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SCHAUSPIEL GRAZ

17.18


2017 › S. 10

FAUST :: MEIN BRUSTKORB : MEIN HELM Werner Schwab › Regie: Claudia Bauer Premiere 29.09.2017 / HAUS EINS

› S. 54

 WEISSES KANINCHEN, ROTES KANINCHEN

› S. 34

 VEREINTE NATIONEN

Nassim Soleimanpour › Szenische Einrichtung: Cara-Sophia Pirnat Premiere 30.09.2017 / HAUS EINS, ZWEI, DREI

Clemens J. Setz › Regie: Mathias Schönsee Österreichische Erstaufführung › Premiere 30.09.2017 / HAUS ZWEI

KINDER DER SONNE

Maxim Gorki › Regie: Pedro Martins Beja › Kooperation mit dem Institut für Schauspiel der Kunstuniversität Graz Premiere 05. 10. 2017 / HAUS ZWEI

› S. 11

 BACCHAE – PRELUDE TO A PURGE

› S. 14

NATHAN DER WEISE

Choreographie: Marlene Monteiro Freitas › In Zusammenarbeit mit steirischer herbst Aufführungen 06. & 07. 10. 2017 / HAUS EINS

Gotthold Ephraim Lessing › Regie: Lily Sykes Premiere 20.  10.  2017 / HAUS EINS › S. 15

HIOB

› S. 55

 AM BODEN

Joseph Roth › Regie: András Dömötör Premiere 17.11.2017 / HAUS EINS

George Brant › Regie: Franz-Xaver Mayr Österreichische Erstaufführung › Premiere im November   2017 / HAUS DREI › S. 38

ANTIGONE GMBH

› S. 18

TARTUFFE

DEZEMBER

NOVEMBER

OKTOBER

04

SEPTEMBER

› S. 35

Oliver Kluck › Regie: Dominic Friedel Uraufführung › Premiere 02.  12.2017 / HAUS ZWEI

Molière › Regie: Markus Bothe Premiere 07.12.2017 / HAUS EINS


2018 › S. 19

 DER ZAUBERBERG

› S. 39

REST OF EUROPE (AT)

Nach Thomas Mann › Regie: Alexander Eisenach Premiere 12.01.2018 / HAUS EINS

Nicoleta Esinencu › Regie: Nina Gühlstorff Uraufführung › Premiere im Jänner 2018 / HAUS ZWEI

BERNARDA ALBAS HAUS Federico García Lorca › Regie: Stephan Rottkamp Premiere 02.02.2018 / HAUS EINS › S. 23

JEDEM     DAS SEINE

› S. 26

BÖHM

› S. 42

BILDER VON UNS

Silke Hassler und Peter Turrini › Regie und Musik: Sandy Lopičić Premiere 02.03.2018 / HAUS EINS

Paulus Hochgatterer › Regie: Nikolaus Habjan Uraufführung › Premiere 22.03.2018 / HAUS EINS

Thomas Melle › Regie: Claudia Bossard Österreichische Erstaufführung › Premiere im März 2018 / HAUS ZWEI

Kai Hensel › Regie: Elena Bakirova Premiere im Frühjahr 2018 / HAUS DREI

LIBERTALIA 2.0 – WAS NACH DER REVOLUTION GESCHAH Nach David Van Reybrouck › Spiel-Entwicklung: Philipp J. Ehmann Premiere im Frühjahr 2018 / EIN STADTPROJEKT › S. 43

 POLIZEI GRAZ. EINE ALL-INCLUSIVE-ERFAHRUNG Pia Hierzegger › Regie: Monika Klengel › Koproduktion mit dem Theater im Bahnhof Uraufführung › Premiere im April 2018 / HAUS ZWEI › S. 27

› S. 46

DAS ALTE TESTAMENT Ein Projekt von Volker Hesse › Regie: Volker Hesse Premiere 12.05.2018 / HAUS EINS

 THE WHO AND THE WHAT

Ayad Akhtar › Regie: Jan Stephan Schmieding Premiere im Mai 2018 / HAUS ZWEI

› S. 47

GLAUBEN(S)-KRIEGE / -BEKENNTNISSE Graz und die Menschenrechte 3 Idee und Realisation: Clemens Bechtel Premiere im Mai 2018 / EIN STADTPROJEKT

JUNI

› S. 59

 WELCHE DROGE PASST ZU MIR?

MAI

MÄRZ

FEBRUAR

JÄNNER

PRE­MIEREN 2017.2018

› S. 58

APRIL

› S. 22

  05 


„NUN SAG, WIE HAST DU’S MIT DER RELIGION?“ Die Gretchenfrage beschäftigt uns gegenwärtig weit mehr, als wir das vielleicht in unserer säkularisierten westlichen Welt gerne hätten. Auf der Suche nach Identität und Vergewisserung von Herkunft wird – zuweilen auch ohne an Gott zu glauben – die Religion bemüht. Gleichzeitig dient sie auch als Abgrenzung vor dem „Fremden“ oder wird diesem „Fremden“, je nach Bedarf, abgesprochen, wenn etwa Religionszugehörigkeit nach außen getragen wird. Kriege im Namen und unter dem Vorwand von Glaube und Religion sind leider nicht ins Mittelalter zu verbannen, so sehr wir uns dieser Illusion nach dem Holocaust und vor 9 / 11 auch hingeben wollten. So traurig, so wahr: Sie sind Realität und Gegenwart, vom angestrebten „Weltfrieden“ sind wir weit entfernt. Angst geht um. Grund genug, das Theater in unserer neuen Spielzeit auf dieses Thema hin zu befragen: Woran glauben wir eigentlich? Wofür brauchen wir Religion und wofür benutzen wir sie? Kann uns der Glaube Sicherheit geben? Oder müssten wir mehr nach Wissen als nach Glauben streben?

Iris Laufenberg

So gilt es auch Gotthold Ephraim Lessings – der bedeutendste Dichter der deutschen Aufklärung – unbedingten Gedanken zur Toleranz zu überprüfen: Können und sollen wir Toleranz üben? Steht heute nicht eher gegenseitige Akzeptanz im Zentrum jeglichen Bemühens? Wie ist Nathans berühmte Ringparabel in Lessings Klassiker „Nathan der Weise“ heute zu lesen? Auch die Frage nach der Kunst des Sprechens ist in Lessings Werk eingeschrieben: Wie können wir uns verständigen, wie gegenseitig verstehen? Die Rhetorik unserer Gegenwart – also die Kunst und Technik des öffentlichen Sprechens, seit der Antike wichtigstes Mittel in der Ausübung von Politik und Grundvoraussetzung des Lebens von Demokratie – ist in den vergangenen Monaten verstärkt missbraucht, gar misshandelt worden; die Rhetorik heute wirkt durch (populistische) Politiker *innen und Medien sowie durch unsere digitale Kommunikation wie ein zu Tode gerittener Gaul – und doch brauchen wir sie wie eh und je. Sie ist die Basis menschlichen Verstehens und Miteinanders. Im Sinne Horkheimers /Adornos als Dialektik der Aufklärung sogar Grundvoraussetzung zur Überwindung von Widersprüchen für ein Leben in Frieden. Nicht nur in der Klassik, sondern auch in der Moderne ringen Künstler *innen im Theater um die Formung von Sprache, das gesprochene Wort steht im Vordergrund: Dreh- und Angelpunkt jeglichen Geschehens ist immer noch der sprechende Mensch und seine Rhetorik. Theaterautor * innen, so unterschiedlich die Herangehensweisen an Texte auch sein mögen, hauchen durch Sprache Figuren Leben ein. Die Kunst des Schreibens wird hier zur Kunst des Sprechens – und im Theater mit Publikum zur Kunst des öffentlichen Sprechens.

06  zur spielzeit


„Was hält die Welt im Innersten Zusammen“ und wie kann auf Goethe eine Antwort gefunden, wie eine (neue) Form gegeben werden? Zu Beginn dieser Saison finden Sie zwei ausgezeichnete Experten der gegenwärtigen Sprachkunst, die verschiedener nicht sein könnten und beide aus Graz stammen: Werner Schwab mit einer „Faust“Überschreibung und Clemens J. Setz mit seinem ersten abendfüllenden Theaterstück „Vereinte Nationen“. Beides Künstler mit Einzelgänger-Status – und mit Röntgenblick für das Innere von Gesellschaft. Weitere Versuche, uns den drängenden Fragen unserer Gegenwart zu stellen, sind Schreibaufträge an Autor*innen, deren Texte wir in Graz zur Uraufführung bringen werden: In HAUS ZWEI entstehen Theaterabende, für die der Autor Oliver Kluck und die Autorinnen Nicoleta Esinencu und Pia Hierzegger Geburtshilfe geben. Eine Uraufführung wird auch in HAUS EINS zu sehen sein – von und mit einem außerordentlichen Künstler, der scharfzüngig nachfragt, wenn andere schweigen: Nikolaus Habjan. „Böhm“ heißt sein neuestes Werk, das er gemeinsam mit dem österreichischen Autor Paulus Hochgatterer verwirklicht. Als alte Meister der Sprache sind Joseph Roth und Thomas Mann im Spielplan vertreten, deren Romanfiguren und Schicksale pralles Leben für die Bühne versprechen. Die Regisseure András Dömötör sowie Alexander Eisenach denken und entwickeln erst „Hiob“ und dann den „Zauberberg“ mit unserem Ensemble weiter. Den Abschluss der Saison bildet eine Bibelbearbeitung des „Alten Testaments“, ein monumentales Werk voller Mythen und Urgeschichte, realisiert durch Regiemeister Volker Hesse. Seine Inszenierung von Ayad Akhtars „Geächtet“ hat schon gefordert und berührt. Grund genug, den Diskurs um Religion, Vorurteile und Ideologien fortzusetzen und den pakistanisch-stämmigen US-amerikanischen Autor mit einem weiteren Stück dem Grazer Publikum vorzustellen: „The Who and the What“, ein Stück über eine Familie mit inhaltlicher Brisanz. Was all unsere Stoffe der Spielzeit 2017.2018 neben der Sprachgestaltung und -gewalt eint, ist auch die Frage nach dem Höheren, nach dem Sinn des Lebens, der Frage nach der Schicksal- und / oder Sündhaftigkeit menschlichen Seins. Das Ensemble war aufgefordert, sich gemäß dem Spielzeitthema von Glaube und Transzendenz gestalterisch zu betätigen, übermalte demnach unser Erscheinungsbild weiß und gibt so den neuen Themen und Inhalten Raum. Schreiben Sie sich nun mit uns gemeinsam ein, in unseren Raum, in Ihr Theater, in unsere, Ihre neue Spielzeit!

Iris Laufenberg Geschäftsführende Intendantin

zur spielzeit  07 


JETZT IST ES IN DER WELT UND WIRD NIE WIEDER GEHEN. BILDER VON UNS Thomas Melle


SCHAUSPIEL E I NS


HAUS EINS Premiere Fr, 29. September 2017

FAUST :: MEIN BRUSTKORB : MEIN HELM WERNER SCHWAB

Werner Schwab, der wohl berühmteste Dramatiker der Stadt, wurde 1958 in Graz geboren und wäre, wäre er nicht bereits 1994 dem Alkohol erlegen, am 4. Februar 2018 sechzig Jahre alt geworden. Seine schwierige Kindheit mit der alleinerziehenden, tief ­religiösen Mutter lieferte Stoff für diverse Stücke, die ihn Anfang der 90er Jahre über Nacht berühmt machten. Eigentlich hatte Schwab Bildende Kunst studiert, und so wurde eines seiner Marken­ zeichen die Arbeit an der Sprache wie an einer sozialen Skulptur. Seine Stücke zeigen die Abgründe der österreichi­ schen Seele und werden nach wie vor im gesamten deutsch­ sprachigen Raum gespielt, wenngleich sich das Provokations­potenzial inzwischen verändert hat. Werner Schwab © Literaturverlag Droschl

Am Anfang steht ein altbekanntes Bild: Ein Studierzimmer und darin Faust, der hadert und zweifelt. Doch Faust beklagt nicht – wie bei Goethe – das Versagen allen Wissens, sondern gänzlich allen Sinns. Die Welt ist nicht zu ertragen. Unter Alkohol und wahnhaftem Neuordnen seiner Bücher bleibt alles Kopfgeburt: Der Osterspaziergang ist in eine Diskothek verlegt und doch verlässt Faust nie seine Studierstube, Mephisto wird als „flammendes Ebenbild“ im Spiegel erschaffen, in Auerbachs Keller findet sich eine saufende und musizierende Schattengesellschaft, Margarethe begegnet ihm vor einer Telefonzelle und Valentin entpuppt sich als Rivale um ihre Gunst. Auf der Walpurgisnacht-Party altert Faust rapide, zugleich ist aber auch der junge Faust anwesend. Es kommt zu Sex und Gewalt. Drei Tote sind das Resultat – und ein alter Faust, der „irrsinnig“ lachend das Schlachtfeld seiner Imagination betrachtet. Werner Schwabs sprachgewaltige Faust-Paraphrase wurde erst nach seinem frühen Tod 1994 posthum veröffentlicht und zählt zu den sogenannten Coverdramen. Goethes Text dient ihm dabei genauso als Material, das es zu gestalten gilt, wie Sprache an sich. „Ich behandle Sprache wie ein Bildhauer. Egal ob’s Gold oder Dreck ist, man untersucht den Stoff, mit dem man herumspielt.“ (Schwab) In diesem Sinn greift er Motive aus Goethes Faust heraus, kleidet sie in bestes Schwabisch – seinen einzigarten „Sprachhund“ – und schafft damit, in den Worten der Lustigen Person von Goethes Faust, „in bunten Bildern wenig Klarheit“. Regisseurin Claudia Bauer, die in der Spielzeit 2015.2016 einen expressiv-komödiantischen „Volpone“ von Ben Jonson im Schauspielhaus inszenierte, beschäftigt sich seit längerem sowohl mit dem „Faust“-Stoff als auch mit Werner Schwab. Ihre kräftige Regiehandschrift, mit der sie den Kern der Stoffe herausschält, ist durch Verfremdung und Überzeichnung unter Einsatz vielfältiger Theatermittel gekennzeichnet. Ihre Inszenierung von „89/ 90“ nach dem Roman von Peter Richter, die sie am Schauspiel Leipzig herausbrachte, ist eine der zehn bemerkenswertesten deutschsprachigen Inszenierungen der Saison beim Berliner Theatertreffen 2017.

ERSTE FIXIERTE VORSTELLUNGEN

REGIE Claudia Bauer

Fr, 29.09.17, Di, 03.10.17, Mi, 04.10.17,

BÜHNE Patricia Talacko

Mi, 11.10.17, Fr, 13.10.17, Sa, 14.10.17,

KOSTÜME Dirk Thiele

Do, 02.11.17

MUSIK Peer Baierlein VIDEO OchoReSotto DRAMATURGIE Elisabeth Geyer

12  Haus eins


HAUS EINS Aufführungen Fr, 6. und Sa, 7. Oktober 2017

BACCHAE – PRELUDE TO A PURGE

MARLENE MONTEIRO FREITAS Erstaufführung im deutschsprachigen Raum In Zusammenarbeit mit steirischer herbst In seiner antiken Tragödie „Die Bakchen“ beschwört Euripides die Kräfte von Delirium, Unvernunft, Hysterie und Wahnsinn. Rauschhaft führen sie von Blendung zu Blindheit und von der Blindheit zur Offenbarung. Dabei erzählt er von Grausamkeit ebenso wie vom Wunsch nach Frieden, von exzessiver Wildheit und vom Streben nach einem einfachen Leben. Ein Stoff, wie geschaffen für Tänzerin und Choreografin Marlene Monteiro Freitas. Die Arbeiten der kapverdischen Künstlerin bewegen sich stets zwischen körperlichem Exzess und kühler Abstraktion, sind düster und sinnlich zugleich. In „Bacchae – Prelude to a Purge“ arbeiten sich 13 Performerinnen und Performer am Theater selbst und seiner kathartischen Kraft ab. Unterstützt von tobenden Trompetenklängen schreien sie ihre Besessenheit laut hinaus und tauchen tief in die menschliche Psyche ein: ein Seiltanz der Intensität, ein Stresstest für Glauben und Überzeugungen. Marlene Monteiro Freitas schafft eine Klassikerbearbeitung, der man sich nur schwer entziehen kann. So anstoßend wie abstoßend, überfordert Monteiro Freitas die Sinne und beschreibt eine Gesellschaft, die aufgerieben wird von höheren Mächten, und eine Welt, die in vielerlei Hinsicht aus den Fugen geraten ist.

CHOREOGRAFIE

MIT Andreas Merk, Betty Tchomanga,

Marlene Monteiro Freitas

Cookie, Cláudio Silva, Flora Détraz,

LICHT und BÜHNE Yannick Fouassier

Gonçalo Marques, Guillaume Gardey de

TON Tiago Cerqueira

Soos, Johannes Krieger, Lander Patrick,

HOCKER João Francisco Figueira,

Marlene Monteiro Freitas, Miguel Filipe,

Miguel Figueira

Tomás Moital, Yaw Tembe

KOSTÜMASSISTENZ Cristina Neves PRODUKTION P.OR.K

Koproduktion steirischer herbst, TNDMII, Kunstenfestivaldesarts, Alkantara; NorrlandsOperan, Festival Montpellier Danse 2017, Bonlieu Scène nationale Annecy & La Bâtie-Festival de Genève, im Rahmen von FEDERprogramme Interreg France-­ Suisse 2014 - 2020; Teatro ­Municipal do Porto, Le Cuvier – Centre de Développement Chorégraphique, HAU Hebbel am Ufer, International Summer Festival Kampnagel, Athens and Epidaurus Festival, Münchner Kammerspiele, Kurtheater Baden, SPRING Performing Arts Festival, Zürcher Theater ­Spektakel, Nouveau Théâtre de Montreuil – centre dramatique national, Les Spectacles Vivants / Centre Pompidou Kopräsentation NXTSTP, unter­ stützt durch das Kulturprogramm der Europäischen Union

DISTRIBUTION Key Performance

Haus eins  13 


Gerhard Balluch


Henriette Blumenau


HAUS EINS Premiere Fr, 20. Oktober 2017

NATHAN DER WEISE

GOTTHOLD EPHRAIM LESSING Dramatisches Gedicht in fünf Aufzügen

Gotthold Ephraim Lessing, geboren 1729 in Sachsen, gestorben 1781 in Braunschweig, ist der erste und älteste der deutschen Klassiker, dessen Werke ununterbrochen bis heute im Theater gespielt werden. Mit seinen Dramen und seinen theoretischen Schriften, die vor allem dem Toleranz­ gedanken verpflichtet sind, hat Lessing, der auch als Theater­ leiter und Bibliothekar arbeitete, der weiteren Entwicklung des Theaters in der Epoche der Aufklärung einen wesentlichen Weg gewiesen und die öffent­ liche Wirkung von Literatur nachhaltig beeinflusst. Mit dem Stilmittel des Dialogs konnte er einen Gegenstand stets von mehreren Seiten betrachten und auch in den Argumenten seines Gegenübers Spuren der Wahrheit suchen. Der Gedanke der ­Freiheit – für das Theater gegenüber der Dominanz des französischen Vorbildes, für die Religion vom Dogma der Kirche – zieht sich wie ein roter Faden durch sein Leben und Werk.

