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Oldenbourg Verlag

Ein Wissenschaftsverlag der Oldenbourg Gruppe

Fr端hjahr 2011

Geisteswissenschaften


E-Books und E-Journals Die Content-Plattform der Wissenschaftsverlage der Oldenbourg Gruppe Akademie Verlag und Oldenbourg Verlag bieten

Die klare Struktur unserer Content-Plattform

Zeitschriften und Bücher auch als Online-Versionen

ermöglicht registrierten Nutzern schnelle und

auf der gemeinsamen Content-Plattform an. Das

unkomplizierte Recherchen und Downloads.

Angebot richtet sich an wissenschaftliche Biblio-

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(Digital Object Identifier) bis auf Artikel- und

Zur Verfügung stehen derzeit rund 1000 E-Books und 27 Online-Zeitschriften aus den Bereichen Naturwissenschaft und Technik, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie

Kapitelebene und sind wissenschaftlich zitierbar. Die digitalen Inhalte sind überall und zu jeder Zeit verfügbar. Neue Inhalte werden über E-Mail-Alerts oder RSS-Feeds gemeldet.

Geisteswissenschaften. Wir erweitern unser Angebot ständig um aktuelle Titel und wichtige Backlist-Titel. In enger Absprache mit unseren Autoren und Partnern werden nach und nach gesamte Buchreihen und Editionen online gestellt. Mit den Online-Versionen erhalten die Bücher und Zeitschriften eine hohe Präsenz in den allgemeinen Suchmaschinen und in den spezialisierten wissenschaftlichen Online-Verzeichnissen.

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Liebe Leserin, lieber Leser, Cicero war sie „die Zeugin der Zeiten, das Licht der Wahrheit, das Leben der Erinnerung, die Lehrmeisterin des Lebens, die Künderin alter Zeiten“. Eine galante Definition für die große Leidenschaft, die die Autoren und Mitarbeiter des Oldenbourg Verlag teilen: die Geschichte. Für das erste Halbjahr 2011 haben wir für Sie ein Programm auf gewohnt hohem wissenschaftlichen Niveau zusammengestellt, das große Wendepunkte der deutschen und der Weltgeschichte in den Blick nimmt: die Reformation (S. 2 und 4), die Verfolgung der polnischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland (S. 31), den NATO-Doppelbeschluss (S. 19), und die deutsche Wiedervereinigung (S. 22/23). Aber auch die vermeintlich „kleineren“ Themen sind im Oldenbourg Verlag willkommen: Wollen Sie mehr wissen über die Macht(losigkeit) der Frauen im antiken Griechenland (S. 59) oder die Reisen west­europäischer Links­intellektueller in die UdSSR in der Zwischenkriegszeit (S. 12)? Geschichte ist zeitlos – die Forschungsergebnisse der Geschichtswissenschaft zeitgemäß zu präsentieren, daran arbeiten wir intensiv. Der tägliche Spagat zwischen der analogen und der digitalen Buchwelt (siehe links) ist und bleibt spannend! Und welches (E-)Book lesen Sie als nächstes?

Geschichte Lehrbuch ................................................................................  2 Antike bis Neuzeit ..................................................................................... 6 Epoche der Weltkriege ............................................................................ 12 Zeitgeschichte nach 1945 ........................................................................ 17 Editionen und Wörterbücher ............................................................... 26 Zeitschriften ............................................................................................................. 30 Autoren- und Titelindex ......................................................................................  32

1

Editorial

Dr. Christine Autenrieth Geschäftsleitung


Geisteswissenschaften

Geschichte Lehrbuch Alfred Kohler

Von der Reformation zum Westfälischen Frieden Oldenbourg Grundriss der Geschichte Band 39

2011 ca. X, 262 Seiten broschiert ISBN 978-3-486-59803-2 ca. € 24,80

Alfred Kohler führt den Leser durch jene dynamische Epoche der Geschichte Europas, die von der Reformation und Konfessionalisierung, der Expansion nach Afrika, Amerika und Asien, der Entstehung eines europäischen Staatensystems und der Durchsetzung von hegemonialen Herrschaftssystemen sowie vor allem von Kriegen geprägt war. Wie die Westfälischen Friedensverträge von 1648 zeigen, waren die Staaten Europas jedoch in der Lage, den Dreißigjährigen Krieg zu beenden und ein in der europäischen Geschichte einmaliges Friedensvertragswerk zu schaffen. Der vorliegende Band bietet eine Darstellung der europäischen Geschichte vom Beginn des 16. Jahrhunderts bis 1648 und eine Analyse der wichtigsten Forschungsfelder. Der Autor wurde 2010 mit dem Wilhelm-Hartel-Preis der Österreichischen Akademie der Wissenschaft ausgezeichnet.

Geschichte Lehrbuch

Kanonisches Thema

2

Alfred Kohler ist Professor für Neuere Geschichte an der Universität Wien.


Oldenbourg Verlag

Peter Schreiner

Byzanz 565–1453 Oldenbourg Grundriss der Geschichte Band 22

Frühjahr 2011

Das Standardwerk zur byzantinischen Geschichte liegt jetzt in vierter Auflage vor. Wer die Grundzüge der Geschichte des Byzantinischen Reiches kennt, kann die bis heute andauernden Spannungen zwischen östlichem und westlichem Denken besser verstehen. „Schreiners Facheinführung wird ein dankbares Leserpublikum sicher sein.“ Michael Grünbart in: Jahrbuch der Österreichischen Byzantinistik

4., aktualisierte Auflage 2011 XVIII, 343 Seiten, 2 Karten broschiert ISBN 978-3-486-70271-2 ca. € 24,80

Hans J. Nissen

Geschichte Alt-Vorderasiens Oldenbourg Grundriss der Geschichte Band 25

2., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage 2011 ca. 340 Seiten, 4 Karten broschiert ISBN 978-3-486-59223-8 ca. € 39,80

Peter Schreiner ist emeritierter Professor für Byzantinistik an der Universität zu Köln.

Jeder, der bei den Hochkulturen Vorderasiens nur an Mesopotamien denkt, wird durch Hans J. Nissen eines Besseren belehrt: Für einen Zeitraum von 8000 Jahren zeichnet er die Entwicklung eines Großraums nach, dessen Außengrenzen und Machtschwerpunkte sich ständig verschieben. Für die zweite Auflage hat der Autor sein Buch völlig überarbeitet und stark erweitert. Die Fundkomplexe von Qatna (Syrien) und Jiroft (Iran) geben einige von vielen neuen Stichworten; besonders die Nachbarländer Mesopotamiens erhalten mehr Gewicht. Mehr als Mesopotamien – mehr als 8000 Jahre – mehr als ein Studienbuch Hans J. Nissen ist emeritierter Professor für Vorderasiatische Altertumskunde an der Freien Universität Berlin.

Geschichte Lehrbuch

Aktualisiert

Joachim von Puttkamer

Ostmitteleuropa im 19. und 20. Jahrhundert Oldenbourg Grundriss der Geschichte, Bd. 38 2010, ISBN 978-3-486-58169-0, € 34,80

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Von einer Region vieler Völker, die nach Freiheit streben

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Geisteswissenschaften

Olaf Mörke

Die Reformation Voraussetzungen und Durchsetzung Enzyklopädie deutscher Geschichte Band 74

An der Reformation kommt keiner vorbei, der sich für deutsche Geschichte interessiert. Wie stark sich bis heute die historische Forschung mit diesem zentralen Thema auseinandersetzt, verdeutlichen der brandaktuelle Forschungsüberblick und die umfangreiche Bibliographie, die die prägnante Darstellung von Olaf Mörke flankieren. Olaf Mörke, geboren 1952, ist Professor für Mittlere und Neuere Geschichte an der Universität Kiel.

2., aktualisierte Auflage 2011 X, 174 Seiten broschiert ISBN 978-3-486-59987-9 € 19,80

Werner Paravicini

Die ritterlich-höfische Kultur des Mittelalters Enzyklopädie deutscher Geschichte Band 32

Geschichte Lehrbuch

3., um einen Nachtrag erw. Auflage 2011 ca. VIII, 160 Seiten broschiert ISBN 978-3-486-70416-7 € 19,80

Hans-Werner Hahn

Die Industrielle Revolution in Deutschland Enzyklopädie deutscher Geschichte Band 49

Die gut lesbare Einführung in die höfische Kultur des Mittelalters ist hiermit wieder auf aktuellen Stand gebracht. „Somit bietet das interessante Werk einen hervorragenden Überblick über die Denkart einer Zeit, die wohl immer einen geradezu mystischen Reiz auf den modernen Menschen ausüben wird. Als Buch der Oldenbourg-Reihe nur zu empfehlen!“ Der Geschichtsschreiber Werner Paravicini, ehemaliger Direktor des Deutschen Historischen Instituts Paris, ist Honorarprofessor an der Universität Kiel.

Hans-Werner Hahn hat sein Werk zu einem der zentralen Themen der Wirtschaftsgeschichte auf aktuellen Stand gebracht. „Ein unverzichtbares Hilfsmittel in Studium und Unterricht.“ Toni Pierenkemper, HZ Hans-Werner Hahn, geboren 1949, ist Professor für Geschichte des 19./20. Jahrhunderts an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

3., um einen Nachtrag erw. Auflage 2011 ca. XII, 180 Seiten broschiert ISBN 978-3-486-59831-5 € 19,80

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Oldenbourg Verlag

Frühjahr 2011

Alle Macht bei den Männern? Tanja Scheer

Griechische Geschlechtergeschichte Enzyklopädie der griechisch-römischen Antike Band 11

Männlichkeit und Weiblichkeit – auch im antiken Griechenland bestimmten diese Kategorien das alltägliche Leben und die jeweilige Position im gesellschaftlichen Gefüge. Verschiedene Geschlechterbilder aus Mythos, Philosophie und Medizin prägten die griechische Kultur. Welche faktischen Auswirkungen hatten diese Stereotypen auf das Leben griechischer Frauen und Männer? Welche Anforderungen stellte man im antiken Griechenland an positive Weiblichkeit und Männlichkeit und auf welche Weise wurden diese durchgesetzt? Wie wurde man in Griechenland zum Mann und zur Frau gemacht und in welcher Beziehung standen die Geschlechter in den einzelnen Feldern der sozialen Praxis zueinander? Tanja Scheer nimmt die Geschlechterverhältnisse in verschiedenen Bereichen des antiken Lebens in den Blick und stellt wichtige Forschungskontroversen vor. Sie bezieht sexuelle und Gefühlsbeziehungen ebenso mit ein wie die Verteilung von Autorität und Aufgaben im antiken Haushalt, in Krieg und Frieden sowie in der antiken „Öffentlichkeit“ von Religion und Politik. Das Ergebnis ist ein gut geschriebenes, zugleich forschungsnahes und problemorientiertes Studienbuch. „Die neue Reihe ‚Enzyklopädie der griechisch-römischen Antike‘ hat die bewährte Konzeption des ‚Grundrisses der Geschichte‘ mit einer Untergliederung in Darstellungsteil, Grundprobleme und Tendenzen der Forschung sowie schließlich Literatur übernommen, den Zuschnitt der Bände aber aus dem vorwiegend chronologischen Rahmen gelöst und übergreifenden, systematischen Fragestellungen zugänglich gemacht.“ Mischa Meier in Antike Welt

2011 ca. 180 Seiten broschiert ISBN 978-3-486-59684-7 € 19,80

Tanja Scheer, geboren 1964, ist Professorin für Alte Geschichte an der Universität Oldenburg.

