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Nr. 1

März 2010

Magazin

e i br h c S t i M e w er b wettb  Seite 1 8

Titelgeschichte: Schwierige schönheit

Sichere Kinderzimmer _ Kinderbarde Bardill _ Brillant statt Begräbnis


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Linard Bardill • Marius & die Jagdkapelle • Christian Schenker Bruno Hächler • Leierchischte • Silberbüx • Clown Pepe Sonntag, 28. März 2010, MaagEventHall Zürich, ab 14.00 Uhr www.lilibiggs-kinderkonzerte.ch

Tickets und Infos: Ticket-Line 0900 000 244 (90 Rp/Min.) Sponsoren:

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Produktion:


Inhaltsverzeichnis

Editorial

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Schönheit macht stark

06 Titelgeschichte

Schwierige Schönheit _ Schönheitschirurgie _ Was wir schön finden 16 ÖKK

Märchenwelten im Club _ Schreibwettbewerb _ Sichere Kinderzimmer _ Versicherungskarte 30 Familie

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Linard Bardill – der Kinder liebster Barde 38 kundenPorträt

Erinnerungsdiamanten aus Chur

Gerne stempeln wir Schönheit als Oberflächlichkeit ab. Es mag in schwierigen Zeiten tatsächlich belanglos wirken, über das Thema Schönheit zu sprechen. Doch das ist es nicht. Wir wissen es aus Studien: Gutes Aussehen spielt eine grosse – aber natürlich nicht die einzige! – Rolle, wenn es um die berufliche oder gesellschaftliche Profilierung geht. Anders ausgedrückt: Schönheit und Erfolg liegen oft nahe beieinander. Und: Schön und Schön gesellen sich gern. Auch das ist wissenschaftlich bewiesen. Wir achten bei unserem Gegenüber aufs Äussere, und wir gehen davon aus, dass unser Gegenüber dasselbe tut. Wir möchten, dass unsere inneren Werte auch nach aussen sichtbar sind. Und umgekehrt schliessen wir vom Äusseren unseres Gegenübers auf dessen Inneres. Das kann natürlich völlig in die Hosen gehen, aber in vielen Fällen stimmt es eben. Mit etwas Menschenkenntnis und Neugierde reimen wir uns ein Bild zusammen, das oft gar nicht so stark von der wahren Persönlichkeit abweicht. Wir geben gute Feedbacks, machen Komplimente. Erhalten wir selbst Komplimente, dann freuen wir uns darüber. So macht uns Schönheit stark. Schönheit – wir können auch das Wort Ästhetik verwenden – ist es wert, Schwerpunktthema zu sein. Zieren wir uns nicht, über dieses Thema zu sprechen, und stehen wir dazu, dass uns Äusserlichkeiten wichtig sind. Peter Werder

Impressum ÖKK Magazin / ÖKK Magazine _ vierteljährliche Publikation für die ÖKK Kunden _ 22. Jahrgang _ 1/2010  Auflage 84’000  Herausgeber ÖKK _ Bahnhofstrasse 9 _ 7302 Landquart _ Telefonnummer 058 456 10 10 _ magazin@oekk.ch  Chefredaktor Peter Werder  CHEF VOM DIENST Manja Liesch  Redaktion Brand Affairs AG _ Bernhard Widmer _  Christoph Kohler  Redaktionelle Mitarbeit Fadrina Arpagaus _ Michael Krobath _ Florian Leu _ Virginia Nolan  Fotos Gian Marco Castelberg _ Daniel Winkler  Art Direction  Advico Young & Rubicam _ Sandra Hofacker  Korrektorat Lektorama Cadonau und Cavegn  Druck gdz AG


