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ISSN 2195 8734

Ausgabe 01 / Dezember 2012

OnLine

7,90 € ( Deutschland)

       

        DIE -STORY     Der eines     SCHIENCE FICTION                                                             Was ist             Was ist ?  

DAS SLMS MAGAZIN

FACEBOOK

Wert

TITANIC 3D

Schauspielers

SEO?

FoodBloogs

BIOMASSE

Was ist Glück?

APPs fürs Handy

DER CINDERELLA-SCHUH

PUSSY RIOTS Wenn du was zu sagen hast, werde laut!

OLYMPIA 2012


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INHALTSANGABE

EDITORIAL

Seite 05

Ein paar Worte an den Leser

SCIENCE FICTION

Seite 06

Die Geschichte eines Kultur-Genres Die Fantasiewelt des TOTAL RECALL

DER WERT EINES SCHAUSPIELERS

Seite 09

Ein Bericht über den Beruf „Schauspieler“ und seine Erfolgsaussichten anlässlich Todes von Silvia Seidel

OLYMPIA 2012

Seite 11

Die Eröffnungsfeier in Englisch

GEZ

Seite 13

Die neuen Gebühren ab Januar 2013 Wer muss was und wie viel zahlen und warum?

BUCHTPP „DIE NIMMERSATTEN“

Seite 15

Die Wahrheit über das System ARD & ZDF

DIE WELT DER COMPUTERSPIELE

Seite 16

Eine Reise durch die digitale Entertainment-Welt

DER CINDERELLA-SCHUH

Seite 18

Christian Louboutin zaubert den Traumschuh aller Frauen – wie im Märchen

FOODBLOGS

Seite 22

Das Kochbuch geht online

SEO

Seite 23

Ein Einblick in die Suchmaschinen-Optimierung

ALJAZEERA

Seite 28

Ein arabischer TV-Sender strauchelt

BIOMASSE

Energie aus Abfall – Die Energiewende ist da

Seite 30


INHALTSANGABE

DIE KAISER KOLUMNE

Seite 32

Persönliche Gedanken aus dem Krankenhaus

INCREDIBOX

Seite 35

Beatboxing im Internet – jeder kann Musik machen

DIE APP

Seite 36

Spielzeug fürs Handy oder absolut perfekt phänomenal?

WAS IST GLÜCK?

Seite 38

Ein philosophischer Romanauszug von Ute Bronder

MÄZEN

Seite 40

Die Gönner unserer Gesellschaft

MITROPA

Seite 42

Der Speisewagen der Vergangenheit

DIE FACEBOOK STORY

Seite 45

Ein Einblick in die Entstehung einer Social Media-Karriere

PUSSY RIOT

Seite 50

Eine politische Punk-Band im Kreuzfeuer

TITANIC 3D

Seite 53

Ein Klassiker wird aufgehübscht

ANGRY BIRDS

Seite 55

Trend oder Droge?

VERSTEHST DU WAS ICH MEINE?

Seite 57

Lyrisches zum Verständnis, von Lolita Büttner

IMPRESSUM

Seite 59


EDITORIAL

Liebe Leser, Es heißt, die Geschichte des Lesens beginnt mit der Geschichte der Schrift. Wird etwas geschrieben, so wird es auch gelesen. Das Magazin, welches Sie gerade in den Händen halten, ist unser Versuch, Ihnen mal etwas Neues zum Lesen zu geben. Etwas, dass Sie begeistern wird. Etwas, an dem Sie teilhaben sollen. Doch dazu später mehr. Vor Ihnen liegt also die erste Ausgabe von On LINE und Sie fragen sich, warum ausgerechnet dieser Titel? Zunächst einmal, weil viele Artikel bereits online erschienen sind. Auf SLMS.de publizieren wir online mehrmals im Monat Blog-Beiträge zu den unterschiedlichsten Themen. Zweitens, weil wir Zeile (Line) für Zeile gut finden und in die Welt hinausschicken wollen. Die Essenz dieser Gedanken ergaben das Magazin on LINE. Es ist themenunabhängig. Eine Sammlung interessanter Beiträge - von Kunst, Kultur über Wirtschaft, Politik bis hin zu Technik und Wissenschaft. Geplant sind zwei Ausgaben pro Jahr. Auf 60 Seiten finden sich spannende Einblicke in unsere Welt. Frei und ohne jede Zensur. Hier kann jeder zu Wort kommen. Auch Sie! Vor allem Ihre Wünsche. Ihre Interressen! Worüber möchten Sie etwas erfahren? Was beschäftigt Sie? Schreiben Sie? Lesen Sie gern? In den nächsten Ausgaben planen wir die buntesten, wildesten, spannendsten Beiträge. Sie sind herzlich eingeladen, uns Ihre Ideen für Themen, Zeilen, Kurzgeschichten, Gedanken, Kommentare, Leserbriefe, Gedichte, Liedertexte oder ganze Abhandlungen zu schicken. Sie interessieren sich für Fotos, Bilder, Skizzen? Wunderbar! Auch diese erzählen spannende Momente! Jede On LINE-Ausgabe wird in nur kleiner Stückzahl gedruckt, erscheint aber ein paar Tage später online auf SLMS.de. Greifen Sie nach der Chance, Ihren Gedanken, Ihrer Meinung, Ihrem Wissen den Raum und Platz zu geben, denn sie verdienen. Gutes Lesen wünscht, Lolita Büttner (l.buettner@slms.de)


FANTASIE

SCIENCE-FICTION EVERYTHING GOES IN DEINER FANTASIE Wissenschaft und Technik machen uns keine Angst. Nicht mehr. Im 19. Jahrhundert sah das noch ganz anders aus. Damals gesellte sich Wissenschaft zum Glauben. Unsere bis dahin mysteriöse Welt verwandelte sich auf einen Schlag in einen logischen und denkbaren Kosmos. Mit der Wissenschaft fest verbunden kam die Technik. Neue Entwicklungen und Entdeckungen fütternden unser Sein und bereicherten unseren Alltag.

Aber Neues wird vom Mensch nie besonders gut angenommen. Das ist heute nicht anders als damals. Die Menschen erfuhren nicht nur das Wunder des Fortschrittes sondern auch eine neue Art der Angst. Und der beste Freund der Angst war und ist die Phantasie. Ausgerechnet sie ermöglicht es, unsere Furcht vor den Auswirkungen von Wissenschaft und Technik in etwas Wundersames zu verwandeln:

SCIENCE-FICTION Fantasie-Erzählungen


Ihren Ursprung finde die Science Fiction in dem Zwiespalt zwischen Wissenschaft und dem ihr gegenüber stehenden religiösen Bewusstsein und Aberglauben. Für eine erste Begegnung mit neuen, modernen Entwicklungen benötigte der Mensch des 19. Jahrhunderts Offenheit und ein gesundes Maß an Mut. Nicht zuletzt weil die damit verbundenen Erfahrungen unsere Gedankenwelt zu Unglaublichem veranlasste. In Geschichten erfuhren sie neue Ausmaße. Fiktionale Ausmaße. Fantastische Ausmaße. Ein Spezialist für Science-Fiction war und ist der französische Schriftsteller Jules Verne. Seine Abenteuergeschichten bringen den Leser zum Fürchten und Staunen, denn sie schildern die Schönheit von Technik und Wissenschaft und ihre Schattenseiten. Zu entdecken gibt es diese vor allem damals in der noch unerklärten Welt, ihrer nie enden wollenden Möglichkeiten und dem Innersten des Menschen selbst. 1869 erschien der zweibändige Roman 20 000 MEILEN UNTER DEM MEER. Sein Held Nemo und dessen Unterseeboot Nautilus sind Beweise für die funktionalen Visionen der Science-FictionLiteratur. Obwohl es bei Erscheinen des Romans bereits erste U-Boote gab, waren ihre technischen Fähigkeiten denen der Nautilus weit unterlegen. Jules Vernes Fantasie eines Unterseebootes stellte die ersten Prototypen jener Zeit in den Schatten. Gerade deswegen wird der französische Schriftsteller gern als großer Visionär der Science-Fiction bezeichnet. Literarisch kann das eine Frau toppen. 1818 tauchte Mary Shelleys Gruselroman FRANKENSTEIN ODER DER MODERNE PROMETHEUS (Frankenstein or The Modern Prometheus) auf. Das Buch erschien bereits 50 Jahre vor Kapitän Nemo. Verdient trägt Mary Shelley daher den Titel der Begründerin der Science-Fiction-Literatur. In ihren Geschichten beschäftigte sie sich oftmals weniger mit Maschinen als mit deren Auswirkung auf seinen Besitzer oder Erfinder. Je unmenschlicher z. B. der Wissenschaftler Viktor Frankenstein handelt, umso menschlicher seine Schöpfung. Mary Shelley hat es geschafft, dass der Leser trotz Schrecken und Schaudern Mitleid für eine Kreatur aus Wissenschaft und Technik entwickelt. Damals galt das Erwecken menschlichen Lebens mittels elektrischer Stößen vielleicht noch als Hirngespinst, heute gehört diese Methode zu den lebensrettenden Maßnahmen. Aber nicht nur moderne Entwicklungen auf dem Planeten Erde beflügeln unsere

Fantasie. Lange Zeit hatte der Mars einen sehr großen Einfluss auf die internationale ScienceFiction-Welt. Viele Geschichten spielen auf dem roten Planeten, denn der Mars scheint seit jeher ein Mysterium für uns zu sein. Vielleicht weil wir ihn nicht wie Sonne und Mond am Himmel sehen können, er aber dennoch nicht weit entfernt ist. Viel ist über ihn nicht bekannt. Seine blutrote Farbe wirkt verführerisch und aggressiv zugleich. So kommt es also nicht von ungefähr, dass der Mars ein idealer Schauplatz vieler Science-FictionAbenteuer ist.

© STUDIOCANAL

Im 18. und 19. Jahrhundert besiedelte der Mensch sogar den Mars – wenn auch nur in der Fantasie. Damals reisten wir mit Ballons und Luftschiffen, heute mit Weltraumstationen und Lichtgeschwindigkeit. Als 1889 der Roman KRIEG DER WELTEN von H. G. Wells veröffentlicht wurde, schien die Marsliteratur auf dem Siegeszug. Neu damals war die Feindseeligkeit und Gewalt in der Geschichte. Zum ersten Mal führten Menschen Krieg gegen Marsianer. Der Planet wird zum Sinnbild unserer Angst vor intelligentem Leben im All. Dem Einfluss des Mars wurde Einhalt geboten, als der amerikanische Schriftsteller Philip K. Dick in der Science-Fiction auftauchte. Er lenkte das Genre in eine neue Richtung. Seine Geschichten haben nicht nur das Fantastische sondern auch etwas schockierend Glaubhaftes. Der Erfolg dröhnte bis nach Hollywood. Viele seiner Fantasiemärchen wurden erfolgreich verfilmt. Darunter BLADE RUNNER, SCREAMERS oder MINOTITY REPORT, die alle umgehend zum Kassenschlager wurden. Erfolgreicher war nur TOTAL RECALL. Philip K. Dicks Kurzgeschichte ERINNERUNGEN EN GROS war die Vorlage für den Science-Fiction-Streifen mit Arnold Schwarzenegger in einer Doppelrolle. Der Film gilt als Neubeginn seines Genres, weil die Darstellung des Planeten Mars weniger fantastisch als realistisch war und die gezeigte


Invasion des roten Planeten durch den Menschen und die damit einhergehenden, kriegerischen Auseinandersetzungen betont überzeugend umgesetzt wurden.

Held genauso ziellos wie sein Vorgänger umher - immer auf der Suche nach sich selbst. In der SCIENCE-FICTION also scheint der Mars Vergangenheit. Jetzt spielt unsere Fantasie erneut auf der Erde. Vielleicht weil sie trotz technischer Errungenschaften und Aufklärungen noch immer ein Mysterium ist und zu bleiben scheint. Stetig wandeln sich unsere Erkenntnisse über ihre Beschaffenheit, Physik und innere Natur. Das Einzige, was stetig gleich bleibt, ist unsere Fantasie.

TIPP

DER REDAKTION

© STUDIOCANAL

Durch die Fantasie-Welt des TOTAL RECALL irrt der von Arnold Schwarzenegger gespielte Held auf der Suche nach seiner Identität. Am Morgen noch der einfache Bauarbeiter Douglas Quaid ist er am Abend ein charismatischer Agent namens Hauser. Auslöser für diese beiden Persönlichkeiten ist die GehirnTechnik der sogenannten REKALL Inc. Das Unternehmen verspricht das Einpflanzen gewünschter Erinnerungen, die in uns echte Emotionen auslösen. Doch die Manipulation unseres Geistes ist gefährlich und in TOTAL RECALL bedeutet sie den Verlust der Identität. Persönliche Einzigartigkeit wird zur Illusion. Das Spiel mit unseren Sehnsüchten und Träumen und deren Manipulation mittels Maschinen wird zu einem Alptraum, der nie wirklich zu enden scheint. Der Mars-Movie von 1990 wird als der beste Film Arnold Schwarzeneggers eingeordnet. Zahlreiche kreative und vor allem neuartige Effekte sorgten bei Erscheinung für Begeisterung. Heute wirkt der Film brutal, blutig und puppenhaft. Seine Bildästhetik ist veraltet und nicht mehr in der Lage, uns diese Fantasiewelt glaubhaft vorzugaukeln. Nicht so die Geschichte. Sie begeistert noch immer. Kein Wunder also das im August 2012 eine Remake des Klassikers in die Kinos kam. Allerdings ohne Arnie. Sein Nachfolger ist Colin Farell. Würdig tritt er die Reise des Bauarbeiters Douglas Quaid in die verführerische Welt der Erinnerungsfantasien an. Ihr Anfang und das Ende sind das Gleiche, nur die Welt, ihre Örtlichkeit, hat sich geändert. In einer von Menschen selbst gestalteten neuen Gesellschaft, der EUROMERICA und NEW SHANGHAI, taumelt der

Das TOTAL RECALLRemake mit Colin Farell erscheint am 19.12.2012 auf DVD und BluRay.

TOTAL RECALL-Totale Erinnerung (ULTIMATE REKALL EDITION/REMASTERED) ist am 09.08.2012 als DVD & BluRay bei STUDIOCANAL neu erschienen


SCHAUSPIEL

DER WERT EINES SCHAUSPIELERS Schauspieler sind Künstler. Schauspieler sind Menschen. Schauspieler sind Menschen, die in Figuren schlüpfen, fremde Namen tragen und wilde Charaktereigenschaften erhalten. Sie verleihen Gedanken und Gefühlen eine Stimme. Dazu gehört Feingefühl. Gespür. Ausdrucksvermögen. Sensibilität. Für den wohl berühmtesten Schauspiellehrer LEE STRASBERG besaß der Schauspieler die Fähigkeit Fiction Realität werden zu lassen. Das ist sein Beruf. Ein Beruf mit zwei Seiten. Ruhm und Einsamkeit. Auf der einen Seite werden Schauspieler von uns verehrt, vergöttert, mit Lob überschüttet, eingeengt in ihrer Privatsphäre, verwechselt mit den Figuren, die sie so glaubhaft darstellen. All diese geballte Aufmerksamkeit nehmen wir ihnen mit Leichtigkeit wieder weg. Wir wenden uns neuen Göttern zu und lassen die Alten allein mit sich und ihren Anstrengungen, an die ersten, vergangenen Erfolge anzuschließen. Manchmal vergessen wir sie sogar und unsere einstigen Idole und Stars stranden in einem Alltag aus Scham und finanzieller Verzweiflung. Je älter sie werden, desto geringer sind ihre Chancen, als Schauspieler für den Lebensunterhalt zu sorgen. ALT will man auf deutschen Bühnen, im Fernsehen oder den Kinoleinenwänden nur selten sehen. So kommt es, dass hervorragende Schauspieler um ihre Existenzen kämpfen und der größte Teil der Gesellschaft wegschaut.

Glaubt man aktuellen Berichten, so könnten sich gerade mal 2 Prozent aller Schauspieler in Deutschland von ihrem Beruf ernähren. Und der Rest? Was passiert mit ihnen? Der Tod der Münchener Schauspielerin Silvia Seidel hinterlässt genau diese Fragen. Schokkiert über die Details löste das Schicksal des einstigen Filmstars mal wieder kurzfristig eine Diskussion über den deprimierenden Ist-Zustand deutscher Schauspieler aus. Änderte das etwas? Hat das bisher jemals etwas geändert? Denn, mal ehrlich, die schockierenden Bedingungen und Aussichten für Schauspieler in Deutschland sind nicht neu. Das waren sie auch nicht für Silvia Seidel. Ja, ihr Tod war selbst gewählt, aber höchst wahrscheinlich noch von anderen Beweggründen beeinflusst als ausschließlich dem der drohenden Armmut. Was bleibt, ist ein allgemeines „bedrückt sein“. Wir stellen uns die Frage, ob unsere Gesellschaft noch ausreichend Respekt vor dieser Arbeit, dieser Kunst hat? Als eine der ältesten Berufungen liegt ihr Ursprung in unserem menschlichen Drang nach Nachahmung. Es ist uns angeboren, sozusagen. Uns allen. Ist genau dieser Gedanke der deutschen Fernsehlandschaft Grund genug, Laien und Amateure für weniger Geld den Beruf eines ausgebildeten Schauspielers ausüben zu lassen?


