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ÖWF Newsletter

Monatliche Information des Österreichischen Weltraum Forums.

Foto: Rolf Christiansen Behne rbehne@t-online.de

November 2009


EIFEL-Feldexpedition 2009 "Declaring Ground Safe" Ein karges Gebiet mit Tephra (pyroklastischen Ablagerungen), rötlicher, puderartiger Staub bedeckt den Boden, und eine steile Wand erhebt sich direkt davor. Wir befinden uns weder auf dem Mars noch auf dem Mond, aber es ist ein Ort, wo Wissenschaftler und Ingenieure der Europäischen Raumfahrtagentur ESA und Teams von AOES (Advanced Operations And Engineering Services), WLS (White Label Space), TNO (Nederlandse Organisatie voor Toegepast Natuurwetenschappelijk Onderzoek), der französischen Armee und des Österreich. Weltraum Forums einen der vielen Schritte machen, die uns zu anderen Planeten führen. Die Wingertsbergwand in Westdeutschland ist der Ort der Wahl für eine Reihe von Feldtests, die sich sowohl mit robotischen als auch menschlichen Forschungsaktivitäten befassen. Am ersten Tag dreht sich alles um die Inbetriebnahme der Infrastruktur:Errichtung eines Basiscamps, Anwerfen des Stromgenerators und Auswählen des "Landeorts" für den AOES Landesimulator. Dieser ähnelt einer kleineren Version des unteren Teils des Apollo Lunar Landers, ist allerdings mit einer ganzen Reihe von Instrumenten zur Beurteilung von Umweltfaktoren ausgerüstet. "Sobald die Operations-Konsole für den ÖWF Dignity Rover installiert ist, wird das kleine robotische Gerät beauftragt, den Landesimulator zu inspizieren", erklärt Dr. Bernard Foing von der ESA, der die Feld-Expedition leitet. Die Bediener des Rovers müssen mögliche Schäden ausschließen, bevor die Umgebung "betriebsbereit" erklärt werden kann. Dieser Ausdruck bedeutet, dass das Landegerät sicher am Mars angekommen und fähig ist, seine grundlegenden Aufgaben auszuführen. Als nächster Schritt folgt die Suche nach basalthaltigen Steinen, die nicht Teil des vom Eifel-Vulkan vor 13.000 Jahren ausgeworfenen Lava-Gesteins sind. Solche Steine wurden von Foto Rover-Cam: Bernard Foing Fotos oben: Daniela Scheer einem der Geologen des Teams absichtlich im Testfeld platziert. Die Aufgabe eines weiteren Geologen ist es, die Bediener des Rovers entsprechend zu dirigieren, um nach diesen ursprünglichen Bodenproben zu suchen, so wie es eines Tages auf dem roten Planeten geschehen könnte. "Alle Aufgaben wurden dem ursprünglichen Plan entsprechend erfüllt", fasst Gernot Grömer vom ÖWF zusammen, „und wir konnten eine ziemlich beeindruckende Datenmenge bezüglich der Telemetrie und der Zeitabläufe sammeln. Obwohl unsere Dignity-Bilder eine eher niedrige Auflösung haben, waren die Geologen immer noch im Stande, anhand dieser Daten verschiedene Gesteinstypen zu unterscheiden. Eine sehr viel genauere Analyse wurde später mit dem Raman-Spektrometer im "Habitat" von Studenten der französischen Luftwaffen-Akademie durchgeführt.“


EIFEL-Feldexpedition 2009 “EVA – ein Ausflug im Weltraumstil“ Montag, 09:30: Ein Team hoch motivierter Ingenieure, Wissenschaftler und Studenten aus ganz Europa trifft sich, um Strategien zu untersuchen, bei denen Menschen und Roboter gemeinsam auf Erkundungstour gehen. Heute ist ein großer Tag für eine indische Prinzessin: Aouda.X, der Stolz des Österreichischen Weltraum Forums, ist ein bestens ausgerüsteter RaumanzugSimulator für planetare Forschung, der etwa 40 kg wiegt. „Allein das Anziehen dauert fast eine Stunde“, kommentiert Daniel Schildhammer vom ÖWF, während er in den silbernen Anzug schlüpft. Suit-Tester beim „Donning“ (D. S.)

Geologen werten die Daten des Ramanspektrometers aus (D. S.)

Suit-Tester probt den Umgang mit dem Ramenspektrometer und die Aktivierung des AOES-Landers. (Bernard Foing)

Interaktion mit WLS-Rover. (D. Scheer)

Die Operations-Konsole, für diese Feldtests „Phobos Station“getauft, empfängt einen permanenten Datenstrom über den physischen Zustand des Analog-Astronauten und seines Gerätes, das ein Hybrid aus einem Raumfahrzeug zum Anziehen und einem tragbaren Computer ist.

ÖWF Mission Control Center (D. Scheer)


EIFEL-Feldexpedition 2009 Die zweite Hälfte des Testtages ist MECA (Mission Execution Crew Assistant) gewidmet, einem autonomen Assistenz-System, das imstande ist, Astronauten durch ihr Tagesprogramm zu führen indem es Verfahrens-Abläufe bereitstellt, die situative Aufmerksamkeit erhöht und automatisch auf NotfallSituationen reagieren kann. Zwei Analog-Astronauten, die mit Laptop und einer drahtlosen Kommunikationsmöglichkeit ausgestattet sind, werden im Feld eingesetzt. Bild links: MECA-Team, Bild links unten: Gernot Grömer gibt niederländischem TV-Team ein Interview, Bild rechts unten: Bürgermeister lenkt Rover

Und es gibt einen Überraschungs-Gast: Der Bürgermeister der Stadt Mendig ist gemeinsam mit Amtspersonen der Stadt zur Wintgertsbergwand gekommen, um einen Blick auf die ungewöhnliche Gruppe von Weltraumexperten zu werfen, die sich in seiner Stadt versammelt hat. Er kann einen einsatzfähigen Raumanzug-Simulator beobachten: Daniel inspiziert den Rover in einem Bruchteil der Zeit, die ein Rover dafür brauchen würde, aktiviert das Betriebssystem des WLS-Rovers bzw. des AOES-Landers und nimmt eine Bodenprobe innerhalb von etwa zwei Minuten. Für eine weitere Aufgabe muss Aouda einen kleinen Hügel erklimmen, um die steile Wand der aus Lava-Asche bestehenden Erhebung zu erreichen, an der am Vortag Mineralienjäger nach wertvollen kleinen Edelsteinen gesucht haben.

