Page 1

Das Magazin für Flurförderzeuge und Logistik

STW-The Ranking Umsätze, Geräte, Statement der CEO´s Ab Seite 14 Systemgeräte Terminalzugmaschinen – was tut sich bei Mafi? Ab Seite 30

4. Ausgabe

ISSN-Nr. 1612-1848

August 2013

11. Jahrgang


4

Frontstapler

STAPLERWORLD 04-2013

Inhalt I Impressum

Gegengewichtsstapler mit E-, LPG- und Dieselantrieb, Einsatzberichte, Interviews Investition in Vertrieb

5

Powerpaket für die Logistik: Neue Dreirad-E-Stapler mit Heckantrieb

6

Kompaktstapler: Neuanfang in Neuwied

8

Am Ende punktet der Laser

11

Swisslifter richtet Schweizer Staplerfahrer-Meisterschaft aus: Stöcklin und Hyundai waren mit dabei 12

Verlag TechTex-Verlag GmbH & Co. KG Schaeferstrasse 2 | D-55257 Budenheim Fon: +49 (0) 61 39-29 34 45 Fax: +49 (0) 61 39-96 04 55 info@staplerworld.com www.staplerworld.com | www.techtex-verlag.com Verlags- / Objektleitung Susanne Obigt | sob@techtex-verlag.com Chefredakteur VISDP Dipl.-Wirtsch.-Ing. Oliver Bachmann | oba@techtex-verlag.com Cell: +49 (0) 1522-9225539

STW-The Ranking

Redaktionelle Mitarbeiter Susanne Obigt, Hans Wirth, Magdalena Chikov, Bernd Derenbach, Nina Nadge, Eva Hausmann-Klein, Peter Pospiech/Rhauderfehn

Umsätze, Geräte, Statement der CEO´s

14

Systemgeräte Schubmaststapler, Kommissionierer, Hochregalstapler, Leitsysteme

Anzeigenleitung Albert Mumm | mumm@techtex-verlag.com Anzeigen STW PAN-EUROPEAN ISSUE, STAPLERWORLD-Website www.staplerworld.com und AUTO-ID in LOGISTICS and PRODUCTION IMP InterMediaPartners GmbH In der Fleute 46 | 42389 Wuppertal-Langerfeld Sven Anacker/Britta Steinberg Fon: +49 (0) 202-27169-0 | Fax: -20 steinberg@intermediapartners.de mail@intermediapartners.de | www.intermediapartners.de

Spazieren gehen: Erste Deichselstapler aus Irland

22

Jährliche Unterweisung(en) leichter gemacht!

23

Kalmar´s Gloria: Fünfte Reachstacker-Generation

24

Erscheinungsweise 6 x jährlich plus Sonderausgaben

Nicht sitzengeblieben: Wachstumsdynamik und Profitabilität gesteigert

28

Druckauflage 10.000 Exemplare

Kompetentes Handling mit Combilift

28

Regalkatalog überarbeitet

29

Neuer Schutz für Laderampen

29

Terminal-Zugmaschinen müssen Schwerstarbeit leisten

30

Staplercenter in Ötisheim erweitert

35

Druck Silber Druck oHG | 34266 Niestetal Fon: + 49 (0) 5 61-52 007-0 | www.silberdruck.de Einzelpreis Inland: 30,00 € zzgl. Versand, inkl. MwSt. Ausland: 35,00 € zzgl. Versand

Spezialgeräte Teleskop-, Kompakt-, Seiten-, Vierwege-, Containerstapler, Leer- und Vollcontainer-Reachstacker Toc Toc Toc: Was klopft denn da in Rotterdam?

36

Ultimate XT und Peakmaster erfolgreich eingeführt

38

Zeit ist Geld

41

17. Flurförderzeugtagung 2013

42

Forklift Tyres from Malaysia up to 63 Inches

43

Reifen für Containerstapler: Runderneuerung ist Alternative 44 Neue Reifenprodukte für das Hafengeschäft

Satz JOY DESIGNS | Jennifer Dietmann | 68766 Hockenheim Fon: +49 (0) 62 05-255 35 42 | www.joy-designs.de

46

Schwere Arbeit: Anbaugeräte bei den Emsländer Baustoffwerken 48 Veränderungen am IML in Dortmund

51

Richtiger Schritt: Kabinen-Engineering ausgelagert.

52

Advertorial: „Die Tore sind wirtschaftlich sehr vernünftig“

54

Neues Produkt- und Themenangebot auf der Intermodal Europe 2013

55

Ohne geht’s nicht: Mobiler Reifenservice für Gabelstapler

56

Jahresbezugspreis (6 Ausgaben + „deutschspr. Sonderhefte“): Inland 120,00 € inkl. Versand + MwSt. Ausland 180,00 € inkl. Versand Steuernummer 26/200/1330/2 EU-Steuer wird berücksichtigt Bezugskündigung 8 Wochen vor Halbjahresende Bankverbindung Budenheimer Volksbank Kto.: 5 34 65 | BLZ: 550 613 03 Erfüllungsort und Gerichtsstand Mainz Alle Rechte, auch die des Nachdrucks, des auszugsweisen Nachdrucks, der fotomechanischen Wiedergabe und der Übersetzung, liegen beim Verlag. Für unverlangt eingesandte Manuskripte wird keine Gewähr übernommen. Für namentlich gekennzeichnete Beiträge übernimmt der Autor die Verantwortung.

Mitglied der Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern e.V.


Powerpaket für die Logistik: Neue Dreirad-E-Stapler mit Heckantrieb

STAPLERWORLD 04-2013

Frontstapler

67

Mit der heckangetriebenen Dreirad-E-Staplerreihe 10-15BTR-9 mit seitlichem Batteriewechsel hat Hyundai ein Premiumprodukt am Start.

In der Logistik, im innerbetrieblichen Transport und bei verschiedensten Belade- und Bereitstellungsarbeiten sind kompakte EStapler mit Heckantrieb überaus gefragt. Hyundai Heavy Industries hat in diesem stückzahlstarken Segment nun ein Premiumprodukt am Start: Die neue Baureihe 10-15BTR-9. Die heckgetriebenen 24-VStapler mit serienmäßigem seitlichem Batteriewechsel werden in Korea gefertigt. Michel de Weert, Vertriebsleiter Europa für das Segment Stapler/Warehouse: „Diese neuen Spitzengeräte mit starken Motoren und Batteriekapazitäten von 625 bis 1.000 Ah sind das Ergebnis eines langen Entwicklungsprozesses. Wir werden mit diesen nur 990 mm breiten Staplern für


Furore sorgen, weil Leistungsdichte, Performance und Ergonomie wirklich auf höchstem Niveau zusammenspielen“. Die mit Traglasten von 1.000, 1.300 und 1.500 kg bei 500 mm Lastschwerpunktabstand aufwartenden Geräte heben je nach Traglast einen Radstand von 1.065 bis 1.220 mm, sind 990 mm breit und wiegen einsatzfertig mit Standardhubgerüst 2.390 bis 2.850 kg. Duplex- und Triplex-Vollfreisichthubmaste bis 6.035 mm Hubhöhe stehen zur Wahl. Auch die Hubmasten stehen für höchste Performance – ein Beweis sind die sehr hohen Resttragfähigkeiten: Der Triplexmast bietet bei voller Hubhöhe in der Version ohne Seitenschieber beachtliche 725 kg Resttragkraft. Zur hohen Umschlagleistung tragen die in dieser Klasse derzeit stärksten Motoren bei. Hyundai verbaut einen 9-kW-Hubmotor und einen 4,3-kW-Fahrmotor. Zapi-Controller und Hyundai-Motoren sind das Herzstück des Antriebsstranges. Nasse, wartungsfreie Lamellenbremsen an der Vorderachse sind selbstverständlich Serienausstattung. Zum Serienlieferumfang gehört auch die Curve-Control (Geschwindigkeitsreduzierung bei Kurvenfahrt in Abhängigkeit vom Lenkwinkel). Serienmäßig wird der Frontstapler mit vier Hebeln ausgeliefert – neue Minitipps sind als Option erhältlich, ebenso wie eine Anzeige bei 90°-Maststellung.

FÖRDERTECHNIK Anbaugeräte für: Gabelstapler und Baumaschinen

Wir lösen Ihr Handlingproblem! Seith Fördertechnik GmbH 97788 Neuendorf am Main Tel. +49 (0) 9351 9721 0 Fax. +49 (0) 9351 9721 21 E-Mail: Seith-GmbH@t-online.de

Mit einer Geschwindigkeit von 12,5/13 km/h ist der Frontstapler auch für Einsätze mit längeren Fahrstrecken, wie sie etwa in Logistikzentren beim Crossdocking vorkommen, bestens gerüstet. Fahr- und Hubparameter lassen sich ganz nach Kundenwunsch einstellen – der Fahrer wählt zwischen drei Arbeitsmodi – Leicht – Mittel- Schwer, die sich jeweils auf Geschwindigkeit und Energieverbrauch auswirken. Bild: Hyundai Heavy Industries Europe

info Isfort Staplertechnik GmbH & Co. KG 48619 Heek Tel. +49-2568-93468-0 www.isfort.com Hyundai Heavy Industries Europe (HHIE) 2440 Geel/Belgien Tel. +32-14562237 www.hyundai.eu

/ Batterieladesysteme / Schweißtechnik / Solarelektronik

/ Detaillierte Informationen zu unseren Batterieladesystemen mit neuartigem Ri-Ladeprozess erhalten Sie unter www.fronius.com/ri-ladeprozess

BLS selectiva inserat 216x92.indd 1

15.04.2013 11:53:17


Kompaktstapler: Neuanfang in Neuwied Firma RMF (Rudolf Maxein Fahrzeugbau) zusammen. Die Krise 2008 hinterließ das 30-Mitarbeiter-Unternehmen mit drastisch geschrumpften Märkten und gleichzeitig bedrängten Wettbewerber den Nischenmarkt für Kompaktstapler.

STAPLERWORLD 04-2013

Frontstapler

89

Kurzum: Insolvenz im Sommer 2012 und Gerlinde Appenfelder sowie viele andere Händler standen mit Aufträgen, wartenden Kunden und mit den Ersatzteil-Verpflichtungen für Großflottenbetreiber plötzlich vor unangenehmen Tatsachen. Doch resignieren kam für die kluge und durchsetzungsstarke Unternehmerin nicht in Frage. Sie wurde von der Staplerhändlerin nun auch zur Staplerproduzentin, übernahm Teilbereiche des insolventen Unternehmens in der Dierdorfer Strasse 560a in Neuwied und gründete die Firma M Fahrzeugbau GmbH. 22 Mitarbeiter in der Fertigung – acht in Konstruktion, Vertrieb und Abwicklung. Neuer Geschäftsführer neben Gerlinde Appenfelder ist Michael Breunig – ein Experte mit Produktionserfahrung – der folglich gut ins Team passt. 30 Maschinen fertigt man in diesem Jahr primär für deutsche Kunden. Der angestammte und potentielle Markt in Frankreich muss zurückerobert werden, Bestandskunden müssen wieder „auf die Schiene“ gehoben werden. Außerdem ist eine Produktionserweiterung für nächstes Jahr in Planung. Anfang Juli traf sich die STAPLERWORLD mit der Inhaberin und Geschäftsführer Breunig. Das Firmengelände ist aufgeräumt, die Produktion bis März 2014 ausgelastet und der positive Schwung von der kurzfristig anberaumten Logimat-Beteiligung hält an.

Gerlinde Appenfelder gehört sicherlich zu den interessantesten Persönlichkeiten in der Flurförderzeugbranche. Seit 2008 ist sie alleinige Inhaberin der Appenfelder GmbH und Sixt Fördertechnik GmbH & Co. KG. Mit über 30 Jahren Erfahrung in der Branche steht sie als dynamische, erfolgreiche und weitsichtige Unternehmerin an der Spitze von mittlerweile drei Firmen.