Geschichte Lehrbuch

Studienbuch

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Geisteswissenschaften

Antike bis Neuzeit Zwischen Strukturgeschichte und Biographie Probleme und Perspektiven einer Neuen Römischen Kaisergeschichte zur Zeit von Augustus bis Commodus Herausgegeben von Aloys Winterling

Antike bis Neuzeit

Schriften des Historischen Kollegs Band 75

2011 ca. 424 Seiten gebunden ISBN 978-3-486-70454-9 ca. € 69,80

Die Geschichte der römischen Kaiser wurde im 20. Jahrhundert von der seriösen Historiographie meist vernachlässigt. Die in diesem Band versammelten Aufsätze loten die Möglichkeiten einer neuen Kaisergeschichte von Augustus bis Commodus (31 v. Chr. – 192 n. Chr.) aus. Mit Beiträgen von: Ch. Bruun, O. Hekster, R. von den Hoff, M. Hose, Ch. Ronning, D. Schnurbusch, G. Seelentag, D. Timpe, U. Walter, A. Winterling, Ch. Witschel, M. Zimmermann

Funktionsräume, Wahrnehmungsräume, Gefühlsräume Mittelalterliche Lebensformen zwischen Kloster und Hof Herausgegeben von Christina Lutter Veröffentlichungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung Band 59

2011 ca. 296 Seiten, ca. 20 Abb. broschiert ISBN 978-3-486-70396-2 (D) ISBN 978-3-205-78663-4 (A) ca. € 39,80

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Die mittelalterlichen Räume „Kloster“ und „Hof“ wurden in moderner Perspektive oft getrennt voneinander untersucht. Die hier versammelten interdisziplinären Beiträge fragen dagegen nach den Beziehungen zwischen diesen Lebensräumen und fokussieren dabei auf Repräsentationsformen von Gefühlen, die in Texten, Bildern und „Dingen“ greifbar werden. Mit Beiträgen von: F. Brandsma, K. Brunner, E. Cescutti, A. Diem, C. Franzén, St. Kollmann, Ch. Lutter, M. Mair, M. Meyer, M. Niederkorn-Bruck, B. Schedl, J. Tomaschek


Oldenbourg Verlag

Andreas Pečar

Macht der Schrift Politischer Biblizismus in Schottland und England zwischen Reformation und Bürgerkrieg (1534–1642) Veröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts London Band 69

Frühjahr 2011

Originelle Perspektive auf den Englischen Bürgerkrieg Mit der Bibel und ihren Texten wurde nach der Reformation in England und Schottland Politik gemacht. Andreas Pečar führt vor, wie der politische Biblizismus dazu genutzt wurde, die Legitimität der Monarchie zu bekräftigen, aber auch dazu, die Legitimität der Politik der Stuartkönige in Frage zu stellen. Andreas Pečar, geboren 1972, ist Professor für die Geschichte der Frühen Neuzeit an der Martin-Luther-Universität HalleWittenberg.

2011 X, 487 Seiten, 7 Abb. Leinen ISBN 978-3-486-70101-2 € 64,80

Tünde Katona

Caritas und Memoria Eine Leutschauer Stiftung im Dienste der Bildungsförderung in der Zips des 16. Jahrhunderts Buchreihe der Kommission für Geschichte und Kultur der Deutschen in Südosteuropa Band 41

Die im Montanwesen reich gewordene Familie Thurzó übte in der Frühen Neuzeit auf die wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung der heutigen Nordslowakei großen Einfluss aus. Insbesondere Alexius von Thurzó verfügte über intensive Kontakte im zeitgenössischen europäisch-humanistischen Netzwerk. Sein als „Leutschauer Testamentbuch“ bezeichnetes Rechnungsbuch dokumentiert das Spannungsverhältnis von frühmoderner Caritas und Memoria. Tünde Katona ist als Germanistin an der Universität Szeged (Ungarn) tätig.

Antike bis Neuzeit

2011 ca. 456 Seiten gebunden ISBN 978-3-486-59801-8 ca. € 49,80

Schulstiftungen und Studienfinanzierung Bildungsmäzenatentum in den böhmischen, österreichischen und ungarischen Ländern, 1500–1800 Herausgegeben von Joachim Bahlcke, Thomas Winkelbauer Veröffentlichungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung Band 58

2011 ca. 420 Seiten broschiert ISBN 978-3-486-70430-3 (D) ISBN 978-3-205-78446-3 (A) ca. € 49,80

www.oldenbourg-verlag.de

In ganz Europa führte die Konkurrenz der Konfessionen im 16. und 17. Jahrhundert zum verstärkten Ausbau des Bildungswesens. Städte, Grundherren, Landesfürsten und Kirchen förderten diesen Prozess. Der Band vereint Aufsätze zu ausgewählten Aspekten des Bildungsmäzenatentums in den böhmischen, österreichischen und ungarischen Ländern in der Frühen Neuzeit.

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Geisteswissenschaften

Kaiser und Reich in der jüdischen Lokalgeschichte

Schwerpunkt sind zum einen die Beziehungen zwischen jüdischem Binnenraum und nicht-jüdischer Umwelt, zum anderen das Spannungsverhältnis zwischen Landesherrschaft und den imperialen, durch Kaiser und Reich bestimmten Rahmenbedingungen jüdischer Existenz.

Herausgegeben von Stefan Ehrenpreis, Andreas Gotzmann, Stephan Wendehorst

Mit Beiträgen von: J. Friedrich Battenberg, Peter Behr, Jesko Graf zu Dohna, Stefan Ehrenpreis, Rainer S. Elkar, Andreas Gotzmann, André Griemert, Karl Härter, Vera Kallenberg, Verena Kasper, Thomas Lau, Gerhard Rechter, Ursula Reuter, Matthias Schnettger, Stephan Wendehorst

bibliothek altes Reich Band 7

2011 ca. 400 Seiten 5 Abb. gebunden ISBN 978-3-486-70251-4 ca. € 69,80

Die Juden in Franken Herausgegeben von Michael Brenner, Daniela F. Eisenstein Studien zur Jüdischen Geschichte und Kultur in Bayern Band 5

Antike bis Neuzeit

2011 ca. 296 Seiten, 30 Abb. gebunden ISBN 978-3-486-70100-5 ca. € 29,80

Franken war eine bedeutende Wiege jüdischer Geschichte und Kultur in Süddeutschland. Im Gegensatz zu anderen Territorien des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation wurden Juden nie dauerhaft aus ganz Franken vertrieben und lebten so seit dem Ende des 11. Jahrhunderts kontinuierlich in diesem Gebiet. Heute blicken wir auf eine fast tausendjährige jüdische Geschichte zurück, in der sich vielfältige und bedeutende kulturelle Traditionen entwickelten, mit großen Gelehrten, eigenen religiösen Riten, fränkisch-jüdischen Dialekten, besonderen kulinarischen Gebräuchen, erstaunlich vielen Synagogenbauten und über hundert jüdischen Friedhöfen. Mit Beiträgen von: Monika Berthold-Hilpert, Yaakov Borut, Michael Brenner, Christoph Daxelmüller, Daniela F. Eisenstein, Johannes Heil, Steven Lowenstein, Aubrey Pomerance, Edith Raim, Barbara Rösch, Alexander Schmidt, Ittai J. Tamari, Jim G. Tobias, Cornelia Wilhelm, Carsten Wilke

Beatrice Heuser

Clausewitz lesen!

2. Auflage

Eine Einführung 2., durchgesehene Auflage 2010 ISBN 978-3-486-59843-8 € 24,80

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Militärgeschichte kompakt, gewinnbringend für den Laien und für den Fachmann


Oldenbourg Verlag

Frühjahr 2011

Stephan Huck

Feldzug gegen die „Rebellen“

Lebenswelten Braunschweiger Subsidientruppen im amerikanischen Unabhängigkeitskrieg

1776 überließ der Braunschweiger Herzog der britischen Krone 4000 Soldaten zum Kampf gegen die Aufständischen in Nordamerika. Der Autor klärt, wer diese Männer waren und aus welchen Gründen sie Soldaten wurden. So wird ein deutliches Bild des Soldaten im 18. Jahrhundert sichtbar.

Soldaten gegen Nordamerika Beiträge zur Militärgeschichte Band 69 2011 ca. 304 Seiten Leinen ISBN 978-3-486-59742-4 ca. € 44,80 Militärgeschichte

Die spezifischen Erfahrungen der Braunschweiger Soldaten im Garnisonsdienst in Kanada, im Feldzug gegen die „Rebellen“ an der Seite von Briten und Indianern sowie nach der Konvention von Saratoga in Gefangenschaft der Rebellen ist der zweite Schwerpunkt des Bandes. Stephan Huck, geboren 1970, ist Geschäftsführer der Stiftung Deutsches Marinemuseum in Wilhelmshaven.

Eine Publikation des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes

Kaufleute, Seefahrer und Piraten im Mittelmeerraum der Neuzeit Entgrenzende Diaspora – verbindende Imaginationen 2011 ca. 650 Seiten, 2 Abb. gebunden ISBN 978-3-486-70487-7 ca. € 72,80

Fern der Heimat zwischen Lissabon und Istanbul Straßen, dicht belebte Plätze und imposante Bauwerke: Die mediterranen Hafenstädte glichen sich in Struktur wie Farbe. Seeleute und Kaufleute, Piraten und Konsuln, Menschen aus aller Welt fanden sich auf der Suche nach Einkommen, Abenteuern oder neuen Existenzmöglichkeiten in diesen Metropolen und bestimmten ihr Gesicht.