Das Eifel-Team mit Fernseh-Team und Mendigs Bürgermeister . Foto: Rolf Christiansen Behne Behnerbehne@t-online.de


EIFEL-Feldexpedition 2009 Schließlich verlassen die Feldforscher das Testgebiet. Um den Tag vorzeitig zu beenden? Nein – die Erklärung ist viel abenteuerlicher! Mendig ist für seine fast 200 künstlich (also von Menschenhand) geschaffenen Höhlen bekannt, die seit dem Mittelalter Zeugnis von der Basalt Bergbau-Industrie ablegen.

Bild oben: Lava Dome in Mendig, von wo wir unsere Expedition in die Tiefen der Lava-Höhlen antraten

(Foto: Daniela Scheer)

Bilder rechts und unten links: Erster unterirdischer Aouda-Test. (Fotos: Rolf Christiansen Behne)

Es ist vielleicht nicht der Ort, an dem man eine perfekte Kulisse für eine Mars-Simulation erwarten würde. Aber was wäre, wenn Sie wüssten, dass kürzlich auch auf dem roten Planeten Lava-Höhlen gefunden worden sind? „Das ist wahrscheinlich das erste Mal, dass ein Raumanzug- Simulator in einer so außergewöhnlichen Umgebung getestet wird. Mendig ist nahezu perfekt dafür: Der Zugang zur Höhle erfolgt über einen Lift, und es gibt elektrische Beleuchtung um Probenmuster am Boden auszulegen“, erklärt Gernot Grömer vom Österreichischen Weltraum Forum. „Wir werden uns mit den Herausforderungen auseinandersetzen, die diese Umgebung im Bereich der Navigation und der Telekommunikation mit sich bringt. Man kann zwar viele Tests im Labor machen – aber wenn es darum geht, neues Terrain zu erforschen, dann hat man einfach keine andere Wahl als das Material einem Feldtest zu unterziehen. Dabei lernt man, worauf es ankommt.“ Und das war schließlich der Zweck dieser Expedition.

Aouda als Stargast einer TV-Premiere Am Abend des 29. Sept. wurde Aouda eine besondere Ehre zuteil. Helmut Knoll, Direktor des Lava-Dome (www.lava-dome.de), lud das gesamte ÖWF-Team samt Raumanzug zur Premiere des TV-Films „VULKAN“ in die Laacher See Halle ein. Die Besucher zeigten sich überrascht und erfreut von einem Analog-Astronauten persönlich begrüßt zu werden. Foto: Daniela Scheer


World Space Week 2009 World Space Week bringt Kinder auf den "Mars" Es ist bereits eine Tradition, die vor zwei Jahren begann, dass in der Rotunda des “Vienna International Centre” (VIC) wieder einmal das Gelächter und die Stimmen von aufgeregten Kindern zu hören waren. Mehr als 120 Schüler zwischen sechs und zehn Jahren kamen Anfang Oktober von drei Schulen im 20. Wiener Gemeindebezirk, um an den Aktivitäten teilzunehmen, die anlässlich des 10. Jahrestages der “World Space Week” von UNIS Vienna und dem UN “Office of Outer Space Affairs” (UNOOSA) in Kooperation mit dem Österreichischen Weltraum Forum organisiert wurden. Link: http://www.oewf.org/cms/Abenteuer-Weltraum-im-Planetarium-Wien-Eventbericht-zurWorld-Space-Week-2009.phtml

Bilder links und Mitte: ÖWF Bild rechts: UNIS Vienna

„Faszination Weltraum“ – Vortrag in Linz Neues entdecken - Zukunft erleben. Das Motto des ORS (Österreichische Rundfunksender), einem Tochterunternehmen des ORF, erinnert stark an die Prinzipien des ÖWF. Scharen von TechnikerInnen des ORS trafen sich am 15. Oktober im Ars Electronica Center (AEC) in Linz im Rahmen der „INFORS_09“.

Foto: Die Presse

Live-Musik, gutes Essen, viele Reden, interne Preisverleihungen standen am Programm. Als Höhepunkt des Abends fand eine Show statt: „Faszination Weltraum“. ÖWF-Vertreter Gerhard Grömer, Eva-Maria und Stefan Hauth sowie Willibald Stumptner als Vortragender präsentierten den Besuchern einen Überblick über den derzeitigen Stand der Raumfahrt im allgemeinen und der Mars-Forschung im besonderen. Dabei wurden natürlich auch die ÖWF Mars-Analog Projekte „PolAres“ und „AustroMars“ vorgestellt. Anschließend durften die Gäste selbst die mitgebrachten Exponate ausprobieren. Der „Dignity“ Rover konnte über eine auf der Bühne aufgebaute Mars-Landschaft gelenkt werden. Eine der anwesenden Damen ließ sich unter dem Applaus ihrer Kollegenschaft und angefeuert vom Moderator einen jener Simulations-Anzüge anziehen, wie er heuer im AEC bei der Ausstellung „Sternenstaub“ zum Einsatz kam. Bei einem guten Tropfen ergaben sich dann noch angeregte Detail-Gesprächen mit den Gästen. Breitgefächerte Themen - Astronomie, Raumfahrt, Telekommunikation, Österreichs Rolle in Wissenschaft und Technik - kamen zur Sprache, bis das Event spätabends ausklang.


