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Jahresbericht 2010/2011 des Sozialraums Garching


Jahresbericht 2010/2011 des Sozialraums Garching Regionale Jugendarbeit aus einer Hand


Liebe Leserin, lieber Leser, Die Einrichtungen des Kreisjugendring München-Land in Garching blicken auf zwei lebendige und ereignisreiche Jahre zurück, an denen wir Sie in vorliegendem Bericht teilhaben lassen wollen. Wir bieten unsere Angebote in zwei Sozialräumen an: Garching und Hochbrück. Allein in Garching gibt es mittlerweile 16 Stellen des Kreisjugendrings. Neben den originären Aufgaben des Kreisjugendring MünchenLand, zu denen die Offene und die Mobile Jugendarbeit gehören, hat sich das Angebot vor allem im schulischen Kontext erweitert. Der KJR ist an allen Schulen in Garching vertreten. Im Herbst 2010 wurde die Jugendsozialarbeit am Werner-Heisenberg-Gymnasium um eine halbe Stelle aufgestockt. An der Grundschule Garching West wurde zum Schuljahresbeginn 2011/12 ebenfalls eine weitere halbe Stelle in der Jugendsozialarbeit geschaffen.

Eine gute Vernetzung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des KJR ist aufgrund der Gruppengröße von großem Belang. In unseren Teamgesprächen tauschen wir uns über aktuelle Entwicklungen aus und können so Synergien freisetzen sowie rasch und bedarfsgerecht auf alle Erfordernisse reagieren. In diesem Bericht sollen die einzelnen Arbeitsstellen ebenso beleuchtet werden wie die zahlreichen Kooperationsprojekte in unserem Sozialraum. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen, Das Garching Team des Kreisjugendrings München-Land


Inhaltsverzeichnis

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Alle Rechte vorbehalten

Layout & Design: Karola Brandstetter  |  Christian Lutsch

Titelfoto: Christian Lutsch

1. Der Sozialraum Garching 2. Mitarbeiterstruktur 3. Das Jugendbürgerhaus Profil 4. Mobile Jugendarbeit 5. Jugendsozialarbeit an den Schulen Grundschule Ost Grundschule West Hauptschule Garching WHG 6. Gebundene Ganztagsschule 7. Offene Ganztagsschule 8. Projekte Aktivspielplatz SLACKER Berufsorientierung Es ist zeit OpenAir am Garchinger See 9. Vielen Dank


Der Sozialraum Garching Die Stadt Garching im Münchner Norden hat 16.200 Einwohner und erstreckt sich über 28,16 km². Garching besteht aus den vier „Stadtteilen“ Garching Mitte, Garching-Hochbrück, Garching Forschungszentrum und Dirnismaning. Diese Stadtteile sind, und das ist eine Besonderheit Garchings, räumlich durch die Autobahn A9 getrennt. Diese „Trennung“ der Stadt ist auch bei den Bürgern präsent, sodass die Angebote des Kreisjugendrings in Garching in zwei Sozialräumen organisiert werden (Garching und Garching-Hochbrück). Neben der guten Autobahnanbindung verfügt Garching zudem über einen Anschluss an das Netz der Münchner Verkehrsgesellschaft. Drei U-Bahnhöfe, die im 10-, bzw. 20-Minutentakt angefahren werden, verbinden die Stadt mit München. In Garching Mitte wohnt ein Großteil der Stadtbevölkerung, wohingegen Garching-Hochbrück vor allem durch das Industriegebiet, in dem sich etliche mittelständische Unternehmen mit Arbeitsund Ausbildungsplätzen niedergelassen haben, gekennzeichnet ist.

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Die soziale Infrastruktur Garchings bietet für alle Altersgruppen etwas – von der Kinderbetreuung für die jüngsten Bewohner bis hin zum Seniorenheim. Für die Kinderbetreuung stehen neun Kindergärten, einer davon mit Integrationsgruppe für behinderte Kinder, drei Kinderkrippen, Tagesmütter, die über die Nachbarschaftshilfe vermittelt werden, sowie drei Kinderhorte zur Verfügung. Für alle schulpflichtigen Kinder und Jugendlichen gibt es in Garching eine Vielzahl von Möglich-

keiten. Drei Grundschulen (West und Ost, sowie Hochbrück) als auch die weiterführenden Schulen der Hauptschule und des Gymnasiums werden ergänzt durch einen Realschulverbund mit der Nachbargemeinde Ismaning. Abgerundet wird das schulische Angebot durch eine Ganztagesbetreuung. Neben den Schulen sind die Jugendeinrichtungen des Jugendbürgerhauses Profil sowie des Jugendhauses Hochbrück fest im Gemeinwesen verankert. Hier haben Jugendliche die Möglichkeit, den Offenen Treff zu besuchen oder diverse Angebote der Häuser zu nutzen. Des Weiteren bieten eine heilpädagogische Tagesstätte, die Musikschule, die Volkshochschule als auch die Stadtbücherei eine Vielzahl von Angeboten an. Zudem gibt es mit der Technischen Universität mit dem errichteten Forschungszentrum in Garching exzellente Möglichkeiten für Studierende und Auszubildende. An Freizeitmöglichkeiten ist Garching ebenfalls gut ausgestattet. So befindet sich in fußläufiger Entfernung das Erholungsgebiet um den Garchinger See mit Bademöglichkeit, Liegewiesen, Grillplatz und verschiedenen Sportanlagen. Hier befinden sich ein kleines Fußballstadion, eine Tennisanlage, ein Beachvolleyballplatz sowie die Funsportanlage five20 für Skater, Biker und Streetballspieler. Auf der gesamten Längenausdehnung befinden sich östlich der Stadt die Isarauen mit zahlreichen Möglichkeiten für Unternehmungen. Am nordöstlichen Rand der Stadt liegt der Biergarten Mühlenpark und ein

öffentlicher Obstgarten, in dem jährlich der Aktivspielplatz der beiden Jugendhäuser stattfindet. Garching ist zudem an ein gut ausgebautes Radwegenetz angeschlossen und verfügt über zwei Dreifachturnhallen und eine Olympia-Schießanlage. Ein umfangreiches Kulturangebot findet neben dem Bürgerhaus auch im Römerhoftheater, der Stadtbücherei und der Musikschule statt. Die katholische Pfarrgemeinde St. Severin, die evangelische LaudateGemeinde sowie die neuapostolische Kirche stellen die Kirchen der Stadt Garching. Zu den regelmäßigen Veranstaltungen in Garching zählen die zahlreichen Brauchtumsfeste der Vereine, die Bürgerwoche mit dem Straßenfest, Floh- und Wochenmärkte sowie 9-11 die 6-8 19 % Christkindlmärkte. Zahlreiche Vereine bereichern zudem die Angebotsvielfalt in Garching.

Das Jugendbürgerhaus Profil befindet sich mitten im Herzen der Stadt, sowie in direkter Nachbarschaft zum Maibaumplatz. Dieser Platz wurde mit Inbetriebnahme der U-Bahnstation attraktiv gestaltet und lädt jung und alt zum Verweilen ein. Das Angebot um das Jugendbürgerhaus wird abgerundet durch diverse Einkaufsmöglichkeiten, Einzelhandel, Gaststätten sowie durch ein angrenzendes Hotel. Kinder und Jugendliche Garchings in Zahlen: In Garching leben 1602 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 20 Jahren. 20% dieser Kinder und Jugendlichen haben einen Migrationshintergrund.  12-14 15-17 18-20 19 %

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20 %

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Verteilung der Garchinger Kinder und Jugendlichen

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Die Mitarbeiterstruktur der Jugendarbeit in Garching 10 Stunden

20 Stunden Gebundene Ganztagsschule Hauptschule Garching

Rosmarie Altmann 8,0 Stunden

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Ferdinand Keidler 19,5 Stunden

Mobile Jugendarbeit

Stefanie Preukschat 19,5 Stunden

Jugendsozialarbeit Grundschule Ost

Katharina Mackedanz 19,5 Stunden

Jugendsozialarbeit Grundschule West

Sabine Winkler 19,5 Stunden

Jugendsozialarbeit Grundschule West

Reinhild Piljugin 19,5 Stunden

Tanja Bonca-Piplica 9,75 Stunden

Marianne Knebl 4,50 Stunden

E. Geisler-Moroder 19,5 Stunden

Thomas Maier 13,67 Stunden

Katharina Mackedanz 5,83 Stunden

Johannes Jaumann 19,5 Stunden

Andrea Geiger 19,5 Stunden

Ferdinand Keidler 19,5 Stunden

Andrea Geiger 19,5 Stunden

10 Stunden

20 Stunden

30 Stunden

Offene Ganztagsschule Hauptschule Garching Jugendsozialarbeit Hauptschule

Jugendsozialarbeit Werner-Heisenberg-Gymnasium Hans Schmid 34,0 Stunden

40 Stunden

Jugendb端rgerhaus PROFIL Offene Jugendarbeit

70 Stunden

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Offene Jugendarbeit

Das Jugendbürgerhaus Anschrift: Jugendbürgerhaus Profil Bürgermeister-Amon-Str. 3 85748 Garching b. München Telefon: 089/3291567 Telefax: 089/3261664 www.profil-garching.de E-mail: team@profil-garching.de MitarbeiterInnen:

Hans Schmid

Andrea Geiger

Ferdinand Keidler

Praktikantinnen: Nadja Vadlau (März-August 2011), Karola Brandstetter (Juni-Dezember 2011)

Den Garchinger Jugendlichen steht eine Vielzahl an Vereinen und Verbänden offen. Aber nicht alle finden dort, was sie suchen. Für einige Jugendliche sind die Anforderungen in einem Verein zu verbindlich. Sie tun sich schwer, Termine und Regeln einzuhalten. Andere haben spezielle Interessen, die von Vereinen nicht abgedeckt werden. Auf sich allein gestellt sollten sie deswegen aber nicht sein. Das Jugendbürgerhaus bietet den Jugendlichen einen niederschwelligen Ort, an dem sie sich treffen, Kontakte knüpfen und ihren Interessen nachgehen können. Ob sie beim Billard Selbstvertrauen aufbauen oder beim Kickern neue Freunde finden, ob sie beim Musizieren lernen, gemeinsam den richtigen Ton zu treffen, oder ob sie an unseren PCs Internetzugang zu einer Welt finden, die ihnen zuhause verschlossen bliebe. Sie können Partys organisieren und veranstalten, eine Band gründen und im Profil Bühnenluft schnuppern und Konzerte oder das OpenAir am Garchinger See organisieren. Wir wollen Kindern und Jugendlichen, die nicht in Vereinen organisiert sind, Chancen geben und sie in ihrer Entwicklung unterstützen. Bei uns treffen sich Jugendliche aus verschiedensten familiären Verhältnissen, verschiedenster Religion, Sprache und Heimat. Trotz der unterschiedlichen Hintergründe sollen sie hier Gemeinsamkeiten finden. Das Haus steht allen Jugendlichen offen und wir achten auf einen respektvollen Umgang miteinander.

Die Angebote im Profil sind Leistungen der Jugendhilfe auf Grundlage des §11 des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (SGB VIII): §11 SGB VIII: Jugendarbeit Jungen Menschen sind die zur Förderung ihrer Entwicklung erforderlichen Angebote der Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Sie sollen an den Interessen junger Menschen anknüpfen und von ihnen mitbestimmt und mitgestaltet werden, sie zur Selbstbestimmung befähigen und zu gesellschaftlicher Mitverantwortung und zu sozialem Engagement anregen und hinführen. Der partizipatorische Gedanke ist uns sehr wichtig. Die Jugendlichen sollen bei den Angeboten mitbestimmen, selbst mitarbeiten und so lernen, Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Wenn die Jugendlichen Hilfe brauchen, sind wir da, um ihnen unter die Arme zu greifen. Wir bieten ihnen Räume und Mittel, um selbständig Großes auf die Beine zu stellen. Eine Beispielaktion, bei der alle interessierten Jugendlichen mitbestimmen und vor allem mitarbeiten durften, war die in den Pfingstferien 2011 stattfindende Renovierungsaktion, bei der die Jugendlichen den Raum, in dem sie sich am meisten aufhalten, selbst gestalten konnten.

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Renovierungsaktion: Artikel aus „Mein Garching“ vom Juli 2011

der

Alles neu macht der Mai! Angelehnt an diese bekannten Zeilen wurde der Name der Renovierungsaktion, die während der ersten Ferienwoche im Jugendbürgerhaus Profil stattfand: „Alles neu macht der Juni“ konnte man schon Tage vorher auf einem selbst gemalten Plakat lesen, das im Fenster des Hauses aufgehängt worden war. Während andere Jugendliche in ihren Ferien ihre Freizeit genießen konnten, arbeiteten die Besucher des Profils in diesen Tagen an der von ihnen bereits seit langem geplanten Umsetzung der Renovierungsaktion. Das Streichen des Treppenhauses wurde von professionellen Malern übernommen, während die Jugendlichen bei der Renovierung des Cafés auf sich alleine gestellt waren und sich dankbar zeigten, als befreundete Maler ihnen mit hilfreichen Tipps und professionellem Werkzeug zur Hand gingen.

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So mussten zu Beginn der Aktion spontan 6 Schichten Tapete aus einem der beiden Räume entfernt werden, was sich als nervenaufreibende Arbeit erwies. Während diese Wände von den befreundeten Malern abends und nach ihrer eigentlichen Arbeit professionell verputzt wurden,

konnte im Nebenraum bereits gestrichen werden. Auch dies gestaltete sich schwierig: Die aktuelle Wandfarbe war ein sehr dominantes Dunkelrot, das durch ein zartes Cappuccinobraun ersetzt werden sollte; nach 3 Schichten weißer Farbe konnte endlich der Braunton aufgetragen werden. Schnell war klar, dass die geplanten vier Tage für die Aktion nicht ausreichen würden; die Jugendlichen erklärten sich bereit, ihre Arbeit während der zweiten Ferienwoche fortzuführen.

Vorher

Nachher

Aufgrund des vorhandenen Zeitdrucks (bestimmte Räume mussten in der zweiten Ferienwoche für das Ferienprogramm der 5. – 7. Klassen, das selbst gekochtes Mittagsessen beinhaltete, nutzbar sein) wurde die ebenfalls geplante Renovierung der Küche auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Unser Respekt geht an alle, die ihre Ferien oder ihren wohlverdienten Feierabend dem Jugendbürgerhaus gewidmet und bei der Aktion geholfen haben!

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Im Profil arbeiten drei hauptamtliche MitarbeiterInnen: Andrea Geiger und Ferdinand Keidler mit jeweils 19,5 Wochenstunden, sowie Hans Schmid mit 34 Wochenstunden. Wir bieten im PROFIL 25 pädagogisch betreute Öffnungsstunden: Di: 16:00 – 21:00 Uhr Offener Betrieb Mi: 16:00 – 21:00 Uhr Offener Betrieb Do: 16:00 – 21:00 Uhr Offener Betrieb Fr: 18:00 – 23:00 Uhr Freitagsöffnung Sa: 19:00 – 24:00 Uhr Veranstaltungen (Konzerte, Partys) Außerdem wird das Haus von unterschiedlichen Jugendgruppen genutzt. Jugendliche, die unser Vertrauen genießen, haben die Möglichkeit, das PROFIL auch außerhalb der eigentlichen Betriebszeiten zu öffnen. Sie können so Räume für sich und ihre Freunde in Anspruch nehmen. In regelmäßig stattfindenden Besprechungen begleiten wir diese Gruppen, sind Ansprechpartner für deren Probleme und Fragestellungen. Häufig sind wir auch außerhalb der genannten Öffnungszeiten bei den Gruppen dabei und begleiten deren Aktivitäten. Die Jugendlichen treten mit viel Spaß und Engagement für ihre Interessen ein, aber sie brauchen dafür unser Verständnis, unseren Zuspruch und unsere Anerkennung. So erweitern sich unsere Öffnungszeiten auf sieben Tage in der Woche. Das Profil wird von ca. 80 Jugendlichen auch außerhalb der Öffnungszeiten genutzt.

Die Aufgaben der Jugendleiter sind Folgende: • • • • • • • •

vorbildliches Verhalten im und am Profil (Respekt zeigen, Verantwortung übernehmen, gute Repräsentation des Hauses etc.) Mithilfe im Offenen Betrieb (Kühlschrank auffüllen, Spülmaschine ausräumen etc.) Mithilfe bei Konzerten und Partys (Organisation, Kassen- und Thekendienst, Aufräumen nach der Veranstaltung etc.) Teilnahme an Jugendleiterbesprechungen (ca. einmal im Monat) Übernahme von speziellen Tätigkeiten (Technik, Homepage, Sport etc.) oder Angeboten für andere Jugendliche (Workshops, Sport etc.) Mithilfe bei Renovierungsarbeiten Teilnahme an öffentlichen Veranstaltungen (Kuratorium, Weihnachtsmarkt, Tag der offenen Tür) Weitblick (Planung der nächsten Monate im Profil)

Jugendleiter bekommen dafür vom Haus: • Getränke sowie Pizza/Baguettes/Schokoriegel • freien Eintritt bei allen Veranstaltungen • Zertifikate für ehrenamtliches Engagement • Raumnutzung bestimmter Räume auch außerhalb der Öffnungszeiten • Jugendleiterausflug sowie Jugendleiteressen (ein- bis zweimal jährlich)

Diese setzen sich zusammen aus: • • • •

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acht Bands einer Tanzgruppe zwölf JugendleiterInnen Ehrenamtlichenteams: • Booking • Technik • Homepage • SLACKER-Jugendredaktion

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Kulturelle Bildung im Jugendbürgerhaus Profil Wir arbeiten mit dem Instrument der Kulturellen Bildung, weil sie die Selbstwirksamkeit von Jugendlichen in unzähligen Bereichen fördert: • Sie steigert die Kompetenz im Bereich der Organisation von Veranstaltungen • Sie fördert die Identifikation mit künstlerischen Ausdrucksformen und mit Gleichgesinnten • Sie verbessert den Umgang und die Kenntnis von Medien • Sie ersetzt einen passiven Konsum mit aktivem schöpferischem Tun Jugendkulturelle Bildung steht und fällt mit ihren Protagonisten, den Jugendlichen. So ist es in diesem Bereich von großem Belang, den Zeichen der Zeit Folge zu tragen, sich mit den kulturellen Entwicklungen und Interessen der Jugendlichen auseinander zu setzen und nicht aus nostalgischen Gründen den Kulturformen der eigenen Jugend nachzuhängen. Wie kann man dieses „Am Puls der Zeit“ am besten gewährleisten, als die Jugendlichen selbst ans Werk zu lassen?

