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In dieser Ausgabe: Ukraine / Russland – Reisebericht Leprakolonien Teil II Vojvodina – vom Säen und Pflanzen Haus der Hoffnung – Präsentationen 2014

An der Arbeit ... … sind die Menschen in den Selbsthilfeprojekten. Im Frühling muss gesät und gepflanzt werden, damit später die Ernte eingebracht werden kann. In der Vojvodina wird in den Gewächshäusern alles liebevoll gepflegt, damit die Pflanzen wachsen und gedeihen. Nicht nur in den Gärten und auf den Feldern, auch in die Herzen wird gesät, wie unser Mitarbeiter Laszlo Santa berichtet. Lesen Sie weiter auf Seite 3. Auf Seite 4 finden Sie den Terminplan für die Präsentationen „Haus der Hoffnung“ in diesem Sommer.

Zeitschrift

der

Osteuropamission Nr. 6, Juni 2014, 27. Jahrgang


Impressum

Liebe Missionsfreunde

Herausgeber: Osteuropamission – Österreich Auweg 51 4820 Bad Ischl Tel. 06132/28471 E-mail: osteuropamission@speed.at www.osteuropamission.at Bankverbindung: Oberbank Konto 171-1363.93 BLZ 15060 IBAN AT181506000171136393 BIC OBKLAT2L ZVR-Zahl 495900299

Macht euch nichts vor! Gott lässt keinen Spott mit sich treiben. Jeder Mensch wird ernten, was er gesät hat. Wer auf den Boden der menschlichen Selbstsucht sät, wird von ihr den Tod ernten. Wer auf den Boden von Gottes Geist sät, wird von ihm unvergängliches Leben ernten. Wir wollen nicht müde werden zu tun, was gut und recht ist. Denn wenn die Zeit da ist, werden wir auch die Ernte einbringen; wir dürfen nur nicht aufgeben. Solange wir also noch Zeit haben, wollen wir allen Menschen Gutes tun, besonders denen, die mit uns durch den Glauben verbunden sind. Galater 6,7-10

Kinderpatenschaften „Haus der Hoffnung“: Elisabeth Landgraf Höribachstr. 46 5310 St. Lorenz E-mail: beth.lisa@gmx.at Tel. 06232/2257 Medieninhaber: Mag. Josef Jäger Auweg 51 4820 Bad Ischl Verlagspostamt: Sponsoring Post GZ 02Z030205 S 4820 Bad Ischl PARTNERORGANISATIONEN: OSTEUROPA MISSION Postfach 43 CH-8624 Grüt Schweiz Osteuropa Misjonen Norwegen Kelet-Európa Misszió Ungarn Shidno Evropejska Misija Ukraine Istocno Evropejska Misija Serbien Eastern European Mission Kosovo Eastern European Mission Georgien Die Osteuropamission ist ein überkonfessionelles Missionswerk, das sich zum Ziel gesetzt hat, das Evangelium in Osteuropa zu verbreiten. Unsere Missionsnachrichten senden wir gerne jedem zu, der daran interessiert ist. Der Nachdruck der hier veröffentlichen Texte ist nur mit Quellenangabe gestattet. Wir bitten um Übersendung von zwei Belegexemplaren. Die Missionsnachrichten erscheinen monatlich. Alle Spenden an die Osteuropamission sind von der Steuer absetzbar.

Säen und Ernten Wir sind mitten im Frühling, die Natur ist zu neuem Leben erwacht. Alles ist grün und fängt an zu blühen. Auch die Menschen scheinen neu aufzuleben. Sie verlagern ihre Aktivitäten vermehrt ins Freie und die Schrebergärten haben Hochbetrieb, es wird wieder angepflanzt. Auch ich wurde irgendwie von diesem Virus befallen und habe, in einem Anflug von Begeisterung, Kartoffeln, Salat, Tomaten und anderes Gemüse angebaut - natürlich in der Hoffnung, dass es im Herbst eine reiche Ernte gibt. Dafür nimmt man so einiges in Kauf. Da wird, mit viel Schweiß verbunden, geharkt, geschaufelt, gejätet und bewässert, damit zum Schluss das eigene Gemüse auf dem Tisch landet. Denn nur wer sät, kann auch ernten und die Früchte davon genießen. Interessant ist, dass die Bibel dieses Bild immer wieder gebraucht, sowohl für das Geistliche wie das Natürliche. Da wo investiert wird, kann man auch eine Ernte erwarten, es bleibt nicht ohne Wirkung. Wird nichts investiert, sollte man sich auch nicht darüber wundern, dass es nichts zu ernten gibt. Auch im oben angeführten Bibeltext redet Paulus vom Säen und Ernten. Etwas Entscheidendes scheint in unserer Verantwortung zu liegen. Das Säen ist ein Bild für unsere Investition, die wir in etwas tätigen. Im persönlichen Christenleben müssen wir uns entscheiden, ob wir uns von Gottes Geist oder unseren selbstsüchtigen Wünschen leiten lassen. Wir können das eine oder das andere säen und es wird zum entsprechenden Resultat führen, zur logischen Konsequenz, Leben oder Verderben hervorbringen. Wenn ich also Kartoffeln anbaue, dann ernte ich schlussendlich Kartoffeln.

