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Das Magazin der Österreichischen Sporthilfe | Ausgabe 1 | 2015

Mehr Erfolg für Österreichs Sport.

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P.b.b. Verlagspostamt 1030, GZ.: 13Z039585S Österreichische Post AG/Sponsoring Post

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Die Ă–sterreichische Sporthilfe dankt ihren Partnern Premium Partner

Gold- und FĂśrderprogramm-Partner

Silber-Partner

Bronze-Partner

Kompetenz-Partner

Athletes Care Programm- und Event-Partner


Seit über 40 Jahren nimmt die Österreichische Sporthilfe eine bedeutende Förder-Rolle für Österreichs Athletinnen und Athleten ein. Viele Karrieren talentierter junger Sportlerinnen und Sportler wurden dadurch erst ermöglicht. Die vorrangige Aufgabe des Bundes ist es, parallel dazu entsprechende Rahmenbedingungen sicherzustellen. Diese Herausforderungen werden meines Erachtens durch TEAM ROTWEISS-ROT und das von mir ins Leben gerufene „Projekt Rio 2016“ sehr gut bewältigt. Vor wenigen Wochen haben wir unsere Informations-Offensive „Wir haben ein Ziel“ präsentiert. Die Kampagne ermöglicht es den Fans, die österreichischen Athletinnen und Athleten über eine neue App, die Homepage www.projektrio.at und die diversen Social-Media-Kanäle auf ihrem Weg zu den Olympischen und Paralympischen Spielen 2016 in Rio de Janeiro zu begleiten. Sportbegeisterte können mitverfolgen, wie die Sportlerinnen und Sportler auf die Großereignisse hinarbeiten, und ihre Stars so besser kennenlernen. Es gilt aber bereits jetzt über Rio hinauszudenken und für eine nachhaltige Entwicklung im Spitzensport Sorge zu tragen. Mit dem Projekt „Strategie 2018“ wollen wir das Umfeld unserer Athletinnen und Athleten verbessern. Seit November 2014 erarbeiten vier Arbeitsgruppen konkrete Projektvorschläge in den zentralen Handlungsfeldern Nachwuchsleistungssport, Berufsfeld Sport, wissenschaftliche Betreuung und Spitzensport-Infrastruktur. Erste Maßnahmen werden ab Ende 2015 umgesetzt. Wir sind dabei auf gutes Teamwork angewiesen, welches in Österreich auch absolut gegeben ist. Dafür möchte ich allen Beteiligten aufrichtig danken! Mit sportlichen Grüßen Mag. Gerald Klug Sportminister Präsident der Österreichischen Sporthilfe

Inhalt 4 6 12 14 16 19 22 24 26 28 30

Die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro kommen eher als man glaubt – das Projekt Rio 2016 wird über ein Jahr lang das österreichische Sportgeschehen beeinflussen und im Zentrum des sportlichen Interesses stehen. Mit Prof. Peter Schröcksnadel bringt auch der profilierteste und erfolgreichste Ski-Präsident seine Erfahrungen in den Sommersport ein: Er ist Projektleiter dieses gemeinsamen Projektes von ÖOC und Sportministerium. Die Sporthilfe setzt mit dem Förderschwerpunkt „Kader Rio“ ein klares Zeichen in der individuellen Unterstützung für das gemeinsame Ziel von Medaillen bei den kommenden Spielen. Das Redaktionsteam der Österreichischen Sporthilfe hat in dieser 1. Ausgabe 2015 des Magazins „Go for Gold” das Projekt Rio 2016 ebenfalls in den Mittelpunkt gerückt und als Schwerpunkt ausgewählt. Wer sind die aussichtsreichsten Medaillenkandidaten in Rio 2016? Wie wird der Sommersport in Österreich aufgewertet? Worin bestehen die großen Herausforderungen der Zukunft? Immer öfter übernehmen Sportler wichtige Rollen in der Organisation des österreichischen Sports. Wir haben ihnen eine Story mit dem Titel „Sportler bei der Arbeit“ gewidmet. Ein Leitsatz, der auch die Rolle der Österreichischen Sporthilfe sehr gut beschreibt. In diesem Sinne: Let’s go for Gold!

Anton Schutti Geschäftsführer der Österreichischen Sporthilfe

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Goldrichtig Erfolge der geförderten Sporthilfe-Athleten #Wirhabeneinziel Zwei starke Doppel geben Hoffnung für Rio 2016 Zu Besuch Sporthilfe-Lokalaugenschein im Trainingsalltag Selbsthilfeplattform Vierzig Projekte bei www.ibelieveinyou.at im Laufen Goldwaschen Sabine Weber-Treiber und Andreas Onea Team Rio 2016 Karl Stoss und Peter Mennel im Interview Team Rio 2016 Gerald Klug und Peter Schröcksnadel im Interview Sportler bei der Arbeit Mit vollem Einsatz in die Karriere danach Projekt „RIO2016” Sporthilfe fördert Projekt RIO Athleten Krone Charity Auktion Rekord: 68 Exponate für die Sporthilfe Gut Golf braucht Weile Österreichische Visionen beim Olympia-Comeback Arme Athleten! Olaf Brockmann über die harten Olympia-Limits Eiskristalle Bernhard Gruber, Markus Salcher und Janine Flock Evergreens Mario Stecher sucht neue Herausforderungen Lust auf Obst Schulaktion: Erfolg für SanLucar und Sporthilfe Manager Run Das Sport & Business Highlight im September Sport-Patenschaft Unterstützung geht in die Verlängerung Sporthilfe-Highlights Steirische Gala, Charity Race, Sport & Marke

Impressum: Medieninhaber und Herausgeber: Österreichische Sporthilfe, Rennweg 46-50 / Stiege 4 / Top 12, 1030 Wien | Für den Inhalt verantwortlich: Anton Schutti, Geschäftsführer | Chefredakteur: Jürgen Preusser | Produktion und Koordination: Veronika Kratochwil | Layout: XL-Design | Fotos: GEPA pictures | Autoren: Jürgen Preusser, Manfred Polt, Raimund Fabi, Olaf Brockmann, Dr. Harald Christandl, Mag. Wolfgang Piribauer, Veronika Kratochwil | Anzeigen: Veronika Kratochwil, 01 799 4080, vkratochwil@sporthilfe.at Druck: Paul Gerin GmbH | Lektorat: Mag. Hildegund Manhalter | Herstellungsort: Wien | Offenlegung: Go for Gold ist das Mitglieder- und Partnermagazin der Österreichischen Sporthilfe und informiert über relevante Themen aus ihrem Umfeld. Beiträge von Gastautoren geben die Meinung des Verfassers wieder und müssen nicht der Meinung der Österreichischen Sporthilfe entsprechen. Aus Gründen der Lesbarkeit verzichten wir darauf, konsequent die männliche und weibliche Formulierung zu verwenden. Wir meinen selbstverständlich beide Geschlechter. Leserbriefe an medien@sporthilfe.at. Redaktionsschluss dieser Ausgabe: 03. Juni 2015. Die Österreichische Sporthilfe dankt für die freundliche Unterstützung.


2015 – die vorolympische Saison der Sommersportler und nacholympische Saison der Wintersportler war für die von der Sporthilfe geförderten Atheten sehr erfolgreich.

Viktoria Schwarz & Ana Roxana Lehaci Kanu Volle Kraft voraus. Die beiden Kanutinnen eroberten bei ihrem ersten Weltcup der Saison in Montemor-o-Velho sensationell Gold über 200 m. So kann es weitergehen! Auch über die 500 m-Distanz fehlten nur wenige Hundertstel auf einen Podestplatz.

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Katharina Saurwein Klettern Ausgerechnet bei der Heim-EM in Innsbruck gelang der 27-jährigen Innsbruckerin der Durchbruch. Sie schaffte nicht nur den ersten Finaleinzug bei einer Europameisterschaft, sondern sicherte sich dann in einem guten Finale gleich einen Podestplatz. Nicht zuletzt, weil sie am letzten Boulder den Bonuspunkt beim ersten Versucht, schaffte. Mit ihrer Bronzemedaille vor heimischem Publikum übertraf Katharina ihre eigenen Erwartungen!

Julia Schwaiger Biathlon Die Gewinnerin des Sporthilfe UNIQA Jugendsportpreises 2014 geigte im Jahr 2015 erneut auf und bestätigte ihre guten Leistungen aus dem Vorjahr. Von der Jugendweltmeisterschaft in Raubichi (Weißrussland) kehrte Julia mit je einer Silbermedaille im Sprint sowie in der Verfolgung heim. Nach der Enttäuschung über die missglückte Mission „Titelverteidigung“ im Einzelrennen konnte die 19-jährige Sporthilfeathletin bei den darauffolgenden Rennen nochmals beweisen, dass sie zu den weltbesten Biathletinnen im Jugendbereich zählt.

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Goldrichtig

Stefanie Schwaiger & Barbara Hansel Beachvolleyball Der 4. Platz beim World-Tour Open in Luzern und somit der Einzug ins Halbfinale ist für das Beachvolleyball-Duo Schwaiger/Hansel ihr bisher bestes Ergebnis. Nachdem Doris Schwaiger-Robl im Mai 2014 überraschend ihren Rücktritt vom Leistungssport erklärt hatte, bildeten Schwaiger/Hansel im Juli 2014 ein Duo. Die Leistungskurve zeigt stark nach oben und lässt auf viele weitere gute Ergebnisse hoffen!

Andrea Limbacher Skicross Bei der Heimweltmeisterschaft am Kreischberg setzte sich Andrea im Finale in einem Fotofinish gegen ihre Konkurrentinnen durch. Bis zur WM verlief die Saison für die 25-jährige Freestylerin nicht wirklich wunschgemäß. Doch bei der Heim-WM am Kreischberg ging dann alles auf. Nach der erschreckenden Diagnose Kreuzband- und Meniskusriss war die Goldmedaille die beste Entschädigung und Bestätigung für den harten Kampf zurück an die Weltspitze. .

Jasmin Ouschan Billard Nicht ein, nicht zwei, nicht drei, sondern gleich vier Medaillen eroberte Jasmin bei den BillardEuropameisterschaften in Vale do Lobo (Portugal). Die Kärntnerin sicherte sich als Titelverteidigerin in der Königsdisziplin 9-Ball den Sieg. Auch im 10-Ball setzte sie sich gegen ihre Konkurrentinnen durch und holte erneut Gold. Am Ende der Europameisterschaften bilanzierte sie daher mit vier Medaillen (2 x Gold, je 1 x Silber und Bronze).

Liu Jia Tischtennis Nach dem die Zwölfte der Weltrangliste 2005 und 2014 das Europa-Top-12Turnier gewonnen hatte, triumphierte sie 2015 bei der ersten Auflage des Europe-Top-16. Somit entschied Liu bereits zum 3. Mal das Turnier der besten Tischtennisspielerinnen Europas für sich.

Kathrin Unterwurzacher Judo Die 22-jährige Tirolerin feierte in Baku (Aserbaidschan) ihren ersten Sieg bei einem Judo-GrandSlam-Turnier, bei dem sie ganz nebenbei ordentlich Punkte für die Olympia-Qualifikation sammelte. In der Gewichtsklasse bis 63 kg marschierte Unterwurzacher problemlos bis ins Finale durch. Nach ihrem Poolgewinn besiegte sie im Halbfinale die Britin Alice Schlesinger und setzte sich im Finale mit Ippon gegen die Deutsche Martyna Trajdos durch.

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l e i z n i e n e #Wirhab

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Sir Ben Ainsley, vierfacher Olympiasieger im Segeln, spaziert mit englischen Journalisten durch das Pressezentrum in Weymouth bei den Spielen von London 2012. Er hält inne, deutet auf Lara Vadlau und sagt: „And there she is: the best female sailor in the world!“ (“Und dort ist sie: Die beste Seglerin der Welt!”) Vorschusslorbeeren? Nun, Medaillen-Garantie gibt es natürlich keine. Doch tatsächlich hat die Wintersport-Nation Österreich für die Sommerspiele in Rio 2016 einige Hoffnungsträger zu bieten. Go for Gold hat zwei Zweier-Teams als Beispiele herausgegriffen.

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Lara Vadlau /Jolanta Ogar

Das dynamische Duo von MANFRED POLT Lara Vadlau und Jolanta Ogar schürfen Edelmetall en masse. Die beiden Seglerinnen sind die heißesten Medaillenanwärterinnen in Rio 2016.

Es ist Tradition, dass das berühmte Sportmagazin Sports Illustrated vor den Olympischen Spielen den PrognoseComputer anwirft und sämtliche Medaillengewinner tippt. Gut ein Jahr vor Rio 2016 darf man sicher sein, dass Lara Vadlau/Jolanta Ogar sich auf der Liste wiederfinden werden. Die Seglerinnen gelten in der 470er-Klasse neben den Neuseeländerinnen Aleh/Powrie als Medaillenbank. Vadlau galt schon lange als DAS Talent des OeSV. 2010 holte die Kärntnerin bei den Olympischen Jugendspielen Gold, 2012 war sie mit 18 Jahren und 128 Tagen die jüngste Seglerin

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in London. Dass es so weit kam, war nicht geplant. „Mir war das Segeln immer zu langweilig. Ich wollte kicken wie David Beckham, Skifahren oder Motocross fahren.“ „Aber dann bin ich in einem Opti gesessen und am Wörthersee war tatsächlich ein g’scheiter Wind. Da war’s um mich geschehen,“ erinnert sie sich. Auch Jolanta Ogar, ihre kongeniale Partnerin im 470er, war nicht grundsätzlich vom Segel-Virus infiziert. „Ich habe in Polen immerhin so gut Volleyball gespielt, dass ich davon leben konnte. Bei einer Routineuntersuchung hat der Arzt gemeint, ich hätte perfekte körperliche Voraussetzungen, um Seglerin zu werden. Also habe ich mein Leben komplett umgekrempelt und bin Seglerin geworden“, erzählt die gebürtige Polin, die seit einem Jahr die österreichische Staatsbürgerschaft besitzt.


Dass Segeln nicht Teil des Karriereplans war, erscheint klar: „Von dort, wo ich herkomme, muss ich 900 Kilometer fahren, um das Meer zu sehen.“ Vadlau/Ogar ergänzen einander perfekt, wie je zwei Gold- und Silbermedaillen bei den Welt- und Europameisterschaften 2013 und 2014 beweisen. „Wir haben den Sport, den wir lieben, zum Beruf gemacht. Wir reisen gern, sehen gern andere Länder und Kulturen – wir haben das Glück, dass wir den perfekten Job haben“, meinen beide unisono. Wenngleich sich nach der Karriere die Wege wohl trennen werden. Vadlau will Kinderärztin werden, Ogar gern dem Segelsport erhalten bleiben. „Aber das klingt einfacher, als es ist. Es gibt fast keine weiblichen Segel-Trainer. Da wird es zum Nachteil, dass man so viel unterwegs ist“, sagt Ogar. Vorerst gilt der Fokus aber Olympia 2016. Den Quotenplatz hat das dynamische Duo souverän mit dem WM-Titel geholt. Jetzt gilt es, den Formaufbau perfekt zu steuern. „Segeln ist schwierig, so komplex. Man kann vieles planen, aber keine Stunde ist wie die vorige. Material, Wind, Wetter, Strömung, Gegner – es ändert sich alles dauernd“, sagt Vadlau. „Natürlich wollen wir Olympiasieger werden, aber das geht nicht auf Knopfdruck.“ Speziell in Rio nicht. Denn selbst, wenn alles perfekt laufen sollte, könnte es immer noch passieren, dass in der Dreckbucht ein nicht ganz fachgerecht im Meer entsorgter Kühlschrank ein Leck in den 470er schlägt und die Olympiaträume sinken. Wenn es nach Jolanta Ogar geht, zieht sie in Rio mit Otylia Jędrzejczak gleich. Die polnische Schwimmerin holte 2004 Olympia-

Gold und ist für Ogar Mentorin, Freundin und Teilzeit-Mentalbetreuerin. Aus dem Alter, in dem man Vorbil der hat, sind Vadlau (21) und Ogar (33) heraus. Kollegen, die man bewundert (oder hat), gibt’s dennoch. „Usain Bolt“, sagt Vadlau wie aus der Pistole geschossen. „Der ist für mich der beste Sportler ever. Das Gesamtpaket ist bei ihm einfach super.“ Ogar hält dagegen mit „Lance Armstrong. Schade, dass diese Dopinggeschichte ihn demontiert hat. Aber der Mann hat mit seiner Foundation Menschenleben gerettet. Das sollte man auch nicht vergessen.“ Zurück zu Bolt. Was sie ihn fragen würde, wenn sie Usain in Rio zufällig träfe? „Ob er uns sponsern will“, lacht Vadlau. Mit Olympia-Gold um den Hals würde sich aber wohl auch die Sponsorsuche künftig ein wenig einfacher gestalten. .

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in Rio erst zum dritten Mal Olympische Spiele auf der südlichen Hemisphäre stattfinden werden? Zuvor war Olympia auf der Südhalbkugel nur in Australien 1956 (Melbourne) und 2000 (Sydney) zu Gast. Außerdem wird erstmals Südamerika Olympia-Gastgeber sein. Brasilien trotz seiner flächen- und einwohnermäßigen Größe kein Olympia-Gigant ist? Im ewigen Medaillenspiegel liegt Brasilien mit 23 Gold-, 30 Silber- und 55 Bronzemedaillen auf Rang 33. Alle Medaillen wurden bei Sommerspielen gewonnen. Brasilien die erste Olympia-Goldmedaille der Geschichte der Großzügigkeit der USA zu verdanken hat? 1920 war den Brasilianern in Antwerpen die komplette Ausrüstung gestohlen worden. Die US-Schützen überließen ihren Gegnern eine Waffe und 2.000 Schuss Munition. Mit dem Leihgerät holte Guilherme Paraense Gold im 30 m-Bewerb mit der Schnellfeuerpistole.

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Clemens Doppler / Alexander Horst

An der Copacabana und am Wörthersee von MANFRED POLT Das erfolgreiche österreichische Beachvolleyball-Team über Rio, Vorbild Roger Federer und Windelwechsel in der Volleyball-Halle.

Dass Clemens Doppler und Alexander Horst einander auf dem Court finden würden, war fast logisch. Beide stammen aus Volleyball-Familien, beide waren ausgezeichnete Hallenspieler, ehe sie auf den Strand wechselten. „Volleyball hat Tradition“, erzählt Doppler, „ich bin schon in der Halle gewickelt worden.“ Horst, dessen Mutter Teamspielerin war, ergänzt: „Seit ich denken kann, spielt Volleyball eine Rolle.“ Die Alternative wäre Tennis oder Fußball gewesen, „aber ich bin hängen geblieben, wo man am wenigsten verdienen kann“, grinst Horst. Das Kreuz mit dem Kreuzband Seit 2012 bilden Clemens und Alex auf der World Tour der Beachvolleyballer ein Team. 2012 schafften sie es zu den Olympischen Spielen, 2014 holten sie EM-Bronze. Jetzt liegt der Fokus auf Rio 2016. „Das ist quasi der Heilige Gral des Beachvolleyballs. Dort bei Olympia zu spielen, wäre ein Traum“, sagt Horst. Dass Doppler/Horst ihre dritten Spiele und die zweiten gemeinsamen anpeilen, ist angesichts der Leidensgeschichte von Doppler mit drei Kreuzbandrissen ein kleines Wunder. „Entweder man nimmt die Verletzung an und sucht das Positive. Dann kommt man stärker zurück.

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Oder man hadert – dann ist es besser, man lässt es bleiben“, sagt Doppler. 200 Tage auf Achse Viel Zeit für die Kinder (Horst hat zwei, Doppler eines) bleibt nicht. Rund 200 Tage im Jahr ist das Duo auf Achse. „Da wird die Familie doppelt wichtig. Sie ist mein Rückzugsort“, meint Horst. Für Doppler blieb der Vater eine enge Bezugsfigur: „Er war mein erster Trainer und ist heute noch mein Mentor.“ Nicht zu vergessen: Die ersten Sponsoren „Ohne Sporthilfe zum Beispiel wären wir aufgeschmissen gewesen“, stellt Doppler fest. Ähnliches gilt für das „Projekt Rio”, die zusätzliche Förderung stellt das gesamte Paket auf noch professionellere Beine. „Es bleibt kein Geld übrig. Aber es ist möglich, den Trainer oder den Physiotherapeuten zu Turnieren mitzunehmen“, erklärt Doppler. Alles Roger! Eine dritte OlympiaTeilnahme wäre ein weiteres Highlight.

„Olympia ist einfach geil“, sagt Doppler, „dort erlebst du in zwei Wochen Dinge, die für ein ganzes Leben reichen.“ Etwa die Eröffnungsfeier in Peking 2008. Plötzlich stand da Roger Federer, für beide der größte Sportler der Geschichte. „Unfassbar, wie geerdet der geblieben ist. Da wollten ungefähr 500 Sportler ein Foto mit ihm, er hat alle Wünsche erfüllt. Sogar Dirk Nowitzki hat sich mit ihm fotografieren lassen, das sagt eh alles“, erzählt Horst, der auch ein Foto mit der Tennis-Legende hat. „Aber ich war so nervös und verlegen, dass ich gar nichts hab‘ sagen können.“ Mit 34 (Doppler) bzw. 32 (Horst) Jahren zählen die Österreicher nicht mehr zu den Jüngsten. Was also tun, wenn die Karriere vorbei ist? „Beim Sport bleiben.“ Beide können sich eine Trainer-Karriere vorstellen.


Schluss mit Party Dass der Sport eine zentrale Rolle in ihrem Leben spielt, war immer so. Horst wollte als Zehnjähriger Lehrer werden, als Elfjähriger Sportler. Und bei Doppler gab es nie eine Alternative. Das ist wohl auch der Tatsache geschuldet, dass seine Mutter Sportlehrerin war. Und Beachvolleyball ist inzwischen salonfähig. Dazu haben auch die Österreicher ihren Beitrag geleistet. Doppler: „Das ist vielleicht der größte Verdienst aller Beachvolleyballer der letzten Jahre: Aus einem Fun-Sport ist eine anerkannte Disziplin geworden. Und jeder, der einmal am Strand gelaufen ist oder gespielt hat, weiß, wie anstrengend das ist.“ Von Urlaubs- und Party-Sport könne keine Rede sein. „Körperlich gibt es wenige Sportarten, die fordernder sind.“ Wenngleich Doppler zugibt, dass es schlimmere Arbeitsplätze gibt als Brasilien oder Kalifornien.

