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Akademie Verlag

Johannes Wienand

Der Kaiser als Sieger Metamorphosen triumphaler Herrschaft unter Constantin I. KLIO. Beiträge zur Alten Geschichte. Beihefte. Neue Folge Band 19 geplant für Dezember 2012 ca. 500 Seiten, 67 Abb. gebunden ISBN 978-3-05-005903-7 ca. € 99,80

Herbst 2012

Johannes Wienand untersucht die Entwicklung der militärischen Repräsentation Constantins I. Im Zentrum stehen die Panegyrik und die Medaillon- und Münzprägung, die bisher nicht umfassend historisch analysiert wurden. Zur Erschließung der Quellen wird ein geeigneter methodischer Zugang entwickelt, um die Wandlungen zentraler Facetten römischer Herrschaftsvermittlung in der entscheidenden Transformationsphase zwischen Principat und Spätantike schlüssig rekonstruieren zu können. So kann der Autor zeigen, dass die militärische Rolle des Kaisers nicht nur mit der zunehmenden Christianisierung der römischen Monarchie in Einklang gebracht werden musste. Auch der Wandel von kollegialen zu dynastischen Modellen der Herrschaftsteilung machte entsprechende Anpassungen erforderlich, und gerade angesichts ausbleibender außenpolitischer Erfolge rückten die militärischen Konflikte zwischen mächtigen innenpolitischen Gegnern den Sieg im Bürgerkrieg ins Zen­ trum kaiserlicher Siegesinszenierungen. Johannes Wienand arbeitet am Lehrstuhl für Alte ­Geschichte der Heinrich Heine Universität Düsseldorf.

Norm und Narration in antiken Gesellschaften Herausgegeben von Anke Blöbaum, Therese Hansberger, Christian Reitzenstein-Ronning

geplant für November 2012 ca. 350 Seiten, 30 Abb. gebunden ISBN 978-3-05-005792-7 ca. € 128,–

Antike Kulturen sind in besonderer Weise von Erzählungen geprägt. Vom fahrenden Sänger, der die Taten vorzeitlicher Helden weiterträgt, bis zum reflektierenden Philosophen erstreckt sich ein weites Spektrum von Trägern, Formen und Orten des Erzählens. Dabei dient das Narrative nicht allein der Unterhaltung und Erbauung, sondern oft auch der Unterweisung. Mit dem vorliegenden Band wird anhand von Einzelstudien das Spannungsverhältnis von Erzählungen und Normengefüge in unterschiedlichen Kulturen der Alten Welt, von Ägypten bis zum Aufstieg des Islam, ausgelotet. Untersucht werden alle Arten von Normsetzungen, sei es das Ethos des archaischen Kriegers, der staatliche Gesetzeskodex oder das Lehrgebäude der Theologie. Im Mittelpunkt steht dabei die Erkenntnis, dass die scheinbar „objektive“ Welt des Rechts ohne das intime Moment des Erzählens kaum existieren kann. Anke Blöbaum ist Mitglied des Instituts für Ägyptologie und Koptologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Therese Hansberger ist wiss. Mitarbeiterin an der Forschungsstelle Theologisches Wörterbuch zu den Qumrantexten an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Christian Reitzenstein-Ronning ist Akademischer Rat in der Abt. Alte Geschichte des Historischern Seminars der Ludwig-Maximilians-Universität München.

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Geschichte

Das Buch richtet sich an Althistoriker und Militärhistoriker.

Akademie-Verlag Herbst 2012  

Akademie-Verlag Herbst 2012

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