Der Gabelstapler-Händler Appenfelder in Wiehl bei Gummersbach beschäftigt zusammen mit dem Schwesterbetrieb SixtFördertechnik in Bergheim rund 170 Mitarbeiter und deckt eines der umsatzstärksten Gebiete in Deutschland ab. Traditionell arbeitete Appenfelder im Bereich Kompaktstapler seit 1980 intensiv mit der

Warenwirtschaftssystem und CAD-Software waren große Baustellen, die es dringend anzugehen galt. Das ERP-System, das auch bei Appenfelder und Sixt schon länger im Einsatz ist, wurde um ein Produktionsmodul erweitert. Mit neuen Experten wie Konstrukteur und Betriebsleiter Martin Berger, der die neue Software für die Konstrukteure einführte, kamen auch neue Kapazitäten ins Team. Johannes Maxein,


Blick in die Produktion – die Fertigungstiefe ist sehr hoch. Sohn des Gründers und sein Sohn Richard Maxein sind der Firma erhalten geblieben. Sie konstruieren und entwickeln weiterhin die neuen Stapler und Sonderfahrzeuge. Klar ist: Einzelfertigung ist das tägliche Brot – doch will man für bestimmte Einsatzprofile auch einen Baukasten aufsetzen, der die meisten Standardeinsatzfälle abdeckt und damit auch einer Serienproduktion gegenüber konkurrenzfähig sein. 60 % aller Frontstapler sind Verbrenner, die meisten mit Treibgasantrieb. Aber die Elektrostapler sind auch im Kompaktsegment auf dem Vormarsch. Die innovative AC-Technik hat schon lange in den Fahrzeugen Einzug genommen. Aktuell werden die Fahrzeuge mit 80 V betrieben. Für Fahrzeuge mit größeren Tonnagen soll künftig 120-V-AC-Technik eingesetzt werden. Die Fertigungstiefe bei M Fahrzeugbau? Alles andere als gewöhnlich! Stahlbau, Mast, Lenkachsen und sogar Hydraulikzylinder fertigt man selbst. Auch bei den Felgen und Bandagen setzt man teilweise auf Eigenentwicklungen – so bietet man selbst entwickelte Bandagen an, welche SE-Reifen beim Federungskomfort in nichts nachstehen sollen.

Wir liefern Kabinen für Flurförderzeuge, den Bausektor und die Forstwirtschaft, Fahrzeugkabinen, Krankabinen für See, Straße und Gebäude sowie Sonderkabinen für Stahlwerke und Müllverbrennungsanlagen. Gerne entwickeln und produzieren wir auch individuelle Systemlösungen nach Ihren Wünschen.

10-t-E-Stapler mit Sechsfachklammer im Getränkeeinsatz.

Karl Miller GmbH Systemlösungen im Kabinenbau · Industriestr. 19 · D-77933 Lahr Fon + 49 (0)7821 9476-0 · E-Mail: info@kml-miller.de · Web: www.kml-miller.de


STAPLERWORLD 04-2013

Frontstapler

10

Ein Papierrollenstapler, der seit mehreren Jahren im Einsatz ist, wird überarbeitet und an neue Einsatzprofile angepasst.

Gasstapler vom Typ KSB 135 G mit 13.500/600 mm LSP kurz vor der Fertigstellung – der Elektronikaufwand im Fahrzeug wurde auf ein Minimum reduziert

Um die Wartung an den Fahrzeugen zu vereinfachen, wurden die früher verwendeten Wartungsklappen, welche den Zugang zum Antriebsstrang ermöglichten durch ein neues Konzept ersetzt. Heute setzt man auf vertikal hochfahrbare Kabinen, welche eine sehr schnelle und gute Zugänglichkeit zum Motorraum ermöglichen.

Für Stapler werden ausschließlich hochwertige Komponenten von namhaften Herstellern wie ZAPI, Bosch Rexroth, Hella usw. verwendet. Neben der AC-Technologie sorgen auch moderne Technologien wie CanBus, programmierbare Multifunktionsdisplays, LED Technik, berührungslose Wegmesssysteme, Abgasnachbehandlungen für Dieselantriebe, Stabilitätsprogramme, Fahreridentifikationsysteme etc. dafür, dass die Fahrzeuge immer dem neuesten Stand der Technik entsprechen. Moderne Steuerungs- und Überwachungskomponenten sind unabdingbar, um den Kunden ein modernes und leistungsfähiges Fahrzeug zu liefern, Betriebsleiter Berger führt jedoch aus, dass man einer der ganz wenigen Hersteller ist, der Geräte ganz ohne Steuerrechner bauen kann. Den Service des Kunden freut es, denn hier reichen dann wirklich Schraubenschlüssel und Lüsterklemme. „Nach einer Einweisung der Techniker sind Händler in der Lage, die regelmäßige Wartung an den Geräten zu 100 % eigenständig auszuführen und 95 % aller Defekte selber zu beheben. Es ist auch kein spezielles, kostspieliges Equipment, wie zum Beispiel ein Diagnose-Laptop nötig. „Für die letzten 5 % sowie für eine hervorragende Ersatzteilversorgung mit kurzen Reaktions- und Lieferzeiten stehen wir unserem Kunden als zuverlässiger Partner selbstverständlich gerne zur Verfügung“ so Michael Breunig.

Auch Anbaugeräte wie integrierte Zinkenverstellgeräte mit Seitenschub oder Dornhubwagen, fertigt man fast immer selbst. Hier versucht man die Geräte so „schlank“ wie möglich zu bauen um damit ein möglichst geringes Eigengewicht und ein ideales Vorbaumaß zu erreichen ohne Kompromisse in Sachen Stabilität einzugehen. „Schwerere Anbaugeräte haben stellenweise einen entscheidenden Einfluss auf die äußeren Abmaße. Was die Abmaße der Geräte angeht bin ich fürchterlich geizig…“ äußerte sich Johannes Maxein, der seit fast 35 Jahren die Kompaktstapler entwickelt und die heutige Bauart aller Kompaktstapler auf dem Markt maßgeblich geprägt hat. Frontstapler mit Traglasten von 8 bis 40 t und Lastschwerpunktabständen von 600, 900 und 1.200 mm und mehr sind an der Tagesordnung – einen 80-Tonner hatte man schon mal für einen Kunden auf dem Reißbrett. Stolz ist man auf einen neuen Teleskopstapler mit einseitiger (rechts) angeschlagener Hubschwinge – ein Konzept, das man bisher nur aus der kleinen Klasse von JCB kennt. Der neue Teleskopstapler bietet 7 t Traglast. Seine Aufgabe ist die Entladung von Aluminiumbarren aus einem Eisenbahnwagon. Der Ausschub von max. 1250 mm ermöglicht ihm auch die zweite Ladungsreihe des Waggons von einer Seite zu entladen. Bei einer maximalen Höhe von 4500 mm besitzt er noch eine beeindruckende Resttragfähigkeit von 5,5 Tonnen.

Auch bei der Nutzung ergeben sich neue Strategien – viele Händler kaufen bei M Fahrzeugbau Kompaktstapler und bieten diese ihren Kunden zu festen Full-ServiceRaten an. Wer neue Maschinen verkauft, der muss sich auch mit Gebrauchtgeräten befassen. Kompaktstapler haben erwartungsgemäß einen sehr beschränkten Zweitmarkt. Für Kunden arbeitet man aber gerne eigene Produkte auf. Bei einer Generalüberholung wird das Fahrzeug vollständig zerlegt, alle Komponenten des Antriebstrangs, der Lenkachse und des Hubwerks revidiert oder ersetzt und im Zweifelsfall auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Der Preis kommt zwar je nach Aufwand einem Neugerät sehr nahe, doch macht das für viele Kunden Sinn, denn auf einen neuen Kompaktstapler aus Neuwied muss man neun Monate warten. Bei Sonderfahrzeugen, die mit einem Frontstapler wenig gemein haben und zusätzliche Entwicklungsarbeit darstellen, müssen sich die Kunden schon mal bis zu zwölf oder vierzehn Monate gedulden. Bilder: STW/M Fahrzeugbau Wendigkeit ist Trumpf – die selbst gefertigte Hinterachse ist dafür der Schlüssel – auch der doppelt wirkende Lenkzylinder entsteht in Eigenregie.

Vertrieb Der klassische Vertriebsmittler ist der Staplerhändler – hier strebt Gerlinde Appenfelder eine breite Händlerschaft an. Ihr Credo: „Jeder, der einen Kunden mit besonderen Bedürfnissen hat, soll von uns betreut werden, wir kümmern uns um den Kunden, erarbeiten das Pflichtenheft und begleiten das Projekt, der Händler wird als Servicepartner eingebunden“.

info M Fahrzeugbau GmbH 56566 Neuwied Tel.: +49 (0) 26 31) - 9241-0 www.mfahrzeugbau.de


Frontstapler

12 13

STAPLERWORLD 04-2013

Swisslifter richtet Schweizer Staplerfahrer-Meisterschaft aus: Stöcklin und Hyundai waren mit dabei Am 8. Juni 2013 feierte die Nationale Staplerfahrer-Meisterschaft der Schweiz, ausgerichtet vom Verband der Gabestaplerimporteure und -hersteller Swisslifter, in Locarno ihr zehnjähriges Jubiläum. Zu diesem speziellen Ereignis wurde in der Nähe der Piazza Grande das Finale ausgetragen. In einem 120 m langen Festzelt traten die qualifizierten Teilnehmer der Vorrunden gegeneinander an. Sämtliche Swisslifter-Mitglieder stellten Geräte zur Verfügung – die Fahrer konnten jeweils das aus Ihrer Sicht geeignete Gerät auswählen. Daniel Oberthaler der Firma Regiomech ging als Titelverteidiger in den Wettkampf und konnte sich auch dieses Mal gegen mehr als 40 Konkurrenten durchsetzen. Bis zum Schluss blieb der Wettkampf spannend. Letztlich siegte mit Daniel Oberthaler ein Routinier. Denn der diesjährige Sieger war gleichzeitig Titelverteidiger, der 2009 in Fribourg gewonnen hatte. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten ihm Dzenan Hadzic und Simon Hinni. Der Sieger durfte neben einem neu gestalteten Wanderpokal einen Preis von 3.000 Sfr. entgegennehmen. Zweiter wurde Dzenan Hadzic der Firma Camion Transport SA, dicht gefolgt von Simon Hinni, IKEA Lager und Service AG, mit nur 41 Punkten Abstand. Einige Flur-

In verschiedenen Disziplinen und mit unterschiedlichen Geräten mussten die Staplerfahrer Ihr Können auf einem komplizierten Parcours beweisen – gefragtes Gerät war der Elektro-Dreiradstapler Hyundai

förderzeuge wie E-Dreiradstapler und einen 3-t-Dieselstapler stellte unter anderem der Schweizer Importeur von Hyundai-Flurförderzeugen, die Stöcklin Logistik AG mit Sitz in Dornach, zur Verfügung. Das Reglement wurde im Jahr 2012/2013 verändert. Es waren Aufgaben mit Frontund Schubmaststapler zu absolvieren, zusätzlich mussten die Fahrer theoretische Fragen zum Einsatz und zur Sicherheit von Flurförderzeugen beantworten.

Bruno Haller, Geschäftsbereichsleiter Flurförderzeuge bei Stöcklin, zu dieser Großveranstaltung: „Wir freuen uns mit den hochwertigen koreanischen Produkten eine breite Öffentlichkeit angesprochen zu haben, die mit unterschiedlichsten Marken arbeitenden Finalisten haben ohne größere Eingewöhnung mit den von uns gestellten Fahrzeugen hervorragende Werte auf dem Parcours erzielt.“ Mit dieser öffentlichkeitswirksamen Veranstaltung hat Stöcklin, die seit Februar 2013 den Hyundai-Vertrieb in der Schweiz übernehmen, bewiesen, dass die koreanischen Qualitätsgeräte auf Augenhöhe mit Geräten der Weltmarktführer mithalten können. Bilder: Stöcklin Logistik AG

info Hyundai Heavy Industries Europe (HHIE) 2440 Geel/Belgien Tel. +32 (0) 14 562 237 www.hyundai.eu

Das Stöcklin-Organisationskomitte (v.l.n.r.): Valentin Adelfio, Roger Wenger, Marc Dähler, Nicole Champion, Bruno Haller und Hans Bertschmann.

Stöcklin Logistik AG Förder- und Lagertechnik 4143 Dornach/Schweiz Tel.: +41 (0) 61 705 81 11 www.stoecklin.com


14 15

und Nichiyu reagieren mussten. In Japan produzierte Stapler sind derzeit außerhalb des Landes nicht zu verkaufen. Mitsubishi und UniCarriers haben reagiert. Gut gehalten haben sich Clark, Doosan und Hyundai – alle sind entweder mit eigener oder noch zugekaufter Lagertechnik am Ball.