Antike bis Neuzeit

Desanka Schwara

Aus einer entgrenzten räumlichen Perspektive gehen die Autorinnen und Autoren der Frage nach, ob diese Diasporagruppen ein gemeinsamer Habitus vereint. Was diese Zerstreuten bewegte, welche Erfahrungen sie in diesen Städten machten, wird – politische und andere herrschaftliche Grenzen ignorierend – im eng verflochtenen und verbundenen Raum zwischen Lissabon und Istanbul in den Blick genommen; so wie die Menschen der Diaspora ihrerseits diese Grenzen ignorierten. Desanka Schwara ist Historikerin und lebt in Basel. Ihr Buch ist während ihrer Förderungsprofessur an der Universität Bern (2005–2010), getragen vom Schweizerischen Nationalfonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung, entstanden. Unter Mitarbeit von: Luise Müller, Patrick Krebs, Ivo Haag, Marcel Gosteli

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Geisteswissenschaften

Die Verteilung der Welt. Selbstbestimmung und das Selbstbestimmungsrecht der Völker The World Divided. Self-Determination and the Right of Peoples to Self-Determination Herausgegeben von Jörg Fisch Schriften des Historischen Kollegs | Band 79

2011 ca. XXXII, 288 Seiten gebunden ISBN 978-3-486-70384-9 ca. € 59,80

Daniela Saxer

Die Schärfung des Quellenblicks Geschichtswissenschaftliche Forschungspraxis in Zürich und Wien, 1840–1914

Antike bis Neuzeit

Ordnungssysteme. Studien zur Ideengeschichte der Neuzeit | Band 37

Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts hat sich die Formel vom Selbstbestimmungsrecht der Völker gebildet – sie ist 1966 ins Völkerrecht eingegangen. Der Sammelband geht den Wurzeln eines seit Lenin und Wilson ungeheuer erfolgreichen und eingängigen Schlagworts nach, das die Verteilung der Welt unter die Völker maßgebend beeinflusst hat. Mit Beiträgen von: M. Cattaruzza, W. Danspeckgruber, J. Dülffer, H. Durchhardt, J. Fisch, M. Frey, H. J. Heintze, P. Hilpold, G. Kohler, R. Leemann, Y. Onuma, K. Roepstorff, H.Steiger, St. Wolff, S. Zala

Im Lauf des 19. Jahrhunderts setzte sich die Quellenkritik als Grundlage historischer Forschung durch. Daniela Saxer zeigt auch, wie sich der Blick auf die Quellen wandelte und sich ein Standpunkt der Objektivität herausbildete. Die Weitervermittlung des neuen Selbstverständnisses führte dazu, dass sich die Geschichtswissenschaft professionalisierte. Daniela Saxer ist Forschungsstipendiatin des Schweizerischen Nationalfonds und arbeitet gegenwärtig am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin.

2011 ca. 480 Seiten gebunden ISBN 978-3-486-70485-3 ca. € 59,80

Siegrid Westphal, Inken Schmidt-Voges, Anette Baumann

Venus und Vulcanus

Ehen und ihre Konflikte in der Frühen Neuzeit bibliothek altes Reich Band 6

2011 ca. 304 Seiten gebunden ISBN 978-3-486-57912-3 ca. € 49,80

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Nicht das Liebespaar Venus und Mars, sondern das Ehepaar Venus und Vulcanus dient als Sinnbild dieser Geschichte ehelicher Konflikte in der Frühen Neuzeit. Das Sozialgefüge „Ehe“ veränderte sich in den Jahren von 1500 bis 1800 maßgeblich. Sozioökonomische Notwendigkeiten wurden von emotionalen Bedürfnissen der Ehepartner überlagert; gleichzeitig blieb die theologische Überhöhung der Beziehungsform Ehe bestehen. Diese Gemengelage führte unweigerlich zu einer latenten Krisenanfälligkeit. Die Autorinnen verknüpfen aktuelle Forschungsergebnisse und mit vielen Prozessbeispielen aus dem Alten Reich und machen Art, Verlauf und Bewältigung der Konflikte in den drei Phasen – Anbahnung, Bestand und Auflösung einer Ehe – anschaulich.


Oldenbourg Verlag

Tanja Bührer

Die Kaiserliche Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika Koloniale Sicherheitspolitik und transkulturelle Kriegführung, 1885 bis 1918 Beiträge zur Militärgeschichte Band 70 2011 ca. 560 Seiten, Leinen ISBN 978-3-486-70442-6 ca. € 49,80

Frühjahr 2011

Koloniale Sicherheitspolitik Die Kaiserliche Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika wurde 1891 gegründet und bestand mehrheitlich aus afrikanischen Söldnern. Die Autorin untersucht den Einfluss afrikanischer Kriegführung auf die Schutztruppe, die Diskussionen um die globale Interventionsfähigkeit des Kaiserreichs und die Militarisierung der Schutzgebiete. Das konfliktträchtige Verhältnis zwischen ziviler Verwaltung und den Militärs mündete beim Ausbruch des Ersten Weltkriegs in einen Militärputsch gegen die Kolonialregierung. Tanja Bührer, geboren 1974, ist Oberassistentin für Neueste Geschichte und Zeitgeschichte an der Universität Bern.

Andreas Rose

Spiel mit dem Feuer: Die britische Außenpolitik vor dem Ersten Weltkrieg

Britische Außenpolitik vor dem Ersten Weltkrieg

Europa vor dem Ersten Weltkrieg: Im Zentrum der internationalen und globalen Beziehungen agiert die Weltmacht Großbritannien. Auf allen Ebenen der Diplomatie versucht es die alten Bündnisse der europäischen Staaten aufzubrechen. Die Geschichtswissenschaft hat diese Bemühungen bisher als Reaktionen auf die aggressive Außenpolitik des Deutschen Kaiserreiches interpretiert. Andreas Rose kann dagegen aufzeigen, wie sehr die englische Außenpolitik von ganz anderen Interessen getrieben wurde: innerbritischen, kontinentalen und imperialen. Er entwirft den politischen Raum Londons, in dem über außen- und sicherheitspolitische Maßnahmen intensiv diskutiert wurde und aus dem heraus Entscheidungen getroffen wurden.

Zwischen Empire und Kontinent Veröffentlichungen des Deutschen Historischen Instituts London Band 70 2011 ca. VI, 618 Seiten Leinen ISBN 978-3-486-70401-3 ca. € 69,80

Preisgekrönt

www.oldenbourg-verlag.de

Andreas Rose, geboren 1976, ist Wissenschaftlicher Assistent an der Universität Bonn. Seine Dissertation wurde mit dem Forschungspreis der Universität Augsburg ausgezeichnet.

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Antike bis Neuzeit

Eine Publikation des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes


Geisteswissenschaften

Epoche der Weltkriege Anfälligkeit Intellektueller für totalitäre Versuchungen

Eva Oberloskamp

Fremde neue Welten Reisen deutscher und französischer Linksintellektueller in die Sowjetunion 1917–1939

Epoche der Weltkriege

Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte Band 84 2011 ca. 480 Seiten Leinen ISBN 978-3-486-70403-7 ca. € 49,80

Eine Fahrt in die UdSSR war in den 1920er und 30er Jahren unter Linksintellektuellen en vogue. Anhand von deutschund französischsprachigen Reiseberichten, aber auch von unveröffentlichten Quellen geht Eva Oberloskamp der Frage nach, warum die meisten Autoren – trotz zahlreicher kritischer Beobachtungen – für die Sowjetunion Partei ergriffen. Die vergleichende Arbeit zeigt, dass die Gründe hierfür auf deutscher und französischer Seite durchaus unterschiedlich waren. Diese Veröffentlichung schließt das Projekt „Demokratie in der Zwischenkriegszeit. Deutschland und Frankreich im Vergleich“ ab. Ausgezeichnet mit dem Förderpreis der Universitätsgesellschaft der LMU München und dem Ehrenpreis der Association pour l’emploi des cadres und der Deutsch-Französischen Hochschule

Preisgekrönt

Eva Oberloskamp, geboren 1978, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte MünchenBerlin.

Eine Publikation des Instituts für Zeitgeschichte

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Oldenbourg Verlag

Literarische Deutungen und politische Ordnungsvorstellungen in Deutschland und Frankreich 1914–1933 Herausgegeben von Wolfram Pyta, Carsten Kretschmann Historische Zeitschrift. Beihefte Band 54

2011 ca. VI, 330 Seiten broschiert ISBN 978-3-486-70247-7 ca. € 64,80

Claudia Kemper

Das „Gewissen“ 1919–1925 Kommunikation und Vernetzung der Jungkonservativen Ordnungssysteme. Studien zur Ideengeschichte der Neuzeit | Band 36

Kulturgeschichte des Ersten Weltkriegs Burgfrieden und Union sacrée bezeichneten Leitvorstellungen, mit deren Hilfe die Wirklichkeit der politischen und sozialen Klassengesellschaft vor 1914 mit der Idee einer neuen Einheit der Nation überwunden werden sollte. Ausgangspunkt war eine Art innenpolitischer „Waffenstillstand“, der bei Ausbruch des Ersten Weltkriegs sowohl in Deutschland als auch in Frankreich geschlossen wurde. Mit Beiträgen von: N. Beaupré, St. Bruendel, L. Charrier, Y. Dagan, W. U. Eckart, O. Forcade, M. Hoff mann, H. Kiesel, M. Kittel, G. Krumeich, A. Lindner-Wirsching, D. Midgley, N. Offenstadt, G.-H. Soutou

Die Publizisten, Autoren und Verbandsaktiven der frühen Weimarer Republik waren zutiefst durch Vorkriegs- und Kriegszeit geprägt, auch die Redakteure und Beiträger der jungkonservativen Zeitschrift „Gewissen“. Neben dem Inhalt der Zeitschrift analysiert die Autorin die Lebensdaten von über der Hälfte der insgesamt 280 Autoren. So wird die Netzwerkfunktion der Zeitschrift sichtbar gemacht. Claudia Kemper, geboren 1973, ist wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg.