Auch wenn uns das Talent zum Nachahmen angeboren ist, nicht jeder kann als Schauspieler ernsthaft arbeiten. Nicht jeder kann glaubhaft einen Anderen spielen. Dem Fernsehen und seinen Zuschauern scheint das zu genügen. Nicht so dem Theater. Das muss kämpfen – ums Überleben und die Zuschauer. Seit Auftauchen von Film und Fernsehen sind klassische Theaterbühnen weniger interessant für uns Unterhaltungssüchtige. Zu teuer. Zu intellektuell. Zu künstlerisch. Dabei fand doch hier alles seinen Anfang. Die erste, richtige Bühne betrat das Schauspiel in der Antike. Zu Ehren ihrer Götter ließen die Griechen und Römer Schauspieler singen und tanzen, die Gesichter verborgen hinter fantastischen Masken. Die grausigen Tragödien und wortgewaltigen Komödien eines Sophokles oder Euripides beeinflussen noch heute unsere Darstellkünste. Zu Zeiten Shakespeares erfreuten sich Schauspieler größter Beliebtheit. Man rief sie als Dauerunterhalter an den Hof. Noch heute werden Schauspieler vom englischem Königshaus verehrt. Für ihre Talente und Leistungen werden sie sogar geadelt. Von solcher Anerkennung träumen die Hundertscharren von Jungschauspielern, die frisch ausgebildet von den Schulen strömen. Ihre Zahl ist kaum noch zu schätzen, da zu den staatlichen Schauspielschulen immer mehr private Institutionen kommen. Aber wo sollen all diese Jungtalente spielen? Und was wird denn nun aus den alternden Schauspielern? Das Kino ist in der Krise. Hier verdienen nur noch die Produzenten. Im Fernsehen flimmern Amateure oder immer dieselben Gesichter. ALTE will hier eh keiner sehen, es sei denn sie heißen Hannelore Elsner, Iris Berben, Senta Berger oder – pardon – Veronika Ferres und Christine Neubauer. Diese Damen haben mit Sicherheit eine

TIPP

Gage, die sich von der einer Silvia Seidel enorm unterscheidet. Mit noch mehr Sicherheit wird ihnen diese ohne WENN und ABER bereitwillig ausgezahlt. Aber sind diese Damen ihre horrenden Gagen auch wert? Vielleicht. Was genau ist ein Schauspieler wert? Eine Frage, auf die niemand so richtig eine Antwort findet. Nicht mal der Schauspieler selbst. Er will nur eins: Irgendwie BEZAHLT werden. Von seiner Arbeit LEBEN können. Respekt. Anerkennung. Für jung und alt. Zwischen Schauspielern sollte es keine Unterschiede geben! Warum auch? Ob bekannt oder nicht, sie leisten doch alle das gleiche Unvorstellbare: In einem Moment sind Schauspieler sie selbst und im Nächsten ein scheinbar anderer Mensch, mit seltsam fremder Stimme, einem neuen Ausdruck im Gesicht und anderem Charakter. Diesen Zauber der Verwandlung schenkte Shakespeare in Gestalt seines Hamlets höchste Anerkennung. Filmemacher sollten es ihm gleich tun – aber in Form einer achtbaren Bezahlung, denn genau DAS ist ein Schauspieler WERT! Ists nicht erstaunlich, daß der Spieler hier Bei einer bloßen Dichtung, einem Traum Der Leidenschaft, vermochte seine Seele Nach eignen Vorstellungen so zu zwingen, Daß sein Gesicht von ihrer Regung blaßte, Sein Auge naß, Bestürzung in den Mienen, Gebrochne Stimm und seine ganze Haltung Nach seinem Sinn. Und alles das um nichts! Um Hekuba! Zitat: SHAKESPEARE "HAMLET"

DER REDAKTION Der Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler (BFFS) befindet sich in Tarifverhandlungen, um eine Mindestgage durchzusetzen. www.bffs.de/2092-einen-gang-hoher-schaltenneues-von-unseren-tarifverhandlungen/  


SPORT

EIN OLYMPISCHER SOMMER Blaue luftige Seidentücher flattern über die Zuschauerränge und hüllen ein ganzes Stadion in Aufregung. Englands Hauptstadt hält den Atem an, denn Britanniens Vorzeige-Regisseur Danny Boyle höchstpersönlich hat die Olympischen Sommerspiele 2012 inszeniert. Ein poetischer Bildercountdown läutete den wohl größten und emotionalsten Sportwettkampf der Welt ein. Richtig englische Momente rauschten am Zuschauer vorbei: Wahrzeichen, Sehenswürdigkeiten und landestypische Eigentümlichkeiten. Nostalgie Olympia 2012.

Danny Boyle, der international für Filme wie TRAINSPOTTING und SLUMDOG MILLIONAIR bekannt ist, hatte sich für seine Olympia-Show die beste Verstärkung der Welt geholt: 15 000 Freiwillige. Keiner darunter war Schauspieler oder Tänzer. Sie verband nur eins: Die Faszination Olympia. Freitagnacht, am 27. Juli 2012, war es soweit. Im Londoner Olympiastadion zeigte sich England von seiner magischsten und faszinierendsten Seite. Unter dem Motto „THIS IS A LAND FULL OF NOISE“ erzählte Danny Boyle die Geschichte einer Insel, hoch oben im Norden, die einstmals hauptsächlich als ländliche Idylle hervorstach. Dann katapultierte eine industrielle Revolution England in ein neues Zeitalter. Auf den Gebieten Wirtschaft, Industrie, Wissenschaft und Forschung setzten sie fortan neue Maßstäbe. Stolz sind die Briten auf ihre Errungenschaften wie die Erfindung des Internets, ihre Popkultur und natürlich die fantasievolle Kinderliteratur. Und keiner hätte es fantastischer darstellen können als der britische Geschichtenerzähler Danny Boyle.

Und keiner wollte das verpassen. Nicht mal die Königin der Insel. Ihr bester Mann, James Bond alias Daniel Craig höchstpersönlich, holte die alte Dame im Palast via Helikopter ab. Alles Fantasie? Ja. Ein Film. Ein wirklich witziger Film. Die Queen bewies in ihrem 60. Regentschaftsjahr so echten englischen Humor. Im Stadion war sie aber tatsächlich. Die gesamte königliche Familie wollte sich diesen Abend auf keinen Fall entgehen lassen. Ein Highlight der Show war die poetische Präsentation der Olympischen Ringe. In der dargestellten Phase der Industriellen Revolution der Show wurden sie aus glühendem Metall geschmiedet. Ein leidenschaftliches Funken und Glühen schob sie in den Himmel, weit über die Köpfe der Zuschauer. Dort verkündeten sie ihr Verschlungensein. Ihr Einigsein.

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Übrigens! Die Farben der Ringe symbolisieren nicht ausschließlich unsere Kontinente. Die fünf Farben vereinen alle Länder dieser Welt, denn sie erstrahlen in jene Farben, die in allen Nationalflaggen vorkommen. 204 Nationen nahmen an den Sommerspielen 2012 statt. Das ist Rekord. Der Einzug der Sportler wurde selbst von den Staatsoberhäuptern mit Freude und großem Respekt beklatscht. Gegen Ende der Eröffnungsfeier warteten Veranstalter, Sportler und Zuschauer nur noch auf eins: das Olympische Feuer.


In Form einer riesigen Blüte wurde das Olympiafeuer 2012 entfacht. Diese Ehre wurde keinem bekannten Sportler zu teil. Staunen legte sich auf die Gesichter im Stadion, als das heilige Feuer an sieben unbekannte Teenager überreicht wurde. Nachwuchssportler, die ihre Karrieren noch vor sich haben. Sie durften gemeinsam die Flamme der Spiele anfachen. Ihre züngelnden Lichter breiteten sich zunächst über 204 blecherne Blütenblätter aus, die zuvor von jeder Nation herein getragen wurden. Ihre metallenen Stiele bogen sich weit in die Lüfte, wuchsen zu einem Feuerknoten und der olympische Sommer flammte auf.

FAKT–BOX Ihren Namen verdanken die weltweit berühmten Olympischen Spiele der altgriechischen Ortschaft OLYMPIA. In der Antike, vermutlich beinah 2000 Jahre vor Christus, wurden dort alle vier Jahre sportliche Wettkämpfe veranstaltet. Warum nur alle vier Jahre? Nun, zu jener Zeit war die Anreise für viele Athleten mühsam und lang. Während der ersten Veranstaltungen gab es nur einen Wettlauf, später kamen Wettkämpfe im Springen, Werfen und Ringen dazu. Die Spiele sollten den Gott Zeus ehren. Damals durften natürlich nur Männer daran teilnehmen, ob als Athlet oder Zuschauer. Deswegen sollten alle Wettkampfteilnehmer nackt antreten. Nur so konnte auch wirklich ausgeschlossen werden, dass sich Frauen heimlich unter die Athleten mischten. Ob es auch gelang, weibliche Griechinnen aus den Zuschauerrängen fernzuhalten, lässt sich schwer sagen. Spiele und Siegerehrung waren ein Fest für Augen und Ohren. Die erfolgreichen OLYMPIONIKEN wurden am Ende der Spiele mit einem Olivenzweig-Kranz geehrt. 148 vor Christus eroberten die Römer Griechenland. Fortan war es auch Nichtgriechen erlaubt, an den Spielen teilzunehmen bis Kaiser Theodosius I die Spiele aus Glaubensgründen gänzlich verbat. 1894 erlebten die Olympischen Spiele ihr Comeback. Der französische Pädagoge und Historiker Pierre de Coubertin gründete mit Sportvertretern aus aller Welt in Paris das Internationale Olympische Komitee (IOC), dass bis heute die Olympischen Spiele organisiert und betreut. Seit 1900 dürfen nun auch Frauen zur Olympiade. Seit 1926 finden neben den Sommerspielen auch Wintersport-Wettkämpfe statt.


GELD

GEZ NOCH ODER GEZ IRGENDWANN BESSER? Ab dem 1. Januar 2013 heißt es für jeden einzelnen Deutschen: Eine Wohnung - ein Beitrag! Wofür? Gute Unterhaltung. Aus dem Radio, Fernsehen oder Computer. Das Beste? 2013 spielt es keine Rolle mehr, wie viele technische Unterhaltungsgeräte sich in Ihrem Haushalt, Betrieb oder Unternehmen befinden oder ob überhaupt. Auch sonst spielt in Sachen Rundfunkgebühren nichts mehr eine Rolle. Ob wir wollen oder nicht, ab dem 01. Januar 2013 sind monatlich 17,98 Euro fällig. Ein neuer Rundfunkbeitragsstaatsvertrag verpflichtet uns zu dieser Gebühr und appelliert an unser Verständnis. Schließlich sind die Öffentlich-Rechtlichen im Gegensatz zu den privaten Fernsehsendern verfassungsgerichtlich mit einem Grundversorgungsauftrag betraut. ARD, ZDF (Arte, 3Sat, KIKA, Phoenix) und das Deutschlandradio sind verpflichten, Kunst, Kultur, Geschichte, Soziales, Politik, Information und Wissen in unsere Wohnzimmer zu liefern. Um ein solches für uns unterhaltsames Programm gestalten zu können – und wir alle sehen tagtäglich, wie schwer dies zu sein scheint – werden Gelder benötigt. Genau da kommen wir ins Spiel. Schließlich geht es um eine Dienstleistung, die uns erbracht wird, oder?

Seit 1923 zahlen wir Rundfunkgebühren, denn seit damals ist in Deutschland eine regel-

mäßige Rundfunkübertragung möglich, wenn auch zunächst nur mittels Radio. 1924 sind es circa 500 000 Deutsche, die sich bei der Post angemeldet haben und für eine Stunde Radio pro Tag jährlich 350 Milliarden Papiermark bezahlen. Diese immense Summe lag natürlich der Superinflation zugrunde, die seit 1914 aufgrund der Kriegsfinanzierung das Geld stetig entwertete. In Berlin kostete ein Liter Vollmilch circa 280 Milliarden Mark, ein Kilo Kartoffeln 80 Milliarden Mark, eine Theaterkarte eine Milliarde Mark. Radio konnte und wollte sich nicht jeder leisten. Das Fernsehen eroberte unsere Wohnzimmer erst viele Jahre später, in den 30igern. Heute sind es – laut GEZ – tatsächlich beinah 90 Prozent aller Deutschen, die ihre Rundfunkgebühr brav zahlen.

2013 wird sich wohl für die meisten Rundfunkgebühren-Zahler nicht besonders viel ändern. Es sind Betriebe und Unternehmen, die an der neuen Einführung zu knabbern haben. Die GEZ verschickt bereits fleißig ihre Fragebögen und schon sehen die ersten Unternehmer erheblichen Mehrkosten auf sich zurollen. Denn: Die Höhe des Beitrags richtet sich künftig nach der Zahl der Betriebsstätten, der Beschäftigten und der Firmenfahrzeuge. Es geht also überhaupt nicht mehr um die Geräte, die das Ergebnis des Grundversorgungsauftrages der Öffentlich-Rechtlichen an uns übermitteln. Radio, Fernseher und Computer sind doch nur Gebrauchsgegenstände. Ein Stück Technik. Es geht doch eigentlich darum, dass ALLE bezahlen. Oder?


Ein simples Rechenbeispiel der Süddeutschen Zeitung zeigt auf, was das in Zukunft bereits im Kleinen bedeuten kann. Gehören zu einem Betrieb zwei Autoradios, werden derzeit 35,94 Euro pro Quartal geleistet. In Zukunft zahlt dieser Betrieb einen Pauschalbetrag für die Betriebsstätte und die Mitarbeiter von 125,85 Euro. Mit oder ohne Radios.

aus Radio und TV wieder in eine LuxusDienstleistung? Und was sagt die Presse dazu? Jede Menge. Wie immer.

Wie sieht das wohl erst in Großunternehmen aus? Solche Rechenbeispiele tragen natürlich nicht unbedingt für die gewünschte Verbesserung des Images der GEZ oder der Rundfunkgebühr bei. Dabei soll doch alles einfacher und fairer werden! Für wen eigentlich? Na für Sie! Und Sie! Wenn Sie so wollen, für uns alle! Auf jeden Fall für die Öffentlich-Rechtlichen. Endlich eine Gebühr mit gutem Gewissen. Ohne Gerüchte und Mythen. Was haben wir da nicht alles zu hören und zu sehen bekommen. Peilwagen, die Fernehgeräte von Schwarzsehern orten. Adressankäufe von Adresshändlern. Gebührenfahnder mit fiesen Tricks. Drohungen - in Briefform oder Werbeform. Seit dem Beschluss des neuen Rundfunkbeitragsstaatsvertrages, welcher am 16. Dezember 2011 abschließend ratifiziert wurde, stöhnen wir alle gleichsam laut auf. Verstößt er nicht an vielen Stellen gegen unser Grundgesetz? Was wird aus unserem Recht, frei über unser Geld zu entscheiden? Darüber mitzuentscheiden? Wie viele Gebühren muss ein Deutscher im Durchschnitt erdulden? Wann kommt die nächste Inflation und verwandelt Unterhaltung

Seit einiger Zeit flattern bereits kritische Artikel durch die Gazetten. Während diese laut posaunen und Gegenstimmung machen, äussern die Initiatoren und Verfechter des neuen Beitrages Kritik an dieser einseitigen, schlecht recherchierten Berichterstattung. Ausgerechnet die bedrohten Printmedien äußern sich so sorgfältig kritisch. Der Verdacht einer nahezu idealen Chance auf eine Kampagne gegen das Fernsehen steht im Raum. Das Fernsehen, das allen Printmedien seit Jahren ein Dorn im Auge ist. Staatsfeind Nummer 2, gleich nach dem Internet. Die Meinung der Printmedien mit ihren tausenden Journalisten ist den Beitragsbefürwortern nicht objektiv genug. Unsere zählt erst gar nicht. GEZ NOCH? Nach Meinung der Politik und der öffentlich-rechtlichen Sender ist der neue Rundfunkbeitrag nötig, dazu einfach und viel fairer verteilt. Wir sagen: Machen Sie sich am besten selbst ein Bild! Hören Sie auf niemanden als auf sich selbst! Das A und O sind Informationen! Nehmen Sie nicht einfach die Änderung hin! Wir dürfen bei dem Unterhaltungsprogramm unserer Fernsehsender nicht mitreden, warum dann nicht bei der Preisgestaltung des Rundfunkbeitrages mitbestimmen?


BUCHTIPP

DIE NIMMERSATTEN: Die Wahrheit über das System ARD und ZDF [Taschenbuch] Hans-Peter Siebenhaar(Journalist und Buchautor) 14, 99€ überall, wo es Bücher gibt

INHALT: Hinter den Kulissen der Geldvernichter: Deutschland leistet sich das teuerste und ineffizienteste öffentlich-rechtliche Rundfunksystem der Welt. Für das jeder zahlen muss, unabhängig davon, ob er die Angebote nutzt oder nicht. Doch politischer Filz, Skandale um kriminelle Machenschaften und Vetternwirtschaft sowie Verschwendung von Gebühren haben das Vertrauen der Bürger zutiefst erschüttert. Brauchen wir wirklich 22 Fernsehkanäle und 67 Radiosender, von denen manche quasi unter Ausschluss der Öffentlichkeit senden? Wie können ARD und ZDF mit ihren mehr als 20 000 Angestellten ihrem eigentlichen Auftrag der Information, Bildung und gehobenen Unterhaltung wieder nachkommen? Der Medienexperte Hans-Peter Siebenhaar kennt die Protagonisten der Misere und gibt einen ungeschönten Einblick in das aufgeblasene System der Nimmersatten. Seine radikalen Vorschläge zeigen: Besseres Fernsehen für weniger Geld ist machbar. Wir Bürger müssen es nur wollen.

