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Issue 1/08

FMX meets industry

Red Bull X-Fighters Premiere in Deutschland Facts, Figures, Interviews

Red Bull X-Fighters World Series 2008 www.offroadforum.at


Contents Red Bull X-Fighters World Series 2008

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Premiere in Deutschland -4Practice & Ranking Session -5-

Facts, Figures, Interviews -6/16-

Pics

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Competition Day

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Editorial

Red Bull X-Fighters World Series 2008. Tourstopp Wuppertal, Deutschland. Eigentlich hätte es eine normale Reportage mit Fotos für den News Bereich von OffroadForum.at werden sollen. Doch während des Events kam uns die Idee zu etwas Neuem, Besonderen. Warum nicht einmal das österreichische OffroadForum in ein Magazinformat bringen? Mit diesem „OffroadForum magazine Red Bull X-Fighters Special“ haben wir jetzt diesen Versuch gewagt und sind schon gespannt was ihr davon haltet.

Ingomar Ingomar

Olivia Olivia

IMPRESSUM Herausgeber: OffroadForum.at; Redaktion: Olivia Affenberger, Ingomar Schmickl; Fotos, Layout & Grafik: Olivia Affenberger; Erscheinungsweise: in loser Folge; Die Rechte für alle verwendeten Texte, Grafiken und Fotos sind in Besitz von OffroadForum.at, sofern nicht anders angegeben.

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Red Bull X-Fighters World Series 2008 Seit dem Jahr 2001 werden bei den Red Bull XFighters jedes Jahr die besten FMX Rider der Welt eingeladen um an verschiedenen Stationen den Besten unter ihnen zu finden und zu küren. Ursprünglich entstand der Event aus einer Skateboard Veranstaltung in der Stierkampfarena von Valencia und avancierte schnell zum spektakulärsten FMX Wettbewerb der Welt. Anfänglich nur in Stierkampfarenen ausgetragen finden die Events nun auch an anderen Locations statt. Wuppertal ist der fünfte von sechs Bewerben der Red Bull X-Fighters World Series 2008.

Die bisherigen Events und Ergebnisse: „Monumental Plaza de Toros“, Mexico City (MEX) 1. Mat Rebeaud, 2. Dany Torres, 3. Jeremy Lusk 3. Mai „Sambodromo“, Rio de Janeiro (BRA) 1. Jeremy Stenberg, 2. Mat Rebeaud, 3. Robbie Maddison 14. Juni „Historic Fort Worth Stockyard“, Texas (USA) 1. Mat Rebeaud, 2. Jeremy Stenberg, 3. Jeremy Lusk 17./18. Juli „Plaza de Toros de las Ventas“, Madrid (ESP) 1. Mat Rebeaud, 2. Andre Villa, 3. Robbie Maddison 4. April

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Red Bull X-Fighters Premiere in Deutschland Mit dem Event in Wuppertal / Steinbruch Oetelshofen sind die Red Bull X-Fighters erstmalig in Deutschland gelandet. Als Premierenveranstaltung wurde gleich der größte und anspruchsvollste Track der gesamten Serie auf die Beine gestellt. Unter dem Motto „FMX meets Industry“ wurde das Setup in einem noch aktiven Steinbruch in der Nähe von Düsseldorf aufgebaut was bislang bei dieser Eventserie einzigartig war. Die Sohlen des Steinbruchs die sich in den letzten 100 Jahren des Kalksteinabbaus gebildet haben wurden in das Setup integriert, somit breitete sich der Track auf zwei Ebenen aus – ein weiteres Novum. Auch die Zuschauer profitierten davon, da die Tribünen auf insgesamt drei verschieden hohen Ebenen angelegt wurden und somit eine tolle Sicht auf das Geschehen von allen Plätzen aus garantiert war. Facts and Figures X-Fighters:

Facts and Figures Steinbruch Oetelshofen:

FMX-Setup: 12.000 t Kieselsteine, Erde Location und Zuschauerwege: 90.000 t Kieselsteine, Sand FMX-Rider: 12 (nach Ausfall von Taka Higashino (JPN) im Training waren es nur noch 11) Sprünge: 10 Obstacles: 10 Filmkameras: 16 Fotokameras: unzählige Großbildleinwand: 100 qm Zäune und Barrieren: 6.000 m Mitarbeiter: 350 Aufbau, 600 Event, 350 Abbau

Abbau von: Kalkstein (Calciumcarbonat) Abbau seit: 1898 Abbau Menge: 2,2 Mio. t / Jahr Gesamtfläche: 50 Hektar (= 100 Fußballfelder) Tiefe: 75 m Tiefster Punkt: 75 m NN Höchster Punkt: 180 m NN Sprengstoff: 320 t / Jahr

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Practice and Ranking Session

Am ersten Tag der Red Bull X-Fighters 2008 in Wuppertal wurde neben den Trainings auch die sogenannte „Ranking Session“, die die Reihenfolge und Auslosung für den Hauptbewerb bestimmt, bestritten.