2011 ca. 528 Seiten gebunden ISBN 978-3-486-70496-9 ca. € 59,80

Wiebke Wiede

Rasse im Buch Antisemitische und rassistische Publikationen in Verlagsprogrammen der Weimarer Republik Ordnungssysteme. Studien zur Ideengeschichte der Neuzeit | Band 34

Bücher mit rassistischen und antisemitischen Inhalten erschienen während der Weimarer Republik nicht nur in dafür einschlägigen Verlagen. Die Autorin untersucht das verlegerische Umfeld und den Markt solcher Publikationen bei G. Westermann, G. Fischer und Vandenhoeck & Ruprecht. Es zeigt sich, dass diese Inhalte im konservativ-bürgerlichen Milieu der im Kaiserreich sozialisierten Verleger anschlussfähig waren. Wirtschaftlichen Erfolg hatten diese Bücher jedoch kaum. Wiebke Wiede, geboren 1974, ist Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Universität Trier.

2011 ca. 368 Seiten, 7 Abb. gebunden ISBN 978-3-486-59828-5 ca. € 49,80

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Epoche der Weltkriege

Burgfrieden und Union sacrée

Frühjahr 2011


Geisteswissenschaften

Winfried Becker

Ein Diplomat in Kaiserreich, Weimarer Zeit und NS-Diktatur

Korrespondenzen und Akten des deutschen Diplomaten und Außenministers 1913–1937

Frederic von Rosenberg (1874–1937) war einer der führenden Diplomaten des späten Kaiserreichs und der Weimarer Republik, für kurze Monate der Jahre 1922/1923 ihr Außenminister. Die ausgewählten und umfassend kommentierten Dokumente geben Einblicke in die verschiedensten außenpolitischen Themen des späten Kaiserreichs, der Weimarer Zeit und des NS-Regimes: von der Armenien-Krise und den Friedensverhandlungen in Brest-Litowsk bis zu den Vorboten des Abessinienkrieges. Die Jahre als Außenminister waren von den Verhandlungen für eine Gesamtregelung des Reparationsproblems geprägt, deren Früchte sein Nachfolger Stresemann ernten konnte. Rosenbergs Aufzeichnungen spiegeln zudem die Stimmung in seinen jeweiligen Gastgeberländern gegenüber der deutschen Politik sowie die Außensicht des deutschen Diplomaten auf seine wechselnden Wirkstätten.

Frederic von Rosenberg Deutsche Geschichtsquellen des 19. und 20. Jahrhunderts Band 66 2011 ca. 720 Seiten, 3 Abb. gebunden ISBN 978-3-486-70103-6 ca. € 98,00

Epoche der Weltkriege

Herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften durch Hans-Christof Kraus

Millionenfach gedruckt, kaum gelesen? Vielleicht nur eine Legende. Othmar Plöckinger

Geschichte eines Buches: Adolf Hitlers „Mein Kampf“ 1922–1945 Eine Veröffentlichung des Instituts für Zeitgeschichte

2., aktualisierte Auflage 2011 IX, 632 Seiten 19 Abb. und Grafiken Leinen ISBN 978-3-486-70533-1 ca. € 59,80

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„Plöckingers Buch ist eine bemerkenswerte Erweiterung unserer Kenntnis über die psychologischen Grundlagen von Hitlers innerer und äußerer Machteroberung.“ Hans Mommsen, Süddeutsche Zeitung Othmar Plöckinger, geboren 1965, ist Gymnasiallehrer für Deutsch, Geschichte und Mathematik in Salzburg.

2. Auflage


Oldenbourg Verlag

Rüdiger Bergien

Die bellizistische Republik Wehrkonsens und „Wehrhaftmachung“ in Deutschland 1918–1933 Ordnungssysteme. Studien zur Ideengeschichte der Neuzeit | Band 35

Preisgekrönt

Frühjahr 2011

Hinter der geheimen Aufrüstung der Weimarer Republik stand ein lagerübergreifender Wehrkonsens. Die Republikaner sahen sie in den Krisen der ersten Jahre als Form des Republikschutzes an. Später blieb die Unterstützung bestehen, obwohl die geheime personelle Rüstung zur Hochburg eines staatsfeindlichen Paramilitarismus wurde. Rüdiger Bergien, geboren 1977, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam. Seine Arbeit wurde mit dem 2. Preis des Werner-Hahlweg-Preises für Militärgeschichte 2010 ausgezeichnet.

2011 ca. 390 Seiten gebunden ISBN 978-3-486-59181-1 ca. € 59,80

Kämpfen für Frieden und Fürsorge Polnische Veteranen des Ersten Weltkriegs und ihre internationalen Kontakte, 1918–1939 Studien zur Internationalen Geschichte Band 27

Um ihre Interessen im neugeschaffenen polnischen Staat zu vertreten, nutzten polnische Veteranen des Ersten Weltkriegs nach 1918 Kontakte und Wissen, die sie durch ihre Mitarbeit in internationalen Veteranenverbände (FIDAC, CIAMAC) gewannen. Sie kämpften für eine angemessene soziale Versorgung, aber auch gegen einen neuen Krieg. Julia Eichenberg, geboren 1979, ist PostDoctoral Research Fellow im Forschungsprojekt „Paramilitary Violence after the First World War“ am Trinity College Dublin / University College Dublin.

2011 ca. 240 Seiten gebunden ISBN 978-3-486-70457-0 ca. € 39,80

Jan Hecker-Stampehl

Vereinigte Staaten des Nordens Integrationsideen in Nordeuropa im Zweiten Weltkrieg Studien zur Internationalen Geschichte Band 26

Im Zweiten Weltkrieg wurden vielerorts Diskussionen darüber geführt, wie die Welt nach dem Krieg aussehen sollte. Jan Hecker-Stampehl nimmt unterschiedliche Integrationsideen, wie sie in Nordeuropa in dieser Zeit diskutiert wurden, in den Blick. Im Mittelpunkt stehen dabei die in vielen Foren diskutierten „Vereinigten Staaten des Nordens“ Jan Hecker-Stampehl, geboren 1974, ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter für nordeuropäische Geschichte am Nordeuropa-Institut der Humboldt-Universität Berlin.

2011 ca. 512 Seiten gebunden ISBN 978-3-486-70102-9 ca. € 64,80

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Epoche der Weltkriege

Julia Eichenberg


Geisteswissenschaften

Christian Pierer

Die Bayerischen Motoren Werke bis 1933 Eine Unternehmensgründung in Krieg, Inflation und Weltwirtschaftskrise Perspektiven Band 4 2011 VIII, 262 Seiten, 20 Abb. Leinen ISBN 978-3-486-70400-6 ca. € 29,80

Erste Untersuchung über die Frühzeit der BMW Die Frühphase der Bayerischen Motoren Werke ist aufs engste mit den politischen und wirtschaftlichen Ereignissen der Jahre des Ersten Weltkriegs und der Weimarer Republik verflochten. Christian Pierer zeigt in seiner kenntnisreichen Analyse, wie sich Kriegswirtschaft, Demobilmachung und Hyperinflation auf ein Unternehmen auswirken. Als schwere Bewährungsprobe erwies sich die Weltwirtschaftskrise, deren Auswirkungen BMW erst durch Rüstungsaufträge des Reichsluftfahrtministeriums meistern konnte. Christian Pierer, geboren 1978, ist Fachreferent für Geschichte, Geographie und Kunstgeschichte an der Universitätsbibliothek Bamberg.

Unternehmensgeschichte

Die Reihe dokumentiert die „beispielhafte geschichtliche Aufgeschlossenheit von BMW und MTU“ Hans-Erich Volkmann, FAZ Bereits erschienen: Band 1: Werner, Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit bei BMW, ISBN 978-3-486-57792-1, € 39,80 Band 2: Lorenzen, BMW als Flugmotorenhersteller 1926–1940, ISBN 978-3-486-58155-3, € 39,80

Epoche der Weltkriege

Band 3: Rüstung, Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit im „Dritten Reich“, ISBN 978-3-486-58858-3, € 49,80

„Unternehmen Barbarossa“ Christian Hartmann

Wehrmacht im Ostkrieg Front und militärisches Hinterland 1941/42 Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte Bd. 75

2. Auflage

„eine Glanzleistung moderner Militär- und Kriegsgeschichte“ Hans-Ulrich Wehler, Süddeutsche Zeitung 2. Auflage 2010 VIII, 928 Seiten 58 Abb., 22 Graphiken, 4 Karten Leinen ISBN 978-3-486-70225-5 € 59,80

Christian Hartmann, geboren 1959, ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte MünchenBerlin, stellvertr. Chefredakteur der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte und Dozent an der Universität der Bundeswehr München.

Weitere Titel zum Thema unter

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Oldenbourg Verlag

Frühjahr 2011

Zeitgeschichte nach 1945

Ausgewählte Biografien Herausgegeben von Helmut R. Hammerich, Rudolf J. Schlaffer Sicherheitspolitik und Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland Band 10 2011. VIII, 469 Seiten, gebunden ISBN 978-3-486-70436-5 € 34,80

Biografik und Generationenforschung Nach dem Kriegsende 1945 wurden recht früh erste Pläne für neue, westdeutsche Streitkräfte entworfen, aber die Bundesrepublik blieb bis 1955 ein Staat ohne eigene Armee und Soldaten. Mit der Gründung der Bundeswehr 1955 änderte sich die Situation grundlegend. In der Aufstellungsphase der Streitkräfte von 1955 bis 1970 trafen nun Männer aus den Geburtsjahrgängen 1889 bis 1950 aufeinander. Manche hatten schon in der Kaiserlichen Kontingentarmee oder in der Reichswehr, viele in der Wehrmacht gedient. Andere waren ungediente Freiwillige und Grundwehrdienstpflichtige, die den Zweiten Weltkrieg als Kinder oder den Wiederaufbau der Bundesrepublik Deutschland als Nachkriegsgeborene erlebt hatten. Generale, Stabsoffiziere, Offiziere, Feldwebel, Unteroffiziere und Mannschaftsdienstgrade: Sie alle waren an diesem Aufbauprozess gleichermaßen beteiligt und prägten in unterschiedlicher Weise das innere Gefüge der neuen Armee. In sechzehn Beiträgen werden mit den Methoden der Biografik und der Generationenforschung ausgewählte Soldaten in ihrer Zeit- und Milieuheimat porträtiert. Ein Beitrag fasst aus psychohistorischer Sicht die individuellen und Gemeinschaftserfahrungen zusammen. Eine Publikation des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes

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Zeitgeschichte nach 1945

Militärische Aufbaugenerationen der Bundeswehr 1955 bis 1970


Geisteswissenschaften

Wiebke Bachmann

Sowjetunion – Israel – Ägypten – ein konfliktreiches Beziehungsgeflecht

Zionismus, ägyptischer Antikolonialismus und sowjetische Außenpolitik bis 1956

Wie sich die internationalen Koordinaten auch verschieben mögen – der Nahe Osten scheint stets dazu verurteilt, einer der Brennpunkte der globalen Politik zu sein. Wiebke Bachmann analysiert eine der komplexesten und folgenreichsten Konfigurationen der hier angesiedelten Konfliktgeschichte.

