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Liebesbriefe an das Leben Mein Fastenkalender 2016


10.–13.2.16 Liebe Leserin, lieber Leser Wie kann die Menschheit die Herausforderungen der heutigen Zeit be­ wältigen? Wie kann sie zum Beispiel globale Ungerechtigkeit beheben oder die Umweltverwüstung stoppen? Um das zu erreichen, ist etwas ganz zentral: Sorgfalt. Es wäre schön, wenn wir alle sorgfältiger handeln würden -- rücksichtsvoller, aufmerksamer und mit mehr Liebe. Was wirklich wichtig ist im Leben, müssen wir pflegen und stärken statt zerstören. Dabei kann der vorliegende Fastenkalender behilflich sein: Er ist eine Sammlung von Liebesbriefen an das Leben. Die einen Briefe erzählen davon, was den Menschen in unseren Projekt­ ländern am Herzen liegt und wofür sie sich engagieren. Zum Schutz ihrer Persönlichkeit haben wir die Namen geändert. Daneben gibt es zahl­ reiche Briefe, die wir selber verfasst haben. Sie handeln von Themen, die speziell uns Menschen im Norden bewegen und bei denen unsere Sorg­ falt gefragt ist. Auf den Briefen steht jeweils ein Datum: Jeweils drei Tage lang behandeln wir vertieft ein Thema. Wir hoffen, dass Sie beim Lesen der Liebesbriefe erkennen, wo Sie Ihre eigene Lebensgestaltung ändern möchten, und ent­ sprechend handeln. Wir wünschen Ihnen eine bereichernde Fastenzeit.

Jeanne Pestalozzi Stiftungsratspräsidentin Brot für alle

Urs Müller Präsident Partner sein

Bischof Felix Gmür Stiftungsratspräsident Fastenopfer

Leben Sie während der Fastenzeit besonnener: Während der kommenden 40 Tage haben Sie die Möglichkeit, sich einerseits bewusst Freiräume zu schaffen -- das heisst, nicht alles mitzumachen und mehr Zeit für sich zu finden. Andererseits bietet die Fastenzeit die Chance, sorgfältiger zu denken und zu handeln. Wir haben einige Anregungen für Sie zusammengestellt.

Ich möchte:

sorgfältiger einkaufen

die Umwelt schonen

langsamer essen

Freundschaften pflegen

fit werden

weniger Ablenkung

mich erholen


Sonntag 14.2.16

Die Liebe ist langmütig und gütig … Sie erträgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet alles. 1. Korinther 13,4. 7.

Jahrhundertelang hat man Frauen vorgeschrieben, um der Liebe und des ­häuslichen Friedens willen alles zu erdulden und alle Lebensbedingungen ­anzu­­nehmen. Um des allgemeinen Fortschritts willen sollen sich auch heute ­Arbeiter und Arbeiterinnen mit geringen Löhnen und schlechten Arbeits­ bedingungen ­zufrieden geben, nicht nur in Bangladesh! Ja, die Liebe duldet alles – aber nicht die Ungerechtigkeit Die Liebe erträgt alles – aber nicht die Ausbeutung Sie glaubt alles – aber nicht an die Herrschaft des Kapitals über das Leben Sie hofft alles, sie verkündet Gottes Welt des Friedens – schon jetzt Sie ist langmütig – und hört nicht auf zu lieben Sie ist gütig und allen zugewandt – auch denen, die meine Gegner sind und die ich nicht mag


15.–17.2.16 Liebesbrief an die Wahrheit – von Odette Makiati aus dem Kongo Liebe Wahrheit

Das mit dir ist so eine Sache. Manch einer dreht

und wendet dich nach Belieben. Schafft sich seine eigene Wahrheit, damit er Schuld von sich weisen und ruhig einschlafen kann. Gründe sind F ­ aulheit, Ignoranz, Skrupellosigkeit oder Profitgier.

Die Minenbetreiber behaupten, alles sei in Ord­nung. Aber das stimmt nicht: Das Wasser ist v ­ erschmutzt

und unsere Häuser gehen wegen der Sprengungen

kaputt. Dagegen gibt es nur ein Mittel, um sich

Odette dokumentiert im Kongo die ­Umweltschäden durch Kupferminen.

zu wehren: beweisen, dass diese Wahrheit in Wirk-

Odette Makiati

n Minenbetreiber verdrehe die Wahrheit. ti decken die

e Makia Dorfbewohner wie Odett er auf. Sie belegen, Lügen der Minenbetreib Minen anrichten: Zum welche Zerstörung die r aus einer Kupfer­mine Beispiel, dass Abwässe nd gereinigt oder nicht immer noch ungenüge obwohl die Firma sagt, zurückgehalten werden, Brot für alle und sie habe alles geregelt. hen, dass die Firmen ­Fastenopfer wollen erreic r­ ehörigen Konzerne Ve vor Ort und die dazug n und korrekt handeln. antwortung übernehme

Brot für alle und Fastenopfer unterstützen die lokale Organisation AFREWATCH. Wir schulen die unter den Folgen des Kupferabbaus ­leidende Bevölkerung in: - Menschenrechten und Verhandlungs­ techniken, damit die Betroffenen ihre Rechte ­kennen und einfordern können - Bergbauvorschriften, um die Bewohner/innen vor Missbräuchen zu schützen - Dokumentationstechniken, um die Umwelt­ verschmutzung durch die Minen zu belegen

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Fastenopfer: CD 130587 Brot für alle: 835.8018

Gemeinsam gegen Lügen und ­Unrecht.

Gesetze.

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­g eschrieben, ich muss los: dich finden!

