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Inhalt Caritasverband für das Kreisdekanat Euskirchen e.V. Organisationstruktur des Caritasverbandes/ Organigramm .............................................................. 5 Bericht der Geschäftsleitung ......................................................................................................... 7 Fachbereich Verwaltung und Wirtschaft/ Stabsstelle Öffentlichkeit und Kommunikation Rechnungswesen/ Controlling......................................................................................................10 Personalwesen ............................................................................................................................ 11 Öffentlichkeitsarbeit/ Fundraising ................................................................................................12 Fachbereich Kinder, Jugend, Familie und Senioren Ambulante Flexible Erziehungshilfen ............................................................................................14 Familienhebamme ......................................................................................................................16 esperanza - Beratungsstelle ..........................................................................................................17 esperanza - Kinderkram ...............................................................................................................18 esperanza - Caritasnetzwerk Frühe Hilfen......................................................................................19 Kuren und Stadtranderholung ..................................................................................................... 20 Schulsozialarbeit .........................................................................................................................21 Jugendzentrum Jugendvilla ......................................................................................................... 22 Jugendzentrum JU.1 .................................................................................................................... 22 Offene Ganztagsgrundschule (OGS)/ Nachschulische Betreuung .................................................... 24 Offene Altenarbeit ...................................................................................................................... 25 Gemeindecaritas ........................................................................................................................ 26 Fachbereich Sucht- und Wohnungslosenhilfe Notschlafstelle ........................................................................................................................... 28 Beratungsstelle/ Tagesstätte für Wohnungslose ............................................................................. 29 Einzelfallhilfe ............................................................................................................................ 30 Projekt MO.S.ES ..........................................................................................................................31 Suchtberatungs- und Behandlungsstelle ...................................................................................... 32 Betreutes Wohnen für Suchtkranke .............................................................................................. 33 Fachstelle für Suchtvorbeugung ................................................................................................... 34 Fachbereich Eingliederungs- und Behindertenhilfe Betreuungen ............................................................................................................................. 36 Entschuldungshilfe ................................................................................................................... 37 Insolvenzberatung ..................................................................................................................... 38 Integration/ Migrationsberatung ................................................................................................. 39 SPZ – Kontakt- und Beratungsstelle ..............................................................................................41 SPZ – Tagesstätte........................................................................................................................ 42 SPZ – Betreutes Wohnen ............................................................................................................. 43


Inhalt Wohnhaus Rupperath ................................................................................................................. 44 Wohnhaus Kall .......................................................................................................................... 45 Wohnhaus Kirchheim ................................................................................................................. 46 Fachbereich Gesundheits- und Altenhilfe Pflegestation Bad Münstereifel .................................................................................................... 48 Pflegestation Euskirchen............................................................................................................. 49 Tagespflege für Senioren ............................................................................................................. 50 Menüservice ...............................................................................................................................51 Hospizdienst/ Café Insel ............................................................................................................ 52 Servicezentrum Demenz/ Café Insel ............................................................................................ 53 Fachbereich Hilfen zur Arbeit SINA - Soziale Integration und neue Arbeit ................................................................................... 56 Jobmotor ................................................................................................................................... 57 Zusatzjob Plus............................................................................................................................ 58 Zusatzjob Stromsparcoach .......................................................................................................... 59 CABIT - Caritas Bewerbungs- und Informationstreff ...................................................................... 60 C.C.P. - Caritas-Clearing-Projekt ...................................................................................................61 Möbelkino/ Stoffwechsel 33 ........................................................................................................ 62 Dienste und Einrichtungen ......................................................................................................... 63


DER CARITASVERBAND FÜR DAS KREISDEKANAT EUSKIRCHEN E.V.

Organisationsstruktur des Caritasverbandes Der Caritasverband für das Kreisdekanat Euskirchen e.V. ist Mitgliedsverband des Deutschen Caritasverbandes und gleichzeitig ein eigenständiger Spitzenverband der freien Wohlfahrtspflege.

Mitglied im Deutschen Caritasverband

Der Caritasverband für das Kreisdekanat Euskirchen e.V. selbst ist Gliederung und Mitglied des Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Köln und dient der Vertretung der Caritas auf Kreisdekanatsebene.

Mitglied im Diözesan Caritasverband

Die Geschäftstelle des Caritasverbandes für das Kreisdekanat Euskirchen e.V. liegt zentral in der Euskirchener Innenstadt. Neben der Verwaltung sind hier auch einige Dienste des Verbandes untergebracht, etwa die Beratungsstelle Esperanza, das Caritasnetzwerk Frühe Hilfen, die Familienhebamme, die Ambulanten Flexiblen Erziehungshilfe, die Gemeindecaritas, die Koordination der Offenen Ganztagsgrundschulen sowie die Verwaltung der Ambulanten Pflegestationen.

Geschäftsstelle sowie Dienste und Hilfen

Die Caritas Euskirchen bietet Hilfesuchenden eine Vielzahl ambulanter Dienste und Hilfen. Aufgrund der Struktur unseres Kreisdekanates, mit einer starken Ausrichtung auf das Zentrum Euskirchen, werden diese zu einem Großteil innerhalb der Kreisstadt vorgehalten. Dennoch ist die Caritas Euskirchen mit Einrichtungen, wie etwa Pflegestationen und Wohnhäusern für psychisch Erkrankte, auch in der Fläche des Kreisdekanates vertreten. Der Caritasverband für das Kreisdekanat Euskirchen e.V. gliedert sich in die sozialen Fachbereiche „Kinder, Jugend, Familie und Senioren“, „Sucht- und Wohnungslosenhilfe“, „Eingliederungs- und Behindertenhilfe“, „Gesundheits- und Altenhilfe“ sowie in den Fachbereich „Verwaltung und Wirtschaft“. Die Fachbereiche werden von einer Fachbereichsleitung geleitet und sind dem Vorstand unterstellt. Daneben sind die beiden Stabsstellen „Recht und Personalentwicklung“ und „Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising“ sowie die Stabsabteilung „Schulen, Bildung und Betreuung“ dem Vorstand direkt zugeordnet.

Gliederung

Im Jahr 2011 ist mit Beschluss der Vertreterversammlung die Satzung des Caritasverbandes für das Kreisdekanat Euskirchen e.V. geändert worden. Auf Grundlage der Mustersatzung des Diözesan-Caritasverbandes wird so aktuellen Anforderungen Rechnung getragen. Ziel der Änderung der Satzung war es, die Außenaufsichtsreform umzusetzen und die Innenaufsicht durch den Caritasrat anzupassen. Dadurch soll die Außenaufsicht effizienter, transparenter und schlanker gestaltet werden und in der Folge die Innenaufsicht des Caritasrates stärken.

Verbandsorgane

Des Weiteren wurde die Vertreterversammlung im Jahr 2011 neu benannt. Diese setzt sich nunmehr zusammen aus 10 Vertretern aus den Pfarrgemeinden, 2 Vertretern der Personalfachverbände sowie 5 Vertretern der übrigen korporativen Mitglieder. Insgesamt besteht die Vertreterversammlung aus 17 Mitgliedern. Darüber hinaus hat die konstituierende Vertreterversammlung am 14.11.2011 ebenfalls den siebenköpfigen Caritasrat neu bestimmt. Mitglieder des Caritasrates sind weiterhin: Herr Dr. Wolf Bauer, Herr Josef Carl Rhiem, Frau Kornelia Fahl, Frau Waltraud Leymann, Herr Dr. Dirk Arenz und Herr Josef Hagedorn. Vorsitzender ist qua Amtes Herr Kreisdechant Bernhard Auel. Sein Stellvertreter ist Herr Josef Carl Rhiem.

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6 Stabsstelle

- Eine-Welt-Laden - Kleiderladen „Stoffwechsel 33“ - Babykleiderstube „Kinderkram“

Einrichtungen

- Gemeindecaritas - Offene Altenarbeit - Ehrenamt

Caritas und Gemeinde

- Beratungsstelle - Väterberatung - Begegnungsstätte - Netzwerk „Frühe Hilfen“

„esperanza“ Hilfen für Schwangere

- Ambulante Flexible Erziehungshilfen - Familienhebammen - Mutter-Kind-Kuren

Familien

Projekt für Kinder suchtkranker und/ oder psychisch erkrankter Eltern

FREIO

- Kontakt und Beratung - Tagesstätte - Notschlafstelle - Wohnhilfen - Tagesstrukturierende Maßnahmen - Streeworkprojekt MO.S.ES

Hilfen für Wohnungslose

Betreutes Wohnen

- Information / Betreuung - Beratung - Ambulante Rehabilitation Sucht - Drogenhilfe - Nachsorge

Fachambulanz Sucht

Fachstelle für Suchtvorbeugung

Jugendvilla

- Asylsuchende - Spätaussiedler

Migrationsberatung

Betreuungswesen

- Entschuldung - Insolvenzberatung

Beratung für Schuldner

- Rupperath - Kall - Kirchheim

Einrichtungen

- Kontakt- u. Beratung - Tagesstätte - Betreutes Wohnen

Sozialpsychiatrisches Zentrum

Paul Blum

Bernhard Becker

Cilly von Sturm

- Jugendzentrum

Fachbereich

Eingliederungs- und Behindertenhilfe

Fachbereich

Sucht- und Wohnungslosenhilfe

Fachbereich

š š š š š š

Beauftragte für

Immobilienverwaltung

Koordination Zuschüsse

Allg. Verwaltung

Interne Revision

EDV

Personal- und Versicherungswesen

- Servicezentrum Demenz - Begegnungsstätte „Café Insel“ - Ambulanter Hospizdienst - Koordination Selbsthilfe

Menüservice

Risikomanagement

Servicezentrum Demenz und Hospiz

Controlling

Finanzu. Rechnungswesen

Günter Zimmermann

Verwaltung und Wirtschaft

Fachbereich

Stand 01.04.2012

Handwerker

„Möbelkino“

Möbellager

„Alte Apotheke“ Flamersheim

Seniorenwohnen

Arbeitssicherheit: H. Blissenbach, A. Hörth, G. Schäfer Bundesfreiwilligendienst, Freiwilliges Soziales Jahr: P. Blum Datenschutz: S. Seifert HACCP: M. Weiler Facharzt für Arbeitsmedizin: H. Hamacher Fachkraft für Arbeitssicherheit: U. Gonschor

- CPS Euskirchen/ Zülpich - CPS Bad Münstereifel - Tagespflege für Senioren

Pflege

Klaus Schruff

Christa Schüller

Vorstandssekretariat Koordination SGB II Arbeitsmarkt- u. Integrationsprojekte Franz Josef Funken

Gesundheitsund Altenhilfe

Franz Josef Funken (Vors.) Horst Lennartz

Vorstand

Msgr. B. Auel (Vors.), Dr. Wolf Bauer, Josef C. Rhiem, Waltraud Leymann, Josef Hagedorn, Kornelia Fahl, Dr. Dirk Arenz

Caritasrat

Vertreterversammlung

Fachbereich

Reinhard Klinkhammer - Offener Ganztag - Päd. Übermittagsbetreuung - Schulsozialarbeit - Stadtranderholung

Schulen, Bildung und Betreuung

Stabsabteilung

Tanja Engel

Recht und Personalentwicklung

Stabsstelle

Carsten Düppengießer

Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising

Kinder, Jugend, Familie und Senioren

Euskirchen e.V.

für das Kreisdekanat

Caritasverband

Organigramm

DER CARITASVERBAND FÜR DAS KREISDEKANAT EUSKIRCHEN E.V.


DER CARITASVERBAND FÜR DAS KREISDEKANAT EUSKIRCHEN E.V.

Bericht der Geschäftsleitung Der Caritasverband für das Kreisdekanat Euskirchen e.V. betreibt seit fast 50 Jahren im Kreisdekanat einen Wohlfahrtsverband mit aktuell 307 Mitarbeitern. Die Geschäftsstelle befindet sich in der Kernstadt. Darüber hinaus sind diverse Dienste und Einrichtungen auf das Kreisdekanat verteilt. Der Verband hat seine Kernkompetenzen in ambulanten Diensten sowie differenzierten betreuten Wohnformen. Der Bereich der Ganztagsbetreuung an Schulen wurde im Berichtszeitraum organisatorisch neu aufgestellt. Um den Erfordernissen dieses wichtigen Bereiches optimal gerecht werden zu können, wurde er als Stabsabteilung Schulen, Betreuung und Bildung dem Vorstand direkt zugeordnet. Zusätzlich zur Ganztagsbetreuung umfasst die Stabsabteilung künftig die Schulsozialarbeit und die Stadtranderholung.

Ganztagsbetreuung an Schulen

Im Sommer des Berichtsjahres war die Kinderbuchautorin Antje Szillat auf ihrer, durch den Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln, organisierten Lesereise zu Gast in der Offenen Ganztagsgrundschule Bad Münstereifel/ Arloff. Sie las aus ihrem Buch „Justine und die Kinderrechte“ vor. Im Anschluss fand eine Bürgermeistersprechstunde mit dem Bad Münstereifeler Bürgermeister Alexander Büttner statt. Das Thema Kinderrechte wurde zuvor intensiv in der Offenen Ganztagsgrundschule bearbeitet. 2011 konnte, finanziert über das Kreisjugendamt in Form von Fachleistungsstunden, eine zweite Familienhebamme in Teilzeit eingestellt und in das Team der Ambulanten Flexiblen Erziehungshilfe integriert werden.

Ambulante Flexible Erziehungshilfen

Die Jugendvilla, das neue Jugendzentrum der Kreisstadt Euskirchen in Trägerschaft des Caritasverbandes, konnte seit seinem Start im Sommer 2011 die Besuchszahlen (im Vergleich zu den Vorgängereinrichtungen) nahezu verdoppeln. Auch hat sich die Alterstruktur der Besucher und Besucherinnen deutlich verjüngt. Ebenfalls ist ein noch breiterer sozialer Hintergrund bei den Nutzerinnen und Nutzern der Jugendvilla zu verzeichenen.

Jugendzentren

Die Ausstellung „Klang meines Körpers“ wurde im Frühherbst des Berichtzeitraums gemeinsam mit dem Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln und der Künstlerin Stefanie Lahusen in der Jugendvilla präsentiert. Mehrere Hundert Schülerinnen und Schüler konnten durch die Ausstellung und das Begleitprogramm für das Thema „Essstörungen“ sensibilisiert werden.

Suchtprävention

Der bisherige Fuhrpark beider ambulanten Pflegestationen wurde 2011 durch neue Fahrzeuge der Marke Toyota ersetzt. Die modernen Kleinstwagen vom Typ Aygo entlasten durch ihren deutlich geringeren Verbrauch die Umwelt und ermöglichen uns einen kosteneffizienteren Pflegeeinsatz. Zudem bieten sie ein erhöhtes Sicherheitspotential für unser Pflegepersonal.

Gesundheits- und Altenhilfe

Die ambulante Pflegestation Bad Münstereifel konnte im Berichtszeitraum durch eine langfristig angelegte Kooperation mit dem Seniorenzentrum Otterbach über 20 neue Pflegen hinzugewinnen. In Zülpich konnte 2011 ,neben dem bestehenden Demenzcafé in Euskirchen, ein zweites Angebot in Zülpich etabliert werden, welches sehr gut angenommen wird.

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DER CARITASVERBAND FÜR DAS KREISDEKANAT EUSKIRCHEN E.V.

Gesundheits- und Altenhilfe

Mit dem Start des „Trauercafés“ konnte 2011 eine seit langem bestehende Angebotslücke im Kreis Euskirchen geschlossen werden. Der ambulante Hospizdienst der Caritas Euskirchen bietet im Servicezentrum Demenz und Hospiz dieses offene Gesprächsangebot für Betroffene monatlich an. Unterstützt wird der Dienst durch acht speziell geschulte ehrenamtliche Trauerbegleiter.

Hilfen zur Arbeit

Aufgrund veränderter gesetzlicher Rahmenbedingungen waren wir Anfang 2011 nach rund zehn Jahren gezwungen, den gastronomischen Zweckbetrieb „Café WorkShop“ zu schließen. Über die Jahre konnten hier hunderte langzeitarbeitslose Menschen für den ersten Arbeitsmarkt qualifiziert werden. Im Laufe des Berichtszeitraumes stellte sich (aufgrund der o.g. veränderten Rahmenbedingungen) weiter die Notwendigkeit dar, den gesamten Fachbereich Hilfen zur Arbeit organisatorisch neu aufzustellen, beziehungsweise die dort verbleibenden Dienste und Hilfen künftig auf andere Fachbereiche zu verteilen.

Zivildienst/ Bundesfreiwilligendienst

Nach dem Auslaufen des Zivildienstes konnten wir im Berichtszeitraum noch keine signifikannte Nachfrage von Bewerbern für den neuen Bundesfreiwilligendienst sowie das Freiwillige Soziale Jahr in unseren Diensten und Einrichtungen verzeichnen.

Aktion Lichtblicke

Für die Benefiz-Veranstaltung „Prominenten Torwandschießen“ des SC-Wisskirchen konnte der damalige Vorsitzende der Aktion Lichtblicke, Alfred Hovestädt (†), als Teilnehmer gewonnen werden. Der Erlös in Höhe von 4.500 Euro kam der Aktion Lichtblicke zugute.

Caritas und Theologie im Dialog vor Ort

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Caritas und Theologie im Dialog vor Ort“ des Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Köln hielt Weihbischof Dr. Heiner Koch vor rund achtzig Gästen einen bemerkenswerten Vortrag über Entkirchlichung und demografischen Wandel unter dem besonderen Aspekt: Wer wird künftig mitarbeiten in der Caritas der Kirche? Im Anschluss nutzten die Zuhörer die Gelegenheit, in eine angeregte Diskussion einzusteigen.

Gewaltprävention

Das Gewaltpräventionsprojekt „Stark ohne Gewalt“ des Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Köln stellte 2011 sicher ein öffentlichkeitswirksames Highlight unserer Arbeit dar. Zusammen mit der Kaplan-Kellermann-Realschule und vielen lokalen Kooperationspartnern brachten wir, unter der Schirmherrschaft von Bürgermeister Dr. Uwe Friedl, die internationale Künstlergruppe GenRosso gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern zweimal vor ausverkauftem Hause auf die Bühne des Cityforums in der Kreisstadt Euskirchen.

Franz Josef Funken Geschäftsführender Vorstand

8

Horst Lennartz Ehrenamtlicher Vorstand


Fachbereich Verwaltung und Wirtschaft


FACHBEREICH VERWALTUNG UND WIRTSCHAFT

Verwaltung und Wirtschaft Der Fachbereich Verwaltung des Caritasverbandes Euskirchen e.V. nimmt als interner Dienstleister für alle ambulanten, teilstationären und stationären Dienste und Einrichtungen folgende Querschnittsaufgaben wahr: Finanzbuchhaltung, Controlling, Risikomanagement, Personalwesen, EDV, Materialbeschaffung und Mittelanträge und Mittelverwendung.

Zuschussgeber einen immer größeren Stellenwert. Die Umfänge von Anträgen bzw. nachfolgenden Verwendungsnachweisen werden immer komplexer und umfangreicher. Die Erstellung von Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnung werden intern erstellt und dienen als Vorlagen für die Jahresabschlussprüfungen nach HGB § 317

Finanzierungsstruktur 2011 (T€) Leistungsentgelte

7% 6085

8%

431

7%

Stadt Euskirchen

430

Kreis Euskirchen

572

6%

Landesmittel

665

kirchliche Mittel

775

4% 5%

sonstige

721

gesamt

9679

Rechnungswesen Rechnungswesen Alle Geschäftsvorgänge werden zentral in der Geschäftsstelle des Caritasverbandes bearbeitet. Die Dienste und Einrichtungen werden in 120 Kostenstellen unterteilt und alle wirtschaftlichen Daten entsprechend transparent erfasst und analysiert. Hierbei werden die entsprechenden Instrumente der unterjährigen Budgetkontrollen bzw. des internen Risikomanagements den aktuellen Anforderungen angepasst und weiterentwickelt. Ein modular aufgebautes EDV-System macht es möglich, für alle Teilbereiche entsprechende Schnittstellen und Auswertungen detailliert und zeitnah zur Verfügung zu stellen. Dieses Reporting erhält im Rahmen von Wirtschaftlichkeitsberechnung und Kalkulationen für die unterschiedlichsten Bereiche, Projekte und

10

63%

Controlling Das Controlling unterstützt alle Leitungskräfte (inklusive des Vorstandes) einer Organisation durch die Aufbereitung von Informationen, die Bereitstellung von Methodenwissen und Prozessbegleitung bei der Optimierung betrieblicher Entscheidungen. Die Zielsetzung des Controllings beinhaltet einen verbesserten Informationsfluss, ein verbessertes

Entscheidungsverhalten aller Leitungspersonen sowie eine Effektivitäts- und Ertragssteigerung. Zu den regelmäßig wiederkehrenden Aufgaben gehört das vierteljährliche Berichtswesen, das mittels Soll-/IstVergleichen, statistischer Auswertungen sowie des Personalcontrollings die Abweichungen zur Planung aufdeckt und Problembereiche definiert. In enger Zusammenarbeit mit Leitungskräften und Vorstand werden Lösungsansätze erarbeitet. Ein wichtiger jährlicher Schwerpunkt ist die Erstellung des Wirtschaftsplans, der – nach Festlegung der Strategie zwischen Vorstand und Leitungsebene – vom Controlling koordiniert, abgestimmt und in Absprache mit den Leitungskräften im Detail ausgearbeitet wird. Das Frühjahr wird gekennzeichnet durch zwei wiederkehrende Bereiche: die Aufarbeitung der Jahresergebnisse inklusive Vorbereitungen für die Jahresabschlussprüfung sowie die Erstellung von Verwendungsnachweisen für die zur Verfügung gestellten Gelder. Der Bereich Controlling muss jederzeit in der Lage sein, auf aktuelle Gegebenheiten zu reagieren und Bereiche, die problematische Entwicklungen verzeichnen, unter die Lupe zu nehmen und Optimierungsvorschläge zu erarbeiten

Entwicklung des Bilanzvolumens in T€

Jahr

2005

2006

2007

2008

2009

2010

2011

Summe

6.597

6.769

7.008

7.084

6.787

6.752

6.843


FACHBEREICH VERWALTUNG UND WIRTSCHAFT

6% 4%

Personalwesen

21%

Die Personalabteilung versteht sich als Dienstleister für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Caritasverbandes. So gehören zu ihren Aufgaben die Ausfertigung von Dienstverträgen, Lohn- und Gehaltsabrechnung, Eingruppierungen, Überwachung der Umsetzung der Arbeitsvertragsrichtlinien des Deutschen Caritasverbandes, Prüfung arbeitsrechtlicher Fragen sowie Fertigung von Nachweisen von Zuschussgebern. Zusätzlich werden Personalkostenhochrechnungen mit unterschiedlichen Anforderungen durchgeführt, um über verlässliche Werte zur Verbandssteuerung zu verfügen.

Zudem wurden im Jahr 2011 in Folge der Beschlussfassung der Arbeitsrechtlichen Kommission die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Sozial- und Erziehungsdienst sowie in der Pflege in neue, eigene Anlagen übergeleitet. Es wurden entsprechende Informationsveranstaltungen für die betreffenden Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durchgeführt. Die Personalstelle ist zuständig für insgesamt 307 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die zum Stichtag 31.12.2011 beim Caritasverband beschäftigt waren. Es waren im Jahr 2011 insgesamt fünf Abgänge und 43 Zugänge zu bearbeiten.

43%

19% 7%

Mitarbeiter nach Fachbereichen Kinder, Jugend, Familie und Senioren

133

Sucht- und Wohnungslosenhilfe

20

Eingliederungs- und Behindertenhilfe

59

Gesundheitshilfe

65

Hilfen zur Arbeit

13

Verwaltung

17

gesamt

307

Mitarbeiter nach Geschlecht

22% Jahr

Mitarbeiter

2005

179

2006

198

2007

233

2008

281

2009

304

2010

314

2011

307

0

80

160

240

320

78%

Frauen

70 60 50 40 30 20 10 0

Altersstruktur der Mitarbeiter Alter

unter 20

20-25

25-30

30-35

35-40

40-45

45-50

50-55

55-60

60-65

2010

13

17

10

21

23

46

65

57

45

14

3

2011

07

13

13

16

19

48

63

62

43

20

3

11


STABSSTELLE ÖFENTLICHKEIT UND KOMMUNIKATION

Öffentlichkeitsarbeit / Fundraising

Öffentlichkeitsarbeit ist die Schnittstelle interner wie externer Kommunikation. Öffentlichkeitsarbeit ist Kommunikation und Dienstleistung sowohl an die Öffentlichkeit als auch an die Mitarbeiter. Die Caritas Euskirchen spricht viele Menschen an; sie gehört zu dieser Region und prägt das soziale Gesicht. Die Menschen wollen wissen, welche Caritas-Angebote es gibt, was sie tut und welchen Herausforderungen sie sich stellt. Zu den Mitteln und Medien, die bei der Caritas-Öffentlichkeitsarbeit zum Einsatz kommen, gehören zum Beispiel Faltblätter der Einrichtungen und Dienste, der Geschäftsbericht und natürlich der barrierefreie Internetauftritt des Verbandes, der in den letzten Jahren für die Kommunikation immer bedeutungsvoller wurde. Die Hauszeitung des Verbandes als ortsbezogener Einleger in der Zeitschrift „Sozialcourage“ des Deutschen Caritasverbandes in einer Auflage von 2.000 Exemplaren ist ein weiteres wichtiges Kommunikationsinstrument der Caritas Euskirchen. Im Februar 2011 stellte die Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising das Konzept des Ortsbeihefters der Caritas Euskirchen auf einer Tagung des Deutschen Caritasverbandes Öffentlichkeitsarbeitern aus dem gesamten Bundesgebiet vor. Innerhalb der „klassischen“ Pressearbeit werden jährlich eine Vielzahl an Pressemitteilungen zu unterschiedlichsten Themen verschickt. Darüber hinaus lädt die Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit zu

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verschiedenen Presseterminen ein und liefert auf Medienanfrage maßgeschneiderte journalistische Inputs beziehungsweise bereitet Interviews für Presse oder Hörfunk vor. Mit der Öffentlichkeitsarbeit möchte die Caritas Euskirchen um Verständnis und Solidarität für Menschen in Not werben sowie in zeitgemäßer Sprache und wirkungsvollen Medien die Leistungen der Caritas Euskirchen nach innen und außen darstellen. Ein weiteres Ziel liegt darin, Menschen zu motivieren, die Caritas personell, ideell und finanziell zu unterstützen. Die boomende Entwicklung im Bereich Social Media (z.B. Facebook und Twitter) wird von der Caritas Euskirchen aufmerksam beobachtet. Die Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising war über einen entsprechenden Arbeitskreis des Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Köln an der Entwicklung des, im Berichtszeitraum umgesetzten, Social Media Konzeptes des Spitzenverbandes aktiv beteiligt. Veranstaltungen Das Jahr 2011 war für die Stabsstelle Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising stark geprägt von der Organisation von (öffentlichkeitswirksamen) Veranstaltungen und Aktionen. Unter dem Slogan „Wir bauen auf, alle helfen mit“ initiierten Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbände eine Hilfsaktion zugunsten der Erdbeben- und Tsunamiopfer in Japan. Der SC-Wisskirchen organisierte ein Torwandschießen,

dessen Erlös der Aktion Lichtblicke zugute kam. Hier war die Stabsstelle für die Caritas Euskirchen jeweils unterstützend tätig. Bei der Namensfindung und der Organisation der Eröffnungsfeier des neuen Jugendzentrums „Jugendvilla“, der Vorbereitung und Durchführung der Veranstaltung „Caritas und Kirche im Dialog vor Ort“ sowie der Pressearbeit für die Ausstellung „Klang meines Körpers“ war die Stabsstelle ebenfalls stark eingebunden. Gemeinsam mit der Leiterin des Fachbereichs Kinder, Jugend, Familie und Senioren organisierte die Stabsstelle die Lesung der Kinderbuchautorin Antje Szillat aus ihrem Buch „Justine und die Kinderrechte“ mit anschließender Bürgermeistersprechstunde in der Offenen Ganztagsgrundschule Arloff. Die Federführung vor Ort hatte die Stabsstelle für die Organisation und Umsetzung des Gewaltpräventionsprojektes „Stark ohne Gewalt“ des Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Köln. Rund 600 Schülerinnen und Schüler bereiteten sich gemeinsam mit den internationalen Künstlern der Band GenRosso in einer Projektwoche auf die Aufführung des Anti-GewaltMusicals „Streetlight“ im Euskirchener City-Forum vor. Zusammen mit den Profikünstlern standen etwa die Hälfte der Schülerinnen und Schüler zweimal vor ausverkauftem Haus auf der Bühne. Der Diözesan-Caritasverband, die Caritas Euskirchen, die Kaplan-KellermannRealschule, der Verein Starkmacher e.V., die Künstler von GenRosso und viele lokale Kooperationspartner arbeiteten hier über mehrere Monate eng zusammen.