TIPP

DER REDAKTION

Die WEBSEITE des Autors von „DIE NIMMERSATTEN: Die Wahrheit über das System ARD und ZDF“ Jede Menge Informationen und Hintergründe, von Wirtschaft bis Reiseberichte. www.hanspetersiebenhaar.de  


COMPUTERSPIELE

SPIEL TRIFFT COMPUTER DIE REISE DER DIGITALEN SPIELE Am Tag der offenen Tür des Kernforschungszentrums “Brookhaven National Laboratory” präsentierte der Physiker WILLIAM HIGINBOTHAM 1958 in einer dafür vorgesehenen Turnhalle das wohl erste Computerspiel der Welt: TENNIS FOR TWO. Higinbotham stellte dafür einen Analogcomputer und ein kleines Oszilloskop bereit. Bedient wurde das Spiel über zwei kleine Steuerarmaturen in Form silberner Kästen. Das Drücken des darauf befindlichen Knopfes ermöglichte das Schlagen des Balles und ein grober, runder Griff beeinflusste den Winkel. 1962 folgte SPACE WAR, das sich als tatsächlich erstes wahres Computerspiel versteht. Seine Erfinder WYNE WITANEN, J. MARTIN GRAETZ und STEVE RUSSEL müssen unglaublich stolz gewesen sein. Es war für den PDP-1 (Programmed Data Processor) entwickelt worden und verbrauchte 9 KB. Der PDP-1 war der erste Mini-Computer, obwohl diese Bezeichnung nichts mit seinem Äußeren zu tun hat. Wer einen PDP-1 gesehen hat, weiß, dass er ein wahrer Riese ist. Erfunden wurde er 1960 von der Firma DEC. Zu seiner Zeit war der PDP-1 das Modernste des Modernen. Im Spiel SPACE WAR konnte man zwei Raumschiffe die Sonne umkreisen lassen. Ziel war es, das gegnerische Raumschiff abzuschießen oder in die Sonne stürzen zu lassen. Problem: Das Gravitationsfeld der Sonne zog alles an: Raumschiffe und abgefeuerte Geschosse. ODYSSEY. So lautet der Name der ersten Spielkonsole für den Heimbedarf. Dafür wurde 1968 zum ersten Mal ein Videospiel-Patent vergeben. Allerdings erschien sie erst 1972 auf dem Markt, obwohl ihr Erfinder RALF BAER mit Hilfe von BOB TREMBLAY bereits 1968 einen Prototyp entwickelt hatte. ODYSSEY bot eine kleine amüsante Auswahl diverser Spiele. Am 27. Juni 1972 gründeten NOLAN BUSHNELL und TED DABNEY ihre Firma ATARI. Ihnen verdanken wir PONG. Zwei dünne Balken, rechts und links, immer auf der Jagd nach einem Ball. Keep it simpel - dachten sich die Erfinder. In kürzester Zeit lancierte PONG zum populärsten Videospiel der 70iger und vieler Generationen danach. PONG ist aber nicht das einzige Erfolgsspiel von ATARI. Kluge

Köpfe wie z. B. STEVE JOBS entwickelten weitere Spielabenteuer. Dazu gehören BREAKOUT, TANK oder SHARK JAWS. Das zuletzt genannte Spiel punktete mit den ersten animierten Spielfiguren. 1976 sorgte DEATH RACE 2000 für großes Aufsehen. Nach diversen Neuentwicklungen in Sachen Hardware und Spielgestaltung brach eine Diskussion über Gewalt in Computerspielen aus. Ziel in DEATH RACE 2000 war es, möglichst viele Strichmännchen mit dem Auto zu überfahren. Obwohl die Figuren nicht menschenähnlich erschienen, zerriss die Presse das Game. Konsolenfans schien das jedoch nicht davon abzuhalten. DEATH RACE wurde ein absoluter Renner. 1979 folgte ULTIMA, der Vorreiter eines jeden Rollenspiels. Es bestach durch seine innovativen Ideen, die nie langweilten und immer überraschten. Noch heute kann man ULTIMA spielen, hauptsächlich online. Figuren, Szenerie und Themen sind nach wie vor brisant und es lohnt sich, einen Abstecher in die ULTIMA WELT zu unternehmen. Jeder kennt den PAC-MAN. 1980 war sein Jahr. Er bot eine willkommene Alternative zu den Baller- und Rollenspielen. Der PACMAN war die amerikanische Version des japanischen PUCK-MAN. Der Name wurde aus der japanischen Lautmalerei PAKU PAKU entlehnt. Das bedeutet auf Deutsch ungefähr so viel wie “wiederholt den Mund öffnen und schließen”. Die japanische Lautmalerei hat eine lange Tradition und dient den Kindern bei der Findung ihrer richtigen Aussprache. Da den Amerikanern allerdings PUCK zu sehr nach FUCK klang, änderte man den Namen. Im Spiel frisst sich der PAC-MAN auf der Flucht vor Gespenstern durch unzählige Labyrinthe. Wieder total simpel. Vielleicht hat der PACMAN gerade deswegen bis heute überlebt. Seinen Kult-Status hat er sich zumindest verdient. 1981 tauchte nicht nur der erste „echte“ Computer auf, sondern auch ein tierischer Held in der Spiele-Welt. Startschuss für DONKEY KONG. Das erste erfolgreiche Spiel der Firma NINTENDO, die kurz darauf mit SUPER MARIO, POKÉMON und ZELDA auftrumpfen. DONKEY KONG, mit seinem wild


herben Star in Form eines Gorillas, begründete ein neues Genre: JUMP’n RUNS. 1989 überraschte NINTENDO mit einem kleinen handlichen Gerät. Der kleine Bursche nannte sich GAMEBOY und verhalf einem anderen Spiel zum Kultstatus. TETRIS. Dieses Kniffel-Game wurde 1984 von dem russischen Programmierer ALEXEI PASCHITNOW entwickelt. Seinen Siegeszug erlebte es aber erst mit der Auslieferung des GAMEBOYs. 1993 revolutionierte Der Ego-Shooter DOOM international die Welt der Computerspieler. Es läutete nicht nur eine neues Zeitalter für die Welt der Spiele ein, sondern auch ein ständiges Wettrennen der Hersteller. Ab sofort wollte jedes Game echter, brillanter, innovativer und einzigartiger sein. In Deutschland geriet DOOM zunächst unter Beschuss und schließlich unter Verschluss. Aufgrund der Brutalitäten wurde es erstmal zurückgehalten. Die entsprechenden Behörden stuften DOOM als jugendgefährdend ein. Bis heute gibt es in Sachen Ego-Shooter hitzige Diskussionen.

1995 erleben die Spielkonsolen endlich ein Fresh-up. Die Kampfansage von Sony lautete: PLAYSTATION, dein Platz zum Spielen. Obwohl die Spielkonsole von Anfang an ein voller Erfolg zu sein schien, stellte der Hersteller mit der dritten Version 2006 die Produktion ein. Geblieben ist ihr Ruhm, denn SONY schaffte es damals den langjährigen Marktführer und Konkurrenten NINTENDO von seinem Thron zu stürzen. Bis heute hält sich die Nachfrage nach der PLAYSTATION III. Gefolgt sind ihr die Wii 2 und die X-BOX. Mittlerweile treffen sich auch immer mehr Gamer online und frönen ihrer Lust nach Spielen jeder Art. Auf jeden Fall - ob auf dem Handy, dem Rechner, der Spielkonsole oder auf dem Brett - sind Spiele eine unterhaltsame Ablenkungen. Bestenfalls killen sie sogar die Langeweile. Aber nicht vergessen: Regelmäßig sollte es dann doch auch mal GAME OVER heißen.

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MODE/MÄRCHEN

DER CINDERELLA SCHUH Ende gut, alles gut und dann? Was machen die Helden unserer Märchen nach dem berühmten Schlussplädoyer „... und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute!“? Wie verbringen Ritter, Prinzen und Könige ihren ruhigen, friedvollen Lebensabend und was geht in den Köpfen der jungen, schönen Prinzessinnen vor?

Vergessen sie die schlimmen Erlebnisse und widmen sich ihrem Alltag? Aber wie sieht der aus? Lieben? Leben? Schuhe kaufen? Hat eine Prinzessin eigentlich materielle Wünsche? Cinderella vielleicht. Das Aschenputtel.

© THE WALT DISNEY COMPANY

Ihr Happy End verdankt sie dem Verlust eines Pantoffels oder nach französischer Variante einem gläsernen Pump. Da wäre es nicht überraschend, wenn sie wie Cary Bradshaw alias Sarah Jessica Parker eine Passion für Schuhe entwickelt. Diese Fortsetzung des Märchens würde wohl dem französischen Schuhdesigner CHRISTIAN LOUBOUTIN gefallen. Für ihn ist CINDERELLA „... eine wahre Ikone, sowohl was Schönheit, Grazie und eine märchenhafte Liebesgeschichte angeht, als auch für die Schuhwelt.“


Diese Liebeerklärung kam dem Designer auf der FASHIONWEEK 2012 in Berlin über die Lippen. Dort präsentierten er und THE WALT DISNEY COMPANY den zu weißer Spitze und Strass gewordenen gläsernen Pantoffel. Eine Omage mit roten Sohlen an den Disneyklassiker, der 2012 im Rahmen der DIAMOND

COLLECTION auf DVD und BluRay neuerschienen ist. Übrigens: Hätten Sie gedacht, dass die Filmprinzessin inzwischen 62 Jahre alt ist? Im Februar 1950 tauchte sie das erste Mal in der Zeichentrickwelt auf. Die Disney-Verfilmung orientierte sich dabei an der französischen Variante des Grimm-Klassikers ASCHENPUTTEL.

© THE WALT DISNEY COMPANY

In CENDRILLON, OU LA PETITE PANTOUFLE DE VERRE (Aschenputtel oder der kleine Glasschuh) von CHARLES PERRAULT wird unser guter alter Apfelbaum gegen eine Fee ausgetauscht, ein Kürbis in eine Kutsche verwandelt und Mäuse, Ratten und anderes Ungeziefer zu edlen Pferden und Dienern. Aschenputtels schlichter Pantoffel wird zu einem gläsernen Slipper. Diese verspielte Leichtigkeit und Zaubererei sagten wohl dem alten Walt Disney eher zu als die bescheidene Welt der Wünsche unseres deutschen Aschenputtels. Der Zeichentrick-Mogul hatte Magie und Glamour im Kopf, als sein Studio 1948 entschied, die Prinzessin auf

die Leinenwand zu schicken. Sein letzter großer Erfolg, SCHNEE-WITTCHEN UND DIE SIEBEN ZWERGE, lag ein paar Jahre zurück und das Studio strauchelte auf einen finanziellen Abgrund zu. Wagemutig nahm man noch einmal richtig viel Geld in die Hand. Ein Budget von 3 Millionen Dollar sollte es richten. Würde CINDERELLA den Erfolgshimmel des Kinos nicht erobern, bliebe das Studio ohne Happy End. Drei Oscarnominierungen sicherten schließlich die wirtschaftliche Kehrtwende. Vor allem die Musik macht diesen Disneyfilm so einzigartig. Grund genug für Walt Disney, damals ein eigenes Musiklabel zu gründen.


© THE WALT DISNEY COMPANY

Die Filmkritiker verliebten sich in den Charme und die Lieblichkeit der blonden Schönheit. Insidern wussten sofort, dass NINE OLD MEN wieder zugeschlagen hatten. All ihre Schaffenskraft und Fantasie schien in CINDERELLA’s Zeichentrickwelt vereint. NINE OLD MEN war der scherzhafte, aber lieb gemeinte, Kosename des alten Disneys für seine neun engsten Mitarbeiter. Die Zeichentricklegenden Les Clark, Ollie Johnston, Frank Thomas, John Lounsbery, Ward Kimball, Milt Kahl, Marc Davis, Wolfgang Reitherman und Eric Larson prägten die zwölf Grundsätze des animierten Genres. Walt Disney hatte nicht nur ein Gespür für kreative Köpfe sondern auch für Geschichten. So kam es nicht von ungefähr, dass er sich in seiner finanziellen Not ausgerechnet für das arme Mädchen mit Herz entschied, dass durch

die Hilfe der Magie das große Glück findet. CINDERELLA oder ASCHENPUTTEL ist ein Märchen, das schon längst die Grenzen unserer Welt in vergangenen Zeiten überschritten hat. Seine zauberhafte Gestalt fand sich bereits in Geschichten der Ägypter, Römer und Perser, ja sogar der Indianer. Vielleicht weil die Ungerechtigkeit, die dem armen Mädchen durch ihre neidvolle Adoptiv-Familie widerfährt, unsere Herzen aufwühlt und wir ihr beistehen und hoffen, dass ihr klageloses Dasein mit der Erfüllung ihrer Sehnsüchte belohnt wird. Die Geschichte ist immer die Gleiche, nur der Name ein anderer. ASCHENPUTTELS englisches Pendant CINDERELLA beruht übrigens ebenfall auf der rußigen Materie, die am Ende eines Tages in einem Kamin übrig bleibt. Cinder bedeutet Asche.


Seit dem 27. September 2012 können sich CINDERELLA-Fans erneut von dem Liebreiz und der Anmut der Prinzessin verführen und einen Märchentraum wahr werden lassen. A propos Märchentraum – ein solcher ist Christian Louboutins Cinderella-Pantoffel. Der französische Designer kreiert seit über 20 Jahren seine faszinierenden Schuhmodelle mit roter Sohle. Louboutin wurde in der Modehauptstadt Paris geboren. Das Zusammenleben mit drei Schwestern und der Mutter prägen seine Arbeiten. Seine Vision des CINDERELLA-Pantoffels ist weltweit einzigartig sein, nicht zuletzt weil es nur 20 limitierte Exemplare gibt. Zarte Spitze, eingehüllt in funkelnde Kristalle verlocken jede Frau, ihre Füße wie einst CINDERELLA in diesem eleganten Schuh ruhen zu lassen. Gekrönt von zwei majestätischen Schmetterlingen ist dieser High Heel ein wahr gewordenes Schuhmärchen, dem weder eine Prinzessin noch wir widerstehen können.

© 2012 DISNEY

TIPP

DER REDAKTION CHRISTIAN LOUBOUTINs Webseite. Ein Genuss für jedes Schuhherz, aber auch für jeden Webseiten-Fan. www.christianlouboutin.com  


ESSEN

FOODBLOGS STIRBT DAS GEDRUCKTE WORT? Immer mehr Menschen laden sich ihre Lektüre auf kleine, handliche Geräte. So haben sie jederzeit und überall eine gewaltige Masse an Lesestoff parat. In unserer modernen Zeit reicht ein Buch in der Handtasche schon längst nicht mehr. Nur mit der digitalen Büchervielfalt ziehen wir vertrauensvoll in den Kampf gegen die Langeweile. Ob wir tatsächlich mehrere „Bücher“ oder nur ein paar Seiten lesen, spielt am Ende keine Rolle. Man hat, was man hat. Oder: Man ist man, was man hat? Was sind wir? Modern? Einfallsreich? Wie wäre es mit verspielt? Wir lieben den Luxus, den uns Technik im Alltag bieten kann. Das Internet zum Beispiel hat inzwischen beinahe jeden privaten Bereich unseres Lebens infiziert. Kommunikation, Shopping, die Suche nach der großen Liebe, Wissensdurst, Unterhaltung und sogar ärztlicher Beistand ist online möglich. Jetzt marschiert das Internet direkt in unsere Küchen. Auf seiner Schusslinie steht das Kochbuch.

Exemplare von Tim Mälzer bis Jamie Oliver hausen von nun an als eingestaubte Geister in vergessenen Regalen und Küchenecken. Der FOODBLOG kommt und ersetzt altmodische Rezeptsammlungen. Die flimmert von nun an auf bunten Webseiten. Mehr noch! Dort gibt es raffinierte Kochtipps, GewürzIdeen und professionelle Küchentricks.

Und das Beste! In einem FOODBLOG kann jeder mitreden – ob Profi oder Anfänger. Einzige Voraussetzung ist die Liebe zum Kochen und Essen. Googelt man den Begriff FOODBLOG bietet sich uns eine riesige Auswahl von mehr als 710 000 Seiten. Dabei handelt es sich neben tatsächlichen Blogs auch um Artikel zum Thema und jede Menge Foren. Der FOODBLOG scheint sich größter Nachfrage zu erfreuen. Kein Wunder, ein Blog kann von jedem Internetkundigen betrieben werden. Die Themen kennen weder Grenzen noch Fantasielosigkeit. Seit Mitte der 90iger ist der BLOG ein beliebtes Internetinstrument, sich auf sehr persönliche Weise mit anderen Usern weltweit auszutauschen. Der Ausdruck BLOG ist eine Wortneuschöpfung. In Deutschland steht er erst seit 2006 offiziell im Duden. Gedanklich setzt sich BLOG aus „WORD WIDE WEB“ und „LOG BOOK“ zusammen. Letzteres bezeichnet nichts anderes als ein Tagebuch. Seinen Ursprung hat das LOG BOOK, auf Deutsch Logbuch, in der Seefahrt. Es fungierte als eine Art Reiseprotokoll. Für das Internet wurde aus „WORLD WIDE WEB“ und „LOG BOOK“ zunächst der WEB-LOG. Ende der 90iger führte der Webdesigner Peter Merholz die Abkürzung BLOG ein, die sich schnell verallgemeinerte. Der Amerikaner Jorn Barger benutzte diese Bezeichnung auf seiner Webseite und wird seit jeher als erster richtiger BLOGGER benannt. Im Internet gibt es nichts Freieres als einen BLOG. Dieses persönliche OnlineTagebuch bietet den idealen Raum für jede Art von Meinung. Publikationen in Sachen Kultur, Wirtschaft, Sport und Politik stehen auf gleicher Ebene mit Liebeskummer, Starkult, Witzen, Mode oder Essen. Natürlich sind Blogs wie jede andere Webseite auch den allgemein gültigen Gepflogenheiten des Internets unterworfen. Wider der allgemeinen Auffassung, Blogs seien unbedeutend und amateurhaft, entfalten sie ihre Möglichkeiten vor allem ausgerechnet in politischen Belangen. International nutzen immer mehr Journalisten seine Online-Macht. Aus Menchenrechte verlet-


FOODBLOGS boomen. Kein Wunder, dass ihnen die Münchener Kulturzeitung MÜNCHENER FEUILLETON einen eigenen Artikel widmet. In der Juniausgabe 2012 vergleicht sie FOODBLOGs mit Kochsendungen, bemerkt ihre Popularität und würdigt ihre Schöpfer. Nicht zuletzt weil sich der angesehene Gastronomiekritiker Wolfram Siebeck zuerst bissig über FOODBLOGs äußerte, nur um dann ein halbes Jahr später selbst einen zu eröffnen. So schnell kann sich eine Meinung ändern. Wie auch immer, es scheint ein erfolgreiches Phänomen zu sein. Phänomenal ist auch, dass die Frauenzeitschrift BRIGITTE 2011 einen Food-Blog-Award veranstaltete. NEW KITCH ON THE BLOG hieß der Gewinner. Wir finden: Ein sehr kreativer Titel, die Seite sieht dagegen eher unscheinbar aus. Nun BRIGITTE wird’s wissen. 2012 lockte die Frauenzeitschrift dann mit einem Kreativ-BlogAward. Was das ist? Keine Ahnung! Vielleicht werden Sie ja zum Blogger und finden es selbst heraus?

zenden Ländern wie China, Syrien oder Iran bloggen Reporter ihre Erfahrungen in die weite Welt. Hier können sie sich frei von jeder Zensur zu Wort zu melden. Dazu führt natürlich auch die Verletzung der Pressefreiheit. Journalisten flüchten ins Internet und tragen dort ihre Kämpfe aus. Zurück zu Google. Der Begriff BLOG ruft dort sage und schreibe 13 030 000 000 Seiten auf. Dagegen erzielt das Kochbuch tatsächlich 4 290 000 Treffer. Kochen und Essen spielen in unserem Leben eine große Rolle. Dabei geht es nicht nur um reine Nahrungsaufnahme sondern auch um Genuss. Könnte das der Grund für die vielen FOODBLOGS sein? Die Lust auf noch nie erlebte Würze? Der Durst auf berauschende Frische? Der Hunger nach dem Geschmack anderer Länder?