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lichkeit auf Lügen gebaut ist. Aber genug


18.– 20.2.16

Liebe Gewohnheit Du und ich, wir kennen uns schon lange. Im Kindergar ten bin ich dir

zum ersten Mal begegnet. Inzwischen sehen wir uns täglich. Du hilfst mir, ein geregeltes Leben zu führen.

Doch du, liebe Gewohnheit, hast auch deine Tücken: Wegen dir werde ich unflexibel, verfalle in einen Trott und werde unaufmerksam. Das führ t dazu, dass ich im Alltag die besonderen Momente nicht mehr wahrnehme. Und dass ich in meiner Entwicklung stehen bleibe.

Ich habe darum beschlossen, mich etwas von dir zu lösen. Ab sofor t

will ich dem Alltäglichen wieder vermehr t mit offenen Augen begegnen. Nicht immer alles gleich machen, neugierig bleiben. Nur wenn ich über das Gewohnte hinausgehe, komme ich auf neue Ideen und Einsichten.

Und kann meinem Leben so eine neue Richtung geben – den Alltag und die kleinen Dinge neu wahrnehmen.

anken die nd, damit die Ged "Der Kopf ist ru Picabia können." Francis ­Richtung ändern

Haben Sie Mut für Neues:

Gewohnheit, die Sie gerne einmal Schreiben Sie in diesen Kasten eine das konkret umsetzen werden. durchbrechen möchten, und wie Sie


Sonntag 21.2.16

Stark wie der Tod ist die Liebe … Auch mächtige Wasser können die Liebe nicht löschen, auch Ströme schwemmen sie nicht weg. Hoheslied 8,6a.7a

Wenn die Wasser des Alltags über uns schwappen, wenn wir drohen unterzugehen in all den Ansprüchen, wenn uns die hässlichen Worte öfter über die Lippen ­rutschen als die guten, wenn wir uns immer weniger Zeit nehmen füreinander, wenn es uns so schwerfällt, uns zu entschuldigen: Dann ist es höchste Zeit, an die Schönheit des Anfangs zu denken, an alles, was uns beflügelt hat. Erinnerst du dich? Verrückt waren wir, kein Baum war sicher vor uns – die ganze Welt sollte es wissen und alles sollte neu werden! Das ist doch noch da, auch wenn es manchmal harzt!


22.–24.2.16 Liebesbrief an die Gesundheit – von Sister Hongera aus Tansania

Liebe Gesundheit Du bist etwas vom Wichtigsten, was die Menschen haben. Und doch beachten sie dich oft erst, wenn sich deine Gegenspielerin in den Vordergrund drängt: die Krankheit. In unserer kleinen Krankenstation mussten wir oft mitansehen, wie du immer schwächer und deine Gegnerin immer stärker wurde. Bis sie dich – viel zu oft – besiegt hatte. Nicht, weil sie grundsätzlich mächtiger ist als du, sondern weil wir weder die Mittel noch das Wissen hatten, um dich zu unterstützen. Doch zum Glück verbessern sich unsere Möglichkeiten jetzt. Schon bald werde ich meine Ausbildung zur Laborantin ­ab­schliessen. Einige meiner Mitschwestern werden Kranken­ pflegerin, Hebamme oder administrative Fachkräfte. Jeden Tag, an dem wir etwas Neues lernen, wirst du stärker. Ich bin stolz, liebe Gesundheit, an deiner Seite stehen zu dürfen!

Deine Sister Hongera

Partner sein sorgt in Tansania für bessere Gesundheit.

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Sister Hongera kann dank ihrer Ausbildung Krankheiten bald besser diagnostizieren.

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ania ist Im westlichen Hochland von Tans ierig. die gesundheitliche Versorgung schw n, sterben Weil Fachpersonal und Wissen fehle kheiten ­Menschen an behandelbaren Kran überleben ys Bab wie Malaria oder Mütter und komplizierte Geburten nicht. hen den Partner sein hilft vor Ort. Wir ermöglic enordens Schwestern des anglikanischen Frau n und tatio kens die Ausbildung in einer Kran zentrum. heits erweitern diese zu einem Gesund er Arzt und Das Projekt wird von einem Schweiz lokalen Spezialisten begleitet.

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25.– 27.2.16

Lieber Regen Ich habe dir oft unrecht getan, wenn ich dir begegnet bin -- ohne Schirm oder Schutzkleidung. Wenn du tagelang nicht aufhören wolltest, die Natur und meine Gedanken aufgeweicht hast, dann habe ich mich über dich geärgert. Das war unklug. Denn ohne dich gäbe es kein Leben auf unserer Erde. Bleibst du aus, bedeutet das Leid und Sterben -- für Mensch, Tier und die Natur. Deshalb entschuldige ich mich bei dir. Ich verspreche, mich in Zukunft mehr zu freuen, wenn ich dich sehe. Ich will dich achten, mich an deinem Rhythmus erfreuen. Aber ich will dich auch ernst nehmen, wenn du in Strömen kommst und bedrohliche Ausmasse annimmst. Du lehrst mich, die Schöpfung zu achten und sorgsam mit der Natur umzugehen. Denn unsere Sorglosigkeit kann dazu führen, dass du zur Lebensbedrohung wirst. Mit jedem Tropfen auf meiner Haut erinnerst du mich daran, dass ich wie du Teil der Schöpfung bin. Bis bald, ich freu mich auf dich!

