen des Ticketzentrums. In den kommenden Spielzeiten wird das Schauspielhaus Graz internationale Koope­ rationsprojekte mit Mitgliedstheatern aus dem Netzwerk der ETC realisieren.

WWW.ETC-CTE.ORG

European theatre Convention (ETC)  63 


SCHAUSPIEL FÜR JUGENDLICHE SCHAUKLUB - REIHE 1 BIST DU ZWISCHEN 16 UND 20 JAHRE ALT? GEHST DU OFT UND GERNE INS THEATER?

THEATERPÄDAGOGIK / VERMITTLUNG

SCHAUSPIEL

FÜR ALLE

ODER NIE? UND WILLST ES ENDLICH TUN?

Gemeinsam werden wir ein Mal im Monat in der extra für uns reservierten REIHE 1 Theater schauen, diskutieren, reflektieren, mit Schauspieler*innen ins Gespräch kommen und vieles mehr. Wir freuen uns auf viele gemeinsame Theaterbesuche und Auseinandersetzungen. Anmeldungen ab sofort unter viola.novak@schauspielhaus-graz.com

SPIELKLUB LUST ZU SPIELEN?

Hier habt Ihr während der gesamten Spielzeit ein Mal in der Woche Theatertraining und werdet ein Stück zum Spielzeitthema „Revolution“ entwickeln. Im Juni 2017 erobert Ihr damit das HAUS ZWEI. SPIELKLUB 20+

in Kooperation mit der Kunstuniversität Graz SPIELKLUB 14+

im und mit dem Schauspielhaus SPIELKLUB 16+

in Kooperation mit dem TaO! Kommt und erspielt Euch das Schauspielhaus! Anmeldungen und weitere Informationen ab August 2016 unter viola.novak@schauspielhaus-graz.com

NACHWUCHSKRITIK Willst Du Dich schreibend mit dem Theater auseinander­ setzen? Junge Kritiker*innen erforschen Inszenierungen des Schauspielhauses. In Zusammen­ arbeit mit der Kleinen Zeitung.

PRAKTIKA Als Produktionshospitant*in erlebst Du, was am Schau­ spielhaus so los ist und wirst ein Teil davon.

64 Vermittlung


ES LIEGT WAS IN DER LUFT SCHAUSPIEL FÜR SCHULKLASSEN WORKSHOPS VOR- UND NACHBEREITUNG

Wir bieten theaterpädagogische Workshops zu Insze­ nierungen an, die einen intensiveren Stückbesuch ermöglichen: erforschen spielend Themen der Stücke, schlüpfen in Figuren, begegnen uns als Klasse neu, brechen alte Muster auf, entdecken soziales Lernen durch das Spiel, konsumieren Theater nicht nur, sondern erleben es aktiv und erfassen es somit emotional. Work­ shops können in der Schule oder im Schauspielhaus stattfinden.

THEATERWERKSTATT Eine Schulwoche, eine Klasse, ein Stück: Taucht fünf Tage im Schauspielhaus unter und entwickelt mit uns eine Präsentation, die am fünften Tag in HAUS ZWEI zur Aufführung kommt. Gearbeitet wird zu Themen ausgewählter Stücke des Spielplans.

PROBENBESUCH Was passiert in einer Probe? Wie wird eine Szene erarbeitet? Was machen Regisseur*innen eigentlich genau? Zu bestimmten Produktionen werden die Türen geöffnet und Probeneinblicke ermöglicht.

SCHAUSPIEL SPECIALS HAUS ZWEI

JUGEND OHNE GOTT NACH ÖDÖN VON HORVÁTH

Ein Lehrer korrigiert die Klassenarbeiten seiner Schüler. Dabei stellt er fest, dass der Schüler N sich sehr despektierlich gegenüber Farbigen äußert: „Alle Neger sind hinterlistig, feig und faul.“ Mit dieser grausamen, aber auch heute möglichen Situation beginnt Horváths Roman, der den Weg der jungen Generation in den Nationalsozialismus beschreibt. „Das Vorstadttheater rekonstruiert den Roman für ein heutiges Publikum und beschäftigt sich mit dem Spannungsfeld Zivil­ courage und Mitläufertum, Empathie und Gefühl­ losigkeit.“ (Ed. Hauswirth) REGIE Ed. Hauswirth MIT Matthias Ohner

HAUS ZWEI

BUNNY JACK THORNE

Katie ist gut in der Schule, spielt Klarinette im Schulorchester und ist die brave Tochter einer Mittelschichtsfamilie. Scheinbar. Denn sie hängt auch mit komischen Typen rum und ist sexuell ziemlich aktiv. Eines Tages schlägt ein Junge aus Versehen ihrem Freund ein Eis aus der Hand. Und plötzlich sitzt Katie mit drei jungen Männern in einem Auto und verfolgt den pakistanischen Jungen bis in das Wohnzimmer seiner Familie. Und muss sich dort entscheiden, auf welcher Seite sie künftig stehen will … „Bunny“ ist auch als Schülervorstellung individuell für Schulklassen am Termin Ihrer Wahl disponierbar! REGIE Jan Stephan Schmieding MIT Henriette Blumenau

BACKSTAGE Unter sachkundiger Führung können Proberäume, Werkstätten, Bühnen, die Unterbühne und Geheimgänge erkundet werden. Vermittlung  65 


SCHAUSPIEL FÜR LEHRPERSONEN BERATUNG Bei einem individuellen Beratungsgespräch erfahren Sie alles Wissenswerte über Produktionen der Spielzeit, thematische Schwerpunkte und Altersempfehlungen.

INSIDER Interessierte Lehrpersonen sowie Lehramtsstudierende erfahren bei regelmäßigen Treffen Aktuelles über laufende Produktionen, setzen sich bei Workshops, Diskussionen und gemeinsamen Stück­besuchen mit dem Schauspielhaus auseinander und werden so zu Insidern. Ihr Wissen tragen Sie dann in Ihre jeweiligen Institutionen und verbreiten es dort.

FORTBILDUNGEN Theaterworkshops als schulinterne Lehrer*innenfort­ bildung (SCHILF). Der Workshop kann sich mit einem Stück, bestimmten Themen und / oder theaterpädagogi­ schen Methoden im Schulalltag beschäftigen.

SCHAUSPIEL FÜR JEDE UND JEDEN SPIELSAMSTAG Inszenierungsvorbereitender Workshop für jede und jeden: An einem Samstag im Monat gibt es die Möglichkeit, spielerisch in ein Stück einzutauchen, in Rollen zu schlüpfen, zu improvisieren, Theater aktiv zu erleben. Keine Vorkenntnisse notwendig. Für alle Altersgruppen.

EINFÜHRUNGEN An vielen Terminen finden eine halbe Stunde vor Aufführungsbeginn im Salon im 1. Rang oder in der Kantine Einführungen statt.

ES KOMMT NÄHER

PUBLIKUMSGESPRÄCHE

66 Vermittlung

Nach ausgewählten Aufführungen können Sie mit Schauspieler*innen oder Dramaturg*innen ins Gespräch kommen, mehr erfahren, sich austauschen und jene Fragen stellen, die Sie immer schon einmal stellen wollten.

FRISCHLUFT Offene Theaterfortbildung für alle: Vier Mal im Jahr bieten wir Theaterworkshops zu folgenden Themen: Stimme, Körpertheater, Improvisation, Umgang mit Text. Anschließend schauen wir gemeinsam eine Produktion an den jeweiligen Häusern an. Kooperation mit Oper, Next Liberty und TaO!.