„Nathan der Weise“, das ist die Ring-Parabel. Diese macht aber nur einen winzigen Teil des Klassikers aus, der ein großes Gedankendrama ist, ein orientalisches Märchen und eine klassische Soap-Opera: Nathan ist ein reicher jüdischer Kaufmann, der von einer Geschäftsreise zurückkehrt und feststellt, dass seine geliebte Tochter beinahe bei einem Feuer ums Leben gekommen wäre, wenn nicht ein christlicher Ritter sie gerettet hätte. Zwischen dem (vermeintlich) jüdischen Mädchen und dem jungen Christen keimt eine problematische Liebe auf, die noch problematischer wird, als sich herausstellt, dass beide Geschwister sind. Damit verschlungen ist ein zweiter Handlungsstrang, der den weisen Nathan an den Hof des nicht minder klugen Sultans führt, der Geldsorgen hat und die Freundschaft und Hilfe Nathans erbittet und erhält. „Nathan der Weise“ spielt in der von allen drei großen monotheistischen Religionen als heilig verehrten Stadt Jerusalem. Das Stück plädiert für eine „von Vorurteilen freie Liebe“, in der Christentum, Judentum und Islam gleichwertig sind, und entwirft die humanistische Vision einer grundsätzlichen Verwandtschaft aller Menschen. 1778 / 79 litt Lessing unter einem Publikationsverbot für Religiöses. Eingebracht hatte dieses dem Pfarrerssohn und studierten Theologen eine Kontroverse zwischen Aufklärung und orthodoxer lutherischer Theologie, ausgetragen mit einem christlichen Fanatiker, dem Hamburger Hauptpastor Goeze. In einer schlaflosen Nacht fand der Dramatiker bei dem Renaissancedichter Giovanni Boccaccio im „Decamerone“ die Vorlage des „Nathan“ und fragte sich, ob man ihn „auf seiner alten Kanzel, dem Theater, wenigstens noch ungestört will predigen lassen“. Im „Nathan“ schafft er vor dem historischen Hintergrund der Kreuzzüge des Mittelalters, als christliche Ritter gewaltsam den Orient zu erobern und zu christianisieren versuchten, ein breit ausgemaltes Panorama, das für Toleranz und Brüderlichkeit plädiert. Als großer Aufklärer vertrat Lessing die Position, dass der Glaube Privatsache sei. Eine Position, die heute wieder infrage steht, wo Religion zunehmend politisch missbraucht wird und unhinterfragte Zuschreibungen Klischees und Vorurteile produzieren. Die junge britische Regisseurin Lily Sykes, die in der Spielzeit 2016 .2017 Shakespeares „Romeo und Julia“ inszenierte, widmet sich in dieser Saison einem nicht minder bekannten, diesmal deutschen Klassiker.

ERSTE FIXIERTE VORSTELLUNGEN

REGIE Lily Sykes

Fr, 20.10.17, Mi, 25.10.17, Sa, 28.10.17,

BÜHNE Jelena Nagorni

Di, 31.10.17, Fr, 03.11.17, Mi, 08.11.17,

KOSTÜME Ines Köhler

Do, 23.11.17

MUSIK David Schwarz, Maren Kessler DRAMATURGIE Jan Stephan Schmieding

16  Haus eins


HAUS EINS Premiere Fr, 17. November 2017

HIOB

JOSEPH ROTH Fassung von Koen Tachelet

Der fromme Jude Mendel Singer fristet mit seiner Frau und den vier Kindern ein bescheidenes Dasein als Lehrer in Zuchnow, einem Schtetl im zaristischen Russland. Der jüngste Sohn, Menuchim, leidet an Epilepsie, doch mangelt es an Geld für eine Behandlung. Zudem ist Mendel wegen seines strengen Glaubens und Zutrauens in Gott überzeugt, dass dieser allein über eine mögliche Heilung entscheiden wird. Die Jahre ziehen ins Land und die Kinder wachsen heran: Jonas, der Älteste, drängt zur Armee und sehnt sich danach, später ein einfaches Leben als Bauer zu führen; Schemarjah, der Zweite, will in die große Welt hinaus und flüchtet vor dem Militärdienst nach Amerika; Mirjam, die Tochter, treibt sich herum und lässt sich – zum Entsetzen ihres Vaters – mit Kosaken ein, und Menuchim spricht nach wie vor nicht mehr als ein einziges Wort. Da kommt die Einladung von Schemarjah, nunmehr als Sam erfolgreicher Kaufmann, ihm in die USA zu folgen. Um Mirjam zu „retten“, trifft Mendel die Entscheidung zu emigrieren, auch wenn das bedeutet, Menuchim zurücklassen zu müssen – die Neue Welt würde ihn nicht einlassen. Doch anstatt dort ein besseres Leben zu führen, findet sich Mendel nicht zurecht, bleibt fremd und fühlt sich seiner selbst entrückt. Als dann noch das Schicksal unaufhörlich zuschlägt und ihm Frau, Sohn und Tochter raubt, wird Mendels bis dahin unerschütterlicher Gottesglaube auf eine harte Probe gestellt … Joseph Roth behandelt in seinem 1930 erschienenen Roman „Hiob“ ein zeitloses Thema: Migration. Er erzählt eine Geschichte von der Flucht aus unleidlichen Lebensbedingungen und der Hoffnung auf bessere Möglichkeiten. Von den Fesseln der Tradition und den Verlockungen neuer Welten. Von Emigration und Assimilation. Und von Glaube und Verzweiflung. Schließlich klingt bereits im Titel die alttestamentarische Geschichte von Hiob, dem von Gott geprüften Dulder, an. Ein solcher, modernerer Hiob ist Mendel Singer: ein einfacher Mann, passiv in seiner Gottergebenheit, der schließlich, vom Schicksal hart geschlagen, Gott durch Frömmigkeitsverweigerung zwingen will, ihn zu erretten – und am Ende ein Wunder erlebt.

Joseph Roth, dessen erster Vorname Moses lautet, wurde 1894 in Ostgalizien an der Grenze zu Russland im dama­ ligen Österreich-Ungarn in eine jüdische Kaufmannsfamilie geboren. Er studierte Germa­ nistik in Wien und schrieb zunächst für Zeitungen in Wien und Berlin. Als Starjournalist bereiste er Osteuropa, Deutsch­ land und Italien. 1933 über­ siedelte er nach Frankreich ins Exil. Der schwere Alkoholiker starb 1939 an einer doppelsei­ tigen Lungenentzündung in Paris. Die Motive des frühen Verlustes des Vaters bzw. des Vaterlandes sind Gegenstand zahlreicher Werke. „Hiob“, der den Untertitel „Roman eines einfachen Mannes“ trägt, erschien 1930 und wurde 2008 von dem belgischen Drama­ turgen Koen Tachelet in eine vielgespielte Theaterfassung für die Bühne adaptiert.

Der ungarische Regisseur András Dömötör, dessen Inszenierung von Ferdinand Schmalz’ „der thermale widerstand“ in der Spielzeit 2016 .2017 in HAUS ZWEI zu sehen war, wird sich diesem Klassiker der österreichischen Literatur mit frischem Blick nähern und damit sein Debüt auf der großen Bühne des Schauspielhauses geben. ERSTE FIXIERTE VORSTELLUNGEN

REGIE András Dömötör

Fr, 17.11.17, Di, 21.11.17, Mi, 22.11.17,

DRAMATURGIE Elisabeth Geyer

Sa, 25.11.17, Mi, 29.11.17, Fr, 01.12.17, Do, 21.12.17, Sa, 03.02.18, So, 04.02.18 Haus eins  17 


Vera Bommer


Pascal Goffin


HAUS EINS Premiere Do, 7. Dezember 2017

TARTUFFE MOLIÈRE

Molière (1622  – 1673) ist einer der großen französischen Drama­ tiker, dessen Verdienst es ist, die Komödie als der Tragödie gleichwertiges Genre etabliert und literarisiert zu haben. Bis dahin galt allein die Tragödie als wertvolle Unterhaltung. Molière schaffte es, psychologisch komplexe Charaktere und lebensnahe Situationen als Kritik an herrschenden Umständen in unterhaltsamer, komödianti­ scher Form zu präsentieren. Er erwarb sich damit als Theaterdirektor und Schauspieler nicht nur höchste Anerkennung durch den französischen König, sondern schuf überdies ein umfangreiches Werk, das die Jahrhunderte überdauert.

Ein hochumstrittener Dauergast sorgt für verhärtete Fronten im Hause Orgon. Das Familienoberhaupt verehrt Monsieur Tartuffe als moralisches Vorbild; diese Ansicht hat er allerdings ziemlich exklusiv. Von seiner den guten alten Zeiten verpflichteten Mutter abgesehen, ist der Rest der Familie Orgons von der Frömmlernatur des Eindringlings zumindest genervt, die Zofe Dorine wittert gar Betrug. Und tatsächlich: Bald offenbart der religiöse Eiferer allzu weltliche Gelüste nach Elmire, der Dame des Hauses. Im Clinch mit seiner Familie und erbost über die Verdächtigungen, beschließt der Vater, in die Offensive zu gehen. Er enterbt seinen Sohn Damis zugunsten Tartuffes und schickt sich an, seine Tochter Mariane mit seinem Gast, Idol und nun auch Erben zu verheiraten. Erst ein arrangiertes Tête-à-Tête zwischen Elmire und dem Prediger öffnet Orgon die Augen – zu diesem Zeitpunkt ist das Hab und Gut der Familie jedoch bereits dem Betrüger überschrieben … Natürlich entblößt Jean-Baptiste Poquelin, alias Molière, wie in allen seinen bösen Komödien, auch in seinem 1664 uraufgeführten und zwischenzeitlich verbotenen „Tartuffe“, schonungslos die Deformationen menschlichen Daseins. Im konkreten Fall nimmt er sich neben der religiösen Frömmelei gleich auch noch die Verblendung der bürgerlichen Gesellschaft vor. In unserer säkularisierten Zeit, in der Konsum und ein pathologisch übersteigerter Individualismus die Religion ersetzen und das Leben jeglicher Spiritualität beraubt haben, erscheint die Suche Orgons nach einem Vorbild und Halt zumindest nicht als vollkommen abwegig. Und da jedes menschliche Verhältnis ohne Vertrauen unmöglich ist, ist auch er gezwungen, dieses Vertrauen zu verschenken und das Risiko auf sich zu nehmen, enttäuscht zu werden. Die emotionalen Schieflagen, die Orgon umgeben, dienen da noch als Brandbeschleuniger. Schon deshalb liest sich „Tartuffe“ wie ein Kommentar auf die Richtungslosigkeit und Überforderungen des modernen Menschen und die Gründe, warum Heilsversprechen, so plump sie auch vorgetragen werden mögen, so leicht verfangen. Von Markus Bothe ist weiterhin das Familienstück „Struwwelpeter“ im Spielplan. Seine Inszenierung „Cyrano de Bergerac“ ist im Juni und Juli 2017 als Freilichttheater auf der Schloßbergbühne Kasematten zu sehen.

ERSTE FIXIERTE VORSTELLUNGENN

REGIE Markus Bothe

Do, 07.12.17, Di, 12.12.17, Mi, 13.12.17,

BÜHNE und KOSTÜME Alexandre Corazzola

Sa, 16.12.17, Mi, 20.12.17, Do, 18.01.18,

DRAMATURGIE Jan Stephan Schmieding

Fr, 19.01.18, Sa, 24.03.18, So, 25.03.18 20  Haus eins


HAUS EINS Premiere Fr, 12. Jänner 2018

DER ZAUBERBERG

NACH THOMAS MANN In einer Bearbeitung von Alexander Eisenach

Ein zentrales Motiv des postfaktischen Zeitalters ist die Krankheit. Beschworen wird eine kranke Gesellschaft, bedroht vom Krebsgeschwür der Überfremdung, geschwächt von einer pathologischen Lügenpresse und gelähmt von einer zahnlosen, anämischen Bürokratie. Und während die Werte der nationalen Identität dahin­siechen, steuert das emanzipatorische Projekt Europa geradewegs in den Untergang. In seinem 1924 geschriebenen Roman „Der Zauberberg“ zeichnet Thomas Mann das Bild eines Europas, das in dicke Decken gehüllt die Katastrophe des Ersten Weltkrieges erwartet. Im Sanatorium Berghof, abgeschieden in den Schweizer Alpen gelegen, scheint sich die Zeit in eine absolute Gegenwart aufzulösen. An jenem wagnerianisch-dionysisch pulsierenden Ort ringen der Humanist Settembrini und der Terrorist Naphta um Einfluss auf den dort gestrandeten, braven, jungen Hamburger Kaufmannssohn Hans Castorp. An diesem Parzival des deutschen Bürgertums soll sich stellvertretend entscheiden, ob sich Europa doch noch einmal am eigenen Schopf aus seinem eschatologischen Sumpf ziehen kann, oder ob es den radikalen Ideologen verfällt. Manns Roman wirkt wie ein Psychogramm des Europas unserer Gegenwart, in dem die gesellschaftliche Solidarität bröckelt und sich das Individuum zunehmend in sich selbst zurückzieht, um mit der Bearbeitung subjektiver Krankheitssymptome auf eine unübersichtliche und unverständliche Weltlage zu reagieren. Die radikale Selbstliebe tritt heute an die Stelle des Gesellschaftsvertrages, der narzisstisch gestörte Autokrat als Staatenlenker kommt wieder in Mode und soziale Probleme werden als individuelles Versagen deklariert. Während die Welt in Flammen steht, beschäftigt man sich mit gesundem Essen, Stressvermeidungsstrategien und Selbstverwirklichung. Und genau wie Hans Castorps Skeptizismus gegenüber dem Hokuspokus der Therapien ausgedachter Leiden schwindet und er langsam im Strudel der Irrationalität versinkt, so ergeben auch wir uns den Annehmlichkeiten einer postfaktischen Weltsicht und wechseln Smoothies trinkend in die nächste Yoga-Position. Der Regisseur Alexander Eisenach, geboren 1984 in Ost-Berlin, brachte in der Spielzeit 2015 .2016 mit den „Frequenzen“ nach dem Roman von Clemens J. Setz eine vielbeachtete Inszenierung auf die Bühne des Schauspielhauses und hat sich in der Zwischenzeit neben seiner Regietätigkeit auch einen Namen als Autor gemacht. Er wird, inspiriert von Thomas Manns Roman, eine eigene Fassung dieses Werks der Weltliteratur erstellen. ERSTE FIXIERTE VORSTELLUNGEN

REGIE Alexander Eisenach

Fr, 12.01.18, Mi, 17.01.18, Sa, 20.01.18,

BÜHNE Daniel Wollenzin

Mi, 24.01.18, Di, 06.02.18, Do, 08.02.18,

KOSTÜME Claudia Irro

Fr, 09.02.18

VIDEO rocafilm

Thomas Mann wurde 1857 in eine angesehene Lübecker Patrizier- und Kaufmanns­ familie geboren. 1901 erschien sein erster Roman, „Die Buddenbrooks“, für den er 1929 den Nobelpreis für Literatur erhielt. Mit dem 1924 veröffent­ lichten „Zauberberg“ entwi­ ckelte er seinen Stil im Gewand des Bildungsromans weiter: mit einem skeptisch-ironischen Erzähler, der Leitmotivtechnik und einer syntaktisch komplexen, anspruchsvollen Sprache. Mann stand der west­ lichen Demokratie zunächst skeptisch gegenüber, wurde zu Beginn der 1920er Jahre aber zu einem überzeugten ­Verteidiger der Weimarer Republik. Während der nationalsozialisti­ schen Herrschaft emigrierte er 1933 in die Schweiz und 1939 in die USA, deren Staatsbürger­ schaft er 1944 annahm. Seit 1952 lebte er wieder in der Schweiz, wo er 1955 verstarb. Nur ein einziges Mal, 1906, wurde ein Theaterstück von Mann auf­geführt; seine lebenslange Beschäftigung mit einem Luther-Stück blieb Fragment.

MUSIK Beni Brachtel DRAMATURGIE Karla Mäder

Haus eins  21 


Julia Gräfner


Benedikt Greiner


HAUS EINS Premiere Fr, 2. Februar 2018

BERNARDA ALBAS HAUS FEDERICO GARCÍA LORCA

Eine Frauentragödie in spanischen Dörfern

Federico García Lorca (1889  – 1936) war der Sohn eines Großgrundbesitzers und einer Lehrerin. Er studierte Philosophie, Literatur und Rechtswissen­ schaften in Granada und Madrid. Der vielseitig begabte Autor war auch als Illustrator und Komponist tätig und verbunden mit zahlreichen Avantgarde-­ Künstler* innen seiner Zeit. Er engagierte sich im Spanischen Bürgerkrieg auf Seiten der Republikaner und gründete mit Freunden den „Bund antifa­ schistischer Intellektueller“. 1936 wurde er von der faschistischen „Guardia civil“ auf einer Reise in seine Heimat Andalusien verhaftet und anschließend erschossen.

Bernarda Albas zweiter Ehemann ist gestorben. Das Ritual besagt, dass die gesamte Familie nun acht Jahre lang trauern muss. Die gesamte Familie: Das sind neben der Mutter fünf erwachsene, unverheiratete Töchter im Alter zwischen 20 und 39  Jahren, die Großmutter der Mädchen und eine langjährige Dienerin. Praktisch über Nacht sehen sich die Bewohnerinnen des Hauses der Witwe Bernarda Alba hinter karge, weiße andalusische Mauern verdrängt, die den Klostermauern eines strengen Frauenordens nicht unähnlich sind. Kontakt mit der (männlichen) Außenwelt des Dorfes ist vor allem den jungen Frauen nur bedingt gestattet, oberstes Ziel der Mutter ist die Einhaltung des unhinterfragten Trauerrituals und die Aufrechterhaltung der Fassade von wohlanständiger Bürgerlichkeit. Verbündete im Kampf gegen den Wunsch nach Freiheit und gegen die Sexualität ihrer Töchter sind ihr die Religion und die Maximen des Ehemannes und Vaters, der in der Erinnerung lebendig gehalten wird. Und obwohl oder gerade weil Männer abwesend sind im Haus der Witwe Bernarda Alba, sind sie doch omnipräsent im Denken und Fühlen sämtlicher Bewohnerinnen, die jeweils eigene Strategien entwickeln, um mit dem Nicht-Vorhandenen umzugehen. „Bernarda Albas Haus“ ist das letzte Werk von García Lorca, geschrieben 1936 in der Zeit des Spanischen Bürgerkrieges. García Lorca zeigt ein faschistoides Frauenregime, das aus Angst vor der eigenen Gefühls- und Gedankenwelt ein Terrorgebilde ganz eigener Art errichtet und damit die nachfolgende Generation junger Frauen domestiziert und deformiert. Ihr Abgott ist der tote, aber immer wieder beschworene Gott-Vater, der sich einmischt in die Leben von jungen Frauen. So wird die Tragödie des ungelebten Lebens forciert, das unter dem Zwang unmenschlicher, sinnloser, von der Zeit längst überholter Konventionen erstickt. García Lorca zeigt, ganz im Sinne Freuds, dass Verdrängtes, das nicht bewältigt wurde, umso machtvoller und monströser an die Oberfläche zurückkehrt, sobald sich Risse im System zeigen. Wie in vielen Dramen ist auch hier die Angst der Auslöser für fatale Entscheidungen, die katastrophale Folgen haben. Regisseur Stephan Rottkamp, der in der Saison 2015.2016 mit einem schlammigen „Sturm“ von Shakespeare begeisterte und in der Spielzeit 2016.2017 einen rasanten „Revisor“ herausbrachte, wird das Werk inszenieren.