TIPP

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INTERNET

SEO SO ETWAS OPTIMALES Über die drei Buchstaben S E O sind Sie mit Sicherheit gestolpert, wenn Sie sich oder Ihr Unternehmen im Internet präsentieren. Sie sind die Abkürzung für Search Engine Optimization oder hierzulande unter Suchmaschinen-Optimierung bekannt. Was aber bedeutet das eigentlich? In einem Satz zusammengefasst: Es geht um gezielte Aktionen, die Ihre Webseite in den Suchmaschinen-Hitlisten möglichst weit oben platzieren. Kurz gesagt, es geht um Marketing. Das oberste Ziel von SEO ist es, dass Sie möglichst viele Leser erreichen.

Auf der Suche nach Wissen begeben wir uns als moderne Menschen in die weltweit größte Bibliothek, die uns zur Verfügung steht: Das INTERNET. Seine unendlichen Archive betreten wir mit Hilfe geschickter Türhüter, sogenannter Suchmaschinen. Sie allein stillen unseren Durst nach Wissen mit nur einem Klick und bieten uns in kürzester Zeit eine übergroße Anzahl von Vorschlägen, die auf unzähligen Seiten gelistet werden. Suchergebnisse. Treffer. Sites. Pages. Resultate. Sie fragen sich, was das alles mit SEO zu tun hat? Nehmen wir folgendes Beispiel: Ein junger Schauspieler sucht einen erfahrenen Coach zur Vorbereitung auf eine Rolle an einem Münchner Theater. Der junge Mann hat gerade sein erstes Engagement und bedarf der Erfahrrungen eines alten Hasen, um Ruhe und Sicherheit in sein Spiel zu bringen. Da er neu in der Stadt ist, betritt er die weite Welt des Internets und tippt bei Google in das kleine Suchfeld sein Anliegen ein: Schauspiel Coach München Google liefert 1 530 000 Treffer in nur 0,19 Sekunden. Bereits auf der ersten Seite wird der junge Schauspieler fündig. Die Webseite sieht professionell aus und er trifft seine Wahl. Später werden ihm die Preise und der Coach vielleicht unsympathisch sein. Pech! Das hat auch die

erfahrene Münchnerin Ute Bronder, die bekannt dafür ist, ein gutes Händchen für junge Schauspieler zu haben. Auf sie wäre unser Jungtalent gestoßen, hätte er laaaange in den Suchergebnissen geblättert. Aber mal ehrlich! Wer von uns klickt schon auf dreistellige oder gar sechsstellige Seitenzahlen? Keiner. Wir treffen unsere Auswahl auf den ersten drei oder vielleicht ersten zehn Seiten. Wer ganz oben steht, muss doch auch gut sein, oder? Genau darum geht es bei SEO. Oben zu sein. Vorn zu sein. An erster Stelle zu stehen. Denn die Anordnung der Treffer für eine Suchanfrage ist kein Zufall sondern eine gezielte Auswahl der Suchmaschinen.

Zu den beliebtesten Suchagenten im Internet gehören GOOGLE, YAHOO, BING oder MSN LIVE SEARCH. Sie tauchten Mitte der 90iger auf. Eine der ersten war unter anderem LYCOS. Erinnern Sie sich noch an das tierische Logo? Der schwarze Labrador war und ist


jedem ein Begriff. Heute ist es der bunte Schriftzug von GOOGLE. Diese und andere Suchmaschinen sind eigentlich nichts weiter als Programme, die Webseiten aufgrund bestimmter Eigenschaften auflisten. Eigenschaften wie CONTENT, PAGE-RANKS oder META-TAGS. Begriffe, die in Ihren Ohren ein Klingeln auslösen aber kein Verständnis? Fachbegriffe, die nur Internetfreaks verstehen können und wollen? Nein. Mit Sicherheit nicht. Jemand muss sich nur die Mühe machen, sie ohne labyrinthische Abschweifungen aus dem Fachchinesisch zu übersetzen. CONTENT ist schlicht und ergreifend die englische Bezeichnung für das Wichtigste Ihrer Webseite: der Inhalt. 2011 präsentierte die Computerzeitung WEBSTANDARDS auf dem Titelblatt folgenden Ausruf: CONTENT IS KING. Dieses Motto gilt bis heute, auch für das Internet. Inhaltlich besteht Ihre Webseite aus Seiten, gefüllt mit Texten, Bildern, Videos, Musiken, Artikeln oder Blogbeiträgen. Sie sollten sich vergewissern, dass die Texte der Wahrheit entsprechen, keine Urheberrechte verletzen oder gegen gesellschaftliche Regeln und Normen verstoßen. Als Besitzer und Urheber Ihrer Webseite sind allein Sie für den Inhalt verantwortlich. Dazu gehört auch ein MENÜ. Es stellt Ihren Seitenaufbau dar und sollte klar und einfach strukturiert sein. Wenn Sie Ihre einzelnen Seiten miteinander verknüpfen, sollten Sie darauf achten, dass die Links stimmen und der Besucher auf der Seite landet, die von Ihnen angedacht war. Sollte dies nicht der Fall sein, ist das für Suchagenten ein gefundenes Fressen und Grund genug, Ihre Seite zu liquidieren, sprich, sie aus Ihrem persönlichem Archiv auszusperren.

Neben Bildern, Grafiken und anderen Unterhaltungsmedien sind vor allem Texte für die Suchagenten der Online-Bibliothek interessant. Je umfangreicher, je themenspezifisch sie sind, desto größer die Kombinationsmöglichkeiten für Suchmaschinen. Bei SEO spricht man oft von der KEYWORD-DICHTE. Um die Häufigkeit der Listung Ihrer Seite zu steigern, können Sie z.B. die Anzahl der auf Ihrer Webseite enthaltenen Schlüsselwörter erhöhen. Aber Vorsicht! Mittlerweile sind die Suchagenten auf Manipulationen in Texten programmiert. Achten Sie lieber darauf, dass Ihre Beiträge informativ und originell bleiben und dem Leser die Informationen bieten, die er verdient zu finden. Zu guter Letzt ist eine Webseite immer attraktiv für Besucher wie auch für Suchagenten, wenn sie jederzeit aktuell ist. Das von gestern will heute keiner mehr lesen. Achten Sie also immer darauf, dass Ihre Inhalte brisant und zeitgemäß sind. Erfahrungsgemäß werden vor allem Seiten, die lange Bestand haben und gut gepflegt werden, besser von den Suchagenten bewertet also neue Seiten. Kommen wir zu einem ganz anderen Thema. PAGE-RANK ist ein auf den ersten Blick geheimnisvoller Fachbegriff. Er stammt von seinem Erfinder LARRY PAGE. Dieser hatte in den 90igern mit SERGEY BRIN GOOGLE entwickelt. Der Page-Rank stellt die Gewichtung einer Seite dar, d. h. er beschreibt ihre Wertigkeit aufgrund der Zahl und der Qualität der eingehenden Links. Allerdings spielen bei dieser Bewertung auch Inhalte, Menüstrukturen, Aktualität und Alter der Seite als auch Domainname und ausgehende Links eine Rolle. Natürlich gibt es noch jede Menge anderer Kriterien, die für das Page-Ranking wichtig sind, aber die wollen wir unter den Tisch fallen lassen, da ihre Aufzählung und Erklärung Seiten um Seiten füllen würde. Widmen wir uns lieber Ihrem DOMAINNAMEN, der für Sie eine enorme Bedeutung haben wird. Er setzt sich aus zwei Bestandteilen zusammen: Dem von Ihnen gewählten Namen und einer allgemeinen oder länderspezifischen Endung wie „.de“, „.com“ oder „.net“. Letzteres wird von Ihrem Webhoster als Top Level Domain (TLD) bezeichnet. Ihrem Domainname plus Endung wird eine sogenannte IP-Adresse zugewiesen, die es eigentlich erst ermöglicht, dass Ihre Webseite von einem anderen Computer angewählt werden kann. IP steht für Internet Protocol und wird als Zahlenreihe dargestellt. Stellen Sie sich diese einfach wie Ihre persönliche Postadresse im World Wide Web vor.


Bei der Namensfindung Ihrer Webseite sollten Sie neben den unternehmerischen Zielen auch darauf achten, dass der Name nicht mehr als 63 Zeichen hat. Zu lange Domains werden in der Regel von Suchmaschinen abgewertet. Also nicht zu kurz, nicht zu lang und nicht zu kompliziert. Ihre Webseite soll dem User schnell und leicht im Gedächtnis hängen bleiben.

Allein ein perfekt seo-optimierter Webseitenname als Dach Ihrer Seite katapultiert Sie aber noch lange nicht auf Platz 1. Dazu müssen Sie noch einige andere Elemente der Seitenarchitektur beachten. Zum Beispiel METATAGS. Im Altgriechischen bedeutet die Silbe META „danach, hinter oder jenseits“. So offenbart sich ihr Geheimnis. Tatsächlich sind Meta Tags schlicht weg Informationen, die der Besucher Ihrer Webseite nicht sehen kann. Sie sind im Hintergrund versteckt, im Quelltext. Dieser wiederum ist das in Worte und Befehle gemeißelte Gerüst Ihrer Webseite. Seine Sprache: HTML - Hypertext Markup Language. Als Baustein des HTML-Codes stellen Meta-Tags Informationen über Daten Ihrer Webseite dar. Dies können Schlüsselwörter (Keyword MetaTag), eine Beschreibung der Seite (Description Meta-Tag) oder Informationen zur Sprache und zum Autor sein. Und genau diese Informationen sollen an Suchmaschinen weitergegeben werden und ihnen zum Katalogisieren und Einordnen Ihrer Seite helfen. Man könnte sagen, dass Meta-Tags eine Art Geheim-Code bilden, den Suchmaschinen nutzen, um auf Ihre Seite hinzuweisen. Grundlegend beeinflussen all diese aufgeführten Elemente den Erfolg einer Webseite. Neben Webstandards und der Benutzerfreundlichkeit (Usability) einer Seite sollten Sie aber

TIPP

auch nicht die Performance und das Design außer Acht lassen.

Die Anpreisung Ihrer Inhalte und deren Gestaltung sind keine Grenzen gesetzt. Diverse jährliche Preisverleihungen entzünden eine wahre Schöpfungswut im Internet. Jedes Jahr tauchen immer mehr technisch einfallsreiche Seiten auf, die mit frischen Designs und technischen Experimenten um einen Top-Platz in den Trefferlisten der Suchagenten kämpfen. Aber über Farben, Bilder, Galerien, FlashAnimationen, Videos, Schriftarten und modernen Grafiken vergessen Sie nicht den Nutzen, den Ihre Seite haben soll und Ihre Zielgruppe, die sie erreichen wollen. Eine hübsch anzusehende Seite ist gut, eine informativ und reichlich gefüllte besser. Eine von 2009 bis 2010 durchgeführte Studie in Amerika ergab ein neues Konzept für das Erstellen erfolgreicher Seiten: CONTENT STRATEGY Um die Suchagenten anzulocken und erfolgreich für Ihre Seite zu interessieren, gilt es also strategisch mit Informationen bzw. Inhalten umzugehen, sie clever zu platzieren. Verführen Sie also Ihren Besucher mit allen Mitteln, so dass er länger auf Ihrer Webseite bleibt. Die NEW YORK TIMES schafft das ganz simple. Wenn Sie dort einen Artikel lesen und sich dem Ende der Zeilen nähern, poppt rechts unten ein kleines Fenster mit verwandten Artikeln auf und verlockt den Leser weiter in den spannenden Stories der Times zu stöbern. Die 1851 gegründete amerikanische Tageszeitung des Big Apples weiß eben ganz genau: CONTENT IS KING.

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Laut einer Studie des INSTITUTS DER DEUTSCHEN WIRTSCHAFT lassen sich mit jedem in AdWords investierten Euro etwa 12 Euro Umsatz erzielen.


MEDIEN

ALJAZEERA DIE VERLORENE INSEL ARABISCHER MEINUNGSFREIHEIT Staatsfernsehen. So wird das TV-Flimmern genannt, welches seitens der Regierung eines Landes überwacht und nicht zuletzt kontrolliert wird. Somit dient es nicht der Unterhaltung, sondern der Propaganda. Bis 1996 informierte das Staatsfernsehen in der arabischen Welt über aktuelle Zeitgeschehen. Doch dann tauchte im Ozean der einseitigen Nachrichten ALJAZEERA auf. Ein arabischer TV-Sender, der ernst genommen werden wollte.

Eine Insel für freie Informationen, Diskussionen und Meinungen. Sein Gründer, der Emir von Katar, Scheich HAMAD BIN KHALIFA AL THAN, beeindruckte westliche Medien mit seiner Idee einer Berichterstattung ohne Zensur. Damals, eine Einzigartigkeit. Eine Sensation. Das alles ohne staatlichen Einfluss. Bis jetzt.

Im November 2012 zündeten Demonstranten ein Büro des arabischen TV-Senders in der Nähe des Tahrir-Platzes in Kairo an. Ein Protest gegen den neuen Machtinhaber, aber auch ein Protest gegen ALJAZEERA. Sein Ruf als unabhängige, unparteiische Instanz bröckelt wie die Fassade des Live-Studios am Tahrir-Platz.

Immer öfter werden Vorwürfe gegen seinen Gründer laut. So tuschelt man auf den Straßen, der Sender vertrete die politische Meinung des Emir von Katar und sei nicht mehr objektiv. Kritische Beobachter vermuten schon lange eine Instrumentalisierung des arabischen Mediensterns ALJAZEERA.

Seit seiner Erstausstrahlung im November 1996 entwickelte sich der arabische TV-Sender immer vorwärts. Mittlerweile sendet er aus 65 Ländern und erreicht 200 Millionen Zuschauer. Doch die Zahl seiner Journalisten sinkt. Dabei sind sie das Leuchtfeuer, denn internationaler könnten Reporter nicht sein. Aus allen Ecken der Welt strömen Journalisten zu ALJAZEERA, interviewen kritische Stimmen und berichten hautnah am Geschehen. Damals und heute. Zu jeder Zeit. Eine beeindruckende Leistung.

Während des Arabischen Frühlings zum Beispiel informierte ALJAZEERA 24 Stunden live. Unsere Medien konnten da nicht mithalten. Inzwischen gehört der arabische, immer gut informierte TVSender zur anerkannten Presse. Gern greifen wir auf die von Ihnen gelieferte Berichterstattung zurück. ALJAZEERA-Journalisten bleiben immer vor Ort, auch wenn es gefährlich oder brenzlig wird. Nicht allzu selten werden sie gejagt, lassen und ließen sich davon jedoch nicht so leicht abschrecken. Bis heute.


Nach nun mehr als 16 Jahren beklagen immer mehr Reporter, dass ihre journalistischen Grundsätze nicht mehr geachtet werden und der Gründer von ALJAZEERA in die Auswahl der Interview-Gäste und der Programmgestaltung eingreife. Im April 2012 tauchte in der britischen Tageszeitung THE GUARDIAN ein Artikel des libanesischen Journalisten ALI HASHEM auf. Im März hatte er seinen vorherigen Arbeitgeber, ALJAZEERA, verlassen. In seinem Artikel für den

GUARDIAN prangerte er eine scheinbar selektive Berichterstattung aus Syrien an. Angeblich hätte der arabische TV-Sender sich geweigert, seinen doch eher kritischen Bericht über bewaffnete syrische Revolutionäre an der Grenze zum Libanon zu senden. Als Grund für diese Entscheidung sieht Ali Haschem die politische Stellung des Emir von Katar. Scheinbar stehe dieser auf der Seite der syrischen Rebellen und somit auch sein Lebenswerk ALJAZEERA.

Die Insel der arabischen Nachrichtenfreiheit hat wohl seine Unabhängigkeit von der restlichen arabischen Meinungswelt endgültig eingebüsst. Es ist zwar nicht verwerflich, öffentlich Stellung zu beziehen, aber, andere Meinungen auszusperren, um so seiner politischen Haltung Feuerschutz zu bieten. Unverständlich, warum gerade der Emir von Katar zu solch einem Machtmissbrauch greift. 1996 war er es schließlich, der einer unabhängigen Berichterstattung über die Ereignisse in der arabischen Welt Raum und Kraft verlieh, indem er 17 entlassene

BBC-Mitarbeiter, die zuvor bei dem arabischen Gemeinschaftssender der BBC und dem saudischen Medienkonzern ORBIT gearbeitet hatten, einstellte und einen neuen unabhängigen TV-Sender gründete. ALJAZEERA lehnte sich gegen die Schließung des BBC-Gemeinschaftssenders durch die saudische Regierung auf. Damals bezog Scheich Hamad bin Khalifa Al Than eine freiheitliche Stellung. Damals hatte er den Mut und die Weltoffenheit, jeder kritischen Meinung fortan ein Zuhause zu geben: ALJAZEERA, die Insel.

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UMWELT

BIOMASSE IST KLASSE ENERGIE AUS ABFALL FEUER, WASSER, LUFT und ERDE sind die vier Bausteine, die unsere Welt formen und beherrschen. Bereits in der Antike glaubte man, dass genau diese vier herkulischen Urstofflichkeiten das bisschen Sternenstaub erst zu dem machen, was wir Erde nennen. Eigentlich geht es dabei nicht um ihre natürliche Erscheinung, sondern um die entsprechenden Grundprinzipien, die ihnen zugrunde liegen. In der Umwelt spielen diese vier Elemente eine entscheidende Rolle. Sie tauchen als natürliche und moderne Energieträger auf, da sie theoretisch unerschöpflich zur Verfügung stehen. Weil sie sich verhältnismäßig schnell regenerieren, bezeichnet man sie als Erneuerbare Energien. Dazu gehören Wasserkraft, Wind- und Solarenergie, Erdwärme und nachwachsende Rohstoffe. Die Sonne steht natürlich für das Element Feuer. Auch wenn die Bedeutung Erneuerbarer Energien als Alternative zur fossilen Energiegewinnung (Atomenergie) in den letzten Jahren stark zu genommen hat, neu sind diese Energieträger eigentlich nicht. Als in den 90igern Wind- und Solarenergie weltweit einen Auftrieb erlebte, wird Wasserkraft bereits seit Jahrhunderten genutzt. Noch älter ist die Nutzung von Biomasse als Energiequelle. Darunter versteht man die Gewinnung von Heizenergie, elektrischer Energie oder Kraftstoffen aus tierischen und pflanzlichen Rohstoffen. Holz, Stroh oder Pflanzenabfälle, flüssige Pflanzenöle aus Raps oder Sonnenblumen, Biogas aus der Vergärung organischer Stoffe oder biogener Abfälle werden verwertet und in Bioenergie verwandelt. Diese natürliche Energiegewinnung ist die wohl vielseitigste Form der Erneuerbaren Energien, denn sie entsteht nicht nur auf sehr unterschiedliche Weise sondern auch in sehr unterschiedlichen Formen. Ob als Wärme, Strom oder Kraftstoff für den Verkehrssektor Biomasse ist ein universeller Energiespender. Der Begriff BIOMASSE definiert sich unterschiedlich, sowohl in der Ökologie als auch in der Energiegewinnung. Alles begann mit dem russischen Naturwissenschaftler Wladimir I.

