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In dieser Ausgabe: Amaro Del Tourt durch die Slowakei Ukraine – unsere Mitarbeiter Gabor und Kati Tóth Haus der Hoffnung – Präsentationen 2013

Die Mitreissende Musik von Amaro Del … … zieht die Zuhörer in ihren Bann, auf dem Foto in einer Barackensiedlung der Roma in der Slowakei. Diese in Osteuropa zahlenmäßig große Volksgruppe sieht sich mit vielen Vorurteilen konfrontiert, die auch unter Christen verbreitet sind. Die Musiker sind jedoch selbst das beste Beispiel, wie Gott das Leben von Zigeunern verändert, sodass sie zum großen Segen für andere werden. In der Ukraine, der Heimat der Musiker, leben unsere Mitarbeiter Gabor und Kati Tóth und dienen den Armen. In den Zigeunerdörfern leisten sie praktische Hilfe und verkündigen das Evangelium. Lesen Sie die Berichte auf Seite 3 und 4.

Zeitschrift

der

Osteuropamission Nr. 7, Juli 2013, 26. Jahrgang


Impressum Herausgeber: Osteuropamission – Österreich Auweg 51 4820 Bad Ischl Tel. 06132/28471 E-mail: osteuropamission@speed.at www.osteuropamission.at Bankverbindung: Oberbank Konto 171-1363.93 BLZ 15060 IBAN AT181506000171136393 BIC OBKLAT2L ZVR-Zahl 495900299 Kinderpatenschaften „Haus der Hoffnung“: Elisabeth Landgraf Höribachstr. 46 5310 St. Lorenz E-mail: beth.lisa@gmx.at Tel. 06232/2257 Medieninhaber: Mag. Josef Jäger Auweg 51 4820 Bad Ischl Verlagspostamt: Sponsoring Post GZ 02Z030205 S 4820 Bad Ischl Partnerorganisationen: Osteuropa Mission Postfach 43 CH-8624 Grüt Schweiz Osteuropa Misjonen Norwegen Kelet-Európa Misszió Ungarn Shidno Evropejska Misija Ukraine Istocno Evropejska Misija Serbien Eastern European Mission Kosovo Eastern European Mission Georgien Die Osteuropamission ist ein überkonfessionelles Missionswerk, das sich zum Ziel gesetzt hat, das Evangelium in Osteuropa zu verbreiten. Unsere Missionsnachrichten senden wir gerne jedem zu, der daran interessiert ist. Der Nachdruck der hier veröffentlichen Texte ist nur mit Quellenangabe gestattet. Wir bitten um Übersendung von zwei Belegexemplaren. Die Missionsnachrichten erscheinen monatlich. Alle Spenden an die Osteuropamission sind von der Steuer absetzbar.

Liebe Missionsfreunde Achte auf den Unsträflichen und sieh auf den Aufrichtigen, denn für den Mann des Friedens gibt es eine Zukunft. Psalm 37,37 Was bringt die Zukunft? Oft macht sich Enttäuschung und Resignation unter den Menschen breit. Was man sich erhofft und erträumt hat, ist nicht eingetroffen. Man ist verunsichert und möchte gerne wissen, welche Schritte man unternehmen soll. Wie geht es weiter? Was bringt die Zukunft? Zukunftsforscher versuchen das herauszufinden. Meistens erkennen sie gewisse Trends früher als andere, Prognosen für die nächsten Jahre oder Jahrzehnte fallen jedoch unterschiedlich aus. Hoffnung oder lähmende Apokalypse – der Mensch kann selbst entscheiden, wie er in die Zukunft sehen will. Dramatische Zusammenbrüche im Wirtschafts- und Wohlstandsbereich, die von Experten angekündigt wurden, zeichnen sich schon heute in Europa und weltweit ab. Es gibt immer weniger Freiraum für den Einzelnen. Das Zusammenleben in der Gesellschaft scheint mehr und mehr vom Kampf bestimmt zu sein – Kampf um persönliche Anerkennung, Kampf um den Arbeitsplatz, den Wohn- und Lebensraum, um den Erhalt der Natur, um Unabhängigkeit und Gebietsansprüche einzelner Völker. Die Grundlagen der Gesellschaft sind erschüttert, die Orientierungslosigkeit nimmt zu. Werte, die früher Bestand hatten, werden heute einfach über den Haufen geworfen. Hingegen wird mittels Massenmedien versucht, den Menschen eine „neue Gesellschaft“ einzureden. Das traditionelle Bild der Familie und der Glaube an Gott ist für viele nicht mehr nachvollziehbar, dennoch sehnen sich die Menschen nach religiöser Erfahrung, die Halt und Lebenssinn vermitteln kann. Hat Glaube Zukunft? Während einerseits ein Überdruss am traditionellen Kirchenbesuch festzustellen ist, wachsen andererseits Kirchen und Gemeinden, die sich von starren Konventionen gelöst haben, erstaunlich stark. Was ist das Geheimnis dieser lebendigen Gemeinden? Lasst uns einmal genauer hinschauen. Man trifft dort alle Altersklassen und Gesellschaftsschichten, jeder ist willkommen, auch

