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Nr.  408,  41.  Jahrgang

GLOBAL

NEUES VON

OKT / NOV 17

Thema dieses Heftes: GEMEINDEGRÜNDUNG



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Die Gute Nachricht in Montenegro Karibische Kontakte Gemeindegründung im bunten Wilhelmsburg


IMPRESSUM Herausgeber:  Operation Mobilisation e. V., Alte Neckar­elzer Str. 2, 74821 Mosbach, Tel: 06261 947-0, Fax: 06261 947-147, E-Mail: info.de@om.org, Web: www.om.org/de Adresse Team Nord: Veringstraße 47, 21107 Hamburg, Tel: 040 63670080, Fax: 040 51905549 Adresse Team Halle: Dreyhauptstraße 3, 06108 Halle, Tel: 0345 69494451 E-Mail: info@lichthaushalle.de Missionsleitung: Gian Walser (Leitung), Dieter Weißer Redaktion: Corinna Scharrenberg (Leitung), Tobias Kübler, Micha Prechtel E-Mail: global.de@om.org Ship To Shore: Ken Miller, info.mosbach@gbaships.org Design: Grafikbüro Leineke, www.leineke.de Druck: Grafische Werkstätte, Reutlingen Kosten: Wenn Sie sich an den Kosten für die Global beteiligen wollen, dann bitten wir um eine Spende unter dem Spendenprojekt „Global“. Vielen Dank! Erscheinungsweise: fünfmal jährlich Bankverbindung OM: Evangelische Bank IBAN DE47520604100000507245, BIC GENODEF1EK1 Ausgabe: 408, Oktober / November 2017 Auflage: 16 750 Fotos: Wenn nicht anders vermerkt: OM, privat; Titel und S. 13: Brad Livengood; S. 2 re.: Ryan Lui; S. 4 ob. li., S. 30 re. und 31 li.: TeenStreet Europa S. 6, un. li.: Tom Brouwer; S. 7 un. re.: Dawn Mallon, un. li.: Tatu Kekkonen; S. 10: Rebecca Rempel; S. 11: Alexander Arpag; S. 14: Jenny Oetzell; S. 19 re.: Jordan Armstrong, li.: Andrew W.; S. 21 ob.: Jan-Micha Andersen, un.: Roman Langolf; S. 26: Katie Nilsson; S. 27: Katie Morford; S. 29: Garret N. Spenden: Sollten für einen Zweck mehr Mittel als benötigt eingehen, stellen wir den Überschuss einem ähnlichen, satzungsgemäßen Projekt zur Verfügung. Wir bitten dabei um Ihr Verständnis. Bitte geben Sie für die korrekte Zuordnung Ihrer Spende immer Ihre vollständige Adresse und den Verwendungszweck an. Wir kooperieren mit folgenden Organisationen: Operation Mercy, Mercy Teams International. Namen von den in den Artikeln genannten Personen sind aus Sicherheitsgründen teilweise geändert. Titelbild: Fischer am Tanganijkasee (Sambia) Global auch als Pdf-Download per E-Mail erhältlich unter: global.de@om.org Dieser Global liegt das Mitarbeiterblatt von OM Deutschland sowie der Flyer „Sie suchen eine Referentin?“ bei.

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Was ein Globalartikel bewirken kann

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Gemeindegründung in OM

Lesen Sie in diesem Heft 2 IMPRESSUM

GEBEN 1 9 Ein einmaliges Zeitfenster

3 EDITORIAL 4 AK TUELLES

MISSION IN DEUTSCHL AND 2 0 Team Nord: Gemeindegründung

mitten im bunten Wilhelmsburg 7 STELLENANZEIGEN PORTR ÄT 8 Die Gute Nachricht in Montenegro THEMA 1 0 60 Jahre OM –

2 1 Team Halle: Das Lichthaus wird 5! 2 2 Xenos-Team: Unterwegs 2 3 Mosbach: Von Mosbach in die Welt 24 MEIN EINSATZ MIT OM 24 ERLEBT/ANZEIGEN

Gemeindegründung 1 2 Gemeindegründung unter den

Unerreichten Südasiens 1 3 Mit Sport beginnen REPORT 1 4 Hoffnung für Israel 1 5 1 5 1 6 1 8

SHIP TO SHORE

Karibische Kontakte Jamaika: Kingston Jamaika: Montego Bay Bahamas: Nassau

28 TERMINE KIDS FOR MISSION 3 0 Alle für Jesus! INPUT 3 2 Gemeinde gründen in Deutschland

– eine transkulturelle Herausforderung


THEMA DIESES HEFTES: GEMEINDEGRÜNDUNG E VANGELISATION

Derjenige, der pflanzt, derjenige, der bewässert:

ENT WICKLUNGSZUSAMMENARBEIT

Beide arbeiten zusammen auf dasselbe Ziel hin.

GEMEINDEGRÜNDUNG

Belohnt aber wird jeder für sich, entsprechend seiner Arbeit. 1. Korinther 3,8

MENSCHENWÜRDE TR AINING & MENTORING

Kurzmeldungen ■  Die ‚Bethesda-Schule für Kinder mit Behinderungen‘ in Sambia konnte sich – auch Dank finanzieller Unterstützung aus Deutschland – einen Bus kaufen. Mittlerweile gehen 35 Kinder in die Schule. ■  Am 10. Juli 2017 begann in Barcelona, Spanien, die diesjährige Transform-Konferenz. Dort wurden die über 100 Teilnehmer aus 31 Ländern durch Anbetung, Training und Lehre geistlich erfrischt, bevor sie in ihre Einsätze rund um das Mittelmeer gingen. ■  Am 8. Juli 2017 fand der Spatenstich für ein Schulgebäude auf der Insel Palwan statt. Durch das Bildungsprojekt ‚Gemeinsam Schule bauen’ möchte OM Philippinen 400 Kindern auf der Insel Bildung ermöglichen. ■  Vom 22. August bis 2. September 2017 fand in den Niederlanden die Neueinsteigerkonferenz statt. 205 Neueinsteiger, darunter 55 Deutsche, wurden während dieser Konferenz auf ihren Ein- bis Zweijahreseinsatz bei OM vorbereitet.

Postkarten zu Weihnachten Bestellen Sie ab 1. November 2017 ein Postkarten-Set mit zehn weihnachtlichen Postkarten aus der OM-Welt für 10 Euro. Über die Hälfte des Erlöses geht an OM-Kinderprojekte weltweit. info.de@om.org oder 06261 947-0 www.om.org/de/weihnachtskarten

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Global Oktober / November 2017

George Verwer (Mitte) mit Übersetzer Immanuel Böker (links) und Gian Walser, Leiter von OM Deutschland

Leben verändern: gestern, heute, morgen OM-DEETKEN-MÜHLE Unter diesem Motto

fand am 1. und 2. Juli 2017 das OM-Freundestreffen in Mosbach statt, zu dem gut 800 Gäste und Freunde kamen. George Verwer, Gründer von OM, läutete am Samstagabend mit einem Gebetsabend das Freundestreffen ein und predigte am Sonntagmorgen im Gottesdienst, bei dem auch die neuen deutschen Einsatzteilnehmer vorgestellt wurden. Nachmittags fand ein bunter Missionsbasar mit verschiedenen, kreativen Essens- und Informationsständen statt. „Es war ein sehr gelungenes Wochenende und viele Besucher waren begeistert und beschenkt“, freut sich Gian Walser, Leiter von OM Deutschland. „Wir sind Gott dankbar, wie er George Verwer gebraucht hat und wie Gott durch den Einsatz von OM in den letzten 60 Jahren unzählige Menschen verändert hat.“


AK TUELLES

OM Deutschland sucht neue Mitarbeiter! Für das Büro/den Gästebetrieb in Mosbach eine/n – Eventmanager TeenStreet (m/w) Mithilfe bei der Organisation von TeenStreet im logistischen Bereich Im Frühjahr ist das Riverboat in Deutschland

Riverboat in Bonn, Mainz und Mannheim EUROPA Das Flussschiff von OM Europa,

– Personalbetreuer (m/w) für unsere Mitarbeiter im Ausland

das Riverboat, wird Anfang 2018 Häfen in den Niederlanden, Frankreich und Deutschland anlaufen. „Wir möchten mit dem Riverboat die Gute Nachricht verkündigen und Gemeinden durch das ‚Escape Room 2.0‘-Erlebnis für Mission mobilisieren“, erklärt René Zänsler, Mitarbeiter des Riverboat-Teams. ‚Escape Room 2.0‘ basiert auf dem interaktiven Missionserlebnis Global Village und den momentan beliebten FluchtRaum-Erlebnissen.

– Teilnehmer MDT und FSJ (m/w) ab Sommer 2018 in allen Teams von OM Deutschland

Für das Team Nord – mehrere Mitarbeiter (m/w) für Öffentlichkeitsarbeit, die Arbeit unter Kindern und Jugendlichen, Flüchtlingsarbeit

Folgende Häfen in Deutschland wird das Riverboat besuchen: 30. Januar bis 12. Februar 2018: Bonn 13. bis 26. Februar 2018: Mainz 13. bis 26. März 2018: Mannheim

– Teamleiter (m/w) Leitung des internationalen Teams und der Kinder-, Jugend- und Migrantenarbeit in Hamburg-Wilhelmsburg

Für das Team Halle (Lichthaus)

Eine Online-Anmeldung für den Besuch des ‚Escape Room 2.0‘ gibt es voraussichtlich ab Ende Oktober unter www.om.org/de/riverboats

– mehrere Mitarbeiter (m/w) für die Bereiche Kunst, Kultur & Events, Café und für die Gemeindegründungsarbeit – auch in Teilzeit und als FSJ

SPENDENPROJEKT : GEBEN

Stellvertretende Leitung Gästebetrieb (m/w) Unterstützung der Leitung in administrativen Aufgaben und Koordination von Gästegruppen

Für das Xenos-Team

Riverboats, G408-01

– Mitarbeiter (m/w) für die Arbeit unter Migranten und Flüchtlingen

facebook.com/OMRiverboats

Ausführliche Stellenanzeigen sowie Voraussetzungen zur Bewerbung erhalten Sie unter: personal.de@om.org, Tel 06261 947-0 oder www.om.org/de/mitarbeit

Regelmäßig versenden wir aktuelle Gebetsanliegen und Informationen rund um die weltweite OM-Arbeit per E-Mail. Bestellung unter: www.om.org

Weitere offene Stellen aus der weltweiten OM-Arbeit auf Englisch unter: www.om.org/de/moeglichkeiten

Global Oktober / November 2017

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AK TUELLES

Kleingruppenzeit bei TeenStreet

Teilnehmer des Ferien-Studiencamps in Ghana

Unerschütterlicher Gott

Feriencamp verändert Leben

DEUTSCHLAND 3800 Teilnehmer und Mitarbeiter aus

GHANA 2011 begann OM Ghana eine Arbeit in einer

43 Nationen waren vom 27. Juli bis 2. August 2017 bei TeenStreet in Offenburg. Für die Teenager gab es Impulse aus der Bibel, Kleingruppen zum Austausch sowie verschiedene andere Aktivitäten, Seminare und Workshops. Das Teenagerevent von OM fand bereits zum 25. Mal statt und wurde in insgesamt 16 Sprachen übersetzt. Das diesjährige Thema war ‚unshakeable‘ (unerschütterlich). „‚Unshakeable‘ bedeutet, stark zu sein und Vertrauen in unseren Glauben zu haben“, fassen zwei Teilnehmer, der 16-jährige Dario und der 17-jährige Friedrich, das Thema zusammen. Beide nahmen zum ersten Mal an TeenStreet teil und hoffen, auch nach ihrer Heimreise eine Veränderung in ihrem Leben zu sehen, die selbst im Alltag bestehen bleibt.

muslimisch dominierten, abgelegenen und schwer erreichbaren Region im Norden des Landes. Sie führen Veranstaltungen für Kinder durch und möchten dort eine Gemeinde gründen. „Die geistlichen Nöte und Herausforderungen vor Ort machen uns Sorge“, berichten Mitarbeiter. Da die meisten Kinder ihre Prüfungen für die weiterführende Schule nicht bestehen, initiierte OM Ghana ein Ferien-Studiencamp. Dort werden die Kinder schulisch gefördert und sie hören das Evangelium. Durch Andachten, Bibelstudien, Gottesdienste und Seelsorgeangebote entschieden sich beim diesjährigen Ferien-Studiencamp über die Hälfte der anwesenden Schüler für ein Leben mit Jesus!