Wernadski, der in den 20igern herausfinden wollte, welche Masse alle irdischen Lebewesen unseres Planeten besitzen könnten. Heute wird die Masse, die alle lebenden Organismen eines bestimmten Bereichs zusammen besitzen als BIOMASSE bezeichnet. In der Energiegewinnung benennt der Begriff alle organischen Stoffe biogener, nicht fossiler Art. Es handelt sich kurz gesagt um lebende Naturmaterie und der sich daraus resultierende Abfall. Somit ist Bioenergie von dem dauerhaften Nachwachsen natürlicher Rohstoffe abhängig. Um unser sensibles Ökosystem vor einem übermäßigen Missbrauch zu schützen, unterliegt die Verwertung von Biomasse diversen Bedingungen, die unseren Umweltkosmos erhalten. Seit einigen Jahren nun boomt der "grüne Markt". Allein 2011 wurden weltweit 257 Milliarden Dollar in Erneuerbare Energien investiert. Laut dem Bericht des Uno-Umweltprogramms „UNEP“ hat die Branche 2011 einen Anstieg um 17% erzielt. Satte 94% sind es sogar im Vergleich zu 2007, dem Jahr vor der weltweiten Finanzkrise. Bereits damals wurden auf einer Fläche von 2 Millionen Hektar Energiepflanzen angebaut. Aktuellen Prognosen zugrunde kann das bis 2030 mehr als verdoppelt werden. 2011 wurde in Deutschland 12% des gesamten Endenergieverbrauchs und 20% des Stromverbrauchs durch Erneuerbare Energien gedeckt. Es sieht so aus, als haben "grüne Technologien" unsere Märkte erobert. Umwelt ist rentabel. Doch neben hohen Gewinnen sollten Investoren und Verbraucher nicht vergessen, dass bei dem Einsatz Erneuerbarer Energien wie BIOMASSE auch der Erhalt und Schutz unserer Welt im Vordergrund steht. Ohne die Leben spendenden Elemente ERDE, LUFT, WASSER und SONNE ist ein Leben auf unserem Planeten nun einfach mal nicht möglich.


„Der Mensch ist ein Teil der Natur und nicht etwas, das zu ihr im Widerspruch steht.“ Zitat: Bertrand Russell (1872-1970)


MEDIZIN

DIE KAISER KOLUMNE von Angela Kaiser STUTZ, mein Leben als nichtprominenter Stoma // Angela Kaiser wurde 1972 in München geboren und lebt seither dort. Seit 1991 ist sie Sachbearbeiterin im öffentlichen Dienst. 1995 wurde bei ihr MORBUS CROHN (chronisch, entzündliche Darmerkrankung) diagnostiziert. In ihrer Freizeit liest und fotografiert die Münchnerin gern, liebt die Natur und die Tiere. Für uns hat sie ihre Erlebnisse während eines Krankenhausaufenthaltes, der eigentlich Routine sein sollte, festgehalten. Ihre Erfahrungen berichtet sie aus Sicht eines Körperteils, dass auf einmal nicht mehr in ihrem Körper sondern außerhalb war. //

Mein Name ist Stutzi. Ich bin Teil eines doppelläufigen Ileostoma (Dünndarmstoma), kurz STOMA genannt. Was das ist? Ein künstlicher Darmausgang. Ein Kunstafter. Ich bin also Teil einer chirurgisch herbeigeführten Öffnung eines Darmteils durch die Bauchwand, die der Ausleitung von Ausscheidungen dient. STOMA ist ein griechisches Wort. Es bedeutet schlicht MUND oder ÖFFNUNG. In der Medizin spricht man von einem „künstlich geschaffenen Spalt“. Ich, STUTZI, bin eine medizinische Notwendigkeit. Mein neues Leben als künstlicher Darmausgang begann - wie kann es anders sein – außerhalb eines menschlichen Körpers. Nach einer HEMIKOLEKTOMIE (operative Entfernung von etwa der Hälfte des Dickdarms) platze die in einer Operation zuvor entstandene Narbe im Dickdarm jenes Körpers, worauf sich sein Bauchraum mit Stuhlgang füllte. Kein Wunder, dass sich das Bauchfell entschloss, sich zu entzündet. Für den Mensch bestand absolute Lebensgefahr. So wurde ich, STUTZI, in der darauf folgenden Not-OP geboren. Darüber war mein Mensch zunächst überhaupt nicht erfreut und ich, ganz ehrlich, noch weniger. Ich war traurig, denn die Verbindung mit meinen Darmfreunden war dahin, abgeschnitten, nach oben gezogen und halb über der Bauchdecke festgenäht. Wie eklig ist dass denn? Ich gehöre doch in den Körper - nicht nach außen! Und dann diese Tüte, die mich einschloss! Als mein Mensch, eine Frau, so einigermaßen wieder bei Sinnen war, mich, die

eigenartige Stoma-Tüte mit Sonderablauf um mich herum und die Halterung ertastete, brach sie in Tränen aus. Verständlich. Ich wiederum kann nicht weinen. Ich bin ja ein Ding. Ein Körper-Etwas. Nach meinen Gefühlen fragt mich erst recht keiner. Hier draußen, in dieser Menschenwelt, war es kalt und einsam. Um meinen Gefühlen die richtige Aufmerksamkeit zu geben, spotzte ich was das Zeug hielt in diese komische Tüten-Vorrichtung. Aus mir kam eine Flüssigkeit, die sehr scharf war und zum Himmel stank. Auch wenn es einst im Körper zu meinen Aufgabe gehörte, Nahrungsmittel zu verdauen, so war dies als neugeborener Teil eines STOMAs überhaupt kein Spaß mehr. Für mein Menschenweiberl und mich gab es keinen Ausweg – für eine lange Weile gehörten wir zusammen. Nach ein paar Tagen überlegte sie, ob ich durch einen Namen ansehnlicher und begreifbarer wäre. Erst dachte sie an ERNIE und BERT, da sich das Entlüften über den Beutel wie ein ständiges Gequatsche anhörte. Zu dieser Zeit wagte ich mich das erste Mal ein Stückchen an die frische Luft. Das gefiel ihr und sie verpasste mir den Namen STUTZI. Das gefiel mir wiederum, aber weitermachen wollte ich so trotzdem nicht. Was ich alles versuchte, um wieder in den Körper zu kommen! Das geht auf keine Kuhhaut. Ein paar Tage nach der Not-OP probierte ich zum ersten Mal, diesen einschränkenden Beutel um mich herum los zu werden. Fünf Wochen lang funktionierte das. Ich nahm all meinen Sabber zusammen und schaffte es, die zum Schutz der Haut aufgelegte Platte bis zu fünfmal am Tag loszulösen, so dass den Kran-


kenschwestern der blanke Horror ins Gesicht stand. Ich amüsierte mich prächtig, mein Menschenweiberl weinte. Denn jedes Mal musste die Platte komplett ausgetauscht werden. Die dadurch eh schon kaputte Haut wurde noch gereizter. Verdauungsflüssigkeit brennt nun mal auf menschlicher Haut wie Feuer. Sie tat mir leid. Ich wollte sie nicht weiter quälen. Also versuchte ich, mich unter der Bauchdecke zu verstecken. Mit all dem wollte ich nichts mehr zu tun haben. Ich riss einfach die Fäden entzwei, mit denen mich die Halbgötter in Weiß in das Bauchloch eingenäht hatten. Das tat mir zwar weh, aber endlich war ich wieder ein Stückchen mehr dort, wo ich doch hingehörte. In den Körper. Aber das machte alles noch komplizierter. Die Schwestern und Pfleger wollten mich schon gar nicht mehr versorgen. Wenn die Notfallklingel im Krankenzimmer meines Menschenweiberl losschrillte, flackerte in den Augen des gesamten Pflegepersonals ein „P“ auf. PANIK. Verständnis hatte nur die sogenannte Stoma-Krankenschwester und eine Lernschwester. Letztere schaute einmal in der Früh nach mir und begrüßte mich: „Guten Morgen kleiner Mann Stutzi (die ganze Station kannte inzwischen meinen Namen) – gut geschlafen?“ Da wurde ich gleich ganz verlegen. Wenn ich jemanden von dem Pflegepersonal nicht mochte (und das waren einige), spuckte ich während des Versorgens ohne Ende. Ich ließ meinen Emotionen freien Lauf. Die Begeisterung der Menschen hielt sich natürlich in Grenzen. Mein Menschenweiberl konnte nichts dagegen tun. Denn der Dünndarm ist eins der wenigen - wenn nicht das einzige - Organe, welches nicht bewusst über das Gehirn gesteuert werden kann. Er ist ein Stressorgan und reagiert dementsprechend. UND ICH WAR GESTRESST – also: Kräftig spotzen! Irgendwann fanden ein Pfleger und ein paar Schwestern, dass ich hässlich sei und nicht prominent. NICHT PROMINENT? Wollte ich etwa ein Star sein? Das hatte ich mir doch nicht ausgesucht! Später wurde mir klar, dass man dies im Bezug auf meine Lage über der Bauchdecke meinte. Um Teil eines prominenten STOMAs zu sein, hätte ich halb über der Bauchdecke liegen müssen. Auch zu meinem Menschenweiberl war das Pflegepersonal nicht immer nett. Am zweiten Tag nach der OP zum Beispiel klingelte sie und erklärte, dass der Ablauf zu dem Auffangbeutel nicht richtig funktioniert. Da wurde sie von einer Schwester angepampt, dass dies

nun mal ihr STOMA sei und sie mit ihrer Scheiße klar zu kommen habe. Sie soll halt an dem Beutel solange herummatschen bis der Ablauf funktionierte. Wie gehen nur die Menschen miteinander um? Vor allem an einem Ort, wo man Pflege und Fürsorge erwartet? Vielleicht sollte das Pflege-personal an einer eine Schulung teilnehmen, in der sie den richtigen Umgang mit kranken Menschen lernen. Sensibilität. Einfühlungsvermögen. Anteilnahme. Vielleicht können sie anschließend besser verstehen, wie sich ein Leben mit einem STOMA verändern kann. Zurück zu mir und meiner Flucht unter die Bauchdecke. Dort war ich abseits von dem emotionalen Elend meines Menschenweiberl. Tagein, Tagaus fummelten Ärzte und Pflegepersonal ständig an ihr und mir herum. Mann! Ging mir das auf die Nerven! Dann entzündete sich auch noch die Bauchnarbe. Fortan wurde diese zweimal in der Woche aufgemacht und ein Vakuumschwamm (VAC) eingesetzt. Ich sag euch, den ganzen Tag hatte ich nun dieses Geschmatze in den Ohren. Außerdem wurde ich extrem eingeengt. Als das schwammige, schmatzende Etwas nach fast vier Wochen endgültig entfernt wurde, kehrte wieder so was wie Ruhe ein. Für mich und mein Menschenweiberl. Aber das war nur die Ruhe vor dem Sturm. Weil ich Teil eines besonderen Exemplars von STOMA war, konnte mich mein Menschenweiberl nicht selbst versorgen. Sie und die Klinik versuchten, dass die Krankenkasse einen Pflegedienst übernehmen würde, der sie zu Hause versorgte. Unsere Entlassung aus dem Krankenhaus stand bevor. Sechs Wochen Klinik sind ja auch mehr als ausreichend. Damit ich bzw. das STOMA – pardon, aber ich bin eitel, ich bin Stutzi und die Stomaplatten und der Beutel sind das STOMA - am Bauch hielten, äußerte die Stoma-Krankenschwester eine tolle Idee: Eine die Figur formende Stützunterhose. Die beste Idee der Welt, denn endlich klappte alles und uns ging es viel besser. Das Krankenhaus schrieb inzwischen einen Antrag auf Kostenübernahme an die Krankenkasse und wir durften nach Hause fahren, um dort in trauter Zweisamkeit den Rest des steinigen Weges zu gehen.

FORTSETZUNG FOLGT...


MUSIK SPEZIAL

IT’S MUSIC! INCREDIBLE!

Beatbox goes online. So könnte man es bezeichnen, wenn sieben coole Jungs, in schwarz und weiß gekleidet, auf einer Webseite schnalzen, zischen und scratchen. Sie sind nicht echt. Sie sind Cartoons. Sie sind eine virtuelle BeatBox-Maschine. INCREDIBOX heißt das musikalische Projekt des französischen Medien-Studios SO FAR SO GOD. Eine der wohl unterhaltsamsten Ideen für den Zeitvertreib im Internet. Bereits 2009 sorgten sie mit ihrer geräuschvollen FlashSeite für Aufsehen und erhielten den FAVOURITE WEBSITE AWARD. 2012 erklangen nun für alle treuen Beatbox-Fans neue, frische Sounds auf INCREDIBOX. Das Handling ist easy, wie die Cartoon-Kerle, die sich ebenso verändert haben. Lange Haar und irgendwie ein Stück weit erwachsener. Ihr Sound, den sie pfeifen, klackern oder trällern, klingt leicht, cool, beschwingt und echt. Beatbox-Elemente per Drag & Drop an eine Melodie gereiht und fertig ist die eigene Komposition. Vollendet und bereit mit dem Rest der Welt geteilt zu werden. Mit 1,5 Millionen Besuchern jeden Monat hat INCREDIBOX eindrucksvoll bewiesen, dass BEATBOXING noch immer zeitgemäß ist. Entstanden als Ausdruck einer rebellischen Jugendkultur der 80iger in Amerika, ist das Schnalzen mit der Zunge zunächst nur ein Bestandteil des HipHop, inzwischen jedoch eigene Profession, die sich vielseitiger Musikelemente bedient. Hin und wieder ein bisschen

Jazz, manchmal Rap, gerne auch Klassik oder Pop. Beatboxing kennt keine Grenzen. Wer das Erzeugen von sogenannten Perkussions-Geräuschen (Klänge eines Schlaginstrumentes) mit dem Mund beherrscht, kann sich bei ausreichendem Können als HUMAN BEATBOX bezeichnen. Einer der wohl bekanntesten ist THE MAN OF A THOUSAND VOICES alias MEL BLANC. Der amerikanische Synchronsprecher verdiente sich in den 40igern diesen Namen, weil er bei Sprachaufnahmen für Zeichentrickfilme nicht nur den Figuren eine Stimme verlieh sondern der gesamten Zeichentrickwelt, vom piependen Vogel bis zur Explosion. Der Mann der tausend Stimmen war damals einmalig. Heute gibt es Millionen Beatboxer weltweit. Kein Wunder also, dass man inzwischen zu einer Weltmeisterschaft greifen muss, um den Besten unter ihnen zu finden. Die 3.BEATBOX BATTLE WORLD CHAMPIONSHIP fand im März 2012 in Berlin statt. Die Namen der Gewinner bleiben ihrer Profession treu, sie sind wahre Zungenbrecher. PE4ENKATA heißt die weibliche Siegerin. Ihren Ruhm teilt sie sich mit einem männlichen Kollegen namens SKILLER. Wer eher mit einer ungelenkigen Zunge, aber flinken Fingern gesegnet ist, dem empfehlen wir dringend auf den Link www.incredibox.com zu klicken und noch heute das virtuelle Beatboxing auszuprobieren. Die SLMS hat’s bereits probiert und ihre Komposition aufgenommen, um sie mit dem Rest der Welt zu teilen. Sie heißt BUTTERFLY IN SUMMER und ist zu sehen und hören auf: www.slms.de/slms/incredible


Zu Weihnachten haben sich die sieben INCREDIBOX-Jungs schick gemacht.


TECHNIK/GESCHICHTE

APP Das Accessoire für’s Handy Der 13. Juni 1983. Die Geburtsstunde eines wahrhaft unvergessenen Helden. Maskuliner Körper, starke Züge, etwas blass, aber ausdrucksstark. Seine Maße: 33 cm groß, 800 g schwer Sein Name: DYNATAC 8000 Sein Ziel: Mobile Kommunikation Aus den unergründlichen Weiten des Motorola-Konzerns ist diese TechnikRevolution in Gestalt eines mobilen Telefons gekommen. DYNATAC 8000 – das erste kommerzielle Handy. Mit einer Akkulaufleistung von nicht mal ganz 30 Minuten läutete der auffällige Telefonbatzen ein neues Zeitalter der Kommunikation ein. Als DYNATAC das Licht der Welt seiner Konsumenten erblickte, ahnte er noch nicht, dass er von da an ihr ständiger Begleiter sein würde. Über Jahrzehnte bedeutete das für ihn ein hohes Maß an Wandlungsfähigkeit. Die Menschen sind einzigartig und in ihren Eigenschaften und Bedürfnissen entsprechend universell. Kurz gesagt: Jeder will was anderes. So war vorherzusehen, dass DYNATAC nicht lange allein bleiben würde. Schnell tauchte eine Vielzahl Seinesgleichen auf. Im Sturm eroberten sie unsere Hände. Aktuellen Schätzungen zufolge existieren ca. drei Milliarden Handys im Einklang mit uns Menschen. Sie haben sich in unsere besten Freunde verwandelt, sind nicht allzu selten unentbehrlich.

Nur allzu oft kommt es vor, dass wir ohne unser Handy in der Tasche das Gefühl verspüren, nur ein halber Mensch zu sein. Vergessen zu werden. Unerreichbar zu sein. Ohne Handies sind wir nicht mehr Teil dieser nie enden wollenden Kommunikation auf unserem Planeten. Schuld sind die Macher. Die Erschaffer, Bauer, Schöpfer der Mobiltelefone. In einem klugen Schachzug verpassten sie ihnen über all die Jahre ein immer verführerisches Aussehen, meißelten ihre Körper regelrecht in unsere Hände, elegant und geschmeidig. Sie statteten sie mit neusten Technologien aus und tarnten sie mit einem neuen Namen. SMARTPHONES. Das ist die neue Handy-Generation. Ja, smart sind sie. Warum? Sie haben eine der wohl kühnsten Waffen. Die APP. Applikation. Die Anwendung.

