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Nebelberg

Studienerfolg

Mag.a Katharina Leitner Katharina Leitner aus Vordernebelberg 30 hat im Jänner ihr „erstes“ Studienfach mit Auszeichnung abgeschlossen - wir haben sie dazu befragt. Mag. a Katharina Leitner: „Im Herbst 2005 habe ich das Diplomstudium der Kultur- und Sozialanthropologie an der Uni Wien begonnen und es im Jänner 2011 mit Auszeichnung (Mag. a phil.) abgeschlossen. Schon nach einem Semester Kultur- und Sozialanthropologiestudium, also 2006, habe ich auch mein Jus-Studium, ebenfalls an der Uni Wien aufgenommen und bin derzeit dabei, das fertig zu machen. Außerdem arbeite ich Teilzeit am Institut für Ethik und Recht in der Medizin als wissenschaftliche Mitarbeiterin. Ich versuch noch zu erklären, was Kultur- und Sozialanthropologie eigentlich ist, weil es ja doch kein so bekanntes Studium ist:

Die Kultur- und Sozialanthropologie – auch als Ethnologie oder früher, mit anderen Akzentsetzungen, als Völkerkunde bezeichnet – beschäftigt sich mit dem Menschen in seinen sozialen Beziehungen und unterschiedlichen kulturellen Kontexten. Früher standen vor allem die einfach organisierten und überschaubaren Gesellschaften wie zum Beispiel Jäger und SammlerGesellschaften in Ozeanien

oder Afrika im Mittelpunkt der kultur- und sozialanthropologischen Forschung. Da die Globalisierung und die weltweiten Migrationsprozesse vor allem bei uns, in den westlichen Industrienationen, viele kulturelle Unterschiede und Gegensätze hervorgerufen haben, beschäftigt sich heute die Kultur- und Sozialanthropologie auch viel mit Themen wie Integration, Migration, mit Grenzen zwischen den Bereichen des Lokalen und Globalen, des Nationalen und Internationalen, des Eigenen und des Fremden. Das Ziel der kultur- und sozialanthropologischen Forschung ist immer, Unterschiede und Gemeinsamkeiten menschlicher Lebens- und Organisationsweisen sowie Kulturen zu erkennen und zu analysieren und das kann man eben irgendwo bei einem Stamm in Afrika genauso gut wie in einer multikulturellen Volksschule in Wien. Ich habe meine Diplomarbeit zum Beispiel über PolizistInnen mit "Migrationshintergrund" bei der Wiener Polizei geschrieben und mir da angeschaut, wie viele es gibt, wie diese integriert sind, welchen Mehrwert sie für die Polizei und die Bevölkerung haben, welche Probleme in diesem Zusammenhang auftreten und wie man die Rekrutierung von mehr PolizistInnen mit "Migrationshintergrund" fördern könnte.“

Herzliche Gratulation zu dieser tollen Leistung - nach Abschluss des zweiten Studienzweiges werden wir Katharina zum Interview für Nebelberg-heute bitten.

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Profile for Heinrich Pfoser

Zeitung Dezember 2011  

ÖVP Gemeindezeitung Ausgabe Dezember 2011

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