der unbekannte Besucher wird herzlich empfangen. Das Singen der frischen, erbauenden Lieder kommt direkt aus dem Herzen und erfüllt den ganzen Raum. Die Verkündigung ist einfach, zentriert auf die Botschaft der Bibel, spannend und lehrreich. Die Atmosphäre ist beeindruckend, es ist die Gegenwart Gottes, die hier spürbar ist. Die Menschen haben einen festen Glauben, ein kindliches Vertrauen in ihren Gott und geben Seinem Wirken Raum in ihrem Leben. Ihren Rat suchen sie nicht in erster Linie bei Menschen, sondern bei ihrem Herrn und seinem Wort, darum erleben sie auch so viele Gebetserhörungen. Gerade in einer Zeit, in der die Verunsicherung und Instabilität weltweit zunimmt, sind die Werte des christlichen Glaubens ein kostbares Gut, ein Geschenk Gottes, das es zu bewahren gilt. Selbst in Ländern, wo Christen unterdrückt und verfolgt werden, gibt es beeindruckende Zeugnisse von Menschen, die aufrichtig und furchtlos ihren Glauben leben und bezeugen. Ein Christ, der von einem islamischen Gericht im Iran wegen Abkehr vom Islam zum Tode verurteilt wurde, sagte: „Ich möchte lieber die ganze Welt gegen mich haben, dafür aber wissen, dass der allmächtige Gott mit mir ist. Ich möchte lieber ein Abtrünniger genannt werden, dafür aber vor dem Herrn der Herrlichkeit Gefallen finden.“ Wer auf das Diesseits und das Vergängliche dieser Welt gesetzt hat, wird zutiefst erschüttert werden. Lasst uns deshalb dort investieren, wo, wie es in der Bibel heißt, weder „Rost noch Motten“ das Erarbeitete und Gesparte auffressen. Mit Gottes Hilfe können wir auch stürmische Zeiten überstehen und getrost in die Zukunft blicken.

Eelco de Boer ObmannStellvertreter OEM Österreich und Missionsleiter OEM Schweiz


Amaro Del Tourt durch die Slowankei Die Band Amaro Del verkündigt mit ihren Auftritten, Konzerten und CDs das Evangelium (vgl. Rundbrief Dezember 2012). Die fünf Musiker gehören der Volksgruppe der Zigeuner an, haben sich nach einem wilden Leben bekehrt und bringen nun mit Lobpreisliedern und vollmächtigem Zeugnis die Frohe Botschaft hauptsächlich den Menschen in Osteuropa nahe. Im heurigen Frühjahr tourte Amaro Del durch die Slowakei. Die regionale reformierte Kirche hatte acht Konzerte organisiert, in Kulturzentren, in Gemeinden oder einfach im Freien.

Die Band Amaro Del Ruslan, der Sänger und Gitarrist, berichtet, dass jedes Konzert trotz aller Schwierigkeiten ein großer Erfolg war. In einer Stadt hatten sie für ein OpenAir-Konzert alles aufgebaut, einleitende Worte zu den Zuhörern gesprochen und mit dem ersten Lied begonnen, als plötzlich der Strom ausfiel. Das war kein technisches Gebrechen, sondern ein Mann, der in der Stadt etwas zu sagen hat, beschuldigte sie lautstark, sie würden ohne behördliche Genehmigung spielen. Die von einigen Leuten herbeigerufene Polizei unterstützte