Für Doppler und Horst ist ihr Beruf der ideale. „Die Locations, die Fans, auch die anderen Spieler – es ist einfach lässig.” „Bei uns gibt es auch Stars, aber sie haben keine Allüren“, stellt Horst fest. „Außerdem ist es ein Teamsport mit allen Vor- und Nachteilen. Bei uns kann jedoch nicht gewechselt werden. Das macht es schon sehr speziell“, fügt Doppler hinzu. Und wenn sich zum idealen Beruf noch weitere Erfolge gesellen, ist das Glück perfekt. Möglichkeiten bieten sich noch einige. Die Höhepunkte zusammengefasst:

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An der Copacabana und am Wörthersee – bei Olympia 2016 in Rio und bei der Heim-EM 2015 in Klagenfurt.

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die Vergabe der TV-Rechte dem IOC wieder einen Geldregen beschert? Insgesamt 3,35 Milliarden Euro bringt den „Herren der Ringe“ der Olympia-Zyklus mit den Winterspielen 2014 in Sotschi und den Sommerspielen 2016 in Rio. 2012 in London erstmals Frauen in allen 26 Sportarten antraten? Die letzte Männer-Bastion, die fiel, war Boxen. Männer hingegen bleiben vom Synchronschwimmen und der Rhythmischen Gymnastik auch 2016 ausgeschlossen. unter den knapp 20 Empfängern der Pierre-de-Coubertin-Medaille für besondere Verdienste um den olympischen Gedanken auch ein Brasilianer ist? Vanderlei Cordeiro de Lima führte 2004 im Marathon von Athen, als er zehn Kilometer vor dem Ziel von einem Demonstranten zu Boden gerissen wurde. Er gab nicht auf, lief weiter und gewann Bronze, das er mit einem Tänzchen über die Ziellinie feierte.

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Sporthilfe zu Besuch bei ... Den EM-Bronzemedaillengewinner und Olympiateilnehmer von London 2012 treffen wir nur wenige Minuten nach seiner morgendlichen Trainingseinheit im Salzburger Olympiazentrum. Das Gespräch führen wir am Ergometer, denn nach einer intensiven Trainingseinheit ist ausradeln angesagt. Das sprechen fällt Amer schwer, die Puste fehlt. Seine Beine zittern. „Du sollst treten Amer, dein Laktat ist viel zu hoch, sonst hast du morgen einen Muskelkater!“, ruft Konditionstrainer Sascha immer wieder. Amer und seine Trainingskollegen haben soeben ein HIIT-Training absolviert. „Du gibst einfach alles, bis zum Gehtnichtmehr. Aber es ist echt ein Wahnsinn. Schon nach 6 Wochen hab ich die Erfolge bemerkt.

Wir überraschen Lisa Zaiser beim Krafttraining im Linzer Olympiazentrum. Gerade wollte sie ihr Krafttraining beginnen, die Haare noch nass vom Frühtraining im Wasser. Unser Interview dürfen wir nach Absprache mit Trainer Marco Wolf aber noch durchführen. Marco kann Lisa so richtig Gas geben. Die Bronzemedaillengewinnerin der Europameisterschaften in Berlin ist sichtlich gut gelaunt. Vor wenigen Tagen erst ist sie vom mehrwöchigen Trainingslager auf Teneriffa heimgekehrt. „Das Training macht total viel Spaß. Marco lässt sich so viele Sachen einfallen, sodass uns nicht fad wird. Jeden Tag überrascht er uns mit neuen

So werden wir auch bis RIO weitertrainieren.“ Konditionstrainer Sascha genießt Amers volles Vertrauen. Das gemeinsame Training mit ihm und viele weitere Vorteile resultieren aus der Aufnahme in den Projekt Rio-Medaillenkader. Mit den zusätzlichen Mitteln kann sich Amer gezielter auf das Qualifikationsturnier in Las Vegas vorbereiten. „Durch die Förderung habe ich wesentlich mehr Spielraum in meiner Wettkampfplanung erhalten und bin dadurch auch selbstbewusster geworden. Die Förderung ist für mich und daher verwende ich das Geld für das, was mir guttut, und für die Leute, die ich um mich brauche, um zu meinen Erfolgen zu gelangen.“ Nach seinem frühen Aus in London, hat Amer mit Olympischen Spielen noch eine Rechnung offen. „Es sind meine letzten eineinhalb Jahre im internationalen Bereich. Bis Rio 2016 möchte ich richtig Gas geben.“ Die Bronzemedaille bei der Europameisterschaft 2014 in

r e s i a Z a s Li Schwimmen

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Trainingsmethoden. Das ist echt genial.“ So ziehen Lisa und ihre Trainingskollegen beispielsweise widerstanderhöhende Utensilien wie Schwämme oder Kübel an ihren Beinen durch das Trainingsbecken. „So erhöht sich der Widerstand im Wasser und das Schwimmen wird brutal anstrengend.“

vi o n a r t s u H Amer Ringen Finnland war ein zusätzlicher Motivationsschub auf seinem harten Weg Richtung Rio. „Eine Medaille bei einem Großereignis war immer mein Traum. 10 Jahre habe ich darauf warten müssen. Bei der EM 2014 dann auf das Podest steigen zu dürfen, war einfach genial.“ Die darauffolgende Aufnahme in den Medaillenkader des Projekt Rio sieht Amer als Riesen-Auszeichnung. „Teil des Kaders zu sein, bedeutet mir sehr viel. Es zeigt, dass unsere Leistungen wahrgenommen werden, obwohl wir eine Randsportart sind.“

„Durch die Aufnahme in den Medaillenkader müssen wir nicht mehr überlegen welche Trainingslager wir machen und auf welche Wettkämpfe ich fahren werde. Ich kann alle Wettkämpfe schwimmen, die ich möchte, und kann noch dazu einen Physiotherapeuten mitnehmen, was wirklich ein Riesen-Vorteil im Gegensatz zu früher ist.“ Gleich auf Anhieb hat Lisa die Qualifikation für die Spiele in Rio 2016 geschafft. Jetzt kann sie sich in aller Ruhe und ohne weiteren Druck auf den berühmten Tag X vorbereiten.

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g gen r e b n ü r G a rin Kir Stabhochsp Wir sind in der Innsbrucker Judohalle, als plötzlich Kira Grünberg vor uns steht. „Ich kenne die Mädels ganz gut, wir sind ja immer wieder gemeinsam im Olympiazentrum und treffen uns beim Krafttraining.“ Der 21-jährigen ist bei der LeichtathletikEM in Zürich 2014 mit dem Einzug ins Finale der internationale Durchbruch gelungen. Seither ist viel passiert im Leben der Innsbruckerin. „Mit der EM ist richtig viel Positives passiert. Ich habe viele Medientermine gehabt und ganz viele Anrufe und Nachrichten erhalten. Durch mein neues Management konnte ich Sponsoren gewinnen und auch die Aufnahme in das RIO-Pro-

jekt war ein wichtiger Schritt.“ Durch die Aufnahme in den RIO-Hope-Kader kann sich Kira einen zusätzlichen Coach, neben Papa Frithjof, finanzieren. „Ich arbeite mit dem Schweizer Nationalteamtrainer zusammen. Er kommt einmal im Monat für etwa 5 Tage nach Innsbruck und dann arbeiten wir an technischen Feinheiten. Zudem darf ich jederzeit mit dem Team der Schweiz mittrainieren und fahre auch mit ihnen auf Trainingslager. Das ist wirklich super!“ Bis RIO 2016 möchte Kira von ihren 4,30 m-Stäben auf die 4,45 m-Stäbe umsteigen. „Die Stäbe haben wir schon, jetzt muss ich mich im Training langsam umgewöhnen und einfühlen.“ Wenn Kira heute an die Olympischen Spiele in Rio denkt, freut sie sich neben der Atmosphäre im Stadion und

dem Austausch mit den weiteren Athleten im Dorf vor allem darauf, erste olympische Erfahrungen zu machen. „Es wird alles mächtiger als jeder Wettkampf zuvor. Chancen rechne ich mir in Rio noch keine aus. Mit den gesammelten Eindrücken und Erfahrungen möchte ich dann zurückkehren und mich voll auf Tokio konzentrieren, wo für mich dann bestimmt mehr drinnen ist!“

n e u a r F m a e t l a tion Kathrin Unterwurzacher, Judo dNea tte Graf, Berna ltner, e Z a in T , r le x e r Hilde D Sabrina Filzmoser

Unter der Leitung von DamenTrainer Markus Spittka finden in regelmäßigen Abständen gemeinsame Trainingslager statt, wie zuletzt beispielsweise im Innsbrucker Olympiazentrum. Gemeinsam wird auf das große Ziel hingearbeitet: die olympischen Spiele in Rio 2016. Mit 3 Sportlerinnen im Medaillenkader sowie 2 weiteren im Hope-Kader stehen den Judokas ausreichend finanzielle Mitteln zur idealen Vorberei-

tung zur Verfügung. Die intensiven Trainingslehrgänge mit dem gesamten Team machen sich im gesamten Judo-Team bemerkbar. Die Mädels sind heiß auf Spitzenplätze in Rio! Als die Sporthilfe das Damen-Nationalteam (ausgenommen Sabrina Filzmoser, die fernab trainierte) im Innsbrucker Olympiazentrum antrifft, sind die Athletinnen sichtlich gut gelaunt. „Wir haben soeben unsere neue Ausrüstung erhalten. Richtig schick, wir haben eine Riesen-Freude damit“, sagt Kathrin im Gespräch mit der Sporthilfe. Grund zur Freude hat Kathrin aber nicht nur wegen ihrer neuen Ausrüstung. Die 23-jährige holte sich zuletzt ihren ersten Grand-Slam-Titel (bis 63 kg) und sammelte wichtige Punkte

für die Olympia-Qualifikation. Wer letztlich in Rio für Österreich kämpfen wird, stellt sich in den kommenden Monaten heraus – der Kampf um die olympischen Quotenplätze ist eröffnet!

Judo Mädels beim Training im Innsbrucker Olympiaz entrum

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Hilf Dir selbst! www.ibelieveinyou.at Die Sportler-Selbsthilfeplattform www.ibelieveinyou.at hätte rascher kaum einschlagen können: 40 Projekte – im Gesamtwert von 110.000 Euro – wurden seit November letzten Jahres finanziert. Crowdfunding heißt das Erfolgsmotto – Spenden ab 10 Euro werden angenommen. Als Belohnung gibt’s „Goodies“ von den Athleten – bis hin zum gemeinsamen Training. Die Sache funktioniert bestens: Skispringerin Eva Pinkelnig erfüllte sich mit 26 Jahren den Traum von der ersten Weltcupsaison. Rad-Ass Jacqueline Hahn finanzierte sich ein Crossbike fürs Wintertraining. Und Lisi Eberl bekam für 5.000 Euro einen Satz modernster Speere für Rio 2016. „Wir animieren die Athleten solcherart zur Selbsthilfe“, betont ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel.

Aktuelle Projekte online Marco Beikircher, Nachwuchs-Talent in der Nordischen Kombination, fehlen für sein Comeback nach seinem Horrorsturz in Kuusamo (Halswirbel- und Nasenbruch, diverse Bänderrisse) 1.500 Euro für die komplette Sommervorbereitung. Der Wiener Schwimmverband benötigt für seine international ausgeschriebenen Wiener Meisterschaften (auf der 50 m-Bahn) noch 5.000 Euro, um die Veranstaltung finanziell stemmen zu können. Für Österreichs Biathlon-Nachwuchs gilt es, Waffen und Trainings-Hilfsmittel zu besorgen. Benötigt werden insgesamt 3.000 Euro.

Mit der Rückenstärkung des Hauptsponsors soll der Traum von RIO 2016 wahr werden Die Führungsspitze des ÖRV – Trainer, Vereine und Verband – und die Athleten haben in den letzten zwei Jahren unbeirrt an einem Ziel gearbeitet: Bei der olympischen Ruderregatta 2016 sollen wieder österreichische Boote an den Start gehen.

mit diesen Strukturen 2016 und 2020 erfolgreich sein werden“, erklärt Horst Nussbaumer.

Die Athleten des Österreichischen Ruderverbandes sollen jedoch nicht nur kurzfristig für Erfolge sorgen, sondern mit strukturierter Arbeit an der Basis sollen Österreichs Ruderer langfristig international Aufmerksamkeit erregen. „Wir sind von unserem Konzept, das wir uns mit den Stützpunkttrainern gegeben haben, nach wie vor überzeugt. Wir glauben, dass wir

Ein weiterer wichtiger Baustein im funktionierenden Konzept des ÖRV ist die Zusammenarbeit mit dem Hauptsponsor, der Handwerksbäckerei Ströck. Bereits seit einem Jahr besteht mit der Handwerksbäckerei Ströck eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Die bereits bestehende Kooperation wurde nochmals intensiviert und auch in diesem Jahr weitergeführt.

Handwerksbäckerei Ströck bietet als Hauptsponsor den nötigen Rückhalt.

Im Bild v.l.: Carsten Hassing, Bernhard Sieber, Paul Sieber, Magdalena Lobnig, HBM Gerald Klug, Florian Berg, Alexander Chernikov, Joschka Hellmeier, Matthias Taborsky

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„Die Sponsor-Partnerschaft zwischen der Handwerksbäckerei Ströck und dem Österreichischen Ruderverband geht nun ins zweite Jahr. Als auf Langfristigkeit bedachtes Familienunternehmen ist es uns ein Anliegen, die erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Rudersport fortzusetzen und diesen in einer sportlich interessanten Saison bestmöglich zu unterstützen“, so Geschäftsführerin Irene Ströck. Die Bewährungsprobe und das absolute Highlight dieser Saison sind jedoch die Weltmeisterschaften in Aiguebelette (FRA) Anfang September, wo die Quotenplätze für die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro 2016 vergeben werden.


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Graz | Hermagor | Klagenfurt | Krems | Langenlois | Lilienfeld | Schrems | St. Pölten | Villach | Wien | Zwettl Mitglied von Crowe Horwath International (Zürich) – einer weltweiten Vereinigung rechtlich selbstständiger und unabhängiger Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater.

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Sabine Weber-Treiber/Andreas Onea

Goldwaschen im Pool

Sommerspiele in London 2012 ohne Medaille für Östereich? Unsinn! 4 Mal Gold, 3 Mal Silber, 6 Mal Bronze – so lautete die erfreuliche Bilanz des österreichischen Paralympischen Teams. 13 Medaillen bedeuteten für das Team des Österreichischen Paralympischen Committees Platz 30 in der Medaillenwertung. Und auch 2016 in Rio sind die Hoffnungen groß. Go for Gold nimmt diesmal die Aushängeschilder des Schwimm-Teams unter die Lupe: Sabine Weber-Treiber und Andreas Onea.

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An ihrem „Tag X“ ist für Sabine Weber-Treiber eine Welt eingestürzt: 2009 ist sie plötzlich wegen einer Virusinfektion im Wirbelkanal bewusstlos zusammengebrochen und erst zwei Wochen später auf der Intensivstation aufgewacht. Querschnittgelähmt durch eine Entzündung im Rückenmark. Sie war damals noch dazu schwanger. „Ich will gar nicht daran denken, was da noch alles hätte passieren können.“ Zum Glück war ihr Ehemann Peter gerade noch zu Hause. Er hat den Notarzt alarmiert und alles für die Rettung von Sabine in die Wege geleitet. Nur fünf Minuten später wäre sie völlig allein gewesen. Es war eine unglaublich harte Zeit, mit der unwiderruflichen Tatsache – Querschnittlähmung – umgehen zu lernen. Ihr zweites Kind ist gesund auf die Welt gekommen. Das ist wohl einer der Hauptgründe, dass die sympathische Niederösterreicherin nie ans Aufgeben gedacht hat. „Kein einziges Mal. Zumal es ein paar Dinge gegeben hat, die mir einen neuen positiven Weg gezeigt haben. Mein Mann Peter, der Unglaubliches geleistet hat, und vor allem meine Schwangerschaft. Das hat mir enorm viel Kraft gegeben.“ Neuanfang nach nur zwei Monaten Nur zwei Monate nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus absolvierte Sabine im Juni 2009 bereits ihre ersten Schwimmeinheiten. Angetrieben von bestechendem Ehrgeiz und einem klaren Ziel: „Wenn ich schon nicht mehr gehen kann, dann werde ich einmal bei den Paralympics starten.“ Dazu gebracht hat sie ihr Trainer Thomas Rosenberger… er ist ebenfalls querschnittgelähmt. Rosenberger hat 2000 bei den Paralympics in Sydney über 50 m Brust Silber gewonnen. Die Paralympics in Peking hat die sportbegeisterte aktive Hockey-Spielerin 2008 nicht körperbehindert nur am Rande verfolgt. Dass sie nur vier Jahre später selbst als Aktive in London am Start sein würde, hat sie sich nicht vorstellen können. Und daran hat auch Thomas Rosenberger großen Anteil. „Er hat in mir das Feuer und den Ehrgeiz für den Schwimmsport

Aufgeben? „Niemals!” entfacht. Er war es, der mich ins Wasser gebracht hat. Thomas hat in mir eine unglaubliche Begeisterung geweckt und mich extrem motiviert, ernsthaft mit dem Schwimmen zu beginnen. Seine Silber-Medaille von Sydney hat mir sehr imponiert und dabei geholfen. Es wird schwierig, hat er gemeint, aber es würde mir guttun“. „Ich vermisse das Skifahren” Eine sportliche Alternative zum Schwimmen sieht Sabine eher nicht: „Vielleicht Skifahren, das habe ich früher gern getan. Und das vermisse ich auch sehr.“ Früher sei sie auch sehr viel gelaufen, habe generell viel Sport betrieben. Reisen und viel Zeit mit der Familie verbringen – das sind ihre Ergänzungen zum Sportlerleben. „Viel Zeit habe ich ja sonst nicht und ich bin sehr dankbar, dass die Familie mit mir so geduldig ist. Wir feiern die Geburtstage sehr oft mit viel Verspätung. Aber selbst meine kleinen Kinder haben dafür Verständnis, was ich großartig finde.“ Kein Gedanke an ein Leben ohne Sport „Ich mache sicher immer weiter. Irgendetwas. Deshalb habe ich jetzt auch in Graz die Ausbildung zum Instruktor gemacht.“ Sie wolle andere unterstützen. „Es gibt im Integrationsbereich und auch im Behindertensport viel Aufholbedarf. Auch an Behindertenschulen.”


Österreichs Paralympische Wasserkraft

Speziell in diesen Bereichen seien noch viele Barrieren zu überwinden. „Ich bin sehr froh darüber, dass ich derzeit mein Hobby als Beruf ausüben kann. Auch wenn es zeitlich limitiert ist.“ Die Österreichische Sporthilfe spielt diesbezüglich eine wichtige Rolle. Sabine Weber-Treiber ist 36 – und die Paralympics in Rio sind fix im Plan. „Danach bleiben vielleicht noch ein paar Jahre. Das Ende der paralympischen Laufbahn ist aber schon in Sicht.“ Doch es werde definitiv nicht das Ende ihrer sportlichen Laufbahn sein. Der fliegende Usain Bolt Auf die Frage nach Vorbildern kommt Sabine Weber-Treiber spontan eine ihrer Konkurrentinnen in den Sinn: „Meine deutsche Kollegin Kirstin Bruhn ist sportlich und menschlich eine tolle Frau. Und was mir sehr wichtig ist, sie ist nahbar.“ Usain Bolt hält sie für den größten Sportler aller Zeiten. „Er geht an Grenzen wie kein anderer. Keiner ist schneller als er. Das ist imponierend.“ Eine Frage würde sie ihm gern persönlich stellen: „Was ist das für ein Gefühl, aus eigener Kraft so unfassbar schnell zu sein und förmlich dahinzufliegen?” Auch Franzi van Almsick und Michael Phelps fallen ihr im Zusammenhang mit Allzeit-Größen ein. „Das sind tolle Typen.“ Im Alter von nicht einmal sechs Jahren schlug das Schicksal erbarmungslos zu. Als Therapie begann er kurz danach mit dem Schwimmsport, der ihn immer mehr fesselte und zu einem der erfolgreichsten Behindertensportler Österreichs machte. Schritt für Schritt schaffte Andreas Onea den Schritt zurück und den Sprung in den Leistungssport, der mittlerweile sein ganzes Leben ausfüllt. Seine Berufung sieht er darin, anderen zu zeigen, dass eine

Behinderung nicht zwangsläufig eine eingeschränkte Lebensqualität bedeuten muss. „Trotzdem, oder erst recht deshalb, kann man daran arbeiten, seine Ziele und Träume zu erreichen. Ich weiß, dass nichts zufällig passiert. Das Leben ist nach einem Unfall nicht vorbei. Man muss dankbar sein, dass es weitergeht.“ Anstatt den letzten Sommer vor der Volksschule zu genießen, fuhr Andi Onea 1998 täglich ins Therapiezentrum Weißer Hof in Klosterneuburg und begann dort mit seinem langen Weg zurück. „Gut ein Jahr nach dem Unfall wurde mir empfohlen, Schwimmen als Ausklang und Ausgleich zur Therapie zu betreiben.“ Daraus wurde sehr schnell mehr.

von RAIMUND FABI

Ohne Grenzen Alternierend mit Wintersportlerin Claudia Lösch moderiert Andreas Onea seit über zwei Jahren im ORF das Behindertensportmagazin „Ohne Grenzen“ auf dem Spartenkanal ORF Sport+. „Für mich ist die Aufnahme des Magazins in das ORFProgramm ein Meilenstein in der Berichterstattung über Behindertensport. Von Menschen mit Behinderung für Menschen mit Behinderung. Medial ein Quantensprung.”

Schon 2001, als 9-jähriger, startete der Niederösterreicher bei den Salzburger Landesmeisterschaften. Mit zwölf wurde er erstmals Staatsmeister über 100 m Brust. WM-Medaillen und Weltrekord Seither ging die Karriere steil bergauf. 2007 gewann er über 50 m Brust das Jugendfinale bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften. 2008, mit 16 Jahren, war er jüngster österreichischer Athlet bei den Paralympischen Sommerspielen in Peking. Im selben Jahr schwamm er Weltrekord über 50 m Brust auf der Kurzbahn. 2009 holte er Bronze bei der Kurzbahn-WM in Rio, Silber bei der Langbahn-WM in Montreal 2013 und zweimal EMBronze, 2009 in Reykjavik und 2011 in Berlin. 2012 gelang es ihm, bei den Staatsmeisterschaften der Nichtbehinderten das B-Finale über 200 m Brust zu gewinnen. Alternative Fußball Schwimmen bedeutet für den lebenslustigen Zwettler mittlerweile mehr als nur Sport. „Für mich ist es längst nicht mehr nur Therapie. Schwimmen hat mir sehr geholfen, mit meiner Behinderung in der Öffentlichkeit positiv umzugehen.”

Mit der Kraft Gottes Ausgleich Musik „Vor jedem Start gibt es eine ausreichende Portion Musik. Das beruhigt, motiviert und ich bekomme meinen Kopf klar für die großen Aufgaben. Das schwierigste im Schwimmsport ist es, auf den Punkt genau die perfekte Leistung abzurufen. Da hilft mir die Musik sehr.“ Von Bon Jovi über AC/DC bis Brian Adams und eigene Produktionen. „Natürlich höre ich unterschiedliche Musik. Aber am liebsten ist mir ABIEL, meine eigene Band, bei der ich Sänger bin. Das ist mir sehr wichtig.”