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Booking-Team Im Jugendbürgerhaus Profil bestimmen die Jugendlichen selbst, welche Formen der Kultur sie anbieten, sehen und vertiefen wollen. In einem BookingTeam organisieren sie Konzerte und Partys, gegebenenfalls Workshops. Die Vorbereitung der Veranstaltung, die PR- und Öffentlichkeitsarbeit sowie die Durchführung wird von ihnen mit Unterstützung der Pädagogen durchgeführt. Ein Verständnis für Kooperation und Teamwork entsteht dadurch

von den Organisatoren, eine gute Zusammenarbeit mit den Hausbands und weiteren Talenten in und um das Jugendbürgerhaus Profil wird gefördert. In den letzten Jahren hat sich beispielsweise gezeigt, dass Jugendliche nicht mehr primär Live-Konzerte wählen, um das Bedürfnis nach Tanzen und Musik hören zu stillen, sondern dass elektronische Musik und Partys einen ähnlichen Stellenwert eingenommen haben. Konzerte Trotz des beschriebenen Trends, dass Jugendliche vermehrt die Partykultur der Live-Musik vorziehen, gibt es immer noch viele Fans des öffentlichen Auftritts. Nicht nur die Hausbands werden vom Booking-Team für die Konzerte gebucht, sondern auch externe Jugendbands. Dabei wird bei den ca. einmal monatlich stattfindenden Konzerten darauf geachtet, ein breites Repertoire abzudecken, um das Interesse verschiedenster Jugendlicher zu wecken.

Beschreibung des Ablaufes eines Konzerts anhand eines Beispiels: Nachdem das Booking-Team bei einem seiner regelmäßigen Treffen sämtliche Bandbewerbungen durchgesehen hat, werden Bands mit ähnlichen Musikrichtungen für einzelne Konzerte gebucht. Ein Flyer wird erstellt, gedruckt und verteilt. Für den Tag des Konzertes

werden Schichten für den Thekenund Kassendienst sowie sogenannte Friedensbeobachter, die für einen reibungslosen Ablauf des Abends sorgen, eingeteilt. Andere Jugendliche übernehmen das Catering für in der Regel vier Bands und mindestens 15 Helfer. Das Technik-Team plant bereits Tage vor dem Konzert diverse Lightshows und bereitet den Konzertraum vor. Vor einem Konzert müssen die Bands, die bei Konzerten im Profil „gegen die Tür“ spielen (das Eintrittsgeld des Abends wird gerecht unter allen Bands aufgeteilt; ein weiterer Anreiz, fleißig Werbung zu machen), untereinander klären, wer von ihnen beispielsweise ein Schlagzeug für alle Bands stellt, um lange Umbaupausen zu vermeiden. Lediglich die Technik, nicht aber die Instrumente werden vom Profil gestellt. Nach dem Konzert räumen die beteiligten Jugendlichen das Haus wieder auf, damit der Betrieb am nächsten Tag reibungslos weitergehen kann.

takte zu Veranstaltern und die Selbstvermarktung. Zudem gibt es immer wieder Feste, wie die einmonatige DJ Lounge, bei der die DJ´s ihr Können zur Schau stellen können. Bei einer solchen kommt es häufig vor, dass die Veranstalter das Café komplett umräumen, um ihre Utensilien aufzubauen und die DJ Lounge dort stattfinden zu lassen. Selbstverständlich sollte das Café am Ende des Abends wieder im Originalzustand hinterlassen werden.

Technik-Team Das Technikteam kümmert sich um die technische Ausstattung unseres Hauses, insbesondere um die Licht- und Tonanlage in unseren Veranstaltungsräumen und deren Instandhaltung und Wartung. Bei Konzerten und Partys installieren sie die Technik, sorgen durch einen professionellen Soundcheck für eine gute Klangqualität und setzen die Veranstaltung ins rechte Licht.

Bandräume Eine weitere hauseigene Kapazität, die dem aktiven schöpferischen Tun einen Rahmen bietet, sind die Bandräume im Obergeschoss. Derzeit teilen sich acht Bands aus Garching und Umgebung vier Bandräume. Nicht nur die Probenmöglichkeiten sind für Jugendliche von Vorteil, sondern weitere Synergieeffekte wie die Kontaktaufnahme zu anderen Bands, das voneinander Lernen, die Akquise von Auftrittsmöglichkeiten, das Ausleihen von Verstärkern etc. Natürlich haben die so genannten Hausbands die Möglichkeit, im Profil aufzutreten und die Gage, die sie durch die Eintritte der Besucher erhalten, zur Aufwertung ihrer Ausrüstung zu

DJ Kammerl Seit 2010 gibt es ein DJ Kammerl, in dem Jugendliche ihr DJ Equipment teilen und gegenseitig voneinander lernen. Nicht nur das Musik Auflegen ist dabei essentiell sondern auch die Kon-

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nutzen. Zudem haben die Nutzer der Bandräume auch diverse Verpflichtungen im Profil. Beispielsweise sollten sie sich an anderen Konzerten beteiligen, eine Schicht an der Kasse oder der Bar übernehmen oder beim Aufräumen oder im Booking-Team helfen. Des Weiteren gibt es die Regel, pro Jahr ein kostenloses Konzert für das Haus zu spielen und dieses Konzert werbetechnisch zu unterstützen, also Flyer zu verteilen etc. Slacker Das Zeitungs- und Medienprojekt SLACKER, das ursprünglich als Jugendzeitung begann, ist nun ein Projekt, an dem sich jeder gern beteiligen kann, der Medienluft schnuppern möchte und Interesse hat, Ereignisse aus Garching und der Welt zu beschreiben, zu fotografieren oder eventuell sogar bei einem Radioprojekt mitzumachen. (Siehe Projekte) Homepage Team Die Profil Homepage, zu erreichen unter www.profil-garching.de wird von einem kleinen Team motivierter Jugendlicher betreut, die sich insbesondere um das Design und die Aktualisierung der Webpräsenz kümmern. Neben dem Homepage Team haben auch ausgewählte Jugendliche Veröffentlichungsrechte für die Facebook Fanseite des Hauses, um Informationen dort besonders schnell veröffentlichen zu können. Dies ist aufgrund der erhöhten Nutzung der sozialen Netzwerke ein Vorteil gegenüber der Homepage, welche für die Kontaktaufnahme von öffentlichen Nutzern dennoch nicht an Wert verloren hat.

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Arbeitstitel: „Mobile Jugendarbeit“

Mobile Jugendarbeit Garching Anschrift: Mobile Jugendarbeit Garching Bürgermeister-Amon-Str. 3 85748 Garching b. München Telefon: 089/3291567 Mobil: 0170/7690090 Telefax: 089/3261664 www.kjr-garching.de E-mail: moja@kjr-garching.de Mitarbeiter:

Die Begrifflichkeit „Mobile Jugendarbeit“ wird beim Kreisjugendring München-Land dem „Streetwork“ vorgezogen, da diese die Zielgruppe im Namen trägt. Jugendliche und junge Volljährige im Alter von 14-27 Jahren sollen erreicht werden. Darüber hinaus haben sich Auftrag und Zielgruppe über die Jahre gewandelt. Zum Beispiel ist Szenenarbeit in den Hintergrund gerückt und die Problemsicht auf Jugendliche einem eher cliquenorientierten und freizeitpädagogischen Ansatz gewichen. „Mobile Jugendarbeit ist ein lebensweltund zielgruppenorientiertes Jugendhilfekonzept, das sich als notwendige Ergänzung zur traditionellen Jugendarbeit versteht. Mobile Jugendarbeit ist ein anwaltschaftlicher und parteilicher Arbeitsansatz, der jugendliche Szenen und deren individuelle Lebensziele akzeptiert, aber auch flexibel auf die Interessen und Bedürfnisse der Menschen und Bürger des Gemeinwesens eingeht.“ (Landesarbeitsgemeinschaft Streetwork Mobile Jugendarbeit in Bayern e. V.)

Ferdinand Keidler Arbeitsschwerpunkte

werden Jugendliche zwischen 14-27 Jahren an den Treffpunkten im öffentlichen Raum aufgesucht, wobei mittlerweile auch die Kontaktaufnahme zu Jüngeren ins Aufgabenressort fällt. In Garching erfolgt das „Aufsuchen“ meist mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Die beliebtesten Treffpunkte junger Menschen in Garching, die von der Mobilen Jugendarbeit erreicht werden, haben sich im Vergleich zu den Vorjahren nicht sonderlich verändert. So zählen • der Maibaumplatz • der Bürgerplatz • der Rathausplatz • die Skateanlage five20 • der Garchinger See nach wie vor zu den beliebtesten Treffpunkten Jugendlicher im öffentlichen Raum. Die aufsuchende Arbeit ist für den Ansatz der Mobilen Jugendarbeit von besonderer Bedeutung. Diese Art der Kontaktaufnahme, in der der Mobile Jugendarbeiter „zu Gast“ bei den Jugendlichen ist, schafft sowohl Kenntnis über individuelle, als auch über gruppen- oder szenespezifische Sorgen, Ängste und Problematiken. Die Mobile Jugendarbeit ist daher vor allem für Jugendliche interessant, die über weniger Ressourcen verfügen, um mit verschiedenartigen Themen fertig zu werden.

Die Aufgaben der Mobilen Jugendarbeit beruhen auf 5 Säulen, die im Folgenden ausführlich dargestellt werden. Aufsuchende Arbeit Die aufsuchende Arbeit ist jene Tätigkeit, die im Volksmund als „Streetwork“ bezeichnet wird. Hierbei

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Information und Beratung Die Mobile Jugendarbeit ist keine spezialisierte Beratungsstelle. Sie versucht vielmehr an Jugendliche Informationen über eigene Rechte bzw. weitere Anlaufstellen zu geben oder sie an geeignete Stellen zu vermitteln. Dies erfolgt in Form von: • Einzelfallhilfe (einmalig oder mehrmalig zu verschiedenen Themen und Institutionen beraten, auch Begleitung zu Beratungsstellen / Stadt / Jugendamt / Jugendgerichtshilfe / Gericht) • Beratung von Gruppen • Motivationshilfen für weitere Wege der Bewältigung und dem Aufzeigen von Alternativen • Hilfe und Vermittlung von Arbeitsplätzen / Praktikumsplätzen / Ausbildungsplätzen / Ferienjobs

• •

nahmen, Verantwortungsübernahme für die Anlage, Beteiligung am OpenAir am Garchinger See mit eigenem Essensstand) Weiterführung des Straßenfußballangebots Freitags von 19-21 Uhr in der Funbox des VfR Garchings Gründung, Begleitung und Unterstützung des Straßenfußballteams „OG X-United“ für die U17 Liga der interkulturellen Straßenfußballliga buntkicktgut München Betreuung des Kraftraumes in der neuen Turnhalle im „ZeppelinSportpark“ der Stadt Garching Übernahme der Projektleitung des 2.Garchinger Straßenfußballfestivals „Ke Nako – Es ist Zeit“

Für Jugendliche stellt der öffentliche Raum die Bühne dar, auf der sie sich präsentieren können. Insofern wohnt dem Ansatz der Gemeinwesenarbeit die Möglichkeit inne, Jugendliche und andere Nutzer des öffentlichen Raumes begegnen zu lassen. Vorurteile über Jugendliche können so eher aufgeweicht werden. Eine stete Öffentlichkeitsarbeit in der lokalen Presse, die Präsenz in Gremien der Stadt, Gespräche mit Anwohnern, dem Einzelhandel, sowie Kooperationspartnern wie Schule, Verein, Bücherei, Photoclub rücken die Jugendarbeit ins öffentliche Leben und damit raus aus der Schublade der lauten und schlimmen Jugend. Qualitätssicherung •

Angebote und Projekte • Über die Animation von Angeboten sowie die Planung, Durchführung und Realisierung von Projekten können wichtige und langfristige Vertrauensbeziehungen zu den Adressaten der Mobilen Jugendarbeit aufgebaut werden. Zudem können Jugendliche erreicht werden, die sonst eher den Kontakt zu Hilfeeinrichtungen meiden. Aus dieser Vertrauensbeziehung heraus gelingt es wiederum leichter, Jugendliche bei der Bewältigung des Alltags zu unterstützen.

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Angebote und Projekte 2011: • Fortführung der Unterstützung der Projektgruppe five20 (Baumaß-

Gemeinwesenarbeit

Die Gemeinwesenarbeit ist für die Mobile Jugendarbeit ein wesentliches Arbeitsfeld – versteht sie sich doch vor allem als Lobbyist für Jugendliche, die sich im Gemeinwesen bewegen. In der Gemeinwesenarbeit unterstützt die Mobile Jugendarbeit Jugendliche in der Aneignung von Freiräumen und versucht dabei, auch andere Akteure zu sensibilisieren. Vor allem sind es Projekte im öffentlichen Raum, die dafür sorgen, dass Jugendliche eine positive Außendarstellung abgeben können.

• •

• • •

Teilnahme an internen Gremien (AK Mobil, Regio MAK, Groß MAK, FGM / FGJ, regionale Teams, z. B. JSA, junge Integration oder Jugendzentrum usw.) Teilnahme an externen Gremien (Fortbildungen, LAG-Tagungen usw.) Inanspruchnahme von Supervision und Mediation Lesen von Fachliteratur Zusammenarbeit mit der Fachbasis vor Ort und mit überörtlichen Einrichtungen und Institutionen (ASD, Familien- und Jugendberatungsstellen, Con-Drobs, Jugendgerichtshilfe…) Erledigen administrativer Tätigkeiten Dokumentation und Evaluation regelmäßig Zeitung und den KJRPressespiegel lesen

Schwerpunkt 2011: Schaffung von Freiräumen im Gemeinwesen Das wohl brisanteste Thema der Mobilen Jugendarbeit in Garching vereint beinahe alle fünf Arbeitsschwerpunkte miteinander. Den Anspruch verschiedener Nutzergruppen an den öffentlichen Raum in Garching. Für viele Jugendliche ist das „Sich treffen“ mit Gleichaltrigen im öffentlichen Raum der Stadt die einzige Möglichkeit, Freunde zu sehen, miteinander im realen Leben und nicht über Facebook zu kommunizieren, zu feiern oder gemeinsam Sport zu treiben. Die Mobile Jugendarbeit in Garching versucht hierbei, sowohl die Interessen der Jugendlichen zu unterstützen, als auch die Argumente und Befürchtungen von Anwohnern, Passanten, Schulen, Nachbarn und der Stadt Garching ernst zu nehmen.

Die Mobile Jugendarbeit versteht sich als „Lobbyist“ der Jugend im öffentlichen Raum und orientiert sich an den Bedürfnissen junger Menschen, ist dabei aber auch an einem funktionierenden Gemeinwesen interessiert. Aus pädagogischer Sicht ist die „Aneignung“ von Räumen, also die „Besetzung“ von Treffpunkten für die Entwicklung der Jugendlichen zu ei-

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genen Persönlichkeiten von enormer Bedeutung. Jugendliche brauchen Plätze, in denen sie ohne die Anwesenheit von Eltern, Lehrern oder Pädagogen ihr Sozialverhalten ausprobieren und auch zur Schau stellen können. Oder auch: Jugendliche schaffen sich ihre eigenen Räume – wie im Beispiel des Um- und Neubaus der Skateanlage in Garching am See.

der neue Skatepark gestaltet sowie die Erdhügel für die Dirtline geformt.Seit der Eröffnung im Sommer 2010 erfreut sich das Areal mit dem Namen five20 bei vielen verschiedenen Sportlern großer Beliebtheit. Neben Skatern nutzen vor allem Biker die Dirtline, aber auch Streetballspieler kommen durch einen auf dem Areal stehenden Korb auf ihre Kosten.

Durch die Aufsuchende Tätigkeit im Sommer 2009 wurde der Wunsch von mehreren Jugendlichen nach einer Erweiterung der Skateanlage laut. Nach einigen Informationstreffen mit einer festen Gruppen junger Sportler, bestehend aus Skateboardern und Fahrradfahrern, sollte das Projekt „Erneuerung und Erweiterung der Skateanlage“ umgesetzt werden. Da ein solches Projekt ohne Unterstützung der Stadt nicht möglich war, wurde der Kontakt zwischen Stadt und Projektgruppe hergestellt. In den Folgemonaten wurden Pläne gezeichnet, Kostenvoranschläge erhoben, sowie in politischen Gremien vorgestellt.

Mit der Beliebtheit dieses neuen Freiraumes für Jugendliche entstehen natürlich auch Folgeerscheinungen. Die Sportanlage ist jederzeit frei zugänglich und so nicht vor Missbrauch (v.a. Vandalismus, Müllentsorgung) gefeit. Zudem bedarf es noch einer verstärkten Toleranz der benachbarten Tennisspieler für die Geräuschentwicklung durch die Freizeitsportler. Auch 2011 wurde die Anlage gut besucht und die Projektgruppe five20 plant als nächstes die Anschaffung eines Containers oder Bauwagens um u.a. die Wartungsutensilien unterbringen zu können. Die Erfahrung des Projektes zeigt hier auch wieder: wenn Jugendliche sich an der Schaffung von eigenen Räumen beteiligen und dies selbst in die Hand nehmen, wird es von vielen anderen Jugendlichen auch angenommen. Nun gilt es, die Möglichkeiten der weiteren Aneignung der Skateanlage five20 durch Jugendliche zu unterstützen und angedachte Ideen wie eine

Aus dem geäußerten Bedarf der Jugendlichen während der aufsuchenden Arbeit entstand nach einer Informations- und Sammelphase ein Projekt, das Auswirkungen auf das Gemeinwesen hatte und hat. Im Frühjahr 2010 wurde mit Mitarbeitern des Bauhofes

Patenschaft der Projektgruppe five20 mit der Stadt Garching zu realisieren. Wenn in Garching über Jugendliche im öffentlichen Raum gesprochen und diskutiert wird, dann ist natürlich auch immer vom „Brennpunkt Maibaumplatz“ die Rede. Die Mobile Jugendarbeit versucht in Zusammenarbeit mit dem Jugendbürgerhaus Profil dieses immer wiederkehrende Stigma des Platzes zu minimieren und steht in intensivem Dialog mit jugendlichen Nutzern des Maibaumplatzes. Durch die zentrale Lage und die Vielfalt an Nutzungsansprüchen bleiben Konflikte leider nicht aus. Auch Jugendliche, bzw. junge Erwachsene haben zur Entstehung von Konflikten beigetragen, können jedoch nicht immer für alles zur Rechenschaft gezogen werden. Unser pädagogischer Ansatz im öffentlichen Raum setzt daher auf die Vernunft der Jugendlichen. Wir unterstützen sie darin, sich auf dem Platz weiterhin treffen zu können,

zeigen aber auch klare Verhaltensweisen auf, die bei Anwohnern, Passanten, etc. ein unbehagliches Gefühl entstehen lassen. Im öffentlichen Raum (das muss auch immer wieder formuliert werden) ist sowohl die Mobile Jugendarbeit als auch das Jugendbürgerhaus Profil nicht weisungsbefugt. Es geht vielmehr darum, alternative Verhaltensweisen aufzuzeigen, sowie die Bedürfnisse der jungen Garchinger ernst zu nehmen. So z.B. der schon lange geforderte Bolzplatz in Stadtnähe, der - versehen mit einem Unterstand - ein geeigneter Ort wäre um die Wünsche der Jugendlichen mit ihrer Hilfe umzusetzen und um einen Raum zu schaffen, der dem Drang nach Bewegung und Begegnung in Stadtnähe entsprechen würde. Die Mobile Jugendarbeit wird daher weiterhin dem Traum der Straßenfußballmannschaft vom Maibaumplatz von einem richtigen Bolzplatz unterstützen und versuchen, diesen voranzubringen.