TeenStreet 2018 findet vom 28. Juli bis 4. August in Oldenburg statt.

GEBEN

SPENDENPROJEKT : Ferien-Studiencamps Ghana, G408-02

www.teenstreet.de

60 Jahre OM 1997

1998

Das Jahreseinsatzprogramm von OM wird zum Schulungsprogramm GLOBAL ACTION umstrukturiert.

Die letzte Love Europe-Konferenz findet statt.

In jeder Globalausgabe von 2017 finden Sie einen Rückblick auf eine Dekade von OM.

1999

Die Doulos dient als Plattform für Friedensgespräche auf der Insel Bougainville in Papua-Neuguinea und wird dafür von der UN honoriert.

2000

In Dresden findet nach 25-jähriger Tradition der letzte Ostertreff statt.

2001 In der Schiffsarbeit spricht man erstmals davon, die sich noch im Dienst befindliche Logos II durch ein weitaus größeres Schiff zu ersetzen.


AK TUELLES

Eine Mitarbeiterin von OM AidsHope mit einem Kind

Beim Anbringen von Motten-Fallen in den Bäumen

Hilfe für Aidswaisen

Unterstützung für Bauern

SÜDAFRIKA In Südafrika gibt es aufgrund von HIV und

ZENTRALASIEN Das Leben für Obstbauern in den

Aids über 1,8 Millionen Waisenkinder. Mit OM AidsHope möchten OM-Mitarbeiter diesen Kindern helfen: „Wir wollen für die Kinder eine sichere Umgebung schaffen, in der sie lernen, wachsen und heilen können.“ So begegnen die Mitarbeiter den Kindern auf ganzheitliche Weise, geben ihnen nahrhaftes Essen, helfen ihnen bei Hausaufgaben und Lernschwierigkeiten, bieten Seelsorge sowie Spieltherapien an und erzählen immer wieder von Jesus. Momentan kämpfen die Mitarbeiter damit, genügend Essen für die Kinder und deren Familien zu bekommen. „Oft haben wir nicht einmal genug Fleisch, um für die Kinder selbst zu kochen“, bestätigt ein Mitarbeiter. Helfen Sie mit, die Arbeit von OM AidsHope zu unterstützen?

Dörfern eines zentralasiatischen Landes ist hart. Da es zur Erntezeit ein Überangebot an Obst gibt, können sie einen großen Teil ihrer Ernte nicht verkaufen und den Bauern fehlt es so an Einkommen. Eine Partnerorganisation von OM hilft: „Wir bieten den Bauern ein Training an, bei dem sie unter anderem lernen, wie man besseres Obst produziert, wie die Märkte funktionieren und wie sie aus ihrem Obst Saft machen und diesen verkaufen können“, berichtet die Projektleiterin. Im letzten Jahr wurden schon über 7000 Liter Saft produziert, dieses Jahr sollen es 18 000 Liter sein.

BETEN

SPENDENPROJEKT : GEBEN

SPENDENPROJEKT :

Essen AidsHope Südafrika, G408-03

2002 Mercy Teams International, eine Partnerorganisation von OM, die sich um arme und unterdrückte Menschen in Ostasien kümmert, wird gegründet.

2003

George Verwer übergibt die Leitung von OM International an seinen langjährigen Mitarbeiter Peter Maiden.

Danken Sie für dieses Projekt und beten Sie, dass vielen Obstbauern dadurch geholfen werden kann.

GEBEN

Obst Zentralasien, G408-04

2004

Die Norräna I wird als Ersatz für die Logos II gekauft und umgebaut. Das Xenos-Team wird gegründet.

2005

2006

OM Deutschland eröffnet eine Regionalpräsenz in Hamburg, aus der das Team Nord entsteht.

„Leben verändern, Gesellschaft gestalten“ – das neue Motto für die weltweite OM-Arbeit wird beschlossen.

www.om.org/de/60JahreOM


Die Gute Nachricht

in Montenegro

Volker Sachse mit Flüchtlingskindern in Serbien

„Wer bringt die Gute Nachricht nach Montenegro?“ lautete die Unterüberschrift eines Globalartikels im Jahr 2006. Zu diesem Zeitpunkt gab es in dem kleinen Balkanstaat keine OM-Arbeit, doch als Volker und Natja Sachse diesen Bericht lasen, „hatten wir den Eindruck, dass diese Frage direkt an uns gerichtet war.“ ZWISCHEN DEN WELTEN Volker Sachse wuchs in der ehemaligen DDR auf. Seine Familie war Teil der einzigen, kleinen freien evangelischen Gemeinde im Ort. So stand er schon früh zwischen der Gemeinde und dem Spott seiner Klassenkameraden und Lehrer. „Ich erlebte eine Hin- und Hergerissenheit zwischen den zwei Welten, denen ich eigentlich angehören wollte“, erinnert er sich. Später schloss er sich der Punkbewegung an und entschied sich gegen die Gemeinde. Nach der Wiedervereinigung zog er nach Frankfurt, wo er durch die Freundschaft mit einem Pastor zurück zu Gott fand und in Kelsterbach eine Jugendarbeit übernahm. Natja Sachse hatte ihre „echte Hinwendung und Begeisterung für Jesus“ mit 17 Jahren. Nach ihrer Ausbildung besuchte sie eine Jüngerschaftsschule und ging anschließend für ein prägendes Jahr nach Indien. Zurück in Deutschland begann sie ein Praktikum in der Gemeinde in Kelsterbach, wo sie Volker Sachse kennenlernte.

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Global Oktober / November 2017

AUF NACH MONTENEGRO! „Nach unserer Hochzeit haben wir fast ein ganzes Jahr intensiv für eine offene Tür in die Mission gebetet“, erzählt Volker Sachse. OM kannte das Ehepaar zu diesem Zeitpunkt nicht besonders gut, sie bekamen aber „unbestellt“ die Global zugeschickt. In der ersten Ausgabe war ein ganzseitiger Artikel über Montenegro mit besagter Unterüberschrift. „Nach mehrmaligem Lesen und darüber Beten hatten wir den Eindruck, dass diese Frage direkt an uns gerichtet war“, berichten die beiden. „Und der Eindruck bestätigte sich auf vielen Ebenen!“ OM akzeptierte die Bewerbung, die Ältestenschaft der Gemeinde und die Gemeindevollversammlung stimmten zu, die Finanzen wurden geklärt, Unterstützer waren begeistert und der erste Testbesuch im Land gab Gewissheit: „Wir wollen als Missionare nach Montenegro gehen, eine Gemeinde entstehen sehen und Menschen mit dem Evangelium erreichen!“


PORTR ÄT

Natja und Volker Sachse Kindern Juli und Tobija

mit ihren

Das erste TeenStreet Balkan fand Ende August statt

JEDER TAG IST SONNTAG Im Oktober 2007 zog das Ehepaar mit ihrem kleinen Sohn Tobija auf den Balkan, 2008 wurde Tochter Juli geboren. „Für uns war das erste Jahr schwer“, blickt Natja Sachse zurück. „Wir hatten einen Kulturschock und mussten uns als Ehepaar in der neuen Umgebung zurechtfinden.“ Sie tauften das erste Jahr „Jeder Tag ist Sonntag“, weil es keine klaren Zeitvorgaben, keine geregelten Arbeitszeiten und keine klare Struktur in ihrem Leben gab. „Aber wir haben es mit Gottes Hilfe geschafft und blicken dankbar auf zehn Jahre OM Montenegro zurück!“ Mittlerweile hat OM Montenegro unter anderem eine Gemeindegründungsarbeit, ein Sprachcafé und eine wachsende Arbeit unter Menschen mit Autismus. Im Januar 2017 wurde mit Bogdan der erste Montenegriner überhaupt in die Mission, auf die Logos Hope, ausgesendet. Mit der Flüchtlingskrise erweiterte sich auch die Arbeit von Volker Sachse. Als Leiter von OM Montenegro ist er nicht nur für die drei OM-Teams in Montenegro verantwortlich, sondern auch für ein Team in Serbien, das dort unter Flüchtlingen arbeitet. JESUS, WO BIST DU? Das Team in Serbien ist Teil von OM Europas ‚Safe Passage‘ (sicherer Durchgang)-Projekt, bei dem Flüchtlinge wichtige Informationen, Nahrungsmittel und andere lebensnotwendige Güter erhalten. Für Volker Sachse ist es ein Vorrecht, das Team in Serbien zu leiten. Auch wenn nicht alles einfach ist: „Es war im November 2015. Tausende Flüchtlinge schliefen trotz Regen auf der Straße, die Grenze nach Kroatien war versperrt. Als ich zwischen den Schlafenden entlangging, bemerkte ich ein vierjähriges Mädchen. Sie schlief

Das internationale OM-Team in der Stadt Bar 2017

tief, doch schlug sie immer wieder mit ihrem Kopf auf den Asphalt. Ein tiefer Schmerz durchzuckte mich. Ich nahm sie auf dem Arm – sie war völlig von Urin durchnässt – und die Frage kam auf: ‚Jesus, wo bist du?‘ Niemals zuvor hatte ich es nötig, diese Frage zu stellen. Ich bekam keine Antwort, versorgte das Kind und legte es wieder zu seinen Eltern. Mit meiner Frage im Herzen wachte ich am nächsten Morgen auf und als ich in den Spiegel schaute, Ich bin da, hatte ich die Antwort: ‚Ich bin da, wo du bist. Wenn du wo du bist. Wenn du deine Hände zur Hilfe ausstreckst, habe deine Hände zur Hilfe ich meine Hände ausgestreckt. ausstreckst, habe Wenn du einen Menschen in Not auf den Arm nimmst, habe ich es ich meine Hände durch dich getan.‘“

ausgestreckt.

„Das schönste Geschenk“, so sind sich beide sicher, „ist es zu sehen, wenn Menschen sich zu Jesus hinwenden. Gott gibt uns so viel Gnade, dass wir bezeugen dürfen, wie sich Menschen für Jesus entscheiden.“ Sie sind gespannt, wie es weitergeht. Sie hoffen, dass die von ihnen gegründete Gemeinde „Einfluss auf die Menschen, die Gott nicht kennen, nehmen kann“ und dass Christen in Montenegro und Serbien sich auf in die Weltmission machen. CORINNA SCHARRENBERG

Familie Sachse bittet um Gebet: „Bitte beten Sie für mehr einheimische Mitarbeiter und Langzeitmitarbeiter, die länger als zwei Jahre bleiben. Beten Sie auch für Weisheit für die Bildung unserer beiden Kinder und dass wir wissen, wo Gott uns als Familie haben möchte. Beten Sie auch für Bogdan auf der Logos Hope und für ausreichend Finanzen für seinen Dienst dort. “

BETEN

Global Oktober / November 2017

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THEMA

WELT WEIT GEMEINDEGRÜNDUNG

Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem

60 Jahre OM –

Gemeindegründung

Namen, da bin ich mitten unter ihnen. Matthäus 18,20

Im südlichen Afrika treffen sich neue Gemeinden oft unter freiem Himmel, bis sie sich einen Versammlungsraum bauen können

„Wir setzten uns für dynamische Gemeinschaften von Jesus-Nachfolgern unter den am wenigsten Erreichten ein.“ – Die erneuerte Vision von OM zeigt den Herzschlag Tausender OM-Mitarbeiter in den letzten Jahrzehnten und heute: Dass Menschen von Jesus hören und sie ihren Glauben gemeinsam mit anderen Christen leben und zu anderen Menschen weitertragen.

