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Herzlichen Glückwunsch im Juni 2017 Altersjubilare der Stadt Oelsnitz/Vogtl.:

zum 90. Geburtstag Kätzel, Heinz zum 85. Geburtstag Graf, Liane Todt, Irene zum 80. Geburtstag Meyer, Klaus Zscherper, Elfriede Juditzki, Horst

zum 80. Geburtstag Huster, Ronald Müller, Margot Hänsgen, Hans Nitzsche, Hanne-Lore Roth, Johannes Müller, Roland Meier, Waltraud Sturm, Klaus Witt, Hildebrand

zum 75. Geburtstag Pestel, Rosemarie Brieschke, Gerda Barthel, Rolf

zum 70. Geburtstag Fröhlich, Irene Posselt, Klaus Wohlfarth, Rainer Breuer, Karin Rogler, Fritz zum 75. Geburtstag Schrimpf, Lothar Dr. Haller, Konrad Grabs, Ellen Nauruschat, Günter Hohmann, Renate Hessel, Jürgen Künzel, Hildegard Semmelmann, Bernd Strauß, Walter Tschervinski, Valentin Schneidenbach, Johannes Kaiser, Roswita Herold, Gisela Gräf, Karla

Altersjubilare der Gemeinde Bösenbrunn: zum 85. Geburtstag Müller, Heinz

zum 75. Geburtstag Berger, Ursula Niemietz, Erika Sünderhauf, Erika

Altersjubilare der Gemeinde Eichigt: zum 90. Geburtstag

Strobel, Herbert

Altersjubilare der Gemeinde Triebel/Vogtl.: zum 85. Geburtstag

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Künzel, Erna

zum 70. Geburtstag Riedel, Bernd Blanke, Ottfried David, Werner

BIOGRAPHISCHES KALENDERBLATT (134)

Am 28. Mai wird der frühere Direktor des Teppich- und Heimatmuseum auf Schloss Voigtsberg in Oelsnitz, Klaus Söllner, 85 Jahre alt. Geboren wurde er am 28. Mai 1932 in Weischlitz als Sohn des 1966 verstorbenen Plauener Zahnarztes Otto Söllner, der 1947 ein halbfertiges Haus in Pirk kaufte. Die Mutter war Margarethe Else, geborene Wettstein (30. September 1908 bis 22. April 1994). Im Haus der Eltern waren vogtländische Maler und Dichter gerngesehene Gäste – so etwa der bedeutende Schriftsteller Kurt Arnold Findeisen (1883 bis 1963). Der ältere Bruder von Klaus Söllner, Peter Söllner (6. März 1929 bis 18. September 2001), war Oberstudiendirektor in Berlin-Wilmersdorf, die jüngere Schwester ist die bekannte Künstlerin Susanne Söllner-Burr, die nach langen Jahren in Solingen heute wieder in Pirk lebt und am 14. Juni ihren 80. Geburtstag feiern kann. Klaus Söllner besuchte die Diesterwegschule in Plauen und studierte danach Biologie. In Plauen wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter des Vogtlandmuseums unter dessen Direktor Rudolf Donnerhack (1903 bis 1980) und zeichnete für Bodenfunde verantwortlich. In dieser Zeit bei zahlreichen Plauener Baustellen in Angelegenheiten der Archäologie und Baubefunde unterwegs – wobei aufsehenderregende Entdeckungen wie 1969 das Aufspüren eines romanischen Kapitells mit einer Gesichtsdarstellung im Eckhaus Altmarkt 11/Straßberger Straße 2 in der Leibung eines gotischen Fensters gelangen. Klaus Söllner wirkte einige Zeit am Museum in Greiz und folgte ab 1979 Gerhard Windisch als Direktor des Teppichund Heimatmuseums auf Schloss Voigtsberg. Beim Aufbau des Museums, das auf Betreiben Windischs 1968 ins Schloss zurückgekehrt war, erwarb sich der ebenso rührige wie streitbare Forscher nachhaltige Verdienste. Diese bestanden zum einen in zahlreichen Ausstellungen zur Geschichte und zum vogtländischen Handwerk sowie den beliebten und viel besuchten Weihnachtsausstellungen, aber ebenso in der Erforschung der Oelsnitzer Stadtgeschichte, zu der Klaus Söllner ebenso wie zu bautechnischen und architektonischen Fragen umfangreiche publizierte. Im Amt des Direktors des Museums blieb er bis 1989, sein Nachfolger wurde Andreas Wild. Bei der Rekonstruktion des Schlosses war der Vogtländer beratend tätig, engagierte sich im Heimatwerk Oelsnitz und im Verein für vogtländische Geschichte, Volks- und Landeskunde, als Museumswissenschaftler und Denkmalpfleger. Arbeiten von Klaus Söllner erschienen unter anderem in den „Vogtland-Jahrbüchern“ und der Oelsnitzer Ausgabe der „Freien Presse“. Zu den Themen seiner Forschungen und Veröffentlichungen gehörten mit Bezug auf Oelsnitz die Jakobikirche, das Zoephelsche Haus, die Stadtmauer, das Amt Voigtsberg die Vögte von Straßberg – vor allem aber Schloss Voigtsberg. Im Umfeld des Jubiläums 750 Jahre Schloss Voigtsberg 1999 publizierte er zahlreiche Beiträge. Im Band 2 der Voigtsberger Museumsreihe, erschienen 1999, ist ein umfangreicher Abschnitt von 30 Seiten der Geschichte des Schlosses gewidmet, ohne Frage einer der besten Darstellungen dieses Themas. Im Ruhestand zog Söllner nach Dresden, bevor für den verwitweten Vater von zwei Töchtern zunächst Nürnberg die nächste Station war. Die Tochter Konstanze leitet die Bibliothek der Universität Erlangen-Nürnberg, die zweite Tochter Barbara ist Lehrerin. Klaus Söllner lebt in einem Seniorenstift in Bad Windsheim. Im Jahr 2015 konnte er einen Interpretations-Ansatz zur ältesten Territoriumsbeschreibung des heutigen Gebietes des sächsischen Vogtlandes, der DobnagauGrenze von 1122, in den Mitteilungen des Vereins für vogtländische Geschichte, Volks- und Landeskunde publizieren. Ronny Hager Quellen und Literatur Hager, Ronny (2012): Ex-Museumsleiter feiert 80. Geburtstag. In: Freie Presse Oberes Vogtland vom 26. Mai 2012. Thümmel, Marjon (2012): Klaus Söllner feiert 80. Geburtstag. Er ist Archäologe der ersten Stunde und setzt sich seit den 60er Jahren für Boden- und Baudenkmalpflege der Stadt Plauen und des Vogtlandes ein – Klaus Söllner. Am Pfingstmontag feiert der gebürtige Weischlitzer seinen 80. Geburtstag. In: Vogtland-Anzeiger Vogtland-Kultur vom 26. Mai 2012.

Stadtanzeiger · 26. Mai 2017

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Stadtanzeiger Mai 2017  

Stadtanzeiger der Großen Kreisstadt Oelsnitz/Vogtl.

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