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Akademie Verlag

Herausgegeben von Oliver Hallich, Matthias Koßler Klassiker Auslegen Band 42

geplant für Oktober 2012 ca. X, 240 Seiten broschiert ISBN 978-3-05-005054-6 ca. € 24,80

Heinrich Schepers

Leibniz Wege zu seiner reifen Metaphysik

geplant für November 2012 ca. 360 Seiten gebunden ISBN 978-3-05-005900-6 ca. € 99,80

Komma und Kathedrale Tradition, Bedeutung und Herausforderung der Leibniz-Edition Herausgegeben von Wenchao Li

geplant für Oktober 2012 ca. 360 Seiten gebunden ISBN 978-3-05-006007-1 ca. € 79,80

www.akademie-verlag.de

Arthur Schopenhauer (1788 – 1860) ist einer der populärsten Philosophen des 19. Jahrhunderts. In seinem stilistisch brillanten, aber auch von Brüchen und Unstimmigkeiten gekennzeichneten Werk entwickelt er ein von der konkreten Welt- und Lebenserfahrung ausgehendes metaphysisches System, in dessen Mittelpunkt die Lehre von der Welt als Objektivation eines vernunftwidrigen und Leiden bewirkenden Willens steht. Einflussreich wurde Schopenhauer durch seine These vom Primat des Willens über den Intellekt ebenso wie durch seine Kunstphilosophie und seinen philosophischen Pessimismus. Der vorliegende Band bietet einen dem Aufbau des Werkes folgenden Kommentar zu Schopenhauers Hauptwerk Die Welt als Wille und Vorstellung. Er enthält 12 Beiträge, die textnah die zentralen Themen des Werkes erschließen und kritisch erläutern. Ein Ausblick auf die Rezeptionsgeschichte der Philosophie Schopenhauers beschließt den Band.

Leibniz hat sein Projekt einer Scientia generalis, die das gesamte Wissen seiner Zeit in einer Enzyklopädie komprimieren sollte, vor seinen Zeitgenossen geheim gehalten. Bei einzelnen Briefpartnern versuchte er, Verständnis für Thesen seiner Metaphysik zu finden, ohne zu viel davon preiszugeben. Heinrich Schepers will in seinen Beiträgen dem nahe kommen, was Leibniz’ wahre Metaphysik ausmacht. Die Perzeption und der Appetitus sind die spontanen Handlungen, mit denen sich die Individuen selbst konstituieren. Die Kompatibilität ist die Relation, die sie auf die vielen möglichen Welten verteilt. Die sich dabei ­herausstellenden Grade der Perfektion machen die Wahl der besten unter ihnen möglich. Aus den spontanen Handlungen der einfachen Substanzen leitet Leibniz seine Begriffe von Raum und Zeit ab. Tragend für diese Theorie ist sein konzeptualistischer Gottesbegriff, dem zufolge nicht allein die Essenzen, sondern alles Denkbare in Form voll ausgebildeter Subjekte materiell Gottes Verstand ausmachen.

„Es hat wohl kein Mensch soviel gelesen und studiert, mehr nachgedacht und geschrieben als Leibniz. Und dennoch gibt es keine Gesamtausgabe seiner Werke.“ Seit dieser Klage des französischen Aufklärers Denis Diderot versuchen Generationen von Gelehrten, den großen, etwa 200.000 Blatt umfassenden Nachlass editorisch zu erschließen. Die größte ihrer Art ist die aus acht Reihen bestehende so genannte Akademieausgabe, die inzwischen von der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen und der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften gemeinsam betreut wird. Unter Leitung von Wenchao Li, Leibniz-Stiftungsprofessor an der Leibniz Universität Hannover, fand im Dezember 2011 in Hannover erstmals eine internationale Tagung statt, die sich spezifisch mit der Tradition, Bedeutung und Herausforderung der Leibniz-Edition auseinandersetzte.

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Philosophie

Arthur Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung

Herbst 2012

Akademie-Verlag Herbst 2012  

Akademie-Verlag Herbst 2012

Akademie-Verlag Herbst 2012  

Akademie-Verlag Herbst 2012

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