UNI UND THEATER Von der Dramaturgie geleitetes Seminar zu Stücken des Spielplans in Zusammenarbeit mit dem GermanistikInstitut. Kooperation mit der Karl-Franzens-Universität und der Akademie Graz.


DIE ZEIT DES AUFBRUCHS IST GEKOMMEN – ERGREIFT SIE JETZT

PREISE INSZENIERUNGSVOR- UND -NACHBEREITENDE WORKSHOPS sind an einen Vorstellungsbesuch gekoppelt und kosten € 2 pro Person. Zusätzlich gewähren wir 25% Ermäßigung auf den Jugendpreis der entsprechenden Vorstellungen. Der Spezialpreis für Schulklassen und Studierenden­ gruppen beträgt im Vorverkauf 50% des Normal­ preises. Ab 20 Personen ist der Eintritt für eine Begleitperson frei, ab 42 für zwei und ab 63 für drei Begleitpersonen. THEATERWERKSTATT: € 100 pro Klasse (5 Tage) SCHAUKLUB: € 129,50 pro Person (inkludiert sind sechs Vorstellungsbesuche in HAUS EINS und vier in HAUS ZWEI plus 11 Workshops / Diskussions­ treffen  / Nachbereitungen der Inszenierungen) SPIELCLUB: Theatertraining ein Mal die Woche für 2 Stunden von Oktober bis Juni. Genauere Infor­ mationen, Preise und Anmeldungen ab August unter viola.novak@schauspielhaus-graz.com SPIELSAMSTAG: € 5 pro Person FRISCHLUFT: € 10 pro Person plus 50% Ermäßigung auf den Stückbesuch BACKSTAGE: € 5 pro Person Alle anderen Formate sind gratis.

KONTAKT DIPL.-PÄD. VIOLA NOVAK (LEITUNG) Tel: +43 (0) 316 8008 3333 Mobil: +43 (0) 664 81 85 671 viola.novak@schauspielhaus-graz.com MAG.A NINA HÄUSLER Tel: +43 (0) 316 8008 1234 Mobil: +43 (0) 664 88 42 23 15 nina.haeusler@schauspielhaus-graz.com

Das Schauspielhaus Graz dankt dem Bundesministerium für Bildung und Frauen für die Bereitstellung der Berater für theatralische Bildung an den Schulen sowie dem Land Steiermark, Abteilung Kultur sowie Abteilung Bildung, Familie und Jugend.

IN KOOPERATION MIT DEN THEATERCOACHES MAG.A BIRGIT BISCHOF–GAIG MAG. STEFAN EGGER PATRICK FLEITH

Vermittlung  67 


ANGEBOTE FÜR GRUPPEN & FIRMEN THEATERREFERENTINNEN UND THEATERREFERENTEN Sie sind Kulturbotschafterin oder -botschafter für Ihre Firma, Ihre Schule, Ihren theaterbegeisterten Freundes­ kreis, Ihre Verwandten und Bekannten? Bei mehrmaligen Theaterbesuchen in einer Spielzeit (mit Gruppen ab 20 Personen) werden Sie auf Einladung durch das Schau­ spielhaus Graz in den Kreis der Theaterreferentinnen und -referenten aufgenommen und lernen das Schau­ spielhaus aus einem neuen Blickwinkel kennen: ➝ Sie sehen Produktionen bei einem exklusiven Proben­ besuch schon vor der Premiere. ➝ Sie kommen mit Theaterschaffenden ins Gespräch. ➝ Wir laden Sie jährlich zu einer Gala inklusive Spielplan­ präsentation mit dem Leitungsteam im Schauspielhaus ein. ➝ Sie erleben einen Spielzeitauftakt mit Prämierung der aktivsten Referentinnen und Referenten.

IHR EVENT Kundenempfang, Gala, Weihnachtsfeier. Entführen Sie Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kundinnen und Kunden und Ihre Gäste in die Welt des Theaters. Für Ihr individuelles Event stehen die exklusiven Räum­ lichkeiten des Schauspielhauses zur Verfügung und wir sorgen für das entsprechende Rahmenprogramm: Darf es eine Einführung vor der Vorstellung oder ein Publikumsgespräch im Anschluss mit Beteiligten der Produktion oder Expertinnen bzw. Experten zu ausge­ wählten Schwerpunkten sein? Oder möchten Sie mit einer Gruppe bei einer Backstage-Führung hinter die Kulissen des Theaters blicken? Auf allen drei Bühnen des Schau­ spielhauses können geschlossene Vorstellungen gebucht werden. Ob im intimeren Rahmen von HAUS ZWEI oder haus drei oder auf der großen Bühne, dem HAUS EINS. Um Ihre Gäste nicht nur kulturell, sondern auch kulinarisch zu verwöhnen, runden wir Ihr Event auch gastro­ nomisch ab – wir beraten Sie gerne!

68  Angebote für Gruppen & Firmen

IN DER GRUPPE GÜNSTIGER Gruppenbuchungen Bei Sammelbestellungen ab 20 Personen erhalten Sie 20 % Ermäßigung auf den regulären Kartenpreis, ab 21 Personen zusätzlich eine Freikarte, ab 42 Personen zusätzlich zwei Freikarten, ab 63 Personen zusätzlich drei Freikarten. (Gültig für sämtliche Vorstellungen außer Premieren, Gast­spiele und Sonderveranstaltungen.) Sie möchten gerne für sich und Ihre Gruppe bereits vorab die besten Plätze sichern? Oder planen Sie Ihr Theaterjahr gerne schon etwas im Voraus? In dieser Spielzeit gibt es zusätzlich zu den Abo-Vorstellungen weitere fixierte Vorstellungster­ mine jeder Inszenierung, für die Sie bereits jetzt Ihre Tickets kaufen können. Weitere Informationen im Ticketzentrum.

Kulturschecks – speziell für kleine Gruppen Wenn Sie häufig mit kleinen Gruppen ins Schauspielhaus gehen möchten, empfehlen wir Ihnen unsere Kultur­ schecks. Ein Kulturscheckheft kostet € 180 und umfasst 20 Gutscheine à € 9. Sie erhalten 20 % Ermäßigung auf den Kartenpreis und bezahlen mit den Gutscheinen. (Nur gültig für HAUS EINS.)

Spezialpreise für Schulklassen & Studierendengruppen Diese Gruppen erhalten im Vorverkauf Eintrittskarten zum halben Preis. Ab 20 Personen bekommen Begleitper­ sonen eine Freikarte, ab 42 zwei Freikarten und ab 63 drei Freikarten. Wir empfehlen auch unsere Vermittlungs­ angebote (siehe Seite 64 – 67) und beraten Sie gerne! (Teilnehmende an Vermittlungs-Workshops erhalten zusätz­ lich 25 % Ermäßigung auf den Jugendpreis der entsprechenden Vorstellung.)

