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OpernSaisonal

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Inhalt

Editorial 3 Werte und Worte, die verbinden 5 Oper, Operette & Musical 6 Cavalleria rusticana & Pagliacci 8 Der Barbier von Sevilla 13 Kiss Me, Kate 16 Salome 21 Polnische Hochzeit 25 Martha 30 König Roger 34 Lucia di Lammermoor 40 Oberon 44 Tosca 46 Musical-Gala 50 OpernKurzgenuss 51 Hotel Elefant Mario und der Zauberer Die Enthauptung von Johannes dem Täufer Opernstudio 52 Ensemble 53 Ballett 56 Sandmann 58 Mein Weg zum Tanz 60 Die Jahreszeiten 62 Tänze einer Ausstellung 66 Tanz ganz nah 67 ABC des Tanzes Selbst getanzt Offene Klasse Opernballettschule 67

Inhalt

Konzerte 70 Eröffnungskonzert 72 Advent in der Oper mit Peter Rosegger 73 Neujahrskonzert 74 Lebenslinien 74 Balkan Symphonics 75 Konzert beim Aufsteirern 75 Nach dem Konzert ist vor dem Konzert 78 Aufnahmen mit den Grazer Philharmonikern 80 Kammerkonzerte 81 Der Kontrabass 82 Quartett im Gespräch 83 Konzerte im Musikverein 85 Und außerdem 87 Preisträger-Konzert des 25. Int. Gesangs wettbewerbs „Feruccio Tagliavini“ Konzert im Musik­ verein Wien Konzert im Villach Congress Center Kinder & Jugend 88 Wie William Shakespeare wurde 90 Gold! 91 Familien- & Schüler­konzerte 92 Die Planeten Wer spielt denn hier die 2. Geige? Der Klang der Stadt Valerie und die Gute Nacht-Schaukel Sitzkissenkonzerte 93 Unter Wasser … Klangsalat im Kinderzimmer Die Vögel sind los Spielplatz Musik 94 Triolino 94 Alles Tanz 95 Die Singschul’ der Oper Graz 96 2

Extras 98 Hereinspaziert! 101 Opernclubbing 101 Opernbrunch 101 Opernredoute 103 After-Show-Parties 103 Zugabe 104 Vor der Premiere 106 Stückeinführungen 106 Kostproben 106 Nachgespräche 106 Nachklang 107 Führungen durch die Oper 107 Förderkreis der Oper Graz 107 Oper Aktiv! 108 Oper für Kindergärten Oper für Schulklassen Führungen Oper für Familien Oper für junge Erwachsene Oper für Lehrer Service & Team 112 Abonnement 115 Preise 122 Saalplan 124 Gemeinsam in die Oper Graz 126 Mit Kindern in die Oper Graz 127 Sonderprojekte 127 Sponsoring & Kooperationen 129 Gastronomie 129 Anfahrt 130 Team der Oper Graz 132 Kalendarium 138 Impressum 143 Auf dem Cover 144


Editorial

Verehrtes, liebes Publikum, jedes Opernhaus ist ein Ort der Begegnung mit den Musen: Man trifft als Besucher auf die Musen der Tragödie, der Komödie, des Tanzes und der Musik. In der griechischen Mythologie sind die Musen Töchter des Zeus und der Göttin Mnemosyne, der Göttin der Erinnerung. So ist Theater immer auch ein Ort der Erinnerung und des kulturellen Gedächtnisses, ein Ort, an dem wir uns gemeinsam in alten und neuen Geschichten unserer selbst vergewissern oder in Frage stellen. Mit Leidenschaft, die Leiden schafft, starten wir in die Saison 2018/19. Freuen Sie sich auf einen packenden Operndoppelabend mit „Cavalleria rusticana“ und „Pagliacci“. Lorenzo Fioroni, dessen „Griechische Passion“ Sie sicher noch in bester Erinnerung haben, wird diese beiden emotional so aufgeladenen Werke in Szene setzen. Ebenfalls auf Sizilien ereignet sich das Schicksal des „König Roger“: Ein Mann – aufgerieben zwischen seiner Aufgabe als Herrscher und seinem Menschsein – macht sich auf die Suche nach seinem eigenen Weg. Der polnische Komponist Karol Szymanowski hat für diesen Konflikt eine faszinierende Musik geschrieben, die einen ganz eigenen atmosphärischen Duktus entwickelt und betörend viele Farben zum Klingen bringt – darin ist „König Roger“ dem epochemachenden Meisterwerk „Salome“ von Richard Strauss verwandt, mit dem wir einen Blick auf bedeutende Ereignisse der Grazer Musikgeschichte werfen. Auf eine heiter-burleske Wiederentdeckung dürfen Sie sich in der Operette freuen – Joseph Beers „Polnische Hochzeit“, ein musikalisches Feuerwerk an Originalität, wird zum ersten Mal in Graz zu erleben sein. Von der Muse geküsst war Friedrich Flotow, als er seinen Welterfolg „Martha“ komponierte. Wie schön deutsche Romantik klingen kann, erleben Sie auch in Carl Maria von Webers „Oberon“, einer faszinierenden Spielart des „Sommernachtstraums“ von Shakespeare. Cole Porter hat auch bei Shakespeare nachgeschlagen, als er den Musicalhit „Kiss Me, Kate“ schuf und mit einem Augenzwinkern und mitreißender Musik den täglichen Wahnsinn hinter den Kulissen auf die Bühne brachte. Was Wahnsinn ganz anderer Art mit einem Menschen anrichten kann, erleben wir in 3

Nora Schmid

Donizettis Belcanto-Oper „Lucia di Lammermoor“. Ich freue mich sehr auf die Begegnung mit der wunderbaren Ana Durlovski, die die Titelrolle verkörpern wird. Wiederbegegnungen mit den Opernklassikern „Tosca“ und „Der Barbier von Sevilla“ sowie drei OpernKurzgenüsse runden unser vielfältiges Programm ab. Die Saison 2018/19 markiert auch einen Neuanfang: Beate Vollack übernimmt die Leitung des Balletts der Oper Graz. Sie wird Sie tänzerisch durch „Die Jahreszeiten“ führen und zu Beginn der Saison einen jungen Choreographen auf der Studiobühne präsentieren: Andreas Heise erzählt uns die Geschichte vom „Sandmann“. Die „Tänze einer Ausstellung“ werden uns das Universalmuseum Joanneum zur Bühne machen. Ich bin gespannt auf Beate Vollacks Tanzsprache und ihre Arbeit mit der neu formierten Company. Bereits in ihrer zweiten Spielzeit ist Chefdirigentin Oksana Lyniv angekommen; sie steht für packende und differenzierte Operndirigate und ein aufregendes Konzertprogramm. Mögen Sie in der wunderschönen Oper Graz eine inspirierende Saison 2018/19 erleben! Wenn Ihnen unsere Aufführungen in lebendiger Erinnerung bleiben, dann haben die Musen in jeder Hinsicht ihre Arbeit gut gemacht.

In Vorfreude auf zahlreiche Begegnungen, herzlichst, Ihre Nora Schmid Geschäftsführende Intendantin der Oper Graz Editorial


Was zählt, ist Einklang.

Mit sich und den Anderen. So wird aus einem Solo ein Orchester – und aus Begeisterung Applaus. steiermaerkische.at

Partner der Oper Graz seit 1899


Werte und Worte,

die verbinden

Salome: „Sprich mehr, Jochanaan, deine Stimme ist wie Musik in meinen Ohren.“

Leidenschaft, Glaubwürdigkeit und Verlässlichkeit sind verbindende Werte, die das „traditionelle Duett“ des Grazer Opernhauses mit der Steiermärkischen Sparkasse untermalen. Werte, zu denen wir uns seit 193 Jahren bekennen und die tragende Rollen in unserer Unternehmenskultur spielen. Als glaubwürdige Partnerin treffen wir nachvollziehbare Entscheidungen und verbindliche Zusagen, auf die sich unsere Kundinnen und Kunden verlassen können. Wir achten auf die Bedürfnisse der Menschen in unserer Region und wollen mit unseren Leistungen und unserem Engagement begeistern. Ein Engagement, das im Falle der Oper Graz mit der Schenkung des Opernhauses an die Stadt Graz im Jahr 1899 begann und seinen Bogen bis in die 119. Spielsaison spannt.

Richard Strauss: „Salome“

Nirgendwo sonst, weder auf der Kinoleinwand, noch am Fernsehbildschirm oder im Internet werden uns emotional berührende Stimmungsbilder so intensiv und hautnah dargeboten wie auf den Bühnenbrettern der großen Spielstätten. In Zeiten omnipräsenter, medialer Reizüberflutung bietet uns die Opernbühne gleichsam als poetischer „hortus conclusus“ die Möglichkeit, die Magie des Gesamtkunstwerkes einer Aufführung unmittelbar zu erleben. Mit jeder neuen Inszenierung, jedem neuen Heben des Vorhanges laden uns Künstler und Musiker ein, sie auf ihren klangvollen Reisen quer durch den musikalischen Kosmos zu begleiten, und beglücken uns mit Alltags-Auszeiten von nachhaltigem Mehrwert.

Freuen wir uns auf eine eindrucksvolle Opernsaison 2018/19! Ihr Dr. Gerhard Fabisch Vorstandsvorsitzender Steiermärkische Sparkasse

Dr. Gerhard Fabisch freut sich gemeinsam mit Chefdirigentin Oksana Lyniv und Intendantin Nora Schmid über die erfolgreiche Premiere von „Eugen Onegin“

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Steiermärkische Sparkasse


Oper, Operette & Musical


Cavalleria rusticana & Pagliacci Pietro Mascagni | Ruggero Leoncavallo Premiere  Samstag, 29. September 2018

Der Barbier von Sevilla  Gioachino Rossini Wiederaufnahme  Freitag, 5. Oktober 2018

Kiss Me, Kate  Cole Porter Premiere  Samstag, 20. Oktober 2018

Salome  Richard Strauss Premiere  Samstag, 10. November 2018

Polnische Hochzeit  Joseph Beer Premiere  Samstag, 8. Dezember 2018

Martha  Friedrich von Flotow Premiere  Samstag, 12. Jänner 2019

König Roger  Karol Szymanowski Premiere  Donnerstag, 14. Februar 2019

Lucia di Lammermoor  Gaetano Donizetti Premiere  Samstag, 23. März 2019

Oberon  Carl Maria von Weber Konzertante Aufführungen  9., 19., 23. Mai 2019

Tosca  Giacomo Puccini Wiederaufnahme Donnerstag, 16. Mai 2019

Musical-Gala Show Me! Aufführungen 22., 23. Juni 2019

OpernKurzgenuss


Cavalleria rusticana

Pagliacci

Pietro Mascagni

Ruggero Leoncavallo

Melodramma in einem Akt Libretto von Giovanni Targioni-Tozzetti und Guido Menasci In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Drama in zwei Akten und einem Prolog Libretto vom Komponisten In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Santuzza erkennt, dass ihr Verlobter Turiddu noch immer nicht von seiner früheren Geliebten Lola lassen kann, die inzwischen mit Alfio verheiratet ist. Tief gekränkt nimmt sie Rache, indem sie Alfio ihre Ahnung mitteilt ... Pietro Mascagni hat diesen von ihren Emotionen bestimmten Menschen in seiner „Cavalleria rusticana“ ein Denkmal gesetzt. Und auch in „Pagliacci“ von Ruggero Leoncavallo endet die Eifersucht blutig: „Der Künstler ist ein Mensch und soll für Menschen schreiben. Und aus dem wahren Leben hat er seinen Stoff geholt. Ein Knäuel von Erinnerungen erhob eines Tages tief in seiner Seele die Stimme, und er schrieb mit echten Tränen, und die Schluchzer gaben ihm den Takt an! … Und ihr – statt unsrer armen Narrenkleider, schaut lieber unsre Seelen an, wir sind Menschen aus Fleisch und Blut …“ In dem berühmten Prolog der Oper „Pagliacci“ wird die Frage nach Spiel und Wirklichkeit, Schein und Sein gestellt, die

sich wie ein Schatten über beide Meisterwerke wirft. Wie wahrhaftig ist die Liebe Santuzzas, Turiddus, Lolas, Canios oder Neddas? Wer findet in wem das echte Leben, die perfekte Illusion? Wie durchtränkt sind die Seelen von Eifersucht, Hass und verschmähter Liebe? Die beiden Opern entführen uns nach Süditalien, wo die Sonne brennt, die Kirchenglocken zur Ordnung rufen und das Sehnen nach Blutrache den Marktplatz tränkt: „ … Los geht’s. Das Spiel beginnt!“ Lorenzo Fioroni, der Regisseur der dreifach mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis ausgezeichneten „Griechischen Passion“, kehrt an die Oper Graz zurück, um diese Spirale von Liebe, Hass und Tod in Szene zu setzen. Unterstützt wird er dabei von Annette Braun (Kostüme) und Paul Zoller (Bühne). Chefdirigentin Oksana Lyniv wird die packende Musik von „Cavalleria rusticana“ und „Pagliacci“ zum Leuchten bringen.

Cavalleria rusticana

Santuzza Ezgi Kutlu

Lucia Cheryl Studer | N.N.

Turiddu Aldo Di Toro

Lola Mareike Jankowski

Pagliacci

Florian | Sonja Šarić Tonio Audun Iversen | Yngve Søberg

Alfio Audun Iversen | Yngve Søberg Canio Aldo Di Toro

Nedda Aurelia

Silvio Ivan Oreščanin | Neven Crnić

Beppo

Martin Fournier | Albert Memeti  ~  Grazer Philharmoniker | Chor der Oper Graz | Singschul’ der Oper Graz Oper | Cavalleria rusticana & Pagliacci

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Musikalische Leitung Oksana Lyniv

Premiere Sa 29. Sep 2018 19.30 Uhr

Inszenierung Lorenzo Fioroni

Vorstellungen Okt: 4., 7.*, 10., 19., 28.** Nov: 9., 21., 24. Dez: 2.* Jun: 7., 12., 16.** Beginn jeweils 19.30 | *15 | **18 Uhr

Bühne Paul Zoller Kostüme Annette Braun Licht Franck Evin Dramaturgie Marlene Hahn Chor Bernhard Schneider Singschul’ Andrea Fournier

Vor der Premiere So 16. Sep 2018 11 Uhr Kostprobe Mi 19. Sep 2018 18.30 Uhr Nachgespräch Fr 19. Okt 2018 Nachklang Mi 21. Nov 2018

One Hit Wonder der 90er! Der Schöpfer der „Cavalleria rusticana“ stammt wie Giacomo Puccini aus der Toscana, genauer gesagt aus Livorno. Hoch talentiert, aber nicht mit Fleiß beschenkt, bricht Mascagni das Studium ab. Mit Jobs als Kapellmeister verschiedener Operntruppen hält er sich über Wasser. Doch ein Wettbewerb sollte das Dasein dieses Überlebenskünstlers schlagartig und nachhaltig verändern. Mascagni ergreift die Chance: In nur acht Wochen entsteht sein Wettbewerbs-Beitrag, der den ersten Preis gewinnt und ihn am 17. Mai 1890 am Teatro Costanzi in Rom Mascagni über Nacht zum gefeierten Star macht. 70 Vorhänge! „Cavalleria rusticana“ wird auf die weltweiten Spielpläne aufgenommen. Beeindruckt von dieser atemraubenden BlitzKarriere komponiert Ruggero Leoncavallo seine Kurz-Oper „Pagliacci“, die am 21. Mai 1892, also zwei Jahre und vier Tage später, im Teatro Dal Verme in Mailand unter Arturo Toscanini uraufgeführt wird und Leoncavallo den gleich lautstarken Jubel schenkt: ein Meisterwerk! Bis heute ranken sich zahlreiche Geheimnisse und Legenden um diesen Mann. Wer war Ruggero Leoncavallo, den man auch als „opera’s mystery man“ bezeichnet? Er log nicht nur über sein Geburtsdatum, auch Plagiatsjäger hätten ihre Freude an manchen seiner Texte gehabt. Niemals wird sich der Triumph dieser beiden Sternstunden wiederholen. Sowohl Mascagni wie auch Leoncavallo sind uns heute meist nur aufgrund von „Cavalleria rusticana“ und „Pagliacci“ ein Begriff. Doch hier strahlen sie uns wie anno 1890/1892 entgegen – unvergleichbare Schön­heiten, die uns in ihrer Kraft, ihrer Psychologie und ihrer direkten Emotionalität hinfort reißen. Schon bald nach ihrer Uraufführung spürte man die Kraft der Kombination dieser beiden Werke, die in der „einfachen“ Welt eines Dorfes angesiedelt sind und um das Thema der Eifersucht und des Verlangens aus weiblicher und männlicher Perspektive kreisen.


Kleider machen Leute

Im Gespräch mit Annette Braun, die an der Oper Graz bereits das Kostümbild für „Die Griechische Passion“ gestaltete. Was kann ein Kostüm auf der Bühne erzählen, verraten, verschleiern? Annette Braun  Ich erfinde ein Kostüm oft aus einer sehr persönlichen Betrachtung. Das meine ich auch existenziell. Daraus entsteht die Figur, dann das Kostüm, ich denke dann, vielleicht hilft das Kostüm der Figur, sich in dem jeweiligen Rahmen zurechtzufinden. Oder ich gebe ihr damit eine Chance, sich besser zu positionieren, vielleicht sogar zu überleben. Woher erhältst du Inspiration für deine Kostümwelten? Annette Braun  Die Inspiration kommt unerwartet aus der Umgebung, aber auch aus dem direkten emotionalen Verhältnis zur Figur und ist der Beginn einer Suche, die mich ab dem Moment nicht mehr los lässt. Du zeichnest außergewöhnlich kunstvolle Figurinen – wie lange sitzt du an einer Zeichnung? Annette Braun  Unterschiedlich. Manchmal bin ich mir sehr sicher, dann gelingt mir auch die Zeichnung sofort. Oft arbeite ich auch parallel an mehreren Blättern und gehe vorsichtig daran, dann kann es Tage dauern.

Kostümbildnerin Annette Braun lässt sich überall inspirieren

Oper | Cavalleria rusticana & Pagliacci

Wie wichtig ist die Wahl des Stoffes für dich? Annette Braun  Ein guter Stoff – im textilen Sinne gemeint – kann etwas verbessern, aber nichts retten. Ein guter Stoff als Stückvorlage ist dagegen ausschlaggebend. Wenn du mit der Idee eines Kostümes beginnst, bedenkst du dann den jeweiligen Darsteller, seinen Charakter, seine Physis mit? Annette Braun  Ja, ohne Darsteller kann ich nicht beginnen. Die Physiognomie und Erscheinung sind genauso wichtig, wie das, was man über die Rolle weiß. Durch das Zeichnen selbst ergeben sich erst die genauen Vorstellungen über Haltungen der Figuren – auch ganz körperlich. Das ändert oder konkretisiert sich natürlich nochmal, wenn die Proben beginnen, die Figuren durch ihre Darsteller leibhaftig werden. Welchen Moment genießt du in dieser langen Phase der künstlerischen Reise am meisten? Annette Braun  „Genießen“ ist vielleicht nicht das richtige Wort. Wenn ich merke, dass ich den richtigen Zugriff habe, dann empfinde ich auch Freude, aber das ist etwas Anderes. Ein Miterleben, zuweilen sogar Mitleiden wäre richtiger. Erst der Zeitpunkt der Premiere befreit einen davon. Das heißt nach Lacan wäre der Begriff „Jouissance“ richtig, denn bei ihm sind ja Genuss und Leiden ein und dasselbe. 10


Oksana Lyniv denkt nach über … . . . Italien Ich bewundere Italien für seine jahrhundertealte Kultur und Geschichte. Leider spreche ich selbst kein Italienisch, obwohl ich immer sehr gerne Texte, besonders Opernlibretti, lese und die Sprache auch recht gut verstehe. Die Italiener liebe ich wegen ihrer Liebe zum Gesang, besonders aber auch wegen ihres Temperaments – diese Herzlichkeit, Offenheit und Direktheit! Ich reise sehr gerne nach Italien, besonders nach Venedig, und ich koche sehr gerne italienisch. Eine Portion Spaghetti ist für mich am Tag der Vorstellung das perfekte Gericht! . . . die Kombination der beiden Opern Die beiden Werke passen für mich so gut zusammen, weil beide Handlungen so aus dem Leben gerissen sind und durch ihre Direktheit die Leidenschaften, Schmerzen und Gefühle der Menschen genauso darstellen, wie sie im wirklichen Leben sind. Das Gefühl, das alle Menschen verbindet, ist ja die Liebe. Durch die Liebe hat man die höchsten Erwartungen, aber auch den höchsten Grad von Enttäuschungen, und das ist hier in allen Aspekten geschildert. . . . die Rolle des Orchesters Das Orchester hat eine sehr wichtige Rolle, es gibt den Rahmen zur Geschichte und facht die Stimmung weiter an – gießt sozusagen Öl ins Feuer. Es hat immer eine sehr stark kommentierende Rolle, ist oft der Hintergrund, vor dem sich die Gefühle stark steigern. Wunderschön finde ich, stilistisch gesehen, die Unterscheidung zwischen Verismo, der realen Ge­ schichte, und der Commedia dell’Arte in „Pagliacci“. Leoncavallo ist es hier gelungen, zwei ganz unterschiedliche musikalische Stile vollkommen organisch zu kombinieren – eines ist ein Teil des anderen! Das finde ich wirklich sehr schön, mit diesen Gegensätzen zu spielen. . . . das Besondere der beiden Werke Ich habe beide Opern bereits in Odessa und in Lemberg dirigiert. Schon damals fand ich die Direktheit dieser Musik wunderbar. Wenn man eine Oper dirigiert, scheint es einem ja oft so, als würde man sich in einer zusätzlichen Dimension, sozusagen in einer Kunstblase, befinden. In Opern von Donizetti oder 11

Chefdirigentin Oksana Lyniv freut sich auf den packenden Doppelabend

Verdi beispielsweise haben selbst dramatische oder emotionale Momente noch eine Kunstdimension, sind verfeinert oder zu etwas Höherem veredelt. Bei „Cavalleria rusticana“ und „Pagliacci“ hingegen hat man das Gefühl, sich mitten im Leben zu befinden. Für mich als Künstlerin sehr bewegend ist außerdem eine Frage, die in „Pagliacci“ thematisiert wird: Wo hast du als Künstler das Recht, auch als Mensch wahrgenommen zu werden? Das finde ich hochinteressant, weil das im wirklichen Leben ja tatsächlich oft ein fundamentales Problem ist: Wo ist die Grenze? Dir brennen zwar Tränen in den Augen, aber du musst trotzdem auf die Bühne gehen … Wie Canio dann auch singt: Er schminkt sich, um auf die Bühne zu gehen, denn das zahlende Publikum wartet und sein eigener Schmerz geht die jetzt überhaupt nichts an. Ich denke, dass diese weitere Dimension neben der Liebesgeschichte dazu beiträgt, dass dieses Stück so ergreifend ist. Oper | Cavalleria rusticana & Pagliacci


Ezgi Kutlu debütiert mit der Rolle der Santuzza an der Oper Graz

Ab der Saison 2018/19 ge­hört Aurelia Florian zum Ensemble der Oper Graz

Zwei starke Frauen: Santuzza (Ezgi Kutlu) und Nedda (Aurelia Florian)

Warum sind viele Männer Süditaliens Heißläufer und greifen sehr schnell zum Messer – zumindest auf der Opernbühne? Santuzza  Vielleicht ist das mediterrane heiße Blut schuld! Feurige Liebe, blinder Hass, flammender Ärger, maßlose Freude, tödliche Eifersucht. Keine Grautöne, schwarz oder weiß! Oder eben blutrot! Nedda  Es gibt diese Theorie, dass Aggressivität und Jähzorn mit Erziehung kontrolliert werden können. Was meine Annahme erhärtet, dass Turiddu oder Canio schlecht erzogen sind.

Wie lange zieht Nedda mit Canio schon durch die Länder? Wie viele Abende musste sie sich ein und dieselbe Geschichte, ein und denselben Witz anhören? Nedda  Ich würde darauf lieber mit einer Gegenfrage antworten: Glauben Sie, dass Langeweile wirklich der Grund für meinen Betrug ist?

Wie stehen Sie zur Treue? Santuzza  Ein Muss für die Liebe! Nedda  Kein Kommentar.

Lieblingstier? Santuzza Vögel. Nedda  Sie macht mir alles nach.

Eine schöne Erinnerung an Ihre Ehe bzw. Ihre Beziehung? Santuzza  Nachdem er mir Blumen aus seiner Mutter Garten mitgebracht hatte, küsste er mich und sagte, dass ich seine Frau sein werde.

Lieblingseis? Santuzza Pistazien-Eis. Nedda Stracciatella.

Was sucht Nedda in Silvio? Nedda  Eine Ablenkung aus dem Alltag. Er ist die Verkörperung einer Illusion.

Was wollte Nedda in ihrem Leben noch erleben? Nedda  Zumindest den nächsten Tag.

Braucht Santuzza eine Verhaltenstherapie? Santuzza  Nein wieso denn! Nedda  Kein Kommentar …

Wie geht es mit Santuzza weiter? Santuzza  Sie bleibt eine allein erziehende Mutter.

Ist ein toter Turiddu besser als ein fremdgehender? Santuzza  In der Hitze des Moments hatte es sich so angefühlt, … jetzt muss ich ihn aber jeden Tag schrecklich vermissen.

Haben Sie einen Wein-Tipp für die Momente nach dem Mord? Santuzza  Ein guter Amarone. Nedda  Nerello Cappuccio. Viel davon!

Oper | Cavalleria rusticana & Pagliacci

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Der Barbier von Sevilla Il barbiere di Siviglia Gioachino Rossini Commedia in zwei Akten ~ Libretto von Cesare Sterbini In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Seit Graf Almaviva die schöne Rosina erblickt hat, ist er unsterblich in sie verliebt. Da es allerdings ihr Vormund Doktor Bartolo auf ihr Vermögen abgesehen hat und sie selbst ehelichen möchte, hält er sie in seinem Hause strengstens unter Verschluss. So muss sich der Graf der Hilfe von Figaro, des gewitzten Barbiers von Sevilla, bedienen, um sich Zutritt zum Hause des Doktor Bartolo zu verschaffen. Der Graf gibt sich als Soldat ebenso aus wie als Musiklehrer, bis es ihm dank des nie endenden Einfallsreichtums des Barbiers, mithilfe schmachtender Liebesbriefe, eines heftigen Gewitters und vor allem dank Rossinis pointiert perlender Musik gelingt, mit seiner Rosina das Eheglück zu finden. In der Saison 2015/16 amüsierte sich das Publikum über Axel Köhlers turbulent-witzige Inszenierung des „Barbiers von Sevilla“ und zeigte sich begeistert von Okarina Peters und Timo Dentlers Ausstattung, welche die Berufswelt des Titelhelden spielerisch sichtbar werden lässt. Nun ist diese Erfolgsproduktion erneut zu sehen. Neben Dariusz Perczak, der sein Rollendebut in der Titelpartie gibt, ist auch dieses Mal die wandlungsreiche Anna Brull als Rosina zu erleben, die 2017 beim Österreichischen Musiktheaterpreis just für diese Partie als „Beste Nachwuchskünstlerin“ ausgezeichnet wurde.

Figaro Dariusz Perczak

Graf Almaviva Tansel Akzeybek

Basilio Michael Hauenstein

Musikalische Leitung Marcus Merkel

Wiederaufnahme Fr 5. Okt 2018 19.30 Uhr

Inszenierung Axel Köhler

Vorstellungen Okt: 11., 21.* Nov: 23. Dez: 20. Beginn jeweils 19.30 | *18 Uhr

Szenische Einstudierung Christian Thausing Bühne & Kostüme Okarina Peter & Timo Dentler

Live-Audio­ deskription So 21. Okt 2018 18 Uhr (s. S. 108)

Licht Timo Dentler & Severin Mahrer

Nachklang Do 11. Okt 2018

Dramaturgie Bernd Krispin Chor Bernhard Schneider

Rosina Anna Brull

Fiorello | Ein Offizier Neven Crnić

Bartolo David McShane

Berta Sieglinde Feldhofer  ~  Grazer

Philharmoniker | Herrenchor der Oper Graz 13

Oper | Der Barbier von Sevilla


Zu Besuch beim Barber von Graz Um wieder in die Atmosphäre der hinreißendhaarigen Produktion von Rossinis „Der Barbier von Sevilla“ einzutauchen, begaben sich Dariusz Perczak und Anna Brull, die für ihre Interpretation der gewitzten Rosina beim Österreichischen Musiktheaterpreis 2017 als beste Nachwuchssängerin ausgezeichnet wurde, in den Duke Johns’ Barbershop in der Grazer Annenstraße. Was Alexander Prasser, Stefan Sagmeister und Sven Waldeck mit Rasierpinsel, Messer, Pomade und vor allem fliegenden Tüchern so machen, ist großes Kino!

Oper | Der Barbier von Sevilla


Eine Bühne voller Haare Beim Friseur mit den Bühnen- und Kostümbildnern Okarina Peter und Timo Dentler. In seinem eigentlichen Beruf ist „Der Barbier von Sevilla“ Friseur, und das ist für das Bühnenbild von entscheidender Bedeutung. Okarina Peter & Timo Dentler  Wir haben auf der Suche nach einem surrealen, poetischen Spielort den Friseur Figaro zum Bühnen- und Kostümbildner des gesamten Abends gemacht. Und damit eine Erzählebene erfunden, die inspiriert ist von der Idee, Figaro hätte diese Welt geschaffen. Was ist alles, das wir aus einem Frisiersalon kennen, auf der Bühne zu sehen? Okarina Peter & Timo Dentler  Ein riesiger Perückenkopf als Bartolos Haus, Figuren mit kunstvollen skulpturalen Frisuren, eine Läuse-Armee mit Föhnen als Waffen, viel Schaum, Wasser und Qualm und Kostüme, die entweder aus Haaren gemacht sind oder den Blick auf die jeweilige Frisur und manches Mal auf den Kernpunkt der Szene lenken. Die Haare auf dem großen Perückenkopf, der von allen Seiten bespiel- und begehbar ist, sind ja 15

60 Kilometer Waschen und Legen mit Okarina Peter und Timo Dentler

nicht aus herkömmlichem Haar, sondern aus einem ganz besonderen Material. Was kommt da zum Einsatz, um die Illusion von echten Haaren zu erwecken? Okarina Peter & Timo Dentler  Die Haare auf unserm Kopf sind aus dicken Tauen gefertigt, die man sehr gut schneiden, legen und föhnen kann! Wir sind, als die Unterkonstruktion fertig war, mit den Tauen auch wie mit Haaren umgegangen, nur eben in einem anderen Maßstab. Es ging über weite Strecken darum, eine Frisur zu kreieren, die einen Balkon beinhaltet, die zum Teil begehbar und schön zu beleuchten ist. Frisur und Architektur lagen da ganz nah beieinander. Wieviel Material kommt zum Einsatz? Okarina Peter & Timo Dentler  Als wir den Modellkopf für unseren Entwurf gebaut haben, haben wir mit dünner Paketschnur gearbeitet und uns mehrfach verschätzt, wie viele Meter tatsächlich benötigt werden. Das war bei der Übersetzung vom Maßstab 1:25 ins Original lange Zeit eine große Frage. Es mussten ja die Statik garantiert und das Gesamtgewicht im Auge behalten werden. Schlussendlich wurden circa sechzig Kilometer Seil verarbeitet!

Oper | Der Barbier von Sevilla


Kiss Me, Kate Cole Porter

usical ehr M Noch m in der gibt’s zum al-Gala ss, Music hlu c s b a Saison 50. s. S.

Eine musikalische Komödie ~ Buch von Samuel und Bella Spewack Musik und Gesangstexte von Cole Porter ~ Deutsch von Günter Neumann, in einer Neubearbeitung von Peter Lund ~ Songs in englischer und Dialoge in deutscher Sprache, mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung Marcus Merkel | Marius Burkert

Fred Graham erarbeitet eine musikalische Version von Shakespeares „Der Widerspenstigen Zähmung“, macht allerdings den Fehler, seine Ex-Frau Lilli Vanessi als Kate zu besetzen und gleichzeitig deren Schwester Bianca seiner aktuellen Partnerin Lois Lane anzuvertrauen. Lois’ Verlobter Bill Calhoun ist dem Spiel verfallen und unterschreibt einen Schuldschein als Fred Graham, was zwei Ganoven mit gezückten Pistolen auf den Plan ruft. Die privaten Eifersüchteleien schlagen in handfeste Übergriffe um, und wenn es auch am Schluss den Anschein haben mag, dass Petruchio Kate gezähmt hat, ist offen, ob auch Lilli zu Fred zurückkehrt. Cole Porters „Kiss Me, Kate“ lebt von der lustvollen Darstellung des Theateralltags, vom glänzenden Wortwitz, der mit „Wunderbar!“ wohl am besten beschrieben wird, von der turbulenten Handlung, für die sich Porter beim großen Barden inspiriert hat, singen die Ganoven doch so treffend: „Schlag nach bei Shakespeare!“ Die Energie der bereits 2016 in Paris präsentierten Inszenierung ist mit „Viel zu heiß“ nur in Ansätzen umrissen. Die optische Opulenz der mit den Realitätsebenen spielenden Bühne, die Üppigkeit der Kostüme und die Rasanz der Choreographie sind die großen Qualitäten dieser Aufführung.

Inszenierung Lee Blakeley (†) Szenische Einstudierung Tess Gibbs Choreographie Nick Winston Bühne Charles Edwards Kostüme Brigitte Reiffenstuel Licht Emma Chapman Dramaturgie Bernd Krispin Eine Produktion des Théâtre du Châtelet (Paris), die am 11. Juni 2016 Premiere hatte

Premiere Sa 20. Okt 2018 19.30 Uhr Vorstellungen Okt: 24. Nov: 4.*, 8., 11.*, 30. Dez: 7., 22., 23.* Jan: 11., 23. Feb: 15., 17.* Mär: 8., 9., 16., 22., 30. Apr: 12., 13. Mai: 11. Beginn jeweils 19.30 | *15 Uhr Live-Audio­ deskription So 17. Feb 2019 15 Uhr (s. S. 108) Vor der Premiere So 7. Okt 2018 11 Uhr Kostprobe Di 16. Okt 2018 17.30 Uhr Nachklang Mi 24. Okt 2019 After-Show-Party Fr 7. Dez 2018

Lilli Vanessi | Katharina Katja Berg Mönch

Fred Graham | Petruchio Marc Lamberty

Bill Calhoun | Lucentio Andrea Luca Cotti

Hattie Andrea Huber

Lois Lane | Bianca Bettina Paul Cedric Bradley

Erster

Ganove Martin Fournier Zweiter Ganove Kurosch Abbasi In weiteren Rollen u. a.: Gerhard Balluch, Martin Enenkel, Alfred Haidacher, Ivan Oreščanin, Nigel Watson, Götz Zemann  ~  Grazer Philharmoniker Musical | Kiss Me, Kate

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Viel zu heiß in Baltimore, denn ...

möchte lieber heute als morgen von Harrison Howell geheiratet werden, um dem Theater adieu sagen zu können.

Fred will Lois zu einer Bühnenkarriere verhelfen.

Fred Graham

&

Lilli Vanessi

treten am 1. Jahrestag ihrer Scheidung als

Petruchio & Katharina in einer Musical-Version von „Der Widerspenstigen Zähmung“ auf. Streit und Schläge sind vorprogrammiert.

Lois Lane gibt als

Bianca

General Harrison Howell wird von Lois Lane daran erinnert, dass er sich für ihre patriotischen Dienste einst mit einem Diamantarmband mit Rubinen bedankt hat.

ihr Bühnendebut. Noch weiß sie nicht, welche ihrer hinreißenden Seiten sie dem Publikum zeigen soll. Beide gleichzeitig? Lois hält die Spielsucht ihres Freundes Bill nicht mehr aus.

Bill Calhoun ist spielsüchtig und unterschreibt als „Fred Graham“ einen Schuldschein über $ 10.000.

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Musical | Kiss Me, Kate


Ein echter Hingucker: die opulente Ausstattung von Charles Edwards und Brigitte Reiffenstuel

„Über die atemberaubenden Kostüme (Brigitte Reiffenstuel), das komplexe Bühnenbild (Charles Edwards) und die Choreographie (Nick Winston) gibt es nichts anderes zu sagen als: Wow!!!“ Jeremy Chapman in „Musical Theatre Review“ vom 4. Feb 2016

„Alles, vom kleinsten Requisit bis zu den gewaltigen Bühnenbildern, alles scheint klug erdacht, reiflich ausgewählt, sorgsam realisiert zu sein.“ Philippe Jousserand in „Valeurs actuelles“ vom 5. Feb 2016

Es ist viel zu heiß auf der Hinterbühne ... und auf der Piazza

Musical | Kiss Me, Kate

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Melodien für Millionen

Kaum hat Cole Porter am 9. Juni 1891 in Peru im US-Bundesstaat Indiana das Licht der Welt erblickt, wird er auch schon reich beschenkt: Sein Großvater, der ausgedehnte Kohlengruben besitzt, kann es sich spielend leisten, dem Neugeborenen sieben Millionen Dollar in die Wiege zu legen! Weil Cole Porter keine finanziellen Sorgen kennt, sieht er auch keinen Sinn, dem Wunsch seiner Familie nach einem Jus-Studium in Yale nachzukommen, sodass er lieber in Harvard Musik studiert. Denn er kennt nur ein Ziel: den Broadway! Weil 1916 seine Patriotismus-Revue „See America First“ ein schauerlicher Flop ist, verlässt Cole Porter die USA und will sich in Paris der Fremdenlegion anschließen. Als ihm dies nicht gelingt, unterhält er die Pariser Gesellschaft auf seinen Parties mit witzigen und vor allem zweideutigen Songs. 1919 macht ihm die wohlhabende Linda Thomas einen Heiratsantrag. Wenngleich die beiden auch nur eine Josefsehe führen, so sorgt sie doch unermüdlich dafür, dass ihr Gemahl Fuß am Broadway fassen kann. Dem Einfluss seiner Gemahlin ist es zu verdanken, dass sich Cole Porters große Beobachtungsgabe mit seinem pointierten Wortwitz vereinen, wobei er stets seine eigenen Texte selbst vertont. Mit seinen Songs bringt er sein Publikum zum Schmunzeln, und mit seinen rund vierzig Broadway-Shows, die sich vor allem durch ihre Ironie und Turbulenz auszeichnen, sorgt er für volle Häuser. „Kiss Me, Kate“ (1948) ist unbestritten sein Meisterwerk, das ihm weltweite Anerkennung einbringt. Auch die Filmindustrie in Hollywood beauftragt unermüdlich Cole Porter, der in „High Society“ (1957) gekonnt sein eigenes mondänes Leben ironisiert. Doch trotz der äußeren Erfolge kennt Cole Porter viel zu genau auch die dunklen Seiten des Lebens, denn als er sich bei einem Reitunfall in den dreißiger Jahren irreparable Schäden an der Hüfte zuzieht, ist er seit 1937 an den Rollstuhl gefesselt. Seine Musik ist ihm nur bedingt Therapie, denn er versucht, seine Schmerzen mit einem Zuviel an Alkohol und Tabletten zu betäuben. Als 1952 seine Mutter und zwei Jahre später seine Gemahlin sterben, verbarrikadiert er sich im New Yorker Hotel Waldorf-Astoria in seiner Suite, die er nicht einmal verlässt, als er zu seinem 60. Geburtstag mit einer Riesenrevue am Broadway geehrt wird. Am 15. Oktober 1964 stirbt er in seinem Haus in Santa Monica, Kalifornien.