World Space Week 2009 "Abenteuer Weltraum" im Planetarium Wien Im Rahmen der UN World Space Week richtete das ÖWF im Auftrag des Büros für Weltraumangelegenheiten der Vereinten Nationen im Planetarium Wien das "Abenteuer Weltraum" aus. Etwa 300 Besucher erlagen am 4. Oktober der Faszination Raumfahrt in einem bunten Mix aus Vorträgen, Astronomie- und Raumfahrt-Aktivitäten zum Anfassen und einem echten Astronauten. Bereits zwei Tage vorher richtete das Forum in der Rotunda des Vienna International Centers für Schulkinder und Angehörige von UN-Angestellten ein Event aus, bei dem eine Mars-Reise ebenso beleuchtet wurde wie die Frage, was Astronauten in der Schwerelosigkeit alles machen. Das Planetariums-Event – unterstützt von der Forschungsförderungsgesellschaft, dem Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie sowie dem Office for Outer Space Affairs – bot einen Vortragsmarathon von DI Norbert Frischauf: Im Kuppelsaal des Planetariums führte er interaktiv mit dem ISS-Simulator durch den Alltag der Raumstation. Fast fünf Stunden durchgehender Vortrag und Frage-Antwort-Session, dazu eine Doppelconference mit dem "Stargast" des Tages, Sheikh Muszaphar Shukor. Der erste und bislang einzige malaysische Astronaut gab Autogramme, stand für Interviews zur Verfügung und erzählte aus erster Hand von seinem Flug im Oktober 2007 zur Raumstation ISS. Im Foyer und in den Außenanlagen des Planetariums stand der ÖWF Rover "Dignity" für das jüngere Publikum zum selber steuern zur Verfügung, ebenso wie zwei Demonstrations-Raumanzüge für Kinder. Besonders beliebt waren drei erstmals in Wien eingesetzte Aktivitäten: Unter dem Motto "Weltraum für alle Sinne" demonstrierten ÖWF Mitarbeiter anhand von umgebauten Waagen, wie viel man auf anderen Himmelskörpern - etwa Mars, Mond, Jupiter und Sonne- wiegt oder wie es dort riecht. Mittels einfachster Utensilien wurden die Gerüche von Planeten nachempfunden, etwa dem berühmten Schwefelgeruch auf der Venus oder der stechende Duft von Jupiters Ammoniak-Wolken. Dazu kam auch eine Station mit "Sonifikation", der Technik, aus elektromagnetischen Wellen eine äquivalente Geräuschfolge zu erzeugen. Damit kann man etwa das Knattern von rotierenden Pulsar-Sternen, das Schwingen unserer Sonne oder auch das Landeradar der ESA Huygens Sonde auf Titan auf faszinierende Weise hörbar machen. Höhepunkt dieses Nachmittages war die Präsentation des brandneuen "Aouda.X"-Simulationsraumanzuges, der erstmals in Wien gezeigt wurde. Sheikh Muszaphar Shukor probierte vor laufender Kamera den Mars-Anzug vor einem staunenden Publikum an – ein nicht ganz alltäglicher Anblick, einmal das komplette Anziehen eines Raumanzuges erleben zu dürfen, was auch mit spontanem Applaus quittiert wurde. Auf die Frage, ob nun der russische Sokol-Anzug (der für Start und Landung beim Sojussystem getragen wird), oder Aouda bequemer ist, antwortete der Astronaut spontan mit "Well... the Sokol might be a little bit more comfortable – but you know – Aouda is much more interesting. That's the future!" Kurzum, ein kleiner, feiner, aber sehr intensiver Weltraum-Nachmittag im Planetarium. Verantwortlicher Projektkoordinator: Mag. Gernot Grömer, ÖWF


Weltraum-Sonderschau Innsbruck "Abenteuer Kosmos" auf der Innsbrucker Herbstmesse (07. - 11. Oktober) Das größte Event zum Internationalen Jahr der Astronomie in Westösterreich mit 90.000 Besuchern in fünf Tagen – so lässt sich die Sonderschau "Abenteuer Kosmos" anlässlich der Innsbrucker Herbstmesse zusammenfassen. "Die 600 m² Sonderschau war – was die Öffentlichkeitsarbeit anbelangt – das Forums-Flaggschiffprojekt für 2009", resümierte der stv. Projektleiter Daniel Schildhammer vom ÖWF Innsbruck, "ein Team von 18 Mitarbeitern war fünf Tage lang voll im Einsatz." Dazu kamen zahlreiche Medienanfragen, Interviews, Liveschaltungen und natürlich ein nicht enden wollender Strom von Messebesuchern. Nach mehr als einem Jahr Vorbereitungsarbeit, Umbauarbeiten in den Hallen, einigen Herausforderungen für die Hardware, die quer über ganz Österreich verteilt gebaut wurde, und mehreren größeren Speditionsaufträgen, wurde in einem viertägigen Marathon die Sonderschau aufgebaut. Schon bei der Eröffnung zeigte sich die Attraktivität des Themas, als Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl, der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter, die Innsbrucker Bürgermeisterin Hilde Zach und andere Würdenträger bei der Eröffnungsfeier vor laufenden Kameras vom ÖWF Marsrover Dignity eine Tirol-Fahne überreicht bekamen. Was wurde gezeigt?

Fotos: ÖWF

Ausgestellt wurde ein Modell der Ariane 5, Modelle vom Erdbeobachtungssatelliten Envisat, der Sonnensonde SOHO und der Kometensonde Rosetta sowie ein 1:1 Nachbau des Lunar Rovers vom Apollo-Projekt, zur Verfügung gestellt von Raumfahrt-Enthusiast Peter Haslinger. Der Lunar Rover war in eine 12 x 6 Meter große Sandlandschaft eingefügt, die von Kindern mit Raumanzügen betreten werden konnte. Ein weiteres Highlight war das Original des Aouda.XRaumanzuges, der noch zwei Wochen zuvor in einem Feldtest gemeinsam mit der European Space Agency (ESA) eingesetzt worden war. Der Anzug war in Kooperation mit vier Tiroler Schulen (HTL Fulpmes, HTL Anichstraße, Ferrarischule und dem BRG Imst) im vergangenen Schuljahr als einziges Tiroler „Generation. Innovation“-Projekt des BmVIT entwickelt worden. Ein weiterer Publikumsmagnet war neben vielen Postern ein 3D-Videostudio, in dem Astrophysiker von der Universität Innsbruck Animationen von Galaxienhaufen zeigten. Besonders beliebt: "Astronomie für alle Sinne", wo man herausfinden konnte, wie es auf anderen Himmelskörpern riecht, wie viel man dort wiegen und welche Geräusche man im Weltraum hören würde, sofern man direkt elektromagnetische Strahlung wahrnehmen könnte.