Umsatz mit Flurförderzeugen (Mio. EUR) Turnover with Fork Lifts Geschäftsjahr 2012/2013

Umsatz mit Flurförderzeugen (Mio. EUR) Turnover with Fork Lifts Geschäftsjahr 2011/2012

Umsatzdifferenz 2011/2012

Mitarbeiter im Bereich FFZ/ Employees with Fork Lifts

Wir haben in unserer Gesamttabelle erstmals die Umsatzentwicklungen im Vergleich zu 2011/2012 zu 2012/2013 verdeutlicht und hier sieht man, wer seine Hausaufgaben gemacht hat. Allerdings verzerrt sich

Geschäftsjahr/Fiscal Year

sonders intensiv zu beachten. Der FEM meldet für Europa einen satten Rückgang von 7 Prozent – Osteuropa, gepusht durch den guten Markt Russland, blieb stabil. Auch in den drei größten Flurförderzeugmärkten, Deutschland, Frankreich und England, blieben die Verkäufe hinter den Erwartungen zurück. Schwer getroffen hat es die japanischen Hersteller. Der Yen legte in 2012 im Vergleich zum Euro um 60 % zu, im Vergleich zum Britischen Pfund sogar 68 % und zum Dollar 34 %. Da war klar, das Mitsubishi, Nissan, TCM, Toyota

Hauptsitz/Headquarter

Wer darüber nachdenkt, wie sich der Markt für Flurförderzeuge entwickelt und wer wie wo abschneidet, der muss die großen Märkte USA, Europa und Asien getrennt betrachten. USA erholt sich zusehends (kein Wunder, der Downturn nach der Krise hat da zwei Jahre länger Spuren hinterlassen). Europa entwickelt sich, um es im Jargon der Meteorologen zu sagen, uneinheitlich mit den erheblichen Problemen in Südeuropa, die eher zu- als abnehmen werden. Asien schwächelt auch, der chinesische Markt ist natürlich als Trendmotor da be-

1 Toyota Industries Corporation

Aichi, Japan

01.04.2012 bis 31.03.2013

5.574

5.236

338

23.044

2

KION GROUP AG

Wiesbaden

01.01.2012 bis 31.12.2012

4.727

4.368

359

21.215

3

Jungheinrich AG

Hamburg

01. 01. 2012 bis 31.12.2012

2.229

2.178

51

11.261

4

Hyster-Yale Materials Handling, Inc. (1)

Cleveland Ohio

01.01.2012 bis 31.12.2012

1.871

2068

-197

5.300

5

Crown Equipment Corporation (1)

New Bremen, Ohio, USA

31.03.2012 bis 01.04.2013

1.657

1.710

-53

10.100

6

Cargotec

Helsinki, Finnland

01.01.12 bis 31.12.12

1.422

1.361

61

5.087

7 Manitou

Ancenis, Frankreich

01.01.2012 bis 31.12.2012

1.265

1.131

134

3.219

8

UniCarriers Corporation

Tokyo, Japan

01.04.2012 bis 31.03.2013

1.200

Neufirmierung deshalb kein Umsatz aus 2011

4.890

9

Mitsubishi Nichiyu Forklift

Tokyo, Japan

01.01.2012 bis 31.12.2012

1.023

1.042

-19

2.309

Clark

Lexington, Kentucky

01.01.2012 bis 31.12.2012

513

540

-27

1.500

11 Doosan

Seoul, Südkorea

01.01.2012 bis 31.12.2012

470

850

-6

12

Hyundai Heavy Industries

Ulsan, Südkorea

01.01.2012 bis 31.12.2012

378

13

Tailift Co.,Ltd.

Taichung, Taiwan

01.01.2012 bis 31.12.2012

70

14

Combilift Ltd

Monaghan, Irland

01.09.2011 bis 30.08.2012

15

HUBTEX-Gruppe

Fulda

16

Svetruck

Hersteller(Manufacturer)

STAPLERWORLD 03-2013

STW-The Ranking

THE RANKING 2012/2013

10

Umsatz 2011 liegt nicht vor

1.588

67

3

800

105

92

13

250

01.01.2012 bis 31.12.2012

92

75

17

480

Ljungby, Schweden

01.09.2011 bis 31.08.2012

59

54

5

210

17 OMG S.r.l.

Mailand, Italien

01.01.2012 bis 31.12.2012

25

29

-4

178

18

Dornach, Schweiz

01.01.12 bis 31.12.12

23

Umsatz 2011 liegt nicht vor

60

Stöcklin

19

MIAG Fahrzeugbau GmbH

Braunschweig

01.01.2012 bis 31.12.2012

11

11

0

90

20

Hermann Paus Maschinenfabrik

Emsbüren

01.01.2012 bis 31.12.2012

3

3

0

20

* eigene Vetriebsgesellschaften und Händlernetz in 64 Ländern --> in Summe in CA: 100 Ländern vertreten ** Umsatzanteil enthält England und Osteuropa *** Umsatzanteil inklusive Korea **** Händler in 95 Ländern

Basierend auf: Basierend auf:

(1) Dollarkurse umgerechnet am 30.07.2013 Kurs: 1 Euro = 1,32 $, die dargestellten Umsatzverluste können mit der Entwicklung der Wechselkurse zusammenhängen.


Clever ist da zum Beispiel Jungheinrich, die in Qingpu für den chinesischen Markt Gehgeräte, E-Stapler und Schubmaster fertigen. All Business is local und wer sich bei der jährlichen Clark-Pressekonferenz die Unterschiede zwischen einem Gasstapler für die USA, Europa und Asien ansieht, der weiß, es kann nie mit einem „Weltstapler“ etwas werden – zu unterschiedlich sind die Märkte und wir Europäer werden den Amerikanern ihre Vorliebe für Cushiongeräte mit Gasantrieb nicht austreiben. (oba)

Dividende/Dividend 2012 per Share (EUR)

Umsatzanteil Europa (%)/ Part of Turnover Europe (%)

Umsatzanteil Asien (%)/ Part of Turnover Asia (%)

Umsatzanteil USA (%)/ Part of Turnover USA (%)

Anzahl Händler/NL weltweit/ Dealers/Salesagents worldwide

Anzahl Werke Frontstapler/ Number Prod.-Fac. Counter Balance Forklifts

Anzahl Werke Lagertechnik/ Prod.-Fac. Warehouse Equip.

Dividende/Dividend 2011 per Share (EUR)

In 2012 wurden laut WITS (World Industrial Truck Statistics) insgesamt 944.000 Flurförderzeuge weltweit abgesetzt. Gewinner sind die Klasse 2 – Geräte (Lagertechnik Stand/ Sitz) mit 100.00 Fahrzeugen gegenüber 91.000 in 2011. E-Stapler sind gleich geblieben und die Verbrenner haben sich von 438.000 auf 427.000 heruntergeschraubt.

0,51

5

6

Firmenübernahmen (Händler/Hersteller) Acquisitions (Dealers/ Manifacturers)

das Bild, da etwa Nacco und Crown aus dem Dollarraum stammen und wir deren Umsätze zu einem Stichtag (30.07.2013) umgerechnet haben.

Turnover includes HPT and forklift attachments (Cascade) Übernahme Voltas in Indien am 12.08.2012

0,80 1,7

0,64

x

0,000

1,45

92

8

k.A.

32*

27,5

9,2

63,3

313

2

300

11

43,4

21,6

35

126

9

68

12

20

1400

8

5

x

Verlegung LOC-Produktion nach Ancenis

3

1

Unicarriers = TCM + Nissan/Atlet

4

1

E-Stapler-Produktion für Europa nach Jarvenpää, Finnland verlagert

23

21

56

359

4

4

Evergreen Electric Vehicles, LLC

17

17 **

50 ***

16

389 ****

2

1

ATL Lübben/Spreewald

10

25

65

337

3

1

28

38

34

100

5

2

50

5

25

170

x

20 % Umsatzanteil Rest der Welt 2

92

4

70

5

100

0

100

0

4

1

PROFIL FÜR IHRE IDEEN. Belastbare Gelenke, Hebewerkzeuge für schwere Lasten, gute Sichtverhältnisse und Standsicherheit – das sind die Anforderungen an effektive Hebe- und Logistiksysteme. Wir produzieren Spezialprofile für kleinste Lagerfahrzeuge ebenso wie für schwere Flurförderzeuge oder große Hochregalanlagen. In enger Zusammenarbeit mit einzelnen Unternehmen oder Branchen entwickeln wir Produkte, die immer ein ganz spezielles Fertigungsoder Konstruktionsproblem lösen.

Sie stellen uns eine Entwicklungsaufgabe. Wir liefern die Lösung. Kreativ. Individuell. Schnell.

HUBTEX, Genkinger-HUBTEX, stabau

1 65

2

0

60

2

45

1

0

10

1

Vertrieb Hyundai-Frontstapler in der Schweiz

1

STAPLERWORLD RANKING 2011-2012/STW 04-2012 (Seite 14+15), Kurs am 01. 08. 2012: 1 EUR = 1,22 $ STAPLERWORLD RANKING 2011-2012/STW 04-2012 (Seite 14+15), Kurs am 01. 08. 2012: 1 EUR = 1,22 $

Hoesch Schwerter Profile GmbH Eisenindustriestraße 1 · D-58239 Schwerte Tel.: Fax: E-Mail: Internet:

++49 (0) 23 04 106-608 ++49 (0) 23 04 106-591 info@hoesch-profile.com www.hoesch-profile.com


16 17

STAPLERWORLD 03-2013

STW-The Ranking

1 Die Übernahme des Anbaugeräteherstellers Cascade mit Werken in den USA, Italien und China war neben der Übernahme der Hi-Racker-Hochregalstapler-Produktion von Dambach das wichtigste Ereignis. Nur noch Großstapler fehlen im Portfolio. Wichtige News ist „Li-Ion“ – die neue Baureihe an Lagertechnikgeräten mit Lithium-IonenTechnologie. Sie umfasst vier 24-Volt-Geräte auf Basis bewährter Plattformen, darunter ein Kommissionierer und drei Elektro-Niederhubwagen. Dank extrem kurzer Ladezeiten sind sie für intensive Einsätze im Mehrschichtbetrieb wie geschaffen – etwa in der Logistik, der Produktion oder beim Handling schnelldrehender Konsumgüter. Außerdem fällt die Energiebilanz des Gesamtsystems deutlich besser aus – und das bei einer verlängerten Lebensdauer der Batterie. Die Lebensdauer der Lithium-IonenAkkus ist mit 5.000 Ladezyklen um ein Vielfaches höher als bei der Blei-Säure-Technik. Die neuen Geräte basieren auf der Technologie bewährter Baureihen, darunter ein Kommissionierer aus der BT Optio L-Serie (Tragfähigkeit: 2,5 t) sowie drei ElektroNiederhubwagen aus der BT Levio-Serie (Tragfähigkeiten: 2/2,4 t). Im Gegensatz zu

den Standardgeräten wurden sie mit Lithium-Ionen-Batterien mit Kapazitäten von 100Ah bis 300Ah ausgestattet. Die Lithium-Ionen-Technologie bietet signifikante Vorteile gegenüber konventionellen BleiSäure-Akkumulatoren: Die Batterien lassen sich innerhalb von nur einer Stunde vollständig aufladen, wobei auch Zwischenladungen jederzeit möglich sind. Ideal für intensive Mehrschichteinsätze: Auf Wech-

selbatterien kann somit verzichtet werden. Außerdem steht die Leistung der LithiumIonen-Akkus während des gesamten Entladezyklus zu 100 Prozent zur Verfügung. Die Gefahr der Überladung, die bisher rund 20 Prozent des Energieverlustes bei Geräten mit herkömmlicher Batterietechnik ausgemacht hat, besteht nicht mehr. Das spart Energie und verbessert die CO2-Bilanz.

2 Die KION Group hat ihren Wachstumskurs im Jahr 2012 fortgesetzt und den Konzernumsatz um 8,2 Prozent auf 4,7 Mrd. Euro gesteigert. Die Zahl der Beschäftigten (einschließlich Auszubildender) sank zum Stichtag 31. Dezember 2012 um 3,0 Prozent auf 21.215. Der Rückgang geht auf die Ausgliederung des Hydraulikgeschäfts zurück. Das Werk in Wales wurde geschlossen, teilweise baut nun Konecranes Die Containerstapler und Reachstacker für Linde. Die Schwerstapler werden bei einem nicht näher benannten Werk in Tschechien produziert. Im Juni ging das Unternehmen an die Börse, der Aktienkurs (Stand 06.08.2013) liegt bei 28,42 EUR.

lokalen Vertriebs- und Servicenetzwerke der Marken Linde, STILL und Baoli. Im November 2012 übernahm man zudem die noch ausstehenden Anteile an der indischen Voltas Material Handling Pvt. Ltd. (VMH). Seit dem dritten Quartal 2012 produziert Kion South America in einem komplett neu errichteten Werk in Indaiatuba/São Paulo, Brasilien, Gabelstapler und Lagertechnikgeräte der Marken Linde und Still für die regionalen Märkte. Außerdem wurde die Service- und Vertriebsorganisationen der Marken Linde und Still in Osteuropa gezielt ausgebaut. Auch in den Erwerb von Händlern in Westeuropa wurde im Jahr 2012 investiert.