Die UdSSR und der Nahe Osten Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte Band 102

Wiebke Bachmann, geboren 1976, Historikerin, ist Referentin der Hochschulrektorenkonferenz Bonn. 2011 ca. 248 Seiten broschiert ISBN 978-3-486-70371-9 ca. € 24,80

Winfried Heinemann

Zeitgeschichte nach 1945

Militärgeschichte der DDR Beiträge zur Militärgeschichte – Militärgeschichte kompakt Band 3 2011 ca. 224 Seiten broschiert ISBN 978-3-486-70443-3 ca. € 19,80

Eine Publikation des Instituts für Zeitgeschichte

DDR – souverän oder abhängig? Ein knapper chronologischer Überblick stellt die DDR-Militärgeschichte in den Kontext einer Gesamtgeschichte der Epoche. Das Leitmotiv der Darstellung ist die Frage: Sorgte die DDR als souveräner Staat selbst für ihre Sicherheit oder war sie abhängig von der sowjetischen Sicherheitsgarantie? Militärgeschichte kompakt – lesbar und verständlich Wilfried Heinemann, geb. 1956, ist Leiter der Abteilung Ausbildung – Information – Fachstudien und stellvertretender Amtschef des Militärgeschichtlichen Forschungsamts, Potsdam.

Eine Publikation des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes

Walter Wagner

Der Volksgerichtshof im nationalsozialistischen Staat Erweiterte Neuausgabe 2011 ISBN 978-3-486-54491-6 ca. € 128,–

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Neuausgabe

Neuausgabe des Standardwerks, mit einem Forschungsbericht für die Jahre 1975 bis 2010 von Jürgen Zarusky


Oldenbourg Verlag

Panzergrenadiere – eine Truppengattung im Kalten Krieg 1960 bis 1970 Sicherheitspolitik und Streitkräfte der Bundesrepublik Deutschland Band 11

2011 ca. 240 Seiten gebunden ISBN 978-3-486-70464-8 ca. € 24,80

Reform und Revolte Politischer und gesellschaftlicher Wandel in der Bundesrepublik Deutschland vor und nach 1968 Herausgegeben von Udo Wengst Zeitgeschichte im Gespräch Band 12

André Deinhardt zeichnet die Entwicklung einer ganzen Truppengattung der Bundeswehr auf dem Höhepunkt des Kalten Kriegs nach. So lässt sich paradigmatisch die komplexe Wirkung zeigen, welche die Bundeswehr im Schatten der bundesdeutschen Zivilgesellschaft der 1960er Jahre entwickelte. André Deinhardt, geboren 1976, ist Historiker und lebt in Werder (Havel).

Eine Publikation des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes

„1968“ – Einordnung ohne Mythen Für die einen waren die protestierenden Studenten von „1968“ das Symbol für die „Umgründung“ der Bundesrepublik, während die anderen Niedergang und Instabilität fürchteten. Dieser Band stellt die Ereignisse in einen größeren Zusammenhang und fragt danach, ob die Revolte aus Veränderungsprozessen resultierte, die bereits seit Langem im Gange waren, oder ob sie den Reformschub erst ausgelöst hat, der die Gesellschaft prägen sollte. Eine Publikation des Instituts für Zeitgeschichte

2011 ca. 140 Seiten broschiert ISBN 978-3-486-70404-4 ca. € 16,80

Zweiter Kalter Krieg und Friedensbewegung Der NATO-Doppelbeschluss in deutsch-deutscher und internationaler Perspektive Herausgegeben von Philipp Gassert, Tim Geiger, Hermann Wentker Schriftenreihe der Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte Sondernummer

2011 ca. 408 Seiten broschiert ISBN 978-3-486-70413-6 ca. € 59,80

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Politik, die Millionen bewegte Der Streit um die „Nachrüstung“ und Angst vor einem „nuklearen Holocaust“ bewegte in den 1980er Jahren Millionen Menschen in der Bundesrepublik, in Westeuropa und den USA und jenseits des „Eisernen Vorhangs“. Das renommierte Autorenteam ergründet staatliches Handeln ebenso wie den gesellschaftlichen Massenprotest und analysiert den umstrittenen NATO-Doppelbeschluss in deutsch-deutscher, inter- und transnationaler Perspektive. Eine Publikation des Instituts für Zeitgeschichte

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Zeitgeschichte nach 1945

André Deinhardt

Frühjahr 2011


Geisteswissenschaften

Gerhard Wettig

Sowjetische Deutschland-Politik 1953 bis 1958 Korrekturen an Stalins Erbe, Chruschtschows Aufstieg und der Weg zum Berlin-Ultimatum Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte Band 82 2011 ca. VIII, 190 Seiten, Leinen ISBN 978-3-486-59806-3 ca. € 29,80

Wie Chruschtschow die Berlin-Krise vorbereitete Für Stalin und seine Nachfolger war die deutsche Frage der Angelpunkt ihrer Politik gegenüber dem Westen. Ab 1953 setzte der Kreml auf Stabilisierung der DDR und auf Ulbricht, die dominierende Figur im zweiten deutschen Staat. Wettig stellt dar, wie die Ängste vor einer „Nuklearbewaff nung der Bundeswehr“ Moskau scheinbar neue Möglichkeiten eröff neten, die Westdeutschen gegen die NATO zu mobilisieren. Das Berlin-Ultimatum von 1958 sieht Wettig als konsequente Fortsetzung einer sowjetischen Deutschland-Politik, die darauf zielte, die Festigkeit der BRD innerhalb der westlichen Allianz ins Wanken zu bringen. Gerhard Wettig, ehem. Forschungsbereichsleiter am Bundesinstitut für ostwissenschaftliche und internationale Studien, Köln, ist ext. Mitarbeiter des Instituts für Zeitgeschichte MünchenBerlin.

Zeitgeschichte nach 1945

Eine Publikation des Instituts für Zeitgeschichte

Chruschtschows Westpolitik 1955 bis 1964 Band 3: Kulmination der Berlin-Krise (Herbst 1960 bis Herbst 1962) Herausgegeben von Gerhard Wettig Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte Band 88 2011 ca. 672 Seiten, Leinen ISBN 978-3-486-70415-0 ca. € 69,80

Neue Dokumente zum Mauerbau Die hier erstmals veröffentlichten geheimen Gespräche, Beratungen und Notizen Chruschtschows dokumentieren die dramatischen Monate und die Kulmination der BerlinKrise. Chruschtschow erweist sich als ein von persönlichen Vorstellungen und starken Emotionen bestimmter Politiker, der die Westmächte aus der Stadt zu vertreiben versuchte, um sowohl das von Massenflucht bedrohte SED-Regime zu stabilisieren als auch den Zusammenhalt der NATO zu erschüttern. Die akute Sorge, dass die DDR schon vorher zusammenbrechen könnte, bewog ihn aber zunächst zur eiligen Abriegelung West-Berlins. In Zusammenarbeit mit Stefan Karner, Horst Möller, Michail Prosumenschtschikow, Peter Ruggenthaler, Barbara Stelzl-Marx, Natalja Tomilina, Aleksandr Tschubarjan, Matthias Uhl und Hermann Wentker im Auftrag des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin, des Ludwig Boltzmann Instituts für Kriegsfolgen-Forschung in Graz und der Gemeinsamen Kommission zur Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen

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Oldenbourg Verlag

Manfred Kittel

Marsch durch die Institutionen? Politik und Kultur in Frankfurt am Main nach 1968 Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte Band 86 2011 ca. 488 Seiten Leinen ISBN 978-3-486-70402-0 ca. € 49,80

Frühjahr 2011

Studentenrevolte in Frankfurt Hat der von Rudi Dutschke verkündete Marsch der 68erBewegung „durch die Institutionen“ der Bundesrepublik wirklich stattgefunden? Manfred Kittel nimmt mit Frankfurt am Main einen der Brennpunkte der Studentenrevolte in den Blick – und damit die Geschichte der lokalen Parteien, der Städtischen Bühnen und des Historischen Museums in den Jahren bis 1977, als Hilmar Hoff mann Kulturdezernent im traditionell sozialdemokratisch dominierten „Römer“ war. Das „Frankfurter Modell“ kommunaler Kulturpolitik fand bundesweit Aufmerksamkeit. Aber wie tiefgreifend und nachhaltig war der Wandel, den vor allem auch ein weitreichendes Mitbestimmungsmodell an den Städtischen Bühnen und ein neues Stadtmuseum „für die demokratische Gesellschaft“ im Geiste von 1968 bewirkten? Manfred Kittel, geboren 1962, Professor für Neuere und Neueste Geschichte, ist Direktor der Stiftung Flucht, Vertreibung Versöhnung in Berlin.

Elisabeth Zellmer

Töchter der Revolte? Frauenbewegung und Feminismus in den 1970er Jahren in München Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte Band 85 2011 ca. 288 Seiten Leinen ISBN 978-3-486-70254-5 ca. € 39,80

Historische Analyse der Münchener Frauenbewegung In den 1960er Jahren schlug die Stunde der Frauen – endlich. Ihr Leben veränderte sich, ihr politisches Engagement in eigener Sache gewann eine neue Qualität, ihre Forderungen nach Emanzipation und Selbstbestimmung fanden breite Resonanz. Trug die Revolte von „1968“ wirklich zu dieser Wende bei? Welche Rolle spielte der grundlegende gesellschaftliche Wandel, dem die Bundesrepublik damals unterworfen war, tatsächlich? Am Beispiel Münchens skizziert Elisabeth Zellmer die organisatorische Entwicklung, die Leitideen und Aktivitäten der Frauenbewegung. Sie spannt dabei den Bogen vom feministischen Aufbruch Ende der 1960er Jahre bis zur Gleichstellungspolitik der 1980er Jahre, die als größter legislativer Erfolg der engagierten Frauen gelten kann. Elisabeth Zellmer, geboren 1977, war von 2006–2010 Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Zeitgeschichte MünchenBerlin; Koordinatorin des Promotionsprogramms Umwelt und Gesellschaft am Rachel Carson Center, München. Eine Publikation des Instituts für Zeitgeschichte

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Zeitgeschichte nach 1945

Eine Publikation des Instituts für Zeitgeschichte


Geisteswissenschaften

Erstmals auf deutsch: die sowjetischen Dokumente zur Wiedervereinigung Michail Gorbatschow und die deutsche Frage Sowjetische Dokumente 1986 – 1991

Zeitgeschichte nach 1945

Quellen und Darstellungen zur Zeitgeschichte Band 83

2011 XXXVI, 640 Seiten Leinen ISBN 978-3-486-58654-1 € 69,80 Herausgegeben von Aleksandr Galkin, Anatolij Tschernjajew Deutsche Ausgabe herausgegeben von Helmut Altrichter, Horst Möller und Jürgen Zarusky, kommentiert von Andreas Hilger Aus dem Russischen übertragen von Joachim Glaubitz

Prof. Dr. Alexandr Galkin, geb. 1922, ist Historiker, Mitglied wichtiger wissenschaftlicher Einrichtungen Russlands, u.a. der Akademie für Politische Wissenschaft, und Autor zahlreicher Publikationen zur deutschen Geschichte und den deutschsowjetischen Beziehungen. Dr. Anatolij Tschernjajew, geb. 1921, ist Historiker, war von 1961–1986 Mitarbeiter in der internationalen Abteilung der KPdSU tätig. 1986–1991 war er Berater des Generalsekretärs der KPdSU, dann des Präsidenten der UdSSR Michail Gorbatschow. Er publizierte u.a. Tagebücher und Erinnerungen zur Geschichte der Perestrojka.

