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In dieser Ausgabe: Jahresrückblick 2012 Haus der Hoffnung – Präsentation 2013 Erfolgreiche Schüler in Brasov (Rumänien)

Im winterlichen Rumänien … … versammeln sich die Schüler und Schülerinnen der Trainingsschule in Brasov vor dem Haus des Projektleiters Paul Militaru zum Gruppenfoto. Einige halten ihr Weihnachtsgeschenk in der Hand, viel mehr werden die meisten nicht bekommen. Ihre Familien benötigen Hilfe, um durch den harten Alltag zu kommen, im Winter besonders durch die Brennholzaktion und das ganze Jahr über durch Patenschaften für die Kinder. Trotz der widrigen Umstände waren die schulischen Leistungen sehr gut. Auch vielen anderen Kindern in Osteuropa konnte mit Weihnachtspaketen eine Freude gemacht werden und vielen Familien wird mit Heizmaterial und Lebensmitteln geholfen. Lesen Sie unseren Jahresrückblick und den Artikel über die Trainingsschule.

Zeitschrift der Osteuropamission Nr. 1/2, Februar 2013, 26. Jahrgang


Impressum Herausgeber: Osteuropamission – Österreich Auweg 51 4820 Bad Ischl Tel. 06132/28471 E-mail: osteuropamission@speed.at www.osteuropamission.at Bankverbindung: Oberbank Konto 171-1363.93 BLZ 15060 IBAN AT181506000171136393 BIC OBKLAT2L ZVR-Zahl 495900299 Kinderpatenschaften „Haus der Hoffnung“: Elisabeth Landgraf Höribachstr. 46 5310 St. Lorenz E-mail: beth.lisa@gmx.at Tel. 06232/2257 Medieninhaber: Mag. Josef Jäger Auweg 51 4820 Bad Ischl Verlagspostamt: Sponsoring Post GZ 02Z030205 S 4820 Bad Ischl Partnerorganisationen: Osteuropa Mission Postfach 43 CH-8624 Grüt Schweiz Osteuropa Misjonen Norwegen Kelet-Európa Misszió Ungarn Shidno Evropejska Misija Ukraine Istocno Evropejska Misija Serbien Eastern European Mission Kosovo Eastern European Mission Georgien Die Osteuropamission ist ein überkonfessionelles Missionswerk, das sich zum Ziel gesetzt hat, das Evangelium in Osteuropa zu verbreiten. Unsere Missionsnachrichten senden wir gerne jedem zu, der daran interessiert ist. Der Nachdruck der hier veröffentlichen Texte ist nur mit Quellenangabe gestattet. Wir bitten um Übersendung von zwei Belegexemplaren. Die Missionsnachrichten erscheinen monatlich. Alle Spenden an die Osteuropamission sind von der Steuer absetzbar.

Liebe Missionsfreunde Lernt, Gutes zu tun! Sorgt für das Recht! Helft den Unterdrückten! Verschafft den Waisen Recht, tretet ein für die Witwen! Jes. 1,17 Hoffnung für die Zukunft? Hoffnung für alle? Über die Jahre hinweg brachte die christliche Gemeinde verschiedenste Methoden hervor, um sich der Not der Menschen anzunehmen und die Welt zu verändern. Man kommt zusammen, legt Pläne und Strategien fest und mobilisiert andere dafür. Doch bei all dem wird kaum auf jenen Plan zurückgegriffen, den uns Jesus gegeben hat. Die meisten Christen sind sich nicht einmal darüber im Klaren, dass in der Bibel der Schlüssel enthalten ist, wie wir der Welt helfen und sie verändern können. Jesus betete diesbezüglich, bevor Er ans Kreuz ging. Er bat den Vater, uns miteinander und mit Ihm in einen solchen Einklang zu bringen, dass die Welt erkennen muss, dass Jesus von Gott gesandt wurde, um die Menschheit zu erretten und die Welt zu verändern. Wenn wir uns mit allen anderen Christen zusammentäten und damit beginnen würden, einander zu lieben, dann würde die Welt so schnell verändert, dass uns dabei schwindlig würde! Doch bis in die jüngste Vergangenheit war man sehr damit beschäftigt, einander zu bekämpfen und die Gefühle des anderen zu verletzen, womit man sich vor der Welt nur lächerlich und unglaubwürdig macht. Gott sei Dank beginnt es heute doch da und dort den Christen zu dämmern, dass wir damit aufhören müssen. Als Christen sind wir dazu berufen, nicht gegeneinander vorzugehen, sondern gemeinsam den guten Kampf des Glaubens zu führen. Wir tun gut daran, Jesu Gebot, einander zu lieben und füreinander da zu sein, zu beherzigen, anstatt dieses nur als eine Alternative zu betrachten. Wir können unsere törichten Argumente begraben und uns im Geist und durch das Wort Gottes miteinander verbinden. Wir können unseren Teil dazu beitragen und damit beginnen, für die Einheit und den Dienst aneinander und an unseren Nächsten zu beten. Entscheiden wir uns dafür, unsere Glaubensgeschwister zu lieben und zu achten, anstatt sie zu kritisieren. Wenn sich die Christenheit, angetrieben durch die Kraft Gottes, in Glauben und Liebe vereinigt, wird sie sich in einer wunderbar neuen und wirksamen