Kontakt Ihre Ansprechpartnerin für die verschiedensten Angebote im Schauspielhaus rund um eine Inszenierung oder als separates Event ist Mag.a Nina Häusler. Tel +43 (0) 316 8008 1234 fax +43 (0) 316 8008 3488 mobil +43 (0) 664 88 42 23 15 E-Mail nina.haeusler@schauspielhaus-graz.com


DIE ABOS IM SCHAUSPIELHAUS – ALLES NEU IN DER NEUEN SAISON NOCH KEIN ABO? Dann wird es Zeit! Mit einem Abo im Schauspielhaus Graz sparen Sie bis zu 30 % gegenüber dem Einzelkartenpreis, Jugendliche sparen sogar bis zu 50 %! Frische News frei Haus: Als Abonnentin oder Abonnent erhalten Sie das Spielzeitbuch frei Haus und auch der monatliche Leporello wird postalisch an Sie übermittelt. Immer bestens informiert! Durch regelmäßige Aussendungen per E-Mail an Abonnentinnen und Abonnenten erhalten Sie Hinweise auf Gastspiele, Sonderveranstaltun­ gen, Experteneinführungen und Extras im Schauspielhaus sowie Aktionen für zusätzliche Produktionen und vieles mehr. Noch eine Frage zum Stück? Vor allen Abo-Vorstellungen gibt es Einführungen zur Produktion, gerne bieten wir auf Anfrage auch Gruppeneinführungen an. Neu sind die Audioeinführungen zu Stücken auf der SchauspielhausWebsite. Abonnentinnen und Abonnenten genießen exklusives Vorkaufsrecht für ihre Tickets – und das auf allen Bühnen! Bereits einen Tag, bevor die Tickets in den Verkauf gehen, haben Sie die Möglichkeit, sich Zusatz­ plätze zu sichern (für HAUS EINS am jeweils 14. und HAUS ZWEI und drei am jeweils 19. des Monats). Auch Ihre Freundinnen und Freunde kommen nicht zu kurz, denn es gibt obendrauf für alle Abonnentinnen und

Allgemein Ein Abonnement gilt für die Dauer einer Spielzeit (September bis Juni) und verlängert sich automatisch um eine weitere Spielzeit, wenn es nicht bis zum 31. Mai gekündigt wird. Ab Anfang Juni haben Sie die Möglichkeit, Ihre Abonnementkarten direkt im Ticketzentrum abzuholen. Nach dem 17. August 2016 werden diese eingeschrieben zugesandt (zzgl. Portogebühr). Neu-Abonnements Neu-Abonnentin oder -Abonnent ist nur, wer in der Spielzeit 2015.2016 kein Abo im Schauspielhaus besessen hat. Auch bei einem Wechsel der Abo-Variante besteht kein Anspruch auf eine Prämie. Werbungen innerhalb eines Haushaltes sind nicht zulässig.

Abonnenten mit einem Fixplatzabo 10 % Rabatt auf bis zu 2 Begleitkarten für Nicht-Abonnentinnen und -Abonnenten (nur gültig für dieselbe Vorstellung und nach Verfügbarkeit). Abonnentinnen und Abonnenten erhalten die Joanneumskarte (gültig für ein Jahr) um € 13 statt € 45. Weitere Informationen im Ticketzentrum. Ab der Spielzeit 2016.2017 bieten wir den besonderen Service, Ihnen auf Wunsch die Programmhefte zu den 9 Inszenierungen von HAUS EINS um einmalig € 42 nach Hause zu schicken. Wenn Sie bereits ein Abonnement im Schauspielhaus Graz haben: Teilen Sie Ihre Begeisterung! Als Dankeschön werden Ihnen nicht nur 10 % des Wertes des FixplatzAbonnements einer von Ihnen geworbenen Neukundin bzw. eines Neukunden gutgeschrieben, sondern es winken wieder ganz besondere Prämien: Die Person, die die meisten Neu­kundinnen bzw. Neukunden wirbt, darf sich auf einen Kaffee mit Iris Laufenberg an einem „Lieblingsort“ der Intendantin freuen. Als zweiten Platz statten Ihnen unsere Ensemblemitglieder einen Besuch ab und geben Auszüge aus einem Text oder Stück Ihrer Wahl zum Besten. Und die oder der Drittplatzierte gewinnt einen Vorstellungsbesuch in Begleitung der Dramaturgie des Schauspielhauses sowie einen exklusiven Blick hinter die Kulissen.

Termintausch Wenn Sie zu Ihrem Termin verhindert sind, können Sie Ihre Karten entweder weitergeben oder bis zu zwei Tage vor dem geplanten Termin auf einen anderen Tag umbuchen. Legen Sie dazu unbedingt die Abo-Karten (als Original, Scan oder Fax) an der Tageskasse vor. Ihre Abonnement-Termine können Sie bei Bedarf bis zu drei Mal innerhalb einer Spielzeit tauschen. Bearbeitungsgebühr pro Termintausch und Abonnement: € 3 (Fixplatz- und Wahlabonnement, ausgenommen Premierenabonnement). Ein Kartentausch in Gastspiele oder Sonderveranstaltungen ist leider nicht möglich.

Terminänderungen Terminänderungen Ihrer Abo-Vorstellungen können leider vorkommen. Wir bemühen uns, Sie rechtzeitig zu informieren und bieten Ihnen adäquate Ersatztermine an. Wahl-Abo Bei sämtlichen Wahl-Abo-Varianten erhalten Sie Schecks, die Sie zu Ihren gewünschten Terminen einlösen können. Reservierungen sind erwünscht und empfohlen (auch telefonisch unter T +43 (0) 316 8000)! Ihre Karten holen Sie bitte bis spätestens einen Tag vor der Veranstaltung im Ticketzentrum ab. Die Schecks der Wahl-Abos sind für eine Spielzeit (September 2016 bis Juni 2017) gültig und verfallen danach automatisch. Keine Barablöse möglich! Alle Angaben und Preise ohne Gewähr.

70 Abonnements


IHR ABO DAS PREMIEREN-ABO 9 Premieren, 9 Mal First Night Hereinspaziert, und seien Sie dabei, wenn sich der Vorhang für eine Produktion zum ersten Mal hebt! Erleben Sie den Reiz der ersten Vorstellung und feiern Sie im Anschluss mit Theaterleuten und Gästen. Zusätzlich zu allen 9 Premieren in HAUS EINS erhalten Sie einen Gutschein für 2 Personen für eine HAUS ZWEI-Vorstellung Ihrer Wahl. PREISE € 522 / € 400,50 / € 306 / € 193,50 / € 117 / € 54 ERMÄSSIGT * € 261 / € 200,25 / € 153 / € 96,75 / € 58,50 / € 54

DAS WOCHENTAGS-ABO Ihr Tag, Ihr Platz, Ihr Abo Für alle, die uns über eine Saison begleiten wollen: Sie entscheiden sich für einen Wochentag und Ihren Lieb­ lingsplatz und erleben alle 9 Neuproduktionen in HAUS EINS. Tauschen gegen Gebühr ist bis zu 3 Mal möglich. Zusätzlich zu allen 9 Inszenierungen erhalten Sie einen Gutschein für einen Vorstellungsbesuch in HAUS ZWEI um € 5. PREISE € 302 / € 244 / € 190 / € 118 / € 57 / € 28,80 ERMÄSSIGT * € 151 / € 122 / € 95 / € 59 / € 28,50 / € 28,50

DAS SCHNUPPER-ABO Hineinschnuppern, kennenlernen! So einfach und günstig kann Theatergenuss sein: Das Schnupper-Abo besteht aus 7 Gutscheinen, die Sie an Ihren Wunschterminen einlösen können, und ist in den Kategorien I bis IV für HAUS EINS in der Saison 2016.2017 erhältlich! ** Sie sparen mindestens 30 %!