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Sommerspiele ohne Medaillen: London 2012 hat die österreichische Sportlandschaft wiedereinmal in eine karge Sommer- und eine üppige Winter-Region geteilt. Das Projekt Rio 2016 soll garantieren, dass die Lücke kleiner wird. Sportminister Gerald Klug, ÖOC-Präsident Karl Stoss, ÖOC-Vizepräsident und Rio-Koordinator Peter Schröcksnadel und ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel sind die zentralen Figuren in diesem ambitionierten Entwicklungsprogramm für den österreichischen Sommersport.

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Interview

„Mit drei bis fünf Medaillen könnten wir sehr gut leben” Doppel-Interview ÖOC-Präsident Karl Stoss und Generalsekretär Peter Mennel

Das Projekt „Team Rio“ ist die Antwort auf die medaillenlosen Spiele von London 2012. Wie viele Medaillen soll das Projekt bringen? STOSS: Projekt-Chefkoordinator Peter Schröcksnadel spricht von 3 bis 5 Medaillen. Damit könnte auch das ÖOC sehr gut leben. Kann ein so groß angelegtes Projekt nach so kurzer Zeit schon greifen? MENNEL: Dass sich Erfolge nicht zwingend von heute auf morgen einstellen, liegt in der Natur der Sache. Positiv ist, dass die bestmögliche Vorbereitung für unsere Aktiven sicher nicht an finanziellen Problemen scheitern kann. Die Athleten haben damit ganz klar an Planungssicherheit gewonnen. Positiv ist auch, dass die Zusammenarbeit der Olympiazentren untereinander immer enger, sprich effizienter wird. Davon profitieren viele „Team Rio“-Athleten. Die Qualitätsstandards steigen, man tauscht sich aus, entwickelt sich weiter. Das nützt dem Umfeld, das nützt ganz besonders den Aktiven. Können Erfolgsrezepte aus dem Wintersport für die Sommer-Athleten übernommen werden? STOSS: Peter Schröcksnadel führt – nehmen wir olympische Medaillen als Maßstab – den erfolgreichsten Sportverband Österreichs. Er bringt eine 25-jährige Erfahrung als Verbandspräsident ins Projekt ein. Man darf nicht vergessen, dass der ÖSV vor der Ära Schröcksnadel nicht immer von Erfolgen verwöhnt war – man denke nur an die Winterspiele 1984 in Sarajevo. Da gab’s eine einzige Bronzemedaille. Peter ist zweifelsohne ein Erfolgstyp, der Dinge ins Laufen bringt. Das lässt sich im Winter wie im Sommer umsetzen.

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Welchen Part des Projektes hat das ÖOC übernommen? MENNEL: Olympiasieger Christoph Sieber, der sportliche Leiter des ÖOC, sitzt mit Clemens Trimmel und Ewald Klinger im sogenannten BeratungsTeam, das mit Verbänden, Athleten und Coaches in laufendem Kontakt steht und versucht, für alle maßgeschneiderte, möglichst effiziente Lösungen zu finden. Präsident Karl Stoss und ich gehören der Strategiekommission an, die die laufende Evaluierung vornimmt, dazu auch Rahmenbedingungen definiert. Im Klartext: Wir geben – gemeinsam mit dem Minister und mit Professor Schröcksnadel – die allgemeine Richtung vor. Österreich ist besonders engagiert bezüglich der Olympischen Jugendspiele. Ist es ein Hintergedanke, aus erfolgreichen Nachwuchssportlern olympische Medaillengewinner zu machen? STOSS: Wer nicht schon im Nachwuchs professionell arbeitet, hat heutzutage im Leistungssport keine Chance mehr. Für uns sind Jugendspiele ein perfektes Instrument, die besten Talente langsam an große Multisport-Events (allen voran Olympische Spiele) zu gewöhnen, damit sie lernen, am Tag X ihre Bestleistung abrufen zu können. Bei den Kick-Off-Events schauen wir in erster Linie darauf, den NachwuchsAthleten in Workshops entsprechende Anregungen, Empfehlungen für die weitere Karriere anbieten zu können. Am Programm stehen u.a. Medienschulungen, Mentaltraining, Kochkurse und Diskussionen mit Olympia-Medaillengewinnern. Nur ein Beispiel von den Europäischen Olympischen Jugendspielen im Montafon. Wir haben erstmals einen Sportpsychologen in den

Betreuerstab integriert – und die Praxis hat uns recht gegeben. Seine Dienste wurden von den Aktiven zahlreich in Anspruch genommen. Projekt Rio ist also eigentlich auch ein Projekt Tokio 2020? Bzw. ist ein Team Tokio bereits beschlossene Sache? MENNEL: Tokio ist noch nicht (vom Ministerium) beschlossene Sache, aber wir hoffen natürlich auf eine Fortsetzung. Die jetzt im Hoffnungs-Kader eingestuften Athleten sollten ab 2016 zusehends für den Medaillen-Kader infrage kommen. Wovon hängt das ab? STOSS: Das ist Sache des Bundesministers, Teil seiner Budgetverhandlungen. Aber wir sind zuversichtlich, dass die Sinnhaftigkeit des Projektes außer Zweifel steht. Kann das Projekt Rio auch dazu beitragen, den Sommersport im Wintersportland Österreich generell – z.B. in den Augen der Öffentlichkeit – aufzuwerten? MENNEL: Wir haben von einem Gutteil der Top-10-Athleten aus London die Medienbetreuung übernommen, um die Außendarstellung zu optimieren und ihnen zu ermöglichen, sich noch intensiver auf sportliche Belange konzentrieren zu können. Meist ging das auch damit einher, dass zusätzliche Sponsoren lukriert wurden. Team Rio klingt ambitioniert, aber wie sieht die tägliche Umsetzung aus? Wie viele Leute sind operativ damit beschäftigt? MENNEL: Das hängt konkret davon ab, was man unter operativ versteht. Wenn man Aktive, Coaches, Offizielle, medizinisches Personal, Management,


Verbandsfunktionäre etc. dazu zählt, dann wird die Zahl zwischen 200 und 300 liegen…. Wer entscheidet, wer in das Projekt aufgenommen wird bzw. wer nicht mehr dafür infrage kommt? STOSS: Die Beratungskommission erarbeitet Vorschläge, die Strategiegruppe – unter der Leitung von Chefkoordinator Peter Schröcksnadel – spricht dann Klartext. In welche Sportarten – in welche Athleten – setzen Sie nach aktuellem Stand die größten Hoffnungen? MENNEL: Spontan würde ich sagen: Segeln, Kanu (Wildwasser), Judo, Rudern und Beachvolleyball. Inwieweit sind die Fachverbände in das Projekt eingebunden? Bzw. entwickelt sich die Zusammenarbeit bislang positiv? STOSS: Die Fachverbände definieren die notwendigen Förderungsmaßnahmen, sie übernehmen die Koordination und Abwicklung mit den Athleten.

Kann das ÖOC der Tatsache entgegenwirken, dass ein fünfter Platz bei Olympia in der Öffentlichkeit als Niederlage wahrgenommen wird? U.a. weil die Sportfans von den Wintersporterfolgen verwöhnt sind? MENNEL: Wir kommen im Skisport gerne mal in Versuchung, schon über einen zweiten Platz zu jammern. Nach einer ersten Schrecksekunde überwiegt bei Athleten und Betreuern dann die Freude über die Medaille. Im Sommersport tun wir uns in der Regel ein bisschen leichter, auch sogenannte Diplomränge – d.h. eine Platzierung unter den ersten Acht – entsprechend zu würdigen. Erst recht, wenn man auch die Anstrengungen sieht, die erforderlich sind, um sich heutzutage überhaupt in der Weltklasse etablieren zu können. Beim Projekt „I believe in You“ war die Schweiz Vorbild: Hat man sich für „Team Rio“ von anderen Ländern etwas abschauen können? Wenn ja, von welchen und was? STOSS: Wir haben eine Vielzahl von

nationalen olympischen Komitees kontaktiert, mit denen wir in sportlichen Belangen zusammenarbeiten – was Trainerfortbildung, gemeinsame Trainingslager und Austausch von Knowhow betrifft. Vor ein paar Wochen haben wir uns beispielsweise mit den Tschechen in Prag getroffen und entsprechende Kooperationen fixiert. Wenn es um Sommersport-Nationen geht, die uns als Vorbilder dienen, lässt sich zum Beispiel Ungarn nennen. Die machen im Trainerwesen und in der Nachwuchsarbeit vieles richtig. Beispielhaft ist sicher auch Neuseeland. Die haben gerade einmal 4,5 Millionen Einwohner und in London 2012 beachtliche 13 Medaillen geholt. Ihr Erfolgsgeheimnis liegt darin, sich auf einige wenige Sportarten zu konzentrieren.

„Wir werden auf Dauer nur Erfolg haben,

wenn möglichst alle beteiligten Stellen an einem Strang ziehen. Das ist kein Lippenbekenntnis, das ist unsere Mission!” ÖOC-Präsident Karl Stoss zur Zusammenarbeit mit den Fachverbänden

Dr. Peter Mennel (links), Dr. Karl Stoss (rechts)

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Interview

„Österreich hat seine Lehren gezogen” Sporthilfe-Präsident BM Mag. Klug und der Präsident des Skiverbandes Peter Schröcksnadel im Go-for-Gold-Interview. Das Projekt „Team Rio“ ist die Antwort auf die medaillenlosen Spiele von London 2012. Wie viele Medaillen soll das Projekt bringen? KLUG: Es ist nicht Aufgabe der Sportpolitik, Medaillenansagen zu machen, sondern für gute Rahmenbedingungen zu sorgen. Österreich hat nach dem nicht so erfolgreichen Abschneiden in London 2012 seine Lehren gezogen. Das Sportministerium hat gemeinsam mit dem ÖOC ein Projekt ins Leben gerufen, das es in dieser Form in Österreich noch nie gegeben hat. Wir verfolgen mit dem „Projekt Rio“ zwei Ziele: Einerseits wollen wir natürlich Medaillen und Top 8-Plätze in Rio erreichen. Zum anderen möchten wir optimale Trainingsbedingungen für unsere besten Sportlerinnen und Sportler schaffen. Aber die beste Unterstützung, Förderung und Finanzierung gewinnt noch keine Medaillen. Ich habe höchsten Respekt vor den Leistungen und dem Einsatz unserer Spitzensportlerinnen und Spitzensportler und wünsche ihnen das Beste auf dem Weg nach Rio. Kann ein so groß angelegtes Projekt nach so kurzer Zeit schon greifen? KLUG: Die einzelnen Sportarten und Disziplinen entwickeln sich international rasant weiter. Es ist alles andere als eine leichte Aufgabe, sich insbesondere im Sommersport gegen die internationale Konkurrenz zu behaupten. Das Sportministerium stellt für das Projekt Rio bis zu den Olympischen bzw. Paralympischen Spielen 2016 jährlich fünf Millionen Euro zur Verfügung. Damit sollen die Spitzensportlerinnen und Spitzensportler in ihrer Vorbereitung auf Rio bestmöglich unterstützt werden. Auch die Sporthilfe ist hier ein starker Partner, letztlich erhalten alle Sportlerinnen und Sportler im Rio-Medaillenkader auch eine Individualförde-

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rung der Sporthilfe. Mit dem Projekt Rio haben wir einen ersten wichtigen Schritt gesetzt. Gleichzeitig achten wir auch bereits jetzt auf Nachhaltigkeit. Neben individuellen Maßnahmen wie Trainingslehrgänge und Wettkämpfe unterstützen wir auch verbandsübergreifende Maßnahmen und Infrastruktur, um langfristig zu wirken. Projekt Rio ist also auch ein Projekt Tokio 2020? Bzw. ist ein Team Tokio bereits beschlossene Sache? KLUG: Natürlich heißt es für uns bereits jetzt, über Rio hinauszudenken. Zuerst bedarf es jedoch einer genauen Evaluierung des Projekts Rio und aller bisherigen Maßnahmen. Wir müssen genau wissen, was sehr gut funktioniert hat und wo es unter Umständen einen Änderungsbedarf gibt. Zudem haben wir im November vergangenen Jahres mit der „Strategie 2018“ gestartet. Kann das Projekt Rio auch dazu beitragen, den Sommersport im Wintersportland Österreich generell – z.B. in den Augen der Öffentlichkeit – aufzuwerten? Kann das Sportministerium (der Sportminister) der Tatsache entgegenwirken, dass ein fünfter Platz bei Olympia in der Öffentlichkeit als Niederlage wahrgenommen wird? U.a. weil die Sportfans von den Wintersporterfolgen verwöhnt sind? KLUG: Der Sommersport bietet eine enorme Vielfalt. Viele Menschen beginnen jedoch erst bei den Olympischen Spielen, sich mit den Sportarten auseinanderzusetzen. Sie wissen dann oft recht wenig über die einzelnen Sportlerinnen und Sportler. Mein Ziel ist es, da mehr Bewusstsein zu schaffen. Deshalb haben wir die Informations-Offensive „Wir haben ein Ziel“ ins Leben gerufen. Das Besondere dabei ist, dass die Kampagne von den Sportlerinnen und Sportlern selbst getragen wird. Wir setzen dabei insbesondere auf unsere eigene App

und die Social-Media-Kanäle. Damit wollen wir den Fans einen Einblick in die Olympia-Vorbereitung geben und auch die Bekanntheit unserer Sportlerinnen und Sportler steigern. Österreich soll wissen, wer das Land bei den Olympischen und Paralympischen Spielen 2016 vertritt und die rot-weiß-roten Sportlerinnen und Sportler auf dem Weg dorthin unterstützen. Ich bin mir sicher, dass die österreichischen Fans auch die Ergebnisse in Rio anders wahrnehmen werden, wenn sie die erbrachten Leistungen besser einschätzen können. In welche Sportarten – in welche Athleten – setzen Sie nach aktuellem Stand die größten Hoffnungen? KLUG: Ich glaube, dass wir insgesamt auf einem guten Weg sind. Die Erfolge 2014 können sich sehen lassen und auch in jüngster Zeit haben wieder einige Athletinnen und Athleten mit guter Leistung gepunktet. Wir unterstützen aktuell 28 Sportlerinnen und Sportler im Medaillenkader, sowie drei Teams, 15 Sportlerinnen und Sportler im Paralympischen Kader und 26 im Hope-Kader. Ich glaube nicht, dass es richtig wäre, jetzt bereits einzelne Athletinnen und Athleten herauszugreifen. Welche ist Ihre persönliche Lieblingssportart bei Sommerspielen? KLUG: Ich selbst laufe in meiner Freizeit leidenschaftlich gerne, früher habe ich auch Fußball, Tennis und Tischtennis gespielt. Ich persönlich werde vor allem bei den Wettkämpfen mit unseren Athletinnen und Athleten mitfiebern und ihnen die Daumen drücken. Unsere Sportlerinnen und Sportler bereiten sich intensiv auf dieses sportliche Highlight vor. Ich wünsche ihnen auf dem Weg nach Rio und bei den Spielen vor Ort viel Erfolg!


Herr Präsident, wie viele Medaillen soll das Projekt bringen? SCHRÖCKSNADEL: Ich glaube, dass wir in Rio de Janeiro drei bis fünf Medaillen schaffen. Es haben sich in den zweieinhalb Jahren seit London einige Medaillenhoffnungen herauskristallisiert. Ich denke da an Segeln, Rudern, Beachvolleyball, an einen Bernd Wiesberger. Können Erfolgsrezepte aus dem Wintersport für die Sommer-Athleten übernommen werden? SCHRÖCKSNADEL: Hier geht es nicht um Disziplinen, sondern um individuelle Lösungen. Jeder Athlet braucht sein spezielles Umfeld, um erfolgreich zu sein. Das versuchen wir im ÖSV zu bieten und das soll auch im Team Rio umgesetzt werden.

SCHRÖCKSNADEL: Natürlich ist es unser Anspruch, dass wir die Jungen an die Spitze führen und die im Idealfall irgendwann Olympiasieger sind. Dafür braucht es einerseits die entsprechende Infrastruktur – auch daran arbeiten wir mit dem Projekt Rio – und andererseits Vorbilder. Bei den Olympischen Jugendspielen können die Nachwuchssportlerinnen und -sportler erste Erfahrungen sammeln und sich mit dem Thema vertraut machen. Das Beispiel Lara Vadlau zeigt, wie wichtig diese kleinen Schritte auf dem Weg zu den großen Erfolgen sind. Kann das Projekt Rio auch dazu beitragen, den Sommersport im Wintersportland Österreich generell – z.B. in den Augen der Öffentlichkeit – aufzuwerten?

„Jeder kann aus dem Erfolg anderer lernen” Peter Schröcksnadel leitet das Sommer-Projekt „Team Rio“

Welche Inputs konnten Sie als langjähriger, erfolgreicher ÖSV-Präsident geben? SCHRÖCKSNADEL: Ich habe früher selbst sehr viele Sommersportarten ausgeübt. Das soll nicht heißen, dass ich deshalb ein Sommersport-Experte bin, doch ich habe ein Gefühl dafür, was eine Athletin oder ein Athlet braucht. Egal in welchem Sport. Deshalb werde ich im Sommer auch bei möglichst vielen Projekt-Rio-Sportlern vorbeischauen. Der direkte Kontakt ist mir sehr wichtig. Österreich ist besonders engagiert bezüglich der Olympischen Jugendspiele. Ist es ein Hintergedanke, aus erfolgreichen Nachwuchssportlern olympische Medaillengewinner zu machen?

SCHRÖCKSNADEL: Das ist neben Erfolgen in Rio de Janeiro eines unserer Ziele. Österreich ist keine Sommersportnation. Das geht auch nicht von heute auf morgen. Aber wir haben jetzt die Chance, etwas in diese Richtung zu tun. Das Sportministerium unterstützt die Sportlerinnen und Sportler über die Förderung hinaus mit der Kampagne „Wir haben ein Ziel“ und der neuen Projekt Rio-App. Damit wollen wir den Sommersport bei einer breiteren Öffentlichkeit bekannt machen. Ist das für Sie nicht ein Interessenkonflikt? SCHRÖCKSNADEL: Im Gegenteil. Ich bin sehr dafür, dass es einen Austausch zwischen Winter- und Sommersport gibt. Wenn zum Beispiel Sportlerinnen

und Sportler aus dem Projekt Rio auf mich zukommen und mich fragen, ob sie bei der Weiterentwicklung ihrer Sportgeräte einen Input von unserer Forschungsund Entwicklungsabteilung haben können, dann zeigt mir das, dass wir auch hier auf dem richtigen Weg sind. Projekt Rio klingt ambitioniert, aber wie sieht die tägliche Umsetzung aus? Wie intensiv ist Ihr Kontakt zum operativen Team? SCHRÖCKSNADEL: Ohne regelmäßigen Austausch ginge es bei der Größe des Teams gar nicht. Die Beratungskommission mit Christoph Sieber, Ewald Klinger und Neuzugang Clemens Trimmel, der Harald Horschinegg ersetzt, berichtet mir in regelmäßigen Abständen über die neuesten Entwicklungen. Parallel gibt es einen ständigen Austausch mit Sportminister Gerald Klug, ÖOC-Präsident Karl Stoss und ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel. Wer entscheidet, wer in das Projekt aufgenommen wird bzw. wer nicht mehr dafür infrage kommt? SCHRÖCKSNADEL: Es gibt einen ganz klaren Ablauf. Die Beratungskommission ist laufend mit Verbänden, Trainern und natürlich den Athletinnen und Athleten in Kontakt. Und wie ich eingangs schon gesagt habe, möchte ich heuer auch bei diversen Trainings und Wettkämpfen vorbeischauen. In welche Sportarten – in welche Athleten – setzen Sie nach aktuellem Stand die größten Hoffnungen? SCHRÖCKSNADEL: Unser Segel-Team ist auf einem sehr guten Weg, das zeigen die jüngsten Erfolge bei Welt- und Europameisterschaften. Im Rudern war Magdalena Lobnig in jedem Rennen im Finale, auch bei den Großereignissen. Bernd Wiesberger hat zu Saisonbeginn bewiesen, dass er um die vorderen Plätze mitspielen kann.

BM Mag. Gerald Klug (links), Prof. Peter Schröcksnadel (rechts)

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Sportler

Nik Berger

Vom Strand ins Ministerbüro

bei der Arbeit

von MANFRED POLT Ex-Beachvolleyball-Europameister Nik Berger wechselte die Seite. Im Büro von Sportminister Klug ist er für den Spitzensport zuständig.

Spitzensportler in sportlichen Spitzenpositionen Beachvolleyball-Europameister Nik Berger, 41, ist Spitzensportbeauftragter im Sportministerium. Beachvolleyball-Vizeeuropameister Florian Gosch, 34, ist ÖOC-Marketing-Leiter. Daraus ist nicht nur eine Verjüngungskur für den österreichischen Sport abzulesen, sondern ein starkes Zeichen für die Zukunft zu erkennen: Erfolgreiche aktive Ex-Sportler bringen ihre Erfahrungen und ihr Know-how in die Organisation des österreichischen Sports ein.

Nik Berger war ein Pionier. Als hierzulande die wenigsten mit der Sportart Beachvolleyball etwas anzufangen wussten, betrieb er sie schon professionell. Mit seinem Partner Oliver Stamm machte er Beachvolleyball in den Neunzigerjahren populär. Heute steht der gebürtige Salzburger auf der „anderen“ Seite. Seit gut einem Jahr ist Berger laut Visitenkarte „Mitarbeiter des Kabinetts des Bundesministers“. Präziser formuliert: Berger ist der verlängerte Arm von Sportminister Gerald Klug in Sachen Spitzensport, Leistungszentren und Sportinfrastruktur. „Marcel Chahrour ist der Büroleiter, ich bin eben für Dinge wie das Projekt Rio zuständig oder bin quasi die Schnittstelle zum Heeressport“, erzählt der Ex-Europameister und frühere Sporthilfe-Athlet. Vom Strand ins Ministerbüro also? Berger lacht: „Na ja, fast. Ich habe ja studiert und mich auch vorher schon mit Sportmanagement und Medienwirtschaft beschäftigt, fremd ist mir ein Anzug also nicht.“

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Spannend sei es, nach dem Spitzensport jetzt auch die andere Seite zu sehen. „Ich war immer kritisch und werde das auch bleiben. Aber jetzt sehe ich zum Beispiel, dass nicht alle administrativen Probleme, über die ich mich früher geärgert habe, hausgemacht sind.“ Mit einem reinen Beamtenjob von Montag bis Freitag hat das, was der 41-Jährige tut, nur wenig zu tun. „Theoretisch arbeite ich von Montag bis Freitag – aber nur theoretisch.“ Denn Spitzensport finde eben immer noch hauptsächlich am Wochenende statt, „und dann bin ich dabei, wann immer es geht. Aber das ist lässig, ich mache das gern.“ Denn 40 Stunden nur im Büro zu sitzen – das wäre nicht die perfekte Welt des früheren Vielfliegers.