24  Haus eins

ERSTE FIXIERTE VORSTELLUNGEN

REGIE Stephan Rottkamp

Fr, 02.02.18, Mi, 07.02.18, Mi, 14.02.18,

BÜHNE und KOSTÜME Robert Schweer

Sa, 17.02.18, Do, 08.03.18, Fr, 09.03.18,

MUSIK Bernhard Neumaier

Di, 27.03.18

DRAMATURGIE Jan Stephan Schmieding


HAUS EINS Premiere Fr, 2. März 2018

JEDEM DAS SEINE

SILKE HASSLER UND PETER TURRINI  Musik von Sandy Lopičić

Eine Gruppe ungarisch-jüdischer Häftlinge, unterwegs zu einem Konzentrationslager, in den letzten Tagen des Zweiten Weltkrieges, eingesperrt in der Scheune auf einem österreichischen Bauernhof. Ein Operettentenor, ein Schneider, ein Geschichtsprofessor mit seiner Gattin, eine junge Frau und andere haben einen langen Elendsmarsch hinter sich. Im Heu der Scheune ruhen sie sich für einen Moment aus, der Operettentenor stimmt ein Lied an: „Wiener Blut …“ Und bald wird aus dem Divertimento ein ehrgeiziges Projekt, überraschenderweise tatkräftig unterstützt von der Bauersfrau und deren Magd, die den Häftlingen Essen, Instrumente, Kostüme und Mitspieler verschaffen. Selbst der Bauer, der zwar ein strammer Nazi ist, aber passabel Akkordeon spielt, und ein Hitlerjunge werden rekrutiert, um das Projekt umzusetzen: die Inszenierung der Operette „Wiener Blut“, aufgeführt auf dem Weg ins Konzentrationslager. „Suum cuique“ – „Jedem das Seine“: Der vom römischen Kaiser Justinian aufgesetzte römische Rechtsgrundsatz war folgendermaßen gemeint: „Ehrbar leben, andere nicht verletzen, jedem das Seine zubilligen.“ Die Botschaft „Jedem das Seine“, die die Nazis in monumentalen Buchstaben an der Außenseite des Lagerortes Buchenwald für dessen Häftlinge anbringen ließen, bedeutete das Gegenteil: „Hier bekommt ihr, was ihr verdient.“ – Elend und Tod. Im Frühjahr 1945 wurden etwa 100.000 ungarische Juden durch Österreich Richtung Mauthausen getrieben. Nur 20.000 überlebten. Ums Leben kamen auch jene, die von ein paar betrunkenen Nazioffizieren, die auf einem Schloss im Burgenland ein „Untergangsfest“ feierten, in einer Scheune verbrannt wurden. Doch auch die österreichische Bauersfrau hat es wirklich gegeben. Sie wurde 1968 in Israel in den Hain der Gerechten aufgenommen. In einem Interview, das sie kurz vor ihrem Tod gab, antwortete sie auf die Frage, warum sie den jüdischen Häftlingen geholfen habe: „Was hätte man denn tun sollen? Was hätte man als Mensch denn anders machen sollen?“ „Jedem das Seine“ erzählt von der vereinigenden Kraft des Theaters in den finstersten Momenten der Geschichte und wie die Musik für einen Moment die Realität aufheben kann – eine Thematik, mit der sich Sandy Lopičić immer wieder auseinandersetzt.

Peter Turrini, geboren 1944 im Lavanttal, ist als einer der meistgespielten österreichischen Gegenwartsautoren bekannt für seine gesellschaftskritischen Volksstücke, die in viele Sprachen übersetzt und weltweit gespielt werden. 2005 wurde Turrini zum korrespondierenden Mitglied der Deutschen Aka­demie für Sprache und Dichtung gewählt und ist Mitglied der Grazer Autorenversammlung. Bis heute gibt es von ihm an die vierzig Theater­ stücke, drei Opernlibretti, fünfundfünfzig Buchausgaben, vierzehn verfilmte Drehbücher, siebzehn Hörspiele und CDs.

Die Dramatikerin Silke Hassler gab den Impuls für dieses Stück, das sie gemeinsam mit Peter Turrini 2007 schrieb. 2010 wurde das Stück unter dem Titel „Vielleicht in einem anderen Leben“ verfilmt. Peter Turrini © Astrid Bartl

ERSTE FIXIERTE VORSTELLUNGEN

REGIE und MUSIK Sandy Lopičić

Fr, 02.03.18, Sa, 10.03.18, Mi, 14.03.18,

BÜHNE und KOSTÜME Vibeke Andersen

Fr, 23.03.18, Do, 29.03.18, Di, 17.04.18,

DRAMATURGIE Karla Mäder

Silke Hassler © Helmut Lackinger

Mi, 18.04.18 Haus eins  25 


Maximiliane HaĂ&#x;


Fredrik Jan Hofmann


HAUS EINS Premiere Do, 22. März 2018

BÖHM

PAULUS HOCHGATTERER VON UND MIT NIKOLAUS HABJAN Uraufführung

Paulus Hochgatterer, geboren 1961 in Amstetten, studierte Psychologie und Medizin an der Universität in Wien, promovierte und leitet heute die Abteilung für Kinder- und Jugendpsychia­ trie und Psychotherapie des Landesklinikums Tulln. Als Autor wurde Hochgatterer mit zahl­ reichen Preisen ausgezeichnet. Manche seiner Werke sind inspiriert von seinen beruflichen Erfahrungen als Psychiater, und deren Protagonisten sind häufig Menschen am Rande unserer Gesellschaft. Paulus Hoch­gatterer ist überdies ein großer Musikliebhaber und -kenner und fasziniert von der Frage, was es im Seelenleben eines Menschen braucht, um ihn schöne Musik hervorbringen zu lassen. Paulus Hochgatterer © Christian Mair

Nestroypreisträger Nikolaus Habjan beschäftigt sich zusammen mit dem Wiener Autor Paulus Hochgatterer, der dem Puppenspieler und dessen Puppen ein Stück auf den Leib schreiben wird, mit einem berühmten Sohn dieser Stadt: Karl Böhm. Geboren wurde dieser 1894 im sogenannten Böhm-Schlössl in der Kernstockgasse  21, begraben liegt er auf dem Steinfeldfriedhof. Zwischen Geburt und Begräbnis in Graz liegen fast 87 Lebensjahre, die von einem tiefen Zwiespalt geprägt sind: Einerseits war Böhm einer der größten Dirigenten des 20. Jahrhunderts, andererseits war er ein Mensch, der sich mit dem Nationalsozialismus gemein machte, um seine Karriere voranzutreiben. Karl Böhms Laufbahn begann 1917 in Graz und führte ihn bald nach München, Darmstadt und Hamburg. Auf Fürsprache Hitlers wurde Böhm 1934 an die Semper­ oper in Dresden berufen, um Nachfolger des Dirigenten Fritz Busch zu werden, den das NS-Regime zum Rücktritt und zur Emigration genötigt hatte. 1943, mitten im Zweiten Weltkrieg, wurde Böhm Direktor der Wiener Staatsoper. Bereits 1935 schrieb er: „Es ist sicher im Sinne der Regierung gelegen, wenn ich als deutscher Dirigent nach Wien gehe, um dort den zahlreichen Anhängern der nationalsozialistischen Idee neue Anregung zu geben, umso mehr als ich gebürtiger Österreicher bin. […] Heil Hitler!“ 1945 entfernten ihn die alliierten Besatzungsbehörden wegen zu großer Nähe zum Nazi-Regime aus dem Amt des Direktors der Wiener Staatsoper und belegten ihn mit einem Auftrittsverbot. Nach Ende der Besatzungszeit bis 1956 wurde er dann ein zweites Mal mit diesem Amt betraut. Dirigenten sind faszinierende Menschen: Musikalisch von höchster Sensibilität gebieten sie als gottähnliche Alleinherrscher über riesige Klangkörper, die – wie im Fall der Wiener Philharmoniker, mit denen Böhm oft zusammenarbeitete – damals noch dazu fast ausschließlich aus Männern bestanden; in Dirigenten muss sich Empfindsamkeit mit Führungsstärke verbinden; sie sind bisweilen tyrannische, selbstherrliche Despoten, deren Seelenregungen oder Fingerzeige eine Hundertschaft in Bewegung zu setzen vermögen. Nikolaus Habjan begeistert als regelmäßiger Gast mit seinen vielfältigen Abenden das Publikum im Schauspielhaus Graz.

28  Haus eins

ERSTE FIXIERTE VORSTELLUNGEN

REGIE Nikolaus Habjan

Do, 22.03.18, Mi, 28.03.18, Sa, 31.03.18,

REGIEMITARBEIT Martina Gredler

Sa, 07.04.18, Do, 12.04.18, Sa, 14.04.18,

BÜHNE Julius Semmelmann

So, 15.04.18, Fr, 20.04.18, Sa, 21.04.18,

KOSTÜME Cedric Mpaka

Mi, 25.04.18, Di, 15.05.18

DRAMATURGIE Elisabeth Geyer


HAUS EINS Premiere Sa, 12. Mai 2018

DAS ALTE TESTAMENT

EIN PROJEKT VON VOLKER HESSE

Die Bibel ist eines der bekanntesten Bücher der Welt und eine der Säulen unserer abendländischen Kultur. Die Ausgaben der „Heiligen Schrift“ erreichen weltweit jährlich eine Auflage von ungefähr 20 Millionen. Übersetzt wurde das Buch der Bücher in rekordverdächtige 2303 Sprachen. Dennoch nimmt das Bibelwissen hierzulande ab, immer weniger Menschen haben die Bibel tatsächlich gelesen oder kennen eine Vielzahl der Figuren und Geschichten. Dabei waren die Texte der Bibel jahrhundertelang eine der wesentlichen Inspirationsquellen für Kunst, Literatur und Musik.

Für dieses Stück wird der Theaterraum umgestaltet, so dass Teile des Publikums dafür die gewohnten Plätze verlassen und auf der Bühne Platz nehmen dürfen. Bitte berücksichtigen Sie auch die frühere Beginnzeit um 19.00 Uhr.

Das Alte Testament, auf das sich in Teilen auch Judentum und Islam beziehen, ist ein geschichtsmächtiges Narrativ und einer der einflussreichsten Texte der abendländischen Kultur. Als Mythos entstand es aus einem jahrhundertelang erst mündlich überlieferten, später schriftlich fixierten tiefen Menschheitswissen heraus und vermag bis heute die Natur des Menschen, seine Hoffnungen, Ängste und Widersprüche und unser immer wieder scheiterndes Zusammenleben zu erklären. Die Geschichten im Alten Testament – von der Schöpfungsgeschichte über die Sintflut, Kain und Abel, den Turmbau zu Babel, Josef in Ägypten bis hin zu Moses, der Gott im brennenden Dornbusch erkannte, die zehn Gebote empfing, und viele mehr – versinnbildlichen anthropologische Konstanten und archetypische Vorgänge: Kreativität und Zerstörungswut, Krieg und Frieden, Glauben und Gehorsam, Freiheit, Recht und Gesetz, Liebe und Ausbeutung. In mächtigen Bildern wird eine grausame, chaotische, undurchschaubare Welt und Natur entworfen – der der Mensch immer wieder Würde und Zivilisation abzutrotzen versucht. Die Leidenschaft des Regisseurs Volker Hesse, der in der Saison 2016.2017 mit „Geächtet“ von Ayad Akhtar einen vielbeachteten Publikumserfolg inszenierte, gilt neben der konzentrierten Arbeit mit Schauspieler *innen immer wieder der Arbeit mit Laien. Um die Jahrtausendwende begann er in der Schweiz, Landschaftstheater und große Freilichtaufführungen zu inszenieren. In der Beschäftigung mit Texten aus dem Alten Testament aus dem „Buch der Bücher“ sieht er die Möglichkeit, zusammen mit professionellen Darsteller*innen und Laien dem oft oberflächlichen Reizdruck unserer Gegenwart einen langen Atem, eine anthropologische Dimension und archaische Kraft entgegensetzen zu können.

ERSTE FIXIERTE VORSTELLUNGEN

REGIE Volker Hesse

Sa, 12.05.18, Di, 22.05.18, Mi, 23.05.18,

BÜHNE und KOSTÜME Stephan Mannteuffel

Do, 24.05.18, Fr, 25.05.18, Sa, 26.05.18,

MUSIK Bojan Vuletić

Di, 29.05.18, Mi, 30.05.18, Fr, 01.06.18,

DRAMATURGIE Karla Mäder

Sa, 02.06.18, Di, 12.06.18 Haus eins  29 


Florian Kรถhler


Nico Link


GOTT WINKT UNS MIT DEM FINGER. HIOB Joseph Roth


SCHAUSPIEL ZWE I


HAUS ZWEI Premiere Sa, 30. September 2017

VEREINTE NATIONEN CLEMENS J. SETZ

Österreichische Erstaufführung

Clemens J. Setz, 1982 in Graz geboren und aufgewachsen, studierte Mathematik und Germanistik an der KarlFranzens-­Universität, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Beide Fächer schlagen sich in seiner Arbeit nieder: Er ist fasziniert von digitalen Möglichkeiten und Sprache, besonders künstliche Sprachen sind seine große Leidenschaft. Er hat Romane veröffentlicht, die in zahlreiche Sprachen übersetzt wurden sowie journa­ listische Texte, Gedichte und Übersetzungen aus dem Engli­ schen und Esperanto. Seine Werke wurden für den Deutschen Buchpreis nominiert und mit mehreren wichtigen Preisen ausgezeichnet, darunter der Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2015. Sein jüngster Roman „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ erschien im Herbst 2015 und festigte seinen Status als eines der größten Talente der zeitgenössischen deutschen Literatur. Im März 2017 wurde Clemens J. Setz der Literatur­ preis des Landes Steiermark verliehen. Clemens J. Setz © Paul Schirnhofer

Anton und Karin haben eine wunderbare Tochter. Die kleine Martina, sieben Jahre alt, ist wie jedes Kind in der Lage, authentisch ihre Gefühle zu zeigen. Und im Internet gibt es dafür einen Markt, der sich an auf Video aufgezeichneten Situationen delektiert, in denen das Kind weint, trotzt oder tobt. Die Kunden sind bereit, für eine „NaturalSzene“ – also eine auf natürliche Weise entstandene Konfliktsituation aus dem Familienalltag – 30 Euro auf den Tisch zu legen. Bald jedoch bekommt der denkbar einfach herstellbare Nebenerwerb eine problematische Dynamik: Nicht nur wird die Versöhnung mit dem Kind nach jeder Videoaufzeichnung mühsamer, auch der Vater leidet zunehmend unter den Manipulationen der Tochter. Aber gleichzeitig entwickelt der Markt, in dem Martina zum gefragten Star wird, eine immer gierigere Nachfrage nach passgenauer Befriedigung spezieller Wünsche … Die Fantasie über elterlichen Missbrauch, die zu den renommierten Mülheimer Theatertagen 2017 eingeladen wurde und damit den Grazer Literaturstar auch in Theaterkreisen an die Spitze beförderte, zitiert die Struktur der Pornoindustrie. Als eine der ersten Branchen entdeckten die Porno-Anbieter das Netz als Einkommensquelle. In den Boom-Jahren setzte die Industrie rund 40 bis 50 Milliarden Dollar im Jahr mit Videos und DVDs um. Davon sind Anton und Karin weit entfernt. Aber wie in der fantastischen Literatur spielt der Autor auch hier mit dem Schauer des Unwahrscheinlichen, aber Möglichen. Seit Beginn der Intendanz von Iris Laufenberg befindet sich das Schauspielhaus Graz in intensivem Austausch mit Clemens J. Setz, der für uns zwei Kurzstücke („Adolf Musger“ und „Leitgeb“) geschrieben hat; darüber hinaus wurde in der Regie von Alexander Eisenach die Bearbeitung seines Romans „Die Frequenzen“ zur Uraufführung gebracht. Thematisch bleibt er in seinem von der Kritik gefeierten Kosmos: Wie kaum ein Autor der Gegenwart kennt sich Setz in den Untiefen des Internets aus und ist in der Lage, diese mit geschliffener Alltagssprache und meisterhaften Dialogen an die Oberfläche zu bringen. Regisseur Mathias Schönsee, der in den vergangenen Spielzeiten so unterschiedliche Stücke wie „Der Mondmann“ nach dem Bilderbuch von Tomi Ungerer, „Johnny Breitwieser“ von Thomas Arzt und „Benefiz“ von Ingrid Lausund realisierte, wird dieses psychologisch fein ziselierte Stück inszenieren. REGIE Mathias Schönsee BÜHNE und KOSTÜME Helke Hasse

36 haus zwei

DRAMATURGIE Jennifer Weiss


HAUS ZWEI Premiere Do, 5. Oktober 2017

KINDER DER SONNE MAXIM GORKI

Kooperation mit dem Institut für Schauspiel der Kunstuniversität Graz

Dimitri, Boris und Pawel haben zusammen studiert und sind Freunde geblieben. Der eine wurde Künstler, der zweite Veterinär, der dritte Chemiker. Der Maler Dimitri liebt Jelena, die Frau des Chemikers Pawel und sie wahrscheinlich ihn. Sie sitzt ihm zwar stundenlang Modell, kann sich jedoch von ihrem Mann nicht lösen. Der Tierarzt Boris liebt Pawels Schwester Lisa, die Epileptikerin ist und düstere politische Visionen hat. Zu gerne würde er einmal einem Menschen anstatt eines Tieres helfen, doch Lisa will sich weder von ihm helfen noch von ihm lieben lassen. Boris’ Schwester Melanija wiederum liebt den Chemiker Pawel. Und dieser? Liebt vor allem die Hefestämme in seinen Petrischalen. Pawels Ehrgeiz ist nämlich die Erforschung der Grundlagen des Lebens. In der geordneten Welt unter dem Mikroskop findet er Schönheit, Harmonie, Logik – ein wohltuender Kontrast zu den verwirrenden Emotionen in seinem Haushalt. Mit Blick auf die Segnungen der Chemie glaubt Pawel fest an eine strahlende Zukunft der Menschheit und daran, dass seine Generation als „Kinder der Sonne“ in die Geschichte eingehen wird. Im Gegensatz zu seinen Freunden, die pessimistisch bis fatalistisch auf das Leben blicken. Anders als der weltvergessene Forscher leben sie jedoch nicht jenseits von Zeit und Raum im Labor, sondern in einer konkreten Gegenwart. Und diese ist beherrscht von Unruhen, die sich zur Revolte steigern, als eine Choleraepidemie ausbricht, Verdächtigungen die Runde machen und die soziale Ungleichheit offensichtlich wird. Maxim Gorki fing 1905 das Lebensgefühl einer satten bürgerlichen Schicht ein, die unter ihren persönlichen Problemen dumpf eine sich ankündigende gesellschaftliche Veränderung spürt, aber nicht weiß, in welche Richtung diese zielt. Und während sie sich bemüht, eine bessere Welt zu erdenken, verpasst sie das, was wirklich in der Gesellschaft vor sich geht. Wie in anderen Stücken der russischen Klassik reden die Figuren auch hier ununterbrochen – und meistens aneinander vorbei. Diese permanente, aber oft so dysfunktionale Kommunikation wäre komisch, wenn die Umstände, in denen sie stattfindet, nicht so tragisch wären. Ein Gefühl, das besonders die jüngere Generation, zu der auch die Studierenden des Studiengangs Schauspiel an der Kunst­ universität Graz gehören und mit denen dieser Theaterabend entsteht, nachvollziehen kann.