Ok. Ja. Es stimmt. Wir waren vorher bereits dem Kalender, dem Taschenrechner und einer Vielzahl an handlichen Tele-Spielen verfallen. Mobile Unterhaltungsbegleiter. Doch die APP ist völlig anders! Jetzt kann uns nichts mehr retten. Der totale Verlust jeglicher Widerstandskraft droht, denn zu hypnotisch sind die Möglichkeiten der Unterhaltungskunst dieser APP’s. Sie können, was Bücher, Zeitungen, Musiken oder Filme nur unter kreativster und anspruchsvollster Anstrengung geschafft haben: Auslöschen des uns verhassten Feindes: Die Langweile. Online, mit nur wenigen Klicks dringen tausende APP’s als verspielte Software, coole Programme und Hightech-Gadgets auf unser Smartphones. Sie fesseln unsere Finger und unseren Verstand Stunde um Stunde an diese dünnen Kunststoffkörper, die irgendwann mal nur telefonieren konnten. Aus dem ehemals schwarzgrauen Telefonknüppel ist eine handliche Computerintelligenz geworden. Papierdünne Unterhaltungs-Hightech.


Ihre Auswahl ist unergründlich. Unendlich. Verrückt.

Fluch oder Segen?

TEEN TORTURE, zum Beispiel, feuert einen schrillen Ton ab, der Teenager in Mark und Bein fährt. Der ideale Rohrstock für Lehrer? Oder BLOWER. Er brüllt durch den SmartphoneLautsprecher ein Laubsauger-Geräusch. Die ide-ale Abkühlung gegen die globale Erwärmung? YES/NO lässt auf dem Bildschirm Yes oder No erscheinen. Die beste Entscheidungshilfe für unsere Politiker? Eine APP soll unser Leben erleichtern, wenn wir unterwegs sind. Draußen in der Welt, die so groß und unübersichtlich ist. Wo will ich hin? Finde ich den Weg? Wann fährt der nächste Zug, der nächste Bus? Was kostet ein Pfund Butter? Was ist ein Pfund? Habe ich neue Emails? Wieso aktualisiert das Ding nicht? Wie wird das Wetter und was steht in der Zeitung? Was wiege ich? Wie viele Schritte bin ich gegangen? Und warum kann mein Smartphone eigentlich immer noch nicht beamen? Fragen. Die APP hat Antworten.

Wer braucht so was? Wer will so was? WIR! Leider. Wir wollen und brauchen. Immer. Die meisten zumindest. Ja, es gibt diese Art einer APP, die hilfreich ist, unseren Alltag erleichtert, uns Ärger, Unwissenheit und Nöte abnimmt. Aber sind wir früher nicht auch ohne die APP zurechtgekommen? Was ist so unmöglich, so unvorstellbar daran, einen MENSCHEN um Hilfe, Gesellschaft oder Unterhaltung zu bitten?

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LITERATUR PHILOSOPHIE

GLÜCK, WAS IST DAS UND VOR ALLEN DINGEN WO? von UTE BRONDER Ist es nicht so, dass insgeheim eine kleine Hoffnung in uns existiert, da wäre ein Schatzkästchen irgendwo in uns für uns bereit gestellt, wir müssen es nur finden, der Karte in uns nachgehen und dann... Ja, da muss es doch irgendwo sein, ganz sicher, auch wenn da eigentlich bei genauerem Hinspüren nur Leere und Dunkelheit sind. Oh je, schnell wieder raus aus der Höhle. So hatten wir uns das nicht vorgestellt, das ist ja eher eine Hölle, so dunkel, so nichts, so Nirwana... Nix da Nirwana! Ich will Reichtum, Sonne, Glück im Überfluss und das fühlt sich ja wohl ganz anders an, als dieses undefinierbare Nichts, das man da so vor sich hin meditiert. Das soll alles gewesen sein? Nein. Nein, ich muss mich hier verirrt haben, in mir, da, da… ist ja nichts?! Stille. Einen Moment scheint die Welt stehen zu bleiben und Esther lauscht dem Nichts. Aber da ist ganz viel und Gott sei Dank ist da ganz viel, der Wecker, die Autos auf der Strasse, das Brummen vom Kühlschrank. Es gibt eigentlich nicht Nichts. Denn da ist ja noch der Körper, irgendetwas tut immer weh, wenn man da so liegt, oder ist zumindest spürbar, und außerdem die Gedanken, diese monströsen alles einnehmenden Gebilde können einem wirklich den letzen Nerv rauben... Japan! Oh nein! Atomreaktoren explodieren, fließen aus, strahlen, verstrahlen Menschen, Tiere, Pflanzen, die Atmosphäre und da soll ich mich auf mich konzentrieren, auf meinen Atem und mein Glück visualisieren? Und warum habe ich vor der apokalyptischen Katastrophe das absolute Glück nicht wahrgenommen, wo es vielleicht noch eine Chance gehabt hätte, sich zu zeigen? Ach ja, da war ja der Gaddafi und das teure Benzin und die zu kleine Wohnung und, und, und... Also, wo ist es dann das Glück, war es da und ich habe es verpasst? Ist es immer da und ich bin blind. Oder muss ich es suchen, weil es gefunden werden will, vielleicht sogar an Orten, wo ich es am wenigsten vermute?

Bei mir? Der vermeintlich Andere, der kann es nicht sein, der uns das Glück zu Füssen legen soll, der nie so funktioniert, wie wir es wirklich brauchen können, dabei wäre es doch ganz einfach, er hat doch nur darauf zu achten, dass immer alles zu meinem Besten ist, dass ich mich wohl fühle, er oder sie braucht einfach nur zu tun, was ich ihm sage... Ach, warum ist denn der Andere nicht anders? Und ist der Andere dann noch er selbst, wenn seine Aufgabe darin besteht, mich zu befriedigen? Das ist wie mit dem Sex, da klappt es auch nicht. Konzentrieren wir uns nur auf uns, sind wir Egoisten - sind wir zu sehr beim Anderen, kann es passieren, dass wir leer ausgehen. Aber zu zweit ist es halt doch schöner als allein, oder? Also, bin ich wirklich glücklicher, wenn der Andere da ist oder eher in der Abwesenheit des Anderen, aber mit dem Wissen, es gibt ihn ja und so ein bisschen Trennung veranlasst dann wieder, dass wir uns sehnen, was ja schon wieder dem Glücksgefühl sehr nahe kommt. Auch nicht der andere Ort, die Karibik, die Seychellen, oder der Reichtum. Warum bringen sich dann Reiche um? Und die Seychellen müssten überquellen, vor Menschen, die fortan nur dort leben wollen. Das Alter kann auch nicht herhalten, ich zumindest war in jungen Jahren ständig unglücklich verliebt, als Kind wünschte ich schnell groß zu werden... Immer am falschen Ort zur falschen Zeit? Ist Glück etwa die Abwesenheit von Unglück? Dann sollten wir aber schleunigst damit aufhören zu jammern, zu lamentieren, uns Sorgen zu machen über Dinge, die noch gar nicht passiert sind. Sorgen, unnötig wie ein Kropf, lassen gar nicht zu, dass Glück zu uns stoßen kann, denn vorher stecken wir den Kopf in den Sand und wir können das arme Glück gar nicht sehen, dass nur darauf wartet von uns bemerkt zu werden. Ein Auszug aus Ute Bronders aktuellem RomanProjekt „Die Schickse“


CREAHEALING Coaching Ute Bronder

Den

HIMMEL auf die ERDE bringen

Bewusstseinsarbeit, das Aufspüren und Lösen von Blockaden und Mustern gehören zu den Grundsätzen der Energetischen Arbeit. Wir haben oftmals eine ganz verzerrte Vorstellung von uns, die gar nicht dem entspricht, was ist oder bei Anderen ankommt. In diesem Prozess begleite ich Sie mit dem Wissen aus der Kabbala, der Nummerologie oder dem Tarot – zusammen arbeiten wir auf allen Ebenen: emotional, seelisch und körperlich.

CREAHEALING verbindet den Heilungsprozess mit dem eigenen kreativen Potential.

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FINANZ / KULTUR

MÄZEN GÖNNER UNSERER GESELLSCHAFT

GAIUS CILNIUS MAECENAS war der wahrhaft erste, engagierte Förderer von Kunst und Kultur. Ein Gönner. Der Vertraute und politische Berater des römischen Kaisers AUGUSTUS wurde am 13. April 70 v. Chr. in Arretium geboren. Die unterschiedlichen Einflüsse väter- und mütterlicherseits verführten den vermögenden und Genuss liebenden MAECENAS zur Dichtkunst. Dafür erntete er vor allem von dem römischen Philosophen SENECA heftige Kritik. Zu wünschen ist, dass sich MAECENAS diese nicht allzu ernst genommen hat, denn der altkluge SENECA lebte selbst in seiner ganz eigenen idealen Welt. So scheiterte dessen utopischer Versuch, den rücksichtlosen Kaiser NERO in einen strahlenden, ehrenhaften Staatsmann zu verwandeln, in politischer Verschwörrung und Selbstmord.

© Museo Archeologico Nazionale (Caio Cilnio Mecenate) Arezzo

MAECENAS war in seinem Bestreben, einen Kaiser mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, bedeutend erfolgreicher. Kaiser AUGUSTUS, Großneffe und Haupterbe des GAIUS JULIUS CÄSAR, führte das Römische Reich in eine einzigartige Blütezeit. Er duldete weder Korruption noch Ausschweifungen, schützte den Frieden, sorgte für Wohlstand im Volk und spendete nicht zuletzt seine eigenes Geld, wenn Not herrschte. Ein vortreffliches Vorbild, nicht nur für MAECENAS, der junge Dichter und Künstler seiner Zeit mit seinen ihm zur Verfügung stehenden Mitteln gern unterstützte. Dieses Engagement hat nicht nur beeindruckende Dankes-Gedichte jener Künstler hinterlassen sondern auch das Mäzentum schlichtweg. Es beschreibt das wohlwollende Wesen eines MAECENAS: Ein großzügiger Menschen, der Kunst und Kultur liebte und sie mit finanziellen Mitteln förderte. Ob Sie es glauben oder nicht, aber Gönnern wie MAECENAS haben wir die größten und bedeutendsten Kunst-, Kultur- und Wissenswerke der Geschichte zu verdanken. PUBLIUS VERGILIUS MARO besser bekannt als VERGIL, der Verfasser der AENEIS, verdankt seine schriftstellerischen Freiheiten MAECENAS. Künstler wie BOTICELLI, MICHELANGELO oder

LEONARDO DA VINCI profitierten von den Beziehungen der Familie MEDICI. Der wohlhabende Klan ermöglichte zusammen mit anderen italienischen Kaufleuten und Bankiers die erfolgreiche Durchsetzung der Kunstepoche der Renaissance. Außerdem sorgten sie für den rasanten Aufstieg der Städte Florenz, Venedig, Mailand und Genua zur kulturell, wirtschaftlich starken Metropole. Der als Sonnenkönig bekannt gewordene Ludwig XIV. liebte Prunk, Schönheit und nicht zuletzt Wissen. Der Mann des Grand Siècle (Großes Zeitalter) suchte immer wieder nach den besten Künstlern aus Musik, Literatur, Malerei oder aber auch aus Architektur und Wissenschaft, die er zu sich an den Hof rufen ließ. Dank ihrer Fähigkeiten wollte der Sonnenkönig vor seinem Volk glänzen. Während seiner Herrschaft wurden diverse Akademien gegründet, darunter die Akademie der Wissenschaften (1666) und die heute als OPÉRA DE PARIS bekannte Akademie der Musik (1672). Das Mäzentum des Sonnenkönigs genoss vor allem der italienische Komponist GIOVANNI BATTISTA LULLI bekannt als LULLY, der Theaterrevolutionär und Dramatiker MOLIÈRE oder der Fabelerzähler JEAN DE LA FONTAINE.


Großherzog KARL AUGUST VON SACHSENWEIMAR-EISENACH lernte mit 17 Jahren den damals bereits berühmten JOHANN WOLFGANG VON GOETHE kennen und förderte den deutschen Dichter fortan, der ihm auch ein guter Freund wurde. So geht es weiter, von Jahrhundert zu Jahrhundert, bis in die heutige Zeit. Während sich die stolzen Mäzenen vergangener Epochen mit ihrem Engagement schmückten, sind die Mäzenen heutiger Zeit still

und zurückhaltend. Vielleicht auch weil ihr Kreis immer kleiner wird und ihre Wichtigkeit an Bedeutung verliert. Auf jeden Fall nehmen immer weniger privates Vermögen in die Hand, um damit Kunst, Kultur oder Wissenschaft zu fördern. Nicht zuletzt mag dies auch an der Veränderung des Einflusses bildender Künste oder geistiger Gebilde wie etwa Recht, Moral, Religion, Wirtschaft und Wissenschaft liegen. Aber das ist ein anderes Thema.

FAKT–BOX

Nach dem großen Vorbild MAECENAS sind zwei Preise ins Leben gerufen worden, welche den Einsatz von Mäzenen ehren. Vielleicht spornt dies den einen oder anderen an, in Zukunft Künstler und Projekte, die unserem Allgemeinwohl und der Unterhaltung dienen, zu unterstützen! MAECENAS (seit 1989) Der österreichische Kultursponsoringpreis wird jährliche durch die Initiativen Wirtschaft für Kunst (IWK) in Kooperation mit dem ORF vergeben. Homepage: www.maecenas.at

DIE MAECENAS-EHRUNG des AsKI e.V. (seit 1989) Der Preis wird jährlich in Form einer Kunstwerkes durch eine unabhängige Jury vergeben, seit 2003 in Form der Bronzeplastik des Bildhauers Manfred Sihle-Wissel. Homepage: www.aski.org


REISE

MITROPA Essen auf Rädern Rote flauschige Sitzsofas schmiegen sich an schmale Tische, gehüllt in weiße Tücher. Obenauf rasten Salz und Pfeffer in aalförmigen Glasstreuern, gefaltete Servietten in einem silberfarbenen Metallgestell und Zahnstocher im Zwerggläschen. Am Fenster formiert sich ein milchiger Ball aus Glas auf einem schlanken Hals zu einer gemütlichen Lampe. Ihr Licht hat diese besonders wohlige Wärme, da sie keine

Sparlampe kennt. Es scheint bis zu der verblassten Blume, die in einer cremefarbenen Vase gondelt. Vor mir dampft ein Espresso, der sich in Gestalt einer vollen Tasse Kaffee präsentiert. Das macht aber nichts. Es ist der heißeste Espresso meiner bisherigen Kaffeekarriere und er schmeckt ausgesprochen gut. Vielleicht, weil ich mich in diesem Restaurant auf Gleisen so wohl fühle.

© DEUTSCHE BAHN

Ein unmoderner, aber gemütlicher Speisewagen. Er erinnert mich an meine Besuche in der MITROPA. Damals war ich noch ein Kind und mein Vater arbeitete bei der Bahn als Rangierleiter. Im Zug fuhren wir immer umsonst. Und dort, in dem fahrenden Restaurant auf Schienen, verbrachten wir viel Zeit. Wir aßen, tranken, schlemmten, genossen und mein Vater tauschte sich mit seinen Kollegen aus. MITROPA.

Wie habe ich dich geliebt. Wie sehr vermisse ich dich jetzt. Dieser seltsam klingende Name leitet sich von der Mitteleuropäischen Schlaf- und Speisewagen AG ab. 1916 wurde das Unternehmen von deutschen, österreichischen und ungarischen Eisenbahnverwaltungen zum Betrieb von Speise- und Schlafwagen gegründet. Die Wagons der Mitropa waren bordeauxrot und von Weiten zu erkennen.


Auf der Wagenseite glühte in gelbgold ein Schriftzug, in der Mitte das Firmenwappen. Die Innenausstattung war gemütlich praktisch und einladend zugleich. Seinen Gästen bot das fahrende Restaurant kalte und warme Speisen, Getränke jeder Art, Süßes für die Kinder und Salziges für Nachtschwärmer. 96 Jahre später stolpere ich durch einen Zug auf dem Weg von Züssow nach Berlin und lande in einem Speisewagen, der mich genau an diese Mitropa erinnert. Die Begrüßung ist etwas holprig. „Hier geht es nur zur 1. Klasse“, versperrt mir der Kellner den Weg. Sein Deutsch ist mit einem lieblich klingenden Tschechisch durchzogen. Ich nehme an, dass er aus Tschechien stammt, denn das Ziel des Zuges ist Prag. „Gut zu wissen! Aber ich will etwas essen!“, verkünde ich. Sofort nimmt er mir meine schwere Reisetasche ab, die ich zuvor durch die engen Zuggänge, vorbei an überfüllten Abteilen, geschleift habe. Er stellt sie in eine Ecke. Davor präsentiert sich ein Tisch für zwei. Mein Tisch. Als ich mich setze, bringt der Kellner mir eine Speiskarte und ich bestelle einen Tee. Obwohl es mitten im Juli ist, bin durchgefroren. Ich schaue mich vorsichtig um. Überwältigt von der Ähnlichkeit mit der Mitropa lehne ich mich zurück in den Sitz und empfange meinen Tee,

der in einem Porzellankännchen serviert wird. Das nenne ich Stil. Von meinem Platz aus kann ich in die schmale Küche spähen. Wie damals in der Mitropa wird auch hier in diesem Speisewagen mit Feuer und Wasser gekocht. Duftende Gewürze, frische Produkte und ein richtiger Herd machen mir Lust auf gute, tschechische Hausmannskost. Vielleicht liegt es aber auch an den reichlich gefüllten Tellern meiner Nachbarn. Die vierköpfige Familie registriert meinen Ruf nach dem Kellner mit einem Schmatzen. Eine auffällige Familie. Während sie sich wahrscheinlich als Durchschnitt betrachten, erkenne ich ihr Unterhaltungspotenzial – ein echtes Rezept gegen Reiseeinsamkeit. Unter ihren stummen Blicken ordere ich ein Schweinekotelett, Rosmarinkartoffeln und Wirsinggemüse mit Speck. Wenige Augenblicke später höre ich das Fleisch in der Pfanne brutzeln. Aus Vorfreude lache ich. Laut. Die vierköpfige Familie schaut mich an. Ich bin also auch unterhaltsam. Der Kellner legt mir Besteck und Servietten auf das weiße Tischtuch, meinen Nachbarn die Rechnung. Als sie gerade aufstehen, kommt mein Mittagessen und die nächsten Minuten konzentrieren sich all meine Sinne auf dieses prachtvolle Essen. Das ist das Geheimrezept solcher Speisewägen.