"Manche Leute fühlen den Regen. Andere werden einfach nur nass." Bob Marley


Sonntag 28.2.16 Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst. Lukas 10,27

Wir alle sind eingeknüpft in weitverzweigte Beziehungsnetze. An jedem Knotenpunkt treffen wir unsere «Nächsten» mit ihren Schicksalen und Nöten. Sie sind nicht einfach Objekte unserer Sozialpolitik, sondern wollen als Menschen in ihrer Würde und mit ihren Anliegen wahrgenommen werden: Ein Lächeln, das Verständnis ­signalisiert, ein Wort, das keine Rüge ist, ein Quäntchen Zivilcourage ändern die Welt, in der wir leben. Es geht darum, den «Sinn der Anteilnahme» zu entwickeln, wie die polnische Dichterin Wislawa Szymborska das nennt. Auf die Frage «Wer ist mein Nächster, den ich lieben soll?» erzählt Jesus die ­Geschichte von einem Mann, der nach Jericho reiste und unter die Räuber fiel … ­(Lukas 10,25–37) Lesen Sie nach!


29.2.–2.3.16 Liebesbrief an die Heimat – von Jean Bernard Traoré aus Burkina Faso

Liebe Heimat Ich habe dich verloren. Über diesen Verlust werde ich nicht hinweg­ kommen. Der Schmerz sitzt tief in meiner Seele. Mein Haus liegt in Trümmern. Nie wieder werde ich auf meinem Feld säen oder im Schatten des grossen Dorfbaumes sitzen können. Denn wo du warst, liebe Heimat, entstehen jetzt Goldminen. Dynamit und riesige Bagger reissen Löcher in den Boden. Sie zerstören das Land unserer Ahnen. Die Minenbetreiber haben uns zwar neues Land gegeben -- doch es ist unfruchtbar. Dennoch geben wir nicht auf! Wir wehren uns gegen die Minenbesitzer und den Staat Burkina Faso. Wir werden es schaffen, den trockenen Boden zu bebauen, damit niemand verhungert. Wir kämpfen weiter. Für uns. Für unsere Kinder. Und für die Hoffnung, dass wir Gerechtig­ keit erfahren und wieder eine Heimat finden werden.

• Wir helfen den Kleinbauern, ihre Felder gegen Trockenheit zu schützen. • Wir schulen die Frauen in ertrag­reicheren Anbaumethoden. • Wir integrieren junge Menschen in ­landwirtschaftliche Projekte, damit sie nicht in illegalen Minen arbeiten.  ir beraten die Bevölkerung, damit sie •W ihre Rechte besser einfordern kann.

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Im Nordosten von Burkina Faso unterstützt Fastenopfer zusammen mit lokalen Partnern Tausende Familien, die wegen Goldminen zwangsumgesiedelt wurden:

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Fastenopfer hilft den Vertriebenen in Burkina Faso.

Fastenopfer: BF 130 589

Kleinbauern wie Jean Bernard ­ rauchen jetzt unsere ­ b Unterstützung.

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Jean Bernard Traoré

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3.– 5.3.16

Liebe Verantwortung In der globalisierten Welt wird es immer schwieriger, dich wahrzunehmen. Natürlich versuche ich, so zu handeln, dass ich niemandem schade. Das gelingt mir in meinem direkten Umfeld oft gut. Aber ich kann nicht mit Sicherheit sagen, welche Folgen mein Wocheneinkauf, meine Ferien oder meine neue Hose woanders auf der Welt haben. Wie gerne möchte ich mich darauf verlassen können, dass die Dinge, die mir angeboten werden, unter guten Bedingungen hergestellt wurden. Hierfür bin ich darauf angewiesen, dass auch andere ihre Verantwortung wahrnehmen. Sei es der Betreiber der Kakaoplantage für die Pflückerinnen, der Manager einer Textilfabrik für die Näherinnen oder der Chef einer Rohstoffmine für die Umwelt. Doch leider nehmen es viele Konzerne nicht so genau mit dir, liebe Verantwortung. Zum Glück können wir dir zu etwas Rückenwind verhelfen!

Unterzeichnen auch Sie die Konzernverantwortungsinitiative.

Eidgenössische Volksinitiative

«Für verantwortungsvolle Unternehmen – zum Schutz von Mensch und Umwelt»

Im Bundesblatt veröffentlicht am 21. April 2015. Die unterzeichneten stimmberechtigen Schweizer Bürgerinnen und Bürger stellen hiermit, gestützt auf Art. 34, 136, 139 und 194 der Bundesverfassung und nach dem Bundesgesetz vom 17. Dezember 1976 über die politischen Rechte, Art. 68 ff., folgendes Begehren: Die Bundesverfassung wird wie folgt geändert: Art. 101a Verantwortung von Unternehmen 1 Der Bund trifft Massnahmen zur Stärkung der Respektierung der Menschenrechte und der Umwelt durch die Wirtschaft. 2 Das Gesetz regelt die Pflichten der Unternehmen mit satzungsmässigem Sitz, Hauptverwaltung oder Hauptniederlassung in der Schweiz nach folgenden Grundsätzen: a. Die Unternehmen haben auch im Ausland die international anerkannten Menschenrechte sowie die internationalen Umweltstandards zu respektieren; sie haben dafür zu sorgen, dass die international anerkannten Menschenrechte und die internationalen Umweltstandards auch von den durch sie kontrollierten Unternehmen respektiert werden; ob ein Unternehmen ein anderes kontrolliert, bestimmt sich nach den tatsächlichen Verhältnissen; eine Kontrolle kann faktisch auch durch wirtschaftliche Machtausübung erfolgen; b. Die Unternehmen sind zu einer angemessenen Sorgfaltsprüfung verpflichtet; sie sind namentlich verpflichtet, die tatsächlichen und potenziellen Auswirkungen auf die international anerkannten Menschenrechte und die Umwelt zu ermitteln, geeignete Massnahmen zur Verhütung von Verletzungen international anerkannter Menschenrechte und internationaler Umweltstandards zu ergreifen, bestehende Verletzungen zu beenden und Rechenschaft über ergriffene Massnahmen abzulegen; diese Pflichten gelten in Bezug auf kontrollierte Unternehmen sowie auf sämtliche Geschäftsbeziehungen; der Umfang dieser Sorgfaltsprüfungen ist abhängig von den Risiken in den Bereichen Menschenrechte und Umwelt; bei der Regelung der Sorgfaltsprüfungspflicht nimmt der Gesetzgeber Rücksicht auf die Bedürfnisse kleiner und mittlerer Unternehmen, die geringe derartige Risiken aufweisen; c. Die Unternehmen haften auch für den Schaden, den durch sie kontrollierte Unternehmen aufgrund der Verletzung von international anerkannten Menschenrechten oder internationalen Umweltstandards in Ausübung ihrer geschäftlichen Verrichtung verursacht haben; sie haften dann nicht nach dieser Bestimmung, wenn sie beweisen, dass sie alle gebotene Sorgfalt gemäss Buchstabe b angewendet haben, um den Schaden zu verhüten, oder dass der Schaden auch bei Anwendung dieser Sorgfalt eingetreten wäre; d. Die gestützt auf die Grundsätze nach den Buchstaben a–c erlassenen Bestimmungen gelten unabhängig vom durch das internationale Privatrecht bezeichneten Recht.