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„M.S. [Gorbacev] fliegt morgen in die DDR, zum 40. Jahrestag. Er mag überhaupt nicht. Hat heute zweimal angerufen: sagt, er sei den Text (der Rede) bis zum letzten Buchstaben durchgegangen, – man wird nämlich bei allem durchs Mikroskop schauen … Zur Unterstützung Honeckers werde ich nicht ein Wort sagen. Die Republik und die Revolution werde ich unterstützen.“ Auszug aus dem Tagebuch Černjaevs vom 5. Oktober 1989

Blicken Sie außerdem auf die andere Seite des Verhandlungstisches In der „Sonderedition aus den Akten des Bundeskanzleramtes 1989/90“ finden sich die Aufzeichnung von Helmut Kohl aus den entscheidenden Phasen der Jahre 1989 und 1990: Notizen über seine Gespräche mit Generalsekretär Gorbatschow und anderen, aber auch Strategiepapiere und Verhandlungsunterlagen. Wer wissen will, warum die Wiedervereinigung so schnell zustande kam und wie Bundeskanzler Kohl über die Einheit mit den vier Mächten verhandelte, wird nicht umhin kommen, diese Dokumente zu studieren.

Deutsche Einheit Sonderedition aus den Akten des Bundeskanzleramtes 1989/90 Bearbeitet von Hanns Jürgen Küsters, Daniel Hofmann Dokumente zur Deutschlandpolitik (herausgegeben vom Bundesministerium des Innern und vom Bundesarchiv) 1998. 1667 Seiten, broschiert ISBN 978-3-486-56360-3 € 49,80

„Auf dem europäischen Kontinent spielen offenkundig die Beziehungen zwischen der UdSSR und der BRD eine Schlüsselrolle. Ohne Übertreibung kann man sagen, dass von ihnen die Zukunft Europas abhängt.“ Michail Gorbatschow am 12. Juni 1989 in einem Vieraugengespräch mit Helmut Kohl in Bonn Eine Publikation des Instituts für Zeitgeschichte

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Zeitgeschichte nach 1945

Im Prozess der deutschen Wiedervereinigung spielte die Sowjetunion eine zentrale Rolle. Die wesentlichen Dokumente aus dem innersten Machtzirkel der UdSSR, die die Motive und Entscheidungsfindungen des Kreml beleuchten, waren indes bislang nur einem kleinen Kreis von Spezialisten zugänglich. Die vorliegende Edition bietet erstmals eine vollständige deutsche Übersetzung derjenigen sowjetischen Gesprächsprotokolle, Strategiepapiere und Hintergrund­ diskussionen, die die Gorbatschow-Stiftung 2006 in Russland publiziert hat. Die intensive Kommentierung führt zugleich die vielfältigen westlichen und russischen Gegen- und Parallelversionen aus offiziellen Editionen und aus der umfangreichen Memoirenliteratur zusammen. In den Texten wird die Dramatik der Jahre 1989 und 1990 greifbar. Deutsche, sowjetische, europäische und globale Ereignisse stellten Moskau vor immer neue Herausforderungen – mit der Zustimmung zur Wiedervereinigung versuchte Gorbatschow auch, die komplexen, miteinander verzahnten innen- und außenpolitischen Probleme der UdSSR zu lösen.

Frühjahr 2011


Geisteswissenschaften

Zivilgesellschaft im östlichen und südöstlichen Europa in Geschichte und Gegenwart Herausgegeben von Jörg Hackmann, Klaus Roth Völker, Staaten und Kulturen in Ostmitteleuropa Band 5

Die Beiträge dieses Bandes erörtern im Blick auf das östliche Europa vor allem das Verhältnis zwischen Zivilgesellschaft einerseits und Rechts- und Wirtschaftsordnung, Kirche, Konfessionalität und Politik andererseits. Zudem wird die zentrale Bedeutung des Vereinswesens herausgearbeitet. Das zeitliche Spektrum reicht vom 18. Jahrhundert bis in die postsozialistische Gegenwart, und räumlich sind alle größeren Regionen Osteuropas berücksichtigt – Russland und Nordosteuropa ebenso wie das östliche Mitteleuropa und Südosteuropa.

2011 296 Seiten gebunden ISBN 978-3-486-70495-2 ca. € 39,80

Heidrun Edelmann

Zeitgeschichte nach 1945

Vermögen als Vermächtnis Leben und Werk der Stifter Christian und Asta Holler

2011 ca. 336 Seiten Leinen ISBN 978-3-486-70489-1 ca. € 49,80

Die Holler-Stiftung wurde 1990 nach dem Tod der Stifter Christian und Asta Holler gegründet. Das Stiftungsvermögen stammt aus dem Unternehmen Hollers, dem VolkswagenVersicherungs-Dienst (VVD), der Industrie- und Kraftfahrzeugsversicherungen vermittelte. Die Geschichte der Stiftung sowie die Auswahl der Begünstigten wird aus ihrer Vorgeschichte heraus erklärt: aus den Lebenswegen des Stifterehepaars sowie dem Aufbau und Erfolg der Firma, ihrer Verbindung zum Volkswagen-Konzern und zur AllianzVersicherung. Heidrun Edelmann, geb. 1951, ist freischaffende Historikerin und lebt in Köln.

StifterChronik

Skagerrakschlacht Vorgeschichte – Ereignis – Verarbeitung Herausgegeben von Michael Epkenhans, Jörg Hillmann, Frank Nägler 2., überarb. Auflage 2011 ISBN 978-3-486-70270-5, € 34,80

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2. Auflage

Mit der umfangreichsten Schilderung der Schlacht in originär deutscher Sprache


Oldenbourg Verlag

Sarah Zalfen

Staats-Opern? Der Wandel von Staatlichkeit und die Opernkrisen in Berlin, London und Paris am Ende des 20. Jahrhunderts Die Gesellschaft der Oper Band 7

Frühjahr 2011

Im Vergleich von drei Opernkrisen und -reformen zeigt Sarah Zalfen, wie eng die Oper noch heute mit ihrem politischen und gesellschaftlichen Umfeld verknüpft ist. Von sinkenden Zuschüssen und steigenden Kosten über die sinkende Publikumsnachfrage bis zur Kritik am überholten Repertoire und der veralteten Darbietungsform, wird der Zusammenhang zwischen einem Wandel von Staatlichkeit und den Herausforderungen der Oper sichtbar. Sarah Zalfen, geboren 1979, studierte Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin.

2011 ca. 568 Seiten, ca. 20 Abb. broschiert ISBN 978-3-486-70397-9 (D) ISBN 978-3-205-78650-4 (A) ca. € 49,80

Zeitgeschichte nach 1945

Sociology and Ethnography in East-Central and South-East Europe: Scientific Self-Description in State Socialist Countries Herausgegeben von Ulf Brunnbauer, Claudia Kraft, Martin Schulze Wessel Bad Wiesseer Tagungen des Collegium Carolinum Band 31 Die Wissenschaften von der „Realität“ im sozialistischen Regime 2011 ca. 320 Seiten gebunden ISBN 978-3-486-70461-7 ca. € 49,80

Armina Galijaš

Eine bosnische Stadt im Zeichen des Krieges Ethnopolitik und Alltag in Banja Luka (1990–1995) Südosteuropäische Arbeiten Band 142

2011 ca. 370 Seiten Leinen ISBN 978-3-486-70548-5 ca. € 44,80

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Der Alltag in kommunistischen Regimen galt lange als ein gut gehütetes Geheimnis. Die Alltagsgeschichte ist unterdessen in den Blick der Forschung geraten, nicht aber die Wissenschaften, die sich mit „realem Leben“ beschäftigen: Ethnologie und Soziologie.

Die gewaltsame Umformung einer bosnischen Stadt Obwohl Banja Luka im Bosnienkrieg kein Schauplatz militärischer Auseinandersetzungen war, veränderten die nationalistischen Akteure und die örtliche bosnisch-serbische Mehrheit Gesellschaft und Alltag grundlegend. Armina Galijaš analysiert, wie sich die neue Führungsschicht in einem neuen politischen System verhielt und sich das Alltagsleben von Minderheiten und Andersdenkenden bis heute gestaltet. Armina Galijaš, geboren 1974, ist Universitätsassistentin am überfakultären Kompetenzzentrum für Südosteuropa an der Karl-Franzens-Universität Graz.