Die strategische Partnerschaft mit Weichai Power Co., Ltd. eröffnet zusätzliche Marktchancen in Asien: Beide Unternehmen kooperieren eng im Bereich Flurförderzeuge und hydraulische Antriebstechnologie. Weichai Power hat sich im Dezember 2012 im Zuge einer Kapitalerhöhung als Ankerinvestor mit 25 Prozent an der KION Holding 1 GmbH beteiligt und gleichzeitig eine 70-prozentige Mehrheitsbeteiligung an

Seit dem Frühjahr 2013 ist die neue Schubmaststapler-Generation Linde R14 bis R20 im Traglastbereich von 1,4 bis 2 Tonnen auf den Markt. Zahlreiche neue technische Lösungen machen sie komfortabler, leistungsstärker, sicherer und servicefreundlicher. So bewirkt beispielsweise das neue Hubmastkonzept mit verstärkten Profilen eine bis zu 20 Prozent höherer Resttragfähigkeit und Hubhöhen bis 13.000 mm.

Linde Hydraulics erworben. Weitere Erhöhungen sind nicht auszuschließen (Anm. der Red.). Im April 2012 gründete man die Kion South Asia Pte. Ltd. in Singapur. Die Gesellschaft unterstützt den Ausbau der


3 Entsprechend dem Motto „Investing in the Future“ hat man in 2012 strategische Projekte forciert. Dazu gehören der Neubau eines Ersatzteilzentrums nördlich von Hamburg, in Qingpu (China) errichtet man ein neues Produktionswerk. In der Nähe des Werkes Moosburg entsteht seit Juli 2012 eine neue Produktionsstätte für Lager- und Systemgeräte. Diese Projekte werden 2013 zum Abschluss kommen. Insgesamt beliefen sich die Investitionen im Geschäftsjahr 2012 auf 78 Mio. EUR. Die Komplettübernahme der ISA GmbH, einem Softwarehaus für Lager- und Materialflusstechnik, ist ein weiterer Baustein im Logistiksystemgeschäft. Ebenso will man das Geschäft mit verbrennungsmotorischen Staplern und das Logistiksystemgeschäft weiter vorantreiben. 3,576 Mio. EUR wurden an die vier Vorstände gezahlt (0,357 Mio. EUR wurden für Pensionsrückstellungen für Vorstände aufgewendet). Neue Produkte sind u.a. Elektro-Gegengewichtsstapler mit einer Tragkraft von bis zu 5.000 kg. Die Baureihe 5 umfasst die Geräte EFG 535-550) und die „S-Linie“ (EFG S30-S50). Neu bei der erstmals vorgestellten „S-Linie“ ist das auf einen Lastschwerpunkt von 600 mm erweiterte Fahrzeugprogramm.

4 On September 28, 2012, the materials handling business was spun off from NACCO Industries, Inc. as Hyster-Yale Materials Handling, Inc. to become an independent public company traded on the New York Stock Exchange under the symbol HY. The Company is focused on executing five key strategies: (1) understanding customer needs at the product and aftermarket levels in order to create and provide a differentiated, full range of product and service solutions for specific industry applications, (2) offering the lowest cost of ownership by utilizing the Company‘s understanding of customers‘ major cost drivers and developing solutions that consistently lower cost of ownership and create a differentiated competitive position, (3) improving the Company‘s warehouse market position through enhancing dealer and customer support, adding products, increasing incentives and implementing programs to increase focus on key customers, (4) enhancing independent distribution by implementing programs aimed at broadening account coverage of the market, expanding the Company‘s dualbrand ownership strategy and ensuring dealer excellence in all areas of the world, and (5) expanding in Asian markets by offering products geared to the needs of these markets, enhancing distribution excellence and focusing on strategic alliances with local partners in China, India and Japan. Product Innovation: In mid-2011, the Company began a phased introduction, beginning in certain Latin American markets, of a new range of UTILEV-branded lift trucks, which meet the needs of lower-intensity users. This new series of ICE utility lift trucks was gradually introduced into global markets, specifically Europe in early 2012 and North America in late 2012, and is expected to continue to gain market position in 2013. The Company currently offers only 1to 3-ton ICE lift truck models and one model for both Hyster and Yale of the standard ICE lift truck for medium-duty applications.

4-Wege Handling www.combilift.com

• Maximale Lagerausnutzung • Sicheres Produkthandling • Robust und vielseitig • Diesel / Treibgas/ • AC Elektro • 2.5 - 25 Tonnen Tragkraft Ohne Combilift

Mit Combilift

Kostenlose und unverbindliche Lagerplanung Combilift Deutschland Tel: 0800 000 5764 Combilift Ltd Gallinagh Co. Monaghan Irland Tel: +353 47 80500 E-mail: info@combilift.com


18 19

STW-The Ranking

5

STAPLERWORLD 03-2013

While the global market was down slightly in 2012, Crown‘s business continued to expand globally. This growth has been driven by customers seeking ways to reduce costs in a continually challenging economic climate. Crown has met that challenge with technology solutions that help customers right size their fleet and manage maintenance costs. For example, our IFOY award winning InfoLink® fleet management system has enabled many customers to achieve significant cost and time savings in their operations. Moreover the launch of nine new products, from the   TSP VNA truck range with lift heights up to 17.000 mm to the ES/ET 4000 stacker series with advanced features such as Access 123 system control, has enabled customers to utilise space more efficiently at every level, no matter what size of warehouse. Infolink is a wireless management tool for fleet management. It features data of machines, efficiency, consumption. Several modules adapt the system to customer neeeds.

6 The next steps for MacGregor, Kalmar and Hiab is to streamline operations and enable agile responses to market needs. We are gradually dismantling Cargotec’s matrix organisation, while preserving synergies we have created together. By making the most of our global presence, we will identify and profit from potential pockets of growth on a worldwide basis. As part of the new operating model, our Services business area was integrated into MacGregor, Kalmar and Hiab as of January 2013, making services an integral part of their solutions offering and customer value chain. From the beginning of 2013, MacGregor, Kalmar and Hiab will be responsible for preparing and executing their strategies as independent businesses. Cargotec’s business-driven operating model supports one of our most visible changes in the pipeline: MacGregor’s incorporation in Asia and possible listing when market conditions are favourable. The new structure will also enableus to gain a sharper and more transparent picture of Cargotec’s business performance within MacGregor, Kalmar and Hiab respectively. Our strategy is based on the notion that each business area should generate enough cashflow to support its own operations.

7 The Manitou Group has launched the MI Range abroad, and next year in France, constituting a brand new range of thermal forklift trucks. Designed by Manitou and assembled in China, these 12 new models complete a unique collection of industrial products (warehousing equipment, semi-industrial masted forklift-trucks, truck mounted forklifts, and aerial work platforms), and combine innovation, quality and performance. Endowed with over forty years of expertise on the industrial material handling market with the distribution of Toyota products in France, the group now intends to capitalize on this know-how for the benefit of its networks around the world. “Nowadays, customers expect more than just a machine. This is why we are offering a material handling solution tailored to the constraints of our clients in terms of production and logistics”, said Henri Brisse, VP of Sales & Marketing. “We intend to address a particular client request that can also be broken down into various further demands, like the level of commitment, the complex environment, the tracking of the fleet, and the many different needs. Renowned for the reliability of its products and its network’s expertise, the Manitou group is striving to position itself as a real player in the field of industrial material handling”.


8 Das Geschäftsjahr 2012/13 war für die UniCarriers Corporation das Jahr der Neugestaltung. Die Konsolidierungsmaßnahmen sind weitestgehend abgeschlossen und vor allem die internen Prozesse sind im neuen Konzern UniCarriers etabliert. Die Vertriebskanäle sind fokussiert und können aktiv die Märkte bearbeiten und auf die Synergien der Unternehmen Nissan Forklift mit Atlet und TCM zugreifen. Das Gesamtergebnis für das vergangene Geschäftsjahr entspricht der internen Planung und hat eine gute Basis geschaffen, um mit einem starken Konzern den angestrebten Wachstumskurs zu bestreiten. Zielgerichtete Investitionen werden die Organisation nachhaltig und erfolgsversprechend aufstellen und eine positive Entwicklung mit sich bringen.

www.bannerbatterien.com

9 Fest steht, die in Japan gefertigten Nichiyu-Geräte und die in Japan bei MHI in Sagamihara/Kyoto gebauten Komponenten verbleiben in Japan. Nichiyu wird Stapler für Japan herstellen, das Sagamihara-Werk mit rund 450 Mitarbeitern wird nur seine Frontstapler-Endmontage an das chinesische MHI-Werk in Dalian abgeben. MHI besitzt die Kapitalmehrheit und kontrolliert 49,4 % der stimmberechtigten Anteile. Europa wird ein Markt für E-Stapler und Lagertechnik und da macht es Sinn, diese beiden Produktgruppen im finnischen Rocla-Werk zu fertigen. Verbrennungsmotorische Mitsubishi-Stapler kommen aus der chinesischen Fabrik in Dalian und die größeren Dieselstapler von 8 bis 16 t werden künftig in Houston/ Texas, also im Dollarraum, produziert. Ende Februar 2013 endete die Produktion in Almere nach fast genau 20 Jahren. Das Werk wird stillgelegt, Teile der Produktionsanlagen verlagerte man bis Mai nach Finnland und baut sie wieder in Jarvenpää auf. In Almere verbleibt aber das 70 Mitarbeiter starke europäische Headquarter mit Geschäftsleitung, Marketing, Vertrieb, Händlerbetreuung und Administration. Das Ersatzteilzentrum im belgischen Puurs für den EMEA-Raum bleibt ebenfalls unangetastet. Mitsubishi, Nichiyu, Caterpillar und Rocla bleiben erhalten– Rocla nur in wenigen Märkten wie Dänemark und Finnland. Aber Rocla ist ein wichtiger Name, weil unter ihm das FTSGeschäft weltweit geführt wird. Auch werden die Marken Mitsubishi und Caterpillar weiterhin über verschiedene Organisationen in allen Märkten parallel arbeiten.

10

Die Clark Europe GmbH arbeitet weiterhin daran, ihr europäisches Vertriebsnetz zu verdichten. Strategisch will die europäische Niederlassung des südkoreanischen Herstellers dabei ein Partner für die Zukunft – mit Zukunft sein. Durch die Zugehörigkeit zum familiengeführten YoungAn-Konzern sind

Themen wie die langfristige Planung integrales Bestandteil der Firmenphilosophie. Zudem treibt man weltweit den Aufbau von Produktionsstätten voran. Das Produktportfolio wird kontinuierlich erweitert. So startet der Verkauf der „Burden Carrier“ – Familie auch in Europa. Bei diesen Produkten handelt es sich um industrielle Transportfahrzeuge, welche für den Personentransport sowie für den Transport von Ladegut auf Transportplattformen eingesetzt werden können. Die Fahrzeuge sind 2, 4 – oder 6-sitzig.

Banner POWER-SERVICE FÜR ANTRIEBSBATTERIEN

WORAUF SIE SICH VERLASSEN KÖNNEN. Wer Wert auf Sicherheit, Leistung und Beratung legt, setzt mit Banner auf den richtigen Partner. Unser Ziel für Ihren Erfolg: Exakt abgestimmte Energiepakete mit vorbeugender Wartung, Vermeidung von Ausfallszeiten und Erhöhung der Produktivität. Unsere PowerService Leistungen für die Umsetzung: • Hochleistungsakkumulatoren und Charger-Systeme • Anlassmotivierte Reparatur- und Wartungsleistungen • Batteriebetreuungsverträge mit integrierter Ersatzteilversorgung nach Umfeldanalyse • Long-Term-Rental als Kombination von Sach- und Finanzdienstleistung • Short-Term-Rental zur Überbrückung von Bedarfsspitzen Informieren Sie uns über Ihre speziellen Anforderungen. Gemeinsam finden wir den optimalen Weg. HF-Charger

Banner AGS-Batterien Banner Batterien Deutschland GmbH D-85391 Allershausen (München) Kesselbodenstraße 3 Telefon: +49/(0)6441/30 73-23000 Fax: +49/(0)6441/30 73-23099 office.bda@bannerbatterien.com

AGS_Ins 57x245.indd 1

10.07.13 13:32


20 21

12 13

STAPLERWORLD 03-2013

STW-The Ranking

11

Neuestes Produkt der Taiwanesen ist die Z-Serie mit elektround verbrennungsmotorisch angetriebenen Frontstaplern bis 3.500 kg Traglast (E-Stapler 1,5 bis 3 t). Als Besonderheiten werden u.a. verbessertes Kontergewicht mit vergrößerter Luftansaugung, versteckt eingebaute Neigezylinder, Masten mit verbesserter Durchsicht durch neuartige Anordnung der Hydraulikschläuche, höhere Hub- und Senkgeschwindigkeit, Multifunktions-Display, Geräusch- und Vibrationsreduktion, vergrößerter Lüfter für bessere Wärmeableitung, erweiterter Fuß- und Arbeitsraum sowie eine verstärkte Motorhaube mit erhöhter Tragkraft auf 400 kg (normal 250 kg) angemerkt.