Kanton

PLZ

Name, Vorname (eigenhändig und möglichst in Blockschrift)

Politische Gemeinde

Geburtsdatum Wohnadresse (Tag | Monat | Jahr) (Strasse und Hausnummer)

1

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Eigenhändige Unterschrift

Kontrolle (leer lassen)

Auf dieser Liste können nur Stimmberechtigte unterzeichnen, die in der genannten politischen Gemeinde in eidgenössischen Angelegenheiten stimmberechtigt sind. Bürgerinnen und Bürger, die das Begehren unterstützen, mögen es handschriftlich unterzeichnen.

Wer bei einer Unterschriftensammlung besticht oder sich bestechen lässt oder wer das Ergebnis einer Unterschriftensammlung für eine Volksinitiative fälscht, macht sich strafbar nach Art. 281 beziehungsweise nach Art. 282 des Strafgesetzbuches. Das Initiativkomitee, bestehend aus nachstehenden Urheberinnen und Urhebern, ist berechtigt, diese Volksinitiative mit absoluter Mehrheit seiner stimmberechtigten Mitglieder zurückzuziehen: Baumann Michael, Brot für alle, Alter Aargauerstalden 32, 3006 Bern | Bühlmann Cécile, Greenpeace, Guggistrasse 17, 6005 Luzern | Calmy-Rey Micheline, alt Bundesrätin, Rue du Général-Dufour 24, 1211 Genève 4 | Herkenrath Marc, Alliance Sud, Agnesstrasse 25, 8004 Zürich | Holenstein Anne-Marie, Entwicklungsexpertin, Krokusweg 7, 8057 Zürich | Karagounis Ion, WWF, Nelkenstrasse 3, 8245 Feuerthalen | Kurmann Anton, Jesuiten weltweit, Hirschengraben 74, 8001 Zürich | Marty Dick, alt Ständerat, Righizzolo, 6938 Fescoggia | Missbach Andreas, Erklärung von Bern, Hönggerstrasse 137, 8037 Zürich | Morel Caroline, Swissaid, Rebbergstrasse 31, 8037 Zürich | Nay Giusep, a. Bundesrichter, Voa Tgiern seura 19, 7077 Valbella | Niggli Peter, Entwicklungsexperte, Clausiusstrasse 39, 8006 Zürich | Palazzo Guido, Professor für Unternehmensethik, Rue Beau-Séjour 9b, 1003 Lausanne | Pittet Jean-Luc, Terre des Hommes Suisse, Rue de la Faïencerie 2, 1227 Carouge | Rieger Andreas, SGB/Unia, Bahnhofstrasse 24, 8800 Thalwil | Roth Monika, Prof. Dr. Iur., Im Roggenacker 18, 4102 Binningen | Schick Manon, Amnesty International, Chemin de Montolivet 26, 1006 Lausanne | Simoneschi-Cortesi Chiara, alt Nationalrätin, Via Nasora 16, 6949 Comano | Sommaruga Cornelio, Ehrenpräsident CAUX, Crêts-de-Champel 16, 1206 Genève | Sottas Eric, Fastenopfer, Route de Grenand 5, 1285 Athenaz | von Graffenried Alec, alt Nationalrat, Murifeldweg 66, 3006 Bern | Wettstein Florian, Professor für Wirtschaftsethik, Wartstrasse 39, 8400 Winterthur | Zwahlen Jacques, ehemaliger Unternehmensleiter, Avenue Louis-Ruchonnet 41, 1003 Lausanne.

Ablauf der Sammelfrist: 21. Oktober 2016 |

Durch die zuständige Behörde auszufüllen:

Amtsstempel

Die unterzeichnete Amtsperson bescheinigt hiermit, dass obenstehende (Anzahl) Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Volksinitiative in eidgenössischen Angelegenheiten stimmberechtigt sind und ihre politischen Rechte in der erwähnten Gemeinde ausüben. Die zur Bescheinigung zuständige Amtsperson (eigenhändige Unterschrift und amtliche Eigenschaft)

Eigenhändige Unterschrift Amtliche Eigenschaft

Datum

OEK22

Ort


E-Mail PLZ/Ort

Konzernverantwortungsinitiative c/o Brot für alle Bürenstrasse 12 Postfach 1015 3000 Bern 23

Strasse/Nr. Vorname Name Ich möchte ____ Unterschriftenflyer (à 3 Zeilen) bestellen. Ich möchte ____ Unterschriftenbögen (à 10 Zeilen) bestellen. Ich möchte weitere Informationen. Ihre Initiative ist gefragt! Damit die Konzernverantwortungsinitiative rasch zustande kommt, brauchen wir Ihre Unterstützuung. Sammeln Sie in Ihrem Familienund Freundeskreis Stimmen oder an einem öffentlichen Anlass. Ihr Engagement hilft mit, dass Schweizer Konzerne in Zukunft hoffentlich mehr Verantwortung für ihr Handeln übernehmen müssen. Darum gilt: Jede Unterschrift zählt!