Wenn ich Unkraut säe, dann kann ich keine Kartoffeln erwarten. Wie wir leben und handeln, ist als Saat zu verstehen, die über unser Erdenleben hinaus zu einer Ernte führen wird. „Gutes tun“ ist ein Beispiel dafür. Wenn wir von unserem Überfluss etwas weggeben, um anderen zu helfen, mag dies zuerst wie ein persönlicher Verlust aussehen. Ich habe dann ja weniger für mich und kann mir weniger leisten. Die Bibel ermutigt uns jedoch, dies als Saat zu betrachten, die auf jeden Fall Frucht bringen wird. Das heißt, man muss die Perspektive ändern. Es ist nicht einfach weg, sondern investiert – und zwar in Menschen, die nicht die gleichen Möglichkeiten wie wir haben, damit sie eine Chance erhalten. Dies bleibt nicht ohne Wirkung, sondern wird diese Menschen und ihr Umfeld verändern und – es verändert auch uns. Zu geben befreit vom Klammern an das, was man nicht halten kann. Zu geben macht frei, die Dinge zu sehen, die man nicht mehr verlieren kann. Jesus sagt, dass selbst ein Glas Wasser nicht unbelohnt bleiben wird. Wenn wir mit dem, was wir tun, Hoffnung säen, dann wird diese Saat auch aufgehen, sowohl für uns selbst als auch für diejenigen, die empfangen. Deshalb: Solange wir noch Zeit haben, wollen wir allen Menschen Gutes tun, besonders denen, die mit uns durch den Glauben verbunden sind.

Christian Jungo Mitarbeiter OEM Schweiz


Reisebericht Leprakolonien Ukraine / Russland, Teil II (Fortsetzung des Berichts unseres ukrainischen Mitarbeiterteams in der Mai-Ausgabe)

Am 23. Oktober 2013 reisten wir weiter und fuhren 750 km durch Dagestan und die Kalmücken bis zur nächsten Kolonie. Während dieser Fahrt wurde der Bus viermal von Polizisten angehalten, die von allen mitreisenden Usbeken Geld forderten, bevor sie weiterreisen konnten. Uns Ukrainer ließen sie Gott sei Dank in Ruhe. Schließlich erreichten wir Astrachan, der einzige Ort, wo sich die Leprakolonie nicht fernab der Zivilisation, sondern nahe an der Stadtgrenze befindet. Laut Statistik wurden in der Stadt mit 530.000 Einwohnern in den letzten 70 Jahren die meisten Leprafälle diagnostiziert. Man hört kaum Russisch auf den Straßen, es gibt viele Einwanderer aus Dagestan und Tschetschenien, viele Muslime sind hier ansässig. Die Leprakolonie dient gleichzeitig als Forschungszentrum, das vor 65 Jahren gegründet wurde. Der leitende Arzt und sein Stellvertreter empfingen uns sehr herzlich. In der Kolonie leben hauptsächlich jene Patienten (ca. 40 Personen), die von der Krankheit am schlimmsten betroffen sind. Die anderen leben in der Stadt in Wohnungen, die ihnen der Staat zur Verfügung gestellt hat. Da hier die Lebensmittel- und die sonstige Grundversorgung der Kranken kein

solches Problem wie in den abgelegenen Lepra-Stationen darstellt, haben wir den Patienten Geld für die benötigten Medikamente und der Klinik eine Spende für die medizinische Hilfe überreicht, wovon alle Kranken profitieren. Auch hier hielten wir einen Gottesdienst, an dem die Kranken und die Ärzte teilnahmen. Später besuchten wir alle Patienten in ihren Zimmern und beteten für sie, was ihnen sehr viel bedeutet hat. Einer der Patienten erzählte, wie die Lepra sein ganzes Leben zerstört hat. Als er mit 18 Jahren bei der Armee war, wurde bei ihm diese Krankheit diagnostiziert. Er musste in eine Kolonie ziehen, wurde dort behandelt und einige Jahre später als „geheilt“ entlassen. Er heiratete, doch als die Krankheit erneut ausbrach, musste er seine Frau verlassen und zurück in die Kolonie ziehen. So kam es, dass er dreimal verheiratet war, weil er bei seinen Rückfällen jedes Mal von seiner Ehefrau isoliert und gezwungen wurde, allein in der Kolonie zu leben.