14

Martin McVicar, Ceo of Combilift.

15

105 Mio. Euro comes from sales of the Combilift and Aisle-Master-products. Spare parts sales are in the region of 5 Mio.. The company expects a 10 % + growth in output during 2013. A major focus of development for Combilift was the expansion of its range of electric powered forklifts. The new C4000E multidirectional model incorporates 2 wheel AC electric drive, a redesigned cab and is packed with features to ensure efficient, smooth and quiet operation. The design incorporates full AC electric drive on the front right and rear wheel for increased traction, and features a patented drive wheel (patent application number: GB1302811.3) positioned directly under the load platform for exact directional travel with heavy loads. Regenerative braking increases battery life for longer operations per charge, and LED lights as standard reduce power consumption and maintenance. The new cabin design adds 220mm to the width, to accommodate pieces of equip-

ment in daily use such as bar code scanners and computer terminals. Combilift realises that the major growth in the forklift market in the coming years will derive from developing countries. This is one of the main reasons why the company entered the Chinese market in 2012. Combilift continues to operate its tried and tested model of bringing its product to the world wide market by selling through cooperation with its global network of forklift dealers. Ireland is the only exception to this, where products are sold directly. Technological innovation continues to be one of Combilift’s core strengths. Using standard off the shelf components which are proven and tested allows the product range to be serviced easily in any market around the world. Also space saving electric powered warehouse equipment is in the range.


16

Nach wir vor gelten die südschwedischen Frontstapler in Punkto Performance und Qualität zur Top-Klasse. Das Bild zeigt das derzeit stärkste Gerät, den 52.000 kg tragenden 52120-57 aus dem Baujahr 2012. Der LSP beträgt, wie die Typenbezeichnung zeigt, 1.200 mm.

17 18 Für die wichtige Chemie-Industrie in und um Basel wurden seit mehr als 30 Jahren Ex-Flurförderzeuge für die ATEX Zone 2 (ehemals Schwadenschutz) komplett im Schweizer Werk hergestellt. Geräte für die höher eingestufte Zone 1 wurden bislang über externe Umrüster realisiert. Im Hinblick auf bevorstehende Anpassungen der Atex-Normen hat sich die Geschäftspolitik grundlegend geändert – Stöcklin ist nun selbst einer von ganz wenigen europäischen OEMHerstellern. Vorab konzentriert man sich auf eine neue Baureihe EX aus Deichsel-Nieder- und Hochhubwagen, deren Basiskomponenten wie Steuerung, Masten, Lastenträger und Radarme bereits in anderen Baureihen eingesetzt werden. Wichtiger Meilenstein war die Übernahme der Vertretung von Hyundai Gegengewichtsstapler für die Schweiz ab 01. Februar 2013. Teilnahme an der Ausschreibung für Full-Service-Pilotprojekte eines Konzerns mit etwa 450 Geräten auf sechs Jahre. Dank der hohen Qualität der Fahrzeuge und der überzeugenden Präsentation bezüglich fairem Kundendienst hat Stöcklin im Wettbewerb mit allen Anbietern den Zuschlag für alle drei Pilotprojekte erhalten.

19 20


Systemgeräte

22 23

STAPLERWORLD 04-2013

Spazieren gehen: Erste Deichselstapler aus Irland Vierwege-Gehgeräte sind eher die Domäne von Baka, Genkinger, Fiora und Armanni nun mischt Combilift aus Irland in logischer Konsequenz mit, denn Gehgeräte fehlten noch im Programm. Der neue Deichselstapler des irischen Staplerherstellers – Combi-WR und der 4-Wege CombiWR4 – haben keinen Mastvorschub sondern einen Pantographen zum Ausschub des Gabelträgers. Mit den Vorteilen der neuesten AC-Antriebstechnologie im Fahr-, Pumpenund Lenkmotor haben sie eine Hubhöhe von 4.200 mm und eine Tragfähigkeit von 1.450 kg. Die Geräte sind mit elektronischer Steuerung, einem Pantograph und Seitenschieber ausgestattet und sind die einzigen handgeführten Schubgabelstapler, die in Gangbreiten von 2.000 m – gemessen von Palette zu Palette arbeiten können. „Wir haben diese Modelle nach Feedback von Kunden in Baumärkten und Einzel- und Großhandelslagern entwickelt. Sie sind sehr kompakt und wendig und können Paletten sowie längere Ladungen unter sehrt beengten Platzverhältnissen problemlos befördern. Sie sind kosteneffektive Geräte und bieten auch viele Vorteile hinsichtlich eines höchst sicheren Betriebs in öffentlichen Bereichen mit Personenverkehr,“ so Geschäftsführer Martin McVicar. Bei dem Plazieren und Herausnehmen von Paletten in den Gängen kann das Hinterrad mittels Knopfdruck auf dem MehrStellungs-Deichselkopf (Patent angemeldet) parallel zum Rahmen gedreht werden. So bleibt der Bediener an der Seite des Combi-WR statt zwischen dem Gerät und den Regalen. Dies bietet nicht nur eine info Combilift Ltd., Co. Monaghan, Irland Tel. 00353 47 80500 Combilift Deutschland Tel: 0800 000 5764 www.combilift.com

Der WR 1 ist die klassische Variante ohne Vierwegefähigkeit.

viel bessere Frontsicht sondern trägt auch zu erhöhter Sicherheit bei. Um das Hinterrad wieder parallel zum Deichsel zu positionieren genügt ein weiterer Knopfdruck. Zweigangbetrieb wird durch den Wahlschalter “Hase/Schildkröte” gewählt und die Geschwindigkeiten lassen sich auch individuell an die Bedienererfahrung anpassen. Die doppelten, parallelen Vorderräder sorgen für eine leichtere Ausführung einer 90° Drehung ohne schleifende Räder und das Manövrieren um Ecken wird durch eine automatische Geschwindigkeitsreduzierung des Combi-WR auch sicherer.

Der WR 4 wiegt 2.800 kg, hat eine 24/210 Ah-Batterie und erreicht 4.200 mm Hubhöhe. Pantograph mit Gabelträgerneigung an Stelle von Mastneigung sind Serienausstattung.


Systemgeräte

24 25

STAPLERWORLD 04-2013

Kalmar´s Gloria: Fünfte Reachstacker-Generation

Auf der TOC (Terminal Operator Conference 2013) in Rotterdam präsentierte Kalmar den ersten Reachstacker der G-Generation – genannt Gloria. Die weltweit erfolgreichste Reachstacker-Baureihe startete 1985 mit der Baureihenbezeichnung CC und wurde nun erweitert, überarbeitet und vervollständigt und bietet nun völlig neue Maschinen für das Container- und Intermodalhandling. Die neue G-Baureihe wartet mit zahlreichen Weiter- und Neuentwicklungen auf. Personenschutz- und Rückfahralarmsysteme sind nun Standard. Ganz neu ist die Kabine, die nun mit 90 % Rundumsicht aufwartet und der der Midrange-Frontstapler entspricht. Zu den Alleinstellungsmerkmalen der Kabine zählen die großzügige Sicherheitsverglasung, der neue umlaufende Scheibenwischer mit verbessertem Sichtfeld, die neue Klimaautomatik sowie das seitlich abklappbare Lenkrad für den bequemen Ein- und Ausstieg. Ergonomische Joysticks für die Bedienung der Arbeitsausrüstung mit noch feinfühligerer Bedienung in Verbindung mit der Proportionalhydraulik erhöhen Komfort und Effizienz beim Containerumschlag. Außerdem wurde die MenschMaschine-Kommunikation neu konzipiert. Im rechten Blickfeld des Bedieners befindet sich nun ein großes LCD-Farbdisplay, das Auskunft über sämtliche Maschinendaten, Füllstände und Wartungsmeldungen in Landessprache signalisiert. Alle Reachstacker sind mit einem redundan­ tem CanBus-System zur Kommunikation aller Maschinenkomponenten untereinander ausgestattet. Das CanBus-System überwacht sämtliche Aggregate wie Motor, Getriebe, Hydraulik, Elektronik, Lüfter etc. und visualisiert eventuelle Fehlermeldungen sofort. Kalmar bietet ein derartig aufwändiges Überwachungssystem weltweit als einziger Hersteller in dieser Geräteklasse an. Total Cost of Ownership und hohe Produktivität stehen bei Terminalgeräten im Fokus aller Betreiber – weltweit. Deshalb sind die Performancedaten der G-Serie erneut Benchmark für die gesamte Branche. 45 t Traglast in der ersten Reihe bei Sechsfachstapelung (Intermodal-Reachstacker bieten Fünffachstapelung) sind ein Bestwert – neben der besonders guten Ausnutzung des Terminalplatzes steht auch die Effizienz im


Vordergrund – neue Motoren und Komponenten verbessert die Gesamteffizienz erneut nachhaltig. Dazu tragen im Einzelnen bei: I Drei neue Eco-Arbeitsmodi für Kraftstoffeinsparungen bis zu 20 % I Start/Stop-Automatik für weitere 10 % Kraftstoffersparnis I Der Motor erfüllt die strengen Abgasnormen nach EUR 4/TIER 4final I Loadsensing-Hydrauliksystem mit elektronisch geregelten Verstellpumpen und verbesserter Kühlung durch variable Lüfter.

I Das Reifendruck-Überwachungssystem kann bis zu weitere 10 % Treibstoff sparen. Auf Wunsch viele Terminalbetreiber wurde die Garantie der G-Serie auf zwei Jahre oder 4.000 Betriebsstunden verdoppelt. Die erste große Wartung ist nicht mehr nach 50, sondern nun nach erst 500 Betriebsstunden erforderlich. Auch die Wechselintervalle für das Hydrauliköl wurden von 2.000 auf 4.000 Stunden verdoppelt – die Teilnahme an einem Programm zur re-

gelmäßigen Kontrolle des Öles kann die Austauschintervalle weiter verlängern und damit Betriebskosten nachhaltig senken. Auch das Motoröl und die Filter werden erst nach 1.000 anstelle von bisher 500 Betriebsstunden gewechselt. Mikael Persson, Vizepräsident Produktmanagement Reachstacker und Leercontainerstapler führt aus: „Kalmar ist zweifelsohne die bevorzugte Markt für Reachstacker weltweit, was unsere Marktanteile in allen Erdteilen beweisen. Deswegen erwarten die Betreiber zu recht nicht einfach ein Facelift, sondern ein quasi neues Gerät, das bei höchster Performance und Effizienz selbstverständlich die aktuellen Emissionsrichtlinien erfüllt. Die fünfte ReachstackerGeneration wartet nun mit deutlich verbesserter Ergonomie, höherer Produktivität und gesenkten Total Cost of Ownership auf. Neue Kabine, kräftige und sparsame Motoren und viele wirtschaftliche Antriebsstrangkomponenten machen diese Maschinen zu einer eigenständigen Generation, die, das sage ich gerne, den Markt mit großem technischen Vorsprung bei besonders niedrigen Kosten über einen langen Zeitraum anführen wird“. Bilder: Kalmar info Cargotec Germany GmbH 22525 Hamburg Tel. +(49) 40-54730532 www.kalmarind.de


S TA P L E R FA C T S Seit 10 Jahren erscheinen die STAPLERFACTS als das Nachschlagerwerk f端r alle die Stapler beschaffen, vermieten, ausr端sten, kaufen/verkaufen, umbauen und einsetzen. Neben der bekannten Printausgabe sind alle Daten rund um die Uhr online verf端gbar (einfach QR-Code scannen und schon sind Sie online). Dank der permanenten OnlinePflege aller Daten sind die STAPLERFACTS CLOUD das ideale und stets aktuelle Informationsmedium f端r die gesamte Branche. Melden Sie sich noch heute an! http://staplerfacts. intermediapartners.de

Weitere Informationen: Sven Anckaer Tel.: +49-202-2716911 sa@intermediapartners.de Nina Nadge Tel.: +49-6139-293442 nina@techtex-verlag.de


Regis tr Sie si ieren ch Firme nadm als in und e rgänz istrator Ihre G en Si e r ä tedat e jeder en zeit b eque m onlin e!