Frisch

ÖKK Magazin

friSch zugenommen _ _ Die Mode- und Medienwelt diktiert es seit

Jahren: Schlank und gross soll die Frau sein. Doch die Evolution hat andere Pläne: Die Frau der Zukunft wird molliger und kleiner, dafür gesünder und fruchtbarer sein als heute. Für diese Prognose haben Forscher der Yale University die Daten von 2’200 Frauen aus dem Städtchen Framingham in Massachusetts (USA) untersucht, die seit 1948 erhoben werden. Die Zahlen zeigen: Am meisten Kinder bekamen kleine, mollige Frauen mit niedrigem Blutdruck und niedrigem Cholesterinspiegel. Diese Eigenschaften gaben sie an ihre Töchter weiter. Setzt sich dieser Trend fort, wird also die natürliche Selektion dafür sorgen, dass die Frauen im 25. Jahrhundert im Schnitt um zwei Zentimeter kleiner und um ein Kilo schwerer sein werden als heute.

friSch gekocht _ _ Dass seine Abschlussarbeit dereinst im

Buchhandel landen würde, hätte David Geisser aus Wetzikon nicht gedacht. Im Alleingang sammelte, kochte und fotografierte der 18-jährige Schüler je vier Gerichte aus 20 Ländern. 1’000 Stunden investierte er in sein Projekt «Mit 80 Tellern um die Welt». Dabei herausgekommen ist eine kulinarische «Weltkarte», die Jung und Alt überrascht. Aus eigener Tasche liess der künftige Kochlehrling sein Buch 500 Mal drucken und wurde unverhofft zum Schweizer Junior-Jamie-Oliver.

> «Mit 80 Tellern um die Welt» kostet 48 Franken und kann direkt beim Autor bezogen werden (d.geisser@hotmail.com). ÖKK verlost drei Exemplare im Gesundheits-Kreuzworträtsel auf Seite 23.


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friSch Verhüllt _ _ Strahlen möchten wir vor Freude, Handystrahlen haben

wir hingegen weniger gern. Bis jetzt konnte zwar noch nicht nachgewiesen werden, dass Handystrahlung schädlich ist. Gleichzeitig räumt die Wissenschaft jedoch ein, dass die langfristigen gesundheitlichen Folgen noch nicht absehbar seien. Deshalb benutzen viele Menschen ihr Mobiltelefon heute mit leichtem Unbehagen, insbesondere strahlungsintensive Geräte wie das Apple iPhone. Wie beruhigend, dass genau für dieses Trendtelefon eine Schutzhülle entwickelt worden ist, welche die Strahlen mittels eines eingebauten Moduls vom Kopf weglenkt und so die Strahlung direkt am Kopf um über 60 Prozent reduziert. Wenn Sie trotz der Pong-Hülle beim Telefonieren einen heissen Kopf bekommen, liegt das also nicht am Handy!

> Die Pong-iPhone-Schutzhülle ist für ÖKK Kunden für 49 Franken statt 69 Franken unter www.pongresearch.com (Code «OEKK») erhältlich.

friSch erforScht _ _ Kinderlos lebt sich’s länger. Was bereits im 17. und 18. Jahrhundert unter englischen Adligen beobachtet wurde, bestätigen nun Untersuchungen des Evolutionsbiologen Thomas Flatt an der Veterinärmedizinischen Universität Wien: Weniger Fruchtbarkeit wird mit längerem Leben belohnt. Das bestätigten auch Tierversuche: Entfernt man beispielsweise Fruchtfliegen die Keimzellen, leben diese im Schnitt 45 statt 30 Tage. Der Grund für die längere Lebensdauer von unfruchtbaren Menschen ist damit noch nicht eindeutig bewiesen. Man geht aber davon aus, dass – wie bei den Tieren – die verringerte Hormonproduktion bei Unfruchtbaren dafür verantwortlich ist.


Titelgeschichte  ÖKK Magazin

Schwierige Schönheit Jeder will schön sein. Nur die Wege zur Schönheit sind umstritten. Eine Antifalten-Crème ist okay, aber aus Eitelkeit gleich Messer und Skalpell anlegen?

text: Christoph Kohler _ _ Foto: Getty Images

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Als schön und harmonisch gilt seit der Antike der so genannte «goldene Schnitt»: das Verhältnis von etwa 1 zu 1,6.