Florian Gosch

Mischung aus Sport und Wirtschaft von MANFRED POLT Florian Gosch hat beim ÖOC seinen Traumjob gefunden – mehr oder weniger zufällig.

Wie sein ehemaliger Kollege Nik Berger wechselte auch Florian Gosch vom Sand ins Büro. Der Ex-Beachvolleyballer ist Marketingchef im Österreichischen Olympischen Comité. Ende 2010 beendete Gosch seine Karriere, deren Höhepunkte EM-Silber 2009 und Platz fünf bei Olympia 2008 bildeten. Es folgte der fliegende Wechsel hinter den Schreibtisch, Gosch setzte sich gegen zahlreiche Mitbewerber durch und ist seit April 2011 der Marketing-Verantwortliche im ÖOC. So richtig geplant war das gar nicht, erzählt Gosch: „Ich war nach meiner Laufbahn nicht darauf fixiert, im Sport zu bleiben. Ich hatte 2011 mein Betriebswirtschaftsstudium abgeschlossen und wollte einfach einen spannenden Job.“ Dass es letztlich jener im ÖOC wurde, stellte sich als Glücksfall heraus. „Ich habe meinen Traumjob gefunden, die Mischung aus Sport und Wirtschaft ist genial“, sagt der 34-Jährige. Langweilig wird auch Gosch nicht. Der Steirer ist im ÖOC unter anderem für die Sponsorenakquise und -betreuung zuständig, außerdem war er Projektleiter für das Österreich-Haus in London und Sotschi und wird es auch für Rio 2016 sein. „Olympia ist die weltweit stärkste Marke im Sport, das olympische Umfeld ist einzigartig. Da ist es Freude und Ehre zugleich, ein kleiner Baustein davon sein und die Marke Olympia vertreten zu dürfen“, ist Gosch demütig. Daher hegt er gar keine Wechselabsichten: „Im Gegenteil: Ich freue mich auf zahlreiche weitere olympische Herausforderungen.“

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Sporthilfe fördert Projekt RIO Athleten

Projekt „RIO2016” Die SPORTHILFE fördert die Athleten mit 1.750.000 Euro Sommerspiele ohne Medaillen: London 2012 hat die österreichische Sportlandschaft wieder einmal in eine karge Sommer- und eine üppige Winterregion geteilt. Das Projekt „RIO2016” soll garantieren, dass die Lücke kleiner wird. Sportminister Gerald Klug, ÖOC-Präsident Karl Stoss, Chef-Koordinator Peter Schröcksnadel und ÖOC-Generalsekretär Peter Mennel sind zentrale Figuren in diesem ambitionierten Entwicklungsprogramm für den Sommersport. Wichtiger Bestandteil des Projektes ist die Individualförderung der Österreichischen Sporthilfe, die alle Athleten des Projektes Rio mit der höchsten Stufe der Individualförderung unterstützt. Somit ist eine sichere Basis geschaffen, die Vorbereitungen gut zu absolvieren.

Wenn Sie dieses Magazin in Händen halten dauert es noch rund 400 Tage bis die Olympischen Sommerspiele in Rio de Janeiro beginnen. Einen Monat später gehen die Paralympics in Szene. Noch 400 Tage Zeit, um aus der österreichischen Mannschaft ein schlagkräftiges Team zu formen. Anton Schutti Sporthilfe-Gesc

häftsführer

Das Projekt „RIO2016” wurde nach den Spielen 2012 in London auf Schiene gebracht und soll verhindern, dass Österreich – wie in London – ohne Medaille bleibt. Erfreulich hingegen die 13 Medaillen für Österreichs Athleten bei den Paralympics in London 2012. Die Anzahl der Medaillen hat sich im Vergleich zu den Spielen von Peking somit mehr als verdoppelt. Die Österreichische Sporthilfe zählt neben dem Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport sowie dem Österreichischen Olympischen Comité zu den Initiatoren und größten Geldgebern des Projekts.

Sportministerium, ÖOC und Sporthilfe ziehen im Rahmen des Projekt RIO an einem Strang, um bei den Olympischen und Paralympischen Spielen 2016 erfolgreich zu sein.

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Mit Wirksamkeit des Projektes im Jahr 2014 bis zum Beginn der Spiele am 5. August 2016 fördert die Österreichische Sporthilfe rund 80 Olympia- und Paralympics-Sportler mit 1.750.000 Euro. „Das Olympia-Projekt „RIO2016” ist ein sehr ehrgeiziges und sinnvolles“, meint Sporthilfe-Geschäftsführer Anton Schutti. „Für die Österreichische Sporthilfe war es von großer Bedeutung, dass diese Aktion gemeinsam mit dem Bundesministerium und dem ÖOC zustande gekommen ist. Wir ziehen an einem Strang, um für unsere Sportler und paralympischen Athleten das Beste herauszuholen. Die Österreichische Sporthilfe setzt mit dem Förderschwerpunkt „Kader Rio” auch ein klares Zeichen mit der individuellen Unterstützung für das gemeinsame Ziel von Medaillen bei den kommenden Spielen.” „Durch die Förderung der „RIO2016”Athleten helfen wir maßgeblich bei deren Vorbereitung auf den sportlichen Höhepunkt im kommenden Jahr. Bisher wurden mehr als 100 olympische Medaillen mit Unterstützung der Sporthilfe errungen. Wir freuen uns, wenn wir nächstes Jahr gemeinsam über weitere jubeln dürfen”, sagt Rastislav Pomsahar, Leiter des Förderwesens.

Im Jahr 2015 fördert die Sporthilfe 81 Projekt-Rio-Sportler in Höhe von insgesamt 583.200 Euro. Eine Summe, die Geschäftsführer Anton Schutti sehr freut: „Eine gewisse finanzielle Sicherheit ist mitentscheidend für den sportlichen Erfolg. Daher sind wir von der Sporthilfe stolz darauf, unseren Beitrag zu leisten.“ Der Beachvolleyballer Clemens Doppler spricht wohl für all seine Kollegen, die um einen Olympia-Startplatz in Brasilien kämpfen, wenn er sagt: „Es macht einen riesigen Unterschied, ob man sich während einer Olympia-Kampagne ein zusätzliches Trainingslager, einen Physiotherapeuten am Wettkampfort oder Ähnliches leisten kann, oder nicht. Es steigert die Qualität und die Professionalität der Vorbereitung und ist ein zusätzlicher Motivationsfaktor. Das Projekt Rio 2016 ermöglicht das und dafür sind wir dankbar. Es ist ein großer Schritt in die richtige Richtung und ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu erfolgreichen Olympischen Spielen.” sahar Rastislav Pom erwesens Leiter des Förd


Medaillen-Kader

Hope-Kader

David

Bargehr Segeln

Benjamin

Bildstein

Thomas

Daniel Fünfkampf

Constantin

Blaha Wasserspringen

Nico

Delle Karth Segeln

Dominik

Distelberger Leichtathletik

Clemens

Doppler Beachvolleyball

Hilde

Drexler Judo

Sabrina

Filzmoser Judo

Daniel

Gastl Ringen

Tanja

Frank Segeln

Kira

Grünberg Leichtathletik

Bernadette

Graf Judo

Olivia

Hofmann Schießen

Barbara

Hansel Beachvolleyball

Lukas

Hollaus Triathlon

Alexander

Horst Beachvolleyball

David

Hussl Segeln

Amer

Hrustanovic Ringen

Alois

Knabl Triathlon

Corinna

Kuhnle Kanu

Lisa

Leitner Kanu

Ana-Roxana

Lehaci Kanu

Florian

Marchl Ringen

Magdalena

Lobnig Rudern

Sargis

Martirosyan Gewichtheben

Lukas

Mähr Segeln

Thomas

Mathis Schießen

Jolanta

Ogar Segeln

Stefanie

Obermoser Schießen

Lisa

Perterer Triathlon

Violetta

Oblinger-Peters Kanu

Florian

Reichstädter Segeln

Ludwig

Paischer Judo

Nikolaus

Resch Segeln

Bernhard

Pickl Schießen

Andreas

Scherhaufer Schießen

Gernot

Rumpler Schießen

Matthias

Schmid Segeln

Alexander

Schmirl Schießen

Segeln

Yvonne

Schuring Kanu

Beate

Schrott Leichtathletik

Stefanie

Schwaiger Beachvolleyball

Lisa

Ungerank Schießen

Viktoria

Schwarz

Viktoria

Wolffhardt Kanu

Kathrin

Unterwurzacher Judo

Lisa

Zaiser Schwimmen

Lara

Vadlau Segeln

Tina

Zeltner Judo

Sara

Vilic Triathlon

Thomas

Zajac Segeln

Kanu

Team-Kader

Paralympics-Kader

Florian

Berg Rudern

Walter

Ablinger Radsport

Chen

Weixing Tischtennis

Natalija

Eder Leichtathletik

Alexander

Chernikov Rudern

Wolfgang

Eibeck Radsport

Stefan

Fegerl Tischtennis

Stanislaw

Fraczyk Tischtennis

Robert

Gardos Tischtennis

Thomas

Frühwirth Radsport

Daniel

Habesohn Tischtennis

Thomas

Geierspichler Leichtathletik

Joschka

Hellmeier Rudern

Doris

Mader Tischtennis

Jia

Liu Tischtennis

Bil

Marinkovic Leichtathletik

Qiangbing

Li Tischtennis

Günther

Matzinger Leichtathletik

Sofia

Polcanova Tischtennis

Andreas

Onea Schwimmen

Bernhard

Sieber Rudern

Pepo

Puch Reiten

Paul

Sieber Rudern

Sven

Reiger Segeln

Amelie

Solja Tischtennis

Wolfgang

Schattauer Radsport

Markus

Swoboda Kanu

Sabine

Weber-Treiber Schwimmen

Matthias Taborsky Rudern

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Top-Erlös bei der Jubiläumsauflage der Krone Charity Auktion zugunsten der Österreichischen Sporthilfe! Insgesamt 68 Exponate – ein Rekord für die Auktion – brachten über 57.000 Euro für heimische Behindertenund Nachwuchssportler und bescherten der Österreichischen Sporthilfe ein hocherfreuliches Ergebnis. Auch im zehnten Jahr der Auktion dürfen sich Bieter über einzigartige Packages freuen, die sie so nicht hätten kaufen können. Besonderer Dank gilt natürlich auch allen Partnern, die diese Traumpakete zur Verfügung gestellt haben. Ohne ihre Unterstützung wäre die jährliche Auktion mit Top-Exponaten rund um Air Race, American Football, Beachvolleyball, Formel 1, Fußball, Golf, Ski Alpin, Ski Nordisch, Tennis, u.v.m nicht möglich! Top-Exponat heuer war das von Red Bull und Ruefa zur Verfügung gestellte Formel 1-Package für 2 Personen. Für 6.000 Euro kam dieses

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Package unter den Hammer und wird dem Ersteigerer und seiner Begleitung ein unvergessliches Wochenende beim Traditionsrennen der Formel 1 in Monaco bescheren. Das Team der Österreichischen Sporthilfe gratuliert allen Ersteigerern und bedankt sich sehr herzlich bei allen teilnehmenden Partnern und Sportlern: ACTS, adidas, ARA, ASVÖ, Atomic Skiing, Audi Österreich, Bank Austria UniCredit, Beach Volleyball Grand Slam Klagenfurt, CF21, Color of Sports, DHL, Die Presse, DTM, e/motion, e2, EA Sports, eBay, emirates, Emirates, emotion, Engelbrechtsmüller, Erste Bank Eishockey Liga, Europäische Sponsoring-Börse, Eurosport, Fanreisen24 Weiss Touristik, FitLine, FK Austria Wien, Generali, Global Sports Jobs, Golf Open GmbH, golf.at, Grand Prix Tickets, Handball Austria, Hankook Reifen, Hannes Arch, Head, Herold, Hotel Die Barbara, Infoscreen, Kelly‘s, KIA, Kitzbüheler Ski Club, Kronen Zeitung, Kulm, Laola1, Lyoness Open, Manner, ME Starphotobook-Verlag, Mercedes AMG Petronas, Milka, NFL, NiceBarcelona, Nike, ÖBB, ÖFB,

Österreichsicher Golf-Verband, OMV, Opinion Leaders Network, ORF, Österreichische Lotterien, ÖTV, PDC, pioneer communications GmbH, PROFS, PS4 SONY, R.E.S. Touristik, Raiffeisen, Rapid, Rauch, Red Bull, Reinwerfen statt Wegwerfen, RFEF, Ruefa, salomonracing, SanLucar, Schladming Tourismus, Seehotel Das Traunsee, Simacek, SK Rapid Wien, Sport Eybl, Sport Woche, Sportnet, St. Martins Therme & Lounge, Stanglwirt, STIBL Sachverständigenbüro, Stiegl, Ströck, The nightrace Schladming, tipp3, Tiroler Tageszeitung, TISSOT, Titleist, transfermarkt.at, UEFA, VfL Wolfsburg, Vienna Capitals, Vienna Vikings, weltfussball.at, Werder Bremen, Wilson, u.v.m. Lionel Messi, David Alaba, Lewis Hamilton, Roger Federer, Rory McIlroy, Henrik Stenson, Lee Westwood, Daniel Ricciardo, Tony Parker, Thomas Vanek, Michel Platini, Bernd Wiesberger, Marcel Hirscher, Michaela Kirchgasser, Hannes Reichelt, Hannes Arch, Paul Breitner, Herbert Prohaska, Hans Krankl, Dominic Thiem, Jürgen Melzer, Alexander Horst & Clemens Doppler, Alexander Wurz, Michael Irvin, Walter Ablinger, Gregor Schlierenzauer, Andreas Ulmer, Andreas & Wolfgang Linger, Stefan Kraft, Mike Rockenfeller, Mattias Ekström, Marco Wittmann, Phil Taylor.


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n e b a h r f i l o W # Gut G Zciehlt! Weile ebirnau


Sir Ben Ainsley, vierfacher Olympiasieger im Segeln, spaziert mit englischen Journalisten durch das Pressezentrum in Weymouth bei den Spielen von London 2012. Er hält inne, deutet auf Lara Vadlau und sagt: „And there she is: the best female sailor in the world!“ (“Und Nach 112 Jahren feiert Golf ein olympisches Comeback. Der Sport hat sich längst vom dort ist sie: Die beste Seglerin der Welt!”) Vorschusslorbeeren? Nun Medaillen-Garantie gibt luxuriösen Zeitvertreib der High Society zu einer Massenbewegung gewandelt. Über 60 Miles natürlich keine. Doch tatsächlich hat die Wintersport-Nation Österreich für die Sommerlionen Menschen spielen weltweit Golf – eine Tatsache, die letztlich auch die Tür zu den spiele in Rio 2016 einige Hoffnungsträger zu bieten. Go for Gold hat zwei Zweier-Teams als Olympischen Spielen geöffnet hat. In Rio de Janeiro 2016 wird auch Österreich im elitären Feld Beispiele herausgenommen. vertreten sein. 31


Das Ende des Dornröschenschlafs von MANFRED POLT Mit Bernd Wiesberger wird sehr wahrscheinlich auch ein Österreicher beim Comeback abschlagen. Der Burgenländer liegt im Quali-Ranking im Spitzenfeld.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Zuschauer des olympischen GolfTurniers in Rio 2016 auch den letzten Olympiasieg miterlebt hat, ist nicht wirklich hoch. Der Fan müsste dann an die 120 Jahre alt sein. Denn Golf feiert sein Comeback nach 112 Jahren. 1900 in Paris und 1904 in St. Louis war Golf Teil der Sommerspiele. Nächstes Jahr ist es wieder soweit. Der 9. Oktober 2009 war ein guter Tag für den Golfsport: Bei der 121. Vollversammlung des IOC in Kopenhagen wurde Golf neben 7er-Rugby in das olympische Programm für 2016 und 2020 aufgenommen. Die beiden Sportarten setzten sich in der Abstimmung gegen Karate, Inline Skating, Squash, Base-

ball und Softball durch. 63 Delegierte stimmten für das Golf-Comeback, 27 dagegen, 2 enthielten sich der Stimme. Damit geht ein langer Dornröschenschlaf zu Ende.

mit Golfhose und Turnschuhen. Bei den Herren siegte nach 36 Löchern mit Charles Sands ebenfalls ein US-Amerikaner. Das Multitalent spielte auch Tennis, schied aber in der 1. Runde aus.

Eine Win-win-Situation

1904 wurde in St. Louis im drei Jahre zuvor gegründeten Glen Echo Country Club gespielt. Der Club verschickte Einladungen in zahlreiche Länder, die Ernüchterung folgte: Es nannten zwar 75 Spieler, doch die kamen ausschließlich aus den USA und Kanada. Mit George Lyon schnappte auch einer der drei Kanadier den USAmerikanern Gold weg. Im strömenden Regen besiegte der 46-Jährige den 25 Jahre jüngeren Chandler Egan im Match Play mit 3 & 2. Als er vom Toronto Star gefragt wurde, ob er nun der beste Golfer der Welt sei, lachte Lyon: „Ich bin nicht so dumm, das zu glauben. Aber ich bin zufrieden, dass ich offensichtlich nicht der schlechteste bin.“

Das entzückte auch Superstar Tiger Woods: „Von der Aufnahme profitieren die olympische Bewegung und Golf, das ist eine Win-win-Situation“, meinte er in einer Video-Botschaft. 1900, bei der Olympia-Premiere am Golfplatz der Société du Sport in Compiègne, waren zwölf Männer und zehn Frauen aus vier Nationen am Start. Die Damen spielten neun Löcher, danach stand die US-Amerikanerin Margaret Abbott als erste Olympiasiegerin fest. Abbott, deren Mutter übrigens Siebente wurde, sorgte auch für den Aufreger des Turniers, denn sie spielte nicht im langen Cocktailkleid, sondern

ren Nach 112 Jah o ly m p is c h r e d ie w lf o G is t

Bernd Wiesberger


Zum ersten und letzten Mal wurde auch ein Teambewerb ausgetragen, den die Western Golf Association vor der Trans Mississippi Golf Association und der United States Golf Association (alle USA) gewann. Damen waren keine bei Olympia 1904 am Start. Nicht etwa, weil man sie nicht dabeihaben wollte – es meldete schlicht keine. Fortan wurde Golf als nicht relevant genug für Olympia betrachtet. Noch 2005 wurde das Ansuchen um Aufnahme ins Olympia-Programm abgelehnt, vier Jahre später gelang der Sprung doch noch. Zu Recht: Golf ist längst ein globaler Sport, der von über 60 Millionen Menschen auf allen Kontinenten gespielt wird. Für den Internationalen Verband (IGF) zahlt sich die Aufnahme auch aus, denn jeder Fachverband, der bei Olympischen Spielen vertreten ist, bekommt vom IOC mindestens 15 Millionen Dollar.

Die Qualifikation für Rio 2016 ist ein hartes Stück Arbeit. Nur je 60 Damen und Herren sind startberechtigt. Die Top 15 der Weltrangliste haben einen Fixplatz, allerdings maximal vier Spieler pro Land. Aufgefüllt wird mit den weiteren Top-Spielern, allerdings nicht mehr als zwei pro Nation. Österreich wäre derzeit mit Bernd Wiesberger vertreten, der Burgenländer liegt im Olympia-Ranking auf Platz 17 (Stand 1. Juni). Auch eine Dame liegt auf Olympia-Kurs. Die Tirolerin Christine Wolf ist Nummer 54. Gespielt wird in Rio übrigens auf einem nagelneuen Platz in Barra da Tijuca. Der „Reserva de Marapendi“ wurde vom US-Amerikaner Gil Hanse designt. Nach den Spielen wird der Platz für zumindest zehn Monate für jedermann öffentlich zugänglich sein. Ob er danach ein „public course“ bleibt, ist noch nicht entschieden.

Wussten Sie,

Christine Wolf

dass ...

Golf neben Tennis die erste olympische Sportart war, in der Frauen antraten? 1900 in Paris gewann die US-Amerikanerin Margaret Abbott das Turnier, das in einer Runde auf einem 9-Loch-Platz ausgetragen wurde. Zehn Damen waren am Start. der letzte Golf-Olympiasieger aus Kanada kam? 1904 waren 75 Golfer dabei, 72 kam aus den USA. Gewonnen hat jedoch der Kanadier George Lyon. es in Österreich deutlich mehr Golfplätze gibt als in Brasilien? Im 8,5 Millionen km² großen Brasilien wird auf etwas mehr als 100 Plätzen gespielt, im 83.855 km² kleinen Österreich auf über 160.

33


Bernd Wiesberger

Einzug ins Paradies von MANFRED POLT Teilnahme am US Masters = österreichische Sport-Geschichte. Der Burgenländer verkaufte sich in Augusta hervorragend und peilt Olympia an.

Im Frühjahr drehte sich in GolfÖsterreich alles um zwei Dinge: Zum einen um die Bewerbung Österreichs für den Ryder Cup 2022. Und zum anderen um die erstmalige Teilnahme eines Österreichers am legendären US Masters in Augusta. Bernd Wiesberger hatte sich als Mitglied des elitären Klubs der Top 50 der Weltrangliste dafür qualifiziert. Und der Oberwarter betrieb beste Werbung für sich selbst und Österreich. Nicht nur, dass er den Cut schaffte, lieferte er mit Rang 22 ein sensationelles Ergebnis ab. Der 29-Jährige ließ im „Heiligen Gral des Golfsports“, wie er den National Golf Club Augusta bezeichnet, Superstars wie Titelverteidiger Bubba Watson, Martin Kaymer, Adam Scott, Charles Schwartzel, Jason Dufner, Jason Day oder Graeme McDowell hinter sich.