die Musiker, da der Bürgermeister die Genehmigung erteilt hatte, doch Amaro Del und die Organisatoren verließen den Platz freiwillig, um weitere Auseinandersetzungen zu vermeiden. Sie luden alle Anwesenden in den Hof eines Hauses ein und gaben dort ihr evangelistisches Konzert ohne technische Ausstattung. Die Mehrheit der versammelten Menge folgte ihnen und blieb bis zum Ende. Die Gegenwart Gottes war deutlich spürbar. Einige Menschen bekehrten sich unter Tränen, viele baten um Gebet. Ein junger Roma brachte einen Lehnstuhl mit, setzte sich bequem hin und wartete mit einer großen Menge Wein, bis die Party endlich beginnen würde. Er erlebte eine radikale Veränderung, verstand, worum es ging, vergaß seinen Wein und es interessierte ihn nur noch, wie er sein Leben auf Gott ausrichten und nach Seinem Willen führen konnte. An einem anderen Ort besuchte Amaro Del ein Zigeuner-Barackenlager, wo ca. 600 Personen in einer ContainerSiedlung wie in einem Ghetto leben. Das Leben ist hart, der Ruf dieses Fleckens sehr schlecht, Prostitution, Alkohol und Drogen beherrschen die Szene. Als die Leute hörten, dass sie Amaro Del besuchen würde, versuchten sie Ordnung zu schaffen und aufzuräumen, zogen saubere Kleidung an und erwarteten gespannt das große Ereignis. Einige versammelten sich rund um die Band, andere schauten von den Fenstern des ersten Stocks der Container aus zu. Das Interesse war groß, manchen blieb beim Zuhören der Mund offen stehen. Zum Schluss kamen viele nach vorne zu den

Bandmitgliedern, damit sie mit ihnen beteten. Die Tournee hatte einen positiven „Nebeneffekt“. Die ungarischen Christen, die bei der Organisation geholfen hatten, änderten ihre Meinung, was die Mission unter Zigeunern betrifft. Da sie es mit eigenen Augen gesehen hatten, kamen sie zu der Überzeugung, dass Gott auch deren Leben ändern kann. Es mag lange dauern, viel Geduld und Liebe erfordern, doch auch Roma können ein neues Leben beginnen. Es sieht so aus, dass sich da sowohl das Denken der Christen als auch das der Nichtchristen ändern muss. Die Bandmitglieder bitten um Gebet, dass diejenigen, die sich nach den Konzerten für Jesus entscheiden, feste Schritte im Glauben setzen, dass die Hinwendung zu Gott kein Strohfeuer ist, sondern zu einem Leben führt, das Früchte bringt. CDs von Amaro Del sind in unserem Büro vorrätig bzw. bestellen wir für Musikbegeisterte gerne nach. Wer den Dienst der Band darüber hinaus finanziell unterstützen möchte, vermerkt bitte „Amaro Del“, vielen Dank.

Ukraine – Unsere Mitarbeiter Gabor und Kati Tóth Gabor und Kati Tóth sind als unsere Mitarbeiter in der Region Beregowo unter den Armen, vorwiegend Roma tätig, wo sie den Kindern Lesen und Schreiben beibringen, Kinder- und Jugendtreffen organisieren und vielen bedürftigen Familien mit Rat und Tat zur Seite stehen. Gabor Tóth (38) berichtet: Mit meiner Frau Kati (36) und unseren zwei Kindern lebe ich in Kuklya in Transkarpatien. Die meisten unserer 19 Ehejahre waren recht stürmisch, doch vor sieben Jahren ist uns Gott begegnet

und mit Ihm kam Frieden in unsere Herzen und unsere Familie. Seitdem dienen wir dem Herrn mit ganzem Herzen und mit all unserer Zeit.

ben ging den Bach hinunter, zu Hause hatten wir nur noch Streit. Meine Frau

Ich bin das achte von zehn Kindern und das Leben unserer Familie war von harter Arbeit geprägt. Nachdem ich geheiratet hatte und die Kinder da waren, nahmen Arbeit und Verantwortung in meinem Leben immer mehr zu. Um davon Abstand zu gewinnen, war ich viel mit Kumpels unterwegs, die Alkohol tranken und rauchten. Mein FamilienleKati und Gabor Tóth


tat alles, um mich zu ändern und unser Leben zu verbessern, aber das lehnte ich ab. Wir waren beide religiös erzogen worden. Obwohl ich die Kirche besuchte, schenkte ich dem Wort Gottes keine Aufmerksamkeit und wartete oft nur darauf, endlich wieder gehen zu können. Schließlich kam meine Frau zum Glauben an Jesus Christus, bat Gott um Hilfe und begann intensiv für mich zu beten. Eines Tages fiel mir in Beregowo eine Gruppe von Menschen auf, die auf der Straße evangelisierte. Der Prediger zitierte gerade Jesus, wie er die müden Sünder zu sich ruft. Die Botschaft traf mich mitten ins Herz und ich fing an, die Gemeinde zu besuchen, wo ich den Herrn

mehr und mehr kennenlernen durfte. So entschied auch ich mich für Jesus Christus. Je näher wir zu Gott kamen, umso mehr hat er uns verändert. Ich begann,

