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In dieser Ausgabe: Rumänien – Ein neues Heim für die Familie Toma Serbien – Nahrung für Leib und Seele 10. November – Sonntag der verfolgten Kirche

Grosse Freude über die Musikinstrumente An mehrere bedürftige Gemeinden in Osteuropa konnten Musikinstrumente übergeben werden, die uns unsere Missionsfreunde überlassen haben. Ganz herzlichen Dank an alle! Die Gemeinde in Csantavér (Serbien) erhielt eine Gitarre und ein Keyboard. In den Gottesdiensten wird mit großer Freude zum Lob und zur Ehre Gottes viel gesungen und musiziert. Von ganzem Herzen danken alle für die Instrumente. Als sie überreicht wurden, nahm einer der Musiker sofort die Gitarre und begann begeistert zu spielen. Lesen Sie auf Seite 4 über die Suppenküche der Gemeinde.

Zeitschrift der Osteuropamission Nr. 10, Oktober 2013, 26. Jahrgang


Impressum

Liebe Missionsfreunde

Herausgeber: Osteuropamission – Österreich Auweg 51 4820 Bad Ischl Tel. 06132/28471 E-mail: osteuropamission@speed.at www.osteuropamission.at Bankverbindung: Oberbank Konto 171-1363.93 BLZ 15060 IBAN AT181506000171136393 BIC OBKLAT2L ZVR-Zahl 495900299

Mit dem Reich Gottes ist es so, wie wenn ein Mann Samen auf seinen Acker sät; dann schläft er und steht wieder auf, es wird Nacht und wird Tag, der Samen keimt und wächst und der Mann weiß nicht, wie. Die Erde bringt von selbst ihre Frucht, zuerst den Halm, dann die Ähre, dann das volle Korn in der Ähre. Sobald aber die Frucht reif ist, legt er die Sichel an; denn die Zeit der Ernte ist da. Markus 4,26-29

Kinderpatenschaften „Haus der Hoffnung“: Elisabeth Landgraf Höribachstr. 46 5310 St. Lorenz E-mail: beth.lisa@gmx.at Tel. 06232/2257 Medieninhaber: Mag. Josef Jäger Auweg 51 4820 Bad Ischl Verlagspostamt: Sponsoring Post GZ 02Z030205 S 4820 Bad Ischl Partnerorganisationen: Osteuropa Mission Postfach 43 CH-8624 Grüt Schweiz Osteuropa Misjonen Norwegen Kelet-Európa Misszió Ungarn Shidno Evropejska Misija Ukraine Istocno Evropejska Misija Serbien Eastern European Mission Kosovo Eastern European Mission Georgien Die Osteuropamission ist ein überkonfessionelles Missionswerk, das sich zum Ziel gesetzt hat, das Evangelium in Osteuropa zu verbreiten. Unsere Missionsnachrichten senden wir gerne jedem zu, der daran interessiert ist. Der Nachdruck der hier veröffentlichen Texte ist nur mit Quellenangabe gestattet. Wir bitten um Übersendung von zwei Belegexemplaren. Die Missionsnachrichten erscheinen monatlich. Alle Spenden an die Osteuropamission sind von der Steuer absetzbar.

Möglichkeiten und Auswirkungen von Säen und Ernten oder vom Segen, der vom Geben kommt Jesus vergleicht das Reich Gottes mit dem Säen von Samen und dem Einbringen der Ernte. Das ist eine einfache Darstellung, die jedermann versteht. Doch warum bringt man dann nicht in jeder Saison Rekordernten hervor? Ist es vielleicht so, dass wir untätig herumsitzen und von Gott erwarten, dass Er die ganze Arbeit selber erledigt? Auf diese Weise geht Gott aber nicht vor, denn er will uns Menschen mit einbeziehen. Er gibt uns das nötige Werkzeug und hilft uns in allen Bereichen, nimmt uns jedoch nicht alles ab. Es gibt einige grundsätzliche Voraussetzungen, die wir im Glauben vollziehen müssen, wenn wir zur Erntezeit Frucht einbringen wollen. Gottes Pläne und Verheißungen finden wir in seinem Wort, die wir in unser Herz und unser Leben einpflanzen können. Zuerst gilt es, den Samen mit Liebe und Geduld im Glauben zu säen und zu erwarten, dass dieser wächst. Als Nächstes muss die Saat bewässert werden, Tag für Tag. Dann gilt es dafür zu sorgen, dass kein Unkraut wächst, welches die Saat zerstört. Dies erfordert Wachsamkeit, die in unserer eigenen Verantwortung liegt. Wenn man das gleiche Bild auf unsere Missionsarbeit übertragen will, bedeutet dies, dass jedermann, der an der Hilfe für die Bedürftigen in Osteuropa oder anderswo durch Gaben, Gebet oder persönlichen Einsatz beteiligt ist, zuerst davon überzeugt sein muss, dass diese Investition nicht in den Sand gesetzt ist, sondern seine richtige Bestimmung findet. Unsere Mitarbeiter und freiwilligen Helfer sorgen