J

esus sagt in Matthäus 18,20: „Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.“ Diese Gemeinschaft möchten OMMitarbeitern auf unterschiedlichen Wegen ermöglichen. EIN NOTWENDIGER PROZESS Dabei hört sich Gemeindegründung erstmal nach einem langwierigen, schwierigen Prozess an. Die

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Geschichte von OM ist voller langfristiger Projekte, bei denen vieles schiefgehen konnte – aber sehr oft durfte OM dabei Gottes Treue und Eingreifen erleben. So auch in verschiedenen Gemeindegründungsprojekten, die vielleicht nur schleppend anliefen, aus denen sich aber dynamische Gemeinschaften von Jesus-Nachfolgern entwickelten. Neue Gläubige sollen nicht alleine gelassen werden. Sie sollen geschult werden, um in ihrem Glauben zu wachsen, und Gemeinschaft


THEMA

GEMEINDEGRÜNDUNG WELT WEIT

mit anderen Christen haben. Nicht überall gibt es die Möglichkeit, sich einer bestehenden Gemeinde anzuschließen. An vielen Orten ist keine Gemeinde oder die bestehenden Gemeinden erreichen eine bestimmte Zielgruppe nicht. Also begannen OM-Mitarbeiter damit, Gemeinden zu gründen. Immer mit dem Ziel, der jeweiligen Kultur angepasst zu sein sowie einheimische Christen miteinzubinden und zu fördern – denn nur so werden Gemeinden auch ohne ausländische OMMitarbeiter weiterbestehen. EIN GEMEINSAMES THEMA Menschen sind verschieden. Die einen lassen sich zu kreativen Abenden einladen, andere zu Sportaktivtäten aller Art, zu Kunstveranstaltungen oder zum Essen. Gemeinsam ist, immer zuerst eine freundschaftliche Beziehung aufzubauen – durch ein verbindendes Thema. Die OM-Mitarbeiter teilen ihre Leben mit ihren Mitmenschen und öffnen sich ihnen. Durch diese Offenheit öffnet sich oft auch das Herz des Gegenübers für den Glauben. Die Zimmer und Orte, wo sich die Gruppen regelmäßig treffen, werden zu klein und so wachsen die Gemeinschaften von Jesus-Nachfolgern. Im Folgenden einige Beispiele, die manchmal kurz-, manchmal langfristig zu neuen Gemeinden führten: ALBANIEN: AUS BEKANNTEN WERDEN GESCHWISTER Im Herbst 1991 kam das fünfköpfige OM-Team ins Land. „An Weihnachten luden wir alle, die wir kannten, zu einem Weihnachtstreffen ein. Etwa 50 Personen kamen. Wir beteten und sangen mit ihnen und erklärten, was uns Weihnachten bedeutet“, erinnert sich der damalige Teamleiter Pranesh Anandlal. „Aus diesem Treffen wurde innerhalb von drei Jahren eine Gemeinde mit 150 Gläubigen, die bis heute besteht!“ TANSANIA: EINER NACH DEM ANDEREN Gott rief Tukiko Omosso zum Stamm der Taturu. Sie leben abgelegen im Norden Tansanias und sind tief in Zauberei und Ahnenkult verstrickt. „Da geistliche Dunkelheit die Taturu gefangen hält, ist es schwierig, sie mit dem Evangelium zu erreichen“, berichtet Tukiko. „Aber Gott hat auch dort einen Weg geebnet und nach vielen Jahren

Arbeit und etlichen Schwierigkeiten konnten wir in fünf Dörfern kleine Gemeinden gründen. Dabei hatten wir immer das Ziel, einem nach dem anderen die Gute Nachricht zu erzählen und durften sehen, wie sich einer nach dem anderen für Jesus entschied!“ PORTUGAL: SURFEN FÜR JESUS „Wir sind ein Haufen Christen, die Jesus liebhaben und gerne surfen.“ So beschreiben sich die Mitglieder der Surf Church (Surfer-Gemeinde) Porto. Sonntags treffen sie sich nachmittags am Strand, Surfen gemeinsam und erzählen vom Evangelium. Neugierige Menschen kommen einfach dazu. Abends trafen sie sich zunächst in einem Wohnzimmer zum gemeinsamen Essen, Lobpreis und einer Andacht. Mittlerweile kommen 70 bis 80 Personen und für die Gottesdienste darf die Gemeinde ein öffentliches Gebäude direkt an einem bekannten Surferstrand nutzen. SAMBIA: GEMEINSAMES FUSSBALLSCHAUEN Zur Fußballweltmeisterschaft 2010 bauten Mitarbeiter von OM Sambia an fünf Orten Zelte auf, um dort die Spiele zu zeigen. In den Pausen erzählten die OM-Mitarbeiter den Menschen von Jesus und etliche begannen, sich für ein Leben mit Jesus zu entscheiden. In Makwati, einem trostlosen Slum am Rande der Hauptstadt Kabwe, wollten die Menschen nicht, dass ihre Treffen mit dem Ende der Fußball-WM ebenfalls enden. So trafen sie sich weiterhin am gleichen Ort, ohne Fußball zu schauen, aber um gemeinsam Gottesdienst zu feiern und im Glauben zu wachsen. Eine neue Gemeinde ist entstanden, die neue Hoffnung in ein ganzes Stadtviertel bringt. Neben der Sport- und Kunstarbeit waren in der OM-Geschichte auch häufig Besuche der OMSchiffe der Grund, warum neue Gemeinden entstanden oder sich Menschen aufmachten, um in ihrer Nachbarschaft, in ihrer Region oder in der ganzen Welt Gemeinden zu gründen.

Neue Gläubige werden geschult, um im Glauben zu wachsen und Gemeinschaft mit anderen Christen zu haben

MICHA PRECHTEL Weitere Geschichten, z. B. wie in Südasien Gemeinden entstehen oder wie durch Fußballtraining eine Gemeinde gegründet wurde, finden Sie auf den Seiten 12 und 13.

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Eine kleine, örtliche Gemeinde in Südasien trifft sich im Haus Einheimischer für Gebet und Lehre

Gemeindegründung unter den

Unerreichten Südasiens

In vielen Dörfern Südasiens gibt es keine Christen oder Gemeinden. Über 3000 Volksgruppen dort werden als vom Evangelium unerreicht betrachtet.* Doch auch an diesen Orten sollen Gemeinden aufblühen.

Ein Gemeindehaus in Südasien

ls ein OM-Team in Südasien in einem Bergdorf ankam, verkündete ein Hindu-Mann den Mitarbeitern: „Ich habe erkannt, dass Gott wahr ist und ich möchte an ihn glauben.“ Der ältere Mann zeigte ihnen ein Evangelium, das er zwei Jahre zuvor von einem anderen OMTeam erhalten hatte. Die Seiten waren abgenutzt und markiert. Die Mitarbeiter beteten mit dem Mann, er vertraute Jesus sein Leben an und sie schenkten ihm eine Audiobibel. Dabei hörten sie voller Bedauern, dass der Mann zwei Jahre nach Christen Ausschau gehalten hatte. Er suchte Antworten auf seine Fragen, wie man an diesen Gott glaubt, von dem er gelesen hatte.

deren Dorfbewohnern darüber zu reden. Durch die Veränderung dieses einen Mannes hofft OM, dass in diesem Dorf, in dem es keine Gemeinde gibt, nun eine Gemeinde entsteht. Damit dies an noch mehr Orten in Südasien geschehen kann, sucht OM leidenschaftliche Menschen. Menschen, die bereit sind, Samen an schwierigen Orten auszusäen, inmitten herausfordernder Umstände andere zu Jesus zu führen und einheimische Gemeindeleiter auszubilden. Damit Volksgruppen, die schwierige Sprachen sprechen, eine ganz andere Kultur besitzen und die darauf warten, die Wahrheit kennenzulernen, von Jesus hören. ELLYN SCHELLENBERG / TOBIAS KÜBLER

Vier Tage später kehrte das OM-Team in das Dorf zurück. Der Mann saß gerade vor seinem Haus, hörte die Audiobibel und begrüßte die Mitarbeiter. Sie blieben für mehrere Wochen bei ihm und seiner Familie. Sie unterrichteten den Mann in seinem neuen Glauben und wie er seine Geschichte und Gottes Geschichte anderen weitersagen kann. Nachdem er verstanden hatte, wie wichtig es ist, das Evangelium weiterzugeben, begann er ganz frei mit seiner Familie und an-

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*Quelle: https://joshuaproject.net

BETEN

GEHEN

Beten Sie, dass viele Gemeinden unter den Unerreichten Südasiens entstehen und Gott die nötigen Mitarbeiter beruft. Haben Sie Interesse, mitzuhelfen, Gemeinden zu gründen? personal.de@om.org


THEMA

GEMEINDEGRÜNDUNG TANGANIJK A SEE

Mit

Sport beginnen

„Die Menschen hier in den Dörfern haben zwei Leidenschaften: Fischen und Fußball“, berichtet Christopher Kasale, Leiter von OM Tanganijkasee. „Darüber kannst du mit jedem ins Gespräch kommen. Deswegen haben wir auch Sport genutzt, um in Mwando, einem Fischerdorf mit 2000 Einwohnern an der sambischen Küste des Tanganijkasees, eine Gemeinde zu gründen.“ or zehn Jahren kamen die ersten OM-Mitarbeiter mit dem Ziel hierher, Beziehungen und Freundschaften mit den Einwohnern aufzubauen“, erzählt Christopher. „Dann sahen wir, dass dieser Ort eine Gemeinde braucht. Aber wir wollten nicht einfach von außen eine Gemeinde gründen. Wir wollten, dass die Christen dort selbst die Gemeinde gründen und wir sie in diesem Prozess begleiten.“ Da kam der Sport ins Spiel. Im Jahr 2012 zog Cecilia Kasale nach Mwando und bot zusammen mit Dimas, einem Dorfbewohner, verschiedene Sportaktivitäten an. Die Art und Weise, wie die beiden die Jugendlichen trainierten und mit ihnen umgingen, fiel den anderen auf. Cecilia und Dimas organisierten daraufhin einen Trainerlehrgang für Interessenten aus den umliegenden Dörfern. Dabei lernten die 25 Trainer, dass es um mehr als nur um Sport geht – es geht um Gott. Cecilia und Dimas erzählten, wie ihre Leben sich durch Sport und den Einfluss früherer Trainer verändert hatte. Das bewegte die Teilnehmer und einige übergaben daraufhin Jesus ihr Leben.

Dimas hat die Leidenschaft, in andere Dörfer zu gehen und mit der Die Art und Weise, gleichen Strategie Gemeinden zu gründen. Im Nachbardorf wie die beiden die Chaushi startet er bereits Jugendlichen trainierten durch eine Fußballmannschaft eine weitere Bibelstudienund mit ihnen umgingen, gruppe.

fiel den anderen auf.

„Gott hat uns gezeigt, dass wir erst einmal mit der Sportarbeit beginnen sollen”, ist Howard begeistert. „Der Sport hat geholfen, Menschen zu versammeln. Von kleinen Kindern bis zu Erwachsenen. Alle kamen. Es war sehr einfach.” REBECCA REMPEL / MICHA PRECHTEL

BETEN

Danken Sie Gott für die Gemeinde in Mwando. Beten Sie für geistliches und zahlenmäßiges Wachstum und, dass die Gemeinde weiterhin im Nachbardorf Chaushi von Jesus erzählt und dort Menschen zum Glauben kommen.