Gabor mit Einsatzgruppe im Zigeunerdorf

in meiner Umgebung das Evangelium zu verkünden und zu erzählen, was Gott in meinem Leben getan hat. Kurz darauf traten meine Frau und ich in den Dienst der Gemeinde und wurden auch Mitarbeiter der Osteuropamission. Durch unseren Dienst an bedürftigen Menschen sehen wir Tag für Tag die Armut und Not in ihrem Leben, aber auch die Dankbarkeit. Es ist immer eine große Freude, wenn wir den Familien mit Lebensmitteln, Kleidung oder Brennholz helfen und gemeinsam mit ihnen beten können. Gott gibt uns seine Liebe, Kraft und Weisheit für diesen Dienst und wir sind dankbar, dass wir die Gute Nachricht an andere weitergeben dürfen.

Haus der Hoffnung – Präsentationen 2013 Marion & Dorin Moldovan berichten über die neuesten Ereignisse und Entwicklungen im und rund um ihr Kinderheim „Haus der Hoffnung“ in Rumänien. 4. Juli – Volksschule Ramsau, Turnsaal, 8972 Ramsau am Dachstein, 8.00 Uhr 6. Juli – Pfarrer i. R. G. Dopplinger, Schönau 144, 8783 Gaishorn am See, 14.30 Uhr 7. Juli – Evangelikale Gemeinde Wolfsberg, Karl-Krobath-Straße 3, 9400 Wolfsberg, 9.30 Uhr 13. Juli – Familie Schaubensteiner, Wagner-Jauregg-Weg 20, 4020 Linz, ca. 18.00 Uhr 14. Juli – Evangelikale Freikirche, Linzerstraße 15, 4180 Zwettl a. d. Rodl, 9.30 Uhr 16. Juli – Tagesmütter und ÖVP-Frauen, kath. Pfarrsaal, 4802 Ebensee, 20.00 Uhr 17. Juli – Hauskreis Josef Mühlleitner, Martin-Luther-Straße 16, 4863 Seewalchen-Rosenau, 20.00 Uhr 18. Juli – Freie Christengemeinde Bad Ischl, Steinfeldstraße 22a, 4820 Bad Ischl, 19.30 Uhr 21. Juli – Freie Christengemeinde Straßwalchen, Bräugasse 5, 5204 Straßwalchen, 9.30 Uhr 24. Juli – Evangelikale Freikirche Kufstein, Novum Veranstaltungszentrum, Marktgasse 20, 6330 Kufstein, 19.00 Uhr 27. Juli – Freie Christengemeinde Schwarzach, Goldeggerstraße 2, 5620 Schwarzach, 18.30 Uhr 28. Juli – Freie Christengemeinde Innsbruck, Heiliggeiststraße 8, 6020 Innsbruck, 10.00 Uhr

Kinderpaten gesucht Für zwei Mädchen aus sehr bedürftigen Familien suchen wir Kinderpaten. Schon länger werden die beiden Familien, von denen die eine in Rumänien, die andere im Kosovo lebt, im Rahmen des Kinderpatenschaftsprogramms betreut, doch sie brauchen dringend vermehrt Unterstützung. Rebeca Holospin (8) lebt mit ihren Eltern und sieben Geschwistern zwischen zwei und vierzehn Jahren im Bezirk Suceava im Nordosten Rumäniens. Die Eltern können nicht arbeiten, denn der Vater ist körperlich behindert, die Mutter chronisch krank.

Qendresa Syla (14) lebt mit ihren Eltern und ihren beiden Geschwistern in einer behelfsmäßigen Unterkunft in Pristina, der Hauptstadt des Kosovo. Auch wenn Qendresa schon im Teenageralter ist, möchten wir für sie einen Paten/ eine Patin finden. Ihre Eltern und ihr älterer Bruder haben so gut wie keine Chance, Arbeit zu finden.

Wenn Sie eine Kinderpatenschaft übernehmen und eines der beiden Mädchen mit einem monatlichen Beitrag von € 30,– unterstützen möchten, dann nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf. E-Mail: osteuropamission@speed.at


Missionsnachrichten 2013/7  
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