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Jugendsozialarbeit an Schulen

Ziele

Die Schule hat sich in den letzten Jahren als wichtiges Arbeitsfeld etabliert. Durch die aktuellen Schulreformen, die an allen Schulformen präsent sind, verbringen Schüler ein Gros ihrer vermeintlichen Freizeit in der Schule. Hier sind sie mit Altersgenossen zusammen. Hier stehen sie unter Leistungsdruck, denn hier entscheidet sich ihre zukünftige Laufbahn. Wir geben Ratschläge bei schulischen und außerschulischen Problemen. Wir helfen ihnen, sich aktiv am Schulablauf zu beteiligen. Dazu arbeiten wir eng mit den Klassen- und Schulsprechern zusammen. Wir unterstützen die Jugendlichen dabei, Bewerbungen zu schreiben und eine Lehrstelle zu finden. Außerdem bieten wir Projekte zu kinder- und jugendspezifischen Themen wie Mobbing, Kinderrechte und Gewaltprävention an.

Definition

Schule ist ein geeigneter Ort, an dem die Jugendhilfe mit ihrem Leistungsspektrum frühzeitig und nachhaltig auf junge Menschen einwirken und auch Eltern rechtzeitig erreichen kann. Jugendsozialarbeit an Schulen soll helfen, soziale Benachteiligungen auszugleichen und individuelle Beeinträchtigungen zu überwinden. […] Durch den Einsatz von sozialpädagogischem Fachpersonal schafft die Jugendsozialarbeit ein niederschwelliges Angebot an der Schule.

• •

Die SchülerInnen werden in ihrer persönlichen, schulischen und sozialen Entwicklung von der Jugendsozialarbeit individuell unterstützt und begleitet. Die sozialen und persönlichen Kompetenzen der Kinder und Jugendlichen werden durch die verschiedenen Angebote der Jugendsozialarbeit gefördert und erweitert. (z.B. Kommunikation, Kooperation, Konfliktfähigkeit, usw.) Die SchülerInnen können durch die verschiedenen Unterstützungsformen der Jugendsozialarbeit, das von ihnen angestrebte schulische Ziel erreichen. Die SchülerInnen werden durch die Begleitung der Jugendsozialarbeit befähigt, sich aktiv in schulische Prozesse einzubringen und das Schulleben mitzugestalten. Die SchülerInnen sollen über ihre Rechte als Kinder Bescheid wissen und erlernen, was dies für den konkreten Alltag bedeutet. Kooperations- und Netzwerkarbeit ist notwendig, um eine umfassende und nachhaltige Unterstützung für die Kinder und Jugendlichen gewährleisten zu können.

Durch eine sinnvolle Ergänzung und Verknüpfung von Jugendhilfe und Schule sollen die Chancen, das Wissen und die sozialen Kompetenzen von jungen Menschen verbessert werden. Schule ist ein prädestinierter Ort, an dem mit den Mitteln der Sozialpädagogik frühzeitig und nachhaltig die Entwicklungsmöglichkeiten der Schüler verbessert werden können. […] Die Jugendsozialarbeit an der Schule wird bedarfsgerecht geplant und durchgeführt. (Quelle: Kreisjugendring München-Land: Rahmenkonzept „Jugendsozialarbeit an Schulen“, 2008)

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Jugendsozialarbeit an der Grundschule Garching Ost

Jugendsozialarbeit Grundschule Ost Anschrift: Jugendsozialarbeit an der Grundschule Ost Angerlweg 23 85748 Garching b. München Telefon: 089/36055743 www.kjr-garching.de E-mail: JSA-GSost@gmx.de Mitarbeiter:

Stefanie Preukschat

Seit insgesamt drei Jahren gibt es an der Grundschule Garching Ost Jugendsozialarbeit. Zwischen der Jugendsozialarbeit und der Schule ist inzwischen eine intensive Kooperation entstanden, von der alle Beteiligten profitieren. Die Jugendsozialarbeiterin Stefanie Preukschat arbeitet von Montag bis Freitag 19,5 Std an der Grundschule. Somit haben Kinder, Eltern und Lehrer täglich die Möglichkeit sich mit Fragen und Problemen an die Jugendsozialarbeit zu wenden. Jugendsozialarbeit an der Grundschule hat sehr vielfältige Aufgaben. Als Schwerpunkte der Arbeit haben sich in den letzten Jahren folgende Bereiche entwickelt: Einzelfallhilfe und Beratung Die Jugendsozialarbeiterin betreut Kinder und deren Familien mit unterschiedlichen Problematiken. Oftmals stehen Lern- und Leistungsprobleme der Kinder, Konflikte bei den Hausaufgaben oder Verhaltensauffälligkeiten während des Unterrichtes im Vordergrund. Projektarbeit Als fester Bestandteil der Projektarbeit hat sich in den dritten Klassen das Projekt „aufgschaut“ entwickelt, dass seit zwei Jahren während des gesamten Schuljahres durchgeführt wird. Seit diesem Schuljahr wird es in den zweiten Klassen durch ein Projekt zum Thema Klassengemeinschaft ergänzt, das nachfolgend ausführlich beschrieben werden soll. Je nach Kapazität der Jugendsozialarbeit können weitere kurzfristige Projekte dazukommen

wie Fotoprojekt, Plätzchen backen, etc. Grundsätzlich wird versucht mit jeder Klasse mindestens eine Aktion pro Schuljahr zu haben, um einen niedrigschwelligen Kontakt zu den Kindern zu halten. Kooperation und Vernetzung So vielfältig die Aufgaben der Jugendsozialarbeit sind, genauso vielfältig sind auch die Kinder mit denen wir es jeden Tag zu tun haben. Es ist ein wichtiges Ziel jedes Kind mit seinen Fähigkeiten und Stärken zu fördern und zu stärken. Der schulische Leistungsdruck und die Definition von Leistung allein über Schulnoten führt bei einigen Kindern dazu, dass sie sich als minderwertig erleben und wenig Zutrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln. Am Beispiel von zwei Projekten soll deutlich gemacht werden, wie Jugendsozialarbeit versucht, Kinder mit ihren vielfältigen Begabungen und Stärken und fördern. Die Expedition zum Blauen Planeten Durch die positiven Erfahrungen mit dem Projekt „aufgschaut“ in der 3. Klasse, entstand die Idee auch in den 2. Klassen ein Projekt einzurichten, an dem alle Klassen teilnehmen. Durch Gespräche mit den Lehrerinnen wurde deutlich, dass diese gerne die Klassengemeinschaft stärken und den Umgang der Kinder untereinander verbessern möchten. Das Projekt sollte präventiv für alle Klassen angeboten werden, ohne dass die Kinder vorher besondere Auffälligkeiten gezeigt haben sollten. Da die Kinder mit 7-8 Jahren noch sehr jung sind, war es wichtig eine kind-

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gerechte Rahmenhandlung zu wählen, die die Kinder direkt neugierig macht und zur Teilnahme motiviert. So entstand die Idee die Kinder mit auf die „Expedition zum Blauen Planeten“ zu nehmen. Das Projekt ist je nach Bedarf auf 6-8 Einheiten konzipiert. Im Rahmen eines Astronautentraining bekommen die Kinder in jeder Einheit eine Aufgabe gestellt, die sie nur lösen können, indem sie gemeinsame Lösungsstrategien absprechen, als Team zusammen arbeiten und sich gegenseitig helfen. 1. Einheit Die Kinder überlegen, welches Verhalten wichtig ist, wenn man gemeinsam auf einen unbekannten Planeten erkunden will, schwierige Aufgaben lösen möchte und Hindernisse überwinden will. Die Ideen und Vorsätze der Kinder werden auf ein Plakat geschrieben, dass die Klasse während des ganzen Projektes begleitet.

In einem ersten Spiel sollen die Kinder auf den Stühlen stehend versuchen, sich nach den Buchstaben ihrer Vornamen zu sortieren, ohne dass ein Kind vom Stuhl fällt. Bei Schwierigkeiten kann das Spiel jederzeit unterbrochen werden, damit die Kinder ihr eigenes Verhalten und das der Mitschüler

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reflektieren können. Wichtig ist es, dass die Kinder am Ende jeder Einheit die Aufgabe bewältigen können und so motiviert dem nächsten Projekttag entgegen fiebern. 2. Einheit Jedes Kind bringt einen persönlichen Gegenstand von zu Hause mit, der ihm wichtig ist oder der etwas über das Kind erzählt. Diesen Gegenstand stellt das Kind in der Klasse vor. Über den Gegenstand lernen die Kinder oftmals ganz andere Seiten an ihren Mitschülern kennen. Sie laden zum nachfragen ein. Im Vorfeld sollte noch einmal betont werden, dass mit jedem Teilnehmer respektvoll umgegangen wird und niemand ausgelacht wird. 3. Einheit Die Kinder sollen sich gegenseitig mit verbundenen Augen durch das Klassenzimmer führen. Dabei dürfen sie sich ihren Partner nicht frei wählen, sondern die Paare werden im Losverfahren gezogen. Im Gesprächskreis kommen die Kinder sehr schnell darauf, warum sie sich keinen Partner aussuchen durften: „Bei einer Expedition müssen alle gut zusammen arbeiten können.“ „Ich würde mir nur ein Kind aussuchen, dass ich gut kenne“ „Wenn ein Kind nicht gewählt wird, ist es traurig“

Die Kinder legen die Regeln für die Blindenführung selber fest. In der anschließenden Reflektion sollen sie versuchen, über Unsicherheit, Befürchtungen aber auch über positive Erlebnisse zu berichten. Besonders ruhige und zurückhaltende Kinder bekommen in diesem Spiel aufgrund ihres überlegten und vorsichtigen Führens eine sehr positive Rückmeldung.

gen können? Ein geplantes Vorgehen und die Hilfe von allen Kindern ist notwendig, um auch am Schluss den letzten Teilnehmer über den Draht zu bekommen. Jedes Kind kann mit seinen Ideen und Fähigkeiten zur Lösung der Aufgabe beitragen. 6. Einheit

4. Einheit

In diesem Teil des Astronautentrainings müssen Teams aus jeweils 6 Kindern versuchen, aus Bauklötzen einen möglichst hohen Turm zu bauen. Dabei müssen die Kinder eine Seilkonstruktion samt Haken so bewegen, dass sie den Haken in eine vorgegebene Kerbe an den Bauklötzen einhaken. Nur durch gemeinsames Vorgehen und gezielte Absprachen können die zukünftigen Astronauten die Aufgabe bewältigen. Die Teams werden wieder durch Losverfahren bestimmt.

Aus den Möbeln des Klassenzimmers bauen die Kinder ein Raumschiff, das genug Platz bietet, um alle an Bord zu nehmen. Auf dem Flug zum Blauen Planeten schauen die Kinder aus den Fenstern der Rakete und berichten, was sie im Weltall entdecken können. Auf dem Blauen Planeten angekommen, müssen sie noch den Weg zur Forschungsstation überwinden, obwohl sie nur halb so viel Wegplatten haben wie Teilnehmer. Bei der letzten Aufgabe zeigt sich meist schnell, dass die Kinder inzwischen genau wissen worauf es ankommt und die Lösung blitzschnell erkennen.

5. Einheit Die gesamte Klasse soll einen elektrisch geladenen Draht überwinden ohne ihn zu berühren. Meist probieren die Kinder impulsiv erste Ideen aus, bis sie merken, dass sie sich auf einen Vorschlag einigen müssen. Wie können es die Kinder schaffen, dass alle Kinder ihre Lösungsvorschläge einbrin-

7. Einheit Im Rückblick erzählt die Klasse noch einmal, welche Aufgaben und Schwierigkeiten sie in den letzten Wochen gemeistert haben. Es soll deutlich werden, dass die Kinder immer besser zusammen gearbeitet haben. Als Erinnerung bekommt jedes Kind eine kleine Postkarte vom Blauen Planeten.

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Die Mitschüler schreiben auf diese Karte, welche seiner Fähigkeiten besonders hilfreich während der Expedition waren und welche Eigenschaften sie besonders an ihm schätzen. Ziele des Projektes: • Die Klasse soll selbständig gemeinsame Absprachen und Entscheidungen treffen • Kinder entwickeln gemeinsame Regeln für die Zusammenarbeit und reflektieren, wie gut die Umsetzung funktioniert • Erkennen unterschiedlicher Stärken und Fähigkeiten • Aufbau von Vertrauen • Zusammenarbeit mit wechselnden Partnern • Die Klasse soll das Projekt als positives Gemeinschaftserlebnis in Erinnerung behalten • Sensibilisierung für das Thema Klassengemeinschaft □

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Gesamtentwicklung

Jugendsozialarbeit Grundschule West Anschrift: Jugendsozialarbeit an der Grundschule West St.Severin-Straße 3 85748 Garching b. München Telefon: 089/32989139 Mobil: 0170/7697439 www.kjr-garching.de E-mail: JSA-GSwest@gmx.de Mitarbeiter:

Die Jugendsozialarbeit an der Grundschule befindet sich mittlerweile im dritten Schuljahr und ist aus Garching West auch nicht mehr wegzudenken. Die Angebote werden von allen Mitgliedern der Schulfamilie gerne angenommen. Daher kann die Jugendsozialarbeit insgesamt auf eine sehr positive Entwicklung innerhalb der letzten drei Jahre zurückblicken. Dennoch stellte auch im Schuljahr 2010/11 die Sanierung der Schule und die damit verbundene Raumsituation sowie der Umzug neben dem laufenden Betrieb eine besondere Herausforderung dar. Mittlerweile ist die ganze Schule im neuen Schulhaus angekommen und hat die Containerzeit schon fast vergessen. Auch die Jugendsozialarbeit fühlt sich in den großzügigen Räumen sehr wohl. Ende des Schuljahres 2011/12 ist dann der letzte Umzug in die für die JSA vorgesehenen Räume in Planung. Eine zeitliche Herausforderung stellte die Fertigstellung des Konzeptes der Jugendsozialarbeit zu Beginn des Schuljahres dar. Folgende Konzeptübersicht verdeutlicht, welche Schwerpunkte sich in der Arbeit an der Grundschule ergaben:

Kooperation & Vernetzung

Kontakt & Beratung

„Ressourcen finden und gemeinsam nutzen“

„Probleme sehen und miteinander Lösungen finden“

Rektorin

Konferenzen Einzelfallhilfe

Lehrkräfte Elternbeirat Schulpsychologin AWO Beratung

Katharina Mackedanz

Jugendamt Jugendkontaktbeamter Mittagsbetreuung HPT

Arbeitskreise Elternbeiratssitzung Schulspiel

Beratung für Kinder, Eltern & Lehrerkräfte Streitschlichtung Kurzkontakte mit Kindern, Eltern & Lehrerkräfte

Aktionen & Projekte an der Schule

Freizeitangebote

„Lernen durch erleben“

„Spiel, Spaß & Sport“

Aktive Pause

Sozialtraining & Gewaltprävention

Halloweenparty

Ehrenamt Pausenhelfer

Zukunftswerkstatt

Beteiligung „Kinder gestalten mit“

Erlebnispädagogischer Projekttag

Fußballturnier Aktivspielplatz

AG Bewegung & Körpererfahrung Garderobenolympiade Gesundes Pausenbrot GenderWorkshop & Sexualpädagogik

JUGENDSOZIALARBEIT AN DER GRUNDSCHULE GARCHING WEST

Die Konzeptübersicht veranschaulicht den Begriff der Vielfalt und im Rückblick auf das Jahr wird klar, wie Vielfalt aussehen kann. Es gibt sie in den verschiedensten Ausformungen wie zum Beispiel im Angebot, in der Raumnutzung, im Umgang mit Kulturen, in den Methoden aber auch in der Projektarbeit. Aus einer solchen Vielfalt setzten sich auch die Bürger Garchings zusammen – doch wie wird der abstrakte

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Begriff „Vielfalt“ im Alltag gelebt? Die Jugendsozialarbeit versucht innerhalb von Projekten der eben beschriebenen Vielfalt gerecht zu werden und bezüglich der Ausrichtung ihres Angebots auf verschiedene Bedürfnisse der SchülerInnen und Eltern einzugehen. Dies soll an zwei Projekten dargestellt werden. Anschließend wird ein Überblick über die Arbeitsschwerpunkte der Jugendsozialarbeit an der Grundschule West gegeben. Vielfalt und Projektarbeit

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Im Januar 2011 sollte ein klassenübergreifender Elternabend zum Thema „Hausaufgaben – Wie coache ich mein Kind richtig?“ stattfinden. Da die Grundschule West mit ihrer Rektorin Susanne Volk über eine „schuleigene“ Expertin verfügt, erklärte diese sich bereit, an einem Abend zu referieren. In der Konferenz wurden die Inhalte daraufhin im Kollegium gemeinsam festgelegt. Die Mitarbeiterin der Jugendsozialarbeit stellte schnell fest, dass viele Inhalte des Vortrags auch nichtdeutschsprechenden Müttern die Unterstützung der Kinder während der Hausaufgabenphase erleichtern könnten wie zum Beispiel die Bedeutung der Ordnung auf dem Arbeitstisch. Nach einer Durchsicht der Nationalitäten der SchülerInnen wurde klar, dass besonders viele türkische und albanische Familien Interesse haben könnten. Frau Mackedanz organisierte deshalb eine türkische und eine albanische Referentin, die den Vortrag in ihrer Sprache halten konnte. Weiterhin wurden typische „Hausaufgabensituationen“ von SchülerInnen der unterschiedlichen Nationalitäten in der jeweiligen Spra-

che in kurzen Theaterszenen während des Abends vorgespielt. Während der Vorbereitungen wurden die SchülerInnen für die vielen unterschiedlichen Sprachen, die in Garching gesprochen werden, sensibilisiert. Am Elternabend selbst erschienen nach persönlicher Ansprache durch Frau Mackedanz zahlreiche türkische Mütter und Väter, die während dem aufschlussreichen Vortrag der Referentin jederzeit Fragen stellen konnten. Die kleinen Theaterszenen ihrer Kinder sorgten für Erheiterung und so entstand eine ungezwungene Atmosphäre. Im Anschluss fand noch ein interessanter und angeregter Austausch zwischen allen Beteiligen statt. Rückblickend wird deutlich, dass in der Grundschule alle SchülerInnen Garchings mit ihren vielen kulturellen und sprachlichen Hintergründen gemeinsam gut lernen können müssen und dies nur mit einer positiven Eltern-Schule-Beziehung gelingen kann. Folglich ist ein Zugehen der Schule auf nichtdeutschsprechende Eltern für den Schulerfolg und die Integration der Kinder in unsere Schulgemeinschaft unabdingbar. Somit waren die mehrsprachigen Elternabende (der albanische fand vormittags statt!) ein großer Erfolg für die Akzeptanz von Vielfalt in einer Schulgemeinschaft.