Dimas startete ein Fußballteam für die Jungs

Diese trafen sich dann weiterhin in einer Bibelstudiengruppe. Ihr Glaube wuchs und auch die Teilnehmerzahlen stiegen. Aus dieser Gruppe entwickelte sich eine Gemeinde. Die OM-Mitarbeiter Howard und Josephine Sichilima kamen nach Mwando, um die Gemeinde und die Leiter zu fördern. Josephine bietet außerdem den Frauen Unterricht im Nähen und Schneidern an. „Der Herr schickte uns die Menschen“, sagt Howard. „Ich kümmere mich darum, dass diese Menschen in Gottes Wort ein festes Fundament haben. Heute kommen über 70 Personen in den Gottesdienst.“

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REPORT ISR AEL

Hoffnung für

Israel

In vergangenen Jahrtausenden war die Stadt Jokne’am das Tor der Jesreelebene. Sie schützte die Durchgänge vom Mittelmeer und südlich des Bergs Karmel. In biblischen Zeiten war Jokne’am eine mächtige Stadt und spielte auch in der altertümlichen Geschichte eine bedeutende Rolle.

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Baruch erzählte, dass er depressiv sei und am Tag zuvor zum ersten Mal spazieren war und betete. „Und jetzt seid ihr hier!“, freute er sich über die Gebetserhörung. Beth stimmte dem zu und sagte ihm: „Gott liebt dich und er möchte, dass du die Wahrheit seiner Liebe kennst.“

Die Städte Israels brauchen Gebet und die Hoffnung in Jesus

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Dave erzählte dann noch, wie Gott ihn von seiner Alkoholsucht befreite und ihm durch Yeshua (Jesus) ein neues Leben schenkte. Die beiden gaben Baruch ein Neues Testament und versprachen, ihn wieder zu besuchen.

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OM ISRAEL / CORINNA SCHARRENBERG C

Seit Januar 2016 fokussiert sich OM Israel auf die Stadt. „Jokne’am ist aufgrund ihrer Bevölkerungszahl, ihrer Lage und ihrer geschichtlichen und geistlichen Bedeutung strategisch wichtig“, erklärt der Leiter von OM Israel. Mit dem ‚Hoffnung für Israel‘-Programm möchten die OM-Mitarbeiter nun in verschiedenen Stadtvierteln von Tür zu Tür gehen, um zu beten und mit den Menschen in Kontakt zu kommen. Beth und Dave, ein amerikanisches Ehepaar, kamen so in Kontakt mit Baruch*. Er lud die beiden zu sich ein und bot ihnen etwas zu Trinken an. Als sie im Wohnzimmer saßen, sprang Baruchs Hund

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U SA immer wieder an Beth hoch und leckte ihr GeGolf von sicht ab. „Aber das machte mir nichts“, erklärte sie Mexiko lachend. „Ich stellte mir einfach vor, dass sich der Hund bei mir bedankt, dass wir gekommen sind.“

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OM-Mitarbeiter möchten in Kontakt mit Israelis kommen (Symbolfoto)

ährend der Kreuzzüge (1096 – 1291 n. C.) wurde in Jokne’am auf den Ruinen einer alten Kirche eine neue Kirche gebaut. Die Ruinen dieser ‚neuen‘ Kirche sind noch heute zu sehen. Laut Mitarbeitern von OM Israel gab es nach dieser Kirche für fast 800 Jahre keine Kirche mehr in der Stadt.

*Name geändert

BETEN

Bitte beten Sie für die Mitarbeiter von OM Israel und dass viele Israelis zum Glauben an Jesus kommen.


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Bildung, Hilfe, Hoffnung für Menschen weltweit

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Karibische Kontakte ma n Cay

Inseln

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AtlantikDie Logos Hope in Kingston, Jamaika

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Das neue Haus von Keisha Syblis wird eingeweiht von Logos Hope-Direktor Pil-Hun Park aus Südkorea

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zu Küste‘. Die Veranstaltungen an Bord und wöchentlichen Besuche IC

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bei Kirchengemeinden bringen die Christen dort ins Nachdenken e gf

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darüber, wozu Gott sie berufen hat. Deshalb freuen wir uns mit OM

KINGSTON

JAMAIKA

Karibik über Hunderte neuer Anfragen zur Mitarbeit in der Mission.

Karibisches Meer

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Beten Sie mit uns, dass noch mehr Menschen sich auf den Weg A

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Die Logos Hope bringt in der Karibik weiterhin ‚Hoffnung von Küste

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machen und den Unerreichten das Evangelium bringen.

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Ein Team vom Schiff sollte das Haus von Keisha Syblis renovieren, die ein Bein verloren hatte und auf Krücken gehen muss. Konrad erinnert sich: „Als wir dort ankamen, sahen wir, dass das Dach eingefallen und die Wände komplett verfault waren. Es war gleich klar, dass es mit ein paar

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11. Mai bis 13. Juni 2017 SU

Renovierungen nicht getan ist – wir mussten etwas komplett Neues bauen.“

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HELFENDE HÄNDE VOM FACH Handwerklich geschickte Mitarbeiter der Logos Hope bringen sich gerne auch in Spezialprojekten an Land mit ein. Oft müssen die Fachleute vom Deck und Maschinenraum im Hafen an Bord bleiben, für den Fall, dass sie dort gebraucht werden. Deshalb freute es Bordschreiner Konrad Ullrich aus Deutschland besonders, dass er ein Haus für eine Frau mit Behinderung in Kingston bauen konnte. Das sah er als willkommene Abwechslung und Herausforderung.

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VENEZUELA Jamaika: Kingston

Zusätzlich zum Bau des neuen Holzhäuschens half das Team tatkräftig, als in einem Nachbarhaus ein Küchenfeuer ausbrach. Dank dem Notfalltraining vom Schiff und ihrem beherztem Eingreifen konnten die Schiffsmitarbeiter verhindern, dass das Feuer auf die benachbarten Häuser übergriff. Das ganze Viertel war ihnen dankbar. „Vor der Ausreise zum Schiff hatte ich Freunden und meiner Gemeinde zu Hause erzählt, dass ich ein Bild im Kopf hatte von Menschen, die strahlten, weil ich ihnen helfen konnte“, erzählt Konrad. Wir sind Gott dankbar, dass unsere geschickten Handwerker ihre Hände zu seiner Ehre einsetzen dürfen.

Videobericht über den Besuch in Kingston (auf Englisch): http:// logoshope.tv/ video/ 221860189

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SHIP TO SHORE

Jamaika: Montego

Bay

14. Juni bis 4. Juli 2017

Eine Familie in Kingston liest an Bord in ihren neuen Büchern

EIN TRAUM WIRD WIRKLICHKEIT Die Bewohner von Montego Bay haben zwar eher Zugang zu Büchern als ihre Mitmenschen im Landesinneren, aber laut den CVJM-Leitern vor Ort, John und Danya Hess, können viele nicht lesen und schreiben: „Einige der Menschen hier finden keine Arbeit, weil sie Analphabethen sind und keine Ausbildung haben. Die hohe Arbeitslosenrate führt dazu, dass viele Menschen sehr arm sind.“ Ein Ziel des CVJMs in Montego Bay sind Schulungs- und Ausbildungsprogramme, die der Bevölkerung Hoffnung geben. So halfen die Schiffsmitarbeiter, einen Platz für Alphabetisierungskurse auf dem Gelände des CVJMs herzurichten. Sie putzten und strichen einen Raum und verwandelten ihn zur Bücherei. Sie bauten Bücherregale und spendeten 300 Bücher zu einer Vielzahl von Themen für Leseanfänger und Fortgeschrittene.

Videobericht über den Besuch in Montego Bay (auf Englisch): http:// logoshope.tv/ video/ 224463248

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EIN VORGESCHMACK AUF DEN HIMMEL Randy Alcorn ist Gründer und Leiter von ‚Eternal Perspective Ministries‘ und Autor von mehr als 50 Büchern einschließlich der Bestseller ‚Wo dein Schatz ist‘ und ‚Der Himmel‘. Von seinen Büchern wurden mehr als neun Millionen Exemplare in über 60 Sprachen verkauft. Randy und seine Frau Nancy besuchten die Logos Hope erstmals in Montego Bay, wo er der Hauptredner beim jährlichen Spenderwochenende von OM Schiffe war. Er schreibt: „Nancy und ich kehrten von einer Reise nach Jamaika zurück, wo ich bei einer Konferenz von OM Ships International über die wundervolle Arbeit ihres aktuellen Schiffes Logos Hope gesprochen hatte. Nach der Konferenz konnten wir noch fünf Tage auf der Logos Hope verbringen. Ich hatte früher schon über dieses Schiff geschrieben, aber nachdem ich die Arbeit selbst erlebt habe, möchte ich mehr darüber erzählen.

Laut Danya öffnet eine öffentliche Bücherei Türen für Menschen, die sich keine Bücher leisten könnten. „Viele, die nicht lesen können, schämen sich“, sagt Danya. „Aber weil die Menschen in Montego Bay uns kennen und vertrauen, kommen sie viel eher zu uns in die Bücherei und in die Lesekurse.“ Das Ehepaar Hess ist begeistert über die neue Bücherei und den Start der Lesekurse. Sie glauben, dass diese Initiative ein wichtiges Bedürfnis in Montego Bay anspricht.

Immer wieder habe ich auf der Logos Hope das mächtige Wirken des Heiligen Geistes erlebt … Das Schiff ist wie die weltweite Gemeinde Christi im Kleinformat … Was wir auf der Logos Hope erlebt haben, ist wirklich ein Vorgeschmack auf den Himmel …“

Viola Muck (Deutschland) und eine CVJM-Mitarbeiterin (links) beten für eine einheimische Frau

Randy Alcorn mit einem Jungen im Büchermarkt in Montego Bay

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Randys Blog über die Zeit an Bord können Sie auf Englisch hier lesen: www.epm.org/blog/2017/Jul/28/ship-logos-hope


SHIP TO SHORE

„Immer wieder habe ich auf der

Logos Hope das mächtige Wirken des Heiligen Geistes erlebt.“ Randy Alcorn

Leonie Blum aus Deutschland redet mit Grundschulkindern in Kingston

LIEBE FREUNDE VON OM SHIPS, wir sind begeistert über die Reaktionen auf unseren Schiffsbesuch in der Karibik, über die enge Zusammenarbeit mit OM Karibik und die vielen Menschen, die auf Gottes Ruf in die Weltmission hin aktiv werden. Ende 2017 beginnt die Logos Hope einen ausgedehnten Besuch in Lateinamerika – den ersten dieser Art nach fast 20 Jahren. Deshalb ist die Vorfreude schon groß, auch angesichts dessen, was Gott gerade alles in Lateinamerika tut. Lateinamerikanische Gemeindeleiter mit einem Herzen für die Mission, und die Rolle der lateinamerikanischen Gemeinden darin, finden gerade zu einem engeren Miteinander zusammen und die Logos Hope könnte eine bedeutende Rolle dabei spielen, dass diese Vision Wirklichkeit wird.

Das war auch die Kernbotschaft unseres jährlichen Spenderwochenendes in Montego Bay auf Jamaika mit Randy Alcorn. Aufgrund dieser Vision und weil sie das Potenzial des Schiffes persönlich erleben konnten, sagten unsere Gäste an diesem Wochenende Spenden in der Höhe von mehr als 1,5 Millionen US-Dollar zu. Was für ein Vertrauensbeweis in das, was uns Gott für den Lateinamerikabesuch aufs Herz gelegt hat! Noch wichtiger ist es uns, dass Sie im Gebet und durch Ihre finanzielle Unterstützung weiter hinter uns stehen, damit eine neue Welle von Missionaren aus Lateinamerika zu den Menschen ausgesandt werden kann, die am wenigsten erreicht sind. Ihr, Seelan Govender Direktor OM Ships International

LATEINAMERIKANER MACHEN SICH AUF Helfen Sie dabei mit, dass Lateinamerika die Hoffnungsbotschaft hört und ein Herz für die Unerreichten bekommt. Spenden können Sie über Ihr OM-Büro oder online unter: www.omships.org. Vielen Dank für Ihre Unterstützung! * Eine Seemeile/Ein Lächeln bringt Hoffnung SPENDENPROJEKT:

Die derzeitigen Schiffsmitarbeiter aus Lateinamerika freuen sich auf den Besuch in ihrer Heimat

Schiffe – Lateinamerika, G408-05


www.omships.org

KOMPASS

Karibisches Meer

Basseterre, ST KITTS UND NEVIS 29.09.–04.10. St. Johns, ANTIGUA 04.10.–17.10. Castries, ST. LUCIA 18.10.–07.11.