Weltraum-Sonderschau Innsbruck Astronomischer Chill-Out Bereich & Vorträge Neben den Ausstellungsobjekten richtete das ÖWF noch eine "Chill-Out" Ecke ein, wo in einem abgeschotteten Bereich HDTV-Zeitrafferaufnahmen des Nachthimmels gezeigt wurden – ein Angebot, das von den ermüdeten Messebesuchern sehr gut angenommen wurde und die Grundlage für eingehende technische und wissenschaftliche Gespräche mit den Veranstaltern der Sonderschau bot. Kernelement und den Besuchern sicher in bester Erinnerung bleibend war die Vortragsbühne, auf der Universitätsprofessoren wie Ronald Weinberger und Emmerich Kneringer ebenso wie ÖWF Obmann Gernot Grömer tagsüber eine Serie von Multimedia-Vorträgen hielten.

Fotos: ÖWF

Highlight dieser Serie war definitiv Alexander Soucek vom ÖWF, der an den zwei besucherstärksten Tagen praktisch durchgehend mitreißende Vorträge hielt und in den kurzen Pausen zwischen den Referaten eine Traube von weltraum-interessierten Besuchern auf seine unverwechselbare, gleichsam kompetente wie charmante Weise unterhielt. Da am Freitag, dem 9. Oktober, auch der LCROSS-Einschlag auf dem Mond stattfand, organisierten die Veranstalter einen Live-Videocast aus dem Kontrollzentrum am NASA Ames Research Center und kommentierten in einem überfüllten Vortragsbereich die Ereignisse, was mit begeistertem Applaus nach dem Einschlag quittiert wurde. Begleitet wurde die Sonderschau von einer umfassenden Medienarbeit durch die Innsbrucker Herbstmesse – so wurden etwa großformatige Plakate mit dem ÖWF Raumanzug Aouda.X in Tirol plakatiert (siehe Abbildung). Darüber hinaus wurden diverse Medienevents arrangiert, und das ÖWF Team mit dem Dignity-Rover als „Special Guest“ für die traditionelle Modeschau vor dem Messebeginn eingeladen. Unterstützt wurde dieses Projekt durch drei Hauptsponsoren, der European Space Agency, der Universität Innsbruck und dem European Southern Observatory, sowie Partnern aus der Industrie (RUAG Space GmbH, Wagnersche Universitätsbuchhandlung und gcs Global Communication & Services GmbH), der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft (FFG/ALR) und dem Planetarium Schwaz. Das Team wurde unterstützt von Freizeitastronomen aus der Region, die auch Sonnenbeobachtungen sowie Kaufberatung für Amateurteleskope anboten. Verantwortlicher Projektkoordinator: Mag. Gernot Grömer, ÖWF (gernot.groemer@oewf.org) Foto: Peter Haslinger


Die Geschichte eines Mondautos Peter Haslinger über die Entstehung seines Lunar Rover Modells

Peter Haslinger ist ein begeisterter Sammler

Als Vorbereitung für meine eigene Raumfahrt-Ausstellung in Sollenau/NÖ (Aug. 2009) besuchten meine Freundin Monika und ich das Stift St. Florian im November 2008. Dort lernten wir das ÖWF kennen. Beeindruckt von der Freundlichkeit und Professionalität der Mitarbeiter begannen unsere Gedanken zu kreisen, wie wir Ähnliches schaffen könnten... Ganz besonders der Ratschlag für Kinder „etwas zum Angreifen“ anzubieten, weckte meine kreative Ader und so reifte der Entschluss, dass es der Lunar Rover, das Mondmobil von Apollo 15, 16 und 17 sein würde.

Über das Internet besorgte ich mir die Konstruktionspläne mit den Original-Maßen und stöberte auf Schrottplätzen nach geeigneten Teilen. In den darauf folgenden 7 Monaten entstand daraus mein „Zweitauto“, das stabil genug ist, um zwei Erwachsene tragen zu können. Tatsächlich war das Mondauto bei den grossen und kleinen Besuchern unserer Veranstaltung der große Renner, in Kombination mit den „Alpha“-Mondanzügen des ÖWF entstanden unzählige außerirdische Fotos in den Kameras der Besucher. Über die weitere Verwendung des „Modellautos“ hatte ich mir zunächst keinerlei Gedanken gemacht.

Geschichte und Detailansicht des Lunar Rover Modells. Fotos oben und links: D. Scheer

Umso größer war die Überraschung, als schon bald eine Anfrage aus Wien nach Vermietung des Rovers bei mir eintraf. Die Werbeagentur der IMAX-Kinos mietete uns beide für die Promotion des Filmes „Space Station 3D“ und damit begann unsere Tournee. Zuerst schnupperte mein Mondauto steirische Luft bei der Grazer Herbstmesse und gleich anschließend übersiedelten wir auf Einladung des ÖWF zur Messe nach Innsbruck. Mitten in der Halle stand neben einem fünf Meter großen ARIANE-Modell und dem nagelneuen AOUDA-Marsanzug des ÖWF mein Lunar Rover auf einer simulierten Planetenoberfläche (Sandkiste), ständig umschwirrt vom Mars Rover Modell „Dignity“, das von den Besuchern gesteuert werden durfte. Danach verbrachten wir das Mondauto zur nächsten Veranstaltung nach Gaaden/Bezirk Mödling, wo die Österreich-Rundreise vorerst ihr Ende gefunden hat. Ganz links: Innsbruck im Herbst. Links: Das Mondauto im Einsatz auf der Tiroler Herbstmesse Text und Fotos: Peter Haslinger