DAS SCHAUSPIELHAUS-MIX-ABO Das Beste aus HAUS EINS und HAUS ZWEI Mit diesem Abonnement bekommen Sie beides: Inszenie­ rungen im großen Haus und die Stücke zeitgenössischer Autorinnen und Autoren auf der kleineren Bühne. Hierbei wählen Sie aus 6 Vorstellungen in HAUS EINS und 4 Vorstellungen in HAUS ZWEI. *** PREISE € 256 / € 217 / € 181 / € 133 / € 92,50 / € 73,50 ERMÄSSIGT * € 129,50 / € 110 / € 92 / € 68 / € 48 / € 38,40

DAS HAUS ZWEI-ABO 7 Mal ganz nah dran Mit diesem Abo genießen Sie freie Terminwahl, sind nah dran am Geschehen, an neuer Dramatik und experimen­ tellen Theaterformen in HAUS ZWEI. PREISE € 81,50 ERMÄSSIGT * € 43

ABO PLUS Cyrano auf den Kasematten Zusätzlich zu Ihrem Premieren- bzw. Wochentagsabonne­ ment können Sie bei Wahl der Abo-Plus-Option „Cyrano de Bergerac“ auf den Kasematten besuchen. Weitere Informationen im Ticketzentrum. PREISE € 44,25 / € 36,75 ERMÄSSIGT * € 30,90 / € 25,70

PREISE € 205 / € 166,50 / € 129,50 / € 80,50 ERMÄSSIGT * € 102,50 / € 83,25 / € 64,75 / € 40,25

Abonnements  71 


DIE MIX-ABOS VON SCHAUSPIELHAUS UND OPER PREMIEREN-MIX 4 Premieren in Schauspielhaus HAUS EINS & 4 Premieren in der Oper

VARIO-MIX 5 Vorstellungen in Schauspielhaus HAUS EINS & 5 Vorstellungen in der Oper

PREISE € 540 / € 458 / € 372 / € 274 / € 152 / € 90 ERMÄSSIGT  * € 270 / € 229 / € 186 / € 137 / € 76 / € 45

PREISE € 400 / € 340 / € 279 / € 198 / € 100 / € 58 ERMÄSSIGT  * € 200 / € 170 / € 139,50 / € 99 / € 50 / € 29

* Ermäßigung für Schülerinnen und Schüler, Studierende, Lehrlinge, Präsenz- und Zivildienende bis zum 27. Lebensjahr (Ausweispflicht!). ** Ausgenommen sind die Kategorien V und VI sowie Premieren, Gastspiele & Sonderveranstaltungen. *** Ausgenommen sind Premieren, Gastspiele & Sonderveranstaltungen.

ALLE ABO-TERMINE AUF EINEN BLICK PREMIEREN ABO

DIENSTAG ABO

FREITAG ABO

SAMSTAG ABO

DIE NEIGUNG DES PETER ROSEGGER

Do 15.09.16

20.09.16

21.09.16

05.10.16

06.10.16

23.09.16

01.10.16

DER REVISOR

Fr 30.09.16

04.10.16

02.11.16

09.11.16

27.10.16

07.10.16

22.10.16

DER MONDMANN

Fr 21.10.16

25.10.16

23.11.16

30.11.16

24.11.16

04.11.16

19.11.16

ROMEO UND JULIA

Fr 18.11.16

22.11.16

14.12.16

21.12.16

15.12.16

02.12.16

03.12.16

GEÄCHTET

Sa 10.12.16

13.12.16

18.01.17

25.01.17

19.01.17

13.01.17

11.02.17

REDAKTIONSSCHLUSS!

Do 12.01.17

24.01.17

08.02.17

15.02.17

16.02.17

27.01.17

14.01.17

DIE WUNDERÜBUNG

Sa 04.02.17

07.02.17

08.03.17

15.03.17

16.03.17

17.02.17

04.03.17

DER AUFTRAG: DANTONS TOD

Fr 03.03.17

07.03.17

05.04.17

26.04.17

13.04.17

17.03.17

29.04.17

DER TALISMAN

Sa 22.04.17

02.05.17

10.05.17

24.05.17

11.05.17

28.04.17

20.05.17

72 Abonnements

MITTWOCH MITTWOCH DONNERSTAG ABO 1 ABO 2 ABO


Schauspiel: 18.12.16 › DER MONDMANN

Oper: 05.02.17 › LA RONDINE

Schauspiel: 12.03.17 › ROMEO UND JULIA

Oper: 26.03.17 › DIE ZIRKUSPRINZESSIN

Schauspiel: 07.05.17 › DIE WUNDERÜBUNG

Oper: 18.06.17 › NORMA

Abonnements  73 

Plätze.

SONNTAGNACHMITTAG ABO

Oper: 30.10.16 › CHESS

Oper: 20.11.16 › TRISTAN UND ISOLDE

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FÜR DIE SPIELZEIT 2016.2017

Kaiser­Josef­Platz 10, 8010 Graz

THEATERSERVICE GRAZ GMBH

TICKETZENTRUM DER

TEl +43 (0) 316 8000 fAx +43 (0) 316 8000 1565 www.schauspielhaus­graz.com

Diesen Abschnitt bitte abtrennen und an das Ticketzentrum, Kaiser­Josef­Platz 10, 8010 Graz, schicken, faxen oder vor Ort abgeben.

uNterscHriFt

Ich wurde geworben von

Ich hatte in der Spielzeit 2015. 2016 kein Abonnement im Schauspielhaus Graz.

Ich möchte die Programmhefte der Spielzeit 2016.2017 um € 42 zugeschickt bekommen.

PREISE € 290 / € 249 / € 208 / € 149 / € 77 / € 45 ERMÄSSIGT  * € 145 / € 124,50 / € 104 / € 74,50 / € 38,50 / € 22,50

ABO-BESTELLSCHEIN

SONNTAGNACHMITTAG-MIX 3 Vorstellungen in Schauspielhaus HAUS EINS & 5 Vorstellungen in der Oper am Sonntagnachmittag


KARTENKAUF & KARTENRESERVIERUNG

TICKETZENTRUM DER THEATERSERVICE GRAZ GMBH Kaiser-Josef-Platz 10, 8010 Graz Montag bis Freitag 9 – 18 Uhr, Samstag 9 – 13 Uhr

Plätze.

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FÜR DIE SPIELZEIT 2016.2017

ABO-BESTELLSCHEIN

TICKETS & INFOS

Tel + 43 (0) 316 8000 Fax +43 (0) 316 8008 1565 E-Mail tickets@ticketzentrum.at

€   522,00 €   261,00 €   302,00 €   151,00

I

€   166,50 €   83,25

€   400,50 €   200,25 €   244,00 €   122,00

II

€   129,50 €   64,75

€   306,00 €   153,00 €   190,00 €   95,00

III

€   80,50 €   40,25

€   193,50 €   96,75 €   118,00 €   59,00

IV

€   117,00 €   58,50 €   57,00 €   28,50

V

SCHAUSPIELHAUS-ABOS preMiereN-ABO ermäßigt * WOcHeNtAGs-ABO ermäßigt *

€   205,00 €   102,50

VI

54,00 54,00 28,80 28,50

€   €   €   €   scHNupper-ABO ermäßigt *

€   73,50 €   38,40

€   133,00 €   68,00

€   92,50 €   48,00

€   43,00 (ermäßigt *)

€   181,00 €   92,00

90,00 45,00 58,00 29,00 45,00 22,50

€     €     €     €     €     €    

74 TICKETS & INFOS

€   152,00 €     76,00 €   100,00 €     50,00 €     77,00 €     38,50

€   217,00 €   110,00

€   458,00 €   229,00 €   340,00 €   170,00 €   249,00 €   124,50

€   274,00 €   137,00 €   198,00 €     99,00 €   149,00 €     74,50

€   256,00 €   129,50

€   540,00 €   270,00 €   400,00 €   200,00 €   290,00 €   145,00

MIX-ABOS (SCHAUSPIELHAUS GRAZ UND OPER GRAZ) preMiereN-Mix ermäßigt * VAriO-Mix ermäßigt * sONNtAGNAcHM.-Mix ermäßigt *