Kingstown, ST. VINCENT 22.11.– 05.12. St. Georges, GRANADA 05.12.– 15.12.

Atlantik

Bridgetown, BARBADOS 08.11.–21.11.

Die Logos Hope in Nassau, Bahamas

Bahamas: Nassau

Videobericht über den Besuch in Nassau (auf Englisch): http:// logoshope.tv/ video/

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PROGRAMM NACH MASS „Was machen wir jetzt?“, fragten sich Logos Hope-Mitarbeiter, als sie im Down-Syndrom-undFreunde-Zentrum der Bahamas ankamen und feststellten, dass das vorbereitete Programm nicht zu ihrem Publikum passte. Sie hatten sich auf Kinder mit Down-Syndrom vorbereitet, aber die Hälfte der Kinder war mit Autismus diagnostiziert worden. Erin Wochner aus den USA, die im Rahmen eines Kurzzeitprogramms auf der Logos Hope die Schiffsarbeit kennenlernt, hat einen zwölfjährigen Bruder mit Autismus und arbeitet in Arizona als staatlich geprüfte Betreuerin von Kindern mit Autismus und Down-Syndrom. „Autismus ist wie ein Regenbogen, bei dem jedes Kind ein anderes Spektrum an Fähigkeiten hat“, erklärte Erin den anderen Teammitgliedern.

7. Juli bis 27. Juli 2017 Dank ihrer Erfahrung konnte das Team das Programm entsprechend neu organisieren. Beim Auswertungstreffen war das einstimmige Fazit: „Wir wünschen uns mehr Schulungen über Kinder, die besondere Förderung brauchen.“ Mit Unterstützung der Koordinatorin der Kurzzeit-Mitarbeiter an Bord, Janice Low aus Singapur, hielt Erin ein Seminar für die Mannschaft darüber, wie sie auf solche Kinder besser eingehen kann.

OM KARIBIK ZIEHT BILANZ „Die Pastoren hier hören, was Gott in der Welt tut, und erkennen, wie die Bibel alle Christen dazu einlädt, die Hoffnungsbotschaft von Jesus in die Welt zu tragen. Außerdem erleben wir, dass Pastoren und Gemeindeglieder hier zu der Feststellung kommen: ‚Unsere Kirche ist zwar klein und wir sind arm, aber geistlich gesehen sind wir reich, denn es gibt Menschen, die noch nie von Jesus gehört haben.‘ Das Schiff ist ein wunderbares riesiges Hinweisschild, das in jedem Hafen aufleuchtet: ‚Gott ist auf der ganzen Welt am Werk – kommt und seht!‘ Wir danken Gott für mehr als 440 Christen aus der Karibik, die dieses Jahr bereits Informationen über Kurz- und Langzeiteinsätze angefordert haben.“ Greg Goeglein (Mitarbeiter OM Karibik)

Clinton Perumal (Südafrika) und ein Junge mit Autismus

Die OM Ships Currents informieren alle zwei Wochen aktuell über die Schiffsarbeit. Sie können online angefordert werden unter: www.omships.org/to/abonnieren

SHIPS

INTERNATIONAL Bildung, Hilfe, Hoffnung für Menschen weltweit

OM Ships International Alte Neckarelzer Str. 2 74821 Mosbach Deutschland Tel: +49 (0)6261 9263-0 E-Mail: info@omships.org Internet: www.omships.org

Tägliche Gebetsanliegen geben Ihnen Anstoß zum Beten. Sie können online angefordert werden unter: www.omships.org/to/gebet

Bankverbindungen: OM Deutschland Ev. Kreditgenossenschaft Kassel BIC GEN0DEF1EK1 IBAN DE47 5206 0410 0000 5072 45 OM Österreich Sparkasse Oberösterreich IBAN: AT52 2032 0321 0027 1330 BIC: ASPKAT2L XXX OM Schweiz 8304 Wallisellen PC-Konto: 84-7189-5

Redaktion: Ken Miller Journalistische Mitarbeiter: Rebecca Gaasrud, Julie Knox Fotos:Rebecca Gaasrud, Ji-Hyeon Lee Übersetzung: Uschi Hepperle Design: Grafikbüro Leineke, Elchingen, www.leineke.de Druck: Grafische Werkstätte, Reutlingen, Deutschland


GEBEN

Ein einmaliges Zeitfenster „Etwa 80 Prozent der traditionellen irakischen Christen haben in den vergangenen zehn Jahren das Land verlassen“, berichten OM-Mitarbeiter in der arabischen Welt. „Uns ist in zwölf der insgesamt 18 Provinzen des Landes keine einzige Gemeinde von Jesus-Nachfolgern bekannt.“

Eine Gemeinde im Norden Iraks

Über 21 Millionen Menschen im Irak kennen Jesus nicht!

roße Teile des Iraks gehören zu den am wenigsten mit dem Evangelium erreichten Gebieten der Erde. Aber eine gute Nachricht ist: Die christlichen Kirchen im Nahen Osten haben eine wachsende Vision und ein starkes Verlangen, Gemeinden zu gründen. Die anhaltende Krise im Nahen Osten setzte diese Entwicklung in Gang. Junge Gläubige wagen es, ihren Glauben zu leben und haben dadurch einen großen Einfluss auf ihr Umfeld. Die meisten von ihnen haben den starken Wunsch, sich für die Gründung neuer Gemeinden einzusetzen. Allerdings besteht ein großer Mangel an guter, nachhaltiger Schulung und der Erfahrung einer kulturübergreifenden Arbeit. Weiter fehlt die nötige finanzielle Unterstützung durch die eigene Heimatgemeinde. Deshalb ist nur für wenige Christen ein Einsatz möglich.

Schritt 1: Die Auswahl der richtigen Gemeindegründer Schritt 2: Training und Ausbildung Schritt 3: Der Start in den Einsatz Schritt 4: Fortwährendes Mentoring und Coaching Ziel ist, über einen Zeitraum von fünf Jahren zehn Teams von 40 Gemeindegründern auszubilden. Mehr Informationen zu diesem Projekt finden Sie unter www.om.org/de/irak

GEBEN

SPENDENPROJEKT : Irak, G408–06 So einfach können Sie zum Beispiel helfen: Schulungsmaterial für eine Person für einen Monat.............

OM möchte dieses einmalige Zeitfenster nutzen und in ein nachhaltiges Training investieren. Arabische Christen werden durch vier zielgerichtete Schritte in einem auf sie zugeschnittenen Trainingsprogramm für diese Aufgabe geschult:

15€

Kulturelle Intensivschulung mit einem Experten aus dem Irak für einen Tag.............................................. Lebensunterhalt und Schulungskosten für einen Gemeindegründer im Irak für einen halben Monat.....................

50€

500€

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Die abschließende Wasserschlacht gehörte natürlich zur Kanutour dazu!

Gemeindegründung mitten im

bunten Wilhelmsburg

as war die Idee, die sich in den Köpfen des OM-Teams in HamburgWilhelmsburg festgesetzt hatte. Unterstützt von der Hamburger Gemeinde ‚jesusfriends‘ startete die Gemeindegründung in Wilhelmsburg durch. Die Teenager genossen die Gemeinschaft

Am Anfang bestand diese Gemeinde aus dem OM-Team, also drei Familien. Sie haben viel ausprobiert: Gottesdienste im Park mit anschließendem Grillen, Gottesdienste in den einzelnen Wohnungen der Teammitglieder oder in einem Café. Nach und nach kristallisierten sich eine Gottesdienstform, ein Gottesdienstname und ein Gemeindename heraus. Heute trifft sich die Gemeinde ‚jesusfriends Wilhelmsburg‘ in einem Kulturzentrum zu ihren Gottesdiensten mit dem Namen ‚Frühstück für Leib und Seele‘. Hier sitzen alle zusammen an Tischen, frühstücken zuerst und feiern dann an Ort und Stelle gemeinsam Gottesdienst. Die Gemeindegründung wurde zu einer Gemeindeaufbauarbeit mit 30 bis 40 Gottesdienstbesuchern, Hauskreisen und einer Kinder- und Jugendarbeit. Apropos Jugendarbeit: Mitte August war ein Kurzeinsatzteam aus Großbritannien zu Gast in Wilhelmsburg. Sie unterstützten unsere Gemeinde in der Jugendarbeit und führten mit uns eine Jugendaktionswoche durch.

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Kernpunkt dieser Woche war eine zweitägige Kurzfreizeit im 40 Kilometer entfernten Hanstedt. Bei der Teilnehmeranzahl für die Aktionswoche hatte Gott eine dicke Überraschung für uns parat. Unsere Erwartungshaltung war mit zehn bis 15 Teilnehmern nicht so groß. Doch am ersten Abend kamen 28 Teenager – Albaner, Syrer, Deutsche, Afghanen, Jungen und Mädchen! Wir starteten mit einer Talentshow, gefolgt von einer Stadtralley und einem Sporttag. Dann begann die Freizeit und diese war ein echter Höhepunkt! Die Teenager, die sich vorher fast nicht kannten, wuchsen zu einer Gruppe zusammen. Trotz unterschiedlicher Glaubenshintergründe machten sie bei den Andachten und Lobpreiszeiten mit. Außerdem machten wir eine Nachtwanderung und eine erlebnisreiche Kanutour. Am nächsten Sonntag kamen mehrere der Teenager mit ihren Familien in unsere Gemeinde. Es war eine tolle Zeit und wir sind gespannt, was Gott noch alles vor hat – mit den Jugendlichen und mit der Gemeinde. TIM STABEN

GEBEN

SPENDENPROJEKT : Team Nord, G408–07


TE AM HALLE MISSION IN DEUTSCHL AND

Das Lichthaus

wird 5!

or fünf Jahren im Oktober stieg langsam die Anspannung. Die vorerst letzten Umbauten am Haus wurden fertig und das Team frisch zusammengestellt. Die Vorbereitungen für die Eröffnung des Lichthauses liefen auf Hochtouren. Nach drei Jahren Umbau am Haus starteten wir damals in eine neue Phase: den Aufbau der Lichthaus-Arbeit als Kultur- und Begegnungszentrum mit Café. Fünf Jahre später hat sich vieles davon gut etabliert. Musiker bedanken sich für die besondere Atmosphäre und versprechen, gerne auch ein drittes Mal wieder bei uns ein Konzert zu spielen. Das junge Paar mit inzwischen zweijährigem Kind nennt es „ihre Rettung“, weil sie hier neue Freunde für ihre neue Lebensphase kennengelernt haben. Die Künstlerin, die hier „positive Energie“ spürt, plant ihre Ausstellung für nächstes Jahr bei uns. Ein älteres Ehepaar, das inzwischen Stammgast unserer Konzerte ist, beschwert sich für uns bei der Zeitung, die unsere Veranstaltungen nicht immer abdruckt. Und ein Gast kommt jede Wo-

che ins Café, nur um bei uns leckeren Kuchen für daheim zu kaufen. Darüber hinaus sammeln sich auch weiter externe Projekte rund um Inspiration und Begegnung an, wie zum Beispiel der Kleidertausch, ein Kreativworkshop im Eltern-Kind-Café, eine Gedächtnistrainingsgruppe und der monatliche Spieleabend.