„Sich die Hände schmutzig machen (mit Marsstaub)…“ Eine Polemik anlässlich der erfolgreichen Innsbrucker Herbstmesse Weltraumfahrt kostet viel Geld, Steuergeld, und deshalb bringt man die Weltraumfahrt gerne dem Steuerzahler näher. Dabei bietet die Branche einen Startvorteil. Die vielen aufregenden Bilder aus dem All und all die nützlichen Dinge, die abfallen (vom Himmel fallen), beeindrucken. Die Weltraumfahrt der Allgemeinheit näher zu bringen, das machen viele. Manche, die das nötige Geld haben, drucken zum Beispiel Hochglanzbroschüren. Hochglanz ist sehr gut geeignet, um Galaxien drucktechnisch zu behandeln. Da glänzen Sterne richtig. Andere machen Tagungen mit dazugehörigem Zeitungsartikel (der Schnipsel, der für die Allgemeinheit abfällt). Viele treten im Internet auf. Dort kann sich der Interessierte die Information gerne selbst abholen, falls er weiß, dass er das will. Wieder andere lassen von dritter Hand abendlange Hochglanz-Events organisieren und entsenden einen Redner oder zwei. Meist ist ein geschlossener Adressatenkreis eingeladen. Selten sind Huber-Bauer und Fritzi-Tant’ dabei, deren Steuercent (oha!) in der Forschung steckt. Es gibt nur wenige, ganz wenige, die sich beim Geschäft des „Weltraum-Näherbringens“ auch wirklich und tatsächlich „die Hände schmutzig machen“. Die Mitglieder des Österreichischen Weltraum Forums zum Beispiel.

Die bauen einfach so eine Sandkiste mit Marssand auf. Dort steht ein Mond-Mobil, das von einem Liebhaber gezimmert worden ist. Originalgröße. Die nähen auch Raumanzüge Konfektionsgröße Kind. Und lassen tagelang Kinder rein und raus steigen. Die halten fünfzig Vorträge in fünf Tagen, und keinem ist langweilig. Die lassen Leute Schwefel schnuppern, und sagen „So riecht die Venus!“. Die Leute sagen „Pfui!“ und merken sich ab nun, dass die Venus eine stinkende Gluthölle ist. Die drucken Poster und begnügen sich nicht damit, sie aufzuhängen. Die stellen sich sogar davor, fünf Tage lang, und beantworten tausend Fragen. Zum Beispiel, was die Erdbeobachtung kann. Warum eine Rakete fliegt. Wie toll das kleine Österreich in der großen Raumfahrt mitsaust. Am Ende sind mehrere mal zehntausend Leute wie du und ich um die Marssandkiste gelaufen und haben zum ersten Mal das Gefühl gehabt, den Weltraum anzugreifen. Die große, weite, schwierige Raumfahrt zu erleben, und ein Stück davon zu verstehen. Der Mondautoreifen: eh nur so groß wie beim normalen Auto. Die Rakete: so hoch wie ein Kirchturm. Die Satelliten: so nützlich. Die Venus: igitt igitt. „Basisarbeit“ heißt das. Weil das „Hände schmutzig Machen“ die Basis von allem ist. Das Fundament für Forschung. Sternfreunde, die nächtelang, jahrelang in den kleinen Sternwarten ehrenamtlich frieren, um den Nachthimmel in die Herzen der Leute hinein zu erklären, sind der große stille Schatz, den die Weltraumbranche hat. Sternfreunde, die ihr Wochenende opfern, um Kleinen und Großen tausendmal die Wunder der Weltraumfahrt zu erklären, sind das auch. Die Welt der Hochglanzbroschüren und Industrieaufträge ist weit weg von Marssandkisten. Deshalb sage ich heute einmal „Danke“! Denn die Kinder, die heute staunend in diese Sandkiste steigen, setzen einmal staunend ihren Schritt auf den Mars. Oder auch nur in eine Weltraumfirma. Oder in eine Sternwarte. Um staunend in den Himmel zu schauen. – Alexander Soucek (siehe Foto)


International Astronautical Congress Eine Raumfahrtkonferenz der Superlative in Daejong/Südkorea Ein Symposium mit 3000 Teilnehmern und mehr als 1000 präsentierten Papern, eröffnet vom Staatspräsidenten der Republik - was für österreichische Verhältnisse im Weltraumbereich utopisch wirkt, wurde für eine Woche im südkoreanischen Daejong Realität. Auf der alljährlichen Astronautischen Föderationstagung waren auch diesmal wieder einige ÖWF Angehörige (und ÖWF-nahe Personen): Unter anderem vertraten DI Norbert Frischauf und Mag. Gernot Grömer den Vorstand, Dr. Werner Balogh und Olivia Haider (siehe Bild links) die Projektleiter des Forums. Dazu kamen Dr. Martin Tajmar (ARC Seibersdorf), Dr. Leopold Summerer (ESA/ACT), Dr. Pascale Ehrenfreund (Space Policy Institute, George Washington University) und andere - man könnte fast von einem Auslandstreffen der Österreicher sprechen.

Fünf Tage mit zahllosen interessanten Vorträgen und einem spektakulären Rahmenprogramm! Eine Eröffnungsveranstaltung mit Symphonieorchester, Live-Chor, Taekwondo-Vorstellung und einem atemberaubenden Feuerwerk sowie einem begeisterten Bürgermeister der Millionenstadt, der Daejong zur Weltraumhauptstadt von Südkorea erklärte, bis hin zu Head-of-Agency Meetings, die über die Zukunft von Private Spaceflight diskutierten. Da kam es schon einmal vor, dass man Herrn Jean-Jaques Dordain (ESA Director General) zwischen Tür und Angel begegnete oder im Aufzug ein paar Worte mit NASA Administrator Charles Bolden wechseln konnte. Kurzum – eine Woche lang in die aktuellsten Neuerungen der globalen Weltraumbranche eintauchen ist definitiv ein Erlebnis. Nächstes Jahr übrigens ist ein IAC-Besuch für ÖWF'ler besonders empfehlenswert, da der nächste Kongress vom 27. Sept. bis zum 1. Oktober 2010 in Prag stattfinden wird! Bericht & Fotos: Gernot Grömer Von links nach rechts: Gernot Grömer, Martin Tajmar, Werner Balogh und Norbert Frischauf


Buchtipp des Monats Originaltitel:

"MOON DUST" In search of the Men who Fell to Earth Andrew Smith Zwölf Menschen flogen zwischen 1969 und 1972 im Rahmen des Apollo-Programms zum Mond. Wie hat diese unglaubliche Erfahrung ihr Leben beeinflusst und verändert? Buzz Aldrin, zum Beispiel, wurde zurück auf der Erde von schweren Depressionen heimgesucht und begann zu trinken, Neil Armstrong zog sich völlig zurück und lehrte Luft- und Raumfahrttechnik, Charlie Duke wurde Prediger und Alan Bean malt seitdem den Mond. Wir wissen von diesen faszinierendsten aller Reisen, wie sie ungefähr abliefen, doch was sich damals in den Köpfen der Astronauten ereignete, wie ihr Leben durch diese absolut einzigartige Erfahrung für immer aus der Bahn geriet, war bislang unbekannt. Andrew Smith suchte und interviewte die letzten neun Überlebenden dieser Missionen, die einzigen Menschen, die je den Mond betreten haben. Er zeichnet ihre oftmals berührenden Lebenswege nach und lässt sie von ihrer faszinierenden Reise berichten. Gebundene Ausgabe: 496 Seiten, Sprache: Deutsch Verlag: Fischer (S.), Frankfurt; Auflage: 5 (Mai 2009) ISBN-10: 3100772024, ISBN-13: 978-3100772022 Größe: 20,8 x 13,6 x 4 cm - Preis: EUR 22,95 Original: "Moon Dust" 384 Seiten, Sprache: Englisch Verlag: Bloomsbury Publishing (6. Juli 2009) Größe: 19,6 x 12,8 x 2,8 cm Paperpack ISBN-10: 1408802384, ISBN-13: 978-1408802380 Press Commentary: "Splendid!" (Arthur C. Clarke, author of 2001: A SPACE ODYSSEY) "Forget flower power, the Beatles and Beach Boys. What made the 1960s an unforgettable decade was the conquest of space." (The Guardian, Best Books of the Season) "Fascinating and disturbing. Extremely thought-provoking." (J. G. Ballard, author of Empire of the Sun and Memories of the Space Age) "A wonderful collective biography written with deftness, compassion and humour." (The Observer)


Ankündigungen & Hinweise Conference: “European Identity through Space” ESPI Vienna, 12-13 November 2009 Space activities are one particularly visible area, where Europe can shape its identity. This conference investigates into the effect, space activities have already had on building a European “spirit” (e.g. through European missions or European astronauts). Based on this analysis it intends to identify creative ways and means of how to further use space for shaping the European identity. For this purpose, the conference will not focus on policy experts but on personalities from the fields of cultural science and the arts in order to tap their creative potential and also their theoretical approaches to the topic. Programme: www.espi.or.at Registration: office@espi.or.at

„AustroMars“ – Vortrag AustroMars war ein ÖWF-Projekt, bei dem im April 2006 in der Moab-Wüste/USA sechs Analog-Astronauten eine MarsExpedition simulierten – ein kleiner Meilenstein der österreichischen Raumfahrt. Letzter Termin 2009: 13. November, 19:00 Uhr: Bildungshaus Osttirol, Lienz

„WAA Jahrestagung 2009“ 14. November - Programm: * Die Jagd nach Exoplaneten mit CoRoT * Das Herschel Weltraumteleskop * Der Mensch als Zentrum des Alls * Ein Saturnjahr Astrofotografie * Von Sternguckern zur Science Community - die Rolle von Amateuren im 21. Jahrhundert * Die Fürsten des gestirnten Himmels - die arabischen Namen der hellsten Sterne * "Beobachten" mit dem MOST Weltraumteleskop. Keine Anmeldung, Teilnahme frei. Ort: Institut für Astronomie der Universität Wien http://www.waa.at/feat_program/prog_jahrestagung.shtml

Post-Doc Stellen: ESA Advanced Concepts Team Wir suchen interessierte Kandidaten für Post-Doc Stellen im Advanced Concepts Team der ESA in folgenden Bereichen: * “Innovation Dynamics and Computational Economics” * “Advanced Renewable Energy Systems” * “Biomimetics” Informationen & Deadlines auf der ACT recruitment website: http://www.esa.int/gsp/ACT/opportunities/openRF.htm All applications will be considered until the available post is filled. A first round of interviews is expected to take place still in December 2009; to enter this call it is recommended to submit applications no later than November 20, 2009. Interested candidates are highly encouraged to visit the teams website: www.esa.int/act as well as: www.esa.int. Dr. Leopold Summerer – Head of ESA Advanced Concepts Team – Telephone: +31(0)71 565 6227 ESTEC, DG-PI, Keplerlaan 1 - 2201 AZ Noordwijk – NL – Fax: +31(0)71 565 8018


Ankündigungen & Hinweise International Cooperation in Outer Space from the European perspective

Computeranimation: NASA

Der National Point of Contact (NPOC) Space Law Austria möchte Sie anlässlich seines Umzugs nach Wien sehr herzlich zur Eröffnungsveranstaltung einladen. 26. November 2009 ab 19:00 Dachgeschoss des Juridicums, Schottenbastei 10-16, 1010 Wien Teilnehmer ersuchen wir Sie um kurze Information unter: spacelaw.int-law@univie.ac.at

Company Mission to "Galileo / GATE" and Galileo Control Centre 26 – 27 November 2009, Germany

Graphik: ESA

The EU Co-operation Unit of Bayern Innovativ GmbH is going to organise a company mission to the GATE Test area (Galileo Test and Development Environment) in Berchtesgaden and the Galileo Control Centre in Oberpfaffenhofen. Further information: http://www.een-bayern-innovativ.de/gate_en

“Origin and History of the Moon and Earth Through an Explorer's Eyes” HARRISON H. SCHMITT – Apollo 17 Science Astronaut

Image: NASA

Apollo 17's exploration and observation of geological features in the valley of Taurus-Littrow provide new insights into the origin and history of the Moon and how that knowledge relates to the early history of the Earth. Zeit: 2. Dezember 2009, 18:15 Uhr Ort: Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW) Information: ÖAW / Öffentlichkeitsarbeit, www.oeaw.ac.at T +43-1-51581-1219, marianne.baumgart@oeaw.ac.at