Cole Porter, zurückgezogen in seiner Suite

„Beeilen Sie sich, ‚Kiss Me, Kate‘ zu sehen: eine Verbindung von Intelligenz, Musik und Finesse.“ Marie Soyeux in „Le Figaro“ vom 5. Feb 2016

„Die Neuinszenierung des Porter-Klassikers im Châtelet ist einfach ein Meisterwerk.“ Christian Spielmann in „Lëtze­buerger Journal“ vom 12. Feb 2016

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Musical | Kiss Me, Kate


Herzlich und voll Liebe Erinnerungen an Lee Blakeley Der Brite Lee Blakeley erhielt seine Ausbildung an der Royal Scottish Academy of Music and Drama in Glasgow. Operninszenierungen erarbeitete er an der Scottish Opera, in den USA und in Kanada. Eng verbunden war er in Paris dem Théâtre du Châtelet, wo er seit 2010 regelmäßig Musicals inszenierte. Seine letzte Arbeit in Paris war 2016 „Kiss Me, Kate“. Für das OpernSaisonal erinnern sich Tess Gibbs, Brigitte Reiffenstuel und Charles Edwards an Lee Blakeley, der im Sommer 2017 nur wenige Tage vor seinem 46. Geburtstag unerwartet verstorben ist. Brigitte Reiffenstuel, die zuletzt mit ihren zauberhaften Kostümen von „La Rondine“ das Grazer Opernpublikum begeistert hat, lernte Lee Blakeley 1999 in Antwerpen kennen. Aus der Zusammenarbeit ist eine große Freundschaft erwachsen: „Lee war ein ,Teamplayer.‘ Er hat verstanden, wie man in gemeinsamer Zusammenarbeit das Beste erreicht. Er hatte immensen Respekt für seine Kollegen. Ich habe mich immer sehr sicher mit ihm gefühlt. Er hat alles immer geteilt. Meine Sorgen, meine Probleme, seinen Erfolg. Er hatte ein sehr enges Verhältnis zu seiner Familie. Familie war alles für ihn.“ Wenige Jahre später lernte der Bühnenbildner Charles Edwards Lee Blakely an der Lyric Opera of Chicago kennen, wo dieser bei „Billy Budd“ als Dramaturg involviert war. Charles Edwards war angetan von Lee Blakeleys „besonderer Mischung aus Ernsthaftigkeit, Strenge und Enthusiasmus“, die er bis hin zur letzten gemeinsamen Arbeit zeigte: „Als wir an ,Kiss Me, Kate‘ zu arbeiten begonnen haben, war ich begeistert, wie er die Entwicklung des Bühnenbilds mit seiner lebhaften, theatralischen Vorstellungskraft, seinem ausgeprägten Sinn für das Spektakuläre und seinem praktischen Verständnis für die Gegebenheiten am Theater mitgeprägt hat. Aber am liebsten erinnere ich mich an den Spaß, den Lee hatte, und an seine tiefe Überzeugung, dass alle ihre Arbeit auch genießen sollten, um wirklich etwas zur Produktion beizutragen.“ Tess Gibbs, die 23 Jahre mit Lee Blakeley befreundet war und zusammengearbeitet hat, übernimmt an der Oper Graz die szenische Einstudierung von „Kiss Me, Kate“. In ihrer Erinnerung spielt vor allem die große Freude an der gemeinsamen Arbeit eine wichtige Rolle: „Wir hatten Riesenspaß, die Sequenz Musical | Kiss Me, Kate

Lee Blakeley war „groß und frech, warm und geistreich, herzlich und voll Liebe“

,Another Op’nin’, Another Show‘ zu erarbeiten: Darin ist so viel von dem zu sehen, was uns während unserer gemeinsamen Arbeit selbst passiert ist – und das meiste davon ist nur ganz sanft überzeichnet! In dieser Produktion ist seine Sicht auf die Welt gut zu sehen, und wie er auf sie reagiert. Wir sehen die Besetzung und die Mannschaft auf der Bühne, die wunderbar und harmonisch, nämlich gemeinschaftlich, zusammenarbeiten. ,Kiss Me, Kate‘ ist vor allem ein Ensemble-Stück, und es war Lees besondere Stärke, ein Ensemble aufzubauen. Er führte Fremde zusammen und machte sie nicht nur zu Kollegen, sondern auch zu Freunden. Und das nicht nur für die Dauer einer Produktion, sondern auch noch lange danach, als schon längst das letzte Requisit wieder verstaut war.“ In ihrer Erinnerung gerät Tess Gibbs geradezu ins Schwärmen, wenn sie an „Kiss Me, Kate“ denkt: „Diese Produktion war sehr ambitioniert und anspruchsvoll, und er war zu Recht stolz darauf. Sie ist wie Lee: groß und frech, warm und geistreich, herzlich und voll Liebe.“ 20


Salome

ch Mickis rt Stefan erläute d n u spielt e“ „Salom 18, Okt 20 Mo 15. r h U 19.30

Richard Strauss

Musikdrama in einem Aufzug ~ Libretto vom Komponisten nach dem Schauspiel „Salomé“ (1893) von Oscar Wilde ~ In der deutschen Übersetzung von Hedwig Lachmann In deutscher Sprache mit Übertiteln

Hat sie unsere sehnsüchtigen Blicke auf ihrer mondweißen Haut gespürt? Scheu, mit einem Hauch von nervösem Fieber dreht sie sich zu uns um. Ja, sie hat, und sie weiß um die erwachten Kräfte ihres Daseins: Salome, höre unser Flehen, dir nahe zu sein, dich anzusehen, dich zu begehren, zu erobern, zu beherrschen! Herrscher Herodes kann seine Augen nicht länger von deinem Körper nehmen, vergisst darüber, dass du seine Stieftochter bist, dass deine Mutter Herodias im Schlafgemach auf ihn wartet. Wie von Sinnen bietet er dir an, einen Wunsch zu erfüllen, wenn du ihm den Tanz der sieben Schleier vollführst. Aus deinem purpurnen Mund möchte er die an ihn gerichtete Bitte hören, als Vorspiel für die erträumten Phantasien mit dir. Salome, was wirst du fordern? Den Kopf des Propheten! Die unabwendbare Apokalypse wirft ihre Schatten über uns, und wir hören deine fiebrige Stimme, die uns zuflüstert: „Das Geheimnis der Liebe ist größer als das Geheimnis des Todes.“ Zwischen entfesselten Leidenschaften, rauschhaften Rhythmen, ekstatischen Klängen aus der Tiefe und dem feinen psychologischen Spiel hinein in seelische Abgründe changiert Strauss’ Meisterwerk, das seit der skandalumwobenen Uraufführung von 1905 einen unvergleichbaren Platz in der Musikgeschichte einnimmt. Nach ihrem großen Erfolg als Grete in „Der ferne Klang“ kehrt Johanni van Oostrum zurück an die Oper Graz, um der Königstochter Salome neues Leben einzuhauchen.

Musikalische Leitung Oksana Lyniv | Marius Burkert Inszenierung Florentine Klepper Bühne Martina Segna Kostüme Adriane Westerbarkey Licht Bernd Purkrabek Video Heta Multanen Dramaturgie Marlene Hahn & Jörg Rieker

Premiere Sa 10. Nov 2018 19.30 Uhr Vorstellungen Nov: 15., 25.* Dez: 1., 9.*, 12., 14., 19. Jan: 30. Feb: 2. (geschl. Vorst.), 8. Beginn jeweils 19.30 | *15 Uhr Vor der Premiere So 21. Okt 2018 11 Uhr Kostprobe Sa 3. Nov 2018 18.30 Uhr Nachgespräch So 25. Nov 2018 Nachklang Mi 19. Dez 2018

Salome Johanni van Oostrum Jochanaan Thomas Gazheli | Wilfried Zelinka Herodes Manuel von Senden Herodias Iris Vermillion Narraboth Pavel Petrov Ein Page Mareike Jankowski 1. Jude Roman Pichler 2. Jude Martin Fournier

3. Jude Albert Memeti

4. Jude Neven Crnić

5. Jude Martin Simonovski

1. Nazarener Peter Kellner 2. Nazarener Dariusz Perczak 1. Soldat David McShane 2. Soldat Konstantin Sfiris Ein Cappadocier Dariusz Perczak Ein Sklave Martin Fournier  ~  Grazer Philharmoniker 21

Oper | Salome


Salome: Die ganze Stadt zittert! 1906 erlebte Graz eine musikalische Sensation „Richard Strauss weilt seit Samstag in unserer Stadt, um die letzten Proben zu seinem Werke selbst zu leiten. Graz kann stolz sein, so rasch in der Reihe der Städte zu erscheinen, welche das Werk des großen, ja größten lebenden Komponisten aufführen.“

Wenige Monate nach ihrer skandalumtosten Uraufführung in Dresden unter der Leitung des aus Graz gebürtigen Ernst von Schuch stand „Salome“ nun österreichweit zum ersten Mal auf der Bühne! Und das nicht in Wien, denn dort hatte die Hofzensur die Aufführung aus moralischen und sittlichen Bedenken verboten, sondern in Graz, und Komponist Richard Strauss reiste zum Dirigat persönlich an, im Gepäck das Who is who der Künstlerwelt: Gustav Mahler mit seiner Frau Alma, Weltstar Giacomo Puccini, Arnold Schönberg, Alban Berg und Alexander Zemlinsky. Man schlief im Hotel Elefant. Auch die heimische Kultur war vertreten durch den Komponisten des „Evangelimann“, Wilhelm Kienzl, und nach langem Widerstreben auch durch Peter Rosegger. „Es war Jubel über Jubel gewesen“, erinnert sich Alma Mahler an die Vorstellung, nach der sofort hitzige Debatten entflammten. Die ganze Welt blickte nach Graz und diskutierte heißblütig über die halbnackte Frau, die den Kopf des Sehers Jochanaan fordert. „Ist das Kunst oder darf das weg?“ – wurde von der Herrengasse bis Schloss Eggenberg, vom Geidorf-Platz bis zur Mur gefragt. Mittendrin die Crème de la Crème der Musikwelt, die gespannt war, wie die Grazerinnen und Grazer das neue Werk Richard Strauss’ aufnehmen würden. Die Presse spekulierte, die Damen erröteten und man summte heimlich den Tanz der sieben Schleier …

Grazer Montagszeitung, Morgenausgabe, 16. Mai 1906

„Als sich der Vorhang unter den schrecklichen Schlägen des Orchesters über die nervenerschütternden Vorgänge rasch senkte, verharrte das Publikum sekundenlang in Erstarrung.“ Grazer Wahrheit 36, 20. Mai 1906

„Der Beifallssturm am Schlusse war ein geradezu enthusiastischer und der Komponist musste immer wieder erscheinen.“ Neue Freie Presse (Wien), Morgenblatt, 17. Mai 1906

„Es handelt sich hier nicht um gesunde Sinnlichkeit, sondern um die Ausgeburt der Phantasie einer sexuell perversen Natur. Dieser Stoff hat keine Seele.“ Grazer Tagblatt, Morgenausgabe, 18. Mai 1906

„Es war ein Ehrenabend der Grazer Bühne.“ Wiener Abendpost (Beilage zur Wiener Zeitung), 17. Mai 1906

„Wir sind Deutsche. Und bis jetzt noch nicht soweit semitisiert, um an dieser syrischen Wüstenpoesie Geschmack zu finden. Diese Poesie ist uns fremd. Dem Syrer mag sie verständlich sein.“ Grazer Tagblatt, Morgenausgabe, 30. Mai 1906

„Im Grazer Theater geht’s jetzt über die Frau los. Im ‚Erdgeist‘ [Wedekind] ist sie die Hyäne der Liebe, die Männermörderin. In ‚Salome‘ begnügt sie sich mit dessen schwarzem Kopf. Und wer sich bei solchen Stücken am besten unterhält, das sind die Frauen.“

Was alles im Hotel Elefant los war, zeigt mit einem Augenzwinkern der gleichnamige Abend im Hotel Wiesler! Infos auf S. 51

Oper | Salome

Heimgarten 30, 19. Mai 1906, hrsg. von Peter Rosegger

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Die großen Köpfe der Zeit ka­ men nach Graz zur „Salome“ angereist und auch Alma Mahler aus dem „Hotel Elefant“ (s. S. 51) war dabei!

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Oper | Salome


Verführerin Gedanken zu „Salome“ von Johanni van Oostrum

Johanni van Oostrum studierte in ihrer Heimat Südafrika u. a. bei Mimi Coertse. Zu ihren Partien – u. a. unter Simon Rattle und Ivor Bolton – an der Bayerischen Staatsoper Mün­chen, an der Komischen Oper Berlin, in Amsterdam, Brünn, Bonn und Weimar, zählen Marschallin, Elsa, „Figaro“-Gräfin, Antonia, Grete und Kátja Kabanová.

Oper | Salome

„Salome“ ist eines der alarmierendsten Stücke, die je geschrieben wurden; die Musik entfaltet eine der extremsten Klangwirkungen, die Oper zu bieten hat. Man könnte sagen, dass Salome ein Untier sei, doch Oscar Wilde betrachtete sie mit Mitgefühl und nannte sie „eine Tochter der Leidenschaft”. An dieser Rolle reizt mich Strauss’ Faszination, mit den äußeren Grenzen der menschlichen Psychologie umzugehen. Dies führt für mich zu einem verständnisvollen Zugang zu Salomes Ängsten, Sehnsüchten und Gewohnheiten. Ihr Verhalten ist geprägt von ihrer Erziehung, Familie und ihrem sozialen Hintergrund. Und zu diesem gehören ihre Traumatisierungen, die bereits in der Familie begannen. Salome wächst in einer Gesellschaft auf, die die eigenen Werte verloren hat. Um zu überleben, entwickelt sie sich zu einer Person, die versteht, wie man andere manipulieren kann. So hat sie Macht und erreicht in dieser dysfunktionalen Familie ihr Ziel. Salome interessiert sich für Jochanaan, weil sie hörte, dass Herodes Angst vor ihm hat. Aber wenn sie Jochanaan trifft, eröffnet sich ihr ein neues Kapitel … Jemanden wie ihn hat sie noch nie getroffen ... er spricht von Dingen, die sie nicht versteht … er ist anders, fremd. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen, auch wenn sie nicht formulieren kann, warum. Doch als sie sich ihm nähert, weist er sie ab. Und als auch ihr Versuch der Manipulation nicht greift, will sie ihn um jeden Preis! Ist sie eine boshafte Manipulatorin, die ihre Macht aus ihrer sexuellen Anziehung gewinnt? Oder ist sie ein Opfer, das nie um die wahre Liebe weiß? Bei aller Perversion anrührend menschlich … ?

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Polnische Hochzeit Joseph Beer Operette in drei Akten mit Prolog Libretto und Texte von Fritz Löhner-Beda und Alfred Grünwald In deutscher Sprache mit Übertiteln

Ein verkleideter Freiheitskämpfer, sein Onkel mit bedenklichem Blaubart-Komplex, der bereits die sechste Hochzeit mit einer natürlich noch (!) jüngeren Frau plant, eine höchst kreative, willensstarke Nachbarin, auch bekannt und gefürchtet als „Wildkatze“, und eine feierlustige Gesellschaft treffen in dieser wortwitzigen, frechen Operette der Irrungen und Wirrungen von Joseph Beer aufeinander, um die Hochzeit des Jahres, ja vielleicht des Jahrhunderts, zu feiern: Das Silber wird geputzt, die Garderobe entstaubt, das Fest der Eitelkeiten und Köstlichkeiten kann beginnen! Joseph Beers Musik tanzt dabei zwischen Operette und Musical, zwischen Jazz, Klezmer und Walzer – höchste Dramatik gepaart mit berührender Sentimentalität, wenn es heißt: „Herz an Herz, Hand in Hand, wird die Welt zum Märchenland“. Die umjubelte Uraufführung fand 1937 in Zürich statt, von wo aus die Operette ihren Siegeszug über rund vierzig Bühnen antrat. Der kometenhafte Aufstieg des kompositorischen Wunderkindes fand ein Ende, als sich Österreich 1938 Nazi-Deutschland anschloss und Beer nach Frankreich fliehen musste. Die geplante österreichische Erstaufführung mit Richard Tauber wurde von den Nationalsozialisten verhindert, und Joseph Beer geriet in Vergessenheit. Erst 2012 wurde das Meisterwerk wieder in Österreich aufgeführt. In einer Inszenierung von Sebastian Ritschel wird dieses Feuerwerk der Operette nun erstmalig die Grazer Opernbühne zum Funkeln bringen.

Premiere Sa 8. Dez 2018 19.30 Uhr

Musikalische Leitung Marius Burkert | Marcus Merkel

Vorstellungen Dez: 13., 16.*, 21., 31.** Jan: 13.*, 16., 18. Feb: 10.*, 13. Mär: 2., 24.* (geschl. Vorst.) Beginn jeweils 19.30 | *15 | **18 Uhr

Inszenierung Sebastian Ritschel Bühne Martin Miotk Kostüme Andy Besuch Licht Sebastian Alphons

Vor der Premiere So 25. Nov 2018 11 Uhr

Dramaturgie Marlene Hahn & Ronny Scholz

Kostprobe Di 4. Dez 2018 17.30 Uhr

Chor Georgi Mladenov

Nachklang Mi 16. Jan 2019 After-Show-Party Sa 2. Mär 2019

Baron Mietek Oginsky Dirk Lohr Jadja, seine Tochter Sieglinde Feldhofer Graf Staschek Zagorsky Markus Butter | Mathias Hausmann Jankowski

Graf Boleslav Zagorsky Szabolcs Brickner

Casimir von Kawietzky Ivan Oreščanin

Suza Andrea Purtić | Mareike

Sergius Korrosoff N.N.

Stasi Aleksandra Todorović

Stani Neven Crnić  ~  Grazer Philharmoniker | Chor der Oper Graz | Ballett der Oper Graz 25

Operette | Polnische Hochzeit


Heiraten auf Polnisch Wesela w stylu polskim Auf jeden Fall feucht, fröhlich und mit aller­hand Spielereien! pan młody  Der Bräutigam – im Schlepptau seine Eltern und eine ganze Hochzeitskapelle – läuft zum Haus der Braut. Dort erhält das Brautpaar einen Segen durch die Eltern. Anschließend macht sich die Hochzeitstruppe auf den Weg zum Standesamt und/oder in die Kirche. Nach der Trauung überreicht jeder Gratulant der Braut einen Blumenstrauß; diese dienen zur optischen Verschönerung des Raumes der Hochzeitsnacht. Also empfiehlt es sich, das Licht anzulassen, um die Schönheit der Blumen in voller Pracht zu genießen. Beim Auszug aus der Kirche werden dem Brautpaar kleine Münzen zugeworfen, und das junge Paar darf dann das Geld aufheben. Es heißt: Wer das meiste Geld gesammelt hat, wird im gemeinsamen Zuhause das Sagen haben. Dementsprechend zackig, geradezu hysterisch wird am Boden gekrabbelt und gesucht. Es stehen folgenreiche Jahre auf dem Spiel! Nichts für Anfänger! Auf dem Land wird drei Tage und drei Nächte lang durchgefeiert. Solche Hochzeiten sind sehr üppig und umfassen oft mehrere hundert Gäste. Die Feier am zweiten Tag trägt den Namen „Poprawiny“ – auf Deutsch: „Verbesserungen“. Eine Tradition, die eher auf dem Lande zu beobachten ist, sind „bramka weselna“: kleinere oder größere Hindernisse, die auf dem Weg zum Gasthaus stehen – von einem einfachen Seil bis zu einer Barrikade mit verkleideten Menschen ist alles denkbar. Das Brautpaar muss aussteigen und ihnen eine Flasche Wodka schenken (im härtesten Fall auch trinken). Ohne Wodka keine Party!

Das Hochzeitspaar wird an der Feier-Location mit Brot, Wodka und Salz begrüßt. Die frischgebackenen Eheleute küssen das Brot – das Brot steht für Heimat, Tradition, Familie. Anschließend beißen sie ab, was symbolisieren soll, dass es ihnen nie an etwas mangeln wird. Die WodkaGläser werden geleert und dann nach hinten geworfen. Der erste Schwips ist vorprogrammiert! Zuletzt probieren sie von dem Salz und beweisen damit, dass sie auch die salzigen Dinge in der Ehe durchstehen werden. Der berühmte Schleierwurf: „Oczepiny!“ Um Schlag Mitternacht wirft die frischgebackene Ehefrau ihren geliebten Schleier unter die anwesenden Bachelorettes. Die anschließende, mit Kreischen versehene Hysterie ist vorprogrammiert. Der Ehemann wirft analog dazu seine Fliege oder Krawatte. Denjenigen, die die Hochzeitsutensilien fangen, gehört gemeinsam der nächste Tanz: das Paar von morgen? Die Brautleute stehen zum Kauf bereit! Jeder Gast kann sich einen Tanz erkaufen. So wird jeder Tanz mit Cousins fünften Grades eine goldscheinende Freude. Es wird immer bis zum Morgengrauen ausgelassen gefeiert. Schlafen ist was für Anfänger. Die vielen Spiele und Trinksprüche sorgen dafür, dass Wodka in Mengen fließt! Lediglich Nachspülen ist mit Cola oder Wasser erlaubt. Jeder Gast kann jederzeit eine Wodka-Runde für den ganzen Saal erzwingen. Einfach aufstehen und „gorzko“ (deutsch: „bitter“) ausrufen. Dann müssen alle einen Wodka trinken und die frisch Vermählten müssen sich währenddessen küssen, denn, so die Logik, mit der Süße des Kusses soll die Bitternis des Wodkas gelindert werden. Dariusz Perczak, Bariton im Ensemble der Oper Graz, wird im Sommer 2018 in Polen heiraten. Für das OpernSaisonal plauderte er aus dem Anekdoten-Schatzkästlein.

ig­ e Te füllt r polni e g e in i ein ehlen. i, fe e g b o r z Pie rfen nicht f Gra , dü gi in zeit hen tasc n Hoch n Piero und sche tlichste rianna in i Ad ierogi“ kös Die bt es be P „ e ß i m a i g tr . zena ards Mar Leonh orgasse t u e der N ! t r i t e e d und ten App Gu


Von Lebenslust und tiefer Tragik Das bewegte Leben des Joseph Beer (1908–1987) gen des Einmarsches der Nazis erneut floh und zu Nichts ließ erahnen, wie bewegt und bewegend seinem Bruder nach Nizza ging, wo er während des sein Schicksal werden sollte, als Joseph Beer 1908 Krieges blieb. Beer setzte seine Kompositionen im als Untertan der Donaumonarchie in der Nähe von Geheimen fort. Lemberg geboren wurde, der Hauptstadt des habsDas wenige, was er verdiente, versuchte er seiner burgischen Kronlandes Galizien und Lodomerien, Familie als Unterstützung zukommen zu lassen, doch (dem heutigen Lviv in der Ukraine). Als Sohn eines vergeblich. Sowohl seine Eltern als auch seine jüngere Bankiers und einer fürsorglichen Mutter verbrachte Schwester wurden in Lemberg er mit seinen zwei Geschwisgefangen genommen und in tern eine behütete Kindheit. Auschwitz ums Leben gebracht Schon früh galt der Musik seine – ein Verlust, den Beer nie vergroße Liebe, bereits im Alter von winden konnte. Im Lichte all dreizehn Jahren begann er zu dessen wurde Erfolg für Joseph komponieren. Nach einem Jahr Beer bedeutungslos. Seines BeJus-Studium zog Beer nach sitzes und seiner Karriere beWien, wo er nicht nur die Aufraubt, gelang es Beer zwar, den nahmeprüfung an der damaliHolocaust zu überleben. Die grogen Musikakademie bestand, ße treibende Kraft hinter seinem sondern auch gleich vier Jahre Erfolg aber war, wie er später erüberspringen durfte. Früh erzählte, seine Mutter mit ihrem weckte er die Aufmerksamkeit Glauben an ihn gewesen – durch seines Lehrers Joseph Marx ihren Tod hatte er das Interesse und schloss seine Studien 1930 an beruflichem Erfolg verloren. mit Auszeichnung ab. Beer verweigerte jegliche UnterSein erstes Bühnenwerk, stützung, seine Musik wieder auf „Der Prinz von Shiraz“, feierte die Bühnen zu bringen, weder große Erfolge, zu denen Joseph das Theater an der Wien noch Marx ihm überschwänglich gradie Opéra de Monte Carlo konntulierte und ihm sein Können Joseph Beer im Portrait seiner ten ihn umstimmen. Manche bestätigte, „das nur wenige sehr Tochter Suzanne Aufführungen kamen gar gegen etablierte Operettenkomponisseinen Willen zustande. Beer ten ihr eigen nennen können“. zog sich immer mehr zurück, er komponierte zwar tägZu diesem Zeitpunkt war Beer 25 Jahre alt. Die lich, jedoch in vollständiger Isolation. Die einzige UnOperette „Polnische Hochzeit“ komponierte Beer terstützung in dieser Zeit war seine Frau Hanna, eine 1937 innerhalb weniger Wochen. Die Uraufführung junge jüdische Frau aus München, die ebenfalls nach fand in Zürich statt, von wo aus die Operette ihren Nizza geflohen war und mit der er später zwei Töchter Siegeszug über rund 40 Bühnen antrat und dabei in hatte, Suzanne und Béatrice. Für die nächsten vierzig acht Sprachen übersetzt wurde. Jahre wurde Hanna zu seiner einzigen Mitarbeiterin, Ein kometenhafter Aufstieg war dem KomponisKritikerin – und oft zur überarbeiteten Schreibkraft. ten gewiss. Doch es kam anders: 1938, ein Jahr nach Joseph Beer setzte allerdings seine Studien fort, 1966 der Premiere der „Polnischen Hochzeit“, wurde Österwurde ihm der Doktortitel an der Sorbonne verliehen. reich durch den „Anschluss“ Teil von HitlerdeutschAm 23. November 1987 starb Joseph Beer in Nizza, land. Die Werke des Juden Beer wurden von den er hinterlässt ein umfangreiches Œuvre, an dessen Spielplänen gestrichen, ihm selbst gelang die Flucht: Verfeinerungen er bis zu seinem Tod arbeitete. Mit nur zwei Koffern verließ er Wien, die Stadt, in der sein außergewöhnlicher Erfolg so abrupt endete. Zwei Jahre lebte Beer in Paris, bis er 1940 weRenate Publig 27

Operette | Polnische Hochzeit


Himmelblaue Augen mit Blick Richtung Meer Im Gespräch mit den beiden Töchtern von Joseph Beer: Suzanne arbeitet heute als Professorin für Philosophie in Nizza/Paris. Béatrice Beer lebt in Philadelphia und folgt als Sopranistin dem musikalischen Ruf ihres Vaters. Eine der ersten Erinnerungen an deinen Vater? Suzanne  Es gibt so viele … Er hat mich in seinen Armen immer ganz hoch geworfen, was meiner Mutter große Angst eingejagt hat. Einmal hätte er mich fast fallen gelassen ... Wie er mir zeigte, wie ich meine Hand auf das Klavier legen soll … Wie er das Larousse Wörterbuch zur Hand nahm, um meine Fragen nach der Bedeutung von Wörtern zu beantworten. Die letzte? Suzanne  Als er ein Paket mit seinem letzten Libretto und musikalischen Skizzen erhielt, das aus Wien zurückgeschickt worden war. Er war Monate zuvor dorthin gereist, um einen Direktor zu treffen. Ich fragte ihn, was das zu bedeuten hätte, ob es ab-

Im Meer vor Nizza: Joseph Beer mit seiner Tochter Suzanne

Operette | Polnische Hochzeit

gelehnt wurde? Er sagte ja, und ich spürte den Tod in seinen Worten. Tatsächlich starb er einige Monate später. Ich vermute, dass er sehr viele Ablehnungen wie diese erfahren hatte! Aber seine letzte Reise war nicht umsonst. Ein junger Dirigent, Charlie Schneider, hatte ihn beim Vorspielen gehört und ihm gesagt, dass er die Musik wundervoll fände. Und genau diesen Mann hat meine Mutter nach dem Tod meines Vaters um Hilfe gebeten, als sie sich daran machte, sein Werk zu bewahren. Nach der Flucht vor den Nationalsozialisten, dem Leben im Untergrund, … wo war für ihn Heimat? Zu welchem Land fühlte er sich zugehörig? Suzanne  Ich weiß nicht, wo seine wahre Heimat war. Ich würde sagen, sie war das Meer. Er fühlte sich nicht sehr französisch. Er fühlte sich nicht polnisch, obwohl er sehr eng mit der slawischen Musik und Literatur verbunden war. Und er fühlte sich stark als polnischer Patriot, der Polen gegen Russland verteidigte. Oder gegen „heuchlerische“ französische Interessen. So wie es in „Polnische Hochzeit“ oder „La Polonaise“ (nach dem Krieg) niedergeschrieben steht. Er fühlte sich sicherlich nicht als Österreicher, der er tatsächlich ja nie war, aber dennoch musste er sein Leben in Wien geliebt haben. Er beschrieb humorvoll den Lebensstil der Wiener, wie sie ganze Tage diskutierend in Kaffeehäusern verbrachten – etwas, was er nie tat, da er es vorzog, für sich zu arbeiten. Und er fühlte sich sehr jüdisch, er war stolz auf Israel. Wo ist deine Heimat? Béatrice  Oh! Ich bin vielleicht so wie mein Vater, ich habe mich nie wirklich heimisch gefühlt in Frankreich (außer, wenn ich mit meiner geliebten Familie zusammen war), da ich noch immer das Unglück spürte, wie es dort seit meinen Kindheitstagen aus dem Boden schrie. Mein Temperament war auch nicht wirklich „französisch“, also konnte ich es nicht erwarten, Frankreich zu verlassen und nach Israel auszuwandern. Ich bin später in den USA gelandet, wo ich sehr gerne lebe, aber ein Teil meiner Seele ist immer noch französisch und natürlich jüdisch, sowie vedisch, slawisch ... Es ist kompliziert! (lacht laut)

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Miau!

Suzanne  Meine Heimat ist dort, wo meine intellektuellen Interessen und meine Freunde sind. Heutzutage ist sie hier in Europa. Was macht die Musik eures Vaters so besonders? Suzanne  Sie ist wunderschön, ich kann es gar nicht beschreiben, sie spricht einfach direkt mit meinem Herzen. Béatrice  Wenn ich als Baby hungrig war und schrie – so laut, dass mein Vater scherzhaft meinte: „Sie wird entweder Opernsängerin oder Fischhändlerin!“ (lacht laut), nahm mich mein Vater mit zum Klavier und begann mit mir am Schoß zu spielen. Und sofort wurde ich ruhig. Es war ein komplizierter Weg hin zur österreichischen Erstaufführung von „Polnische Hochzeit“ im Sommer 2012 – nach so langer Zeit. Das hing u. a. mit verlorenem Notenmaterial zusammen. Wie habt ihr diesen Weg unterstützt? Béatrice  Meine Mutter widmete ihr Leben meinem Vater, den sie in ihren Zwanzigern im Nizza der Nachkriegszeit traf. Sie blieb ihm bis zu ihrem Ende, 25 Jahre nach seinem Tod, immer treu und tat alles ihr Mögliche, um seine Musik zu fördern und ihr zu ihrem Recht zu verhelfen. Meine Lebensaufgabe, so wie jene meiner lieben Mutter und meiner Schwester, liegt darin, dafür zu sorgen, dass die Musik meines Vaters weltweit gewürdigt und aufgeführt wird. Daran arbeiten wir alle gemeinsam. Das autographe Manuskript (Bleistift!) meines Vaters zu „Polnische Hochzeit“ wurde mitten in der Nacht im Keller unserer Wohnung in Nizza gefunden (am 7. Juli 2010, wenn ich mich nicht irre), wo es seit Jahrzehnten in einem alten Koffer vergraben lag. Nicht einmal meine Mutter wusste davon! Eine Erinnerung an deinen Vater, die dich am längsten begleitet? Suzanne  „Ja, du schaffst das! Jo Jeg Kan!“ – ein Titel aus „Mitternachtssonne“, dem letzten Werk meines Vaters. Béatrice  Seine stechend himmelblauen Augen, wie sie mich voller Verwunderung ansehen, während ich singe. Diese Erinnerung hat mich bis heute und durch harte Zeiten hindurch begleitet ... 29

Sebastian Ritschel, Regisseur der „Polnischen Hochzeit“ über Katzen und Alkohol. Ich wollte schon immer diese Operette inszenieren, weil … sie unbedingt zurück auf die Spielpläne gehört und ein faszinierendes Beispiel dafür ist, was Operette war und wohin sich dieses Genre im europäischen Raum hätte weiterentwickeln können. In fünf Worten ausgedrückt, geht es in dieser Operette um … unzertrennliche Liebe und reichlich Alkohol. Könnte ich mich mit dem Komponisten Joseph Beer auf ein Glas Schilcher-Sekt treffen, würde ich … ihn fragen, ob er ein neues Bühnenwerk komponieren möchte. Wäre diese Operette ein Naturphänomen, wäre sie … Regenbogen und Vulkanausbruch gleichzeitig. Unter der Dusche singe ich am liebsten … gar nicht. Aber die „Katzenaugen“ verfolgen mich schon länger. Mein Lieblingszitat ist … „Es streut das Alter Silber in die Haare, wenn überhaupt man die Haare noch hat!“

CD P TIP Zur Einstimmung auf die „Polnische Hochzeit“ verlost die Oper Graz fünf Exemplare der erst 2016 erschienenen CD. Die Einspielung gewann drei Mal Gold bei den renommierten Global Music Awards. Das Magazin Opera News schwärmte über die Musik: „Beers lebhafte Melodien und schmissige Orchestrierung hauchen der Wiener Operettentradition ein Neue-Welt-Flair ein. Beer beweist Showman-Qualität mit ‚Katzenaugen‘, einem ausge-

lassenen Ragtime, der jedes Opernhaus zum Beben bringt, ebenso wie ‚Muss man denn‘, einem jazzartigen Shuffle, von dem man sofort annehmen würde, er hätte direkt von einer Broadwaybühne den Atlantik überquert.“ Wann fand die erste Aufführung von „Polnische Hochzeit“ in Österreich statt? Schreiben Sie die Lösung an presse@oper-graz.com Einsendeschluss ist der Tag des Eröffnungskonzertes.

Operette | Polnische Hochzeit


Martha Friedrich von Flotow Romantisch-komische Oper in vier Akten ~ Libretto von Wilhelm Friedrich In deutscher Sprache mit Übertiteln

Musikalische Leitung Robin Engelen | Marius Burkert

Lady Harriet führt als Hofdame der englischen Königin zwar ein Leben fernab der Sorgen, aber auch fernab der Abwechslungen. So folgt sie nur allzu gern dem Vorschlag ihrer Vertrauten Nancy, sich gemeinsam als „Martha“ und „Julia“ auf dem Gesindemarkt von Richmond zu präsentieren, wo sie das Interesse der Pächter Plumkett und Lyonel erwecken. Schneller als gedacht wird aus dem Spaß Ernst, und die beiden Damen müssen auf dem Hof den Dienst antreten. Auch wenn die zwei Frauen zu keinerlei Hausarbeit zu gebrauchen sind, verzaubert Martha Lyonels Herz mit einer „Letzten Rose“. Noch in der ersten Nacht gelingt es den Frauen, den Hof fluchtartig zu verlassen. Als Lyonel während eines königlichen Jagdausflugs seiner entflohenen Dienstmagd begegnet, streitet Lady Harriet heftig ab, ihn zu kennen, und lässt ihn gar verhaften. Da stellt sich heraus, dass auch Lyonel von Adel ist, und nun hätte sie nichts mehr gegen eine Verbindung. Bis es soweit ist, muss sie einmal mehr auf dem Markt von Richmond als Dienstmagd dem höfischen Glanz entsagen. Mit der 1847 in Wien uraufgeführten „Martha“ gelingt Friedrich von Flotow das Glanzstück, eleganten Esprit, charmanten Witz und tiefempfundenes Gefühl gekonnt miteinander zu verschmelzen. 37 Jahre lang war „Martha“ vom Spielplan der Oper Graz entschwunden – ihre Rückkehr inszeniert Peter Lund, der mit seiner phantasievollen „Zirkusprinzessin“ das Publikum verzauberte und nun das Changieren zwischen Realität und Wunschbild spürbar werden lässt.

Lady Harriet Durham Tetiana Miyus Kellner | Andreas Mattersberger

Inszenierung Peter Lund Bühne Ulrike Reinhard Kostüme Daria Kornysheva Licht Peter Lund Dramaturgie Bernd Krispin Chor Bernhard Schneider

Lyonel Ilker Arcayürek

Vorstellungen Jan: 17., 19. Feb: 3.*, 6. Mär: 3.*, 6., 15., 29. Apr: 4., 11. Beginn jeweils 19.30 | *15 Uhr Vor der Premiere So 16. Dez 2018 11 Uhr Kostprobe Di 8. Jan 2019 17.30 Uhr Nachklang Mi 6. Mär 2019

Plumkett Peter

Lord Tristan Mickleford Wilfried Zelinka | Martin Simonovski 

~  Grazer Philharmoniker | Chor der Oper Graz Oper | Martha

Nancy Anna Brull

Premiere Sa 12. Jan 2019 19.30 Uhr

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Ein Sopran liebt nicht nur Rosen

Ob als Humperdincks „Dornröschen“, mit Susannas „Rosenarie“ in „Le nozze di Figaro“ oder mit der „Letzten Rose“ in „Martha“ – die Sopranistin Tetiana Miyus hat ein ganz besonderes Nahverhältnis zu Rosen: „Die Rose ist für mich ein Symbol der Liebe. Und mir gefällt es, wenn ich auf der Bühne über Rosen und über die Liebe, also über die schönsten Dinge im Leben, singen darf.“ Im Grunde genommen mag sie alle Blumen, wie sie lächelnd ergänzt: „Ich liebe alle Blumen, wenn sie mir nur von Herzen geschenkt werden.“ Das Foto wurde beim „Burgfloristen“ gemacht. Blumen Hajek stiftet als langjähriger Partner der Oper Graz die Glücksrosen, die die Solisten vor einer Premiere erhalten.

Wussten Sie schon, dass … ’Tis the last rose of summer left blooming alone

All her lovely companions are faded and gone

No flower of her kindred, no rosebud is nigh

To reflect back her blushes and give sigh for sigh

... die Rose der Familie der Rosengewächse („Rosaceae“) hinzuzuzählen ist? Ihr Erscheinungsbild ist geprägt von unpaarig gefiederten Blättern, fünfzähligen Blüten und Stacheln, die der Volksmund gerne Dornen nennt. Die meisten der rund 250 Arten sind in der nördlichen Hemisphäre beheimatet und bevorzugen einen lichten Standort mit kalkhaltigem Boden.

... in Persien seit Jahrtausenden in Rosengärten mit Vorliebe gefüllte und stark duftende Blüten gezogen werden? Wohl in Persien hat auch die Gewinnung von Rosenöl ihren Ursprung, sodass im „Rosenkavalier“ Octavian den wie natürlich erscheinenden Duft der silbernen Rose folgendermaßen erklärt: „Ja, ist ein Tropfen persischen Rosenöls darein getan.“

... die bekannteste Verszeile von Gertrude Stein, „Rose is a rose is a rose.“ („Rose ist eine Rose ist eine Rose.“) aus ihrem 1913 veröffentlichten Gedicht „Sacred Emily“ stammt? Stein variiert diesen Vers später in anderen Werken, so 1935 in den „Lectures of America“, und macht daraus: „A rose is a rose is a rose is a rose.“

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... dass das Gedicht „The Last Rose of Summer“ des Iren Thomas Moore 1805 der populären Melodie „The Young Man’s Dream“ unterlegt wurde? In Zahlen sind die musikalischen Adaptionen von Beethoven bis Reger kaum zu fassen. Friedrich von Flotows Anverwandlung in „Martha“ fand jüngst Eingang im Kinofilm „Three Billboards Outside Ebbing, Missouri“.

... die Rose „Martha“ eine kletternde Bourbonrose ist? Ihre Blüten sind rosa mit weißer Mitte, sie ist von mittlerem Duft, stachellos und toleriert auch karge Böden in Nordlagen. Benjamin Williams züchtete 1992 in den USA eine Teerose mit dem Namen „Lady Harriet“. Ihre Blätter sind orange-pink, stark ist ihr Duft.

Oper | Martha


Ein durchaus fiktives Interview mit Friedrich von Flotow Peter Lund  Hochverehrter Friedrich von Flotow, bevor ich mir ein Herz fasse, Sie anzusprechen, muss ich Sie erst einmal fragen, welche Anrede Ihnen gegenüber als Mitglied des mecklenburgischen Uradels überhaupt korrekt wäre. Friedrich von Flotow  Mein lieber Lund, gerne würde ich Ihm aufgrund unserer gemeinsamen norddeutschen Herkunft das Du anbieten, muss Ihn aber aufgrund seines nichtadeligen Stammbaums doch ersuchen, mich mit Herr Freiherr von Flotow anzusprechen. Den Rittmeister will ich Ihm gerne erlassen. Peter Lund  Da danke ich auch schön, Herr Freiherr von Flotow. Als gebürtiger Flensburger interessiert es mich natürlich besonders, wie es Ihnen gelungen ist, in der norddeutschen Kulturwüste unserer gemeinsamen Heimat eine solche französische Eleganz in Ihren Kompositionen zu entwickeln? Friedrich von Flotow  Sie müssen in Paris studieren! Paris ist der künstlerische Mittelpunkt der Welt. Zum Glück sah ich mich aufgrund meiner wohl situierten Herkunft, gepaart mit dem Kunstverstand meines werten Herrn Vaters, schon früh in die Lage versetzt, mich in dieser wunderbaren Metropole zu bilden. Wo hat Er studiert? Peter Lund  Wer Er? Ach, ich? In Berlin. Friedrich von Flotow  Da tut Er mir leid. Ein kulturloser Schweinekoben ohne jeden Geschmack. Nicht einmal die Hauptstraße ist anständig gepflastert. Wenn auch meine „Martha“ am dortigen Opernhaus überaus reüssiert hat. Wie übrigens überall in Europa. Selbst in Übersee ... Peter Lund  Um noch einmal auf Ihre kompositorische Arbeit zurückzukommen: Besonders auffällig ist die pointierte Sprachbehandlung. Ihre Melodie folgt überraschend mühelos dem Sprachfluss ... Friedrich von Flotow  Das habe ich bei Jacques gelernt. Wenn Sie wollen, dass das Küchenmädchen am Morgen nach der Premiere Ihre Melodie singt, muss der Text passen wie ein gut sitzender Handschuh! Eine Melodie allein merkt sich kein Mensch. Ein eingängiger Text gepaart mit den richtigen Tönen, und voilà (singt) „Martha, Martha, du entschwandest!“ Peter Lund  Das hat meine Großmutter mir immer vorgesungen!