Kraft erheben. Wir glauben, dass dies geschehen wird, wenn wir aufeinander zugehen und lernen, füreinander da zu sein. Der Heilige Geist hat schon damit begonnen, dieses Werk zu vollbringen. Das Böse in der Welt möchte dies zwar verhindern, doch das wird nicht gelingen. Gottes Macht ist viel kraftvoller und wird ein Loch in die Machenschaften des Bösen sprengen, das groß genug ist, um einen ganzen Zug hindurchzuführen. Das wird der Welt zeigen, dass die Christenheit aufgestanden ist, um ihren Platz einzunehmen, den Menschen in Liebe zu begegnen, sich der Elenden anzunehmen und denjenigen zu helfen, die nichts haben. Die Armen in Osteuropa haben durch die am Boden liegende Wirtschaft, die hohe Arbeitslosigkeit und die fehlende staatliche Unterstützung keine Möglichkeit, ohne Hilfe aus der großen Not und Armut herauszukommen. Sie hoffen auf ein Wunder, das nur Gott bewirken kann. Wenn wir in Osteuropa unterwegs sind, sehen wir die verzweifelte Lage der Menschen und die hoffnungsvollen Blicke, die auf uns gerichtet sind. Dann möchte man nur noch helfen, trösten und aufrichten. Sie können mithelfen, dass nicht nur wir, sondern auch die Menschen in Osteuropa sich freuen können, weil sie durch unsere Hilfe ermutigt werden. Tragen wir die Last des anderen mit, indem wir Brücken der Liebe bauen und dadurch Hoffnung und Frieden verbreiten. Für Ihre treue Unterstützung im vergangenen Jahr danken wir Ihnen ganz herzlich und hoffen, auch im neuen Jahr auf Ihr Interesse und Ihre Mithilfe zählen zu dürfen. Im Namen aller Mitarbeiter wünschen wir Ihnen ein gesegnetes und frohes Jahr 2013!

Elsbeth & Eelco de Boer Missionsleitung OEM Schweiz

Josef & Waltraud Jäger OEM Österreich


Jahresrückblick 2012 Flüchtlingshilfe Das Jahr 2012 begann für die Menschen in Osteuropa mit einem eisig kalten Winter. Besonders prekär war die Lage für zahlreiche Flüchtlinge aus Afghanistan, Pakistan und verschiedenen arabischen Ländern, die auf ihrem Weg nach Westeuropa in Serbien gestrandet waren. Insbesondere durch die großzügige Unterstützung des Freundeskreises eines Tiroler Missionars, der unter Flüchtlingen in Österreich arbeitet, konnten sie mit Hilfsgütern versorgt werden. Kurzfristig wurde von den serbischen Behörden eine leerstehende Pension zur Verfügung gestellt, eine lebensrettende Maßnahme bei Temperaturen um –20 °C. Teams der Osteuropamission Ungarn und Serbien, verstärkt durch einen indischen Christen, brachten neben warmer Kleidung und Hilfsgütern die rettende Botschaft des Evangeliums. Durch die Brennholzaktion konnte das Leid des harten Winters für etliche Familien in Rumänien, Serbien, in der Ukraine, im Kosovo und in Ungarn gemildert werden. Die Not der Armen lindern die Suppenküchen in Serbien und die Verteilung von Lebensmittelpaketen bei Besuchen und Einsätzen. Haus der Hoffnung Zu allen Zeiten ein warmes Zuhause hatten die Kinder im Haus der Hoffnung in Sambateni/Rumänien. Für größere Kinder, für die nur noch schwer Adoptiveltern gefunden werden können, wurde das Projekt Pflegepatenschaften ins Leben gerufen. Dadurch wird es rumänischen Familien ermöglicht, ein Kind aufzunehmen. Im Herbst 2012 konnten Daniel und Florin zu ihrer Pflegefamilie im selben Dorf ziehen. Ihre Pflegemutter ist Dana, die seit vielen Jahren im Haus der Hoffnung angestellt ist. Adoptiveltern aus Bukarest nahmen die Zwillinge Marius und Daniel in ihre Familie auf. Ein kleineres Zwillingspärchen ist neu ins Haus der Hoffnung eingezogen. Auf Pflegeeltern oder Adoptiveltern warten noch die beiden großen Buben, die schon in die Schule gehen und als Letzte von der „ersten Generation” im Haus der Hoffnung leben und schon oft gesehen haben, wie andere Kinder zu Mama und Papa ziehen durften.