(FMX Legende und Headjudge), müssen jedoch mit fahrerischen Leistungen überzeugt werden.

Der einzige Japaner im Feld, Taka Higashino, hat sich leider im ersten Training schon verletzt und fällt somit für den ganzen restlichen Event Schon bei den Trainings konnte man sehen, das aus. Ebenfalls vom Sturzpech geplagt war der Mat Rebeaud aus der Schweiz seine Tourführung Schwede Fredrik Johansson der im letzten Trainicht nur verteidigen will sondern auch schon auf ning bei einem Backflip stürzte und somit nicht eine Vorentscheidung vor dem letzten Tourstopp mehr bei der Ranking Session starten konnte. aus ist. Mat überzeugte mit einer ausgewogenen Mischung aus gewohnt sicheren Backflip Variatio- Aus der Ranking Session ergeben sich für den nen und Oldschool Tricks bei denen er den Track Hauptbewerb somit folgende Paarungen: vollständig ausnutzte. Fredrik Johansson vs. Dustin Miller Ihm auf den Fersen war der Amerikaner Jeremy Ronnie Renner vs. Fabian Bauersachs Lusk der vor allem durch seinen Backflip Super- Nick de Wit vs. Sebastian Wolter man Seat Grap auffiel. Mat Rebeaud, Jeremy Lusk, Dany Torres und Die beiden Lokalmatadore Sebastian „Busty“ Robbie Maddison sind aufgrund ihrer Ranking Wolter und Fabian „Fab“ Bauersachs konnten Platzierung fix für die zweite Runde qualifiziert. sich in diesem hochkarätigen Fahrerfeld gut Durch den Ausfall des Japaners Higashino hat behaupten und qualifizierten sich im Mittelfeld. auch der Tscheche Petr Pilat ein Freilos, da er Als Lieblinge der örtlichen Medien und wahrsomit keinen Gegner hat. scheinlich auch der heimischen Fans können Ergebnis Ranking Session: sie vielleicht einen Vorteil aus zwei der 5 Judge 1. Mat Rebeaud 92.0 Pt Stimmen ziehen, die Jürgen Vogel (für alle die es 2. Jeremy Lusk 89.5 Pt nicht wissen: deutscher Schauspieler, Filmprodu- 3. Dany Torres 88.0 Pt zent, Sänger und Adolf-Grimme-Preisträger) und 4. Robbie Maddison 88.0 Pt Tobias Take (Chefredakteur des deutschen Moto- 5. Petr Pilat 84.0 Pt 6. Dustin Miller 80.0 Pt crossmagazins motoX magazine) gehören. Die restlichen Judges, Jimmy Verburgh (belgischer FMX Fahrer), Matt Buyten (FMX Fahrer und X-Games Medaillengewinner) und Andy Bell

7. Fabian Bauersachs 79.0 Pt 8. Sebastian Wolter 74.5 Pt 9. Nick de Wit 72.5 Pt 10. Ronnie Renner 69.0 Pt 11. Fredrik Johansson 0.0 Pt

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Petr Pilat (CZE)

„The Newcomer“

„Yes I watch them and try to find the tricks to beat them.“ Herkunft: Tschechien Wohnort: Prag (CZE) Geboren am: 3. Dezember 1991 Bike: KTM Web: www.petrpilat.cz

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OF: Wie ist deine Meinung zu neuen Tricks wie dem Frontflip von Jim DeChamp oder Fredriks Flare? PP: Jeder Fahrer kommt zu großen Ereignissen wie den X-Games immer mit neuen Tricks und Highlights. Es ist immer wieder aufregend zu sehen welche neuen Sachen da kommen und diese dann zu Hause auszuprobieren.