Fachbereich Kinder, Jugend, Familie und Senioren


FACHBEREICH KINDER, JUGEND, FAMILIE UND SENIOREN

Ambulante Flexible Erziehungshilfen

Klienten Fallzahl/ Familien

125

Männlich

109

Weiblich

59

Alter bis 20 Jahre

21

21-30 Jahre

43

31-40 Jahre

56

41-50 Jahre

36

51-60 Jahre

12

über 60 Jahre

0

Im Haushalt lebende Kinder 0-10 Jahre

109

11-18 Jahre

73

über 18 Jahre

6

Männlich

104

Weiblich

84

Wohnsitz Stadt Euskirchen

80

Weilerswist

22

Zülpich

36

Bad Münstereifel

13

Südkreis

11

Kreis Euskirchen (ges.)

162

Außerhalb Kreis Eusk.

6

Nationalität Deutsch Ausländer

160 8

Ledig

58

Verheiratet

56

Geschieden

25

Getrennt

26

Verwitwet

3

Kontaktaufnahme

Sozialpäd. Familienhilfe (SPFH) Haushaltsorganisationshilfe angelehnt an „HOT“ Erziehungsbeistandschaft / Hilfe für Kinder, Jugendliche und junge Volljährige Begleiteter Umgang / Hilfe für Kinder in Trennungs- und Scheidungssituationen Flexible Hilfen nach § 27,2 SGB VIII

Zu den „Basis“ Aufgaben der Hilfen, wie etwa Beratung, Unterstützung, Anleitung, Begleitung, gab es in 2011 viele periphere Freizeit-, Beschäftigungsund Gruppenangebote, die immer wieder gerne in Anspruch genommen wurden.

108

Soziale Dienste

0

Kirchliche Dienste

7

Sorgeberechtigte

10

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit

38

ALG I/ II/ Sozialhilfe

71

Unterhalt

8

Rente

4

Sonstige

4

14

Das Angebot der Ambulanten Flexiblen Erziehungshilfen umfasst:

Familienhebamme

Familienstand

Behörde

Die Arbeit mit und in Familien bedeutet für die Fachkräfte der Ambulanten Flexiblen Erziehungshilfen auch immer, das manchmal komplizierte Beziehungsgeflecht innerhalb der betreuten Familie im Auge zu haben.

Hierzu zählten folgende Angebote: ˜ ein monatlich stattfindendes Elterncafé, eine Jungengruppe ˜ verschiedene Themenangebote, die im Rahmen von Frühstücksrunden z. T. mit externen Referenten stattfanden ˜ Elternkurs „Starke Eltern Starke Kinder“ ˜ Tagesausflüge mit allen Familien

˜ praktische Anleitung zu Ernährungsfragen über Kochen und Backen ˜ Jahres- und Kirchenjahr entsprechende Feiern Aufträge bezüglich paralleler Unterstützung in vielen verschiedenen Lebensbereichen (Erziehung, Paarebene, Finanzen, Hilfen zur Existenzsicherung, Arbeit etc.) werden zu einem immer wichtigeren Arbeitsschwerpunkt. Wie in den Jahren zuvor waren „extreme“ Überforderungssituationen in vielen Familien, besonders bei sehr jungen Müttern mit Säuglingen, zu beobachten. Hier hat sich auch 2011 die Anbindung der Familienhebammen an die Flexiblen Erziehungshilfen durch das sehr differenzierte Betreuungsangebot als große gegenseitige Bereicherung erwiesen. Auch durch die zu beobachtende Zunahme von psychischen Störungen bzw. diagnostizierten Erkrankungen sowohl bei den Erwachsenen wie auch bei den Kindern sowie


FACHBEREICH KINDER, JUGEND, FAMILIE UND SENIOREN

eine hohe Erziehungsverunsicherung bei vielen Eltern ist eine Kooperation / Vernetzung mit weiteren Fachdiensten, z.B. Esperanza, Frühe Hilfen, freie Hebammen, Suchtberatung, SPZ, Schuldnerberatung etc. unabdingbar und hilfreich. Im Jahr 2011 wurden insgesamt 168 Familien (o. Familienhebamme 125) betreut, davon: 93 in der SPFH, 1 in CO-Arbeit mit je 2 Fachkräften 43 Familienhebamme

168 Erziehungshilfemaßnahmen in 2011 teilten sich auf in:

4 Maßnahmen Haushaltsunterstützung „HOT“ § 27,2 SGB VIII 3 Maßnahmen Hilfe für junge Volljährige § 41 SGB VIII

22 Maßnahmen Erziehungsbeistandschaft § 30 SGB VIII

3 Maßnahmen Begleiteter Umgang § 18 SGB VIII

43 Maßnahmen Familienhebamme § 27 SGB VIII 93 Maßnahmen Sozialpädagogische Familienhilfe § 31 SGB VIII

4 Haushaltsorganisationshilfen, davon 1 in Verb. mit SPFH u. eine in Verb. mit Familienhebamme 25 Erziehungsbeistandschaften 3 Begleitete Umgänge Dies sind 12 Fälle mehr als im Vorjahr. Es handelte sich 2011 um 62 Neuaufnahmen, 35 Beendigungen und 68 Fortführungen aus den Vorjahren. Bei 10 Maßnahmen lag die Dauer des Einsatzes unter einem Jahr. Bei insgesamt 188 Kindern und Jugendlichen handelte es sich um 84 Mädchen und 104 Jungen.

Gute sozialräumliche Anbindungen bieten den Familien eine gute Möglichkeit, ihre Kompetenzen zu erweitern und über Erfahrungsaustausch Eigenkräfte zu aktivieren. Begleitende Hilfen wie Haushaltskräfte, Kinderpfleger/innen, Familienpat/ innen und ehrenamtliche Mitarbeiter/innen waren vor allem in Krisenzeiten, besonders für betroffene Kinder, eine hilfreiche Unterstützung. Eine enge Kooperation / Vernetzung unter Einbindung der Eltern mit anderen Stellen, beispielsweise Kindergärten, Schulen, Frühförderstelle, Therapeuten, Hebammen und Ärzten zeigte sich, für die positive Entwicklung der Kinder, als sehr sinnvoll und notwendig. Somit konnten die Klienten in ein umfassendes Beratungs- und Be-

Das Diagramm bezieht sich auf die gesamten Hilfen der AFEH, im Fließtext werden die Familienhebammen nicht berücksichtigt (siehe gesonderten Bericht).

treuungssystem eingebunden und vernetzt werden, um anschließend eigenverantwortlicher ihren Lebensalltag gestalten zu können. Besonders in Fällen, in denen es um eine mögliche Kindeswohlgefährdung ging, ist eine intensive und kooperative Zusammenarbeit zwischen den pädagogischen Fachkräften der Ambulanten Flexiblen Erziehungshilfen, den betreuten Familien und den ASD-Mitarbeitern zum Schutz der Kinder Voraussetzung. Hier können durch Stabilisierung der Familiensituationen und vernetzende Familienentlastende Maßnahmen Fremdunterbringungen vermieden werden oder zum Wohl und Schutz des Kindes befürwortet und begleitet werden. Telefonische Beratungsgespräche sowie Informationen bezüglich Hilfen, Beratung, Kooperation und Vernetzung sind ein häufig in Anspruch genommenes Angebot des Dienstes.

15


FACHBEREICH KINDER, JUGEND, FAMILIE UND SENIOREN Klienten Betreute Familien

43

Weiblich

43

Männlich

26

Alter unter 18

7

18-20 Jahre

14

21-30 Jahre

23

31-40 Jahre

21

41-50 Jahre

4

Im Haush. leb. Kinder 0-1 Jahr

33

1-10 Jahre

9

10-18 Jahre

4

Wohnsitz Stadt Euskirchen

42

Weilerswist

2

Zülpich

7

Bad Münstereifel

6

Südkreis

9

Kreis Euskirchen (ges.)

66

Außerhalb Kreis Eusk.

3

Nationalität Deutsch Ausländer Migrationshintergrund

53 3 13

Familienstand

Familienhebamme In 2011 wurde eine weitere Familienhebamme eingestellt. Die Familienhebammen sind den Ambulanten Flexiblen Erziehungshilfen im Fachbereich Kinder, Jugend, Familie und Senioren angegliedert. Die eingesetzten Hebammen verfügen über eine Zusatzqualifikation zur Familienhebamme und sie arbeiten mit einem Beschäftigungsumfang von 60% und 40%. Die Hilfe endet in der Regel mit der Beendigung des 1. Lebensjahres des Kindes. Das Angebot richtet sich an (werdende) Eltern, Alleinerziehende, schwangere Frauen und – Minderjährige, die ˜ JciZghi’iojc\ WgVjX]Zc WZ^ YZb präventiven Angeboten der Vor - und Nachsorge in der Schwangeren- und Mütterberatung ebenso wie bei der Wahrnehmung der Vorsorgetermine für ihr Baby beim Kinderarzt und der Nachsorgetermine der Mutter. ˜ 6j[\gjcY^]gZgehnX]dhdo^VaZc7Z" lastungssituation einer - über die allgemeinen präventiven Angebote hinaus gehenden - Beratung und Unterstützung bedürfen, um ihrer (zukünftigen) Rolle als Eltern gerecht zu werden und eine adäquate Versorgung des Kindes zu sichern.

Ledig

48

Verheiratet

19

Geschieden

1

Aufgaben der Familienhebamme

Getrennt

0

Aufklärung über medizinische und soziale

Verwitwet

1

Kontaktaufnahme

Vorsorgeangebote und Vermittlung zu den entsprechenden Diensten Aufklärung über lebensnotwendige materielle

Eigeninitiative

5

Bedürfnisse

Behörde

5

Aufklärung über die Notwendigkeit der

Soziale Dienste

0

Förderung

Kirchl. Dienste

22

Anleitung zu Umgang und Pflege

Medizinische Dienste

10

Unterstützung beim Aufbau einer positiven

sonstige

1

bei Bedarf Begleitung zu Arztterminen und

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit Arbeitslosengeld I ALG II/ Grundsicherung Sonstige

Eltern-Kind-Bindung

10 1 26 6

sozialen Diensten bei Bedarf Vermittlung zu (sowie Kooperation mit) weiteren Diensten der Sozial-, Jugend- und Gesundheitshilfe, Teilnahme an Hilfeplangesprächen Vernetzung mit anderen Diensten, Ehrenamtlichen sowie im sozialen Umfeld

16

In 2011 waren die Kapazitäten der Familienhebammen kontinuierlich ausgelastet. Alle Anfragen wurden angenommen. Die Betreuung der Betroffenen könnte umfangreicher geleistet werden, wenn noch weiterreichende Ressourcen vorhanden wären. Durch den Einsatz einer weiteren Familienhebamme war eine Entspannung der Situation durch eine verbesserte Vertretungsregelung möglich. Einige Anfragen konnten lediglich in einem zeitlich reduzierten Ausmaß bedient werden. Je nach Komplexität des Bedarfs konnten die Nachfragen über eine gute in- und externe Vernetzung kurzfristig anderweitig angebunden werden. Über eine wöchentlich stattfindende Hebammensprechstunde wurden weitere Klientinnen erreicht. Im Berichtszeitraum wurden durch die Familienhebammen 43 Familien betreut. Davon wurden 17 durch das Jugendamt vermittelt, wovon 4 aus 2010 weitergeführt wurden, 7 in 2011 abgeschlossen wurden und 10 in 2012 weitergeführt werden. 26 Familien wurden in Form eines niedrigschwelligen Angebotes betreut. Davon wurden 5 aus 2010 weitergeführt, 13 in 2011 abgeschlossen und 8 werden in 2012 weitergeführt. Es gab zahlreiche telefonische Kontakte/Beratungen. Knapp ein Drittel der Mütter waren unter 20 Jahre alt, davon 6 Minderjährige. Charakteristische Belastungsfaktoren waren z.B.: keine oder unzureichende Unterstützung im familiären und sozialen Umfeld, schwierige Partnerschaft, nicht geplante Schwangerschaft, fehlender Schulabschluss, fehlende Berufsausbildung, Arbeitslosigkeit, ALG-IIBezug, Situation als Alleinerziehende, psychische Erkrankung oder Suchtproblematik eines Elternteils, angeborene Erkrankung des Säuglings, Problematik durch Frühgeburt des Kindes. In 2011 im Vergleich zu 2010 war ein ausgewogeneres Verhältnis zwischen den minderjährigen Schwangeren bis hin zu Spätgebärenden festzustellen.


FACHBEREICH KINDER, JUGEND, FAMILIE UND SENIOREN

Beratungsstelle

Klienten

Im Jahr 2011 zählten wir insgesamt 359 Beratungsprozesse. Die Gliederung der Beratungsprozesse nach Beratungsanlass gestaltet sich wie folgt: allgemeine psychosoziale Erstberatungen von Frauen Beratungen im existentiellen Schwangerschaftskonflikt Erstberatungen von (werdenden) Vätern

275 3 18

Beratungen nach Totgeburt/Kindstod

3

Beratung nach Schwangerschaftsabbruch

0

Beratung bei unerfülltem Kinderwunsch

2

Online-Beratungen

6

Sexualpädagogische Veranstaltungen mit Schulklassen und Jugendgruppen

44

Elternpraktikum „Babybedenkzeit“

8

Auffallend im Rahmen der Schwangerschaftsberatung ist die komplexe Gesamtbelastung von werdenden Eltern und Familien. Neben finanziellen Sorgen besteht sie zunehmend aufgrund instabiler Beziehungen in Herkunftsfamilie und Partnerschaft. Viele Ratsuchende leiden unter sozialer Isolation. Fast 20 % der Ratsuchenden sind vom Partner getrennt. Weitere 13 % klagen über erhebliche Probleme in der Partnerbeziehung. Häufig war die Schwangerschaft nicht geplant und es fällt schwer, sie anzunehmen. Es fehlt an Unterstützung im sozialen Umfeld. Hinzu kommen häufig materielle Not und Existenzsorgen, begründet in unsicheren Arbeitsplätzen, Beschäftigungsverhältnissen im Niedriglohnsektor, Minijobs und Arbeitslosigkeit. Die Anhäufung der psychosozialen und materiellen Belastungen führt zu Zukunftsängsten und Krisen. In vielen Beratungsgesprächen werden drohende oder bereits bestehende Überforderungen sichtbar, die gerade in Verbindung mit Schwangerschaft und Elternschaft dringend der Abwendung bedürfen. Die Vermittlung finanzieller und materieller Hilfen sowie die Unterstüt-

Einzelber. männlich

18

zung bei der Realisierung sozialrechtlicher Ansprüche stellen einen wichtigen Schritt zur Verringerung der Belastungssituation dar. Ebenso vonnöten sind das Aufgreifen von Beziehungsfragen und emotionalen Nöten sowie die konkrete Umsetzung von Entlastung. Erfreulicherweise nehmen immer mehr (werdende) Eltern gemeinsam das Beratungsangebot wahr. Zentrale Themen von Paar- und Co-Beratungen sind Partnerschaft und Elternschaft sowie das Rollenverständnis als Vater bzw. Mutter.

Einzelber. weiblich

283

Online-Beratungen

6

Über die psychosoziale Beratung und Begleitung hinaus wurden 2011 folgende Hilfen realisiert: ˜ An 145 Familien wurden finanzielle Hilfen in einer Gesamthöhe von 90.113,27 Euro vermittelt. ˜ Im Rahmen des Präventionsprojektes „Babybedenkzeit“ absolvierten insgesamt 103 Jugendliche ein Elternpraktikum mit Babysimulationspuppen. Es dient der realitätsnahen Erfahrung von verändertem Alltag und verantwortlichem Umgang mit Kind. ˜ In Kooperation mit der kath. Familienbildungsstätte wurden drei Mutter-Kind-Kurse „Babynest“ mit insgesamt 22 Müttern und 24 Kindern durchgeführt. ˜ In der flankierenden Einrichtung „Kinderkram“ wurden zahlreiche ehrenamtliche Hilfen umgesetzt. (siehe folgende Seite „Kinderkram“) Schwangerschaftsberatung beinhaltet ganzheitliche Beratung und Begleitung, in der alle Facetten der Herausforderung Schwangerschaft und Elternschaft in den Blick genommen werden, um Mütter sowie Väter in ihrer Elternverantwortung und -kompetenz zu stärken.

Stadt Euskirchen

Schulkl. männlich

413

Schulkl. weiblich

470

Die folgenden Angaben beziehen sich nur auf Einzelberatungen

Alter bis 14 Jahre

1

15 - 17 Jahre

16

18 - 19 Jahre

26

20 - 29 Jahre

160

30 - 39 Jahre

83

40 Jahre und mehr

12

unbekannt

3

Wohnsitz 219

Weilerswist

23

Zülpich

24

Bad Münstereifel

14

Südkreis

13

Kreis Euskirchen (ges.)

293

Außerhalb Kreis Eusk.

8

Nationalität Deutsch

222

davon mit Migrationshintergrund

78

Ausländer

79

Familienstand Ledig

141

Verheiratet

131

Geschieden

14

Getrennt

14

unbekannt

1

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

147

Partner, Familie, Freunde

114

Behörde/soz. Dienste

33

Ärztl. Praxis/KH

5

Pfarrgemeinde

2

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit

54

Arbeitslosengeld I

11

ALG II / Grundsicherung

77

Sonstige

141

o. Einkünfte/unbekannt

123

17


FACHBEREICH KINDER, JUGEND, FAMILIE UND SENIOREN Klienten Kreativgruppe Frauen

13

Kinder

9

Spiel- und Betreuungsangebote Kinder

36

Familien entlastende Dienste / „Leihoma“-Dienste Familien

11

Kinder

21

Alphabetisierungs- und Deutschunterricht für ausländische Frauen Frauen

3

Unterstützung / Begleitungen bei Behördenkontakten / Arztbesuchen Frauen

3

Vermittlung gebrauchter Babysachen Familien

206

Die statischen Erfassung der Begegnungsstätte ist auf eine quantitative Erhebung reduziert. Die NutzerInnen sind in der esperanza-Schwangerschaftsberatungsstelle namentlich bekannt und hier statistisch umfangreich erfasst.

„Kinderkram“ ist der Name der esperanza-Begegnungsstätte und Babykleiderstube. Hier werden professionelle Hilfe und ehrenamtliches Engagement vernetzt sowie praktische Hilfen für (werdende) Eltern mit Kindern bis zum 3. Lebensjahr von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen umgesetzt. Das Angebot beinhaltet: ˜ <gjeeZc"jcY@jghVc\ZWdiZ[’g Mutter / Vater und Kind ˜ =^a[ZjcY7Z\aZ^ijc\WZ^7Z]gYZc" kontakten, Arztbesuchen etc. ˜ ;Vb^a^ZcZciaVhijc\hY^ZchiZ$ „Leihoma“-Dienste ˜ @^cYZgWZigZjjc\ ˜ 6ae]VWZi^h^Zgjc\h" und Deutschunterricht ˜ B\a^X]`Z^iYZg7Z\Z\cjc\ ˜ KZgb^iiajc\kdc\ZWgVjX]iZc Schwangerschafts-, Baby- und Kleinkindersachen Die Hilfen richten sich an Familien in belasteten Lebenssituationen. Dabei handelt es sich insbesondere um Familien in materieller und sozialer Armut sowie zu einem großen Anteil um Familien mit Migrationshintergrund.

Migrationshintergrund. Hier pflegen Menschen arabischer, türkischer, libanesischer, afrikanischer, russischer, polnischer und deutscher Abstammung multikulturelle Kontakte. Ebenso bedeutend ist die Hilfe für Alleinerziehende, die häufig von HartzIV-Leistungen leben müssen und über wenige soziale Kontakte verfügen. Sie erfahren im Kinderkram Entlastung, insbesondere durch „Leihoma“-Dienste sowie das Kinderbetreuungsangebot. Außerdem finden sie hier Kontakte zu anderen Müttern in ähnlicher Lebenssituation. Die Hilfen werden dank eines hohen Maßes an Engagement und persönlicher Kompetenz von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen unter professioneller Anleitung umgesetzt. Zum Team der Ehrenamtlichen gehören aktuell 29 Frauen. Von ihnen sind 14 in der Babykleiderstube, acht in Gruppenund Betreuungsangeboten und 10 als Leihoma aktiv. Insgesamt leisteten die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen 2011 ca. 4000 Arbeitsstunden, hiervon ca. 350 Stunden in Teamsitzungen und Fortbildung.

Sie werden über die Schwangerschaftsberatungsstellen gezielt in die einzelnen Angebote vermittelt und erfahren hier offene Annahme, unabhängig von sozialem Stand, konfessionellem Hintergrund oder kultureller Herkunft. Die ehrenamtliche Arbeit leistet somit nicht nur praktische Hilfe, sondern schafft darüber hinaus einen Raum für kulturelle Begegnung, Integration sowie Abbau sozialer Isolation. Dies wird vor allem deutlich in den Gruppenangeboten. Ca. 60 % der Kinder in der Kinderbetreuungsgruppe und 40 % der Frauen in der Kreativgruppe haben

18

Seit vielen Jahren eine willkommene Hilfe für Mutter und Kind - die Spende der KFD Stotzheim.


FACHBEREICH KINDER, JUGEND, FAMILIE UND SENIOREN

Das Projekt wurde im Frühjahr 2007 vom Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln initiiert mit einer Laufzeit von drei Jahren. Seit Abschluss der Projektphase wird das Caritasnetzwerk Frühe Hilfen seit Juni 2010 in Euskirchen weiter fortgeführt. Tätigkeitsschwerpunkte sind die Schulung und der Einsatz von Familienpatinnen sowie die Beratung von (werdenden) Familien mit Kindern bis zum dritten Lebensjahr und deren Vermittlung in Unterstützungsangebote, die für sie annehmbar und gut erreichbar sind. Unser Angebot richtet sich an (werdende) Familien, Menschen aus dem Lebensumfeld von Familien und Kooperationspartner. Wir bieten eine hohe Flexibilität in der Erreichbarkeit, indem wir Familien zu Hause aufsuchen, Gespräche in unserer Beratungsstelle durchführen oder an vorübergehenden Aufenthaltsorten wie z.B. dem Krankenhaus anbieten. Familien, die sich an das Caritasnetzwerk Frühe Hilfen wandten, fanden zum einen Beratung und Information, zum anderen wurden gemeinsam mit ihnen Unterstützungsmöglichkeiten erarbeitet, die durch die Vermittlung an interne und externe Dienste umgesetzt werden konnten. Dies waren z.B. esperanza bzw. deren flankierende Hilfen, Familienhebamme, Migrationsdienst, Einzelfallhilfe, Entschuldungshilfe, kath. Ehe-, Familien und Lebensberatung, das Kreisjugendamt und Familienpatinnen.

Die ehrenamtlichen Familienpatinnen sind mit ihrem Engagement eine große Hilfe in der langfristigen, niedrigschwelligen Unterstützung von Familien. Ihre Aufgaben sind vielfältig und werden individuell mit den Bedürfnissen der Familie abgesprochen. Die Patinnen betreuen die Kleinkinder oder kümmern sich um ältere Geschwister, sie begleiten zu Behörden, Ärzten oder Spielgruppen. Besonders für die Mütter sind sie häufig Gesprächspartnerinnen, da zuverlässige und kontinuierliche Kontakte häufig fehlen. 2011 wurden sechs neue ehrenamtliche MitarbeiterInnen geschult, von denen vier in Familien eingesetzt wurden. Insgesamt leisteten 14 Familienpatinnen knapp 680 Stunden.

Klienten Männlich

2

Weiblich

33

Alter bis 20 Jahre

4

21-30 Jahre

9

31-40 Jahre

15

41-50 Jahre

1

51-60 Jahre

0

über 60 Jahre

0

keine Angabe

6

Im Haushalt lebende Kinder vor Geburt

4

0-1 Jahr

10

1-2 Jahre

9

2-3 Jahre

3

älter als 3 Jahre keine Angabe

33 5

Wohnsitz

Das 2009 in Absprache mit zahlreichen Diensten und Hilfeanbietern erarbeitete Faltblatt mit wichtigen Adressen und Telefonnummern im Kreisdekanat wurde 2011 zum dritten Mal aktualisiert aufgelegt. Es ist zum festen Bestandteil der Begrüßungspakete der Stadt Euskirchen geworden und steht sämtlichen Multiplikatoren wie Familienzentren, Kirchengemeinden und div. der aufgeführten Anbieter zur Verfügung. Das Caritasnetzwerk Frühe Hilfen ist Teilnehmer am Arbeitskreis „FUN“ des Familien-Unterstützungs-Netzwerks im Kreis Euskirchen. Seit September 2010 ist das Caritasnetzwerk Frühe Hilfen Teilnehmer am bundesweiten Projekt des Deutschen Caritasverbandes „Frühe Hilfen in der Caritas“. In diesem Rahmen ist es eins von acht Projekten mit ehrenamtlichen MitarbeiterInnen, das von einem Forschungsteam der Universität Ulm evaluiert wird.

Stadt Euskirchen

22

Gemeinde Weilerswist

3

Stadt Zülpich

3

Satdt Bad Münstereifel

4

Südkreis

1

Kreis Euskirchen (ges.)

33

Außerhalb Kreis Eusk.

1

keine Angabe

1

Nationalität Deutsch

20

Ausländer

12

keine Angabe

3

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

10

Privatperson

0

Behörde

3

Soziale Dienste

18

Kirchl. Dienste

0

medizinische Dienste

3

Sonstige

1

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit

7

Arbeitslosengeld I

1

ALG II/ Grundsicherung Sonstige

20 7

19


FACHBEREICH KINDER, JUGEND, FAMILIE UND SENIOREN

Kuren / Stadtranderholung

Bereich Kuren / Mütter in MGW-Häusern Klienten Männlich

3

Weiblich

93

Alter bis 20 Jahre

1

21-30 Jahre

14

31-40 Jahre

47

41-50 Jahre

30

51-60 Jahre

4

über 60 Jahre

0

Wohnsitz Stadt Euskirchen

37

Weilerswist

10

Zülpich

10

Bad Münstereifel

16

Südkreis

9

Kreis Euskirchen (ges.)

82

Außerhalb Kreis Eusk.

14

Nationalität Deutsch

92

Ausländer

1

Flüchtlinge

2

Sonstige

1

Familienstand Ledig

14

Verheiratet

57

Geschieden

14

Getrennt

10

Verwitwet

1

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

13

Privatperson

30

Behörde

2

Soziale Dienste

5

Kirchl. Dienste

12

Arbeitgeber Sonstige

Arbeitslosengeld I

47 2

ALG II/ Grundsicherung

12

Sonstige

35

20

Im Jahr 2011 fanden 96 Erstberatungen mit Eingaben in dem Kurberatungsprogramm Vermis statt, weitere 72 Beratungen dienten der telefonischen oder persönlichen Erstinformation über Mutter-Kind-Kuren bzw. Vater-Kind-Kuren oder Mütterkuren und wurden nicht weiter erfasst. Das Programm zählte 357 Beratungskontakte zu unseren Klienten. Aus 71 beantragten Vorsorge- bzw. Rehabilitationsmaßnahmen nach § 24 bzw. § 41 SGB V resultierten 58 Kostenzusagen. 44 Klienten konnten in die von uns vorgeschlagene Müttergenesungswerk (MGW) Klinik reisen, 14 Klienten verwiesen die Krankenkassen in Vertragskliniken. 102 Kinder begleiteten ihre Mütter (ein Vater) in Kur. 12 von insgesamt 16 Widersprüchen waren erfolgreich. Hauptablehnungsgründe der Krankenkasse sind weiterhin fehlende medizinische Notwendigkeit und fehlende psychosoziale Belastungssituation. Durch Unterstützung der Katholischen Arbeitsgemeinschaft für Müttergenesung in Köln konnten 11 Mütter mit insgesamt 2.930 Euro als Kurzuschuss unterstützt werden. 8 Frauen nahmen an unserem Nachsorgeangebot teil.

1 33

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit

Kuren

Im Februar fand ein Tag für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen in Maria Rast statt. In diesem Rahmen haben wir das Arbeitsfeld Mutter-KindKur-Beratung vorgestellt und konnten einen Einblick in die Thematik geben.