REGIE Pedro Martins Beja

Maxim Gorki, geboren 1868, wuchs in ärmsten Verhältnissen auf, verwaiste früh, wurde mit körperlicher Gewalt und ohne größere Schulbildung erzogen. Als junger Mann schloss er sich der antizaristischen Bewegung an und genoss ab 1901 beträchtliches Ansehen als Schriftsteller. „Kinder der Sonne“ schrieb er 1905 in einer Festungshaft, die ihm sein Protest gegen das Nieder­ metzeln unbewaffneter Zivilisten am sogenannten Petersburger Blutsonntag eingebracht hatte. Obwohl er sich stets für das Wohl der Unterdrückten einge­ setzt hatte, verband ihn sowohl mit Lenin als auch mit Stalin eine problematische Freund­ schaft. Viele Jahre seines Lebens verbrachte Gorki im Exil. Er starb 1936 in der Nähe von Moskau, sein Tod ist von Legenden umrankt. Seine Heimatstadt Nischni Nowgorod war ihm zu Ehren von 1932 bis 1990 in Gorki umbenannt. Sein Künstlername Gorki bedeutet so viel wie „der Bittere“.

DRAMATURGIE Karla Mäder

BÜHNE und KOSTÜME Elisabeth Weiss

haus zwei  37 


Mathias Lodd


Sarah Sophia Meyer


HAUS ZWEI Premiere Sa, 2. Dezember 2017

ANTIGONE GMBH OLIVER KLUCK Uraufführung

Oliver Kluck, geboren 1980 auf der Insel Rügen, hat sich in den vergangenen Jahren mit seinen schnoddrigen, wütend-zeitkriti­ schen Texten, für die er u.  a. 2011 den Literaturpreis des Kultur­ kreises der Deutschen Wirt­ schaft erhielt, einen Namen in der deutschsprachigen Theater­ szene gemacht. Seine Stücke verbinden ätzenden Witz mit scharfer Beobachtungsgabe, beharren mit großer Leidenschaft auf Subjektivität und entwickeln auf der Bühne eine ganz eigene spielerische Dynamik. In Graz standen immer wieder Stücke von ihm auf dem Programm, zuletzt „Warteraum Zukunft“ in der Regie von Jan Stephan Schmieding sowie „Das Scheiß­­ leben meines Vaters, das Scheißleben meiner Mutter und meine eigene Scheißjugend“ in der Regie von Christina Rast. Oliver Kluck © Anne Krausz

40 haus zwei

Oliver Kluck meldet sich zurück. Nach einer höchst produktiven Phase war es zuletzt recht still geworden um den seit dem Ableben Thomas Bernhards obersten Beschwerdeführer unter den deutschsprachigen Autoren. Dabei schreibt Kluck seit längerem eifrig an einem großen Prosawerk, von dessen Wachstum man sich in seinem „gläsernen Büro“, dem Internet, überzeugen kann: www.oliverkluck.de. Nun hat das Schauspielhaus dem in Berlin lebenden Autor, der sich anlässlich seiner Aufenthalte an der Mur gerne an Fahrten mit Grazer Taxifahrern erinnert, ermuntern können, für Graz ein neues Stück zu schreiben. Zuletzt behauptete der Autor allerdings: „Ich schreibe keine Stücke, sondern Texte. Diese haben den Charakter eines Versuchs.“ Über seine ersten Assoziationen zu dem Stück bzw. Text bzw. Versuch schreibt Kluck im Februar 2017 gen Graz: „Gewaltige Kapitalströme fließen durch den Nordatlantik, die Küste Grönlands entlang. Nach Sichtung diverser Objekte, die meisten waren heruntergekommen, die Makler lieferten wie erwartet ihre Narrationen, absolute Alleinlage, Ruhiglage mit Grünblick, Badesee ganz in der Nähe, zentrale Lage mit voll erschlossener Infrastruktur, nette Nachbarn und so weiter, entscheidet sich Feist gegen den Kauf eines Hauses in der Mark Büdenholz. So lieblich die Landschaft dort sei, so bedrückend sei die Aussicht. Umgeben von anderen Dichtern dichten müssen. Botho Strauß auf dem Bahnhof in Prenzlau. Der Zug nach Berlin ist gerade weg. Kurz vor zehn lässt Speer den Kurs der Costa Concordia ein weiteres Mal ändern. Frei brennen die Laternen. Im Kartenhaus wird über Kurzwelle ein Fußballspiel übertragen.“ Man darf gespannt sein, was und wie in der „Antigone GmbH“ gehandelt werden wird … Dominic Friedel, der in den vergangenen Spielzeiten bereits im Schauspielhaus Graz zu Gast war – seine Inszenierung von „Kasimir und Karoline“ wurde für den Nestroypreis nominiert; in der Saison 2016.2017 brachte er „Du (Norma)“ heraus – hat großes Interesse an zeitgenössischer Dramatik und bereits einige Uraufführungen realisiert. Zusammen mit den Schauspieler*innen entlockt er immer wieder auch sperrig erscheinendem Textmaterial überraschende szenische Einfälle.

REGIE Dominic Friedel

KOSTÜME Karoline Bierner

BÜHNE Frank Holldack

DRAMATURGIE Jennifer Weiss


HAUS ZWEI Premiere im Jänner 2018

REST OF EUROPE (AT) NICOLETA ESINENCU Uraufführung

Wo beginnt und endet Europa? Was wissen wir darüber? Wie wird Geschichte und politische Meinung festgeschrieben? Aber auch: Wie wird Realität erzeugt und mani­ festiert? Und wie tragen wir als Mitteleuropäer*innen tagtäglich dazu bei ? Wahrscheinlich kennen Sie diese Listen, die man in Hotelzimmern auf dem Nachttisch vorfindet: Unter „Europa“ stehen die Vorwahlen von Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien usw. Dabei besteht Europa aus viel mehr als nur diesen großen, „wesentlichen“ Ländern. Was ist mit dem Rest von Europa? Die moldawische Autorin Nicoleta Esinencu wird das aktuelle Europa vermessen und zwei Stücke schreiben. Für das erste Stück begibt sie sich auf eine lange Reise: Sie startet in Moldawien und reist durch verschiedene Länder (u. a. Österreich) zum Mars. Im zweiten Stück kehrt sie wieder auf die Erde zurück. Der Mars steht als Symbol dafür, dass selbst utopische Orte wie ferne Himmelskörper bereits kolonialen Interessen unterworfen und zumindest in der Theorie schon okkupiert sind. Beide Stücke werden mit einem aus moldawischen und österreichischen Mitwirkenden gemischten Ensemble und Team unabhängig voneinander produziert und aufgeführt: eines am Schauspielhaus Graz, das andere am Teatru-spălătorie in der moldawischen Hauptstadt Chişinău. Sie funktionieren jedes für sich und können einzeln gespielt werden, jedoch sollen sie auch als zwei Teile eines Ganzen sowohl in Moldawien als auch in Österreich gemeinsam gezeigt werden. Durch die Mitwirkung von zahlreichen Schüler *innen und Expert *innen des Alltags leistet das Projekt so auch einen Beitrag zu einem kulturellen Austausch jenseits des Theatererlebnisses und bringt Jugendliche und Erwachsene aus Österreich und Moldawien in einen Dialog über Gegenwart und Zukunft von Europa. Nina Gühlstorff, die in den vergangenen Spielzeiten „Zersplittert“ von Alexandra Badea in HAUS ZWEI sowie „Die Neigung des Peter Rosegger“ von Thomas Arzt in HAUS EINS inszenierte, verbindet seit längerem eine Arbeitsfreundschaft mit Nicoleta Esinencu. Sie wird die „Grazer Hälfte“ des Doppelprojektes zur Uraufführung bringen.

REGIE Nina Gühlstorff

Nicoleta Esinencu, geboren 1978 in Chișinău in der damaligen Moldawischen Autonomen Sozialistischen Sowjetrepublik, MASSR, studierte Theater­ wissenschaft und Bühnenbild an der staatlichen Kunstuni­versität in Chișinău und arbeitete als Dramaturgin. Ihr Theaterstück „FUCK YOU, Eu.ro.Pa!“ löste 2005 wegen der europakritischen Inhalte in der Republik Moldau und in Rumänien heftige politische Debatten aus. Als Stipendiatin arbeitete sie in Stuttgart, Paris und Bourges. Esinencu leitet in Chișinău ein Off-Theater, das Teatruspălătorie, für das sie schreibt und inszeniert. In Moldawien dürfen ihre Stücke zwar produ­ ziert, nicht aber gedruckt werden. Ihre Produktion „Dear Moldova, can we kiss just a little bit?“ wurde 2014 beim Festival radikal jung am Münchner Volkstheater uraufgeführt. Nicoleta Esinencu © Florin Tabarta

DRAMATURGIE Elisabeth Geyer

BÜHNE und VIDEO Manuel Braun

haus zwei  41 


Raphael Muff


Clemens Maria Riegler


HAUS ZWEI Premiere im März 2018

BILDER VON UNS THOMAS MELLE

Österreichische Erstaufführung

Thomas Melle, 1975 in Bonn geboren, studierte Verglei­ chende Literaturwissenschaft und Philosophie in Tübingen, Austin (Texas) und Berlin. Er ist Autor vielgespielter Theater­ stücke und übersetzte u. a. William T. Vollmanns Roman „Huren für Gloria“. Sein Debütroman „Sickster“ (2011) war für den Deutschen Buch­ preis nominiert und wurde mit dem Franz-Hessel-Preis aus­­ gezeichnet. 2014 folgte der Roman „3000 Euro“, der auf der Shortlist für den Deutschen Buchpreis stand. 2016 erhielt Thomas Melle für sein Buch „Die Welt im Rücken“, eine Aus­einandersetzung mit seiner manisch-depressiven Erkran­ kung, den Deutschen Buchpreis. Thomas Melle © Karsten Thielker

Es beginnt mit einem Bild. Als Jasko ein anonym verschicktes Foto eines nackten Jungen auf seinem Smartphone erblickt, baut er vor Schreck fast einen Autounfall und kracht beinahe in eine Schulklasse. Der Grund für seine heftige Reaktion: Er selbst ist dieser Junge. Das Bild bringt einen Erinnerungsprozess in Gang, der nicht mehr aufhört. Denn hinter der Geschichte dieses Bildes schlummern totgeschwiegene Geheimnisse, verdrängte Erlebnisse in dem katholischen Internat, ganz besonders Erinnerungen an die pädophilen Obsessionen seines Lehrers Pater Stein. Wer versucht ihn nun, ein Jahrzehnt später, nachdem er sich ein erfolgreiches Berufs- und Familien­ leben aufgebaut hat, mit Hilfe dieses Bildes zu erpressen? Paranoid, aber vorsichtig, sucht er seine drei ehemaligen Schulkollegen Malte, Johannes und Konstantin auf, die ebenfalls „Lieblingskinder“ von Pater Stein waren und deren Leben in ganz unterschiedlichen Bahnen verliefen. Wie in einem Kriminalfall werden die Spuren der einzelnen Lebensgeschichten zurück in die Vergangenheit verfolgt und das Geschehene aus verschiedenen Perspektiven untersucht. Das Stück handelt weniger von Missbrauch an sich, als vom Umgang damit. Am Beispiel von vier Männern, die eine differenzierte Bandbreite von „Opfergeschichten“ aufweisen, zeigt der Autor, wie jemand zum Opfer gemacht wird, sich als Opfer fühlt, wie sich der Opferstatus medial ausschlachten lässt und wie schwierig es ist, darüber zu sprechen. Die vier sind sich nicht einig, ob es richtig oder falsch ist, mit der Vergangenheit abzurechnen, von der nur mehr ein Bild zurückgeblieben ist. Was heißt es, das alles aufzuarbeiten? Und ist es dabei besser, an die Öffentlichkeit zu gehen oder wäre es sinnvoller zu schweigen, um nicht auch noch von den sensationshungrigen Medien zum Objekt gemacht zu werden? In komplizierten Problemlagen ist die Wahrheit nicht einfach zu finden, sondern entfaltet sich nur anhand einer Vielzahl von Perspektiven. Inszeniert wird das Stück von Claudia Bossard, die in der Spielzeit 2015.2016 mit „lupus in fabula“ von Henriette Dushe auf sich aufmerksam machte und damit zu zwei bedeutenden Festivals der Gegenwartsdramatik eingeladen wurde. In der Spielzeit 2016.2017 setzte sie das Hörspiel von Ingeborg Bachmann „Der gute Gott von Manhattan“ in HAUS ZWEI um, das auch in der Saison 2017.2018 weiterhin zu sehen sein wird. REGIE Claudia Bossard BÜHNE und KOSTÜME Frank Holldack

44 haus zwei

DRAMATURGIE Jennifer Weiss


HAUS ZWEI Premiere im April 2018

POLIZEI GRAZ. EINE ALL-INCLUSIVE-ERFAHRUNG PIA HIERZEGGER

Uraufführung Koproduktion mit dem Theater im Bahnhof Drei Paare machen gemeinsam Urlaub am Meer. Es herrscht entspannte Stimmung, man erholt sich von einem anstrengenden Berufsjahr. Doch je mehr die Seelen zu baumeln beginnen, desto energischer klopft der zuhause gelassene Alltagsstress im Urlaubsidyll an. Ein vergangenes, längst verdrängt geglaubtes Ereignis bahnt sich seinen Weg erst ins Bewusstsein und dann in die Gespräche der kleinen Urlaubergruppe: Was war damals eigentlich genau vorgefallen? Wo liegt die Wahrheit in dieser verworrenen Wirklichkeit? Denn die sechs erholungsbedürftigen Urlauber  *innen sind nicht nur Freund *innen, sondern auch Kolleg *innen: bei der Grazer Polizei. Das Theater im Bahnhof kennt die Grazer Polizei von der Wachstube Lend, die immer dann kommt, wenn die Partys in der Elisabethinergasse 27a zu laut werden. Ausgangspunkt für die Überlegungen von Pia Hierzegger, die ihr Stück einem Ensemble aus TiB-Spieler *innen und Kolleg *innen aus dem Schauspielhaus auf den Leib schreiben wird, war der Verdacht, dass die uniformierte Polizei in Bikini und Badehose vermutlich ganz normal aussieht. Und dass sie möglicherweise auch nur wie viele andere all-inclusive nach Tunesien in den Urlaub fliegt. Vielleicht isst die Polizei dort am Abend dann gemeinsam, trinkt ein Glas Wein und erzählt sich von geretteten Katern, Falschparker*innen und anderen Grazer Verbrecher *innen. Und dann trinkt sie ein Glas zu viel und plötzlich erzählt sie etwas, was sie gar nicht erzählen wollte. Sie ist eben auch nicht perfekt, die Polizei. Es passiert immer irgendetwas, wo ein Gesetz verletzt wird. Dann wird die Polizei auf den Plan gerufen, zu der viele in unserer Gesellschaft eine Hassliebe empfinden. Ordnungshüter, Auge des Gesetzes, Freund und Helfer, Kieberer, Bulle, „Inspektor gibt’s kan“ – kaum ein Berufsstand hat so viele Spitznamen. Und kaum einer ist – je nach Perspektive – so sehr der tiefen Verachtung, dem misstrauischen Vorbehalt, dem bedingungslosen Vertrauen oder der messianischen Erwartung der Bürger*innen ausgesetzt, für deren Sicherheit und ordnungsgemäßes Zusammenleben er tagtäglich zu sorgen versucht.

Die Autorin, Schauspielerin und Moderatorin Pia Hierzegger, geboren 1972 in Graz, ist Mitglied des Theaters im Bahnhof. Einem größeren Publikum wurde sie durch Filme wie „Nacktschnecken“ (2004) und „Der Knochenmann“ (2009) bekannt, zuletzt konnte man sie im Kino in „Hotel Rock’n’Roll“ (2016) und „Wilde Maus“ (2017) erleben. Als Autorin war Pia Hierzegger dem Schauspiel­ haus u.   a. durch die Dramati­ sierung des Wolf-Haas-Romans „Das ewige Leben“ und ihr Stück „Die Kaufleute von Graz“ verbunden. In zahlreichen Produktionen des TiB ist sie auf der Bühne zu sehen, so u.  a. auch weiterhin in HAUS ZWEI in „Geidorf’s Eleven“, der letzt­ jährigen Koproduktion von Schauspielhaus und TiB. Pia Hierzegger © Fischer

Zusammen mit dem Schauspielhaus nimmt sich das Theater im Bahnhof heuer mit dem üblichen Sinn für Humor der Polizei an, die es auch nicht immer leicht hat.

REGIE Monika Klengel

MUSIK Imre Lichtenberger-Bozoki

BÜHNE und KOSTÜME

DRAMATURGIE Jennifer Weiss

Johanna Hierzegger

haus zwei  45 


Evamaria Salcher


Andri Schenardi


HAUS ZWEI Premiere im Mai 2018

THE WHO AND THE WHAT AYAD AKHTAR

Deutsch von Barbara Christ

Ayad Akhtar, geboren 1970 in Staten Island, New York, ist ein pakistanisch-amerikanischer Autor und Schauspieler. Er studierte Theater an der Brown University sowie Regie an der Columbia University. Für sein Stück „Geächtet“ („Disgraced“) erhielt er 2013 den Pulitzerpreis für Dramatik und den Tony Award. „Geächtet“ wurde in der Spielzeit 2016.2017 erfolgreich von Volker Hesse in HAUS EINS inszeniert und erwies sich als großer Publikumsmagnet. Ayad Akhtar © Fischerverlage

Wer oder was ist der Prophet Mohammed eigentlich? „The Who and the What“ lautet der Titel des Buches, an welchem die emanzipierte junge Muslimin Zarina schreibt, die sich intensiv mit dem Koran, dem Bild des Propheten und dem Frauenbild im Islam beschäftigt. Ihr Vater Afzal, der sie und ihre jüngere Schwester Mahwisch über alles liebt, hat allerdings wenig Verständnis für ihre Lesart seines Glaubens. Seit dem frühen Tod seiner Ehefrau versucht er, seine Töchter in den USA nach den Idealen seiner Herkunft zu erziehen. Und seiner Tradition zufolge kann die jüngere Mahwisch erst dann ihren Freund heiraten, wenn auch die ältere Zarina unter der Haube ist. Diese beschäftigt sich jedoch lieber mit Gender Studies und so greift der Vater zu einem gut gemeinten, recht kreativen Trick: Heimlich erstellt er ein Profil von Zarina auf einer muslimischen Ehepartnerbörse im Internet. Doch bevor er sie seiner Tochter vorstellt, prüft er Kandidaten persönlich auf Herz und Nieren. Endlich ist einer dabei, der die väterliche Gnade findet: Eli, ein zum Islam konvertierter Amerikaner, ein kluger, sympathischer Kerl. Als Afzal diesen seiner Tochter als geeigneten Schwieger­ sohn vorschlägt, ist sie außer sich. Dennoch lässt sie sich auf ein Treffen mit dem Bräutigam in spe ein und muss feststellen, dass ihr Vater das richtige Gespür hatte. Genau wie sie ist Eli ein kritischer Intellektueller, der Glaube und Religion hinterfragt und sie leidenschaftlich dazu ermutigt, ihr Buch zu Ende zu schreiben. Doch als ihr Vater das Manuskript findet, kommt es zu einem großen Familienkonflikt … Das Stück „The Who and the What“ – das Ayad Akhtar nach „Geächtet“ schrieb – ist ein Konversationsstück über Bruchlinien innerhalb einer muslimischen Familie im heutigen Amerika. Gender Studies sind nicht nur in der muslimischen Welt bedrohlich für die bestehende Gesellschaftsordnung; auch in der westlichen Religion ist Gott männlich besetzt. Doch wer weiß das schon, und wieso gehen wir einfach davon aus, dass es so ist? Die muslimische Protagonistin kämpft dafür, dass sie solche Fragen stellen darf und zeigt ihre weibliche Sichtweise auf den Propheten Mohammed. Jan Stephan Schmieding, der auch als fester Dramaturg am Schauspielhaus arbeitet, führt Regie. In den vergangenen Spielzeiten inszenierte er u. a. „Yellow Line“ von Charlotte Roos und Juli Zeh sowie „Orlando“ nach dem Roman von Virginia Woolf.