Offroadforum.at: Petr, was denkst du über diesen Track hier in Wuppertal? Petr Pilat: Also der Track ist einfach unglaublich. Normalerweise fahre ich ja nur in meinem FXM Park, das heißt anfahren, springen, umdrehen, anfahren, springen und wieder von vorne. Hier gibt es so viele Lines – wahnsinn.

OF: Was sind die Highlights dieses Setups? PP: Die Highlights sind sicher der riesige Quarter Jump und ein ca. 30m Ramp to Dirt Sprung. OF: Wie findest du die Wahl der Location?

PP: Die Location ist ebenfalls unglaublich. Das ist etwas komplett Neues und Aufregendes für mich.

OF: Bei deinen ersten X-Fighters in Mexiko hat Andy Bell zu dir gesagt du sollst weniger Backflips springen und mehr Right-Side-Up Tricks zeigen. Stimmt das? PP: In Mexiko war mein erstes Antreten bei den Red Bull X-Fighters. Ich war dadurch natürlich dementsprechend nervös und wollte so gut sein wie möglich, deswegen zeigte ich einen Flip nach dem anderen. Das kam anscheinend bei den Judges nicht so gut an und Andy sagte mir das dann auch. In Madrid habe ich dann mehr RightSide-Up Tricks gezeigt und den Judges hat es klar besser gefallen. OF: Siehst du dir die Runs deiner Gegner an, wenn du Zeit dazu hast und beeinflusst das deine Auswahl der Tricks? PP: Ich sehe mir die Läufe meiner Gegner gerne an und versuche herauszufinden mit welchen Tricks sie zu schlagen sind. OF: Danke für das Interview Petr und viel Glück für den Event. PP: Vielen Dank.

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Sebastian Wolter (GER)

„The Local“

„Einen Event wie Las Ventas zu übeRbieten wird sich hier sicher nicht ausgehen.“ Herkunft: Deutschland Wohnort: Berlin (GER) Geboren am: 8. Juni 1977 Nickname: Airwastl Bike: Suzuki Web: www.bustywolter.com

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OffroadForum.at: Busty, wie ist es das erste Mal mit Heimvorteil bei den Red Bull X-Fighters hier in Wuppertal an den Start zu gehen? Sebastian Wolter: Für mich ist das natürlich ein tolles Gefühl den Event hier vor meinen heimischen Fans zu bestreiten. OF: Warst du bei der Auswahl der Location beteiligt bzw. haben sie dich um Vorschläge zu einem Track gebeten? SW: Nein, das hat Red Bull komplett alleine organisiert. Nach der Auswahl der Location bin ich einmal zu einigen Testfahrten hergekommen und das Setup hat dann Dane Herron wieder einmal übernommen. Und der weiß definitiv was er tut. OF: Meinst du Wuppertal hat eine Chance ein Klassiker wie in Madrid, Las Ventas zu werden? SW: Einen Event wie Last Ventas zu überbieten wird sich hier sicher nicht ausgehen, aber ich freue mich das dem Event hier in Deutschland von Red Bull eine Chance gegeben wird und hoffe er wird ein fixer Bestandteil der Serie werden. OF: Was ist deine Meinung zu neuen Innovationen wie Jim DeChamps Frontflip oder dem Flare von Fredrik Johansson? SW: Für das FMX ist es toll das es solche Innovationen gibt und ich habe befürchtet das der Frontflip kommen wird. OF: Sind die Tricks auch in einem normalen Run möglich? SW: Jim DeChamp hat für seinen Trick eine extrem harte Einstellung der Gabel benötigt. Dadurch hat man dann kaum noch Federweg und andere Sprünge sind unmöglich. Deswegen glaube ich, dass in naher Zukunft eher mehr Leute Fredriks Flare in Runs probieren werden, da er den mit einem normalen FMX Bike Setup gesprungen ist. OF: Danke für das Interview und viel Erfolg beim Event. SW: Danke.

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Fredrik Johansson (SWE)

„Mr. 4-Stroke“

„I have some new tricks on my mind, but - hey no stress.“ Herkunft: Schweden Wohnort: Torö (SWE) Geboren am: 16. März 1979 Nickname: Fredd Bike: Suzuki Web: www.fredrikjohansson.se

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OF: Wie stehst du zu den neuesten Innovationen im FMX wie Jim DeChamps Frontflip oder deinem Flare? Wird man die bald auch in normalen Runs sehen oder bleiben es „Best Trick“ Tricks?