Titelgeschichte  ÖKK Magazin

Wenn Sie mal in einer Situation sind, in der Sie sagen wollen: «Entschuldigen Sie, kenne ich Ihre hübsche Nase nicht irgendwoher?», dann schauen Sie möglicherweise auf eine von 15’000 «Mang-Nasen», Kennzeichen: gotischer Typ, gebaut im 110-Grad-Winkel zur Oberlippe beim Modell für die Damen. Werner Mang ist Gründer und Chefarzt der grössten Klinik für ästhetische Chirurgie Europas, der Bodenseeklinik. Doch so zweifelhaft Mangs Verdienst als Vorreiter der ästhetischen Chirurgie ist, so zweifellos richtig ist seine Aussage, die Schönheitschirurgie sei ein Spiegel der Gesellschaft. Philosophen, Journalisten, Geistliche, Mediziner und Politiker – sie alle nehmen sich mit Leidenschaft des Themas an, während in Boulevardmedien regelmässig Mutmassungen über die Nase von Nicole Kidman oder Fragen aufgeworfen werden wie: Hat Karina Berger, die «Mutter» aller Schweizer Missen, früher ihre Brüste mit Silikon aufgepeppt, um an die lukrativen Dessousund Bademode-Jobs zu kommen? Wir sind es, die den oft gescholtenen Schönheitswahn produzieren, und wir selbst urteilen darüber, auf welchen ethisch akzeptablen, verwerf lichen oder gar verbotenen Wegen der Wille zur Schönheit befriedigt werden darf. Ein bisschen Antifalten-Crème über Nacht ist okay, Schönheitseingriffe mit Skalpell und Messer gehen aber vielen zu weit. Nur schön sein, das will jeder und jede.

Doppelmoral

Die richtige Würze erhält die Debatte durch das ständige Beimischen einer Prise Doppelmoral. Oder wie soll man das verstehen, wenn Schönheitschirurgen wie Werner Mang Bücher mit dem Titel «Verlogene Schönheit» verfassen? Das neue Motto lautet: Nicht übertreiben. Michael Jackson, Sylvester Stallone, Cher, Donatella Versace sind keine guten Werbeträger für die Schönheitschirurgie. Also prangert Mang, der Porsche fährt und Golf spielt, nun die moderne Gesellschaft an, «die jegliche Form von normalem Verfall und na-

turbedingter Alterung kategorisch ablehnt» und in der «das Streben nach Schönheit immer mehr zu einem rücksichtslosen, gegen sich selbst gerichteten Wahn» verkommt. Als würde er nicht mit ebendiesem Wahn seine Millionen verdienen. Vor allem aber äussert sich die Doppelmoral darin, dass die Operationssäle der Schweizer und deutschen Schönheitskliniken zwar ausgebucht sind, nur, dort gewesen sein will offenbar niemand. Gemäss einer Recherche der Zeitung «Die Zeit» wurden in Deutschland 2008 rund 1 Million Botox-Behandlungen durchgeführt, bei denen Gesichtsfalten durch Unterspritzen der Haut mit dem Nervengift Botulinum-Toxin geglättet werden. Hinzu kommen die chirurgischen Eingriffe: Allein die 450 Ärztinnen und Ärzte, die der Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland angeschlossen sind, zählten 2007 in ihren Operationsräumen 32’943 Faltenoperationen, 11’632 Fettabsaugungen, 8’818 Lidplastiken, 6’179 Nasenoperationen und 6’083 Brustvergrösserungen bei den Frauen, sowie 18’247 Faltenoperationen, 4’638 Lidkorrekturen und 2’671 Nasenoperationen bei den Männern. Und das sind längst nicht die kompletten Zahlen, da zahlreiche

«Schweizerinnen und Schweizer wollen nicht anders aussehen, als sie sind – nur frischer» andere Fachärzte diese Operationen ebenfalls anbieten. Für die Schweiz liegen keine Zahlen vor, doch diesseits wie jenseits der Grenze gilt: Die meisten Operationen passieren im Geheimen. Auch Karina Berger weicht Fragen zu ihrer Brustvergrösserung aus: Eine Schön-


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heitsoperation sei etwas «Persönliches», das niemanden etwas angehe, sagte sie in einem «Blick»-Interview.