€   372,00 €   186,00 €   279,00 €   139,50 €   208,00 €   104,00

€   81,50 (Normalpreis)

ABENDKASSE Die Abendkasse für Veranstaltungen in HAUS EINS öffnet eine Stunde, für HAUS ZWEI (hier ist nur Barzahlung möglich!) und HAUS DREI ca. eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn. Reservierte Tickets liegen bis maximal 30 Minuten in haus EINS bzw. 15 Minuten in HAUS ZWEI und HAUS DREI vor Veranstaltungsbeginn an der Abendkasse zur Abholung bereit. Danach besteht leider kein Anspruch mehr auf reservierte Karten.

scHAuspielHAus-Mix-ABO ermäßigt *

TICKETZENTRUM IM SCHAUSPIELHAUS GRAZ Montag bis Freitag 9 – 12 Uhr

HAus zWei-ABO

www.schauspielhaus-graz.com www.ticketzentrum.at


ERMÄSSIGUNGEN LAST-MINUTE-TICKETS

KULTURSCHECKS

Die Last-Minute-Tickets sind das Richtige für Menschen mit starken Nerven! 30 Minuten vor Beginn der Vorstel­ lung gibt es auf alle Restkarten für HAUS EINS 30 % Rabatt. (Diese Regelung gilt nicht für reservierte Karten, HAUS ZWEI & HAUS DREI, Kategorie VI und Stehplätze sowie Premieren, Gastspiele und Sonderveranstaltungen. Karten nach Verfügbarkeit!)

Wenn Sie häufig ins HAUS EINS gehen möchten, empfeh­ len wir Ihnen unsere Kulturschecks: Ein Kulturscheckheft kostet € 180 und umfasst 20 Gutscheine à € 9. Sie erhalten 20 % Ermäßigung auf den Kartenpreis und bezahlen mit den Gutscheinen. Den Rabatt von 20 % erhalten Sie nur beim Kauf von Karten für HAUS EINS, ausgenommen sind Premieren, Gastspiele, Fremd- und Sonderveranstaltun­ gen, Veranstaltungen in HAUS ZWEI und HAUS DREI sowie die Kategorie VI und Stehplätze.

ERMÄSSIGUNGEN FÜR JUGENDLICHE & STUDIERENDE Jugendliche bis zum vollendeten 19. Lebensjahr sowie Schülerinnen und Schüler, Lehrlinge, Studierende, Präsenz- und Zivildienende bis zum vollendeten 27. Lebensjahr (Ausweispflicht!) erhalten im Vorverkauf sowohl Abos als auch einzelne Eintrittskarten zum halben Preis für die Kategorien I bis V (gesonderte Preise für das HAUS ZWEI-Abo).

€ 5 TICKETS FÜR JUGENDLICHE & STUDIERENDE

WEITERE ERMÄSSIGUNGEN Jeweils 10 % Ermäßigung erhalten Sie als Ö1-Clubmitglied, ACard-Besitzerin bzw. -Besitzer oder ÖAMTC-Mitglied. Bitte weisen Sie im Ticketzentrum die ent­sprechende (Club-)Karte vor. Die Ermäßigungen gelten für sämtliche Vorstellungen in HAUS EINS außer Premieren, Gastspiele und Sonderveranstaltungen. Nur die Ermäßigungen der ACard und der Ö1-Clubkarte gelten auch für Veran­ staltungen in HAUS ZWEI. HAUS DREI ist von sämtlichen Ermäßigungen aus­genommen. Weitere Informationen erhalten Sie gerneim Ticket­zentrum; Ermäßigungen sind nicht miteinander kombinierbar.

Eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn gibt es für Jugendliche (bis zum vollendeten 19. Lebensjahr) und Studierende (bis zum vollendeten 27. Lebensjahr) an der Abendkasse alle Restkarten zum Einheitspreis von € 5 für alle Bühnen (ausgenommen Premieren, Gast­spiele und Sonderveranstaltungen).

tickets, Ermässigungen  75 


HAUS EINS: SAALPLAN & KARTENPREISE RECHTS

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PARTERRELOGEN

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PARTERRE I. RANG LOGEN-SITZ

PARTERRE II. RANG III. RANG

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III. RANG

STEHPLÄTZE

PREISE A

€ 33,50

€ 29,00

€ 21,50

€ 14,50

€   6,50

€   3,50

€   3,50

ermäßigt*

€ 16,75

€ 14,50

€ 10,75

€   7,25

€   3,00

€   3,50

€   3,50

PREISE B

€ 42,00

€ 34,00

€ 26,50

€ 16,50

€   8,00

€   4,00

€   4,00

ermäßigt*

€ 21,00

€ 17,00

€ 13,25

€   8,25

€   4,00

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€   4,00

PREISE C

€ 46,00

€ 37,00

€ 29,00

€ 18,50

€   9,00

€   4,50

€   4,50

ermäßigt*

€ 23,00

€ 18,50

€ 14,50

€   9,25

€   4,50

€   4,50

€   4,50

PREISE D

€ 58,00

€ 44,50

€ 34,00

€ 21,50

€ 13,00

€   6,00

€   6,00

ermäßigt*

€ 29,00

€ 22,25

€ 17,00

€ 10,75

€   6,50

€   6,00

€   6,00

PREISE E

€ 70,00

€ 56,50

€ 41,50

€ 28,50

€ 20,50

€   9,50

€   9,50

ermäßigt*

€ 35,00

€ 28,25

€ 20,75

€ 14,25

€ 10,25

€   9,50

€   9,50

KATEGORIE

H   AUS ZWEI, HAUS DREI, KASEMATTEN: KARTENPREISE HAUS ZWEI € 17,00 / ermäßigt* € 9,00 HAUS DREI € 10,00 / ermäßigt* € 8,50 / Lesungen & Extras € 5,50 (keine Ermäßigung) KASEMATTEN € 59 und € 49 / ermäßigt* € 41,30 und € 34,30 76 Saalplan & Preise

1. RANGLOGEN

* Ermäßigung für Schülerinnen und Schüler, Studierende, Lehrlinge, Präsenz- und Zivildienende bis zum vollendeten 27. Lebensjahr (Ausweispflicht!).

PARTERRELOGEN


DIE SPIELSTÄTTEN IM SCHAUSPIELHAUS SCHAUSPIEL ZWEI

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Schauspielhaus Graz Hofgasse 11, A – 8010 Graz HAUS EINS: Eingang über die Hofgasse II HAUS ZWEI: Eingang über den Hof (Hofgasse) III HAUS DREI: Eingang über die Hofgasse Ins HAUS DREI gelangen Sie über die Café-Bar elenors oder den Lift im Foyer. (Bitte benützen Sie die Abendkasse im Foyer.)

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Parkgarage Pfauengarten am Karmeliterplatz

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BARRIEREFREI

SO HALTEN WIR SIE AUF DEM LAUFENDEN

Ein Lift im Foyer bringt Rollstuhlfahrerinnen und -fahrer ins Parterre, wo zwei Rollstuhlplätze zur Verfügung stehen. Die Begleitperson erhält eine Eintrittskarte zum halben Preis. HAUS DREI ist ebenfalls über einen Lift erreichbar. Für Hörgeschädigte gibt es eine Induktions­ schleife im gesamten Parterre von HAUS EINS.