und bevor wir am Abend des 30. Oktober wieder Richtung Ukraine abreisten, verteilten wir in der Kolonie noch 50 Neue Testamente. Der Abschied fiel uns schwer, denn wir wussten nicht, ob wir die uns lieb gewordenen Menschen in diesem Leben wiedersehen werden. Die lange Rückreise dauerte mit einer Übernachtung drei Tage, bis wir schließlich nach 28 Tagen und 7.200 zurückgelegten Kilometern wieder in unserem Wohnort ankamen. Gottes Segen war fürwahr mit uns!

Am 28. Oktober machten wir uns auf den Weg zur fünften Station, zur Insel der Leprakranken. Das Dorf befindet sich im Flussdelta der Wolga, nur 75 km von Astrachan entfernt. Dort hatten wir noch Lebensmittel für die Kranken eingekauft und diese mit auf die Insel genommen. Wir besuchten 9 Familien, denen wir im Namen der Osteuropamission die Lebensmittelpakete überreichten. Sie konnten sich noch gut an uns erinnern und hatten uns schon erwartet. Von Natur aus ist diese Insel eine Wüste. Es wächst nichts, wenn nicht regelmäßig bewässert wird. Die Kühe geben hier nur 5 Liter Milch pro Tag, denn das Futter ist nicht ausreichend. Die Kranken waren sehr dankbar für unseren Besuch, die Hilfe und für unser Gebet. Unsere Reise neigte sich dem Ende zu

Im letzten Jahr verkündete die Weltgesundheitsorganisation (WHO), dass weltweit jährlich 280.000 neue Leprakranke registriert werden. In Russland und der Ukraine werden immer wieder neue Fälle registriert. Diese alarmierende Tatsache deutet darauf hin, dass es in einigen Jahren in diesen Regionen viel mehr Kranke im fortgeschrittenen Stadium geben wird. Von russischen Ärzten, die die Lepra seit Jahren erforschen, erfuhr ich, dass diese eigentlich nie vollständig geheilt, sondern nur vorübergehend zum Stillstand gebracht werden kann. Das erklärt die Tatsache, dass bei Patienten, die in Russland nach langjähriger Behandlung als gesund erklärt wurden, nach Jahren die Krankheit im fortgeschrittenen Stadium ausgebrochen ist.

Vojvodina (Serbien) – vom Säen und Pflanzen Unser Mitarbeiter Laszlo Santa schreibt: Der Frühling ist eingezogen und mit Gottes Hilfe säen und pflanzen wir gleich auf zweierlei Art und Weise: einerseits durch die Verteilung von mehr als 3000 Exemplaren des Neuen Testaments in ungarischer und serbischer Sprache an Schulkinder in unserer Provinz. In Anwesenheit

der Schuldirektoren und Religionslehrer haben wir im April mehrere Schulen besucht, die Kinder und ihre Lehrer in den Klassenzimmern gesegnet und ihnen ein Neues Testament in ihrer Sprache in die Hand gedrückt. Die Kinder schrieben sogleich ihre Namen, Adressen und Telefonnummern hinein, damit ihr Neues Testament, falls

es verloren geht, wiedergefunden wird. Auch für die Lehrer war es etwas Besonderes, ein Neues Testament in serbischer oder ungarischer Sprache als persönliches Geschenk zu erhalten. Im Mai haben wir die Schulen erneut besucht und den Kindern die Geschichte vom guten Hirten erzählt. Anschließend


sprachen wir über das Thema „Wie kommt man von Serbien in den Himmel?“. Es hat uns bewegt zu sehen, dass die Kinder ihr Neues Testament wie einen kostbaren Schatz bei sich trugen und wie einige von ihnen während der Pausen darin lasen. Zur selben Zeit trafen sich unsere Frauen,

um verschiedene Gemüsesamen in kleine Töpfchen zu setzen und Setzlinge im Garten anzupflanzen. Als nächstes kümmern wir uns gemeinsam um die Gewächshäuser. Heute wollten wir als Team auf dem Feld Kartoffeln anpflanzen, doch ein heftiger Regen vereitelte diesen Plan und durchnässte den Boden, sodass wir es auf später verschoben haben.

