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Irregularity in Morphology (and beyond) Herausgegeben von Thomas Stolz, Hitomi Otsuka, Aina Urdze und Johan van der Auwera Studia typologica Band 11

bereits erschienen 2012 321 Seiten, mit zahlreichen Tabellen und Abbildungen gebunden ISBN 978-3-05-005924-2 € 128,–

Monosyllables From Phonology to Typology Herausgegeben von Thomas Stolz, Nicole Nau und Cornelia Stroh Studia typologica Band 12

geplant für August 2012 248 Seiten, mit zahlreichen ­Tabellen und Abbildungen gebunden ISBN 978-3-05-005925-9 ca. € 128,–

Sprachwissenschaft und kolonialzeitlicher Sprachkontakt Sprachliche Begegnungen und Auseinandersetzungen Herausgegeben von Stefan Engelberg und Doris Stolberg Koloniale und Postkoloniale Linguistik Band 3 geplant für Dezember 2012 ca. 264 Seiten, mit zahlreichen ­ Tabellen und Abbildungen gebunden ISBN 978-3-05-005973-0 ca. € 99,80

www.akademie-verlag.de

Herbst 2012

Die Aufsätze widmen sich der Irregularität in der Flexions-, Derivations- und Kompositionsmorphologie. Untersucht wird, wo Regelhaftigkeit in der Irregularität liegt, wie regelhafter Lautwandel Irregularität erzeugt, wie Paradigmen funktionieren (speziell in Bezug auf Suppletivismus und „Overabundance“) und wie die irreguläre Morphologie mit Syntax und Pragmatik zusammenspielt. Irregularität wird sowohl aus diachroner als auch aus synchroner Sicht beleuchtet. Einige Studien wählen eine psycholinguistische Herangehensweise. Untersuchungssprachen reichen von L ­ atein und seinen Tochtersprachen Französisch, Katalanisch und Italienisch über Englisch, Deutsch, Griechisch, Russisch und Türkisch bis hin zu Thompson Salish und einigen irokesischen Sprachen. Die diskutierten Theorien reichen von der kanonischen Typologie über die Distributed Morphology, die Whole Word Morphology und die Minimalistische Morphologie bis hin zu prozeduralen und deklarativen Modellen.

Einsilber sind in fast allen Sprachen der Welt vertreten. Sprachen wie das Chinesische bevorzugen diesen Silbentyp. In anderen, wie z.B. den Bantusprachen, muss ein Wort aus mindestens zwei Silben bestehen. In den europäischen Sprachen rücken Einsilber gerade erst in den Fokus linguistischen Interesses. Die Beiträge beschäftigen sich sowohl mit phonetischen und phonologischen als auch mit morpholo­ gischen und funktionalen Aspekten von Einsilbern. Der Fokus richtet sich auf das Zusammenwirken von Silben- und Wortstruktur, wie auch auf die phonologischen und morphologischen Regeln der Wohlgeformtheit. Es wird sowohl die Entwicklung von Einsilbern in Sprachen, die diesen Silbentyp bevorzugen (ostasiatische Sprachen, aber auch Dänisch), als auch ihre spezielle Rolle als Ausnahmeform innerhalb des Lexikons und z. B. bei den Imperativen diskutiert. Methodisch reicht die Spannweite von experimenteller Phonetik, über quantitative Linguistik und Analysen von Einzelsprachen bis hin zu großangelegten typologischen Vergleichen.

Der Zusammenhang von Sprache und Kolonialismus wird in zunehmendem Maße zum Gegenstand sprachwissenschaftlicher Forschung. Der vorliegende Band reflektiert die verschiedenen kolonial­linguistischen Arbeitsgebiete: die Untersuchung von Sprach­kontakten im Kolonialismus, die Analyse kolonialer Diskurse und der Einstellungen zu Sprachen und Gesellschaften, die Rekonstruktion der Auswirkungen kolonialer Sprach- und Sprachenpolitik sowie die Historiographie kolonialzeitlicher sprachwissenschaftlicher Forschung. Ein Schwerpunkt dieses Bandes liegt dabei auf der Erforschung der Kontakte zwischen Sprachen im Zusammenhang mit kolonialen Herrschaftsstrukturen. Zu den fokussierten Sprachen gehören unter anderem Swahili, Chamorro, Tok Pisin, die Sprachen Nordamerikas, Mikronesiens und des nordöstlichen Neuguineas sowie Kontaktvarietäten des Deutschen in Neuguinea und Namibia.

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Sprachwissenschaft

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Akademie-Verlag Herbst 2012  

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