Fünf Jahre Lichthaus – ein Grund zum Feiern

In dieser Umbau- und Aufbauphase waren Stefan und Eva-Maria Pentzek als Leiter der Arbeit die treibende und prägende Kraft. Nach über sieben Jahren verabschiedeten wir sie Ende Juni und schauten gemeinsam dankbar auf das, was entstanden ist oder was auch nur bei einem Versuch blieb, dafür aber zum Lernen beitrug. Im Anschluss wurde Jan-Micha Andersen als neuer Leiter eingesetzt. Diese personelle Veränderung, vor allem aber auch die neue Fokussierung auf Gemeindegründung, läuten nun passend zum Lichthaus-Jubiläum eine neue Phase ein. Wir vertrauen darauf, dass Gott uns auch darin führen und zum Segen für Halle setzen wird. JAN-MICHA ANDERSEN

Lichthaus Jubiläumswochenende Fr. 3. November ab 20:15 Uhr: Konzert mit Stilbruch

Sa. 4. November ab 14 Uhr: Tag der offenen Tür – unterschiedliches Programm im ganzen Haus

So. 5. November ab 9 Uhr: Geburtstagsfrühstück und anschl. Festgottesdienst in der Evangeliumsgemeinde für Freunde und Unterstützer Anmeldung vor allem für Sonntag bitte an: jma@lichthaushalle.de

GEBEN

SPENDENPROJEKT : Team Halle, G408-08

Gian Walser, Leiter von OM Deutschland, überreicht Stefan und Eva-Maria Pentzek ein Abschiedsgeschenk; rechts davon Jan-Micha Andersen und Henry Marten, Pastor der Evangeliumsgemeinde Halle

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Ein Xenos-Mitarbeiter beim Gebet im ‚Al Massira‘-Kurs

Unterwegs – Flüchtlinge auf einer geistlichen Reise

Die VideoPräsentationen stoßen auf großes Interesse

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tens folgt jeweils eine Diskussion zur Vertiefung lüchtlinge, mit denen wir unterwegs des Inhalts, wo auch Fragen gestellt wersind, haben eine lange Reise mit den dürfen. vielen schrecklichen und beängstigenden Erfah„Selbst eine Reise In der Gruppe von etwa zehn Teilrungen hinter sich. Obnehmern befindet sich auch ein wohl viele von ihnen mittlerweivon tausend Meilen junger Mann aus dem Irak, der le eine Aufenthaltsbewilligung beginnt mit dem seine Eltern und sechs Schwesin Deutschland erhalten haben, tern in Syrien zurückgelassen sind sie oft innerlich noch nicht ersten Schritt.“ hat. Schon in Syrien hatte er wirklich angekommen. Durch den Orientalisches Sprichwort Christen kennengelernt und kam Krieg, die Gewalt und Verluste auf der Suche nach Christen zu uns. sind Lebens- und GlaubensgrundlaEr liest täglich in der Bibel und hat schon gen ins Wanken gekommen. Unter ihnen erste Schritte im Glauben mit Jesus gemacht. sind auch Menschen, die den christlichen GlauEin anderer Teilnehmer ist ein Familienvater aus ben kennenlernen möchten, weil sie die Liebe der Damaskus, der vor dem Krieg ein erfolgreicher Christen erfahren haben oder einfach vom Islam Geschäftsmann war. Jedoch hat er alles verloren enttäuscht sind oder schon lange die Wahrheit und ist sehr verzweifelt. Nach dem Kurs werden suchen. wir die Männer zu einer Kleingruppe einladen. Seit Anfang August bieten wir zwei Mal wöchentBitte beten Sie mit uns, dass einige dieser Mänlich den arabischen ‚Al Massira‘-Kurs an. Die ner dem Messias persönlich begegnen und seiFlüchtlinge haben während der Sommerferien ne Nachfolger werden. Jesus ist der Einzige, der ihrer Integrationskurse mehr Zeit. ‚Al Massira‘ ist echtes Leben geben kann. ein Einführungskurs in das biblische Verständnis des Glaubens an den Messias. Der Kurs ist eine ELSBETH Reise durch die Propheten des Alten Testaments SPENDENPROJEKT : bis hin zu Jesus dem Messias. Nach interessanten Xenos-Team, G408–09 Video-Präsentationen im Kontext des Nahen OsGEBEN

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MOSBACH MISSION IN DEUTSCHL AND

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Von Mosbach in die Welt „Gemüse auf wassersparende Weise und ohne Mutterboden anzubauen, hat uns begeistert“, berichtet Humberto Martin von den Anfängen des Global Food Gardens (GFG) in Mosbach. m zu sehen, ob das GFG-Konzept in OM hineinpasst, sollte es in Mosbach zunächst einen GFG als Testobjekt geben. „Wir wollten aus erster Hand wissen, was wie funktioniert“, erklärt Humberto Martin. „Die zweijährige Testphase ist nun abgeschlossen und der GFG in Mosbach wieder abgebaut. Doch haben wir schon in vier Ländern neue GFGs aufgebaut, und weitere sind geplant!“ Die GFG-Projekte im Nahen Osten, Namibia, Botswana und der Türkei werden von den drei Mitarbeitern in Mosbach betreut. „Wir schauen, dass die Systeme gut aufgebaut werden und laufen“, erklärt Humberto Martin. „Außerdem sind wir ständig in Kontakt mit den Teams vor Ort, um zu helfen und unterstützen, wo wir können. Ziel ist aber immer die Eigenständigkeit.“ Die A-förmigen Grundgerüste für die GFGs in Namibia und der Türkei wurden in Mosbach hergestellt. „Wir stellten fest, dass die Material-, Herstellungs- und Verschiffungskosten in Deutschland günstiger sind, als wenn alles vor Ort gekauft wird“, erklärt Humberto Martin. „Doch ist uns auch wichtig, dass alle Materialien vor Ort gekauft werden können, damit das Projekt eigen-

Humberto Martin (oben, 2. von rechts) und sein Team mit den Flüchtlingen

om.org/de/gfg ständig bestehen kann.“ Gemeinsam mit Flüchtlingen aus dem Irak, Syrien und Gambia baute das Team die Grundgerüste, bevor die GFG-Mitarbeiter vor Ort die Installation begleiteten. Der GFG in der Wüste Namibias hat eine Gesamtanbaumenge von 20 000 Pflanzen und soll täglich bis zu 700 Salatköpfe produzieren. Die eine Hälfte des Gewinns geht an die Mitarbeiterfamilie, die andere an OM Namibia, damit einheimische Mitarbeiter nachhaltig unterstützt werden. Ein GFG kann tiefgreifende Veränderung bewirken. Deswegen machen die drei Mosbacher GFG-Mitarbeiter auch weiter, damit weltweit Leben verändert und Gesellschaft gestaltet wird. CORINNA SCHARRENBERG

SPENDENPROJEKT : GEBEN

GEHEN

GFG, G408-10 Das GFG-Team sucht dringend erfahrene Landwirte mit Schwerpunkt Agrarwirtschaft! gfg.de@om.org

Die A-förmigen Gestelle. An den schrägen Wänden wird einmal Gemüse wachsen

Ernte im Mosbacher GFG

Der GFG in der Wüste Namibias

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MEIN EINSATZ

TEILNEHMER VON KURZEINSÄTZEN BERICHTEN VON IHREN ERLEBNISSEN

Moldawien

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ls Studentenreferent beim Deutschen Christlichen Techni-

kerbund (DCTB) hatte ich den Wunsch, mit Studierenden einen Missionseinsatz im Ausland durchzuführen. Da ich selbst schon einmal an einem „Love Moldova“-Einsatz teilgenommen hatte, schien mir OM Moldawien ein guter Kooperationspartner für einen solchen Einsatz. Obwohl es sehr mühsam war, Teilnehmer zu gewinnen, bin ich Gott sehr dankbar, dass der Einsatz nun mit sechs Studierenden stattfinden kann. Ich wünsche mir für die Teilnehmer, dass sie durch die Erfahrungen in Moldawien auch für Mission an ihren Hochschulen begeistert werden und für sie ein missionarischer Lebensstil zur Normalität in der Nachfolge Jesu wird.

Mario 

In der nächsten Global berichtet Mario dann vom Einsatz in Moldawien.

JOHN F. – LAOS „In vielen Ländern des Globalen Südens fehlt es den Gemeinden an Ressourcen und Mitarbeitern, um die eigenen Mitglieder in Jüngerschaft zu unterrichten. Darum gestaltet unser Team einmal die Woche Bibelunterricht, um jungen Christen ein festes Fundament für ihren Glauben zu gewährleisten und ihre Beziehung zu Gott zu vertiefen. Sie haben so viele Fragen über Gott, da die Predigten in den Gemeinden oft verwässert sind oder sich nur um den eigenen Wohlstand drehen. Ich treffe mich regelmäßig mit fünf jungen Laoten und konnte eine Veränderung in ihrem Denken beobachten. Unsere Treffen sind ein sicherer Ort, um Fragen zu stellen und Antworten in Gottes Wort zu finden. Die Schwestern Ailani und Kieli sind in einem Haushalt aufgewachsen, in dem Geister angebetet wurden und Angst war ein großer Teil ihres Lebens, besonders die Angst vor Krankheit. Dann nahmen sie am Trainingsprogramm einer anderen christlichen Organisation teil, wurden dadurch sehr verändert und entschieden sich, Jesus nachzufolgen. Ailani fragte ihre Mutter, ob sie den bösen Geistern, wenn sie die Menschen krankmachen würden, auch danken würden, wenn sie Menschen heilten. Aber ihre Mutter hatte keine Antwort. Jetzt kennt sie Jesus als den guten Arzt, dem sie danken kann. Beide gehen gerne zu unserem Bibelunterricht und wachsen im Glauben.“

KATHI T. – ÖSTERREICH „Die Arbeit in unserem Integrationstreff ‚iPunkt’ ist nicht immer einfach. Die Menschen, mit denen wir Beziehungen aufbauen, haben viel Leid

om.org/de/gehen

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ERLEBT

KONTAKT Web www.christ4arabs.org Mail info@christ4arabs.org

VERANSTALTER / KOOPERATIONS-PARTNER

UNTERSTÜTZUNG erlebt. Viele sind vom Krieg geflüchtet und DES PROJEKTES AN bauen sich hier ein neues Leben auf. Manche Deutsche Evangelische Allianz e.V. leben schon lange in Österreich, aber sprechen www.ead.de/spenden/allgemeine-informationen/finanzierung.html kaum Deutsch. Einige sind erst seit Kurzem hier Schweizerische Evangelische Allianz www.each.ch/mitmachen/spenden/ und wissen nicht, ob sie bleiben dürfen. Ihr Alltag ist von Unsicherheit und Angst Österreichische Evangelische Allianz geprägt. In diesen Zeitenwww.evangelischeallianz.at der Unsicherheit ist es umso ermutigender für uns, Gottes WirDie Tochter träumt von ken in unserer Arbeit zu seJesus und die Mutter hen. Ich darf Größeres von Gott erwarten, als das, was erzählt ihren Bekannten, ich ihm tagtäglich zutraue, dass Allah das Gebet der und bekomme eine Ahnung davon, wie Gott auch SchlimChristen erhört. mes in Schönes verwandeln kann! In einer afghanischen Familie durfte ich Gottes Wirken erleben. Die Tochter träumt von Jesus und die Mutter erzählt ihren Bekannten, dass Allah das Gebet der Christen erhört und bittet mich immer wieder, für ihre Familie zu beten. Dafür unterbricht sie sogar ihr eigenes rituelles Gebet! Außerdem konnte ich viele Erfahrungen aus meiner Zeit hier mitnehmen. Ich habe gelernt, wie ich Kontakte zu meinen Nachbarn aus verschiedenen Kulturen aufbauen kann. Trotz ähnlicher Verhaltensweisen in einer Kultur muss man jede Familie persönlich kennenlernen. Keine Familie ist gleich, aber Gott liebt alle gleich!“

MARY N. – NORDAFRIKA „Meine Freundin Elise besuchte uns und nahm auch an den Teamtreffen teil, die wir in unserer Wohnung abhielten. Einmal hatten wir eine ziemlich laute Lobpreiszeit. Danach ging ich zu unse-

Christ 4 Arabs das Evangelium für Araber in Deutschland, Schweiz, Österreich und Europa WWW.CHRIST4ARABS.COM LIVESTREAM: 3.- 5. NOVEMBER 2017