OffroadForum.at: Hallo Fred, ich habe deinen Sturz gestern im Training gesehen, irgendwelche Verletzungen? Fredrik Johansson: Es war ein ziemlich blöder Sturz. Ich bin bei einem Backflip etwas quer gekommen und dann bei der Landung mit dem Vorderrad weggerutscht. Zum Glück ist nicht viel passiert nur ein paar blaue Flecken – aber die Ärzte kümmern sich hier sehr gut um mich. OF: Wirst du heute Abend fahren können? FJ: Ich habe gerade mein Training absolviert und ich denke es sollte klappen.

FJ: Das ist definitiv die Richtung in die FMX gehen muss. Die Innovationen waren in den letzten Jahren immer da. Zuerst kam der Backflip mit all seinen Variationen, dann der 360, Underflip und jetzt eben der Frontflip. Jim ist aber mit einer Suspension gefahren die nur diesen einen Trick zuließ. Sobald jemand aber einen Weg findet den Frontflip mit einer normalen Einstellung zu springen wird auch der definitiv kommen. OF: Also werden wir bis dahin den Flare öfter zu sehen bekommen? FJ: Ja, wahrscheinlich schon. (grinst) OF: Wie und wo kam dir die Idee zu deinem Flare? War es ein Vorschlag von einem deiner BMX Freunde? FJ: Ja, der Trick kommt vom BMX. Ich habe ihn dort gesehen und für mich gedacht, das kann ich auch auf einem FMX Bike. Meiner Meinung nach ist BMX der Sport mit dem meisten Style. Ich liebe BMX.

OF: Wie gefällt dir das Setup hier in Wuppertal? FJ: Ich mag den Track hier sehr, er ist sehr abwechslungsreich. Es gibt kurze Sprünge, lange Sprünge, einen Quarter, Step-Ups – auf so etwas stehe ich. OF: Was sind deine Highlights der Strecke? FJ: Wie gesagt, das große Highlight der Strecke ist die richtige Mischung aus verschiedenen Sprüngen und Lines. OF: Was sagst du zur Auswahl der Location hier im Steinbruch? FJ: Die Location ist unglaublich. Wieder einmal etwas komplett anderes, die verschiedenen Ebenen mit den Zuschauerrängen. Der Event wird sicher toll – gleichermaßen für uns Fahrer und das Publikum.

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OF: Haben wir eine Chance in Zukunft mehr BMX Tricks von dir im FMX zu sehen? FJ: Ich habe schon ein paar neue Tricks im Kopf, aber hey keinen Stress. (lacht) OF: Wie trainierst du eigentlich im Winter? Ich habe einmal ein Video gesehen in dem du deine Rampe und Foam Pit vom Schnee freigeschaufelt hast und schon ging es los. Läuft das wirklich so? FJ: Ja, das ist tatsächlich so. Ich schaufle die Rampe und die Landung frei und am nächstenTag wird trainiert. So nutzt man das Training auch intensiver. Nach einem Tag schaufeln wird nicht herumgealbert sondern ernsthaft trainiert. OF: Und man spart sich dadurch auch das Fitnessstudio. FJ: Ja, genau. (lacht) Ich habe mir das aber auch selbst ausgesucht. Ich bin nicht nach Spanien gegangen wie zum Beispiel André (Anmerkung der Redaktion: André Villa - NOR). Ich denke ich bringe meine beste Leistung zu Hause in der Nähe meiner Familie.

OF: Welche anderen Sportarten betreibst du im Winter? Ich habe gesehen du wirst von einem Hersteller von Pitbikes gesponsert? FJ: Im Urlaub gehe ich zum Entspannen natürlich auch Skifahren oder Snowboarden. Bei den Pitbikes fahre ich ein paar Rennen bei uns im hohen Norden, aber nur zum Spaß. OF: Was war dein Grund das du auf ein 4-Takt Bike gewechselt hast? Weil es von Suzuki nächstes Jahr keine 2-Takt Bikes mehr geben wird? FJ: Ich war lange verletzt und fing dann wieder langsam mit Racing an. Als ich da so trainierte und meine Runden fuhr, dachte ich – hey das funktioniert ganz gut und probierte es auch beim FMX. Tom, mein Cousin (zeigt auf seinen Sitznachbarn), fing nach seiner Verletzung mit mir gemeinsam auf einer 4-Takt wieder an. Die Umstellung ist natürlich groß, mit der 250er 4-Takt hast du nicht so viel Power und musst mit mehr Schwung fahren, gleich wie bei einer 125er 2-Takt.