Oper | Martha

Friedrich von Flotow  Seine Großmutter war Küchenmädchen? Peter Lund  Aber zurück zu Ihren Pariser Kompositionskollegen. Es geht das Gerücht, Offenbach selbst hätte einige Melodien zu Ihrer „Martha“ beigetragen ...? Friedrich von Flotow  Niederträchtige Gerüchte einer missgünstigen Musikkritik, die es nicht ertragen hat, dass es mir gelang, die erfolgreichste Spieloper des 19. Jahrhunderts zu schreiben! Selbst in Übersee ... Peter Lund  Aber wie ist es dann zu erklären, dass es Ihnen nicht gelungen ist, diesen Erfolg noch einmal zu wiederholen? „Martha“ ist ja bedauerlicherweise Ihr einzig bekanntes Werk geblieben. Friedrich von Flotow  Was erdreistet Er sich? Ist Er verrückt geworden, einem Manne von Stand derart impertinent zu kommen? Seine Großmutter hätte Ihn beizeiten züchtigen sollen! Aber was kann man von einem Berliner auch anders erwarten! Peter Lund  Herr Freiherr von Flotow, ich danke Ihnen für dieses Gespräch.

Freiherr von Flotow interessiert sich für die charmanten Fragen von Peter Lund

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Vom Klavier zum Gesang

Ihre Einspielung von Schubert-Liedern trägt den Titel „Der Einsame“ und wurde von der Fachpresse geradezu hymnisch gefeiert. Was reizt Sie am Liedgesang, der keiner Inszenierung bedarf, um den emotionalen Reichtum eines Kunstlieds zur Geltung zu bringen? Ilker Arcayürek  Die erste CD-Einspielung ist immer etwas ganz Besonderes, und ich bin umso dankbarer für die positiven Rückmeldungen. Ich denke, die Kunstform des Liedgesangs ist die Königsdisziplin. Mich erfüllt es, mich mit dem Text und der Musik detailliert zu beschäftigen und nach Farben im Ausdruck zu suchen. Ich lerne durch den Liedgesang auch viel für die Opernbühne – je weniger man „inszeniert“ und die Szene reduziert, desto ehrlicher kann ein Vortrag sein.

In „Martha“ gibt er sein Debut in Graz und ist auch noch in „Oberon“ zu erleben: Ilker Arcayürek

Der Tenor Ilker Arcayürek im Gespräch über die glücklichen Zufälle in seinem Künstlerleben. Als Kind wollten Sie Pianist werden, nun sind Sie gleichermaßen als Lied- und Opernsänger erfolgreich. Wie verlief denn Ihr Weg vom Klavier zum Gesang? Ilker Arcayürek  Mehrere Zufälle, Glück, aber auch viel Arbeit ebneten mir den Weg als Sänger. Ich wollte als Kind nie singen, sondern vielmehr immer nur Klavier spielen. Im Alter von neun Jahren erhielt ich dann aber eine Einladung zu den Mozartsängerknaben. Ich merkte schnell, dass mir das Singen in der Gruppe enormen Spaß macht, und so habe ich die Liebe zum Gesang erst auf den zweiten Blick entdeckt. Ich blieb sehr lange dem Chorgesang treu, bekam dort aber vermehrt kleinere Soli. Irgendwann beschloss ich dann, Gesangsunterricht zu nehmen und wurde plötzlich bei einem Gesangswettbewerb entdeckt. Von da an habe ich den Weg des professionellen Opernsängers eingeschlagen. 33

2019 geben Sie als Lyonel in „Martha“ Ihr Debut an der Oper Graz. Beschäftigen Sie sich mit Aufnahmen aus früheren Zeiten, um zu Ihrer eigenen, für Sie stimmigen Interpretation zu finden? Ilker Arcayürek  Ich muss gestehen: Ich bin ein großer Fan von alten Aufnahmen. Ich schätze mich glücklich, in einer Generation aufzuwachsen, wo es uns die Medienvielfalt erlaubt, auf diese Aufnahmen nach Belieben zurückzugreifen. Viel zu oft habe ich von gleichaltrigen Kollegen gehört, sie würden keine Aufnahmen anhören, um ihre Interpretation nicht zu beeinflussen. Da bin ich anderer Meinung: Die großen Namen wie Wunderlich, Caruso, Gedda usw. haben ein Stück Opernhistorie geschrieben, und man sollte sie alle kennen und im Anschluss darauf basierend seinen eigenen Weg finden.

CD P TIP Die Debut-CD von Ilker Arca­yürek, „Der Einsame“, hat die Kritik begeistert. „The Guardian“ bescheinigte dem jungen Tenor „eine Klasse für sich“, und Jürgen Kesting wünschte sich in der „Opernwelt“, dass die Aufnahme „wirklich für Aufsehen sorgen sollte“.

Fünf Exemplare sind zu gewinnen, wenn Sie die Antwort auf folgende Frage an presse@oper-graz.com schicken: Vom wem stammt das Gedicht „Über allen Gipfeln ist Ruh“? 1. Goethe 2. Schiller 3. Wieland Einsendeschluss ist der Tag der Premiere.

Oper | Martha


König Roger Król Roger Karol Szymanowski Oper in drei Akten ~ Libretto von Jarosław Iwaszkiewicz und Karol Szymanowski In polnischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung Roland Kluttig | Robin Engelen

Im mittelalterlichen Sizilien beherrscht der Normannenkönig Roger II. die Insel. Da taucht in seinem Reich ein ebenso charismatischer wie schöner Hirte auf, von dem es heißt, er würde einer neuen Gottheit huldigen, die Menschen zu exzessivem Rausch verführen und dadurch die christlichen Sitten in Gefahr bringen. Schon beginnt Roxane, die Gemahlin Rogers, der Faszination des Hirten zu erliegen, da widersetzt sich der König der Forderung des Klerus und des Volks, den Jüngling hinzurichten. Als der König die Macht des Glaubens, von der der Jüngling erfüllt ist, erkennt, legt Roger die Zeichen seiner Macht ab, um ihm, wie es seine Frau schon getan hat, zu folgen. Roger tritt eine Reise ins Ungewisse an, bis ihm der Jüngling in der Gestalt des Dionysos erscheint. Anders als Roxane beschreitet Roger nicht den Weg der Ekstase, denn er hat zu sich selbst gefunden. In der 1926 in Warschau uraufgeführten Oper des polnischen Komponisten Karol Szymanowski verschmelzen Byzantinismus, die Welt der Araber und die griechisch-römische Antike, und in seiner schillernden, flirrenden, klangberauschten Partitur erschafft Szymanowski ein Werk, das Oper, Oratorium und Mysterienspiel zugleich ist. Zu Regisseur Holger Müller-Brandes und Ausstatterin Katrin Lea Tag tritt Ballettdirektorin Beate Vollack hinzu, um mit dem Ballett der Oper Graz das Unausgesprochene, Rätselhafte, Vieldeutige körperlich fühlbar werden zu lassen, das unter dem Dirigat von Roland Kluttig klangsinnlich hörbar ist.

Inszenierung Holger MüllerBrandes Choreographie Beate Vollack Bühne & Kostüme Katrin Lea Tag Licht Sebastian Alphons Dramaturgie Bernd Krispin & Jörg Rieker Chor Bernhard Schneider

Premiere Do 14. Feb 2019 19.30 Uhr Vorstellungen Feb: 16., 27. Mär: 1., 7., 17.*, 27. Apr: 5., 28.* Mai: 4. Beginn jeweils 19.30 | *15 Uhr Vor der Premiere So 3. Feb 2019 11 Uhr Kostprobe Sa 2. Feb 2019 10.30 Uhr Nachgespräch Fr 1. Mär 2019 Nachklang Mi 27. Mär 2019

Singschul’ Andrea Fournier

Roger II. Markus Butter Roxane Aurelia Florian Der Hirt Andrzej Lampert Edrisi Manuel von Senden Der Erzbischof Wilfried Zelinka Diakonissin Marijana Grabovac  ~  Grazer Philharmoniker | Chor der Oper Graz | Ballett der Oper Graz | Singschul’ der Oper Graz Oper | König Roger

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„Ein Jahr noch bis zur Premiere“ Markus Butters Reise zu „König Roger“ Zugegeben. Ich hatte noch nie von der Oper gehört. Król – König, aha, polnisch. Szymanowski, auch polnisch, ich kenne den Namen, mehr nicht. Zuerst einmal anhören. Wow. Das muss einen live ja überwältigen. Die mächtigen Chöre, eine ganz eigene Klangwelt, und dann: die Baritonpartie. Zu tief? Zu hoch? Nein, perfekte Lage. Sehr dramatisch, ausdrucksstark. Polnisch. Habe ich schon gesungen, hat mir sehr gut getan. Aber ich werde Hilfe brauchen, viel Hilfe! Also, worum geht es da eigentlich? König Roger II., ein sizilianischer König aus dem Mittelalter, ein Eroberer, reich, gebildet, weltoffen. Ein Christ mit Harem, na so was! Werden wir in schwerer Rüstung auf der Bühne stehen? Oder im Anzug als Firmenboss oder Staatspräsident? Ich lasse mich überraschen. Was geschieht mit mir als Roger? Mein Volk ist in Sorge, ein Verführer treibt sein Unwesen und erschüttert die moralischen Prinzipien meiner Gesellschaft. Schlimmer, viel schlimmer: Der strahlende junge Hirte hat meine geliebte Gattin Roxane in seinen Bann gezogen. Irgendwie lässt er auch mich nicht kalt. Machtverlust. Quälende Eifersucht: Was hat dieser Hirte, was ich nicht habe? Wie tickt der eigentlich, und was ist mit Roxane los? Lass ich sie ziehen, komme ich mit, wohin auch immer? Ein innerer Kampf erstreckt sich über die drei Akte der Oper. Stolz überwinden, Machtverlust hinnehmen, Schwäche zeigen, als König niemals. Aber als einfacher Mensch, ohne die Last der Macht, frei von Verantwortung? Aufbruch zu neuen Ufern, zu neuen Erfahrungen, Bewusstseinserweiterung. Der Liebe folgen. Ich habe mich bereits in das Stück verliebt. Da wird viel über grundlegende Themen diskutiert werden müssen. Vernunft gegen Lust. Tradition gegen Erneuerung. Kirche gegen Aufklärung. Öffentliche gegen private Person. Was wird mir die Musik sagen? Ja, die Welt des Hirten klingt anders als meine Welt. So verführerisch schön, Tenor eben. Und Roxane? Sie kennt wohl schon diese andere Musik, sie klingt nämlich genauso – lasziv geradezu. Und der Schluss? Erleuchtung – oder geht ihm nur ein Licht auf? Folgt er dem dionysischen Lustrausch, dem alle folgen, oder widersteht er der Versuchung, 35

Der steirische Bariton Markus Butter war an der Bayerischen Staatsoper München, der Deutschen Oper am Rhein und der Semperoper Dresden verpflichtet, gastierte bei den Salzburger Festspielen, in Bregenz, Wien, Kopenhagen, Tokio, Paris, Rom und Berlin und 2018 als Gunther („Götterdämmerung“) am Royal Opera House Covent Garden. Als Ensemblemitglied der Oper Graz singt er 2018/19 neben König Roger auch in „Polnische Hochzeit“ und „Mario und der Zauberer“.

indem er die Morgensonne als apollinisches Symbol für Form und Ordnung besingt? Ein Jahr noch bis zur Premiere. Ich begebe mich jedenfalls auf die Reise. Oper | König Roger


Szymanowski verstehen Der Tenor Andrzej Lampert über die Figur des Hirten in „König Roger“. Das Schaffen von Karol Szymanowski ist faszinierend, doch nach wie vor zu wenig bekannt. Welchen Stellenwert hat er im polnischen Musikleben? Andrzej Lampert  Dies wird meine erste Darbietung der Oper sein, daher kann ich diese Frage nur schwer beantworten. Karol Szymanowski ist einer der bekanntesten Komponisten, nicht nur in der polnischen Musikszene des 20. Jahrhunderts, sondern auch europaweit. „Król Roger“ („König Roger“) ist eine Oper, die mehrmals im In- und Ausland (zuletzt in Paris und London) inszeniert wurde. Zugegeben, seine Musik ist anspruchsvoll ... ... aber dennoch von großer theatralischer Wirkung. Was schätzen Sie an seiner Musik und Persönlichkeit? Andrzej Lampert  Ich schätze das Talent und die originelle musikalische Ausdruckweise von Szymanowski. Ist die Auseinandersetzung mit Szymanowski in Polen beeinflusst von der allgemein bekannten Homosexualität des Komponisten? Andrzej Lampert  Meiner Ansicht nach interessieren sich nur wenige Menschen für die sexuelle Orientierung des Komponisten. Und wie haben Sie selbst Ihren Weg zu „König Roger“ gefunden? Andrzej Lampert  Ich selbst musste erst zuhören lernen, Szymanowski verstehen lernen. Zweifellos war es für mich hilfreich, dass ich bereits einige seiner anderen Werke gesungen habe. Der Hirte ist charismatisch und fähig, die anderen Figuren zu verführen. Was reizt Sie an dieser Rolle, an diesem Stück? Andrzej Lampert  Ich finde schon die Herausforderung spannend, diese Partie zu singen und mich mit dem komplexen Werk zu messen – sowohl in musikalischem als auch thematischem Sinne.

Oper | König Roger

Der polnische Tenor Andrzej Lampert studierte Jazz und Popularmusik in Katowice, nahm u. a. eine CD mit Sarah Brightman auf und absolvierte gleichzeitig das Studium in Sologesang in Krakau. Zu seinem Opernrepertoire zählen Partien wie Alfredo Germont („La Traviata“), Ernesto („Don Pasquale“), Lenski („Eugen Onegin“), Rodolfo („La Bohème“), Pinkerton („Madame Butterfly“), Nemorino („L’elisir d’amore“), Barinkay („Der Zigeunerbaron“) und Don Narciso („Il Turco in Italia“). Als Alfredo gastierte er in Montpellier, als Tamino („Die Zauberflöte“) in Baden. Konzerte gab er in Kanada und Deutschland.

Karol Szymanowski war viel auf Reisen, auf denen er sich Inspirationen für seine Musik, für sein Schaffen geholt hat. Woher beziehen Sie die Inspirationen für Ihre Kunst? Andrzej Lampert  Die Natur und die Schönheit der Schöpfung im Allgemeinen, auch die Musik, aber besonders andere Menschen, meine Familie und die Kinder sind für mich eine Inspiration.

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Askese und Ekstase Szymanowskis Klangwelt Die europäische Musik der Jahrhundertwende steht im Zeichen des Klangrausches. In der Nachfolge Richard Wagners wird das Orchesterpedal zum Medium exzessiver Klanginszenierungen: das Wort „Klang“ selbst bekommt eine magische Bedeutung, so dass Paul Bekker ein Buch „Klang und Eros“ nennen kann. Zu diesen Klang-Erotomanen muss auch der polnische Komponist Karol Szymanowski gezählt werden, der 1882 geboren wurde. Klammern wir die bewusst polnische Schaffensperiode Szymanowskis einmal aus, so sind viele seiner Werke – ungeachtet aller Differenzierung in Form, Struktur und Instrumentation – absolute Klangemanationen. Szymanowskis Cousin, Jugendfreund und späterer Librettist Jarosław Iwaszkiewicz berichtet davon, dass das Wort „Klang“ und „Klingen“ ein Lieblingsausdruck Karols war. Entsprechend wird das „klangliche Wundererlebnis“, die „berauschende sphärische Geistererscheinung des Tönens“ ein Ur-Thema im Schaffen Szymanowskis, das sich ohnehin Ritualen und antiken Symbolen verschreibt. „Sinnlich, dunstig und schwül“ sind die Hauptattribute damaliger Kritiken, und Iwaszkiewicz schreibt an einer Stelle, dass es eine derart „unverschämt metaphysisch unanständige Musik“ wie die Szymanowskis vorher noch nicht gegeben habe. Derselbe Iwaszkiewicz rühmt auch an den von ihm getexteten Liedern eines verliebten Muezzin die „Schwüle und den Moschusduft“ – Attribute, die nach Fin de siècle, Décadence, Jugendstil und Orientalismus schmecken. In der Tat umgibt die Figur Szymanowskis etwas von der Aura des vergangenen Künstler­ ideals, das sich mehr im Mysterium gründet als in Schaffensemsigkeit, mehr in Morbidezza als in Motorik, mehr nach tiefen Schichten des Daseins forscht als sich in robuster Musizierfreude auslebt. Biographisch setzt sich dieses Dasein zusammen aus polnischer Verschlossenheit und Wiener Bohème, katholischer Strenge und Dionysiertum, Ekstase und Askese. Und bedenkt man, dass die schillernde und faszinierende Existenz Szymanowskis tatsächlich vom Keim der Auf­

lösung befallen, vom Hauch des Todes gestreift war – in Form einer schleichenden Tuberkulose –, dann wird die Nähe zum Thomas Mann’schen Künstlertyp geradezu verblüffend deutlich. – Doch: Der Knabe Karol schwelgte zwar am Klavier in Wagner-Klängen und gab sich auch später „Tristan“-Exzessen hin, er weilte sogar als Patient in Davos, dem Zauberberg; dennoch offenbart sich in seiner Musik mit ihrem unbedingten Schönheitspostulat kein kränkelnder Jüngling oder gar lebensfeindlicher Charakter, sondern eine Persönlichkeit, die wie die großen Zeitgenossen um Individualismus der Form und des Ausdrucks ringt. Ein Ausdrucksbedürfnis, das immer wieder als ekstatisch bezeichnet und dadurch in Beziehung zu Skrjabin gebracht wird. Doch wenn man Skrjabin einen Konstrukteur und Programmatiker der Klangekstase nennen könnte, so vollzieht sich Ekstase im Werk Szymanowskis eher willkürlich, von innen heraus, entfaltet sich aus dem Misterioso der Satzanfänge in stetig steigender Fieberkurve und entlädt sich in vokaler wie instrumentaler Apotheose. So in den Violinkonzerten, die Szymanowski für den fulminanten Geiger Pawel Kochansky schrieb, so in der 2. und 3. Symphonie, so in der Oper „König Roger“, so aber auch in den Orchesterliedern, den Streichquartetten und der Klaviermusik. Wolfgang Molkow

Karol Szymanowski


Ein König in der Krise

Über die Faszination von Karol Szymanowskis „König Roger“ sprechen der Regisseur Holger Müller-Brandes, Ausstatterin Katrin Lea Tag, Choreographin Beate Vollack und Dirigent Roland Kluttig. Ganz direkt gefragt – worum geht es in „König Roger“? Holger Müller-Brandes  Es geht um die Krise eines Königs, der nicht weiß, dass er in einer Krise ist. Er denkt, alles sei in Ordnung. Doch am Anfang wird ihm gesagt, dass eine Krise besteht. Der Hirt kommt hinzu und erzählt von einem Gott, und die vorher scheinbar noch gefestigte Gesellschaft fängt an, in Bewegung zu kommen, dem Hirten hinterher zu laufen. Die Aufgabe des Königs ist es, für sich herauszufinden, ob er diese repräsentative und die Gesellschaft einigende Funktion wiedererlangen kann. Was der Hirt über diesen Gott erzählt, mit dem alle sympathisieren, das muss er eigentlich aus sich selbst erschaffen. Schon bei unserem allerersten Gespräch über „König Roger“ war nicht nur Ihre Faszination für das Werk spürbar, sondern auch eine ebenso leidenschaftliche Schwärmerei für Polen, seine Kultur und seine Menschen. Woher rührt denn diese Begeisterung? Holger Müller-Brandes  Ich bin viel in Frankreich gewesen und wollte dann Deutschlands anderes Nachbarland kennenlernen. So bin ich nach Warschau gekommen und war überwältigt. Warschau war total zerstört, denn nach dem Warschauer Aufstand haben die Deutschen auch noch das Schloss in Schutt und Asche gelegt. Während einer Zeit der absoluten Mangelwirtschaft wurde anhand von Stichen und Fotografien die Altstadt von Warschau wiederaufgebaut, und bis in die achtziger Jahre war dann auch noch das Schloss rekonstruiert. Das ist eine unglaubliche Tat, und Gleiches gilt für Danzig und viele andere Städte. Du gehst in die Knie, wenn auf einer Plakette zu lesen ist: „1954 wiedereingeweiht.“ Und wenn man nicht nur ab und zu nach Polen fährt, wird einem klar, dass Polens Kulturleben wahnsinnig reich ist, und wie schön es ist, wie sie mit ihrer Kultur umgehen.

Oper | König Roger

Was begeistert Sie als Dirigent an Syzmanowskis Oper? Roland Kluttig  Ich habe mich mit vielen seiner Zeitgenossen beschäftigt, also Bartók, Janáček, Sibelius und mit Strauss und Mahler, Ravel, Debussy. Aber ich finde, dass er etwas ganz Besonderes ist, denn in dieser Oper kommt alles zusammen. Dieses Orientalisch-Flirrende und andererseits auch etwas, was ihn von den französischen Impressionisten abhebt. Ich würde es als etwas Holzschnittartiges bezeichnen, was sich zu seinem Lebensende hin noch verstärken wird. Vielleicht ist das das Polnische? Wie das alles eine Einheit eingeht, finde ich einzigartig. Ich höre viele verschiedene Ebenen, die gleichzeitig ablaufen. Das finde ich sehr interessant. Die Zuschauer sind gewiss schon gespannt darauf, wie der Tanz in die Produktion integriert sein wird, wo doch „König Roger“ eigentlich nicht als Oper mit Ballett gedacht ist. Beate Vollack  Dann kommen sie sicher zur Premiere und schauen sich dieses Meisterwerk an! In der Musik hört man Bewegung, sie fragt und fordert geradezu danach. Es gibt musikalische Momente, die für mich Ballett-Passagen sind, wobei ich allerdings im Tanz etwas Orientalisches vermeiden möchte. Die Grazer Aufführung ist ja bereits Ihre zweite Beschäftigung mit „König Roger“. Welche Rolle hat der Tanz in der Inszenierung von David Pountney gespielt, bei der Sie ebenfalls mitgearbeitet haben? Beate Vollack  Da gab es genau definierte Stellen, im zweiten und dritten Akt. Sie werden bei der zweiten Auseinandersetzung anders an dieses Stück herangehen? Beate Vollack  Ja, unbedingt! Ich freue mich, noch tiefer in das Stück vorzudringen und eine neue Sichtweise mitzugestalten. Das Stück ist klar in seinen optischen Vorgaben: Es changiert zwischen der Cappella Palatina, die man ja auch heute noch besuchen kann, und einem antiken Theater. Wie bringt man das in einen Opernabend? 38


Roland Kluttig, Holger Müller-Brandes, Katrin Lea Tag und Beate Vollack auf der Feststiege der Oper Graz

Kathrin Lea Tag  Es war von Anfang an klar, dass wir nicht in einer Kirche spielen, sondern wir haben versucht, uns an der Ästhetik der Ikonen zu orientieren. Und da tauchte immer wieder dieses Gold auf, diese Mosaike, die wir auch übernehmen, aber auf eine abstrahierte, vereinfachte Form. Eine goldene Fläche hat etwas Archaisches. Und auf die trifft das Material Erde. Und wenn man mit diesen zwei Elementen spielt, sie sozusagen als Grundlage nimmt, hatten wir das Gefühl, dass sich da zwei theatrale Materialien begegnen. 39

Roland Kluttig  Das passt auch gut zur Musik. Erde und Gold passt. Dieses Flirrende, Prächtige und Ausbrechende finde ich an dieser Musik so verrückt. Das ist nicht das weich Flirrende der französischen Musik, sondern jede einzelne Ebene ist in sich ganz durchgestaltet, linear gestaltet – um dann übereinander geschichtet zu werden. Da hörst du plötzlich eine Trompete und einen Rhythmus, und parallel dazu hörst du etwas ganz anderes. Der musikalische Verlauf ist nicht vorhersehbar.

Oper | König Roger


Lucia di Lammermoor Gaetano Donizetti Oper in drei Akten Libretto von Salvadore Cammarano nach dem Roman „The Bride of Lammermoor“ von Walter Scott In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung Andrea Sanguineti | Marcus Merkel

Lucia Ashton liebt Edgardo di Ravenswood. Die beiden schwören sich ewige Treue. Doch Edgardo ist der Todfeind ihres Bruders Enrico, und dieser plant eine vernichtende Intrige: Ein Brief verkündet Edgardos Vermählung mit einer anderen. Und so beugt sich Lucia dem Willen ihres Bruders und willigt ein, Arturo zu heiraten. Mit zitternder Hand unterzeichnet die vermeintlich Verlassene das Ehegelübde, als Edgardo plötzlich hereinstürmt und sie, tief getroffen ihres Verrates wegen und voller Verachtung, von sich stößt! Zerrissen zwischen der Intrige ihres Bruders, den Beschimpfungen Edgardos, verliert sich Lucia … doch ihre Rache wird blutig sein, ihr Wahnsinn tödlich. Seitdem sie 1835 das erste Mal die Bühne betrat, gehört Lucia zu den faszinierendsten und extremsten Figuren: Sie reißt uns in flirrende Sphären empor, um einen Atemzug später in den Abgrund zu stürzen, bevor sie sich mit einer fliehenden Bewegung löst, um dem Tod furchtlos entgegen zu lächeln. Die international gefeierte Sopranistin Ana Durlovski wird das Gewand dieser Frau überstreifen und sich dem Kampf für die verbotene Liebe stellen. Unter der musikalischen Leitung von Andrea Sanguineti sind darüber hinaus Pavel Petrov als Edgardo, Rodion Pogossov als Enrico und Alexey Birkus als Raimondo zu erleben. In Szene und Raum gesetzt wird die weltweit geliebte Belcanto-Oper von Verena Stoiber und Sophia Schneider, die bereits in der Spielzeit 2016/17 „Tristan und Isolde“ an der Oper Graz erarbeiteten.

Inszenierung Verena Stoiber Bühne & Kostüme Sophia Schneider Licht N.N.

Premiere Sa 23. Mär 2019 19.30 Uhr Vorstellungen Mär: 28., 31.* Apr: 3., 7.**, 10. Mai: 3., 10., 18., 22., 25. Jun: 2.*, 14. Beginn jeweils 19.30 | *15 | **18 Uhr

Dramaturgie Marlene Hahn

Vor der Premiere So 3. Mär 2019 11 Uhr

Chor Bernhard Schneider

Kostprobe Di 19. Mär 2019 17.30 Uhr Nachgespräch Do 28. Mär 2019 Nachklang Mi 10. Apr 2019

Lucia Ana Durlovski Edgardo di Ravenswood Pavel Petrov | Antonio Poli Enrico Ashton Rodion Pogossov | Dariusz Perczak Raimondo Bidebent Alexey Birkus Alisa Andrea Purtić | Mareike Jankowski Normanno Martin Fournier Lord Arturo Bucklaw Albert Memeti  ~  Grazer Philharmoniker | Chor der Oper Graz Oper | Lucia di Lammermoor

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Ana Durlovski studierte in Skopje. Sie verkörperte u. a. Lucia, Sophie, Massenets Manon, Donna Anna und Donna Elvira, Gilda und die Königin der Nacht (Metropolitan Opera New York) an der Wiener Staatsoper, der Semperoper Dresden und am Teatro Real Madrid. Seit 2011 gehört sie dem Ensemble der Oper Stuttgart an. 2012 erhielt sie den Deutschen Theaterpreis DER FAUST als beste Sängerdarstellerin im Musiktheater für ihre Amina in „La Sonnambula“.

Starker Stoff! Am Telefon: Regisseurin Verena Stoiber und Lucia-Darstellerin Ana Durlovski über Anfänge, Pasta all’ olio und Absolutheit. Verena Stoiber  Erinnerst du dich noch, wie und wann wir uns kennenlernten? Ana Durlovski  Wenn ich mich nicht irre, begann alles bei „Lucia di Lammermoor“ an der Staatsoper Stuttgart. Ich gastierte dort und du … Verena  Ich war noch ganz neu und war als zweite Assistentin dabei. Ana  Unser intensiverer Kontakt begann dann bei „La Sonnambula“. Zwischenzeitlich wohnten wir ja auch zusammen in einer WG … Verena  Du warst eine wirklich angenehme Mitbewohnerin! Ana  Und sehr lecker haben wir gemeinsam gekocht. Pasta all’ olio, mmmh ... Das machen wir in Graz wieder! Verena  Und vor kurzem haben wir dann „La Traviata“ in Skopje gemacht. Und jetzt arbeiten wir zum ersten Mal in Österreich miteinander. Ana  Ja, wir wollten schon immer mal „Lucia di Lammermoor“ zusammen machen. Wir wussten nur nicht wo … Verena  Ja, warum eigentlich „Lucia“? Ana  Aus diesem Opernstoff ist so viel an Farbe, Tiefe, Intensität, Dunkelheit rauszuholen … Verena  Wie viel Lucia-Produktionen hast du schon im Gepäck? 41

Ana  Ich habe mit Lucia debutiert, später habe ich sie erneut in Skopje, in Kroatien, dann in Mainz und schließlich in Stuttgart gesungen. Mit jeder Lucia findet man eine neue Seite, eine andere Reife, … manche Musikstellen habe ich erst bei der zweiten oder dritten Produktion verstanden. Verena  So geht es mir mit dem „Freischütz“. Mit dieser Oper habe ich den RingAward in Graz gewonnen und inszenierte daraufhin dort „Tristan und Isolde“ in der Saison 2016/17. Jetzt arbeite ich erneut an diesem Stoff, für die Spielzeiteröffnung am Staatstheater Karlsruhe, und es fühlt sich so vieles anders an. Ana  Du bist nicht die gleiche … Es stellt sich die Frage, ob, wenn man 100 unterschiedliche Inszenierungen macht, die eine dabei sein würde, von der man weiß: nur so. Verena  Hattest du schon mal so ein Gefühl? Ana  Gute Frage. Vielleicht „La Sonnambula“ in Stuttgart. Oder bei der „Traviata“, die wir zusammen erarbeitet haben – voller Kraft und Gewalt. Und wenn ich jetzt eine Inszenierung spielen würde, wo nur Geld durch die Luft geworfen wird, um Violetta zu demütigen, fühlt sich das für mich zu schwach an. Man muss sich auf den Text einlassen, ihn genau lesen und dann eine Entsprechung finden, die man zu 100% fühlt. Ich freue mich sehr auf unsere „Lucia“.

Oper | Lucia di Lammermoor


Das Phantomduett

Sie ist es. Sie schreitet herab; ein wichtiger Weg. Sie geht ganz weich, wie in Trance, sie schwankt Stufe für Stufe hinunter, Note für Note. Lucia geht zum erwarteten Treffen. So lange hat sie auf diese Minute gewartet. Alles ist so, wie sie es wollte, glücklich, versöhnt. Er kommt zurück, wie das Zeichen ihres Glücks, der Liebesgesang, den sie am Rande eines Brunnens ausgetauscht hatten. Bruch: es stimmt nicht mehr. Lucia schwankt. Einen kleinen Moment lang hat sie beinahe den Ariadnefaden verloren. Aber er ist nicht gerissen, die Stimme sucht ihn, ganz oben und findet ihn endlich, den Faden, der ihre Träume leitet. Ihre Träume sind wahrhaftig. Wenn sie um sich schauen würde, wenn sie diese Menge sehen würde, die sie anstarrt, wenn sie das Bewusstsein wiedererlangen würde, wäre alles verloren. So fliegt Lucia in einem wundersamen Aufschwung zu Edgar, empfängt ihn, spricht zu ihm, liebt ihn, drückt in ihren leeren Armen einen abwesenden, eingebildeten Geliebten. Die Leidenschaft verstärkt sich, die verliebte Stimme singt mit mehr Festigkeit. Das großartige Duett, dem der Partner fehlt; das Phantomduett. Es ist ein langsamer und süßer, glücklicher und zärtlicher Walzer. Lucia tanzt mit ihrer entleerten Liebe Walzer. „Alfin son tua“, sagt sie zu ihm. Endlich, endlich bin ich Dein, und du bist Mein ... „Alfin sei mio“ ... Endlich bist du Mein ... So lange mussten sie warten! Aber Schluss jetzt mit den Tränen und dem Jammer und der verlorenen Liebe. Gedankenverloren, verträumt, blutüberströmt, findet die Mörderin die Kindheit des Gesangs und seine begehrenswerte Freiheit wieder. Kein Geräusch um sie herum könnte sie noch erreichen; jedesmal, wenn der Chor der immer noch unbeweglichen Zuschauer dazwischensingt, setzt sie höher wieder ein, jedesmal höher, leichter, und weist alle in die Dunkelheit der unglücklichen Welt zurück, jene, die auf ewig von ihr getrennt sind und die die vollkommene Totalität ihrer Freude nicht verstehen. Als sie sich noch weiter emporhebt, fällt der Vorhang über dem befreiten Jubel Lucias. Cathérine Clement

Einer der größten SchottlandFans arbeitet bei uns! Die Leiterin des Ticketzentrums Isabel Zinterl hat uns einen Schnappschuss aus ihrem Lieblingsland mitgebracht. Es zeigt das Eilean Donan Castle! Da bekommt man direkt Fernweh …

Lesetipp Gehen Sie mit Gustave Flauberts „Madame Bovary“ in eine Vorstellung der „Lucia di Lammermoor“. Ganz große Literatur! „Aufmerksam folgte sie der intriganten Handlung, während eine Flut von Gedanken in ihr aufwallte, um alsbald unter den

Wogen der Musik wieder zu verfließen. Sie gab sich diesen schmeichelnden Melodien hin. Sie fühlte, wie ihr die Seele in der Brust mit in Schwingungen geriet, als strichen die Violinenbogen über ihre Nerven.“ Erhältlich u. a. in der Buchhandlung Moser am Eisernen Tor in Graz.


Opernwahnsinn!

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Meist ist es ein gebrochenes Herz, das Opernheldinnen dem Wahnsinn verfallen lässt. Und meist ist dieser gesungene Wahnsinn der wahnsinnig schöne Höhepunkt der Oper. Und eines steht fest: Für die Wahnsinnsszenen gibt es fast immer wahnsinnig viel Applaus!

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Wahnsinnig subjektive Auswahl der wahn­sinnigsten Szenen der Operngeschichte.

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Ein Kuriosum unter den Musikinstrumenten: Die Glasharmonika

Eine Glasharmonika besteht aus unterschiedlich großen, ineinander geschobenen Glasglocken, die auf einer gemein­-samen waagerechten Achse lagern, die wiederum durch ein Pedal in Rotation versetzt werden kann. Ein ähnliches klangliches Ergebnis bietet ein Verrophon.

Zur Tonerzeugung berührt der Musiker die Glockenränder mit angefeuchteten Fingern.

1761/62 wurde sie von dem späteren amerikanischen Staatsmann Benjamin Franklin erfunden, der sie zunächst „armonica“ nannte.

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Weltweit gibt es momentan etwa 300 Glasspieler, darunter 20 professionelle Glasmusiker, von denen nur etwa sechs eine Glasharmonika mit für die Kammermusik und Orchesterliteratur erforderlichem Tonumfang spielen.

Berühmter Einsatz in der Wahnsinnsarie der Lucia in „Lucia di Lammermoor“ von Gaetano Donizetti und im 3. Akt der „Frau ohne Schatten“ von Richard Strauss. In beiden Opern versinnbildlicht die Harmonika die jeweilige Schlüsselstelle.

Etwa 40 historische Harmonikas befinden sich in den Museen der Welt (darunter ca. zehn spielbare) und wenige in den Händen von Sammlern.

Oper | Lucia di Lammermoor


Oberon Carl Maria von Weber Große romantische Feenoper in drei Akten ~ Libretto von James Robin Planché ~ Deutsch von Theodor Hell Die Musiknummern werden durch Verse aus Christoph Martin Wielands Epos „Oberon – Heldengedicht in 12 Gesängen“ miteinander verbunden Auswahl und Adaption von Werner Seitzer

Musikalische Leitung Oksana Lyniv

Orient und Okzident, Feenwelt und deutsche Romantik, Rittertum und Tausendundeine Nacht, unbedingte Treue und leidenschaftliches Begehren – all dies vereint Carl Maria von Weber in seiner 1826 in London uraufgeführten Oper: Der Feenkönig Oberon und seine Gattin Titania streiten, ob eher ein Mann oder eine Frau zur Untreue neigt. Erst wenn ein Menschenpaar die widrigsten Prüfungen bestanden und den größten Versuchungen in felsenfester Treue widersagt haben wird, will sich Oberon mit Titania versöhnen. So müssen der junge Ritter Hüon von Bordeaux und die bildschöne Rezia von Bagdad über das stürmische Meer bis nach Tunis reisen, dort den eindeutigen Avancen des Sultans und seiner Gemahlin widersagen und selbst angesichts des Todes füreinander einstehen, bis der Feenkönig von der bedingungslosen Treue der beiden überzeugt ist. Webers Musik misst dem Naturelement Wasser insofern besondere Bedeutung zu, als es gleichermaßen Glücksverheißung wie Lebensgefahr symbolisiert und dem Komponisten die Möglichkeit zur Schaffung unterschiedlichster Atmosphären bietet. Ein Höhepunkt der Partitur ist in diesem Kontext die große Arie der Rezia, „Ozean, du Ungeheuer“. In der konzertanten Aufführung, in der die Buntheit der Handlung logisch gestrafft ist, um die Musik in ihrer Gesamtheit zur Geltung zu bringen, ist Birgit Minichmayr als Erzählerin zu erleben, deren Theaterauftritte u. a. am Burgtheater und bei den Salzburger Festspielen, in München und Hamburg so unverwechselbar sind wie ihre Filmrollen. Erzählerin Birgit Minichmayr

Chor Bernhard Schneider

Oberon Ilker Arcayürek

Konzertante Aufführungen Mai: 9., 19.*, 23. Beginn jeweils 19.30 | *18 Uhr

Hüon von Bordeaux Uwe Stickert

Rezia Gisela

Stille Scherasmin Neven Crnić Fatime Anna Brull Puck Mareike Jankowski Meermädchen Tetiana Miyus ~  Grazer Philharmoniker | Chor der Oper Graz Oper | Oberon

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Unvollständige Chronologie der Sommernachtsträume William Shakespeares Schauspiel „Ein Sommernachtstraum“ ist seit Jahrhunderten ein Publikumsmagnet auf der Theaterbühne. Kein Wunder, dass zahlreiche Komponisten sich der bezaubernden, aufs kurzweiligste verworrenen Komödie angenommen haben.

Birgit Minichmayr (auf dem Foto als Hedda Gabler am Residenztheater) kam in Linz zur Welt und erhielt ihre Schauspielausbildung am Max Reinhardt Seminar, wo Klaus Maria Brandauer zu einem wichtigen Lehrer und Mentor wurde. Schon während ihrer Studienzeit debutierte sie am Burg­theater. Nach einer Castorf-Produktion bei den Ruhrfestspielen in Recklinghausen wechselte sie 2004 zu Castorf an die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin. 2007 kehrte sie ans Wiener Burgtheater zurück. Von 2011 bis 2016 war sie Ensemblemitglied am Residenztheater München, und von 2010 bis 2012 war

sie an der Seite von Nicolas Ofczarek als Buhlschaft in „Jedermann“ bei den Salzburger Festspielen zu sehen. Die vielfach ausgezeichnete Schauspielerin, u. a. mit dem Ulrich-Wildgruber-Preis und dem Nestroy-Theaterpreis, ist auch in zahlreichen Filmen zu sehen, darunter „Nur Gott kann mich richten“, „Jack“, „Das Parfum“, „Alle anderen“, „Der Knochenmann“ und „Das weiße Band“. Für „Alle Anderen“ erhielt sie 2009 den Silbernen Bären als beste Darstellerin. Sie arbeitete u. a. mit Frank Castorf, Klaus Maria Brandauer, Dimiter Gotscheff, René Pollesch, Stephan Kimmig, Luc Bondy und Martin Kušej.

Henry Purcell (1659–1695) The Fairy Queen „If love’s a sweet passion why does it torment?“ Wer schon einmal Liebeskummer hatte, weiß die Antwort.

Johann Nepomuk Hummel (1778–1837) Oberons Zauberhorn für Klavier und Orchester Da webert es ganz schön – einen Jux wollt er sich machen, der Hummel!

Felix Mendelssohn Bartholdy (1809–1847) Bühnenmusik zu „Ein Sommer­ nachtstraum“ Wer sich den Schritt vor den Altar oder den Gang ins Standesamt traut, hat sicher schon einmal davon gehört …

Ambroise Thomas (1811–1896) „Le Songe d’une nuit d’été“ Sein Hamlet ist zwar be­ rühmter, aber hier tritt er leibhaftig auf: William, der Große, himself!

Erik Satie (1866–1925) Cinq grimaces pour „Le songe d’une nuit d’été“ Herrlich schräg, was Satie für Cocteaus Inszenierung des Shakespeare-Klassikers komponiert hat.

Ralph Vaughan Williams (1872–1958) Over Hill, over Dale Klar, die Engländer! Ehrensache!

Mario Castel­nuovoTedesco (1895–1968) Orchesterouvertüre zu „A Midsummer Night’s Dream” Hat fast zu jedem Shakespeare-Stück eine Ouvertüre komponiert – ein bisschen kitschig womöglich, aber eine laue Sommernacht verträgt das schon.

Benjamin Britten (1913–1976) A Midsummer Night’s Dream Natürlich hat es sich der Orpheus Britannicus der Neuzeit nicht nehmen lassen, dem großen William seine Reverenz zu erweisen.