Hilfe zur Selbsthilfe Hilfe zur Selbsthilfe war auch im Jahr 2012 ein wichtiges Anliegen der Osteuropamission. In Serbien konnte Familie Mészáros eine Imkerei aufbauen, nachdem der Familienvater seinen ursprünglichen Beruf nicht mehr ausüben kann. Andere Familien konnten ihren Gemüseanbau in Gewächshäusern ausbauen. In Rumänien erhielt Familie Ursulica die nötigen Mittel, um ein zweites Gewächshaus einzurichten, das – wie schon das erste – nicht nur der Familie sondern auch den Armen in ihrem Dorf und Notleidenden aus ihrer christlichen Gemeinde zugutekommt. Ein wichtiger Teil der Hilfe zur Selbsthilfe ist die von Paul Militaru geleitete Trainingsschule in Brasov, wo begabte und bedürftige Kinder Förderung erfahren, um ihnen später einen besseren Start ins Berufsleben zu ermöglichen (siehe nachstehenden Artikel). Hilfsgütertransporte 10 Hilfsgütertransporte aus Österreich gingen in das ungarische Missionszentrum Inárcs und von dort weiter nach Rumänien, Serbien und in andere Teile Osteuropas. Ein außergewöhnliches Ereignis war der Transport von 7 lebenden Schafen von Tirol zu einer alten Bäuerin in Ungarn, für welche die Tiere eine große Verbesserung ihrer Lebenslage bedeuten. 16 Transporte gingen direkt nach Rumänien.

Weihnachtspakete Am Ende des Jahres durften wir wieder an die 1.000 von der Stiftung ORA zur Verfügung gestellte Weihnachtspakete nach Ungarn bringen. Ganz herzlichen Dank an unsere Freunde von ORA in Andorf und Leogang! Die von unseren Mitarbeitern in Ungarn, in Rumänien,

in der Ukraine, in Serbien und im Kosovo veranstalteten Weihnachtsfeiern mit Verkündigung des Evangeliums und Geschenkverteilung sind eine große Freude für die Kinder und deren Eltern.

Dienst an den Leprakranken in der Ukraine Hilfe erfuhren auch zahlreiche Leprakranke in der Ukraine. Offiziell existiert diese Krankheit weder in Russland noch in der Ukraine, daher müssen die Medikamente von der ungarischen Lepramission ins Land gebracht werden. Nach offizieller Version leiden die Patienten an Syphilis. Der reformierte Pfarrer Leonard Hanykovics betreut Leprakranke aus verschiedenen Ländern der Sowjetunion in mehreren Kolonien auf Besuchsreisen über tausende von Kilometern. Die Kranken sind für die Gottesdienste und die praktische Hilfe sehr dankbar. In einigen der Kolonien sind christliche Gemeinden entstanden. Leonard betreut auch viele andere Kranke, Behinderte und Waisenkinder. 20 Jahre Osteuropamission Ungarn Grund zum Feiern gab es im Mai. Die Osteuropamission Ungarn beging ihr 20-jähriges Jubiläum. Missionsmitarbeiter aus Albanien, Rumänien, Serbien, der Ukraine und Ungarn sowie Eelco und Elsbeth de Boer aus der Schweiz und Waltraud und Josef Jäger aus Österreich und eine große Gruppe ungarischer Missionsfreunde kamen am 12. Mai zu einem Dankgottesdienst in einem Festzelt auf dem Missionsgelände in Inárcs zusammen. Tibor Varga war aus Serbien mit seinem neuen, von der OEM finanzierten Missionsfahrzeug angereist. Den Lobpreis leitete die beeindruckende Zigeunerband Amaro Del aus der Ukraine. Diese Männer sind ein lebendiges Zeugnis der verändernden Liebe Gottes. Die Verkündigung des Evangeliums zusammen mit praktischer


Hilfe hat ihre Herzen berührt, ebenso wie die vieler anderer während der letzten 20 Jahre. Dafür sind wir unserem Herrn Jesus sehr dankbar. Die zahlreichen Missionsreisen Imre Feketes, des ungarischen Leiters, und seiner Mitarbeiter machen viele Kontakte zu den Bedürftigen und Hilfeleistung erst möglich, wie die Unterstützung des Dienstes im Norden Albaniens.