Senden Sie diese Karte jetzt einem Menschen, der gute Gedanken braucht.

Die Initiative hat zum Ziel, Konzerne mit Sitz in der Schweiz gesetzlich zu ver­ pflichten, auch im Ausland Menschenrechte und Umweltschutzgesetze einzuhalten. Die Initiative wird von Brot für alle und Fastenopfer sowie weiteren 70 Schweizer ­Organisationen getragen. Füllen Sie den Initiativbogen vollständig aus und werfen Sie ihn in den Briefkasten. Gemeinsam nehmen wir so die Konzerne in ihre Verantwortung. Herzlichen Dank.

Schlechtes Zeugnis für die Schweiz.

Weil viele Grosskonzerne ihren Firmensitz in der Schweiz ­haben, liegt die Schweiz in punkto Menschenrechtsver­ letzungen weltweit auf Rang 9. Helfen Sie mit, dies zu ändern!


Sonntag 6.3.16

Und Gott machte die Tiere des Feldes, ein jedes nach seiner Art, und das Vieh nach seiner Art, und alles Gewürm der Erde nach seiner Art. Und Gott sah, dass es gut war … Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte, und siehe: Es war sehr gut. 1. Mose 1,25.31

Dass wir als Menschen nicht allein auf dieser Erde sind, sondern den Planeten mit einer Vielzahl lebendiger Wesen teilen, erfüllt mich immer wieder mit Staunen. Es ist, als ob das Leben sich selbst liebt und ständig neue Vielfalt hervorbringt. Meere, Erde und Luft, ja selbst noch die verborgensten Höhlen und die tiefsten Wasser sind erfüllt davon. Miteinander und nebeneinander müssen alle ihren Raum finden. Das lädt uns ein, nicht nur unsere Hunde und Katzen zu lieben, sondern die ganze Erde als lebendiges System. Sie verträgt keine Minenfelder, auch keinen weiter hochgeschraubten Konsum. Um ihr fragiles Gleichgewicht zu ­erhalten, braucht es unser überlegtes und verantwortungsvolles Verhalten und Teilen. Damit auch künftige Generationen noch sagen können: «Und siehe: Es war sehr gut!»


7.–9.3.16 Liebesbrief an die Sicherheit – von Isidro Veracruz aus Honduras

Liebe Sicherheit Du fehlst mir. Kürzlich bekam ich per SMS eine Morddrohung: «Du bist der Nächste!» Schnell löschte ich die Nachricht, bevor meine Familie sie entdecken konnte. Ich habe Angst. Angst um mich und meine Familie. Unser Dorf soll zwangsumgesiedelt werden – wegen einer neuen Mine. Seit ich mit anderen Gemeindemitgliedern dagegen protestiere, werde ich bedroht. Die Dorfpolizei tut nichts. Man sagt, sie vertusche nicht nur, sondern sei sogar an der Gewalt beteiligt. Wem kann ich noch vertrauen? Ich bin froh, dass uns MenschenrechtsbeobachterInnen beistehen: Sie geben uns durch ihre blosse Anwesenheit und indem sie in ihrem Land über die Z ­ustände in Honduras berichten, wieder Sicherheit. Dafür bin ich sehr dankbar.

Brot für alle beschützt Aktivistinnen und Aktivisten in Honduras.

Isidro Veracruz

Seit dem Militärputsch von 2009 ist ­Honduras deutlich unsicherer geworden – mit diesen Folgen: • geschwächte Zivilgesellschaft und ­vermehrte Korruption • systematische Bedrohung von Menschen­ rechtsaktivist/innen •B  eteiligung von Sicherheitskräften an ­Einschüchterungs- und Gewaltaktionen

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Brot für alle sammelt für HEKS: 835.374

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Mithilfe lokaler Partner begleiten Brot für alle und HEKS Menschenrechtsgruppen und Aktivisten, die sich gegen Unrecht wehren: Nationale und internationale BeobachterInnen beugen Repressalien und ­Gewalt vor und helfen bei der friedlichen Konfliktlösung.

«Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.» Mahatma Gandhi


10.–12.3.16

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Liebes Handy

Wir müssen reden.

Du bist mein treuer Begleiter: Du weckst mich am Morgen, zählst beim Joggen meine Kilometer und beim Mittages sen meine Kalorien. Du verschickst meine Kurznachrichten und E-M ails. Ich wickle Geschäf te über dich ab und rufe meine Liebsten an.

Kurz: Du hilfst mir, meinen Alltag zu orga nisieren. Und genau das ist das Problem. Ich kann nicht mehr ohne dich sein . Du piepst, ich spr inge. Kommt nichts, werde ich ner vös. Wegen dir bin ich oft nur halb bei der Sache. Ständig muss ich nach dir schielen .

Dabei möchte ich mich doch voll auf mein Gegenüber konzentrieren, möchte achtsam mit meiner Zeit und meinen Mitm enschen umgehen. Ich muss nicht 24 Stunden News aus aller Welt empfan gen.

Deshalb schal te ich dich jetzt ab. Vorerst . Bis ich dich wirklich brauche.