Tosca Giacomo Puccini Melodramma in drei Akten ~ Libretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Musikalische Leitung Oksana Lyniv | Marcus Merkel

Im Fadenkreuz von Politik und Kunst, Liebe und Begehren steht die gefeierte Operndiva Floria Tosca. Leidenschaftlich liebt sie den Maler Mario Cavaradossi, den seine Freundschaft zum politisch verdächtigen Cesare Angelotti ins Visier des römischen Polizeichefs Baron Scarpia geraten lässt. Indem Scarpia Toscas blinde Eifersucht anstachelt, hofft er, dem flüchtigen Angelotti auf die Spur zu kommen. Es gelingt Scarpias Helfershelfern, Cavaradossi gefangen zu nehmen, der selbst unter Folterqualen die Ideale der Freiheit nicht verrät. Um ihrem Geliebten die Flucht zu ermöglichen, gibt Tosca vor, sich Scarpia hingeben zu wollen. Doch statt ans Ziel seiner Lust zu kommen, findet er in Toscas Kuss sein Ende. Als Tosca erkennt, dass Scarpia selbst noch im Tode Cavaradossis Entkommen verhindert und sie das Opfer eines perfiden Täuschungsmanövers ist, stürzt sie sich von der Engelsburg in die Tiefe. Rom, die Ewige Stadt, liefert mit der Kirche Sant’Andrea della Valle, dem Palazzo Farnese und der Engelsburg das pittoreske Ambiente in Puccinis Opernkrimi. Regisseur Alexander Schulin und Bühnenbildner Alfred Peter übertragen die genau definierten Schauplätze in eine optische Umsetzung, die die goldene Pracht des sakralen Raums ebenso zeigt wie die klaustrophobische Enge des Arbeitszimmers des Polizeichefs. In sämtlichen Hauptpartien neu besetzt, kehrt „Tosca“ unter der Leitung von Chefdirigentin Oksana Lyniv zurück auf den Spielplan der Oper Graz.

Inszenierung Alexander Schulin Szenische Einstudierung Christian Thausing

Wiederaufnahme Do 16. Mai 2019 19.30 Uhr Vorstellungen Mai: 26.*, 29. Jun: 6., 13. Beginn jeweils 19.30 | *18 Uhr Nachklang Mi 29. Mai 2019

Bühne Alfred Peter Kostüme Bettina Walter Licht Mario Ilsanker Video Herwig Baumgartner Dramaturgie Bernd Krispin Chor Bernhard Schneider Singschul’ Andrea Fournier

Floria Tosca Annemarie Kremer

Mario Cavaradossi Martin Muehle

Baron Scarpia Jordan Shanahan

Cesare Angelotti Peter Kellner Mesner David McShane Spoletta Martin Fournier Sciarrone | Ein Schließer Konstantin Sfiris Ein Hirt Aleksandra Todorović  ~  Grazer Philharmoniker | Chor der Oper Graz | Singschul’ der Oper Graz Oper | Tosca

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Tosca ist eifersüchtig auf Cavaradossis Kunstwerk

Vissi d’arte, vissi d’amore, non feci mai male ad anima viva. Con man furtiva quante miserie conobbi, aiutai ... Sempre con fé sincera la mia preghiera ai santi tabernacoli salì. Sempre con fé sincera, diedi fiori agli altar. Nell’ora del dolore perché, perché, Signore, perché me ne rimuneri così? Diedi gioielli della Madonna al manto, e diedi il canto agli astri, al ciel, che ne ridean più belli. Nell’ora del dolor perché, perché, Signor, ah, perché me ne rimuneri così?

Arie der Tosca Text von Giuseppe Giacosa & Luigi Illica

Nur der Schönheit weiht’ ich mein Leben, einzig der Kunst und Liebe ergeben! Offen die Hände hatt’ ich für Arme und gab meine Spende ... Gläubig gleich andern Frommen bin ich gekommen, niemals stand mein Altar von Blumen leer, die Jungfrau schien mir gnädig, sie erfüllte mein Begehr. Nun richtet eine Stunde mein armes Herz zugrunde! Warum, mein Gott, suchst Du mich heim so schwer? Meine Juwelen wollt’ ich der Kirche schenken, verirrte Seelen durch heil’gen Sang zurück zum Himmel lenken ... Warum, mein Gott und Herr, warum suchst Du mich heim so schwer? Ach, warum suchst Du mich heim so schwer, so schwer? Deutsche Übersetzung von Max Kalbeck

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Oper | Tosca


Der Chor der Oper Graz


Der Chor der Oper Graz wurde in der Ausstattung von „Il Trovatore“ (Inszenierung: Ben Baur) photographiert


Musical-Gala Show Me! Musikalische Leitung Tom Bitterlich

Kurz vor Ende der Saison können sich alle MusicalLiebhaber auf einen ganz besonderen Abend freuen, wenn die Oper Graz zur großen Musical-Gala lädt. Große Emotionen, unsterbliche Klassiker, packende Hits und wunderbare Raritäten sind die Zutaten für die abwechslungsreiche Reise durch die MusicalGeschichte. Mit von der Partie sind zahlreiche Publikumslieblinge: Frederike Haas, die als „Funny Girl“ das Grazer Publikum bezauberte, Nikolaj Alexander Brucker, der in „Chess“ um Liebe und Heimat kämpfte, Bettina Mönch, die als „Evita“ begeisterte, Marc Lamberty, der als Che Guevara auf die Barrikaden ging, Katja Berg, die als temperamentvolle Kate alle Register zieht, sowie Alvin Le-Bass, Dionne Wudu und Monika Staszak, die sich mit „Ragtime“ in die Herzen des Publikums sangen.

Mit  Katja Berg, Nikolaj Alex­ ander Brucker, Frederike Haas, Marc Lamberty, Alvin Le-Bass, Bettina Mönch, Monika Staszak, Dionne Wudu

Sa 22. Jun 19.30 Uhr & So 23. Jun 2019, 18 Uhr

Grazer Philharmoniker

Frederike Haas

Alvin Le-Bass

Dionne Wudu

Marc Lamberty

Katja Berg

Nikolaj Alexander Brucker

Bettina Mönch

Monika Staszak

Musical-Gala

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OpernKurzgenuss Salome im barocken Gewande, Salome als Grazer Stadtgespräch im Jahre 1906, eine hypnotische Warnung vor der Verführung – das sind die drei Themen im OpernKurzgenuss in der Saison 2018/19. OpernKurzgenuss Eine Kooperation zwischen der Oper Graz und der Kunstuniversität Graz

Hotel Elefant 1906: Salomes Hüllen fallen – ein nicht ganz seriöser Dokumentar-Abend Graz steht im Zentrum des weltweiten Musikinteresses, und alle reisen sie an zu der Sensation des Jahres: Puccini, Schönberg, Zemlinsky, Berg, Mahler und seine Alma … und Richard Strauss dirigiert seine Oper „Salome“ zum ersten Mal selbst. Man residiert und diskutiert im Hotel Elefant bis in die späten Morgenstunden: mal mehr, mal weniger intellektuell, mal mehr, mal weniger angeschwipst über Oscar und Otto, Freud und Frauen, Erniedrigung und Ekstase! Reisen Sie erneut in das Jahr 1906 und gehen Sie mit auf Spurensuche durch diese eine Nacht der Nächte … Nach einer ausverkauften Serie in der Saison 2016/17 kehrt die Kultnacht mit Alma zurück ins Hotel Wiesler und stellt die Kunst auf den Kopf! Musikalische Leitung  Hélio Vida Regie & Konzept  Marlene Hahn Bühne & Kostüme  Silke Fischer Wiederaufnahme  Do 31. Jan 2019, 20 Uhr, Hotel Wiesler Vorstellungen  Feb: 1., 3., 7., 10. Beginn jeweils 20 Uhr Mit  Ensemblemitgliedern der Oper Graz & Studierenden der KUG

Stephen Oliver Mario und der Zauberer Oper in einem Akt ~ Libretto von Stephen Oliver nach der Erzählung von Thomas Mann Deutsch von Manfred Weiß Trotz ausländerfeindlicher Angriffe will eine deutsche Familie ihren Sommerurlaub in einem italienischen Badeort nicht abbrechen, da der Zauberer Cipolla seine spektakulären Darbietungen angekündigt hat. Mit hypnotischer Kraft macht er den Kellner Mario glauben, er sei dessen Geliebte, wodurch sich Cipolla Marios Kuss ertrotzt. Aus seiner Trance erwacht, greift Mario zum Revolver und erschießt den Zauberer. In seiner rund einstündigen Kammeroper (1988) führt Stephen Oliver mit einem neunköpfigen Orchester in theatralischer Direktheit vor Augen, wie schnell der Mensch durch Suggestion und Manipulation zum Mitläufer wird. Nach Aufführungen in Stuttgart und Dresden kommt nun „Mario und der Zauberer“ auf der Studiobühne der Oper Graz zur österreichischen Erstaufführung. Musikalische Leitung  Marcus Merkel Inszenierung  Christian Thausing Bühne & Kostüme  Christoph Gehre Premiere  Di 2. Apr 2019, 20 Uhr, Studiobühne Vorstellungen  Apr: 7. (14.30 Uhr), 8. & 9. (20 Uhr), 11. (11 Uhr), 13. (20 Uhr) Mit  Ensemblemitgliedern der Oper Graz & Studierenden der KUG

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OpernKurzgenuss


Es war viel los im Hotel Elefant, als in Graz die Salome von Richard Strauss aufgeführt wurde Alle Infos zu „Salome“ auf S. 21

Antonio Maria Bononcini Die Enthauptung von Johannes dem Täufer

Giovanni Battista“) ist auch schon die Inhaltsangabe: „Die Enthauptung von Johannes dem Täufer“. Knapp 200 Jahre vor der verstörenden Version von Richard Strauss schrieb Bononcini ein Werk, das zwar geeignet war, auch im liturgischen Rahmen aufgeführt zu werden, das den Solisten aber auch opernhafte Brillanz erlaubt. Der Aufführungsort im Rahmen des OpernKurzgenusses ist ganz im Sinne der Reihe und des Komponisten: die Unterkirche der Herz-Jesu-Kirche.

Oratorio a 5 Libretto von Giovanni Domenico Filippeschi

Musikalische Leitung  Susanne Scholz Inszenierung  Juana Inés Cano Restrepo Bühne & Kostüme  Devin McDonough Premiere  Di 23. Mai 2019, 20 Uhr, Unterkirche der Herz-Jesu-Kirche Vorstellungen  Mai: 24., 26., 28., 29. Beginn jeweils 20 Uhr

Am Hofe der Habsburger entwickelte sich eine Sonderform des Oratoriums, denn es wurden selbstverständlich biblische Geschichten erzählt, diese jedoch nicht auf Latein, sondern in italienischer Sprache gesungen. Der deutschsprachige Titel des 1709 in Wien uraufgeführten Werks („La decollazione di San

Opernstudio Leitung  Günter Fruhmann Kontakt  guenter.fruhmann@oper-graz.com Mitglieder im Opernstudio  Neven Crnić, Mareike Jankowski, Albert Memeti, Andrea Purtić, Sonja Šarić South-East-Stipendium  Martin Simonovski, Aleksandra Todorović Meisterklassen  mit KS Renato Bruson, Prof. Cheryl Studer und Romualdo Savastano Szenischer Workshop  mit Lorenzo Fioroni Konzert des Opernstudios  Mo 11. und Mo 18. Mär 2019, jeweils 19.30 Uhr, Spiegelfoyer

Das Opernstudio bereitet junge Sänger nach ihrer Ausbildung auf die professionellen Anforderungen einer Opernbühne vor. Die Arbeit mit erfahrenen Dirigenten und Korrepetitoren, das Coaching in diversen Opernsprachen, die Meisterklassen mit legendären Opernstars und die szenischen Proben mit renommierten Regisseuren liefern die Grundlage, um sich auf der Opernbühne zu bewähren. Zusätzliche Praxis erlangen die Stimmen von morgen in unterschiedlichen konzertanten und szenischen Auftritten.

Opernstudio

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Ensemble

Anna Brull

Markus Butter

Neven Crnić

Sieglinde Feldhofer

Aurelia Florian

Martin Fournier

Mareike Jankowski

Peter Kellner

David McShane

Albert Memeti

Tetiana Miyus

Ivan Oreščanin

Dariusz Perczak

Pavel Petrov

Andrea Purtić

Sonja Šarić

Manuel von Senden

Wilfried Zelinka


Gäste

Tansel Akzeybek

Ilker Arcayürek

Gerhard Balluch

Katja Berg

Alexej Birkus

Cedric Bradley

Szabolcs Brickner

Nikolaj Alexander Brucker

Andrea Luca Cotti

Aldo Di Toro

Ana Durlovski

Thomas Gazheli

Michael Großschädl

Frederike Haas

Alfred Haidacher

Michael Hauenstein

Mathias Hausmann

Andrea Huber

Audun Iversen

Annemarie Kremer

Ezgi Kutlu

Marc Lamberty

Andrzej Lampert

Alvin Le-Bass

Dirk Lohr


*South-East-Stipendiat

Andreas Mattersberger

Birgit Minichmayr

János Mischuretz

Bettina Mönch

Martin Muehle

Johanni van Oostrum

Elena Pankratova

Roman Pichler

Rodion Pogossov

Antonio Poli

Lukas Schwedeck

Konstantin Sfiris

Jordan Shanahan

Martin Simonovski *

Marko Simsa

Monika Staszak

Christoph Steiner

Uwe Stickert

Gisela Stille

Cheryl Studer

Yngve Søberg

Aleksandra Todorović *

Iris Vermillion

Dionne Wudu

Götz Zemann


Ballett


Sandmann Premiere  Dienstag, 30. Oktober 2018

Die Jahreszeiten Premiere  Samstag, 27. April 2019

Tänze einer Ausstellung Tanz ganz nah ABC des Tanzes Selbst getanzt Offene Klasse

Opernballettschule


Sandmann Ballett von Andreas Heise nach der Erzählung „Der Sandmann“ von E. T. A. Hoffmann Musik von Benjamin Rimmer, Auftragswerk für das Ballett der Oper Graz

Choreographie Andreas Heise

Die erste Ballettproduktion der Saison nimmt ihren Ausgangspunkt bei der vielschichtigen Erzählung „Der Sandmann“ von E. T. A. Hoffmann. Der junge Choreograph Andreas Heise wird sich mit dem Schicksal von Nathanael, Clara und Olympia auseinandersetzen – eine Geschichte, die sich mit dem Konflikt von Vernunft, Realität und Phantasie beschäftigen wird. Nathanael steht wie zerrissen zwischen zwei Frauen: Clara, einem hinreißenden Wesen aus Fleisch und Blut, das wie jeder Mensch auch kleine Fehler hat, und Olympia, einer lebensgroßen Puppe. Die Faszination für diese scheinbar fehlerfreie Frau, die womöglich perfekte Gefährtin und Geliebte, gewinnt Macht über Nathanael. Sie, die alles tut, was er sich wünscht und imaginiert, wird zu einer ungestillten Sehnsucht. Wunsch, Wirklichkeit und Wahn gehen eine bedrohliche Mischung ein – es entsteht ein Kampf zwischen Realität und Traum. Diesem Konflikt sind wir täglich in Form des Internets und anderer virtueller Realitäten ausgesetzt. Gibt es daraus einen Ausweg? Schaffen wir es, diesen Versuchungen zu widerstehen und uns der Realität zu stellen? Auch das Theater, die Bühne und der Tanz ermöglichen die Flucht ins nicht Reale und doch Wirkliche. Oder ist am Ende dies die Realität? Benjamin Rimmer, der an der Guildhall School of Music and Drama Komposition studiert hat, wird zu diesen vielschichtigen Fragen die musikalische Atmosphäre entwickeln.

Bühne & Kostüme Sascha Thomsen

Uraufführung Di 30. Okt 2018 20 Uhr Studiobühne Vorstellungen Nov: 2., 3., 10., 17., 18.*, 20., 22., 25.** Beginn jeweils 20 | *16 | **18 Uhr Kostprobe Do 18. Okt 2018 18.30 Uhr

Es tanzt das Ballett der Oper Graz: Frederico Alves de Oliveira | Miki Alves de Oliveira | Stephanie Carpio | Martina Consoli | Lorenzo Galdeman | Dianne Gray | Arthur Haas | Bálint Hajdu | Lucie Horná | Philipp Imbach | Jacqueline Denise Lopez | Kristín Marja Ómarsdóttir | Clara Pascual Martí | Enrique Sáez Martínez | Christoph Schaller | Marina Schmied | Fabio Toraldo Ballett | Sandmann

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Vorgestellt: Andreas Heise

Was hat dich zum Tanz gebracht? Gab es ein Schlüssel­erlebnis? Andreas Heise  Meine Mutter war selbst Tänzerin, mein Vater Opernsänger. Ich wuchs also im Theater auf und habe mich erst in der Maskenbildnerei, dann im Kinderchor ausprobiert, bevor ich mit 16 Jahren meine Tanzausbildung an der Palucca Hochschule in Dresden begann.

Hast du als Kind an den Sandmann geglaubt? Andreas Heise  Nie! Aber es gab einen Busemann bei uns im obersten Stock im Haus. Der hatte genauso etwas Grausiges und Angst Einflößendes wie Hoffmanns Sandmann.

Mit welcher historischen Persönlichkeit würdest du gern mal zu Abend essen? Andreas Heise Mozart! Wenn du nicht Tänzer und Choreograph geworden wärst, wärst du ... Andreas Heise  ... vielleicht Sänger. Was machst du gerne, wenn sich dein Leben nicht um Tanz dreht? Andreas Heise  Tanz ist ein Lebensstil, da bleibt wenig Zeit für andere Aktivitäten. Tanz ist meine Leidenschaft ... Aber auch essen ist eine meiner größten Leidenschaften. Es ist ein Ritual! Hast du einen Sehnsuchtsort? Andreas Heise  Den habe ich nicht. Ich bin sehr anpassungsfähig und fühle mich eigentlich immer dort wohl und zu Hause, wo ich gerade arbeite. Wenn es einen Sehnsuchstsort gibt, dann ist es das Meer. Wenn du für einen Tag unsichtbar wärst, was würdest du tun? Andreas Heise  Ganz klar: in alle Schokoladenläden und Bäckereien gehen und die Leckereien genießen! Im Kino: Jennifer Grey und Patrick Swayze oder Ginger Rogers und Fred Astaire? Andreas Heise  Ich bin mit „Dirty Dancing“ aufgewachsen. Also eher die beiden. Auf welche Maschine kannst du nicht verzichten? Andreas Heise  Mein MacBook ...

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Im Juli 2015 debutierte Andreas Heise in England als Choreograph in Benjamin Brittens „Tod in Venedig“ an der Garsington Opera. Im Herbst 2015 kreierte er das Trio „Me, Myself and I“ an der Palucca Hochschule für Tanz in Dresden, welches ebenfalls mit dem Norwegischen Jugendballett in Cannes aufgeführt wurde. Im Juni 2017 feierte er sein cho-

reographisches Debut bei den Salzburger Pfingstfestspielen in Händels „Ariodante“ und am Theater in Koblenz erarbeitete er sein neues Ballett „Orfeo“ im Herbst 2017. Wagners „Der fliegende Holländer“ führte ihn im April 2018 an die Nederlandse Reisopera nach Enschede. Er arbeitet an einer choreographischen Version von Schuberts „Winterreise“.

Ballett | Sandmann


Mein Weg zum Tanz

In meiner Kindheit war ich ein etwas „zu bewegtes“ Kind, weswegen mich meine Eltern zum Geräteturnen schickten. Zweimal in der Woche erlebten sie mich nach dem Sport als ruhiges Kind, auch weil ich immer noch zwei Extra-Runden um den Sportplatz drehen durfte, als die anderen Kinder schon zu Hause waren. Meinem unbändigen Bewegungsdrang tat das offensichtlich gut. Als ich dann mit zehn Jahren auf eine Sportschule delegiert werden sollte, um ein Hochleistungsprofi zu werden, fanden meine Eltern und ich dies beängstigend, da wir im Geräteturnen nur eine kurze Zukunft sahen. Niemand in unserer Familie war jemals zuvor im Ballett gewesen, und als meine Tante ein Inserat der Staatlichen Ballettschule entdeckte, die Kinder suchte, die sich gern nach Musik bewegen, dachten wir zunächst, dies sei so etwas wie Geräteturnen ohne Geräte. Also nur am Boden oder so … Die Aufnahmeprüfung habe ich bestanden und so kam ich in die Ballettschule. In den ersten Monaten wartete ich sehnsüchtig auf den Spaß, wie Flick-Flack durch die Diagonale … aber nein, wir standen mit zwei Händen zur Stange und arbeiteten an unseren Tendus. Ehrlich gesagt war dies für mich nur deshalb interessant, weil all die anderen Mädchen in meiner Klasse daran einen so großen Spaß hatten. Diese Freude konnte ich erst nachempfinden, als wir nach drei Monaten zum ersten Mal als „Kind“ und die kleineren auch als „Maus“ im „Nussknacker“ auf der Bühne der Berliner Staatsoper stehen durften: Das erste Mal im Kostüm, auf der großen Bühne und im Rampenlicht zu stehen, war einfach das Unglaublichste, was ich je erlebt habe! Und es war direkt um mich, meine Leidenschaft und Zukunft geschehen. Ich wollte Tänzerin werden! Und mein Leben lang auf der Bühne stehen und tanzen! Den Leuten Geschichten erzählen, das wollte ich! Und das am allerliebsten als Solistin, so dass ich am Ende eines Ballettabends auch sicher sein könnte, dass alle mich haben tanzen sehen. Ich habe alles darangesetzt, arbeitete, schwitzte, litt, ertrug alles, um die Leichtigkeit und Perfektion zu erreichen, um Tänzerin, Künstlerin, ein Profi zu werden. Kurz nach meinem Abschluss wurde dieser Traum war. Erst in Berlin an der Komischen Oper und später dann, nachdem die Mauer gefallen Ballett | Mein Weg zum Tanz

war und mir die Welt offenstand, an der Bayerischen Staatsoper in München. Konstanze Vernon hatte mich bei einem Wettbewerb in Jackson, Mississippi entdeckt und mich nach München verpflichtet. Ich merkte schnell, dass das mit dem klassischen Ballett, den Spitzenschuhen und Tutus zwar wunderschön, aber irgendwie nicht genug für mich ist. Bald stieß ich an Grenzen meines Ausdrucks- und Gestaltungswillens und ich fragte mich, ob es da nicht noch etwas anderes gibt. Und so kam ich zur Moderne. Etwas, das ich in der Ausbildung nicht erlernt hatte – doch mein Körper und meine Künstlerseele verlangten nach „natürlicher“ Bewegung und Ausdruck. Ich begriff sehr schnell, dass ich damit meine Bestimmung auf der Bühne gefunden hatte. Ich wurde zu einer „modernen“ Ballerina in München. Rollen wie die „Giselle“ von Mats Ek prägten mich. Ich konnte Choreographien der bedeutendsten Choreographen interpretieren. Dies war mir das wichtigste: eine Rolle prägen und interpretieren und nicht nur zum Nachtanzen angehalten sein. Da die Zeit auch an mir nicht unbemerkt vorüberzog, entdeckte ich zum Ende meiner Tanzkarriere, dass ich eine Lust und Begabung zum Choreographieren habe. Auch wenn meine Tanzkarriere eigentlich noch nicht beendet ist … auch wenn nun meine Arbeit als Choreographin eher mit dem Rücken zum Spiegel als andersherum stattfindet. Meine ersten Kreationen schuf ich für die Oper. Dort brachte ich Sänger, Chöre und Statisten in Bewegung. Meine Überzeugung, dass jeder tanzen kann, bestätigte sich. Man muss den Menschen nur die richtige Bewegung geben. Jeder kann etwas ohne Worte mit dem Instrument seines Körpers im Hier und Jetzt ausdrücken. Mich interessieren Geschichten, Schicksale und Leidenschaften und wie man diese erzählen und ausdrücken kann. Ich möchte nicht nur die Tänzerinnen und Tänzer mit ihrer Fähigkeit und Begabung zu grenzenloser und vielfältiger Bewegungsmöglichkeit, sondern auch das Publikum mitnehmen: in eine Welt des Unbekannten und Unerwarteten. Beate Vollack

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„Coppélia“ (Choreographie: Jochen Ulrich), mit Gregor Seyffert und Harald Wink, Komische Oper Berlin Im Alter von zehn Jahren als „Kind“ im „Nussknacker“, Deutsche Staatsoper Berlin

„Cinderella“ (Choreographie: John Neumeier), Bayerisches Staatsballett

„Große Fuge“ (Choreographie: Hans van Manen), mit Norbert Graf, Bayerisches Staatsballett

„Giselle“ (Choreographie: Mats Ek), deutsche Erstaufführung, Bayerisches Staatsballett „Requiem“ (Choreographie: Birgit Scherzer), mit Mario Nötzel, Komische Oper Berlin

„Petruschka“ (Choreographie: Armin Hosseinipour), Bayerisches Staatsballett

„Poing Poing, 94“ (Choreographie: Marc Bogaerts), beim Wettbewerb in Jackson, Mississippi

„Vier Jahreszeiten“ (Choreographie: Marc Bogaerts), mit Gregor Seyffert, Komische Oper Berlin

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Ballett | Mein Weg zum Tanz


Die Jahreszeiten Ballett von Beate Vollack nach dem gleichnamigen Oratorium von Joseph Hadyn

Anders als die meisten Oratorien schildern „Die Jahreszeiten“ kein christliches Thema: Joseph Haydn verleiht den Jahres- und Tageszeiten jenseits einer konkreten Handlung musikalische Atmosphären, seine Musik erzeugt Gefühle und Stimmungen. So wird der Gang durch eine Gemäldegalerie zum Ausgangspunkt dieser tänzerischen Reise durch das Jahr. Vielfältige Bilder aus unterschiedlichen Epochen und Stilen werden durch die Musik und den Tanz zum Leben erweckt. Dem Frühling kommt dabei eine zentrale Bedeutung zu: Er markiert das Ende von Kälte und Frost, die Rückkehr von Licht und Wärme und gleichzeitig auch die Zeit der Saat, die man im Sommer oder Herbst ernten wird. Der Sommer: mit seiner Hitze womöglich Zeit des absoluten Stillstands. Der Herbst: Zeit der unglaublichen Farben und der aufbrausenden Stürme. Haydn selbst sagte (über den Herbst): „So eine besoffene Fuge habe ich noch nie komponiert.“ Der Winter: die Faszination des Gegensatzes von Kälte und hinreißender Schönheit. Das simple Paradox dabei: Die Jahreszeiten sind immer gleich und zur selben Zeit, doch jedes Jahr anders. Das Wissen um das Gesetz dieser ewigen Wiederholung und gleichzeitig die jährliche Überraschung und Unberechenbarkeit der Natur sind das Faszinosum, das Haydn mit seiner Komposition einfangen und beschreiben wollte – dabei findet er für jede Naturgewalt spektakuläre Farben. Ballettdirektorin Beate Vollack wird mit dem Ballett der Oper Graz „Die Jahreszeiten“ in Tanz übersetzen und in verschiedenen, farbenfrohen und emotionalen Szenen auf die Bühne bringen.

Musikalische Leitung Robin Engelen

Premiere Sa 27. Apr 2019 19.30 Uhr

Choreographie Beate Vollack

Vorstellungen Mai: 2., 5.*, 8., 12.*, 15., 17., 24. Jun: 15. Beginn jeweils 19.30 | *15 Uhr

Bühne & Kostüme Jon Morrell Licht Benedikt Zehm Dramaturgie Caroline Damaschke & Jörg Rieker Chor Bernhard Schneider Eine Koproduktion mit dem Theater St. Gallen

Vor der Premiere So 7. Apr 2019 11 Uhr Kostprobe Mi 24. Apr 2019 17.30 Uhr Nachgespräch Fr 24. Mai 2019 Nachklang Mi 8. Mai 2019 After-Show-Party Sa 15. Jun 2019

Es tanzt das Ballett der Oper Graz: Frederico Alves de Oliveira | Miki Alves de Oliveira | Stephanie Carpio | Martina Consoli | Lorenzo Galdeman | Dianne Gray | Arthur Haas | Bálint Hajdu | Lucie Horná | Philipp Imbach | Jacqueline Denise Lopez | Kristín Marja Ómarsdóttir | Clara Pascual Martí | Enrique Sáez Martínez | Christoph Schaller | Marina Schmied | Fabio Toraldo ~ Es singen: Tetiana Miyus | Sopran Martin Fournier | Tenor Neven Crnić | Bass ~ Grazer Philharmoniker | Chor der Oper Graz Ballett | Die Jahreszeiten

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Ein Blick in die Entwurfsmappe von Ausstatter Jon Morrell

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Ballett | Die Jahreszeiten


Durch das Jahr mit Robin Engelen

det alles aber eindrucksvoll zu einer Kette seelischer Zustände, die das Verhältnis des Menschen zur Natur urbildlich fassen. Dabei komponiert er immer schwungvolle Musik. Gerade die Chöre haben eine mitreißende Energie, gegenüber der das Stillsitzen sehr schwierig ist. Ich bin schon sehr neugierig, was sich Beate Vollack für dieses Meisterwerk einfallen lassen wird.

Robin Engelen liebt sie beide: Oper und Ballett

Was macht für dich die Faszination von Haydns Oratorium „Jahreszeiten“ aus? Robin Engelen  Haydn ist vielleicht der enzyklopädische Komponist schlechthin: Quasi im Alleingang hat er die klassische Musik erfunden und ihr eine unverwechselbare musikalische Sprache geschenkt, auf welcher alle folgenden Komponisten aufbauen konnten. „Die Jahreszeiten“ sind mit ihrem Geschwisterwerk, der „Schöpfung“, der Gipfel seines Schaffens. Mir erscheinen sie wie ein Bild von Breughel oder ein Roman von Fielding: überbordend, nach allen Seiten hin prall gefüllt mit Details, in denen man sich nach Lust und Laune verlieren darf. Ob die Fische oder die Vögel, der springende Widder, die Jagdgesellschaft, der einsame Wanderer, das Sommergewitter – nichts bleibt bei Haydn stumm. Er hat eine ganze Welt in Töne gefasst. Das fasziniert mich. Warum, glaubst du, sind „Die Jahreszeiten“ auch Musik für den Tanz? Robin Engelen  Eben weil sie so farben- und bewegungsreich sind, eignen sich „Die Jahreszeiten“ ideal zur Bebilderung. Haydns Musik fußt auf der Volksmusik, er flicht viele Tanzsätze ein, verbinBallett | Die Jahreszeiten

Du dirigierst mit Leidenschaft Ballett-Produktionen. Was ist an deiner Arbeit als Dirigent mit Tänzern anders als mit Sängern? Robin Engelen  Erst einmal: Meine Leidenschaft gilt beidem, Oper und Ballett! Im Gegensatz zu Sängern ringen Tänzer ja in jeder ihrer Bewegungen mit der Schwerkraft … Gerade was das Zeitliche in der Musik betrifft, reagieren Tänzer sehr fein. Tänzer legen Wert darauf, dass das Tempo nicht zu variabel ist; die Musiker dagegen sagen, jede Aufführung muss verschieden sein! Aber das passiert eher selten. Tanz und Musik haben es eigentlich einfach miteinander, denn sie haben eine gemeinsame Grundlage: den Rhythmus. Und im Idealfall machen Tänzer in ihren Bewegungen die inneren Bewegungen und Kräfteverhältnisse der Musik sicht- und greifbar. Auf diese Weise fügen sie eine wortlose Ebene zur Musik hinzu, die jene kommentieren kann. Das hilft, die Perspektiven zu wechseln, und das finde ich immer spannend. Was ist deine liebste Jahreszeit? Robin Engelen  Ich begeistere mich eigentlich für alle Jahreszeiten. Vor allem finde ich ihre unendliche Verwandlungskraft am erstaunlichsten. Langsam, aber unaufhörlich geht die eine Jahreszeit in die andere über, und das schon seit undenkbar langer Zeit. Das finde ich großartig! Was wäre die Natur und was wären wir Menschen ohne die Jahreszeiten? Wenn ich einen Wunsch frei hätte, würde ich mir wünschen, dass wir alle wieder mehr mit den Jahreszeiten leben würden, anstatt so viel über sie zu schimpfen. Vielleicht kann uns Haydn mit seiner Musik ja dabei helfen? Schön wäre es auf jeden Fall!

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Ein Jahr voller Musik

Den Kreislauf der Natur musikalisch einzufangen, abzubilden und nachzuzeichnen, reizte und reizt die Komponisten in den unterschiedlichsten Epochen und verschiedensten Gattungen. So hat nicht nur Joseph Haydn sein 1801 in Wien uraufgeführtes Oratorium mit „Die Jahreszeiten“ überschrieben, sondern Werke ähnlichen Titels gibt es beispielsweise von Antonio Vivaldi, dessen Sammlung von vier Violinkonzerten unter dem Titel „Die vier Jahreszeiten“ zusammengefasst ist, und von Astor Piazzolla, der in „Die vier Jahreszeiten“ Frühling, Sommer, Herbst und Winter in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires schildert. Zwölf Gedichte, die die einzelnen Monate beschreiben, inspirieren Peter Iljitsch Tschaikowski zu zwölf Miniaturen für Klavier, die er unter dem Gesamttitel „Die Jahreszeiten“ veröffentlicht. Den gleichen Titel wählt der russische Komponist Alexander Glasunow für ein viersätziges Ballett, und als Verdi für seine in Paris uraufgeführte Oper „Die sizilianische Vesper“ die zwingend notwendige Balletteinlage schreiben muss, macht er den Kreislauf der Natur zum Inhalt und nennt die Ballettmusik „Les saisons“ („Die Jahreszeiten“). Daneben gibt es selbstverständlich auch die musikalische Darstellung nur einzelner Jahreszeiten beziehungsweise der unterschiedlichen Möglichkeiten, in diesen Jahreszeiten etwas zu unternehmen. Robert Schumann betitelt seine erste Symphonie mit „Frühlingssinfonie“, und gleichermaßen den Frühling stellt Benjamin Britten in seiner „Spring Symphony“ dar. Auch wenn man es vermuten könnte, so hat doch Aaron Coplands Ballettmusik „Appalachian Spring“ nichts mit dem Frühling zu tun, sondern der deutsche Titel lautet „Appalachische Quelle“. Die bekannteste Sommerdarstellung – Felix Mendelssohn Bartholdys „Ein Sommernachtstraum“ – ist literarisch inspiriert, und George Gershwins Song „Summertime“ (aus der Oper „Porgy and Bess“) zählt zu seinen populärsten Songs überhaupt. Den Zauber einer heißen Sommernacht in New York hat Charles Ives in „Central Park in the Dark“ eingefangen: „Das Werk

ist ein Porträt von Klängen, und zwar derjenigen Klänge der Natur und der Ereignisse, die man vor dreißig Jahren hören konnte, wenn man in einer heißen Sommernacht auf einer Bank im Central Park saß.“ Einen Sommertag auf dem Lande beschreibt Anton von Webern in seinem Orchesterstück „Im Sommerwind“. Niemand hat die melancholische Stimmung im Herbst besser eingefangen als Joseph Kosma in „Les feuilles mortes“, das als „Autumn Leaves“ zum Jazz-Standard wird. Die vielleicht monumentalste Darstellung des Herbsts gelingt dem gebürtigen Grazer Komponisten Joseph Marx in seiner „Herbstsymphonie“, und dass es sich auch im Herbst gut tanzen lässt, kann man in drei Walzern hören: „Herbststimmung“ von Paul Lincke, „Herbstweisen“ von Emil Waldteufel und „Herbst-Blüten“ von Carl Michael Ziehrer. Wahrlich flexibel in der Besetzung ist John Cages „Winter Music“, die von einem, aber auch von zwanzig Pianisten gespielt werden kann. Und wer nach Giacomo Meyerbeers „Les Patineurs“ („Die Schlittschuhläufer“) noch weiter musikalische Lust auf den Winter verspürt, mag mit Franz Schuberts „Winterreise“ durch Schnee und Eis reisen.


Tänze einer Ausstellung Während in den „Jahreszeiten“ das Museum und die Bilder in die Oper kommen, gehen bei den „Tänzen einer Ausstellung“ die Tänzer ins Museum! Die Tänzer werden in der Umgebung von Malerei, Skulptur und anderen Formen der Bildenden Kunst in der Neuen Galerie Graz des Universalmuseums Joanneum selbst zu kreativen Choreographen. Sie werden sich von den Kunstwerken und der Architektur inspirieren lassen und für sich und ihre Kollegen neue Werke erarbeiten. So entstehen künstlerische Synergien, die den Kunstwerken durch eine tänzerische Interpretation eine weitere Ebene verleihen. Die Zuschauer können die Tänze und Tänzer dabei aus nächster Nähe erleben: So entsteht eine besonders „bewegliche“ Form der Ausstellung. Termine werden auf oper-graz.com und neuegaleriegraz.at bekannt gegeben. In Kooperation mit

Ballett | Tänze einer Ausstellung

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Tanz ganz nah ABC des Tanzes

Selbst getanzt

In der Reihe „ABC des Tanzes“ begeben wir uns mit dem Publikum hinter die Kulissen und in die Tiefen des Ballettsaals, um herauszufinden, wie das eigentlich geht – Ballett. In der Spielzeit 2018/19 stellt sich in einem TanzGespräch die neue Ballettdirektorin Beate Vollack vor und erzählt von ihrer Ausbildung zur Tänzerin sowie von ihrem Werdegang als Solistin in Berlin und München. Ein elementarer Bestandteil jedes klassischen Ballettes ist die Ballettpantomime. Heutzutage wird sie ausschließlich in den so genannten Klassikern benutzt. Ballettpantomime steht nicht mehr auf den Lehrplänen, und doch ist sie von den Bühnen nicht wegzudenken. Im ABC des Tanzes kann man mehr über diese Sprache erfahren und was man mit ihr alles ausdrücken kann. Die Probe zu den „Jahreszeiten“ garantiert Einblicke in den Entstehungsprozess der Produktion.

In der Reihe „Selbst getanzt“ haben die Zuschauer die Möglichkeit, eine kurze Szene aus der Produktion „Die Jahreszeiten“ mit Ballettdirektorin Beate Vollack und Ballettmeister Sascha Pieper im Ballettsaal einzustudieren und dann diese vor der Vorstellung auf der Bühne selbst zu tanzen und so die Oper Graz von der anderen Seite zu erleben: Die Vorstellung im Anschluss wird man sicher mit anderen Augen wahrnehmen und genießen!

Im Gespräch mit Beate Vollack Fr 12. Okt 2018 Ballettpantomime – wie geht das? Do 28. Feb 2019 Choreographische Probe zu „Die Jahreszeiten“ Di 7. Mai 2019

Die Termine werden auf oper-graz.com bekannt gegeben.

Opernballettschule Seit 1991 leitet Diana Ungureanu die Opernballettschule Graz. Die ehemalige Primaballerina des Balletts der Oper Graz unterrichtet gemeinsam mit Andrea Kraus den tänzerischen Nachwuchs in den Fächern Klassischer Tanz, Charaktertanz, Variation und Repertoire, Pas de deux, Step, Modern Dance und Kreativer Tanz. Weiters besteht die Möglichkeit einer schulbegleitenden Ausbildung bis zur Bühnenreife. Die jährlich stattfindende Ballettgala auf der großen Bühne im Opernhaus ist einer der Höhepunkte im Verlauf eines tänzerischen Schuljahres.

Beginn jeweils 19.30 Uhr, Studiobühne

Offene Klasse Das Ballett der Oper Graz bietet ab Herbst samstags von 14.30 bis 16 Uhr ein Balletttraining mit Ballettmeister Sascha Pieper oder der Ballettdirektorin Beate Vollack und dem Pianisten Dominic Faricier an. Dieses Angebot wendet sich an Berufstänzer, Pädagogen, Studenten und fortgeschrittene Hobbytänzer.

Die Aufnahmeprüfung findet am Mo 27. Aug 2018 von 14.30 Uhr bis 16.30 Uhr im Ballettsaal statt. Anmeldeformulare liegen beim Portier der Oper Graz auf. Die Grundausbildung kostet monatlich € 77, die Ausbildung „Kreativer Tanz“ € 37. Informationen unter Tel. 0316/34 82 55 und 0676/53 66 954 (Diana Ungureanu), Tel. 0316/8008 1217 (Kathrin Rosenberger), kathrin.rosenberger@oper-graz.com. Gala der Opernballettschule Di 18. Jun & Mi 19. Jun 2019 Beginn jeweils 18.30 Uhr

Ballettsaal der Oper Graz Kostenbeitrag pro Person & Termin € 10 Termine auf oper-graz.com 67

Ballett | Tanz ganz nah


Tänzerinnen & Tänzer

Frederico Alves de Oliveira

Miki Alves de Oliveira

Stephanie Carpio

Martina Consoli

Lorenzo Galdeman

Dianne Gray

Arthur Haas

Bálint Hajdu

Lucie Horná


Philipp Imbach

Jacqueline Denise Lopez

Kristín Marja Ómarsdóttir

Clara Pascual Martí

Enrique Sáez Martínez

Christoph Schaller

Marina Schmied

Fabio Toraldo


Konzerte


Eröffnungskonzert Samstag, 22. September 2018

Advent in der Oper mit Peter Rosegger Samstag, 15. Dezember 2018

Neujahrskonzert Dienstag, 1. Jänner 2019

Lebenslinien Mittwoch, 5. Juni 2019

Balkan Symphonics Samstag, 1. September 2018

Konzert beim Aufsteirern Samstag, 15. September 2018

Kammerkonzerte Der Kontrabass Quartett im Gespräch Konzerte im Musikverein Und außerdem


Eröffnungskonzert Sergei Rachmaninow (1873–1943): Klavierkonzert Nr. 2 in c-Moll, op. 18 Karol Szymanowski (1882–1937): Symphonie Nr. 2 in B-Dur, op. 19

Musikalische Leitung Oksana Lyniv

Zum musikalischen Start in die Saison präsentieren Oksana Lyniv, die junge ukrainische Pianistin Kateryna Titova und die Grazer Philharmoniker zwei Kompositionen der Spätromantik, die – wenn auch stilistisch unterschiedlich – beide durch die Intensität ihrer Klangsprache bestechen. Rachmaninows zweites Klavierkonzert entstand 1901 nach einer schweren Schaffenskrise des Komponisten. Selbstzweifel und Depressionen lassen sich in den schwermütig-romantischen Melodien, den markanten Akkorden in Moll und hochvirtuosen Läufen erahnen. Bis heute Rachmaninows bekanntestes Werk, hat das Konzert aufgrund seiner melodiösen Eleganz und spätromantischen Melancholie sogar Eingang in zahlreiche Hollywoodfilme gefunden. Die 1910 entstandene zweite Symphonie begeisterte den damals 28-jährigen Szymanowski schon während der Komposition: „Es ist sehr lange her, dass mir irgendeines meiner Werke so sehr gefallen hat, wie diese Symphonie. Es ist, als ob sich kleine Schachteln mit musikalischen Einfällen in mir geöffnet hätten.“ Und wirklich steckt die Symphonie voller brillanter musikalischer Einfälle, eingebettet in eine reiche spätromantische Tonsprache, die an Richard Strauss, stellenweise aber auch an Debussy und Reger erinnert. Hoch expressiv und leidenschaftlich, voller Chromatik, origineller Harmonien und dramatischer Stimmungswechsel ist die Symphonie ein Paradebeispiel für Szymanowskis reiche Klangwelt und ein Ausblick auf seine Oper „König Roger“, die am 14. Februar 2019 Premiere feiert.