Ähnlich positiv verlief das Projekt Zukunftswerkstatt: Die Weltreligionen. Es entstand durch die Zusammenarbeit mit der Ethiklehrerin der dritten und vierten Klasse, da der Unterricht in dieser Klasse aufgrund permanenter Unterrichtsstörungen kaum mehr umgesetzt werden konnte. Die Idee war ein gemeinsames Projekt zur Gemeinschaftsförderung und besseren Konfliktfähigkeit zu entwickeln, das gleichzeitig Inhalte des Lehrplans vermittelt.

besucht wurde. Die SchülerInnen konnten die religiöse und kulturelle Vielfalt in Garching erleben, da sich die Ethikklasse aus Kindern unterschiedlicher Religionen zusammensetzte. Jeder und jede konnte ihr Wissen einbringen und sich aktiv beteiligen. Gleichzeitig wurde hervorgehoben, dass alle Kinder sich als Bürger Garchings empfinden und somit die unterschiedlichen Religionen auch sehr gut miteinander leben können.

Innerhalb einer Zukunftswerkstatt erarbeiteten sich die SchülerInnen das Thema Die Weltreligionen über mehrere Wochen selbstständig und eigenverantwortlich. Im Rahmen des Projekts wurde das Stadtmuseum München und zweimal die Stadtbücherei Garching besucht. Alle SchülerInnen brachten ihr Wissen und ihre Kreativität auf ihrem individuellen Leistungsniveau ein, so dass zum Halbjahr Ende Februar eine wunderbare Ausstellung entstand, die von allen anderen Klassen begeistert

Im Schuljahr 2010/11 erreichte Frau Mackedanz, dass das von Polizei und LMU entwickelte Sozialtraining zur Gewaltprävention „auf´g´schaut“ nun jährlich in allen dritten Klassen stattfinden wird. Lehrerinnen werden geschult, um das Projekt in Kooperation mit der Jugendsozialarbeit umzusetzen. Das Training findet über 26 Wochen eine Schulstunde lang statt und wird von Frau Mackedanz angeleitet. So bietet sie den SchülerInnen ein fundiertes Programm zur Förderung

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von Selbstbehauptung, Zivilcourage, Gemeinschaftsgefühl, Hilfeverhalten und gewaltfreien Konfliktlösungen. Die Vermittlung der Inhalte erfolgt dabei über Spiele und Übungen. Daher setzen sich die Kinder auf verschiedenen Ebenen mit den Inhalten der Übungen auseinander: kognitiv, kreativ gestaltend und bewegungsorientiert. Durch diese Methodenvielfalt wurden die Schüler zur regen Mitarbeit motiviert und die Trainingsziele in beiden Klassen erreicht.

extrem spannenden Finale erstmals an die Grundschule Hochbrück, sodass nun jede Grundschule in Garching den Pokal über ein Schuljahr beherbergen durfte. Insgesamt war die Veranstaltung auch 2010/11 sehr gut besucht und von positiver Stimmung im Publikum geprägt.

Zu Schuljahresende übernahm Frau Mackedanz einige Stunden im Bereich Sexualerziehung und war in der ersten Sommerferienwoche am Aktivspielplatz des Kreisjugendrings Garching beteiligt.

Seit dem Schuljahr 2008/09 findet im Juli unter Federführung der Jugendsozialarbeit an der Grundschule Garching West ein schulübergreifendes Fußballturnier statt.

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Zahlreiche kleine und große Besucher feuerten auch im Juli 2011 die Mannschaften der Grundschulen Hochbrück, Ost und West an, das Schülercafé-Team der Hauptschule verkaufte Snacks und Getränke und die Schulsanitäter des WHG betreuten verletzte Kinder. Der unter den Kindern Garchings hoch begehrte Wanderpokal ging nach einem

Kooperation und Vernetzung Im Rahmen von Projektarbeit und Einzelfallhilfe ist die Jugendsozialarbeit auf die Zusammenarbeit mit vielen verschiedenen Akteuren angewiesen. Kooperation umfasst daher alle Gespräche mit LehrerInnen, der Rektorin, dem MsD, der Schulpsychologin, dem Jugendamt, anderen Jugendsozialarbeiterinnen etc. und auch die Zusammenarbeit mit anderen Einrichtungen wie der Mittagsbetreuung oder der heilpädagogischen Tagesstätte. Im letzten Schuljahr konnten die bestehenden Kooperationen vertieft werden, davon konnten sämtliche andere Arbeitsbereiche stark profitieren. Beispielsweise entstand eine Zusammenarbeit mit der AWO Beratungsstelle in deren Rahmen eine Mitarbeiterin monatlich die

Schule besucht. Frau Mackedanz konnte so einige Familien an die Beratungsstelle vermitteln. Kontakt und Beratung Die Anzahl an hilfesuchenden Eltern und betreuten Kindern und Familien stieg im letzten Jahr weiter an. Diese Entwicklung lässt auf das wachsende Vertrauen der Kinder, Lehrkräften und Eltern zur Jugendsozialarbeit aufgrund ihrer positiven Erfahrungen in der Vergangenheit schließen. Bei der Einzelfallhilfe (intensive Form der Beratung) handelt es sich grundsätzlich um vertraulich behandelte Gespräche mit Kindern, ihren Eltern und Lehrkräften, um ihre Anliegen zu besprechen, individuelle Lösungen zu finden und das weitere Vorgehen zu planen. In diesem Rahmen besucht und begleitet die Jugendsozialarbeiterin den Unterricht und arbeitet eng mit anderen Fachdiensten (Jugendamt, Schulpsychologin, etc.) zusammen. Ein Schwerpunkt liegt in der Weitervermittlung an geeignete soziale Dienste wie z.B. die Erziehungsberatungsstelle der AWO. Die Besonderheit an der Einzelfallhilfe innerhalb von Grundschule ist der Einsatz nonverbaler, spielerischer Methoden, um die Anliegen der Kinder zu erfahren und ihr Vertrauen zu gewinnen. Eine besondere Bedeutung haben außerdem die nahezu unzähligen Kurzkontakte der Mitarbeiterin der Jugendzozialarbeit. In der Pause, während des Stundenwechsels und auf dem Schulweg führt die Sozialpädagogin permanent kurze, informelle Gespräche mit SchülerInnen, Lehrerinnen oder Eltern ohne Beratungscharakter. So kann die Jugendsozialarbeit

bestehende Kontakte pflegen und ist für alle Kinder als Ansprechpartnerin präsent. Im Bereich der Streitschlichtung werden auch Schülerkonflikte an Frau Mackedanz herangetragen. Im letzten Schuljahr wendeten sich verstärkt SchülerInnen selbstständig an die Jugendsozialarbeit, um Unterstützung mit ihren Problemen zu erhalten. Um die Lehrerinnen im Bezug auf die zeitintensive Streitklärung nach den Pausen zu entlasten, übernimmt sie die Aufgabe der Streitschlichtung. Die Sozialpädagogin leitet Gesprächsrunden zur Konfliktklärung an. Hierbei lernen die Kinder ihre Gefühle auf sprachlicher Ebene auszudrücken und ohne körperlicher Raufereien, konstruktiv zu streiten. Aktive Pause und Beteiligung Das Kultusministerium will die Bewegungsförderung von Kindern in den Schulalltag verstärkt mit einbeziehen. Daraus entstand im Mai 2008 die Initiative „Voll in Form: täglich bewegen – gesund essen – leichter lernen“. Diesem Auftrag Rechnung tragend begann die Jugendsozialarbeit die Aktive Pause einzuführen. Daher wurde dieses Projekt auch 2010/2011 sehr erfolgreich weitergeführt. Hierbei handelt sich es um das Angebot von Spielmaterial während der ersten Pause. Verschiedene Bälle, Topfstelzen, Reifen, etc. werden von Frau Mackedanz erneuert und bereitgestellt und Kinder als PausenhelferInnen in einem Seminar geschult. Mit der Aktiven Pause werden alle Kinder zur Bewegung motiviert und das ehrenamtliche Engagement in einer Gemeinschaft

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gefördert. Außerdem wird ihre aktive Beteiligung am Schulleben unterstützt. Im Rahmen der Containersituation und dem neuen etwas beengtem Pausenbereich können sie sich als Experten für einen gelingenden Pausenablauf für alle in seine Gestaltung einbringen, dabei werden sie von der Sozialpädagogin zum Beispiel bei Gesprächen mit der Rektorin begleitet. Da den Pausenhelferdienst sehr viele Kinder übernehmen wollten, wurde auch dieses Jahr ein Team gebildet, indem der Dienst täglich reihum wechselte. Um ihren Einsatz für die Schule zu belohnen und auf niedrigschwellige Art Kontakt zu manchen Kindern aufzubauen, trafen sich alle Pausenhelferkinder 14-tägig zu einer gemeinsam geplanten Freizeitaktion. Höhepunkt war dann der gemeinsame Ausflug zum Kegeln in der Garchinger Bürgerstubn – nochmals vielen Dank für die freundliche Bewirtung. Das dritte Jahr dieser Projektstelle endete sehr erfolgreich und die Jugendsozialarbeit freut sich schon auf alle Herausforderungen im kommenden Schuljahr 2010/2011! Katharina Mackedanz Diplom - Sozialpädagogin (FH)

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Jugendsozialarbeit an der Hauptschule Garching Folgende Arbeitsschwerpunkte haben sich in den letzten Jahren herauskristallisiert und werden in Form von Projekten und Beratungsangeboten sowie aufgrund intensiver Zusammenarbeit mit vielen beteiligten Personen und Organisationen umgesetzt.

Jugendsozialarbeit an der Hauptschule Garching

Anschrift:

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Jugendsozialarbeit an der Hauptschule Garching St.Severin-Straße 3 85748 Garching b. München Telefon: 089/32989132 www.kjr-garching.de E-mail: JSA-Garching@gmx.de MitarbeiterInnen:

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Einmal jährlich wird in einer Beiratssitzung, worin neben den tätigen SozialpädagogInnen, der Sachaufwandsträger, das Schulamt und die Schulleitung sowie die zuständige Bereichs- und Teamleitung des KJR München-Land vertreten sind, die Schwerpunktsetzung für das nächste Schuljahr besprochen.

Elisabeth Geisler-Moroder

Thomas Maier

Katharina Mackedanz

Im Vergleich zu den Jahren zuvor, konnte ein Ansteigen der Einzelfallberatungen wahrgenommen werden, welche die Fokussierung auf den Schwerpunkt der Beratung zur Folge hatte. Ebenfalls dazugekommen ist das Kooperationsprojekt „Ke Nako – Es ist Zeit“, ein Partizipationsprojekt basierend auf einer besonderen Methode des Straßenfußballs. Für dieses Projekt kooperierte die JSA der Hauptschule mit den KollegInnen der JSA am Werner-Heisenberg-Gymnasium, dem Jugendbürgerhaus Profil, der Mobilen Jugendarbeit sowie der Jungen Integration.

Praktikantin: Sandra Hiermeier (Februar - Juli 2011)

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Beratung Das Beratungsangebot richtet sich in erster Linie an alle SchülerInnen der Hauptschule. Dieses wurde im vergangenen Schuljahr sehr rege genutzt. So kamen die SchülerInnen von sich aus in das Büro der Jugendsozialarbeit und erzählten von ihren Sorgen. Als Schwerpunkte der Beratungsarbeit ergaben sich: • •

• • • •

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bei schulischen Schwierigkeiten (Schulversagen, Schulschwänzen, Schulzeitverlängerungen,…) bei Problemen der Persönlichkeitsentwicklung (Stärkung des Selbstwertgefühles, Identitäts- bzw. Beziehungsprobleme, Liebeskummer, Suchtproblematik,…) bei familiären Konflikten (bei Gewalt, bei Ängsten,…) bei Konflikten mit MitschülerInnen (bei Ausgrenzung – Mobbing, Bedrohung, Gewalt,…) bei Konflikten mit Lehrkräften und durch Unterstützung bei der beruflichen Perspektivenfindung (Berufsfindung, Lehrstellensuche, Bewerbungstraining,…)

Um möglichst zielorientiert arbeiten zu können, fand ein regelmäßiger Austausch mit den beteiligten Lehrkräften statt. Des Weiteren wurden die SchülerInnen im Prozess der schulischen Ordnungsmaßnahmen begleitet (z.B. Gespräche bei Verweisen, Teilnahme an Disziplinarausschüssen und Planung der Perspektive während und nach einem Unterrichtsausschluss). Neben der Beratung im Einzelsetting wurden auch Gruppenberatungen angeboten. Besonders häufig wurden Streitschlichtungsgespräche mit SchülerInnen der 5. und 6. Klassen geführt. Das Beratungsangebot stand auch Eltern zur Verfügung, u.a. bei Erziehungsfragen. Die Bekanntheit der Jugendsozialarbeit hat in den letzten Jahren doch deutlich zugenommen, weshalb sich im vergangenen Schuljahr viele Eltern auch direkt um ein Unterstützungsangebot bemühten. Die Rolle der Jugendsozialarbeit hat häufig eine Vermittlungsfunktion inne. So wurde versucht weitere Unterstützungsmöglichkeiten zu vermitteln (z.B. Beratungsstellen, Jugendamt,…).

Beteiligung Die Arbeit mit den Klassen- bzw. SchülersprecherInnen Die Unterstützung der SchülerInnenmitverantwortung als wichtigste Möglichkeit der SchülerInnen zur Beteiligung war auch dieses Schuljahr ein Schwerpunkt der Jugendsozialarbeit. Gleich zu Beginn des neuen Schuljahres wurden die KlassensprecherInnen gewählt. Um sie auf ihre bevorstehende Arbeit einzustimmen, wurde in Kooperation mit dem Verbindungslehrer ein Wochenendseminar auf der Burg Schwaneck in Pullach, für alle KlassensprecherInnen veranstaltet. Hierbei sollten sie auf ihre Rolle im Schulalltag vorbereitet werden, ihre Aufgaben und Rechte kennen lernen und Methoden üben, wie man in angemessener Weise Anträge und Wünsche Lehkräften und der Schulleitung gegenüber äußert. In Kleingruppenarbeit entwickelten sie ihre Aufgaben und Rechte als KlassensprecherInnen. Dies wurde anschließend in Rollenund Lernspielen eingeübt. Weiterhin wurden Konfliktfälle exemplarisch durch die SchülerInnen analysiert und durch Empathieübungen praktisch durchgespielt. Die letzte Lerneinheit des Seminars stellte das gemeinsame Vorbereiten der Schulsprecherwahl, die Zuteilung von Organisationsaufgaben während der Wahl sowie eine Zukunftswerkstatt bezüglich weiterer Projekte während des Schuljahres dar. Das wichtige Ziel ein Wir-Gefühl zu entwickeln, wurde vor allem beim gemütlichen Beisammensein in den Abendstunden vertieft. Die Schulsprecherwahl fand in der darauffolgenden Woche statt. Auf der Grundlage von demokratischen Prinzipien, organisierten die Klassen-

sprecherInnen eine direkte Wahl, bei der alle SchülerInnen der Hauptschule wahlberechtigt waren. Die Schülersprecherkandidaten mussten sich hierfür in einer Schulversammlung vorstellen und in einer kurzen Rede begründen, warum genau sie sich für die Belange der Schülerschaft einsetzen und engagieren wollen.

Für das Schuljahr 2010/2011 wurden Öznur Toklu, Mehmet Aydin und Nadine Hauptkorn, zu den SchülersprecherInnen der Hauptschule Garching gewählt. (siehe Bild oben) Im Laufe des Schuljahres wurden in regelmäßigen Teamsitzungen der Schülervertreter Projekte geplant, vorbereitet und durchgeführt. So wurde von den KlassensprecherInnen im März 2011 ein Kinoabend für die 5. und 6. Klassen organisiert und durchgeführt. Die Arbeit mit dem Schülercafé Team Einen weiteren wichtigen Schwerpunkt in Bezug auf den Gedanken der Beteiligung stellte auch in diesem Schuljahr die Arbeit mit dem Schülercafé Team dar.

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Schülercafé Team verkauft und fanden großen Anklang. Zu den Aufgaben des Schülercafé Teams zählen: • die Organisation des Ablaufs, • die Gestaltung des Schülercafés, • der Ein- und Verkauf kleiner Snacks • sowie die Tagesabrechnung. (Das Schülercafé an der Hauptschule Garching. Ein Raum zum Wohlfühlen!) Wie auch schon in den vergangenen Jahren, wurden zu Beginn des Schuljahres neue interessierte SchülerInnen für die Arbeit im Schülercafé gewonnen und in vier Teams, die jeweils aus 2-4 SchülerInnen bestanden, eingeteilt.