Natürlich bekommen Sie in einem Bordrestaurant der Deutschen Bahn auch warme Speisen, einstmals sogar zusammengestellt von Alfons Schuhbeck höchstpersönlich. Aber in dem fahrenden Restaurant des ICE’s wird nichts frisch zubereitet, sondern nur aufbereitet. Warum also hat sich die Mitropa nicht halten können? Selbst nach der Spaltung Deutschlands, hatte das Unternehmen in beiden Länderhälften erfolgreich Bestand. In der DDR weitete das Unternehmen seinen gastronomischen Betrieb sogar auf die Bahnhöfe aus. Inzwischen steht an den Bahnhöfen unserer wachsenden Gesellschaft nur ein kleiner Kiosk oder ein Imbiss hier und da oder gleich eine komplette Gastronomiewelt. Kommerz anstatt Komfort. So stellt sich unsere Deutsche Bahn das Reisen mit dem Zug vor. Ein paar Jahre nach der Wende, 1994, schluckte die neue einheitliche Bahn die der DDR - ihren gastronomischen Partner, die Mitropa, gleich mit. Bis 2002 bewirtete zwar das Unternehmen unter seinem Label weiterhin eigenständig Zuggäste, doch der Name und die Marke Mitropa wurden kleiner und irgendwann unsichtbar. 2002 verschwand sie komplett aus den Bahnhöfen und Zügen Deutschlands. Auf den Gleisen thront seither die Deutsche Bahn und ihr Bordrestaurant. © DEUTSCHE BAHN


© DEUTSCHE BAHN

Für die folgenden Generationen ist MITROPA ein futuristischer Begriff, seine klassische Gemütlichkeit eine uncoole Ausstattung, seine Kellner ein Auslaufmodell. Heute serviert und kontrolliert das Personal des Speisewagens. Sie sind Kellner und Schaffner. Nicht so meine tschechische Bedienung. Um mich herum ist es inzwischen leer geworden. Außer einem Geschäftsmann aus der 1. Klasse sitze nur ich an einem Tisch. Eine gute Gelegenheit für unseren Kellner. Er zieht sich zurück und schaut aus dem Fenster. Eine gute Idee. Meine Augen tauchen in das Grün der vorbeiziehenden Landschaften.

Ich habe noch exakt eine Stunde Fahrt vor mir und ich lechze nach einem Dessert. Noch ehe ich den Kellner rufen kann, steht er an meinem Tisch. Ich bestelle Premiumsekt und Palatschinken, ein ungarischer Eierkuchen. Der Speisesaal füllt sich erneut und mit dem letzten Gast auf dem letzten Platz kommt mein Dessert. Ich esse es langsam und koste jede Minute aus, bevor ich auf die letzte Sekunde den Wagon und den Zug hinter mir lasse, nicht aber meine Erinnerungen an MITROPA.


SOCIAL MEDIA

FACEBOOK IM REICH DES VIRTUELLEN SEINS 2004 begann eine Revolution Im Internet. Den bisherigen Herrschern über die Welt der sozialen Netzwerke drohte der Verlust ihres gemeinschaftlichen Thrones. Ein moderner Ritter in schimmernd blauer Rüstung fegte die alten Könige aus dem Sattel. Vorreiter wie CLASSMATES.COM, MYSPACE oder ORKUT zogen sich zurück und überließen fortan FACEBOOK die Führung über das Reich der Sozialen Netzwerke. 2012 interessierten sich die Kritiker für die schwächelnden Aktienkurse und die User für die Zwangseinführung der TIMELINE auf FACEBOOK, die seit dem 28. August ein unausweichliches MUST HAVE ist. Weltweit sind 955 Millionen Mitglieder monatlich auf FACEBOOK online. Tendenz weiterhin steigend. Übrigens befinden sich von den 955 Millionen Menschen satte 81 Prozent außerhalb der USA und

Kanada. 3976 Angestellte sind für den Weltkonzern im Moment tätig. Der Hauptsitz ist nach wie vor in Kalifornien. Allerdings liest sich das Register der Zweit-Büros wie ein Routenplan für eine Weltreise: Atlanta, Chicago, Dallas, Los Angeles, Miami, New York, Washington, Amsterdam, Sidney, Brussels, Dublin, Hamburg, Hong Kong, London, Madrid, Paris, Sao Paulo und viele, viele mehr. FACEBOOK verbindet Kontinente, Länder, Städte, Firmen, Privatleute, Künstler und Fans. Sie alle wollen miteinander quatschen, chatten, posten - am Leben der anderen teilhaben, Geschäfte und Werbung machen, Aufmerksamkeit erwecken und manchmal ihr Intimstes bloßstellen. Verlockend sind PostingBeiträge, die unser langweiliges Leben brachial aufdecken.


Harmlose Posts? Ja. Ok, es gibt Schlimmere. Egal. Darum geht es heute nicht. Es geht darum, dass wir auf FACEBOOK machen und sein können, was und wer wir wollen. Denn FACEBOOK hat eine Vision: Make the world more open and connected!

Ein Schlachtruf für eine moderne Netzwerkgemeinschaft. Ein vielsilbiges Synonym für unser virtuelles Kommunikationsbedürfnis. Und FACEBOOK ist unsere Lieblingsdroge. Was aber bedeutet dieser Name und warum macht dieses simple Konzept einen Großteil aller modernen Menschen süchtig?

EIN BUCH VOLLER GESICHTER Der Name FACEBOOK ist aus zwei unkomplizierten, englischen Wörtern zusammengesetzt. FACE and BOOK. GESICHT und BUCH. Auch wenn diese beiden Vokabeln das Konzept von FACEBOOK perfekt umschreiben, fragen wir uns doch, wie der Name entstanden ist. Woher kommt dieser Zusammenschluss zweier Vorschulbegriffe? Als Vorlage oder Ideengeber dienten dem Gründer MARK ZUCKERBERG die berühmten Jahrgangsbücher amerikanischer Universitäten. Alle neu ankommenden Studenten einer Hochschule erhalten ein gebundenes Exemplar, in welchem ihre Mitstreiter mit Foto und Namen aufgelistet sind. Die Amerikaner nennen diese Jahrgangsbücher FACEBOOKs. Eine alte Tradition, die vielleicht Mark Zucker-

berg als frisch gebackener Student an seinem ersten Tag an der inzwischen über 375 Jahre alten Eliteuniversität HARVARD bewegt hat. Bis 2006 studierte er dort Informatik und Psychologie, gab sein Studium aber aufgrund des rasanten Erfolges von FACEBOOK ohne Abschluss auf. Der als Nerd verschriene Mark Zuckerberg war bekannt für seine Programmierungskenntnisse. Ein Segen und Fluch zugleich, denn für den unscheinbaren Außenseiter waren diese nicht all zu selten eine Rückzugsmöglichkeit. Der junge Zuckerberg wollte dazu gehören, in eine Studentenverbindung eintreten, Teil des Campuslebens sein. Doch irgendwie wollte das alles nicht so richtig klappen. Erst durch sein außerordentliches Geschick für unterhaltsames Internet-Entertainment erregte er die Aufmerksamkeit seiner Mitstudenten.

DER FACEBOOK-URKNALL Langeweile endet manchmal in der Rebellion. 2003 ist Mark Zuckerberg 20 Jahre alt. Alles dreht sich alles um Mädchen, Anerkennung und Erfolge. Gefühle leiten das Handeln. Aus Frust vor dem „Abgelehnt werden“ bastelt Mark Zuckerberg in nur einer Nacht eine fiese Version eines Online-Jahrgangbuches. Er nennt es FACEMASH. Per Zufallsgenerator werden jeweils zwei FrauenFotos eingeblendet und die Studenten können die Attraktivität ihrer weiblichen Kommilitoninnen beurteilen. Allerdings ist das Bewertungssystem sehr fragwürdig und nicht zuletzt frauenverachtend. Es schlägt wie eine Bombe ein. In dieser einen Nacht führt das große Interesse an der Seite zu Problemen des Harvard-Netzes. Unverzüglich eliminiert die Universität die Seite. Ihr Erschaffer Mark Zuckerberg muss sich wegen Copyright-Verstößen rechtfertigen. Die Fotos hatte er, irgendwie logisch, natürlich ohne die Zustimmung der

Frauen online gestellt. Aber welche der Damen hätte sich auch dazu bereit erklärt? Der Skandal macht die WINKLEVOSS-ZWILLINGE auf den FACEMASH-Erfinder aufmerksam. Sie glauben in Zuckerberg den Richtigen für ihr eigenes Online-Projekt gefunden zu haben. Die als durch und durch Gentlemen bekannten Winklevoss-Brüder planten ein soziales Netzwerk namens ConnectU. Mark Zuckerberg sollte ihnen die Webseite programmieren. Allerdings sagte dem Internet-Nerd die Idee hinter dem Konzept nicht zu. ConnectU verstand sich als eine versteckte Datingseite. Das gefiel dem idealistischen Zuckerberg gar nicht. Er hielt die beiden irgendwie hin und entwarf sein eigenes Online-Netzwerk, das einem Online-Jahrgangsbuch ähnelte. 2004 gründete er mit seinen Freunden Eduardo Saverin, Dustin Moskovitz und Chris Hughes eine neue OnlineWelt für Studenten: THEFACEBOOK.COM.


ALLER ANFANG IST LEICHT

Tag 1: 600 User Mark Zuckerberg und seine Freunde konnten kaum glauben, wie schnell sich ihre Seite unter den Studenten herumsprach. Das erste Layout war bereits damals in dem markanten Blau, welches heute zum Facebook-Markenzeichen gehört. Angeblich hat Mark Zuckerberg eine Rot-Grün-Sehschwäche. In der Symbolik verkörpert die Farbe Blau das Göttliche und steht für Treue. Das passt zu dem

FACEBOOK-Gründer, der trotz diverser Zwischenfälle irgendwie immer er selbst bleibt. Auch wenn sich Layout und Funktionen der Seite stetig weiterentwickeln, die Philosophie und der Mensch dahinter sind unveränderlich. Nichts kann sein Engagement für sein Lebenswerk bremsen. Nicht einmal eine Klage der Winklevoss-Zwillinge, auch nicht die seines besten und einzigen Freundes und Mitbegründer Eduardo Saverin.

SCHRECKEN MIT ENDE Nachdem sie vergebens auf Antwort und Arbeitsbereitschaft seitens Mark Zuckerberg gewartet hatten, verklagten die WinklevossZwillinge nach Auftauchen von THE FACEBOOK seinen Gründer Mark Zuckerberg auf eine Entschädigung im Wert von 140 Millionen Dollar. Der Rechtsstreit sollte bis 2011 dauern. Im Jahr 2008 überraschten die Brüder das erste Mal die Öffentlichkeit mit ihrem Wunsch auf

einen Vergleich. Sie kassierten 65 Millionen Dollar. 20 Millionen davon wurden in bar ausgezahlt, der Rest in Aktien. Später hieß es jedoch plötzlich, sie wollten den Vergleich rückgängig machen, weil FACEBOOK den wahren Unternehmenswert verschwiegen hätte. Der zuständige Richter urteilte zugunsten FACEBOOKs.


Ein ganz anderer Fall ist der Prozess, angestrebt vom Mitbegründer Eduardo Saverin. Zu Beginn der Ära FACEBOOK hatte der Student 1000 Dollar Startkapital zur Verfügung gestellt, so dass die Seite überhaupt online gehen konnte. Als Chief Financial Officer (CFO) hatte er die Kontrolle über die Finanzen und wollte im Zuge dieser Werbekunden gewinnen, um Gelder für das kleine Unternehmen zu akquirieren. Seine Bemühungen entsprachen allerdings nicht so ganz Zuckerbergs Vorstellungen. Damals verabscheute er noch Werbekampagnen auf seiner Seite. Als er dann die Dienste des Web-Gurus JEAN PARKER in Anspruch nahm, wurde THEFACEBOOK.COM zu FACEBOOK und dem in Brasilien geborenen Saverin entglitt die Kontrolle. Er wurde ausgebotet und ins Aus geschoben. 2005 verklagte er kurzerhand seinen besten Freund und das Unternehmen. Nach Einigung unterschrieben beide eine Geheimhaltungsklausel, auf das nie die ganze, sicherlich sehr intime Wahrheit an die Öffentlichkeit gerate. Auf dem Papier steuern die beiden ehemaligen Freunde einen gemeinsamen Kurs an, im Leben gehen sie getrennte Wege.

Woran glaubt er überhaupt? Der Film THE SOCIAL NETWORKS von David Fincher versucht ein persönliches Bild des FACEBOOK-Erfinders zu zeichnen. Auf der Leinenwand begegnet uns ein junger Student mit Komplexen, der sich als Arschloch tarnt, um sich vor emotionalen Verletzungen zu schützen. Gefühle, Ideale oder Pläne sind schlichtweg unsichtbar. Seine Begeisterung brennt für alles rund um die Freiheit im Internet. Sein Lebenswerk FACEBOOK scheint das einzig Greifbare in seinem Leben zu sein. Geld interessiert ihn nicht. Er bleibt bescheiden und trotz Ruhm und Erfolg der gleiche unscheinbare Nerd wie eh und je. Mark Zuckerberg hatte vor der Premiere des Filmes bekannt gegeben, dass er ihn sich nicht ansehen wolle. Vielleicht wagt er es dennoch eines Tages und offenbart danach sein wahres Ich. Denn der Film ist ein lahmes Portrait von einem Mythos namens FACEBOOK und sein Erschaffer mehr als diese oberflächige Hülle mit einem großen Namen. Vielleicht offenbart sich Mark Zuckerberg als ganz normaler Mensch mit schlechten Angewohnheiten, Vorlieben und praktischen Ideen. Das wäre doch mal ein

Mark Zuckerberg, Sohn eher unkreativer Eltern mit jüdischem Stammbaum, ist Atheist. Er glaubt nicht an Gott.

echt großes

TIPP

DER REDAKTION

Der Film über Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, vom FIGHT CLUB-Regisseur David Fincher.

THE SOCIAL NETWORK (2-DISC COLLECOTOR’s EDITION) ist als BluRay bei SONY PICTURES HOME ENTERTAINMENT erschienen

wert!


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Internetpräsenz ist heute eine der wichtigsten Kommunikationsmöglichkeiten für jedes moderne Unternehmen. Die Angebote im Bereich Webhosting sind sehr umfangreich. Dies kann mit einer schlichten Webpräsenz über Server mit Skriptsprachenunterstützung (z.B. CGI, PHP) oder Datenbank-Backend (z.B. MySQL) beginnen und bis hin zu Paketen gehen, die ein “Web Content Management System” beinhalten (z.B. Typo3, Joomla, WordPress). Ebenso wichtig sind Monitoring, eine ausreichende Datensicherung, statistische Auswertungen, die Lastverteilung oder die Hochverfügbarkeit.

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POLITIK

W E R W A S Z U S A G E N H A T, W E R D E L A U T! Niemand außerhalb des Gerichtes sieht ihr Gesicht, ihre Gestalt, als sie sich ausdruckslos mit einer braunen 100seitigen Ledermappe in ihrem ganz persönlichen Thronsaal einfindet. Vor dem Untertanenpulk aus stehenden Prozesszuschauern, alle Sitzbänke sind zuvor entfernt worden, blickt sie noch einmal kurz zu den drei angeklagten Frauen, bevor sie streng verkündet: „Tolokonnikova, Samutsewitsch und Alechina sind schuldig.“ Die Stimme der Richterin Marina Syrova hallt wie ein sanftes Gewitter, welches niemanden mehr überraschen noch verängstigen kann. Nicht einmal die drei Frauen, über die eine Welle der Ungerechtigkeit hereinbricht. Sie sitzen und warten hinter einer dicken Glasscheibe im Gericht auf ihr Urteil und jeder fragt sich, will man sie vor uns schützen oder sollen wir vor ihnen geschützt werden?

Im Gericht von Frau zu Frau? Alle drei angeklagten PUSSY RIOTS tragen Handschellen. Zu jeder Zeit. In ihren Gesichtern findet sich kaum Anspannung. Sie wussten von Anfang an, was auf sie zukommt. Ein anderes Urteil wäre eine Überraschung, wäre Fairness und Gerechtigkeit gewesen. Soweit scheint Russland noch nicht zu sein. Dass man sie benutzen und nicht nur bestrafen will, auch das wissen die drei Frauen. An ihnen demonstriert ihr Heimatland mal wieder seine knüppelnde Macht und Kontrolle. Sympathien erntet der von der russisch-orthodoxen Kirche beeinflusste föderative Staat dafür nicht. Im nordöstlichen Eurasien ist Russland flächenmäßig die Nummer 1, doch scheint die Zeit dort ihre eigenen Wege zu gehen. Die Unterschiede und Missstände sind gravierend: In modernen, wohlhabenden, zukunftsträchtigen Städten und hingegen mittelalterlichen, rückständigen Dörfern leben rund 143 Millionen Einwohner. Drei davon gehören den PUSSY RIOTS an und stehen im August 2012 vor Gericht.

NADESCHA TOLOKONNIKOVA, 23 Jahre. Die Schöne. Eine Philosophie-Studentin, die aus vollster Überzeugung Mutter und provokante Aktivistin ist. JEKATERINA SAMUTSEWITSCH, 30 Jahre. Die Geschickte. Eine Programmiererin, die nach ihrem Informatikstudium bei dem Rüstungsuntnernehmen MORINFOMRSYSTEM-AGAT Programme für das Atom-U-Boot NERPA entwickelte. Sie lebt mit ihrem 73jähigen Vater unter einem Dach. MARIA ALECHINA,24 Jahre. Die Christin. Eine Studentin für Journalistik und Literatur, die mit ihrer Mutter zusammen lebt und sich für Kinder in einer psychiatrischen Klinik in Moskau engagierte. Am dritten Prozesstag erlitt sie aufgrund eines viel zu niedrigen Blutzuckerspiegels einen Schwächeanfall. Ein Armutszeugnis für die Haftbedingungen der drei Frauen.