Konzerte

Klavier Kateryna Titova Grazer Philharmoniker

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as s an d schlus ert z Im An n o k ungs Eröffn das findet f ing au b b lu c tt. Opern ta s e n h der Bü 01 uf S. 1 Infos a

Sa 22. Sep 2018 19.30 Uhr


Musiziert erstmals in Graz: die Pianistin Kateryna Titova

Advent in der Oper mit Peter Rosegger Unter dem Motto „Christtagsfreude holen – Steirische Weihnacht“ begeben sich die Grazer Philharmoniker und die Singschul’ der Oper Graz gemeinsam mit regionalen Volksmusik-Ensembles auf die Spuren des steirischen Schriftstellers Peter Rosegger und des Liedes „Stille Nacht“. Bei Rosegger-Texten, festlicher Weihnachtsmusik und dem gemeinsamen Weihnachtsliedersingen am Ende des Konzertes kommt garantiert besinnliche Stimmung auf! Damit ist der Adventzauber aber noch nicht zu Ende: während die Singschul’ im Saal Weihnachtslieder aus aller Welt vorträgt, stimmen wir uns in den Foyers der Oper beim Kekse-Verzieren, Basteln und gemeinsamen Liedersingen auf Weihnachten ein. Genießen Sie dazu weihnachtliche Köstlichkeiten der Buffets und freuen Sie sich auf etliche weitere, traditionell steirische Überraschungen anlässlich des Roseggerjahres 2018!

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Musikalische Leitung Marius Burkert

Sa 15. Dez 2018 17 Uhr

Moderation Michael Großschädl Grazer Philharmoniker

In Kooperation mit

Singschul’ der Oper Graz Steirische Volksmusik-Ensembles

Konzerte


Neujahrskonzert Musikalische Leitung Oksana Lyniv

„Lachen ist eine körperliche Übung von großem Wert für die Gesundheit“, meinte schon der griechische Philosoph Aristoteles. Was gibt es also Besseres, als das Neue Jahr lachend zu beginnen? Ganz in diesem Sinne steht das Neujahrskonzert im Zeichen musikalischen Humors aller Stile und Epochen. Unter der Leitung ihrer Chefdirigentin Oksana Lyniv präsentieren die Grazer Philharmoniker gemeinsam mit Aurelia Florian klassische Musik mit Witz: von der musikalischen Satire und der humoristischen Bearbeitung diverser Musikstile über Persiflagen bekannter Klassikhits bis hin zu vokalen Tierimitationen. Genießen Sie die heitere Seite von Komponisten wie Mozart, Britten, Rossini oder Bach und lachen Sie sich ins Neue Jahr!

Di 1. Jan 2019 19.30 Uhr

Gesang Aurelia Florian Grazer Philharmoniker

Lebenslinien Musikalische Leitung Oksana Lyniv

Düster-exotische und hochromantisch-kraftvolle Klänge wechseln einander beim Sonderkonzert ab, das das menschliche Leben von der Geburt bis zum Tode musikalisch beleuchtet. Im ersten Teil des Programmes besingen Richard Strauss in den „Mutterliedern“ und Richard Wagner im „Siegfried-Idyll“ das Wunder der Geburt, bevor Franz Liszt in seinem Spätwerk „Von der Wiege bis zum Grabe“ den Lebenszyklus des Menschen reflektiert. Der zweite Teil steht mit Strawinskys „Chant funèbre“ sowie RimskiKorsakows „Osterouvertüre“ ganz im Zeichen des Todes und bietet ein besonderes Highlight: Mussorgskis „Tänze und Lieder des Todes“ interpretiert von Starsopranistin Elena Pankratova , die u. a. an der Bayerischen Staatsoper München und bei den Bayreuther Festspielen große Erfolge feierte. Ein Programm voller Gefühl, Kraft und Poesie zu den großen Themen des Lebens!

Konzerte

Gesang Elena Pankratova Grazer Philharmoniker

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Mi 5. Jun 2019 19.30 Uhr


Balkan Symphonics Österreich liegt am Balkan! Das führen uns die Grazer Philharmoniker gemeinsam mit Sandy Lopičić und seinem Sandy Lopičić Orkestar auf den Kasematten vor. Wie bereits beim erfolgreichen Konzert von 2015, bilden auch dieses Jahr große symphonische Musik gemeinsam mit fetzigem Balkansound ein stimmiges Ganzes. Von Musik der Roma, VolksmusikMelodien und traditionellen Texten aus dem Balkanraum, Brass-Musik, Jazzimprovisationen und Zirkusmusik bis hin zu Liszt, Brahms, Enescu oder Bartók: lassen Sie sich vom Balkanfieber anstecken!

Musikalische Leitung Marcus Merkel Klavier Sandy Lopičić

Sa 1. Sep 2018 20 Uhr Schloßberg­bühne Kasematten

Grazer Philharmoniker Sandy Lopičić Superstvar

Konzert beim Aufsteirern Wenn ganz Graz voller Menschen in Dirndl und Trachtenanzug ist, an jeder Ecke Volksmusikensembles musizieren und man fröhlich tanzt und feiert … dann ist Aufsteirern-Wochenende! Bei diesem traditionellen Volkskulturfest dürfen die Grazer Philharmoniker, das Orchester aller Steirerinnen und Steirer, natürlich nicht fehlen. Beim Konzert auf der Festbühne am Grazer Hauptplatz präsentieren deshalb auch heuer wieder Solisten und Orchestermusiker der Oper Graz unter der Leitung von Marcus Merkel einen Mix an guter Musik von Klassik bis Volksmusik. Mit dabei ist selbstverständlich auch ein Vertreter der steirischen Volksmusikszene – lassen Sie sich überraschen und feiern Sie mit!

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Musikalische Leitung Marcus Merkel Grazer Philharmoniker

Sa 15. Sep 2018 20 Uhr Grazer Hauptplatz

Konzerte


Die Grazer Philharmoniker mit ihrer Chefdirigentin Oksana Lyniv in der Montagehalle der Oper Graz


Die Grazer Philharmoniker


Nach dem Konzert ist vor dem Konzert …

Ein Einblick in den Entstehungsprozess eines (Neujahrs)konzerts Jänner, zwölf Monate vor dem Konzert – „Das klingt doch interessant, da sind wir auf einem guten Weg“, freut sich Intendantin Nora Schmid. Die Diskussionsrunde, bestehend aus Intendantin, Chefdirigentin und Dramaturgie-Team, nickt zustimmend. Soeben hat man sich auf einen ersten thematischen Entwurf zum Neujahrskonzert geeinigt. In den folgenden Wochen geht es nun darum, die passenden Stücke zum Thema des Abends zu finden. Bereits Monate zuvor hat Betriebsdirektor Michael Barobeck den Konzerttermin sowie die Proben in den Dispo-Kalender eingepflegt und die Proberäume somit reserviert. Frühjahr – In den Büros der Dramaturgie wird eiligst korrigiert, schließlich soll das Saisonal der Oper Graz bald in Druck gehen. Ende April dann der große Moment: Die neue Saison wird im Rahmen einer Pressekonferenz im Spiegelfoyer der Oper Graz präsentiert. Jetzt sind alle Daten und Basisinformationen auf der Homepage der Oper Graz nachzulesen und auch der Kartenverkauf kann beginnen. Das Programm des Neujahrskonzerts steht nun größtenteils fest, wird aber noch nicht im Detail abgedruckt – zu viel kann sich noch ändern. Ende Juni, Saisonschluss – In einer letzten, „heißen“ Phase kurz vor Saisonende wird nun auch das Programm für das Neujahrskonzert endgültig festgelegt. Jörg Rieker und Bernd Krispin wählen aus vielen Jahrhunderten Musikgeschichte und den unterschiedlichsten Gattungen und Stilen die interessantesten Stücke aus und stimmen diese mit den Vorschlägen von Oksana Lyniv ab. Eventuell ausstehende Verträge mit den Solisten werden abgeschlossen. Einer Sommerpause mit ruhigem Gewissen steht nichts mehr im Wege. September, Saisonbeginn – Im Notenarchiv bestellt Ulrich Winkler, der Archivar, das Notenmaterial bei den verschiedenen Verlagen. Wenn nötig, kommissioniert er auch Arrangements bei Komponis­ ten – „mit mindestens zwei Monaten Vorlauf, bitte!“ Im Anschluss wird das Konzertprogramm in Mappen Konzerte

für die Musiker bereitgestellt, zuvor vereinbarte Bogenstriche für die Streicher sowie etwaige Kürzungen oder Transponierungen inklusive. Derweil überprüft Orchesterinspektor Klaus Eberle noch einmal die Besetzung. Aktuell zählen die Grazer Philharmoniker neunzig festangestellte Musiker – für Sonderinstrumente wie Saxophon oder bei sehr großen Besetzungen sind oft sogenannte „Substituten“ (für einzelne Konzerte engagierte Gastmusiker) nötig, die nun bald angefragt werden müssen. Die endgültigen Dienstpläne müssen spätestens zwei Wochen vor Probenbeginn vorliegen. Oktober – Die ersten Musiker trudeln im Notenarchiv ein. Im Durchschnitt spielt ein Grazer Philharmoniker pro Monat zwei bis drei verschiedene Opern, ein Musical, ein Ballett, ein Symphoniekonzert, probt eine andere Oper, eine Operette und das nächste Konzert. Dazu kommen eventuelle Kammermusik- und Familienkonzerte – da will das Üben der neuen Werke gut eingeteilt sein! November – Für Livia Krisch und Bernd Krispin beginnt derweil die Recherche zum Programmheft des Konzertes, das Mitte Dezember fertiggestellt sein muss. Ende November werden die technischen Anforderungen an die am Konzertabend beteiligten Abteilungen wie Tontechnik, Beleuchtung, Orchesterwarte, Bühnentechnik, Catering und Ticketzentrum versandt und in deren Dienstplänen verbindlich umgesetzt. Dezember, Vorweihnachtszeit – Zu früher Stunde geht es im Proberaum des Orchesters, der ehemaligen Tischlerei der Oper, bereits heiß her. Es werden Orchestersessel und Pulte aufgestellt, Pauken und diverse Schlaginstrumente aus der Oper herangetragen und Noten verteilt: „Eine Stunde vor der OA müssen wir fertig sein!“ Hier findet heute die erste Probe des Orchesters allein (= „OA“) statt. Vier bis fünf dieser – meist zweieinhalbstündigen – Proben gibt es für jedes Orchesterkonzert. Welche Stücke wann geprobt werden, bestimmt der Dirigent in Absprache mit dem Orchester. Wie immer sind auch heute die ersten Musiker bereits sehr früh vor Ort, um ihr Instrument zu stimmen (Harfe) oder sich einzuspielen (Kontrabass, Klavier). Kurz vor Probenbeginn kommt 78


Chefdirigentin Oksana Lyniv hatte sichtbar Freude bei ihrem ersten Neujahrskonzert in der Oper Graz

auch Orchesterinspektor Klaus Eberle, kontrolliert die Anwesenheit der eingeteilten Musiker und kommuniziert eventuelle Erkrankungen an den Dirigenten. Es kann losgehen! Dezember, nach Weihnachten – Während die letzte OA in der Tischlerei im Gange ist, sind die Kollegen in der Verwaltung damit beschäftigt, letzte Details zu organisieren: von Künstlerfreikarten bis zu Interviews, von den Rosen für die Künstler bis zum Neujahrsempfang des Bürgermeisters für die Musiker – alle Details müssen stimmen. Dezember, die letzten Tage des Jahres – Es ist soweit! Auf der Bühne beginnt der Aufbau. Die Bühnentechniker-Crew muss nicht nur die Vorstellung des letzten Abends abbauen und auf der Glasbrücke oder in der Montagehalle verstauen, es gilt auch, Podeste und Seitenwände für das Orchesterkonzert aufzustellen. An die Rückwand kommt eine Projektionsfolie, auf die Farben oder Bilder projiziert werden können. Kaum fertig, beginnen auch schon die Beleuchter, auf der und um die Bühne herum Scheinwerfer zu positionieren, um jeden Musiker ins beste Licht zu rücken. Parallel dazu haben die Orchesterwarte begonnen, Instrumente aus der Tischlerei ins Opernhaus 79

zu transportieren und Sessel und Pulte auf der Bühne aufzustellen. Es muss schnell gehen, denn in den Startlöchern wartet bereits der Klavierstimmer auf seine sechzig Minuten Stille, um den Flügel nachzustimmen. 30. Dezember, die letzte Probe – „Bitte etwas höher, das blendet!“ Ein wichtiger Moment vor dem Konzert: das Einleuchten. Sind erst einmal alle Scheinwerfer richtig eingestellt, kann die Konzertprobe beginnen. Zum ersten Mal werden alle Stücke des Konzertes in der richtigen Reihenfolge und ohne Unterbrechung einmal durchgespielt. Meist gibt es danach noch kurze Korrekturen, und dann heißt es auch schon: „Guten Rutsch, wir sehen uns beim Konzert!“ 1. Jänner, 5 Minuten vor dem Konzert – „Das Orchester bitte auf die Bühne“, mahnt der Inspizient über das Backstage-Soundsystem. Bereits vor einer Stunde waren die ersten Töne aus den Orchester‑ garderoben zu vernehmen, jetzt, kurz vor Konzertbeginn, stehen die Musiker bereits auf der Seitenbühne und warten auf das Zeichen, das Podium zu betreten. Beim Inspizienten stehen auch schon Dirigent und Solist bereit – das Konzert kann beginnen!

Konzerte


Aufnahmen mit den Grazer Philharmonikern

„Columbus“ in Vorbereitung

Bohuslav Martinů: „The Greek Passion“ (Urfassung) Oehms Classics OC 967 Musikalische Leitung: Dirk Kaftan Ausgezeichnet mit dem Preis der deutschen Schallplattenkritik

Richard Heuberger: „Der Opernball“ cpo Musikalische Leitung: Marius Burkert

Franz von Suppé: „Extremum Judicium“ cpo 777 842-2 Musikalische Leitung: Adriano Martinolly D’Arcy

Heinrich von Herzogenberg: „Columbus“ cpo Musikalische Leitung: Dirk Kaftan

„Eine Nacht in Venedig“ in Vorbereitung Great Opera Scenes DECCA 481 1888 Musikalische Leitung: Marco Boemi Luigi Dallapiccola: „Il prigioniero“ cpo Musikalische Leitung: Dirk Kaftan

Leoš Janáček: „Jenůfa“ Oehms Classics OC 962 Musikalische Leitung: Dirk Kaftan Aufnahmen

Intermezzi del Verismo cpo 777 953-2 Musikalische Leitung: Lodovico Zocche

Auf DVD liegt vor: Giuseppe Verdi: „La Traviata“ Arthaus Musikalische Leitung: Tecwyn Evans Inszenierung: Peter Konwitschny

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Johann Strauß Sohn: „Eine Nacht in Venedig“ cpo Musikalische Leitung: Marius Burkert


Kammerkonzerte Im intimen Rahmen des Spiegelfoyers der Oper Graz bietet die Kammermusikreihe die Gelegen­heit, Mitglieder der Grazer Philharmoniker aus nächster Nähe zu erleben. Ob in bereits jahre­lang bestehenden Formationen oder in extra neu formierten Ensembles: Hier präsentieren sich die Musiker als Meister ihres Instrumentes und verzaubern mit ihren Lieblingswerken vom Barock bis zur Moderne!

Berauschende Klänge Mo 1. Okt 2018 Werke von Brahms, Strauss und Korngold

Kontraste Mo 4. Mär 2019 Werke von Bartók, Messiaen, Strawinsky

Remigiusz Gaczyński, Sarah Drake, Violine | Zhanna Ivanova, Oliver Biber, Viola | Katarzyna Bieniasz, Georg Schwarz, Violoncello

Fuyu Iwaki, Violine | Kurt Mörth, Klarinette | N.N., Klavier Italienische Reise Mo 1. Apr 2019 Werke von Verdi, Mascagni, Tosti, Rota, Respighi und Leoncavallo

Schlagfertig 4.0 Mo 29. Okt 2018 Werke von Puccini, Mascagni, Piazzolla, Madas, Trevino Karin Meissl, Leonhard Königseder, Sebastian Riener, Simon Steidl, Percussion Albumblätter Mo 19. Nov 2018 Werke von Bloch, Sitt, Schubert, Debussy, Nikolayeva Vanessa Latzko, Flöte | Elke Chibidziura, Viola | Ieva Osa, Klavier

Anna Brull, Mezzosopran | Carl Smith, Viola | Marcus Merkel, Klavier Durch allen Schall und Klang Mo 6. Mai 2019 Ausgewählte Lieder von Richard Strauss Sonja Šarić, Sopran | Marcus Merkel, Klavier Waldeswogen und Meeresrauschen Mo 3. Jun 2019 Werke von Beethoven, Bruch, Brahms, Bassi und Puccini

Auf Flügeln des Gesanges Mo 17. Dez 2018 Werke u. a. von Schubert, Brahms und Vaughan-Williams

Elissaveta Staneva-Vogl, Viola | Adolf Friedrichkeit, Klarinette | Eduard Lanner, Klavier

Peter Kellner, Bass | Pedro Costa, Klavier Biber & Bach Mo 21. Jan 2019 Werke von H. I. Biber, A. & O. Biber sowie von Bach

Benefizkonzert für Äthiopien Fr 12. Nov 2018 Werke von Holst, Mendelssohn Bartholdy, Rutter, Jenkins und Suk

Oliver Biber, Viola | Robin Engelen, Cembalo

Kammerorchester Ernst Friessnegg

Trio-Klassiker Mo 11. Feb 2019 Werke von Haydn, Schubert, Beethoven und Mendelssohn Bartholdy

Alle Kammerkonzerte finden im Spiegelfoyer statt, Beginn jeweils 19.30 Uhr.

Dimitrij Manelis, Violine | Katalin Szasz, Viola | Julia Panteljat, Violoncello

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Konzerte


Der Kontrabass Patrick Süskind Ein Einakter interpretiert von Klaus Melem, Kontrabassist aus Leidenschaft

Premiere Di 18. Dez 2018 20 Uhr Studiobühne

„Ich wollte nur einleitend feststellen, dass der Kontrabass das zentrale Orchesterinstrument ist. Im Grunde weiß das auch jeder. Es gibt bloß keiner offen zu, weil der Orchestermusiker naturgemäß leicht eifersüchtig ist.“ Im Orchester tritt er kaum solistisch in Erscheinung, an diesem Abend steht er jedoch im Mittelpunkt: der Kontrabass. Klaus Melem, Kontrabassist der Grazer Philharmoniker, Schauspieler und Kabarettist, präsentiert Patrick Süskinds 1981 entstandenen Monolog um einen alternden Kontrabassisten des Berliner Staatsorchesters, der mit seinem Instrument, der Liebe und der Welt hadert. In seiner OneMan-Show präsentiert der Kontrabassist dabei nicht nur sein Instrument (Musikbeispiele von Mozart, Brahms, Wagner, Dittersdorf und Schubert inklusive), sondern erzählt von den Enttäuschungen seines Lebens und seiner unerwiderten Liebe zur Sopranistin Sarah. Soziale Analyse, Slapstick und Milieukomik verbinden sich in Süskinds erstem Theaterstück zu einer skurrilen Komödie, die zum Nachdenken anregt.

Vorstellungen Jan: 10., 15., 19., 20.* Beginn jeweils 20 | *18 Uhr

Klaus Melem über seine Lieblingsstellen aus „Der Kontrabass“ Lieblingsstellen im Text sind natürlich jene im Zusammenhang seiner tragischen Liebesgeschichte mit Sarah, aber auch die Vorstellung des Instruments. Er stellt es ja mehrmals vor, aber wunderbar ist die Stelle, wo er sagt: „Ich hab auch anfangs nicht viel Kraft gehabt im rechten Arm; was man haben müsste für den Bogen, weil sonst kriegen Sie keinen Ton heraus aus dem Dreckskasten, einen schönen schon gar nicht. Das heißt, einen schönen Ton kriegen Sie überhaupt nicht heraus, weil ein schöner Ton ist da nicht drin!“ Das sind Sätze, die muss man sich auf der Zunge zergehen lassen! Klaus Melem mit dem Instrument seiner Träume

Konzerte | Der Kontrabass

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Quartett im Gespräch Eine neue Konzertreihe!

Eine neue Konzertreihe für ganz neue Perspektiven! An drei Abenden gibt es heuer erstmals die Möglichkeit, in ungezwungener Atmosphäre ausgewählte Highlights der Quartett-Literatur besser kennenzulernen. Gespielt und erläutert von Mitgliedern der Grazer Philharmoniker, stellen die einstündigen Konzerte ausgesuchte Kompositionen vor. Im Anschluss an das Konzert kommt es im persönlichen Gespräch mit den Musikern zum entspannten Ausklang des Abends – die perfekte Gelegenheit, um zu erfragen, was Sie immer schon wissen wollten! Genießen Sie dazu, oder auch schon während des Konzerts, Getränke vom Buffet und machen Sie es sich in den Loungesesseln des Galeriefoyers der Oper Graz bequem! Streichquartett Mo 22. Okt 2018 Werke u. a. von Dvořák und Mozart

3 Fragen an den Cellisten Bernhard Vogl

3 Wie ist Ihnen die Idee zur neuen Reihe gekommen? Die Idee ist nicht neu, sie ist nur jetzt dank der Intendantin Nora Schmid realisiert worden. Die kleinste Einheit eines Orchesters ist ja das Quartett, zugleich ist es die genialste Kammermusikbesetzung. In der neuen Reihe wird es um Quartette in vielerlei Variationen gehen. Schließlich ist das Quartett an sich die Königsdisziplin in der Kammermusik und ich denke, Nora Schmid hat durchaus Recht, wenn sie meint, es wäre schade, sich auf das Streichquartett alleine festzulegen.

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Mit dem PhilQuartett (Yukiko Imazato-Härtl, Klara Ronai, Violine | Elke Chibidziura, Viola | Bernhard Vogl, Violoncello)

Wieso dieses Konzertformat und nicht einfach ein Kammerkonzert? Im Kammerkonzert kommen die Musiker, spielen und gehen. Nicht so bei „Quartett im Gespräch“: Wir möchten das Publikum auf eine Reise durch eine Komposition mitnehmen. Ich erhebe nicht den Anspruch, etwas lehren zu wollen, unser Publikum soll den Abend genießen. Wir wollen ein Werk besser erlebbar machen, die Bilder und Gedanken, die wir uns erarbeitet haben, dem Hörer mitgeben.

Streichquartett Mo 7. Jan 2019 Werke u. a. von Szymanowski, Ravel und Schubert Mit Remigiusz Gaczyński, Sarah Drake, Violine | Zhanna Ivanova, Viola | Katarzyna Bieniasz, Violoncello Bläserquartett Mo 20. Mai 2019 Werke u. a. von Ibert, Francaix und Bozza

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Mit Vanessa Latzko, Flöte | Kamen Nikolov, Oboe | Kurt Mörth, Klarinette | Georg Stepanek, Fagott

Wie kann man sich ein solches Konzert vorstellen? Wie ein Hauskonzert, ich denke, wir werden uns ca. siebzig Minuten mit Musik beschäftigen, um den Abend dann, gemeinsam mit dem Publikum, entspannt und gemütlich ausklingen zu lassen. Wenn man so will, ein „Abend für alle Sinne“.

Alle Konzerte finden um 19 Uhr im Galeriefoyer der Oper Graz statt.

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Konzerte


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design: edsign

Saison 2018/2019

© Holger Hage

musikverein-graz.at +43 316 82 24 55

DIE KONZERTE 2018/2019 LOUISE ALDER | CHRISTOPH ALTSTAEDT | DANIEL BARENBOIM | BARTOLOMEYBITTMANN | BELCEA QUARTET | SVETOSLAV BORISOV | RUDOLF BUCHBINDER | CHORUS SINE NOMINE | GABRIEL FELTZ | ADAM FISCHER | JUAN DIEGO FLÓREZ | ELĪNA GARANČA | GOLDMUND QUARTETT | GRAZER PHILHARMONIKER | GÜNTHER GROISSBÖCK | THEODOR GUSCHLBAUER | TINE THING HELSETH | HIB.ART.CHOR | JERUSALEM QUARTET | THE KING’S SINGERS | TOMASZ KONIECZNY | OKSANA LYNIV | MARIA MUDRYAK | ANNA NETREBKO | LEO NUCCI | DANIEL UND ANDREAS OTTENSAMER | KSENIJA SIDOROVA | SKRIDE PIANO QUARTET | SOMMERAKADEMIE DER WIENER PHILHARMONIKER | ANTOINE TAMESTIT | KATERYNA TITOVA | DANIIL TRIFONOV | ARCADI VOLODOS | WIENER SYMPHONIKER | NIKOLAJ ZNAIDER | LA CLEMENZA DI TITO


Konzerte im Musikverein Bedeutende Meisterwerke und großartige Wiederentdeckungen erwarten uns im Rahmen der Konzerte der Grazer Philharmoniker im Musikverein für Steiermark. Mit dabei sind Musiker wie Oksana Lyniv, Theodor Guschlbauer oder Rudolf Buchbinder und der Operngigant Leo Nucci, sowie junge Nachwuchstalente und Instrumental­solisten aus den Reihen der Grazer Philharmoniker.

Abonnementkonzerte

Musikalische Leitung Francesco Ciampa Gesang Maria Mudryak Gesang Leo Nucci

Mo 26. & Di 27. Nov 2018 Hector Bérlioz: Grande messe des morts, op. 5 Musikalische Leitung Theodor Guschlbauer Chor der Oper Graz Einstudierung Bernhard Schneider

Philharmonische Soiréen

Mo 25. & Di 26. Feb 2019 Ludwig van Beethoven: Klavierkonzert Nr. 2 in B-Dur, op. 19 Klavierkonzert Nr. 4 in G-Dur, op. 58 Klavierkonzert Nr. 3 in c-Moll, op. 37 Musikalische Leitung & Klavier Rudolf Buchbinder

Di 9. Okt 2018 Antonio Salieri: Sinfonia in D-Dur „La Veneziana“ Evgeny Stankovich: Morning Music Gioachino Rossini: Streichersonate Nr. 6 in D-Dur Antonio Vivaldi: Violinkonzert in Es-Dur, RV 253 „Tempesta di mare“ Nino Rota: Concerto per archi Musikalische Leitung Oksana Lyniv Violine Fuyu Iwaki

Mo 8. & Di 9. Apr 2019 Max Bruch: Violinkonzert Nr. 1 in g-Moll, op. 26 Gustav Mahler: Symphonie Nr. 5 in cis-Moll, op. 37 Musikalische Leitung Oksana Lyniv Violine Emmanuel Tjeknavorian

Mo 11. Mär 2019 Wolfgang Amadeus Mozart: Serenade Nr. 6 in D-Dur, KV 239 „Serenata notturna“ Franz Schreker: Intermezzo für Streicher, op. 8 Joseph Haydn: Sinfonia concertante für Violine, Violoncello, Oboe, Fagott und Orchester Nr. 105 in B-Dur, Hob I:105 Musikalische Leitung Svetoslav Borisov Violine Yukiko Imazato-Härtl Violoncello Bernhard Vogl Oboe Kamen Nikolov Fagott Antonio Piccolotto

Mo 29. & Di 30. Apr 2019 Franz Schreker: „Ein Tanzspiel (Rokoko)“. Vier Stücke im alten Stil Richard Strauss: Ausgewählte Orchesterlieder Franz Schmidt: Symphonie Nr. 2 in Es-Dur Musikalische Leitung Gabriel Feltz Gesang Louise Alder Mo 17. & Di 18. Jun 2019 Ludwig van Beethoven: Auszüge aus „Die Geschöpfe des Prometheus“, op. 43 Alexander Skrjabin: Poème de l’Extase, op. 54 Camille Saint-Saëns: „Phaéton“ Poème Symphonique, op. 39 Alexander Skrjabin: „Prométhée. Le Poème du feu“, op. 60 Musikalische Leitung Oksana Lyniv Klavier Kateryna Titova

Di 28. Mai 2019 Jean Sibelius: Andante festivo, op. 117 Joseph Martin Kraus: Symphonie in c-Moll, VB 142 Ivan Eröd: Konzertfantasie für Viola und Streich­ orchester, op. 35 Edvard Grieg: Holberg Suite, op. 40 Musikalische Leitung Robin Engelen Viola Elke Chibidziura

Di 25. Jun 2019 Verdi-Gala Auszüge aus „La Traviata“ und „Rigoletto“

Alle Konzerte beginnen um 19.30 Uhr (Congress Graz). 85

Konzerte


Langeweile gehört sich nicht.

Die wahren Abenteuer sind im Club. Der Ö1 Club bietet mehr als 20.000 Kultur­ veranstaltungen jährlich zum ermäßigten Preis. Mehr zu Ihren Ö1 Club­Vorteilen: oe1.ORF.at


Und außerdem Konzert im Villach Congress Center

Konzert im Musik­ verein Wien

Nach längerer Pause kehren die Grazer Philharmoniker, unter der Leitung von Oksana Lyniv, zu einem Gastkonzert nach Villach zurück. Das außergewöhnliche Programm mit Werken von Rossini, Ravel und Rimski-Korsakow steht ganz im Zeichen des Orients – von Tausendundeiner Nacht bis zu Semiramide, der Königin von Babylon.

Auch in der Saison 2018/19 darf das mittlerweile traditionelle Gastspiel im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins nicht fehlen. Oksana Lyniv, Ensemblemitglied Anna Brull und die Grazer Philharmoniker präsentieren dabei ein Programm voller selten gehörter Meisterwerke.

Gioachino Rossini: Ouvertüre zu „Semiramide“ Maurice Ravel: Shéhérazade Nikolai Rimski-Korsakow: Scheherazade, op. 35

Richard Wagner: Siegfried Idyll, WWV 103 Luciano Berio: Folk Songs Franz Liszt: Von der Wiege bis zum Grabe Alexander Skrjabin: Le Poème de l’Extase, op. 54

Musikalische Leitung Oksana Lyniv Gesang Tetiana Miyus Grazer Philharmoniker Mi 14. Nov 2018, 19.30 Uhr

Musikalische Leitung Oksana Lyniv Gesang Anna Brull Grazer Philharmoniker So 9. Jun 2019, 19.30 Uhr

Preisträger-Konzert des 25. Internationalen Gesangswettbewerbs „Ferruccio Tagliavini“ Bereits zum 25. Mal findet im April der internationale Gesangswettbewerb Ferruccio Tagliavini statt. Benannt nach einem der bedeutendsten Tenöre des 20. Jahrhunderts, ist der Wettbewerb ein Sprungbrett für junge Talente. Erleben Sie beim abschließenden Preisträgerkonzert in der Oper Graz die besten Nachwuchskünstler mit populären Arien aus dem Opernrepertoire. Musikalische Leitung Marius Burkert Grazer Philharmoniker Sa 6. Apr 2019, 19.30 Uhr

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Konzerte


Kinder & Jugend


Wie William Shakespeare wurde Marc Schubring Premiere  Sonntag, 18. November 2018

Gold! Leonard Evers Premiere  Freitag, 17. Mai 2019

Familien- & Schülerkonzerte Sitzkissenkonzerte Spielplatz Musik Triolino Alles Tanz Sonntag, 27. Jänner 2019

Singschul’ der Oper Graz


Wie William Shakespeare wurde Marc Schubring Ein Musical von Marc Schubring (Musik) und Wolfgang Adenberg (Text) Für Kinder und Erwachsene ab 7 Jahren

Auch der größte Dichter der Welt hat einmal in einer kleinen Welt angefangen. Zum Beispiel im englischen Städtchen Stratford des Jahres 1577, wo sich der 13-jährige William Shakespeare mit Lateinunterricht herumschlagen muss, während er seine Zeit doch viel lieber damit verbringen würde, davon zu träumen, mit seinem Schreiben die Welt – und das Herz der schönen Juliet! – zu erobern. Doch als sein Vater durch eine Intrige sein gesamtes Vermögen verliert, muss sich der junge Will plötzlich dem so genannten „Ernst des Lebens“ stellen und sich darauf einrichten, von nun an in der Handschuhwerkstatt seines Vaters auszuhelfen. Und so soll nun sein Leben aussehen? Da muss es doch noch etwas Anderes, etwas Größeres geben, seine Träume sind schließlich aus einem ganz anderen Stoff gemacht, als diese Handschuhe ... Wie es der Zufall so will, kommt Will bei einer Aufführung zu Ehren von Königin Elisabeth zum ersten Mal mit dem Theater in Berührung und begreift: Die Welt der Bühne ist seine Welt! Hier will er lernen und leben, spielen und schreiben, sich und seine Träume verwirklichen, etwas schaffen, das bleibt – egal, was alle anderen davon halten. Das preisgekrönte Autorenteam Marc Schubring und Wolfgang Adenberg (u. a. „Emil und die Detektive“) hat sich im Auftrag des Next Liberty in die Zeit bzw. die musikalische und literarische Welt des jungen Dichtergenies begeben und ein fulminantes und unterhaltsames Familienmusical voller geflügelter Worte und Poesie, Lieder und Träume geschaffen.

Kinder & Jugend | Wie William Shakespeare wurde

Musikalische Leitung Maurizio Nobili

Uraufführung So 18. Nov 2018 17 Uhr

Inszenierung Michael Schilhan

Vorstellungen Nov: 22. (10.30 & 16 Uhr), 24. (11 Uhr) Dez: 1. (11 Uhr), 3. (*10.30 & *14.30 Uhr), 11. (10.30 & 16 Uhr), 21. (10.30 Uhr), 27. (16 Uhr) Jan: 6. (11 Uhr), 14. (*10.30 & 16 Uhr), 17. (10.30 Uhr) Feb: 13. (10.30 Uhr), 27. (*10.30 Uhr), 28. (*10.30 & 16 Uhr) Mär: 2. (11 Uhr)

Bühne & Kostüme Johanna Ralser Choreographie Benjamin Rufin Videos & Animationen Judith Selenko Licht Helmut Weidinger Singschul’ Andrea Fournier Eine Koproduktion mit dem Next Liberty

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ilien r m a F de Das ical in z mus er Gra Op

*Geschlossene Vorstellung


Gold! Leonard Evers Musiktheater für junges Publikum ~ Libretto von Flora Verbrugge nach dem Märchen „Vom Fischer und seiner Frau“ von den Brüdern Grimm, deutsch von Barbara Buri Für alle ab 6 Jahren ~ In deutscher Sprache

Wer wünscht sich das nicht: Einen Zauberfisch, der einem alles erfüllt, was das Herz begehrt? „Bitte sehr, wirf mich rein ins Meer! Wirf mich rein und lass mich leben, was Du wünschst, will ich Dir geben!“ spricht eines Tages der geangelte Fisch zum armen Jungen Jacob. Dieser ist so verdutzt, dass er ihn in die Freiheit entlässt. Am nächsten Tag kehrt Jacob, barfüßig, mit dem einfachen Wunsch nach einem Paar warmer Schuhe zum Fisch zurück und bekommt diesen sogleich erfüllt! Glücklich läuft er nach Hause und präsentiert seinen Eltern dieses Wunder. Zuerst nur mit kleinen, dann aber mit immer maßloser werdenden Wünschen beauftragen die Eltern ihren kleinen Sohn, und die Wunschliste wird immer länger. „Fisch im Meer, gib mir die ganze Welt, nur für uns drei!“, singt Jacob schließlich und bemerkt erst zu spät, dass das Meer immer wilder und der Fisch immer magerer wird, bis am Ende die hohen Wellen das ganze Gold wieder verschlucken … Leonard Evers’ erfolgreiche Kinderoper „Gold!“ wird gesungen und gespielt von nur einer Sängerin und einem Percussionisten und erzählt kindgerecht poetisch von Armut, Hochmut und dem Wunsch nach Zufriedenheit.

Inszenierung Julia Burger Dramaturgie Franziska Kloos

Premiere Fr 17. Mai 2019 17 Uhr Studiobühne Vorstellungen Mai: 19. (11 & 15 Uhr), 21. (11 Uhr), 23. (11 Uhr), 24. (17 Uhr), 26. (15 Uhr), 28. (11 Uhr) Jun: 4. (17 Uhr)

Jacob Sieglinde Feldhofer 91

Kinder & Jugend | Gold!


Familien- & Schülerkonzerte

n asse ulkl er! Sch l ü r h ü c F ro S €8p

Wie klingt Graz? Und wie klingen ferne Planeten? Wohin reist die kleine Valerie? Welche Instrumente passen am besten zusammen? Und was macht die 2. Geige unersetzlich? Bei den Familien- und Schüler­konzerten gehen wir auf musikalische Entdeckungsreisen in die Klangwelt des Orchesters. Spitzt die Ohren!

Die Planeten

Der Klang der Stadt

ab 6 Jahren

ab 10 Jahren

Mi 24. & So 28. Okt 2018 Mit Christoph Steiner und den Grazer Philharmonikern Musikalische Leitung Marius Burkert

Mi 3. & So 7. Apr 2019 Mit Studierenden der Kunstuniversität Graz und den Grazer Philharmonikern Musikalische Leitung Robin Engelen

Wie klingt Venus, die Friedensbringerin? Wohin fliegt Merkur, der Götterbote? Und was passiert, wenn der Magier Uranus auftritt? Die Grazer Philharmoni­ ker ziehen alle Register, wenn es los geht: Denn Christoph Steiner nimmt uns mit auf eine intergalaktische Reise zu Gustav Holsts Planeten.

Von brummenden Motoren, klingelnden Telefonen und lachenden Menschen. Grazer Schulklassen waren unterwegs in ihrer Stadt und haben genau hingehört. Aus den Klängen, die sie eingefangen haben, sind eigene Graz-Kompositionen entstanden. Und wie klingen andere Städte? Hören wir selbst!

Wer spielt denn hier die 2. Geige?

Valerie und die Gute-Nacht-Schaukel

ab 7 Jahren

ab 5 Jahren

Mi 16. & So 20. Jan 2019 Mit Karl Vorraber und den Grazer Philharmonikern Musikalische Leitung Marcus Merkel

Mi 22. & So 26. Mai 2019 Mit dem Musikverein Hatzendorf, Musikverein und Musikschule Liezen und den Grazer Philharmonikern Musikalische Leitung Marcus Merkel

Wo sitzen die 2. Geigen im Orchester? Und wer spielt da eigentlich? Wir nehmen das Orchester ganz genau unter die Lupe und erforschen, was es mit dieser ganz besonderen Gruppe auf sich hat. Mitten im Rampenlicht spielen uns die 2. Geigen sogar ein Solo.

Valerie möchte noch nicht schlafen! Und so reist sie mit ihrem Papa von einem Traumland ins nächste. Vom Turbanland bis ans Meer, vom Meer ins Bergdorf Pürgg – dabei erlebt sie das eine oder andere Abenteuer. Sei mit dabei! Beginn jeweils 11 Uhr

Kinder & Jugend

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Sitzkissenkonzerte Die Reihe für die ganz Kleinen: Auf Sitzkissen, ganz nah am Geschehen, verfolgt das junge Publikum das Konzert. Wir machen neugierig auf Musik, begeistern für Klänge, Melodien und Rhythmen. Dabei werden die Kinder auch aktiv in das Geschehen miteinbezogen. Für Kinder von 3 bis 6 Jahren und ihre begleitenden Erwachsenen. Dauer: max. 45 Minuten.