REGIE Jan Stephan Schmieding

48 haus zwei

DRAMATURGIE Elisabeth Geyer


EIN STADTPROJEKT Premiere im Mai 2018

GLAUBEN(S)-KRIEGE / -BEKENNTNISSE CLEMENS BECHTEL

GRAZ UND DIE MENSCHENRECHTE TEIL 3 „Jeder Mensch hat Anspruch auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit“, heißt es im Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte und weiter: „sowie die Freiheit, seine Religion oder seine Überzeugung allein oder mit anderen, in der Öffentlichkeit oder privat, durch Lehre, Ausübung, Gottesdienst und Vollziehung von Riten zu bekunden.“ Im Mai 2016 wird eines Nachts vor der bosnischen Moschee in Graz ein Schweinekopf aufgespießt. Außerdem vor dem Eingang literweise Schweineblut verspritzt. Pikanterweise sind Mitarbeiter *innen des österreichischen Geheimdienstes in den Anschlag verwickelt. Gleichzeitig finden in der Stadt Gerichtsprozesse gegen sogenannte Hassprediger statt, genau wie gegen junge Menschen, die bereit sind, für ihre Religion zu töten bzw. ihr eigenes Leben zu opfern. Ist der Glaubenskrieg in Graz angekommen? Und müssen wir angesichts dessen über „Religionsfreiheit“ neu nachdenken? Können wir uns die überhaupt noch leisten? Dulden wir weiterhin Minarette in der Stadt oder Burkas im öffentlichen Leben? Christliche Kreuze in der Schule und Kirchenglocken? Brauchen wir auch muslimische Feiertage? Verdienen die Nichttoleranten unsere Toleranz? Und woran glauben eigentlich WIR: An uns selbst? Den Zufall? Das Schicksal? An das Jahreshoroskop, an die Heilkraft esoterischer Rituale? Oder an die Lehren der katholischen Kirche? Glaubensfreiheit gehört zu den Rechten, die zur Disposition stehen. Was uns vor einigen Jahren noch als unumstößlich galt, muss heute wohl neu diskutiert, verhandelt werden, denn Religion spielt entgegen vieler Erwartungen derzeit in globalen und lokalen Konflikten wieder eine zentrale und gefährliche Rolle. Es reicht nicht, weiter auf unserem Status quo zu beharren und so zu tun, als wäre die Welt dieselbe wie vor 30 Jahren. In seinem dritten Teil fragt das Langzeitprojekt „Jeder … Niemand / Graz und die Menschenrechte“ danach, ob das Recht auf Religionsfreiheit noch seine Gültigkeit hat. Es untersucht, wie dieses Recht in und außerhalb der Stadt verstanden, diskutiert, gelebt und gefährdet wird: Auf der Straße und in den Schulen, in islamischen Glaubensgemeinschaften, in esoterischen Clubs und in katholischen Klöstern, aber eben auch vor Gericht und in den Grauzonen der Stadtgesellschaft.

IDEE und REALISATION Clemens Bechtel

DRAMATURGIE Jennifer Weiss

BÜHNE und KOSTÜME Carlotta Bonura

ein stadtprojekt  49 


Tamara Semzov


Franz Solar


KUNST VON OBEN HERAB FUNKTIONIERT EINFACH NICHT. VEREINTE NATIONEN Clemens J. Setz


SCHAUSPIEL D RE I


HAUS EINS, ZWEI, DREI Premiere Sa, 30. September 2017 im Rahmen des Theaterfestes

WEISSES KANINCHEN, ROTES KANINCHEN NASSIM SOLEIMANPOUR

Aus dem Englischen von Nico Laubisch

Der iranische Autor Nassim Soleimanpour, geboren 1981 in Teheran, ist der international am meisten gespielte Theater­ autor seines Landes. „Weißes Kaninchen, rotes Kaninchen“ ist in mehr als 30 Sprachen übersetzt und wurde und wird weltweit gespielt. Inzwischen hat der Autor weitere Stücke geschrieben, in denen er das Prinzip des „machine theatre“ weiterentwickelt, die also ohne Proben, Bühnenbild und Regisseur auskommen. Nassim Soleimanpour © Nima Soleimanpour

Das Stück, das Sie sehen werden, befindet sich in einem verschlossenen Umschlag, und der Schauspieler oder die Schauspielerin, der oder die es vorlesen wird, weiß bis zum Beginn der Vorstellung nur das Allernotwendigste: „Googeln Sie das Stück nicht. Lernen Sie den Namen des Autors auszusprechen. Bereiten Sie die Imitation eines bestimmten Tieres vor. Wenn Sie angefangen haben, müssen Sie bis zum Ende durchhalten. Egal, was passiert.“ Tatsächlich liest jeden Abend ein anderer Schauspieler oder eine andere Schauspielerin, der oder die nichts über das Stück wissen wird. Und trotz oder wegen dieser kühnen Konstruktion – für darstellendes Personal und anwesendes Publikum – bietet das Stück einen humorvollen Einblick in ein fernes Land – den Iran – und ist gleichzeitig eine poetische Betrachtung über das Wesen von Autorschaft. Denn geschrieben hat es 2012 auf Englisch, „voller Hoffnung und Energie“, der damals 29-jährige iranische Autor Nassim Soleimanpour, der aufgrund eines verweigerten Militärdienstes keinen Pass bekam und deswegen sein Land nicht verlassen konnte. Mit „Weißes Kaninchen, rotes Kaninchen“ reflektierte er seine Situation und schuf ein Manifest des Protestes – mit den Mitteln, die ihm als Autor zur Verfügung stehen. Statt seiner reiste nämlich das Stück, inzwischen um die halbe Welt. Erstmals vorgestellt wurde es bei einem Theaterfestival in Toronto, Kanada. Seitdem wurde es weltweit gespielt und stand jahrelang u. a. in New York auf dem Spielplan, wo sich auch Holly­ woodstars wie Whoopie Goldberg diesem Experiment auslieferten. „Weißes Kaninchen, rotes Kaninchen“ nennt sich ein „Theaterstück“ und ist in Wirklichkeit eine lebendige Sensation, über die keiner sprechen darf, der dabei gewesen ist. Humorvoll, poetisch und politisch ist diese Kombination von Theaterunterhaltung und sozialem Experiment; etwas, was Sie so noch nie erlebt haben. Den Auftakt der Vorstellungsserie macht ein prominenter Gast. Er wird im Rahmen des Theaterfestes am 30. September die Grazer Premiere in HAUS EINS lesen, danach wandert das Stück ins HAUS DREI, wo jede weitere Vorstellung mit einem/ r Schauspieler / in als Überraschungsgast ebenfalls eine Premiere sein wird …

DAS STÜCK WIRD VOM SCHAUSPIELHAUS GRAZ ZUSAMMEN MIT AURORA NOVA PRÄSENTIERT. SZENISCHE EINRICHTUNG Cara-Sophia Pirnat

56  HAUS EINS, ZWEI, DREI


HAUS DREI Premiere im November 2017

AM BODEN

GEORGE BRANT Österreichische Erstaufführung Deutsch von Henning Bochert

Amerikanische Kriegspilotin in Krisengebieten zu sein, bedeutet im Alter von 30 bis 35 zu sein, scharfe Fernsicht zu haben, wenig Körperfett, kein Asthma und viele weitere Anforderungen zu erfüllen. Es heißt vor allem aber knallhart und kompromisslos zu sein, es heißt Krieg führen, Risiken eingehen und Opfer bringen. Der eindringliche Monolog „Am Boden“ schildert das Innere einer Kriegspilotin, die den Nahkampf in der Luft sucht, die süchtig ist nach dem Adrenalin des Höhenrausches, und die letztendlich auf dem harten Boden der Realität landet. Die Protagonistin, die sich stolz als „Pilot“ bezeichnet, wehrt sich gegen das weibliche Stereotyp von Zartheit und Harmoniebedürfnis, denn sie lebt leidenschaftlich für den Ausnahmezustand. Doch ein Abend mit ihrem Kollegen Eric reicht aus, und das geliebte Himmelsblau verwandelt sich plötzlich in das Rosarot auf einem Schwangerschaftsstreifen. Von heute auf morgen ist die stolze Kriegerin Ehefrau und Mutter einer Tochter und plötzlich müssen Opfer zugunsten der Familie gebracht werden. Es heißt also sesshaft werden. Den Kampfjet verlassen zu müssen und an den Schreibtisch verbannt zu werden, ist der berufliche Albtraum eines jeden F-16-Kampfpiloten, aber es kommt noch schlimmer: Ihr Kommandant macht sie zur Drohnenfliegerin für das Einsatzgebiet Afghanistan. Das heißt, fortan sitzt sie vor einem Bildschirm, muss mit einem Joystick potenzielle Terroristen aus der Ferne verfolgen und wenn nötig auf Ansage per Knopfdruck in die Luft jagen. Diese Art der Kriegsführung ist kein fairer Kampf mehr und langsam beginnt sich im Kopf der Pilotin und Mutter alles zu drehen. Vor dem Bildschirm wirkt die Welt verzerrter als aus dem Pilotensessel, sie beginnt zu zweifeln.

George Brant, geboren in Illinois, hat seinen Master of Fine Arts in Literarischem Schreiben an der University of Texas in Austin gemacht und ist Mitglied der Dramatists Guild. „Am Boden“ („Grounded“) erlangte nach der Uraufführung in San Francisco 2012 rasch nationalen und internationalen Erfolg und wurde mit vielen Preisen ausgezeichnet, unter anderem The Smith Prize und dem Scotsman Fringe First Award.

Der poetische Monolog erzählt von den inneren Widersprüchen einer Frau, die zwischen militärischem Ehrgeiz und familiärer Fürsorge steht und von indoktrinierten Werten der Verteidigung der Person, der Nation und der Familie. Vor allem aber thematisiert er politische Grenzüberschreitungen durch virtuelle Überwachung und die Schaffung einer automatisierten Befehls- und Tötungsmaschinerie, die gottgleich Leben vernichtet und damit unsere Psyche und Wahrnehmung verändert.

REGIE Franz-Xaver Mayr

DRAMATURGIE Karla Mäder

haus drei  57 


Werner Strenger


Margarethe Tiesel


HAUS DREI Premiere im Frühjahr 2018

WELCHE DROGE PASST ZU MIR? KAI HENSEL

Kai Hensel, geboren 1965 in Hamburg, arbeitete als Werbe­ texter, Barkeeper, Tellerwäscher und Museumswärter. Mitte der 1990er Jahre unternahm er ausgedehnte Reisen durch Europa, Afrika und Asien, arbeitete als Regisseur und schrieb Drehbücher für Fern­ sehfilme und -serien. Seit 2000 lebt Hensel als freier Schrift­ steller in Berlin. Zwei Theater­ monologe – „Klamms Krieg“ und „Welche Droge passt zu mir?“ – machten ihn zu einem vielge­ spielten deutschsprachigen Autor, dessen Stücke auch im Ausland zu sehen sind. Kai Hensel © Mike Wolff / Verlag Der Tagesspiegel

Was wäre, wenn wir Drogen aller Art nicht verteufeln, sondern sinnvoll in unseren Alltag integrieren würden? Würden sich dann die etwa 120 Toten, die in Österreich jährlich an harten Drogen sterben – eine vergleichsweise harmlose Zahl in Relation zu ca. 500 Toten im Straßenverkehr – weniger dramatisch anfühlen? Hanna hat eine Mission: Als selbstbewusste Drogenkonsumentin will sie uns in Form eines Vortrages die guten Seiten des Drogenkonsums aufzeigen. Denn wie wir alle wissen: Das Leben, das der moderne Mensch führt, ist nicht unanstrengend. Es verlangt nach Auszeiten, nach Ausklinken, nach Abschalten. Nach den kleinen Belohnungen im Alltag, die diesen erst erträglich machen. Doch während der Vortrag viel Wissenswertes zu Wirkung und Erwerb von Drogen verrät, sieht man zunehmend hinter der Fassade der engagierten Vortragenden eine Frau, die einmal eine falsche Entscheidung in ihrem Leben getroffen hat und nun versucht, die Folgen dieser nicht zu korrigieren, sondern mit Hilfe von Drogen zu ertragen. Der Mustergatte entpuppt sich nämlich als biertrinkender Fast-Vergewaltiger; der angeblich musisch begabte, sensible Sohn als schwer gestörtes Kind, die tolle Jugendstilvilla als baufällige Bruchbude, die familiären Finanzen als Desaster. Hanna ist zudem schwanger von ihrem afrikanischen Dealer (und das, obwohl sie predigt, man solle nie Drogen mit Sex bezahlen) und löst sich zusehends in ein von Entzugserscheinungen gepeinigtes Wrack auf. Der Vortrag, den sie so sorgfältig und liebevoll vorbereitet hatte, entgleitet ihr mehr und mehr. Der Autor setzt auf die Kraft des Theaters, Zuschauer*innen mittels einer fiktiven Figur zum Denken zu verführen. Und so ist „Welche Droge passt zu mir?“ ein im wahrsten Sinne des Wortes aufklärerisches Werk: Nicht nur erfährt man tatsächlich sehr viel aus der Welt der Drogen und des Drogenkonsums, man muss auch selbständig mitund weiterdenken. Henriette Blumenau, die in den vergangenen Spielzeiten mit „Bunny“ das bemerkenswerte Solo eines wohlstandsverwahrlosten jungen Mädchens spielte, schlüpft nun in die Rolle von Hanna, einer nicht weniger problematischen jungen Mutter und Hausfrau. Regie führt Elena Bakirova, die in der Spielzeit 2016.2017 „Einfach kompliziert“ von Thomas Bernhard mit Gerhard Balluch inszenierte, das weiterhin am Spielplan sein wird. REGIE Elena Bakirova DRAMATURGIE Jan Stephan Schmieding

60 haus drei

MIT Henriette Blumenau


EIN STADTPROJEKT Premiere im Frühjahr 2018

LIBERTALIA 2.0 – WAS NACH DER REVOLUTION GESCHAH

EIN DEMOKRATIE-SPIEL VON PHILIPP J. EHMANN Nach „Gegen Wahlen. Warum wählen undemokratisch ist“ von David Van Reybrouck Nach der Revolution wird alles besser. Nach der Revolution sind wir frei! Nach der Revolution bauen wir uns ein neues Leben. Nach der Revolution ist vor der Demokratie. Aber welche Gesellschaft wollen wir aufbauen? Was nehmen wir aus der alten mit und welche Altlasten beseitigen wir? Wir haben die Chance, noch einmal ganz neu anzufangen, eine Nation, von Grund auf neu, demokratisch und frei aufzubauen! In der Saison 2016.2017 entwickelte Philipp J. Ehmann ein „Gesellschaftsspiel“ unter dem Titel „Press Staat for Revolution“. Dabei ging es darum, die Mechanismen des fiktiven, autoritären Staates Libertalia zu durchschauen und seine eigene Rolle für einen möglichen Umsturz darin zu ergründen. Nun entwickelt der Experte für „immersive theatre“ das Staatswesen Libertalia weiter. Gemeinsam mit anderen Menschen aus dem Publikum wird eine Demokratie ge- und begründet, denn das Machtvakuum nach dem Sturz des Präsidenten muss schließlich gefüllt werden. Aber wie und womit am besten? Die Mitspieler *innen werden gemeinsam um die Zukunft Libertalias ringen und dennoch geheime Agenden verfolgen, um ihre eigenen Interessen durchzusetzen. Nicht zu vergessen, dass die Pläne der neuen Regierung auch dem Volk verkauft werden müssen und der Staat um Himmels Willen nicht bankrottgehen darf! Inspiriert ist dieses Spiel, das mit einer repräsentativen Anzahl von Bürger *innen stattfinden soll, von einem 2016 erschienenen Buch des belgischen Autors David Van Reybrouck. In „Gegen Wahlen: Warum Abstimmen nicht demokratisch ist“ erklärt der Historiker den gegenwärtigen Hass auf die politischen „Eliten“ mit einer Re-Aristokratisierung der Demokratie am Ende des 18. Jahrhunderts. Nach der digitalen Revolution, die u. a. auch eine massive Teilhabe des Volkes an der Meinungsbildung bewirkt hat, müsse unsere aus dem Geist der Amerikanischen und Französischen Revolution entstandene Demokratie nun dringend reformiert werden. Van Reybrouck plädiert für die Entwicklung moderner demokratischer Prinzipien unter Einbeziehung des antiken Mittels des Losverfahrens. Wissenschaftler *innen und Politaktivist *innen erforschen diese Möglichkeiten bereits, und auch wir machen das Theater mit spielerischen Mitteln zum Demokratie-Labor.

David Van Reybrouck, geboren 1971 in Brügge, ist ein flämisch sprechender belgischer Autor, Historiker und Archäologe. Van Reybroucks erstes Buch war 2002 „Die Pest“. Es spielt in Südafrika nach dem Ende der Apartheid und wurde in den Niederlanden und in Belgien mit mehreren Preisen ausge­ zeichnet. 2007 war er Mitautor an einem Bericht über sein Heimatland, welchem 2008 ein provozierendes Buch mit dem Titel „Plädoyer für den Populismus“ folgte. Sein bekanntestes Buch ist aus dem Jahre 2010 „Kongo. Eine Geschichte“, das 2012 in deut­ scher Sprache erschien. Es schildert die Geschichte des Kongo von der Kolonialzeit bis in die jüngste Vergangenheit. Heute organisiert Van Reybrouck in der Demo­kratischen Republik Kongo Workshops für kongo­ lesische Literaten sowohl in Kinshasa als auch im Osten des Landes, in Goma. 2011 wurde Van ­Reybrouck zum Vorsitzenden des PEN Flandern gewählt. David Van Reybrouck © Lenny Oosterwijk

SPIEL-ENTWICKLUNG Philipp J. Ehmann

DRAMATURGIE Elisabeth Geyer, Jennifer Weiss

EIN STADTPROJEKT  61 


Susanne Konstanze Weber 62 ENSEMBLE Vorname Nachname, Vorname 2.Vorname Nachnahme,Vorname Nachname,


Franz Xaver Zach Vorname Nachname, Vorname 2.Vorname Nachnahme,Vorname Nachname, ENSEMBLE  63 


GEPLANTE WIEDERAUFNAHMEN HAUS EINS DIE WUNDERÜBUNG EINE KOMÖDIE VON DANIEL GLATTAUER

DER STRUWWELPETER JUNK OPERA VON CROUCH, MCDERMOTT UND JACQUES

Bereits die dritte Saison Der Haussegen hängt schon seit längerem schief bei Joana und Valentin Dorek. Der buchstäblich letzte Ausweg führt die beiden in Polemik bestens geübten Eheleute in die Partnertherapie zu Magister Harald. Der wiederum hat mit den beiden seine liebe Mühe. „Die Wunderübung“ – ein großer komödiantischer Wurf des Erfolgsautors und ausgebildeten Sozialberaters Daniel Glattauer.