CLOUD

Das M agaz

in für Flurfö

rderze

uge un d Logi st

ik ISSN-Nr. 9. Sond 1860-245 erausg abe de 2 r STAPLE A us ga be RWORLD 20 13 10. Jahr gang

SON

DER

AUS

Das k o Date mplette N n von achsc über 5.00 hlagewerk 0 Flu Über rförd – sicht erzeu Zube Händ gen hö ler, V ermie ranbieter, ter u vm.

GAB

E


STAPLERWORLD 04-2013

Systemger채te

30 31

Terminal-Zugmaschinen m체ssen Schwerstarbeit leisten


Projektmanager Jürgen Thorwarth weist auf die Besonderheiten beim Einbau der Antriebsaggregate hin Kiel-Schwedenkai: Soeben hat die Kombi-Fähre STENA GERMANICA festgemacht und schon wird die mächtige Heckklappe geöffnet. Die PKW’s sind die ersten, die sich schnell aber geordnet aus der geöffneten Heckklappe an Land bewegen. Während der PKWEntladung warten auf der Pier bereits die Terminal-Zugmaschinen, welche die Trailer von Bord schaffen müssen. Besondere Merkmale dieser Fahrzeuggattung sind ein drehbarer Fahrersitz , extreme Wendigkeit und die hydraulisch höhenverstellbare Sattelkupplung. Sie ermöglichen hohe Taktzahlen beim Auf- und Absatteln der Trailer. STAPLERWORLD hatte Gelegenheit, sich in dem im baden-württembergischen Tauberbischofsheim angesiedelten Unternehmen Mafi umzusehen. Die Firmengründer, die Fiala’s, sind eine deutschstämmige Familie aus dem rumänischen Siebenbürgen. Der damalige Handelsvertreter Martin Fiala und seine Brüder entdeckten bereits 1956 eine profitable Marktlücke. Sie beschlossen handliche Karren für den Verkehr in Betrieben zu bauen. Das war der Beginn einer erfolgreichen Unternehmenskarriere. Schon bald nach der Gründung wurde das junge Unternehmen Mafi benannt. Der Name setzt sich aus den je ersten beiden Buchstaben von Martin Fiala zusammen. In den 1960er-Jahren setzten sie mit dem RoRoSystem neue Maßstäbe für die Be- und Entladung von Schiffen. Diese Erfindung setzte sich weltweit durch, bedeutete sie doch eine riesige Zeiteinsparung. Man konnte die Fracht mit einem Rolltrailer über eine Laderampe vom Schiff rollen. Diese höchst effiziente Form des Umschlags revolutionierte die Abläufe auf Seehäfen in aller Welt.

Hohe Produktivität – moderne Technologie

Die neue BR-Serie

n von Doosa


STAPLERWORLD 04-2013

Systemgeräte

32 33

1975 wurden die Firmen-Aktivitäten in die gleichnamige Transport-Systeme GmbH eingebracht. Mit rund 350 Mitarbeitern werden etwa 200 bis 300 Zugmaschinen jährlich produziert. Den Jahresumsatz für das Gesamtunternehmen, einschließlich der Produktion für die Schwesterfirma Trepel Airport-Equipment GmbH, gibt man mit rund 75 Mio. EUR an. Der überwiegende Teil der Produktion geht in den Export. Die Zugmaschinen findet man überall in den Häfen der Welt, die nicht automatisiert sind – und das ist die Mehrzahl. Aber nicht nur die Häfen sind Kunden. Industrieunternehmen aus der metallverarbeitenden Branche, Logistikfirmen und Verteilerzentren gehören zu den Abnehmern. Die wesentlichen Märkte befinden sich in den EMEA-Ländern: In Europa sind es Länder wie zum Beispiel Spanien, Italien, England und Skandinavien. Der mittlere Osten hat sich zu einem interessanten Markt entwi-

ckelt, so dass dort ein Tochterunternehmen aufgebaut wird. Der fernöstliche Bereich wird aufgrund der chinesischen Produktionen nicht bedient. Jedoch kommt es immer wieder vor, wie Edwin Konopatsch, verantwortlich für Verkauf & Marketing, betont: „...dass Kunden aus dieser Geografie sich für unsere Produkte aufgrund der bemerkenswerten qualitativen Unterschiede entscheiden”. Welche großen Trends neben den derzeitigen Emissionsvorschriften für Dieselmotoren sehen Sie in Bezug auf den Antriebsstrang? E. K.: „Wir setzen ausschließlich Getriebe von ZF und Allison ein. Retarder sind absolut kein Thema bei uns da eine TerminalZugmaschine kaum starke Bremsvorgänge durchzuführen hat, setzen wir Trommelbremsen ein, die wir aufgrund ihrer geringen Verschmutzungsanfälligkeit bevorzugen”.

Die Zugmaschine R 332 wird von einem 270 kW starken Motor angetrieben und bietet 32.000 kg Sattellast. Einsatzgewicht 9.800 kg.

Welche Maßnahmen fordern Kunden zur Kraftstoffreduzierung (zum Beispiel Start-Stopp-Automatik)? E. K.: „Bei einem durchschnittlichen Kraftstoffverbrauch von etwa 4 bis 5 Ll/h macht es keinen Sinn eine Start-Stopp-Automatik einzusetzen. Die Anlasserreparaturen beziehungsweise Austauschkosten würden die Kraftstoffeinsparkosten weit übersteigen. Und insbesondere in den arabischen/ asiatischen Ländern spielt der Kraftstoffpreis eh keine große Rolle“. Wie lange ist die durchschnittliche Lebenserwartung einer Zugmaschine im Terminal-Einsatz? E. K.: In Stunden gerechnet bewegen wir uns in einer Größenordnung von ca 20.000 bis 30.000 Stunden. in Dienstjahren sind dies fünf bis sechs.


STAPLERWORLD 04-2013

Systemgeräte

34 35

Die HD 445 eignet sich für den schweren Industrie- und Stahlwerkseinsatz. 350 kW und 45.000 kg Sattellast sprechen eine deutliche Sprache.

Wie viel Zugmaschinen produziert Ihr UnternehmenI? Wie Eingangs schon erwähnt liegt unsere Jahresproduktion bei den RoRo- und Terminal-Zugmaschinen bei ca. 200 bis 300 Maschinen. Marktgegebenheiten und Investitionsfreudigkeit entscheiden letztendlich über den Zukauf von neuen Maschinen. Können Sie etwas zu dem lebenden Bestand an Geräten in Europa sagen und wie sind Service und Ersatzteilwesen organisiert? E. K.: Das ist eine sehr schwierige Frage. Da diese Maschinen im Terminalbereich operieren und keiner Strassenzulassung unterliegen haben wir auch keine Statisti-

ken darüber. Ich vermute mal, dass es weltweit mehrere tausend Maschinen sein könnten. Den Service übernehmen im Wesentlichen unsere Händler. Und sollte es wirklich mal ”haken” sind unsere Aussendiensttechniker sofort ”on the road” um schnelle Hilfe zu leisten. Wie wichtig sind Märkte wie Fernost, sind diese schon für Zugmaschinen reif oder durch völlig andere Terminalstrukturen gar nicht für Zugmaschinen ausgelegt? Wie schon erwähnt sind wir im fernöstlichen Bereich, aufgrund der ”Billigprodukte” nicht aktiv.

Stammsitz des Unternehmens in Tauberbischofsheim

Die USA dürften durch Ottawa/ Cargotec und Capacity ja wohl kaum für Ihr Haus interessant sein? E. K.: Das ist im Wesentlichen richtig, was aber nicht heißt, dass es immer wieder Ausnahmen gibt. Wie lange „lebt“ etwa eine Zugmaschinengeneration und wann werden Sie die nächste neue Generation mit welchen Features vorstellen? E. K.: Aufgrund unserer bereits hochentwickelten und qualitativ hochwertigen Produkte machen wir eine ständige Modellpflege. Wünsche unserer Kunden, beziehungsweise Verbesserungsvorschläge durch die Betreiber nehmen wir sehr ernst und bearbeiten sie. Wie unsere Mitbewerber auch, prüfen wir zur Zeit die Möglichkeiten für eine erdgasbetriebene Zugmaschine. Die Marktvorstellung nimmt aber noch einige Zeit in Anspruch. Wir sind der Meinung, dass die Zukunft dem Erdgasantrieb gehört. Erstkosten, Verbrauchseinsparungen sowie die reduzierten Abgasemissionen machen das zukünftige Gerät zu einer attraktiven Investition. Herr Konopatsch wir danken für das interessante Gespräch Das Gespräch führte STW-Redakteur Peter Pospiech Bilder: Mafi/STW info MAFI Transport-Systeme GmbH 97941 Tauberbischofsheim Tel. +49 (0) 9341-899-0 www.mafi.de


36 37

Spezialgeräte

Toc Toc Toc: Was klopft denn da in Rotterdam?

STAPLERWORLD 04-2013

Die Erasmusbrücke im Rotterdamer Hafen gab den perfekten Background für die große ContinentalReifenparty (siehe Beitrag zum Straddlemaster in dieser Ausgabe)

10

11

4 3 2

7

1

7 Keine lange Anreise von Nijmegen hatt Hysters Vollcontainer-Reachstacker 45-31 CH. 8

Kalmars Terminalzugmaschine TR 618I mit 115 kW für 32.000 kg Sattellast.

9 Der Schotte Danny Mac Askill ist der wohl bekannteste Bike-Trial-Radfahrer – auf der gelungenen Continental-Straddlemaster-Präsentation zeigte er nur ein Bruchteil seines Könnens – höchste Körperbeherrschung und für den STAPLERWORLD-Leser keinesfalls zur Nachahmung empfohlen.

14


Vom 25. bis 27. Juni 2013 öffnete die eher überschaubare und nur für das Fachpublikum zugelassene Fachmesse Terminal Operators Conference (TOC) ihre Pforten. Das Angebot im Containerhandlingbereich war recht umfassend. Liebherr und Sany hatten nur Hallenstände. Konecranes, Kalmar, CVS und Hyster zeigten Reachstacker. Bei den Terminalzugmaschinen fehlte ein Exponat von MOL, eigentlich schwer verständlich, denn weit hätten es die Belgier nicht gehabt. Gaussin zeigte sein ATT Articulated Trailer System, das auch als FTS ausgeführt werden kann – so hat Gottwald/Terex nun etwas mehr Wettbewerb, wird das aber sicher verschmerzen können. Bei den „Freiluft-FTS“ geht der Trend zum dieselelektrischen oder vollelektrischen Antrieb. Leider war der Hybrid-Reachstacker von Konecranes nicht zugegen, diesen werden wir ausführlich in einer der kommenden Ausgaben vorstellen. Kalmars Gloria-Serie bei den Vollcontainer-Reachstackern markiert auf jeden Fall einen Meilenstein bei Ergonomie und Performance. Die aufwändigste Präsentation kam von Continental, die kurzerhand am Abend des ersten Messetages alle Aussteller und Besucher auf eine Party-Barge einluden um dort in Ruhe die neuen Großreifen für Stacker und Straddlecarrier zu präsentieren. Die nächste TOC findet vom 24. bis 26. Juni 2014 in London statt. (oba) 1 Mafi T 230 für 140 kN Zugkraft und 172 kW Leistung – klassische 4x2-Terminalmaschine.

Spielen Sie nie mit der Sicherheit Ihrer Mitarbeiter ...

machen es auch andere. In Deutschland ist Emigholz der Vertriebspartner. 5

Reachstacker-Generation Gloria von Kalmar bei der ersten Präsentation vor Publikum (siehe Beitrag in dieser Ausgabe).

2

SeacomContainerzug – die bis zu vierfach hintereinander kuppelnden Anhänger sind allradgelenkt (Drehschemellenkung)

6 Gaussins Automotive Trailer ist ein Knicklenker mit angeflanschtem Containerchassis – er wird es gegen die vorherrschenden Zugmaschinen/Trailer-Kombinationen schwer haben. Interessant die FTS-Version mit auswechselbaren Powerpacks

3

Terberg YT 182 für 36.000 kg Sattellast – die 173 kW starke Zugmaschine wird nur in Europa angeboten. 4

Saccon-Reifen werden in Italien konstruiert und in Fernost gebaut, so

... nach dem Unfall gibt es kein Zurück! Darum schulen und unterweisen Sie Ihre Mitarbeiter. Wir machen es Ihnen leicht, denn wir führen u. a. folgende Aus- und Fortbildungsunterlagen: • • • • • •

Gabelstaplerfahrer, Flurförderzeugführer Kranführer aller Kranarten Sicheres Anschlagen von Lasten Fahrbare Hubarbeitsbühnen Erdbaumaschinenführer u.v.m.

