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GuK – operativer Bereich 2.Abj.

Mag. Oliver Radinger, 2009


Unterrichtsinhalte Allgemeine perioperative Grundlagen Port-a-cath, ZVK Ernährungssonden, Ösophaguskompressionssonde Drainagen Septischer VW 17.6.2009 mündliche Prüfung Mag. Oliver Radinger, 2009


Chirurgie: Medizinisches Fachgebiet, das sich mit Diagnose, Therapie und Rehabilitation sog. chirurgischer Erkrankungen, Verletzungen und Fehlbildungen befasst. Aus: Schmidt/Zimmer (Hrsg.): Pflege konkret – Chirurgie Orthopädie Urologie 2000 S.1

Mag. Oliver Radinger, 2009


Aufgabengebiete und Behandlungsformen der Chirurgie Diagnostik Wiederherstellende OPs Therapie

Mag. Oliver Radinger, 2009


Aufgabengebiete und Behandlungsformen der Chirurgie Therapie

Operativ

kurativ

Konservativ

palliativ

medikamentรถs

Mag. Oliver Radinger, 2009

physikalisch


Zeitpunkt der Aufnahme Indikation Dringlichkeit Notwendige Untersuchungen AZ des Patienten Eigenblutspende

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Operationsindikation I

„Eine Indikation (Syn. Heilanzeige) ist gegeben, wenn eine bestimmte (diagnostische oder) therapeutische Maßnahme notwendig ist.“ Aus: Pflege Heute, 4. Auflage, 2007, S. 624

Mag. Oliver Radinger, 2009


Operationsindikation II Absolute Indikation: zwingende Indikation

eine Behandlung durchzuführen Kausale Indikation: durch die Krankheitsursache bedingte Indikation Relative Indikation: die Indikation ist gegeben, es muss aber abgewogen werden, ob der Zustand des Patienten die Anwendung rechtfertigt oder ob sichere Alternativen bestehen

Vitale Indikation: es besteht eine

lebensbedrohende Situation, die die Anwendung der Maßnahme unabhängig von möglichen Nebenwirkungen oder Folgen rechtfertigt Aus: P. Reuter: Springer Lexikon Medizin, 2004, S.1024 Mag. Oliver Radinger, 2009


Einteilung zur Dringlichkeit operativer Eingriffe (nach Lutz 1984) Dringlichkeitsstufe

Art des operativen Eingriffs

Beispiel

I (Minuten)

Lebensrettende Soforteingriffe

z.B. Blutung

II (Stunden)

Dringliche, nicht geplante Eingriffe

z.B. Ileus, Frakturen

III (Tage/Wochen)

Bedingt dringliche, geplante Eingriffe

z.B. Malignome, diagnostisch

IV (Monate/Jahre)

Nicht dringlich geplante Eingriffe

z.B. korrigierende Eingriffe

Aus: Breusch/Mau/Sabo: Breusch/Mau/Sabo: Klinikleitfaden Orthop채 Orthop채die, 5.Auflage, 2006, S.48 Mag. Oliver Radinger, 2009


Aufnahme in operative Bereiche ambulant teilstation채r vollstation채r

Mag. Oliver Radinger, 2009


Aufnahme auf operative Stationen Geplante Aufnahme Akute Aufnahme

Mag. Oliver Radinger, 2009


Bedeutung des operativen Eingriffs für den Patienten Die Aufnahmesituation ist in der Chirurgie die erste kritische Phase Die Entscheidung für die Bereitschaft zur Operation ist gefallen. Das Krankenhaus ist noch „Neuland“. Das Stationsleben ist noch fremd. Die Angst vor Operation (und Diagnose) sind groß. Mag. Oliver Radinger, 2009


Bedeutung des operativen Eingriffs für den Patienten „Peplau spricht auch von der Angst in der zwischenmenschlichen Beziehung. Diese entsteht, wenn Würde und Prestige des anderen verletzt werden, ohne dass dieser die Möglichkeit hat, der Situation zu entfliehen (...) Diese Angst ist häufig anzutreffen in Abhängigkeitsverhältnissen, was durchaus auch zwischen den Pflegenden und Patienten ein Thema ist.“ Käppeli, 1998 S. 84ff Mag. Oliver Radinger, 2009


Gründe die bei klinischen Aufenthalt den Schmerz potenzieren können Unsicherheit, ob der Aufenthalt, selbst bei kurzdauernden Eingriffen, überstanden wird ("Also vor der Operation habe ich keine Angst, aber ich hoffe, dass ich die Narkose überstehe"), Aufrechterhaltung der eigenen Identität ("Bin ich noch der, der ich jetzt bin, wenn ich das Krankenhaus verlasse"), Verlust der Familie und der Freunde und damit auch eine Unterbrechung des "normalen" Lebens (auch wenn nur zeitlich begrenzt), Unfähigkeit, die unmittelbare Umgebung zu kontrollieren (Fenster auf und zu, Fern- seher, Übermäßiger Besuch der Mitpatient/innen), wahrscheinliche Unfähigkeit, dass der erwartete Schmerz nicht ohne fremde Hilfe behandelt werden kann Lazarus, R. S. (1966). Psychological stress und the coping process. New York: McGraw-Hill. Mag. Oliver Radinger, 2009


Bedeutung des operativen Eingriffs für Angehörige Besuche Finanzielle Sorgen „untätig“ sein zu müssen Angst um den Angehörigen Ungewisse Zukunft ....

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Literaturangabe Schmidt/Zimmer (Hrsg.): Pflege konkret, Chirurgie Orthopädie Urologie; Urban & Fischer; München, Jena; 2000 Breusch/Mau/Sabo: Klinikleitfaden Orthopädie; 5.Auflage; Gustav Fischer Verlag; Ulm; 2006 P. Reuter: Springer Lexikon Medizin; Springer Verlag; Berlin; 2004 Käppeli, Silvia (Hrsg.) Pflegekonzepte. Phänomene im Erleben von Krankheit und Umfeld. Band 1 herausgegeben von Mäder und Zeller-Forster. Verlag Hans Huber. Bern. 1. Nachdruck 1998. Mag. Oliver Radinger, 2009


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