Mal böse provozierend, mal melancholisch und sehnsüchtig verführt diese grell-verzaubernde „Junk Opera“ in die Abgründe der Seele zwischen Auflehnung und Gehorsam, Traum und Wirklichkeit. Und so wird aus dem berühmten, oft parodierten und ebenso viel gescholtenen Kinderbuch ein hintergründig-vergnüglicher Ausflug in die Fantasie von Kindern – und Erwachsenen.

REGIE Mario Matthias

REGIE Markus Bothe

DER TALISMAN POSSE VON JOHANN NESTROY MIT COUPLETS VON FERDINAND SCHMALZ „So kopflos urteilt die Welt über die Köpf, und wann man sich auch den Kopf aufsetzt, es nutzt nix. Das Vorurteil is eine Mauer, von der sich noch alle Köpfʼ, die gegen sie angʼrennt sind, mit blutige Köpfʼ zurückgezogen haben.“, so lautet im „Talisman“ Titus Feuerfuchsʼ kritisches Urteil über die Welt – eine Welt der Ausgrenzung, in der Schein mehr zählt als Sein und es einer kleinen Revolution gleichkommt, ganz man selbst zu sein. REGIE Dominique Schnizer  

64 geplante wiederaufnahmen


HAUS ZWEI GEIDORF’S ELEVEN — EINE SCHULDENPERFORMANCE KOOPERATION MIT DEM TiB Uraufführung

JUGEND OHNE GOTT NACH ÖDÖN VON HORVÁTH VORSTADTTHEATER GRAZ

Im Großen wie im Kleinen sind Schulden die Basis unserer Wirtschaftslogik, sie sorgen für das Funktionieren der Gesellschaft. „Geidorf’s Eleven“ wagt einen Blick über die hohen Hecken dieses Edelvororts, hinter die bürgerlichen Fassaden der prächtigen Villen und in die Seelen ihrer Bewohner*innen, wo nicht selten tiefe Abgründe klaffen.

Horváths Roman beschreibt den Weg der jungen Generation in den Nationalsozialismus, eine Jugend, schön, stark und rücksichtslos fröhlich. Die Inszenierung rekonstruiert ihn für ein heutiges Publikum und beschäftigt sich mit dem Spannungsfeld aus Zivilcourage und Mitläufertum, Empathie und Gefühllosigkeit.

REGIE Helmut Köpping

REGIE Ed. Hauswirth

MIT Matthias Ohner

HAUS DREI

MOBIL

EINFACH KOMPLIZIERT THOMAS BERNHARD

JUDAS LOT VEKEMANS

Ein Tag im Leben eines alternden Schauspielers: ein einsamer, greiser Mime im Ruhestand räsoniert über Mäuse­gift und Einkaufslisten, Kindheitserinnerungen und Schopenhauer, seine Karriere am Theater und seine verstorbene Ehefrau, und ab und zu setzt er sich jene Krone aufs Haupt, die er als Shakespeares Richard III. einst getragen hat und die ihm das Theater zu seinem 70. Geburtstag vermachte. Doch auch das ist mittlerweile schon mehr als zehn Jahre her …

In Lot Vekemansʼ eindringlichem Monolog erhält Judas die Chance, seine Geschichte mit dem Nazarener aus der eigenen Perspektive darzulegen. Wie wäre die einflussund folgenreichste Geschichte des christlichen Abendlandes weitergegangen, wenn er Jesus nicht verraten hätte? Die Vorstellung wird ausschließlich in Kirchen­ gebäuden gespielt, in Zusammenarbeit mit der katholischen und evangelischen Kirche Graz und Steiermark.

REGIE Elena Bakirova

REGIE Markus Kubesch

MIT Gerhard Balluch

MIT Fredrik Jan Hofmann geplante wiederaufnahmen  65 


DIE ZUKUNFT, ICH SPÃœRE ES, WIRD HERRLICH SEIN.

KINDER DER SONNE Maxim Gorki


EXTRAS


GASTSPIELE Das Schauspielhaus Graz ist Gastgeber für viele Künstler*innen, die das Programm des Schauspielhauses bereichern.

JOACHIM MEYERHOFF Der Burgschauspieler liest weitere Folgen aus „Ach, diese Lücke, diese entsetzliche Lücke“ und aus seinem im November neu erscheinenden Buch. MICHAEL KÖHLMEIER Michael Köhlmeier unterhält am Nationalfeiertag mit dem Nacherzählen großer Geschichten: Dieses Jahr geht es um „Heilige – Die Vielgötterei der Christenheit“. Auch widmet er sich zusammen mit Hans Theessink den „Westernhelden“ und unternimmt „Eine literarischmusikalische Reise in den Wilden Westen“ (Di, 06.03.2018). MARIA BILL Kammerschauspielerin Maria Bill wird mit einem Liederabend mit Chansons von Edith Piaf zu Gast sein. NIKOLAUS HABJAN Der Nestroypreisträger wird sein Erfolgsstück „F. Zawrel – Erbbiologisch und sozial minderwertig“ aufführen, das er inzwischen insgesamt mehr als 200 mal gespielt hat. „Ich pfeife auf die Oper“, heißt sein Programm, in dem er als Kunstpfeifer auftritt und das zu Silvester gezeigt werden wird. Zusammen mit der Musicbanda Franui gestaltet Nikolaus Habjan einen Liederabend mit Puppen unter dem Motto: „Doch bin ich nirgend, ach! zu Haus“ mit Liedern von Schubert und Mahler. WILLI RESETARITS Im Konzert zu erleben sein wird Willi Resetarits & Stubnblues (Di, 24.10.2017).

SCHIFFKOWITZ & SCHIRMER Der bekannte STS-Musiker Schiffkowitz und Pianist Markus Schirmer werden ebenso im Schauspielhaus zu Gast sein. ADELE NEUHAUSER & EDI NULZ „Die Letzten ihrer Art“ von Douglas Adams kommen wieder, aufgeführt vom Graz Jazz Composers Orchestra featuring Adele Neuhauser & Edi Nulz. SOSAMMA-CHOR Der multikulturelle Frauenchor SoSamma ist inzwischen ein regelmäßiger Gast im Schauspielhaus und wird auch diese Saison wieder kurz vor Weihnachten (Fr, 22.12.2017) ein Konzert geben. FAMILIE LÄSSIG Genau wie die Familie Lässig (Manuel Rubey, Clara Luzia, Gerald Votava …), die erneut in Graz ihre Zelte aufschlagen wird (Do, 15.03.2018). AMERICAN DRAMA GROUP Die American Drama Group kommt zu einem Gastspiel mit einem neuen Stück in englischer Sprache (Mi, 25.10.2017). FESTIVALS Im Rahmen des internationalen Jugendtheaterfestivals Spleen werden Vorstellungen im Schauspielhaus gezeigt, und last but not least kommt das renommierte Festival „grazerzählt“ am Ende der Spielzeit erneut ins Schauspielhaus.

Aktuelle Termine finden Sie unter www.schauspielhaus-graz.com, im Leporello sowie im Newsletter der Bühnen Graz.

70 gastspiele


THEATERFEST UND SPIELZEITERÖFFNUNG DIE SPIELZEIT BEGINNT … Ein Eröffnungsreigen mit drei Premieren und dem gesamten Ensemble und den Mitarbeiter*innen des Schauspielhauses, vielen Freund*innen und spannenden Gästen eröffnet die neue Saison! PREMIERE, PREMIERE UND NOCHMALS PREMIERE! Mit den Eröffnungspremieren der Saison in HAUS EINS und HAUS ZWEI und dem rätselhaften Theaterstück „Weißes Kaninchen, rotes Kaninchen“ starten wir in die neue Spielzeit. AUSSERDEM Es erwartet Sie ein Tag der offenen Tür mit einem STÜCKE-Parcours und vielen Überraschungen, einem Konzert von „Der Nino aus Wien“ und natürlich einer BIG PARTY auf der Bühne in HAUS EINS – am 30. September 2017. AUF DIE PLÄTZE, FERTIG, LOS! Die neue Saison kommt mit Riesenschritten auf uns zu – wir freuen uns auf Sie! Informationen und das detaillierte Programm finden Sie ab Anfang September unter www.schauspielhaus-graz.com Freier Eintritt zum Tag der offenen Tür und zur big party, Karten für die Premieren in HAUS EINS und HAUS ZWEI sowie für „Weißes Kaninchen, rotes Kaninchen“ können ab 1. Juni im Ticketzentrum erworben werden.

LEIDENSCHAFT, DAS IST: UM DES LEBENS WILLEN LEBEN. DER ZAUBERBERG Thomas Mann spielzeiteröffnung  71 


EUROPA IM ABO

EUROPEAN THEATRE CONVENTION (ETC) Das Schauspielhaus Graz ist seit der Spielzeit 2015.2016 Mitglied in der ETC. 1988 gegründet, hat sich die ETC zum größten europäischen Theaternetzwerk entwickelt und hat aktuell mehr als 40 Mitgliedstheater in über 20 Ländern. Wichtige Ziele der ETC sind der professionelle Austausch von Theatermacher*innen, die Förderung von künstlerischer Zusammenarbeit jenseits sprachlicher und nationaler Grenzen sowie die Bewusstmachung und Reflexion des intellektuellen Reichtums, der ästhetischen Vielfalt und der Zeitgenossenschaft des Theaters. Als Abonnent*in des Schauspielhaus Graz genießen Sie freien Eintritt in allen ETC-Theatern, beispielsweise im Landestheater Linz, im Slowenischen National­ theater in Nova Gorica oder in Deutschland im Deutschen Theater Berlin, im Schauspielhaus Leipzig, im Schauspielhaus Dresden, im Staatstheater Karlsruhe. Eine vollständige Liste aller aktuellen Mitgliedstheater finden Sie unter www.etc-cte.org. Die Kartenreservierung erfolgt über das Ticketzentrum.

ICH SEHE, ALLES IST EINE SCHRECKLICHE WIEDERHOLUNG. BERNARDA ALBAS HAUS Federico García Lorca

72 European theatre Convention (ETC)


DRAMA   | TIK | E R|  I NNEN FEST|  I VAL  GRAZ

REDE! Wer spricht für wen und warum? Wer darf seine Stimme selbst erheben? Wer wird gehört und wer überhört? Worüber wird wo gesprochen? Was wird verschwiegen? Die Sprache ist eine sensible Gefährtin des Menschen. Sie nimmt gesellschaftliche Veränderungen wahr und auf, verändert sich und die Wirklichkeit, kann zur Waffe werden oder ist anfällig für Missbrauch. Sie kann trösten, ärgern, aufstacheln, analysieren, beschwichtigen, beschwören und noch vieles

mehr. Im Drama werden Gedanken zu Worten – im Theater gilt das gesprochene Wort. Auch die dritte Ausgabe des Festivals – ausgerichtet vom Schauspielhaus und dem drama forum von uniT – ist den gegenwärtigen und zukünftigen Dramatikerinnen und Dramatikern gewidmet. Gemeinsam mit ihnen suchen wir in Aufführungen, Workshops, Präsentationen, Lesungen, Diskussionen, Installationen nach Rede-Möglichkeiten.

6.– 10. 6. 2018 DRAMATIKER|INNENFESTIVAL GRAZ  73 


SCHAUSPIEL AKTIV


ES GEHT UM ALLE DA DRAUSSEN. BILDER VON UNS Thomas Melle

Wer sich vor, nach oder auch mal ohne einen Vorstellungsbesuch weiterführend mit Themen und Stoffen unseres Spielplans beschäftigen möchte, findet unter dem Label SCHAUSPIELHAUS AKTIV eine Fülle von Angeboten. Folgende Zielgruppen haben wir mit den Angeboten von SCHAUSPIELHAUS AKTIV besonders im Blick: › Lehrpersonen mit und ohne Schulklassen › Jugendliche › Junge Erwachsene › Erwachsene SCHAUSPIELHAUS AKTIV bringt Sie, liebes Publikum,

in Kontakt mit Theatermitarbeiter*innen, Ensemblemitgliedern, Expert*innen und anderen Theaterbesucher*innen mit gleichen Interessen. Wir bieten Ihnen einen Einblick in unsere Arbeit, vermitteln Methoden zum besseren Verstehen und führen Sie auf verschiedene Weise an unsere Inszenierungen heran.

In unterschiedlichen Formaten können Sie hier selbst aktiv werden – nicht nur, aber auch mitspielen, mit­denken, mitreden, zuhören und diskutieren – und sich damit über den Theaterbesuch hinaus auf vielfältige Weise anregen und mitreißen lassen. Ob spielerisch und emotional oder eher intellektuell und rational: Wir haben für jede und jeden ein passendes Format. Lehrpersonen aus Graz und der Steiermark bieten wir natürlich nach wie vor unseren umfangreichen Service rund um den Vorstellungsbesuch mit der Klasse und ein sich ständig erweiterndes Fortbildungsprogramm. Sämtliche Angebote und Veranstaltungen von SCHAUSPIELHAUS AKTIV finden Sie unter www.schauspielhaus-graz.com mit weiteren Informationen, ersten Terminen und mehr!

KONTAKT Bei Fragen rufen Sie uns gerne an oder schreiben Sie uns: Dipl.-Päd. Viola Novak (Leitung) Mag. Nina Häusler tel +43 (0) 316 8008 3333 tel +43 (0) 316 8008 1234 mobil +43 (0) 664 81 85 671 mobil +43 (0) 664 88 42 23 15 e-mail viola.novak@schauspielhaus-graz.com e-mail nina.haeusler@schauspielhaus-graz.com

76  schauspielhaus aktiv


FÜR LEHRPERSONEN › Insider › Stammtisch › Diverse Fortbildungen

FÜR SCHULKLASSEN › Inszenierungsvor- und -nachbereitende Workshops › Theaterwerkstatt › Schul-Abo › Materialmappen › Textimpulse › Nachgespräche mit Künstler*innen › Theaterführungen

FÜR JUGENDLICHE / JUNGE ERWACHSENE / ERWACHSENE › Spielsamstage › Spiel- und Schauklubs für unterschiedliche Altersgruppen › Buchklub › Insider › Nachwuchskritik › Schreibworkshops › Spielerische Annäherung an die deutsche Sprache durch Theater › Barrierefrei-Theaterworkshops mit Inklusionsschwerpunkt › Vorträge › Einführungen › Podiumsdiskussionen › Nachgespräche

PREISE UND ANMELDUNGEN INSZENIERUNGSVOR- & -NACHBEREITENDE WORKSHOPS sind an einen Vorstellungsbesuch

Nachbereitungen der Inszenierungen). Anmeldungen von Mai bis Oktober 2017.

gekoppelt und kosten € 2 pro Person.

SPIELKLUB: Theatertraining einmal die Woche

NEU! Schüler*innen im Klassenverband bezahlen

für 2 Stunden von Oktober bis Juni. Genauere Informationen, Preise und Anmeldungen im September 2017.

€ 12 pro Person (Kategorie I-III in HAUS EINS). Ab 21 Personen ist der Eintritt für eine Begleitperson frei, ab 42 für zwei und ab 63 für drei Begleitpersonen. DAS SCHUL-ABO: EINE SPIELZEIT THEATER INTENSIV Sie besuchen mit Ihrer Klasse 3 Produk-

tionen (zwei in HAUS EINS und eine in HAUS ZWEI) und bekommen pro Vorstellungsbesuch jeweils ein kostenloses SCHAUSPIELHAUS AKTIV Zusatzangebot (Workshop, Probenbesuch, Gespräch mit Schauspieler*innen). KOSTEN PRO SCHÜLER*IN: € 33; Begleitperson gratis. THEATERWERKSTATT: € 100 pro Klasse (5 Tage)

SPIELSAMSTAG: € 5 pro Person BACKSTAGE: € 5 pro Person

Weitere Formate sind in Planung, eine aktuelle Übersicht, Informationen und Preise finden Sie unter www.schauspielhaus-graz.com. Das Schauspielhaus Graz dankt dem Bundesministerium für Bildung und Frauen für die Möglichkeit der Zusammenarbeit mit den Berater*innen für theatrale Bildung in Schulen sowie dem Land Steiermark und der Stadt Graz für die freundliche Unterstützung.

SCHAUKLUB: Preis auf Anfrage (inkludiert sind

Vorstellungsbesuche in HAUS EINS und / oder HAUS ZWEI plus Workshops / Diskussionstreffen /

schauspielhaus aktiv  77 


ES MUSS EIN UNTERSCHIED SEIN ZWISCHEN MIR UND MICH, ZWEI SEELEN WOMOGLICH.

FAUST :: MEIN BRUSTKORB : MEIN HELM Werner Schwab


SERVICE


ABONNEMENTS IHRE VORTEILE

PREMIEREN-ABONNEMENT

Mit einem unserer Fixplatzabonnements genießen Sie:

Seien Sie dabei, wenn sich der Vorhang für eine Produktion zum ersten Mal hebt und feiern Sie im Anschluss mit Theaterleuten und Gästen. Zusätzlich zu Ihren 9 Premieren-­ Tickets erhalten Sie einen Gutschein für 2 Freikarten für eine HAUS ZWEI-Vorstellung Ihrer Wahl.

› Ihren Stammplatz am Wochentag Ihrer Wahl. › Bis zu -25 % Ermäßigung; für Jugendliche bis zu -50 %. › Der „sanfte Terminzwang“ lässt Sie vorausplanen und nichts verpassen. › 10 % Rabatt auf bis zu 2 Begleitkarten. › Wenn Sie Ihre Begeisterung teilen und Neuabonnent*innen gewinnen, schreiben wir Ihnen 15 % des Preises des geworbenen Fixplatz-Abonnements gut. › Rund um die Pressekonferenz präsentieren Ihnen die Leitung und das Ensemble im Rahmen der Vorstellung „Abo, fertig, los!“ exklusiv die neue Spielzeit und prämieren die treuesten Abonnent*innen. › Das Spielzeitbuch und der monatliche Leporello werden Ihnen nach Hause geschickt, auf Wunsch auch kostenpflichtig alle Programmhefte (HAUS EINS) zzgl. Porto. › Stückeinführungen vor Abo-Vorstellungen sowie Audioeinführungen auf unserer Website beantworten alle offenen Fragen. › Universalmuseum Joanneum: Ab Juni 2017 können Abonnent*innen des Schauspielhaus Graz die Joanneumskarte (gültig für 12 Monate) um € 15 statt um € 30 erwerben. Weitere Informationen im Ticketzentrum.