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In den zwei Finalrunden war er neben Sergio Garcia und Henrik Stenson der einzige Kontinentaleuropäer, der einzige deutschsprachige Profi – und schließlich als 22. der beste Debütant. Begleitet von seiner Familie und einer Handvoll Freunden genoss Wiesberger jede Minute an der berühmten Magnolia Lane. „Das muss man erlebt haben. Man kann sich diesen Platz nicht vorstellen, wenn man nicht hier war“, schwärmte er nach seiner ersten Proberunde. Wiesberger legte im exklusivsten der vier Major-Turniere den Respekt ab und steigerte sich von Tag zu Tag: 69., 33., 26., 22. – macht in Summe ein großartiges Masters-Debüt und 86.360 Euro Preisgeld. „Das war ein großartiges Erlebnis, das mir ewig in Erinnerung bleiben wird,

eine geniale Woche“, war Wiesberger beeindruckt. „Aber ich hoffe doch sehr, dass es nicht mein letzter Auftritt beim Masters war“. Wenngleich die European Tour, die Major- und die World-Golf-Championship-Turniere das tägliche Brot sind, peilt Wiesberger einen weiteren Meilenstein an: Olympia 2016 in Rio. Auch da wäre er der erste Österreicher, da 1900 und 1904 wenig überraschend keine Österreicher am Start waren. „Natürlich wäre ein Olympia-Start eine großartige Sache“, sagt Bernd. „Aber es ist noch viel Zeit bis dahin. Jetzt muss ich schauen, dass ich in der Weltrangliste in den Top 50 bleibe – dann passiert die Olympia-Qualifikation automatisch. Die hat nicht Priorität, aber es wäre sehr schön, dort spielen zu können.“


tung Abschlag Rich

Matthias Schwab

Der Mann nach Bernd Wiesberger

Tokio

Olympia 2016 kommt für Matthias Schwab noch ein wenig zu früh. Dass dem Schladminger aber die Zukunft gehört, steht für die Experten fest.

Matthias Schwab wird nicht langweilig. Zum einen, weil es in Nashville an der Vanderbilt-University, an der er studiert, nicht üblich ist, die Sportler durch das Studium zu tragen, sofern sie sportlich erfolgreich sind. Und zum anderen, weil er nach einem Jahr Verletzungspause auf dem Weg zurück an die Spitze ist. Der 20-Jährige, der mit drei Jahren die ersten Vasen im elterlichen Wohnzimmer vom Tisch chippte, war der Star im Team der Vanderbilt-Uni, bekam von Superstar Brandt Snedeker Rosen gestreut, war die Nummer eins im europäischen Junior-Ryder-Cup-Team. Und dann kam eine Muskel- und Bänderentzündung im Iliosakralgelenk (die Verbindung zwischen Kreuz- und Darmbein). Es folgten ein Jahr Pause und ein Comeback wie aus dem Bilderbuch. Schon bei seinem dritten Antreten wurde Schwab beim Schenkel Invitational Zweiter. Vanderbilt-Coach Hunter Stewart meinte: „Wir sind froh, dass er zurück ist, wir haben seine 68er-Runden vermisst.“ Im April folgte gar der Sieg beim Heimturnier der Vanderbilt-University. Golf statt Fußball Der Sohn von Ex-SporthilfeGeschäftsführer Andreas Schwab bekam Golf quasi in die Wiege gelegt. Sein Vater ist heute noch Mitglied des Senioren-Nationalteams. Sportart Nummer eins war Golf aber eigentlich nicht. „Ich wäre sehr gerne Fußballprofi geworden, war aber leider nie gut

genug. Auch Skifahren wäre eine Option gewesen – aber auch da war ich nicht gut genug“, lächelt er. Golf spielen kann er dafür umso besser. Es wurde zur Leidenschaft, daher ist die langwierige Verletzung längst abgehakt. „Es war eine schwierige Zeit, aber ich habe immer das Positive darin gesehen. Ich bin nie verzweifelt, sondern habe immer hart an meinem Comeback gearbeitet. Ich hatte immer das Ziel vor Augen, stärker zurückzukommen, als ich vorher war.“ Touch me Tiger Golf & Lernen – so könnte man das Leben des Matthias Schwab in Nashville/Tennessee zusammenfassen. Im Juni 2017 wird Matthias sein Wirtschaftsstudium abgeschlossen haben, dann ruft die Profi-Tour. Und vielleicht einmal eine gemeinsame Runde mit Tiger Woods. Der US-Superstar ist neben Arnold „Ich-kann-alles-erreichen-wasich-will“-Schwarzenegger das große Vorbild des Steirers und für ihn – Skandale hin oder her – der größte Sportler der Geschichte. „Es ist ein Wahnsinn, wie er Top-Leistungen immer punktgenau abrufen kann. Wie er das macht, das würde ich ihn gern fragen“, erzählt Schwab. Golf zählt zu den komplexesten Sportarten überhaupt. Ein Faktum, das auch Schwab enorm reizt. „Es ist so schwierig, immer cool zu bleiben, immer visualisieren zu können, jeden Schlag perfekt zu treffen, immer die gleiche Bewegung zu machen. Und dabei auch noch den Wind und die anderen äußeren Einflüsse immer richtig zu kalkulieren, sich eben den Gegebenheiten anzupassen. Das macht es richtig spannend.“

gleiches Ritual. „Da ändert sich nichts. Ich wärme mich auf und schlage Bälle auf der Driving Range. Ich versuche, so locker wie möglich zu bleiben und den ersten Schlag zu visualisieren.“ Wenn Nervosität aufkommt, flüchtet er in die Heimat – gedanklich: „Dann stelle ich mir vor, dass ich irgendwo in den Bergen bin und chille.“ Berge versetzen…. ein schöner Gedanke. Bei allen Erfolgen und einer aussichtsreichen Perspektive bleibt Schwab auf dem Boden. Die wichtigsten Bezugspersonen bleiben die Eltern, Ärzte, Physiotherapeuten und Trainer. Und die Frage nach seinem größten Erfolg abseits des Sports beantwortet er trocken: „Die Matura bestanden zu haben.“ Das war Teil eins im Lebensplan des Matthias Schwab. Folgen soll eine erfolgreiche Karriere als Profi-Golfer. Und dann soll das Studium Früchte tragen. „Ich will Manager werden und anderen Sportlern helfen, an die Weltspitze zu gelangen.“ Also will er tatsächlich Berge versetzen! Golf for Gold

Berge versetzen

Davor steht der Studienabschluss sowie die Qualifikation für eine große Profi-Tour auf dem „Game Plan“. Und natürlich eine Olympia-Qualifikation. „Der Stellenwert von Olympia ist im Golf schon jetzt sehr groß. Man hört von allen Seiten und auch von allen Athleten, dass sie sich sehr auf Rio freuen und unbedingt dabei sein und gewinnen wollen“, erzählt Schwab, der nicht glaubt, dass es solange wie etwa im Tennis dauern wird, bis Olympia-Golf als vollwertig angesehen wird. „Für mich ist Olympia auf jeden Fall ein Ziel. Ich will unbedingt Österreich vertreten und vorne mitspielen.“

Daher hat auch Schwab unmittelbar vor einer Turnierrunde immer sein

Keine Frage, der Mann hat klare Ziele.

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Golfverband

Ein Geduldspiel ohne Erfolgsgarantie von MANFRED POLT Über 60 Millionen Menschen spielen weltweit Golf. Hierzulande ist der ÖGV der fünftgrößte Fachverband. Olympia ruft, Österreich will den Ryder Cup – es tut sich etwas im Golf-Land.

Niki Zitny, Ex-Profi und heute Sportdirektor des Österreichischen Golf-Verbandes, sieht die Entwicklung positiv. „Wir halten die Mitgliederzahlen seit Jahren konstant. Das ist nicht in vielen Ländern so, weil es bekanntlich ein Freizeit-Überangebot gibt und sich immer weniger Leute quasi binden wollen. Golf ist wieder olympisch, Österreich hat sich um die Ausrichtung des Ryder Cup 2022 beworben, Bernd Wiesberger ist dank seiner Leistungen in aller Munde – es tut sich schon einiges“, sagt Zitny. Mit 104.000 Mitgliedern ist der ÖGV übrigens der fünftgrößte im Land hinter Fußball, Tennis, Ski und Stocksport. Seit sechs Jahren betreibt der ÖGV ein spezielles Programm zur Jugendförderung und das zeigt Wirkung. „Wir haben begonnen, jeden Klub 60 Stunden im Jahr für professionelle Jugendbetreuung zu finanzieren. Inzwischen sind wir bei 207 Stunden“, erzählt Zitny. „Und wir merken, dass jetzt nicht unbedingt die Zahl der jugendlichen Einsteiger steigt, aber diejenigen, die da sind, nehmen das Angebot intensiver an. Vielleicht sind welche dabei, aus denen später gute Profis werden.“ Richtig messbar sind die OlympiaAufnahme oder die Ryder-Cup-Bewerbung für Zitny nicht: „Das muss man als Umwegrentabilität sehen. Die Jungen werden uns nicht die Tür einrennen, weil einer bei Olympia spielt oder wir den Ryder Cup wollen. Aber es ist gut für’s Image und für die öffentliche Wahrnehmung.“ Die seit November laufende Kampagne habe etwa vielen Leuten, auch Hobbygolfern, erst ins Bewusstsein gerufen, wie riesig der Ryder Cup ist. „Das ist eine der größten Sportveranstaltungen der Welt. Das

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haben viele jetzt erst mitgekriegt, vom Politiker über den Journalisten bis zum Hobbyspieler. Und das bleibt bis zur Vergabe im Herbst auf alle Fälle ein sehr großes Thema. Das ist für uns schon viel wert“, erklärt Zitny, der 2005 auf der European Tour unterwegs war. Dass hinter Bernd Wiesberger ein großes Loch entstanden ist, kommt für Zitny nicht überraschend: „Markus Brier hat aufgehört, Martin Wiegele kämpft nach Verletzungen um den Anschluss, Matthias Schwab studiert in den USA. So riesig ist das Reservoir nicht, dass man das als Österreich so leicht kompensiert. Aber es gibt schon ein paar Junge, die es nach oben schaffen können.“

Und mit 70 Schlägen ist man absolute Weltklasse.“ Soll heißen: Jeder leichtfertig vergebene Putt, jeder Ball ins Wasser, jeder kleine Fehler hat gravierende Folgen. Zitny: „Es ist unglaublich schwierig, konstant gut zu spielen. Das unterscheidet die Guten von den Hervorragenden. Und die fallen nicht von den Bäumen. Es dauert mitunter sehr, sehr lang, bis man den Schnitt um einen halben Schlag gesenkt hat. Das ist auch ein Geduldspiel. Aber wir arbeiten daran.“

Wie dünn die Luft im Profi-Golf ist, erklärt Zitny anhand eines Beispiels: „Wenn man ein Jahr lang eine Runde im Schnitt mit 73 Schlägen spielt, ist man bei der Alps Tour, also auf der dritten Ebene, dabei. Mit 72 Schlägen kommt man auf der Challenge Tour ganz gut über die Runden. Mit 71 Schlägen ist man auf der European Tour gut dabei, Wiesberger war letztes Jahr mit 70,64 Schlägen im Ranking 39. Mit 71,32 Schlägen hat man gerade noch die direkte Tourkarte für heuer erspielt.

Ö s t e r r e ic h r- C u p w il l d e n R y d e


Johannes Schwab

Nachwuchshoffnung Lukas Nemecz

Nachwuchshoffnung Emma Spitz

Nachwuchshoffnung Ann Sophie Ruetz

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www.bewegungfindetstadt.at

STADT WIEN MARKETING GmbH im Auftrag der Stadt Wien

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Rio Der Weg nach

Arme Athleten!

enn je ist steiniger d

Journalistenkommentar von OLAF BROCKMANN Mag. Olaf Brockmann, 62, arbeitet als Sport-Redakteur seit 1986 für die „Kronen Zeitung“, zuvor war er bei der Nachrichtenagentur sport-informations-dienst (sid) in Düsseldorf und bei der Tageszeitung Die Presse beschäftigt. Brockmann hat seit München 1972 zehn Olympische Sommerspiele sowie weit mehr als 200 Weltund Europameisterschaften gesehen. So ist er weltweit auch der einzige Journalist, der von allen Leichtathletik-Weltmeisterschaften (Freiluft und Halle) berichtet hat. Brockmann war Pressechef bei der Hallen-EM der Leichtathletik in Wien 2002 und ist Mitglied der Presse-Kommission des Leichtathletik-Weltverbandes.

Rückblende zu meinen ersten Sommerspielen, die ich als Journalist erleben durfte: Die 16 Jahre alte Ulrike Meyfarth gewann in München 1972 sensationell den Frauen-Hochsprung. Bis heute eine der größten Überraschungen der olympischen Leichtathletik überhaupt. Als Dritte der deutschen Meisterschaften hatte sich die Schülerin gerade noch für die Spiele qualifiziert. Dort steigerte die Flop-Springerin ihre Bestleistung von 1,85 m auf 1,92 m, womit sie den Weltrekord von Ilona Gusenbauer (in München Dritte) egalisierte. Eine solche Sensation wäre heutzutage nicht mehr denkbar. Die hohen Limits lassen den Start von derartigen Nobodys nicht mehr zu. „Die Athleten tun mir wegen der heutigen Limit-Hatz leid” Das gilt in Hinblick auf Rio 2016 für alle Sportarten. Das Erreichen der Quotenplätze beziehungsweise das Erfüllen der internationalen Limits wird von Olympiade zu Olympiade immer schwieriger. Das liegt nicht am ÖOC, sondern am IOC, das den Weltverbänden vorgibt, wie viele Sportler und Sportlerinnen jeweils starten dürfen. In den beiden größten Sommersportarten Schwimmen und Leichtathletik, die mir bekanntlich besonders am Herzen liegen, wird es für die österreichischen Sportler härter denn je, nach Rio zu kommen. Beleuchten wir konkret die Leichtathletik. Das IOC hat der IAAF vorgegeben, die Teilnehmerzahl von 2.231 Athleten in London 2012 für Rio auf 2.000 Leichtathleten zu begrenzen. Die Rio-Normen werden von der IAAF in diesem Frühjahr abgesegnet.

Diese werden aber, das ist klar, in etwa in dem Bereich für die WM 2015 in Peking liegen. Und diese Limits haben es schon in sich! In 35 Fällen wurden die Normen im Gegensatz zu Olympia 2012 in den 47 Disziplinen verschärft, zum Teil erheblich. Nehmen wir Beispiele, die besonders österreichische Athleten betreffen, der Reihe nach Andreas Vojta, Gerhard Mayer/Lukas Weißhaidinger, Jenni Wenth, Beate Schrott, Kira Grünberg und Ivona Dadic: 1.500 m Männer (OS London 3:38,00 – WM Peking 3:36,20) Diskus Männer (OS London 63,00 m – WM Peking 65,00 m) 5.000 m Frauen (OS London 15:25,00 – WM Peking 15:20,00) 100 m Hürden Frauen (OS London 13,15 – WM Peking 13,00) Stabhochsprung Frauen (OS London 4,40 m – WM Peking 4,50 m) Siebenkampf Frauen (OS London 5.950 – WM Peking 6.075 Punkte) Alle Steigerungen sind heftig, jene im Diskuswurf der Männer auf 65,00 m aber besonders eklatant, was leicht zu belegen ist: In London reichten zum Beispiel 63,55 m für den Einzug ins Finale der besten zwölf, bei der WM 2013 in Moskau sogar 62,45 m. Und mit 65,00 m war man in London im Finale Achter, bei der WM 2013 in Moskau sogar Fünfter. Da sind doch die jetzt geforderten 65,00 m einfach zu extrem. Gerhard Mayer und Luki Weißhaidinger sind die Leidtragenden, da müssen sie sich schon „Segelwiesen“ suchen, wo vielleicht der Wind entscheidend nachhilft … ... und das hat Mayer erfolgreich getan.

Das einzig leichte Limit gibt es für die WM 2015 noch in den Marathonläufen, wo die Frauen (2:44:00) und Männer (2:18:00) sehr gnädig bedient worden sind. Das ist wohl der letzte Event, wo der Weltverband möglichst viele Teilnehmer sehen möchte, zumal hier auch pro Land (wegen der Team-Weltcup-Wertung) sechs Starter zugelassen sind. Ansonsten werden die Teilnehmerfelder immer mehr dezimiert, gerade in den technischen Disziplinen. Dies ist auch ein indirektes Diktat des Fernsehens, das möglichst viele Finals in einem möglichst kurzen Zeitraum übertragen möchte. Und im Gegensatz zu früher gibt es nur noch ein internationales IAAF-Limit. Die Regelung mit den A- und B-Limits fällt bekanntlich weg, mit der früher zumindest ein Athlet ein etwas leichteres Spiel gehabt hatte.

Der Weg (für die Leichtathleten) heuer zur WM in Peking und dann (für alle Sportler) nach Rio ist also steiniger denn je zuvor. Ohne die Unterstützung der österreichischen Sporthilfe hätten einige Athleten erst gar nicht die Chance, diese brutalen Limits überhaupt in Angriff zu nehmen. Nach der Enttäuschung von London 2012, wo Österreich ohne Medaille geblieben ist, hängen die Trauben für Top-Plätze auch in Rio hoch, beste Aussichten haben nach dem jetzigen Stand natürlich die Seglerinnen Lara Vadlau und Jolanta Ogar. Wir sollten für Rio aber nicht nur in Medaillen-Rängen denken, jeder Top-Ten-Platz ist und bleibt für mich persönlich bei Sommerspielen eine wahre Sensation! Erst recht ein Finalplatz in meiner heiß geliebten Leichtathletik, der Krone Olympias. Darüber würde ich mich bei meinen elften Sommerspielen genauso freuen wie einst über die Meyfarth-Sensation.

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Rückblick

Winterhighlights Alpine Ski-WM 2015 in Vail Beaver Creek Land

Gold Silber Bronze Gesamt

Österreich

5

3

1

9

USA

2

1

2

5

Slowenien

2

1

-

3

Frankreich

1

-

2

3

Schweiz

1

-

2

3

Deutschland

-

2

1

3

Kanada

-

2

-

2

Schweden

-

1

2

3

Norwegen

-

1

-

1

Tschechien

-

-

1

1

Die österreichischen Medaillen: Anna Fenninger – Gold Super G und Riesentorlauf; Silber Abfahrt Marcel Hirscher – Gold Kombination und Teambewerb; Silber Riesentorlauf Hans Reichelt – Gold Super G Nicole Hosp – Gold Teambewerb (Ersatz); Silber Kombination Michaela Kirchgasser – Gold Teambewerb; Bronze Kombination Eva-Maria Brem– Gold Teambewerb Christoph Nösig – Gold Teambewerb Philipp Schörghofer – Gold Teambewerb (Ersatz)

Medaillenspiegel Nordische WM 2015 Falun Land

Gold Silber Bronze Gesamt 11

4

5

20

Deutschland

5

2

1

8

Schweden

2

4

3

9

Frankreich

1

2

3

6

Österreich

1

2

2

5

Russland

1

1

-

2

Italien

-

1

1

2

Japan

-

1

1

2

Kanada

-

1

1

2

USA

-

1

1

2

Norwegen

Die österreichischen Medaillen: Bernhard Gruber – Gold Nordische Kombination Einzel (Großschanze/10 km) Gregor Schlierenzauer – Silber Skispringen Großschanze Stefan Kraft – Bronze Skispringen Normalschanze Michael Hayböck – Silber Skispringen Teambewerb Stefan Kraft – Silber Skispringen Teambewerb Manuel Poppinger – Silber Skispringen Teambewerb Gregor Schlierenzauer – Silber Skispringen Teambewerb Daniela Iraschko-Stolz – Bronze Skispringen Normalschanze

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Bernhard Gruber

Schanze, Loipe und Gitarre Ein Pionier im perfekten Dreiklang Sporträt von MANFRED POLT

WM-Titel in der Nordischen Kombination – mit 32 Jahren schrieb Bernhard Gruber österreichische Sport-Geschichte und überflügelte seine Vorbilder. Man sollte denken, dass keine Pioniertaten mehr übrig sind, wenn man Kaliber wie Klaus Sulzenbacher, Felix Gottwald und Mario Stecher vor sich gehabt hat. Das Trio hat in der Nordischen Kombination bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften nicht weniger als 34 Medaillen abgeräumt. Bernhard Gruber hat dennoch etwas geschafft, was auch den Parade-Kombinierern nie gelungen ist. Der Sporthilfe-Athlet ist der erste Österreicher, der WM-Gold in einer Einzeldisziplin gewann. So geschehen heuer im schwedischen Falun (Großschanze und 10 km-Langlauf). „Auch dafür sind Vorbilder da – dass man sich an ihnen orientiert und sich die Motivation holt, sie eines Tages zu überflügeln“, sagt Gruber. „Und Felix und Mario sind definitiv Vorbilder. Das waren VorzeigeAthleten, zu denen ich immer noch aufschaue.“ Andere sind Usain Bolt („cooler Typ“), Marcel Hirscher, Anna Fenninger („sensationell, wie sie mit dem Rummel umgehen“) und Ingemar Stenmark („eine Allzeitgröße“). Spaghetti gegen Cornettos Acht Olympia- bzw. WM-Medaillen zieren inzwischen die Sammlung des 32-Jährigen, der ursprünglich Skirenn-

läufer werden wollte. „In der Skihauptschule sind mir aber Hans Grugger, Philipp Schörghofer und Reinfried Herbst davongefahren, da war ich mit meiner Spaghetti-Figur den Cornettos schon körperlich unterlegen. Dafür war ich im Langlauf viel besser“, erinnert sich Gruber. „Dann hat mich der Toni Innauer quasi entdeckt. Er hat mich in Bischofshofen in die Obhut von Christian und Ferdl Wallner gegeben, dort hab‘ ich die ersten echten Sprünge mit Sprungskiern gemacht“, erzählt er. „Aber mir war immer klar: Es muss schnell gehen, weil ich bin nicht mehr der Jüngste.“ Damals war Bernhard gerade einmal 13 Jahre jung. „Aber das war alt. Mario Stecher war 16, als er am Holmenkollen gewonnen hat.“ Es ging schnell. Die Aufnahmsprüfung für das Skigymnasium Stams gelang locker, schon war der Salzburger drin im Zirkus. „Eigentlich war es naheliegend. Ich bin schon mit zwei Jahren auf Skiern gestanden – und manchmal darauf eingeschlafen“, lacht der dreifache Weltmeister. Heimliche Königsdisziplin Naheliegend war auch, dass Grubers Zukunft in der Nordischen Kombination liegen würde. „Ich bin sehr vielseitig. Eine Sportart allein ist nichts für mich, da passt die Kombination perfekt.“ Die Vielseitigkeit äußert sich auch im Training. „Ich mache alles: Fußball, Tennis, Moutainbiken, Beachvolleyball, Surfen, Schwimmen – die Abwechslung ist super, man stumpft nicht ab, man

setzt immer wieder neue Reize. Sie macht mich auch mental stark, wenn ich die Spannung halten muss“, erklärt er. Denn die Nordische Kombination sei enorm kräftezehrend. Hochzeit im September Der Sport bestimmt derzeit noch das Leben des Bernhard Gruber. Aber langsam macht er sich auch Gedanken über das Leben nach der Karriere. „Jetzt freue ich mich einmal auf meine Hochzeit mit Margret am 12. September. Dann schauen wir einmal, was sich nachwuchsmäßig tut“, grinst Gruber. Und später, wenn die Sportler-Karriere vorbei ist? „Dann würde mich der Trainerjob schon reizen“, gibt er zu. „Ich mach‘ meinen Sport seit 20 Jahren, ich kenn‘ mich aus.“ Die Alternative zum Sport lautet Gitarre und Schlagzeug spielen. Gruber ist höchst talentiert mit der Stromgitarre, trat schon bei Festivals und Band-Wettbewerben auf, in ÖsterreichHäusern bei Großereignissen sowieso. „Das neben dem Trainerberuf als intensives Hobby zu betreiben, würde mir sehr gefallen“, sagt er. Hervorragend dazu gepasst hat das Geschenk, das er von seinem Kopfsponsor „Gasteinertal Tourismus“ nach dem WM-Titel bekommen hat: Eine Signature-Gitarre von Joe Satriani, Grubers musikalischem Helden. „Ich spiele sozusagen sein Equipment. Nur ganz so gut wie er bin ich noch nicht“, lacht er.