Spiel, Spaß und gute Laune - so lautete das Motto für Euskirchens Kinder während der Stadtranderholung der Caritas in den Sommerferien

Stadtranderholung 2011 war der Caritasverband Träger für die Stadterholungen in Euskirchen und Zülpich. Während in Zülpich 25 Kinder im Alter von 6-14 Jahren an der Maßnahme teil nahmen, wurde in Euskirchen erstmals eine Trennung hinsichtlich der Altersstufen vorgenommen. Der Caritasverband betreute am Stützpunkt „Schule an der Erftaue“ 80 Kinder im Grundschulalter. Das abwechslungsreiche Programm bot den Kindern eine bunte Mischung aus Stützpunkttagen mit Spielen, Basteln, Toben und Grillen. Besonders großen Anklang fand das Programm „Kinder stark machen“. Darüber hinaus fanden Ausflüge in die nähere und weitere Umgebung statt. So wurden unter anderem der Nationalpark, das Bubenheimer Spieleland, Schwimmbäder, der Rheinpark in Köln und das Wildgehege Hellenthal besucht. Abgerundet wurde das Programm durch spannende Stadtralleys. Leider spielte das Wetter nicht so mit, wie wir uns das gewünscht hätten. Dennoch konnte das Betreuerteam gut improvisieren und das Beste aus den äußeren Bedingungen machen, um den Kindern einen interessanten und spannenden Ferienspaß zu ermöglichen.


FACHBEREICH KINDER, JUGEND, FAMILIE UND SENIOREN

Schulsozialarbeit

Wie verteidige ich mich im Ernstfall wirkungsvoll, wie mach ich einem potentiellen Angreifer klar: „Lass mich in Ruhe!“? Diesen Fragen gingen 15 Schülerinnen der Matthias-Hagen-Schule gemeinsam mit der Schulsozialarbeiterin und Trainerinnen in einem Selbstbehauptungstraining nach.

Der Caritasverband für das Kreisdekanat Euskirchen e.V. ist Träger der Schulsozialarbeit an der MatthiasHagen-Schule. Die dort eingesetzte Schulsozialarbeiterin ist mit 50 % Beschäftigungsumfang (19,5 Wochenstunden) eingesetzt. An der Matthias-Hagen Förderschule werden zurzeit 138 Schüler in acht Klassen in den Förderschwerpunkten Lernen (94 Schüler), Sprache (8 Schüler), geistige Entwicklung (2 Schüler) und sozial-emotionale Entwicklung (26 Schüler) unterrichtet. Der Aufgabenbereich der Schulsozialarbeit entwickelt sich auf Grundlage der Leistungsbeschreibung der Stadt Euskirchen und den Anforderungen der Schülerschaft in einem kooperativen Prozess zwischen Schulsozialarbeit, Lehrkräften und Schulleitung. Ein Großteil der Schüler kommt aus sozial stark belasteten Familienverhältnissen. Eltern finden oft nicht oder viel zu spät den Weg zu Beratungsstellen und Jugendamt. Die Kinder selbst brauchen und suchen jedoch Hilfestellung und Ansprechpartner. Die Schulsozialarbeit an der Matthias-Hagen-Schule erreicht, durch ihre präventive und,

wo nötig, intervenierende Arbeit, die Schüler und deren Eltern. Sie bietet Unterstützung für Schüler, Eltern und Lehrer: Das heißt, sie bringt sozial-pädagogische Sichtund Handlungsweisen in die Schule ein, berät Lehrkräfte und Eltern in Erziehungsfragen, hilft individuell bei Krisen. Sie bahnt Kontakte zu Institutionen an und gibt schließlich konkrete Alltagsunterstützung. Die enge Kooperation zwischen der Schulleitung, der Lehrerschaft und der Schulsozialarbeit bietet die Gewähr, dabei die spezifischen Interessen der Schülerinnen und Schüler bestmöglich berücksichtigen zu können. Die Schulsozialarbeit hat einen eigenen Raum (Büro, Arbeitsbereich und Treffpunkt), die so genannte Schulstation. Innerhalb und außerhalb der Schulstation leistet sie ihre vielfältige individuelle, gruppenbezogene- und Netzwerkarbeit. Einen zunehmend großen Anteil übernimmt die Schulsozialarbeit in der Entwicklung und Begleitung von Projekten präventiver Jugendarbeit, zur Steigerung sozialer

Kompetenzen und zur Übernahme sozialer Verantwortung. Das im Jahresbericht 2010 beschriebene „Soziale Kompetenztraining“, konnte zu Beginn des Schuljahres fest als Unterrichtsfach installiert werden. Für den gesamten Bereich der Prävention und Beratung von Schülerinnen und Schülern sowie deren Eltern besteht trotz sinkender Schülerzahlen weiterhin ein hoher Bedarf. Er hat sich in seiner Intensität eher vergrößert (Krisenintervention, pädagogische Gespräche, Elternarbeit). Die Themen in der Beratung (etwa Erziehungsfragen, Fördermöglichkeiten, Schulunlust, familiäre Probleme durch Alkohol oder Schulden, emotionale - soziale Auffälligkeiten) sind vielfältig und benötigen meist einen erhöhten Arbeitseinsatz (Recherche). So suchen immer mehr Eltern Rat im Umgang mit ihren Kindern und benötigen dabei intensive Unterstützung sowie Informationen zu geeigneten Hilfsangeboten (Bildungsscheck, Schuldnerberatung). Darüber hinaus auch oftmals Hilfen bei der Kontaktaufnahme mit unterschiedlichen Institutionen (Tagesklinik, Jugendamt, Familienberatung).

21


FACHBEREICH KINDER, JUGEND, FAMILIE UND SENIOREN JU.1 und JU.2 (Jan.-Mai) Klienten Gesamt

377

Regelmäßig

121

Unregelmäßig

256

Nachfolgende Angaben beziehen sich auf regelmäßige Besucher Männlich

96

Weiblich

25

Alter 06 - 8 Jahre

3

09 - 11 Jahre

11

12 - 14 Jahre

37

15 - 17 Jahre

48

18 - 21 Jahre

19

22 - 26 Jahre

3

Wohnsitz Stadt Euskirchen

118

Weilerswist

2

Zülpich

0

Bad Münstereifel

0

Südkreis

1

Kreis Euskirchen (ges.)

121

Außerhalb Kreis Eusk.

0

Nationalität Deutsch

55

davon Deutsch mit Migrationshintergrund

22

Ausländer

66

Schüler/Ausbildung etc. Grundschule

8

Hauptschule

41

Realschule

20

Gymnasium

5

Förderschule

15

Berufskolleg

20

Ausbildung

6

Maßnahme (zb. Tertia)

1

ungelernte Arbeitskraft

0

Erwerbstätigkeit

4

MiniJob Studium

0 0

Arbeitslos

1

ohne Angaben

0

22

Das erste Halbjahr 2011 war vom Umbau der ehemaligen Schützenhalle zur neuen Jugendvilla geprägt. In dieser Zeit organisierte die Caritas Euskirchen, gemeinsam mit der Kreisstadt Euskirchen und weiteren Partnern, einen Wettbewerb zur Namensfindung für das neue Jugendzentrum. Es wurden 150 Vorschläge von Kindern und Jugendlichen abgegeben. Daraus wählte eine multiprofessionell besetzte Jury drei Favoriten aus. Zwischen diesen konnte Euskirchens Jugend anschließend online abstimmen. Mit deutlicher Mehrheit setzte sich der Vorschlag „Jugendvilla“ durch und wurde auf dem Eröffnungsfest prämiert und bekannt gegeben. Dieses fand am 29. Juni statt, an diesem Tag konnten die Kinder und Jugendlichen ihr neues Jugendzentrum in Besitz nehmen. Neben der offiziellen Feier gab es viele verschiedene Spielangebote. Der Höhepunkt war eine große Verlosung am späten Nachmittag, für die viele Euskirchener Firmen Sachpreise gestiftet hatten. Das Team der Jugendvilla wurde an diesem Tag von vielen ehrenamtlichen Helfern tatkräftig unterstützt. In den Sommerferien gab es ein Ferienprogramm. Einmal wöchentlich wurde ein Langschläfer-Frühstück angeboten und es wurde jede Woche vor der Jugendvilla gegrillt. An einer zweitägigen Spaßolympiade nahmen 30 Kinder und Jugendliche teil. Außerdem fanden Ausflüge in den Kölner Zoo, ins Bubenheimer Spieleland und zur Sommerrodelbahn statt. Anfang September wurde ein Ausflug in den Moviepark in Bottrop/Kirchhellen angeboten. Wichtiger konzeptioneller Bestandteil der neuen Jugendvilla ist der Sport- und Bewegungsraum. Dieser wird von den

Kindern und Jugendlichen sehr gut angenommen. Über Sportangebote wie Federball, Basketball, Sitzfußball oder Fußball nach Volleyballregeln werden die Jugendlichen motiviert, sich zu bewegen und im Team zusammen zu arbeiten. Außerdem gibt es ein Tanzangebot. Ebenfalls sehr beliebt sind die Kochgruppen in der neuen, großen Lehrküche. Aufgrund der großen Nachfrage bieten wir inzwischen zwei Mal pro Woche gemeinsames Kochen oder Backen an. In den Herbstferien wurde ein Teamund Konflikttraining für Jungen angeboten. Ebenfalls in den Herbstferien wurde, in Kooperation mit der Schwangerschaftsberatungsstelle „esperanza“, das Projekt „Eltern auf Probe“ für Jugendliche zwischen 14 und 16 Jahren angeboten. Hier konnten die TeilnehmerInnen mithilfe lebensechter Babysimulatoren über mehrere Tage hautnah erleben, wie sich das Elternsein anfühlt. Im November wurde in Kooperation mit der Fachstelle für Suchtvorbeugung, der Stadt Euskirchen, der Kath. Jugendfachstelle und weiteren Partnern eine Volleyballnacht für Jugendliche ab 16 Jahren angeboten. Im Dezember wurde in Kooperation mit der Fachstelle für Suchtprävention ein suchtpräventiver HipHop-Workshop zum Thema Tabak durchgeführt. Im Workshop konnten die Jugendlichen ihren eigenen Song schreiben, vertonen und professionell aufnehmen lassen. Mit diesem nahmen sie dann am Landeswettbewerb „Leben ohne Qualm“ teil. Seit Dezember findet zudem einmal im Monat Samstags ein Mädchentag statt, an dem die Jugendvilla ausschließlich für Mädchen öffnet


FACHBEREICH KINDER, JUGEND, FAMILIE UND SENIOREN

und es ein Koch-, Bastel-, oder ein besonderes Spielangebot für die Mädchen gibt. In der Adventszeit wurde täglich ein Türchen im Adventskalender geöffnet und ein kleiner Tagespreis konnte beim Lösen einer Aufgabe gewonnen werden. Eine weitere Neuerung in der Jugendvilla ist, dass die Gruppenräume in Absprache auch von externen Gruppen für Jugendarbeit genutzt werden können. 2011 gab es auf dieser Basis folgende Veranstaltungen in der Jugendvilla: ˜ Eine Deutsch-Litauische Jugendbegegnung im Rahmen der Offenen Zeltstadt (Kath. Jugendfachstelle)

Jugendvilla (Juni - Dez.)

˜ Die Ausstellung über Ess-Störungen „Der Klang meines Körpers“, gemeinsam mit dem Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Köln e.V.

Klienten

˜ Schülerworkshops der Kaplan-Kellermann-Realschule im Rahmen des Gewaltpräventionsprojektes „Stark ohne Gewalt“ des Diözesan-Caritasverbandes des Erzbistums Köln e.V. In den sechs Monaten seit der Eröffnung Ende Juni wurde die Jugendvilla von 669 Kindern und Jugendlichen besucht. Davon haben 110 Kinder und Jugendliche die Jugendvilla regelmäßig (mind. 3x/Woche) besucht.

˜ Zwei Arbeitsgemeinschaften der Georgschule, die auch für Jugendvilla-Besucher offen sind

Gesamt

669

Regelmäßig

110

Unregelmäßig

559

Nachfolgende Angaben beziehen sich auf regelmäßige Besucher Männlich Weiblich

75 35

Alter 6 - 8 Jahre

2

9 - 11 Jahre

14

12 - 14 Jahre

64

15 - 17 Jahre

25

18 - 21 Jahre

5

22 - 26 Jahre

0

Wohnsitz Stadt Euskirchen

107

Weilerswist

2

Zülpich

0

Bad Münstereifel

0

Südkreis

1

Kreis Euskirchen (ges.)

110

Außerhalb Kreis Eusk.

0

Nationalität Deutsch

39

Davon Deutsch mit Migrationshintergrund

12

Ausländer

71

Schüler/Ausbildung etc.

1

2

Grundschule

5

Hauptschule

33

Realschule

23

Gymnassium

1

Förderschule

19

Berufskolleg

8

Ausbildung

4

Arbeitslos

1

Ohne Angaben

3

16

4

Mächtig was los war bei der Eröffnung des Jugendzentrums: 1 Alle Gäste waren aufgefordert, sich mit ihrem Handabdruck im Jugendzentrum zu verewigen. 2 Weihbischof Dr. Heiner Koch zeigte vollen Einsatz am Kicker. 3 Der Chor der kleinen Emilianer begeisterte das Publikum. 4 Weihbischof Dr. Heiner Koch segnete gemeinsam mit Offiziellen und Jugendlichen die „Jugendvilla“.

23


FACHBEREICH KINDER, JUGEND, FAMILIE UND SENIOREN

Offene Ganztagsgrundschule/ Nachschulische Betreuung Im Berichtszeitraum befanden sich 10 Offene Ganztagsgrundschulen (die kath. Grundschule Mechernich, die kath. Grundschule Kommern, die kath. Grundschule Euskirchen-Kirchheim, die kath. Grundschule Bad Münstereifel-Houverath, die kath. Grundschule Bad Münstereifel-Arloff, die Gemeinschaftsgrundschule Bad Münstereifel, die Gemeinschaftsgrundschule Martinschule in Euskirchen und die Gemeinschaftsgrundschule Euskirchen Flamersheim sowie die Veybachschule in Euskirchen-Wißkirchen und die kath. Grundschule in Bad Münstereifel-Mutscheid) in der Trägerschaft des Caritasverbandes für das Kreisdekanat Euskirchen e.V.

jahr 2011/12 verzeichnet werden konnte. An einzelnen Stützpunkten übersteigt die Nachfrage nach Betreuungsplätzen die Zahl der verfügbaren Plätze. Für die Teilnahme an der Maßnahme ist ein Elternbeitrag an den jeweiligen Schulträger zu entrichten, der nach Einkommen gestaffelt ist und bei maximal 150 Euro pro Monat liegt. Statistik OGS Kinder Männlich

261

Weiblich

236

Gesamt

497

Wohnsitz Stadt Euskirchen

Die OGS bietet ein umfassendes Betreuungs-Bildungs-undErziehungsangebot auf der Basis von Kooperationsverträgen mit dem jeweiligen Schulträger und den Schulen. Die gesetzliche Grundlage bildet der Runderlass des Ministeriums für Schule, Jugend und Kinder vom 12.03.2003 in der derzeit gültigen Fassung. Die Betreuung findet an Schultagen im Anschluss an den Unterricht statt. An schulfreien Tagen und in den Schulferien wird, nach Maßgabe der Kooperationsvereinbarung, eine ganztägige Betreuung in der Zeit von 8 Uhr bis 16 Uhr bzw. 7.30 Uhr bis 15.30 Uhr angeboten. Eine verbindliche Teilnahme am gemeinsamen Mittagessen ist Teil des pädagogischen Konzeptes. Die Ausgestaltungen der OGS basieren auf individuell unterschiedlichen Finanzierungsmodellen, so dass die personelle Ausstattung dementsprechend differiert. Der Bedarf nach ganztägiger Betreuung steigt stetig, so dass seit dem Start im Schuljahr 2005/2006 eine Steigerung der Kinderzahl von 60 auf 497 im Schul-

24

132

Weilerswist

0

Zülpich

2

Bad Münstereifel

155

Südkreis

208

Kreis Euskirchen (ges.)

497

Außerhalb Kreis Eusk.

0

Schule von Acht bis Eins Kinder gesamt

148

Die Caritas verfolgt ein ganzheitliches Bildungsprinzip, mit (Frei-)Spiel, Bewegung (Turnen, Tennis, Golf ), Musik, Medienerziehung (PC-Kurse), Kreativangeboten (Theater- Mal- und Bastelkurse) sowie religiösen Angeboten. Die Schülerinnen und Schüler erhalten in möglichst kleinen Gruppen Betreuung bei den Hausaufgaben. An der katholischen Grundschule Kirchheim, der katholischen Grundschule Arloff, der Gemeinschaftsgrundschule Martinschule, der Gemeinschaftsgrundschule in Bad Münstereifel, der Gemeinschaftsgrundschule in Flamersheim, der katholischen Grundschule in Mutscheid sowie der Veybachschule in Euskirchen-Wisskirchen bieten wir zu-

dem das Betreuungsprogramm „Schule von acht bis eins“ an. „Schule von acht bis eins“ bietet eine verlässliche Betreuung an allen Schultagen bis mindestens 13 Uhr bzw. dem Ende der 6. Stunde. Das Programm basiert ebenfalls auf Kooperationsvereinbarungen zwischen dem Caritasverband Euskirchen, dem Schulträger und der Schule. Die Betreuungszeit wird pädagogisch sinnvoll nach den Bedürfnissen der Schüler und Schülerinnen gestaltet. Im Berichtszeitraum wurden in diesem Programm 148 Kinder betreut. Pädagogische Übermittagbetreuung Seit Februar bzw. März 2009 ist die Caritas Euskirchen ebenfalls Träger von pädagogischen Übermittagbetreuungen und Ganztagsangeboten in der Sekundarstufe I. Dieses Betreuungsangebot organisiert die Caritas am Gymnasium am Turmhof in Mechernich, an der städt. Realschule in Bad Münstereifel, an der Friedrich-HaassGemeinschaftshauptschule in Bad Münstereifel, dem städt. St. MichaelGymnasium in Bad Münstereifel, der Joseph-Emonds Gemeinschaftshauptschule in Euskirchen-Kuchenheim sowie der städt. Matthias-Hagen Förderschule in Euskirchen. Im Rahmen dieses Programms wird die pädagogische Betreuung und Aufsicht in der Mittagspause für alle Schülerinnen und Schüler mit verpflichtendem Nachmittagsunterricht angeboten. Darüber hinaus werden den Schülerinnen und Schülern ergänzende Bewegungs-, Kultur- und Förderangebote bzw. eine Hausaufgabenbetreuung angeboten. Die Teilnahme ist für die Schüler und Schülerinnen in der Regel kostenlos.


FACHBEREICH KINDER, JUGEND, FAMILIE UND SENIOREN

Offene Altenarbeit Die Angebote im Bereich der Offenen Altenarbeit umfassen die Arbeit mit einzelnen Seniorenclubs, Fortbildungen und Beratung von Multiplikatoren (Ehrenamtliche in Seniorenclubs), Teilnahme und Mitarbeit am „Runden Tisch Seniorenarbeit“ in Euskirchen sowie die Zusammenarbeit mit der Abteilung Altenseelsorge des Generalvikariats, der ZWAR-Zentralstelle Nordrhein-Westfalen in Dortmund und mit verschiedenen Abteilungen des DiözesanCaritasverbandes in Köln. Arbeit mit einzelnen Seniorenclubs Besondere Seniorentage Houverath, Effelsberg, Enzen, Weilerswist mit insgesamt 68 TeilnehmerInnen

Klienten

29.09. Ideen für Advents- und Weihnachtszeit 08.12. Gestaltungsmöglichkeiten in den Wintermonaten und Vorschau auf 2012

Männlich

59

Weiblich

620

Alter 41-50 Jahre

0

51-60 Jahre

0

über 60 Jahre

679

Wohnsitz

Arbeit mit ZWAR-Gruppen ZWAR-Gruppen bestehen in Bad Münstereifel-Höhengebiet und -Schönau, in Euskirchen-Flamersheim und in Zülpich. Am 20.10. trafen sich die SprecherInnen der ZWAR-Gruppen aus dem Raum Köln/Eifel/Sieg/Neuenahr in Euskirchen-Kirchheim zum Erfahrungsaustausch. Die ZWAR-Gruppe Bad MünstereifelHöhengebiet konnte ihr 15-jähriges Bestehen feiern.

Stadt Euskirchen

408

Weilerswist

70

Zülpich

80

Bad Münstereifel

95

Südkreis

26

Kreis Euskirchen (ges.)

679

Außerhalb Kreis Eusk.

0

Nationalität Deutsch

679

Ausländer

0

Flüchtlinge

0

Sonstige

0

Familienstand

Der Seniorenclub St. Matthias (Euskirchen) sowie der Seniorenclub und die Katholische Frauengemeinschaft GroßVernich feierten ihr 40-jähriges Jubiläum. Der Seniorenclub Lommersum beging sein 30-jähriges und der Seniorenclub sowie der Tanzkreis Schwerfen ihr 25-jähriges Bestehen. Die langjährigen Helferinnen wurden mit der Goldenen bzw. Silbernen Ehrennadel des Deutschen Caritasverbandes ausgezeichnet. Arbeit mit Multiplikatoren Arbeitsgemeinschaft der Seniorenclubleiterinnen š Persönliche Beratung von Leiterinnen und Ehrenamtlichen š Zweimonatliche Treffen im Caritasverband zu Themen der Seniorenarbeit Fortbildungsthemen waren am: 10.03. Ansprache neuer BesucherInnen/Gestaltung von Sommerfesten 16.06. Gestaltung von Ausflügen und geeignete Ziele

Sonstiges Rheinschifffahrt von Bonn-Bad Godesberg nach Remagen am 17.5. mit 360 Teilnehmern. Teilnahme an den Arbeitskreisen und Fortbildungen des Diözesan-Caritasverbandes zur Offenen Altenarbeit. Im Rahmen der Einzelfallhilfe für Senioren Zusammenarbeit mit den Städten und Kommunen. Teilnahme an den Ökumenischen Seniorentagen in der Kernstadt Euskirchen. Mit Vertretern der Volkshochschule fanden Treffen statt, um zu gewährleisten, dass seniorenrelevante Themen Berücksichtigung in deren Programm finden. Der Kreis Euskirchen veranstaltete vom 23.9. – 3.10. eine Woche der Generationen, um Begegnungsmöglichkeiten zwischen den Generationen zu fördern. Im Rahmen dieser Woche kam es zu Vorleseaktionen der „Lesepaten“ im Haus der Familie und in der Grundschule Kirchheim.

Ledig

10

Verheiratet

59

Geschieden

0

Getrennt

0

Verwitwet

610

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

0

Privatperson

0

Behörde

0

Soziale Dienste

0

Kirchl. Dienste

679

Arbeitgeber

0

Sonstige

0

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit

10

Arbeitslosengeld I

0

ALG II/ Grundsicherung

0

Sonstige

0

Rentner

669

25


FACHBEREICH KINDER, JUGEND, FAMILIE UND SENIOREN

Gemeindecaritas

Klienten Männlich

37

Weiblich

464

Alter 41-50 Jahre

42

51-60 Jahre

54

über 60 Jahre

405

Wohnsitz Stadt Euskirchen

309

Weilerswist

40

Zülpich

75

Bad Münstereifel

52

Südkreis

25

Kreis Euskirchen (ges.)

501

Außerhalb Kreis Eusk.

0

Nationalität Deutsch

491

Ausländer

10

Flüchtlinge

0

Sonstige

0

Familienstand Ledig

15

Verheiratet

204

Geschieden

10

Getrennt Verwitwet

0 272

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

96

Privatperson

0

Behörde

0

Soziale Dienste

0

Kirchl. Dienste

405

Arbeitgeber

0

Sonstige

0

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit

60

Arbeitslosengeld I

0

ALG II/ Grundsicherung

0

Sonstige

0

Rentner

26

441

In der Bildungsstätte Maria Rast fanden Besinnungstage für Ehrenamtliche statt; am 5.1. unter dem Thema „Ich sehe dich mit Freuden an und kann mich nicht satt sehen“ und am 15.3. unter dem Thema „Stufe für Stufe auf Ostern zu“. Für Ehrenamtliche aus dem Einzugsbereich der Caritasverbände Bonn, Euskirchen und Rhein-Sieg-Kreis wurde am 24.11.ein Besinnungstag in Maria Rast zum Thema „Alles wahre Leben ist Begegnung“ durchgeführt. An den genannten Veranstaltungen nahmen Ehrenamtliche aus allen sieben Seelsorgebereichen des Kreisdekanats teil. Hinzu kommen telefonische und persönliche Beratungsgespräche mit Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen in der Caritasarbeit. Dies geschieht sowohl mit Einzelpersonen wie auch mit Helferkreisen in den jeweiligen Pfarrgemeinden. Projekt „Gewinnung, Schulung und Begleitung von Ehrenamtlichen in den Einrichtungen des Caritasverbandes (und in den Pfarrgemeinden)“: Neben der Beratung von an ehrenamtlicher Arbeit Interessierten und der Vermittlung in Dienste des Caritasverbandes und der Pfarrgemeinden wurden Ehrenamtliche als Lesepaten für die „Offenen Ganztagsgrundschulen“ und für die verschiedenen Aktionen des „Caritas-Weltladens“ geworben („Knollenfest“ am 1./2.10. und Weihnachtsmarkt vom 19.23.12. in Euskirchen). Kampagne des DiCV „Annahmeverstärkung des Fachdienstes Gemeindecaritas“: Durch diese Aktion wurden im Jahre 2007 den Seelsorgebereichen Unterstützungsangebote zur Stärkung der Pfarrcaritas und der Firmkatechese gemacht. Aufgrund dieser Kampagne wurden Firmbewerber aus dem Seelsorgebereich St. Martin, Euskirchen, in Einrichtungen des Caritasverbandes vermittelt. Krankenhaushilfe: Krankenhaushilfegruppen („Grüne Damen“) im Bereich des Kreisdekanats

Euskirchen gibt es in Euskirchen und Zülpich. Zu beiden Gruppen bestehen regelmäßige Kontakte, wobei sich die Euskirchener Gruppe in den Räumen des Caritasverbandes trifft, im monatlichen Wechsel mit der Diakonie. Der jährliche Begegnungstag aller Krankenhaushilfegruppen im Kreis Euskirchen fand am 1.9. im Kurhaus in Schleiden-Gemünd statt. Thema war „Geschichte und Gegenwart des Kurwesens“, am Nachmittag folgte ein Besuch der NS-Ordensburg Vogelsang. Zusammenarbeit mit anderen Fachbereichen: ˜ Zusammenarbeit mit den Fachdiensten Hospiz und Demenz ˜ Begleitung der Caritas-Ehrenamtlichen im Seelsorgebereich St. Martin, Euskirchen ˜ Am 29.6. Veranstaltung für Familien der AFEH (=Ambulante Flexible Erziehungshilfen) zum Thema „Mein Vorname“ ˜ Kontakte zu Ehrenamtlichen von esperanza und zum Fachdienst „Frühe Hilfen“ ˜ Informationsgespräche mit an ehrenamtlicher Arbeit Interessierten und Vermittlung in die verschiedenen Bereiche der Caritas ˜ Vermittlung und Begleitung von Praktikanten und angehenden Diakonen in Dienste der Caritas im Rahmen ihrer Ausbildung. Verschiedenes/Mitarbeit: Mitarbeit im Vorstand des Kreiskatholikenrates und Leitung des Arbeitskreises „Karitatives Handeln“. Mitarbeit in der Redaktion der Caritaszeitung, Bearbeitung von Anträgen der Aktion „Lichtblicke“, Koordination der Verteilung des Sammelmaterials für die Caritas Sommer- und Adventssammlung sowie der Hilfspakete der Kölnischen Rundschau im Kreisdekanat. Organisation eines Besinnungstages für hauptamtliche MitarbeiterInnen des Caritasverbandes am 22.11. Mitarbeit im Arbeitskreis „Arbeitswelt und Spiritualität“. Repräsentationsaufgaben in Absprache mit der Bereichsleitung und der Geschäftsführung.


Fachbereich Sucht- und Wohnungslosenhilfe


FACHBEREICH SUCHT- UND WOHNUNGSLOSENHILFE

Notschlafstelle

Klienten Männlich

69

Weiblich

11

Alter bis 20 Jahre

12

21-30 Jahre

25

31-40 Jahre

12

41-50 Jahre

18

51-60 Jahre

11

über 60 Jahre

2

ohne Angaben

0

Letzter Wohnsitz Stadt Euskirchen

49

Weilerswist

2

Zülpich

5

Bad Münstereifel

1

Südkreis

18

Kreis Euskirchen (ges.)

75

Außerhalb Kreis Eusk.