Mission

Possible 2017

10. bis 12. November OM-Deetken-Mühle, Mosbach (Baden)

FAQ

est ions

Fairuz Asks Qu

f dem Weg zu

limen au Fragen von Mus

Jesus

Eine Konferenz für alle, die Muslime mit Jesus Christus bekannt machen wollen Gestaltet von verschiedenen Werken

www.om.org/de/mp17

youtube.com/OMDeutschland1

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ERLEBT

Die optimale Einsatzvorbereitung

Mission – Das Einführungsseminar

– Einen Überblick über die unterschiedlichen Einsatzmöglichkeiten bekommen – Praktische Tipps und Hinweise: vom Aufbau     eines Unterstützerkreises bis zur Packliste – Persönliche Studienzeit zu den Themen „Berufung“ und „Gottes Willen erkennen“ – Kulturschock und „Deutschsein“ – Weltmission und Gemeinde und vieles mehr > Für Fachkräfte und Familien: EFS.plus – einen Tag länger > Termine: 11. – 14. Februar 2018; 25. – 28. März 2018; 10. – 13. Juni 2018 > Kosten: 199 € / 166 € für Schüler, Studenten, Arbeitssuchende > Infos: www.om.org/de/efs oder personal.de@om.org

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ren Nachbarn, die wir nur aus dem Treppenhaus kannten und entschuldigte mich für den Lärm, den wir gemacht hatten. ‚Oh, was habt ihr denn gemacht? Wir haben Gitarren gehört, das war sehr schön’, fragte mich Salma, die Nachbarstochter. Ich antwortete, dass wir Gebete gesungen hätten – Gebete für unser Land. ‚Wie in der Kirche? Ich würde gerne einmal mitkommen und sehen, wie ihr Christen betet!’, sagte Salma darauf und fragte gleich ihre Mutter, ob sie mit uns zum Gottesdienst gehen dürfe. An diesem Sonntag wurden zwei einheimische Männer getauft und einer erzählte auf Arabisch, wie er zum Glauben an Jesus gekommen war. Nach dem Gottesdienst gingen wir mit anderen Gemeindemitgliedern noch Essen und luden auch Salma dazu ein. Dort erzählte sie, dass sie gerne wieder mit in den Gottesdienst kommen möchte. ‚Da war so eine freudige und friedliche Stimmung’, beschreib sie. Einige Tage später ermutigte ich Elise, Salma ein Neues Testament und einen Jesusfilm zu schenken. Sie verpackte alles schön und brachte ihr das Geschenk. Als Elise nach Hause zurückgekehrt war, schrieb sie Salma, um herauszufinden, wie es ihr geht. Sie war in der Zwischenzeit noch öfters mit uns im Gottesdienst gewesen und schrieb zurück, dass sie die Bibel lese und gerne in den Gottesdienst gehe. Auch Salmas Vater zeigt Interesse an einem Gottesdienstbesuch. Wir beten, dass die Familie der Einladung Jesu folgt und ein Leben mit ihm beginnt.“

RACHEL A. – MALAYSIA „Jede Woche bauen wir unsere kleine medizinische Klink an einem anderen Ort rund um Kuala Lumpur auf. Hier leben viele Immigranten und Flüchtlinge, die sonst nirgendwo Hilfe erhalten. Zusammen mit anderen freiwillige Mitarbeitern führe ich die Registrierung durch und unterhalte


ERLEBT

Bald ist Weihnachten! Jubiläumsangebot: Zwei Bücher zum Sonderpreis!* Überraschende Entdeckungen mit Gott €  9,95

Lenna Lidstone

Überraschende Entdeckungen mit Gott

Lenna Lidstone wurde dazu berufen, Gott in der Türkei zu dienen. Bereits die Anreise war eine große Hürde, weil sie Angst vor dem Fliegen hatte. Nach 15 Jahren der Mitarbeit in der Gemeindegründung kehrte Lenna Lidstone nach Großbritannien zurück. zurück. Sie erzählt die Geschichte, wie Gott mit ihr und ihrem Mann in einem der größten, bisher nicht evangelisierten Land der Erde gearbeitet hat. In ‚Überraschende Entdeckungen mit Gott’ beschreibt Lenna Lidstone lebensverändernde Erfahrungen während ihrer Zeit in der Türkei, die in der Summe eine bewegende und inspirierende Geschichte ergeben. Zuerst betrachtete Lenna Lidstone die gewaltigen Herausforderungen, die vor ihr lagen, mit Zögern und Furcht. Da sie gerne Vögel beobachtet, erkannte sie, dass es in der Türkei viele Vögel gibt, die auch in Großbritannien vorkommen. Aber es gibt auch einige schöne Ausnahmen, wie etwa den Wiedehopf. Immer mehr wurde ihr klar, dass Gott für sie in der Türkei besondere Begegnungen vorbereitet hat, die ihr Gottesbild erweitern würden.

die Wartenden – oft kommen um die 100 Patienten – mit Spielen, Handarbeiten und Gesprächen, bevor sich ein Arzt um sie kümmert, untersucht und mit Medikamenten versorgt. Wir möchten diese Gelegenheit nutzen, um den Menschen zu dienen und vor allem um das Evangelium weiterzugeben. Wir hatten einige Armbänder, die schwarz, rot, weiß und grün sind, ausgeteilt – schwarz steht für die Trennung von Gott, weiß repräsentiert die Wiederherstellung dieser Beziehung. Zuerst fragte ich die Kinder ob sie wüssten, wofür die Farben stehen. Das führte dann zu einem Gespräch über Jesus und andere Dinge, zum Beispiel Weihnachten. ‚Also macht Jesus das Schwarze weiß?’, fragte mich Ana, ein achtjähriges Flüchtlingsmädchen aus Myanmar und betrachtete das bunte geflochtene Armband in ihrer Hand. Bevor Ana diese Frage gestellt hat, war ich mir nicht sicher, ob sie verstanden hatte, was ich meinte. Schließlich ist Englisch für niemanden hier die Muttersprache und das ist kein einfaches Thema. Aber diese eine Frage hat so perfekt zusammengefasst, was ich ihr gesagt habe – Jesus macht wirklich das Schwarze weiß. So können wir den Menschen nicht nur ihre körperlichen, sondern auch ihre geistlichen Bedürfnisse stillen.“

Überraschende Entdeckungen mit Gott

„Schon Manchester hatte mir eine gehörige Dosis Kulturschock versetzt. Wie sollte ich mit den kulturellen Herausforderungen eines Landes fertig werden, das so ungeheuer anders ist als Schottland?“

Überraschende Entdeckungen mit Gott Von türkischem Tee, Wiedehopfen, und einer wachsenden Gemeinde

„Nicht nur gut zu lesen, sondern ein Erlebnis.“

George Verwer, Gründer von OM (Operation Mobilisation)

Lenna Lidstone

ISBN: 978-3-902669-23-0

Lenna Lidstone, OM Books, Paperback, 176 Seiten

Lenna Lidstone berichtet, wie Gott 15 Jahre lang mit ihr und ihrem Mann in der Türkei, einem der größten, bisher nicht evangelisierten Land der Erde gearbeitet hat.

€  12,95

Liebe verbindet

George Verwer, SCM Medien, Paperback, 192 Seiten

Geheiligtes Chaos? George Verwer hat es oft erfahren: Gott wirkt erstens anders und zweitens als man denkt. Auf geheimnisvolle Weise webt der Schöpfer ein wundervolles Kunstwerk, wo wir nur ein verworreGesamtpreis: nes Bild sehen. statt €  22,90 nur *Angebot gültig bis 30. November 2017, nur so lange Vorrat reicht!

€ 15,90

Vor aller Augen

Deborah Meroff und Tom Hamblin, SCM Hänssler, Hardcover, 274 Seiten

neu!

ALEX K. – GHANA „Wir besuchen regelmäßig Bibelgruppen in verschiedenen Dörfern und Schulen. Dort lernte ich auch Salamatu Mohammed kennen. Sie erzählte mir ihre Geschichte: ‚In meinem Stamm sind alle Muslime. Das erste Mal hörte ich von Jesus Christus, als meine Mutter im Krankenhaus war. Dort predigte ein Mann einfach vor den Patienten. Seitdem schwirrte mir der Name Jesus im Kopf herum und ich wollte mehr über ihn erfahren. In meinem Dorf konnte mir aber niemand helfen. Ein halbes Jahr später hatte ich einen Un-

Tausende Kilo Bibeln hat das Ehepaar Hamblin in den Nahen Osten transportiert, offen in ihrem Fluggepäck, nicht heimlich. Nie verloren sie auch nur ein Exemplar, nie wurden sie länger festgehalten. Ausgerechnet in scheinbar verschlossenen Ländern entdecken die Hamblins, wie lebendig Gottes Wort seine Kraft entfaltet.

€  16,95

Weihnachtspostkarten Zehn weihnachtliche Postkarten. Über die Hälfte des Erlöses gehen an OM-Kinderprojekte weltweit. (ab 1. November 2017)

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Weitere Bücher und E-Books auf om.org/shop

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ERLEBT

Termine 2017/2018 Nähere Informationen zu den einzelnen Seminaren und Veranstaltungen erhalten Sie rechtzeitig in der Global oder im Internet unter www.om.org/de/termine OKTOBER 02. – 07.10. 08. – 11.10. 21.10. 28. – 31.10.

Katastrophenhilfe-Training Einführungsseminar in die Mission Jumiko Frankenwald Go equipped 2017 (Durch deinen Beruf die Welt für Jesus erreichen)

NOVEMBER 03. – 05.11. 10. – 12.11. 12.11. 18.11.

Christ4Arabs Mission Possible 2017 Bill Drake in Freilassing Gemeinde- und Elterntag

DEZEMBER 28.12.17 –  02.01.18.

Mission-Net in den Niederlanden

2018

JANUAR 16. – 27.01.

Neueinsteigerkonferenz in Mosbach

FEBRUAR 11. – 14.02.

Einführungsseminar in die Mission

Außerdem gibt es jeden Monat internationale missionarische Kurzeinsätze: om.org/de/gehen

Für Seminare in Mosbach gilt: Alle Kosten sind inklusive Übernachtung, Vollpension und Material. Anmeldeschluss ist eine Woche vor Beginn des Seminars. Anmeldungen bitte an: OM Deutschland, Alte Neckarelzer Str. 2, 74821 Mosbach, Tel: 06261 947-0, pr.de@om.org Wir versenden keine Anmeldebestätigungen. Circa zwei Wochen vor dem Seminar erhalten Sie ein Informationsschreiben.

om.org/de

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fall – alle anderen Beteiligten gingen weg und ich lag hilflos neben der Straße. Niemand fand mich, bis ich mich an den Namen Jesus erinnerte. Ich rief ihn und wie aus dem Nichts kam jemand, half mir und brachte mich ins Krankenhaus. Nach vier Monaten war mein gebrochenes Bein wieder geheilt und ich hörte von einer Bibelgruppe an meiner neuen Schule. Obwohl ich Angst vor meinem Onkel habe, komme ich seitdem und übergab Jesus mein Leben. Aber beim Bibellesen verstand ich erst gar nichts. Einer der Leiter forderte mich heraus, Gott um Verständnis zu bitten. Danach änderte sich alles. Ich verstand die Bibel, wurde in die nächste Klasse versetzt und lerne für meine Abschlussprüfungen. Ich habe aufgehört, muslimische Gebete zu beten und möchte meine Beziehung zu Jesus vertiefen und immer mehr über ihn lernen.‘ Salamatu war so dankbar, dass wir ihr eine Bibel schenken konnten und betet nun, dass auch ihre Familie – vor allem ihr Onkel – Jesus begegnet und sie Jesus-Nachfolger werden.“

MIRIAM M. – MOLDAWIEN „Egal, woher wir kommen, wir sind alle eine Familie durch Jesus Christus. Diese Wahrheit durfte ich während meines Kurzeinsatzes neu erfahren. Im ersten Dorf, in dem wir waren, besuchten wir abends einen Gottesdienst. Dort durfte sich das ganze Team kurz vorstellen. Wir sagten unsere Namen und die Länder, aus denen wir kamen. Danach sprach der Pastor ein paar Worte und war dabei so bewegt, dass ihm die Tränen kamen. Der Grund war, dass er so davon berührt war, dass wir aus so vielen unterschiedlichen Ländern in seine Gemeinde kamen, um den Menschen in seinem Dorf zu dienen, anstatt wie andere Menschen, einfach Urlaub am Meer zu machen. Radu, der Leiter unseres Kurzeinsatzes, sagte uns da-


ERLEBT

Reise zur Logos Hope neu!