T ipps zum Abschalten:

nd Alltagsgegensta m Kuriosum zum f au rk Mobiltelefon: vo t in den Ve biltelefon komm 1984: erstes Mo ich gl nd wird mö 1994: SMS-Versa y mit Kamera nd Ha z 1999: erstes ner in der Schwei l-Abos als Einwoh line, on ne ho tp 2007: mehr Mobi ar hen per Sm ge r ze ei hw Sc r le 2014: 75 % al und 19 Jahren hen zwischen 12 bei den Jugendlic % sind es sogar 97

1. Handy bei Gesprächen und Mahlzeiten in der Tasche lassen.  or dem Zubettgehen das 2. V Handy auf Flugmodus stellen oder ausschalten.  andyfreie Zeiten einplanen 3. H (z.B. sonntags). 4. Diese Gratis-App kann dabei helfen: www.off time.co


Sonntag 13.3.16

Lasst uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, ­sondern mit der Tat und mit der Wahrheit. 1. Johannes 3,18 Wie gut, dass wir nicht alleine sind, wenn es darum geht, gegen die Missachtung der Rechte der Schwachen, gegen die ungeheure Konzentration des Reichtums und die Verdunkelung der Wahrheit zu protestieren. Allein bliebe es vielleicht bei den Worten. Gemeinsam wird die Hoffnung grösser, dass es gelingen könnte, die Hindernisse aus dem Weg zu räumen und das Zusammenleben neu zu gestalten. «Aus dem Weg räumen» heisst nicht zu zerstören, sondern die Prioritäten ­anders zu setzen. So, wie man in der Stube gelegentlich die Möbel umstellt und Abschied nimmt von der vertrauten Anordnung! Das öffnet ein weites Betätigungsfeld für mutige Menschen – wir müssen aber dafür sorgen, dass sie zu Wort kommen! Demos und Kampagnen als Liebes­ beweise «in Tat und Wahrheit».


14.–16.3.16 Liebesbrief an die Fruchtbarkeit – von Wilson Fernandez aus Kolumbien

Liebes Samenkorn Du bist klein. Trotzdem steckt viel Lebensenergie in dir. Du hast das ­Potenzial zu wachsen, gross und stark zu werden, dich zu vermehren. Du verkörperst Fruchtbarkeit und Hoffnung. Als ich die kleine Gemeinde El Diamante in Südkolumbien das erste Mal besuchte, wirkte der Ort leblos und ohne Hoffnung. Brandrodungen und chemische Düngemittel hatten die Böden ausgelaugt, die Ernten waren spärlich. Die Menschen hatten aufgehört, an ein besseres Leben zu glauben. Doch es ist uns gelungen, den Samen der Hoffnung zu säen. In Kursen haben die Menschen wieder gelernt, einheimische Sorten anzubauen, die Böden natürlich zu düngen und einfache Treibhäuser aufzustellen. Ihre Erträge sind gestiegen. Und sie sind näher zusammengerückt, helfen sich gegenseitig. Neue Freundschaften sind entstanden. Du siehst: Deine Saat geht auf in El Diamante! Dafür danke ich dir.

Wilson Fernandez

Fastenopfer lässt in Kolumbien die ­Zuversicht wachsen. In Zusammenarbeit mit der Vicaria del Sur verhilft Fastenopfer kolumbianischen Klein­ bauern in abgelegenen Dörfern in Schulungen zu neuen Lebensperspektiven durch: • einfache, ökologische Methoden zur Ertrags­steigerung • Schutz von Wasserressourcen • Aufforstung ­abgeholzter Flächen mit ­einheimischen Setzlingen

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Wilson ist Projektleiter der Vicaria del Sur, einer Partnerorganisation von Fastenopfer.

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Gemeindeversammlungen fördern den Zusam­menhalt zwischen den Menschen: Die Teilnehmer erfahren dort mehr über ihre Rechte als Bauern, über Frauenrechte rikanische Kolum und können gleichzeitig ihren me bie da n ü Anliegen aktiv Gehör verschaffen. s


17.–19.3.16

Liebe Eitelkeit Manchmal kann ich mich dir nicht entziehen. Wenn ich mich ausgehfertig mache, meinen Schmuck anlege und mich dann im Spiegel ­betrachte. Wenn mir Gold, Silber und glänzende Steine Eleganz und Stil verleihen. Doch eigentlich weiss ich gar nicht, unter welchen Umständen meine Schmuckstücke hergestellt wurden. Ob Kinderarbeiter in tiefe, dunkle Stollen steigen mussten, um das Gold zu schürfen? Ob beim Auswaschen der Edelmetalle Flüsse mit giftigen Abwässern ver­seucht wurden? Ob vielleicht sogar Menschen für meinen Schmuck gestorben sind? Ich entdecke da eine ganz neue Seite an dir, liebe Eitelkeit. Du bist nicht nur ein glänzendes Spiegelbild, sondern sagst mir auch, dass mir mein Schmuck nur dann wirklich Glanz verleiht, wenn niemand unter seiner Herstellung leiden musste. Erst dann steht er mir richtig gut!

Fairtrade-Gold glänzt doppelt. Als Gründungsmitglieder der Stiftung Max Havelaar freut es Brot für alle und Fastenopfer, dass es in der Schweiz jetzt Fairtrade-Gold zu kaufen gibt. Das Max-Havelaar-Fairtrade-Label zerti­ fi­ziert kleingewerbliche Bergbau­ unternehmen, die beim Goldabbau U ­ mwelt-, Sozial- und Arbeitsstandards einhalten.

Wo Sie Fairtrade-Gold kaufen können, erfahren Sie unter: maxhavelaar.ch/gold


Palmsonntag 20.3.16

Meine Lieben Schon oft habe ich Liebesbeweise für euch hinterlassen, Spuren meiner

Faszination für euch, versteckt natürlich, wie das die Liebe tut, die verführen will und nichts erzwingen.