PUSSY RIOT ist der leicht ordinär klingende Name einer feministischen Punkrock-Band und Protestbewegung aus Moskau. Sie gehören einer subkulturellen Bewegung des Feminismus an. RIOT GRRRL. Diese ursprünglich aus Amerika stammende Frauenpunk-Szene hatte es sich in den 90igern zum Ziel gesetzt, gegen männliche

Dominanz in der Musikszene in den Kampf zu ziehen. Ihre russischen Nacheiferinnen haben sich Wladimir Putin und sein Regime als Gegner ausgesucht. Mit ihrer wilden, künstlerischen Ausdruckweise verleihen die Frauen ihrer politischen Kritik und Meinung eine besonders laute Stimme.

Seit 2011 sorgen die provokanten, nicht zu selten nackten Auftritte der PUSSY RIOTS für Aufmerksamkeit. Hin und wieder zweifelte man an ihrer Motivation, denn ihre aggressive Hartnäckigkeit während ihrer Proteste und der Auflösung dieser durch die Polizei verstörte die breite Masse. So ließen sich die PUSSY RIOTS durch nichts anderes zum Beenden ihrer Proteste bewegen, als durch das grobe Anpacken und gewaltsame Wegschleppen von Polizeikräften. Männer, die entblößte Frauen ungehobelt davon schleifen. Eine Wirkung, die nicht zu unterschätzen ist.

Wer aber ist die Frau, die das Urteil gegen die angeklagten Frauen spricht? Was verbirgt sich hinter Marina Syrova? Angst. Die 50jährige ließ sich zum Prozess-Ende von Bodyguards begleiten. Angeblich haben Anhänger der PUSSY RIOT ihr gedroht.

Das Markenzeichen der PUSSY RIOTS ist aber nicht nur ihr nackter, aggressiver Widerstand sondern auch ihre Maskierung: Bunte, schrille Mützen mit praktischen Schlitzen für Augen, Nase und Mund. Drei Gesichter, Namen und persönliche Leben der PUSSY RIOTS kennen wir.

Sie bangt also um ihr Leben, als sie den Gerichtssaal betritt. Wie immer wurden filmende und fotografierende Journalisten des Saales verwiesen. Das Gesicht der Richterin soll der Öffentlichkeit nicht preisgegeben werden. Die drei angeklagten Frauen sitzen dagegen in einem Schaukasten. Die ganze Welt richtet seine Augen auf die drei PUSSY RIOTS. Täglich. Videokameras, die das Verfahren aufzeichnen, fangen nur die Angeklagten, ihre Anwälte, die Prozeß-Zuschauer und die eifrig schreibenden Journalisten ein. Die Richterin aber bleibt im Verborgenen.


Sicherheitsvorkehrungen wie bei einem Prozess gegen den gefährlichsten Feind für Staat und Mensch. 2008 ernannte Wladimir Putin Marina Syrova zur Richterin. Das Verfahren gegen die drei PUSSY RIOTS ist ihr erster großer Prozess. Sieben Befangenheitsanträge der Verteidigung wies sie während des Verfahrens rüde ab.

Maria Alechina ist gläubige Christin. Sie war es, die in einem Brief an die Kirche um Verzeihung für die Auswahl des falschen Ortes für ihren Protest bat. Dabei zitierte sie die Bibel. Das beeindruckte die russische Kirche, die sich daraufhin wohlwollend und verzeihend öffentlich äußerte. Richterin Syrova aber ist auf einer Mission. Nichts scheint sie davon abbringen zu können. Eisern und unverhüllt macht sie deutlich, was

Warum? Ist Marina Syrova nur eine politische Marionette des Kremel-Chefs? Sie hatte den Mut, das Aktivistentum der Frauen in der russischen Kirche als Rowdytum aus religiösem Hass zu verklären und die Frauen für schuldig zu befinden. Mut, ihr Gesicht der Öffentlichkeit zu zeigen, hat sie nicht. Überhaupt! Religiöser Hass?

wir alle schon von Anfang an wussten: Dieser Prozess ist ein politisch motiviertes Verfahren. Eine direkte Ansage Wladimir Putins an alle offenherzigen Bekundungen seiner Zweifler und Gegner. Russische Freiheit! Lasst dich nicht einschüchtern! WER WAS ZU SAGEN HAT, WERDE LAUT!


KinoMotion

TITANIC IN 3 D TITANIC. Der Name eines großen Schiffes und eines ebenso großen Filmes. Beide sind umstritten, beide unvergesslich und Helden der Geschichte. Am 05. April 2012 trat die TITANIC erneut zu ihrer Reise an. James Cameron’s Filmkoloss flimmerte noch einmal über die Leinenwand. 14 Jahre nach seiner Kino-Jungfernfahrt erstrahlte der Film nun in 3D. 18 Millionen Zuschauer in Deutschland. Das war 1998. 51 Wochen war TITANIC unsere Nummer 1. In Amerika machten die eingespielten 1,8 Milliarden US-Dollar TITANIC zur Nummer 1 der Filmgeschichte. Erfolgreicher war bisher nur AVATAR. Unzählig sind die Geschichten um die Entstehung und Produktion dieses Stückchen Filmgeschichte. Aber lassen wir die auf dem Grund der Erinnerung. Danach können die Filmkritiker angeln. Widmen WIR uns der Schönheit. Des Films. Der Titanic.

James Cameron versteht sein Handwerk und muss geahnt haben, dass sein Heldenschiff in 3D seine Wirkungskraft voll entfalten würde. Der Umfang, die Wucht, das Titanentum des Schiffes und des Filmes wirken eindrucksvoll. Die Bildgewalt schickt uns abermals auf eine Reise in die Vergangenheit. Ja, TITANIC ist kitschig, die Figuren haben jede Menge Klischee und der dramatische Untergang des Titanenschiffes ist nicht überraschend. ABER! Dieser Film bietet dem Zuschauer die gesamte Bandbreite des Kinos: Humor, Romantik, Spannung, Leidenschaft, Abenteuer, Drama und Grauen. Obwohl wir kein Teil der Passagiere sind, brennt sich das Bild des pompösen Schiffes und seinem Unglück in unsere Erinnerungen. Es berührt uns, denn es sind Menschen verschiedenster Herkunft, die zusammen eine lebensbedrohliche Tragödie erleben und überleben. Das lässt uns nicht kalt. Weder Mann, Frau, Kind, Erwachsener noch Filmkritiker.


TITANIC-Fans empfehlen wir folgende Lektüre, sollte sie nicht schon längst bekannt sein: 1898 erschien Morgan Robertson Novelle „FUTILITY“, welche im Deutschen den reißerischen Titel „TITAN – Eine Liebesgeschichte auf hoher See“ trägt. Robertson erzählt von dem unsinkbaren Schiff TITAN, welches im Nordatlantik die Begegnung mit einem Eisberg macht. Und auch auf diesem Meereskoloss finden zwei Menschen die Liebe. James Cameron hat dieses Buch offensichtlich gelesen. Jedoch ist es NICHT als eine unheilvolle Prophezeiung für das Untergangsszenario der TITANIC zu verstehen. Die Novelle bezieht sich auf die Tragödie des Dampfschiffs Titania, welches 1880 ebenso nach einer Kollision mit einem Eisberg sank. Scheinbar brauchten die Menschen damals etwas länger, um aus Fehlern und Tragödien zu lernen.

TIPP

DER REDAKTION TITANIC 3D (Die 100 Jahres Edition) als BluRay bei ASCOT ELITE HOME ENTERTAINMENT erschienen

TITANIC 3 D mit Kate Winslet und Leonardo DiCaprio auf BluRay.


TRENDs

ANGRY BIRDS DIE VÖGEL SIND LOS 1963 faszinierte Alfred Hitchcock sein Publikum mit einem wahrhaftigen Gruselszenario. DIE VÖGEL kamen in die Kinos und lehrten uns das Fürchten. Der Originaltitel lautet übrigens THE BIRDS. Erinnert Sie das an etwas? Nein? Vielleicht helfen ein paar Details auf die Sprünge. In Hitchcocks düsterem Tierhorrorstreifen verbreiten aggressive Vögel Angst und Schrecken. Na? Klingelt’s jetzt? Genau! ANGRY BIRDS. Das wohl populärste Computerspiel der Gegenwart. Seit seinem Erscheinen sorgt es weltweit für grenzenlose Begeisterung und einem manchmal hilflos belächelten Suchtverhalten. Was wohl der Altmeister der Spannung Alfred Hitchcock dazu gesagt hätte? Seine dunkle Vogelvision entspringt einer Kurzgeschichte der englischen Schriftstellerin Daphne du Maurier – ANGRY BIRDS den gehetzten Köpfen der finnischen Softwarefirma ROVIO. Gehetzt deswegen, da sie bis ANGRY BIRDS keinen wirklichen Erfolg mit ihren Computerspielen erzielt hatten und kurz vor der Firmenpleite standen. D I E E R F I N D E R und der T A G 1

© ROVIO / ANGRY BIRDS

ANGRY BIRDS war das 52. Spiel von ROVIO. Firmengründer Mikael und Niklas Hed setzten alle Hoffnungen darauf. Seine Entwicklung kostete 110 000 EUR. Der hauseigene Spieldesigner Jaakko Iisalo kreierte die Figuren. 2009 erschien ANGRY BIRDS als Iphone-App in Finnland. Obwohl das Spiel zunächst kaum angenommen wurde, dauerte es nicht lange und die wütenden Vögel stürmten die App-Chartliste. Mittlerweile sind sie weltweit die Nummer 1 und

ROVIO verdankt seinem Glückstreffer ANGRY BIRDS Umsätze im zweistelligen Millionenbereich. Angeblich soll sich der Umsatz jährlich verzehnfachen. DIE FIGUREN Kleine, vor Wut rot gewordene Vögel und grüne, unschuldig drein glotzende Schweine. Wie kommt man auf so was? Spieldesigner Jaakko berichtet in einem Zeitungsinterview des SZ-Magazins, dass er einfach irgendwann in der Nacht Vögel gemalt habe. Die Schweine waren seit 20 Jahren sein Ding, er malte sie immer und immer wieder. Nun trafen beide aufeinander. Weil damals gerade die Schweinegrippe umging, färbte Jaakko seine grunzenden Tierfreunde grün und entschied, dass sie somit die Guten seien. Seine gefiederten Freunde tauchte er in ein gefährliches Rot und machte sie zum Feind der Schweine. Grün gegen Rot. Gut gegen Böse. DAS SPIEL ANGRY BIRDS ist ein sogenanntes Artillery Game. Das bedeutet, dass mehrere Runden bzw. Levels oder/und mehrere Spieler möglich sind. Seinen Ursprung hat die Bezeichnung in einem gleichnamigen Spiel Anfang der 80iger. Einzelne Spieler konnten sich schlichter Kanonen bedienen, um die Gegner außer Gefecht zu setzen. In ANGRY BIRDS hat der Spieler die Macht und Kontrolle über verschiedene Vögel mit verschiedensten Eigenschaften. Diese werden auf diverse Bauten geschleudert, in denen sich die Schweine verstecken. Hier geht es aber nicht um bloße Gewalt, hier geht es um Gerechtigkeit. Die Schweine haben nämlich die Eier der Vögel gestohlen. Der Rest ist Kult und suchtverdächtig. DIE ZUKUNFT Seit Erscheinen der ANGRY BIRDS lässt der Hype um das Spiel nicht nach. ANGRY BIRDS folgte ANGRY BIRDS SEASON folgte ANGRY BIRDS RIO und folgt nun endlich


ANGRY BIRDS SPACE. In dem neusten Abenteuer hat sich eine gigantisch große Kralle die Vögel-Eier gegriffen. Mittels Wurmloch jagen die wutentbrannten Vögel hinterher und landen in einer fremden Galaxie mit – wie kann es anders sein – Schweinen. Die ganze Welt spielt ANGRY BIRDS und der Erfolg des Spiels ist und bleibt ein Geheimnis. Vielleicht liegt es an der Schlichtheit, an der Handlung, an dem Schnick-Schnacklosem oder einfach an uns.

Vielleicht können wir uns einer so treuen Marke, diesem modernen Hype, einem absoluten IN-Ding, einfach nicht widersetzen. Vielleicht, weil sich unserer Gehirn hin und wieder gedankenlos treiben lassen will, abschalten möchte, nichts tun könnte. Vielleicht ist es auch viel einfacher! Klarer. Unspektakulärer. Logischer. Möglichweise stehen wir einfach auf Schweine und Vögel.

© ROVIO / ANGRY BIRDS

FÜR MEHR INFORMATIONEN ZUM SPIEL: www.angrybirds.com


LITERATUR

Verstehst du, was ich meine? Ich will nur sicher gehen, denn ehrlich gesagt, weiß ich nicht mal, ob ich die richtigen Worte gefunden habe. Geschweige denn die richtigen Satzzeichen. Vielleicht kommt dir das dumm vor, aber ich suche nach dem perfekten Ausdruck. In meinem Kopf existiert dieser Funken Klarheit. Ein deutliches Bild meiner Gedanken. Das will ich transportieren. Von meinen Kopf in deinen Kopf. Dafür steht mir allerdings allein mein Mund zur Verfügung. Ich muss einen Weg finden, dieses klare Bild meiner Gedanken in Verben, Substantive und Adjektive zu verwandeln. Eine schwierige Transformation. Einfacher wäre es, du küsst mich und all meine Gedanken fließen in dich hinein. Sie durchströmen deinen Mundraum, sammeln sich und kitzeln deine Zunge, die sie mit einem Schnalzen direkt in dein Gehirn katapultiert. Du siehst, was ich sehe. Weißt, was ich weiß. Fühlst, was ich fühle. Ein direkter Austausch Gedanken von höchster Wichtigkeit. Schnell. Ohne Gedankenverlust. Ohne Gedankenverfälschung. Aber diese Art der Kommunikation beherrschen wir nicht. Wir machen es auf die herkömmliche Weise. Reden. Von Frau zu Mann. Mit Wortblitzen und Satzböen. Buchstabenregen und Silbendonner. Es treffen Ausrufezeichen auf Fragezeichen und am Ende bleibt nur eins zu klären. Verstehst du, was ich meine?   Text von Lolita Büttner


Veränderung beginnt mit einem Flüstern Exklusives Ebook mit fünf spannenden Kurzgeschichten, die alle eines gemeinsam haben: Grundlegende Veränderungen im Leben beginnen nicht immer mit einem großen Knall, sind selten vorhersehbar und schon gar nicht planbar. Manchmal ist es eine scheinbar unwichtige, nebensächliche Situation, etwas, womit keiner gerechnet hat.

INHALT: Der eine will auf dem höchsten Turm der Dresdner Innenstadt nach einem anstrengenden Meeting bloß ein bisschen frische Luft schnappen, als er einen zutiefst verzweifelten jungen Mann entdeckt. Der zweite will seine Tochter noch ein letztes Mal sehen, nachdem sie sich zwanzig Jahre lang aus dem Weg gegangen waren. Die dritte ist Ärztin und kann den Tod eines ihrer kleinen Patienten kaum ertragen. Die vierte wünscht sich, sie hätte an diesem Morgen niemals die Tür geöffnet. Und die fünfte begeht des Nachts einen kaltblütigen Mord. An diesem Punkt angekommen verändert sich für jeden der fünf einfach alles. eBook, 13,5 x 21,5 cm ISBN: 978-3-641-09642-7 € 0,99 [D] | CHF 1,50*

Erhältlich beim btb-Verlag, Amazon und iTunes.


IMPRESSUM Verbringen Sie Ihr Weihnachtsfest und den Jahreswechsel in aller Ruhe! Feiern Sie im Kreise Ihrer Familien die Gemütlichkeiten! Wir wünschen allen Lesern und Freunden eine besinnliche Zeit! Für das neue Jahr Glück, Gesundheit und Liebe! Für das Warten bis Mitternacht Sei hier noch ein Gedicht angebracht. Möge es Sie zum Schmunzeln verleiten und das Warten verscheuchen bis in alle Zeiten.

Ihr On Line-Team! So werd ich manchmal irre an der Stunde von Gottfried Keller

So werd ich manchmal irre an der Stunde, An Tag und Jahr, ach, an der ganzen Zeit! Sie gärt, sie tost, doch mitten auf dem Grunde Ist es so still, so kalt und zugeschneit! Habt ihr euch auf ein neues Jahr gefreut, Die Zukunft preisend mit beredtem Munde? Es rollt heran und schleudert weit, o weit! Zurück euch, ihr versinkt im alten Schlunde! O hätt’ den Hammer ich des starken Thor, Auf das Jahrhundert einen Schlag zu führen, Ich schlüg’ sein morsches Zeigerblatt zu Trümmern! Tritt denn kein Uhrenmacher kühn hervor, Die irre Zeit mit Macht zu regulieren? Soll sie denn ganz in Staub und Rost verkümmern?

Ausgabe 01 / Dezember 2012 Anschrift: STEPHAN LUCHT MEDIENSERVICE (SLMS.de) Zugspitzstr. 2 81541 München Redaktion: Lolita Büttner / LineError (Redaktionsleitung) Tel: 0049 (0) 89 620 30 981 Email: l.buettner@slms.de Anzeigen: Stephan Lucht (Verantwortlich) Tel: 0040 (0) 89 620 60 988 Email: kontakt@slms.de Redaktionsschluss ist 8 Wochen vor Erscheinen der Ausgabe. Nachdrucke nur mit Genehmigung der Redaktion. Mitarbeiter dieser Ausgabe: Ute Bronder, Angela Kaiser, Stephan Lucht, Lolita Büttner Layout: Lolita Büttner, LineError Druck: Stephan Lucht Medienservice (SLMS.de) Vertrieb: Stephan Lucht Medienservice (SLMS.de) Preis: 7, 90€

ON LINE erscheint einmal pro Jahr und wird von LineError in Zusammenarbeit mit dem Stephan Lucht Medienservice herausgegeben. Diese Ausgabe wird dieses Jahr allen Kunden von SLMS.de und HostingPlus ohne besondere Bezugsgebühr geliefert. Sollten Sie ein Interresse an einem Abonnement haben, wenden Sie sich bitte an Email: kontakt@slms.de ISSN 2195-8734


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2012 © STEPHAN LUCHT MEDIENSERVICE

onLine #1  

onLine is a non-topic magazine from the company SLMS. It was first published in December 2012. There are two editions every year, one in sum...

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