Auch 2018 wird es wieder eine Reise zur Logos Hope geben! Seien Sie mit dabei und erleben Sie das Schiff aus den Augen der Schiffsmannschaft.

nach, dass der Pastor im Vorfeld ziemlich verschlossen, danach aber ganz offen war. Er war uns dann sehr gewogen und half uns häufig. Er holte für uns sogar Matratzen aus der nächsten Stadt und transportierte mit seinem Auto diese und auch unser Gepäck, wenn wir das wollten, für uns in die anderen Dörfer. Das hat mich sehr berührt und ermutigt.

> Datum: 15. bis 22. April 2018 > Ort: Vercaruz/ Mexiko > Kosten: 495 Euro, zzgl. Flugkosten > Teilnehmerzahl: min. sechs, max. 10 > Anmeldeschluss: 15. Dezember 2017 > Anmeldung und Infos unter: info.de@om.org oder www.om.org/de/reiselogoshope

HANNAH R. – SÜDASIEN „Bei unserer letzten Wanderung in den Bergen trafen wir auf Dul, der uns gleich in sein Haus einlud. Kaum waren wir im Haus, erzählte er uns, dass er ein weggeworfenes Neues Testament gefunden hatte, während er mit seinen Tieren unterwegs war: ‚Das Wort Heilig auf dem Umschlag weckte mein Interesse. Ich nahm die Bibel und begann zu lesen. Ich verstand, dass jeder, der glaubt, ewiges Leben haben würde, also beschloss ich dem zu folgen, was ich gelesen hatte.‘ Wir OM-Mitarbeiter staunten über Gottes Wirken, denn wir waren in der Vergangenheit immer bei Duls Haus vorübergegangen, da wir dort nie jemanden angetroffen hatten. Mit seiner Bibel in der Hand redeten wir über viele Fragen zu dem, was er gelesen hatte. Bevor wir weiterzogen entschieden sich Dul und seine Frau für ein Leben mit Jesus und dazu, weiterhin in der Bibel zu lesen und weiter im Glauben zu wachsen. Wir waren von dieser Begegnung sehr ermutigt und dankten Gott, dass er einen Weg für Dul und seine Frau gefunden hatte, ihnen die Gute Nachricht zu bringen.“

Mitarbeit auf dem Riverboat

Jetzt en! rb bewe

Für das Riverboat (siehe Seite 5) werden noch Mitarbeiter gesucht. > Datum: 27.12.2017.bis 31.3.2018 > Info: kurzeinsatz.de@om.org und www.om.org/de/riverboats

Bill Drake in Freilassing Erleben Sie Bill Drake, Musiker und Leiter von OM Arts, am 12. November in 83395 Freilassing. Mehr Informationen unter: www.om.org/de/billdrake

Die Fotos auf den Erlebt-Seiten stimmen nicht unbedingt mit den erwähnten Personen überein.

facebook.com/OMDeutschland

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KIDS FOR MISSION

Alle für Jesus! st das toll hier! Morgens treffen wir uns alle in der großen Halle, hören von Jesus, singen ihm Lieder und spielen ein Spiel. Anschließend sind wir in unseren Kleingruppen, sprechen weiter über Jesus und lesen in der Bibel. Nachmittags kann man Sport machen, in die Stadt gehen, ein Seminar besuchen oder auf dem Gelände neue Freunde aus ganz Europa kennenlernen. Abends gehen dann alle noch einmal in die große Halle und singen Lieder für Jesus. Ich liebe TeenStreet! TeenStreet ist ein Kongress für Teenager aus ganz Europa, die mehr von Jesus wollen. 2100 Teenager sind dieses Jahr nach Offenburg gekommen und mit den Erwachsenen, die mitarbeiten, sind es über 3800 Menschen. Und alle lieben Jesus! Gerade habe ich mir Popcorn gekauft, als mir ein kleiner Junge auf dem Laufrad auffällt. Schnell fliege ich zu ihm. Er heißt Nick und kommt aus Deutschland, das kann ich auf dem Namensschild, das hier alle tragen, lesen. Wir schließen Freundschaft und essen gemeinsam Popcorn. „Nick, woher hast du denn das Popcorn?“, höre ich auf einmal ein Mädchen sagen. „Hat Mama

Lena beim Kinderprogramm

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das erlaubt?“ „Das habe ich von Tom“, meint Nick schmatzend und zeigt auf mich. So lerne ich Nicks Schwestern Lena und Marie kennen und bald darauf kommt auch Debby, die Mama von den Dreien, dazu. Sie erzählen mir, dass sie als Familie bei TeenStreet sind. Debby und ihr Mann Paul arbeiten mit – Debby bei den Tagesgästen und Paul erzählt Jugendlichen mehr von OM und Mission. Lena, Marie und Nick gehen morgens ins Kinderprogramm und das macht ihnen richtig Spaß! „Wir hören Geschichten von Jesus und haben Schafe gebastelt“, erzählt Marie begeistert. „Außerdem habe ich mir schon eine eigene Tasche gebastelt.“ Auch Lena und Nick gefällt es im Kinderprogramm. „Abends gibt es noch einen kurzen lustigen Film“, sagt Lena und Nick ergänzt: „Heute haben wir noch ein Kinderfest!“ Das ist ja echt toll, dass für die Kinder so viel geboten wird, denke ich. Debby stimmt mir zu: „Hier sind über 100 Kinder und nur weil es ein gutes Kinderprogramm gibt, können wir Eltern auch bei TeenStreet mitarbeiten.“ „Woher kommen denn die Kinder?“, frage ich, weil bei TeenStreet ja über 45 Nationen vertreten sind. „Aus

Hier spielen wir gerade ein Pizza-Spiel in der Haupthalle


KIDS FOR MISSION

Beim Tanzworkshop habe ich mir beinahe die Füße verdreht

Lena, Marie, Nick und ich lieben Popcorn!

Australien, Deutschland, von Holland, den Färöerinseln und England“, zählt Lena auf. „Alle möglichen Länder.“ „Und wie redet ihr miteinander?“, frage ich. „Einige sprechen Schweizerdeutsch, das verstehe ich“, meint Marie. „Die anderen sprechen Sprachen, die ich nicht verstehe.“

Preisrätsel

TeenStreet feierte Geburtstag Willst du wissen, wie alt TeenStreet in diesem Jahr wurde? So findest du es heraus: Auf der Seite sind verschiedene Zahlen versteckt. Wenn du sie findest und zusammenzählst, bekommst du das Alter heraus:

Doch dann erklärt mir Debby, dass es im Kinderprogramm Mitarbeiter gibt, die die Sprache der Kinder sprechen. So hat jedes Kind jemanden, der auch die Sprache des Kindes spricht und spielen geht auch ohne zu sprechen. Das erlebe ich, als ich mit Lena zusammen auf der Hüpfburg bin. Auf dem extra für TeenStreet aufgebauten Spielplatz spielen Kinder aus ganz verschiedenen Ländern und haben viel Spaß miteinander.

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Schicke mir deine Lösung an: Tom, Alte Neckarelzer Str. 2 74821 Mosbach oder per E-Mail mit deiner Postadresse an tom.de@om.org und du bekommst einen Preis.

Später sitzen wir noch beisammen und essen das restliche Popcorn auf. Alle drei erzählen mir, was ihnen am besten gefällt. Nick fährt am liebsten mit seinem Laufrad herum, muss aber aufpassen, dass er seiner Mama nicht davonfährt. Marie freut sich ganz besonders auf das Kinderfest heute: „Da singen wir ein Lied, das wir gelernt haben.“ Für Lena sind die vielen Kinder, mit denen sie spielen kann und die Freunde vom letzen Jahr das Schönste – und dass sie abends noch kurz in die große Halle darf, wo alle Lieder für Jesus singen.

Schaut mal, ich habe auch so ein cooles Namensschild von TeenStreet. Hier sagen sie Bätsch* dazu, das ist Englisch und heißt Namensschild.

Nächstes Jahr findet TeenStreet wieder statt. Und wenn Paul und Debby wieder mitarbeiten, werden Lena, Marie und Nick auch mit dabei sein. Und ich sowieso!

*Debby sagt, das schreibt man BADGE nicht Bätsch. Keine Ahnung, warum.

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OM Deutschland Alte Neckarelzer Str. 2 74821 Mosbach Fon 06261 947- 0 info.de@om.org www.om.org/de

Gemeinde gründen in Deutschland

– eine transkulturelle

Herausforderung

ir sitzen im ‚Café Trauminsel‘ im Hamburger Stadtteil Wilhelmsburg. Ein guter Ort, um wahrgewordene Träume zu reflektieren und neue Zukunftsträume zu spinnen. Wir? Das ist ein Leiter des Gemeindeverbandes, mit dem wir in diesem Stadtteil Gemeinde gegründet haben, und ich, Leiter des OM-Teams in Wilhelmsburg. Vor sieben Jahren fingen wir zusammen mit der Gemeinde ‚jesusfriends‘ an – damals noch ein Traum. Heute ist die Gemeindegründungsphase abgeschlossen und wir sind uns einig, dass diese Partnerschaft zwischen den ‚jesusfriends‘ und OM eine fruchtbare Zusammenarbeit war und ist. Woran liegt das? Als wir als Familie vor Jahren aus dem Ausland zurückkehrten, merkten wir schnell, dass wir mit den traditionellen Missions-

ansätzen nur eine bestimmte Gesellschaftsschicht erreichen können. Damals in Jerusalem, als Gott an Pfingsten seine Gemeinde gründete, zogen sich die gesellschaftlichen Grenzen der Festbesucher entlang der ethnischen Zugehörigkeit. In Apostelgeschichte 2, 7-11 sind die Zeitzeugen erstaunt, dass plötzlich Menschen aus aller Herren Länder miteinander kommunizieren. Die sprachliche Barriere zwischen den Völkern wurde aufgehoben. Heute werden diese Grenzen innerhalb einer Gesellschaft durch Subkulturen und Milieus definiert. Viele Gemeindegründungen in Deutschland lassen diesen wichtigen Aspekt außer Acht. Ja, es wurde erkannt: Gemeindegründung ist wichtig! Und so werden häufig Gruppen aus einer Gemeinde entsandt, um an einem anderen Ort Gemeinde neu zu gründen. Es entsteht ein Klon der Muttergemeinde und die gleiche Gesellschaftsschicht wird mit dem Evangelium erreicht. Im ‚Café Trauminsel‘ blicken wir nun zurück auf eine fruchtbare Kooperation zwischen Gemeinde und Missionswerk. Lokale Verortung, langfristige Vision sowie Kenntnis der örtlichen Gepflogenheiten sind nur einige der Qualitäten, die von Seiten der Gemeinde eingebracht werden. Als Missionswerk steuern wir unsere Erfahrung bei: Brückenbauen über (sub)kulturelle Grenzen hinweg, Gemeindegründung in unbekanntem Umfeld und strategische Aspekte. Wir träumen von vielen ähnlichen Kooperationen in der Zukunft, wo Missionswerk und örtliche Gemeinde Hand in Hand Gemeinde gründen. MICHEL WALTER

Spendenkonto: Operation Mobilisation e. V. • Evangelische Bank Kassel • IBAN DE47 5206 0410 0000 5072 45 • BIC GENODEF1EK1

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Global – Neues von OM  

Ausgabe Nr. 408 Oktober/November 2017

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