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OF: In welchem Gang springst du die Sprünge normalerweise? FJ: Ich springe alle Sprünge im zweiten Gang, eigentlich wären einige nur im dritten Gang möglich, ich habe aber die Übersetzung ändern lassen, damit alle im Zweiten klappen – somit muss ich nicht auch noch über den richtigen Gang nachdenken. OF: Was meinst du werden andere Fahrer machen die derzeit noch 2-Takt fahren? FJ: Einige Fahrer werden sich noch die letzten 2-Takt Bikes ihres Sponsors für die nächsten 12 Jahre sichern und einige werden wahrscheinlich auf 4-Takter umsteigen. Einige haben auch schon 450er 4-Takt für das FMX probiert, die sind meiner Meinung nach aber zu stark.

FJ: Ich bin generell oft in der Nähe der Strecke anzutreffen und schaue mir die anderen Fahrer und ihre Tricks an. OF: Beeinflusst das die Wahl deiner eigenen Tricks? FJ: Im Training beobachte ich meine Gegner auch und manchmal motiviert mich das richtig wenn einer gut fährt. Meine Auswahl an Tricks beeinflusst das definitiv. OF: Fred, danke für das Gespräche und alles Gute für den Event. FJ: Danke.

OF: Wie verbringst du die Zeit zwischen den Läufen, was machst du zur Entspannung?

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MAT REBEAUD (SUI)

„The CONSISTeNT“

„2-stroke „22 stroke or 4-stroke does not 2matter – both have 2 wheels“ Herkunft: Schweiz Wohnort: Payerne (SUI), Corona (USA) Geboren am: 29. Juli 1982 Nickname: Airmat Bike: KTM Web: www.matrebeaud.com

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OF: Sind diese Tricks auch in einem normalen Run möglich oder handelt es sich dabei derzeit nur um Sprünge für einen „Best Trick“ Contest? MR: Derzeit sind diese Tricks sicher noch für den Best Trick Bewerb, werden aber in Zukunft sicher auch in Runs zu sehen sein. OF: Wirst du auch die neuen Tricks der XGames probieren?

OffroadForum.at: Hallo Mat, willkommen hier in Deutschland. Was denkst du über die Strecke und diese Location? Mat Rebeaud: Ich denke diese Strecke ist sehr innovativ. Neue Lines, neue Sprünge. Ich bin schon gespannt wie es aussieht und wirkt wenn die Ränge mit Zuschauern gefüllt sind. OF: Die X-Games sind jetzt knapp 2 Wochen her. Was ist deine Meinung zu den neuesten Tricks und Innovationen wie Jim DeChamps Frontflip oder dem Flare von Fredrik Johansson bei den Red Bull X-Fighters in Madrid? MR: Das ist meiner Meinung nach genau das worum beim FMX geht. Das Limit immer weiter pushen und neue Tricks an den Start bringen.

MR: Ich bin gerade erst aus den USA zurückgekommen und hatte noch keine Zeit dazu. Aber ich werde sicher den einen oder anderen Trick probieren. OF: Ein paar Worte zum technischen Teil deines Sports – die Bikes. Ab nächstem Jahr wird es nur noch von KTM und Yamaha 2Takt Bikes geben. Werden sich jetzt einige Fahrer umstellen müssen? MR: Da ich für KTM fahre habe ich derzeit noch kein Problem damit. Einige Fahrer werden sicher auf 4-Takt Bikes wechseln. OF: Hast du schon FMX mit 4-Takt Bikes probiert? MR: Ja, habe ich. Und sowohl 2-Takt als auch 4-Takt Bikes haben 2 Räder, für mich macht das fast keinen Unterschied. Es ist mir egal welches ich fahre.