Unter Wasser …

Die Vögel sind los

Do 4. Okt (14.30 Uhr), Fr 5. Okt, Sa 6. Okt (15 Uhr) & So 7. Okt 2018 (11 Uhr), Spiegelfoyer An Land und unter Wasser, Klänge gibt es überall! Wir lauschen dem Wasser, dem Regen und dem Wind, wir schwimmen mit Tieren und erkunden mit fabelhaften Wasserwesen, viel Musik und Bewegung die klingende Wasserwelt. Was und wen wir da wohl alles treffen? Was wir da wohl alles sehen und hören? Mit einem Bläserquintett, Tänzerinnen und Tänzern des Balletts der Oper Graz & Lisa-Christina Fellner und Franziska Kloos, Moderation

Do 28. Mär (14.30 Uhr), Fr 29. Mär, Sa 30. Mär (15 Uhr) & So 31. Mär 2019 (11 Uhr), Spiegelfoyer Der Frühling kehrt ein. Mit den ersten warmen Sonnenstrahlen bauen die Vogelfamilien ihr Nest, und die kleinen Vogelkinder starten ihre ersten Flugversuche. Es zwitschert, pfeift und tiriliert aus jeder Ecke. Nicht nur in der Natur, sondern auch im Opernhaus hält der Frühling Einzug. Gemeinsam erkunden wir Vogel- und Frühlingsklänge in der Musik und lassen unsere eigenen Stimmen erklingen. Mit Tetiana Miyus, Sieglinde Feldhofer, Gesang | Franziska Kloos, Fagott | LisaChristina Fellner, Blockflöten & Julian Gaudiano, Cembalo

Klangsalat im Kinderzimmer Do 29. Nov (14.30 Uhr), Fr 30. Nov, Sa 1. Dez (15 Uhr) & So 2. Dez 2018 (11 Uhr), Studiobühne Im Kinderzimmer geht es rund – da klopft das Schlagzeug, da rauscht der Regenmacher, da tönt das Xylophon – und sogar beim Aufräumen klappert und klimpert es aus jeder Ecke. Ein besonderes Klangerlebnis für alle, die riesige Rhythmen, kuriose Klänge und großartige Geräusche der Schlagzeug-Familie entdecken wollen! Mit Leonhard Königseder, Karin Meissl, Sebastian Riener & Simon Steidl, Schlagzeug

Ganz nah dran an der Musik sind die kleinsten Besucher bei den Sitzkissenkonzerten

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Kinder & Jugend


Spielplatz Musik Fr 12. Okt, Fr 7. Dez 2018 Fr 8. Feb, Fr 26. Apr 2019 Jeweils 15–16.30 Uhr

An vier Nachmittagen in der Saison laden wir die ganze Familie ein – wir singen, tanzen, musizieren und schlüpfen in verschiedene Rollen. Verbringt gemeinsam als Familie Zeit in der Oper Graz und lasst mit uns das Opernhaus erklingen. Wir treffen uns Freitag nachmittags von 15–16.30 Uhr auf der Studiobühne bzw. im Malersaal der Oper Graz und erleben spielerisch verschiedene Aspekte des Musiktheaters. Um Anmeldung unter lisa-christina.fellner@opergraz.com wird gebeten, die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

NEU

Triolino Triolino liebt alle Töne – die spitzen, die runden, die lauten, die leisen, die frechen, aber auch die schüchternen. Und weil es aus der geheimnisvollen Tür so spannend heraustönt, stolpert Triolino neugierig und unerschrocken in viele lustige Musikabenteuer hinein. Der Zyklus „Triolino“ verbindet auf einzigartige Weise Musik, Tanz und Bewegung, Schauspiel und Bildende Kunst mit faszinierenden Geschichten. Fantasievolle und verspielte Mitmachaktionen, wie Musik- und Kunstworkshops, laden die kleinen wie großen Besucherinnen und Besucher ein, Musik auf mehreren Wahrnehmungsebenen zu erleben. Das Triolino-Team

in Zusammenarbeit mit

schwungakkord Sa 20. Okt 2018 (15 Uhr), Malersaal Vila Madalena: Nikola Zarić, Akkordeon & Franz Oberthaler, Klarinette und Saxophon Werke von Pixinguinha, Jakob do Bandolim, Braca Vasilevsky und Vila Madalena klopfgeblas Sa 30. Mär 2019 (15 Uhr), Malersaal Mit Gabriel Antão, Posaune & Joachim Murnig, Schlagwerk Musik von James Barnes, Xavier Denis u. a. Karten für die „Triolino“-Veranstaltungen sind nur schriftlich bei der Jeunesse erhältlich. Nähere Informationen unter Tel. 01 505 63 56, tickets@jeunesse.at

Triolino, Konzept, Dramaturgie Sarah Jeanne Babits Musikvermittlung Julia Ruthensteiner-Schwarz Kunstvermittlung Silvia Scheibelhofer Kinder & Jugend

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Alles Tanz Konzert zum Mittanzen Für Kinder ab 5 Jahren

Am Tag nach der Opernredoute gehört das Tanzparkett wieder den Jüngsten. Nach einer rauschenden Ballnacht öffnet die Oper Graz ihre Pforten für Kinder ab 5 Jahren und ihre Begleitpersonen. Hautnah sitzen die jungen Gäste dabei ganz dicht am Geschehen, während die Erwachsenen einen Sitzplatz etwas weiter entfernt finden. Unter der beliebten Moderation von Marko Simsa hören wir Musik unterschiedlicher Komponisten und schwingen das Tanzbein zu phantastischen Melodien. Marius Burkert dirigiert die Grazer Philharmoniker, Andrea Fournier lässt mit der Singschul’ aufhorchen, und unter der Leitung von Diana Ungureanu tanzt die Opernballettschule über das Parkett.

Musikalische Leitung Marius Burkert

So 27. Jan 2019 15 Uhr

Konzeption & Moderation Marko Simsa Szenische Gestaltung Lisa-Christina Fellner Singschul’ Andrea Fournier Choreographie Diana Ungureanu

Auch die kleinen Besucher haben große Freude am Ballver­gnügen „Alles Tanz“

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Kinder & Jugend


Die Singschul’ der Oper Graz Die Singschul’ der Oper Graz ist ein Kinder- und Jugendchor für Buben und Mädchen ab 7 Jahren. Neben der regelmäßigen Chorarbeit unter der Leitung von Andrea Fournier stehen die Kinder in diversen Opern neben den Solisten auf der Bühne (in der Spielzeit 2018/19 in „Pagliacci“, „König Roger“, „Tosca“). Die Singschul’ tritt auch immer wieder in Konzerten auf und ist mehrfacher Preisträger bei internationalen Chorwettbewerben (zuletzt 1. Preis in Limburg 2017, Auszeichnung und Sonderpreis beim Bundesjugendsingen 2017). Sie darf sich zu den bedeutendsten Kinderchören in der Steiermark zählen. Bedingung für die Aufnahme in die Singschul’ ist das Vorsingen eines Liedes und eine kurze Probe, die über die Musikalität und das Rhythmusempfinden des Kindes Auskunft gibt.

Nähere Informationen: Tel. 0699/10 66 21 00 (Andrea Fournier) Die Teilnahme kostet pro Semester € 65 und für Geschwister € 55 pro Kind Aufnahmeprüfungen für die Saison 2018/19: Do 19. Jun & Di 11. Sep 2018, jeweils 17 Uhr Singschulprobenraum Zugang über die Luthergasse Die Singschul’ der Oper Graz kurz vor dem Auftritt

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LIVE!

DEIN 3D-ERLEBNIS GANZ OHNE BRILLE SPIELZEIT 2018/19

KARTEN 0316 / 8000 www.nextliberty.com


Extras


Hereinspaziert!  Bühnenshow zum Saisonauftakt Samstag, 8. September 2018

Opernclubbing Samstag, 22. September 2018

Opernbrunch Opernredoute Samstag, 26. Jänner 2019

After-Show-Parties Kiss Me, Kate Polnische Hochzeit Die Jahreszeiten


Compagnie XY tickets@lastrada.at

FR

Il n’est pas encore minuit… 27. Juli – 3. August 2018 Oper Graz

lastrada.at

La Strada Graz © Foto: Christophe Raynaud de Lage

Tickets & Infos: +43 316 26 97 89


Opernbrunch An einem Sonntagvormittag im Monat sollten Sie sich in prunkvollem Ambiente musikalisch und kulinarisch verwöhnen lassen! Da verwandelt sich nämlich das Spiegelfoyer des Opernhauses in einen feinen, kleinen Konzertsaal. Architektonische Schönheit und ausgewählte musikalische Gustostücke begleitet von exquisiten Köstlichkeiten vom Brunchbuffet ergeben ein wunderbares Ensemble für alle Sinne! Und am besten sollte man sich schon zu Beginn der Saison um die begehrten Plätze für die Opernbrunches bemühen. Reservierungen nimmt das Ticketzentrum gerne entgegen.

Nicht nur die Künstler, auch die Technik des Hauses spielt alle Stück’ln

Jeweils So: 30. Sep, 21. Okt, 18. Nov, 16. Dez 2018, 13. Jan, 10. Feb, 10. Mär, 14. Apr, 19. Mai, 16. Jun 2019 Beginn jeweils um 10 Uhr Ende des Brunchs 13 Uhr Opernbrunch € 48

Hereinspaziert! Bühnenshow zum Saisonauftakt 2018/19 Bereits Anfang September lädt die Oper Graz das Publikum zum künstlerischen „Amuse-Bouche“ ein: In der Bühnenshow werden die Highlights der bevorstehenden Spielzeit präsentiert, Solistinnen und Solisten, das Ballett, der Chor und die Grazer Philharmoniker stimmen sich auf die neue Saison ein. Moderieren wird die Show Intendantin Nora Schmid. Sa 8. Sep 2018 12, 15 & 19 Uhr Bühnenshow € 2,50

m s zu rt Info onze ngsk u n Eröff s. S. 72

Opernclubbing Gleich im Anschluss an das Eröffnungskonzert verwandelt sich die Bühne in einen hippen Dance­ floor, und Kulissen aus der Opernwelt zaubern eine einzigartige Atmosphäre mit spektakulärer Lichtshow im Zuschauerraum. Die Agentur Jack Coleman – Event- und Partyprofi auf allen Ebenen – sorgt mit DJs und Live-Acts für Musik, coole Drinks und heiße Shots bis in den frühen Morgen. Sa 22. Sep 2018 ab 22 Uhr Opernclubbing € 18

Und wieder folgt auf das Eröffnungskonzert das Opernclubbing auf der Bühne

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Extras


Einer der zahlreichen Höhepunkte der Opernredoute: der Einzug des Eröffnungs­ komittees

21. Opernredoute Wo sonst können Sie in einer einzigen Nacht zu den Klängen der Grazer Philharmoniker in diesem Ballsaal tanzen, Ihre kulinarischen Träume in Tausendundeiner Oase wahr werden lassen, in mondäner Beach-Club-Atmosphäre chillen, in einen atemberaubenden Cocktail-Dschungel eintauchen, prickelnde Opernmomente in der Champagner Bar erleben, hinter den Kulissen zu Chansons und Swing tanzen, zu Discobeats im Opernkeller grooven oder einfach nur die besten Gastronomen der Genusshauptstadt Graz und die kostbarsten Weine der Steiermark auf einem kulinarischen Highway erkunden? Dies und viele weitere außergewöhnliche Highlights erwarten Sie bei der 21. Ausgabe der Grazer Opernredoute am 26. Jänner 2019 im prachtvollen Ambiente der Oper Graz. Wo sonst große Werke des Musiktheaters das Publikum verzaubern, erobern beim gesellschaftlichen Höhepunkt des Jahres zahlreiche Ballbegeisterte das glanzvollste Parkett der Ballsaison. Hier treffen einander Wirtschaft und Politik, Kultur und Wissenschaft, Medien und Gesellschaft. Feiern auch Sie mit uns die rauschendste Ballnacht des Jahres, die das ganze Land im Dreivierteltakt mitreißt – die Grazer Opernredoute.

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Sa 26. Jan 2019, Einlass ab 18 Uhr Eröffnung 21 Uhr, Ende 5 Uhr Eintrittskarten im Ticketzentrum, KaiserJosef-Platz 10, 8010 Graz, Tel. 0316/8000 tickets@opernredoute.com, opernredoute.com

After-Show-Parties Verlängern Sie doch den Abend in der Oper Graz tanzend! Erst in die Vorstellung, dann auf die Studiobühne zur After-Show-Party. Um nur € 9 zusätzlich zum Vorstellungsticket gibt es wieder drei Mal Gelegenheit zum Abtanzen, Eingrooven und Ausschwingen. Bei diesem Angebot ist die Platzkapazität limitiert, deshalb schnell die Tickets sichern! Der Besuch der Party ist nur in Kombination mit der Vorstellung in der Oper Graz möglich, gültig sind auch Tickets von bereits besuchten und zukünftigen Vorstellungen der jeweiligen Produktion. Mitglieder des Kleine Zeitung Vorteilsclubs erhalten eine Ermäßigung von 30% auf die Opernkarte. Das Ticket für die Party kostet sie nur 5 €. 7. Dez 2018 2. Mär 2019 15. Jun 2019

im Anschluss an das Musical Kiss Me, Kate im Anschluss an die Operette Polnische Hochzeit im Anschluss an das Ballett Die Jahreszeiten Extras


Zugabe


Vor der Premiere Kostproben Stückeinführungen Nachgespräche Nachklang Führungen durch die Oper Förderkreis der Oper Graz Oper Aktiv!


Vor der Premiere

Kostproben

In den letzten Wochen vor einer Premiere arbeiten alle Abteilungen der Oper nur auf den „einen“ Tag hin, an dem sich für die Öffentlichkeit erstmals der Vorhang öffnet. Im Zentrum dieser intensiven Betriebsamkeit stehen die Mitglieder des „Leading Teams“. Und genau in dieser Zeit der größten Spannung und intensivsten Auseinandersetzung gibt es an einem Sonntagvormittag meist zwei Wochen vor der Premiere die Möglichkeit, einen Blick auf diese Arbeit zu werfen. Regisseure, Choreographen, Bühnen- und Kostümbildner, Dirigenten, Dramaturgen und Protagonisten erzählen von ihren Konzepten und Interpretationen, und ausgewählte musikalische Highlights machen Lust auf den Vorstellungs­ besuch.

Wie könnte man sich besser auf eine neue Produktion einstimmen als mit einer Kostprobe? Der Appetit kommt beim Zuschauen … An aus­ gewählten Terminen werden die Besucher vor Beginn einer Bühnenorchesterprobe, bei der die Mitwirkenden noch nicht in Maske und Kostüm, aber im Bühnenbild agieren, zunächst vom Produktionsdramaturgen kurz in die Produktion eingeführt. Dann besuchen alle gemeinsam die Probe bis zur Pause, um sich danach über das Gesehene und Gehörte auszutauschen. Näher kann man nicht dabei sein auf dem Weg zur Premiere! Und wenn Sie mit diesem Probenausschnitt auf den Geschmack gekommen sind, freuen wir uns auf Ihren Besuch einer Vorstellung. Treff­punkt ist das Eingangsfoyer des Opernhauses.

Jeweils So, 11 Uhr, Studiobühne/Malersaal: 16. Sep „Cavalleria rusticana & Pagliacci“ | 7. Okt „Kiss Me, Kate“ | 21. Okt „Salome“ | 25. Nov „Polnische Hochzeit“ | 16. Dez „Martha“ | 3. Feb „König Roger“ | 3. Mär „Lucia di Lammermoor” | 7. Apr „Die Jahreszeiten“

19. Sep „Cavalleria rusticana & Pagliacci“ | 16. Okt „Kiss Me, Kate“ | 18. Okt „Sandmann“ | 3. Nov „Salome“ | 4. Dez „Polnische Hochzeit“ | 8. Jan „Martha“ | 2. Feb „König Roger“ | 19. Mär „Lucia di Lammermoor“ | 24. Apr „Die Jahreszeiten“

Eintritt € 2,50

Eintritt € 5

Stückeinführungen

Nachgespräche

Keine Sorge, Sie müssen sich nicht gänzlich unvorbereitet in Ihren Abend an der Oper Graz stürzen, wenn Sie vor dem Vorstellungsbesuch keine Gelegenheit hatten, sich über das Stück Ihrer Wahl zu informieren. Unsere Dramaturgen agieren als „sprechende Opernführer“ und erläutern aus erster Hand und ebenso anschaulich wie informativ alles Wissenswerte zu einem Stück, seinem Komponisten, der Entstehungsgeschichte sowie zur aktuellen Inszenierung und den beteiligten Künstlern. Im Galeriefoyer, direkt unter der Kuppel des Opernhauses, kann man sich so wunderbar auf das Kommende einstimmen und erhält durch die zahlreichen Informationen vielleicht sogar einen neuen Zugang zum Werk. Stückeinführungen werden zu allen Opern-, Operetten-, Musical- und Ballettvorstellungen im Großen Haus angeboten.

Mannigfaltig sind die Themen, die ein Theaterabend präsentiert, und unterschiedlich sind die Herangehensweisen und Lesarten, diese Themenvielfalt auf die Bühne zu bringen. Selbst der gelungenste Theaterabend kann jedoch nicht alle Fragen restlos beantworten, und so bietet das „Nachgespräch“ die Möglichkeit, sich im direkten Dialog mit der Intendanz, dem musikalischen Leiter, dem einen oder anderen Sänger, dem Produktionsdramaturgen und fallweise auch mit externen Gästen über das eben Gesehene und Erlebte auszutauschen, seiner Begeisterung Ausdruck zu verleihen, vielleicht auch seine kritischen Bedenken zu bekunden. Das „Nachgespräch“ wird, an wechselnden Wochentagen, zu verschiedenen Produktionen der Saison 2018/19 jeweils einmal angeboten. Gleichbleibender Ort der Gesprächsbegegnung ist das Galeriefoyer.

Jeweils 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn Galeriefoyer, Eintritt frei

19. Okt „Cavalleria rusticana & Pagliacci“ | 25. Nov „Salome“ | 1. Mär „König Roger“ | 28. Mär „Lucia di Lammermoor“ | 24. Mai „Die Jahreszeiten“ Galeriefoyer, jeweils im Anschluss an die Vorstellung Eintritt frei


Nachklang

Förderkreis der Oper Graz

Ein spezielles Angebot für Studentinnen und Studenten sind Opern- und Ballettabende mit Nachklang. Wenn der letzte Vorhang gefallen, das letzte „Bravo!“ gerufen und der Applaus verklungen ist, wird’s gemütlich. Die Mäntel bleiben an der Garderobe und man trinkt gemeinsam noch ein Glas und plaudert mit ganz besonderen Gästen: Profis vor und hinter den Kulissen garantieren spannende Einblicke – Feedback und Fragen sind sehr erwünscht!

Der Förderkreis der Oper Graz besteht nun seit mehr als 10 Jahren und versteht sich als Weg­ begleiter vieler Projekte der Oper Graz. Durch Ihre Mitgliedschaft setzen Sie ein Zeichen der Privatinitiative und Verantwortung für das Kulturleben in unserem Land. Schauen Sie hinter die Kulissen, erleben Sie die Entstehung einer Produktion – werden Sie Mitglied im Förderkreis!

Tickets um € 8 (für Vorstellung und Nachklang) gibt es nach Anmeldung unter operaktiv@oper-graz.com oder 0316/8008 1452

Es bestehen unterschiedliche Kategorien der Mitgliedschaft.

11. Okt „Der Barbier von Sevilla“ | 24.Okt „Kiss Me, Kate“ | 21. Nov „Cavalleria rusticana & Pagliacci“ | 19. Dez „Salome“ | 16. Jan „Polnische Hochzeit“ | 6. Mär „Martha“ | 27. Mär „König Roger“ | 10. Apr „Lucia di Lammermoor“ | 8. Mai „Die Jahres­zeiten“ | 29. Mai „Tosca“

Führungen durch die Oper Graz Wer einmal ganz intensiv Theaterluft schnuppern möchte, für den bietet die Oper Graz regelmäßig Führungen an: sowohl jeweils eine Stunde vor dem sonntäglichen Opernbrunch als auch an einem Samstagnachmittag pro Monat. Auf dem Programm der rund einstündigen Tour mit Treffpunkt Foyer stehen u. a. Bühne, Zuschauerraum, Orchestergraben, sowie viel Geschichtliches und Wissenswertes rund um den Opernbetrieb. Regelmäßige Führungstermine Jeweils vor dem sonntäglichen Opernbrunch (Termine s. S. 101) um 9 Uhr, an jedem ersten Samstag des Monats um 17 Uhr, sowie nach Vereinbarung. Gerne können für Besuchergruppen auch individuelle Termine vereinbart werden: wie z.B. die Kombination einer kurzen, max. 45-minütigen Führung hinter die Kulissen mit anschließendem Vorstellungsbesuch. Eintritt € 7 Studentengruppen € 6/Person Schülergruppen € 3/Person

Kontakt Ulrike Janach ulrike.janach@oper-graz.com Tel. 0316/8008 1235

Freunde Mitgliedsbeitrag Saison 2018/19 Einzelperson € 110 | Ehepaare € 160 Personen bis 25 Jahre € 25 Vorteile: Sie haben die Möglichkeit, bereits vor der Premiere die Produktion kennenzulernen. Das kann im Rahmen einer Probe oder eines Konzeptionsgesprächs stattfinden. Die Termine werden nach Verfügbarkeit ausgewählt und zeitnah bekannt gegeben. Zusätzlich erhalten Sie regelmäßige Informationen zu den aktuellen Produktionen und Vergünstigungen bei einzelnen Veranstaltungen. Förderer Ab einem Beitrag von € 350 Zusätzliche Vorteile: Mitnahme einer weiteren Person zu Probenbesuchen und anderen Proben-Formaten, Ermäßigung für die Anmietung von Räumlichkeiten in der Oper Graz Donatoren Ab einem Beitrag von € 700 Zusätzliche Vorteile: Ermäßigung auf Inserate in den Drucksorten der Oper Graz Mäzene Ab einem Beitrag von € 1.500 Zusätzliche Vorteile: Ermäßigung auf ein Inserat im Opern Saisonal (nach Verfügbarkeit) Der Vorstand des Förderkreises Präsident Christof Pertl Vizepräsident Martin Bartenstein Geschäftsführung Monika Isola, Katharina Frizberg Schatzmeister Hans Roth Schriftführerin Wiltraud Pink Kontakt Sven Nielsen Tel. 0664/4539 124 foerderkreis@oper-graz.com foerderkreis-oper-graz.at


OperAktiv! Die Welt der Oper selbst entdecken Für Lehrer, Schüler, Kindergarten­kinder und Neugierige

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Oper für Kindergärten

Oper für Schulklassen

Sitzkissen on Tour Seit der letzten Spielzeit sind ausgewählte Sitzkissenkonzerte aus unserem Spielplan auch für Kindergärten buchbar! Die Konzerte machen neugierig auf Musik, begeistern für Klänge, Melodien und Rhythmen. Aktiv und altersgemäß werden die Kinder ins Geschehen eingebunden. Folgende Sitzkissenkonzerte bieten wir Ihnen in dieser Saison zur Auswahl:

Musiktheater-Workshops Zu allen Produktionen der Spielzeit bieten wir dreistündige, inszenierungsvorbereitende Workshops an. Individuell abgestimmt arbeiten wir szenischmusikalisch und bereiten die Schulklasse so optimal auf ihren Vorstellungsbesuch vor. Gerne bieten wir auf Anfrage auch eine Nachbereitung sowie Materialmappen für den Unterricht an.

Von Raupen und Schmetterlingen Zwei auf einen Streich

Für Volksschüler: Gold! ab 6 Jahren Für Schüler der Unter- und Oberstufe: Die Jahreszeiten (Ballett) ab 10 Jahren Der Barbier von Sevilla ab 12 Jahren Kiss Me, Kate ab 12 Jahren Martha ab 12 Jahren Oberon ab 12 Jahren Polnische Hochzeit ab 12 Jahren Cavalleria rusticana & Pagliacci ab 13 Jahren König Roger ab 13 Jahren Lucia di Lammermoor ab 13 Jahren Mario und der Zauberer ab 13 Jahren Tosca ab 13 Jahren Salome ab 14 Jahren

Preis auf Anfrage Orchester & Chor hautnah Unter dem Titel „Orchester und Chor hautnah“ ermöglichen wir Kindern, Mitglieder der Grazer Philharmoniker bzw. des Chors der Oper Graz näher kennenzulernen. Die Kinder sammeln erste musikalische Erfahrungen im Rahmen eines kindgerechten „MiniKonzertes“ in den vertrauten Räumlichkeiten des Kindergartens. € 3 pro Kind Patenprojekt für Kindergärten Haben Sie Lust, einmal selbst als Kindergarten oder Kindergartengruppe ein Stück auf die Beine zu stellen? Wir proben eine Woche lang intensiv an einem selbst erarbeiteten Stück und bringen es am Ende auf die Bühne! Dabei wird viel gesungen, getanzt und gespielt. Jeder nimmt eine Rolle ein! Preis auf Anfrage

Bei Buchung eines Workshops gibt es zusätzlich 25% Ermäßigung auf den Gruppenpreis! € 2 pro Schüler Opera Basic Gerne bieten wir Ihnen und Ihrer Schulklasse, stückunabhängig, einen Opera Basic-Workshop an. Wir beschäftigen uns mit allem, was auf und hinter der Bühne eine Rolle spielt, vom Frauenbild in der Oper bis zum Beruf des Sängers. € 2 pro Schüler

OperAktiv!

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Oper selbstgemacht für Patenschulen In unseren Patenschulprojekten beschäftigen wir uns intensiv mit Inhalten, Figuren und der Musik eines Stückes der Saison. An mehreren Projekttagen – zusammenhängend oder gestaffelt – erarbeiten wir eine ganz eigene Version. Als krönenden Abschluss präsentiert die Klasse ihr Stück auf der Studiobühne der Oper Graz, mit allem was dazu gehört – Licht, Sound, Kostüm und Requisite inklusive!

Wer spielt denn hier die 2. Geige? Mi 16. & So 20. Jan 2019 Der Klang der Stadt  Mi 3. & So 7. Apr 2019 Valerie und die Gute-Nacht-Schaukel Mi 22. & So 26. Mai 2019 Gerne bieten wir auf Anfrage Vor- und Nachbereitung in der Schule sowie Materialmappen für den Unterricht an.

Preis auf Anfrage Workshop Tanz Wie mache ich große Gefühle in Bewegung sichtbar? Die Tänzerinnen und Tänzer des Balletts der Oper Graz finden in ihrer täglichen Arbeit immer neue Zugänge zum eigenen Körper und seinen Ausdrucksmöglichkeiten. An einem Vormittag schauen wir ins Training des Ensembles und erfahren, welche täglichen Herausforderungen eine Ballettproduktion mit sich bringt. Im darauffolgenden Workshop wird auch selbst ausprobiert: Im schöpferischen Prozess mit zwei Tänzern erarbeiten wir aus Alltagsgesten eine kurze Choreographie. € 5 pro Schüler Orchester & Chor hautnah Schülerinnen und Schüler dürfen unsere Klangkörper in der Probe hautnah erleben. Im vorbereitenden Workshop besuchen Mitglieder der Grazer Philharmoniker oder des Chors der Oper Graz die Klasse, stellen sich und ihr Instrument vor und machen jede Menge Musik. Jeder Einzelne ist gefragt, wenn im Klassenzimmer musiziert wird – mit vollem Körpereinsatz, Stimmpräsenz und tollen Rhythmen! An einem zweiten Termin öffnen die Probenräume in der Oper Graz ihre Türen: Dann befinden wir uns mittendrin in Chor oder Orchester!

Führungen Backstage-Führungen An ausgewählten Terminen ermöglichen unsere dreistündigen Backstage-Touren für Schulklassen einen ganz besonderen Blick hinter die Kulissen. € 4 pro Schüler Einstündige Führungen Einstündige Führungen sind auf Anfrage an Schultagen zwischen 9 und 10 Uhr und zwischen 14 und 18 Uhr möglich. Auf Wunsch bieten wir auch Führungen mit selbst gewählten Schwerpunkten an. € 3 pro Schüler

Oper für Familien NEU: Spielplatz Musik Gemeinsam Musik erleben: Singen, Tanzen und Musizieren. Spielplatz Musik richtet sich an ausgewählten Terminen speziell an Familien, die das Opernhaus auf eine ganz neue Art und Weise erklingen lassen wollen.

€ 5 pro Schüler Familien- und Schülerkonzerte Unsere Familien- und Schülerkonzerte bieten einen wunderbaren Einstieg in die Klangwelt des Orchesters. Starke Rhythmen und große Melodien – gemein­­sam bringen wir die Oper zum Klingen! Die Planeten  Mi 24. & So 28. Okt 2018

Termine Fr 12. Okt 2018 Fr 7. Dez 2018 Fr 8. Feb 2019 Fr 26. Apr 2019 Jeweils von 15–16.30 Uhr € 2,50 pro Kind, € 5 pro Begleitperson

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OperAktiv!


formdusche.de

E U E N E ALT T F N U K ZU 18.19 www.schauspielhaus-graz.com


E

Bühnenzauber Märchenhaft schön geht es beim Bühnenzauber zu! In der Theater- und Musikwerkstatt für die ganze Familie sind wir auf und hinter der Bühne unterwegs, schlüpfen in Rollen, malen, basteln, tanzen und machen Musik.

OpernCampus Grazer Studentinnen und Studenten und andere Neugierige sind eingeladen, sich einen Nachmittag lang intensiv mit „Salome“ zu beschäftigen. Wir ergründen Strauss’ atmosphärisch dichte und faszinierende Oper. OpernCampus „Salome“ Mi 30. Jan 2019, 15–18 Uhr € 10 inkl. Verpflegung Für Studentinnen und Studenten kostet die Vorstellung nur € 8

Die Planeten  Sa 27. Okt 2018, 15–18 Uhr Die Jahreszeiten (Ballett)  Sa 11. Mai 2019, 15–18 Uhr € 5 pro Person „Und wenn das Licht ausgeht …“ Länger aufbleiben und dabei noch Theaterluft schnuppern? Unbedingt! Denn auch wenn die Scheinwerfer ausgegangen sind, gibt es in der Oper Graz und im Next Liberty viel zu entdecken: In den ErlebnisTheaternächten lernen wir die Bühnen von einer ganz anderen Seite kennen. Erlebnis-Theaternächte Für Kinder von 8–12 Jahren Sa 13. Mär 2019 Next Liberty Fr 31. Mai 2019 Oper Graz Jeweils 18–21 Uhr

Werkstätten Was ist der Stoff, aus dem Opern gemacht sind? Einen Nachmittag lang tauchen wir in die Musik und Figurenwelt der großen Bühnenstücke ein. Wir erspielen Inhalt, Figuren und Themen und stimmen uns gemeinsamen auf den Vorstellungsbesuch ein … Sa 24. Nov 2018 Cavalleria rusticana & Pagliacci Sa 16. Feb 2019 König Roger Sa 18. Mai 2019 Lucia di Lammermoor Jeweils von 14–18 Uhr

Oper für Lehrer

Max. 20 Teilnehmer € 20 inkl. Material und Verpflegung pro Person

Fortbildungsreihe an der pädagogischen Hochschule Graz „Theatrale Experimentier-, Spiel- und Erfahrungsräume“ ist die gemeinsame Fortbildungsreihe von OperAktiv! (Oper Graz), Schauspielhaus, Next Liberty und TaO! – Theater am Ortweinplatz an der Pädagogischen Hochschule Graz. Anmeldung über die Pädagogische Hochschule (PH-Online).

Oper für junge Erwachsene OPERation – Musiktheaterclub Du hast Lust, selbst aktiv zu werden und Theater zu machen? Deine Ideen und deine kreative Energie sind gefragt, wenn wir unser eigenes musikalisches Theaterprojekt auf die Beine stellen! Voraussetzungen: Interesse an Musik, Begeisterung fürs Theater, Spiel- und Entdeckerfreude. Zeit, los zu legen! Start ist im November 2018. Die Teilnahme ist kostenlos. Nachklang Das Mittwochs-Special für Studentinnen und Studenten: exklusive Nachgespräche mit Profis vor und hinter den Kulissen. Mehr Informationen finden Sie auf Seite 107. 111

OperAktiv! Franziska Kloos (Leitung) Theaterpädagogen: Lisa-Christina Fellner N.N. Beraterinnen theat. Bildung (BMB): Sabine Battisti Olivia Lenger v! Akti Oper t und tak Kon ldung e 52 Anm 8008 14 6/ 1 3 @ 0 v Tel. akti oper az.com gr r e op

OperAktiv!


Service & Team


Abonnements Preise Saalplan Gemeinsam in die Oper Graz Mit Kindern in die Oper Graz Sonderprojekte, Sponsoring & Kooperationen Gastronomie & Anfahrt Team der Oper Graz Kalendarium 2018/19


Zwölf Vorteile eines Abonnements auf einen Blick

7

1

8

Sie erhalten Preisermäßigungen von bis

Sie erhalten die Möglichkeit, Programm­ hefte schon vor Ihrem Opernbesuch zugesandt zu bekommen. Die Zusendung der Programmhefte ist kostenpflichtig und bei folgenden Abos möglich: Wochentag-, Samstag- und Sonntag­ nachmittag-Abo, Sonntag-Nachmittag-Mix

zu 40% gegenüber den Einzelkarten.

2 Das Premieren-Abonnement ist gegenüber den Einzelkarten um bis zu 20% günstiger! Im Premieren-Abonnement sind darüber hinaus auch zwei Eintrittskarten für ein Kammerkonzert Ihrer Wahl enthalten. Überdies kommen Sie als Premierenabonnent gratis in den Genuss der Köstlichkeiten, die bei den Premierenfeiern serviert werden.

3 Ihr Stammplatz ist Ihnen sicher.

4 Sie sparen sich das lästige „Schlange­stehen“ im Ticketzentrum oder an der Abendkasse.

5 Der sanfte Zwang des Abonnements sichert Ihnen vielfältigen Musiktheatergenuss über die ganze Saison hinweg.

6 Ihre Abonnementtermine können Sie bei Bedarf bis zu dreimal innerhalb einer Saison verlegen. (Gebühren: € 3 pro Termin und Tausch)

Monatsspielplan, Newsletter und das Jahresvorschauheft werden Ihnen auf Wunsch kostenlos zugesandt.

9 Sie erhalten eine Ermäßigung von 30% auf alle nicht in Ihrem Abonnement enthaltenen Vorstellungen. Diese Ermäßigung gilt nur für das Große Haus. (Ausgenommen sind Premieren und Sonderveranstaltungen)

10 Abonnenten der Spielzeit 2018/19 erhalten 50% Ermäßigung auf einen OpernKurzgenuss Ihrer Wahl.

11 Profitieren Sie in der Saison 2018/19 von der Kartenaktion des Universalmuseums Joanneum mit den Bühnen Graz und genießen Sie damit 12 Monate lang ein vielseitiges Ausstellungsprogramm! Bestellung: im Ticketzentrum

12 Erfahren Sie bei „Meet & Greet“ am 15. Mai 2018 erste exklusive Einblicke in den Spielplan der Saison 2018/19! Die Einladung dazu erhalten Sie per Post, und dann lohnt es sich schnell zu sein, denn die Plätze sind sehr begehrt …


Abonnement-Termine Premieren-Abonnement Sa 29.09.2018 19.30 Cavalleria rusticana & Pagliacci Sa 20.10.2018 19.30 Kiss Me, Kate Sa 10.11.2018 19.30 Salome Sa 08.12.2018 19.30 Polnische Hochzeit Sa 12.01.2019 19.30 Martha Do 14.02.2019 19.30 König Roger Sa 23.03.2019 19.30 Lucia di Lammermoor Sa 27.04.2019 19.30 Die Jahreszeiten (Ballett)

Preise Kat 1 Kat 2 Kat 3 Kat 4 Kat 5 Kat 6

€ 599,– € 539,– € 454,– € 349,– € 179,– € 109,–

€ 299,50 € 269,50 € 227,– € 174,50 € 89,50 € 54,50

Zwei Eintrittskarten gratis für ein Kammerkonzert Ihrer Wahl

Samstag-Abonnement Sa 24.11.2018 19.30 Cavalleria rusticana & Pagliacci Sa 01.12.2018 19.30 Salome Sa 22.12.2018 19.30 Kiss Me, Kate Sa 19.01.2019 19.30 Martha Sa 16.02.2019 19.30 König Roger Sa 02.03.2019 19.30 Polnische Hochzeit Sa 25.05.2019 19.30 Lucia di Lammermoor Sa 15.06.2019 19.30 Die Jahreszeiten (Ballett)

Preise Kat 1 Kat 2 Kat 3 Kat 4 Kat 5 Kat 6

€ 345,– € 315,– € 265,– € 199,– € 105,– € 65,–

€ 172,50 € 157,50 € 132,50 € 99,50 € 52,50 € 32,50

Preise Kat 1 Kat 2 Kat 3 Kat 4 Kat 5 Kat 6

€ 329,– € 299,– € 255,– € 195,– € 105,– € 65,–

€ 164,50 € 149,50 € 127,50 € 97,50 € 52,50 € 32,50

Preise Kat 1 Kat 2 Kat 3 Kat 4 Kat 5 Kat 6

€ 329,– € 299,– € 255,– € 195,– € 105,– € 65,–

€ 164,50 € 149,50 € 127,50 € 97,50 € 52,50 € 32,50

Mittwoch-Abonnement 1 Mi 10.10.2018 Mi 12.12.2018 Mi 23.01.2019 Mi 13.02.2019 Mi 27.02.2019 Mi 06.03.2019 Mi 03.04.2019 Mi 08.05.2019

19.30 19.30 19.30 19.30 19.30 19.30 19.30 19.30

Cavalleria rusticana & Pagliacci Salome Kiss Me, Kate Polnische Hochzeit König Roger Martha Lucia di Lammermoor Die Jahreszeiten (Ballett)

Mittwoch-Abonnement 2 Mi 24.10.2018 Mi 21.11.2018 Mi 19.12.2018 Mi 16.01.2019 Mi 06.02.2019 Mi 27.03.2019 Mi 10.04.2019 Mi 15.05.2019

19.30 19.30 19.30 19.30 19.30 19.30 19.30 19.30

Kiss Me, Kate Cavalleria rusticana & Pagliacci Salome Polnische Hochzeit Martha König Roger Lucia di Lammermoor Die Jahreszeiten (Ballett)

Ermäßigte Preise in grau

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Service | Abonnements


Donnerstag-Abonnement Do 04.10.2018 19.30 Cavalleria rusticana & Pagliacci Do 08.11.2018 19.30 Kiss Me, Kate Do 15.11.2018 19.30 Salome Do 13.12.2018 19.30 Polnische Hochzeit Do 17.01.2019 19.30 Martha Do 07.03.2019 19.30 König Roger Do 28.03.2019 19.30 Lucia di Lammermoor Do 02.05.2019 19.30 Die Jahreszeiten (Ballett)

Preise Kat 1 Kat 2 Kat 3 Kat 4 Kat 5 Kat 6

€ 329,– € 299,– € 255,– € 195,– € 105,– € 65,–

€ 164,50 € 149,50 € 127,50 € 97,50 € 52,50 € 32,50

Preise Kat 1 Kat 2 Kat 3 Kat 4 Kat 5 Kat 6

€ 329,– € 299,– € 255,– € 195,– € 105,– € 65,–

€ 164,50 € 149,50 € 127,50 € 97,50 € 52,50 € 32,50

Preise Kat 1 Kat 2 Kat 3 Kat 4 Kat 5 Kat 6

€ 329,– € 299,– € 255,– € 195,– € 105,– € 65,–

€ 164,50 € 149,50 € 127,50 € 97,50 € 52,50 € 32,50

€ 320,– € 291,– € 248,– € 190,– € 102,– € 63,–

€ 160,– € 145,50 € 124,– € 95,– € 51,– € 31,50

Freitag-Abonnement 1 Fr 19.10.2018 Fr 30.11.2018 Fr 14.12.2018 Fr 18.01.2019 Fr 01.03.2019 Fr 29.03.2019 Fr 03.05.2019 Fr 17.05.2019

19.30 Cavalleria rusticana & Pagliacci 19.30 Kiss Me, Kate 19.30 Salome 19.30 Polnische Hochzeit 19.30 König Roger 19.30 Martha 19.30 Lucia di Lammermoor 19.30 Die Jahreszeiten (Ballett)

Freitag-Abonnement 2 Fr 09.11.2018 Fr 07.12.2018 Fr 21.12.2018 Fr 08.02.2019 Fr 15.03.2019 Fr 05.04.2019 Fr 10.05.2019 Fr 24.05.2019

19.30 Cavalleria rusticana & Pagliacci 19.30 Kiss Me, Kate 19.30 Polnische Hochzeit 19.30 Salome 19.30 Martha 19.30 König Roger 19.30 Lucia di Lammermoor 19.30 Die Jahreszeiten (Ballett)

Sonntagnachmittag-Abonnement 1 So 04.11.2018 15.00 Kiss Me, Kate So 25.11.2018 15.00 Salome So 02.12.2018 15.00 Cavalleria rusticana & Pagliacci So 16.12.2018 15.00 Polnische Hochzeit So 03.02.2019 15.00 Martha So 17.03.2019 15.00 König Roger So 31.03.2019 15.00 Lucia di Lammermoor So 05.05.2019 15.00 Die Jahreszeiten (Ballett)

Preise Kat 1 Kat 2 Kat 3 Kat 4 Kat 5 Kat 6

Ermäßigte Preise in grau

Service | Abonnements

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Sonntagnachmittag-Abonnement 2 So 07.10.2018 15.00 Cavalleria rusticana & Pagliacci So 11.11.2018 15.00 Kiss Me, Kate So 09.12.2018 15.00 Salome So 13.01.2019 15.00 Polnische Hochzeit So 03.03.2019 15.00 Martha So 28.04.2019 15.00 König Roger So 12.05.2019 15.00 Die Jahreszeiten (Ballett) So 02.06.2019 15.00 Lucia di Lammermoor

Preise Kat 1 Kat 2 Kat 3 Kat 4 Kat 5 Kat 6

€ 320,– € 291,– € 248,– € 190,– € 102,– € 63,–

€ 160,– € 145,50 € 124,– € 95,– € 51,– € 31,50

Tanz-ganz-nah-Abonnement Fr 12.10.2018 19.30 Fr 02.11.2018 20.00 Do 28.02.2019 19.30 So 07.04.2019 11.00 Di 07.05.2019 19.30 Termin frei wählbar

Im Gespräch mit Beate Vollack Preis Sandmann € 54,– Ballettpantomime – wie geht das? Vor der Premiere „Die Jahreszeiten“ Choreographische Probe zu „Die Jahreszeiten“ „Tänze einer Vorstellung“

Konzert-Abonnement

Preise Kat 1 Kat 2 Kat 3 Kat 4 Kat 5 Kat 6

Sa 22.09.2018 19.30 Eröffnungskonzert Sa 15.12.2018 17.00 Advent in der Oper Di 01.01.2019 19.30 Neujahrskonzert Do 09.05.2019 19.30 Oberon Mi 05.06.2019 19.30 Lebenslinien

Familienkonzert-Abonnement So 28.10.2018 11.00 Die Planeten So 20.01.2019 11.00 Wer spielt denn hier die 2. Geige? So 07.04.2019 11.00 Der Klang der Stadt So 26.05.2019 11.00 Valerie und die Gute-Nacht-Schaukel So 27.01.2019 15.00 „Alles Tanz“ ermäßigt für Abonnenten

€ 225,– € 200,– € 170,– € 130,– € 85,– € 50,–

€ 27,–

€ 112,50 € 100,– € 85,– € 65,– € 42,50 € 25,–

Zwei Eintrittskarten gratis für ein Kammerkonzert Ihrer Wahl

Preis € 48,– Kinder € 24,–

€ 18,– Kinder € 9,–

Kammerkonzert-Abonnement Mo 01.10.2018 19.30 Berauschende Klänge Mo 29.10.2018 19.30 Schlagfertig 4.0 Mo 19.11.2018 19.30 Albumblätter Mo 17.12.2018 19.30 Auf Flügeln des Gesanges Mo 21.01.2019 19.30 Biber & Bach Mo 11.02.2019 19.30 Trio-Klassiker Mo 04.03.2019 19.30 Kontraste Mo 01.04.2019 19.30 Italienische Reise Mo 06.05.2019 19.30 Durch allen Schall und Klang Mo 03.06.2019 19.30 Waldeswogen und Meeresrauschen 117

Preis € 135,– Zwei Eintrittskarten 50% reduziert für ein Konzert in der neuen Reihe „Quartett im Gespräch“

Ermäßigte Preise in grau

Service | Abonnements


DUR UND MOLL. APPLAUS UND ROSEN. VORHANG UND ZUGABE. KLEINE ZEITUNG UND KULTUR. Manche Dinge gehören einfach zusammen. Als Partner der Oper Graz wünscht die Kleine Zeitung beste Unterhaltung.