5

Letzter Aufenthaltsort Stadt Euskirchen Durchreisende

73 7

Nationalität Deutsch Ausländer

75 5

Familienstand ledig

44

verheiratet

3

geschieden

20

getrennt

5

verwitwet

3

unbekannt

5

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

22

Privatperson

8

Behörde

19

Soziale Dienste

28

Kirchl. Dienste

3

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit Arbeitslosengeld I ALG II/ Grundsicherung

12 2 51

Sonstige

8

unbekannt

7

28

An 365 Tagen im Jahr, täglich von 19 bis 9 Uhr, betreibt der Caritasverband im Auftrag der Kreisstadt Euskirchen die Notschlafstelle in Euskirchen für alleinstehende Männer und Frauen ohne festen Wohnsitz. Es stehen dort drei Schlafräume für acht Männer und vier Frauen, ein Gemeinschaftsraum, eine Küche, ein Betreuerzimmer, ein Badezimmer und WC zur Verfügung. In der Einlasszeit von 19 bis 22 Uhr (Fr./Sa. bis 23 Uhr) findet eine sozialarbeiterische Betreuung statt, die gewährleistet, dass die eintreffenden Personen eingehend über die Möglichkeiten der Hilfestellungen informiert werden. Die Notschlafstelle bietet ihren NutzerInnen neben der Übernachtung die Möglichkeit, Grundbedürfnisse der Körperhygiene zu befriedigen oder sich im kleinen Rahmen Nahrungsmittel und Getränke aufzuwärmen. Bettwäsche, Handtücher und Hygienemittel werden vorgehalten. Die Notschlafstelle ist ein wesentliches Modul des differenzierten, vernetzten Hilfeangebotes der Caritas für alleinstehende, wohnungslose Menschen, die mehrheitlich die Notschlafstelle mit komplexen Problemlagen aufsuchen. Ihre Lebensverhältnisse sind von einer Vielzahl von Problemen bestimmt, wie z.B. Arbeitslosigkeit, Fehlen jeglicher Unterkunft, ungesichertes Einkommen, beeinträchtigte Gesundheit, Verschuldung, Suchtmittelabhängigkeit, psychische Störungen, Trennung und Isolation von ihren Familien oder Verwandten sowie fehlende Akzeptanz des sozialen Umfeldes. Aber auch andere Menschen, die nicht die oben genannten Problemlagen aufweisen, sind immer häufiger, wenn auch mit kürzerer Verweildauer, auf das Hilfeangebot der Notschlafstelle angewiesen. Hierbei liegt die Ursache meistens in einer vorübergehenden finanziellen Notlage mit dem Verlust der Wohnung. Im Jahr 2011 wurde die Notschlafstelle erneut von 80 MitbürgerInnen (11 Frauen / 69 Männer) für 2.264 (2010: 2.858) sichere, menschenwürdige Übernachtungen genutzt. Dies entspricht einer durchschnittlichen Übernachtungs-

anzahl von 28,3 Tagen pro NutzerIn gegenüber 35,7 Übernachtungen im Jahr zuvor. Dieser erfreuliche Rückgang spiegelt sich auch in den ausgewerteten Nutzungszeiträumen wieder: Mehr als die Hälfte der wohnungslosen Menschen (44 Personen) benötigten die Notschlafstelle nur einen Monat und weniger; 23 NutzerInnen konnten innerhalb von vier Monaten wieder auf die Notschlafstelle verzichten und mit Unterstützung der Fachberatungsstelle wieder einen eigenen Wohnraum beziehen. Der übrige Personenkreis von 13 Menschen musste 2011 die Notschlafstelle für einen längeren Zeitraum nutzen, wobei einige von ihnen aufgrund von Krankheit und massiver psychosozialer Belastungen derart beeinträchtigt sind, dass sie auf vielfältige, weitergehende Unterstützung angewiesen sind. Sie sind meist nicht in der Lage, notwendige Alltagsaufgaben wie z.B. Körperhygiene, Essenszubereitung oder hauswirtschaftliche Tätigkeiten zu bewältigen. Aufgrund dieser Beeinträchtigungen führt die Vermittlung in eigenen Wohnraum bei ihnen oft in kürzester Zeit wieder zum Verlust derselben. Mit dem neuen Angebotsmodul von 6 Plätzen im Rahmen des Ambulant Betreuten Wohnens des Landschaftsverbandes Rheinland für diesen Personenkreis können wir nun auch diesen Menschen die notwendige, weitergehende Unterstützung anbieten. Mit insgesamt 37 Personen war die Zahl der unter 30-jährigen in 2011, davon 12 unter 20-jährige junge Erwachsene, erneut sehr hoch. Ein Nutzer der ersten Stunde, der die Notschlafstelle über all die Jahre als sein zu Hause angesehen hatte, konnte nun im Alter von 78 Jahren davon überzeugt werden, eine alters- und gesundheitsgerechte Unterbringung in einem zentrumsnahen Seniorenwohnheim anzunehmen. Danken möchten wir auch im Auftrag der NutzerInnen der Notschlafstelle allen MitbürgerInnen und Stadtratsmitgliedern, die unsere Arbeit im vergangenen Jahr wieder durch Sach- und Geldspenden sowie durch ihre Solidarität in Politik und Gesellschaft unterstützt haben.


FACHBEREICH SUCHT- UND WOHNUNGSLOSENHILFE

Beratungsstelle/Tagesstätte Wohnungslose Im Berichtszeitraum leistete die Fachberatungsstelle für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten (§ 67 SGB XII) - insbesondere für alleinstehende wohnungslose Menschen - wertvolle Hilfe und umfassende Beratung bei der Bewältigung ihrer Problemlagen. In Kooperation mit dem Jobcenter EU-aktiv in Euskirchen erhielten wohnungslose Erwachsene ihr Arbeitslosengeld II in Tagessätzen ausgezahlt. Dieses Serviceangebot für Leistungsempfänger ohne festen Wohnsitz erleichterte ihnen den Zugang zum weiteren Hilfeangebot der Fachberatungsstelle und unterstützte so die nachhaltige Wirkung unserer pädagogischen Leistungen. Die Fachberatungsstelle mit angeschlossener Tagesstätte war auch Anlaufstelle für Menschen, die zwar einen Wohnsitz haben, jedoch ihren Lebensmittelpunkt insbesondere soziale Kontakte - fast ausschließlich an Szenetreffpunkten in der Öffentlichkeit haben. Diese Menschen fanden Ansprache und Austausch zur Entlastung in einer oftmals entmutigenden Lebenssituation. Ausgrenzung und krankmachende Armut waren für diesen Personenkreis die alltagsbestimmenden Themen und zeigten sich in heterogenen Erscheinungsformen: Suchtkrankheit, psychische Erkrankung, Straffälligkeit, Arbeitslosigkeit, drohender Wohnungsverlust und schlechte körperliche Gesundheit. Unzureichende Ernährung und mangelnde medizinische Versorgung waren für viele dieser Menschen Teil der Alltagsnormalität. Die Tagesstätte hielt für alle Besucher neben fachlicher Beratung auch Angebote zur Deckung lebenspraktischer Bedarfe vor. Hierzu gehörten täglich warme Mahlzeiten, alkoholfreie Getränke, Duschgelegenheit sowie Waschmaschinen- und Trocknernutzung. Daneben wurden Spielund Freizeitaktivitäten sowie Unterstützung bei Wohnungs- und Arbeitsplatzsuche angeboten. Ein kostenfrei nutzbarer Internetzugang stand für die Wohnungsund Jobsuche zur Verfügung. Dadurch er-

warben zahlreiche Besucher Fertigkeiten im Umgang mit Computer und Internet. Im Kontext eines kunsthandwerklichen Beschäftigungsangebotes (Holzkreativwerkstatt) konnten Klienten einen strukturierten Tagesablauf neu kennenlernen, persönliche Fähigkeiten wiederentdecken und soziale Kompetenzen stärken. Die Öffnungszeiten der Tagesstätte und der

100

Verbleib der Inhaber von Postanschriften (2011)

80 60

Klienten Männlich

339

Weiblich

66

Alter bis 20 Jahre

57

21-30 Jahre

144

31-40 Jahre

87

41-50 Jahre

75

51-60 Jahre

36

über 60 Jahre Wohnsitz Stadt Euskirchen

20

Zülpich

21

Bad Münstereifel

16

Südkreis

55

Durchreisende

393 12

Nationalität

20

Deutsch 0

281

Weilerswist

Kreis Euskirchen (ges.) 40

6

s g g nt ft nun htun Ha bekan ungslo Woh inric un wohn eig. stat. E

Ausländer

21

Familienstand Ledig

Fachberatungsstelle waren identisch, wurden aber im Winter bei entsprechender Witterung zum Schutz der bedürftigen Menschen erweitert. In 2011 zählte die Fachberatungsstelle insgesamt 405 Besucher und Hilfesuchende. Von diesen erhielten 197 Menschen (2010:155) ohne festen Wohnsitz eine behördenanerkannte Kontaktanschrift (Postfach) als Voraussetzung zur wirksamen Beantragung von Leistungen nach dem SGB II oder SGB XII. 112 Personen (2010:88) erhielten ihr Arbeitslosengeld II in Tagessätzen ausgezahlt (hiervon 6 Durchreisende mit Einmalzahlungen). 46 % der Menschen, die eine Postanschrift vorübergehend in Anspruch nahmen, wurden in eigenen Wohnraum vermittelt. Weitere 16 % wurden mit „unbekanntem Verbleib“ erfasst. Das Durchschnittsalter der Hilfesuchenden lag bei 30 - 31 Jahren. Über die Bezieher des Tagessatzes und Nutzer der Postanschrift hinaus nahmen weitere 96 Menschen die Angebote der Fachberatungsstelle und der Tagesstätte regelmäßig in Anspruch.

384

296

Verheiratet

16

Geschieden

61

Getrennt

25

Verwitwet

7

Kontaktaufnahme Eigeninitiative Privatperson Behörde

198 6 183

Soziale Dienste

16

Kirchl. Dienste

2

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit

20

Arbeitslosengeld I

13

ALG II/ Grundsicherung Sonstige

321 51

29


FACHBEREICH SUCHT- UND WOHNUNGSLOSENHILFE

Einzelfallhilfe

Klienten Männlich

34

Weiblich

48

Alter bis 20 Jahre

5

21-30 Jahre

17

31-40 Jahre

17

41-50 Jahre

26

51-60 Jahre

13

über 60 Jahre

4

ohne Angaben

0

Letzter Wohnsitz Stadt Euskirchen

68

Weilerswist

6

Zülpich

3

Bad Münstereifel

4

Südkreis

1

Kreis Euskirchen (ges.)

82

Außerhalb Kreis Eusk.

0

ohne Angaben

0

Nationalität Deutsch

70

Ausländer

12

Flüchtlinge

0

Sonstige

0

Familienstand Ledig

24

Verheiratet

27

Geschieden

14

Getrennt

14

Verwitwet

3

ohne Angaben

0

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

37

Privatperson

2

Behörde

15

Soziale Dienste

7

Kirchl. Dienste

20

Arbeitgeber

1

ohne Angaben

0

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit Arbeitslosengeld I ALG II/ Grundsicherung sonstige

30

21 9 48 4

Der Caritasverband Euskirchen bietet eine Allgemeine Sozialberatung an, die als Einzelfallhilfe bekannt ist. Die Einzelfallhilfe ist als Anlaufstelle für Menschen gedacht, die aus unterschiedlichsten Gründen in eine akute Notsituation geraten sind, die sowohl physische und psychische wie auch soziale und materielle Problemlagen beinhalten kann. Unsere Hilfe ist im Grundsatz als Organisationshilfe zur Selbsthilfe und Strukturierung der eigenen Fähigkeiten und Mittel konzipiert. Ein weiterer wesentlicher Bestandteil ist die Vernetzung mit und Vermittlung zu anderen Hilfeanbietern, die spezielle sowie weiterführende Hilfen anbieten. Im Jahr 2011 haben 82 Personen und Haushalte (219 Familienmitglieder) die Unterstützung im Rahmen der Einzelfallhilfe in Anspruch genommen. Hierbei sind nur die persönlichen Beratungsprozesse mit 1 – 3 Gesprächen dokumentiert worden. Statistisch nicht erfasst wurde die hohe Anzahl telefonischer Beratungen und Vermittlungen sowie die Kurzberatungen in der Tagesstätte. Inhalte der Beratungsgespräche waren zum einen die Beratung in Krisensituationen oder die allgemeine Lebensberatung (z.B. bei Tod eines nahen Angehörigen, Trennung und Scheidung, Einsamkeit, Beziehungsschwierigkeiten, Verlust des Arbeitsplatzes, Krankheit) und zum anderen die Beratung bei materiellen Notlagen (z.B. Mietschulden, Stromschulden, Verlust des Girokontos). Die Schwerpunkte lagen im Jahr 2011 wiederum im wirtschaftlichen Bereich, wobei in vielen Fällen auch psychosoziale Beeinträchtigungen der Ratsuchenden eine nicht unwesentliche Ursache für die Problematik der Lebenssituation darstellten. Mit Informationen über die jeweiligen Rechte auf Sozialleistungen, wie z.B. Arbeitslosengeld I und II ( Hartz IV), Grundsicherung, Wohngeld, Befrei-

ungen von Zuzahlungen, GEZ-Gebührenbefreiung und der Unterstützung bei Behördenangelegenheiten durch vermittelnde Telefonate oder der Hilfestellung beim Ausfüllen verschiedenster Anträge, konnte den Hilfesuchenden eine adäquate Hilfe angeboten werden. Es wird deutlich, dass sich die manifestierende materielle Not immer häufiger als zentrale Problematik in der Beratungsarbeit darstellt. Die Folgen der Sozialrechtsreformen, die sich darin widerspiegeln, dass die gesellschaftlichen und ökonomischen Strukturen immer mehr Menschen keine eigenständige und auskömmliche Daseinsvorsorge ermöglichen, führen zu erheblichen und andauernden Schwierigkeiten, die sich auf vielschichtige Weise auch in Problemen nichtmaterieller Art zeigen. Soziale Isolation, familiäre Probleme, psychische und physische Beeinträchtigungen, Ausgrenzung und Stigmatisierung, sind einige der Folgen von wachsender finanzieller Not in unserer Gesellschaft, die wir seit Jahren zunehmend in unserer Beratungstätigkeit feststellen. So ist feststellbar, dass viele MitbürgerInnen trotz Erwerbseinkommen an oder unterhalb der Armutsgrenze leben. Insbesondere können sich Familien oft nicht mehr durch eigenes Erwerbseinkommen selber finanzieren, sondern sind verstärkt auf Transferleistungen (z. B. ALG II, Wohngeld) angewiesen. Von daher ist es in der Statistik unserer Einzelfallhilfe für 2011 auch nicht verwunderlich, dass bei der Befragung der wirtschaftlichen Situation die Anzahl der Haushalte, die ausschließlich von der Erwerbstätigkeit leben, erneut angestiegen ist. Bei diesen Menschen sind trotz ihrer Erwerbstätigkeit die finanziellen Möglichkeiten derart eingeschränkt, dass z.B. die Energiekosten oder auch die Praxisgebühren für ärztliche wie zahnärztliche Behandlungen nicht mehr bezahlbar sind.


FACHBEREICH SUCHT- UND WOHNUNGSLOSENHILFE

Projekt MO.S.ES

Leistungstypen im Bereich Wohnungsnotfälle bei Erwachsenen Leistungstyp

Im Berichtsjahr 2011 ging das Projekt MO.S.ES -Mobile Sozialarbeit Euskirchen Stadt- in sein drittes Jahr. MO.S.ES richtet sich an randständige und benachteiligte MitbürgerInnen in Euskirchen, die sich in einem Prozess von gesellschaftlichem Abstieg und Ausgrenzung befinden. Das Projektteam hatte im Berichtszeitraum Kontakt zu 362 Personen. Dieser Personenkreis gliederte sich zum einen in die Gruppe der wohnungslosen oder von Wohnungslosigkeit bedrohten (Wohnungsnotfälle) Bürgerinnen und Bürger mit insgesamt 152 Personen, wovon 56 ohne festen Wohnsitz waren. Zum anderen wurde wiederum die Gruppe der Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit insgesamt 210 Personen (143 männlich / 67 weiblich) an öffentlichen Treffpunkten erreicht. Alle Gruppierungen wurden an ihren Treffpunkten kontinuierlich betreut und entsprechend individueller Hilfebedarfe wurden Einzelne beraten oder an weiterführende Hilfen vermittelt. MO.S.ES kümmerte sich im Sinne der Gemeinwesenorientierung im Jahr 2011 erneut auch um Belastungslagen für AnwohnerInnen in der Nähe jeweiliger Treffpunkte. Hierbei konnte in der Regel zeitnah eine weitgehende Befriedung der Szenetreffpunkte durch Beteiligung von MO.S.ES erreicht werden.

Weit über 1.500 gebrauchte Spritzen wurden so der Wildentsorgung in öffentlichen Anlagen entzogen. Während der Kälteperioden in 2011 diente MO.S.ES auch der Überlebenshilfe von Menschen ohne festen Wohnsitz durch die Mitwirkung bei den erweiterten Öffnungszeiten der Tagesstätte. Besondere Wertschätzung erfuhr das Projekt seitens des LionsClub Euskirchen-Veybach durch eine Spende in Höhe von 2.000 € zur Anschaffung eines Ersatzfahrzeuges für den defekten MO.S.ES - Bus.

Anzahl

Kontaktanbahnung

32

Sozialraumorientierte Kontaktpflege

1211

Allgemeine Sozialberatung

244

Clearing / Hilfebedarfsermittlung

69

Lebenspraktische Hilfen

173

Hilfen bei Wohnraumsuche und Wohnraumsicherung

43

Beratungen / Aktivitäten zur Suchtmittelkonsumreduktion

196

Kriseninterventionen

88

Erste-Hilfe-Leistungen

28

Zuführung und Begleitung

66

Spritzentausch/Hygienepäckchen

179

Kooperationen/ Problemanzeigen INTERVENTIONEN GESAMT

26 2355

Die Ergebnisse einer Zwischenevaluation des Projektes in 2011:

s

Schnelle und nachhaltige Anbindung von Menschen in Wohnungsnotlagen an das bestehende Hilfesystem; zeitnähere Vermittlung an weiterführende Hilfen oder in Wohnraum; vielfache Verhinderung der Verschärfung individueller Notlagen.

s

Vermeidung von Rettungsdiensteinsätzen bei zeitnaher Versorgung und Zuführung, insbesondere von wohnungslosen Menschen mit starken Verwahrlosungstendenzen, zur Notschlafstelle oder Tagesstätte für Wohnungslose.

s

Zeitintensive Präsenz und Kontaktpflege von MO.S.ES an den Szenetreffpunkten; präventive Interventionen mit deeskalierender Wirkung; häufige Verhinderung von Konflikten, körperlichen Auseinandersetzungen und etwaigen Polizeieinsätzen.

s

Durch regelmäßige Erkundungsfahrten im Stadtgebiet: frühzeitige Interventionen an neuen Szenetreffpunkten, dadurch nachhaltige Verhinderung des Entstehens neuer Dauertreffpunkte.

s

Rechtzeitige (medizinische) Hilfe und Krisenhilfe in Notfällen durch Einschaltung der Rettungskräfte oder Zuführung der KlientInnen durch MO.S.ES. zur Notschlafstelle oder ins Krankenhaus.

Ebenso konnten wir im vergangenen Jahr unser spezielles Angebot für Drogenabhängige, den Umtausch gebrauchter Spritzen gegen Hygienepäckchen mit neuen Spritzen, erfolgreich fortsetzen. Neben den intendierten Effekten der Infektionsprophylaxe wurden neben dem Spritzentausch im Verhältnis eins zu eins vielfach auch alte Spritzen in Parks oder auf Spielplätzen von KlientInnen gesammelt und MO.S.ES zur Entsorgung gebracht.

s

Zeitnahe Ermittlung und weitgehende Auflösung von Schlafplätzen wohnungsloser Menschen im Freien. Versorgung der betreffenden Personen mit Wohnraum oder durch die Angebote der Notschlafstelle.

s

Verhinderung von Wohnraumverlust durch Unterstützung bei der Regulierung von Mietschulden sowie Gesprächen mit Ämtern und Vermietern.

31


FACHBEREICH SUCHT- UND WOHNUNGSLOSENHILFE

Suchtberatungs- u. Behandlungsstelle

Klienten Männlich

753

Weiblich

369

Alter

KlientInnen mit Mehrfachkontakten

bis 20 Jahre

67

21-30 Jahre

247

31-40 Jahre

271

41-50 Jahre

325

51-60 Jahre

169

über 60 Jahre

43

Wohnsitz Stadt Euskirchen

501

Weilerswist

54

Zülpich

87

Bad Münstereifel

96

Südkreis

362

Kreis Euskirchen (ges.)

1106

Außerhalb Kreis Eusk.

16

Nationalität Deutsch

1075

Ausländer

47

Flüchtlinge

0

Familienstand ledig

539

verheiratet

304

geschieden

193

getrennt

66

verwitwet

20

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

271

Privatperson

113

Behörde

148

Soziale Dienste

211

Gesundheitsdienste

336

Arbeitgeber sonstige

43 0

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit Erwerbstätigkeit/erg. SH

358 9

Arbeitslosengeld I

55

ALG I/erg. ALG II

9

Arbeitslosengeld II

447

Sozialhilfe

22

Rente

67

Sonstige

32

Anzahl der betreuten Personen:

155

KlientInnen mit 1-2 Kontakten

430 692

Gesamtzahl der erreichten Personen

1122

Art der Betreuung (bei 430 Pers.) Ambulante Beratung/Betreuung

45%

Vermittlung in stationäre Therapie

23%

Psychosoziale Begleitbetreuung

19%

Ambulante Rehabilitation Sucht

6%

Nachsorgebehandlung

7%

Kontakte (bei 430 Personen m. Mehrfachkontakten) Einzelkontakte

Gruppenkontakte

Klient allein

3487

1428

Angeh.allein

170

78

Klient u. Angeh.

303

54

sonst. Pers. allein

1143

0

Klient u. s. Pers.

42

0

Kontakte ges.

5145

1560

(Einzelkontakte i.d.R. 50 Min. Gruppenkontakte 90 bzw. 120 Min.)

9 ständige Gruppenangebote 2 Kindergruppen, Therapievorbereitungsgruppe, 2 Therapiegruppen, Nachsorgegruppe, Führerscheingruppe, 2 Info-Gruppen a. d. Entgiftungsstat. Zusätzlich zeitlich befristete Angebote wie z.B. Raucherentwöhnung, SKOLL-Trainingsgruppen und indikative Gruppen sowie Informationsabende zu suchtbezogenen Themen. Jeden Dienstag von 14.00 – 17.00 Uhr Offene Sprechstunde. Telefonische Kontaktaufnahme und Terminabsprache (Mo.-Fr.). Aufsuchende Beratung in Krankenhäusern und wöchentliche Sprechstunde beim Caritasverband für die Region Eifel e.V. in Schleiden.

Auch im Berichtsjahr 2011 konnte die Suchtberatungs- und Behandlungsstelle wieder mit Hilfe der Investition des Trägers von 32% Eigenmitteln den KreisbürgerInnen ein umfangreiches Hilfeangebot zur Verfügung stellen. Im Vergleich zu 2010 ist die Anzahl der KlientInnen konstant geblieben. Die Auswertung der Kontakte ergab eine deutliche Zunahme der Einzelkontakte um 16%, die Anzahl der Gruppenkontakte ist gegenüber dem Vorjahr um 9 % gesunken. Hintergrund dieser Entwicklung ist, dass sich im ersten Halbjahr 2010 mehr KlientInnen für eine stationäre Behandlung entschieden hatten und unsere ambulanten Thera-

piegruppen nicht so ausgelastet waren; dieser Trend veränderte sich im zweiten Halbjahr wieder. Des Weiteren war es vielen PatientInnen im Bereich der Nachsorge nicht möglich, an der Nachsorgegruppe teilzunehmen, so dass die Behandlungen hier vermehrt im Rahmen von Einzeltherapie stattfanden. Die Auswertung der demographischen Daten zeigte hinsichtlich der Altersstruktur und des Familienstandes kaum Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Auch die Auswertung der wirtschaftlichen Situation blieb gegenüber dem Vorjahr nahezu konstant. Eine Veränderung zeigte sich jedoch im Bereich der Kontaktaufnahme: Gegenüber dem Vorjahr stieg die Anzahl der Vermittlung an unsere Einrichtung durch Behörden, soziale und andere Dienste. Diese Vermittlungen erfolgten in erster Linie durch die Jobcenter, die Justizbehörden, die Deutsche Rentenversicherung sowie durch die Jugendämter. Die Anzahl bei der Kontaktaufnahme durch die betroffenen Menschen selbst oder durch Angehörige und Arbeitgeber blieb weitgehend konstant. Bei den insgesamt 430 Personen mit Mehrfachkontakten gab es bei der Hauptdiagnose eine Verteilung auf 48% Alkohol, 42% illegale Drogen, 5% Angehörigenberatung und 5% Andere. Bei der Kategorie „Andere“ werden die Problembereiche pathologisches Spielen, Mediensucht, Essstörungen, Medikamentenabhängigkeit und Nikotinabhängigkeit zusammengefasst. Positiv war im vergangenen Jahr wiederum die gute Zusammenarbeit mit den Selbsthilfegruppen sowie den anderen Institutionen, Einrichtungen und Diensten in unserem Kreisgebiet. Für diese gute Kooperation im Hilfeprozess für unsere suchtkranken MitbürgerInnen möchten wir uns recht herzlich bedanken.


FACHBEREICH SUCHT- UND WOHNUNGSLOSENHILFE

Betreutes Wohnen für Suchtkranke Im Rahmen des „Ambulant Betreuten Wohnens für Suchtkranke“ bietet der Fachbereich Sucht- und Wohnungslosenhilfe der Caritas Euskirchen suchtkranken Frauen und Männern in vier Wohngemeinschaften und zwei Einzelappartements die Möglichkeit, sich in abstinenter Umgebung auf ein eigenverantwortliches Leben vorzubereiten. Weiterhin besteht das Angebot der Betreuung auch im eigenen Wohnraum. Die Ziele dieser ambulanten Eingliederungshilfe nach §§ 53 ff SGB XII zum selbstständigen Wohnen sind sowohl die Förderung wie auch der Erhalt einer eigenständigen, möglichst suchtmittelfreien Lebensführung und die soziale Eingliederung. Im Jahre 2011 wurden insgesamt 56 KlientInnen (43 Männer und 13 Frauen) vom Fachdienst „Betreutes Wohnen Sucht“ betreut, wobei 26 KlientInnen (46%) in den Wohngemeinschaften lebten und 30 (54%) im eigenen Wohnraum. 5 (9%) KlientInnen waren abhängig von illegalen Drogen, 39 (70%) von Alkohol, 11 (20%) KlientInnen waren mehrfachabhängig. Seit 2010 lebte erstmals ein Klient (1%) in einer Wohngemeinschaft, bei dem ausschließlich eine pathologische Spielsucht vorlag. Im Berichtszeitraum schlossen 5 KlientInnen das Betreute Wohnen regulär ab, keine KlientIn brach die Betreuungsmaßnahme von sich aus ab, mit 6 KlientInnen musste der Betreuungsvertrag wegen fehlender Mitwirkung beendet werden. 1 Klient verstarb während der Betreuung. Der überwiegende Teil der Maßnahmen (87,5%) wurde durch den Landschaftsverband Rheinland oder durch andere zuständige Sozialhilfeträger finanziert, 4 KlientInnen (7,1%) zahlten die Maßnahme selber. Bei 3 KlientInnen ist die Finanzierungsklärung aufgrund der unklaren Vermögenssituation noch nicht abgeschlossen. Die meisten KlientInnen waren auf die Grundsicherung für Ar-

beitssuchende im Rahmen des Arbeitslosengeld II angewiesen, 3 KlientInnen waren weiter stabil auf dem ersten Arbeitsmarkt und weitere 9 in den Nordeifelwerkstätten beschäftigt.10 KlientInnen bestritten den Lebensunterhalt mit ihren Renten. Im Dezember 2011 verließ eine Fachkraft mit einem Stundenumfang von 50 % den Fachdienst „Betreutes Wohnen Sucht“. Die Stelle konnte zum Jahresbeginn 2012 wieder besetzt werden, so dass 4 MitarbeiterInnen mit einem Beschäftigungsumfang von insgesamt 200 % zur Verfügung standen und auch in 2012 weiterhin den Fachdienst wahrnehmen werden. Auch im Berichtsjahr 2011 fanden wieder zahlreiche Aktivitäten statt: Der Gartenbereich der Wohngemeinschaften in Euenheim erfreute sich nicht nur in den Sommermonaten starker Beliebtheit und konnte auch für kreative Gruppenangebote genutzt werden. Bei den verschiedenen jahreszeitlichen Aktivitäten wurden ein gemeinsames Osterfrühstück und die obligatorische Weihnachtsbäckerei ebenso gut angenommen, wie die Ausflüge zum Kölner Dom, ins Bädermuseum nach Zülpich und in das Völkerkundemuseum inkl. der Sonderausstellung über Lawrence von Arabien in Köln. Weiterhin relativ gut wahrgenommen worden das Bowlen in Firmenich und eine Fahrradtour sowie der Besuch der interaktiven Caritasausstellung zur Problematik der Essstörungen „Klang meines Körpers“ in Euskirchen. Nachdem wir feststellen mussten, dass für viele KlientInnen eine Integration in ortsansässige Vereine nicht oder noch nicht möglich war, haben wir regelmäßig auch wieder musikalische und sportliche Aktivitäten unter Anleitung angeboten. Des Weiteren waren das Gedächtnistraining in spielerischer Atmosphäre sowie eine Rückfallprophylaxegruppe mittlerweile feste Angebote für unsere KlientInnen im vergangenen Jahr.