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Geisteswissenschaften

Editionen und Wörterbücher

Editionen und Wörterbücher Akten zur Auswärtigen Politik der Bundesrepublik Deutschland 1980 Bearbeitet von Tim Geiger, Amit Das Gupta, Tim Szatkowski

2011 ca. 2200 Seiten, in 2 Teilbänden Leinen ISBN 978-3-486-70219-4 ca. € 148,00

Dokumente zur Deutschlandpolitik Reihe VI: 21. Oktober 1969 bis 1. Oktober 1982 Band 5: 1. Januar 1977 bis 31. Dezember 1978 Bearbeitet von Anke Löbnitz, Hans-Heinrich Jansen

2011 ca. LXXX, 1040 Seiten 30 Abb. Leinen ISBN 978-3-486-58561-2 ca. € 79,80

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Ein Klimasturz im Ost-West-Verhältnis prägte das Jahr 1980: Der kurz zuvor verabschiedete NATO-Doppelbeschluss, die sowjetische Invasion in Afghanistan und die daraufhin ausgesetzte Ratifizierung des SALT-II-Vertrages drohten, die Ära der Entspannung zu beenden und zu einem neuen Rüstungswettlauf zu führen. Die Gefahr einer sowjetischen Intervention in Polen verdüsterte die internationalen Beziehungen zusätzlich, ebenso die Geiselnahme amerikanischer Botschaftsangehöriger in Iran. Die Bundesregierung bemühte sich, diese Spannungen abzubauen, etwa durch Bundeskanzler Schmidts Besuch in der UdSSR. Herausgegeben im Auftrag des Auswärtigen Amts vom Institut für Zeitgeschichte Hauptherausgeber: Horst Möller Mitherausgeber: Gregor Schöllgen Wissenschaftliche Leiterin: Ilse Dorothee Pautsch

Internationale Spannungen und die Veröffentlichung des „Spiegel-Manifests“ sowie die darauf folgende Schließung des „Spiegel“-Büros in Ostberlin überschatteten die deutsch-deutschen Beziehungen in den Jahren 1977/78. Dennoch führten Helmut Schmidt und Erich Honecker ihren Dialog weiter. Wesentliche Verhandlungsergebnisse waren die Vereinbarung des Baus der Autobahn Berlin-Hamburg sowie eine langfristige Regelung der Transitpauschale – um den Preis hoher Devisenzahlungen der Bundesrepublik. Herausgegeben im Auftrag des Bundesministeriums des Inneren und des Bundesarchivs von Edgar Büttner


Oldenbourg Verlag

Der verfassungstreue Großgrundbesitz 1905–1909 Herausgegeben von Ernst Rutkowksi Briefe und Dokumente zur Geschichte der österreichisch-ungarischen Monarchie unter besonderer Berücksichtigung des böhmisch-mährischen Raumes Teil III

Frühjahr 2011

Im Mittelpunkt der Quellenedition stehen die Diskussionen um die Einführung des allgemeinen gleichen Wahlrechtes sowie das Verhältnis zu Ungarn und zu Bosnien sowie der deutsch-tschechische Ausgleich. Der Band liefert grundlegende Quellen zu den innenpolitischen Problemen der Habsburgermonarchie in den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg. Jetzt alle drei Teile lieferbar Veröffentlichungen des Collegium Carolinum Band 51

Quellen zu den Reformen in den Rheinbundstaaten Band 8: Regierungsakten des Kurfürstentums und Großherzogtums Baden 1803–1815 Bearbeitet von Maria Schimke

2011 ca. 920 Seiten Leinen ISBN 978-3-486-58677-0 ca. € 118,00

Siegfried Haider

Die Traditionsurkunden des Klosters Garsten Kritische Edition Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung Band 8

Baden profitierte erheblich von der Umbruchsphase zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Es errang die Souveränität durch die Auflösung des Reiches 1806, es erreichte einen erheblichen Gebietszuwachs und eine Rangerhöhung von der Markgrafschaft über eine Zwischenphase als Kurfürstentum zum Großherzogtum. Diese Umbrüche zwangen den Landesherrn und seine Regierung zu einschneidenden Reformen, um die neuen Landesteile zu integrieren, die gewonnene Souveränität auch im Inneren durchzusetzen und einen stabilen Staat zu schaffen. Herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften durch Karl Otmar von Aretin und Eberhard Weis

Die Edition der Traditionsurkunden des oberösterreichischen, von den steirischen Markgrafen gegründeten Benediktinerklosters Garsten ersetzt die unzureichende frühere aus dem Jahr 1852. Vorgelegt werden zentrale Quellen für die Frühgeschichte des Klosters und des hochmittelalterlichen steirisch-österreichischen Adels. Siegfried Haider, geb. 1943, ist Mitglied des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung und war 1999–2003 Direktor des Oberösterreichischen Landesarchivs.

2011 ca. 384 Seiten broschiert ISBN 978-3-486-70394-8 (D) ISBN 978-3-205-78664-1 (A) ca. € 59,80

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Editionen und Wörterbücher

2011 ca. 1045 Seiten gebunden ISBN 978-3-486-57726-6 € 118,00


Geisteswissenschaften

Deutsche Reichstagsakten Der Reichstag zu Augsburg 1525, der Reichstag zu Speyer 1526, Der Fürstentag zu Esslingen 1526 Bearbeitet von Rosemarie Aulinger Jüngere Reihe. Deutsche Reichstagsakten unter Kaiser Karl V. Band V/VI

Band 5/6 verdeutlicht die Veränderung der politischen Lage im Reich und in Europa: der Kampf zwischen Habsburg und Frankreich, die drohende Türkengefahr in Ungarn, die Bauernunruhen im Reich und die Neupositionierung der Reichsstände. Während die Altgläubigen mit Hilfe des Kaisers versuchten, ihre Stellung zu wahren, erstrebten die Anhänger Luthers größtmögliche Sicherheit. Herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften durch Eike Wolgast

Editionen und Wörterbücher

2011 ca. 1136 Seiten Leinen ISBN 978-3-486-59829-2 ca. € 178,00

Christine Tropper

Glut unter der Asche und offene Flamme Der Kärntner Geheimprotestantismus und seine Bekämpfung 1731–1738 Quelleneditionen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung Band 9

„Quellenlesebuch“ und eine „Quellenkunde“ zum Geheimprotestantismus Christine Tropper hat für zwei Regionen Kärntens, die Reichenau und das Gegendtal, die Quellen zum Geheimprotestantismus aus der späten Regierungszeit Kaiser Karls VI. zusammengestellt – also zu jener Zeit, als die Evangelischen aus dem Untergrund an die Öffentlichkeit traten und die staatlichen Stellen erstmals die Deportation nach Siebenbürgen als Strafe für die Geheimprotestanten anwandten. Christine Tropper ist Archivarin am Kärntner Landesarchiv und Mitglied des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung.

2011 ca. 573 Seiten, 30 Abb., 4 Karten gebunden ISBN 978-3-486-70429-7 (D) ISBN 978-3-205-78662-7 (A) ca. € 69,80

Die Matrikel der Universität Wien Herausgegeben von Kurt Mühlberger Bearbeitet von Ulrike Denk, Nina Knieling, Thomas Maisel, Astrid Steindl Publikationen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, Quellen zur Geschichte der Universität Wien. VI. Reihe, 1. Abteilung Band 7: 1715–1745/46

2011 ca. 480 Seiten broschiert ISBN 978-3-486-70459-4 (D) ISBN 978-3-205-78655-9 (A) ca. € 89,80

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Der vorliegende siebente Editionsband setzt die Reihe der Wiener Hauptmatrikeledition fort und erschließt 31 Studienjahre, nämlich den Zeitabschnitt 1715/16 bis 1745/46. Er enthält Eintragungen über insgesamt 6.764 Universitätsbesucher mit Herkunfts- und Standesangaben sowie jährlich die Ergebnisse der Rektorswahl. Matrikel- und Aktenteil werden durch die Liste der Rektoren sowie durch ein Namens- und ein Ortsregister erschlossen.


Oldenbourg Verlag

Frühjahr 2011

Die Matrikel der Wiener Rechtswissenschaftlichen Fakultät Matricula Facultatis Juristarum Studii Wiennensis Herausgegeben von Kurt Mühlberger Publikationen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung, Quellen zur Geschichte der Universität Wien. VI. Reihe, 3. Abteilung Band 1: 1402–1442 Das erste Matrikelbuch der Wiener Juristen wurde im Jahr 1402 aufgrund eines Beschlusses der Universitätsversammlung eingeführt und reicht bis zum Jahr 1442. Es handelt sich um die älteste Quelle zur Geschichte der gelehrten Universitätsjuristen im deutschen Sprachraum. Der Kodex 2011 stellt ein erstrangiges Denkmal für die Erforschung der ca. 168 Seiten Personen- und Institutionengeschichte der Juridischen broschiert Fakultät sowie zur Sozialgeschichte der spätmittelalterlichen ISBN 978-3-486-70460-0 Gelehrtenwelt dar. ca. € 39,80

Bayerisches Wörterbuch (BWB) Herausgegeben von der Bayerischen Akademie der Wissenschaften Band 2, Heft 16: blind bis Bock

Das Bayerische Wörterbuch führt – nach den Grundsätzen moderner Lexigraphie und auf ungleich größerer Materialbasis – das „Bayerische Wörterbuch“ von Johann Andreas Schmeller fort, das im Verlagsprogramm weiterhin lieferbar ist. Das Bayerische Wörterbuch wird in etwa 25.000 Stichworten den Wortschatz derjenigen bairischen Mundarten behandeln, die im heutigen Freistaat Bayern gesprochen werden.

2011 II, 94 Seiten broschiert ISBN 978-3-486-59779-0 ca. € 24,50

Sudetendeutsches Wörterbuch Bearbeitet von Eva-Maria Englisch, Bettina Hofmann-Käs, Bernd Kesselgruber Band 5: Lieferung 1

Dieses Wörterbuch der deutschen Mundarten in Böhmen und Mähren-Schlesien entsteht im engen Kontakt mit ähnlichen Nachschlagewerken für den gesamten deutschen Sprachraum, üblicherweise betreut von der regional zuständigen Akademie der Wissenschaften. Das Sudetendeutsche Wörterbuch bewahrt das ursprünglichste Kulturgut der deutschen Vergangenheit in den böhmischen Ländern vor dem Vergessen. Es erscheint in der Regel in ein bis zwei Lieferungen jährlich zu 80 Seiten und ist auf rund sieben Bände mit je 8 oder 9 Lieferungen angelegt.