Wahl-Abonnement Im Wahl-Abonnement sind sechs Vorstellungen Ihrer Wahl für eine bestimmte Preiskategorie (ausgenommen Premieren, Sonderveranstaltungen und Gastspiele) auf der Hauptbühne im Opernhaus enthalten. Beim WahlAbonnement genießen Sie einen Preisvorteil von ca. 20% auf den normalen Kartenpreis. Preise

Kat 1 Kat 4

€ 275,– € 50,– € 157,– € 78,50

Kat 2 Kat 5

€ 244,– € 122,– € 82,– € 41,–

Kat 3 Kat 6

€ 206,– € 103,– € 50,– € 25,–

Stehplatz-Abonnement Das Abonnement für die standfesten Musiktheaterliebhaber: neun Vorstellungen der Oper Graz an Terminen Ihrer Wahl, Premieren inbegriffen, ausgenommen Sonderveranstaltungen und Gastspiele. Preis

€ 24,–

Kulturscheckheft Wenn Sie häufig in die Oper Graz gehen möchten, empfehlen wir Ihnen unsere Kulturschecks. Ein Kulturscheckheft kostet € 200 und umfasst 20 Gutscheine à € 10. Sie erhalten 20% Ermäßigung auf den Kartenpreis und bezahlen mit den Gutscheinen. Den Rabatt von 20% erhalten Sie nur beim Kauf von Karten auf der Hauptbühne. Ausgenommen sind Premieren und Sonderveranstaltungen.

Mix-Abonnements Premieren-Mix In diesem Abonnement sind je vier Premieren im Opernhaus und im Schauspielhaus frei kombinierbar. Preise

Kat 1 Kat 4

€ 560,– € 280,– € 280,– € 140,–

Kat 2 Kat 5

€ 470,– € 235,– € 160,– € 80,–

Kat 3 Kat 6

€ 385,– € 192,50 € 92,– € 46,–

Sonntagnachmittag-Mix Immer wieder sonntags: große Opern- und Schauspielvielfalt! Cavalleria rusticana & Pagliacci  So 7.10.2018, 15 Uhr | Kiss Me, Kate  So 11.11.2018, 15 Uhr | Maria Stuart  So 25.11.2018, 15 Uhr | Polnische Hochzeit  So 13.1.2019, 15 Uhr | Einen Jux will er sich machen  So 10.2.2019, 15 Uhr | Der Kirschgarten  So 7.4.2019, 15 Uhr | Die Jahreszeiten (Ballett)  So 12.5.2019, 15 Uhr | Lucia di Lammermoor  So 2.6.2019, 15 Uhr Preise

Kat 1 Kat 4

€ 300,– € 150,– € 155,– € 77,50

Kat 2 Kat 5

€ 260,– € 130,– € 80,– € 40,–

Kat 3 Kat 6

€ 215,– € 107,50 € 46,– € 23,–

Vario-Mix-Abonnement Fünf Vorstellungen in der Oper, fünf im Schauspielhaus, ca. 20% Ermäßigung auf den Kartenpreis – das ist das Vario-Mix-Abo. Sie erhalten Schecks der gewählten Preiskategorie, gültig für das jeweilige Haus, und lösen diese je nach Verfügbarkeit im Ticketzentrum ein. Preise

Kat 1 Kat 4

€ 410,– € 205,– € 205,– € 102,50

Kat 2 Kat 5

€ 350,– € 175,– € 105,– € 52,50

Kat 3 Kat 6

€ 290,– € 145,– € 60,– € 30,– Ermäßigte Preise in grau

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Service | Abonnements


Alles über das Abonnement

Abonnenten werben Abonnenten

Allgemein Ein Abonnement gilt für die Dauer einer Spielzeit (September bis Juni) und verlängert sich automatisch um eine weitere Spielzeit, wenn es nicht bis zum 31. Mai gekündigt wird. Ab Anfang Juni 2018 haben Sie die Möglichkeit, Ihre Abonnementkarten direkt im Ticketzentrum abzuholen. Nach dem 15. August 2018 werden diese automatisch eingeschrieben zugesandt (zzgl. Portogebühr).

Sie sind Abonnent der Oper Graz und möchten Ihre Freude am Musiktheater an Freunde, Bekannte, Verwandte oder Kollegen weitergeben? Gerne möchten wir Ihnen dieses Engagement noch ein wenig versüßen. 10% des neu geworbenen Abonnements schrei­ ben wir Ihnen gut. Wie Sie den Betrag verwenden, liegt bei Ihnen: Sie können ihn für Ihr eigenes Abonnement geltend machen oder aber Eintrittskarten für andere Veranstaltungen der Oper Graz erwerben. Dieser Bonus kann nur gewährt werden, wenn der neue Abonnent nicht bereits in der Spielzeit 2017/18 Abonnent in der Oper Graz gewesen ist, auch bei einem Wechsel der Abo-Variante besteht kein Anspruch auf eine Gutschrift. Ausgenommen sind auch Werbungen innerhalb eines Haushaltes. Das Formular zur Werbung von Abonnenten erhalten Sie im Ticketzentrum am Kaiser-Josef-Platz 10.

Termintausch Wenn Sie zu Ihrem Termin verhindert sind, können Sie Ihre Karten entweder weitergeben oder bis zu zwei Tage vor dem geplanten Termin auf einen anderen Tag umbuchen. Legen Sie dazu unbedingt die AboKarten (als Original, Scan oder Fax) im Ticketzentrum vor. Ihre Abonnement-Termine können Sie bei Bedarf bis zu drei Mal innerhalb einer Spielzeit tauschen. Die Bearbeitungsgebühr pro Termintausch und Abonnement beträgt € 3. Ein Kartentausch in Gastspiele oder Sonderveranstaltungen ist nicht möglich. Terminänderung Terminänderungen Ihrer Abovorstellungen können leider im Ausnahmefall vorkommen. Wir bemühen uns, Sie rechtzeitig zu informieren, und bieten Ihnen adäquate Ersatztermine an. Wahl-Abo Bei sämtlichen Wahl-Abo-Varianten erhalten Sie Schecks, die Sie zu Ihren gewünschten Terminen einlösen können. Reservierungen sind erwünscht und empfohlen (auch telefonisch unter T +43 (0)316/8000). Ihre Karten holen Sie bitte bis spätestens einen Tag vor der Veranstaltung im Ticketzentrum ab. Die Schecks der Wahl-Abos sind für eine Spielzeit gültig und verfallen danach automatisch. Bearbeitungsgebühr pro Termintausch und Abonnement: € 3. Eine Barablöse ist nicht möglich. Alle Angaben und Preise ohne Gewähr.

Service | Abonnements

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© Graz Tourismus – Toni Muhr | design: edsign

€ 29,Begrüßungsaperitif Gedeck 3-Gang Genuss-Menü

So schmeckt Kultur noch besser! Genießen Sie vor oder nach Ihrem Opernbesuch das Bühnen Graz Gourmet Menü in einem unserer 10 Partnerrestaurants. Mehr Informationen auf Seite 129, im Ticketzentrum und unter http://gourmet.buehnen-graz.com

SAVE THE

DATE

DER HÖHEPUNKT AM GR AZER SCHLOSSBERG WWW.SCHLOSSBERGBALL.AT


Preise Opernhaus, Großer Saal & Schloßbergbühne Einzelkarten

Kat 1

Kat 2

Kat 3

Kat 4

Kat 5

Kat 6 Stehpl.

Silvestervorstellung Neujahrskonzert

€ 92,–

€ 83,–

€ 71,–

€ 57,–

€ 34,50

€ 22,–

€ 7,50

Premieren

€ 83,– € 41,50

€ 75,– € 37,50

€ 64,– € 32,–

€ 50,– € 25,–

€ 27, – € 13,50

€ 17,50 € 8,75

€ 7,50 € 3,75

Musical

€ 71,– € 35,50

€ 62,– € 31,–

€ 50,– € 25,–

€ 38,– € 19,–

€ 21,– € 10,50

€ 13,–

€ 7,–

Opern, Operette, Ballett, Konzerte, Oberon

€ 60,– € 30,–

€ 53,– € 26,50

€ 45,– € 22,50

€ 34,– € 17,–

€ 18,– € 9, –

€ 11,–

€ 4, –

Familienmusical

€ 27,–

€ 24,–

€ 21,–

€ 17,–

€ 8,50

€ 5,50

€ 2,–

Ballettschul-Aufführung

€ 27,– € 13,50

€ 27,– € 13,50

€ 20,– € 10,–

€ 20,– € 10,–

€ 10,– € 5,–

€ 10,–

€ 2,–

Advent in der Oper, Tagliavini-PreisträgerKonzert

€ 28,– € 14,–

€ 28,– € 14,–

€ 20,– € 10,–

€ 20,– € 10,–

€ 10,– € 5,–

€ 10,–

€ 2,–

Einführung Stefan Mickisch zu „Salome“

€ 28,– € 14,–

€ 28,– € 14,–

€ 20,– € 10,–

€ 20,– € 10,–

€ 10,– € 5,–

€ 10,–

€ 2,–

Alles Tanz

€ 27,– (Einheitspreis) für Familienkonzert-Abonnenten € 18,– € 13,50 € 9,–

Familien- & Schülerkonzerte

€ 24,– € 12,–

Einheitspreis für Schulgruppen € 8,–

Balkan Symphonics (Schloßbergbühne Kasematten)

€ 24,– € 12,–

€ 24,– € 12,–

€ 9,– € 4,50

€ 9,–

ind ets s Tick ei den b auch stellen ice z v r e S t Gra Stad h! der c i l t l erhä

€ 54,– € 27,–

€ 49,– € 24,50

€ 45,– € 22,50

Ermäßigte Preise in grau

Service | Preise

€ 24,– € 12,–

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€ 39,– € 19,50

€ 2,–


Preise Andere Orte & Specials Spiegelfoyer/Galeriefoyer freie Platzwahl Kammerkonzert Quartett im Gespräch Opernbrunch* *

€ 22,– € 11,– € 22,– € 11,– € 48,–

keine Ermäßigung

Studiobühne/Malersaal* freie Platzwahl Der Sandmann ABC des Tanzes Vor der Premiere

€ 22,– € 11,– € 15,– € 7,50 € 2,50

* Rollstuhlfahrer mögen sich bitte spätestens zwei Tage vor dem Vorstellungsbesuch im Ticketzentrum melden.

Specials OpernKurzgenuss € 25,– € 12,50 Sitzkissenkonzert € 10,– € 5,– Opernclubbing € 18,– Offene Klasse € 10,– Führung € 7,–/€ 6,–/€ 3,–* Kostprobe € 5,– Bühnenshow € 2,50 Stückeinführungen freier Eintritt Nachgespräche freier Eintritt Nachklang € 8,– (inkl. Vorstel-

lung) nur für Studenten

Operncampus € 10,–

(Vorstellung mit Studentenausweis € 8,–)

„Und wenn das Licht ausgeht…“ € 20,–

(für Kinder von 8–12 Jahren)

*

Erwachsene/Studentengruppen/Schülergruppen

Tickets & Ermäßigungen Kartenkauf Informationen über den Spielplan sowie Karten für alle Veranstaltungen erhalten Sie im Ticketzentrum am Kaiser-Josef-Platz 10, 8010 Graz. Öffnungszeiten: Mo bis Fr 9–18 Uhr, Sa 9–13 Uhr Telefon +43 (0)316/8000 Fax +43 (0)316/8008 1565 tickets@ticketzentrum.at, ticketzentrum.at

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Abendkasse Bei Veranstaltungen im Großen Saal des Opernhauses öffnet die Abendkasse eine Stunde vor Vorstellungsbeginn, bei allen anderen Veranstaltungen jeweils eine halbe Stunde vorher. Bereits bezahlte Karten können am Programmheftstand links der Feststiege abgeholt werden. Ermäßigungen Im Vorverkauf erhalten Kinder und Jugendliche bis zum 19. Lebensjahr sowie Lehrlinge, Studenten, Präsenz- und Zivildiener bis zum 27. Lebensjahr 50% Ermäßigung auf Abonnements und Eintrittskarten, jeweils nach Vorlage des entsprechenden Ausweises. Davon ausgenommen sind: das Kindermusical (hier ist die Kinderermäßigung bereits im Vollpreis enthalten), das Opernclubbing und der Opernbrunch. Diese Ermäßigung gilt nicht bei Gastspielen, Sonderveranstaltungen sowie der Silvestervorstellung und dem Neujahrskonzert und ist nicht mit anderen Ermäßigungen kombinierbar. Es werden keinerlei Ermäßigungen auf die Preiskategorie 6 und auf Stehplätze gewährt. Jugendliche und Studenten können ermäßigte Karten (Ausweispflicht bei der Vorstellung) auch online kaufen. Last-Minute-Karten Last-Minute-Karten zum Einheitspreis von € 8 er­­halten Kinder und Jugendliche bis zum 19. Lebensjahr sowie Lehrlinge, Studenten, Präsenz- und Zivildiener bis zum 27. Lebensjahr nach Vorlage des entsprechenden Ausweises an der Abendkasse. Kostenlose Last-Minute-Karten für Eigenproduktionen sind Inhabern des Kulturpasses im Rahmen der Aktion „Hunger auf Kunst und Kultur“ vorbehalten. Bei Gastspielen und Sonderveranstaltungen können keine Last-Minute-Karten vergeben werden. Service für Menschen mit Behinderung(en) Die Oper ist durch einen Seiteneingang barriere­frei zugänglich. Im Saal stehen vier Rollstuhlplätze zum Stehplatzpreis zur Verfügung; eine Begleitperson erhält ihre Eintrittskarte zum halben Preis. Für Hörbehinderte gibt es das neue MobileConnect, eine App zur Hörunterstützung, die auf jedem Smartphone verwendet werden kann: http://de-de.sennheiser.com/mobile-connect. Außerdem erhalten behinderte Besucher nach Vor­­ lage eines entsprechenden Ausweises eine Ermäßigung von 50% auf den Vollpreis. Für Menschen mit Be­hin­derung(en) stehen auf Ebene 1 der Operngarage 4 Park­plätze zur Verfügung. Für die Operngarage erhalten Sie vor der Vorstellung oder in der Pause am Schalter links neben dem Haupteingang Ihr Ermäßigungsticket. Service | Preise


Saalplan

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Bürgermeister Loge

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Service | Saalplan

Rechts

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Bürgermeister Stv. Loge

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Links

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Links

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Landeshauptmann Loge

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Links

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T ERRE

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Landeshauptmann Stv. Loge

Service | Saalplan


Gemeinsam in die Oper Graz Opernbesuche mit Gruppen Wenn Sie mit Kunden oder Kollegen etwas Besonderes zu feiern haben oder sich im schönen Rahmen bedanken möchten, bietet Ihnen die Oper Graz verschiedene Möglichkeiten. Spiegelfoyer & Galeriefoyer Das repräsentative Ambiente des Spiegelfoyers und des Galeriefoyers eignet sich hervorragend für Ihre eigenen Veranstaltungen im kleineren Rahmen bis zu max. 140 Personen bei Theater- oder Bankettbestuhlung. Geschlossene Vorstellungen Sie haben die Möglichkeit, die Produktionen der Oper Graz als geschlossene Vorstellungen zu kaufen. Termine gibt es nach Vereinbarung. Persönliche Einführungen Wenn Sie mit einer Gruppe in die Oper kommen, bieten wir Ihnen gerne eine auf Ihr Interesse abgestimmte persönliche Einführung an. Alle genannten Angebote können nach Wunsch mit einer Backstage-Führung vor der Vorstellung, einem Künstlergespräch und kulinarischem Genuss erweitert werden. Preisvorteile für Gruppen Bei Sammelbestellungen ab 20 Personen erhalten Sie 20% Ermäßigung, ab 21 Personen zusätzlich eine Freikarte, ab 42 Personen zusätzlich zwei Freikarten, ab 63 Personen zusätzlich drei Freikarten. Notabene: Reservierungen für Gruppen müssen drei Wochen vor der Vorstellung rückbestätigt werden. Die Karten können sowohl im Ticketzentrum abgeholt als auch zugesandt werden (mit Zuzahlung des Portos). Bitte beachten Sie, dass die Ermäßigungen nicht miteinander kombinierbar sind und für sämtliche Vorstellungen außer Premieren, Gastspiele, Sonderveranstaltungen und das Familien­­musical gelten. Kulturschecks Wenn Sie häufig in die Oper Graz gehen möchten, empfehlen wir Ihnen unsere Kulturschecks. Ein Kulturscheckheft kostet € 200 und umfasst 20 Gutscheine à € 10. Sie erhalten 20% Ermäßigung auf den Kartenpreis und bezahlen mit den Gutscheinen. Den Rabatt von 20% erhalten Sie nur beim Kauf von Karten auf der Hauptbühne. Service

Spezialpreise für Schüler- und Studentengruppen Schüler- und Studentengruppen erhalten im Vorverkauf Eintrittskarten zum halben Preis. Bei Sammelbestellungen ab 20 Schülern bekommen Begleitpersonen eine Freikarte, ab 42 Schülern zwei Freikarten, ab 63 Schülern drei Freikarten. Der Preis für die Schülerkonzerte beträgt € 8 pro Schüler. Der begleitende Lehrer erhält eine Freikarte. Der Preis für „Gold!“ beträgt ebenfalls nur € 8, sofern die Gruppe auch mindestens ein Schülerkonzert in der Saison besucht. Der begleitende Lehrer erhält eine Freikarte. Erstsemester-Spezial Für nur einen Euro bekommen Studentinnen und Studenten während ihres ersten Semesters ein Ticket für eine Vorstellung in der Oper Graz. Unter Vorlage des Studentenausweises können Sie im Ticketzentrum eine Vorstellung auswählen und Ihr Ticket gleich mitnehmen. Schnell sein lohnt sich: Dieses Willkommensan­ gebot gibt es nur für die ersten 1.000 „Erstis“ während des ersten Semesters (gilt sowohl für Sommerals auch Wintersemester) Ausgenommen von dieser Aktion sind Sonderveranstaltungen, Gastveranstaltungen und die Opernredoute. Von Umtausch und Barablöse ausgeschlossen und nicht kombinierbar mit anderen Ermäßigungen. Nicht für bereits gekaufte oder reservierte Karten anwendbar. Nur für den persönlichen Gebrauch gültig. Bitte den Studentenausweis zur Vorstellung mitbringen.

Theaterreferenten Bei mehrmaligen Theaterbesuchen in einer Spielzeit (mit Gruppen ab 20 Personen) werden Sie auf Einladung der Oper Graz in den Kreis der Theaterreferenten aufgenommen. Als Theaterreferent sind Sie Kulturbotschafter für Ihre Schule, Ihre Firma und all Ihre theaterbegeisterten Freunde und Bekannten und lernen die Oper aus einem völlig neuen Blickwinkel kennen: ≥  Sie

sehen die Opern, Operetten, Musicals und Ballettproduktionen schon vor der Premiere und erhalten ausführliches Informationsmaterial zu den jeweiligen Produktionen. ≥  Während der Referentenproben können Sie sich in den Pausen direkt mit den Künstlern der jeweiligen Produktion austauschen. ≥  Am Ende einer Spielzeit prämieren wir die aktivsten Theaterreferenten mit wertvollen Sachpreisen. Reingard und Wolfgang Wabscheg, NMMS Gratwein, langjährige Referenten der Oper Graz: „Als Referenten ist es uns möglich, alle Produktionen vor der Premiere zu sehen und so für unsere 126


Schüler-Altersgruppe das passende Stück, die passende Inszenierung auszuwählen. Wir können uns nicht mehr vorstellen, eine Aufführung mit Schülern zu besuchen, die wir selbst vorher nicht gesehen haben. Außerdem sind wir von der hohen musikalischen Qualität der Oper Graz – Orchester und allen Künstlern – sehr begeistert und schauen/hören uns Aufführungen privat auch zwei oder drei Mal an.“ Wir bedanken uns bei unseren treuen „Kulturbotschaftern“ für Ihren unermüdlichen Einsatz und Ihre Begeisterung für die Oper Graz! Kontakt  Ulrike Janach, Tel. 0316/8008 1235 ulrike.janach@oper-graz.com

Mit Kindern in die Oper Graz Die Oper Graz freut sich sehr über viele junge Zuschauer. Wenn Sie einen Besuch der Oper mit Kindern planen, bitten wir Sie, folgende Punkte zu beachten: Sogenannte „Schoßplätze“ können ausnahmslos nur für jene Vorstellungen angeboten werden, die explizit als Kinderveranstaltung oder Familienkonzert gekennzeichnet sind. Sitzerhöhungen darf es aus feuerpolizeilichen Gründen nicht geben. Möchten Sie mit Kindern, die jünger sind als in der Altersempfehlung unten angegeben, die Oper Graz besuchen, bieten wir nach Verfügbarkeit Randplätze oder Logenplätze an, um ein eventuell notwendiges Verlassen des Saals störungsfrei zu ermöglichen. Wie William Shakespeare wurde ab 7 Jahren Die Jahreszeiten ab 10 Jahren Der Barbier von Sevilla ab 12 Jahren Kiss Me, Kate ab 12 Jahren Martha ab 12 Jahren Oberon ab 12 Jahren Polnische Hochzeit ab 12 Jahren Cavalleria rusticana & Pagliacci ab 13 Jahren König Roger ab 13 Jahren Lucia di Lammermoor ab 13 Jahren Mario und der Zauberer ab 13 Jahren Tosca ab 13 Jahren Salome ab 14 Jahren Hotel Elefant ab 14 Jahren Die Enthauptung von Johannes dem Täufer ab 14 Jahren

Die Altersempfehlung der Familienkonzerte finden Sie auf S. 92. Für das Sonderkonzert „Advent in der Oper“ am Sa 15. Dez 2018, 17 Uhr empfehlen wir den Besuch mit Kindern ab 8 Jahren. Für alle übrigen Konzerte empfehlen wir den Besuch mit Kindern ab 11 Jahren.

Sonderprojekte Hören, was andere sehen – Oper mit Live-Audio­ deskription für blinde und sehbeeinträchtigte Menschen Eine Opernaufführung ist ein Zusammenspiel von Musik und Regie. Kostüme, Bühnenbild, Requisiten und Licht lassen Abend für Abend eine kleine Welt auf der Bühne entstehen. In diese Welt einzutauchen, ist ein Abenteuer für Herz und Verstand. Für Menschen mit normaler Sehfähigkeit ganz selbstverständlich, bleibt den sehbehinderten und blinden Zuschauern der Zauber des Bühnengeschehens jedoch verborgen. Durch eine Live-Audiodeskription bekommt der Zu­schauer über ein Headset präzise Beschreibungen über das Handlungsgeschehen auf der Bühne vermittelt, ohne den Musikgenuss zu stören. Simultan und situationsbezogen werden die Erläuterungen in den Gesangspausen eingesprochen. Zusätzlich bieten wir den seheingeschränkten Zuschauern vor der Vorstellung eine Führung durch einen Parcours mit Requisiten, Kostümen, Perücken und vielen interessanten Bühnendetails der Produktion. Die Oper Graz startete als erstes Musiktheater Österreichs am 24. April 2016 mit der Oper „Der Barbier von Sevilla“ das Projekt „Hören, was andere sehen“. Es folgten weitere zwei Opern und erstmals eine Operette. Diese Vorstellungen bescherten den blinden und seheingeschränkten Besuchern unvergessliche Erlebnisse. „Es ist für mich nicht einfach, geeignete Begleitpersonen für den Opernbesuch zu finden, die das Geschehen auf der Bühne, die Personen, die Kostüme, das Bühnenbild, die Handlung beschreiben und womöglich auch noch die Übersetzung der Texte vorlesen. Ich besuche jede Produktion auch einige Male und schätze die hohe Qualität, mit der Anke Nicolai die Aufführungen textet und mit ihrem Kollegen live einspricht. Ich danke der Oper Graz und den Sponsoren für dieses in Österreich einzigartige Angebot und hoffe, dies in den nächsten Saisonen auch weiterhin nutzen zu können.“ Edith Müller

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Service


Parcours mit Requisiten für die sehbehinderten Besucher

„Wir waren bereits zum zweiten Mal mit einer Gruppe aus Kärnten in der Oper Graz. Die Operette ‚Eine Nacht in Venedig‘ hat uns ausgesprochen gut gefallen. Die Aufführung war gesangstechnisch, musikalisch und künstlerisch ausgezeichnet. Die beiden Sprecher für die Audiodeskription sind absolute Profis. Sie werten diese Operette für die Betroffenen extrem auf. Der freundliche persönliche Empfang durch die Intendantin spricht uns sehr an. Der Parcours mit den ausgestellten Requisiten ermöglicht es uns, die Dimensionen auf der Bühne vorzustellen. Wir möchten uns bei den Sponsoren dieser Veranstaltung bedanken, denn sie eröffnen unserem Personenkreis unvergessliche Erlebnisse.“

Wir bedanken uns bei unseren Sponsoren, die dieses Projekt bereits seit Beginn und auch in dieser Saison weiterhin unterstützen: Dr. Böhm – Gesundheit am Morgen Em. Univ-Prof. Dr. Günter Knapp Neuroth AG Vorstellungen mit Live-Audiodeskription in der Saison 2018/19 So 21. Okt 2018 „Der Barbier von Sevilla“, 18 Uhr So 17. Feb 2019 „Kiss Me, Kate“, 15 Uhr

Willibald Kavalirek, Obmann des Blindenund Sehbehindertenverbandes in Kärnten

Service

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Sponsoring & Kooperationen

Gastronomie

Um eine Produktion erfolgreich auf die Bühne zu bringen, bedarf es des perfekten Zusammenspiels vieler Beteiligter. Die Mitarbeiter der Oper, unser Ensemble und externe Künstler, unsere Referenten, Großkunden und Partner aus der Wirtschaft schaffen gemeinsam ein großes Ganzes. Auch in dieser Saison dürfen wir langwährende Partnerschaften weiterführen, gut bewährte Kooperationen ausbauen und neue Partner dazugewinnen. Unterstützen Sie unsere Produktionen! Werden Sie Begleiter unserer verschiedenartigen Projekte und erleben Sie so einen Austausch und eine Verbundenheit mit Ihrem Opernhaus! Wir erstellen für Sie gerne ein maßgeschneidertes Sponsoringpaket, abgestimmt auf Ihre Unternehmensphilosophie und Unternehmensziele. Ihre Vorteile als Sponsor oder Kooperations­ partner der Oper Graz: ≥  Als Partner der Oper Graz haben Sie die Möglichkeit, Ihr Firmenevent in den repräsentativen Räumlichkeiten der Oper Graz im wahrsten Sinne des Wortes über die Bühne gehen zu lassen und damit für einen unvergesslichen Auftritt bei Ihren Gästen zu garantieren. ≥  Mit der Oper Graz nutzen Sie eine exklusive und vielseitige Marketing- und Präsentationsplattform und profitieren von der regionalen und internationalen Medienpräsenz und dem hohen Bekanntheitsgrad. ≥  Sie werden von unseren rund 180.000 Zusehern pro Saison als Partner der Oper Graz wahrgenommen. Wir bedanken uns bei den Sponsoren und Koope­r­ationspartnern für ihre wertvolle Unterstützung! „Wir schätzen die Kooperationen mit der Oper Graz ganz besonders in Hinblick auf unsere Hochzeitsmessen. So wie die Oper Graz bieten wir unseren Besuchern beste Qualität auf höchstem Niveau. Und noch etwas haben wir gemeinsam: Die Liebe spielt die Hauptrolle.“

Vor der Vorstellung und in der Pause Der Kirchenwirt begleitet als Caterer der Oper Graz Ihren Kulturgenuss mit Getränken und Häppchen von ausgesuchter Qualität und mit besonders freundlichem Service an den Bars. Um Wartezeiten in den Pausen zu vermeiden, nutzen Sie bitte unsere Vorbestellungskarten. Und so funktioniert es: Ihr Genuss in 3 Akten 1. Akt Bestellkärtchen ausfüllen. 2. Akt Kärtchen am Buffet abgeben. 3. Akt Sie bekommen Ihre Bestellung frisch zu Pausenbeginn und Sie ersparen sich jedes Warten und Anstellen! Außerdem können Sie – auch als Geschenk – im Ticketzentrum oder an der Abendkasse im Foyer des Opernhauses Genussgutscheine erwerben. Diese können jederzeit an den Bars im Opernhaus eingelöst werden. Bühnen Graz Gourmet Lassen Sie Ihren Opernabend zu einem unvergesslichen Erlebnis werden und genießen Sie zu Ihrem Vorstellungsbesuch das Bühnen Graz Gourmet Menü um nur € 29. Und so funktioniert es: 1. Wählen Sie Ihre gewünschte Vorstellung und kaufen Sie die entsprechenden Tickets. 2. Kaufen Sie ergänzend dazu die gewünschte Anzahl an Bühnen Graz Gourmet Gutscheinen. 3. Reservieren Sie einen Tisch in einem unserer 10 Partnerrestaurants vor oder nach Ihrem Opernbesuch. 4. Genießen Sie einen wundervollen Abend! Alle Detailinformationen finden Sie unter: http://gourmet.buehnen-graz.com

K & K Eventmanagement/Werbeagentur Daniela Neuhold-Morré

Ihr Kontakt in Sachen Sponsoring/Kooperationen und Sonderprojekte: Ulrike Janach, Tel. 0316/8008 1235, ulrike.janach@oper-graz.com

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Service


Anfahrt Anfahrt mit Bus und Straßenbahn Die Oper Graz liegt an der Haltestelle „KaiserJosef-Platz – Opernhaus“, erreichbar mit den Straßenbahnlinien 1 und 7 und den Autobuslinien 30, 31 und 39. Reisebusse dürfen ganztägig in der Franz-GrafAllee und am Burgring parken, abends am Opernring. Günstig Parken Für die BOE Parkgarage am Opernring erhalten Sie als Opernbesucher vergünstigte Parktickets (anstelle von € 4 pro angefangener Stunde). Die vergünstigte Parkperiode beginnt bei Nachmittagsvorstellungen um 14 Uhr, am Abend jeweils eine Stunde vor Beginn der Vorstellung. Dafür stellen Sie Ihr Fahrzeug in der Garage ab und lassen dann im Opernhaus vor der Vorstellung oder in der Pause an der zweiten Abendkasse, im Eingangsfoyer links vom Haupteingang, Ihr normales Parkticket in das vergünstigte Opernticket umwandeln (nach der Vorstellung ist dieser Service nicht mehr möglich). Bereits mit Bankomat- oder Kreditkarte bezahlte Parktickets können nachträglich nicht in vergünstigte Tickets umgewandelt werden! Abonnenten erhalten bis zum 30. September 2018 vergünstigte Parkkarten im Ticketzentrum.

Freie Fahrt zu den Bühnen Graz! Ab der Saison 2018/19 hat das Publikum freie Fahrt aus der gesamten Steiermark zu den Vorstellungen der Bühnen Graz. Direkter Anschluss. Freifahrt im gesamten Verkehrsverbund Steiermark nur einlösbar in Verbindung mit einem gültigen Ticket der Bühnen Graz, zur Hinfahrt 3h vor und zur Rückfahrt 7h nach Veranstaltungsbeginn (ausgenommen die Linien 311/321 und der Schlossberglift). Infos: freiefahrt.buehnen-graz.com

STADTPARK ERZHERZOG-JOHANN-ALLEE

Hauptplatz EINSPINNERG.

Tummelplatz

OPERNRING

Jakominiplatz

NEXT LIBERTY STADTPARK TICKETZENTRUM GLACISSTRASSE

Kaiser-Josef-Platz

Mit Flixbus von Wien nach Graz und zurück Flixbus bringt Wiener Opern- und Theaterfans nach Graz und am selben Abend wieder zurück. Freitag und Samstag fährt der letzte Bus von der Haltestelle nahe der Oper, in der Girardigasse, um 22.30 Uhr ab, an Sonntagen um 22 Uhr. Infos: im Ticketzentrum und auf flixbus.at

Service

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1+1-AKTION. MIT DER TICKETS FÜR HOLDING DIE OPER

ERLEBEN

achtzigzehn | Foto: Robert Illemann | bezahlte Anzeige

Zwei Tickets zum Preis von einem für Holding-StammkundInnen bei ausgewählten Vorstellungen www.holding-graz.at/vorteile www.holding-graz.at/vorteile


Team der Oper Graz Leitung Geschäftsführende Intendantin Nora Schmid Chefdirigentin Oksana Lyniv Ballettdirektorin Beate Vollack Leiter Dramaturgie & Kommunikation/ Stellvertreter der Intendantin Jörg Rieker Künstlerischer Betriebsdirektor Michael Barobeck Technischer Direktor Michael Nußbaumer Prokurist Andreas Ranacher Chordirektor Bernhard Schneider Intendanzbüro Alexandra TscheitschonigKmetitsch Judith Wille Büro des Prokuristen Elisabeth RichterTrummer Birgit Weer

Künstlerische Betriebsdirektion Künstlerischer Betriebsdirektor Michael Barobeck Studienleitung & Leitung Opernstudio Günter Fruhmann Service | Team

Chefdisponentin Michaela Gärtner

PR & Marketing Kathrin Podbrecnik

Leiterin Tagesdisposition Brigitte Bauer

Assistenz PR & Marketing Ulrike Kerpacher

Korrepetition Julian Gaudiano Emiliano Greizerstein Pauli Matias Jämsä Catherine McShane Hélio Vida Regieassistenz Juana Inés Cano Restrepo Florian Kutej Laura Oretti Christian Thausing Michael Zejdlik Inspizienz James Jolly Heimo Podversnik Souffleusen Catherine McShane Angelika Owen

Großkundenbetreuung & Sponsoring Ulrike Janach Archiv Ulrich Winkler Christof Härtl OperAktiv! Franziska Kloos (Leitung) Lisa-Christina Fellner N.N. Sabine Battisti Olivia Lenger

Ensemble & Gäste Chefdirigentin Oksana Lyniv

Leitung Singschul’ Andrea Fournier

Erster Kapellmeister & Stellv. d. Chefdirigentin Robin Engelen

Leitung Ballettschule Diana Ungureanu Andrea Kraus

Kapellmeister Marius Burkert Marcus Merkel

Leitung Statisterie Florin Ailenei

Dirigenten Tom Bitterlich Günter Fruhmann Roland Kluttig Maurizio Nobili Andrea Sanguineti Susanne Scholz

Repetition der Übertitel Peter Baran Nicolás Sánchez Lichtrepetition Hooman Khalatbari Jin-Young Kim

Dramaturgie & Kommunikation Leiter Dramaturgie & Kommunikation Jörg Rieker Dramaturgie Marlene Hahn Bernd Krispin Ronny Scholz (als Gast)

Inszenierung & Szenische Einstudierung Lee Blakeley (†) Julia Burger Juana Inés Cano Restrepo Lorenzo Fioroni Tess Gibbs Marlene Hahn Florentine Klepper Axel Köhler Peter Lund 132

Holger Müller-Brandes Sebastian Ritschel Michael Schilhan Alexander Schulin Verena Stoiber Christian Thausing Choreographie Andreas Heise Benjamin Rufin Diana Ungureanu Beate Vollack Nick Winston Bühne & Kostüme Andy Besuch Annette Braun Timo Dentler Charles Edwards Silke Fischer Christoph Gehre Daria Kornysheva Devin McDonough Martin Miotk Jon Morrell Alfred Peter Okarina Peter Johanna Ralser Brigitte Reiffenstuel Ulrike Reinhard Sophia Schneider Martina Segna Katrin Lea Tag Sascha Thomsen Bettina Walter Adriane Westerbarkey Paul Zoller Licht Sebastian Alphons Emma Chapman Timo Dentler Franck Evin Mario Ilsanker Peter Lund Severin Mahrer Bernd Purkrabek Helmut Weidinger Benedikt Zehm Video & Animation Herwig Baumgartner Philipp Fleischer Heta Multanen Judith Selenko


Solistinnen Ulrike Ahrens Katja Berg Elisabeth Blutsch Kimberley Bolen Anna Brull Ana Durlovski Sieglinde Feldhofer Aurelia Florian Frederike Haas Andrea Huber Annemarie Kremer Ezgi Kutlu Kim Lemmenmeier Birgit Minichmayr Tetiana Miyus Bettina Mönch Johanni van Oostrum Elena Pankratova Karina Rapley-Møller Angelika Ratej Carolin Schönemann Lysanne van der Sijs Monika Staszak Gisela Stille Cheryl Studer Kateryna Titova Iris Vermillion Dionne Wudu Solisten Kurosch Abbasi Tansel Akzeybek Ilker Arcayürek Gerhard Balluch Christopher Basile Alexey Birkus Cedric Bradley Szabolcs Brickner Nikolaj Alexander Brucker Markus Butter Adam Cooper Andrea Luca Cotti Andrew Cummings Aldo Di Toro Martin Enenkel Calum Flynn Martin Fournier Thomas Gazheli Michael Großschädl Alfred Haidacher Michael Hauenstein

Kathrin Rosenberger (karenziert) Marion Eberl (karenziert)

Mathias Hausmann Audun Iversen Peter Kellner Marc Lamberty Andrzej Lampert Alvin Le-Bass Dirk Lohr Andreas Mattersberger David McShane Klaus Melem Stefan Mickisch János Mischuretz Martin Muehle Ivan Oreščanin Dariusz Perczak Pavel Petrov Roman Pichler Rodion Pogossov Antonio Poli Rico Salathe Lukas Schwedeck Manuel von Senden Konstantin Sfiris Jordan Shanahan Marko Simsa Yngve SØberg Christoph Steiner Uwe Stickert Nigel Watson Wilfried Zelinka Götz Zemann

Ballettmeister Sascha Pieper Leitung Ballettschule Diana Ungureanu Andrea Kraus Repetitor Dominic Faricier Tänzerinnen Miki Alves de Oliveira Stephanie Carpio Martina Consoli Dianne Gray Jacqueline Denise Lopez Lucie Horná Kristín Marja Ómarsdóttir Clara Pascual Martí Marina Schmied Tänzer Frederico Alves de Oliveira Lorenzo Galdeman Arthur Haas Bálint Hajdu Philipp Imbach Enrique Sáez Martínez Christoph Schaller Fabio Toraldo N.N.

Opernstudio Neven Crnić Mareike Jankowski Albert Memeti Andrea Purtić Sonja Šarić South-EastStipendiaten Martin Simonovski Aleksandra Todorović

Chor Chordirektor Bernhard Schneider Assistent des Chordirektors Georgi Mladenov

Ballett Ballettdirektorin Beate Vollack

Leiterin Singschul’ Andrea Fournier

Assistentin der Ballettdirektorin N.N.