Online www.schauspielhaus-graz.com

GÜNSTIG PARKEN In der Parkgarage Pfauengarten am Karmeliterplatz parken Sie sehr günstig. Gegen Vorlage der Theaterkarte erhalten Sie in den Foyers ein vergünstigtes Ausfahrtsticket beim Publikumsdienst (ausgenommen sind Sonderveranstaltungen und Gastspiele sowie Sonntagnachmittags-Vorstellungen). Gültig: Einfahrt nach 18 Uhr, Ausfahrt vor 24 Uhr.

SICHER NACH HAUSE KOMMEN Mit einem Sammeltaxi werden Besucherinnen und Besucher, die im gleichen Bezirk wohnen, nach der Vorstellung zu einem ermäßigten Preis (€ 5,50 p. P.) nach Hause gebracht. Anmeldung vor der Vorstellung oder in der Pause an den Garderoben im Foyer. (Ausgenommen sind Sonderveranstaltungen und Gastspiele sowie Sonntagnachmittags-Vorstellungen.)

ÖFFENTLICH FAHREN Die Straßenbahnlinien 1, 3, 4, 5, 6 und 7 halten am Hauptplatz. Von dort sind es ca. fünf Geh-Minuten zum Schau­ spielhaus. Die Buslinie 30 hält direkt vor dem Schauspiel­ haus.

Der aktuelle Spielplan, Fotos, Trailer und ab dieser Spielzeit neu: Audioeinführungen. Auf unserer Website können Sie sich über laufende Inszenierungen und Sonderveranstaltungen informieren, online Tickets reservieren oder kaufen. Registrieren Sie sich für den Newsletter der Bühnen Graz und wir versorgen Sie laufend mit aktuellen Informa­ tionen rund um das Schauspielhaus.

Sie finden uns natürlich auch auf Facebook, Twitter, YouTube, Instagram. Besuchen Sie auch den Schauspiel­ haus BLOG!

Leporello Der Monatsspielplan von Schauspielhaus, Oper, Next Liberty und Grazer Spielstätten liegt zur freien Entnahme in unseren Foyers und den Ticketzentren auf. Hier bzw. unter tickets@ticketzentrum.at können Sie ihn auch bestellen bzw. auf der Website www.schauspielhaus-graz.com den Monatsplan des Schauspielhauses downloaden.

Spielstätten, Service  77 


WEITERE SPIELSTÄTTEN

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Bei Anreise mit dem Auto empfehlen wir die Parkgarage Pfauengarten am Karmeliterplatz P . Die Straßen­bahnlinien 4 und 5 bringen Sie direkt zum Schloßbergplatz. Mit einem Lift im Schloßberg A gelangen Sie u. a. zum Uhrturm. Die Schloßberg­bühne Kasematten erreichen Sie von dort in 5 Gehminuten. Den komfortabelsten Weg zu den Kasematten bietet die Schloßbergbahn B (auch mit den Straßenbahn­linien 4 und 5, Haltestelle Schloßbergbahn, zu erreichen).

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SERVICE GASTRONOMIE

DAS PARTNERHOTEL DES SCHAUSPIELHAUSES

Das Team der Café-Bar elenors begrüßt Sie mit einer umfangreichen Auswahl an Getränken und Speisen sowie einer großen Frühstückskarte. Montag bis Samstag 8 – 24 Uhr, Sonn- und Feiertage 9 – 20 Uhr

Als Partnerhotel des Schauspielhauses bietet Ihnen das Parkhotel viele Vorzüge: Das 4-Sterne-Superior Hotel mit seinen 68 Zimmern liegt in der Altstadt von Graz – nahe dem Stadtpark und damit nur wenige Gehminuten vom Schauspielhaus Graz entfernt. Mit seinem exzellenten Restaurant, dem Spa mit Hallenbad und Sauna bietet das Haus die ideale Kombination aus Business und Genuss.

Die Bar im Foyer sowie die Bar im Salon im 1. Rang sind jeweils eine Stunde vor Vorstellungsbeginn und in den Pausen geöffnet. Im Anschluss an die Premieren in HAUS EINS finden öffentliche Premierenfeiern im Salon und im Foyer im 1. Rang sowie in der Café-Bar statt. Das Team des elenors freut sich auf Ihren Besuch! Ihre Reservierung wird gerne unter M +43 (0) 664 392 47 29 entgegengenommen. www.elenors.at Die Kantine des Schauspielhauses steht vor und nach Vorstellungen in HAUS ZWEI allen Besucherinnen und Besuchern offen.

78 Spielstätten, Service

Spezielle Angebote machen Ihren Besuch in Graz zu einem unvergesslichen Erlebnis! Weitere Infos und Buchung unter www.parkhotel-graz.at oder www.schauspielhaus-graz.com


FREUNDESKREIS SCHAUSPIEL GRAZ

ICH MÖCHTE MITGLIED WERDEN.

Der Freundeskreis Schauspielhaus Graz e.V. Der Freundeskreis des Schauspielhaus Graz sieht sich als Plattform engagierter Theaterfreundinnen und -freunde, die zusammen mit Gleichgesinnten den Kontakt und Gedankenaustausch mit dem Ensemble des Schauspielhauses vertiefen wollen. Im Juli 2013 wurde er von einer Gruppe kulturinteressierter Menschen gegründet und kann bereits auf eine Erfolgsgeschichte von knapp 250 Mitgliedern und vielen erfolgreichen gemeinsamen Veranstaltungen zurückblicken.

Alle Vorteile auf einen Blick:

TITEL: NAME: VORNAME:

GGF. FAMILIENMITGLIEDER / PATENMITGLIEDSCHAFT FÜR: STRASSE:

➝ Als Freundeskreismitglied erfahren Sie bereits einen Tag vor der

offiziellen Spielplanpressekonferenz – wenn noch alles streng geheim ist – den neuen Spielplan. ➝ Außerdem erhalten Sie regelmäßig Newsletter mit besonderen

Aktionen und Informationen rund ums Schauspielhaus sowie den monatlichen Leporello frei Haus. ➝ Schon einen Tag vor dem Verkaufsstart können Sie Tickets für die

HAUSNUMMER: PLZ: ORT: TELEFON:

Vorstellungen im Schauspielhaus kaufen oder reservieren. ➝ Außerdem gewähren einzelne Produktionen den Freundeskreis­

mitgliedern exklusive Einblicke in ihre Proben und Mitwirkende stehen für Künstlergespräche zur Verfügung. ➝ Ein reger Austausch ist dem Freundeskreis wichtig! Dazu lädt

der Vorstand in der Vorweihnachtszeit die Mitglieder, das Ensemble und die Theaterleitung zum schon traditionellen Adventbrunch inklusive Rahmenprogramm, das vom Ensemble gestaltet wird.

E-MAIL: IBAN: Sepa-Lastschrift-Mandat – Creditor id: at86 zzz 000000 22 444

ART DER MITGLIEDSCHAFT:

➝ Der Blick über den Tellerrand: Der Freundeskreis organisiert pro

Saison eine Theaterfahrt in ein befreundetes Theater für seine Mitglieder.