Klienten Männlich

43

Weiblich

13

Alter bis 20 Jahre

0

21-30 Jahre

4

31-40 Jahre

11

41-50 Jahre

13

51-60 Jahre

22

über 60 Jahre

6

Wohnsitz Stadt Euskirchen

48

Weilerswist

2

Zülpich

2

Bad Münstereifel

1

Südkreis

3

Kreis Euskirchen (ges.)

56

Außerhalb Kreis Eusk.

0

Nationalität Deutsch

55

Ausländer

1

Flüchtlinge

0

Sonstige

0

Familienstand Ledig

32

Verheiratet

0

Geschieden

19

Getrennt

2

Verwitwet

3

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

11

Privatperson

0

Behörde

1

Soziale Dienste

44

Kirchl. Dienste

0

Arbeitgeber

0

Sonstige

0

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit Arbeitslosengeld I

12 0

ALG II/ Grundsicherung

34

Sonstige (z.B. Rente)

10

33


FACHBEREICH SUCHT- UND WOHNUNGSLOSENHILFE

Fachstelle für Suchtvorbeugung

Maßnahmen insgesamt erreichte Personen

163 2217

davon Multiplikatoren

932

davon Endadressaten

1285

Maßnahme für/ in Stadt Euskirchen Weilerswist

48 3

Zülpich

9

Bad Münstereifel

3

Südkreis

18

Kreisweit

60

Internet

12

überregional

10

Maßnahme im Bereich von (Mehrfachnennungen möglich)

Betriebe/Verwaltung

9

Familien

20

Freizeit

8

Gesundheitswesen

35

Jugendarbeit/-hilfe

10

Kindergarten

4

Kirche

6

Grundschule

1

Förderschule

5

weiterf. Schule

39

Politik/Kommune

9

Sport

2

Strafwesen

4

Gesamtbevölkerung sonstige

20 5

Maßnahme mit Endadressaten

53

Multiplikatoren

89

Öffentlichkeit

21

davon Medieninformationen

10

Arbeitskreise etc.

9

Anzeigen, Flyer etc.

2

Angehörigenarbeit Personen gesamt

49

Anzahl Gespräche

38

beteiligte Kinder

32

HaLT reaktiv Gespräche im KH

20

erreichte Personen

44

34

Die von der Fachstelle für Suchtvorbeugung initiierten und durchgeführten Maßnahmen im Berichtsjahr 2011 zielten sowohl auf Verhaltensänderungen (Verhaltensprävention), als auch auf strukturelle Veränderungen (Verhältnisprävention) ab. Inhalte der Maßnahmen waren allgemeine suchtvorbeugende Aspekte und dienten in erster Linie der Stärkung der Persönlichkeit, der Verbesserung der Lebensbedingungen sowie der Information und Aufklärung. Darüber hinaus wurden die Risiken süchtigen Verhaltens aufgezeigt, Alternativen angeboten und ggf. in therapeutische oder andere Hilfen vermittelt. Besonderes Augenmerk haben wir auch in 2011 auf die Beratung, Schulung und Unterstützung von Eltern, LehrerInnen, SozialarbeiterInnen sowie Angehörige von Betrieben und Verwaltungen gelegt. Hierbei konnten wir in 2011 bei 163 Maßnahmen insgesamt 2.217 Menschen erreichen. Weitere MitbürgerInnen konnten wir über massenkommunikative Maßnahmen wie öffentliche Veranstaltungen, Medienberichte oder andere Veröffentlichungen informieren und für das Thema Sucht sensibilisieren. Mit der Sprechstunde für Eltern und Angehörige von suchtgefährdeten Jugendlichen wurden insgesamt 49 Personen in 38 persönlichen Gesprächen und 32 ausführlichen Beratungsgesprächen am Telefon erreicht. Das mit dem Kreis Euskirchen durchgeführte Projekt “Zirkusmobil - drogenfrei” haben wir auch in 2011 weitergeführt. Darüber hinaus wurden die Zirkusmaterialien an Institutionen wie Kindergärten oder Schulen ausgeliehen, die diese im Rahmen eigener Zirkusworkshops genutzt haben. In Kooperation mit der Abteilung Gesundheit des Kreises, der die Koordination des Projektes HaLT (Hart am Limit) obliegt, und weiteren Kooperationspartnern waren wir an der Weiterführung des proaktiven Teils im HaLT– Projekt maßgeblich beteiligt. Den reaktiven Teil haben wir auch in 2011 in Zusammenarbeit mit dem

Kreiskrankenhaus Mechernich durch insgesamt 20 Einzelgespräche mit intoxikierten Jugendlichen und deren Eltern umgesetzt. Darüber hinaus fanden weitere 16 ausführliche Telefonate und 5 Folgegespräche in der Fachstelle statt. Texte, Bilder und Lieder mit sehr persönlichem Anstrich standen im Mittelpunkt einer zweiwöchigen Ausstellung über Ess-Störungen „Der Klang meines Körpers“ im Oktober 2011 in der Jugendvilla in Euskirchen. Die Ausstellung des Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Köln e.V. zeigt auf kreative Weise Wege aus der EssStörung auf. In einer eintägigen Fortbildung wurden 13 MultiplikatorInnen primär aus dem schulischen Bereich für die Umsetzung des Ausstellungskonzeptes in unserer Region geschult. Anschließend durchliefen insgesamt 235 Schüler und Schülerinnen, aber auch Auszubildende und Jugendgruppen, die interaktive Ausstellung, in deren Rahmen außerdem 3 öffentliche Info-Veranstaltungen zur Thematik stattfanden. Im November 2011 haben wir 14 Erzieherinnen aus 11 Kindertageseinrichtungen und Familienzentren in „Motivierender Kurzintervention bei Eltern im Elementarbereich“ (Kita-MOVE) geschult. Diese Schulung hat bestätigt, dass das Konzept von „Kita-MOVE“ für die Bedürfnisse der Mitarbeiter/innen in Kindertageseinrichtungen, auch wenig motivierte Eltern über Kurzgespräche zu erreichen, gut geeignet ist. Seit dem 01.10.2010 wird „Freio“, unser Projekt für Kindern von suchtkranken und/oder psychisch erkrankten Eltern als Modellprojekt des Landschaftsverbandes Rheinland für drei Jahre zur Weiterentwicklung der Hilfen für Kinder psychisch kranker Eltern gefördert. Mit dem Erlös aus dem Basar des Lions Club Voreifel auf dem Zülpicher Weihnachtsmarkt sowie weiterer Spenden war es darüber hinaus auch wieder möglich, mit den betroffenen Familien freizeitpädagogische Aktionstage durchzuführen und neues, therapeutisches Material anzuschaffen, wofür wir sehr dankbar sind.


Fachbereich Eingliederungs- und Behindertenhilfe


FACHBEREICH EINGLIEDERUNGS- UND BEHINDERTENHILFE

Betreuungen

Klienten Männlich

57

Weiblich

48

Alter bis 20 Jahre

0

21-30 Jahre

13

31-40 Jahre

10

41-50 Jahre

18

51-60 Jahre

30

über 60 Jahre

34

Wohnsitz Stadt Euskirchen

6

Zülpich

8

Bad Münstereifel

19

Südkreis

10

Kreis Euskirchen (ges.)

101

Außerhalb Kreis Eusk.

4

Nationalität 3

Flüchtlinge

0

Sonstige

0

Familienstand Ledig

66

Verheiratet

12

Geschieden

16

Getrennt

1

Verwitwet

10

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

11

Privatperson

0 21

Soziale Dienste

6

Kirchl. Dienste

0

Arbeitgeber

0

Sonstige

0

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit

6

Arbeitslosengeld I

2

ALG II/ Grundsicherung

54

Sonstige

43

36

Gesamt

137 Betreuungen

Ehrenamtliche

32 Betreuungen

Hauptamtliche

105 Betreuungen

Der Betreuungsverein führt derzeit 39 Mitglieder, die entweder schon ehrenamtlich Betreuungen führen oder interessiert sind, Betreuungen zu übernehmen. 21 Mitglieder sind im Berichtszeitraum als gesetzlicher Betreuer bestellt oder haben eine Vollmacht.

102

Ausländer

Behörde

In Zahlen schlüsseln diese sich auf in:

58

Weilerswist

Deutsch

Im Berichtszeitraum wurden im Fachbereich Eingliederung und Behindertenhilfe rechtliche Betreuungen nach dem Betreuungsgesetz § 1896 BGB geführt.

Im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft nach BtG trafen sich die Vereinsbetreuer der anerkannten Betreuungsvereine zur Planung gemeinsamer Vorhaben im Bereich der Querschnittsaufgaben. Im abgelaufenen Kalenderjahr fanden zwei Treffen statt. Es wurden vier Fortbildungsveranstaltungen im Zusammenwirken der Arbeitsgemeinschaft der Betreuungsvereine im Kreis durchgeführt. Im Rahmen der Querschnittsarbeit informiert der Betreuungsverein des Caritasverbandes planmäßig über die Möglichkeiten von Betreuungsverfügungen, Vollmachten und Patientenverfügungen,

um so der Errichtung von Betreuungen vorzubeugen. Der Betreuungsverein des Caritasverbandes bietet Sprechstunden für Betroffene, Angehörige und Ehrenamtliche an. Genutzt wird in der Regel die Möglichkeit, einen Termin zur persönlichen Beratung zu vereinbaren. Leider ist die Finanzierung der Querschnittsarbeit vom Kreis Euskirchen um knapp 50% gekürzt worden. Dies wird zwangsweise dazu führen, dass die Arbeit mit und für die ehrenamtlichen Betreuer in unserem Betreuungsverein, aber auch die Beratung nach dem BtG in Zukunft nicht mehr so intensiv und umfangreich stattfinden können. Trotzdem herrscht nach wie vor eine große Nachfrage nach Beratung in den Bereichen der Vorsorgevollmacht und der Patientenverfügung. Informationsmaterial, wie die neu gestaltete christliche Patientenverfügung der beiden Kirchen, konnte aber die persönliche Beratung nicht ersetzen. Eine intensive Berichterstattung in den Medien hat die Menschen für dieses Thema sensibilisiert, was zu einer allgemeinen Zunahme an Beratungsanfragen führte. Der Stellenumfang im Bereich der rechtlichen Betreuungen, welche auch die Querschnittsarbeit einschließt, umfasst im Berichtszeitraum 3 volle Stellen Erfreulich stabil bleibt das Interesse an ehrenamtlichen Betreuungen und ehrenamtlicher Hilfe.


FACHBEREICH EINGLIEDERUNGS- UND BEHINDERTENHILFE

Entschuldungshilfe

Klienten

Schwerpunkt der Beratungstätigkeit ist die umfassende Sozialberatung unter Berücksichtigung der Inhalte: 1. Sicherung der Existenzgrundlage 2. Regulierung von Miet- und Energieschulden 3. Informationen zum Schuldrecht und Maßnahmen zum Schuldnerschutz 4. Motivation, die Arbeitssuche fortzusetzen, ggf. auch Teilzeitstellen anzunehmen sowie bereits bestehende Arbeitsverhältnisse zu halten 5. Erstellung und Überprüfung eines kostendeckenden Haushaltsplanes, bzw. das Einüben eines angemessenen Umganges mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln 6. Die Vermittlung von finanziellen Grundkenntnissen, gerade bei jungen Menschen 7. Vorbereitung der Klienten zur Erfüllung der Obliegenheitspflichten in einem späteren Insolvenzverfahren 8. Verhinderung einer Neuverschuldung 9. Schuldenregulierung Nach wie vor kann die Beratungsstelle nicht den Bedarf decken. Ein Kurzberatungstermin wird innerhalb von zwei bis vier Wochen vergeben. Bis zur Aufnahme in eine Langzeitberatung werden die Klienten weiterhin auf eine Warteliste aufgenommen. Schuldenregulierung (ohne Erstanschreiben und Stundungsanträge) Anzahl der Gläubiger, mit denen verhandelt wurde Verhandelte Gesamtforderung

50 127.953

in Euro Vergelichssumme insgesamt in Euro

42.461

Forderungsverzichts Quote

67

in Prozent Anzahl der geführten

88

Weiblich

85

Alter 10

Sonderkonten Anzahl der Beratungen von

Männlich

10

Multiplikatoren

Es wird täglich von 11.30 Uhr bis 12.30 Uhr eine Telefonsprechstunde angeboten. In der Telefonsprechzeit wurden 180 Beratungen (ab 15 Minuten Gesprächsdauer) durchgeführt. Da häufig die finanziellen Grundlagen für eine Schuldenregulierung fehlen, bleibt das Verbraucherinsolvenzverfahren häufig die einzige Möglichkeit, langfristig eine Entschuldung zu erreichen.

bis 20 Jahre

1

21-30 Jahre

27

31-40 Jahre

40

41-50 Jahre

65

51-60 Jahre

25

über 60 Jahre

15

Wohnsitz Stadt Euskirchen Weilerswist

13

Zülpich

30

Bad Münstereifel

10

Südkreis

Ferner suchen uns immer mehr Hilfesuchende auf, deren Renteneinkünfte nicht ausreichen, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Es gibt Rückstände bei der Miete, dem Energieversorger und Telefonanbieter. Nicht selten müssen dann Lösungen für den Erhalt eines Telefonanschlusses als Grundlage für die Bereitstellung eines Notrufes gefunden werden. Dieses Jahr hat die Beratungsstelle neun Senioren im Rentenalter auf ein Verbraucherinsolvenzverfahren vorbereitet.

6

Kreis Euskirchen (ges.)

173

Außerhalb Kreis Eusk.

0

Nationalität Deutsch

Hier zeigt sich auch verstärkt die Tendenz zur Altersarmut. Viele ältere Mitbewohner, die schon während ihrer Erwerbsbiografie kaum in der Lage waren, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, werden beim Übergang in die Rente zahlungsunfähig. Verbraucherdarlehen für den Kauf eines PKW oder ein in Anspruch genommener Dispositionskredit können nicht mehr zurückgeführt werden. Auch eine moderate Verschuldung führt dann in die Überschuldung.

114

134

Ausländer

27

Flüchtlinge

0

Sonstige

12

Familienstand Ledig

32

Verheiratet

57

Geschieden

38

Getrennt

26

Verwitwet

20

Kontaktaufnahme Eigeninitiative Privatperson

121 8

Behörde

11

Soziale Dienste

30

Kirchl. Dienste

1

Arbeitgeber

2

Sonstige

0

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit Arbeitslosengeld I

64 3

ALG II/ Grundsicherung

77

Sonstige

29

37


FACHBEREICH EINGLIEDERUNGS- UND BEHINDERTENHILFE

Insolvenzberatung

Klienten Männlich

128

Weiblich

168

Alter bis 20 Jahre

7

21-30 Jahre

73

31-40 Jahre

57

41-50 Jahre

91

51-60 Jahre

64

über 60 Jahre

4

Wohnsitz Stadt Euskirchen

158

Weilerswist

12

Zülpich

22

Bad Münstereifel

74

Südkreis

30

Kreis Euskirchen (ges.)

296

Außerhalb Kreis Eusk.

0

Nationalität Deutsch

249

Ausländer

47

Flüchtlinge

0

Sonstige

0

Familienstand Ledig

55

Verheiratet

97

Geschieden

81

Getrennt

49

Verwitwet

14

Die am 01.01.1999 in Kraft getretene neue Insolvenzordnung (InsO) schafft durch das sogenannte Verbraucherinsolvenzverfahren mit anschließender Restschuldbefreiung gemäß § 286 InsO die Möglichkeit zum wirtschaftlichen Neuanfang auch für überschuldete Verbraucher. Die Insolvenzberatungsstelle des Caritasverbandes Euskirchen bietet den Klienten folgende Hilfen: š Information über das Verbraucherinsolvenzverfahren š Prüfung der individuellen Voraussetzungen für das Verbraucherinsolvenzverfahren š Durchführung des außergerichtlichen Einigungsverfahrens gem. § 305 InsO š Ausstellung der erforderlichen Bescheinigung nach dem Scheitern des außergerichtlichen Einigungsversuchs š Hilfestellung bei der Antragstellung zur Eröffnung des Verbraucherinsolvenzverfahrens š Begleitung im gerichtlichen Verfahren und während der Wohlverhaltensphase

Kontaktaufnahme Eigeninitiative Privatperson

234 6

Behörde

14

Soziale Dienste

31

Kirchl. Dienste

4

Arbeitgeber

4

Sonstige

3

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit Arbeitslosengeld I ALG II/ Grundsicherung Sonstige

38

151 30 103 42

Die Insolvenzberatungsstelle hat im Jahr 2011 insgesamt 296 Klienten beraten. 106 Klienten wurden im Rahmen einer Kurzberatung über die rechtlichen, wirtschaftlichen und persönlichen Voraussetzungen für die Durchführung eines Verbraucherinsolvenzverfahrens und die Erteilung der Restschuldbefreiung informiert und individuell beraten. Zusätzlich war die Beratungsstelle in 190 Langzeitfällen tätig. Insgesamt wurden ca. 400 unterschiedliche Gläubiger kontaktiert. Die durchschnittliche Gesamtverschuldung der Langzeitklienten betrug ca. 55.000 €. Die Zahl der Gläubiger pro Fall bewegte sich in einem Spektrum zwischen 1

(niedrigste Anzahl) und 47 (höchste Anzahl). Wie im Vorjahr ist als Trend deutlich erkennbar, dass viele Menschen Schwierigkeiten haben, mit ihren Einkünften, selbst aus einer Vollzeitbeschäftigung, ihren Lebensunterhalt zu bestreiten. Oftmals müssen hierfür ergänzende Sozialleistungen beantragt werden. Zur Schuldenregulierung steht in solchen Fällen oftmals kein oder nur ein geringes Budget zur Verfügung. Durch steigende Lebenshaltungskosten, insbesondere Kosten für Energie und Treibstoffe sowie teilweise rückläufige Einkünfte, wird sich dieser Trend voraussichtlich auch in 2012 fortsetzen. Für immer mehr Menschen wird daher das Verbraucherinsolvenzverfahren der einzige Ausweg aus der Verschuldung sein. Die Wartezeiten in der Insolvenzberatung für die Vergabe von Terminen zur Langzeitberatung (nicht für Kurzberatungstermine) konnten leider wiederum nicht reduziert werden. Aufgrund der konstant hohen Zahl an Terminanfragen betrug die durchschnittliche Wartezeit ca. 1 ½ Jahre. Da der voraussichtliche Beratungsbedarf auch in den nächsten Jahren hoch sein wird, wäre eine Aufstockung der finanziellen Mittel für die Insolvenzberatung nach wie vor notwendig und wünschenswert.

Vielen Menschen wachsen die Schulden buchstäblich über den Kopf - hier bleibt oft nur noch die Privatinsolvenz.


FACHBEREICH EINGLIEDERUNGS- UND BEHINDERTENHILFE

Integration / Migrationsberatung Beratungsstelle für Asylsuchende und Flüchtlinge Unsere Beratungsstelle wurde im Jahr 2011 von insgesamt 69 Klienten in 189 Kontakten aufgesucht. Die Ratsuchenden kamen aus ca. 34 verschiedenen Herkunftsländern. Der überwiegende Anteil stammt aus dem Kosovo, Irak, Türkei, Pakistan, Afghanistan, Iran, Libanon, Russischen Föderation, Syrien, Angola und Eritrea. Die Beratungsanliegen der Flüchtlinge und Ausländer waren sehr vielfältig, wobei folgende inhaltlichen Schwerpunkte der Hilfestellungen aufgeführt werden können: ˜ Aufenthalts- und Asylverfahrensfragen in Verbindung mit Ausreise bzw. Abschiebung sowie freiwillige Rückkehr ins Heimatland ˜ Familienzusammenführungen und Umverteilung ˜ Pass- und Dokumentenbeschaffung ˜ Hilfe bei Klärung/ Sicherung der sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse, wie z.B. Unterstützung bei der Arbeitssuche, Probleme am Arbeitsplatz, Wohnungssuche, stärker zunehmende Verschuldung (Schuldenregulierung), Asylbewerberleistungsgesetz, ALG II ˜ Beratung und Hilfe bei alltäglichen lebenspraktischen Problemen, Antragshilfe, Förderung des Spracherwerbs, Vermittlung an andere Fachdienste ˜ Hilfen in psychosozialen Notlagen und Konflikten, z.B. bei Partnerschafts- und Familienproblemen, Gesundheitsproblemen und psychischen Erkrankungen 38 Klienten suchten unsere Beratungsstelle einmalig auf. Die Ratsuchenden kamen 2- bis 5-mal in die Sprechstunde. Bei 14 Klienten entstand eine intensive Betreuung mit wöchentlichen Gesprächen. Die gute Arbeit des Netzwerkes bestehend aus den Behörden des Kreises und den Gemeinden sowie Rechtsanwälten,

ehrenamtlichen Helfern, anderen sozialen Einrichtungen bewirkte ein schnelles Beseitigen der Problemlagen. Migrationsberatung Die Migrationsberatung bietet allen Spätaussiedlern und deren Angehörigen sowie Ausländer/innen, die bleibeberechtigt sind, Unterstützung an. Die Konzeption der Migrationsberatung sieht eine Beratung nach dem Case Management vor, die mit einer bedarfsorientierten Einzelfallbegleitung arbeitet. Die Beratungsstelle führte bei 125 Klienten eine Beratung durch. Beratungsthemen waren: ˜ Verbesserung der Deutschkenntnisse ˜ Soziale Unterstützungsleistungen ˜ Existenzsicherung/ wirtschaftliche Situation ˜ Arbeitslosigkeit/ Arbeitssuche ˜ Aufenthaltsrechtlich/ rechtlicher Status ˜ Gesundheitliche Probleme ˜ Ausbildung/ Studium ˜ Familienprobleme Pro Beratungskontakt ergeben sich im Durchschnitt 2 Leistungen. Die Verbesserung der Deutschkenntnisse ist das wichtigste Einzelthema in den Beratungen. Es fanden mit der Unterstützung des Kollegen vom DRK monatliche Einstufungstests für Integrationskurse statt. Unverzichtbarer Bestandteil der Arbeit ist die Kooperation und Vernetzung mit anderen gesellschaftlichen und institutionellen Akteuren. Kooperationspartner sind: Bundesamt für Migration; DRK; ARGE; Integrationskursträger; Ausländeramt; Sozialamt; Rechtsanwälte und Ehrenamtliche. Im Berichtsjahr wurden vom Bundesamt für Migration 2 Integrationskonferenzen mit allen Akteuren einberufen. Eine dieser Konferenzen fand in den Räumen des Caritasverbandes statt.

Klienten Männlich

39

Weiblich

30

Alter bis 20 Jahre

2

21-30 Jahre

25

31-40 Jahre

29

41-50 Jahre

10

51-60 Jahre

2

über 60 Jahre

1

Wohnsitz Stadt Euskirchen

48

Weilerswist

2

Zülpich

4

Bad Münstereifel

3

Südkreis

11

Kreis Euskirchen (ges.)

68

Außerhalb Kreis Eusk.

1

Nationalität Deutsch

0

Ausländer

29

Flüchtlinge

40

Sonstige

0

Familienstand Ledig

43

Verheiratet

15

Geschieden

2

Getrennt

9

Verwitwet

0

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

54

Privatperson

0

Behörde

6

Soziale Dienste

8

Gesundheitsdienste

1

Arbeitgeber

0

Sonstige

0

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit Arbeitslosengeld I

12 0

ALG II/ Grundsicherung

18

Sonstige

39

39


Ihre Spende f端r Menschen in Not! Spendenkonto: 1 00 76 16 Kreissparkasse Euskirchen Bankleitzahl 38 25 01 10

40


FACHBEREICH EINGLIEDERUNGS- UND BEHINDERTENHILFE

SPZ - Kontakt- und Beratungsstelle Die Kontaktangebote der Kontakt- und Beratungsstelle wurden im Jahr 2011 wechselweise von Menschen mit einer psychischen Erkrankung wie Depressionen, Persönlichkeitsstörungen oder Psychosen aufgesucht. Chronisch psychisch erkrankte Menschen benutzen unsere Angebote zur Stabilisierung, Prophylaxe und Neuorientierung. Besonders der Selbsthilfecharakter unserer Angebote ist für die Besucher eine besondere Hilfe. So wurde unsere Frühstücksgruppe von Montags bis Donnerstags täglich von 5-14 TN besucht. Der Spieletreff wurde von 4-6 TN regelmäßig aufgesucht. An der Sportgruppe nahmen 3-6 TN teil. Zu einem wechselnden Angebot am Mittwoch wie Erzählcafe, Lesung, Gesprächsrunde kamen jeweils 12 Besucher. Die Redaktionsrunde der SPZ-Zeitung ist mit 8 Besuchern gut besucht. Ein neues gemeinsames Angebot mit der Tagesstätte des SPZ bot unseren Besuchern ein kreatives Angebot unter Anleitung durch eine Künstlerin. Alljährlich wiederkehrende Angebote waren: Das Neujahrskegeln mit 14TN, das Karnevalsfest mit 25 TN, das Osterfrühstück mit 17 TN und das Adventsfest mit 78 TN. Das Fußballturnier in Rupperath fiel für 10 Besucher leider wegen einem Unwetter aus. An den Angeboten der KoBe nahmen zusätzlich TN aus dem Betreuten Wohnen, der Tagesstätte und Bewohner aus den Wohnheimen teil. Freizeitangebote am Wochenende waren: Kegeln, Themenbezogene Brunchs, Kaffeeklatsch, kreative Angebote, Literaturkreis, Wandern Ausflüge: Phantasialand, Museum, Gemeinschaftsausflug mit dem SPZ Schleiden zum Zülpicher See mit Picknick, Bonner Weihnachtsmarkt.

Die Beratungsstelle der Kontakt- und Beratungsstelle wurde in 2011 von 142 Menschen mit einer Lebenskrise, Angehörigen oder Menschen mit einer psychischen Erkrankung aufgesucht. Darüber hinaus kamen Ratsuchende, die wir in ein anderes Hilfsangebot, wie andere soziale Dienste, psychiatrische Einrichtungen, Betreutes Wohnen, gesetzliche Betreuung u.a. telefonisch oder persönlich vermitteln konnten. Da die Wartezeit auf einen Psychotherapieplatz im Kreis Euskirchen mittlerweile über ein Jahr beträgt, konnten wir immer weniger Hilfesuchende davon überzeugen, sich auf die jeweiligen Wartelisten zu setzen. Die Sprechstunde im Marien-Hospital wird weiterhin gut angenommen und von Besuchern als verbindende Brücke zu unseren weiteren Angeboten genutzt. Die Betroffenengruppe wurde als systemisch geleitete Gesprächsgruppe für Menschen in seelischen Belastungssituationen von 7-9 TN aufgesucht. Die Angehörigengruppe hat 14 feste TN, weshalb in 2012 eine weitere Angehörigengruppe am Vormittag als Ausweichmöglichkeit oder für neue TN geplant ist. Der Kreativtag für Angehörige wurde von 15 TN wieder gut angenommen. Die Gesprächsrunde zwischen Mitarbeitern der KoBe, Angehörigen und Betroffenen wurde mit folgenden Themen von jeweils 8-12 TN besucht. 1. Der Rückfall 2. Verantwortung für den Angehörigen 3. Grenzen setzen lernen Erstkontakte: 142, davon einmalige Beratungen: 59, Beratungszyklen mit 2 Beratungen: 32, Beratungszyklen mit 3 – 9 Beratungen: 36, langfristige Beratungen ab 10: 15.