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Markus Salcher

Spiel mit der Fliehkraft Erfolgskurs im Familienverbund Sporträt von Jürgen Preusser

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Die Paraski-WM in Panorama war für Markus Salcher ein Erlebnis der anderen Art: Zwei sportliche Enttäuschungen in seinen Parade-Disziplinen Abfahrt und Super-G, in denen er sowohl bei den Paralympics in Sotschi 2014 als auch bei der WM 2013 in La Molina jeweils Gold gewonnen hatte. Und dann als Entschädigung zwei überraschende Silbermedaillen in Riesentorlauf und Kombination. „Die Pisten waren in den Speed-Rennen sehr eisig. Und das ist für meine Behinderung ein großer Nachteil.“ Er könne bei solchen Verhältnissen die Kraft auf seiner schwächeren rechten Körperseite nicht so gut auf die Piste bringen. „Doch ich habe bewiesen, dass ich sehr viel an Bandbreite dazugewonnen habe. Jetzt bin ich auch in meinen schwächeren Disziplinen vorne dabei.“ Im Riesentorlauf hatte er ja auch schon in Sotschi die Bronzemedaille geholt. Gut austeilen – gut einstecken Der 23-jährige Klagenfurter ist von Geburt an halbseitig gelähmt. Doch ein Leben ohne Sport kam für ihn nie infrage. „Ich habe immer meinem um drei Jahre älteren Bruder Lukas nachgeeifert“, erzählt der Spross einer SkifahrerFamilie. Sein Vater Bernd war lang auch sein Trainer, sein Lieblingsrevier ist das Kärntner Nassfeld, sein Klub der SV Tropolach, bei dem der Papa immer noch die entscheidende Rolle spielt. Auch sein jüngerer Bruder Moritz ist auf den Pisten höchst aktiv. Ebenso wie seine Mutter Lisa. Der Familien-Spirit spielt eine ganz wichtige Rolle für den Star des österreichischen ParalympicsTeams von Sotschi. „Als Sandwich-Kind musst du gut austeilen, aber auch gut einstecken können.“ Doch die Rivalität zu den Brüdern und das sportliche Leben des Markus Salcher spielt sich nicht nur auf den Pisten ab: Tischtennis und Radfahren

zählen zu seinen Lieblingssportarten. „Ich bin auch sehr gern in der Kraftkammer“, berichtet er. Keine Rede von Folterkammer: „Im Gegenteil. Da merkt man am besten, das etwas weitergeht.“ Nur Schwimmen sei nicht so seine Lieblingsbeschäftigung: „Im Strandbad lieg‘ ich aber schon ganz gern.“ Zweihundert Ski-Tage Markus studiert Medien- und Kommunikationswissenschaften in Klagenfurt. 2018 rechnet er mit einem Abschluss. Dann werde er sich auch vom Zoll verabschieden, wo er derzeit beschäftigt ist. Zwangsläufig folgt an dieser Stelle die Journalisten-Frage nach der beruflichen Zukunft: „Dich beerben“, antwortet er schlagfertig. Passt: Gerade bezüglich der Berichterstattung über Behindertensport gäbe es ja einige Herausforderungen. Ein Leben ohne Sport ist für Markus Salcher sowieso nicht vorstellbar: „Auch nach meiner Ski-Pension werde ich weitermachen, aber sicher nicht mehr so exzessiv.“ Und exzessiv sei ein Hilfsausdruck: „Zweihundert Ski-Tage pro Jahr – das ist schon ziemlich viel“, sagt er. Von den drei Wochen Sommertraining wolle er gar nicht reden. Gleichstellung als gewaltiger Schritt Die Österreichische Sporthilfe spielt in seiner Lebensplanung inzwischen eine große Rolle. „Es wird mir jetzt so vieles leichter gemacht“, erzählt er. Dies betreffe auch den Kontakt zu anderen Sportlern. „Die Gleichstellung mit den Nichtbehinderten vor zwei Jahren war ein gewaltiger Schritt für uns“, sagt er. Auch die halbjährlichen Camps seien eine große Errungenschaft. Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer ist ebenfalls Kärntner, fast genau ein Jahr älter als Markus, nicht nur ein guter Freund, sondern auch sein größtes Vorbild:


„Der ist ein beinharter Hund, der genau weiß, was er will.“ Die beiden verbindet aber auch ein netter Zufall: Beide gewannen ihre Abfahrten in Sotschi mit jeweils sechs Hundertstelsekunden Vorsprung. Von Annemarie Moser bis Tiger Woods Auf die Frage nach sportlichen Allzeit-Größen fallen Markus Salcher spontan drei Namen ein: „Annemarie Moser, Hermann Maier und Werner Schlager.“ Mit etwas Verzögerung nennt er auch noch Tiger Woods. „Dem würd‘ ich gern eine gezielte Frage stellen“, sagt er. „Wie kann es zu so einem Bruch in der Karriere kommen?“ Der angehende Sportjournalist lässt grüßen. Und er muss schmunzeln bei der Frage nach den letzten Sekunden vor dem Wettkampf: „Die wichtigste Phase“, sagt er. „Du musst zu hundertzehn Prozent fokussiert sein und im Team muss jeder zu hundertzehn Prozent wissen, was er zu tun hat.“ Konzentration sei besonders für ihn enorm wichtig. Bei der WM in Panorama habe das wegen einer Startunterbrechung nicht ganz funktioniert. „Das ist keine Ausrede, nur ein Faktum. Ich hab nämlich immer das gleiche Aufwärm-Ritual.“

sein Hobby zum Beruf gemacht hat: „Ich gehe eigentlich sehr selbstständig durchs Leben. Und das macht mich schon ein bissl stolz.“ Das spezielle Flair seiner Sportart hilft ihm dabei, diesen Traum Tag für Tag zu leben: „Tempo spüren, mit der Fliehkraft spielen. Und das noch dazu in einer schönen Winterlandschaft. Natürlich gehört auch die Hüttengaudi dazu.“

Die Paraski-WM hat Markus Salcher um einige kontroversielle Erfahrungen reicher gemacht. Diese bestärken ihn auf seinem vorbildlichen Weg. Und zu einem großen Vorbild bezüglich Sportsgeist und Schicksalsbewältigung ist der junge Kärntner schon längst geworden.

Sportlerleben Das exzessive

4.800 Facebook-Fans

Der doppelte ParalympicsSieger von Sotschi weiß auch, dass er seinem Team sehr viel verdankt: „Zur Familie gehören auch meine Großeltern am Nassfeld, dann ist da noch meine Trainerin Dani Mandler.“ Und stellvertretend für das restliche Team nennt er Stefan Oberluggauer und Manfred Auer. Einen Anteil am Erfolg hat auch seine Fangemeinde: „Super, wenn dir an der Piste immer jemand die Daumen hält. Und 4.800 Facebook-Fans sagen auch einiges aus…“

des doppelten iegers

Paralympics-S

Die Sporträts vieler anderer österreichischer Athleten finden Sie auf www.sporthilfe.at

Markus Salcher eboren: 1. Juni 1991 G Verein: SV Tropolach Motto: Tempo sprüren, mit der Fliehkraft spielen Int. Bewerbe in Ski Alpin: seit Anfang 2012

Das Spiel mit der Fliehkraft Bemerkenswert ist auch sein Umgang mit Verletzungen: 2009 hat er sich den (schwächeren) Unterschenkel gebrochen. „Das Wichtigste an solchen Rückschlägen ist, dass du daraus etwas lernst.“ Der Unfall sei beim Training im Kühtai passiert. „Ich hab die Bindung wegen der Schneeverhältnisse zu fest eingestellt. Und du brauchst nicht glauben, dass ich den Schmerz auf meiner gelähmten Seite nicht gespürt habe! Der hat bis in den Kopf rauf gestochen.“ Als größten Erfolg seines Lebens sieht Markus Salcher den Umstand, dass er

Winter Paralympics Gold 2014 Sotschi Abfahrt Gold 2014 Sotschi Super-G Bronze 2014 Sotschi Riesentorlauf -

morgen.

Alpine Skiweltmeisterschaft der Behinderten Gold 2013 La Molina Abfahrt Gold 2013 La Molina Super-G

Gefördert aus Mitteln der Europäischen Union

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Janine Flock

Hals über Kopf Skeleton – der ganz normale Wahnsinn Sporträt von Jürgen Preusser

Spektakulär, gefährlich – ein völliger Wahnsinn dieses Skeleton! Das glauben viele. „Unsinn“, sagt Janine Flock. Ihr Sport sei sicher weniger gefährlich als Rodeln und Bobfahren. „Beim Rodeln liegt der Schwerpunkt höher. Und beim Bobfahren sollte sowieso nix passieren“, sagt sie. Spektakulär – das bestreitet sie nicht. Nein, das genießt sie! Mütter sind oft besonders fürsorglich, wenn es um das Wohl und die Sicherheit ihrer Kinder geht, doch Janines Mama Angela erkannte bald, dass der Eiskanal für ihr Mädchen kein verbotenes Terrain sein darf: „Sie hat es mir zugetraut, war die treibemde Kraft, dass ich nach dem ersten Schnuppern dabeigeblieben bin.“ Die Initialzündung hatte ihr Hauptschullehrer gegeben: „Showtraining beim BC Stubaital – ich war die Erste, die aufgezeigt hat.“ Und noch heute startet sie für diesen Verein. Der Bewegungsdrang des Energiebündels war somit gebändigt. „Ich

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hab es zwar auch mit Leichtathletik versucht, war besonders im Sprint und beim Speerwerfen ganz gut, aber mit dem Skeleton habe ich meine Passion gefunden.“ Und das sei von 2004 bis heute so geblieben. Dazu tragen natürlich auch andere bei, wie beispielsweise ihre Trainer: Der Kanadier Carson Patterson und der österreichische Silbermedaillengewinner von Salt Lake City 2002, Martin Rettl, haben einen großen Anteil am Erfolg. So wie auch die Österreichische Sporthilfe: „Die ist neben dem Bundesheer mein wichtigster Partner, weil ich ganzjährig unterstützt werde“, sagt Janine. „Besonders das Material macht unseren Sport sehr kostspielig.“

cup nach dem ersten Lauf des Finales in Sotschi schon so gut wie verloren. Doch die Sporthilfe-Athletin katapultierte sich noch vom 10. auf den 4. Platz und durfte am Ende den Pokal doch in Händen halten.

Zwei neue Highlights

Bei der EM in Igls gewann sie Silber – vielleicht ein Vorschuss auf die Heim-WM 2016, die auf eben dieser Bahn stattfinden wird. „Ich mag den Heimvorteil sehr“, sagt sie. „Die gewohnte Umgebung gibt mir noch einen zusätzlichen Push.“ Keine Rede von zu großem Druck also. Nach der Goldmedaille in Königssee 2014 empfand sie Silber 2015 jedenfalls keineswegs als Niederlage: „Denn für Igls gilt eines: Leichte Bahn – schwer zu gewinnen.“

2015 schrieb Janine Flock zwei weitere Kapitel ihrer Erfolgsgeschichte: Sieg im Gesamtweltcup und Silbermedaille bei den Europameisterschaften in Igls. Dabei war der Welt-

Für andere Sportarten hat die Athletin aus Rum keine Zeit mehr: „Ich komm‘ aus einer sehr sportlichen Familie, wäre sicher eine passable Allrounderin.“


Ihr Vater Josef ist ein fanatischer Radfahrer, sie selbst würde CrossFit betreiben, gäbe es Skeleton nicht. „Radfahren würde ich selbst auch sehr gern, aber das kostet zu viel Schnellkraft“, erklärt Janine. Wie übrigens auch Bergtouren: „Auch die muss ich mit dem Training abstimmen. Aber verzichten kann ich darauf definitiv nicht.“ Schnellkraft sei beim Start in den Eiskanal von essenzieller Bedeutung. „Unbedenklich ist nur das Kiten… Das tu‘ ich auch für mein Leben gern.“ Okay? Keine Zeit für andere Sportarten? Spitzensportler legen eben andere Maßstäbe an, wenn es um den Bewegungsdrang geht… Vielseitige Familien Die Interessen der heimatverbundenen Familie Flock sind vielschichtig: Schwester Lisa (19) spielt Geige in einem Orchester in Hall, Bruder Daniel (21) ist in Rum praktisch in jedem Verein zu finden: „Von der Feuerwehr bis zu den Schuachplattlern…“, weiß die ältere Schwester zu berichten. Ganz ohne geschwisterliche Bosheit übrigens, dafür mit einer gehörigen Portion Stolz. Doch egal, wie die Interessen auch verteilt sein mögen: Wenn sich Janine Hals über Kopf in den Eiskanal stürzt, stehen alle voll hinter ihr. Sinnbildlich natürlich: In Wahrheit stehen sie unten beim Ziel und fiebern mit. Apropos Hals über Kopf: Ihr Freund Matthias Guggenberger ist selbst Staatsmeister. „Das ist natürlich eine großartige Ausnahmesituation, wenn man die gleichen Ziele verfolgen kann.“ Noch eine Parallele gibt es: Auch die Familie ihres Freundes ist vielseitig. Sein älterer Bruder Manuel Guggenberger war einst ein echter Kinderstar und spielte in 74 Folgen der TV-Produktion „Der Bergdoktor“ mit. Heute ist er ein erfolgreicher Architekt.

Apropos Zivilberuf: Janine hat für den Sport ihren durchaus guten Job im Bürgerservice der Gemeinde Rum aufgegeben. Und dort würde sie sich auch wieder wohlfühlen, wenn ihre Karriere einmal zu Ende ist. „Oder eben ein Job, der mit richtiger Ernährung und Sport zu tun hat…“ Janine Flock ist stolz, eine ordentliche Berufsausbildung als Bürokauffrau abgeschlossen zu haben. „Da stehen mir schon einige Wege offen…“ Von Vonn bis Ibrahimovic Als Vorbild nennt Janine ihre unmittelbare Konkurrentin, die englische Olympiasiegerin und Europameisterin Lizzy Yarnold. „Die ist eine extreme Perfektionistin wie Lindsey Vonn“, vergleicht die Tirolerin. „Doch Lindsey bewundere ich auch für ihr unglaubliches Comeback.“ Auch die doppelten Olympiasieger im Rodel-Doppelsitzer, Wolfgang und Andreas Linger, reiht sie ganz vorne ein in der Liste der Vorbilder. Und der Fußball kommt nicht zu kurz: „Zlatan Ibrahimovic taugt mir total! Der ist eine extreme Persönlichkeit und sagt immer, was Sache ist.“ Würde sie dem schwedischen Topstar begegnen, würde sie ihm eine ganz bestimmte Frage stellen: „Wie ist das Gefühl, wenn man aus ganz armen Verhältnissen kommt und dann so viel erreicht?“ Generell bewundere sie Sportler, die nach Rückschlägen wieder stark zurückkommen. „Selber war ich ja nie verletzt“, sagt sie vorerst. Und dann zählt sie auf: Ein Bandscheibenvorfall nach einem Sturz vor zehn Jahren, ein Bänderriss da, eine gebrochene Zehe dort…“ Gut, manche Dinge gehören eben verdrängt, wodurch die Frage nach dem Umgang mit Verletzungen beantwortet ist, bevor sie überhaupt gestellt wurde…

Der Hunger aufs Rennen Schnellkraft, Konzentration und Kontrolle seien die wichtigsten Faktoren im Skeleton. „Du musst innerhalb einer Hundertstelsekunde das Richtige tun“, sagt Janine Flock. „Das ist oft Intuition, meistens ohne Denken.“ In Sotschi habe sie im ersten Lauf eben in einer einzigen Situation falsch reagiert und damit fast die Ernte einer ganzen Saison aufs Spiel gesetzt. Entscheidend seien auch die letzten paar Minuten vor dem Start. „In der Umkleidekabine visualisiere ich noch einmal die Bahn. Dann spür‘ ich schon das Kribbeln. Und dann nimmt der Hunger auf das Rennen von Minute zu Minute zu. Am Schluss gehe ich mit einer extremen Vorfreude an den Start.“ Die Einstellung ist immer positiv. Angst gibt es nicht. „Wohl aber Respekt. Und für einige Kurven braucht jede von uns ein gewisses Maß an Überwindung. Da musst du den Mut haben, den Schlitten laufen zu lassen.”

Janine Flock eboren: 25. Juli 1989 G Beruf: Heeressportlerin Motto: work hard & enjoy life Fährt Skeleton seit: 2004 Gold (2014) und zwei Mal Silber (2013, 2015) bei Europameisterschaften, Bronze bei der Junioren-WM (2010), Sieg im Gesamt-Weltcup (2014/15). Dazu kommt eine beinahe schon zweistellige Serie an österreichischen Meistertiteln: Janine Flock findet oft das richtige Maß zwischen Kontrolle und „Laufenlassen“, zwischen Respekt und Risiko. www.janine-flock.at

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Entgeltliche Einschaltung

Hannes Trinkl Abfahrtsweltmeister 2001 Kapitän der Sportfamilie

Teamgeist Die Energie AG unterstützt und fördert in ihrer Sportfamilie 15 Sportler aus Oberösterreich, die sich mit Topleistungen revanchieren. Kapitän ist der Abfahrtsweltmeister von 2001, Hannes Trinkl. Leistungswille, Zusammengehörigkeit und Authentizität zeichnen die Sportfamilie der Energie AG aus. www.sportfamilie.at

v.l.n.r. Jördis Steinegger, Schwimmen // Christina Staudinger, Ski Cross // Thomas Mayrpeter, Ski Alpin Viktoria Schwarz, Kanu-Flachwasser // Helmut Oblinger, Wildwasser Kanuslalom // Ana Roxana Lehaci, Kanu-Flachwasser // David Brandl, Schwimmen // Michael Hayböck, Skisprung // Lisa Zaiser, Schwimmen Yvonne Schuring, Kanu-Flachwasser // Vincent Kriechmayr, Ski Alpin // Andrea Limbacher, Ski Cross Violetta Oblinger-Peters, Wildwasser Kanuslalom // Stefan Spiessberger, Kitesurfing

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Wir denken an morgen


1

14

2

13

Evergreens Für eine ganze Reihe österreichischer Sportler ist die Sporthilfe ein verlässlicher Langzeit-Partner. Viele von ihnen waren mehr als ein Jahrzehnt aktiv und erfolgreich. Den Rekord hält die 22-fache GrasskiWeltmeisterin Ingrid Hirschhofer, die 30 Jahre lang von der Sporthilfe unterstützt wurde. Doch unter den Top 20 befinden sich auch sieben Olympiasieger: Roman Hagara (2x), Christoph Bieler (Team), Wolfgang Loitzl (Team), Emese Hunyady, Mario Stecher (2x Team), Wolfgang und Andreas Linger (2x im Doppelsitzer). Die Liste der Sporthilfe-Evergreens ist also auch eine Hitparade der Medaillensammler.

SPORTHILFE

20

von

bis

Jahre

30

1

Ingrid

Hirschhofer

Grasski

1982

2012

2

Markus

Moser

Skibob

1988

2013

25

3

Hans

Spitzauer

Segeln

1986

2009

23

4

Roman

Hagara

Segeln

1985

2008

23

5

Christoph

Bieler

Nordische Kombi

1995

2015

20

6

Christoph

Sumann

Biathlon

1994

2014

20

7

Helmut

Oblinger

Kanu

1993

2013

20

8

Emese

Hunyady

Eisschnelllauf

1985

2004

19

Wolfgang

Loitzl

Sprunglauf

1996

2014

18

Schiegl

Schiegl

Rodeln

1992

2010

18 18

9 10 11

Franz

Stocher

Rad

1988

2006

12

Sabrina

Filzmoser

Judo

1997

2014

17

13

Mario

Stecher

Nordische Kombi

1994

2011

17

14

Anja

Richter

Wasserspringen

1991

2008

17

15

Wolfgang

Linger

Rodeln

1998

2014

16

Andreas

Linger

Rodeln

1998

2014

16

16

Günter

Weidlinger

Leichtathletik

1995

2011

16

17

Michael

Buchleitner

Leichtathletik

1988

2004

16

18

Judith

Draxler-Hutter Schwimmen

1988

2004

16

19

Martin

Lachkovics

LA / Bob

1996

2011

15

20

Ludwig

Gredler

Biathlon

1992

2006

14

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Mario Stecher

Der richtige Zeitpunkt, zu gehen von RAIMUND FABI „Sei einfach der, der du bist, nicht mehr, nicht weniger. Ich möchte weitergeben, was ich erlebt habe.”

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Sein Weltcup-Debut gab Mario Stecher im Dezember 1993. Und er belegte auf Anhieb Platz sieben. Nur einen Monat später feierte er mit einem Rekordsprung als bis heute jüngster Sieger seinen ersten Weltcupsieg am legendären Holmenkollen. Damals war er 16. Was danach kam, ist Geschichte – eine für Österreich einzigartige. Sechs Olympiateilnahmen, zwei Olympiasiege 2006 und 2010, zwei WM-Titel 2011, insgesamt zehn Olympia- und WM-Medaillen und 12 Weltcupsiege. Nach 22 höchst erfolgreichen Jahren hängt einer der erfolgreichsten Nordischen Kombinierer 2015 seine Sprung- und Langlaufski endgültig an den Nagel und geht in den sportlichen Ruhestand. „Ausdauernd erfolgreich“ Ruhestand? Keineswegs! Mario Stecher steckt voller Tatendrang und hat eine Vielzahl an Visionen und geplanten Projekten. Das jüngste ist sein kürzlich veröffentlichtes Buch „Ausdauernd erfolgreich – ein autobiographischer Ratgeber“. Eines der nächsten ist der Abschluss seines Sportmanagement-Fernstudiums an der Uni Wismar. Vielleicht einmal die Trainerprüfung und eine zweite Karriere als Coach oder auch Vorträge und Seminare. „Alles ist möglich. Aber wenn, dann richtig. Auf keinen Fall oberflächlich, sondern intensiv.“ „Habe dieses Leben genossen“ „Ich wollte nie ein Buch schreiben, bis ich eines Tages vom Training nach Hause kam und im Gespräch mit meiner Frau Carina bemerkte, dass ich eigentlich unglaublich viel erlebt habe.“ Aber wenn schon ein Buch, dann eben anders. Wie seine Karriere sollte sein Buch etwas Besonderes werden.