dafür, dass Ihre Hilfe am Zielort ankommt, dass der Verwendungszweck eingehalten wird und die Bedürftigen durch materielle Hilfe und die frohe Botschaft des Evangeliums ermutigt werden. Die Not in der Welt ist größer als je zuvor. Die Armen werden ärmer und die Reichen noch reicher, eine total verkehrte Entwicklung. Doch wir dürfen und können noch Gutes tun und insbesondere dort, wo die Not am größten ist. Im oben angeführten Bibelzitat aus dem Markusevangelium geht es um das Handeln, um Saat und Ernte, die Frucht hervorbringt. Parallel dazu lesen wir im Galaterbrief, Kap. 6, Verse 9,10: Lasst uns aber Gutes tun und nicht müde werden; denn zu seiner Zeit werden wir auch ernten, wenn wir nicht nachlassen. Darum, solange wir noch Zeit haben, lasst uns Gutes tun an jedermann, allermeist aber an den Glaubensgenossen. Ein Hinweis darauf, dass wir im Geben und Helfen nicht nachlassen sollen. Das Größte, was wir in Liebe für Gott und die Menschen tun können, ist, ein offenes Herz und offene Hände zu haben. Damit wird viel mehr erreicht als alle Diplomatie dieser Welt. Lassen Sie uns mit vereinten Kräften und im Glauben wirken. Vielen Dank für Ihr treues Mittragen.

Eelco de Boer ObmannStellvertreter OEM Österreich und Missionsleiter OEM Schweiz


Rumänien – Ein neues Heim für Familie Toma Dank Ihrer überwältigenden Hilfe, liebe Missionsfreunde, ist das vor wenigen Monaten noch desolate Haus von Familie Toma so gut wie neu.

Zur Erinnerung: Im April-Rundbrief d. J. berichteten wir über die unbeschreiblich schlechte Wohnsituation und Armut der großen Familie. Unser Mitarbeiter Paul Militaru hatte sie in ihrem Dorf in der Nähe von Deva im Westen Rumäniens besucht und war tief betroffen. Es fehlte an allen Ecken und Enden, vor allem das Haus war mit seiner verrauchten Küche, den moderigen Fußböden, dem herunterbröckelnden Mauerwerk und dem reparaturbedürftigem Dach in einem menschenunwürdigen Zustand. Es traf nicht nur die rasche finanzielle Hilfe unserer Missionsfreunde ein, sondern es fügte sich auch organisatorisch alles aufs Beste. Die Osteuropamission Ungarn vermittelte uns den Kontakt zu Radu Mirza, der in der Baptistengemeinde in Deva für die Betreuung der Armen verantwortlich ist und in diesem Bereich viel Erfahrung hat. Er kennt die Familie schon lange, die früher in Deva gewohnt hatte, bevor sie das heruntergekommene Haus kauften, weil die Wohnung in der Stadt viel zu klein geworden war. Radu Mirzas Eltern leben im selben Dorf, sodass er die Familie

Toma oft besucht und ihnen auch mit Lebensmitteln hilft. Über das Konto der Baptistengemeinde verwaltet er das Geld und koordiniert alle Hilfsmaßnahmen. Zuallererst wurden eine große Ladung Lebensmittel und eine Motorsäge zum Holzschneiden gekauft. In Rumänien darf man sich mit entsprechender Genehmigung das Holz im Wald selbst holen, was wesentlicher billiger ist, als es im Lagerhaus zu kaufen. Zudem kann die Familie Toma nun für andere Leute Holz schneiden und hat dadurch eine Verdienstmöglichkeit. Die Renovierungsarbeiten wurden zügig in Angriff genommen. Bei der Planung, dem Kauf des Materials und der Durchführung erwies sich Filip, der älteste Sohn, als sehr geschickt und umsichtig. Zuerst putzte die Familie gründlich den

gemauerten Ofen, sodass der Rauch nicht mehr in die Küche zieht. Der verrottete Fußboden wurde entfernt und ein Estrich gelegt. Die Wände wurden außen isoliert, verputzt und gestrichen. Eine Zwischendecke mit Isolierung zogen sie ein, um die Wärme drinnen zu halten. Die elektrischen Leitungen wurden ausgetauscht und eine neue Tür angeschafft. Das Dach wurde mit Metallplatten gedeckt und die bereits morschen Bretter des Dachstuhls ausgetauscht. Das Dach der kleinen Veranda tragen neue Säulen, Blumen lassen alles freundlich aussehen. Material zum Bau von Stockbetten und Matratzen wurde gekauft, damit alle einen guten Platz zum Schlafen haben. Die Betten