Klienten Männlich

89

Weiblich

123

Alter bis 20 Jahre

12

21-30 Jahre

32

31-40 Jahre

25

41-50 Jahre

51

51-60 Jahre

57

über 60 Jahre

35

Wohnsitz Stadt Euskirchen Weilerswist

97 9

Zülpich

13

Bad Münstereifel

22

Südkreis

13

Kreis Euskirchen (ges.)

154

Außerhalb Kreis Eusk.

58

Nationalität Deutsch

183

Ausländer

27

Flüchtlinge

2

Familienstand Ledig

59

Verheiratet

45

Geschieden

51

Getrennt

39

Verwitwet

18

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

38

Medien

23

Soziale Dienste

47

Arzt/Klinik

52

Angehörige

52

Diagnose Psychose

52

Depression

66

Hirnorganisch

4

Persönlichkeitsstörung

43

Neurose / andere Störung

57

41


FACHBEREICH EINGLIEDERUNGS- UND BEHINDERTENHILFE

SPZ - Tagesstätte

Klienten Männlich

8

Weiblich

16

Alter bis 20 Jahre

0

21-30 Jahre

3

31-40 Jahre

1

41-50 Jahre

7

51-60 Jahre

11

über 60 Jahre

2

Wohnsitz Stadt Euskirchen

16

Weilerswist

2

Zülpich

2

Bad Münstereifel

1

Südkreis

2

Kreis Euskirchen (ges.)

23

Außerhalb Kreis Eusk.

1

Nationalität Deutsch Ausländer

22 2

Familienstand Ledig

10

Verheiratet

3

Geschieden

10

Getrennt

0

Verwitwet

1

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

3

Privatperson

0

Behörde

0

Soziale Dienste

10

Berufsbetreuer

3

Arbeitgeber

0

Sonstige

8

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit

0

Arbeitslosengeld I

0

ALG II/ Grundsicherung

4

Rente Sonstige

42

17 3

Im Jahr 2011 war die Tagesstätte weiterhin sehr stark nachgefragt. Leider müssen Anfragen mit der gewachsenen Warteliste beantwortet werden, so dass Probebesuche hinten angestellt und erst bei einem frei werdenden Platz angeboten werden. So ist die Tagesstätte im vergangenen Jahr 8 Probebesuchern vorgestellt worden. Daraus resultierte allerdings aus den oben genannten Gründen nur eine Neuaufnahme. Insgesamt hatte die Tagesstätte in den letzten Jahren aufgrund der starken Nachfrage ein sehr hohes Auslastungsniveau. Parallel hat sich aber auch die Fluktuation gemäßigt und die Besucher haben eine längere Verweildauer und einen größeren Betreuungsbedarf mit vermehrten Kriseninterventionen benötigt. Erfreulicherweise konnte ein Klient aus der Tagesstätte in ein Beschäftigungsverhältnis begleitet werden, welches ihm eine Rückkehr in seinen Beruf ermöglichen soll. 2011 wurden 24 chronisch psychisch erkrankten Erwachsenen in über 50 verschiedenen Gruppenangeboten und in bedarfsgerechten Einzelbetreuungen eine gesundheitliche und soziale Stabilisierung sowie eine Stärkung ihrer lebenspraktischen Kompetenzen ermöglicht. Unverzichtbarer Bestandteil der Tagesstätte sind die Bereitstellung unterschiedlichster Kontaktmöglichkeiten und die Gestaltung der Tagesstruktur. So bildet das alltagspraktische Training das Strukturgerüst und in den sozial- und ergotherapeutischen Angeboten ist der in der Hilfeplanung festgestellte Unterstützungsbedarf individuell abrufbar, welche eine persönliche Weiterentwicklung für jeden Einzelnen mit sich bringen soll. Hier erfreuen sich bei den Besuchern weiterhin Standards wie themenzentrierte Gesprächsgruppen (Aktuelle Stunde, Museum), Bewegungsgruppen (Schwimmen, Hallensport, Wandern) ungebrochener Beliebtheit. Hervorzuheben sind in 2011 die sozialtherapeutische Gemeinschaftsreise nach Mallorca, welche immer wieder neuen Besuchern die Möglichkeit der Teilhabe verschafft und die politische Bil-

dungsreise nach Berlin auf Einladung der Bundestagsabgeordneten Frau Gabriele Molitor (FDP). Das Kennenlernen der demokratischen Organe in der Hauptstadt und das persönliche Gespräch mit Frau Molitor unterstützte unsere Arbeit in Bezug auf Partizipation und Mitbestimmung im Rahmen des selbstverwalteten Besuchercafés hervorragend, sodass wir und die Besucher Frau Molitor für diese Einladung sehr dankbar sind. Weitere Highlights sind die erneut gemeinsam mit dem Psychiatrieseelsorger veranstaltete Messe im Grünen und zwei Projektangebote. Das Projekt „Mach Mal Kunst“ verschaffte den Besuchern einen Zugang zu künstlerischer Betätigung. Hier sind verschiedene Kunsttechniken mit unterschiedlichen Materialen vorgestellt worden. Zum Ende des Projektes ist eine Ausstellung installiert worden, in der die Teilnehmer ihre Werke der Öffentlichkeit präsentieren konnten. Darüber hinaus ist letztlich ein regelmäßiges Gruppenangebot entstanden, welches in einer offenen Kunstwerkstatt mündete und allen Besuchern des SPZ zur Verfügung stand. In einem weiteren Projekt konnten sich die Besucher beim „Schwarzlichttheater spielen“ ausprobieren und entwickelten so viel Begeisterung. Das Stück „ Der kleine Stern“ wurde in der Adventszeit bei diversen Feierlichkeiten aufgeführt. Die Mitarbeiter hatten in ihrer Arbeit Kontakt mit bis zu 20 verschiedenen sozialen Diensten und 18 gesetzlichen Betreuern sowie den umliegenden Fachkliniken und Fachärzten. 10 Praktikantinnen konnte ein Platz zum Lernen im Rahmen der (Hoch) Schulausbildung geboten werden. Im Jahr 2012 sollen neue Anreize für die Besucher in Bezug auf Aktivierung und Bewegung durch tiergestützte Pädagogik und eine Kooperation mit dem Eifelverein gesetzt werden. In Verbindung dazu möchten wir den psychisch erkrankten Menschen die Möglichkeit eröffnen, an (mehrtägigen) Tagungen zum Thema Teilhabe und Selbstbestimmung teilzunehmen.


FACHBEREICH EINGLIEDERUNGS- UND BEHINDERTENHILFE

SPZ - Betreutes Wohnen Im Jahr 2011 wurden 26 Frauen und 26 Männer, also insgesamt 52 Personen, betreut. In acht Wohngemeinschaften, die mit zwei bis sieben Personen belegt waren, wohnten 26 Klienten. 26 Personen wurden in der eigenen Häuslichkeit betreut. Fluktuation hat in Bezug auf 14 Personen stattgefunden. Dazu zählen Aufnahmen und Beendigungen sowie Umzüge. Ein Klient zog aus einer Wohngemeinschaft in eine einzelbetreute Wohnsituation um, zwei Klienten wurden in stationäre Einrichtungen vermittelt. Zum 01.02.2011 konnte eine weitere Wohngemeinschaft für vier Personen eröffnet werden, in die vier männliche Klienten aus stationärer Unterbringung in eine ambulant betreute Wohnform wechseln konnten. Die Bewerbersituation hat sich dahingehend verändert, dass zunehmend junge Klienten in der Altersgruppe von 21 bis 30 Jahren das Angebot des betreuten Wohnens in Anspruch nehmen möchten.

Klienten Männlich

26

Weiblich

26

Alter

Für die Klienten des ambulant betreuten Wohnens wurden durch die Kontakt- und Beratungsstelle zwei Ferienfahrten angeboten, an denen zwölf Personen teilnahmen. Das Hilfeplanverfahren des LVR erfolgte auf der Basis des neuen Individuellen Hilfeplans (IHP3). Durch den LVR erfolgte seit Mitte des Jahres eine externe medizinische Begutachtung bei Erstanträgen des ambulant betreuten Wohnens. Die Teilnahme der Bezugsbetreuer im Bereich des Betreuten Wohnens an den monatlichen Hilfeplankonferenzen erfolgte - wie in den Vorjahren - nach Einladung durch den Kostenträger.

bis 20 Jahre

0

21-30 Jahre

9

31-40 Jahre

8

41-50 Jahre

18

51-60 Jahre

13

über 60 Jahre

4

Wohnsitz Stadt Euskirchen

46

Weilerswist

1

Zülpich

3

Bad Münstereifel

2

Südkreis

0

Kreis Euskirchen (ges.)

52

Außerhalb Kreis Eusk.

0

Nationalität Deutsch

51

Ausländer

1

Flüchtlinge

0

Sonstige

0

Familienstand Ledig

37

Verheiratet

0

Geschieden

15

Getrennt

0

Verwitwet

0

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

9

Privatperson

0

Behörde

5

Soziale Dienste

9

Kirchl. Dienste

0

Arbeitgeber

0

Sonstige

29

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit Arbeitslosengeld I

32 2

ALG II/ Grundsicherung

21

Sonstige

22

43


FACHBEREICH EINGLIEDERUNGS- UND BEHINDERTENHILFE

Wohnhaus Rupperath

Klienten Männlich

12

Weiblich

5

Alter bis 20 Jahre

0

21-30 Jahre

3

31-40 Jahre

2

41-50 Jahre

6

51-60 Jahre

6

über 60 Jahre

0

Hilfen 126

Entlastungs- und Informationsgespräche mit Angehörigen

63

Zielplanungsgespräche mit BetreuerInnen

9

Visitenvorbesprechungen

9

Arztvisiten

25

Wohnsitz Stadt Euskirchen

0

424

Weilerswist

0

92

Zülpich

0

2

Bad Münstereifel

17

Südkreis

0

Kreis Euskirchen (ges.)

0

Außerhalb Kreis Eusk.

0

Nationalität Deutsch

0

Flüchtlinge

0

Sonstige

0

Familienstand 16

Verheiratet

0

Geschieden

1

Getrennt

0

Verwitwet

0

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

0

Privatperson

0

Behörde

17

Soziale Dienste

0

Kirchl. Dienste

0

Arbeitgeber

0

Sonstige

0

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit

0

Arbeitslosengeld I

0

SGB XII Eingliederungsh.

17

ALG II/ Grundsicherung

0

Sonstige

0

Diagnosen ausschl. psychiatrisch Doppeldiagnosen

44

58 5

Gruppenangebote freizeitpädagogische Maßnahmen Ferienfreizeiten als Belastungstrainings einzeltherapeutische Maßnahmen Kontakte zu den Nordeifelwerkstätten Informations- und Vorstellungsgespräche

17

Ausländer

Ledig

636

krisenintervenierende Maßnahmen im Marien-Hospital, davon: 4 stationäre Maßnahmen 421 ambulante Kontakte

14 3

Im Jahr 2011 war die pädagogisch-therapeutische Arbeit im Wohnhaus Rupperath wesentlich mitbestimmt durch die im Vorjahr eingeführte neue Dokumentation. Dadurch wurden die Bewohner/innen weiterhin mit einigen Veränderungen und Anforderungen konfrontiert. So wird jetzt aufgrund der Bestimmungen im Wohn- und Teilhabegesetz (WTG) halbjährlich eine Evaluation der Förderpläne stattfinden, in die die Bewohner/innen einbezogen werden. Ebenso wurden die Durchführungskontrollblätter weiter entwickelt, um die Förderziele überprüfen zu können. Dies alles zusammen beinhaltete einen erhöhten Aufwand an Verwaltungsarbeiten. Um den vorherrschenden Rückzugstendenzen der psychisch erkrankten Bewohner/innen entgegen zu wirken, sind im Jahr 2011 weitere Komponenten zur bisherigen Tagesstruktur (Morgenrunde, Ausübung der Solidardienste sowie gemeinsame Mittagsund Abendmahlzeiten) eingeführt worden. So fand zusätzlich täglich um 15.00 Uhr ein „Bewohnercafe“ und anschließend eine sogenannte Neigungs-

gruppe statt. Diese Neigungsgruppen bestanden aus einem Schwimmangebot, einer Bewegungs-, einer Kognitiv- und einer Kreativgruppe. Alle Bewohner/innen, die nicht in den Nordeifelwerkstätten arbeiten gehen, mußten sich verbindlich für zwei Angebote entscheiden.Die Freizeitgestaltung richtete sich im Wesentlichen nach den Wünschen der Bewohner/innen. Besonders gefragt waren Tagesausflüge ins benachbarte Luxemburg und Ausflüge nach Bonn bzw. Köln, Besuch der Abtei Maria Laach, nach Hillesheim u.v.m. Der Bewohnerausflug führte uns in diesem Jahr nach Koblenz. Dort besuchten wir die Bundesgartenschau und genossen als Abschluss ein gemeinsames Essen in Insul. Im Jahr 2011 hatten die Bewohner/innen die Möglichkeit, einmal wöchentlich einen Kurs in Polarity-Yoga zu besuchen, der im Wohnhaus stattfand. Gemeinsam mit den Bewohner/innen des Wohnhauses Kall wurden zwei Ferienfreizeiten nach Holland und Limburg durchgeführt. Nach langjähriger, guter Zusammenarbeit mit Herrn Dr. Bommersbach vom Marien-Hospital Euskirchen mußte hier durch dessen Weggang die Zuständigkeit gewechselt werden. Im Jahr 2011 besuchte der Chefarzt der Psychiatrie des Marien-Hospitals Euskirchen, Herr Dr. Arenz, unsere Bewohner/innen in regelmäßigen Abständen im Rahmen der Institutsambulanz in Rupperath. Die stationären Aufenthalte im Marien-Hospital Euskirchen war mit 4 wieder geringer als im Vorjahr (9). Zudem waren drei Aufenthalte auf somatische Erkrankungen zweier Bewohnerinnen zurück zu führen. Im Jahr 2011 zogen zwei Bewohner aus dem Wohnhaus in Rupperath aus. Ein Bewohner ist in das Wohnhaus Kall gezogen; der andere Bewohner wohnt in einer eigenen Wohnung. Beide Plätze konnten zeitnah wieder belegt werden.


FACHBEREICH EINGLIEDERUNGS- UND BEHINDERTENHILFE

Wohnhaus Kall Hilfen 44

Entlastungsgespräche

36

Zielplanungsgespräche mit Betreuern

12

Visitenvorbesprechungen

12

Arztvisiten im Marien-Hospital

8

krisenintervenierende Maßnahmen, davon: 7 ambulante Kontakte 1 stationäre Maßnahme

40

Gruppenangebote zur Klärung aktueller Problemstellungen

40

Gruppenangebote zur Klärung organisatorischer Fragen

120

freizeitpädagogische Maßnahmen

252

einzeltherapeutische Maßnahmen

2 22

Urlaubsmaßnahmen als Belastungstrainings Kontakte zur NEW

4

Info- und Vorstellungsgespräche

2

einwöchige Probewohnen

Im Jahre 2011 wurden im Caritas-Wohnhaus in Kall acht Menschen (4 Frauen u. 4 Männer) im Alter von 20 bis 53 Jahren mit den unterschiedlichsten psychischen Erkrankungen wie paranoid-halluzinatorischer Psychose, manisch-depressiver Erkrankung, Persönlichkeitsstörung und sozialer Anpassungsstörung in Verbindung mit Minderbegabung betreut, begleitet und unterstützt. Die Arbeit wurde geprägt durch Anforderungen der Heimaufsicht nach WTG im Bereich von umfangreichen Dokumentationen, die die Versorgung der psychisch erkrankten BewohnerInnen transparent und nachvollziehbar machen sollen. Während der LVR auf einen zeitlichen Rahmen drängt, in dem sich die BewohnerInnen mit Unterstützung der Mitarbeiter in ihren Fähigkeiten so weit entwickeln sollen, dass sie in einer Wohnform mit weniger Betreuung zurecht kommen können, fordert die Heimaufsicht die Gewährleistung einer umfangreichen Versorgung und die Schaffung einer wohnlichen Atmosphäre, in der sich die BewohnerInnen zu Hause fühlen und ein Mehr an Sicherheit und Geborgenheit erfahren. In der Arbeit mit den psychisch erkrankten BewohnerInnen galt es somit einerseits ,die individuellen Fähigkeiten

Klienten

und Ressourcen zu erkennen und sie darin zu fordern und zu stärken und sie andererseits in ihren Beeinträchtigungen und Störungen zu fördern. Die Arbeit erstreckte sich über Maßnahmen in der - alltäglichen Lebensführung wie die Förderung von lebenspraktischen Verrichtungen - individuellen Basisversorgung wie Unterstützung bei der Körper-, Kleider- und Zimmerhygiene - Hilfe zur Gestaltung sozialer Beziehungen im Wohnhaus, in der Werkstatt, im Angehörigenbereich und über Außenkontakte - Teilnahme am kulturellen Leben über Angebote zur Freizeitgestaltung - emotionalen und psychischen Entwicklung in Form von Hilfen zur Bewältigung von Problemen und Ängsten - Gesundheitsförderung und -erhaltung wie Beratung und Anleitung zur gesundheitsförderlichen Lebensweise. Highlights für die BewohnerInnen in 2011 waren ein ganztägiger Bewohnerausflug zur Bundesgartenschau in Koblenz und von den BewohnerInnen gewünschte und vorbereitete Ferienfreizeiten nach Holland und Limburg an der Lahn. Im Jahre 2011 waren ein Auszug und ein Einzug zu verzeichnen. Eine Bewohnerin konnte aufgrund einer langfristig stabilen psychischen Verfassung und einer positiven Entwicklung in der Gestaltung des Lebensalltages innerhalb von Kall in eine eigene Wohnung ziehen und wird dort mit wenigen Stunden über das Betreute Wohnen unterstützt. Ein Bewohner wechselte vom Wh. Rupperath ins Wh. Kall und konnte sich innerhalb kurzer Zeit auf die erhöhten Anforderungen im Bereich Wohnen und Arbeit einlassen und darunter stabilisieren. Durch regen Kontakt und Austausch mit der Institutsambulanz des MarienHospitals und der NEW war nur eine Krisenintervention in Form eines stationären Krankenhausaufenthaltes notwendig.

Männlich

4

Weiblich

5

Alter bis 20 Jahre

1

21-30 Jahre

1

31-40 Jahre

3

41-50 Jahre

1

51-60 Jahre

3

über 60 Jahre

0

Wohnsitz Stadt Euskirchen

0

Weilerswist

0

Zülpich

0

Bad Münstereifel

0

Südkreis

8

Kreis Euskirchen (ges.)

8

Außerhalb Kreis Eusk.

1

Nationalität Deutsch

9

Ausländer

0

Flüchtlinge

0

Sonstige

0

Familienstand Ledig

9

Verheiratet

0

Geschieden

0

Getrennt

0

Verwitwet

0

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

0

Privatperson

0

Behörde

0

Soziale Dienste

9

Kirchl. Dienste

0

Arbeitgeber

0

Sonstige

0

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit

0

Arbeitslosengeld I

0

ALG II/ Grundsicherung

9

Sonstige

0

45


FACHBEREICH EINGLIEDERUNGS- UND BEHINDERTENHILFE

Wohnhaus Kirchheim

Klienten Männlich

14

Weiblich

14

Alter

57

bis 20 Jahre

0

21-30 Jahre

4

31-40 Jahre

5

41-50 Jahre

7

51-60 Jahre

12

über 60 Jahre

0

Wohnsitz Stadt Euskirchen

Hilfen

135 22

Entlastungs- und Informationsgespräche mit Angehörigen Zielplanungsgespräche mit Betreuern stationäre intervenierende Maßnahmen im Marien-Hospital Euskirchen

120

therapeutische Gruppenangebote

380

niederschwellige Gruppenangebote

105

freizeitpädagogische Maßnahmen

12

82

Weilerswist

0

825

einzeltherapeutische Maßnahmen

Zülpich

2

49

Kontakte zu Nordeifelwerkstätten

Bad Münstereifel

4

369

Südkreis

6

Kreis Euskirchen (ges.)

24

Außerhalb Kreis Eusk.

4

Nationalität Deutsch

26

Ausländer

2

Flüchtlinge

0

Sonstige

0

Familienstand Ledig

22

Verheiratet

0

Geschieden

5

Getrennt

0

Verwitwet

1

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

0

Privatperson

0

Behörde

0

Soziale Dienste

15

Kirchl. Dienste

0

Arbeitgeber

0

Sonstige

13

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit

0

Arbeitslosengeld I

0

ALG II/ Grundsicherung

0

Eingliederung SGBXII Sonstige

46

18 0

Belastungstrainings

ergotherapeutische Gruppenangebote

Das Caritas Wohnhaus Kirchheim bemüht sich, den Bewohnern eine ihrer chronischen, lang währenden Erkrankung entsprechende befriedigende Lebensgestaltung zu ermöglichen. Für viele bedeutet das Wohnhaus mit fortschreitendem Alter eine dauerhafte Perspektive. Andere, und dies sind nicht nur die jüngeren Bewohner, möchten in überschaubarer Zeit einen eigenen Haushalt gründen. Für beide Gruppen besteht der Auftrag einer gesellschaftlich inklusiven Begleitung in Sozialleben, Freizeit und Arbeit. Das Wohnhaus konnte 2011 mit dem Auszug von vier jüngeren Männern das Projekt einer Wohngemeinschaftsgründung abschließen. Zwei junge Frauen und zwei Männer zogen ebenfalls in eine eigene Wohnung. Das Programmangebot des Hauses zielt darauf ab, den Bewohner zu unterstützen, sein Leben individuell zu gestalten, im Haus als seinem Wohnbereich, aber auch im Leben dabei zu sein. Ergotherapie, Neigungsgruppen, Interessengruppen sollen die Leistungsfähigkeit fördern, wo die Aufnahme einer Arbeit wieder angezeigt erscheint und Kompetenzen erhaltend wirken, wo die Krankheit ein Fortschreiten der Behinderung befürchten lässt. Es können Interessen vertieft oder neue Kompetenzen gelernt werden. Angemessene Sport- und Be-

wegungsangebote den Behinderungen und dem Alter entsprechend bieten an, leistungsfördernd bis gesundheitserhaltend aktiv zu sein. Die Einführung eines neuen Dokumentationssystems und die Ausarbeitung von Förderplänen haben zweifelsohne dazu geführt, dass solche Fördermaßnahmen mit den Bewohnern im Einzelnen plan- und nachvollziehbarer geworden sind. Der Alterungsprozess der Bewohnerschaft zeitigt die Zunahme körperlicher Erkrankungen der Bewohner. Sie sind neben ihrer psychischen Erkrankung durch – oft schwerwiegende – körperliche Krankheiten eingeschränkt – obwohl bemerkenswerterweise die Dauer der Krankenhausaufenthalte nicht sehr wesentlich gestiegen ist. Die Einrichtung stellt sich in Ausstattung und Programm darauf ein. Freizeitangebote, Tagesstruktur, die Ernährung berücksichtigen diese Situation. Es wurde vermehrt auf gesundes Essen geachtet, durch Umstellung eines Teils des Lebensmitteleinkaufs wurde auf mehr Gemüse, angemessene Ernährung und dem Kalorienumsatz der Bewohner entsprechende Essenswahl wert gelegt. Deshalb wurde ein Kochtraining eingeführt, das zweimal wöchentlich stattfindet. Mehr somatische Erkrankungen machen ein stärkeres Augenmerk auf die Hygiene in der Einrichtung und entsprechende Verhaltensregeln der Bewohner notwendig. Es wurden die Hygienestandards des Wohnhauses fixiert und dokumentiert. Außerdem wurden durch Schulung, Einweisung und Übung die Bewohner darauf aufmerksam gemacht und stärker beteiligt. Trotz der Einschränkungen der Bewohner zielt die Einrichtung weiter auf ein breites Altersspektrum, die Inklusion Behinderter in möglichst breite Alltagsbereiche und die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Das Leistungsangebot der sozialpädagogischen Betreuung, der Ergotherapie, der Ferienfreizeiten, Bewegungsangebote kann diesen Zielen entsprechend angepasst gerecht werden.


Fachbereich Gesundheits- und Altenhilfe


FACHBEREICH GESUNDHEITS- UND ALTENHILFE

Pflegestation Bad Münstereifel

Klienten Männlich

75

Weiblich

122

Alter bis 40 Jahre

7

41-60 Jahre

15

61-70 Jahre

20

71-80 Jahre

54

81-90 Jahre

79

über 90 Jahre

22

Wohnsitz Stadt Euskirchen

50

Weilerswist

0

Zülpich

0

Bad Münstereifel Südkreis

147 0

Kreis Euskirchen (ges.)

197

Außerhalb Kreis Eusk.

0

Nationalität Deutsch

190

Ausländer

7

Flüchtlinge

0

Sonstige

0

Familienstand Ledig

38

Verheiratet

67

Geschieden

12

Getrennt

4

Verwitwet

76

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

10

Privatperson

44

Behörde

1

Soziale Dienste

23

Kirchl. Dienste

43

Arbeitgeber Sonstige

0 76

Pflegestufen Pflegestufe 0

0

Pflegestufe 1

55

Pflegestufe 2

39

Pflegestufe 3

13

48

Anfang 2012 verabschiedete der Vorstand der Caritas Euskirchen die langjährige Pflegedienstleitung Hannelore Blissenbach in den Ruhestand.

Rund 70 Prozent der Pflegebedürftigen werden aus oben genannten Gründen in Nordrhein-Westfalen werden zu Hauimmer mehr Pflegekräfte benötigt. Das se durch Angehörige und ambulante Berufsbild der Pflege erhält sehr wenig Pflegedienste versorgt. Die Belastung Anerkennung und Akzeptanz aus der der pflegenden Angehörigen ist hoch Bevölkerung, so dass Ausbildung in eiund bedarf einer Unterstützung, die nen Pflegeberuf nicht sehr hoch auf der individuell abgestimmt sein sollte. Die Prioritätenliste bei Jugendlichen steht. Pflegestation berät in allen pflegerischen Ein Widerspruch zu dem dringend beFragen und vermittelt weitere Hilfsannötigten Personalbedarf ist die Deckegebote. Auf Wunsch werden pflegende lung der Schulplätze für die Ausbildung Angehörige vor Ort angeleitet und in die durch das Land Nordrhein-Wsetfalen. praktische Arbeit eingeführt. Die StatiIm letzten Jahr wurden neue Dienstwaon ist in pflegerischen Notfällen rund gen für die Pflegestation angeschafft. um die Uhr erreichbar. In 2011 verzeichDie Menge der gefahrenen Dienstkilonete die Pflegestation Bad meter und die immer höMünster-eifel einen erhebheren Benzinpreise veranlichen Patientenzuwachs. lassten zum Kauf energieDies ist zum Teil auf die desparender PKWs. Um den mographische Entwicklung ständig ändernden Bedinzurückzuführen. Die Mengungen und Neuerungen in schen werden aufgrund der der Pflege Rechnung zu traguten medizinischen Vergen, wurden in diesem Jahr sorgung immer älter. Es ist spezielle Fortbildungssan2011 wurde die Caritaskeine Seltenheit, dass 90- Pflegestation Bad Münstegebote für die Pflegekräfte bis 100-jährige Menschen reifel vom Medizinischen mit dem SchwerpunkttheDienst der Krankenkassen selbstständig im eigenen (MDK) geprüft und erzielte ma Diabetes und Hygiene Haushalt wohnen. Benöti- ein überdurchschnittliches angeboten. Damit soll gePrüfergebnis. gen sie Hilfe, kann diese bei währleistet werden, dass die der Pflegestation abgerufen Mitarbeiter immer auf dem werden. Aufgrund dieser Tatsache ist die neuesten Stand der Entwicklungen sind ambulante Pflege ein wichtiger Baustein und dies den Patienten zu Gute kommt. zum Erhalt der Selbstständigkeit. Um Ein Mitarbeiter der Pflegestation hat die der gestiegenen Nachfrage auch quaWeiterbildung zur Pflegedienstleitung litativ gerecht werden zu können, wurabgeschlossen. Er wird 2012 die jetzige den drei neue Mitarbeiter eingestellt. Pflegedienstleitung. Hannelore BlissenDie Gewinnung neuer Mitarbeiter gebach ablösen, die nach 20 Dienstjahren staltet sich aber immer schwieriger. Es in den wohlverdienten Ruhestand geht.