Einen Prospekt senden wir Ihnen gerne kostenlos zu, rufen Sie uns einfach an: 0 89 / 8 54 65 – 0. 16

6

5

Bilder: STW/OB 8

9

Alle Informationen erhalten Sie auch auf unserer Internetseite www.resch-verlag.com.

11

RESCH VERLAG

- Partner für qualifizierte Ausbilder Verlag Dr. Ingo Resch GmbH Maria-Eich-Straße 77 • D-82166 Gräfelfing


38

STAPLERWORLD 04-2013

Spezialgeräte

Ultimate XT und Peakmaster erfolgreich eingeführt

Seit einem Jahr vermarktet die Interpneu Handelsgesellschaft in Deutschland exklusiv die Industriereifen der Marken Ultimate XT und Peakmaster von Global Rubber Industries aus Sri Lanka. Das Reifengroßhandelsunternehmen mit Sitz in Karlsruhe ist Teil der inhabergeführten Pneuhage Firmengruppe und mit der Einführung der Vollgummireifen zufrieden. Im Kompetenzzentrum Nutzfahrzeugreifen der Pneuhage Unternehmensgruppe am Standort Nossen zieht Erwin Schwab über die Markteinführung und Geschäftsentwicklung erste Bilanz: „Die Produkte sind im Premium- bzw. Mittelpreissegment positioniert und machen eine besonders qualitative Vermarktung erforderlich. Zusätzlich zu der Kundenbetreuung durch Produktspezialisten von Pneuhage vor Ort haben wir ein spezielles Servicecenter Industriereifen gebildet. Hier finden unsere Kunden kompe-

tente Ansprechpartner, die sich ausschließlich um dieses Produktsegment kümmern. Das Angebot wird auch rege genutzt.“ Die Zusammenarbeit mit Global Rubber Industries hat sich laut Erwin Schwab gut und entwickelt: Interpneu hatte zuvor lange nach einem geeigneten Lieferanten für Vollgummi-Industriereifen gesucht, dessen Produktqualität überzeugte. Eine Vielzahl von Produkten wurde zunächst einem anspruchsvollen Test in einem zertifizierten KBA-Prüflabor unterzogen. Die Produkte von Global Rubber konnten dabei die Erwartungen am besten erfüllen. Die guten Ergebnisse aus den Labortests finden die Industriereifenprofis nun in zahlreichen Feldtests bestätigt. Der Ultimate XT bewährt sich für beanspruchende Einsätze im Mehrschichtbetrieb, während der Peakmaster sich für den Standardeinsatz eignet.

Der Ultimate XT ist für anspruchsvolle Geräteeinsätze und den Transport hoher Lasten konzipiert. Gummimischung und Profildesign zielen auf Langlebigkeit und hohe Laufleistung.

Djamila Kaddour ist im Produktgruppenmanagement die Teamkoordinatorin Vertrieb Industriereifen und sorgt freundlich und kompetent dafür, dass jeder Anrufer die passende Auskunft zu Industriereifen erhält.


Global Rubber Global Rubber wurde 2001 in Sri Lanka gegründet und zählt dort zu den drei größten Industriereifen-Herstellern. Der große Unterschied zu anderen Herstellern liegt nach Angaben des Unternehmens in der Führung durch ein Techniker-Team mit internationaler Erfahrung und Produktkenntnis. Die Herstellung erfolgt auf modernen Maschinen. Das wichtigste Merkmal der Qualitätsorientierung ist die ISO 9001 Zertifizierung der Produktion. Jeder Reifen durchläuft eine interne Qualitätsprüfung, deren Kriterien sich an internationalen Normen orientieren.

Im Test bei Interpares erreichten die Reifen auf der Antriebsachse bisher 2.646 Betriebsstunden bei einer Restprofiltiefe von 30 mm. Damit erreicht der Ultimate XT das Leistungsniveau etablierter Premiumprodukte.

Utimate XT Reifen bewähren sich im Baustoffhandel Zielgerichtete Kundenansprache Das Produkt und Serviceangebot im Bereich Industriereifen richtet sich sowohl an Unternehmen verschiedenster Branchen mit Staplern im Fuhrpark als auch an Gerätehändler, für welche die Pneuhage Reifendienste gern als Servicepartner tätig sind. Reifendienstleistungen erbringt Pneuhage heute nahezu ausschließlich mobil. Somit minimiert sich die servicebedingte Standzeit auf ein absolutes Minimum. Für die effiziente bundesweite Betreuung von überregionalen Großkunden verstärkt Pneuhage sukzessive das Netzwerk bundesweiter Montagepartner. „Industriereifenprofis und Reifenhändler, die Teil dieses Netzwerkes werden möchten, sind herzlich eingeladen, Kontakt mit uns aufzunehmen“, betont Erwin Schwab, der das Industriereifensegment leitet.

Im Interpares-Mobau-Zentrallager in Bruchsal, einem langjährigen Kunden der Pneuhage Reifendienste, wurde mit Ultimate XT der Premium-DreiSchicht-Staplerreifen auf Linde Stapler montiert. Das Interpares Mobau Zentrallager in Bruchsal ist eines von sechs deutschen Zentrallagern der EUROBAUSTOFF, der größten Baustoff-Fachhandelskooperation Europas. Von dort aus werden 60 Baustoffhändler mit 140 Niederlassungen beliefert. Zum Einsatz kommen 29 Flurförderzeuge. Davon sind 15 Geräte Frontstapler. Die Frontstapler befahren im gemischten Einsatz ganzjährig sowohl Lagerhallen als auch das Außengelände und sind mithin sowohl sommerlicher Hitze auf z. B. Asphalt genauso ausgesetzt wie Schnee und Eis im Winter. Der Untergrund ist befestigt und wechselt zwischen Verbundpflastersteinen, Kopfsteinpflaster, Beton und Asphalt. Wegen des großen Anteils an Baustoffen und Natursteinen überwiegen schwere Lasten. Bei einer Gesamtlagerfläche von ca. 50.000 Quadratmetern werden beim Einlagern, Auslagern und Kommissionieren mitunter weite Strecken zurückgelegt. Das direkte Beund Entladen passiert auf relativ kleiner Fläche. Entsprechend fahren die Stapler häufig sehr schnell kurze Strecken und enge Radien. Für Andreas Dirks, Leiter Logistik bei Interpares-Mobau ist neben den vielversprechenden Praxiserfahrungen ein gutes Preis- Leistungsverhältnis entscheidend: „Wer wie Global Rubber Industries mit Ultimate XT in einemMarkt mit guten etablierten Produkten Fuß fassen möchte, braucht gute Argumente, damit ein Kunde das Fabrikat wechselt.“


40 41

Über Ultimate XT und Peakmaster Industriereifen

STAPLERWORLD 04-2013

Spezialgeräte

Die 3-Schicht-Vollgummireifen sind mit und ohne Haltenase in den Ausführungen schwarz und nicht kreidend verfügbar. Ultimate XT ist besonders für anspruchsvolle Geräteeinsätze und den Transport hoher Lasten konzipiert. Sowohl Gummimischung als auch Profildesign zielen auf Langlebigkeit und hohe Laufleistung. Die Peakmaster-Reifen wurden speziell für Geräte im Standardeinsatz entwickelt. Zur Energie- und Treibstoffreduzierung sind beide Reifenserien nach Herstellerangaben rollwiderstandsoptimiert. Das spezielle Dämpfungs- und Federungsverhalten soll Lastentransporte auf Staplern besonders sicher und komfortabel machen. Detaillierte Datenblätter gibt es unter www.ultimatext.de und www.peakmaster.de im Internet.

Pneuhage Reifendienste und Interpneu Der Reifengroßhandel Interpneu und die Pneuhage Reifendienste gehören beide zur inhabergeführten Pneuhage-Gruppe mit Sitz in Karlsruhe. Das Unternehmen konzentriert sein Know-how sowie die Lager für Nutzfahrzeugreifen am Standort Nossen bei Dresden. In produktspezifischen Serviceteams für EM-, Industrie- und AS-Reifen beraten Spezialisten die Kunden über Einsatzmöglichkeiten dieser speziellen Produktgruppen. Seit einigen Jahren ergänzt Interpneu als Vollsortimenter damit das Geschäft mit Pkw-, Van-, SUV-, LKW- und Lkw-Reifen sowie Alufelgen. Die Kunden können somit ihren gesamten Reifenbedarf einfach und effizient aus einer Hand decken. Industrie-Reifen haben sich neben dem traditionell starken Servicegeschäft der Reifendienste auch im Großhandel zu einem wichtigen Geschäftszweig entwickelt. Aus dem Endkundengeschäft sind die Schwankungen der Warenverfügbarkeit aus eigener Erfahrung bekannt. Durch die Bevorratung im Großhandel wird dem Markt eine hohe Lieferfähigkeit angeboten.

Blick in das zentrale Industriereifenlager der Pneuhage Gruppe in Nossen.

Erwin Schwab, Produktgruppenmanager Nutzfahrzeug-Reifen der Pneuhage Gruppe, sucht bundesweit nach weiteren Servicepartnern.

info Servicecenter Industriereifen Pneuhage Reifendienste, 01683 Nossen Tel.: +49 (0)35242 463-53 www.pneuhage.de


Pneumatic Premium tyres: from 8 inch up to 20 inch.

Forklift Tyres from Malaysia up to 63 Inches

MB01 Container Master E4 for reachstackers, containerhandlers and straddle carriers. Magna Tyres Group is a Dutch manufacturer of Off-The-Road (OTR), Industrial and Truck tyres, based in Waalwijk, The Netherlands and is currently expanding heavily in the tyre industry. The independent company has been involved for more than three decades in manufacturing and trading of premium quality compounds. This experience has lead to further expansion of Industrial Solid and Pneumatic tyres, and to further expansion of OTR tyres, truck tyres and port handling tyres. Today, the group established a full range of tyres for heavy duty applications, up to 63 inch in size. The business of is focused on manufacturing and sales of customized tyres worldwide. The company is already represented in more than 80 countries around the world.

In 2001, Magna Tyres started the first production of industrial tyres for forklift trucks. These first tyres were committed to trials and were extensively tested. With the existing experience in rubber compounding, retrieved from Magna’s roots in the rubber compounding industry, Magna Tyres started to expand the product range with radial off-the-road (OTR) tyres in 2006. From this moment, the company started the production of radial OTR tyres in full process with tyres up to 63 inches in size. Since 2010, Magna Tyres is the 1st tier supplier of several global manufacturers of mobile cranes and articulated dump trucks. From 2012, the tyre program of the company is further complemented with forklift truck tyres and two different types of port handling tyres: MB01 Container Master for container handling and M-Straddle for straddle carriers. I Head quarters (Waalwijk, The Netherlands): 35 people I Sales offices worldwide: 12 Offices Worldwide, 50 people in total I Including tyre production locations: 250 I Rubber compounds are mixed in Europe, the batches are shipped to Asia, where the tyres are final assembled, by Magna employees, with Magna equipment and under supervision of Magna management. I Dealer for Germany. Pneuhage, Karlsruhe

Products for the forklift industry I Tyres from 8 inch up to 16 inch, available in Standard, Halo, Standard Non-Marking and Halo Non-Marking. I Super Solid tyres: from 20 inch up to 33 inch

I Pneumatic Premium tyres: from 8 inch up to 20 inch I Press-on-bands I MB01 Container Master E4 for reachstackers, containerhandlers and straddle carriers. Available in tyre sizes 18.00-25 and 18.00-33. I M-STRADDLE, radial tyre especially developed for straddle carriers. Available in tyre size 16.00R25. I MR800, radial tyre for several port handling applications as reachtstackers, container handlers and terminal tractors. Available from 20 inch up to 25 inch. Magna Tyres Group has been involved for more than three decades in manufacturing and trading premium quality rubber compounds for the tyre industry. Together with thorough knowledge of tyre engineering, Magna Tyres guarantees high standard products and services. All Tyres are produced in accordance with the following standards: I ETRTO: European Tyre and Rim Technical Organisation TRA: Tire and Rim Association JATMA: Japan Automobile Tyre Manufacturers Association ISO: International Standard Organisation Magna Tyres Group is officially ISO 9001: 2008 certified Pictures Magna/STAPLERWORLD (01) info Magna Tyres Group NL-5144 MB  Waalwijk Tel.: +31 416 675 220