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OF: Du bist ja als Führender der Red Bull X-Fighters Serie nach Deutschland gekommen. Erhöht das für dich den Druck? MR: Ja, es ist definitiv anstrengender. Jeder möchte Fotos von dir und mit dir reden. OF: Ist das jetzt eine leise Kritik an diesem Interview? MR: Nein, natürlich nicht. (lacht) Aber es will immer jeder wissen ob ich gewinnen will. Klar will ich gewinnen, aber ich denke immer von Run zu Run und sehe dann was dabei herauskommt. OF: Was machst du zwischen den Läufen um dich zu entspannen? MR: Ich genieße einfach den Event und hänge mit den anderen Fahrern ab. OF: Siehst du dir die Runs deiner Gegner an und beeinflusst das deine Trickwahl? MR: Ja, ich sehe mir die anderen Fahrer gerne an. Wir sind wie eine große Familie und wenn einer von uns gut fährt, freut uns das alle. Mein Trick Book ist eigentlich ziemlich fix, nur wenn etwas Unvorhergesehenes passiert wird es geändert. OF: Mat, danke für das Interview und viel Erfolg für den Event. MR: Danke und ich grüsse alle meine Fans in Österreich!

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Competition Day

Der Samstag lag ganz im Zeichen von letzten Trainings, Abtasten der Gegner und dem großen Showdown am Abend. Nach dem Einlass um 17:00 Uhr gab es in der so genannten Expo Area neben einigen Ausstellungsständen auch Live Bands zu begutachten. Unter ihnen waren die „Dan Dryers“. Wem das nichts sagt: das ist die Band in der Sebastian „Busty“ Wolter als Gitarrist mitwirkt. Aus dem geplanten Eventbeginn um 20:00 Uhr wurde, aufgrund der Menschenmassen die vom Eingang aus noch ca. 1,5 km zu ihren Tribünen zurückzulegen hatten, nichts. Wohl den Pressevertretern und Ridern die mit Shuttles fahren konnten. Mit einer Stunde Verspätung fiel dann doch der Startschuss in Form einer geplanten Sprengung im Steinbruch. In der ersten Runde trafen sich Fredrik Johansson und Dustin Miller. Aufgrund eines Dead Sailors von Miller konnte sich Fredrik mit einem sicheren Run durchsetzen. Ronnie Renner beförderte daraufhin einen der beiden Lokalmatadore, Fabian Bauersachs, aus dem Bewerb. Im letzten Vorrundenduell erfreute Busty Wolter die heimischen Zuschauer und zog gegen den Südafrikaner Nick de Wit in die nächste Runde ein. In Runde 2 war dann auch Endstation für den jungen Tschechen Petr Pilat, der trotz eines sauberen Runs das Nachsehen gegenüber dem Aussi Robbie Maddison hatte. Für Fredrik Johansson war in dieser Runde ebenso Schluss gegen Dany Torres wie für Renner gegen Jeremy Lusk.

Der Local Busty Wolter hatte gegen den Führenden der Serie Mat Rebeaud leider auch nichts mehr auszurichten und verließ die Arena gefeiert von den knapp 15.000 begeisterten Fans. Somit war es Zeit für das Halbfinale. Die Duelle Dany Torres gegen Jeremy Lusk und Robbie Maddison gegen Mat Rebeaud versprachen eine tolle Show. Der Spanier Torres und der US Metal Mulisha Rider Lusk schenkten einander nichts und Lusk konnte sich mit sauberen Flip Variationen und einem aggressiven Style durchsetzen. Nicht umsonst ist sein Spitzname „Pitbull“. Rebeaud zog sein Programm durch und bezwang Maddison mit gewohnt sicheren Sprüngen. Damit gab es das Finale auf das alle gewartet hatten. In den jeweils 2 Minuten ihrer Runs brannten die beiden Finalisten ein Trickfeuerwerk der Extraklasse ab und rockten den Steinbruch von Oetelshofen. Am Ende hatte Lusk das Nachsehen und Mat Rebeaud kürte sich einen Event vor dem Ende der Serie vorzeitig zum Red Bull X-Fighters World Series Champion 2008. Der Event in Polen am 6. September wird somit nur noch eine Triumphfahrt für den Schweizer. Die neue Location kam sowohl bei den Fans als auch bei den Aktiven sichtlich gut an. Final Standing 1. Mat Rebeaud 2. Jeremy Lusk 3. Dany Torres

(c) euro-newsroom.com

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Auch FMX Pros 端bersehen sich einmal beim Warmfahren

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Lösung für Mats Problem? Who‘s your daddy?

Leider verletzt: Taka Higashino

Busty rockt mit seinen „Dan Dryers“

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Das Team von OffroadForum.at möchte sich bei Red Bull GmbH, allen Organisatoren, Fahrern und Helfern für die Einladung und Unterstützung bedanken, die uns unsere Arbeit erst ermöglicht bzw. erleichtert haben.

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OffroadForum.at magazine 08/01