In der Schweiz sind diskrete Eingriffe erwünscht

Ugly – Modelagentur für hässliche Menschen Für die Londoner Agentur Ugly Models muss keine Frau die Masse 60-90-60 mitbringen und kein Mann aussehen wie George Clooney. Egal ob zu grosse Nase, Falten oder dicke Beine, Piercings oder Tattoos – bei Ugly werden Menschen zu Models, die nicht die gängigen Schönheitsideale erfüllen. Und das mit Erfolg: Ugly-Models zierten schon Kampagnen von Calvin Klein, Diesel und Levi’s. Die Agentur besteht seit 1969 und hat mit einer einzigen Anzeige begonnen. Seit diesem Zeitpunkt benötigt das Unternehmen keine Werbung mehr. Alle 18 Monate finden Castings statt. Die Models von Ugly sind so aussergewöhnlich, dass sie es oft sogar ins Guinness-Buch der Rekorde schaffen: Sultan Kosen ist mit 2,46 Metern der grösste Mann der Welt, Elaine Davidson hat mit 2’520 Piercings weltweit am meisten Metall an ihrem Körper.

> www.ugly.org

Wer sich hingegen dazu bekennt, sich aus Eitelkeit unter Messer gelegt zu haben, muss mit Spott und Häme rechnen. Wie eine Kreuzung zwischen FrankensteinDarsteller Boris Karloff und einem Baby sehe er aus, spottete eine italienische Zeitung nach dem Besuch Silvio Berlusconis in einer Schweizer Schönheitsklinik vor sechs Jahren. Kein Wunder also, wenn in der ohnehin zurückhaltenden Schweiz Schönheitschirurgen berichten, dass ihre Kundinnen und Kunden eher diskrete «Anpassungen» wünschten als allzu offensichtliche Eingriffe. «Schweizerinnen und Schweizer wollen nicht anders aussehen, als sie sind – nur frischer», sagt Dr. Daniel Knutti, ehemaliger Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie und Schönheitschirurg in Biel. Die Resultate der Behandlungen sollen eher eine lange, erholsame Reise suggerieren als einen blutigen Eingriff mit Skalpell und Messer. Das ist die Kunst der Schönheitschirurgen: so zu operieren, dass danach möglichst nichts nach Operation aussieht.

Der Druck nimmt zu

Die Schönheitschirurgen selbst verweisen immer wieder auf den positiven psychischen Effekt der Schönheitsoperation auf die Patienten. Gesundheit sei definiert als seelisches und körperliches Wohlbefinden, sagt Knutti. «Ich helfe Menschen, sich wohl zu fühlen in ihrer Haut.» Doch was passiert, wenn die Schönheitschirurgie Überhand nimmt? Was passiert dann mit jenen, die >


Titelgeschichte  ÖKK Magazin

sich nicht operieren lassen? Ist ja logisch: Je mehr Menschen schön sind, weil sie sich durch Operationen schön operierten, desto hässlicher werden relativ gesehen die Nichtoperierten. «Die Obsession, dass Schönheit immer gleichbedeutend mit Verjüngung sein muss», wie kürzlich in der «Zeit» zu lesen war, lastet schon heute schwer auf die Alternden. Und auch die Jungen stehen unter einem enormen Schönheitsdruck. Zwei Drittel der jungen Mädchen in der Schweiz wollen abnehmen, doch nur ein Fünftel ist tatsächlich übergewichtig. Und während die bei Jugendlichen heute modischen Intimrasuren bis hin zu Vollrasuren zumindest gesundheitlich unbedenklich sind, ist es doch besorgniserregend, im Elternmagazin «Fritz und Fränzi» von einer Schönheitschirurgin zu hören, Schamlippenverkleinerungen seien für junge Frauen fast schon eine Modeoperation. Natürlich ist gerade ein solcher Eingriff sehr persönlich – die Probleme, die durch den Schönheitswahn entstehen, sind aber nicht nur persönlicher Natur. Wenn sich plötzlich 70 Prozent der Frauen perfekte Brüste hin-operieren, wie es Karina Berger getan haben soll,

«Ein ausschliesslich ästhetischer Mangel zählt nicht zu dem durch das KVG versicherten (Krankheits-)Risiko» dann werden deren Masse zur Norm, dann sind die restlichen 30 Prozent der Brüste entweder natürlich schön oder aber abnormal hässlich. Denn in dem Masse, wie operierte Brüste zur Norm werden, diskriminieren sie.