Haus der Hoffnung – Präsentationen 2014 Noch mehr als in früheren Jahren hat sich im „Haus der Hoffnung“ im letzten Jahr ereignet. Mehrere Kinder haben Adoptiveltern und ein neues Zuhause gefunden, dass sich das Haus fast geleert hat. Nach wenigen Monaten hatte es sich mit neuen Kindern wieder gefüllt, die den vollen Einsatz der Mitarbeiter und Freiwilligen fordern. Die Transporte, vor allem die Lebensmittellieferungen sind ein so großer Segen für die Leute im Dorf und in der Umgebung, unter denen es immer mehr Arme gibt, dass auch in diesem Bereich eine neue Idee Gestalt anzunehmen beginnt. In knapp einem Monat macht sich Familie Moldovan wieder auf den Weg nach Österreich, um Gemeinden, Hauskreise usw. zu besuchen und über alle diese Ereignisse und die Pläne für die Zukunft zu berichten. Folgende Termine standen zu Redaktionsschluss fest: 29. Juni – Wien, Freie Christengemeinde, Halbgasse 17, 1070 Wien, 10 Uhr 01. Juli – Baden, Hauskreis Lena Reichholf, Pfarrplatz 4, 2500 Baden, 18 Uhr 02. Juli – Graz, Freie Christengemeinde, Conrad von Hötzendorfstraße 64, 8010 Graz, 19 Uhr 05. Juli – Ramsau, Bethaus Ramsauer Ort, 8972 Ramsau, 19.30 Uhr 06. Juli – Wels, Mennonitengemeinde, August-Göllerich-Straße 3a, 4600 Wels, 9.30 Uhr 11. Juli – Klagenfurt, Freie Christengemeinde, Morogasse 5, 9020 Klagenfurt, 19 Uhr 12. Juli – Linz, Fam. Schaubensteiner, Wagner-Jauregg-Weg 20, 4020 Linz, 17 Uhr 13. Juli – Straßwalchen, Freie Christengemeinde, Bräugasse 5, 5204 Straßwalchen, 9.30 Uhr 15. Juli – Ebensee, Tagesmütter, 20 Uhr 17. Juli – Bad Ischl, Baptistengemeinde, Götzstraße 2, 4820 Bad Ischl, 19.30 Uhr 20. Juli – Gallneukirchen, Christen-Gemeinde, Hans-Zach-Straße 10, 4210 Gallneukirchen, 9.30 Uhr 22. Juli – Bürmoos, Freie Christengemeinde, Julius-Fritschegasse 44, 5111 Bürmoos, 19.30 Uhr 26. Juli – Schwarzach, Freie Christengemeinde, Goldeggerstraße 2, 5620 Schwarzach, 18,30 Uhr 27. Juli – Evangelikale Freikirche Kufstein, Novum Veranstaltungszentrum, Marktgasse 20, 6330 Kufstein, 9,30 Uhr

Dank aus Rumänien

 Ferienlager 2014 für Kinder in Osteuropa

Familie Dima Ganz herzlich danken wir allen Missionsfreunden, die Familie Dima in Rumänien so großzügig unterstützt haben. Ende April konnten wir bereits den Betrag von Euro 4.500, den sie noch für ihr Haus schuldig waren, an ihren Betreuer Paul Militaru überweisen. Die Freude und Erleichterung, dass ihnen nun niemand mehr ihr Heim wegnehmen kann, ist riesengroß. Florin Dima und Paul erledigen nun die Behördenwege, damit alles rechtlich seine Ordnung hat, was in Rumänien immer langwierig und aufwändig ist. Die krebskranke Mutter wurde operiert, sie braucht ganz besonders unser Gebet.

Auch in diesem Jahr möchten wir Kindern aus armen Familien in Osteuropa ermöglichen, an einem christlichen Ferienlager teilzunehmen. Dort wird ihnen nicht nur Erholung, Entspannung und gutes Essen geboten, sondern sie hören und erfahren Wegweisendes für ihre Zukunft. Pro Kind sind € 60 nötig. Wenn Sie einem Kind solch eine gesegnete Zeit schenken möchten, vermerken Sie „Ferienlager“, vielen Dank.

Familie Stefan in Giurgiu konnte das gebrauchte Geländefahrzeug kaufen (siehe Rundbrief April), das sie benötigen, um ihre Imkerei zu betreiben. Sie bedanken sich herzlich bei allen Missionsfreunden, die sie dabei unterstützt haben.


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