Keine normale Biografie, sondern ein Leitfaden. Vom Erwerb von Kenntnissen, Definition von Plänen bis zu Herausforderungen, Strategien, Respekt, Emotionen und Erfolgen. „Mir ist es wichtig zu zeigen, wie man Höhen und Tiefen durchlebt, Motivation wiederfindet, Verantwortung übernimmt, Widerstandsfähigkeit beweist, Ausdauerfähigkeit erlernt, sich Problemen stellt und diese richtig aufarbeitet.“ Wer viel erlebt, hat viel zu sagen Stecher war schon immer einer, der mit seiner Meinung nicht hinter dem Berg gehalten, auch unangenehme Sachen angesprochen oder interne Kritik geübt hat. „Wenn man viel erlebt, hat man auch viel zu sagen. Sachen in sich hineinzufressen, ist nicht gut. Das blockiert und wird zur Last. Um als Spitzensportler gute Leistungen bringen zu können, musst du frei von Blockaden sein und vor allem Spaß haben. Den habe ich auch dadurch bis zur letzten Saison gehabt. Im Wettkampf und im Training. Ich bin froh über alles Erlebte. Auch wenn es manchmal nicht so gut gelaufen ist.“ Kein Rückschlag war zu groß „Wer am Boden liegt, kann aufstehen oder liegen bleiben“. Ein Sprichwort, das zwei Optionen anbietet. Die erste trifft bei kaum einem anderen Sportler öfter zu. Den großen sportlichen Erfolgen des Steirers stehen viele Niederlagen und Rückschlägen, gegenüber. Kaum ein anderer hatte so viele Verletzungen und Operationen. Zehn Mal wurde „Supermario“ am rechten Knie operiert – zehn Mal kam er stärker zurück. Wie bei der WM 2013 in Val di Fiemme, wo er wenige Wochen nach seiner neunten Knie-OP WM-Silber im Einzel holte: „Ich habe gelernt, mit Verletzungen und Niederlagen umzugehen.


Ich habe nie ans Aufhören gedacht, immer nur nach vorne geschaut. Nur wenn du positiv bleibst, kannst du ein Tief auch überwinden.“ Der richtige Zeitpunkt, zu gehen Die letzte Saison war verkorkst. Extrem sogar. Die Nicht-Nominierung für das letzte Weltcup-Springen vor der WM und auch für die WM war einer der größten Rückschläge in seiner Karriere, der einen langen Prozess des Nachdenkens eingeleitet hat und letztlich auch zum Rücktritt führte. „Auf den Tag genau 16 Jahre nach WM-Silber im Einzel in der Ramsau.“ Rücktritt von dem Sport, in den er so viel Herzblut hat fließen lassen: „Ich bin nicht oft stolz, aber als ich bei der steirischen Galanacht des Sports den Styrian Sports Award für mein Lebenswerk bekommen habe, war ich sehr stolz auf das, was ich in 22 wunderschönen und erfahrungsreichen Jahren erreicht habe. Ich möchte keine Sekunde, kein Erlebnis missen und mich bei allen bedanken, die mich unterstützt, betreut und immer wieder aufgerichtet haben. Es ist der richtige Zeitpunkt für einen Spurwechsel.“ Endlich Zeit für die Familie Seit 2008 ist Mario Stecher mit Carina, der Schwester von Benni Raich, glücklich verheiratet. Sie haben zwei gemeinsame Söhne, die ihren Vater jetzt richtig genießen können und auch beanspruchen. „Das ist ihr gutes Recht. Und jetzt habe ich auch endlich genügend Zeit, die Kinder intensiv zu erleben und für die Familie da zu sein. Das hat mir während meiner Karriere sehr gefehlt. Familie steht für mich weit über jedem sportlichen Erfolg und weit über anderen Dingen. Ohne Familie ist Erfolg erst gar nicht möglich. Nur wenn zu Hause alles stimmt, funktioniert auch der Rest.“

Nachhaltig geprägt Und wenn auch das restliche Umfeld passt. Neben der Familie spielen drei Personen eine entscheidende Rolle im erfolgreichen Leben des Mario Stecher. „Diese drei sollen auch erwähnt werden, weil sie in meinem Leben viel bewirkt haben.“ Sein langjähriger Jugend-Trainer Gerhard Niederhammer, der ihm bis zuletzt zur Seite stand, sein Trainer in Stams, Hanspeter Wallner, und ÖSV-Coach Baard Jörgen Elden. „Von ihm habe ich vor allem im Langlauf enorm viel gelernt.“ Neben seinen Trainern als wichtige Bezugspersonen waren aber auch das Bundesheer und die Sporthilfe wichtige Säulen in der langen und erfolgreichen Karriere.

Die Sporthilfe ist sensationell.

Sportler haben durch diese Förderungen ein zusätzliches fixes Einkommen und das ist nicht selbstverständlich. Wir können uns damit voll und ganz auf unsere Leistungen konzentrieren. Die Sporthilfe gibt uns einfach zusätzlich Sicherheit. Eine tolle Sache, vor allem, weil man eigentlich keine Verpflichtungen hat. Ich habe das immer wohlwollend zur Kenntnis genommen. Auch Veranstaltungen wie der Business Circle sind enorm

wichtig für uns. Wir haben dort die Möglichkeit, Kontakte zur Wirtschaft zu knüpfen. Wo hat man das sonst in diesem Rahmen. Ich hoffe, dass es die Sporthilfe in dieser Form noch länger gibt.

Mario Stecher, einer der erfolgreichsten Nordischen Kombinierer

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Begeisterung, Vielfalt und Kreativität Die Schulinitiative „Lust auf Obst” der Österreichischen Sporthilfe und SanLucar ist ein voller Erfolg.

„Meine Erfolge im Skisport wären ohne die richtige Ernährung nicht möglich gewesen.“ – Michi Dorfmeister

„Wir sind begeistert, wie sehr unsere gemeinsame Initiative angenommen wurde”, freuen sich Gerald Klug, Sporthilfe-Präsident und BM für Landesverteidigung und Sport, Sabine Oberhauser, Bundesministerin für Gesundheit, Michaela Dorfmeister, Testimonial der Schulinitiative, Gabriele Heinisch-Hosek, Bundesministerin für Bildung und Frauen, und Alexander Thaller, Geschäftsführer SanLucar Österreich.

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h u lwet t D ie S ie g e r im S c

b ewe r b

ste h e n fe st .. .

f Obst“

„Lust au Initiative

Schulwettbewerb mit tollen Preisen Ab jetzt können Kinder nach Lust und Laune so richtig Naschen – am besten fünfmal am Tag: buntes, geschmackvolles Obst und knackigfrisches Gemüse. Die Österreichische Sporthilfe und SanLucar fördern die ausgewogene Ernährung unserer Kinder mit dem großen Schulwettbewerb der Initiative „Lust auf Obst“. So unterstützen wir sie in ihrer Entwicklung: Denn unsere Kids sind auch die Spitzensportler von morgen.

Jetzt

anmelden und mitmachen!

Früh richtig Essen lernen – mit viel Spaß! Bei dem Wettbewerb werden Aktivitäten rund um Obst und Gemüse


Viel Bewegung und ausgewogene Ernährung spielen eine enorm wichtige Rolle in der Entwicklung jedes Kindes. Darum haben die Österreichische Sporthilfe und SanLucar an Volksschulen den Schulwettbewerb der Initiative „Lust auf Obst“ ins Leben gerufen. Und der Erfolg ist überwältigend: 330 Anmeldungen und zahlreiche Projekte von bestechender Vielfalt und Kreativität wurden eingereicht. Die Palette reicht von Musicals, Theaterstücken, Filmen, Songs, Tänzen und Gedichten bis zu besonderen Kochrezepten, Strickereien, gemalten Bildern und Collagen. Die Begeisterung, die den Kindern für ihre Projekte entfacht wurde, war gigantisch. 83 Projekte wurden allein von niederösterreichischen Schulen eingereicht, was wohl auch damit zusammenhängt, dass Michaela Dorfmeister die Aktion tatkräftig unterstützt. Die niederösterreichische Doppel-Olympiasiegerin ist die Botschafterin der Initiative „Lust auf Obst“: „Unglaublich, wie viele Schulen mitgewirkt haben, insbesondere aus Niederösterreich – dies zeigt die Begeisterungsfähigkeit unter Kindern für Obst“. Auch zehn Sonderschulen und einige Kindergärten haben am Wettbewerb teilgenommen. Das Ernährungsverhalten von Kindern wird schon sehr früh im Leben ausgebildet und ist oft richtungsweisend für ein ganzes Leben. Jedes vierte Kind in Österreich ist übergewichtig. Tendenz steigend. Das betrifft auch die Anfälligkeit für chronische Erkrankungen.

r näch sten ... un d si nd au f de

Aus diesen Gründen haben das Bundesministerium für Bildung und Frauen (BMBF) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) „Lust auf Obst“ auch von Beginn an unterstützt. Ein weit verbreitetes Bewusstsein für aktiven Lebensstil und für einen Speiseplan, auf dem Obst und Gemüse die Hauptrollen spielen, ist das Ziel der Aktion „Lust auf Obst“. „Wir möchten Österreichs Kinder fitter und gesünder machen. Dafür braucht es beides – mehr Bewegung und die richtige Ernährung“, sagt Sportminister und Sporthilfe-Präsident Gerald Klug. „Man kann nicht früh genug anfangen, den Kindern das vorzuleben“, ergänzt Michaela Dorfmeister. „Ich bin davon begeistert, wie sehr unsere gemeinsame Initiative angenommen wurde“, freut sich SanLucar Österreich-Geschäftsführer Alex Thaller über den Erfolg von „Lust auf Obst“. Ein enormer Erfolg, der auch nachhaltig sein soll: Schon jetzt laufen Gespräche über eine Verlängerung der Aktion. Das Design der erfolgreichen Schulkampagne und seine diversen Anwendungen wurden vom Wiener strategischen Designunternehmen Spirit Design umgesetzt.

Se ite ab ge bi ldet !

morgen.

Die Schulinitiative „Lust auf Obst“ hat schon im ersten Jahr unglaublich viele Lehrer und Schüler mobilisieren können. Wie erklären Sie sich das? Als wir die Aktion gemeinsam mit der Österreichischen Sporthilfe geplant und ins Leben gerufen haben, haben wir das aus einer gemeinsamen Überzeugung heraus gemacht, um einem aktuellen Trend aktiv entgegenzutreten: Jedes fünfte Kind in Österreich ist übergewichtig – Tendenz steigend. Unsere Initiative will Kindern frühestmöglich eine attraktive Alternative zu Burger, Soft Drink & Co bieten. Das Erfolgsrezept ist: die richtigen Impulse geben, hin zu mehr Bewegung und gesunder Ernährung. Und genau das haben wir mit „Lust auf Obst” geschafft. Dass wir mit so vielen Anmeldungen so viel Zuspruch haben würden, damit haben wir nicht gerechnet. Was ist Ihnen bei den zahlreichen Projekteinreichungen aufgefallen? Die Schüler haben sich gemeinsam mit ihren Lehrern bei vielen Projekten enorm ins Zeug gelegt. Da wurden neben zahlreichen Bastelaktivitäten auch gleich Eltern und teilweise die ganze Schule mit in die Projektarbeiten eingebunden – Musicals wurden inszeniert oder es gab einen schulweiten Obst-Thementag. In vielen Fällen war das Engagement unglaublich und hat gezeigt, dass wir mit „Lust auf Obst” ein wichtiges Anliegen thematisieren. Ich möchte mich auch nochmals bei allen Teilnehmern bedanken und bei all jenen, die aus dieser Initiative einen so großen Erfolg gemacht haben. Wird es im kommenden Schuljahr wieder einen Schulwettbewerb der Österreichischen Sporthilfe und SanLucar geben? Wir haben gesehen, dass wir mit unserer Initiative hierzulande sehr vielen Menschen aus der Seele sprechen. Aktuell sind vor allem in den Schulen Themen rund um einen gesunden Lebensstil sehr gefragt. Derzeit laufen Gespräche mit den beteiligten Partnern, um nächstes Jahr wieder mit einer attraktiven Aktion in die Schulen zu gehen. Wir verfolgen ein konkretes Ziel, die „Lust auf Obst”-Plattform zu erweitern und somit noch mehr Schüler, Lehrer und Eltern für einen gesunden und nachhaltigen Lebensstil zu begeistern.

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n e t n r ä K

morg

d n a l n e B u rg

Gefördert aus Mitteln der Europäischen Union

g r e b l r Vo ra

So sehen

Sieger aus!

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Gefördert aus Mitteln der Europäischen Union

k r a m r e Stei Die Preisträger der Schulinitiative „Lust auf Obst” Wien – VS Marco Polo (2B) NÖ – VS Hyrtlplatz / Mödling (2A) OÖ – VS St. Aegidi (1. Klasse) Salzburg – VS Oberweißburg/ St. Michael im Lungau (1./2. Stufe) morgen. • Tirol – VS Saggen/Innsbruck (2A) • Vorarlberg – VS Kirchdorf/Lustenau (2D) • Burgenland – VS Mörbisch am See (2A) • Steiermark – VS BIPS-Krones Graz (1B) • Kärnten – VS Ponfeld (1. Klasse) • • • •

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g r u b z l Sa OĂ–

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morgen.

T i ro l

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lädt Die Sporthilfe

n u R r e g a n a M zum im September Beim Manager Run treffen sich Österreichs TOP-Unternehmer und Experten aus Sport, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik auf und abseits der Laufstrecke zum Austausch und Networken.

Management Beim SBC-Symposium erwarten Sie namhafte Referenten mit spannenden Vorträgen zum Thema „Management und Fitness“.

Gesunde Führungskräfte – gesunde Unternehmen Psychische und physische Gesundheit von Führungskräften haben direkten Einfluss auf die „Gesundheit des Unternehmens“ – und damit auch auf den Unternehmenserfolg. Diese Thematik wird im Rahmen des Sport & Business Circle Symposium „Management & Fitness“ am 28. September im UniCredit Center Kaiserwasser aufgegriffen. Im Anschluss begeben sich die Zuhörer gemeinsam auf die Laufstrecke des Manager Runs 2015. TOP-Manager und Referenten Beim Sport & Business Circle Symposium „Management & Fitness“ treten im September prominente Sportler, TOP-Manager und renommierte Wirtschaftstreibende miteinander in Dialog. Namhafte Referenten liefern Denkanstöße und präsentieren Best PracticesBeispiele, wieso die psychische und physische Gesundheit von Führungskräften auch ein entscheidender Faktor für den Erfolg des Unternehmens ist. Beim anschließenden Manager Run werden dann die Laufschuhe geschnürt. Umrahmt vom herrlichen Ambiente des

Kaiserwassers und der Alten Donau finden Führungspersönlichkeiten die Möglichkeit, sich abseits von Büro und Alltag mit Kunden, Partnern und anderen Persönlichkeiten auszutauschen. Bei der abendlichen After Run Party in entspannter Atmosphäre werden schließlich charmant und ungezwungen Kontakte geknüpft. Der Athlet des Lebens Psychische und physische Fitness im Alltag zu erhalten oder gar aufzubauen, verlangt in der heutigen, schnelllebigen und von unmittelbarer Kommunikation dominierten Welt einen gezielten Fokus und konkrete Planung, ähnlich der eines Athleten in seiner Wettkampfvorbereitung. Diese beinhaltet vier Säulen, auf die sich ein Athlet hauptsächlich konzentriert und welche sich auch im betrieblichen Umfeld implementieren lassen – Bewegung, Ernährung, Regeneration und Mindset. Konsequent im unternehmerischen Kontext umgesetzt, ergeben diese vier Säulen einen Teamund Gesundheitsgedanken, der jeden Unternehmensbereich durchströmt und Produktivitätssteigerung und Wettbewerbsvorteile verspricht.

& Fitness

Mit R1 haben wir einen neuen Partner für den Manager Run gewinnen können. R1 Personal Coaching und R1 Consulting für Betriebliches Gesundheitsmanagement bieten mehr als eine neue Variante von „Schön und schlank in 3 Wochen“: R1 arbeitet nach neuesten sportwissenschaftlichen Erkenntnissen nicht nur an der sportlichen Fitness seiner Kunden. Die individuellen Trainingsprogramme holen jeden Einzelnen vielmehr bei seinem aktuellen persönlichen Leistungsniveau ab und binden die elementaren Komponenten für ein persönliches Wohlbefinden ein: Prävention, Regeneration, Ernährung, Resilienz und mentale Stärke! Impulse aus dem Leistungssport werden umgesetzt in konkrete und einfach nachvollziehbare Maßnahmen und Anleitungen, die es leichter machen, die täglichen Anforderungen im Alltag zu meistern. Beim Symposium in Wien referieren wird Philipp Heider, Leiter des R1 Studios Starnberg zum Thema „Athlet des Lebens“.

Weitere Informationen zum Manager Run unter www.sporthilfe.at

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Unterstützung geht in die Verlängerung Mit der Förderung junger Sporttalente auf dem Weg an die Spitze setzt die Österreichische Sporthilfe ein Zeichen für eine positive und zukunftsorientierte Jugend. Talentierte und leistungsbereite junge Sportler sollen kontinuierlich und nachhaltig gefördert werden. Ziel ist es, österreichischen Nachwuchshoffnungen den Traum vom Spitzensport zu erfüllen und eine Verbesserung der Bedingungen im österreichischen Nachwuchssport herbeizuführen. Im Vordergrund des Patenschaftsprogramms stehen die individuelle Beziehung und Interaktion zwischen Paten und Sportler. Der Pate begleitet seinen Schützling auf seinen sportlichen Werdegang und ermöglicht damit nicht nur eine materielle, sondern verstärkt auch eine ideelle Förderung. Werden auch Sie Pate und begleiten ein österreichisches Nachwuchstalent auf dem Weg zur internationalen Spitze! Alle Informationen dazu finden Sie auf unserer Homepage www.sporthilfe.at! Folgende Patenschaften wurden 2015 um eine weitere Saison verlängert: Georg Schwab – Paracycling/ Para Snowboarding & Müller Transporte Nach einem Snowboardunfall im März 2009 war die Diagnose der Ärzte ernüchternd: inkomplette Querschnittlähmung Verletzungshöhe C3. Auch die Prognose war alles andere als ein schöner Blick in die Zukunft für den Staatlich geprüften Lehrwart für Mountainbike, Snowboard, Fitsport Snowboard- und Skilehrer: Rollstuhl!

Doch Georg Schwab kämpfte sich zurück auf seine Beine und ins Leben. Im Behindertensport schaffte er am Rad und am Snowboard den Sprung ins Nationalteam und unter die Top 10 der Weltranglisten. Mit Fritz Müller hat er seit vielen Jahren einen verlässlichen Paten an seiner Seite. Dass die beiden jetzt über die Patenschaft hinaus ihr neues, gemeinsames Coachingprogramm „Find your way“ starten, unterstreicht, wie intensiv und individuell das Patenschaftsprogramm ist. Bei „Find your way“ handelt es sich um ein einzigartiges Projekt mit Fokus auf Schulen und Jugendeinrichtungen die Georg besucht und in Vorträgen und Projektstunden über den Umgang mit unerwarteten Lebensereignissen, Krisensituationen und seinen Weg in die Welt des Spitzensports berichtet.

b Georg Schwa M ü ll e r z it r F r o t n e m it M ©Thomas Preiss

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„Ich bin sehr froh und dankbar, mit Fritz nicht nur einen sehr treuen und loyalen Paten, sondern auch einen guten Freund gefunden zu haben!” http://www. georg-schwab. blogspot.co.at/ und www.findyourway.at

Andreas Onea – Paraschwimmen & Obst und Gemüse

Andreas war gerade einmal 6 Jahre alt, als er 1998 als Folge eines schweren Autounfalls seinen linken Arm verlor. Anfangs als therapeutische Maßnahme angedacht, entwickelte sich der DeutschWagramer im Schwimmsport immer mehr zum Leistungssportler. Mittlerweile ist der 22-jährige Profisportler und Moderator des Behindertensportmagazins „Ohne Grenzen“ (ORF Sport+). Mit Wiegert Obst & Gemüse steht in der mittlerweile dritten Saison ein zuverlässigen Pate an seiner Seite. „Dank der Patenschaft mit Wiegert Obst & Gemüse kann ich mir wichtige Trainingslehrgänge finanzieren, die mich auf meinem Weg zu den Paralympics in RIO 2016 einen Schritt voranbringen.“

Paula Schmidl – Fechten &

Auch die Patenschaft zwischen Degenfechterin Paula Schmidl und Zalando SE geht in die Verlängerung. Nicht nur das, sie wurde sogar verstärkt, damit sich die 18-jährige optimal auf ihre Wettkämpfe vorbereiten kann. Die Linzerin, die bei den Staatsmeisterschaften im Mai den Titel im Degen-Bewerb holte, wird im Juni bei den European Games an den Start gehen. Dort strebt sie bei dem erstmals stattfindenden Wettkampf eine Top 8-Platzierung an.


Kornspitz®-Sportdirektor Christoph Sumann durfte neben den deutschen Stars Fabian Hambüchen (Turnen), Laura Dahlmeier (Biathlon) und Tatjana Pinto (Leichtathletik) u.a. auch die rot-weiß-roten Aushängeschilder Simon Eder (Biathlon), Ivona Dadic und Dominik Distelberger (beide Leichtathletik) begrüßen.

Das Kornspitz

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Sporthilfe Team bei den 1. Kornspitz Action-Days ®

Die ersten Kornspitz®-ActionDays der Geschichte haben genau das gehalten, was sie versprochen haben: Jede Menge Spaß und besonders viel Action. Mehr als 20 Athleten des Kornspitz®-Sport-Teams aus 3 Nationen und 10 Sportarten sind der Einladung nach Oberösterreich gefolgt und sollten ihr Kommen nicht bereuen. Mit 430 PS rasten die Sportler durch die 2-tägigen Action-Days. Kornspitz Sporthilfe Team Bereits seit 2013 unterstützt Kornspitz® im Rahmen einer Patenschaft Athleten aus unterschiedlichsten Sportarten – von Leichtathletik, Schwimmen bis Wasserski ist alles dabei.

Christoph Sumann als „Mädchen für alles“ Es gab einen regen Austausch zwischen den Sportlern aus verschiedenen Sportarten, Ländern und Altersgruppen. Genau das ist die Idee, die hinter diesem Kornspitz®-SportTeam steckt. „Wie sehr hätte ich mir genau so etwas gewünscht, als ich noch ein junger Athlet war. Jetzt bin ich für die Athleten quasi das Mädchen für alles“, meinte Sportdirektor Sumann nach der Premiere der Action-Days.