Aus meiner ewigen Lebensfreude heraus lasse ich Raum und Zeit entstehen,

Kosmos, Evolution, auch euer Wirken und Planen. Liebend verhülle ich

mich hinter Materie, Antimaterie, Energie und Lichtgeschwindigkeit. Um euer

Forschen herauszufordern, liess ich die

Zeit auf 13,7 Milliarden Jahre andauern. Noch habt ihr nicht herausgefunden, wie Leben entstand, aber ihr seid der Entschlüsselung

der Genome auf der Spur. Noch habt ihr viele Überraschungen vor euch.

Wusstet ihr übrigens, dass ich Esel besonders mag? Herzlichst G*

Als sie den jungen Esel losbanden, sagten die Leute, denen er gehörte: Warum bindet ihr den Esel los? Sie antworteten: Der Herr braucht ihn. (Lukas 19,33-34)


21.–23.3.16

Liebesbrief an die Menschenwürde – von Xiao Mei Fang  aus Hongkong

Liebe Menschenwürde Ich tue alles dafür, dass du zurückkehrst. Zu Menschen wie der Indonesierin Suria. Um ihre arme Familie unterstützen zu können, nahm sie eine Arbeit als Haushaltshilfe in Hongkong an. Dor t begann ihr Mar tyrium: Den ersten kargen Lohn ­erhielt Suria nach acht Monaten. Sie musste rund um die Uhr für ihre Arbeitgeber da sein, hatte ­Kontaktverbot zur Aussenwelt. Beim kleinsten Fehler setzte es Hiebe. Senden Sie diese Karte jetzt einem Menschen, der gute Gedanken braucht.

Der Mensch ist die beste Medizin des Menschen. Sprichwort aus Nigeria

Suria, 28, wurde von ihrem Arbeit­ geber schon für kleinste Fehler geschla gen. Heute blickt sie dank Englisch- und Comput erkurse n in eine bessere Zukunft.


Bitte frankieren

Es dauer te Monate, bis sie es wagte, zu flüchten und in unserem Notfallzentrum Schutz zu suchen. Für Frauen wie Suria stehe ich jeden Morgen bereits um 5 Uhr auf. Für sie mache ich Überstunden und nehme Ärger mit ihren ehemaligen Arbeitgebern oder Behörden in Kauf. Nicht weil ich zu meiner Arbeit gezwungen werde. Sondern weil es mein Herzenswunsch ist. Denn es wird Zeit, liebe Menschenwürde, dass du zu diesen Frauen zurückkehrst. Brot für alle hilft unterdrückten Hausangestellten in Hongkong.

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Über 300 000 Ausländerinnen – vorwiegend aus Indonesien und von den Philippinen – arbeiten in der Millionenstadt als Hausangestellte. n Doch statt einem besseren Leben und einer gut bezahlten Stelle erwarte 21 sie oft Ausbeutung und sexueller Missbrauch. Brot für alle und Mission ­ nahme Notauf ein ong Hongk in haben mit lokalen Partnerorganisationen die n erhalte Dort zentrum für unterdrückte Hausangestellte eingerichtet. Frauen Unterstützung:

• Notunterkunft für geflohene Hausangestellte • Psychologische Betreuung für traumatisierte Frauen • Rechtsberatung für den Gang vors Arbeitsgericht • Computer- und Sprachkurse für den beruflichen Neuanfang Brot für alle sammelt für Mission 21: 222.1005

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Gründonnerstag 24.3.16

Heute 10:31 Meine Lieben Jahrtausendelang hat sich in euch die Fähigkeit zur Kommunikation entwickelt. Zuerst die Gesten und Laute der Menschenaffen, dann die Sprache des Neandertalers, schliesslich all eure Schriftzeichen und Symbole in vielfältigen Kulturen und Religionen. Ja, ihr seid nach meinem Abbilde auf Kommunikation hin angelegt. Zurzeit bevorzugt ihr Smartphones und Internet, liebt Virtuelles. Ich aber kommuniziere über Lebensnotwendiges. Ich bin mitten unter euch, wenn es um das Teilen des Brotes geht. Von Mensch zu Mensch! Herzlichst G*

Gib uns heute das Brot, das wir brauchen. (Matthäus 6,11)


Karfreitag 25.3.16

Meine Li eben Ich woll te bei euch um gött li doch eini che Nähe ge haben werben, d ie Gottfe Ich habe rne vorg mich unt ezogen. e r e u c h engagie bin ar m r t, verau unter Ar sgabt, men gew Mensch, o rden, da kein Leb m it kein ewesen v ergessen geht. Doch Unr echt, Mo rd, Folte Fanatism r, Ver ra us und K t, r ieg bleib Wie viele en. Kreuze w oll t ihr n och aufs tellen? Meine Li ebe jedoc h will Ew Leben un igkeit, G d Hingab lück, Lus e t, o hne Tode Ich habe sangst. die Liebe gewählt, Trotz all ich bleib em! Ver r e ihr tre ückter G u. ott?

Herzlichs t G*

e grössere in e k t ib g s E enn einer Liebe, als w für seine sein Leben gibt. Freunde hin ,13) (Johannes 15


Karsamstag 26.3.16


Ostern 27.3.16

Meine Lieben Lange hat es gedauer t. Jetzt aber werdet ihr als ­Menschen für den aufrechten Gang geboren, mit weitem Blick und freien Händen. Und euer Geist wurde frei! Milliarden von Neuronenverbindungen unter­ stützen euer Wachsen und Reifen. Noch seht ihr nicht sehr weit, ihr seid wie ­Embryos im Mutterleib, die noch nicht wissen, wozu Augen oder Nasen gut sind. Aber eure Gebur t steht noch bevor. Sind nicht in euch die neuen Organe des Geistes am Wachsen: Aufmerk­ samkeit, Güte, Humor, Mut, Geduld, Krea­ tivität, kurz: ein neues Herz, bereit für die Auferstehung der Toten und für eine neue Gemeinschaft, wo ich unverhüllt unter euch w ­ ohnen werde und der ­Schatten des Todes nichts mehr trüben wird. Dereinst frei von Raum und Zeit und ­Weltenhülle.