Administration Chor Richard Jähnig Jörg Rothenpieler 133

Administration Extrachor Ju Suk Carolina Julia Astanei Hana Batinić (karenziert) Kathryn Birds Dominika Blažek Katica Dipalo-Ban Barbara Glashüttner Marijana Grabovac Stefanie Hierlmeier Ulrike Hoffellner Eriko Kayukawa Keiko Kazumori Rada Kirova Dženana Mustafić Ingrid NiedermairMiller Natalia Radzanowski (karenziert) Eri Scherling-Hidaka Ju Suk Doris Valeskini N.N. Jakša Buljubašić Sangyeon Chae István Demus Dimitri Fontolan Zoltan Galamb Dietmar Hirzberger Helmut Höllriegl Richard Jähnig Daniel Käsmann Adrián Marcelino Martinez Berthely Markus Murke Heribert Pudik István Rácz Jörg Rothenpieler Christian Scherler István Szécsi Veli-Pekka Varpula Falk Witzurke Mihai Zene N.N. Betriebsratsvor­sitz­ende/r für das darstellende Personal N.N.

Service | Team


Grazer Philharmoniker

Remigiusz Gaczynski Simon Petek

Geschäftsführerin Nora Schmid

Bratschen Elke Chibidziura Elissaveta Staneva Anja Biber Carl Smith Cosima Strauß Oliver Biber Walter Schulte Zhanna Ivanova Emilia Gladnishka Milan Maksimovic

Chefdirigentin Oksana Lyniv Erster Kapellmeister & Stellv. d. Chefdirigentin Robin Engelen Referentin d. Chefdirigentin Livia Krisch Orchesterinspektor Klaus Eberle Konzertmeister Josef Mostetschnig Yukiko ImazatoHärtl Fuyu Iwaki Eszter KleinmanStankowsky 1. Violinen Alexander Stock Erich Benezeder Bernd KaiserKaplaner Judit Winkler Barbara GritznerThausing Klaus Eberle (karenziert) Katalin Szasz-Czifra Viktor Petek Elizaveta Goldort Daniil Loban Barbara Upelj N.N. N.N. 2. Violinen Izumi Hasebe Karl Vorraber Dejan Dacic Sabine Schenk Raimund Winkler Katalin Eisenhut Igor Zogovic Eugen Wagner Klara Ronai Szonja Szebeny Service | Team

Violoncelli Bernhard Vogl Gergely Mohl Marta Kordykiewicz Ivanila Lultcheva Christian Peyr Noriko Kataoka Katarzyna Bieniasz Georg Schwarz Kontrabässe Simon Jäger Rudolf Thausing Anton Haunold Klaus Melem Peter Petrák N.N. Harfe Christine Heger Flöte Vanessa Latzko Marlies Gaugl (karenziert) N.N. Manfred Kalcher Heike Kossegg Oboe Kamen Nikolov Pius Pfiffner Gregor Nabl Hirokazu Hiraki Klarinette Kurt Mörth Christoph Gaugl Adolf Friedrichkeit Anton Hirschmugl

Fagott Antonio Piccolotto N.N. Georg Stepanek Zsolt Varga Horn Wilhelm Kalcher Matthias Predota Athanasios Ioannou Tim Purcell Peter Heckl Manuel Egger Trompete Hans-Jörg Pirkwieser Karl Sodl Wolfgang Huß Karl-Heinz Promitzer Posaune Thomas Weinzettl N.N. Matthias Gfrerer Wolfgang Haas David Luidold Tuba Markus Nimmervoll Pauke und Schlagwerk Karin Meissl Simon Steidl Leonhard Königseder Sebastian Riener Betriebsratsvorsitzender für das Orchester Kurt Mörth

Technik Technischer Direktor Michael Nußbaumer Sekretariat Technische Direktion Christa Kindler Leitung Technisches Produktionsbüro Martin LippToccafondi Mitarbeiter Technisches Produktionsbüro Sebastian Weiss 134

Leitung Kostüm Silke Fischer Produktions­ koordination Kostüm Elisabeth Perteneder Leitung Bühnentechnik Hannes Peindl Gerald Trummer Bühnenmeister Peter Hacker Seitenmeister Gerhard Antohs Mario Michael Harb Franz Suppan Hubert Zach Stellv. Seitenmeister Andreas Kronheim Thomas Seebauer Gerhard Stelzer Christian Zamiditsch Bühnentechnik Jubal Arenas Criado Kemal Ates Shafigholah Baroghzai Yasar Cetin Manfred Dirnbäck Thomas Egger Philipp Frühwirt Gernot Gottlieb Christoph Gradwohl Roland Habith Bernhard Kreimer Cornelia Nöst Markus Reiter Ivan Sormann August Zuser Probendienst Wolfgang Brenner Erwin-Paul Frühwirth Manfred Lamprecht Vorstand Tapezierer/ Möbler Johannes Pendl Stellv. Vorstand Tapezierer/Möbler Christian Fritz


Tapezierer/Möbler Alexander Schröder

Walter Rudolf

Vorstand Schnürboden Heimo Lunelli

Waffenmeister/ Requisite Helmut Wallner

Stellv. Vorstand Schnürboden Günther Rieger

Requisite Christian Ogertschnig Luise Gypser

Schnürboden Peter Gruber Marc Philipp Maier David Zierler

Lehrlinge für Veranstaltungstechnik Sebastian Darok Manuel Friesacher Tobias Hofer Octavian Popa

Automatisierungs­ technik Željko Crnjak Vorstand Schlosserei Alfred Pilich Schlosserei Hannes Dornhofer Leitung Beleuchtung Sebastian Alphons Stellv. Leitung Beleuchtung Helmut Weidinger Beleuchtung Christian Angerbauer Otilia Berta Arnold Buch Armin Forstner Hermann Kaufmann Markus Kössler Patricia Messina Lothammer Johannes Schadl Nikolaus Wayd Daniel Weiss Thomas Widihofer Videotechnik Philipp Fleischer Christian Weißenberger Leitung Tontechnik Christian Komp Tontechnik Thomas Lux Michel Michelitsch Lukas Mimlich Bernadette Pößnicker

Melanie Pöppl (karenziert) Laura Reiter Theresa Reitinger Margaretha Senekowitsch Anna Enikö Szalai Leitung Hausverwaltung Helmut Pongratz Hauselektrik/ Stellv. Leitung Hausverwaltung Wolfgang Schmidt Hauselektrik Wolfgang Lackner Sigfried Mayer

Orchesterwarte Jakob Friedrich Stefan Ofner Felix Thalhammer Leitung Ankleiderinnen Sandra Eva Spelec Stellv. Leitung An­kleiderinnen Nicole Schnedl Ankleiderinnen Rebecca Andrich Andrea Copony Andrea Kotzegger Bettina Lamprecht Karin Lettner Katrin Markovic Daniela Platzer (karenziert) Rosalinde Techt Annemarie Trammer Corinna Weichbold Simone Weissenbacher Leitung Maske Alexandra Heil

Haustechnik Thomas Mussbacher Haustischler/Portier Manfred Mitteregger Portier Harald Landl Christian Modl Peter Wachner Hausarbeiter Josef Gyurica Reinigung Shpresa Memedi Renate Perz Dejan Preissler Irmgard Rasch Andrea Rossmann Dzevada Sulic Monika Trabi Erna Winder Margit Zrost Mile Zunic Betriebsrat Technik und Verwaltung Rudolf Brunthaler

Stellv. Leitung Maske Janine Buchrieser Maske Sandra Bernhard Andrea Freitag Pia Fritz Gabriele Hierhold Sabrina Matzer Margit Padaric

Ticketzentrum Leiterin Isabel Zinterl Ticketzentrum Susanne Almberger 135

Susanne Bieler Hans-Josef Ebner Luise Koch Christa Schinnerl Birgit Strumbl Christina Sudi

Publikumsdienst Leiterin Publikumsdienst Gabriele Kriegleder Stellvertreterin Judith Haysen Publikumsdienst Lisa Anna-Marie Bauer Benedikt Brands Hertha Chlup Nora Cartellieri Elahe Dehghani Anna-Maria Ebner Christine Egger Markus Eisner Clara Fruhmann Angelika Geldner Doris Harrer Maximilian Hubich Larissa Kocher Isabelle Kraxner Marlies Mayrhofer Ehlimana Medjedovic Jeff Mitteregger Maja Mujkic Paul Muster Philipp Streicher Monika Untersweg Slavisa Valilievic Adele Winkler Pia Winkler

Hausführungen Gerhard Baur Nora Cartellieri Ulrike Janach Otmar Schober Mirjam Szécsi N.N.

Service | Team


Dekorationsbau · Kostümproduktion · Ticketvertrieb · Eventservice art + event | Theaterservice Graz · Kaiser-Josef-Platz 10 · 8010 Graz · T +43 316 8008-1102

Meister hinter den Kulissen

© Werner Kmetitsch

Herstellung Bühnenbild und Kostümbild für „Ariane et Barbe-Bleue“ Oper Graz, Saison 2017/18 Bühne & Kostüme: Katrin Lea Tag, Inszenierung: Nadja Loschky

www.art-event.com


Kalendarium 2018/19 September 2018 Sa 1. Sep 20.00 Uhr Konzert Balkan SymphonicsK Sa 8. Sep 12.00 Uhr Bühnenshow Sa 8. Sep 15.00 Uhr Bühnenshow Sa 8. Sep 19.00 Uhr Bühnenshow Sa 15. Sep 20.00 Uhr Konzert beim AufsteirernHP So 16. Sep 11.00 Uhr Vor der Premiere „Cavalleria rusticana & Pagliacci” Mi 19. Sep 18.30 Uhr Kostprobe „Cavalleria rusticana & Pagliacci” Sa 22. Sep 19.30 Uhr Eröffnungskonzert Sa 22. Sep 22.00 Uhr Opernclubbing Sa 29. Sep 19.30 Uhr Premiere Cavalleria rusticana & Pagliacci So 30. Sep 10.00 Uhr Opernbrunch

Sa 20. Okt 15.00 Uhr Sa 20. Okt 19.30 Uhr So 21. Okt 10.00 Uhr So 21. Okt 11.00 Uhr So 21. Okt 18.00 Uhr Mo 22. Okt 19.00 Uhr Mi 24. Okt 11.00 Uhr Mi 24. Okt 19.30 Uhr Sa 27. Okt 15.00 Uhr So 28. Okt 11.00 Uhr So 28. Okt 18.00 Uhr Mo 29. Okt 19.30 Uhr

Oktober 2018 Mo 1. Okt 19.30 Uhr Kammerkonzert „Berauschende Klänge“ Do 4. Okt 14.30 Uhr Sitzkissenkonzert „Unter Wasser…“ Do 4. Okt 19.30 Uhr Cavalleria rusticana & Pagliacci Fr 5. Okt 15.00 Uhr Sitzkissenkonzert „Unter Wasser…“ Fr 5. Okt 19.30 Uhr Wiederaufnahme Der Barbier von Sevilla Sa 6. Okt 15.00 Uhr Sitzkissenkonzert „Unter Wasser…“ Sa 6. Okt 17.00 Uhr Führung durch die Oper So 7. Okt 11.00 Uhr Sitzkissenkonzert „Unter Wasser…“ So 7. Okt 11.00 Uhr Vor der Premiere „Kiss Me, Kate“ So 7. Okt 15.00 Uhr Cavalleria rusticana & Pagliacci Di 9. Okt 19.30 Uhr Soirée im Musikverein Mi 10. Okt 19.30 Uhr Cavalleria rusticana & Pagliacci Do 11. Okt 19.30 Uhr Der Barbier von Sevilla Fr 12. Okt 19.30 Uhr ABC des Tanzes „Im Gespräch mit Beate Vollack“ Mo 15. Okt 19.30 Uhr Stefan Mickisch spielt & erläutert „Salome“ Di 16. Okt 17.30 Uhr Kostprobe „Kiss Me, Kate“ Do 18. Okt 18.30 Uhr Kostprobe „Sandmann“ Fr 19. Okt 19.30 Uhr Cavalleria rusticana & Pagliacci** Service | Kalendarium 2018/19

Di 30. Okt 20.00 Uhr November 2018 Fr 2. Nov 20.00 Uhr Sa 3. Nov 17.00 Uhr Sa 3. Nov 18.30 Uhr Sa 3. Nov 20.00 Uhr So 4. Nov 15.00 Uhr Do 8. Nov 19.30 Uhr Fr 9. Nov 19.30 Uhr Sa 10. Nov 19.30 Uhr Sa 10. Nov 20.00 Uhr So 11. Nov 15.00 Uhr Mo 12. Nov 19.30 Uhr Mi 14. Nov 19.30 Uhr Do 15. Nov 19.30 Uhr Sa 17. Nov 20.00 Uhr So 18. Nov 10.00 Uhr So 18. Nov 16.00 Uhr So 18. Nov 17.00 Uhr Mo 19. Nov 19.30 Uhr Di 20. Nov 20.00 Uhr Mi 21. Nov 19.30 Uhr Do 22. Nov 10.30 Uhr

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Triolino „Schwungakkord“ Premiere Kiss Me, Kate Opernbrunch Vor der Premiere „Salome“ Der Barbier von Sevilla° Quartett im Gespräch Familienkonzert „Die Planeten“ Kiss Me, Kate Bühnenzauber „Die Planeten“ Familienkonzert „Die Planeten“ Cavalleria rusticana & Pagliacci Kammerkonzert „Schlagfertig 4.0“ Premiere Sandmann

Sandmann Führung durch die Oper Kostprobe „Salome“ Sandmann Kiss Me, Kate Kiss Me, Kate Cavalleria rusticana & Pagliacci Premiere Salome Sandmann Kiss Me, Kate Benefizkonzert „Menschen für Menschen“ Konzert im Villach Congress Center Salome Sandmann Opernbrunch Sandmann Premiere Wie William Shakespeare wurde Kammerkonzert „Albumblätter“ Sandmann Cavalleria rusticana & Pagliacci Wie William Shakespeare wurde


Do 22. Nov 16.00 Uhr Wie William Shakespeare wurde Do 22. Nov 20.00 Uhr Sandmann Fr 23. Nov 19.30 Uhr Der Barbier von Sevilla Sa 24. Nov 11.00 Uhr Wie William Shakespeare wurde Sa 24. Nov 19.30 Uhr Cavalleria rusticana & Pagliacci So 25. Nov 09.30 Uhr Innerwheel Weihnachtsmarkt So 25. Nov 11.00 Uhr Vor der Premiere „Polnische Hochzeit“ So 25. Nov 15.00 Uhr Salome** So 25. Nov 18.00 Uhr Sandmann Mo 26. Nov 19.30 Uhr Konzert im Musikverein Di 27. Nov 19.30 Uhr Konzert im Musikverein Do 29. Nov 14.30 Uhr Sitzkissenkonzert „Klangsalat im Kinderzimmer“ Fr 30. Nov 15.00 Uhr Sitzkissenkonzert „Klangsalat im Kinderzimmer“ Fr 30. Nov 19.30 Uhr Kiss Me, Kate Dezember 2018 Sa 1.Dez 11.00 Uhr Wie William Shakespeare wurde Sa 1. Dez 15.00 Uhr Sitzkissenkonzert „Klangsalat im Kinderzimmer“ Sa 1. Dez 17.00 Uhr Führung durch die Oper Sa 1. Dez 19.30 Uhr Salome So 2. Dez 11.00 Uhr Sitzkissenkonzert „Klangsalat im Kinderzimmer“ So 2. Dez 15.00 Uhr Cavalleria rusticana & Pagliacci Mo 3. Dez 10.30 Uhr Wie William Shakespeare wurde* Mo 3. Dez 14.30 Uhr Wie William Shakespeare wurde* Di 4. Dez 17.30 Uhr Kostprobe „Polnische Hochzeit“ Fr 7. Dez 19.30 Uhr Kiss Me, Kate Fr 7. Dez 22.00 Uhr After-Show-Party „Kiss Me, Kate“ Sa 8. Dez 19.30 Uhr Premiere Polnische Hochzeit So 9. Dez 15.00 Uhr Salome Di 11. Dez 10.30 Uhr Wie William Shakespeare wurde Di 11. Dez 16.00 Uhr Wie William Shakespeare wurde Mi 12. Dez 19.30 Uhr Salome Do 13. Dez 19.30 Uhr Polnische Hochzeit Fr 14. Dez 19.30 Uhr Salome Sa 15. Dez 17.00 Uhr Advent in der Oper mit Peter Rosegger 139

So 16. Dez 10.00 Uhr So 16. Dez 11.00 Uhr So 16. Dez 15.00 Uhr Mo 17. Dez 19.30 Uhr Di 18. Dez 20.00 Uhr Mi 19. Dez 19.30 Uhr Do 20. Dez 19.30 Uhr Fr 21. Dez 10.30 Uhr Fr 21. Dez 19.30 Uhr Sa 22. Dez 19.30 Uhr So 23. Dez 15.00 Uhr Do 27. Dez 16.00 Uhr Mo 31. Dez 18.00 Uhr

Opernbrunch Vor der Premiere „Martha“ Polnische Hochzeit Kammerkonzert „Auf Flügeln des Gesanges“ Premiere Der Kontrabass Salome Der Barbier von Sevilla Wie William Shakespeare wurde Polnische Hochzeit Kiss Me, Kate Kiss Me, Kate Wie William Shakespeare wurde Polnische Hochzeit

Jänner 2019 Di 1. Jan 19.30 Uhr Neujahrskonzert So 6. Jan 11.00 Uhr Wie William Shakespeare wurde Mo 7. Jan 19.00 Uhr Quartett im Gespräch Di 8. Jan 17.30 Uhr Kostprobe „Martha“ Do 10. Jan 20.00 Uhr Der Kontrabass Fr 11. Jan 19.30 Uhr Kiss Me, Kate Sa 12. Jan 17.00 Uhr Führung durch die Oper Sa 12. Jan 19.30 Uhr Premiere Martha So 13. Jan 10.00 Uhr Opernbrunch So 13. Jan 15.00 Uhr Polnische Hochzeit Mo 14. Jan 10.30 Uhr Wie William Shakespeare wurde* Mo 14. Jan 16.00 Uhr Wie William Shakespeare wurde Di 15. Jan 20.00 Uhr Der Kontrabass Mi 16. Jan 11.00 Uhr Familienkonzert „Wer spielt denn hier die 2. Geige?“ Mi 16. Jan 19.30 Uhr Polnische Hochzeit Do 17. Jan 10.30 Uhr Wie William Shakespeare wurde Do 17. Jan 19.30 Uhr Martha Fr 18. Jan 19.30 Uhr Polnische Hochzeit Sa 19. Jan 19.30 Uhr Martha Sa 19. Jan 20.00 Uhr Der Kontrabass So 20. Jan 11.00 Uhr Familienkonzert „Wer spielt hier die zweite Geige?“ So 20. Jan 18.00 Uhr Der Kontrabass Mo 21. Jan 19.30 Uhr Kammerkonzert „Biber & Bach“ Mi 23. Jan 19.30 Uhr Kiss Me, Kate Sa 26. Jan 21.00 Uhr 21. Opernredoute So 27. Jan 15.00 Uhr Alles Tanz Mi 30. Jan 15.00 Uhr OpernCampus „Salome“ Mi 30. Jan 19.30 Uhr Salome Service | Kalendarium 2018/19


Do 31. Jan 20.00 Uhr Wiederaufnahme Hotel ElefantW Februar 2019 Fr 1. Feb 20.00 Uhr Sa 2. Feb 10.30 Uhr Sa 2. Feb 17.00 Uhr Sa 2. Feb 19.30 Uhr So 3. Feb 11.00 Uhr So 3. Feb 15.00 Uhr So 3. Feb 20.00 Uhr Mi 6. Feb 19.30 Uhr Do 7. Feb 20.00 Uhr Fr 8. Feb 19.30 Uhr So 10. Feb 10.00 Uhr So 10. Feb 15.00 Uhr So 10. Feb 20.00 Uhr Mo 11. Feb 19.30 Uhr Mi 13. Feb 10.30 Uhr Mi 13. Feb 19.30 Uhr Do 14. Feb 19.30 Uhr Fr 15. Feb 19.30 Uhr Sa 16. Feb 19.30 Uhr So 17. Feb 15.00 Uhr Mo 25. Feb 19.30 Uhr Di 26. Feb 19.30 Uhr Mi 27. Feb 10.30 Uhr Mi 27. Feb 19.30 Uhr Do 28. Feb 10.30 Uhr Do 28. Feb 16.00 Uhr Do 28. Feb 19.30 Uhr

Hotel ElefantW Kostprobe „König Roger“ Führung durch die Oper Salome* Vor der Premiere „König Roger“ Martha Hotel ElefantW Martha Hotel ElefantW Salome Opernbrunch Polnische Hochzeit Hotel ElefantW Kammerkonzert „Trio-Klassiker“ Wie William Shakespeare wurde Polnische Hochzeit Premiere König Roger Kiss Me, Kate König Roger Kiss Me, Kate° Konzert im Musikverein Konzert im Musikverein Wie William Shakespeare wurde* König Roger Wie William Shakespeare wurde* Wie William Shakespeare wurde ABC des Tanzes „Ballettpantomime – wie geht das?“

März 2019 Fr 1. Mär 19.30 Uhr König Roger** Sa 2. Mär 11.00 Uhr Wie William Shakespeare wurde Sa 2. Mär 17.00 Uhr Führung durch die Oper Sa 2. Mär 19.30 Uhr Polnische Hochzeit Sa 2. Mär 22.00 Uhr After-Show-Party „Polnische Hochzeit“ So 3. Mär 11.00 Uhr Vor der Premiere „Lucia di Lammermoor“ So 3. Mär 15.00 Uhr Martha Mo 4. Mär 19.30 Uhr Kammerkonzert „Kontraste“ Mi 6. Mär 19.30 Uhr Martha Service | Kalendarium 2018/19

Do 7. Mär 19.30 Uhr Fr 8. Mär 19.30 Uhr Sa 9. Mär 19.30 Uhr So 10. Mär 10.00 Uhr Mo 11. Mär 19.30 Uhr Mo 11. Mär 19.30 Uhr Fr 15. Mär 19.30 Uhr Sa 16. Mär 19.30 Uhr So 17. Mär 15.00 Uhr Mo 18. Mär 19.30 Uhr Di 19. Mär 17.30 Uhr Fr 22. Mär 19.30 Uhr Sa 23. Mär 19.30 Uhr So 24. Mär 15.00 Uhr Mi 27. Mär 19.30 Uhr Do 28. Mär 14.30 Uhr Do 28. Mär 19.30 Uhr Fr 29. Mär 15.00 Uhr Fr 29. Mär 19.30 Uhr Sa 30. Mär 15.00 Uhr Sa 30. Mär 15.00 Uhr Sa 30. Mär 19.30 Uhr So 31. Mär 11.00 Uhr So 31. Mär 15.00 Uhr

König Roger Kiss Me, Kate Kiss Me, Kate Opernbrunch Soirée im Musikverein Opernstudiokonzert Martha Kiss Me, Kate König Roger Opernstudiokonzert Kostprobe „Lucia di Lammermoor“ Kiss Me, Kate Premiere Lucia di Lammermoor Polnische Hochzeit* König Roger Sitzkissenkonzert „Die Vögel sind los“ Lucia di Lammermoor** Sitzkissenkonzert „Die Vögel sind los“ Martha Sitzkissenkonzert „Die Vögel sind los“ Triolino „Klopfgeblas“ Kiss Me, Kate Sitzkissenkonzert „Die Vögel sind los“ Lucia di Lammermoor

April 2019 Mo 1. Apr. 19.30 Uhr Kammerkonzert „Italienische Reise“ Di 2. Apr 20.00 Uhr Premiere Mario und der Zauberer Mi 3. Apr 11.00 Uhr Familienkonzert „Der Klang der Stadt“ Mi 3. Apr 19.30 Uhr Lucia di Lammermoor Do 4. Apr 19.30 Uhr Martha Fr 5. Apr 19.30 Uhr König Roger Sa 6. Apr 17.00 Uhr Führung durch die Oper Sa 6. Apr 19.30 Uhr Tagliavini-Konzert So 7. Apr 11.00 Uhr Familienkonzert „Der Klang der Stadt“ So 7. Apr 11.00 Uhr Vor der Premiere „Die Jahreszeiten“ So 7. Apr 14.30 Uhr Mario und der Zauberer So 7. Apr 18.00 Uhr Lucia di Lammermoor Mo 8. Apr 19.30 Uhr Konzert im Musikverein Mo 8. Apr 20.00 Uhr Mario und der Zauberer Di 9. Apr 19.30 Uhr Konzert im Musikverein Di 9. Apr 20.00 Uhr Mario und der Zauberer 140


Mi 10. Apr 19.30 Uhr Lucia di Lammermoor Do 11. Apr 11.00 Uhr Mario und der Zauberer Do 11. Apr 19.30 Uhr Martha Fr 12. Apr 19.30 Uhr Kiss Me, Kate Sa 13. Apr 19.30 Uhr Kiss Me, Kate Sa 13. Apr 20.00 Uhr Mario und der Zauberer So 14. Apr 10.00 Uhr Opernbrunch Mi 24. Apr 17.30 Uhr Kostprobe „Die Jahreszeiten“ Sa 27. Apr 19.30 Uhr Premiere Die Jahreszeiten So 28. Apr 15.00 Uhr König Roger Mo 29. Apr 19.30 Uhr Konzert im Musikverein Di 30. Apr 19.30 Uhr Konzert im Musikverein Mai 2019 Do 2. Mai Fr 3. Mai Sa 4. Mai Sa 4. Mai So 5. Mai Mo 6. Mai

19.30 Uhr 19.30 Uhr 17.00 Uhr 19.30 Uhr 15.00 Uhr 19.30 Uhr

Di 7. Mai 19.30 Uhr

Mi 8. Mai 19.30 Uhr Do 9. Mai 19.30 Uhr Fr 10. Mai 19.30 Uhr Sa 11. Mai 15.00 Uhr Sa 11. Mai 19.30 Uhr So 12. Mai 15.00 Uhr Mi 15. Mai 19.30 Uhr Do 16. Mai 19.30 Uhr Fr 17. Mai 17.00 Uhr Fr 17. Mai 19.30 Uhr Sa 18. Mai 19.30 Uhr So 19. Mai 10.00 Uhr So 19. Mai 11.00 Uhr So 19. Mai 15.00 Uhr So 19. Mai 18.00 Uhr Mo 20. Mai 19.00 Uhr Di 21. Mai 11.00 Uhr Mi 22. Mai 11.00 Uhr Mi 22. Mai 19.30 Uhr Do 23. Mai 11.00 Uhr Do 23. Mai 19.30 Uhr Do 23. Mai 20.00 Uhr Fr 24. Mai 17.00 Uhr Fr 24. Mai 19.30 Uhr Fr 24. Mai 20.00 Uhr

Die Jahreszeiten Lucia di Lammermoor Führung durch die Oper König Roger Die Jahreszeiten Kammerkonzert „Durch allen Schall und Klang“ ABC des Tanzes „Choreographische Probe zu ‚Die Jahreszeiten‘“ Die Jahreszeiten Premiere Oberon Lucia di Lammermoor Bühnenzauber „Die Jahreszeiten“ Kiss Me, Kate Die Jahreszeiten Die Jahreszeiten Wiederaufnahme Tosca Premiere Gold! Die Jahreszeiten Lucia di Lammermoor Opernbrunch Gold! Gold! Oberon Quartett im Gespräch Gold! Familienkonzert „Valerie und die Gute-Nacht-Schaukel“ Lucia di Lammermoor Gold! Oberon Premiere Die Enthauptung von Johannes dem TäuferH Gold! Die Jahreszeiten** Die Enthauptung von Johannes dem Täufer H 141

Sa 25. Mai 17.00 Uhr Führung durch die Oper Sa 25. Mai 19.30 Uhr Lucia di Lammermoor So 26. Mai 11.00 Uhr Familienkonzert „Valerie und die Gute-Nacht-Schaukel“ So 26. Mai 15.00 Uhr Gold! So 26. Mai 18.00 Uhr Tosca So 26. Mai 20.00 Uhr Die Enthauptung von Johannes dem Täufer H Di 28. Mai 11.00 Uhr Gold! Di 28. Mai 19.30 Uhr Soirée im Musikverein Di 28. Mai 20.00 Uhr Die Enthauptung von Johannes dem Täufer H Mi 29. Mai 19.30 Uhr Tosca Mi 29. Mai 20.00 Uhr Die Enthauptung von Johannes dem Täufer H Fr 31. Mai 18.00 Uhr Theaternacht Juni 2019 So 2. Jun 15.00 Uhr Lucia di Lammermoor Mo 3. Jun 19.30 Uhr Kammerkonzert „Waldeswogen und Meeresrauschen“ Di 4. Jun 17.00 Uhr Gold! Mi 5. Jun 19.30 Uhr Konzert „Lebenslinien“ Do 6. Jun 19.30 Uhr Tosca Fr 7. Jun 19.30 Uhr Cavalleria rusticana & Pagliacci So 9. Jun 19.30 Uhr Konzert im Musikverein Wien Mi 12. Jun 19.30 Uhr Cavalleria rusticana & Pagliacci Do 13. Jun 19.30 Uhr Tosca Fr 14. Jun 19.30 Uhr Lucia di Lammermoor Sa 15. Jun 19.30 Uhr Die Jahreszeiten Sa 15. Jun 22.00 Uhr After-Show-Party „Die Jahreszeiten“ So 16. Jun 10.00 Uhr Opernbrunch So 16. Jun 18.00 Uhr Cavalleria rusticana & Pagliacci Mo 17. Jun 19.30 Uhr Konzert im Musikverein Di 18. Jun 18.30 Uhr Gala der Opernballettschule Di 18. Jun 19.30 Uhr Konzert im Musikverein Mi 19. Jun 18.30 Uhr Gala der Opernballettschule Sa 22. Jun 19.30 Uhr Musical-Gala „Show Me!“ So 23. Jun 18.00 Uhr Musical-Gala „Show Me!“ Di 25. Jun 19.30 Uhr Konzert im Musikverein H Diese Vorstellung

findet in der Herz-Jesu-Kirche statt HP Dieses Konzert findet auf dem Hauptplatz statt K Dieses Konzert findet auf der Schloßbergbühne Kasematten statt W Diese Vorstellung findet im Hotel Wiesler statt * Geschlossene Vorstellung

** Im Anschluss an die Vorstellung findet im Galeriefoyer ein Nachgespräch statt Diese Vorstellung findet mit Live-Audiodeskription für blinde und sehbehinderte Besucher statt Im Anschluss an die Vorstellung findet im Galeriefoyer der Nachklang für Studenten statt

Service | Kalendarium 2018/19


Von der Faszination des Originals Entdecken Sie die Meisterwerke hinter der Kampagne der Oper Graz bei einem Besuch der Alten Galerie in Schloss Eggenberg.

Öffnungszeiten 24. Mär–31. Okt 2018 Mi–So 10–17 Uhr Frühling 2019: Eröffnung der Alten Galerie mit neuen Highlights!

Faszinierende Bilderreisen führen Sie immer sonntags zu ausgewählten Kostbarkeiten der Sammlung. Dabei erwarten Sie vielfältige Themenrundgänge oder Kunstwerke, die exklusiv für wenige Monate in der Alten Galerie gezeigt werden. Selbstverständlich treffen Sie dabei auch auf jene Gemälde, die Ihnen in der Kampagne der Oper Graz im Detail begegnet sind. Zu ihrem 200-Jahr-Jubiläum präsentiert sich die Alte Galerie in Schloss Eggenberg ab Frühling 2019 neu! Eine wertvolle Bereicherung ihrer Altmeisterbestände erfährt die Dauerausstellung dabei durch Kostbarkeiten niederländischer Meister aus dem 17. Jahrhundert, die als Dauerleihgabe der KaiserschildStiftung in die Alte Galerie gelangt sind. Alte Galerie in Schloss Eggenberg

er ie in d eren S der n o v Profiti 9 1 2018/ on des n o ti k is a -A S n skarte m nneum u a e o J n s Joan d useum lm z a a s r un r nen G Unive ng n Büh ate la n o M mit de 12 llungs en Sie te ß s s ie u n ge es A ung ll lseitig te s ie e v ein hre B . mm! I entrum progra Ticketz im t erfolg

Alte Galerie, Schloss Eggenberg Eggenberger Allee 90, 8020 Graz info-eggenberg@museum-joanneum.at 0316/8017 9560 Themenführungen finden immer sonntags um 11 oder 15 Uhr statt. Bitte beachten Sie dazu die Informationen auf der Website (altegalerie.at) sowie in den Programmen.

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Impressum

Oper Graz

Ein Unternehmen der Medieninhaber und Herausgeber Opernhaus Graz GmbH Geschäftsführende Intendantin Nora Schmid Gestaltung: Perndl+Co Stand: April 2018 Druck: Medienfabrik Graz

Tel: +43 (0)316/8008 Fax: +43 (0)316/8008 1585 E-Mail: oper@oper-graz.com Kaiser-Josef-Platz 10, 8010 Graz, Österreich

Satz- und Druckfehler sowie Programm-, Besetzung- und Spielplanänderung vorbehalten.

Redaktion Jörg Rieker mischte auf der Palette die Themen dieses Saisonals an und leitete die gesamte Redaktionsarbeit. Für die Gestaltung war er tagsüber allein im Museum mit Regula Widmer von Perndl+Co, um die passenden Gemälde auszusuchen. Katrin Smejkal, ebenfalls von Perndl+Co, hat mit viel Liebe und Engagement dieses Saisonal gestaltet. Die beiden Dramaturgen Marlene Hahn und Bernd Krispin, unermüdlich im Einsatz für Konzepte, Formate und wichtige Impulsgeber für die Arbeit mit den Regieteams, schwangen den Redaktionspinsel in allen Stilen und Formen und haben gemeinsam mit Jörg Rieker sämtliche Beiträge zu den Stücken verfasst. Beate Vollack schrieb die Texte zu den Ballett-Produktionen. Livia Krisch betreute das Kapitel der Konzerte der Grazer Philharmoniker. Die Theaterpädagoginnen Franziska Kloos, Lisa-Christina Fellner und Teresa Stoiber haben den Kinder- und Jugendteil ausgearbeitet. Ulrike Kerpacher hat den Serviceteil in Angriff genommen und gefühlt 500 Fotos aufgetrieben. Außer den folgenden sind alle Texte Originalbeiträge: S. 27: Renate Publig, Von Lebenslust und tiefer Tragik. Das bewegte Leben des Joseph Beer (1908–1987), vollständig in: Doblinger Verlagsmagazin klang:punkte 32, Frühjahr 2011; S. 37: Wolfgang Molkow, „,Der Sonne weih’ ich mein kristallnes Herz’. Karol Szymanowski zwischen Klangekstase und Nati-

onalstil“, in: Programmheft der Staatsoper Stuttgart zu „König Roger“, Spielzeit 1997/98; S. 42: Cathérine Clement, „Die Frau in der Oper. Besiegt, verraten und verkauft“, aus dem Französischen von Annette Holoch, Stuttgart 1992. Neben den oben Genannten haben dieses Saisonal redigiert: Michael Barobeck, Brigitte Bauer, Klaus Eberle, Michaela Gärnter, Ulrike Janach, Christa Kindler, Kathrin Podbrecnik, Andreas Ranacher, Elisabeth Richter-Trummer, Kathrin Rosenberger, Jörg Rothenpieler, Nora Schmid und Isabel Zinterl. Ein herzliches Dankeschön geht an Alexandra TscheitschonigKmetitsch und Anja Prietl für die Endkorrektur. Ohne das Universalmuseum Joanneum wäre dieses Saisonal so nicht entstanden: Die Kooperation haben Wolfgang Muchitsch (für das Universalmuseum Joanneum) und Barbara Kaiser (für die Alte Galerie in Schloss Eggenberg) entscheidend beflügelt. Im Depot der Alten Galerie wurden wir herzlich und hilfsbereit von Paul-Bernhard Eipper empfangen. Dass im Schloss Eggenberg sich Paul Schuster jeder Anfrage umsichtig, rasch und stets voller Begeisterung für das gemeinsame Projekt annahm, hat die Arbeit an diesem Saisonal auch ein Vergnügen sein lassen. Sämtliche personenbezogenen Bezeichnungen sind geschlechtsneutral zu verstehen.

Bildnachweise Zusätzlich zu den Gemälden auf den Covern wurden als Kapiteltrennseiten folgende Kunstwerke verwendet: S. 98: Giulio Carpioni (1613–1678), Priapos und Lotis, S. 104: Johann Georg Platzer (1704–1761), Allegorie des Gehörs/Musizierende Gesellschaft, S. 112: Franz Christoph Janneck (1703–1761), Maleratelier. Die Portraits auf den Covers stammen von Gerry Husti (Aurelia Florian), Janina Laszlo (Ilker Arcayürek), Martin Sigmund (Ana Durlovski), Wolf Silveri (Ivan Oreščanin, Wilfried Zelinka), Sajinthe de Vries (Johanni van Oostrum) und Werner Kmetitsch (Martina Consoli, Enrique Sáez Martinez). Werner Kmetitsch hat auch die Gemälde im Schloss Eggenberg und im Depot photographiert. S. 3: Kleine Zeitung GmbH & Co KG / Jürgen Fuchs / S. 5: Oliver Wolf / S. 10: Anette Braun / S. 11: Werner Kmetitsch / S. 12: Gerry Husti / S. 14: Werner Kmetitsch / S. 15: Werner Kmetitsch / S. 17: Isabell Schatz, Jan Frankl, Lupi Spuma / S. 18: Marie-Noëlle Robert – Théâtre du Châtelet / S. 19: GettyImages / S. 20: Lee Blakeley / S. 24: S.N. de Vries / S. 28: Privat / S. 31: Werner Kmetitsch, Shutterstock / S. 32: M. Heyde / S. 33:

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Janina Laszlo / S. 35: Wolf Silveri / S. 37: Library of Congress / S. 39: Nikola Milatovic / S. 41: Schaefer Berenike / S. 42: Shutterstock / S. 43: Shutterstock / S. 45: Thomas Dashuber / S. 47: Werner Kmetitsch / S. 48–49: Werner Kmetitsch / S. 50: Werner Kmetitsch / S. 52: Werner Kmetitsch / S. 53: Gerry Husti, Werner Kmetitsch, Wolf Silveri / S. 54–55: Andrea Peller, Alex Krischner, Beate Hofstadler, Devon Cass, Daniil Rabovsky, Foto Furgler Frank Doorhof, Gerry Husti, Isabell Schatz, Janina Laszlo, Jan Frankl, Jeanne Dégraa, Keith Saunders, Kirsten Nijhof, Maria Kanizay, Martin Sigmund, Miklos Szabo, Mirjam Bolliger, Nico Stank, Niklas Vogt, PeMa / Robert Frankl, RCA Agency, schneiderfotografy, S.N. De Vries, Theater Basel, Tonje Eliasson, Werner Kmetitsch, Wolf Silveri, William Minke / S. 59: Victoria Francisca Amundsen / S. 61: Arwid Lagenpusch, Thomas Maximilian Jauk, Privat / S. 63: Jon Morrell / S. 64: Emanuel Maes / S. 66: N. Lackner / S. 68–69: Werner Kmetitsch / S. 73: Uwe Arens / S. 76–77: Werner Kmetitsch / S. 79: Werner Kmetitsch / S. 82: Klaus Melem / S. 91: Shutterstock / S. 93: Lisa Fellner – OperAktiv! / S. 95: Oliver Wolf / S. 96: Werner Kmetitsch / S. 101: Werner Kmetitsch / S. 103: Marija Kanizaij / S. 128: Oliver Wolf

Service | Impressum


Auf der „Kirmes“ (von Pieter II Breughel) geht es zu wie im Theater. Ob Ivan Oreščanin da einer Kate ein Küsschen abjagen könnte?

Die „Enthauptung des heiligen Georg“ (von Johann Gottfried Haller) haben wir ausgespart, schließlich will Johanni van Oostrum den Kopf des Jochanaan.

Mittenhinein in die Atmosphäre Siziliens ziehen uns die „Fischhändler am Strand“. Dabei mag Aurelia Florian doch Vögel viel lieber.

Auf dem Cover Die Künstler der Oper Graz sind umrahmt von Gemälden aus der Sammlung der Alten Galerie im Schloss Eggenberg in Graz. So entsteht über die Jahrhunderte hinweg ein stilistisch vielfältiger musischer Dialog zwischen den Künsten.

Auch Wilfried Zelinka weiß nicht, wie wohl das „Urteil des Propheten Daniel“ über den Hirten in „König Roger“ ausgefallen wäre.

Fern schweift der Blick von Martina Consoli in die „Landschaft mit Christus als Guter Hirte“ (von Pieter II Stevens). Ist es da Frühling, Sommer oder Herbst?

Auf dem Cover

Die Blumen hat kein Husar gebracht, die Ilker Arcayürek umgeben. Ob auf dem niederländischen Blumenstilleben auch Marthas letzte Rose ist?

Vergnüglich wie bei einer polnischen Hochzeit geht es zu bei der „Mythologischen Szene“ (von Johann Georg Platzer). Enrique Sáez Martínez freut sich schon.

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Es toben die Wellen und die Leidenschaften vor der Küste Schottlands. Dem „Schiffbruch auf stürmischer See“ (von Bonaventura Peeters) entgeht Ana Durlovski dennoch.


oper-graz.com

OpernSaisonal 2018/19  
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