(Das Schülercafé-Team 2010/2011 beim gemeinsamen Ausflug vor der Therme Erding)

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Nach einer „Schulung“, die Themen wie Hygiene, Kassenführung, Umgang mit Kunden und Regelerstellung, bzgl. des Verhaltens der SchülerInnen im Schülercafé, zum Inhalt hatte, nahmen die Teams ihre Arbeit auf. Unterstützung bekamen sie in diesem Schuljahr von Frau Altmann, die neben der Ganztagesklassenbetreuung noch kleine Gerichte und Snacks gemeinsam mit interessierten SchülerInnen der Ganztagesklasse, für das Schülercafé vorbereitete. Diese wurden von dem

Auch liegt es in der Hand des Teams, durch Werbung für mehr Kundschaft im Schülercafé zu sorgen. Des Weiteren übernahm das Schülercafé Team bei Elternsprechtagen der Hauptschule den Verkauf von Kaffee & Kuchen. Der Kuchen wurde dabei von den Schülern selbst gebacken und am Elternsprechabend den Eltern und LehrerInnen zum Verkauf angeboten. Auch am diesjährigen Fußballturnier der Grundschulen von Garching und Hochbrück, hat sich das Schülercafé Team mit einem Verkaufsstand beteiligt. Am diesjährigen Theaterabend der Hauptschule verkaufte das Schülercafé Team mit viel Erfolg, Getränke und Häppchen an Eltern und LehrerInnen. In regelmäßigen Teamsitzungen wurden neben alltäglichen Herausforderungen, welche die Öffnung des Schülercafés mit sich bringt, auch größere Veranstaltungen besprochen, geplant und vorbereitet. Um die Mitarbeit der SchülerInnen zu belohnen, gab es während des gesamten Schuljahres mehrere gemeinsame Aktionen, wie Schokoladenfondue essen, einen Ausflug in die Therme Erding (Rutschenparadies Galaxy) und Eis essen in einer Eisdiele in Garching. Am Ende des Schuljahres erhielt jedes Mitglied des Schülercafé Teams ein Zertifikat, welches bei zukünftigen Bewerbungen beigelegt werden kann. Das Schülercafé Team des Schuljahres 2010/2011 bestand aus folgenden

SchülerInnen: Ahmet Yüksel, Clemens Höhne, Claudia Grosch, Eleasar Da Silva, Peter Junker, Burcu Arslan, Silvia Shushnjaku, Alexander Rosenblatt, Sabah Kudaidah, Tom Fischer, Abdullah Jasim, Mikail Yildrim, Ömer Mestan, Armin Bojic, Verena Martan, Aya Tarek, Nelson Arnaldo, Alexandros Kolios, Mehmet Aydin. Berufsvorbereitung Die Unterstützung, Vorbereitung und Begleitung der SchülerInnen bzgl. ihrer beruflichen Zukunft stand auch in diesem Schuljahr im Fokus der Arbeit. Zur Vorbereitung auf den Prozess des Bewerbungsverfahrens, wurde bereits in der 8. Klasse eine Reihe von Unterrichtseinheiten zu folgenden Themen angeboten: • eigenes Berufsbild erarbeiten, • Stärken und Schwächen Analysieren und • Bewerbungsgespräche trainieren

Ergänzend dazu gab es für jede/n Schüler/in das Angebot eines individuellen Termins, an dem die Bewerbungsunterlagen zusammen überprüft und ggf. Praktikums- bzw. Lehrstellen gesucht werden konnten. Der Höhepunkt der gemeinsamen Vorbereitung fand im Juni 2011 im Rahmen des Projekttages „Bewerbungsprojekt“ statt. Dort bekamen die SchülerInnen der beiden 8. Klassen die Möglichkeit, sich unter möglichst realen Bedingungen bei Personalchefs aus der Region zu bewerben. Durch die intensive Zusammenarbeit gelang es der Jugendsozialarbeit insgesamt 12 Personalchefs aus Garching und Umgebung an die Hauptschule zu bringen. Dabei wurden Personalchefs aus unterschiedlichsten Fachrichtungen eingeladen, um möglichst viele Neigungen der SchülerInnen anzusprechen. Im Vorfeld wurden in enger Zusammenarbeit mit den KlassenlehrerInnen und der Berufseinstiegsbegleitung, mit allen Schülerinnen und Schülern die nötigen Bewerbungsunterlagen erstellt und den Personalchefs zur Verfügung gestellt.

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Alle SchülerInnen konnten wertvolle Erfahrungen durch dieses Projekt sammeln und gaben ihr Bestmöglichstes, um bei den Personalchefs einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Die Mühen haben sich gelohnt, da einigen SchülerInnen Praktikumsplätze und sogar Lehrstellen angeboten wurden. Dieses zukunftsweisende Projekt wäre ohne die Unterstützung und das Engagement der örtlichen Unternehmen nicht zu verwirklichen gewesen!

Rückblickend möchten wir noch einmal festhalten, dass all diese sehr gelungenen und erfolgreichen Projekte und Vorhaben der Jugendsozialarbeit nicht ohne ein gutes Zusammenwirken aller Kooperationspartner, insbesondere der Stadt Garching, der Hauptschule Garching, der Erziehungsberatungsstelle, das Kreisjugendamt und allen weiteren beteiligten Institutionen und Unternehmen, zustande gekommen wäre. Wir möchten uns herzlich bedanken. Wir freuen uns auf das Schuljahr 2011/2012!

(Die Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen am Bewerbungstag)

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Das Team der Jugendsozialarbeit an der Hauptschule in Garching □

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Rahmenbedingungen

Jugendsozialarbeit am Werner-Heisenberg-Gymnasium Anschrift: Jugendsozialarbeit am Werner-Heisenberg-Gymnasium Prof.-Angermair-Ring 40 85748 Garching b. München Telefon: 089/3206969 Mobil: 0160/96984465 www.kjr-garching.de E-mail: whg@kjr-garching.de MitarbeiterInnen:

Johannes Jaumann

Andrea Geiger

Seit dem Schuljahr 2010/11 wurde eine weitere Stelle mit 20 Stunden für das Werner-Heisenberg-Gymnasium (WHG) mit seinen rund 1100 Schülerinnen und Schülern geschaffen. Somit ist die Jugendsozialarbeit mit einer Vollzeitstelle am WHG vertreten. Zu Beginn des Schuljahres fand eine Neubesetzung statt, so dass Frau Geiger und Herr Jaumann gemeinsam ihre Arbeit aufnehmen konnten. Durch die Erweiterung des Stundenkontingents ist die JSA jeden Tag zu den Kernzeiten von 9:30 bis 14 Uhr am WHG besetzt. Dies ermöglicht einen intensiveren Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern in ihrer schulischen Lebenswelt. Durch die doppelte Besetzung bieten wir unseren Klienten, also sowohl Schülern, Eltern als auch Lehrern die Möglichkeit, den Ansprechpartner nach ihrer spezifischen Interessenslage auszuwählen. Das Beratungszimmer wird von der Schulpsychologin Frau Haberkorn und den Jugendsozialarbeitern, sowie von der Beratungslehrerin Frau Bühler genutzt. Zwischen den verschiedenen Beratungsinstanzen am WHG findet ein reger Austausch statt. Das Schuljahr stand ganz im Zeichen des Schulneubaus und des Umzugs am Ende des Schuljahres in Container, die als Übergangslösung unweit des jetzigen Gebäudes zur Verfügung stehen werden. Der Umzug stellt die gesamte Schulfamilie vor die Herausforderung, eine unpersönliche, neutrale Containerschule mit Leben zu füllen.

Beratung und Intervention Einzelfallhilfe und Beratung Zu den Kernaufgaben der Jugendsozialarbeit gehören die Einzelfallhilfe, die Beratung von Schülern, Lehrern und Eltern, sowie ,besonders in den Pausen, Kurzkontakte. Die Einzelfallhilfe setzt eine enge Zusammenarbeit der Jugendsozialarbeit und den Lehrerinnen und Lehrern voraus, welche im WHG sehr gut funktioniert. Durch den intensiven und regelmäßigen Kontakt der Lehrerschaft zu den Schülern können Entwicklungsschritte und Verhaltensformen über einen längeren Zeitraum beobachtet werden und die JSA bei Unstimmigkeiten zur Unterstützung hinzugezogen werden. Natürlich gilt in Gesprächen das Credo der Verschwiegenheit, welches nur in den Fällen durchbrochen wird, in denen es die Schüler explizit wünschen. Auch SchülerInnen und Schüler kommen von selbst mit ihren Belangen und Problemen zu uns. Bei diesen Fällen steht vor allem die persönliche Ebene im Vordergrund, wohingegen Lehrer häufig Änderungen auf schulische Ebene erwirken wollen. Klasseninterventionen Die Thematik, weshalb Klasseninterventionen stattfinden, ist sehr vielfältig. Sie sind auf die Bedürfnisse der einzelnen Klassen abgestimmt. Die Themen der Stunden richten sich nach der expliziten Aufforderung der Schülerinnen oder Lehrer, die mit ihren Anliegen auf uns zukommen. Besonders häufig wurden wir in Klassen geholt, um zu erörtern, welche Mobbingstrukturen vorherrschen. Mit Erschrecken mussten wir feststellen, dass bereits in den

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unteren Klassen soziale Gängeleien Gang und Gebe sind und schon aus der Grundschule in die weiterführende Schule transportiert wurden. Ansätze zur Mobbingintervention, wie der NoBlame-Approach oder Tests zur Evaluation des sozialen Gefüges einer Klasse müssen individualisiert werden. Mitbestimmung

VerantworSchülern In unserer Schule ist Partizipation eine wichtige Komponente des Erziehungsaspekts. Kinder und Jugendliche werden dazu befähigt, für sich selbst zu entscheiden und ihre Bedürfnisse zu artikulieren. In diversen Bereichen wird es ihnen ermöglicht, Verantwortung zu übernehmen. Diese Angebote werden rege von unseren SchülerInnen genutzt und initiiert.

• •

Mottotage Organisation von Partys im Profil

und

tungsübernahme von

SMV und Schülerteams Die SMV setzt sich aus drei SchülersprecherInnen, den KlassensprecherInnen und aus AK Mitgliedern zusammen. Die SMV des WHG hat sich in vielerlei Hinsicht engagiert: • • • • • • • •

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Organisation der Schülersprecherwahl und des Klassensprecherseminars Organisation des Sommerfestes, Mitgestaltung von Schulveranstaltungen Nikolaustag Dekoration des Schulhauses in der Weihnachtszeit Mitarbeit im Schulentwicklungsteam Battle of the Arts: die Suche nach dem besten Künstler am WHG Skitag Mithilfe beim OpenAir am Garchinger See

Am WHG wird die SMV-Arbeit überwiegend von den drei sehr engagierten Schülersprechern gestaltet. Wir unterstützen sie in regelmäßigen Treffen mit Know-How und Tatkraft bei ihrer Arbeit. Ehrenamtliches Engagement für die Schule wird durch Zertifikate als Wertschätzung wahrgenommen. Einige Schülerteams bilden eigenständige Gruppen innerhalb der SMV. Das Technikteam kümmert sich u.a. um die technische Umsetzung bei Theaterstücken, dem Sommerfest und stellt die Musik- und Lichtanlage bei diversen Schulfeiern. Die Mitglieder des Technikteams sind auch im Jugendbürgerhaus Profil für Musik, Licht und Ton zuständig. Durch diesen doppelten Einsatz entstehen wertvolle Synergien für beide Einrichtungen. Um das leibliche Wohl der Schülerschaft kümmert sich das Kioskteam. Die Mitglieder des Kioskteams sorgen eigenverantwortlich dafür, dass ausreichend Verpflegung in den Pausen verkauft werden kann und die Bilanz des Kiosks, trotz günstiger Verkaufspreise, positiv ausfällt. Das Schulradioteam hat seit letztem Schuljahr die Möglichkeit bekommen, einmal in der Woche die Schülerschaft in einer Pause mit Musik zu unterhalten. Darüber hinaus informieren die Mitglieder die SchülerInnen über bevor-

stehende Ereignisse in der Schule, wie Unterstufenpartys, Schülersprecherwahlen, etc. Tutoren Das Tutorenprogramm am WHG ist ein Wahlfach für die 5. Klassen, mit dem Ziel den neuen SchülerInnen das WHG und das Schulleben näher zu bringen und ihnen die Eingewöhnungsphase in der neuen Schule so angenehm wie möglich zu gestalten. Dafür braucht es das Engagement etlicher Zehntklässler, die sich von Schuljahresbeginn bis zu den Osterferien ein Programm für die „Kleinen“ ausdenken und es einmal in der Woche durchführen. Die Tutoren opfern dafür ihre eigene Freizeit und werden nicht monetär entlohnt, jedoch bekommen sie die Möglichkeit, ihre sozialen Kompetenzen zu erweitern, mit viel Empathie auf die Fünftklässler zuzugehen und Verantwortung zu übernehmen. Dabei ist es uns wichtig, immer Ansprechpartner für die Tutoren zu sein und sie, gemeinsam mit Frau Haberkorn, mit Rat und Tat zu unterstützen. Durch die kontinuierliche Betreuung erfahren die Tutoren eine gewisse Wertschätzung und können ihr Handeln immer wieder in gemeinsamen Runden reflektieren und so auch von den Erfahrungen anderer profitieren. Heuer standen unter anderem eine Schulhausralley, ein Kinobesuch, gemeinsames Bowling, eine Schulolympiade und viele andere Aktivitäten auf dem Programm. Zfu- Assistenten „Zeit für uns“ ist ein Projekt am WHG, das es den 6.-10. Klassen ermöglicht, sich zehn Stunden im Schuljahr zu reservieren, um über Klassenbelange zu sprechen. Dabei übernehmen die Zfu-

Assistenten die schwierige Aufgabe, zwischen ihren Klassenkameraden bei unterschiedlichsten Themen zu vermitteln. Um dieser Aufgabe gewachsen zu sein, bekommen die Schülerinnen und Schüler einen zweitägigen Workshop, in dem sie alles notwendige Handwerkszeug für die Moderation an die Hand bekommen, welches sie in praktischen Übungen gleich anzuwenden lernen. Das große Engagement der Zfu-Assistenten beginnt schon damit, dass sie einen ganzen freien Samstag für die Ausbildung opfern, weil von Schulseite leider nicht mehr Freistunden zur Verfügung gestellt werden. Die Schulung zum Moderator fand gemeinsam mit einem externen Trainer (Felix Rexer) statt. Diese Form der Schulung mit einem externen Trainer haben wir für ausgesprochen bereichernd erfahren, da dadurch immer wieder neuer Wind in das Schulhaus weht und die Schülerinnen und Schüler viele verschiedene Moderationsstile kennen lernen können. Streitschlichter Das Streitschlichterprogramm wird federführend von der Beratungslehrerin Katharina Bühler durchgeführt, die wir in der Ausbildung der potentiellen neuen Streitschlichter unterstützten. Dort konnten die Fünftklässler Mediations- und Moderationstechniken erlernen und an praktischen Beispielen anwenden. Die Streitschlichter werden für Konfliktfälle zwischen zwei Schülern aus den unteren Klassen zu Rate gezogen und sollen eine einvernehmliche Lösung der beiden Parteien herbeiführen. Die SchülerInnen des WHG zeigen sich sehr an dem Konzept interessiert. So haben an der zweitägigen Schulung, die wir gemeinsam mit Frau

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Bühler durchführten, 21 SchülerInnen teilgenommen.

Projekte

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Suchtprävention Die Suchtprävention findet am WHG traditionell in den 8. Klassen statt. Spätestens in diesem Alter sollte ein selbstreflektierter Umgang mit Genussmitteln gelernt werden und die Schülerinnen und Schüler müssen sowohl über legale als auch über illegale Drogen aufgeklärt werden. Geschieht diese Aufklärung in einer belehrenden stigmatisierenden Weise, verliert man die Jugendlichen sehr schnell und das Thema wird in unreflektierter Weise in den verschiedenen Peergroups weiter diskutiert, gegebenenfalls werden verschiedene Substanzen ausprobiert. Uns war es deshalb wichtig, nicht den Moralapostel zu spielen, sondern über einen Reflexionsbogen zum eigenen

Konsumverhalten ins Gespräch mit den Jugendlichen zu kommen. Als besonders spannend stellten sich die Gespräche rund um das Thema Internet heraus: mindestens 80% der Schülerinnen und Schüler verbringen täglich einige Stunden am Computer. Bei den Jungen stehen Computerspiele im Vordergrund, wohingegen bei den Mädchen die soziale, virtuelle Vernetzung im Vordergrund steht. Grundsätzlich kann man festhalten, dass nahezu alle Schülerinnen und Schüler sich regelmäßig in sozialen Netzwerken aufhalten. Der Aufklärungsbedarf besteht bei dieser Altersgruppe insbesondere im Umgang mit legalen Drogen, im Speziellen Alkohol und Nikotin. Durch die allgemeine Akzeptanz dieser Suchtmittel in der Gesellschaft entsteht bei den Jugendlichen häufig eine heimtückische Einstellung zu diesen legalen Drogen, die in frühem und übermäßigem Konsum enden. Hier gilt es besonders, die Jugendlichen zu sensibilisieren und ihr eigenes Verhalten zu reflektieren, um letztlich daraus einen verantwortungsvollen und individuellen Umgang mit diesen Genussmitteln zu generieren.

Beispiel für ein Konsumprofil der SchülerInnen der 8. Klassen:

Täglich

1x letzte Woche

1x letzten Monat

Noch nie

Bier Wein/Sekt Schnaps (Wodka/Rum) Zigaretten Kaffee Marihuana Schmerzmittel (Aspirin...) Schokolade Computerspiele Soziale Netzwerke (Facebook etc.) □

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Gebundene Ganztagsschule Hauptschule Garching Anschrift: GGS Hauptschule Garching St.Severin-Straße 3 85748 Garching b. München

www.kjr-garching.de Mitarbeiter:

Betreuung der gebundenen Ganztagsklassen der Hauptschule Garching Der KJR betreut die Ganztagesklassen an der Hauptschule in Garching. Die Klassen 5a und 6a werden von Mitarbeitern des KJR betreut, für die Klassen 7a, 8a und 9a haben wir einen Kooperationsvertrag mit der VHS Müchen-Nord geschlossen.

Die Schüler sollen möglichst einfühlsam und mit pädagogischem Gespür betreut werden. Spiel, Spaß und Entspannung hat Priorität, ein offenes Ohr für Sorgen und Nöte, ab und an Anfragen bei anstehenden Proben, Kreativität, Bewegung oder auch nur „relaxen“. Nach solch einer entspannenden Erholungsphase sollen die Kinder wieder fit in den Nachmittagsunterricht gehen.

EINRICHTUNG Die Klassen 5a und 6a der gebundenen Ganztagsklassen der Hauptschule Garching haben Unterricht von 8:00 - 12:20 Uhr, es folgt der Mittagstisch von 12:20 - 12:45 Uhr. Die Mittagsbetreuung findet von 12:45 - 13:45 Uhr statt. Von 14:00 - 15:30 Uhr ist dann nochmals Unterricht. Die Mittagsbetreuung findet täglich von Montag bis einschließlich Donnerstag statt. MITARBEITER

Rosmarie Altmann

ZIELE DER MITTAGSBETREUUNG

Frau Rosmarie Altmann (verantwortlich) mit ehrenamtlichen Helfern: • Frau Anja Schwabe, • Herr Walter Kwanka, • Herr Sebastian Adams, • Frau Eva Piller. Die ehrenamtlichen Helfer sind an verschiedenen Tagen die Woche eingeteilt. Bei einer Schüleranzahl von derzeit 36 Kindern sollten immer mindestens drei Betreuer anwesend sein, um eine sinnvolle Gestaltung der Mittagsstunde zu gewährleisten.