Wenn Hässlichkeit krank macht

Unter diesen Umständen ist es nicht verwunderlich, wenn sich bei Krankenversicherungen Anträge häufen, ob nicht die eine oder andere Schönheitsoperation bezahlt werden könnte. Weil Krankenversicherungen jedoch grundsätzlich nur für die Behandlungskosten von Krankheiten auf kommen, stellt sich bei der Beurteilung der Anträge die Frage: Wann macht Hässlichkeit krank? Im Büro des ÖKK Vertrauensarztes Dr. Géza Kanabé steht ein dicker Ordner mit Anträgen, Fallbeispielen und Gerichtsentscheiden, auf die er sich häufig stützen muss. So hielt das Bundesgericht 2004 in einem wegweisenden Entscheid fest: «Ein ausschliesslich ästhetischer Mangel zählt nicht zu dem durch das KVG versicherten (Krankheits-)Risiko.» Das bedeutet, dass eine körperliche Abweichung vom Schönheitsideal nicht krankhaft ist, solange sie nicht nachweislich eine körperliche Funktionsstörung nach sich zieht. Konkret: Ein im Alter herabhängendes Augenlid ist zwar nicht schön, aber auch keine Krankheit. Es sei denn, es hängt so weit herab, dass die Sicht beeinträchtigt wird. Dann ist die Krankenversicherung zur Kostenübernahme des Liftings verpf lichtet. Oder das Thema Übergewicht: Muss die Allgemeinheit die kostspieligen chirurgischen Eingriffe zur Fettreduktion zahlen? Nur wenn eine tatsächliche Fettleibigkeit mit Stoffwechselstörung vorliegt.

Macht Schönheit glücklich?

Heikel wird die Frage, wenn die Antragsteller eine psychische Funktionsstörung geltend machen, die sie auf das zu korrigierende «hässliche» Körpermerkmal zurückführen: Frauen, die sich durch zu grosse, zu kleine oder zu stark hängende Brüste diskriminiert fühlen, Männer mit Trichterbrüsten. Vertrauensarzt Kanabé sagt indes deutlich: «Krankenversicherungen sind nicht fürs >


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Was finden Männer bei Frauen schön?

Was finden Frauen bei Männern schön?

Eine neue Studie der US-Universitäten Wake Forest und Queens College zeigt: Männer verlassen sich bei der Beurteilung von Frauen aufs Auge, und sie sind sich sehr einig, was sie bei Frauen attraktiv finden: dünne, selbstsichere Frauen mit verführerischer Körpersprache. Mann kann den idealen Frauenkörper sogar in Zahlen angeben: Am schönsten finden Männer ein Verhältnis von Hüfte zu Taille von 1:0,7 (man denke an Jennifer Lopez). Je voller die Lippen, je dezenter das Kinn und je höher die Wangenknochen, desto attraktiver erscheint ausserdem ein Frauengesicht. Für die Ausprägung dieser Merkmale ist nämlich das Sexualhormon Östrogen zuständig, das für Fruchtbarkeit und Gesundheit spricht. Auch das Attribut Jugendlichkeit ist Männern wichtig. Sie halten eher nach Frauen Ausschau, die jünger sind als sie, im Schnitt 3,5 Jahre. So wird auch erklärbar, warum Männer in unserem Kulturkreis Blondinen bevorzugen: Die Haarfarbe blond kommt natürlicherweise vermehrt in den Jugendjahren vor.