NOTE

1,2


FACHBEREICH GESUNDHEITS- UND ALTENHILFE

Pflegestation Euskirchen

Klienten Männlich

72

Weiblich

150

Alter bis 40 Jahre

12

41-60 Jahre

22

61-70 Jahre

21

71-80 Jahre

63

81-90 Jahre

77

über 90 Jahre

27

Wohnsitz Stadt Euskirchen Weilerswist Neue, moderne und benzinsparende Fahrzeuge erhielten unsere beiden Pflegestationen im Sommer 2011. Das auffällige Rot ist seither fester Bestandteil des Straßenbildes im Kreisdekanat Euskirchen.

Pflegebedürftige Menschen können sowohl zu Hause als auch stationär im Pflegeheim versorgt werden. Welche Versorgung die bessere Lösung ist, ist eine sehr individuelle Entscheidung. Die häusliche Pflege hat einige prinzipielle Vorteile, weswegen heute vielfach versucht wird, diesen Weg durch die Pflege der Pflegestationen und durch ein Netzwerk von Hilfeleistungen zu erreichen. Zu den Vorteilen der Versorgung in den eigenen vier Wänden zählt, dass die älteren Menschen eher in ihrem gewohnten Umfeld bleiben können. Dadurch können sie gewohnte Alltagstätigkeiten erhalten, um körperlich, geistig und sozial aktiv und an ihrem Wohnort integriert zu bleiben.

geringer als im Krankenhaus und Altenheim. Die Qualität des ambulanten Pflegedienstes der Caritas Pflegestation Euskirchen wurde auch 2011 erneut durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen geprüft. Eine Verbesserung im Vergleich zum Vorjahr wurde erzielt. Die Endnote betrug 1,1. Die Einzelnoten lauten: Pflegerische Leistung 1,3 – Ärztliche verordnete pflegerische Leistungen 1,0- Dienstleistung und Organisation 1,0 – Befragung der Kunden 1,0.

NOTE

1,1

Das fast 30 köpfige Team der Pflegekräfte verantwortet durch ein hohes Maß an 2011 wurde die CaritasEngagement, EinfühlungsPflegestation Euskirchen vermögen und Fleiß diese vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) sehr gute Leistung. Dazu geprüft und erzielte ein beigesteuert hat eine Vielüberdurchschnittliches Prüfergebnis. zahl von Fort- und WeiterFinanzielle Erwägungen bildungen für das gesamte sprechen für eine ambulante pflegeTeam und auch einzelne Pflegekräfte: rische Versorgung, denn sie ist in den Diabetes - Pflege und Ernährung, Akmeisten Fällen kostengünstiger als tuelle Richtlinien Hygiene–MRSA, eine Unterbringung im Pflegeheim. Demenz- Pflege durch Validation, PraDie Versorgung daheim hat auch mexisanleitung für Auszubildende in den dizinische Vorteile: Die Gefahr von Gesundheitsberufen, Palliative Pflege, Infektionserkrankungen ist zu Hause Wundmanagement.

Zülpich

160 0 62

Bad Münstereifel

0

Südkreis

0

Kreis Euskirchen (ges.)

222

Außerhalb Kreis Eusk.

0

Nationalität Deutsch

211

Ausländer

10

Flüchtlinge

0

Sonstige

0

Familienstand Ledig

35

Verheiratet

68

Geschieden

12

Getrennt

8

Verwitwet

99

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

18

Privatperson

51

Behörde

1

Soziale Dienste

56

Kirchl. Dienste

32

Arbeitgeber

64

Sonstige

0

Pflegestufen Pflegestufe 0

0

Pflegestufe 1

76

Pflegestufe 2

51

Pflegestufe 3

24

49


FACHBEREICH GESUNDHEITS- UND ALTENHILFE

Tagespflege für Senioren

Klienten Männlich

8

Weiblich

21

Alter bis 40 Jahre

0

41-60 Jahre

2

61-70 Jahre

3

71-80 Jahre

8

81-90 Jahre

9

über 90 Jahre

7

Wohnsitz Stadt Euskirchen

22

Weilerswist

3

Zülpich

2

Bad Münstereifel

0

Südkreis

0

Kreis Euskirchen (ges.)

27

Außerhalb Kreis Eusk.

2

Das soziale Leben und Miteinander unserer Gäste gehört in der Tagespflege einfach dazu - wie hier bei einem Ausflug auf einen Weihnachtsmarkt an der Mosel.

Nationalität Deutsch

29

Ausländer

0

Flüchtlinge

0

Sonstige

0

Familienstand Ledig

5

Verheiratet

8

Geschieden

1

Getrennt

2

Verwitwet

13

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

1

Privatperson

15

Behörde

1

Soziale Dienste

0

Kirchl. Dienste

2

Arbeitgeber

0

Sonstige

10

Die Caritas Tagespflege für Senioren in Euskirchen Kapellenstrasse 12-14 bietet alten, kranken und pflegebedürftigen Menschen tagsüber ein umfassendes Betreuungs-/Versorgungsangebot. Die Gäste, so werden unsere zu betreuenden Patienten bei uns genannt, können die Einrichtung je nach Bedarf an zwei bis fünf Tagen die Woche besuchen. Die Tagespflegestätte ist Montag bis Donnerstag von 9.00 - 17.00, Freitags von 9:00 - 15.00 geöffnet.

der Tagespflege auf tagesstrukturierenden Maßnahmen, gleichbleibende, sich wiederholende Beschäftigungsangebote. Des Weiteren ist die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls sowie die Zusammengehörigkeit innerhalb der Gruppe ein wichtiges Anliegen. Ein besonderes schönes Erlebnis war für unsere Gäste der Besuch eines Weihnachtsmarktes an der Mosel.

Als Bindeglied zwischen der häuslichen Versorgung durch Angehörige und/oder ambulanten Pflege kann die Tagespflegestätte mit dazu beitragen, dass der ältere Menschen möglichst lange zu Hause selbstständig leben kann.

In diesem Jahr fand in der Tagespflege zum vierten Mal eine unangemeldete Qualitätsprüfung des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen statt. Trotz immer steigender Qualitätsansprüche (Dokumentationsbedarf, rechtliche Absicherung, Betreuungs-/Einrichtungs- / und Verpflegungsqualität) mit einem sehr guten Ergebnis.

Die Altersstruktur klaffte in diesem Jahr sehr weit auseinander, so war der jüngste Gast 54 Jahre alt und der Älteste 98 Jahre. 29 Tagespflegegäste besuchten 2011 mit unterschiedlicher Verweildauer unsere Einrichtung, wobei über 90% der Gäste an Demenz in unterschiedlichen Stadien erkrankt sind. Deshalb liegt das Hauptaugenmerk

Die Beratungs-/Informationsgespräche haben im vergangen Jahr deutlich zugenommen. Dies liegt vor allem an der Unsicherheit der Angehörigen von pflegebedürftigen Menschen im Hinblick auf Leistungsansprüche der Pflege- und Krankenkasse, aber auch an dem Umgang mit demenziell veränderten Menschen.

Pflegestufen Pflegestufe 0

1

Pflegestufe 1

14

Pflegestufe 2

10

Pflegestufe 3

4

50


FACHBEREICH GESUNDHEITS- UND ALTENHILFE

Menüservice Im Jahr 2011 wurden insgesamt 49 Personen durch den Menüservice des Caritasverbandes Euskirchen mit Essen beliefert. Im Auslieferungsbereich schlüsselten sich die Essen wie folgt auf: Euskirchen 229 Kartons

= 1.603 Portionen

Bad Münstereifel 238 Kartons

= 1.666 Portionen

Zülpich 252 Kartons

= 1.764 Portionen

Gesamt 719 Kartons

= 5.033 Portionen

Außerdem wurden 74 Dessert- und Suppenkartons ausgeliefert.

In 2011 wurde das mit der Firma apetito entwickelte Marketing-Konzept weiter umgesetzt. Im Rundblick der Städte Euskirchen, Bad Münstereifel, Zülpich und der Gemeinde Weilerswist wurden Anzeigen geschaltet. Der Auftritt innerhalb unserer Internetpräsenz wurde weiter aktualisiert.

Klienten

Der Menüservice ist ein Baustein im ambulanten Betreuungssystem des Caritasverbandes. Aus einem bebilderten Menüauswahlkatalog mit mehr als 200 Menüs können sich die Essensteilnehmer ihre Wochenpläne selbst zusammenstellen. Darüber hinaus hält der Katalog 120 Menüs für spezielle Kostformen bereit wie Diabetikerkost, Menüs zur gewichtskontrollierten Ernährung oder pürierte Menüs. Hier sind alle Hinweise zu Nährstoffen und Broteinheiten angegeben. Durch dieses System können auch komplexe Diätanforderungen abgedeckt werden. Jedes einzelne Produkt wird ohne Zusatz von Geschmacksverstärkern, ohne künstliche Farbstoffe und ohne Konservierungsmittel zubereitet. Das Essen wird einmal wöchentlich tiefgekühlt ins Haus geliefert. Dadurch ist der Essensteilnehmer zeitlich unabhängig und kann essen, wann immer er möchte. Durch den Wochenkarton mit sieben Mahlzeiten ist die Verpflegung an Sonn- und Feiertagen gewährleistet. Das Ernährungskonzept des Menüservices berücksichtigt sowohl die ernährungswissenschaftlichen Empfehlungen als auch die Bedürfnisse an eine seniorengerechte Ernährung.

Männlich

27

Weiblich

22

Alter bis 20 Jahre

0

21-30 Jahre

0

31-40 Jahre

0

41-50 Jahre

0

51-60 Jahre

0

über 60 Jahre

49

Wohnsitz Stadt Euskirchen Weilerswist

23 0

Zülpich

12

Bad Münstereifel

14

Südkreis

0

Kreis Euskirchen (ges.)

49

Außerhalb Kreis Eusk.

0

Nationalität Deutsch

49

Ausländer

0

Flüchtlinge

0

Sonstige

0

Jederzeit zu Hause schlemmen, ohne Stress und Anstrengung; ausgewogen und gesund - dafür steht unser Caritas-Menüservice seit vielen Jahren

51


FACHBEREICH GESUNDHEITS- UND ALTENHILFE

Hospizdienst/ Café Insel

Klienten Männlich

45

Weiblich

61

Alter bis 20 Jahre

0

21-30 Jahre

3

31-40 Jahre

2

41-50 Jahre

6

51-60 Jahre

15

über 60 Jahre

80

Feier anlässlich der Zertifizierung unserer neuen, ehrenamtlichen Hospizhelfer/innen im Sommer 2011.

Wohnsitz Stadt Euskirchen Weilerswist

56 1

Zülpich

18

Bad Münstereifel

24

Südkreis

4

Kreis Euskirchen (ges.)

103

Außerhalb Kreis Eusk.

3

Art der Begleitung Sterbebegleitung

94

Langzeitbegleitung

12

Begleitete Angehörige

140

Lebenssituation Alleinlebend

22

Nicht allein lebend

84

Kontaktaufnahme Betroffener

9

Angehörige

28

Haus/Facharzt

3

Heim

31

Pflegedienst

12

Krankenhaus

5

Palliativstation

10

Andere

5

Unbekannt

3

Sterbe-Ort zu Hause

14

Palliativstation

8

Krankenhaus

4

Pflegeheim

16

Stat Hospiz

5

sonstiger Ort

0

unbekant

0

Begleitung Zuhause/in der Familie

71

stat. Pflegeeinrichtung

34

Einr. d. Eingliederungsh.

52

1

Im Juli 2011 haben wieder zwölf Teilnehmer/innen den Vorbereitungskurs „Mit Abschied leben - heißt bewusst leben“ mit einem Zertifikat abgeschlossen. Der einjährige Befähigungskurs umfasst 120 U-Std. In der Praxisphase sammeln die Kursteilnehmer-/innen Erfahrungen auf der Palliativstation, dem Altenzentrum Tuchmacherweg in Euskirchen, dem Marienheim in Bad Münstereifel und dem Hospiz „Stella Maris“ in Mechernich. Sie ergänzen nun das Team von mittlerweile 57 ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen in der Begleitung von schwerkranken und sterbenden Menschen. Darüber hinaus stehen inzwischen weitere zehn ehrenamtliche Mitarbeiter/innen für die Trauerbegleitung zur Verfügung. Sie haben sich auf diese Tätigkeit in einem Qualifizierungskurs vorbereitet. Dank ihres Engagements sind wir seit September 2011 in der Lage, einmal im Monat ein Trauercafé im Café Insel anbieten zu können. Weiterhin können wir der vermehrten Nachfrage nach Einzel-Trauerbegleitungen nachkommen. Ein Schwerpunkt unserer Arbeit liegt in der Umsetzung des vom Gesetzgeber festgeschriebenen Anspruchs auf flächendeckende palliative Versorgung und der damit verbundenen Vernetzung mit qualifizierten Ärzten, der Palliativstation des Marien-Hospitals, den Pflegediensten, Altenheimen und den stationären Hospizen. Seit Eröffnung des Hospizes des Marien-Hospitals Euskirchen am 3.Sept. 2011 arbeiten wir als Kooperationspartner zusammen.

Der NEST-Aktionstag am 8.Okt. 2011 in Forum St. Matthias bot allen Aktiven des „Netzwerkes für Sterbe- und Trauerbegleitung die Möglichkeit, ihre Arbeit vorzustellen. Neben vielfältiger Hilfe und Beratung durch hauptamtliche Mitarbeiter/innen konnte der Hospizdienst mit über 5.000 ehrenamtlich geleisteten Stunden 140 Angehörige unterstützen und 106 Menschen auf ihrem letzten Weg begleiten. In der Begegnungsstätte „Café Insel“ treffen sich: ˜ vier Selbsthilfegruppen für Tumorpatient/innen und chronisch Kranke ˜ Trauernde an jedem ersten Freitag im Monat zum Trauercafé ˜ eine geleitete Trauergruppe „Der Trauer Raum geben“ ˜ ein Gesprächskreis für Angehörige nach Suizid „Du bist nicht ganz allein“ ˜ Befähigungskurse für ehrenamtliche Mitarbeiter/innen im Hospizdienst und für Trauerbegleiter/innen (in Kooperation mit dem kath. Bildungswerk und NEST e.V.) ˜ die ehrenamtlichen Mitarbeiter/ innen zur Praxisbegleitung und Supervision Weiterhin waren Schulklassen und Gruppen aus Gemeinden zu Informationsveranstaltungen zu Gast. Auf großes Interesse stießen die Autorenlesungen „Stärker als der Tod“ des Weilerswister Hospizdienstes im Café Insel in Euskirchen und im FairCafé in Zülpich.


FACHBEREICH GESUNDHEITS- UND ALTENHILFE

Servicezentrum Demenz/ Café Insel Unter dem Leitziel „Brücken bauen“ werden durch das Caritas Servicezentrum Demenz Menschen mit demenzieller Erkrankung und ihre Angehörigen betreut, sowie auch im häuslichen Umfeld begleitet. Diese umfassende Aufgabe wird durch die Begegnungsstätte Café Insel, die Sprechstunden der Fachberatung und die häusliche Betreuung qualitativ hochwertig gewährleistet. Die Begegnungsstätte Café Insel bietet in Euskirchen mittwochs und donnerstags und seit Mitte 2011 in Zülpich dienstags an den Nachmittagen jeweils für 2 Stunden ein geselliges Beisammensein an. Hierbei werden die demenziell erkrankten Gäste durch speziell dafür geschulte ehrenamtliche MitarbeiterInnen betreut, ihren Fähigkeiten entsprechend und nach Möglichkeit in alltäglichen Bewegungsabläufen gefördert. Besonders gerne wird gesungen, gebastelt und an Bewegungsspielen teilgenommen. Höhepunkte im Jahresverlauf sind das Feiern von Festen, wie Karneval mit Südstadt-Prinzessin oder dem Euskirchener Dreigestirn, Sankt Martin oder Nikolaus. Auch die Auftritte des Mundharmonikavereins oder einer Märchenvorleserin bieten Abwechslung und lassen biografische Erinnerungen wach werden. All dies dient dazu, noch vorhandenes Wissen und Können zu aktivieren und Lebensfreude zu erleben. Damit auch Angehörige ihre kranken Familienmitglieder in einem anderen Zusammenhang erleben können, findet jährlich mindestens einmal ein gemeinsames Fest statt.

wöchentlich eine Zeitspanne, in der sie entspannt ihren Bedürfnissen nachgehen oder sich um Belange kümmern können, die mit ihren erkrankten Familienmitgliedern nicht möglich sind. Im Büro des Caritas Servicezentrum Demenz beraten Fachkräfte sowohl in täglichen Sprechstunden als auch nach Vereinbarung in allen Fragen, die bei der Auseinandersetzung mit Demenz auftreten, informieren über Hilfsangebote und organisieren auf Wunsch einen häuslichen Besuchsdienst. Der häusliche Besuchsdienst ermöglicht es, dass die Erkrankten den Alltag besser bewältigen und die Betreuung in der vertrauten Umgebung stattfindet. Beides sind für Demenzkranke wichtige Elemente in der Kontinuität ihres Tagesablaufs. So kann die eigene Häuslichkeit weitestgehend erhalten bleiben, die Angehörigen fühlen sich nicht alleine gelassen und eine Heimunterbringung kann so lange wie möglich vermieden werden. Da die Nachfrage in allen Aufgabenbereichen des Servicezentrums sehr groß ist und der steigende Bedarf nur durch zusätzliche ehrenamtliche Kräfte bewältigt werden kann, finden weitere Qualifizierungskurse für diesen Personenkreis statt.

Klienten Männlich

17

Weiblich

45

Alter bis 20 Jahre

2

21-30 Jahre

4

31-40 Jahre

4

41-50 Jahre

14

51-60 Jahre

28

über 60 Jahre

10

Wohnsitz Stadt Euskirchen Weilerswist Zülpich

34 0 15

Bad Münstereifel

8

Südkreis

3

Kreis Euskirchen (ges.)

60

Außerhalb Kreis Eusk.

2

Nationalität Deutsch

62

Ausländer

0

Flüchtlinge

0

Sonstige

0

Familienstand Ledig

7

Verheiratet

16

Geschieden

1

Getrennt

1

Verwitwet

37

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

0

Privatperson

25

Behörde

1

Soziale Dienste

36

Kirchl. Dienste

0

Arbeitgeber

0

Sonstige

0

Auch der Nikolaus - hier gespielt von Caritas-Altchef Bruno Grobelny - ist regelmäßiger Gast im Demenz-Café.

Ein Fahrdienst ermöglicht es den Menschen, die nicht mehr so mobil sind, an den gemeinsamen Nachmittagen teilzunehmen. Angehörige haben so

53


54


Fachbereich Hilfen zur Arbeit


FACHBEREICH HILFEN ZUR ARBEIT

SINA - Soziale Integration und neue Arbeit

Klienten Männlich

0

Weiblich

34

Alter bis 20 Jahre

6

21-30 Jahre

28

31-40 Jahre

0

41-50 Jahre

0

51-60 Jahre

0

über 60 Jahre

0

Wohnsitz Stadt Euskirchen

21

Weilerswist

6

Zülpich

3

Bad Münstereifel

1

Südkreis

3

Kreis Euskirchen (ges.)

34

Außerhalb Kreis Eusk.

0

Nationalität Deutsch

29

Ausländer

5

Flüchtlinge

0

Sonstige

0

Familienstand Ledig

33

Verheiratet

0

Geschieden

1

Getrennt

0

Verwitwet

0

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

0

Privatperson

0

Behörde

34

Soziale Dienste

0

Kirchl. Dienste

0

Arbeitgeber

0

Sonstige

0

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit

0

Arbeitslosengeld I

0

ALG II/ Grundsicherung

34

Eingliederung SGBXII

0

Sonstige

0

56

Das Projekt SINA ist eine Maßnahme der Caritas Euskirchen in Kooperation mit dem Jobcenter Eu-aktiv zur Integration junger Frauen im Alter zwischen 18 und 25 Jahren in den ersten Arbeitsmarkt. Nach dem erfolgreichen Verlauf der ersten SINA-Maßnahmen wurde das Projekt für 2011 neu aufgelegt. In dem Projekt waren 2011 durchgängig 34 Teilnehmerinnen beschäftigt, die von 2 Pädagoginnen und einem technischen Anleiter betreut wurden. Ziel des Projektes war es in erster Linie, die Maßnahmefähigkeit der Teilnehmerinnen herzustellen, und darüber hinaus die Vermittlung in Praktika, Ausbildung oder ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitnehmerverhältnis. Um diese Ziele zu erreichen, wurde in Form von Gruppen- und Einzelarbeit mit den Teilnehmerinnen gearbeitet. Inhalte dieser Arbeit waren (u.a.): ˜ Soziale Beratung zur Klärung und Bearbeitung sozialer Problemlagen, die eine Vermittlung in ein Ausbildungs-/ Arbeitsverhältnis erschweren oder verhindern ˜ Ergänzungsunterricht zur Vorbereitung/ Wiederholung von für eine Ausbildung/ Weiterbildung relevanter Lehrinhalte ˜ Vermittlung zu weiteren sozialen Diensten zur Klärung und Bearbeitung spezieller sozialer Problemsituationen wie z.B. Verschuldung, psychische Problematiken abhängiges Verhalten jeglicher Form u.ä. ˜ Bewerbungstraining und Vorbereitung/ Begleitung von Vorstellungsgesprächen

Über die Förderung der Arbeitsfähigkeit der Klientinnen, die Zusammenarbeit mit der ArGe und den Arbeitgebern konnten zudem gezielte Fördermaßnahmen wie die Jobperspektive, Einstiegsqualifizierung o.ä. ermittelt und gezielt angegangen werden. Die Maßnahme wurde bis 31.03.2012 verlängert. Es durchliefen 2011 insgesamt 34 Teilnehmerinnen die Maßnahme, wovon 6 Teilnehmerinnen über den Jahreswechsel hinaus in 2012 die Maßnahme weiterführen. In 2011 beendeten 14 Teilnehmerinnen die Maßnahme regulär (50 %), 2 Teilnehmerinnen kündigten von sich aus auf Grund gesundheitlicher Probleme (7,1 %), 7 Teilnehmerinnen wurden auf Grund von Fehlzeiten gekündigt (25 %), 1 Teilnehmerin beendete die Maßnahme wegen Aufnahme eines sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnises (3,6 %), 1 Teilnehmerin schied wegen Wegfall des Leistungsanspruchs aus (3,6 %), 1 Teilnehmerin beendete die Maßnahme in Absprache mit der Arbeitsvermittlerin (3,6 %), 2 Teilnehmerinnen wechselten in eine andere Maßnahme (7,1 %).


FACHBEREICH HILFEN ZUR ARBEIT

Jobmotor Im Jahr 2011 führte der Caritasverband das 2010 begonnene Projekt „Jobmotor“ als einer von 14 Verbänden im Bereich des DICV Köln weiter durch. Jobmotor richtet sich an Menschen mit Migrationsgeschichte. Wesentliche Aufgabenstellungen im Projekt waren im Jahr 2011: ˜ Ausbau und Stabilisierung derNetzwerkkooperationen ˜ Stärkung der berufsbezogenen Beratungs- , Qualifizierungs- und Vermittlungsangebote für Menschen mit Migrationshintergrund sowie Schaffung von sozialversicherungspflichtigen Arbeitsstellen ˜ Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe ˜ Aktionen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung im beruflichen Umfeld Die geplanten Ziele im Projekt konnten erreicht werden. Im Rahmen des Aufbaus der Projektinfrastruktur wurde das Netzwerk verfestigt. Es hat sich als tragend in der Öffnung weiterer, intensiver Kontakte erwiesen und einer weiteren starken Inanspruchnahme der JobMotor-Angebote geführt. Das Netzwerk hat zwei Kooperationsschwerpunkte: Zum Einen die Zusammenarbeit mit dem Integrationsrat (Vertreter/-innen aus Migrantenorganisationen, Politik und Verwaltung), zum Anderen mit dem Stadtteilbüro „Soziale Stadt“. Auch die weiteren geknüpften Verbindungen aus dem Netzwerk haben sich im Rahmen der beschlossenen Kooperationen in 2011 zahlreiche Inanspruchnahmen des Beratungsangebotes entwickelt. Schwerpunkt ist neben der allgemeinen Sozialberatung mittlerweile die Unterstützung bei Bewerbungen. Darüber hinaus werden gemeinsame Aktionen, wie Stadtteilfest mit dem Tag der Nationen, gemeinsam organisiert.

Einer der Höhepunkte war die Teilnahme von Jobmotor an der „Viehplätzchen - WM“ Nach dem Motto: „Ein Fest für die ganze Familie“ wurde auf der Grünfläche Disternicher Torwall am Samstagnachmittag, den 09.07.2011, unter der Schirmherrschaft von Herrn Bürgermeister Dr. Friedl, zum 2. Mal ein Freizeit-Fußballturnier durchgeführt. Ein wichtiges Ziel des laufenden Sanierungsverfahrens Viehplätzchen ist es, das nachbarschaftliche Miteinander zu stärken und die unterschiedlichen Kulturen zu fördern. Jobmotor konnte sich hier vor internationalem Publikum mit seinen Hilfs- und Unterstützungsangeboten präsentieren und in einem lockeren Rahmen informieren. Die Zielgruppe von Jobmotor setzte sich auch 2011 überwiegend aus arbeitslosen Menschen mit Migrationshintergrund zusammen. Weiterhin war bemerkenswert, dass es sich bei den Personen, die unser Angebot in Anspruch genommen haben, überwiegend um Frauen handelt. Dies liegt unseres Erachtens daran, dass der hiesige Caritasverband bereits mehrfach Qualifzierungs- und Beschäftigungsprojekte für Frauen mit Migrationshintergrund durchgeführt hat und diesbezüglich weiterhin über einen gewissen Bekanntheitsgrad verfügt. Dementsprechend gering ist die Schwellenangst vor dem Erstbesuch. Über unsere Beratungsangebote und Einrichtungen (Möbellager, Kleiderladen, Bewerberbüro, Stromspar-Check) konnten wir den Jobmotor weiter bekannt machen und haben durch diese flankierenden Dienste keine Probleme, die Zielgruppe zu erreichen. Ein Ersttermin ist kurzfristig bei einem/-r Jobmotor Mitarbeiter/-in möglich. Folgetermine werden vereinbart. Durch die kurzfristige Verfügbarkeit eines Ansprechpartners wird schnell auch das Vertrauen zu der „Institution Caritas“ geschaffen und die Ratsuchenden werden ermutigt, weitere Termine wahr zu nehmen.

57


FACHBEREICH HILFEN ZUR ARBEIT

Zusatzjob plus

Klienten Männlich

17

Weiblich

33

Alter bis 20 Jahre

1

21-30 Jahre

16

31-40 Jahre

13

41-50 Jahre

13

51-60 Jahre

7

über 60 Jahre

0

Wohnsitz Stadt Euskirchen Weilerswist Zülpich Bad Münstereifel

26 1 10 2

Südkreis

11

Kreis Euskirchen (ges.)

50

Außerhalb Kreis Eusk.

0

Nationalität Deutsch

42

Ausländer

7

Flüchtlinge

1

Sonstige

0

Familienstand Ledig

18

Verheiratet

12

Geschieden

15

Getrennt

4

Verwitwet

1

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

0

Privatperson

0

Behörde

50

Soziale Dienste

0

Kirchl. Dienste

0

Arbeitgeber

0

Sonstige

0

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit

0

Arbeitslosengeld I

0

ALG II/ Grundsicherung

50

Eingliederung SGBXII

0

Sonstige

0

58

„Zusatzjob plus“ – besser bekannt als Ein-Euro-Job - wurde gefördert durch das Jobcenter EU-aktiv. Dem Caritasverband wurden nur noch 15 Teilnehmerplätze im Jahr 2011 bewilligt. Die Initiative für zusätzliche Beschäftigung richtet sich an Arbeitslosengeld II BezieherInnen. Die TeilnehmerInnen erhielten einen Integrationsvertrag für sechs Monate mit der Option auf Verlängerung und waren in verschiedenen Fachbereichen des Caritasverbandes oder bei Kooperationspartnern, wie z.B. dem Deutschen Roten Kreuz, den Tafeln, Forum Vogelsang tätig. Dort verrichteten sie mit einer wöchentlichen Beschäftigungszeit von maximal 30 Stunden inklusive Qualifizierung zusätzliche Arbeiten, die gemeinnützig, arbeitsmarkpolitisch zweckmäßig und für die ArbeitnehmerInnen interessant waren und/oder ihnen eine berufliche Orientierung boten. Im Rahmen dieser Maßnahme hatten die Frauen und Männer auch die Möglichkeit, Praktika bis zu einer Dauer von 4 Wochen zu absolvieren. Das Ziel des Projektes war die Aktivierung, die Herstellung und der Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit sowie die Verringerung der Hilfebedürftigkeit, um letztendlich die Chancen auf eine dauerhafte Eingliederung in den ersten Arbeitsmarkt zu erhöhen.