Mitglied werden € 40 ➝

ordentliches Mitglied

€ 20 ➝

jedes weitere Familienmitglied

€ 20 ➝

ermäßigte Mitgliedschaft für Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende, Wehrdienstleistende oder Zivildienende bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres

€ 20 ➝

Patenmitgliedschaft

ab € 100 ➝

für natürliche Personen – Fördermitgliedschaft

mind. € 250 ➝ für juristische Personen – Fördermitgliedschaft Die Mitgliedschaft gilt für die Dauer einer Saison und verlängert sich automatisch, sofern sie nicht bis zum 30. Juni gekündigt wird

Kontakt

Hiermit ermächtige ich den Freundeskreis Schauspielhaus Graz e. V. den jährlichen Mitgliedsbeitrag von € mittels Sepa-Lastschrift einzuziehen. Der Auftrag verlängert sich jeweils um eine weitere Saison, sofern die Mitgliedschaft nicht bis zum 30. Juni schriftlich gekündigt wird.

DATUM, UNTERSCHRIFT (KONTOINHABER)

FREUNDESKREIS SCHAUSPIEL GRAZ

Freundeskreis Schauspielhaus Graz e.V. c/o Schauspielhaus Graz, Hofgasse 11, 8010 Graz

Hofgasse 11 8010 Graz Fax +43 316 80083495

Fax +43 316 8008 3495 › info @ freundeskreis-schauspielhausgraz.com www.freundeskreis-schauspielhausgraz.com

Bitte im Schauspielhaus Graz abgeben oder faxen.


MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER SCHAUSPIELERINNEN UND SCHAUSPIELER

AUSSTATTUNG

Kammerschauspieler Prof. Gerhard Balluch**, Henriette Blumenau, Vera Bommer, Mercy Dorcas Otieno*, Veronika Glatzner*, Pascal Goffin, Julia Gräfner, Benedikt Greiner, Fredrik Jan Hofmann, Simon Käser*, Florian Köhler, Nico Link, Mathias Lodd, Sarah Sophia Meyer, Raphael Muff, Matthias Ohner*, Michael Pietsch*, Clemens Maria Riegler, Christiane Roßbach*, Evamaria Salcher, Andri Schenardi*, Tamara Semzov, Johannes Silberschneider*, Franz Solar, Werner Strenger**, Margarethe Tiesel*, Komi Togbonou*, Silvana Veit, Susanne Konstanze Weber, Franz Xaver Zach** & Studierende des Studiengangs Schauspiel der Kunst­ universität Graz* (* Gast) (** Teilzeit-Engagement)

Ausstattungsleiter Frank Holldack Ausstattungsassistenz Carlotta Bonura, Monika Annabel Zimmer

THEATERPÄDAGOGIK / VERMITTLUNG Viola Novak (Leitung), Nina Häusler (Mitarbeit); Birgit Bischof-Gaig, Stefan Egger, Patrick Fleith (Theatercoaches)

REGIEASSISTENZ Elena Bakirova, Claudia Bossard, Cara-Sophia Pirnat; Chiara Kamnik, Kathrin Rosenberger, Alexander Tilling (Gäste)

REGIE

Geschäftsführende Intendantin Iris Laufenberg Prokurist Peter Croce Persönliche Referentin der Intendantin Isabella Cseri Direktionsassistentin Brigitte Gösweiner

Elena Bakirova, Clemens Bechtel, Claudia Bossard, Markus Bothe, András Dömötör, Philipp J. Ehmann, Dominic Friedel, Jan-Christoph Gockel, Nina Gühlstorff, Ed. Hauswirth, Volker Hesse, Helmut Köpping, Markus Kubesch, Sandy Lopičić, Alia Luque, Mario Matthias, Milo Rau, Stephan Rottkamp, Jan Stephan Schmieding, Dominique Schnizer, Mathias Schönsee, Lily Sykes

KÜNSTLERISCHES BETRIEBSBÜRO

BÜHNE & KOSTÜME

DIREKTION

Künstlerischer Betriebsdirektor & Chefdisponent Georg Kandolf Leitung KBB & Statisterie Markus Lang Assistenz Julia Aichholzer

DRAMATURGIE Elisabeth Geyer, Karla Mäder (Leitende Dramaturgin), Jan Stephan Schmieding, Jennifer Weiss (Assistenz)

PRESSE & ÖFFENTLICHKEITSARBEIT, MARKETING

Vibeke Andersen, Heike Barnard, Sophie du Vinage, Kathrin Frosch, Helke Hasse, Frank Holldack, Jessica Karge, Justina Klimczyk, Julia Kurzweg, Marouscha Levy, Anton Lukas, Stephan Mannteuffel, Jelena Nagorni, Julia Plickat, Anne-Sophie Raemy, Stephan F. Rinke, Christoph Rufer, Lena Schmid, Robert Schweer, Christin Treunert

PUPPENBAU Michael Pietsch

MUSIK

Martina Maier (Leitung), Sonja Radkohl (Assistenz) Großkundenbetreuung Nina Häusler Design formdusche Berlin Bühnenfotografie Lupi Spuma Fine Photography OG Video Lukas Dieber, Michael Martinelli

deeLinde, Eleni Karaindrou, Sandy Lopičić, Raphael Meinhart, Niko Meinhold, Olena Mishchii, Bernhard Neumaier, Henning Nierstenhöfer, Sašenko Prolić, David Schwarz, Helmut Stippich, Matthias Trippner, Maike Rosa Vogel, Marcus Weberhofer

TECHNISCHE LEITUNG

CHOREOGRAFIE

Technischer Leiter Christoph Steffen Technische Produktionsassistenz Katharina Trajceski

LICHTDESIGN

Renata Jocic, Isabelle Saunders Viktor Fellegi, Thomas Trummer

80  MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER


SPRECHTRAINING

TONTECHNIK

Stefanie Grätz, Kerstin Werner, Aline Schönemann

Vorstand Martin Arnold, Lukas Lechner (Stellvertretung); Jakob Cladders, Lukas Schaffenrath (Aushilfen)

INSPIZIENZ Roland Fischer, Otto Kolleritsch (Leitender Inspizient)

SOUFFLEUSEN Rosemarie Brenner, Nina Schnepf, Elisabeth Wondrack

ANKLEIDERINNEN UND ANKLEIDER Vorstand Magreth Kahr, Julia Egger (Stellvertretung) Ankleiderinnen und Ankleider Sabina Feuchtner, Ursula Grmek, Manuela Kollmann, Franz Lang, Sabine Zajelsnig; Simona Bradan, Laetitia Gauby, Carina Kern, Elfriede Radimsky, Romana Reiterer (Aushilfen); Marianne Frewein (Schneiderin)

MASKE Chefmaskenbildner Dieter Schäffner, Cindy Geyer (Stellvertretung) Maskenbildnerinnen Franziska Meinunger, Helga Rossmann, Christine Tomasin, N.N.