Anders als die Männer haben Frauen gemäss der Studie von Wake Forrest und Queens College kein eindeutiges Beuteschema. Zwar sind Muskeln, ein schlanker Körper und maskuline Gesichtszüge mit breitem Kinn beliebt, Frauen finden aber durchaus auch einen Mann schön, der nicht in dieses Muster passt. Welche Männer sie als attraktiv beurteilen, ist auch vom Menstruationszyklus abhängig. Während des Eisprungs, wenn eine Befruchtung am wahrscheinlichsten ist, sind maskuline Männer mit hohem Testosteronspiegel am begehrtesten. Geht es aber darum, einen Mann fürs Leben zu finden, stehen bei Frauen Männer mit femininen Gesichtszügen hoch im Kurs, denn sie versinnbildlichen Sicherheit. Und noch eine Theorie: Die Psychologin Martha McClintock von der University of Chicago liess Frauen an verschwitzten Männer-T-Shirts schnuppern. Frauen bevorzugten nicht nur dieselbe Augen- und Haarfarbe wie bei ihrem Vater, sondern auch den Geruch von Männern, die ähnliche Gene hatten wie dieser.

Lesen Sie, wie chinesische Mädchen jahrhundertelang ihre Füsse verkrüppeln mussten, um Männern zu gefallen. Unter www.oekk.ch/magazin


Titelgeschichte  ÖKK Magazin

soziale Wohlbefinden der Versicherten zuständig.» Deshalb seien die Fälle selten, in denen eine psychische Krankheit auf ein «entstellendes» Körpermerkmal zurückgeführt und eine korrigierende Behandlung bezahlt werde. An einem Kongress der Deutschen Gesellschaft für Plastische und Wiederherstellungschirurgie zum Thema «Ästhetische Chirurgie und Ethik» stellte die Schweizer Philosophin Pia Jauch die entscheidende Frage: «Ist der schöne der glücklichere Mensch?» Es gibt zahlreiche Forscher, die diese Frage bejahen würden. In Studien fanden sie zum Beispiel heraus, dass attraktive Schülerinnen und Schüler von ihren Lehrern als intelligenter, sozialer und ehrlicher wahrgenommen werden. Im Umkehrschluss bedeutet dies: Die weniger Attraktiven werden benachteiligt. Schönheit ist nicht

Was finden wir schön? Ob jemand schön ist, entscheiden wir innerhalb von Sekundenbruchteilen. Was aber finden wir schön? Darüber wird schon seit Jahrtausenden gestritten. Heute lassen sich zwei Lager der Schönheitsforscher unterscheiden. Die einen behaupten, das Schönheitsempfinden sei im Wesentlichen angeboren und bei allen Menschen das gleiche. Die anderen nehmen dagegen an, Schönheit sei eine kulturelle Erfindung wie die Mode. Schönheitsideale würden sich im Laufe der Geschichte verändern und sich von Kultur zu Kultur unterscheiden. Die Beispiele, die diese These erhärten, sind zahlreich. So galt das Doppelkinn in der Renaissance als erotisch, während es heute nicht selten den Gang zum Schönheitschirurgen begründet. Auch der Wunsch nach gebräunter Haut ist relativ jung. Vorher galt über Jahrhunderte blasse Haut als nobel, weil sie häusliche Musestunden suggerierte statt Feldarbeit unter der Sonne. Schönheit, so argumentieren die einen Forscher, sei also relativ: Sie entspreche Normen, die dem historischen Wandlungsprozess unterworfen seien.

gerecht. Solange es in einer Gesellschaft Restbestände natürlicher Varianz gibt, wird es die Schönen und die weniger Schönen geben und die langsam und die schneller Alternden. Diese Tatsachen durch Schönheitsoperationen zu verleugnen, hat vor allem zur Folge, dass die Schönheitsnormen hinaufgeschraubt werden. Denn Schönheit ist relativ. Wenn grosse, straffe Brüste unter 50-jährigen Frauen zur Schönheitsnorm werden, dann steht die Gleichaltrige mit natürlichen Brüsten irgendwann ziemlich dumm und hässlich da. Deshalb ist es Quatsch zu behaupten, ein schönheitschirurgischer Eingriff sei eine rein «persönliche» Angelegenheit. Wer sich im Operationssaal ohne entstellende Not schöner oder jünger macht, als er ist, handelt nicht in erster Linie persönlich, sondern egoistisch.