Kinderpatenschaften, Ferienlager Ein Dienst an den Kindern und ihren Familien ist die Unterstützung durch die steigende Zahl an Kinderpatenschaften, für die die Paten seit 2012 höhere Beiträge leisten, und die Veranstaltung von Ferienlagern, die Kindern aus bedürftigen Familien eine unbeschwerte Zeit der Erholung ermöglichen. Zugleich wird ihnen die Frohe Botschaft nähergebracht, wie dies auch bei den

evangelistischen Sommereinsätzen geschieht. Gebet für die verfolgte Kirche Im November luden wir wieder ein, den Gebetstag für die verfolgte Kirche zu begehen, der von der Evangelischen Allianz organisiert wird. Damit besinnt sich die Osteuropamission auf ihre Wurzeln in einer Zeit, als Christen in ganz Osteuropa massiv verfolgt wurden.

Haus der Hoffnung – Präsentation 2013 Liebe Missionsfreunde, auch heuer gibt es wieder die Gelegenheit, Marion und Dorin Moldovan in Ihre Gemeinde oder Ihren Hauskreis, in Ihre Gruppe oder Ihre Schule einzuladen. Marion schreibt: Gerne möchten wir Euch wieder besuchen, um über unsere Arbeit hier in Sambateni zu berichten, wie es den Kids geht, was alles so passiert ist, wie es im Mutter-Kind-Zentrum weitergeht usw. Sehr gerne halten wir Euch auf dem Laufenden und möchten unsere Freuden und unsere Sorgen mit Euch teilen. Solange unsere Kids die Schulbank drücken, ist ein Besuch nur in den Sommerferien möglich. Darum haben wir uns die Zeit wie folgt eingeteilt: Region Ost Region Süd Region Mitte Region West

30. Juni – 05. Juli 06. Juli – 13. Juli 14. Juli – 23. Juli 24. Juli – 30. Juli

Wir freuen uns sehr über Einladungen und werden mit Bild und Bericht in unsere Arbeit Einblick geben, die wir in den letzten Jahren durch Gottes große Gnade und Hilfe aufgebaut haben. Wenn wir mit einer Präsentation zu Euch kommen sollen, dann gebt uns bitte bis Ende März Bescheid! E-Mail von Familie Moldovan/Haus der Hoffnung: mdcasasperanta@yahoo.com oder kontaktieren Sie das Büro der Osteuropamission.

Erfolgreiche Schüler in Brasov (Rumänien) In der Trainingsschule in Brasov erzielten im vorigen Jahr alle geförderten Kinder gute, teils hervorragende Ergebnisse bei entscheidenden Prüfungen. Deborah Militaru (14), die Tochter des Projektleiters, erhielt ein staatliches Diplom als Auszeichnung für hervorragende Schulleistungen. Der Preis wurde bei einer offiziellen Feier in Brasov von einem Regierungsvertreter überreicht, eine große Freude für die ganze Familie. Es ist ein gutes Zeugnis für andere, wenn Gottes Kinder an der Spitze stehen! Vor Weihnachten veranstaltete Paul für die Kinder der Trainingsschule eine kleine Weihnachtsfeier, die für alle sehr schön war. Auch für ihre Familien durften die Kinder Süßigkeiten mit nach Hause nehmen. Trotz anhaltender gesundheitlicher Probleme ist Paul voll im Einsatz. Zusätzlich zu seinem Halswirbelleiden und schlechten Blutfettwerten muss er sich demnächst wegen Krampfadern, die starke Beschwerden verursachen, operieren lassen. Zusammen mit seiner Frau Ligia verteilte er in den letzten Wochen Brennholz und Lebensmittel. Von ganzem Herzen dankt er für alle Unterstützung, die nicht nur die Hilfe finanziell möglich macht, sondern auch die Gewissheit vermittelt, dass andere an ihn und seine Schützlinge denken und dass Gott wunderbar wirkt und für alles sorgt.

Missionsnachrichten Februar 2013  

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