PREISE € 54 BIS € 535,50 ERMÄSSIGT* € 54 BIS € 267,75

PREMIEREN-MIX-ABONNEMENT Mit dieser Abo-Variante erleben Sie 4 Premieren im Schauspielhaus und 4 Premieren in der Oper Graz. Zusätzlich zu Ihren Premieren-Tickets erhalten Sie einen Gutschein für 2 Freikarten für eine HAUS ZWEI-Vorstellung Ihrer Wahl. PREISE € 90 BIS € 545 ERMÄSSIGT* € 45 BIS € 272,50

WOCHENTAGS-ABONNEMENT Für alle, die uns eine Saison über begleiten wollen: Sie entscheiden sich für einen Wochentag und Ihren Lieblingsplatz und erleben alle 9 Neuproduktionen in HAUS EINS. Zusätzlich erhalten Sie einen Gutschein für einen Vorstellungsbesuch in HAUS ZWEI um € 5. PREISE € 27 BIS € 305 ERMÄSSIGT* € 27 BIS € 152,50

SONNTAGNACHMITTAG-MIXABONNEMENT Mit dieser Abo-Variante erleben Sie 3 Vorstellungen im Schauspielhaus und 5 in der Oper Graz am Sonntagnachmittag. Zusätzlich erhalten Sie einen Gutschein für einen Vorstellungsbesuch in HAUS ZWEI um € 5. PREISE € 45 BIS € 292 ERMÄSSIGT* € 22,50 BIS € 146

Allgemein Ein Abonnement gilt für die Dauer einer Spielzeit (September bis Juni) und verlängert sich automatisch um eine weitere Spielzeit, wenn es nicht bis zum 31. Mai gekündigt wird. Ab Anfang Juni haben Sie die Möglichkeit, Ihre Abonnementkarten direkt im Ticketzentrum ab­zuholen. Nach dem 15. August 2017 werden diese eingeschrieben zugesandt (zzgl. Portogebühr).

82 Abonnements

Neu-Abonnements Neu-Abonnent*in ist nur, wer in der Spielzeit 2016.2017 kein Abo im Schauspielhaus besessen hat. Bei einem Wechsel der Abo-Variante besteht kein Anspruch auf eine Prämie. Werbungen innerhalb eines Haushaltes sind nicht zulässig.

Termintausch Wenn Sie zu Ihrem Termin verhindert sind, können Sie Ihre Karten entweder weitergeben oder bis zu zwei Tage vor dem geplanten Termin auf einen anderen Tag umbuchen. Legen Sie dazu unbedingt die Abo-Karten (als Original, Scan oder Fax) an der Tageskasse vor. Ihre Abonnement-Termine können Sie bei Bedarf bis zu dreimal innerhalb einer Spielzeit tauschen. Bearbeitungsgebühr pro Termintausch und Abonnement: € 3 (Fixplatz- und Wahlabonnement, ausgenommen Premierenabonnement).

Ein Kartentausch in Gastspiele oder Sonderveranstaltungen ist nicht möglich. Terminänderungen Terminänderungen Ihrer Abo-Vorstellungen können vorkommen. Wir bemühen uns, Sie rechtzeitig zu informieren und bieten Ihnen Ersatztermine an. Alle Angaben und Preise ohne Gewähr.


tel +43 (0) 316 8000 Fax +43 (0) 316 8000 1565 www.schauspielhaus-graz.com Kaiser-Josef-Platz 10, 8010 Graz

PREISE € 70 BIS € 260 ERMÄSSIGT* € 38 BIS € 130

TICKETZENTRUM

Sie bekommen beides: Sechs Inszenierungen im großen HAUS EINS und vier Stücke zeitgenössischer Autor*innen in HAUS ZWEI – und das, wann und wie Sie wollen.***

Diesen Abschnitt bitte abtrennen und an das Ticketzentrum, Kaiser-Josef-Platz 10, 8010 Graz, schicken, faxen oder vor Ort abgeben.

10er-BLOCK HAUS EINS & ZWEI

untersCHriFt

PREISE € 140 BIS € 340 ERMÄSSIGT* € 70 BIS € 170

Ich wurde geworben von

So einfach und günstig kann Theater sein: Der HAUS EINS 10er-Block besteht aus 10 Gutscheinen, die Sie an Ihren Wunschterminen einlösen können – egal, ob Sie zehn Vorstellungen allein oder eine Vorstellung mit neun Freund*innen besuchen.**

Ich hatte in der Spielzeit 2016. 2017 kein Abonnement im Schauspielhaus Graz.

10er-BLOCK HAUS EINS

zugeschickt bekommen.

Ein neuer Name für die bisherigen Scheck-Abo-Varianten und perfekt für Theaterfreude in Serie: Die neuen 10er-Blöcke bieten maximale Flexibilität für Ihren um 20 % ermäßigten Theaterbesuch. Die Gutscheine sind beliebig einlösbar: allein, zu zweit, zu dritt, … und übertragbar.

Ich möchte die HAUS EINS-Programmhefte der Spielzeit 2017.2018 kostenpflichtig

10ER-BLOCK

10er-BLOCK HAUS ZWEI Ganz nah dran am Geschehen, an neuer Dramatik und experimentellen Theaterformen – und das bis zu zehnmal in HAUS ZWEI zum Wunschtermin. ***

e-Mail

teleFOn

Plätze.

Ort plz

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VOrnaMe

* Ermäßigung für Schülerinnen und Schüler, Studierende, Lehrlinge, Präsenz und Zivildienende bis zum 27. Lebensjahr (Ausweispflicht!). ** Ausgenommen sind die Kategorien V und VI sowie Premieren, Gastspiele & Sonderveranstaltungen. *** Ausgenommen sind Premieren, Gastspiele & Sonderveranstaltungen.

Ich bestelle

10er-Block Bei sämtlichen 10er-Block-Varianten erhalten Sie Gutscheine, die Sie zu Ihren gewünschten Terminen einlösen können. Reservierungen sind erwünscht und empfohlen (auch telefonisch unter T +43 (0) 316 8000)! Ihre Karten holen Sie bitte bis spätestens einen Tag vor der Veranstaltung im Ticketzentrum ab. Die Schecks der 10er-Blöcke sind für eine Spielzeit (September 2017 bis Juni 2018) gültig und verfallen danach automatisch. Keine Barablöse möglich!

FÜR DIE SPIELZEIT 2017.2018

PREISE € 58 BIS € 402 ERMÄSSIGT* € 29 BIS € 201

ABO-BESTELLSCHEIN

Was bisher „Vario-Mix“ hieß, ist nun auch ein 10er-block, der Inhalt bleibt derselbe! 5 Vorstellungen in HAUS EINS und 5 Vorstellungen in der Oper Graz zum Wunschtermin. **

titel, naMe

10er-BLOCK OPER und SCHAUSPIELHAUS

Bitte auf der Rückseite Abo in gewünschter Preiskategorie ankreuzen!

PREISE € 72* UND € 140


JEDEM DAS SEINE

BERNARDA ALBAS HAUS

DER ZAUBERBERG

TARTUFFE

HIOB

NATHAN DER WEISE

Do 22.03.18

Fr 02.03.18

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FAUST :: MEIN BRUSTKORB : MEIN HELM Fr 29.09.17

PREMIEREN ABO

Di 12.06.18

Di 15.05.18

Di 17.04.18

Di 27.03.18

Di 06.02.18

Di 12.12.17

Di 21.11.17

Di 31.10.17

Di 03.10.17

DIENSTAG ABO

Mi 23.05.18

Mi 28.03.18

Mi 18.04.18

Mi 14.02.18

Mi 24.01.18

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Mi 22.11.17

Mi 25.10.17

Mi 04.10.17

Mi 30.05.18

Mi 25.04.18

Mi 14.03.18

Mi 07.02.18

Mi 17.01.18

Mi 20.12.17

Mi 29.11.17

Mi 08.11.17

Mi 11.10.17

Do 24.05.18

Do 12.04.18

Do 29.03.18

Do 08.03.18

Do 08.02.18

Do 18.01.18

Do 21.12.17

Do 23.11.17

Do 02.11.17

MITTWOCH MITTWOCH DONNERSTAG ABO 1 ABO 2 ABO

Fr 25.05.18

Fr 20.04.18

Fr 23.03.18

Fr 09.03.18

Fr 09.02.18

Fr 19.01.18

Fr 01.12.17

Fr 03.11.17

Fr 13.10.17

FREITAG ABO

Sa 26.05.18

Sa 07.04.18

Sa 10.03.18

Sa 16.12.17

Sa 25.11.17

Sa 28.10.17

Sa 14.10.17

SAMSTAG ABO

So 15.04.18 BÖHM (SH)

Sa 17.02.18 So 25.03.18 TARTUFFE (SH)

Sa 20.01.18

So 24.06.18 OPER

So 04.03.18 OPER

So 04.02.18 HIOB (SH)

So 14.01.18 OPER

So 03.12.17 OPER

So 15.10.17 OPER

SONNTAGNACHMITTAG MIX ABO

ALLE FIXPLATZ-ABO-TERMINE AUF EINEN BLICK

BÖHM Sa 12.05.18

zugeschickt bekommen.

Ich möchte die HAUS EINS-Programmhefte der Spielzeit 2017.2018 kostenpflichtig

DAS ALTE TESTAMENT

ABO-BESTELLSCHEIN FÜR DIE SPIELZEIT 2017.2018

Ich hatte in der Spielzeit 2016. 2017 kein Abonnement im Schauspielhaus Graz.

Plätze.

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TICKETZENTRUM

Kaiser-Josef-Platz 10, 8010 Graz

tel +43 (0) 316 8000 Fax +43 (0) 316 8000 1565 www.schauspielhaus-graz.com

Diesen Abschnitt bitte abtrennen und an das Ticketzentrum, Kaiser-Josef-Platz 10, 8010 Graz, schicken, faxen oder vor Ort abgeben.

untersCHriFt

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Ort

Bitte auf der Rückseite Abo in gewünschter Preiskategorie ankreuzen!

titel, naMe

VOrnaMe

strasse

plz

teleFOn

e-Mail


TICKETS & INFOS

ERMÄSSIGUNGEN

KARTENKAUF & KARTENRESERVIERUNG

SUPER-TAG

TICKETZENTRUM Kaiser-Josef-Platz 10, 8010 Graz Montag bis Freitag 9 – 18 Uhr, Samstag 9 – 13 Uhr Tel + 43 (0) 316 8000 Fax +43 (0) 316 8008 1565 E-Mail tickets@ticketzentrum.at www.schauspielhaus-graz.com www.ticketzentrum.at

TICKETZENTRUM IM SCHAUSPIELHAUS GRAZ Montag bis Freitag 9 – 12 Uhr

VORVERKAUF Der Vorverkauf für HAUS EINS beginnt jeweils am 15. des Vorvormonats, für HAUS ZWEI und HAUS DREI am 20. des Vorvormonats. Bitte beachten Sie den Spielplan auf der Website des Schauspielhauses.

Im Rahmen des neuen „Super-Tages“ laden wir einmal pro Monat um -30 % ins HAUS EINS. Die betreffende Vorstellung ist im Leporello und auf dem Spielplan der Website ausgewiesen. Alle Tickets in den Kategorien I bis IV sind auch im Vorverkauf um -30 % erhältlich.

€ 5 TICKETS FÜR JUGENDLICHE & STUDIERENDE Ab 30 Minuten vor Beginn der Vorstellung sind Restkarten für HAUS EINS und HAUS ZWEI um € 5 erhältlich. (Ausweispflicht: Jugendliche bis zum vollendeten 19. Lebensjahr, Studierende bis zum vollendeten 27. Lebensjahr. Ausgenommen Premieren, Gastspiele und Sonderveranstaltungen.)

KULTURSCHECKS Ein Kulturscheckheft kostet € 180 und umfasst 20 Gutscheine à € 9. Sie zahlen mit den Gutscheinen und erhalten 20 % Ermäßigung auf den Kartenpreis. (Gültig nur für HAUS EINS. Ausgenommen Premieren, Gastspiele und Sonderveranstaltungen.)

WEITERE ERMÄSSIGUNGEN Jeweils 10 % Ermäßigung erhalten Sie als Ö1-Clubmitglied, ACard-Besitzer*in, ÖAMTC-Mitglied. (Es gelten Aus­ nahmen; weitere Informationen im Ticketzentrum.)

ABENDKASSE Die Abendkasse von HAUS EINS öffnet eine Stunde, von HAUS ZWEI und HAUS DREI eine halbe Stunde vor Vorstellungsbeginn.

TICKETS, INFOS & ERMÄSSIGUNGEN  85 


ANGEBOTE FÜR GRUPPEN & FIRMEN

THEATERREFERENT*INNEN DES SCHAUSPIELHAUS GRAZ Sie organisieren für Freund*innen, Familie, Schüler*innen, Bekannte oder Arbeitskolleg*innen die Besuche im Schauspielhaus? Übernehmen Sie gerne und öfter die Buchungen für die Theaterbesuche Ihrer Gruppe? Bei mehrmaligen Theaterbesuchen mit Gruppen ab 20 ­Personen werden Sie vom Schauspielhaus Graz zu den Referentenproben eingeladen und können die Inszenierungen noch vor der Premiere sehen – um dann mit Ihrer Gruppe optimal informiert die Vorstellung zu besuchen. Werden Sie aktiv, nutzen Sie Ihre Begeisterung für das Theater und kommen Sie mit Ihren Lieben ins Schauspielhaus! Profitieren Sie von den Möglichkeiten, die Sie als Theaterreferent*in genießen: › Lernen Sie das Schauspielhaus aus einem anderen Blickwinkel kennen. › Sehen Sie Produktionen, noch bevor Premiere gefeiert wird, in einer der Hauptproben. › Kommen Sie mit Theaterschaffenden ins Gespräch und lernen Sie uns kennen. › Bei größeren Gruppenbuchungen helfen wir Ihnen gerne. › Wir laden Sie jährlich zu einem Referententreffen ein, dabei stellt Ihnen das Leitungsteam den Spielplan der kommenden Saison vor. › Wir wissen, welchen wertvollen Beitrag Sie leisten und bedanken uns mit einer Prämierung der aktivsten Referent*innen.

EIN KULTUREVENT FÜR IHRE GÄSTE Entführen Sie Ihre Kund*innen, Mitarbeiter*innen, Ihre Gäste in die Welt des Theaters. Wir sorgen für das passende Rahmenprogramm, damit der Theaterabend zu Ihrem Event wird. Vielleicht darf es ein Sektempfang vor der

86 gruppen & firmen

Vorstellung für Sie und Ihre Gäste sein? Oder ein Dinner nach der Vorstellung im Theaterrahmen exklusiv für Ihre Kund*innen? Auf allen drei Bühnen können geschlossene Veranstaltungen gebucht werden. Ob im intimeren Rahmen von HAUS ZWEI oder HAUS DREI oder auf der ganz großen Bühne, dem HAUS EINS. Um Ihre Gäste nicht nur kulturell, sondern auch kulinarisch zu verwöhnen, runden wir Ihre Veranstaltung gastronomisch ab. Wir beraten Sie gerne!

IN DER GRUPPE GÜNSTIGER Bei Sammelbuchungen ab 20 Personen erhalten Sie 20 % Ermäßigung auf den regulären Kartenpreis, ab 21 Personen zusätzlich eine Freikarte, ab 42 Personen zwei Freikarten und ab 63 Personen zusätzlich drei Freikarten. (Gültig für sämtliche Vorstellungen außer Premieren, Gastspiele und Sonderveranstaltungen.) Sie möchten für sich und Ihre Gruppe bereits vorab die besten Plätze sichern? Oder planen Sie Ihr Theaterjahr gerne schon etwas im Voraus? In dieser Spielzeit gibt es zusätzlich zu den Abo-Vorstellungen weitere fixierte Vorstellungstermine jeder Inszenierung, für die Sie bereits jetzt Ihre Tickets kaufen können. Weitere Informationen im Ticketzentrum TEL +43 (0) 316 8000.

10ER-BLÖCKE Wenn Sie häufig mit kleinen Gruppen ins Schauspielhaus gehen möchten, empfehlen wir Ihnen unsere 10er-Blöcke. Oder schenken Sie Ihren Mitarbeiter*innen doch einfach unkomplizierten Kulturgenuss!

KONTAKT Ihre Ansprechpartnerin für die verschiedensten Angebote im Schauspielhaus rund um eine Inszenierung oder als separates Event ist Mag. Nina Häusler. tel +43 (0) 316 8008 1234 e-mail nina.haeusler@schauspielhaus-graz.com


HAUS EINS: SAALPLAN & KARTENPREISE RECHTS

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3 4 1 3 2 ii 4 1 V i 3 2 1. RANG & 4 1 1. RANG-LOGEN iV 3 2 4 1 i 3 2 4 1 2 i PARTERRE & PARTERRE-LOGEN

LINKS

13 14 31 32 11 12 33 34 9 10 13 14 15 32 33 35 7 8 11 12 3. ranG 0 34 35 1 9 8 36 3 7 7 38 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 5 6 39 40 3 3 3 4 41 4 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 2 15 14 1 2 27 28 29 13 2 1 30 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 3 11 24 23 22 0 3 5 36 21 1 1 3 0 2 3 9 9 18 1 7 38 2 2. ranG

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BÜHne

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PARTERRE I.  RANG

PARTERRE II. &  III. RANG LOGEN € 22,00

II. RANG III. RANG LOGEN € 15,00

II. RANG III. RANG LOGEN

II. RANG III. RANG LOGEN

STEHPLÄTZE

€ 7,00

€ 3,50

€ 3,50

PREISE A

€ 34,00

PARTERRE I.  & II. RANG LOGEN € 29,50

ermäßigt*

€ 17,00

€ 14,75

€ 11,00

€ 7,50

€ 3,50

€ 3,50

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PREISE B

€ 42,50

€ 34,50

€ 27,00

€ 17,50

€ 8,50

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€ 4,00

ermäßigt*

€ 21,25

€ 17,25

€ 13,50

€ 8,75

€ 4,25

€ 4,00

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PREISE C

€ 46,50

€ 38,00

€ 29,50

€ 19,00

€ 9,50

€ 4,50

€ 4,50

ermäßigt*

€ 23,25

€ 19,00

€ 14,75

€ 9,50

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€ 4,50

PREISE D

€ 59,50

€ 45,50

€ 35,00

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€ 14,00

€ 6,00

€ 6,00

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€ 29,75

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PREISE E

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€ 29,00

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€ 9,50

€ 9,50

ermäßigt*

€ 35,50

€ 28,75

€ 21,00

€ 14,50

€ 10,50

€ 9,50

€ 9,50

PARTERRE & PARTERRE-LOGEN

H   AUS ZWEI, HAUS DREI: KARTENPREISE HAUS ZWEI € 17,50 / ermäßigt* € 9,00 HAUS DREI € 10,50 / ermäßigt* € 8,50 / Lesungen & Extras € 5,50 (keine Ermäßigung)

* Ermäßigung für Schülerinnen und Schüler, Studierende, Lehrlinge, Präsenz- und Zivildienende bis zum vollendeten 27. Lebensjahr (Ausweispflicht!).

Saalplan & Preise  87 


DIE SPIELSTÄTTEN IM SCHAUSPIELHAUS SCHAUSPIEL ZWEI

SCHAUSPIEL DREI

pau l

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Schauspielhaus Graz Hofgasse 11, A – 8010 Graz HAUS EINS: Eingang über die Hofgasse II HAUS ZWEI: Eingang über den Hof (Hofgasse) III HAUS DREI: Eingang über die Hofgasse Ins HAUS DREI gelangen Sie über die Café-Bar SCHREINER oder den Lift im Foyer. (Bitte benützen Sie die Abendkasse im Foyer.)

Karmeliterplatz

I

Parkgarage Pfauengarten am Karmeliterplatz

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BARRIEREFREI

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Alle Bühnen des Schauspielhauses sind barrierefrei (für HAUS ZWEI bitten wir um Anmeldung unter tel + 43 (0) 316 8008 44). Die Begleitperson erhält ein Ticket zum halben Preis. Für hörgeschädigte Personen gibt es eine Induktionsschleife im gesamten Parterre von HAUS EINS.