RAHMENBEDINGUNGEN Seit nunmehr vier Jahren gibt es an der Hauptschule Garching Ganztagesklassen – jedes Jahr kam eine neue Klasse hinzu. Auf Grund der Renovierungsmaßnahmen standen für die Betreuung der Schüler nur wenige Räume zur Verfügung. Oft mussten die Gruppen warten bis die Räume genutzt werden konnten. Jedoch hat das Team um Frau Altmann versucht dieser Poblematik mit viel Kreativität zu begegnen und spontane Lösungen zu suchen. FRISCHLUFTPAUSE Seit Jahresanfang gibt es die so genannte Frischluftpause. Nach dem Essen um ca. 12:45 Uhr sollen alle Ganztagskinder bei jedem Wetter 20 Minuten nach draußen an die frische Luft. Die Begeisterung der Kinder hält sich allerdings sehr in Grenzen – es sei zu kalt, zu nass, zu heiß, zu langweilig, um nur einige Argumente der Kinder zu nennen. Auch werden wir vom Hortpersonal gar nicht gern gesehen, die Kinder spielen oft mit den kleineren Hortkindern, was

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wir Helfer möglichst verhindern sollten; dies ist aber kaum möglich. Alles jubelt, wenn es dann endlich wieder ins Haus geht.

der Disco. Leider war die Zeit immer zu kurz, weil man den Hin- und Rückweg in der Mittagspause zurücklegen musste.

DIE KOCH AG

BASTELN

Seit Beginn des Schuljahres 2010/11 gibt es die so genannte Koch AG, bei der jeweils zwei Schüler der Klasse 5a und der Klasse 6a eine warme Mahlzeit für die Schüler der siebten, achten und neunten Klassen im Schülercafé der Hauptschule zubereiteten. Dieses Angebot war heiß begehrt. Das Team vom Schülercafé stellte den Wochenspeiseplan zusammen, die Kinder der Mittagsbetreuung kochten das Tagesgericht wunschgemäß unter der Leitung von Frau Altmann. Dabei lernten die Kinder so manch Neues, das teilweise zu Hause nachgekocht wurde. Am liebsten hätten die Kinder alles an Ort und Stelle selbst aufgegessen, aber nur Abschmecken und Probieren war erlaubt – das Essen war ja zum Verkauf bestimmt.

Feiern und Geburtstage standen beim Basteln im Vordergrund, es wurden aber auch kreatives Werken, Bügelperlen, kleine Holzarbeiten durchgeführt. Die Schwierigkeiten und Anliegen und was den Betreuern sonst noch auf dem Herzen lag, beispielsweise Probleme mit verhaltensauffälligen Kindern, Disziplinschwierigkeiten oder sonstige Auffälligkeiten besprachen wir dann bei unseren regelmäßigen Teamtreffen mit dem Leiter Herrn Hans Schmid. Meist waren auch Herr Rektor Morawietz und die Klassenlehrer Frau Pringsheim und Herr Moroff anwesend.

SPORT Beliebt wie eh und je sind die Sportangebote für die Mittagszeit. Mit großer Begeisterung spielen die Schüler Fußball und Tischtennis. PROFIL

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Zweimal die Woche durften wir mit einer Gruppe ins Jugendbürgerhaus Profil. Dort gab es die Möglichkeit zur Nutzung von einem Kicker, einem Billardtisch, einer Playstation oder auch

• •

ein Fußballtraining eine Kochgruppe bei der die Schüler lernen kleine Speisen zuzubereiten.

Nach jeweils drei Monaten werden neue Angebote folgen. Geplant ist ein Kletterkurs, eine Holz AG und eine Textil AG. □

Das neue Konzept Mit Beginn des Schuljahres 2011/12 haben wir in Absprache mit dem Schulleiter und den Lehrkräften unser Angebot umgestellt. Das neue Konzept sieht vor dass der KJR nicht mehr die Mittagspause der Schüler betreuen soll, sondern an zwei Nachmittagen in der Woche für kleine Schülergruppen Aktivitäten im künstlerischen, kreativen und sportlichem Bereich anbietet. Die derzeitigen Angebote sind: • eine Sozialraumerkundung bei der die Kinder die Bücherei, das Seniorenzentrum, ein Fitnesszentrum, das Rathaus etc, besuchen • ein Tischtenniskurs • ein Billardspielkurs

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Einleitung, Ziele und Fakten

Offene Ganztagsschule Hauptschule Garching

Die Offene Ganztagsschule (OGS) an der Hauptschule Garching unter der Trägerschaft des KJR München-Land orientiert sich mit seinen spezifischen Betreuungsangeboten vorrangig an den Bedürfnissen und Wünschen der Kinder und Jugendlichen aus Garching und Garching-Hochbrück. Ziel ist die Begleitung und Förderung der Kinder und Jugendlichen auf dem Weg zur Selbständigkeit. Die OGS bietet ein verlässliches, strukturiertes und flexibles Servicepaket an, welches auch die Eltern entlasten soll.

Anschrift: Offene Ganztagsschule Hauptschule Garching St.Severin-Straße 3 85748 Garching b. München Telefon: 089/32989132 www.kjr-garching.de E-mail: JSA-Garching@gmx.de

Die OGS stellt ein freiwilliges schulisches Angebot dar. Wenn das Kind aber für das Schuljahr angemeldet worden ist, besteht eine Anwesenheitsund Teilnahmepflicht.

Mitarbeiterinnen:

Reinhild Piljugin

Tanja Bonca-Piplica

Marianne Knebl

Die Fortsetzung unserer Arbeit ist nur möglich durch die solide Unterstützung der beteiligten Zuschussgeber, denen an dieser Stelle gedankt sei. Die genauen Einnahmen und Ausgaben der Einrichtung sind dem Haushalt des KJR München-Land zu entnehmen. Die Betreuungszeiten sind von Montag bis Donnerstag von 12:30 bis 16:00 Uhr. In diesem Zeitrahmen finden der Mittagstisch, die Hausaufgabenbetreuung in Kleingruppen und diverse Freizeitangebote statt. Dies ist für die Eltern kostenfrei; sie müssen lediglich für das Mittagessen bezahlen. Es können 2, 3 oder 4 Tage gebucht werden. Im Mai jeden Jahres findet ein Elternabend an der Hauptschule statt, in dessen Rahmen die Eltern der zukünftigen SchülerInnen der 5. Klassen über die Angebote der Offenen und Gebunde-

nen Ganztagsschule informiert werden. Bei der Anmeldung für die OGS findet zu Schuljahresbeginn mit den Eltern und - wenn möglich mit dem Kind gemeinsam - ein ausführliches Aufnahmegespräch statt. Im Berichtszeitraum sind 19 TeilnehmerInnen mit durchschnittlich 3,0 Betreuungstagen in der Woche angemeldet; sie besuchen die 5. bis 7. Klasse und sind zwischen 10 und 14 Jahren alt (Durchschnittsalter: 11,5 Jahre). Wir betreuen im Berichtszeitraum 9 Jungen und 10 Mädchen, von denen mehr als die Hälfte einen Migrationshintergrund aufweist. Für unsere Arbeit bedeutet dies, hohen fachlichen und menschlichen Ansprüchen gerecht zu werden. Unser Anliegen ist es, der Individualität der Kinder und Jugendlichen zu entsprechen und ihre unterschiedlichen Biografien zu einer Bereicherung des Gruppenlebens zu nutzen. Insbesondere die Zeit der Hausaufgabenbetreuung bedeutet angesichts der zeitgleichen Verschiedenheit der Aufgabenstellungen, der verschiedenen Klassen und Klassenstufen eine große Herausforderung. Insgesamt 9 Kinder und Jugendliche weisen große bis sehr große Defizite im Sozialverhalten und Leistungsbereich auf. Leider drängen die Kinder im Unterricht nicht nach zusätzlichen Erklärungen, wenn sie die Ausführungen der Lehrer nicht verstehen. So wird es oftmals eine Aufgabe für uns, den Schulstoff vom Vormittag zumindest partiell zu wiederholen, damit die Hausaufgaben angefertigt werden können. Insbesondere fehlt vielen Jungen ein Gefühl für strukturiertes Arbeiten, was wir ihnen in Zusammenarbeit mit den Lehrern vermitteln und immer wieder einüben müssen. Im Berichtszeitraum führten wir 20 ausführliche Elterngespräche;

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darüber hinaus gab es eine Reihe von Schriftkontakten oder Telefongesprächen bei diversen Problemen bzw. Anliegen. In der Praxis wirkt sich die unmittelbare Nähe zu den Räumen der Jugendsozialarbeit und zum Schülercafé positiv aus. Auch inhaltlich haben wir Mitarbeiter der OGS die Nähe zu den KollegInnen der Jugendsozialarbeit als bereichernd erlebt; bei teilweise sehr aufwändigen Einzelfällen haben wir Unterstützung erfahren und eine unkomplizierte, fruchtbare Zusammenarbeit praktiziert.

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In diesem Schuljahr gibt es eine Stelle für Reinhild Piljugin, mit 19,50 Wochenstunden. Frau Bonca-Piplica hat eine Stelle mit 9,75 Wochenstunden. Frau Knebl arbeitet mit 4,0 Wochenstunden. Es bedarf einer sehr guten Planung und Abstimmung, um mit dieser überschaubaren Anzahl von Stunden den täglichen Personalschlüssel von zwei Fachkräften zu gewährleisten. Darüber hinaus sind in unserer Einrichtung ehrenamtliche MitarbeiterInnen tätig, denen wir an dieser Stelle ein herzliches Dankeschön aussprechen möchten. Im täglichen Wechsel arbeiten leistungsstarke SchülerInnen der Hauptschule als ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Rahmen der Freizeitgestaltung und Hausaufgabenbetreuung mit. Die großen Mädchen und Jungen sind für uns jedes Jahr eine wertvolle Unterstützung, für die jüngeren Kinder stellen sie unter Aspekten wie Pünktlichkeit, Leistungsbereitschaft und Motivation ein Vorbild dar. Eine große Bereicherung sind in diesem Schuljahr außerdem eine Studentin der Kommunikationswissenschaften und ein Herr, der in seiner aktiven Berufszeit als Software-Spezialist tätig war.

Bericht über den Alltag in der OGS Lehrerarbeit Die Zusammenarbeit mit Lehrkräften und der Leitung der Hauptschule ist konstruktiv. Über die Jahre hat sich ein von gegenseitiger Achtung geprägtes Verhältnis entwickelt, sodass die Lehrer zunehmend auch von sich aus auf uns zukommen, wenn es um die Interessen der Kinder und Jugendlichen geht. Insbesondere zum Rektor Herrn Morawietz pflegen wir eine fruchtbare und offene Beziehung, in regelmäßigen Abständen führen wir Arbeitsgespräche durch. Konkrete Themen wie etwa Umfang und Qualität der Hausaufgaben klären wir im gemeinsamen Gespräch mit den Klassenlehrern. Das reicht von kurzen Absprachen in den Pausen zu allen erforderlichen Dingen des Alltags bis hin zu Arbeitsgesprächen zu Schwerpunktthemen und gemeinsamen Elterngesprächen in Problem- und Krisensituationen, die in der Mehrzahl der Fälle mit dem Kind zusammen geführt werden, damit es sich als aktiven Teil der Auseinandersetzung begreift. Elternarbeit Die Elternarbeit wurde auf dem hohen Niveau des Vorjahres fortgeführt. Fast in allen Fällen arbeiteten wir eng mit Lehrern und Eltern zusammen. In

diesem Schuljahr gab und gibt es besonders auf dem Gebiet der Einzelfallhilfe eine intensivere Zusammenarbeit mit der Jugendsozialarbeit. Manche Eltern sind erst bei groben Verhaltensauffälligkeiten oder erheblichen bzw. anhaltenden Leistungsschwierigkeiten ihrer Kinder bereit, zu einem Beratungsgespräch zu kommen. So haben wir mit den Eltern einiger Mädchen aus der 6. Klasse besonders viele Gespräche geführt, da es hier zu verbalen und tätlichen Übergriffen gegenüber Gegenständen, anderen Kindern und auch Pädagoginnen kam. Unsere Hausaufgabengruppen sind sehr betreuungsintensiv. Wir sind bestrebt, auf die individuellen Besonderheiten der Kinder einzugehen, insbesondere bei komplizierten Familienstrukturen oder Kindern nichtdeutscher Muttersprache. Im letzteren Fall erklären wir den Eltern nichtdeutscher Abstammung an praktischen Beispielen, wie sie zu Hause mit einfachen Mitteln ihre Kinder unterstützen und fördern können. So wiesen wir wiederholt auf die Notwendigkeit eines eigenen, ungestörten Arbeitsplatzes und auf die erforderliche Anschaffung von Jugendbüchern und Nachschlagewerken hin. Ganz wichtig ist der Hinweis für die Eltern, dass sie auch zu Hause bestimmte Regeln konsequent gemeinsam mit den Kindern umsetzen sollten. Erwähnen möchten wir auch, dass einige Eltern - gerade wenn der Übertritt auf eine weiterführende Schule geschafft wurde - sich bei uns bedanken und unseren Anteil an diesem Erfolg betonen. Jüngstes Beispiel ist das Dankeschön einer Mutter, deren großer Sohn seinen Hauptschulabschluss mit 2 bestanden hat (er war bei uns von der 5.- 7. Klasse) und deren Tochter sich

nach einer schwierigen Rückkehr aus der Realschule zum Halbjahr der 6. Klasse auch mit unserer Unterstützung recht gut stabilisiert hat. Inhaltlicher Überblick Von Eltern und Kindern wird der Dienstleistungscharakter (altersgerechte Herangehensweise, regelmäßige und in der Qualität gleichbleibende Angebote) von montags bis donnerstags geschätzt. So ist eine individuelle Planung und Zusammenstellung der Tage in Abhängigkeit vom Stundenplan und der familiären Situation, insbesondere der Arbeitszeit der Eltern, möglich. Für die Kinder ist es wichtig, auch mal einen Tag „freizuhaben“, um ohne Termindruck ihren Hobbys nachgehen oder einfach nichts tun zu können. Die Eckdaten, der inhaltliche Ablauf sowie der aktuelle Jahresbericht können auf unserer Homepage unter www.ganztagsbetreuung-garching.de eingesehen werden. Für Familien, die nach Garching zugezogen sind, ist es von Vorteil, dass die OGS mit der Homepage der Stadt Garching und der Schule verlinkt ist. Unsere Angebote 12.30 - 13.25 Freizeitangebote 13.25 - 14.00 Durchführung Mittagstisch 14.00 - 14.45 Entspannungsphase und Teepause 14.45 - 16.00 Hausaufgaben betreuung Das Mittagessen Das Mittagessen wird als Gemeinschaftserlebnis gestaltet. Auf das Einhalten bzw. Erlernen sozialer und

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kultureller Normen wird geachtet, der familiäre Charakter steht auch in der Mensa im Vordergrund. Die Schüler werden teilweise in die Vorbereitungsund Abräumarbeiten miteinbezogen. In diesem Schuljahr sind wir eingebunden in das Catering der Firma König.

Entspannungsphase und Teepause Die Kinder fühlen sich wohl, sie können auch Frust ablassen z.B. wegen angeblich ungerecht erteilter Verweise oder Strafaufgaben. Auch Meinungsverschiedenheiten mit Schulkameraden im Unterricht oder in den Pausen besprechen wir gemeinsam. Die Kinder schätzen die Möglichkeit zur Entspannung, den Austausch mit Freunden und pädagogischem Personal. Bei passendem Wetter finden Spiele bzw. sportliche Aktivitäten an der frischen Luft statt. Sport halten wir nach dem langen Stillsitzen am Unterrichtsvormittag für besonders wichtig. Dazu gehört z. B. auch, dass die Kinder und Jugendlichen lernen, eigene Aktivitäten in der Entspannungsphase zu entwickeln und nicht ausschließlich auf Angebote der

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Pädagogen zurück zu greifen. Großen Anklang findet bei den Kindern nach wie vor das unmittelbar vor den Hausaufgaben stattfindende kurze Teetrinken mit Keksen oder Eis. In diesen 10 Minuten werten die Jungen aus, wer warum die meisten Tore beim Fußballspielen geschossen hat, die Mädchen analysieren mittels Jugendzeitschriften ihr Horoskop und neue Modetrends. Die Stimmung in der Entspannungsphase ist wichtig für die Umstellung auf eine positive Arbeitshaltung in der nun folgenden Hausaufgabenphase.

werden und/oder es gibt diverse Probleme im psychosozialen Bereich. In den meisten Fällen ziehen wir das Lehrbuch, Nachschlagewerke, Ansichtsmaterialien und vor allem den Duden heran, damit die Kinder lernen, sich mit Hilfsmitteln zurechtzufinden und um sie anzuregen, sich solche Bücher für den häuslichen Gebrauch schenken zu lassen. Dabei müssen wir ständig gegen eine hartnäckige Bequemlichkeit der Kinder angehen, die sich z.B. englische Vokabeln lieber von uns sagen lassen, anstatt im Anhang oder im Wörterbuch nachzuschlagen.

Hausaufgabenphase In der Hausaufgabenphase fordern uns die Kinder nichtdeutscher Muttersprache besonders; sie haben am Schulvormittag aus verschiedenen Gründen viele Infos und Stoff verpasst oder nicht richtig verstanden. Leider fragen sie trotz unseres ständigen Zuredens bei Verständnisproblemen im Unterricht nicht nach und so müssen wir am Nachmittag oft mit grundsätzlichen Erklärungen die Hausaufgabenzeit einleiten. Viele Kinder haben auch Schwierigkeiten, sich auf konzentriertes Arbeiten umzustellen, was sich beispielsweise in langem Suchen nach erforderlichen Arbeitsmaterialien ausdrückt. Im Elternhaus können viele Kinder nicht angemessen unterstützt

Neben der Anfertigung der konkreten Hausaufgaben sehen die Mitarbeiter der OGS die Entwicklung von Schlüsselqualifikationen im Hinblick auf selbstständiges Lernen als eine ihrer Kernaufgaben an. Nicht unerwähnt bleiben sollen die alltäglichen Konflikte wegen nicht eingetragener Hausaufgaben, vergessener Arbeitsmaterialien, unterschiedlicher Menge der Aufgaben oder mangelnder Motivation. Besonders lästig in diesem Jahr war, dass einige Kinder die für die Hausaufgaben benötigten Bücher und Hefte im Klassenzimmer unter der Bank liegen hatten und diese erst holen mussten. Zu diesem Punkt steht eine befriedigende Lösung noch aus. Attraktiv für die jüngeren Kinder ist die gelegentliche Erledigung der Hausaufgaben am PC.

Mit den älteren Kindern lösen wir bei Bedarf Hausaufgaben unter Einbeziehung des Internets, wo wir insbesondere den Umgang mit Suchmaschinen trainieren. Das Miteinander von verschiedenen Altersgruppen, Klassenstufen, Klassen, Nationalitäten und Geschlechtern gestaltet sich nicht immer einfach. Hinzu kommen die in Qualität und Quantität unterschiedlichen Hausaufgaben und Anforderungen. Freizeitaktivitäten Dieses Jahr war Sport wieder ein wichtiger Bestandteil unseres Programms. Nach dem Mittagessen gingen wir jeden Tag eine halbe Stunde an die frische Luft. Bei schlechtem Wetter konnten wir manchmal das Schülercafe mitnutzen; dort führten wir Tischtennis- oder Kickerturniere durch oder wir gingen in die Sporthalle. Die Jungen spielten vorwiegend Fußball, wobei sich auch einige Mädchen beteiligten. In diesem Jahr waren sie mit besonderem Eifer bei der Sache, da sie im Rahmen des vom KJR organisierten Ke NakoFußballturniers in Garching einen vorderen Platz belegen wollen. Das Turnier fand im Juli statt (siehe Projekte).