müssen gebaut werden, und es gibt auch sonst noch einiges zu tun. Die Dachrinne und die Installationen in der Küche fehlen noch und der Hof muss betoniert werden. Das Bad soll auch renoviert werden. Im kommenden Winter wird die Familie Toma ein richtiges Heim haben und nicht eine heruntergekommene Unterkunft. Filip, der älteste Sohn, der sich bei den Renovierungsarbeiten sehr einsetzt, ist technisch und praktisch sehr begabt. Er wird im Herbst an das technische College in Hunedoara zurückkehren. Sein Studium hatte er trotz sehr guter Ergebnisse nach zwei Jahren wegen Geldmangels abbrechen müssen. An den Finanzen wird es diesmal nicht scheitern. Im September hat er die gute Nachricht erhalten, dass er wieder aufgenommen wird. Für das dritte Jahr muss er wegen der Unterbrechung bezahlen, doch das vierte Jahr ist wieder gebührenfrei. Er ist ein ernsthafter junger Christ, der mit seinen Fähigkeiten noch für viele ein Segen sein wird. Durch Sie, liebe Missionsfreunde, hat die Familie Toma erfahren, dass ihre Gebete erhört werden. Wir danken Gott für alles, was Er möglich gemacht hat.


Ukraine – Ein neues Haus für die Familie Horvát Die Reaktion unserer Missionsfreunde auf den Hilferuf von Familie Horvát in der Ukraine war ebenfalls überwältigend (vgl. Rundbrief September 2012). Jolán Horvát lebt mit ihren drei Kindern allein, ihr Ehemann hat sie vor drei Jahren verlassen. Jolán und ihre 12-jährige Tochter Paloma leiden an Tuberkulose. Mit weniger als 50 Euro an staatlicher Unterstützung im Monat lebt die Familie unter dem Existenzminimum. Im letzten Jahr stürzte ihr baufälliges Häuschen ein. Freunde aus der

örtlichen Gemeinde begannen für die Familie ein neues kleines Häuschen zu bauen, das dank der finanziellen Hilfe der Osteuropamission Schweiz und Österreich noch vor dem letzten Winter fertiggestellt werden konnte. Mit dem restlichen Geldbetrag wurden nachträglich der Eingang mit einer Treppe und einem Vordach gebaut und die Stromkosten bezahlt. Jolán und ihre Kinder sind sehr glücklich über diese große Hilfe und danken der Osteuropamission und allen Spendern von Herzen.

Familie Horvát vor ihrem neuen Haus

Csantavér (Serbien) – Nahrung für Leib und Seele In der Suppenküche der Gemeinde von Csantavér, die von der Osteuropamission unterstützt wird, erhalten etwa 40 Personen, Kinder und Erwachsene, dreimal in der Woche eine Mahlzeit.

Im selben Gebäude, in dem die Gottesdienste gefeiert werden, werden geschmackvolle Mahlzeiten zubereitet und die Bedürftigen zu Tisch gebeten. Geleitet wird die Suppenküche von Tibor Varga, dem Pastor der Gemeinde. Als Helfer arbeiten fünf junge Leute mit, die im Nebengebäude wohnen. Sie erhalten Kost und Unterkunft und dienen als Gegenleistung den Armen. Tibor Varga setzt sich mit ganzer Kraft ein. Obwohl er selbst

10. November 2013 – Sonntag der verfolgten Kirche Wie jedes Jahr ruft die Evangelische Allianz auf, am 2. Sonntag im November für die Christen zu beten, die um ihres Glaubens willen Verfolgung leiden. In diesem Jahr wollen wir vor allem für unsere Geschwister in Vietnam, Saudi-Arabien und Syrien einstehen. Ein Arbeitsheft mit ausführlichen Informationen finden Sie auf der Website www.evangelischeallianz.at. Die gedruckte Version können Sie bei der Österreichischen Evangelischen Allianz, Vogelsangstraße 15c, 5111 Bürmoos, Tel. 06274/5350 kostenlos beziehen.

sieben Kinder hat, unterstützt er die Suppenküche auch von seinem eigenen Gehalt. Ihm ist wichtig, dass die Menschen, denen es jeden Tag an so vielem fehlt, die Liebe Gottes umfassend erfahren, leiblich und geistlich. So wurde der Ablauf des Gottesdienstes verändert. Die Predigt ist nun kürzer und die Zeit, die dadurch zur Verfügung steht, etwa eine halbe Stunde, wird dafür verwendet, laut aus der Bibel vorzulesen. Manche Gottesdienstbesucher können überhaupt nicht lesen und haben deshalb einen erschwerten Zugang zu Gottes Wort, viele wissen einfach viel zu wenig. So erweist sich die neue Gottesdienstordnung als kräftige geistliche Nahrung. Wir danken Ihnen, liebe Missionsfreunde, für die Unterstützung der Suppenküchen und der LebensmittelpaketAktionen.

u AKTION BRENNHOLZ Eine Fuhre kostet € 75,– und reicht für ein bis zwei Monate.

Dringend nötig für den Winter! Wärmstens empfohlen! Bitte vermerken Sie „Aktion Brennholz”. Vielen Dank!


Oem2013 10