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Alumniclub der Österreichischen Sporthilfe

Prominente Neuzugänge beim emadeus-Club Die Mitgliedsbeiträge der emadeus-Mitglieder werden gezielt eingesetzt, um jungen Talenten bei der Entfaltung ihres Potenzials finanziell unter die Arme zu greifen. Viele ehemalige Sportler erinnern sich noch gut daran, wie wichtig finanzielle Zuwendung zu Beginn der sportlichen Karriere ist. Mit emadeus, dem Club der ehemaligen Spitzensportler, werden einstige Champions zu Förderern junger Sieger von morgen.  

mann C h ri s t o p h S u Christoph Sumann – Biathlon Mit insgesamt 3 Medaillen bei Olympischen Spielen und 4 bei Weltmeisterschaften ist Christoph Sumann einer der erfolgreichsten Athleten der Österreichischen Sporthilfe. 2014 beendete der heutige ORF-CoModerator und Experte sowie Kornspitz®Sportdirektor seine Karriere. Die österreichische Sporthilfe war dem Steirer ein langjähriger und treuer Wegbegleiter. So war es für „Sumi“ ein Leichtes, jetzt dem emadeus-Club beizutreten. „Da ich selbst über viele Jahre Förderung und Unterstützung der Sporthilfe erhalten habe, kann ich jetzt im Rahmen des emadeus-Clubs meinen Teil zur Nachwuchsförderung beitragen. Das hat mich dazu motiviert, neben vielen weiteren Ex-Sportlern dem emadeus-Club beizutreten.”

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Mario Stecher – Nordische Kombi Doppelolympiasieger. Doppelweltmeister. 12 Weltcupsiege. 21 Weltcupsaisonen. 6 Olympiateilnahmen. Weltrekord. Denn mit seinem Sieg im zarten Alter von nur 16 Jahren ist er nach wie vor der jüngste Sieger aller Zeiten am Holmenkollen. Das ist die Kurzfassung der unglaublichen Karriere des Mario Stecher. Stets an seiner Seite: die österreichische Sporthilfe. Und Mario ist einer der wenigen Athleten, die die „20 Jahresmarke“ der Förderung geknackt haben.

Weitere Neuzugänge:

tz e r A n d re a s G e ri Andreas Geritzer – Segeln Bild: Andreas gewinnt Silber in der Laserklasse bei den Olympischen Spielen in Athen 2004

r M a ri o S t e c h e „Es waren 20 intensive Jahre mit vielen Höhen und Tiefen. Die Sporthilfe hat mich mein ganzes Sportlerleben lang begleitet. Durch die Mitgliedschaft im emadeus-Club habe ich jetzt die Chance, die Sieger von morgen zu unterstützen. Außerdem bleibt man dadurch mit Sportlerkollegen in Kontakt, was auch eine super Sache ist.”

e r- R o D o ri s S ch w a ig

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Doris Schwaiger-Robl – Beachvolleyball Europameisterin 2013 Bild: Doris jubelt über EM-Gold am Centercourt in Klagenfurt

ger W e rn e r S ch la Werner Schlager – Tischtennis Weltmeister 2003 Bild: Werner am Höhepunkt seiner Karriere – WM-Einzelgold in Paris 2003


Steuer- und Rechtstipps Steuerberater Mag. Wolfgang Piribauer und Rechtsanwalt Dr. Harald Christandl geben Athleten in Go for Gold wertvolle Steuer- und Rechtstipps

Gute Nachrichten für Sportler durch die Steuerreform!

Beschränkte Haftung?

Die Steuerreform bringt ab dem Jahr 2016 niedrigere Steuertarife in der Einkommensteuer. Der Einstiegssteuersatz sinkt von 36,5 % auf 25 %. Steuerpflicht besteht weiterhin ab einem steuerpflichtigen Einkommen von 11.000 EUR pro Jahr. Die Tarifentlastung soll im Durchschnitt rund 1.000 EUR pro Steuerpflichtigen betragen.

Immer mehr Sportler sind auch als Unternehmer tätig, wobei aufgrund der Risikobeschränkung der Trend hin zur Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) steigt. Eine GmbH bedeutet jedoch nicht immer eine Beschränkung einer Haftung.

Die Sozialversicherungserstattung (bisher Negativsteuer) für Arbeitnehmer mit niedrigem Einkommen (unter 11.000 EUR pro Jahr) wird bereits im Jahr 2015 verdoppelt und wird somit bereits heuer maximal 220 EUR betragen. Ab 2016 beträgt die Gutschrift dann bis zu 400 EUR. Die Erstattung erfolgt im Wege der Arbeitnehmerveranlagung. Selbständige und Landwirte, die keine Einkommensteuer zahlen, können ab 2016 maximal 110 EUR Rückerstattung bei der zuständigen Sozialversicherung beantragen.

Steuerberater Mag. Wolfgang Piribauer

Der Kinderfreibetrag von derzeit 220 EUR wird ab dem Jahr 2016 auf 440 EUR pro Kind erhöht. Bei Geltendmachung durch beide Elternteile soll der Freibetrag künftig jeweils 300 EUR statt bisher 132 EUR betragen. Der Kinderfreibetrag kann nur über die Einkommensteuererklärung oder Arbeitnehmerveranlagung vom Finanzamt zurückgefordert werden. Viele Sportler können neben ihrem Training nur eine Teilzeitbeschäftigung ausüben und haben daher ein geringes steuerpflichtiges Einkommen. Auch wenn vom Dienstgeber während des Jahres nie Lohnsteuer abgezogen wurde, erhalten Sie die oben angeführten Gutschriften, wenn Sie eine Arbeitnehmerveranlagung machen!

Mag. Wolfgang Piribauer ist Steuerberater und Partner bei TPA Horwath.

Immer öfter werden Geschäftsführer einer GmbH auch persönlich für wirtschaftliche Fehlentwicklungen verantwortlich Rechtsanwalt Dr. Harald Christandl gemacht und für Schäden der Gesellschaft, der Gesellschafter oder gesellschaftsfremder Dritter in Anspruch genommen. Insbesondere die strafrechtliche Verantwortung von Geschäftsführern gewinnt zunehmend an Bedeutung. Geschäftsführer haben nicht nur einen strengen Sorgfaltsmaßstab einzuhalten, sondern sehen sich darüber hinaus mit einer Vielzahl von Vorschriften des privaten und öffentlichen Rechts konfrontiert, deren Verletzung sowohl straf-, zivil- als auch verwaltungsrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen kann. Im strafrechtlichen Bereich besteht einer persönliche Haftung des Geschäftsführers beispielsweise bei Kridadelikten, wissentlichem Befugnismissbrauch oder dem Nichtabführen von Steuern und Sozialversicherungsabgaben. Auch bei Verstößen gegen Verwaltungsvorschriften (Gewerbeordnung, Arbeitsrecht etc) können Strafen drohen. Der Geschäftsführer haftet weiters bei unrichtiger Wiedergabe der wirklichen Verhältnisse seiner Gesellschaft oder Verschweigung erheblicher Umstände. Außerdem haftet der Geschäftsführer einer GmbH persönlich, wenn er die Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft nicht rechtzeitig erkennt und die Eröffnung des Insolvenzverfahrens nicht oder verspätet beantragt. Durch unternehmerische Sorgfalt und Einhaltung der Gesetze kann das Risiko jedenfalls minimiert werden.

Dr. Harald Christandl ist Rechtsanwalt bei Christandl und Partner Rechtsanwälte.

TPA Horwath ist eines der führenden Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen in Österreich. Das Angebot umfasst Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung und Unternehmensberatung. Die TPA Horwath-Gruppe ist neben Österreich in zehn weiteren Ländern in Mittel- und Südosteuropa tätig: Albanien, Bulgarien, Kroatien (exklusiver Kooperationspartner), Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn. Rund 1.000 Mitarbeiter kümmern sich an 25 Standorten in elf Ländern um die Anliegen ihrer Kunden.

Die Rechtsanwaltskanzlei Christandl wurde im Jahr 1988 von Dr. Harald Christandl gegründet. Derzeit stehen den Mandanten acht Juristen, zahlreiche fachkundige Sachbearbeiter und eine adäquate Inkassoabteilung zur Verfügung. Durch Anbindung an modernste Datenbanken und das Zugreifen auf entsprechende Netzwerke ist die Kanzlei in der Lage, sämtliche juristischen Anforderungen von Einzelpersonen, Klein- und Mittelbetrieben sowie Großkonzernen abzudecken.

Weitere Informationen: www.tpa-horwath.com

Weitere Informationen: www.christandl.at

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STEIRISCHE GALA NACHT DES SPORTS 2015

Sportler des Jahres Vinzenz Höck, Kunstturnen

Behindertensportlerin des Jahres Heike Koller, Tischtennis

Trainerin des Jahres Evelyn Fauth, Tennis

Sportlerin des Jahres Daniela Iraschko-Stolz, Skispringen

Mannschaft des Jahres Steirische Auswahl JG 98, Handball

Special Olympic Sportler Wolfgang Troger, Tennis

Behindertensportler des Jahres Christoph Lebelhuber, Ski Alpin

Trainer des Jahres Benno Poduschka, Kunstturnen

Styrian Sports Award Mario Stecher, Nord. Kombination

powered by Energie Steiermark

Claudia Riegler und Fritz Strobl mit den Nachwuchssportlern Sophia Wöhri und Lucas Birnbaum.

Der Scheck in Höhe von 30.000,- Euro für den steirischen Sport wurden von Dr. Walter Walzl (GF Kleine Zeitung) an Anton Schutti (GF Österreichische Sporthilfe) übergeben.

EHRUNGEN DER KLEINEN ZEITUNG

Beliebteste Nachwuchssportlerin Sophia Wöhri, Laufsport Beliebtester Nachwuchssportler Lucas Birnbaum, Eishockey Ehrenpreise d. LSO Steiermark Marion Kreiner, Snowboard Mag. Veronika Windisch, Short Track Franz Roth, Eis- und Stocksport

Skispringerin Daniela Iraschko-Stolz wurde zum zweiten Mal in Folge als Sportlerin des Jahres ausgezeichnet. BM Gerald Klug, LH Franz Voves und LH-Stv. Hermann Schützenhöfer gratulierten.

Vinzenz Höck – Sportler des Jahres 2015 – stellte sogleich sein Können unter Beweis..

Der Styrian Sports Award - quasi die Auszeichnung für das sportliche Lebenswerk – wurde in diesem Jahr an Mario Stecher überreicht.

Die bewegende Laudatio mit vielen lustigen Anekdoten hielt eine weitere Sportgröße: Christoph Sumann

Die Ehrenpreise der LSO Steiermark wurden an Marion Kreiner, Mag. Veronika Windisch und Franz Roth verliehen.

BM Gerald Klug und LH Franz Voves hatten sichtlich Spaß.

In der neuen Kategorie „Special Olympics Sportler des Jahres” wurde Wolfang Troger durch DI Wolfgang Malik (Holding Graz) augezeichnet.

Behindertensportlerin des Jahres wurde Heike Koller (Tischtennis).

Christoph Lebelhuber wurde als Behindertensportler des Jahres geehrt.

Für Sommerfeeling sorgte LEMO mit seinem Hit „Vielleicht der Sommer“.

Die Dance Production Graz begeisterte mit ihrer Performance das Publikum.

Nicht zu übersehen war die Steirische Auswahl JG 98, die als Mannschaft des Jahres den Preis entgegennahm.

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SKI FOR GOLD CHARITY RACE DER ÖSTERR EI C HI SC HEN SP O RTHI LF E Es war die perfekte Ouvertüre für das Night Race in Schladming: 92 begeisterte Skifahrer aus allen Gesellschaftsbereichen nahmen das Charity Race der Österreichischen Sporthilfe SKI FOR GOLD am Montag (26.1.) im Planai-Stadion in Angriff. Der Reinerlös von 20.000 Euro kommt dem österreichischen Ski-Nachwuchs zugute.

„Mister Riesentorlauf“ Hans Enn & Doppel-Olympiasiegerin Michaela Dorfmeister

Snowboardweltmeisterin Claudia Riegler & Hans Knauss

Vorweg die Schnellsten dieses Riesentorlaufs: Doppel-Olympiasiegerin Michaela Dorfmeister bei den Damen und der ehemalige österreichische „Mister Riesentorlauf“ Hans Enn bei den Herren. Doch diese Wertung war beim SKI FOR GOLD nur sekundär, denn der Sieg ging an jenes Viererteam, das der Durchschnittszeit des gesamten Feldes am nächsten kam. Einmal mehr stellten sich Olympiasieger, Weltmeister und Prominente aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Sport in den Dienst der guten Sache. Die frischgebackene Ski Cross-Weltmeisterin Andrea Limbacher zählte zu den Besten. Claudia Riegler, die ebenfalls vergangene Woche am Kreischberg Gold gewonnen hatte, konnte ihr wegen einer Erkältung nur vom Zielraum aus zujubeln. Weitere prominente Teilnehmer: Hans Knauss, Christian Mayer, David Zwilling, Christian Hoffmann, Stefan Koubek, Clemens Trimmel, Toni Polster, Michael Konsel, Otto Konrad, Franz Stocher, Hans-Peter Steinacher, Andreas Hagara, Andy Lee Lang, Uwe Kröger und Vera Russwurm. Im Zuschauerraum hielten Gregor Glanz, JazzGitti und Elke Winkens die Daumen.

1. Sport & Business Circle im Zuge des Kongresses SPORT & MARKE 21. April 2014 | Hilton Vienna Danube Waterfront Die Österreichische Sporthilfe und 248 Testimonials

Bei der Breakfast-Session im Zuge des Kongresses SPORT & MARKE am 21. April 2015 startete die Österreichische Sporthilfe dank der Kooperation mit dem ESB Marketing Netzwerk und SPORT & RECHT als Forumpartner mit ihrem Sport & Business Circle ins neue SBC-Jahr. Den Vormittag eröffneten interessante Vorträge rund um „Die Werbelieblinge Österreichs – Testimonials im Imagevisier” und „Hans Krankl‘s Charmeoffensive für Sky”, ehe ein 1:1 Talk zum Thema „Professionelle Arbeit neben dem Platz” Einblicke in die wichtigen Bausteine erfolgreicher Kommunikation aufzeigte. Zum Abschluss folgte noch ein Vortrag von Mercedes Benz mit dem Titel „Weltmeisterliche Kommunikation auch abseits des Fußballplatzes”. Mittendrin die Österreichische Sporthilfe und 248 Testimonials. Als herausragende Beispiele für Testimonials im Umgang mit dem Social Web präsentierten sich Snowboard-Olympiasiegerin Julia Dujmovits und der zweifache Beachvolleyball-Europameister Clemens Doppler. Neben den beiden aktiven Sportlern standen mit Mag. Nik Berger (Europameister Beachvolleyball 2003, Bundesministerium für Landesverteidigung und Sport) und Michael Holzer (Geschäftsführer mensch & marke) zwei weitere hochkarätige Podiumsgäste aus Sport und Wirtschaft als Gesprächspartner unserer Sporthilfe-Moderatorin Veronika Kratochwil Rede und Antwort.

Foto von links: Clemens Doppler, Michael Holzer, Julia Dujmovits, Veronika Kratochwil, Nik Berger

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Partner-Update Neue Partner für die Österreichische Sporthilfe

Sport trifft auf IT-Business

Johann Martin Schachner, Atos Countrymanager Österreich Atos ist neuer Partner der Österreichischen Sporthilfe Seit Anfang April 2015 ist Atos offizieller Silber-Partner der Österreichischen Sporthilfe. Gemeinsames Ziel ist die Unterstützung junger Spitzenathleten und Nachwuchstalente. Anton Schutti, Geschäftsführer der Österreichischen Sporthilfe, begrüßt die Kooperation mit dem internationalen IT-Dienstleister Atos: „Als gemeinnütziger Verein fördert die Österreichische Sporthilfe Österreichs Sportler mit und ohne Behinderung. Es freut mich besonders, dass wir mit Atos erneut ein sozial engagiertes Unternehmen als Partner gewinnen konnten.“

Sport spielt seit vielen Jahren eine große Rolle für Atos. Das kommt einerseits daher, dass der IT-Dienstleister seit rund zwölf Jahren als offizieller weltweiter IT-Partner der Olympischen und Paralympischen Spiele für alle technischen Belange dieses Großevents verantwortlich zeichnet. Andererseits sind Fitness und Bewegung Bestandteile der Mitarbeiter-Initiative Wellbeing@Work: „Sport verbindet, motiviert und aktiviert Menschen. Gleichzeitig wird dadurch der Zusammenhalt gestärkt und der Teamgeist gefördert – das sind Werte, die uns besonders wichtig sind. Darüber hinaus sehen wir es als unsere Aufgabe, ein Stück Verantwortung für die nächste Generation mitzutragen. Aus diesem Grund freuen wir uns, als Partner der Österreichischen Sporthilfe heimische Nachwuchssportler unterstützen zu können“, erklärt Johann Martin Schachner, Country Manager Österreich, Atos.

Werner Knausz, ARA-Vorstand

Stephan Braunegg, geschäftsführender Gesellschafter

ARA (Altstoff Recycling Austria) – neuer Silberpartner der Sporthilfe

Rohrmax – neuer Bronzepartner der Sporthilfe

Seit mehr als 20 Jahren steht die ARA für Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Als Österreichs Marktführer unter den Sammel- und Verwertungssystemen für Verpackungen organisieren wir die Sammlung, Sortierung und Verwertung von Verpackungsabfällen flächendeckend in ganz Österreich. Wir recyceln mehr als 800.000 Tonnen Verpackungen pro Jahr und sparen der Umwelt damit jährlich 670.000 Tonnen CO2. Dabei zählen wir auf unsere Partner und auch auf das Engagement der Bevölkerung und deren Bereitschaft zur Mülltrennung. Wir wissen aber, dass gerade Jugendliche bei Umweltthemen noch Aufholbedarf haben. Daher setzen wir auf das Thema Sport und Events, um diese Zielgruppe zu erreichen.

RohrMax ist eines der führenden Kanalreinigungs- und Kanalsanierungsunternehmen in Österreich. Das Angebot umfasst Verstopfungsbehebungen, Absaugen und Reinigen von Öl-, Benzin- & Fettabscheidern, Kanal-TV-Untersuchungen, Dichtheitskontrollen von Kanälen und Schächten sowie die aufgrabungsfreie Sanierung mittels Inliner.

„Als Partner der Sporthilfe unterstützen wir zum einen junge Talente auf ihrem Weg an die Spitze und zum anderen nutzen wir die Vorbildwirkung der Topathleten für unsere Anliegen im Bereich Umweltschutz”, so Werner Knausz, Vorstand Altstoff Recycling Austria AG.

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In den vier Niederlassungen Wien, Graz, Linz und Villach stehen Ihnen rund 250 Mitarbeiter mit über 120 Fahrzeugen zur Verfügung. „Wir sind Bronzepartner der Sporthilfe geworden, weil wir durch frühere Ausübung eines Leistungssports (Hockey) wissen, wie wichtig die Unterstützung von Sponsoren für Sportler und deren Vereine ist. So hoffen wir, einen kleinen Beitrag zu leisten, um Österreichs Aktiven die Ausübung ihres Sports zu erleichtern”, begründet Stephan Braunegg, geschäftsführender Gesellschafter die neue Partnerschaft.


Sporthilfe und ihre Partner in gemeinsamer Sache

v.l.: Daniel Gmeiner (Leitung Kooperationen Sporthilfe) Thomas Geierspichler (Paralympics-Sieger ) Frenkie Schinkels (Ex-Fußballprofi) Matthias Franta (Center Manager Donau Zentrum)

Charity-Sprint im Donau Zentrum 5.000 Euro-Spendenscheck für die Österreichische Sporthilfe Mehr als 470 Teilnehmer traten von 14. bis 18. April 2015 zum „Unexpected Sprint“ an und unterstützten so das Paralympische Team für RIO 2016. Die Challenge lautete: Vom Schwedenplatz mit der U1 in nur neun Minuten nach Kagran in das Donau Zentrum zu fahren. Für jeden Teilnehmer, der sich bei der U-Bahn-Station Schwedenplatz einen Sprint-Pass bei den DZ-Promotoren holte und damit auf die Veranstaltungsfläche ARENA kam, wurden vom Donau Zentrum fünf Euro an die Österreichische Sporthilfe für das Paralympische Team der Sommerspiele in Rio de Janeiro 2016 gespendet.

Geschäftsführerin Ingrid Gerencser mit Sophie Wöhri und Lucas Birnbaum

Die Begrüßung erfolgte durch CEO Jan Trionow und Moderator Volker Piesczek

GEPA pictures mit vollem Einsatz bei den Events der Österreichischen Sporthilfe

Hutchison Drei Austria & Sporthilfe – Sport trifft Business

Seit vielen Jahren ist GEPA pictures Partner der Sporthilfe. Egal ob das Charity Race in Schladming, die LOTTERIENGala Nacht des Sports, der Manager Run oder unsere Sport & Business Circles. Die Fotografen der GEPA halten jeden Moment für die Sporthilfe fest.

Seit dem Frühjahr 2014 ist Hutchison Drei Austria GmbH Gold-Partner der Österreichischen Sporthilfe. Die Kooperation umfasst neben anderen Aktivitäten auch spannende sportliche Events für 3Businesskunden.

Bei der Steirischen Gala Nacht des Sports gab es für die Gewinner in der Kategorie NachwuchssportlerIn des Jahres als Überraschung einen Gutschein für einen 1-Jahres-Zugang zur Online-Bilddatenbank sowie für ein exklusives GEPAFotoshooting. Überreicht wurde dieser von GEPA picturesGeschäftsführerin Ingrid Gerencser.

Sport trifft Business – unter diesem Motto wird Drei jährlich mehrere Business Events für 3Businesskunden anbieten. Beim vergangenen Event im April erzählte eine der erfolgreichsten Bergsteigerinnen weltweit, Gerlinde Kaltenbrunner, was ihre Leidenschaft zu den Bergen in den letzten zwei Jahrzehnten in ihr bewirkt hat. Über 200 Gäste machten eine Pause vom Alltag und ließen sich von Österreichs bekanntester Alpinistin in die raue, aber faszinierende Welt der Berge entführen.

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Symbolfoto. Abb. zeigt evtl. Sonderausstattung/höherwertige Ausstattung. Aktionsangebot beinhaltet eine Händlerbeteiligung und ist an bestimmte Auslieferungsfristen gebunden, gültig nur für Privatpersonen, auf Lagerfahrzeuge, bei teilnehmenden CITROËN-Partnern, solange der Vorrat reicht. Stand Mai 2015. Unverbindlich empfohlener Richtpreis inklusive NoVA und 20 % USt. Aktion gültig bis 30. 06. 2015. Weitere Details bei Ihrem CITROËN-Partner. Druck- und Satzfehler vorbehalten. VERBRAUCH: 3,7 – 4,7 L /100 KM, CO2 -EMISSION: 89 –107 G / KM


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Go for Gold Magazin Ausgabe 1 2015  

Go for Gold - das Magazin der Österreichischen Sporthilfe

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