BÜHNENTECHNIK Bühneninspektor Johann Alter, Gerald Weber (Stellvertretung) Bühnenmeister Gerald Sitzenfrey Bühnenbetrieb Harald Aberl, Walter Bauer, Werner Cernec, Naser Duhovic, Rudolf Ehmann, Patrick Eibinger, Gerald Eibler, Klaus Eibler, Michael Fernbach, Anton Fuchs, Manfred Gimpl, Claudia Gmeiner, Martin Hauer, Philipp Kremeth, Thomas Obran, Anton Ossenagg, Hannes Paslawskyj, Harald Reinisch, Christian Rieger, Christian Stockner, Manfred Stößl, Dieter Weber, Wolfgang Zimmermann, N.N. Veranstaltungstechnik Ruth Konrader Lehrling für Veranstaltungstechnik Felix Wicha

BELEUCHTUNG & VIDEO Leitung Thomas Trummer Stellvertretung Viktor Fellegi Stellwerker Gerald Rotter, Shpend Kabashi Beleuchterin und Beleuchter Tomas Antonak, Michael Hartl (Karenzvertretung), Ingrid Leuthold, Anton Oswald, Stefan Seiler, Michaela Tatra (in Karenz)

REQUISITE & PYROTECHNIK Vorstand Alexandra Strohmeier, Ruth Rieger (Stellvertretung) Requisiteurinnen und Requisiteur Michael Eisner, Birgit Kreimer, Margit Reinprecht

HAUS ZWEI Vorstand Konstantin Karastathis, Martin Battlog

HAUSPERSONAL Hauskoordinator Willi Schiller Hauselektrik Mario Feibel, Josef Fragner Haustechnik Christian Scheibelsteiner Portiere Josef Fließer, Jürgen Krenn, Viktor Piwerka Hausreinigung Kornelia Ehmann, Erika Haas, Maria Lilibeth Matzer, Elfriede Schober, Gertrude Stefancic, Mensura Tupkovic

BETRIEBSFEUERWEHR Kommandant Mario Feibel

BETRIEBSRAT Vorsitzender Walter Bauer Betriebsratsmitglieder Josef Fließer, Otto Kolleritsch, Hannes Paslawskyj, Elisabeth Wondrack

PUBLIKUMSDIENST Leitung Andrea Wedl Kristina Nemeth (Stellvertretung) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Iris Athenstaedt, Isabella Fuchs, Clara Hirzberger, Verena Rossmann, Nikolai Soran, Sarah Strampfer, Alexandra Süß, Valerie-Therese Taus, Felix Wagner

TICKETZENTRUM Leitung Isabel Zinterl Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Susanne Almberger, Susanne Bieler, Hans-Josef Ebner, Luise Koch, Inge Mussnig, Brigitte Scherz, Christa Schinnerl, Birgit Strumbl, N.N.

MITARBEITERINNEN UND MITARBEITER   81 


ICH WILL, WAS NOCH NIEMALS WAR: KEIN ENDE. DER GUTE GOTT VON MANHATTEN Ingeborg Bachmann

82窶オmpressum


IMPRESSUM MEDIENINHABER & HERAUSGEBER

FOTOGRAFIE & BILDBEARBEITUNG

Schauspielhaus Graz GmbH Ein Unternehmen der

Lupi Spuma Fine Photography OG www.lupispuma.com DRUCK

GESCHÄFTSFÜHRENDE INTENDANTIN

Iris Laufenberg REDAKTION & TEXTE

Intendanz, Dramaturgie & Öffentlichkeitsarbeit KONZEPTION & GESTALTUNG

formdusche – Studio für Gestaltung www.formdusche.de

Steiermärkische Landesdruckerei GmbH www.mfg.at Preis- und Programmänderungen, Satz- und Druckfehler vorbehalten. Stand April 2016 Dank an das gesamte Team des Schauspielhauses für die Unterstützung und die Teilnahme am Fotoshooting.

Mer sIOG H M L I G H T S 201 6 © SImonE cEccHETTI / WWW.bIGSHoT.aT, cHrISTIan JunGWIrTH / andrEaS mÜLLEr / SEbaSTIan paTTEr

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INTERNATIONALER WETTBEWERB FÜR REGIE & BÜHNENGESTALTUNG IN GRAZ/STYRIA

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v on G a e t a n o D o niz etti Finale 23. - 25. Juni 2017

RING AWARD-Jury / Vorsitz Nora Schmid Intendantin, Oper Graz Peter de Caluwe Directeur Général, La Monnaie/De Munt, Bruxelles Serge Dorny Directeur Général, Opéra de Lyon Roland Geyer Intendant, Theater an der Wien Peter Konwitschny Regisseur Dietmar Schwarz Intendant, Deutsche Oper Berlin Michael Simon Bühnengestalter und Regisseur Peter Spuhler Generalintendant, Staatstheater Karlsruhe Albrecht Thiemann »Opernwelt« J o s s i W i e l e r I n t e n d a n t , S t a a t s o p e r S t u t t g a r t I N T E N DA N T E N - J u r y / V o r s i t z I r i s L a u f e n b e r g Intendantin, Schauspielhaus Graz Ole Wiggo Bang Intendant, Wermland Opera, Karlstad Aviel Cahn Intendant, Opera Vlaanderen, Antwerpen/Gent Valérie Chevalier Directrice Générale, Opéra Orchestre national Montpellier Per Boye Hansen Intendant, Den Norske Opera & Ballett, Oslo Michael Klügl Intendant, Staatsoper Hannover Hein Mulders Intendant, Aalto-Musiktheater und Philharmonie Essen Benedikt von Peter designierter Intendant, Luzerner Theater Martin Schüler Intendant, Staatstheater Cottbus Peter Theiler Intendant, Staatstheater Nürnberg

Einsendeschluss 8. August 2016

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Spannende Stoffe 2016/17 Tristan und Isolde Richard Wagner Premiere 24. Sep 2016

My Fair Lady Frederick Loewe Wiederaufnahme 25. Sep 2016

La Traviata Giuseppe Verdi Wiederaufnahme 29. Sep 2016

Chess Das Musical Benny Andersson und Björn Ulvaeus Premiere 15. Okt 2016

Roméo et Juliette Charles Gounod Premiere 5. Nov 2016

Der Zauberlehrling Kindermusical Robert Persché Premiere 13. Nov 2016

Peer Gynt Edvard Grieg Premiere 19. Nov 2016

Nussknacker und Mäusetraum

Die Zirkusprinzessin Emmerich Kálmán Premiere 11. Feb 2017

Der Zwerg | Der Gefangene Alexander Zemlinsky | Luigi Dallapiccola Premiere 25. Mär 2017

Die arabische Prinzessin Kinderoper

Juan Crisóstomo de Arriaga Premiere 31. Mär 2017

Kontrapunkt. Die andere Seite von Bach Premiere 7. Apr 2017

Norma Vincenzo Bellini Premiere 6. Mai 2017

West Side Story Leonard Bernstein Wiederaufnahme 31. Mai 2017

Kurzgenuss Vier Kurzopern in Kooperation mit der Kunstuniversität Graz An verschiedenen Orten

Peter Iljitsch Tschaikowski Premiere 3. Dez 2016

La Rondine

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Giacomo Puccini Premiere 12. Jan 2017

Stoffmotiv aus der MAK-Sammlung Textilien und Teppiche


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MEDIENFABRIK GRAZ, Dreihackengasse 20, 8020 Graz T +43 (0)316 / 8095-0, F +43 (0)316 / 8095-55, E office@mfg.at, www.mfg.at


Dekorationsbau · Kostümproduktion · Ticketvertrieb · Eventservice art + event | Theaterservice Graz · Kaiser-Josef-Platz 10 · 8010 Graz · T +43 316 8008-1102

Meister hinter den Kulissen

© Lupi Spuma

Herstellung Kostümbild und Bühnenbild „Merlin oder Das wüste Land“ Schauspielhaus Graz, Saison 2015/16 Bühne: Julia Kurzweg, Kostüme: Sophie du Vinage Regie: Jan-Christoph Gockel

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ZEITUNG ZU, VORHANG AUF! FOTO: © LUPI SPUMA

Als Partner des Schauspielhauses Graz wünscht die Kleine Zeitung gute Unterhaltung.

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Schauspielhaus Graz Spielzeitbuch 16.17  

Das Buch zur neuen Spielzeit 16.17 unter Intendantin Iris Laufenberg finden Sie hier zum Durchblättern

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