Insgesamt muss man sagen, dass wir im Sport eine Menge Spaß hatten. In dieser Freizeitstunde nutzten die Mädchen die Gelegenheit zu spielen,

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untereinander oder mit uns die neuesten Modetrends, aktuelle CDs oder Filme zu besprechen. Regeln für ein Miteinander

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soziales

In den ersten Monaten des Schuljahres war es schwierig, Verhaltensnormen aufzustellen und einzuhalten, da das Leistungsniveau und Sozialverhalten auch nach Monaten bei vielen Kindern noch auf Grundschulniveau war. Die Leistungsanforderungen im Unterricht sind so gestaltet, dass die Kinder bei regelmäßigem Üben und Anfertigen der Hausaufgaben gute Lernergebnisse erreichen können. Dies wird dadurch belegt, dass einige unserer Kinder den Sprung in den M-Zug schafften. Leider wurde noch zu Beginn des Schuljahres in der Hausaufgabenzeit oft wegen Kleinigkeiten gestritten und im Sport manchmal absichtlich gefoult. Hinzu kamen offen oder versteckt ausgetragene Tätlichkeiten; zuweilen arteten harmlose Drängeleien in absichtliches Schubsen oder Handgreiflichkeiten aus. Einmal kam es zu einer heftigen körperlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Jungen aus der 5. Klasse. Die Vorboten für solche Auseinandersetzungen sind für uns nicht immer erkennbar bzw. nicht richtig einzuordnen. In einem ausführlichen Gespräch mit den Eltern konnten wir den Sachverhalt klären und Maßnahmen für eine weitere Zusammenarbeit abstimmen. Unser Pädagoginnen-Team legte neben der Betreuung während der Hausaufgaben deshalb den Fokus besonders auf das soziale Lernen. Gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen suchten wir nach angemessenen Reaktions-

weisen; denn es stellte sich in kleineren Gesprächsrunden heraus, dass nicht wenige Jungen das ständige „Cool-Sein“ als anstrengend empfinden und sich im Grunde genommen gekränkt fühlen, wenn sie von Kameraden respektlos angesprochen oder behandelt werden. Einige Mädchen fühlten sich durch das Verhalten der Jungen zeitweise an den Rand gedrängt; andere legten ein betont burschikoses Verhalten an den Tag. In diesem Schuljahr gab es viele Auseinandersetzungen mit einem Mädchen aus der 6. Klasse, die besonders uns Pädagoginnen gegenüber sehr ausfällig und aggressiv auftrat. Es gab auch diverse Sachbeschädigungen. Erst nach vielmonatiger intensiver Zusammenarbeit mit der Mutter, der Psychologin von der AWO-Beratungsstelle und den Kolleginnen von der JSA der Schule konnte eine gewisse Verbesserung erreicht werden. Einen ähnlich großen Beratungs- und Betreuungsaufwand erforderten 3 Jungen aus der 5. Klasse. Nach gemeinsamen Überlegungen bzw. einem ausführlichen Brainstorming kamen wir mit den Kindern und Jugendlichen zu einer Verabredung: Wir entwickelten zusammen unsere schon bestehenden Regeln für ein soziales, kultiviertes Verhalten weiter, die wir dann im Küchenraum ausgehängt haben. Dieser sog. Umgangsvertrag ist ein Beitrag zu einem respektvolleren und kameradschaftlichen Miteinander. Bei mehrmaligen, mutwilligen Verstößen gegen unseren Umgangsvertrag, schreiben die betreffenden Kinder die Regeln zur nochmaligen Erinnerung ab und lassen diese zu Hause unterschreiben. Unsere „Strichliste“ hängt zur Information aller Kinder im Büro.

Unser Jahresprojekt Besuch im Fitnesscenter

Pressebericht: „Ein gesunder Geist in einem gesunden Körper.“ Unter diesem Motto besuchten die Kinder im Alter von 10 - 14 Jahren der Offenen Ganztagsschule an der Hauptschule Garching am Donnerstag, 26. Mai 2011 das örtliche Fitnesscenter Lavida. Schon einige Wochen im Vorfeld sprachen wir Pädagoginnen über die Nützlichkeit und Notwendigkeit regelmäßiger, sportlicher Aktivitäten. Einige Jungen und auch Mädchen trainieren zwar im Fußballverein, aber darüber hinaus verbringen nicht wenige Kinder viel Zeit vor dem Fernseher und Computer. So bestand unsere Absicht darin, den Kindern praktische Anregungen zu vermitteln, wie man Sport und Spaß miteinander kombinieren kann und darüber hinaus zu zeigen, wie viele unterschiedliche Möglichkeiten zur Auswahl stehen. Der Leiter des Fitnessstudios, Herr Sailer, stand unserem Anliegen sehr offen gegenüber und begrüßte gemeinsam mit seinem Team die aufgeregten und erwartungsfrohen Kinder herzlich. Besonders beeindruckte die Kinder, dass Jeder einen eigenen Schrank-

schlüssel ausgehändigt bekam. Die beiden Instruktoren Uwe und Johannes übernahmen die 8 Jungen und die Instruktorin Tanja kümmerte sich um die 6 Mädchen. Die erste Aufregung bei den Kindern legte sich, nachdem sie nach einer Aufwärmübung ca. eine halbe Stunde auf Laufbändern, Fahrrädern und Crosstrainern ihre Ausdauer trainiert hatten. Verschwitzt und glücklich war der einhellige Kommentar: „Es ist so cool!“. Anschließend im Kraftraum waren besonders die Jungen in ihrem Element, wo es darum ging, Rücken, Beine und Arme zu trainieren und die begehrten Muskeln aufzubauen. Dabei lernten sie, dass es wichtig ist, die Bewegungen langsam und kontrolliert mit zunächst wenig Gewicht auszuführen.

Nicht zu vergessen: die richtige Atmung. Während die Jungen ihre Körper stählten, zeigte Tanja den Mädchen auf der Matte einige Übungen; insbesondere wie „Sit-ups“ korrekt auszuführen sind, damit die Bauchmuskulatur gekräftigt wird. Der abschließende Höhepunkt war der Besuch des Schwimmbeckens und des Whirlpools, wo nach den vorherigen anstrengen-

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den Trainingseinheiten der Spaß im Mittelpunkt stand. Nach ausgiebigem Schwimmen und Planschen, nach längerer Anzieh- und Stylingphase fanden sich die Kinder wieder im Foyer ein. Zum Schluss machten wir noch ein Gruppenfoto, bedankten uns bei den Lavida-Mitarbeitern und schlenderten müde nach Hause. Kooperationsbeziehungen Die OGS an der Hauptschule Garching ist Teil eines sozialräumlichen Netzwerks mit KJR internen und externen Kooperationspartnern. An der Hauptschule Garching treten somit die Einrichtungen offene Ganztagsschule (OGS), gebundene Ganztagsschule (GGS) und Jugendsozialarbeit (JSA) in einen ständigen Austausch. Zeitweilig kontaktieren wir auch die Kolleginnen von den Garchinger Grundschulen, wenn diese unsere Kinder noch aus der Grundschulzeit kennen. Regelmäßig findet ein Schulteam statt, in dem die Belange der Kinder und Jugendlichen diskutiert werden, sodass eine abgestimmte Vorgehensweise gewährleistet ist. In diesem Rahmen findet auch kollegiale Beratung statt.

Darüber hinaus erfolgt ein sozialräumlicher Austausch, der eine übergrei-

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fende Perspektive der Kinder- und Jugendarbeit gewährleisten soll. Der Leiter des Sozialraumteams, Hans Schmid, lädt hierfür einmal im Monat zum Garchingteam. Dem Motto des KJR „Jugendarbeit aus einer Hand“ wird dadurch Rechnung getragen. Die Kolleginnen und Kollegen der Einrichtungen offene Ganztagesschule (OGS), gebundene Ganztagesschule, Jugendsozialarbeit an der Grundschule Ost und West, sowie die Jugendsozialarbeit an der Hauptschule, dem Werner-Heisenberg-Gymnasium und dem Jugendbürgerhaus Profil sowie der Mobilen Jugendarbeit sind daran beteiligt. Größere Projekte wie das diesjährige Fußball-Festival für Toleranz „Ke Nako - Es ist Zeit“ können nur durch eine solche Vernetzung vorbereitet und durchgeführt werden. So nehmen auch in diesem Jahr wieder viele unserer Kinder der 5. und 6. Klasse an den Wettkämpfen teil. Alle Aktivitäten haben das Ziel, die uns anvertrauten Kinder auf ihrem spannenden und manchmal nicht einfachen Weg zur Selbständigkeit bestmöglich zu begleiten Das Wichtigste in Kürze Von den insgesamt 19 angemeldeten Kindern und Jugendlichen der OGS sind 10 Kinder und Jugendliche nichtdeutscher Muttersprache. Das Alter der Kinder und Jugendlichen ist zwischen 10 und 14 Jahren; sie besuchen die 5. - 7. Klassen. Die 19 Kinder gliedern sich in 9 Jungen und 10 Mädchen auf. Neun Kinder und Jugendliche weisen große bis sehr große Defizite im Leistungsbereich und Sozialverhalten auf.

Personelle Besetzung: Reinhild Piljugin mit 19,25 Wochenstunden, Tanja Bonca-Piplica mit 9,75 Wochenstunden, Marianne Knebl mit 4,0 Wochenstunden, ein Junge und ein Mädchen aus der 8. bzw. 9. Klasse, Herr Brugger und Frau Höreth als Ehrenamtliche HelferInnen. Tägliche verbindliche Angebote: pädagogischer Mittagstisch, Hausaufgabenbetreuung und freizeitpädagogische Aktivitäten. Zusammensetzung der Gruppen ist heterogen hinsichtlich Alter, Geschlecht, Nationalität, Verhaltensmuster, Leistungsvermögen, Interessenlage, Sozialisation etc. Arbeit mit Eltern wurde auf hohem Niveau fortgesetzt: 20 ausführliche Elterngespräche im Berichtszeitraum. Gemeinsames Arbeiten und Lernen mit Kindern und Jugendlichen am PC (Lern- und Strategiespiele, Zeichenprogramme, Textverarbeitung, Internet). Die Mitarbeiter der Offenen Ganztagsschule bedanken sich zum Abschluss bei den Kindern und Jugendlichen für ihre Ideen und ihr Engagement bei den Eltern für ihr Vertrauen und ihre Mitarbeit bei den Kooperationspartnern für die konstruktive Zusammenarbeit bei den Zuschussgebern für die Sicherung der finanziellen Basis für unsere Arbeit. □ 

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Projekte im Sozialraum Garching Unsere pädagogische Arbeit ist zusätzlich durch unterschiedliche und temporäre Projekte geprägt. Von Kooperationen im Grundschulbereich über ein gemeiensames Straßenfussballfestival von Hauptschule und Gymnasium bis hin zum alljährlich stattfindenden OpenAir am Garchinger See - für alle Altersstufen ist etwas dabei. Unsere Projekte sind immer durch Kooperationen verschiedener Einrichtungen gekennzeichnet und entsprechen somit auch den Grundsätzen des Kreisjugendringkonzeptes der „Jugendarbeit aus einer Hand“. Die Bedürfnisse junger Menschen werden in Projekten punktuell aufgegriffen. Damit findet eine Identifikationsmöglichkeit mit den ausgewählten Themen statt. Die Projekte eignen sich sehr gut, um einrichtungsübergreifend zu arbeiten und so mit Kindern und Jugendlichen besondere Momente zu gestalten und zu erleben. In diesem Jahresbericht werden folgende Projekte beschrieben: • der Aktivspielplatz im Obstgarten • das Straßenfussballfest „Es ist Zeit“ • das Jugendmedienprojekt Slacker • das OpenAir am Garchinger See • das Berufsorientierungstraining

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Aktivspielplatz Der Aktivspielplatz ist ein Ferienangebot, das vielerorts im Landkreis München unter Anleitung von Einrichtungen des Kreisjugendrings MünchenLand stattfindet. Von außen betrachtet könnte davon folgendes Bild entstehen: Eine riesige Menge an Kindern läuft, spielt, sägt, bastelt, tanzt eine Woche lang in freier Natur unter der Obhut von jugendlichen Ehrenamtlichen und pädagogischem Personal. Meist wirkt es womöglich sogar etwas unkoordiniert, „verplant“, wie die Jugendlichen sagen würden. Der diesjährige Aktivspielplatz in Garching fand wie seit vielen Jahren mit rund 100 Kindern im tollen Areal „Obstgarten“, einer Streuobstwiese, die durch Bäume, Felder und einen Bach umrandet wird, statt; Er repräsentiert dennoch das Konzept, welches ihn von einer reinen Ferienaktion abgrenzt.

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Freiräume und Grenzen Der Alltag des ASP ist ein ständiges Ausloten von Freiheiten und (eigener) Grenzen eines Kindes. Der Rahmen ist grundsätzlich gesteckt, die Kinder dürfen sich selbst einer Gruppe zuteilen, über die ein Jugendlicher die Aufsichtspflicht hat. Es gibt täglich eine Auswahl an Workshops, an denen sich die Kinder beteiligen können (Diesjährig waren es passend zum Thema „Tief in der Sahara“ ein Musikinstrumente Workshop, 1001 Nacht, Bauchtanz, Schlangen basteln, Mumien, Sandbilder malen, etc.). Zusätzlich wird mit ihnen gemeinsam ein Spielraum hergestellt, in unserem Fall eine Wüstenstadt mit einem Zelt pro Gruppe. Dennoch: Wenn die Kinder sich nicht immer in den vorgefertigten Strukturen bewegen wollen, können sie sich Freiräu-

me schaffen und sich Freunde für das freie Spielen suchen. Die Wissbegierde und der Wunsch eines Kindes nach Input werden ebenso geachtet wie das Bedürfnis nach freier Entscheidung und Gestaltung der Spielzeit. Hierbei wird, ganz dem Gedanken Janusz Korczaks folgend, erst dann eingegriffen, wenn die Rechte einer Kindergruppe durch Einzelne gefährdet werden. Spielpädagogik Das Verlangen nach Spielen entsteht bekanntlich in einem intrinsischen Prozess des Menschen und endet nicht mit dem Eintritt ins Erwachsenenalter. Ziel des Aktivspielplatzes ist es also, wie der Name in sich trägt, einen Ort des Spielens zu ermöglichen, wo sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen selbst in der heiteren Begegnung erfahren können. Dabei wird beim Aktivspielplatz darauf geachtet, dass der Leistungsgedanke und damit entstehende Druck, wie er in der Schule oft auf Kindern lastet, keinen Raum findet. Er geht mit den pädagogischen Ansätzen der New Games konform, in denen Kooperation vor die Grundsätze von Wettkämpfen wie Kampf und Konkurrenz tritt.

Partizipation und Ehrenamt Ein wichtiger Bestandteil des ASP ist für die Veranstalter – das Jugendhaus Hochbrück und das Jugendbürgerhaus Profil – die Beteiligung und Befähigung der Ehrenamtlichen. Die Ehrenamtlichen wurden aus dem Besucherpool der beiden Jugendhäuser akquiriert und in Vorbereitungstreffen auf die organisatorische und pädagogische Herausforderungen eingestimmt. Auch hier ist es von großem Belang, die Freiheiten der Jugendlichen in ihrem Umgang mit den Kindern nur dann zu beeinflussen, wenn es Gefahren für den Rest der Gruppe birgt. Ein Einsatzort wie der ASP, an dem sie vermittelnde und pädagogische Grundformen erlernen und weitergeben können, ist eine sehr gute Grundlage für weiteres Arbeiten in der Jugendarbeit.

So sind mit dem Aktivspielplatz die Bedarfe mehrerer Bürgergruppen abgedeckt: Die der Kinder, die gerne in großen Gruppen zusammen kommen, die der Eltern die gerne ein Betreuungsangebot in Anspruch nehmen, die einer Stadt und eines Trägers der Jugendarbeit, die jenes gerne anbieten, sowie die des Kreisjugendrings, der Jugendliche zu verantwortungsbewussten teilhabenden Mitgliedern der Gesellschaft befähigt.   Zwischen Freiraum und Struktur: Spielende Kinder in der Wasseroase und beim Batikworkshop (siehe Fotos)

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‚Berufsorientierendes und Persönlichkeitsstärkendes Training‘ mit Schülerinnen und Schülern der 8. Klasse der HS Garching Der SLACKER war gedacht als eine Jugendzeitschrift, die vor einiger Zeit von motivierten und journalistisch interessierten Jugendlichen gegründet wurde. Sie sollte als Plattform dienen, um sich als Autor, Redakteur, Filmer, oder ähnliches versuchen zu können. Mittlerweile besteht der SLACKER online als Blog, auf dem jeder, der sich beteiligen möchte, etwas veröffentlichen kann, seien es Artikel, Videooder Audiobeiträge oder eine Bilderserie zu einem bestimmten Thema. Zusätzlich dazu haben wir seit kurzem die Möglichkeit, eine Seite in einem lokalen Nachrichtenmagazin mit jugendrelevanten Themen zu befüllen. Dies ist ein großer Schritt für den SLACKER und eine besondere Förderung durch die Redaktion der „Mein Garching“. Neben Artikeln aus unterschiedlichsten Themenbereichen gab es im Zeitraum von November 2010 bis Juli 2011 eine Serie namens „Junge Talente“, in der, wie der Name bereits sagt, junge Künstler aus allen Bereichen die Möglichkeit haben, sich vorzustellen. „Junge Talente“ wird in naher Zukunft von einer neuen Serie abgelöst werden, die zeigen soll, welche Musik die Jugend gerne hört.