Aber auch die Vertreter der Theorie, wonach Schönheitsideale universal und unveränderlich seien, haben Beweise. So konnte etwa in Studien nachgewiesen werden, dass in allen Kulturen Frauen mit einem bestimmten Taille-Hüft-Verhältnis als schön gelten. Darüber hinaus konnte gezeigt werden, dass symmetrische Gesichter überall auf der Welt als schöner empfunden werden als asymmetrische. An diesem Punkt bringen die Forscher auch eine evolutionsbiologische Erklärung ins Spiel, warum wir bestimmte Dinge als schön betrachten: Wir finden diejenigen Merkmale eines Menschen schön, die auf seine Gesundheit und seine Fruchtbarkeit schliessen lassen. Und in der Tat ist es so: Symmetrie ist ein Indiz für Gesundheit, und das Taille-Hüft-Verhältnis gibt Auskunft über die Gebärfähigkeit einer Frau. Angesichts der Evidenz, die beide Lager für ihre jeweilige Theorien ins Feld führen können, darf man vermuten, dass beide Theorien zutreffen: Bestimmte ästhetische Präferenzen wie jene für Symmetrie sind uns angeboren. Sie legen aber nicht bis in letzte Detail fest, was wir als schön empfinden, sondern geben nur einen abstrakten Rahmen vor, innerhalb dessen sich sehr unterschiedliche konkrete Schönheitsvorstellungen entwickeln können.


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Strahlende Schönheit Mit 36 Jahren besuchte ich das erste Mal eine Kosmetikerin. Erfahrungsbericht eines Wehleidigen, der am Ende strahlte. text: Christoph Kohler _ _ Foto: Gian Marco Castelberg

Ich wollte kein Wohlbefinden und keine innere Schönheit, sondern augenfällige, «strahlende Schönheit», wie sie die Homepage des Grand Resort Bad Ragaz versprach. Also entschied ich mich nach Beratung mit der Schönheitsexpertin für eine ausgiebige Gesichtsbehandlung. Schliesslich, sagt die Kosmetikerin Barbara Hausammann, sei das Gesicht unsere Visitenkarte. Dementsprechend sollte es gepf legt sein. Auf einem Rollhocker sitzt sie, auf einem Rollkorpus liegen ihre Lotionen und Instrumente, auf dem Behandlungsstuhl liege ich. Auf Wohlfühlmusik verzichte ich, so erhaben ist die Ruhe und die Vorstellung, dass von jetzt an jedes Geräusch mit einer Handlung an meinem Gesicht zusammenhängt. Die Grundreinigung mit Schwämmchen und Reinigungsschaum erinnert mich an meine Kindheit: Grossmutter putzte mir jeweils nach dem Essen mit einem Waschlappen das Gesicht. Damit war die Grundreinigung beendet. Heute ist sie der Auftakt. 80 Minuten lang schliesse ich die Augen und stelle mir vor, mein Gesicht sei eine Landschaft und Frau Hausammann eine Gesichtsgeologin. Tastend sucht sie mein Gesicht nach Furchen, Falten, Fremdkörpern ab. Dürre herrsche, sagt sie. Dann kleistert sie mein Gesicht mit einem >

VORHER

NACHHER


Titelgeschichte  ÖKK Magazin

Peeling ein, dessen Fruchtsäure empfindlich brennt. Ein 10-minütiges, desinfizierendes Ozondampf bad sorgt für kurze Entspannung, bevor es wirklich schmerzhaft wird. Mit einer kleinen Klinge durchsticht die Gesichtsgeologin die Oberf läche meiner Haut, wo sie im Untergrund Mitesser und Talgablagerungen vermutet, die sie anschliessend mit blosser Fingerkraft an die Oberf läche drückt. Ein Wattebäuschchen mit desinfizierendem Tonic bedeutet die endgültige Ausweisung der Fremdkörper aus meinem Gesicht. Und dann war da noch ihr Vorschlag, mehr Licht in mein Gesicht zu bringen. Tränen schiessen mir in die Augen, als die Lichtungsarbeit an meinen Augenbrauen beginnt. Von wegen Männer, das starke Geschlecht. Die folgende Gesichtsmassage indessen gerät zur zartesten Entschuldigung, die meine Haut je erfahren hat. Endlich entspannen sich meine Gesichtsmuskeln. Ich nicke sogar ein. Die abschliessende Feuchtigkeitsmaske saugt meine Haut auf, als hätten vorher Jahre der Dürre geherrscht. «Ihre Haut würde wirklich mehr Feuchtigkeit schätzen», wiederholt meine Gesichtsgeologin. Am Ende fasse ich mir ins Gesicht. Es ist weich wie ein Kinderpopo. Ich öffne die Augen, schaue in den Spiegel. Ja, ich strahle.