STAPLERWORLD 04-2013

Spezialgeräte

48 49

Schwere Arbeit: Anbaugeräte bei den Emsländer Baustoffwerken Für den überdurchschnittlich harten Einsatz benötigte Maschinenbau-Ingenieur Bernhard Kanne von den Emsländer Baustoffwerken, am Standort Surwold (60 km südwestlich von Oldenburg gelegen) u.a. für die Technik und Logistik verantwortlich, passende Anbaugeräte. Stapler und Anbaugeräte spielen in der Logistikkette des Unternehmens beim Transport von der Produktion ins Lager und danach vom Lager zum Lkw eine zentrale Rolle. Bernhard Kanne beklagte früher insbesondere hartnäckige Probleme mit den Hydraulikzylindern. „Ausfälle kosten sofort Geld und Zeit und können der Kunden-

Lieferanten-Beziehung Schaden zufügen“, sagt Kanne aus Erfahrung. Deshalb beauftragte er den Linde-Vertragshändler Willenbrock Fördertechnik, zuverlässige Anbaugeräte anzubieten. Kannes Begründung: „Als Qualitätsunternehmen bieten wir ein Höchstmaß an Verlässlichkeit, verlangen diese aber auch von unseren Lieferanten.“ Kanne wünschte sich, dass die interne Logistik so gut funktioniert wie beispielsweise der Antransport der Rohstoffe Kies und Sand über Schmalspureisenbahn von der rund 2 km entfernt liegenden Kiesgrube ins Werk. Das mittelständische Familienunternehmen deckt als einer der weni-

gen Anbieter in Deutschland nahezu die gesamte Produktpalette an Kalksandstein und Porenbeton ab. Neben den Standardprodukten werden vielfältige Ergänzungsund Sonderprodukte hergestellt, gelagert und in einem Einzugsbereich bis zu 300 km zum Kunden transportiert. Die Emsländer Baustoffwerke haben Stapler und Anbaugeräte an den zwei Standorten in Haren und Surwold im Einsatz. In Haren werden klein- und mittelformatige Kalksandsteine sowie ein beliebter Quarzverblender mit dem eingängigen Namen „Der Weiße Emsländer“ hergestellt. Am größeren Hauptstandort in Surwold liegt

Effizientere Lkw-Beladung mit Linde-Gabelstapler.


Um dem harten Einsatz der Anbaugeräte gerecht zu werden, entschieden sich die Verantwortlichen der Emsländer Baustoffe GmbH für die Kombination Mescheder Anbaugeräte und Aschaffenburger Frontstapler.

der Schwerpunkt der Produktion auf Kalksandsteinen in Klein-, Mittel- und Großformaten, Bau- und Sturzsystemen sowie Porenbeton der Marke Porit. Das Produktionsvolumen in Surwold beträgt 800 m3 Kalksandsteine und 500 m3 Porenbeton pro Tag. Zwölf LindeStapler (H30 D, H50 D, H60 D sowie ein Niederhubwagen Linde T20 AP) transportieren hier die Steine aus der Produktion und stapeln sie bis in eine Höhe von 5,50 m auf dem 11 ha großen Gelände, bis ein Kunde sie abfordert. Dann belädt ein Stapler einen Lkw mit KS-Steinen, die zu Baustellen in einem Umkreis von 150 bis 300 km gefahren werden.

Thomas Meyer vom Willenbrock-Vertrieb überlegte gemeinsam mit Edu Poppe, Gebietsverkaufsleiter Nord von stabau, wie die Anforderungen an die Anbaugeräte und das Zusammenspiel mit dem Stapler am besten zu erfüllen sein könnten. „Bei der Härte dieses Einsatzes würden selbst die sehr robusten Standardgeräte von stabau möglicherweise Probleme bekommen. Das wurde nach eingehender

Das eigens verstärkte Anbaugerät von stabau hat sich bei den Emsländer Baustoffen bewährt.

Analyse der Projektabteilung in unserer Mescheder Zentrale klar“, sagt Poppe. Deshalb modifizierte stabau das Gerät gemäß der Beanspruchung beim Einsatz: Die Doppelpalettenklammer wurde von den Tragkräften her verstärkt, und die Dreifachseitenschieber wurden speziell ausgeführt, damit der Fahrer eine noch bessere Sicht auf die Abnahmeplattformen erhält. Im Zuge der Auftragsabwicklung fiel Kanne positiv auf, mit welcher Selbstverständlichkeit stabau z.B. Bohrungen für die Klötze auf den Gabeln vornahm. Das kannte Kanne anders, denn der Vorlieferant hatte solche Sonderwünsche „selbstverständlich“ den Emsländer Baustoffwerken überlassen. Nachdem das erste Anbaugerät inzwischen schon im zweiten Jahr ununterbrochen problemlos läuft, zieht Kanne folgendes Fazit: „Alle Geräte laufen voll zufriedenstellend. Über Willenbrock Fördertechnik haben wir in Form von Linde-Staplern und stabau-Geräten bessere Zuverlässigkeit und bessere Standzeiten erreicht.“ Die Fahrer freuen sich zudem über eine bessere Sicht. Angetan zeigte sich Kanne von der kundenorientierten Kommunikation der beiden Hersteller. Schnelle Antwortzeiten und prompten Service hebt er als vorbildlich hervor. Eine Geräteauslieferung wurde durch Edu Poppe auch dann im Sinne einer Kundenorientierung persönlich vor Ort begleitet, als es „nur“ um eine identische Nachbestellung ging. „Unsere FFZ- und Anbaugerätepartner sind schon ein wenig höherpreisig als andere, aber die Gesamtqualität ist uns wichtig und hat sich durchgesetzt. Über den vergleichsweise geringen Mehrpreis braucht man nicht zu diskutieren. Den haben wir schon beim ersten vermiedenen Schaden und über die Effizienz wieder hereingeholt“, sagt Kanne.


Spezialgeräte

52

Richtiger Schritt: Kabinen-Engineering ausgelagert. ben wir konsequent in die Ausbildung von Ingenieuren investiert“, so Fritzmeier-Geschäftsführer Uwe Rastel. Parallel zum Engineering-Center startete in Sibiu 2006 die Produktion von Leichtbaukomponenten. 2012 wurde das neue Verwaltungszentrum eingeweiht. Heute arbeiten im Werk 144 Mitarbeiter; 53 in der Engineering-Abteilung, und 91 in der Produktion. Seit 2006 sind Leichtbau-Materialien (Alu, Kunststoff) im Fokus. Sie bieten erhebliche Kostenund Ergonomie-Vorteile – vor allem durch Funktionsintegration.

STAPLERWORLD 04-2013

Engineering-Aktivitäten im Überblick

Die Kabine der Zukunft weist viele Alu-Komponenten auf, obwohl Gewicht keine große Rolle spielt. Ingenieure im Großraum von München zu bekommen ist in Anbetracht der übermächtigen Auto- und Hightechindustrie für einen Mittelständler wie Fritzmeier aus Großhelfendorf (2500 Mitarbeiter, 500 Mio. EUR Umsatz in 2012) fast unmöglich. Deshalb baute man in Sibiu (Rumänien) einen Konstruktionsstandort auf, an dem sich auch die derzeit einzige Alu-Teileproduktion des größten Kabinenherstellers befindet. 2002 wurde das Werk in Sibiu /Hermannstadt gegründet. 2006 waren 27 Engineering- Spezialisten beschäftigt. „Zu einer Zeit, in der westeuropäische Unternehmen wegen der billigen Arbeitskräfte Teile ihrer Produktion nach Rumänien verlegten, ha-

„Sibiu hat sich zu einem leistungsstarken Profitcenter entwickelt. Innovationen wie beispielsweise die aus Aluminium geschweißte Baggerlader-Heckfenster, die AluminiumKabinentür im moderne Ganzglas-Design mit integrierten flach schließenden oder innenliegenden Aktiv-Scharnieren, die wir an der Bauma-Kabine 2013 vorgestellt haben, sind alle hier entwickelt worden“, so Rastel. Die Engineering-Aktivitäten umfassen Design, Finite Elemente Berechnung, Kabelbaum-Entwicklung (2D und 3D), Ergonomie-Überprüfung und Design der Schweiß- und Prüfvorrichtungen. „Die Herausforderung besteht darin, die Kabinen exakt nach dem Kundenlastenheft zu entwickeln und das vereinbarte Indust­ riedesign mit produzierbaren Komponenten zu erreichen, erklärt Entwicklungsleiter Marian Ilas. „Unsere Kunden legen neben maximaler Qualität viel Wert auf das Erreichen des Kostenziels für ihre Produkte“, so Marian Ilas weiter. Die Ingenieure in Sibiu führen am 3D-Modell mit Hilfe der Finite-Elemente Berechnung die Überprüfung durch. Dazu gehören ROPS(Roll-Over Protective Structures) TOPS- (TipOver Protection Structures) sowie FOPS(Falling-Object Protective Structures) Berechnungen und Simulationen. Alle ComputerBerechnungen und deren bildliche Darstellungen werden mit den Kunden abgestimmt.

Jährlich werden in Europa etwa 500.000 Kabinen für Baumaschinen, Kommunalfahrzeuge, Traktoren und Stapler produziert – die Hälfte fertigen die OEM´s selbst. Von den am freien Markt platzierten 250.000 Kabinen baut Fritzmeier rund 40 %.


Georg Fritzmeier, Inhaber der gleichnamigen Unternehmensgruppe.

Mit Ramsis werden Ergonomiestudien durchgeführt. CAD ist bei der Kabinenkonstruktion ein wichtiges Werkzeug.

Derzeit sind 40 % der Angestellten junge Universitätsabsolventen; davon viele Studenten mit Pro Engineering-Erfahrung. „Wir sind froh, dass Fritzmeier unseren Studenten so viele Kurse, Praktika und Arbeitsstellen zur Verfügung stellt. Die Zusammenarbeit mit internationalen Firmen vor Ort ist sehr wichtig für uns“, erklärt Prof. Liviu Rosca, Dekan der Lucian Blaga-Universität. Das Studienangebot der Fakultät für Engineering mit derzeit rund 3.000 Studenten reicht von Bachelor- und Masterprogrammen über Elektrotechnik, Engineering, Mechatronik und Robotik bis zu Werkzeugtechnik, Produktionssysteme, Logistik oder Qualitätsmanagement. Es gibt 25 Partnerschaften mit europäischen Universitäten. Das junge Mitarbeiterteam arbeitet derzeit an FCloud, einer standortübergreifenden Engineering- Plattform für alle Kabinenwerke der Gruppe und Partner. Ziel ist der Aufbau eines Datennetzwerkes, mit einheitlichen Abläufen und Systemen, in das alle Geschäftspartner vom Lieferanten über die Joint-Ventures bis zu den Kunden eingebunden sind. Eine Basis der FCloud ist

das durch die Fritzmeier Engineering IT-Experten entwickelte TIS (Technical Information System). Mit Hilfe dieser webbasierenden Datenbank werden die Informationen aus dem Bereich Engineering, Arbeitsvorbereitung, aber auch Qualitätssicherung und Beschaffung verknüpft und den Fritzmeier User zu jederzeit zur Verfügung gestellt. Ein wesentlicher Daten-Input zu TIS ist die ausschließlich im Engineering Bereich genutzte CIM-Database Datenbank. Mit CIM geschieht die Verwaltung der CADDaten. Die Klassifikation der entwickelten Teile und die Kategorisierung in eine Sachmerkmalleiste. Die Datenbank ermöglicht den Ingenieuren die Verwaltung der CADTeileversionen, das schnelle Finden der Wiederholteile und die standortübergreifende Zusammenarbeit. (oba) Bilder: Fritzmeier und STW info Georg Fritzmeier GmbH & Co. KG 85653 Großhelfendorf Tel: +49 (0)80956-0 www.fritzmeier.de

17. Flurförderzeugtagung 2013 mit Fachausstellung 24. und 25. September 2013, Baden-Baden Sie hören interessante Vorträge über: Die Zukunft der Flurförderzeuge in der Lagerlogistik Innovationen bei Energiespeichern und Ladegerätetechnik Effizienz und Sicherheit durch innovatives Flottenmanagement Sicherheitskonzepte für Flurförderzeuge Automatisierung und autonome Navigation Innovationen bei Flurförderzeugen Neue Regeln und Vorschriften

Jetzt anmelden! www.flurfoerderzeug-tagung.de Veranstaltung der VDI Wissensforum GmbH | www.flurfoerderzeug-tagung.de | Telefon +49 211 6214-201 | Telefax +49 211 6214-154

STW 04-2013  

Auszug der 56 Seiten starken Printausgabe mit unserem großen Staplerreifenspecial, RANKINg 2013 und vielen weiteren hochinteressanten Themen...

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you