Frei nach dem Motto „Jeder kann schreiben!‘‘ möchten wir mit diesem Blog und der neu hinzugekommenen Veröffentlichungsmöglichkeit vor allem junge Menschen zum Schreiben animieren und ihnen die Möglichkeit geben ein bisschen Luft in der Medienlandschaft zu schnuppern. So unterstützen wir beispielsweise auch einen Schüler des Werner-Heisenberg-Gymnasium bei seinem Radio-Projekt welches momentan in Form eines Podcast Gestalt annimmt. Garching

Jugend

3

Jahrgang

rt, g davon gehö ihr wohl alle genu letzMittlerweile habt Gymnasiast im es doch ist, als zu wie schrecklich G8-Jahrgang oder im ersten ang (Lehahrg ten G9-J ienplätze, alle zu wenig Stud tstecken. Es gibt Stress und eigen n) haben mehr rer, Schüler, Elter Im Rahmen der r, was zu tun ist. lich weiß keine ms G8 hat das neuen Schulsyste des g die n, hrun Einfü beschlosse HOT LOADED sministerium Innobayerische Kultu . Aber welche zu verbessern sie Chancen für alle Abitur haben Die Band um Stephan Ob- EINFLÜSSE: Zeit nach dem rman, Andreas Wicklmayr AC/DC, Guns 'N' Roses vationen für die durchgesetzt? und Andreas Michler, wurdenn eigentlich de 2004 gegründet. Die ALBEN: ienten findet am Jungs sagen von sich Live Your Life für die G9-Abitur n erst iente Die Entlassung bitur selbst, dass sie nix neues für einen G8-A nigen, dieje 2. Mai statt, die für bot versuchen wollen, sondern LINKS: spezielles Ange n, ist wolle dass ihnen die Renaissance myspace.com/hotloaded am 1. Juli. Ein eren G9-Abitur studi ter bereits bestehender Klänge emes die nach ihrem mers Som Studiums im am Herzen liegt. Der gute KONTAKT: endeder Beginn des fläch nicht alte Hardrock, solide, ein- Andreas.Michler@gmx.net e allerdings paar Jahren 2011. Dies wurd ein vor fach gestrickt, ohne große (das klang bote ckend eingeführt Ange n Effekte, kurz gesagt: ein zliche und die zusät chaftswisfast vergessenes Handnoch anders) Wirts und rin Natu werk. ter allerüberwiegen auch emes mers das Som senschaften. Da Entlassung der nach g kurz dings wahnsinni en wohl nicht werd , Mai!) am 2. beginnt (auch en wollen. nehm ruch Ansp fertiviele dieses in hohe Zahl der ahme, um die zlichen Eine weitere Maßn sollen die zusät hat sten zu managen, gen Gymnasia erung geschaffen sein, die die Regi nicht ganz Studienplätze entsprechen zwar Diese 00). t 70.000), aber (immerhin 38.0 rienten (insgesam , der in Chancen auf der Zahl der Abitu also für jemanden damit höhere ler Schü n das Ganze jetzt rgang n man habe Was bedeutet zumindest ahrgang (wen sie im Doppeljah atz, selbst wenn el- bzw. Dreifach-J nimmt) sein diesem Dopp einen Studienpl Wehrpflicht hinzu t der LMU ng schau n, die haffu die Absc hier noch sind. ildung bevorzuge Als Beispiel kann , die eine Ausb rische Abitur schreibt? Für diejenigen Diese wird im aus. Das baye h etwas mau bracht werden: Zahl der Abgängen im in München ange das Angebot jedoc zwar, dass die ppelten Zahl an um versichert en verdo ienisteri der kgeh Stud en smin Rahm Kultu ahnen zurüc 4400 neue rer Schullaufb icht fällt, Zeitraum von 2008 bis 2012 Absolventen ande nicht so ins Gew . r das Problem plätze einführen wird, und dahe iengänge für das tlich 6800 neue en einige Stud müssten eigen Auch dort werd aber trotzdem werden, um die . ter eingeführt tze geschaffen emes mers . Som Ausbildungsplä rgen ren Worten: rienten zu verso n. Das heißt in ande bayerischen Abitu ienplätze hoffe die neuen Stud Warten und auf Clara Easthill

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Junge Talente

Stadt-Journal 1/2011

Selbstwirksamkeit gilt als zentrale Vorraussetzung für den Bildungserfolg von jungen Heranwachsenden. Der Begriff Selbstwirksamkeit meint die subjektive Überzeugung mit den eigenen Fähigkeiten bestimmte Handlungen erfolgreich ausführen zu können und wird als Kern beruflicher Selbstselektion gesehen. Um diese zentrale Schlüsselkompetenz der Schülerinnen und Schüler der Hauptschule Garching optimal zu fördern, führten wir am 23. Mai 2011 ein ‚Berufsorientierendes und Persönlichkeitsstärkendes Training‘ durch. Von 8.00 Uhr bis 15.00 Uhr setzten wir uns – eine Gruppe aus rund 20 Schülerinnen und Schülern der zwei 8. Klassen der HSG, deren Klassleiterin Frau Kotzian, der Berufsberaterin Frau Matanovic, der Praktikantin von Jugendbürgerhaus Profil Nadja Vadlau und der Studentin Annette Kolbinger, die das Training initiierte und evaluierte – mit unterschiedlichen Themen rund um die Berufswahl auseinander. Anfangs beschäftigten wir uns mit verschiedenen Berufsbildern, mit Vorstellungen sowie Wegen und Möglichkeiten einen bestimmten Beruf zu erlernen. Durch die vielfältigen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler konnten Ängste und Vorurteilen abgebaut und Tipps ausgetauscht werden. Danach überlegten wir, inwiefern wir die Gestaltung unseres Lebens selber in der Hand haben. Was ist Schicksal und was ist meine eigene Verantwortung? Anschließend spielten wir verschiedene

„schwierige Situationen“, wie sie im Berufsleben auftreten können, nach und suchten nach einer geeigneten Lösung um Ärger sowohl auf unserer Seite als auch auf der Seite des Konfliktpartners zu vermeiden. Am Ende versuchten wir anhand von Fotos Gefühle zu erkennen. Sensibel zwischen den eigenen und den dargestellten Emotionen zu differenzieren, stand hierbei im Vordergrund. Die Selbstwirksamkeitserwartung hat entscheidenden Einfluss auf die Möglichkeiten, die Jugendlichen im Berufsfindungsprozess offen stehen und so wurden die Schülerinnen und Schüler neben dem Erlernen praktischer Tipps auch bei der Reflexion ihres eigenen Handelns und Wirkens unterstützt. Denn Schulabgänger mit niedriger Selbstwirksamkeitserwartung werden weniger Verhalten, das konstruktiv zur Berufsfindung beiträgt, initiieren. Dadurch erfahren sie seltener positive Rückmeldungen auf ihr Verhalten und können folglich seltener erfolgreich Pläne umsetzen. Das wiederum bestätigt die niedrige Selbstwirksamkeitserwartung und setzt somit eine Abwärtsspirale in Gang. Um genau dem entgegenzuwirken war die Zusammenarbeit zwischen Profil und der Schule von großem Nutzen. Wir konnten hier, über den berufsorientierenden Unterricht hinaus, in entspannter Atmosphäre, also ohne schulischen Druck, solche Schlüsselkompetenzen üben. Annette Kolbinger – Pädagogin (BA)

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„Ke Nako – Es ist Zeit“ so wird das seit 2 Jahren stattfindende Kooperationsprojekt der Einrichtungen • • • • •

Jugendsozialarbeit an der Hauptschule Garching Jugendsozialarbeit am WernerHeisenberg-Gymnasium Offenen Kinder- und Jugendarbeit des Jugendbürgerhauses Profil Mobilen Jugendarbeit Garching Netzwerk Integration (seit 2011)

des Kreisjugendringes München-Land im Sozialraum Garching genannt. „Ke Nako – Es ist Zeit“ greift dabei die enorme gesellschaftliche Bedeutung des Fußballs auf und nutzt diese, für die Gestaltung des sozialen Lernprojektes zwischen Schülern der Hauptschule und des Gymnasiums in Garching. Ausgangspunkt für den Start im Jahr 2009 lieferte u.a. der Slogan der Fußball Weltmeisterschaft in Südafrika: „Ke Nako – Celebrate Afrika´s Humanity”. Dieser Slogan ging bereits im Vorfeld der Weltmeisterschaft 2010 um den Globus und wurde dann auch im lokalen Kontext für das Projekt „Es ist Zeit“ in Garching interessant. Denn sowohl der Wunschgedanke der Weltmeisterschaft, als auch der Gedanke des Garchinger Projektes waren und sind klar: Ein friedliches und voneinander lernendes kulturelles und moralisches Miteinander soll damit gefordert und gefördert werden. „Fairplay“ stand damit während der Vorbereitungszeit auf das 1. Garchinger Straßenfußballfestival im Vordergrund. Eine besondere Art Straßenfußball zu spielen wurde hierbei dem „normalen“ Fußball vorgezogen.

Durch die Methode „Straßenfußball für Toleranz“, die in groben Zügen folgende Eckpunkte beinhaltet, • gespielt wird ohne Schiedsrichter • paritätisch besetzte Teams sind Pflicht • Regeln werden unter den Spielern vereinbart und von einem Spielbeobachter notiert • Fairplaypunkte werden nach dem Spiel gegenseitig verteilt und sind in der Gewichtung äquivalent zu den Spielpunkten sollen die Schüler spielerisch an ein demokratisches Miteinander herangeführt werden.

Nach dem positiven Feedback war der Grundstein für eine weitere Auflage in diesem Jahr gelegt sowie das Motto „Vielfalt“ ins Leben gerufen. Bereits im ersten Jahr des Projektes waren es vor allem die vielseitigen Begegnungen zwischen Schülern der Hauptschule und des Gymnasiums, die als ein entscheidendes Qualitätsmerkmal des Projektes zum Vorschein kamen. In Klasseneinheiten arbeiteten die Jugendsozialarbei-

ter an den Schulen zusammen mit den SchülerInnen heraus, was für sie Vielfalt bedeutet und wie man dieses Motto in das Straßenfußballfest integrieren kann.

In gemeinsamen Sportstunden wurde das Straßenfußballsystem erklärt und eingeübt. Im Anschluss wurden die so genannten „Vormittage im Jugendbürgerhaus Profil“ gestaltet. Hierbei traf jeweils eine Klasse der beiden Schulformen aufeinander. Ziel war es an diesen Vormittagen konkret das Festival zu planen und vorzubereiten. Es entwickelten sich an diesen Vormittagen verschiedene Teams bestehend aus Spielern / Spielbeobachtern / Catering / DJ / Journalisten / Organisation / Tanz / Kreativ und dem Filmteam. Jedes Team musste nach Abschluss des Vormittags seine Ergebnisse im Plenum vorstellen. Diese beinhalteten die konkrete Planung des Festivals, als auch eine Definition des Wortes „Vielfalt“ aus Sicht der SchülerInnen. Neben der Vorbereitung der 270 Schüler auf das gemeinsame Festival gelang es dem

Projektteam zudem, die Philosophie von „Es ist Zeit“ im Sozialraum zu verbreiten. Hierzu kann gezählt werden: • eine Lehrerfortbildung an beiden Schulen zum Thema „Straßenfußball für Toleranz“ und die Möglichkeiten der Implementierung in den Unterricht • die Projektteamerweiterung auf eine Mitarbeiterin des Netzwerkes Integration, sowie der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Garching • die Verknüpfung eines Straßenfußballfestivals mit dem Medium Film Geplant ist ein Video der Mitschnitte von Filmteam: Diesen finden Sie in Bälde auf unserer Homepage (www.profil-garching. de) • ein Themenabend Vielfalt in Garching für alle interessierten Bürger der Stadt • ein „Spaßturnier“ im Anschluss an das Schülerturnier mit Beteiligung der Sponsoren von General Electric, Lehrern, der Polizei, dem Kooperationspartner KICKFAIR, und den pädagogischen Mitarbeitern des Kreisjugendringes München-Land nach der Methode „Straßenfußball für Toleranz“

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Das Festival am 20.07.2011 war trotz der wetterbedingten Verlegung vom zentralen Rathausplatz in die Turnhalle im „Zeppelin Sportpark“ ein voller Erfolg. Durch die gute Kooperation mit der Stadt Garching konnte allen Beteiligten ein trockenes Festival voller Emotionen, leckerem Essen, guter Musik und gutem Sport geboten werden. Gewonnen hat an diesem Tag, neben den sportlichen Siegern des Straßenfußballturniers der 6a der Hauptschule Garching „Streetkickers“ - sie konnten sowohl eine gute Torbilanz, wie auch die meisten Fair Play Punkte aufweisen - das Miteinander in Garching.

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Das Projektteam von „Ke Nako – Es ist Zeit“ möchte sich an dieser Stelle für die beiden vergangenen Jahre bei • allen teilnehmenden Schülern • den Schulen samt Kollegium • der Stadt Garching • KICKFAIR e.V. aus Stuttgart • dem Integrationsbeirat • General Electric • der Stadtbücherei • dem Photoclub der VHS • dem VfR Garching • dem Stab des WHG • dem Technikteam des WHG • und natürlich allen ehrenamtlichen Helfern herzlich für die Unterstützung bedanken!

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Die Grundidee für das OpenAir am Garchinger See entstand 2006 mit dem Ziel, die Vereine und Jugendlichen in Garching besser zu vernetzen. Die Plattform für die Gemeinsamkeit der Jugendlichen soll die Bühne sein. Sie bietet Platz für die Jugendkultur in Form von Musik, Gesang und Tanz. Ein weiteres wichtiges Element für die jungen Menschen ist natürlich der Spaß, für den nicht nur vor der Bühne garantiert wird. Als Eckpfeiler des Projektes sorgen die Vernetzung aller Jugendlichen, deren Fortbildung sowie die Weitergabe des demokratischen Grundgedankens für ein pädagogisch wertvolles Konzept. Um das Ziel, viele junge Menschen, die inner- und außerhalb von Vereinen organisiert sind, zu erreichen, wurde als ein gemeinsamer Nenner für etwas, das alle Jugendliche unterschiedlichster Herkunft, Glaubensrichtung und Bildung gemein haben, die Musik ausgewählt.

Um möglichst viele Jugendliche und Musikinteressierte anzusprechen, basiert das Konzept des OpenAir am Garchinger See auf folgenden Grundgedanken: • mindestens zwei Bühnen zur Abdeckung unterschiedlicher Geschmäcker - in diesem Jahr: Rock/Reggae und Weltmusik • freier Eintritt, um allen Menschen den kostenlosen Zugang zum Jugendkulturfestival zu ermöglichen • kein kommerzieller Vertrieb von Essen und Getränken • ausschließlich Künstler, die nicht erfolgreicher sein sollten als sog. „Newcomer“ Der Vertrieb von Essen und Getränken wird somit von den Jugendgruppen der Vereine übernommen, welche die Besucher zu fairen Preisen bewirten und somit die Möglichkeit haben, die Vereinskasse aufzustocken. Die jungen Künstler haben die Möglichkeit, sich dank der vielen Zuschauer der Veranstaltung auch vor großem Publikum zu behaupten, Erfahrungen zu sammeln und sich dadurch weiter zu entwickeln.

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Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen. ÂŹ Afrikanisches Sprichwort


Das Jugendbürgerhaus PROFIL, die Mobile Jugendarbeit, die JSA am Werner-Heisenberg-Gymnasium, die JSA an der Mittelschule Garching, die JSA an den Grundschulen Ost und West, die Mittagsbetreuung der Gebundenen Ganztagsklasse und die Offene Ganztagsschule bedanken sich ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung bei: • • •

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Frau Hannelore Gabor, 1. Bürgermeisterin der Stadt Garching allen Mitgliedern des Stadtrates dem Vorstand, dessen Vorsitzenden Herrn Martin Gerrits und der Geschäftsstelle des Kreisjugendrings München-Land Frau Elisabeth Ternyik, Geschäftsführerin des Kreisjugendrings München-Land Herrn Stephan Schwarz, Frau Angelika Kluge, Herrn Markus Fink, Frau Gabriele Cecatka und Frau Katharina Luchner der Regionalen Jugendarbeit des Kreisjugendrings München-Land der gesamten Stadtverwaltung der Stadt Garching, besonders Herrn Gebauer, Herrn Hellmich, Herrn Janich, Herrn Kaiser, Herrn Kammerer, Herrn Kirmayer, Frau Kreis, Herrn Kubon, Frau Müller, Frau Pohl, Frau Spicker, Frau Stanglmeier, Frau Trcka, Herrn Trier, Herrn Windisch und Herrn Zettel den Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des Bauhofs der Stadt Garching, besonders Herrn Medel dem Hausmeister Peter Hort dem Hallenwart Georg Krause

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dem Kreisjugendamt München, besonders Frau Düval und Frau Herbst dem Jugendkontaktbeamten Leo Höfner dem Mobilen Sozialpädagogischen Dienst und Förderzentrum der Erziehungsberatungsstelle der AWO Frau Schimek, Verein Schlauer e.V. Rotes Kreuz Eching dem Senioren- und Pflegewohnheim Garching den Betrieben in Garching der lokalen Presse General Electrics der Stadtbücherei Garching dem Fotoclub Garching

An der Mittelschule Garching: • Herrn Franz Morawietz, Rektor, und Frau Regina Fust, Konrektorin • dem gesamten Lehrerkollegium • Herrn Gerhard Theil, Hausmeister • Frau Mathilde Bertele, Sekretärin • Frau Tatjana Pringsheim, Schulpsychologin • dem Schülercafé-Team • den Schul- und KlassensprecherInnen • dem Elternbeirat An der Grundschule Ost: • Frau Streidl, Rektorin Grundschule Ost • dem Lehrerkollegium • Frau Habereder, Sekretariat • Ehepaar Gemsjäger, Hausmeister • Mittagsbetreuung und Horte • dem Elternbeirat

An der Grundschule West: • Frau Volk, Rektorin • dem gesamten Lehrerkollegium • Herrn Gerhard Theil, Hausmeister • Frau Mathilde Bertele, Sekretärin • der Mittagsbetreuung der Nachbarschaftshilfe, insbesondere Frau Traudl Fürmann • allen PausenhelferInnen • dem Elternbeirat Am Werner-Heisenberg-Gymnasium: • Herrn Dr. Hauner, Herrn Raths und Frau Kosiol • dem gesamten Lehrerkollegium, im Besonderen Herrn Werner Greese, Frau Andrea Haberkorn, Frau Katharina Bühler und Herrn Dr. Ralph Laupitz • Manfred Malcherek und Miro Soldo, Hausmeister • Victoria Stockinger, Florian Bründler und Sarah Knäusl stellvertretend für die gesamte SMV • dem Technikteam • den Damen im Sekretariat • dem Elternbeirat

Im Jugendbürgerhaus PROFIL: • Karola Brandstetter und Christian Lutsch für das Layout des Jahresberichts • Firma Pradler • AR Recycling • Firma Altinger • Rabia und Mustafa • Atomics e.V. • Five20 • Türkspor • VfR Garching • DLRG Garching • Manfred Kick • Malteserjugend Garching • unseren Nachbarn • und allen unseren ehrenamtlich engagierten Jugendlichen An der Offenen Ganztagsschule: • den Kindern und Jugendlichen für ihre Ideen und ihr Engagement • den Eltern für ihr Vertrauen und ihre Mitarbeit • dem Rektor Herr Morawietz • allen Klassen- und Fachlehrern • den Kooperationspartnern für die anregende Zusammenarbeit • den Zuschussgebern für die Sicherung der finanziellen Basis


Jahresbericht 2011/2012  

Der Jahresbericht des Sozialraums des KJR in Garching.

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