Aktueller Spielplan, Stückinfos, Fotos, Trailer, Audioeinführungen und Online-Kartenkauf unter www.schauspielhaus-graz.com.

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SOCIAL MEDIA

GÜNSTIG PARKEN In der Parkgarage Pfauengarten am Karmeliterplatz parken Sie günstig. Gegen Vorlage der Theaterkarte erhalten Sie vor der Vorstellung beim Publikumsdienst ein vergünstigtes Ausfahrtsticket. (Ausgenommen sind Sonderveranstaltungen, Gastspiele und Sonntagnachmittags-Vorstellungen.) Einfahrt nach 18 Uhr, Ausfahrt vor 24 Uhr.

SAMMELTAXI HAUS EINS-Besucher*innen, wohnhaft im selben Bezirk, werden von Sammeltaxis zum ermäßigten Preis von € 5,50 pro Person nach Hause gebracht. Anmeldung vor der Vorstellung oder in der Pause an den Garderoben im Foyer. (Ausgenommen sind Sonderveranstaltungen und Gastspiele sowie Sonntagnachmittags-Vorstellungen.)

ÖFFENTLICHE ANFAHRT Die Straßenbahnlinien 1, 3, 4, 5, 6 und 7 halten am Hauptplatz, von wo es nur ca. 5 Gehminuten zum Schauspielhaus sind. Die Buslinie 30 hält direkt vor dem Schauspielhaus.

88 Spielstätten, Service

NEWSLETTER Der Newsletter der Bühnen Graz versorgt Sie wöchentlich mit aktuellen Informationen rund um Schauspielhaus, Oper, Next Liberty und Grazer Spielstätten.

LEPORELLO Der gemeinsame Monatsspielplan von Schauspielhaus, Oper, Next Liberty und Grazer Spielstätten liegt zur freien Entnahme in unseren Foyers und den Ticketzentren auf.


GASTRONOMIE

IMPRESSUM

CAFÉ-BAR SCHREINER

MEDIENINHABER & HERAUSGEBER

Das Team der Café-Bar SCHREINER begrüßt Sie im Schauspielhaus mit einer Auswahl an Getränken und Speisen sowie einer Frühstückskarte.

Schauspielhaus Graz GmbH Ein Unternehmen der

Montag bis Samstag 9 – 24 Uhr Sonn- und Feiertage 9 – 20 Uhr

GESCHÄFTSFÜHRENDE INTENDANTIN

Die Bar im Foyer ist eine Stunde vor Vorstellungsbeginn geöffnet, zusätzlich steht Ihnen die Bar im 1. Rang auch in den Pausen sowie im Rahmen von Einführungsgesprächen im Salon zur Verfügung. Im Anschluss an die Premieren in HAUS EINS finden öffentliche Premierenfeiern im Salon und im Foyer im 1. Rang sowie in der Café-Bar statt. Emanuel Schreiner und sein Team freuen sich auf Ihren Besuch!

REDAKTION & TEXTE

Ihre Reservierung wird gerne unter mobil +43 (0) 660 764 21 20 entgegengenommen. www.schreiner.bar

DIE KANTINE IN HAUS ZWEI Die Kantine des Schauspielhauses steht vor und nach Vorstellungen in HAUS ZWEI allen Besucherinnen und Besuchern offen. Die Premierenfeiern in HAUS ZWEI finden in der Kantine statt, das Publikum ist hierzu herzlich eingeladen!

Iris Laufenberg Intendanz, Dramaturgie & Öffentlichkeitsarbeit KONZEPTION & GESTALTUNG

formdusche – Studio für Gestaltung www.formdusche.de FOTOGRAFIE & BILDBEARBEITUNG

Lupi Spuma Fine Photography GmbH www.lupispuma.com DRUCK

Steiermärkische Landesdruckerei GmbH Medienfabrik Graz www.mfg.at Preis- und Programmänderungen, Satz- und Druckfehler vorbehalten. Stand April 2017 Dank an die Technik des Schauspielhauses für die Unterstützung und die Teilnahme am Fotoshooting der Reportagestrecke.

BÜHNEN GRAZ GOURMET So schmeckt Kultur noch besser. Lassen Sie Ihren Theaterabend zu einem unvergesslichen Event werden und genießen Sie zu Ihrem Vorstellungs­ besuch das Bühnen Graz Gourmet Menü um nur € 29 pro Person. Und so funktionierts: 1. Wählen Sie Ihre gewünschte Vorstellung und kaufen Sie die entsprechenden Tickets. 2. Kaufen Sie ergänzend dazu die gewünschte Anzahl an Bühnen Graz Gourmet Gutscheinen. 3. Reservieren Sie einen Tisch in einem der 10 Partnerrestaurants vor oder nach Ihrem Besuch im Schauspielhaus Graz. 4. Genießen Sie einen wundervollen Abend, voller künstlerischer und kulinarischer Höhepunkte. Alle Detailinformationen finden Sie unter http://gourmet.buehnen-graz.com. gastronomie, impressum  89 


MITARBEITER*INNEN ENSEMBLE

TECHNISCHE LEITUNG

Kammerschauspieler Prof. Gerhard Balluch, Henriette Blumenau, Vera Bommer, Pascal Goffin, Julia Gräfner, Benedikt Greiner, Maximiliane Haß, Fredrik Jan Hofmann, Florian Köhler, Nico Link, Mathias Lodd, Sarah Sophia Meyer, Raphael Muff, Clemens Maria Riegler, Evamaria Salcher, Andri Schenardi, Tamara Semzov, Franz Solar, Werner Strenger, Margarethe Tiesel, Susanne Konstanze Weber, Franz Xaver Zach

Technischer Leiter Christoph Steffen Technische Produktionsassistenz Katharina Trajceski

GÄSTE Jacob Banigan, Beatrix Brunschko, Daniel Doujenis, Pia Hierzegger, Gabriela Hiti, Lorenz Kabas, Simon Käser, Nikolaus Habjan, Matthias Ohner, Michael Pietsch, Christiane Roßbach, Johannes Silberschneider, Anna Szandtner, Komi Mizrajim Togbonou, Silvana Veit, Anne Weinknecht, Rudi Widerhofer, Martina Zinner; Studierende des Studiengangs Schauspiel der Kunstuniversität Graz

DIREKTION Geschäftsführende Intendantin Iris Laufenberg Prokurist Peter Croce Persönliche Referentin der Intendantin Isabella Cseri Direktionsassistentin Brigitte Gösweiner

KÜNSTLERISCHES BETRIEBSBÜRO Künstlerischer Betriebsdirektor & Chefdisponent Georg Kandolf Leitung KBB & Statisterie Markus Lang Assistenz Julia Aichholzer

DRAMATURGIE Leitende Dramaturgin Karla Mäder; Elisabeth Geyer, Jan Stephan Schmieding, Jennifer Weiss

PRESSE & ÖFFENTLICHKEITSARBEIT, MARKETING Leitung Pressearbeit Martina Maier Marketing & Öffentlichkeitsarbeit Anna Röckl (DieRoeckl) Assistenz Carina-Maria Iberer Großkundenbetreuung Nina Häusler Design formdusche Berlin Bühnenfotografie Lupi Spuma Fine Photography GmbH Video Lukas Dieber, Michael Martinelli

90 MITARBEITER*INNEn

AUSSTATTUNG Ausstattungsleiter Frank Holldack Ausstattungsassistenz Carlotta Bonura, Philipp Glanzner

SCHAUSPIELHAUS AKTIV Leitung Viola Novak, Mitarbeit Nina Häusler, N. N., N. N. Theatercoaches Birgit Bischof-Gaig, Stefan Egger, Patrick Fleith

REGIEASSISTENZ Elena Bakirova, Cara-Sophia Pirnat, Anja Michaela Wohlfahrt; Gäste Chiara Kamnik, Kathrin Liess, Kathrin Rosenberger

REGIE Elena Bakirova, Claudia Bauer, Clemens Bechtel, Pedro Martins Beja, Claudia Bossard, Markus Bothe, András Dömötör, Philipp J. Ehmann, Alexander Eisenach, Dominic Friedel, Jan-Christoph Gockel, Nina Gühlstorff, Nikolaus Habjan, Ed. Hauswirth, Volker Hesse, Monika Klengel, Helmut Köpping, Markus Kubesch, Sandy Lopičić, Mario Matthias, Franz-Xaver Mayr, Stephan Rottkamp, Jan Stephan Schmieding, Dominique Schnizer, Mathias Schönsee, Lily Sykes

BÜHNE & KOSTÜME Vibeke Andersen, Heike Barnard, Karoline Bierner, Carlotta Bonura, Manuel Braun, Alexandre Corazzola, Philipp Glanzner, Helke Hasse, Johanna Hierzegger, Frank Holldack, Claudia Irro, Justina Klimczyk, Ines Köhler, Tanja Kramberger, Julia Kurzweg, Stephan Mannteuffel, Cedric Mpaka, Jelena Nagorni, Anne-Sophie Raemy, Robert Schweer, Julius Semmelmann, Patricia Talacko, Dirk Thiele, Christin Treunert, Sophie du Vinage, Rosa Wallbrecher, Elisabeth Weiss, Daniel Wollenzin, Monika Annabel Zimmer

MUSIK Peer Baierlein, Imre Lichtenberger-Bozoki, Nevenko Bucan, Beni Brachtel, Matthias Grübel, Maren Kessler, Moke Rudolf Klengel, Sandy Lopičić, Tamás Matkó, Niko Meinhold, Bernhard Neumaier, Henning Nierstenhöfer, David Schwarz, Komi Mizrajim Togbonou, Bojan Vuletić


VIDEO

TONTECHNIK

Manuel Braun, OchoReSotto, rocafilm

Vorstand Martin Arnold Stellvertretung Lukas Lechner Aushilfen Jakob Cladders, Lukas Schaffenrath

LICHTDESIGN Viktor Fellegi, Thomas Trummer

SPRECHTRAINING Stefanie Grätz, Aline Schönemann, Kerstin Werner

INSPIZIENZ Leitender Inspizient Otto Kolleritsch; Roland Fischer

SOUFFLEUSEN

REQUISITE & PYROTECHNIK Vorstand Alexandra Strohmeier, Ruth Rieger Stellvertetung Birgit Kreimer Requisiteur*innen Michael Eisner, Ursula Pompernigg, Margit Reinprecht

HAUS ZWEI

Rosemarie Brenner, Nina Schnepf, Elisabeth Wondrack

Vorstand Konstantin Karastathis Mitarbeit Jakob Kaltenbrunner

ANKLEIDER*INNEN

HAUSPERSONAL

Vorstand Magreth Kahr Stellvertretung Manuela Kollmann Ankleider*innen Sabina Feuchtner, Ursula Grmek, Manuela Kollmann, Franz Lang, Sabine Zajelsnig, Simona Bradan Aushilfen Laetitia Gauby, Elfriede Radimsky, Margarete Krampl; Schneiderin Marianne Frewein

Hauskoordinator Willi Schiller Hauselektrik Mario Feibel Haustechnik Robert Bartczak, Christian Scheibelsteiner Portiere Josef Fließer, Josef Fragner, Jürgen Krenn Hausreinigung Kornelia Ehmann, Erika Haas, Maria Lilibeth Matzer, Elfriede Schober, Gertrude Stefancic, Mensura Tupkovic

MASKE Chefmaskenbildner Dieter Schäffner Stellvertretung Cindy Geyer Maskenbildnerinnen Elena Bichler, Franziska Meinunger, Helga Rossmann, Christine Tomasin

BÜHNENTECHNIK Bühneninspektor Johann Alter Bühnenmeister Gerald Sitzenfrey, Gerald Weber Bühnenbetrieb Harald Aberl, Walter Bauer, Naser Duhovic, Rudolf Ehmann, Patrick Eibinger, Gerald Eibler, Klaus Eibler, Michael Fernbach, Anton Fuchs, Manfred Gimpl, Claudia Gmeiner, Martin Hauer, Philipp Kremeth, Thomas Obran, Anton Ossenagg, Gerhard Paierl, Felix Paltauf, Hannes Paslawskyj, Christian Rieger, Christian Stockner, Manfred Stößl, Dieter Weber, Wolfgang Zimmermann, N.N. Veranstaltungstechnik Ruth Konrader Lehrling für Veranstaltungstechnik Felix Wicha, N.N.

BELEUCHTUNG & VIDEO Leitung Thomas Trummer Stellvertretung Viktor Fellegi Stellwerker Gerald Rotter, Sphend Kabashi Beleuchter*innen Tomas Antonak, Ingrid Leuthold, Anton Oswald, Stefan Seiler, Michaela Tatra, Aushilfe Michael Hartl

BETRIEBSFEUERWEHR Kommandant Mario Feibel

BETRIEBSRAT Vorsitzender Walter Bauer Betriebsratsmitglieder Josef Fließer, Otto Kolleritsch, Hannes Paslawskyj, Elisabeth Wondrack

PUBLIKUMSDIENST Leitung Andrea Wedl Stellvertretung Kristina Nemeth Mitarbeiter*innen Iris Athenstaedt, Fiona Feizlmayr, Clara Hirzberger, Franziska Okolo, Verena Rossmann, Lukas Schafgassner, Nikolai Soran, Sarah Strampfer, Felix Wagner, Ferdinand Weilguny

TICKETZENTRUM Leitung Isabel Zinterl Mitarbeiter*innen Susanne Almberger, Susanne Bieler, Hans-Josef Ebner, Luise Koch, Inge Mussnig, Brigitte Scherz, Christa Schinnerl, Birgit Strumbl, Christina Sudi

MITARBEITER*INNEn  91 


ICH MÖCHTE MITGLIED WERDEN.

FREUNDESKREIS SCHAUSPIEL GRAZ Der Freundeskreis Schauspielhaus Graz e.V.

TITEL: NAME: VORNAME:

GGF. FAMILIENMITGLIEDER / PATENMITGLIEDSCHAFT FÜR:

Der Freundeskreis des Schauspielhaus Graz sieht sich als Plattform engagierter Theaterfreundinnen und -freunde, die zusammen mit Gleichgesinnten den Kontakt und Gedankenaustausch mit dem Ensemble des Schauspielhauses vertiefen wollen. Im Juli 2013 wurde er von einer Gruppe kulturinteressierter Menschen gegründet und kann bereits auf eine Erfolgsgeschichte von knapp 250 Mitgliedern und vielen erfolgreichen gemeinsamen Veranstaltungen zurückblicken.

STRASSE:

Alle Vorteile auf einen Blick:

HAUSNUMMER:

› Als Freundeskreismitglied gehören Sie zu den Ersten, die den neuen Spielplan im Rahmen der Vorstellung „Abo, fertig, los! “erfahren.

PLZ: ORT: TELEFON: E-MAIL: IBAN: Sepa-Lastschrift-Mandat – Creditor id: at86 zzz 000000 22 444

› Sie erhalten regelmäßig Newsletter mit besonderen Aktionen und Informationen rund ums Schauspielhaus, aktuelle Kritiken zu unseren Inszenierungen sowie den monatlichen Leporello frei Haus. › Außerdem gewähren einzelne Produktionen den Freundeskreis­ mitgliedern exklusive Einblicke in ihre Proben und Mitwirkende stehen für Künstlergespräche zur Verfügung. › Ein reger Austausch ist dem Freundeskreis wichtig! Dazu lädt der Vorstand in der Vorweihnachtszeit die Mitglieder, das Ensemble und die Theaterleitung zum schon traditionellen Adventbrunch inklusive Rahmenprogramm, das vom Ensemble gestaltet wird. › Der Freundeskreis organisiert pro Saison eine Theaterfahrt in ein befreundetes Theater für seine Mitglieder.

ART DER MITGLIEDSCHAFT:

Hiermit ermächtige ich den Freundeskreis Schauspielhaus Graz e. V. den jährlichen Mitgliedsbeitrag von € mittels Sepa-Lastschrift einzuziehen. Der Auftrag verlängert sich jeweils um eine weitere Saison, sofern die Mitgliedschaft nicht bis zum 30. Juni schriftlich gekündigt wird.

Mitglied werden € 40 ›

ordentliches Mitglied

€ 20 ›

jedes weitere Familienmitglied

€ 20 ›

ermäßigte Mitgliedschaft für Schülerinnen und Schüler, Studierende, Auszubildende, Wehrdienstleistende oder Zivildienende bis zur Vollendung des 27. Lebensjahres

€ 20

› Patenmitgliedschaft

ab € 100

› für natürliche Personen – Fördermitgliedschaft

mind. € 250 › für juristische Personen – Fördermitgliedschaft DATUM, UNTERSCHRIFT (KONTOINHABER)

Die Mitgliedschaft gilt für die Dauer einer Saison und verlängert sich automatisch, sofern sie nicht bis zum 30. Juni gekündigt wird.

Kontakt

FREUNDESKREIS SCHAUSPIEL GRAZ Hofgasse 11 8010 Graz Fax +43 316 80083495 Bitte im Schauspielhaus Graz abgeben oder faxen.

Freundeskreis Schauspielhaus Graz e.V. c/o Schauspielhaus Graz, Hofgasse 11, 8010 Graz Fax +43 316 8008 3495 › info @ freundeskreis-schauspielhausgraz.com www.freundeskreis-schauspielhausgraz.com


Perndl+Co unter Verwendung von Shutterstock Bildern

Willkommen in Graz, Oksana Lyniv! Chefdirigentin der Oper Graz und des Grazer Philharmonischen Orchesters ab der Saison 2017/18 oper-graz.com


Dekorationsbau · Kostümproduktion · Ticketvertrieb · Eventservice art + event | Theaterservice Graz · Kaiser-Josef-Platz 10 · 8010 Graz · T +43 316 8008-1102

© Lupi Spuma

Meister hinter den Kulissen

Herstellung Bühnenbild und Kostümbild für „Der Auftrag: Dantons Tod“ Schauspielhaus Graz, Saison 2016/17 Regie: Jan-Christoph Gockel, Bühne: Julia Kurzweg, Kostüme: Sophie du Vinage, Puppenbau: Michael Pietsch

www.art-event.com


© Graz Tourismus – Toni Muhr | design: edsign

www.nextliberty.com www.facebook.com/NextLibertyGraz Tickets & Information T. 0316 8000

€ 29,Begrüßungsaperitif Gedeck 3-Gang Genuss-Menü

So schmeckt Kultur noch besser! Genießen Sie vor oder nach Ihrem Schauspielhausbesuch das Bühnen Graz Gourmet Menü in einem unserer 10 Partnerrestaurants. Mehr Informationen auf Seite 87, im Ticketzentrum und unter http://gourmet.buehnen-graz.com


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WIR LIEBEN IHR PROJEKT ALS MEDIENFABRIK GRAZ SIND WIR IHR PARTNER FÃœR ALLE IDEEN, DIE BEGLEITET UND PROFESSIONELL UMGESETZT WERDEN WOLLEN. DENN IHR PROJEKT IST UNSERE LEIDENSCHAFT!

MEDIENFABRIK GRAZ, Dreihackengasse 20, 8020 Graz T +43 (0)316 / 8095-0, F +43 (0)316 / 8095-55, E office@mfg.at, www.mfg.at


MEIN SCHAUSPIELHAUS. MEINE KLEINE.


Schauspielhaus Graz Spielzeitbuch 2017.2018  
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