„Architektur jenseits des Erdhorizonts“ Symposium & Podiumsdiskussion: 02.12.2009, 18 Uhr 40 Jahre ist es her, seit der Mensch den Mond betrat. Diese ersten Schritte auf dem Erdtrabanten, von der Menschheit via Fernsehen am 21. Juli 1969 staunend verfolgt, gelten bis heute, trotz der Kürze der zurückgelegten Distanz, als unvergleichlicher Meilenstein. Nach Abklingen des Interesses um diese Mondflüge macht sich seit zehn Jahren wieder verstärktes Interesse an der Image: NASA Raumfahrt bemerkbar. Neue Missionen zum Mond, zum Mars und darüber hinaus stellen auch ArchitektInnen und DesignerInnen vor Aufgaben, für die sie gewohnte operative Felder verlassen. Dabei geht es um die Auseinandersetzung mit zukünftigen Möglichkeiten des Wohnens, Lebens und Arbeitens auf der Erde wie auch im All. Impulsreferate (je 20 Minuten) und Podiumsdiskussion. In englischer Sprache. Eintritt frei. Link: http://www.azw.at/event.php?event_id=999


Internationales Jahr der Astronomie – November 2009 Astronomisches Weltbild im Wandel: Was wir Aristarch, Kopernikus, Kepler, Newton, Einstein und anderen verdanken Vortrag von Univ.-Prof. Dr. Franz Kerschbaum, Universitätssternwarte Wien Ist die Erde eine Scheibe? Wer kurbelt die Sonne über den Himmel? Wie weit ist es zum Mond oder zu den Sternen? Über all diese Fragen wurde über Jahrtausende nachgedacht bzw. geforscht. Unser heutiges Weltbild steht in dieser langen Tradition. Wir stehen im Sinne Newtons auf den Schultern von Riesen, wenn wir heute meinen, die Welt besser zu verstehen. Die Entwicklung unserer astronomischen Weltsicht sowie die Beiträge der wichtigsten ForscherInnen dazu ist Gegenstand des reich illustrierten Vortrags. Was: Führung Wann: 17.11.2009 19:00 Uhr bis 21:00 Uhr Wo: Technikerstr.25, VictorFranz-Hess-Haus 6020 Innsbruck Wer: Institut für Astro- und Teilchenphysik

Wann: 16.11.2009, 19:30 Uhr Wo: Landeskulturzentrum, Saal B Ursulinenhof, Pressezentrum Landstraße 31, Linz Wer: Linzer Astronomische Gemeinschaft

Nacht der offenen Tür: Institut für Astro- und Teilchenphysik Nähere Informationen zur Lage des Institutes und wie Sie uns mit dem Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen, finden Sie unter http://astro.uibk.ac.at. Wir treffen uns beim Nordeingang des Hochhauses Technikerstraße 25. Dies ist der 9-stöckige Bau mit der Teleskopkuppel am Dach gleich neben dem großen Schornstein. Kontakt: Prof. Ronald Weinberger, ronald.weinberger@uibk.ac.at Tel.: 0512/507-6035

Sind wir allein? Ein wissenschaftlicher Blick auf die Frage nach dem Leben im Kosmos Diskussion mit Brigitte Sattler (Univ. Innsbruck), Rudolf Albrecht (Österreichisches Weltraum Forum) und Gernot E. Grömer (Univ. Innsbruck). An der Grenze zwischen der modernen Astrophysik und der Biologie entsteht derzeit eine neue naturwissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Frage nach Leben außerhalb der Erde beschäftigt. Extrasolare Wann: 18.11.2009, 19:30 Planetensysteme, organische Moleküle, die Entstehung des Lebens auf Wo: Linz, Kepler-Salon der Erde, z.B. durch Panspermie, die Suche nach Lebensspuren auf dem Mars: Unsere Generation ist die erste, die Planeten außerhalb unseres Rathausgasse 5 Sonnensystems entdeckt hat. Möglicherweise werden die Forscher der Wer: Linz'09 nächsten Generation bereits in der Lage sein, die ersten erdähnlichen Kontakt: Planeten zu identifizieren und vielleicht sogar die Frage nach der keplersalon@linz09.at Einzigartigkeit des Lebens im Universum zu beantworten. Was: Vortrag Wann: 21.11.2009, 19:00 Uhr Wo: ÖAV/Edelweiss Festsaal, Walfischg.12, 1010 Wien Stadtlokal des Österreichisch. Astronomischen Vereins Wer: Astronomisches Büro

Oswald Thomas Vortrag 2009: Besonderheiten in der Meteorologischen Optik Es geht besonders um leuchtende Nachtwolken, Halos und Polarlichter (Bild: Harald Wochner) Prof. Mag. Dr. Karl Kaiser, Schlägl Teilnahme frei, Spenden erbeten.


Internationales Jahr der Astronomie – Nov./Dez. 2009 Expeditionen zu den solaren Planeten Univ. Prof. Dr. Siegfried J. Bauer

Was: Vortrag Wann: 24. Nov. 19:40 - 21:30

Kosten: jeweils 8,00 Euro Mitglieder haben freien Eintritt! Wo: Technische Universität - Alte Technik TU-Hörsaal VI Rechbauerstraße 12/P, 8010 Graz

Wer: Urania Kontakt: +43 316 825 688-0 Was: "Bunter Abend" Wann: 25.11.2009 19:00 - 21:30 Uhr Wo: Kaiser-Leopold-Saal Karl-Rahner-Platz 3 Innsbruck Wer: Institut für Astround Teilchenphysik, Uni Innsbruck

Kosmische Facetten, Teil IV – Naturgeschichte des Weltalls: Vom Urknall bis zum Ende (?) der Zeit 4. Teil der Vortragsserie Mit Live-Musik, Dichterpräsentation – „Kosmische Poesie“ von Paul Fülöp in musikalischer Begleitung von Harald Triendl (siehe auch www.kunst4life.net/projects/astro2009) - sowie einem Vortrag. Kontakt: Univ.-Prof. Dr. Sabine Schindler, +43-512-507/6030 Sabine.Schindler@uibk.ac.at Der Weg der Federschlange. Astronomie der Neuen Welt.