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Herzlichst G*


28.3.16

Liebesbrief an mich selbst

Liebes Ich Ja, dich meine ich. Meinen Körper, mein innerstes Wesen, m ­ eine Seele. Du bist oft zu kurz gekommen. Allen anderen habe ich viel Aufmerksamkeit geschenkt.

Ich habe mich um meine Familie, Freunde und gekümmert – ihnen zugehört und sie u ­ msorgt.

Das habe ich gern getan, doch dabei oft vergessen, dass ich auch Liebe von mir für mich brauche. Statt mich für meine positiven Eigenschaften wie

kritisiere ich mich viel eher für meine Fehler wie

zu loben,

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Es wird höchste Zeit, liebes Ich, dass ich dir einmal aus ganzem Herzen danke und mir selbst mehr Wertschätzung entgegen­

bringe. Denn schon die Bibel sagt: «Liebe deinen Nächsten wie

dich selbst.» Nur wenn ich mich selbst liebe, kann ich wahre Liebe

­weitergeben.

Damit fange ich jetzt an.

Dein/e


Ein Dankeschön aus aller Welt an Sie. Wir hoffen, Sie konnten sich während der diesjährigen Passionszeit besinnen, zur Ruhe kommen und blicken gleichzeitig gestärkt nach vorne. Gestärkt wie jene Menschen in aller Welt, die dank Ihnen und Ihrer Spende die Chance erhalten, für ihr e Rechte zu kämpfen und ein besseres Leben zu beginn en. Ihren Dank leiten wir gerne an Sie weiter! Wir wünschen Ihnen einen schönen Frühling und verabschieden uns bis zur nächsten Fastenzeit. Freundlich grüssen

Bernard DuPasquier Geschäftsführer Brot für alle

Patrick Renz Direktor Fastenopfer

Urs Müller Präsident Partner sein PS: Wir danken Ihnen herzlich, wenn Sie unsere Arbeit mit Ihrer Spende unterstützen und so den Menschen helfen, ihre Not zu lindern.


Impressum Fastenopfer Alpenquai 4 Postfach 2856 6002 Luzern Telefon 041 227 59 59 mail@fastenopfer.ch www.fastenopfer.ch Postkonto 60-19191-7 Brot für alle Bürenstrasse 12 Postfach 1015 3000 Bern 23 Telefon 031 380 65 65 bfa@bfa-ppp.ch www.brotfueralle.ch Postkonto 40-984-9 Partner sein Kirchgässli 2 4310 Rheinfelden 061 831 50 13 info@partner-sein.ch www.partner-sein.ch Postkonto 25-10000-5

Herausgeber Brot für alle (evangelisch), Bern Fastenopfer (katholisch), Luzern In Zusammenarbeit mit: Partner sein (christkatholisch), Reinfelden Text und Redaktion Matthias Dörnenburg, Elke Fassbender, Maria Dörnenburg, Daria Lepori, Dorothée Thévenaz Gygax, Jan Tschannen, Spinas Civil Voices Sonntagstexte Reinhild Traitler, evangelische Theologin und Autorin Karwoche Toni Bernet Strahm, katholischer Theologe Redaktionsschluss 18.09.2015 Gestaltung, Konzept Spinas Civil Voices Druck Vogt-Schild Druck AG, Derendingen SO Deutschsprachige Auflage 1,843 Millionen Bildnachweis Brot für alle, Fastenopfer, Partner sein, ACT Alliance, Corbis, Meinrad Schade, Shutterstock, Anton Gvozdikov, Anton Ivanov, Joel Shawn / Shutterstock.com

Brot für alle ist die Entwicklungsorganisation der Evangelischen Kirchen der Schweiz. Wir bewe­ gen Menschen im Norden zu einer verantwor­ tungsvollen Lebensweise und engagieren uns entwicklungspolitisch für das Recht auf Nahrung und Ethisch Wirtschaften. Im Süden unterstützen wir Menschen, sich aus Not und Hunger zu befreien und ein selbstbestimmtes Leben zu führen. Gemeinsam mit Partnern vor Ort zeigen wir Miss­ stände auf und setzen uns für die Rechte der Betroffenen ein.

Fastenopfer ist das Hilfswerk der Katholikinnen und Katholiken in der Schweiz. Wir setzen uns im Norden wie im Süden für eine gerechtere Welt ein, in der die Menschen nicht unter Hunger und Armut leiden, sondern ein würdiges Leben führen können. Un­ sere Partner sind Organisationen in 14 Ländern in Afrika, Asien und Lateinamerika. Nebst dem Engagement vor Ort setzen wir uns in der Schweiz und weltweit für gerechte Strukturen etwa bei Handels- und Wirtschaftsabkommen ein.

Das christkatholische Hilfswerk Partner sein sensibilisiert Menschen für Mission und Entwicklungszu­ sammenarbeit. Es unterstützt und begleitet Projekte für die soziale und wirtschaftliche Entfaltung von benachteiligten Menschen. Die Projekte dienen der Hilfe zur Selbsthilfe, wobei der Dialog mit den Projektpartnerinnen und -partnern Zeichen einer gelebten Solidarität mit den Christinnen und Christen an­ derer Länder ist.

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Fastenkalender 2016  

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