Im Laufe des Jahres durchliefen 50 Frauen und Männer die Maßnahme und konnten sowohl intern als auch extern bei unseren Kooperationspartnern beschäftigt werden. 5 TeilnehmerInnen beendeten die Maßnahme, weil sie eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitmarkt gefunden haben und 1 Teilnehmerin hat eine Ausbildung aufgenommen. Bei 4 Personen wurde der Qualifizierungsvertrag vorzeitig aufgelöst, da eine Fortführung durch eine fehlende Kinderbetreuung o.ä. nicht mehr möglich war oder die Personen aus dem Leistungsbezug gefallen sind. Weitere 5 ProjektteilnehmerInnen wurden aus der Arbeitsgelegenheit gekündigt, da sie der Arbeit wiederholt unentschuldigt fern blieben. Die eigene Kündigung reichten 3 Personen ein, da sie nicht mehr an der Maßnahme teilnehmen wollten. Aufgrund von längeren krankheitsbedingten Fehlzeiten konnten 4 TeilnehmerInnen das Maßnahmeziel nicht erreichen und wurden entlassen. 21 Frauen und Männer beendeten aufgrund einer nicht erfolgten Vermittlung in den 1. Arbeitsmarkt die Maßnahme regulär. Weitere 7 TeilnehmerInnnen setzten ihre Teilnahme an der Maßnahme im Jahr 2012 fort.


FACHBEREICH HILFEN ZUR ARBEIT

Zusatzjob Stromsparcoach Das Projekt Zusatzjob Stromsparcoach richtet sich an Langzeitarbeitslose, die zu Stromsparhelfern qualifiziert werden und auf Wunsch in einkommensschwachen Haushalten kostenlos einen Stromsparcheck durchführen. Darüber hinaus informieren sie zu Einsparmöglichkeiten. Die Beratung in den Haushalten erfolgt jeweils in Zweierteams. Der Stromspar-Check ist eine gemeinsame Aktion des Deutschen Caritasverbandes e.V. und des Bundesverbandes der Energie- und Klimaschutzagenturen Deutschlands (eaD). Vor Ort wird das Projekt in Kooperation mit dem Jobcenter Euaktiv durchgeführt. Es wurden insgesamt 6 Teilnehmerplätze im Rahmen eines 1-€ Jobs vom Jobcenter Eu-aktiv für das Jahr 2011 bewilligt. Die eaD schult die Teilnehmer, kontrolliert die Checks und überwacht die Datenbank. Der Caritasverband übernimmt die Organisation der Maßnahme: Es werden Teilnehmer über die Arge EU-aktiv akquiriert. Darüber hinaus werden die zu beratenden Haushalte akquiriert und die Teilnehmer bei persönlichen Angelegenheiten und Problemen begleitet Die Teilnehmer nahmen zu Beginn der Maßnahme an einem Kommunikationstraining teil und wurden dadurch grundlegend auf die Beratungseinsätze in den Haushalten vorbereitet. Im Anschluss daran erhielten sie durch einen Referenten des eaD eine entsprechende Schulung mit einem Umfang von 60-80 Stunden. Im Rahmen der Durchführung des Stromspar-Checks führten die Stromsparhelfer im Jahr 2011 insgesamt 262 Einsätze in einkommensschwachen Haushalten durch. Im Rahmen der Schulung zeigte sich deutlich, dass, neben erheblichen Defiziten im Gebrauch von Computern, das intellektuelle Leistungsvermögen der Teilnehmer sehr unterschiedlich ausgeprägt ist. Grundlegende Regeln des Arbeitslebens wie regelmäßiges und pünktliches Erscheinen wurden aufgrund der arbeits-

marktnahen Bedingungen und der Tatsache, dass man im Team arbeitete, gerne von den Teilnehmer angenommen. Durch die Vermittlung theoretischer Kenntnisse und die praktische Anleitung bei den ersten Hausbesuchen durch den Referenten des eaD, erhielten die Teilnehmer ein Selbstverständnis, das von Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit geprägt war. Eine intensive individuelle sozialpädagogische Betreuung während der gesamten Maßnahme unterstützte das Heranführen an die Anforderungen eines geregelten Arbeitsalltages. Besondere Bedeutung kam hier der Position als Stromsparhelfer zu: Durch die intensive Schulung im Bereich Energiesparen erhielten die Stromsparhelfer einen Wissensvorsprung gegenüber anderen Langzeitarbeitslosen, den sie nur allzu gerne einsetzten. Darüber hinaus verstanden sich die Stromsparhelfer durch die Tatsache, dass sie Energiesparpakete verschenken durften, als tatkräftige Helfer für bedürftige Menschen. Eigene Probleme vergessend, versuchten sie in besonders kritischen Situationen zu unterstützen. Entscheidend war hier, dass sie aufgrund eigener finanzieller Nöte im Umgang mit den entsprechenden Personen sehr verständnisvoll reagierten. Neben der regulären Schulung und dem intensiven Kontakt zum Trainer der Energieagentur Deutschland, konnte auch ein Teilnehmer eine Prüfung zum Serviceberater für Energie- und Wasserspartechnik vor der Handwerkskammer Rhein-Main erfolgreich abschließen. Im Jahr 2011 konnten wir erst im Mai starten, da zunächst keine passenden Teilnehmer zur Verfügung standen. So waren lediglich 6 Teilnehmer in der Maßnahme tätig. Auch über ihr reguläres Maßnahmeende hinaus waren zwei Teilnehmer weiterhin ehrenamtlich im Projekt tätig, so dass die bestehenden Teams ihre Arbeit auch über den Jahreswechsel hinaus fortsetzen konnten.

Klienten Männlich

6

Weiblich

0

Alter bis 20 Jahre

0

21-30 Jahre

0

31-40 Jahre

1

41-50 Jahre

2

51-60 Jahre

3

über 60 Jahre

0

Wohnsitz Stadt Euskirchen

2

Weilerswist

1

Zülpich

0

Bad Münstereifel

1

Südkreis

2

Kreis Euskirchen (ges.)

6

Außerhalb Kreis Eusk.

0

Nationalität Deutsch

6

Ausländer

0

Flüchtlinge

0

Sonstige

0

Familienstand Ledig

3

Verheiratet

1

Geschieden

0

Getrennt

2

Verwitwet

0

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

0

Privatperson

0

Behörde

6

Soziale Dienste

0

Kirchl. Dienste

0

Arbeitgeber

0

Sonstige

0

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit

0

Arbeitslosengeld I

0

ALG II/ Grundsicherung

6

Eingliederung SGBXII

0

Sonstige

0

59


FACHBEREICH HILFEN ZUR ARBEIT

CABIT - Caritas Bewerbungs- u. Infotreff

Klienten Männlich

4

Weiblich

11

Alter bis 20 Jahre

0

21-30 Jahre

5

31-40 Jahre

5

41-50 Jahre

3

51-60 Jahre

2

über 60 Jahre

0

Wohnsitz Stadt Euskirchen

13

Weilerswist

0

Zülpich

0

Bad Münstereifel

1

Südkreis

1

Kreis Euskirchen (ges.)

15

Außerhalb Kreis Eusk.

0

Nationalität Deutsch

13

Ausländer

2

Flüchtlinge

0

Sonstige

0

Familienstand Ledig

9

Verheiratet

1

Geschieden

4

Getrennt

1

Verwitwet

0

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

0

Privatperson

0

Behörde

15

Soziale Dienste

0

Kirchl. Dienste

0

Arbeitgeber

0

Sonstige

0

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit

0

Arbeitslosengeld I

0

ALG II/ Grundsicherung

15

Eingliederung SGBXII

0

Sonstige

0

60

Das Projekt CABIT (CAritas-Bewerbungs und Informationstreff ) startete am 01.01.2010 und endet am 31.03.2011. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Jobcenter Euskirchen durchgeführt. Der Caritasverband war Träger für 6 Maßnahmeplätze. Die Teilnehmer/-innen waren in unserem CABIT-Büro (Caritas Bewerbungs- und Informationstreff ) in gemeinnütziger und zusätzlicher Tätigkeit eingesetzt. Im o.g. Zeitraum der Maßnahme wurde mit 15 Männern und Frauen eine Eingliederungsvereinbarung bzw. die Verlängerung dieser geschlossen. 2 Teilnehmer verblieben über den Jahreswechsel in der Maßnahme. Der Verbleib der 13 ausgeschiedenen Frauen und Männer sieht wie folgt aus: 1 TN Arbeitsaufnahme 1 TN Auflösungsvertrag 1 TN Beendigung in Absprache mit der Arbeitsvermittlerin 1 TN stationäre Aufnahme in eine Tagesklinik 9 TN regulärer Austritt Zwei Teilnehmer, die regulär ausgeschieden sind, haben noch während der Maßnahme die Zusage für eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung zu einem späteren Zeitpunkt/im Anschluss an die Maßnahme erhalten. Eine andere Teilnehmerin hat durch ihre Tätigkeit im CABIT-Büro eine Ausbildungsstelle im Caritasverband erhalten. Dies wurde noch während der Teilnahme an der Maßnahme vertraglich abgeschlossen, jedoch erst 2 Monate nach Beendigung umgesetzt. Anfangs schlecht motivierte Teilnehmer, die weder großes Interesse an der Beschäftigung noch an der Qualifizierung hatten, wuchsen über die Zeit in das Projekt hinein und zeigten Motivation und Zuverlässigkeit. Hierbei spielte es auch eine große Rolle, dass die Teilnehmer durch die Voraussetzungen, die für die Arbeit im CABIT-

Büro erforderlich sind, größtenteils einen ähnlichen Bildungsstand hatten und somit ein sehr teamfähiges Arbeiten praktizieren konnten. Die Maßnahme stellt sich als ein Projekt dar, in welchem die Teilnehmer sowohl teamfähig als auch selbstverantwortlich und sehr engagiert agieren. Die Projektteilnehmer/-innen berichteten darüber hinaus aber auch über das Empfinden, durch ihre Beschäftigung Anerkennung zu erhalten, nicht zuletzt auch in ihrem persönlichen Umfeld. Mehrere Teilnehmer/-innen schilderten uns von dem guten Gefühl, welches sie haben, wenn die Nachbarn sie wieder zu regelmäßigen Arbeitszeiten aus dem Haus gehen sahen. Schwieriger als im Vorjahr gestaltete sich die Vermittlung in Arbeitsverhältnisse. Die Arbeitgeber agierten in der Regel unter einem hohen Kostendruck und wollten die Teilnehmer/-innen lieber auf der Basis einer geringfügigen Beschäftigung einstellen. Da einige Teilnehmer im Alter um die 30 vorrangig eine Ausbildung anstrebten, gestaltete sich die Suche nach einer Ausbildungsstelle, die auch ältere Bewerber einstellen würde, als sehr schwierig. Auch berichteten die Teilnehmer über Vorstellungsgespräche, die als sehr unseriös bezeichnet werden können. Wir hatten in dieser Zeit eine partielle Anzahl von alleinerziehenden Müttern als Teilnehmerinnen. Aufgrund der eingeschränkten Kinderbetreuungszeiten zeigten sich hier zusätzliche Vermittlungshemmnisse. Zusammenfassend beurteilen wir das Projekt als eine stabilisierende, sehr gut angenommene Maßnahme, die langzeitarbeitslosen Menschen durch Stärkung ihres Selbstbewusstseins und den Gedanken, anderen in gleicher Situation Hilfestellung zu leisten, geeignet ist, die Teilnehmer an das 1. Arbeitsleben heranzuführen oder ihnen die Rückkehr in das Arbeitsleben zu ermöglichen.


FACHBEREICH HILFEN ZUR ARBEIT

C.C.P. - Caritas-Clearing-Projekt Das Projekt CCP (Caritas-Clearing-Projekt) startete am 01.06.2011 und endet am 31.03.2012. Es richtete sich zunächst an Langzeitarbeitslose, die aufgrund ihrer Suchtmittelabhängigkeit substituiert und psycho-sozial betreut werden. Im Laufe der Maßnahme wurde der Teilnehmerkreis um Langzeitarbeitslose mit Alkoholabhängigkeit erweitert. Es werden insgesamt fünf Teilnehmerplätze im Gesamtzeitraum vorgehalten. Das Projekt wird in Kooperation mit dem Jobcenter Euskirchen durchgeführt. Im Qualifizierungsbereich werden Arbeiten im Holzbereich, Garten- und Landschaftsbau sowie im Bereich Hausmeistertätigkeit angeboten. In allen Bereichen geht es darum, eine möglichst realistische Einschätzung zur Erwerbsfähigkeit der Klienten zu erhalten. Die Maßnahme startete am 01.06.2011 mit vier Teilnehmern. Bis Ende des Jahres durchliefen 10 weitere Teilnehmer das Projekt. Von insgesamt 12 Teilnehmern mussten wir uns bis Jahresende trennen: 9 Teilnehmer verließen die Maßnahme regulär. Ein Teilnehmer verließ die Maßnahme wegen Aufnahme einer stationären Entgiftung, ein weiterer Teilnehmer beendete die Maßnahme aus persönlichen Gründen und einem Teilnehmer musste aufgrund von unentschuldigten Fehlzeiten gekündigt werden. Im Rahmen der Beschäftigung zeigte sich deutlich, dass, neben erheblichen Defiziten im praktischen Bereich, das intellektuelle Leistungsvermögen der Teilnehmer sehr unterschiedlich ausgeprägt war. Grundlegende Regeln des Arbeitslebens wie regelmäßiges und pünktliches Erscheinen waren zu Beginn der Maßnahme nur teilweise oder gar nicht vorhanden und mussten mit dem überwiegenden Teil der Teilnehmer immer wieder neu eingeübt werden.

Nach eigenen Angaben nahmen nur wenige der Teilnehmer freiwillig an der Maßnahme teil, von daher herrschte zu Beginn eine Atmosphäre der Ablehnung, des Missmutes und des Misstrauens. Im weiteren Verlauf der Maßnahme entwickelte sich jedoch zunehmend mehr Vertrauen, gerade auch gegenüber den Mitarbeitern im Projekt. Im Rahmen eines regelmäßig wiederkehrenden Tagesablaufes, der als schützend erlebt wurde, fühlten sich die Teilnehmer recht wohl. Auch das für Einzelne sehr schwierige Einhalten von Regeln und Zeiten wurde im Laufe der Maßnahme verbessert. Auffallend war fast durchgängig der schlechte körperliche bzw. gesundheitliche Zustand der Teilnehmer. Neben den suchtbegleitenden Infektionskrankheiten war oftmals ein schnell fortschreitender körperlicher Verfall zu beobachten, der sich in häufigen krankheitsbedingten Fehlzeiten und frühzeitiger Erschöpfung spiegelte. Trotz der recht kurzen täglichen Maßnahmedauer von vier Stunden waren einige Teilnehmer nicht in der Lage, den Arbeitstag durch zu halten.

Klienten Männlich

11

Weiblich

3

Alter bis 20 Jahre

1

21-30 Jahre

0

31-40 Jahre

6

41-50 Jahre

6

51-60 Jahre

1

über 60 Jahre

0

Wohnsitz Stadt Euskirchen

11

Weilerswist

1

Zülpich

1

Bad Münstereifel

0

Südkreis

1

Kreis Euskirchen (ges.)

14

Außerhalb Kreis Eusk.

0

Nationalität Deutsch

14

Ausländer

0

Flüchtlinge

0

Sonstige

0

Familienstand Ledig

8

Verheiratet

1

Geschieden

4

Getrennt

1

Erwähnenswert scheint auch, dass einige Teilnehmer kaum zu motivieren waren, an einer erfolgreichen Entwicklung ihrer persönlichen Situation mit zu wirken.

Verwitwet

0

Zusammenfassend bleibt fest zu halten, dass CCP aufgrund des Klientels eine schwierig durch zu führende Maßnahme war, die den Teilnehmern erstmals wieder die Möglichkeit gab, ihren Tagesablauf, der in den Jahren vorher überwiegend vom Suchtmittelkonsum bestimmt war, neu zu strukturieren und ihre eigene Situation zu überdenken.

Behörde

Kontaktaufnahme Eigeninitiative

0

Privatperson

0 14

Soziale Dienste

0

Kirchl. Dienste

0

Arbeitgeber

0

Sonstige

0

Wirtschaftliche Situation Erwerbstätigkeit

0

Arbeitslosengeld I

0

ALG II/ Grundsicherung

14

Eingliederung SGBXII

0

Sonstige

0

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FACHBEREICH HILFEN ZUR ARBEIT

Stoffwechsel 33

Hell und freundlich präsentieren sich die Räume des sozialen Kleiderladens „Stoffwechsel 33“ den Kunden. Denn als Kunden werden die Klienten, welche hier günstig einkaufen können, gesehen und behandelt - im besten Sinne des Wortes.

Möbelkino In den Möbellagern Hochstraße und Alte Gerberstraße waren im Jahr 2011 wieder Teilnehmer und Teilnehmerinnen der verschiedenen Projekte des Fachbereiches tätig. Jedoch nahm deren Zahl aufgrund von Mittelreduzierungen im Bereich der Arbeitsförderung stark ab. Das führte dazu, dass durch unsere Mitarbeiter verstärkt ehrenamtliche Helfer akquiriert werden mussten. Es zeigte sich hier, dass ehemalige Projektteilnehmer/-innen auch gerne über ihren Maßnahmezeitraum hinaus im Möbellager helfen. Dies ist nicht zuletzt auf den respektvollen und anerkennenden Umgang mit diesen Personen zurück zu führen. Zu den Aufgaben der Mitarbeiter/innen des Möbellagers gehörten die Abholung von Möbelspenden und deren Auslieferung an bedürftige Mitbürger, kleinere Reparaturen oder Verschönerungen an den Möbeln sowie die ansprechende Präsentation der Waren.Neben dem Erlernen von

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Arbeitstugenden wie z.B. Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit konnten die Teilnehmer/-innen durch den täglichen Kontakt zu den Spendern und Empfängern intensiv den Umgang mit Kunden einüben. Nach wie vor wurden angebotene Möbel vor der Abholung durch den Leiter des Möbellagers besichtigt. Dadurch konnten wir gezielt die Möbel aussuchen, die zum einen noch gut erhalten sind und zum anderen von den bedürftigen Kunden gesucht werden. Überwiegend waren Kleinmöbel, Küchen und Schlafzimmer gesucht. Es gibt es eine hohe Bereitschaft vieler Bürger/-innen, gut erhaltene Gegenstände gezielt an den Caritasverband abzugeben und sie einer weiteren Verwendung zuzuführen. Besonders von Menschen mit einem sehr niedrigen Einkommen und Empfängern von Arbeitslosengeld II wird dieses Angebot genutzt. Sie haben hier die Möglichkeit, gut erhaltene Möbel gegen einen geringen Kostenbeitrag zu erwerben.

Der Kleiderladen wurde auch im Jahr 2011 sowohl von Spendern wie auch von den Kunden wieder rege in Anspruch genommen. Neben einer großen Auswahl von Kinder-, Damen- und Herrenbekleidung finden hier auch Gardinen, Bett- und Tischwäsche und Schuhe ihre Abnehmer. Die ProjektteilnehmerInnen von unseren verschiedenen Maßnahmen begutachten die eingehenden Spenden, waschen gegebenenfalls die Kleidung und führen, falls notwendig, kleine Näharbeiten durch. Durch den Umgang mit den Kunden und das Bedienen einer elektronischen Kasse können die Projektteilnehmerinnen Erfahrungen im Verkaufsbereich sammeln. Besonders begehrt sind Jacken, Pullover und Jeans, aber auch etwas modernere Kleidung, die sich die Kundschaft normalerweise nicht leisten kann. Durch das hohe Spendenaufkommen ist ein ständig wechselndes Angebot im Laden gewährleistet, was zum Aufbau einer Stammkundschaft beigetragen hat. Durch die Kleiderspenden von verschiedenen Einzelhandelsgeschäften können wir sogar auch immer mal wieder Neuware anbieten. Zusätzlich zum üblichen Angebot werden auch immer wieder saisonale Kleidungsstücke, wie z. B. Karnevalskostüme, Kommunionskleider/-anzüge ect. Angeboten. Im Jahr 2011 wurde der Kleiderladen von ca. 4900 Kunden besucht. Das ergibt eine durchschnittliche Besucherzahl von 19 Personen pro Verkaufstag. Ca 12500 Kleidungsstücke fanden neue Besitzer. Zusätzlich erhielten 51 Bedürftige wie Wohnungslose oder Durchreisende Kleidungstücke, die kostenlos abgegeben wurden.


DIENSTE UND EINRICHTUNGEN Wo Sie uns finden. Wie Sie uns erreichen. Öffnungszeiten der Geschäftsstelle Mo.-Do. von 8:00-13:00 und von 14:00-17:00 Uhr

Caritasverband für das Kreisdekenat Euskirchen e.V. Wilhelmstr. 52, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/70 00-0 Fax: 0 22 51/70 00-66 info@caritas-eu.de Vorstand/ Geschäftsführung

Fachbereichsleiterin Cilly von Sturm Wilhelmstr. 52, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/70 00-94 Fax: 0 22 51/70 00-66 jugend-familie-senioren@caritas-eu.de

Geschäftsführender Vorstand Franz Josef Funken Wilhelmstr. 52, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/70 00-46 Ehrenamtlicher Vorstand Horst Lennartz

Gemeindecaritas und Offene Altenarbeit Hermann-Josef Schneider Wilhelmstr. 52, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/70 00-25 cug@caritas-eu.de

Sekretariat Christa Schüller Wilhelmstr. 52, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/70 00-32 Fax: 0 22 51/70 00-65 sekretariat@caritas-eu.de

Caritasnetzwerk Frühe Hilfen Wilhelmstr. 52, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/70 00-18 fruehehilfen@caritas-eu.de

Fr. von 8:00-13:00 und von 14:00-15.30 Uhr

Kinder, Jugend, Familie und Senioren

Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising Carsten Düppengießer Wilhelmstr. 52, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/70 00-42 Fax: 0 22 51/70 00-65 info@caritas-eu.de Recht und Personalentwicklung Tanja Engel Wilhelmstr. 52, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/70 00-44 Fax: 0 22 51/70 00-65 personal@caritas-eu.de Schulen, Bildung und Betreuung Reinhard Klinkhammer Wilhelmstr. 52, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/70 00-91 Fax: 0 22 51/70 00-65 ogs@caritas-eu.de Verwaltung und Wirtschaft Fachbereichsleiter Günter Zimmermann Wilhelmstr. 52, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/70 00-33 verwaltung@caritas-eu.de

esperanza - Beratungsstelle für schwangere und allein erziehende Frauen ˜7ZgVijc\hhiZaaZ ˜K}iZgWZgVijc\ ˜7Z\Z\cjc\hhi}iiZ ˜7VWn@aZ^YZghijWZ Wilhelmstr. 52, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/70 00-19 esperanza@caritas-eu.de Kurberatung Wilhelmstr. 52, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/70 00-24 kuren-ferien@caritas-eu.de Ambulante Flexible Erziehungshilfen/ Familienhebamme Wilhelmstr. 52, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/70 00-88 erziehungshilfen@caritas-eu.de Jugendzentrum Jugendvilla Alte Gerberstr. 22, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/92 13 27 jugendvilla@caritas-eu.de

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DIENSTE UND EINRICHTUNGEN Sucht- und Wohnungslosenhilfe Fachbereichsleiter Bernhard Becker Kapellenstr. 14, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/6 50 35-0 Fax: 0 22 51/6 50 35-11 suchthilfe@caritas-eu.de

Betreutes Wohnen Wilhelmstr. 52, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/70 00-55 spz-betreuteswohnen@caritas-eu.de

Wo Sie uns finden. Wie Sie uns erreichen.

Sozialpsychiatrisches Zentrum Kapellenstr. 14, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/94 19-0

Mo.-Do. von 8:00-13:00

Öffnungszeiten der Geschäftsstelle

und von 14:00-17:00 Uhr Fr. von 8:00-13:00 und von 14:00-15.30 Uhr

Fachstelle für Suchtvorbeugung Kapellenstr. 14, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/6 50 35-25 ffs@caritas-eu.de Ambulante Suchthilfe ˜7ZgVijc\jcY7Z]VcYajc\ ˜6bWjaVciZGZ]VW^a^iVi^dcHjX]i ˜9gd\Zc]^a[Z ˜Egd_Z`iZ Kapellenstr. 14, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/6 50 35-0 Ambulantes Betreutes Wohnen für suchtkranke Frauen und Männer Herrenhausstr. 10, 53881 Euskirchen Euenheim Telefon: 0 22 51/7 16 39 Hilfen für Wohnungslose Kommerner Str. 21, 53879 Euskirchen wohnungslose@caritas-eu.de ˜7ZgVijc\hhiZaaZjcYIV\Zh" stätte für Wohnungslose Telefon: 0 22 51/94 18-17 ˜CdihX]aV[hiZaaZjcYLd]c]^a[Zc Telefon: 0 22 51/94 18-23 Einzelfallhilfe Kommerner Str. 21, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/94 18-23 Eingliederungs- und Behindertenhilfe Fachbereichsleiter Paul Blum Kapellenstr. 14, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/94 19-0 Fax: 0 22 51/94 19-169 rehabilitation@caritas-eu.de

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˜@dciV`i"jcY7ZgVijc\hhiZaaZ Telefon: 0 22 51/94 19-162 spz-beratungsstelle@caritas-eu.de ˜IV\Zhhi}iiZ Telefon: 0 22 51/94 19-165 spz-tagesstaette@caritas-eu.de Wohnhäuser für psychisch erkrankte Menschen ˜Ld]c]VjhGjeeZgVi] Telefon: 0 22 51/78 07 wh-rupperath@caritas-eu.de ˜Ld]c]Vjh@Vaa Telefon: 0 24 41/55 01 wh-kall@caritas-eu.de ˜Ld]c]Vjh@^gX]]Z^b Telefon: 0 22 55/13 12 wh-kirchheim@caritas-eu.de Entschuldungshilfe Kommerner Str. 21, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/94 18-11 Insolvenzberatung Kommerner Str. 21, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/94 18-15 Betreuungswesen Kommerner Str. 21, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/94 18-13 Migrationsdienst Kommerner Str. 21, 53879 Euskirchen migration@caritas-eu.de ˜6jhh^ZYaZgWZgVijc\ Telefon: 0 22 51/94 18-14 ˜6hna"j#6jha}cYZgWZgVijc\ Telefon: 0 22 51/94 18-12 ˜HigZZildg`egd_Z`i Telefon: 0 22 51/94 18-16


DIENSTE UND EINRICHTUNGEN Wo Sie uns finden. Wie Sie uns erreichen. Öffnungszeiten der Geschäftsstelle Mo.-Do. von 8:00-13:00 und von 14:00-17:00 Uhr Fr. von 8:00-13:00

Gesundheits- und Altenhilfe Fachbereichsleiter Klaus Schruff Wilhelmstr. 52, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/70 00-35 Fax: 0 22 51/70 00-66 gesundheitshilfe@caritas-eu.de

und von 14:00-15.30 Uhr

Pflegestation Euskirchen Gottfried-Disse-Str. 40, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/70 00-23 Pflegestation Bad Münstereifel Marktstr. 7, 53902 Bad Münstereifel Telefon: 0 22 53/18 00 07 Tagespflege für Senioren Kapellenstr. 14, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/78 11 56 Menüservice Wilhelmstr. 52, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/70 00-32 Servicezentrum Demenz und Hospiz Frauenbergerstr. 2-4, 53879 Euskirchen ˜7Z\Z\cjc\hhi}iiZÈ8V[‚>chZa¸ Telefon: 0 22 51/12 67 12 ˜=^a[Zc[’g9ZbZco`gVc`ZjcY deren Angehörige Telefon: 0 22 51/12 67 12 ˜6bWjaVciZg=dhe^oY^Zchi Telefon: 0 22 51/12 65 10 ˜@ddgY^cVi^dcHZaWhi]^a[Z Telefon: 0 22 51/12 65 10

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Caritas für Euskirchen Wo Sie uns finden. Wie Sie uns erreichen. Caritasverband für das Kreisdekanat Euskirchen e.V. Wilhelmstr. 52, 53879 Euskirchen Telefon: 0 22 51/70 00-0 Fax: 0 22 51/70 00-66 E-Mail: info@caritas-eu.de www.caritas-eu.de Öffnungszeiten der Geschäftsstelle Mo.-Do. von 8:00-13:00 und von 14:00-17:00 Uhr Fr. von 8:00-13:00 und von 14:00-15.30 Uhr

Caritas Euskirchen Jahresbericht 2011  

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