2011 ca. 80 Seiten broschiert ISBN 978-3-486-70392-4 ca. € 24,80

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Editionen und Wörterbücher

Bearbeitet von Johannes Seidl unter Mitarbeit von Andreas Bracher und Thomas Maisel


Geisteswissenschaften

Historische Zeitschrift (HZ)

Bohemia

Jahresabo 2011 (Print und Online): € 558,– Vorzugsabo für Studenten und Mitglieder historischer Verbände: € 168,–

Jahresabo 2011: € 49,80. Vorzugsabo für Mitglieder des Collegium Carolinum: € 42,20

www.historische-zeitschrift.de

Erscheint zweimal im Jahr Je zwei Hefte ergeben einen Band 2011: Band 51, ISSN 0523-8587

Erscheint im Februar, April, Juni, August, Oktober, Dezember 2011: Bände 292/293, ISSN 0018-2613

Zeitschriften

Vierteljahrshefte für Zeitgeschichte (VfZ)

Danubiana Carpathica Jahrbuch für die Geschichte und Kultur in den deutschen Siedlungsgebieten Südosteuropas

Jahresabo 2011 (Print und Online): € 66,– Vorzugsabo für Studenten: € 38,– Vorzugsabo für Mitglieder historischer und politologischer Verbände: € 52,80 www.vierteljahrshefte.de

Jahresabo 2011: € 64,80

Erscheint im Januar, April, Juni, Oktober 2011: 59. Jahrgang, ISSN 0042-5702

Militärgeschichtliche Zeitschrift (MGZ)

Zeitschrift für Geschichte und Kultur der böhmischen Länder A Journal of History and Civilisation in East Central Europe

Erscheint einmal jährlich 2011: Band 5, ISSN 1863-9887

Südosteuropa Zeitschrift für Politik und Gesellschaft

Jahresabo 2011 (Print und Online): € 39,80 Vorzugsabo für Studenten und Angehörige der Bundeswehr: € 25,–

Jahresabo 2011: € 54,80 Vorzugsabo für Mitglieder der Südosteuropa-Gesellschaft: € 29,80

Erscheint im Mai und November 2011: Band 70, ISSN 0026-3826

Erscheint viermal im Jahr ISSN 0722-480X

Mitteilungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung (MIÖG)

Südost-Forschungen Internationale Zeitschrift für Geschichte, Kultur und Landeskunde Südosteuropas

Jahresabo 2011: € 86,–

Jahresabo 2011: € 108,–

Erscheint in der Regel zweimal im Jahr 2011: 119. Jahrgang, ISSN 0073-8484

Erscheint einmal jährlich ISSN 0081-9077

Soziologische Revue (SR)

Alle Preis zuzüglich Versandkosten

Besprechungen neuer Literatur Jahresabo 2011 (Print und Online): € 218,– Vorzugsabo für Studenten und Mitglieder von Soziologenverbänden: € 59,80 www.soziologische-revue.de Erscheint im Januar, April, Juli, Oktober 2011: 34. Jahrgang, ISSN 0343-4109

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Frühjahr 2011

Ein Schriftdenkmal für die ermordeten europäischen Juden Die Edition „Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden durch das nationalsozialistische Deutschland 1933–1945“ Herausgegeben im Auftrag des Bundesarchivs, des Instituts für Zeitgeschichte München-Berlin und des Lehrstuhls für Neuere und Neueste Geschichte an der Universität Freiburg von Götz Aly (Bd.1 und 2), Wolf Gruner (Bd.1), Susanne Heim, Ulrich Herbert, Hans-Dieter Kreikamp, Horst Möller, Dieter Pohl und Hartmut Weber

Die Edition umfasst authentische Zeugnisse der Verfolger und Opfer. Sie sind wissenschaft lich kommentiert und werden zum weit überwiegenden Teil erstmals veröffentlicht. Es erscheinen 16 Bände, die zeitlich und territorial gegliedert sind. Jetzt lieferbar: Band 4: Polen September 1939–Juli 1941 Bearbeitet von Klaus-Peter Friedrich 2011, 752 Seiten, Leinen ISBN 978-3-486-58525-4 € 59,80

Bereits erschienen: Band 1: Deutsches Reich 1933–1937 Bearbeitet von Wolf Gruner 2008, ISBN 978-3-486-58480-6 € 59,80 Band 2: Deutsches Reich 1938–August 1939 Bearbeitet von Susanne Heim 2009, ISBN 978-3-486-58523-0 € 59,80

Nirgendwo in Europa lebten so viele Juden wie in Polen; an die zwei Millionen von ihnen fielen bereits im September 1939 unter deutsche Herrschaft. Sie wurden von Anfang an auf brutalste Weise diskriminiert, verfolgt und in Ghettos gesperrt, wurden Opfer von Deportationen und Massenerschießungen. Dies zeichnet die Dokumentation aus den verschiedensten Perspektiven nach, von der Rede Adolf Hitlers bis hin zu den Briefen und Tagebucheintragungen der verzweifelten Opfer und ihren Versuchen der Selbsthilfe. Zum ersten Band „Wer sich auf das Buch einlässt, kann davon mehr anschaulichen Gewinn haben als von jedem Museumsbesuch. … Wenn die weiteren Bände so gut sind wie der erste, dann wird die Publikation der Holocaust-Dokumentation sich gelohnt haben.“ Franziska Augstein, Süddeutsche Zeitung

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Zeitschriften

Oldenbourg Verlag


Geisteswissenschaften

A

Autoren- und Titelindex

Akten zur Auswärtigen Politik Altrichter, Helmut Aulinger, Rosemarie

26 22 28

B Bachmann, Wiebke 18 Bahlcke, Joachim 7 Baumann, Anette 10 Die Bayerischen Motoren Werke bis 1933 16 Becker, Winfried 14 Die bellizistische Republik 15 Bergien, Rüdiger 15 Eine bosnische Stadt im Zeichen des Krieges 25 Bracher, Andreas 29 Brenner, Michael 8 Brunnbauer, Ulf 25 Bührer, Tanja 11 Burgfrieden und Union sacrée 13 Byzanz 565–1453 3

7 20 8

D Das Gupta, Amit 26 Deinhardt, André 19 Denk, Ulrike 28 Deutsche Reichstagsakten 28 Dokumente zur Deutschlandpolitik 26

E Edelmann, Heidrun Ehrenpreis, Stefan Eichenberg, Julia Eisenstein, Daniela F. Englisch, Eva-Maria Epkenhans, Michael

24 8 15 8 29 24

F Fisch, Jörg Frederic von Rosenberg Fremde neue Welten Friedrich, Klaus-Peter Funktionsräume, Wahrnehmungsräume, Gefühlsräume

10 14 12 31 6

G Galijaš, Armina 25 Galkin, Aleksandr 22 Gassert, Philipp 19 Geiger, Tim 19, 26 Geschichte Alt-Vorderasiens 3 Geschichte eines Buches: „Mein Kampf“ 14 Das „Gewissen“ 1919–1925 13 Glaubitz, Joachim 22 Glut unter der Asche und offene Flamme 28

32

8 5 31

H Hackmann, Jörg Hahn, Hans-Werner Haider, Siegfried Hammerich, Helmut R. Hartmann, Christian Hecker-Stampehl, Jan Heim, Susanne Heinemann, Winfried Heuser, Beatrice Hilger, Andreas Hillmann, Jörg Hofmann, Daniel Hofmann-Käs, Bettina Huck, Stephan

24 4 27 17 16 15 31 18 8 22 24 23 29 9

I Die Industrielle Revolution in Deutschland

4

Jansen, Hans-Heinrich Die Juden in Franken

N Nägler, Frank Nissen, Hans J.

24 3

O Oberloskamp, Eva Ostmitteleuropa im 19. und 20. Jahrhundert

12 3

P  anzergrenadiere P Paravicini, Werner Pečar, Andreas Pierer, Christian Plöckinger, Othmar Puttkamer, Joachim von Pyta, Wolfram

19 4 7 16 14 3 13

Q

R

11

 asse im Buch R Reform und Revolte Die Reformation Von der Reformation zum Westfälischen Frieden Die ritterlich-höfische Kultur des Mittelalters Rose, Andreas Roth, Klaus Rutkowksi, Ernst

8 15 7 9 13 29 21 28 2 25 13 23

L Löbnitz, Anke Lutter, Christina

22, 31 4 28, 29

26 8

K Die Kaiserliche Schutztruppe für Deutsch-Ostafrika Kaiser und Reich in der jüdischen Lokalgeschichte Kämpfen für Frieden und Fürsorge Katona, Tünde Kaufleute, Seefahrer und Piraten im Mittelmeerraum der Neuzeit Kemper, Claudia Kesselgruber, Bernd Kittel, Manfred Knieling, Nina Kohler, Alfred Kraft, Claudia Kretschmann, Carsten Küsters, Hanns Jürgen

Möller, Horst Mörke, Olaf Mühlberger, Kurt

Quellen zu den Reformen in den Rheinbundstaaten 27

J

C  aritas und Memoria C Chruschtschows Westpolitik 1955 bis 1964 Clausewitz lesen!

Gotzmann, Andreas Griechische Geschlechtergeschichte Gruner, Wolf

26 6

M  acht der Schrift M 7 Maisel, Thomas 28, 29 Marsch durch die Institutionen? 21 Die Matrikel der Universität Wien 28 Die Matrikel der Wiener Rechtswissenschaftlichen Fakultät 29 Michail Gorbatschow und die deutsche Frage 22 Militärgeschichte der DDR 18 Militärische Aufbaugenerationen 17

13 19 4 2 4 11 24 27

S Saxer, Daniela Die Schärfung des Quellenblicks Scheer, Tanja Schimke, Maria Schlaffer, Rudolf J. Schmidt-Voges, Inken Schreiner, Peter Schulstiftungen und Studienfinanzierung Schulze Wessel, Martin Schwara, Desanka Seidl, Johannes Skagerrakschlacht Sociology and Ethnography in East-Central and SouthEast Europe Soldaten gegen Nordamerika Sowjetische DeutschlandPolitik Staats-Opern? Szatkowski, Tim

10 10 5 27 17 10 3 7 25 9 29 24 25 9 20 25 26

T  öchter der Revolte? T Die Traditionsurkunden des Klosters Garsten Tropper, Christine

21 27 28

Tschernjajew, Anatolij

22

U Die UdSSR und der Nahe Osten

18

V  enus und Vulcanus V Vereinigte Staaten des Nordens Der verfassungstreue Großgrundbesitz 1905–1909 Die Verfolgung und Ermordung der europäischen Juden Vermögen als Vermächtnis Die Verteilung der Welt Der Volksgerichtshof im nationalsozialistischen Staat

10 15 27 31 24 10 18

W Wagner, Walter Wehrmacht im Ostkrieg Wendehorst, Stephan Wengst, Udo Wentker, Hermann Westphal, Siegrid Wettig, Gerhard Wiede, Wiebke Winkelbauer, Thomas Winterling, Aloys

18 16 8 19 19 10 20 13 7 6

Z Zalfen, Sarah Zarusky, Jürgen Zellmer, Elisabeth Zivilgesellschaft im östlichen und südöstlichen Europa Zweiter Kalter Krieg und Friedensbewegung Zwischen Empire und Kontinent Zwischen Strukturgeschichte und Biographie

25 22 21 24 19 11 6


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