Was: Vortrag Wann: 25.11.2009, 19:00 Uhr Wo: Eisbach, Stift Rein, Stmk. Kontakt: P. August Janisch august.janisch@stift-rein.at Tel..: +43 3124 51621

Vortrag Prof. Dr. Sonja Draxler, Graz. Bereits vor dem Eintreffen der Weißen hatten die Völker Amerikas eine hoch entwickelte Astronomie. Anschließend Beobachtung des Sternenhimmels von Stift Rein aus. Der Astronomische Verein Steiermark kommt mit Fernrohren.

Auf der Suche nach extrasolaren Planeten Univ. Prof. Dr. Helmut Lammer Der Vortrag widmet sich Planeten die nicht unserem Sonnensystem angehören. Kosten: jeweils 8,00 Euro, Mitglieder haben freien Eintritt! Was: Show Wann: 04. Dez. 19:00 - 20:00 Uhr Wo: Planetarium, Oswald ThomasPlatz 1, 1020 Wien Kontakt: Harry Halas, hhalas@planetari um-wien.at Tel.: 729 54 94 /31

Was: Vortrag Wann: 01.12.2009, 19:40 - 21:30 Wo: Technische Universität Alte Technik, TU-Hörsaal VI Rechbauerstraße 12/P 8010 Graz Wer: Urania Kontakt: +43 316 825 688-0 Eine Reise durch die Weihnachtsnacht: Was war der Stern von Betlehem? Dauer: ca. 50 Minuten, geeignet ab 12 Jahren In der Weihnachtszeit begeben wir uns mit Ihnen auf eine detektivische Reise, in der wir der Frage nachgehen, was denn vor rund 2000 Jahren der "Stern der Weisen" gewesen sein könnte. Eine Tour über den aktuellen nächtlichen Sternenhimmel bildet den Rahmen, dieser live moderierten Show in der Sie die Gelegenheit haben, sich Ihre Fragen zur Astronomie von uns direkt beantworten zu lassen. Im Zuge dessen zeigen wir Ihnen noch: * die sichtbaren Planeten * Deep-Sky-Objekte im Dezember


Internationales Jahr der Astronomie – Dezember 2009 EC 669 - "Astronomie-Jahr 2009" Letztmalige Abfahrt des Zugs zum Astronomiejahr Wann: 05.12.2009 Seit Sonntag, dem 9.12.2007, verkehrt der Eurocity ÖBB-EC669 täglich 08:41 Uhr zwischen Bregenz und Graz unter dem Namen „Astronomiejahr 2009". Wo: Bregenz, Bahnhof Die ÖBB-Personenverkehr AG hat diese Zugpatronanz für Österreichs Wer: Österreichische Astronomie durch ihr Sponsoring auf Schiene gebracht. Bundesbahnen In den Reisebegleitern, die täglich in den Abteilen des ÖBB EC 669 Kontakt: Dr. Robert aufliegen und pro Jahr etwa 60.000 Exemplare umfassen, sind auch Seeberger astronomische Bilder und Texte präsent. Am 05.12.2009 verkehrt der robert.seeberger@vol.at ÖBB EC 669 letztmalig unter einem "astronomischen" Namen. Praxisworkshop: Die Pleiaden Wann: 05.12.2009, 14:00 Wo: Mariazell, Stmk. Raiffeisen-Sternwarte Wer: Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie Kontakt: Anneliese Haika anneliese.haika@waa.at Tel.: 0664 256 1221

Sonderworkshop für Fortgeschrittene mit Thomas Schröfl: Polarimetrie der Pleiadennebel, Spektroskopieren von Be-Sternen, Auffinden von Roten und Braunen Zwergen, Veränderliche in den Plejaden, Alterbestimmung.

Geheimnisvolles Universum – Kann das alles Zufall sein? Salon der schlauen Füchse Heinz Oberhummer , Technische Universität Wien. In letzter Zeit wurden fantastische neue Entdeckungen über unser Universum gemacht. Dazu gehören die Erforschung des Urknalls, Planeten in fernen Sonnensystemen sowie die rätselhafte Dunkle Materie und Dunkle Energie. Eine der größten Fragen der Menschen ist: „Gibt es Leben in anderen Welten und auf anderen Planeten und wann werden wir es entdecken?“ Diese Entdeckung steht wahrscheinlich tatsächlich vor der Tür. Dafür gibt es mehrere Hinweise. Es werden dafür nicht nur Wann: 05. Dez. 19:30 naturwissenschaftliche Erklärungsmodelle, wie die im Multiversum aufgestellte Hypothese unendlich vieler unterschiedlicher Universen, Wo: Kepler-Salon sondern auch philosophische Konsequenzen diskutiert. Rathausgasse 5, Linz Wer: Linz'09 keplersalon@linz09.at Vorlesung für Kinder von 9 bis 12 Jahren, Anmeldung erforderlich! 47 Grad Nord - 9 Grad Ost: 13 künstlerische Positionen Was: Kunstausstellung Eröffnung Samstag 05.12.2009, 19:30 Wann: 05. - 20.12.2009 Wo: Villa Claudia Bahnhofstraße 6 Feldkirch Wer: Kunstvorarlberg

Aus Anlass des Astronomiejahres 2009 veranstaltet KunstVorarlberg eine Ausstellung mit Affinitäten zur Astronomie. 400 Jahre Fernrohr, um den Blick in den Himmel zu schärfen haben uns bewogen, den Blick auf Kunst nicht zu vergessen. Gezeigt werden unterschiedliche künstlerische Positionen zur Astronomie. Feldkirch kann mit Rheticus und Eugen Steck sehr interessante Bezüge zur Astronomie aufweisen. Lassen sie sich überraschen! Kontakt: Georg Vith, georg.vith@vol.at, Tel.: 05572 35060

Alle Termine: http://www.astronomie2009.at/kalender/termin-liste.php

ÖWF Newsletter November 2009  

Der November-Newsletter widmet sich ausführlich unserer Feldexpedition in die Eifel sowie den ÖWF-Events zur "World Space Week". Des weitere...

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