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Das Grand Resort Bad Ragaz ist Unternehmenskunde von ÖKK. Es ist das in Europa führende Wellbeing und Medical Health Resort. Nach einem intensiven Um- und Neubauprogramm für 160 Millionen Franken wurde es 2009 von GaultMillau Schweiz zum «Hotel des Jahres» gewählt. Mit der 2009 eröffneten Tamina Therme steht auch Nichthotelgästen eine 7’300 Quadratmeter grosse Wohlfühloase mit Thermalwasser und tollem Saunabereich zur Verfügung – zu günstigen 19 Franken (plus 7 Franken Sauna). > www.resortragaz.ch

Lesen Sie unter www.oekk.ch/magazin, warum Nicole Kidman kaum noch Filmrollen erhält.


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Märchenhafte Frühlingsangebote im ÖKK club wer hat denn da alles überwintert? kaum streckt der frühling seine fühler aus, stellen wir fest: wir sind nicht die einzigen, die die nase in die frühlingssonne recken. Auch dinosaurier, drachen, ritter und viele andere fabelwesen sind aus dem winterschlaf erwacht! wo und von wem sich kinder und erwachsene verzaubern lassen können und welche Ausflüge aufs land locken, wenn die tage länger werden, verraten ihnen unsere Quartettkarten. das booklet mit den Vergünstigungen für ökk kunden finden Sie auf Seite 15. wir wünschen ihnen einen märchenhaften frühling!

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Kundenseite

ÖKK Magazin

schreibwettbewerb:

spenden sie Blutgeschichten! Wir sind uns sicher: ÖKK Kunden haben viel zu sagen. Deshalb werden wir künftig an dieser stelle Beiträge von ÖKK Kunden veröffentlichen und prämieren – immer passend zum Titelthema. Die nächste Titelgeschichte wird sich der aufregendsten Flüssigkeit der Welt widmen: Blut. schreiben sie uns ihr spannendstes erlebnis mit Blut! Und animieren sie ihre Kinder, ihre erlebnisse ebenfalls auf Papier oder in eine e-Mail zu schreiben. selbstverständlich hofft ÖKK, dass die geschichten gut ausgegangen sind! Die Kurzgeschichten dürfen nicht länger als 1’500 Zeichen sein. Die Texte schicken sie mit dem Betreff «schreibwettbewerb» an manja.liesch@oekk.ch oder per Post an Manja liesch, ÖKK, Bahnhofstrasse 9, 7302 landquart. Der siegertext wird an dieser stelle abgedruckt werden. Die Autorin oder der Autor erhält einen gutschein für: 1 zweitägigen legoland-besuch (siehe Seite 16) für die ganze familie im nahen günzburg (d) inkl. eintritten und einer hotelübernachtung im wert von 600 franken. Unter allen anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern verlost ÖKK: 3 x 2 eintritte in den zauberhaften hamam des hotels Schweizerhof (siehe Seite 37) in lenzerheide im wert von 130 franken.

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Mm mm h, lecke l! Liese n-Scho gg iFlieg e!

Herausgespickt aus dem schlauen Schülermagazin

Das Geheimnis der Schokoladenfabrik

Kakaoernte in Bolivien

12 Kilo o Jahr Schokolade pr eizer hw isst jeder Sc hen. se ge h statistisc ord! ek tr el W t Das is

Ernte

Die Früchte des tropischen Kakaobaums werden geerntet und an Sammelplätzen geöffnet. Der Fruchtbrei mit den Samen (Kakaobohnen) wird herausgekratzt und darf unter Bananenblättern erst einmal «fermentieren». Bei dieser Gärung entwickeln sich Aroma und Farbe der Bohnen. Danach werden sie in der Sonne getrocknet.

1


2

Rösten

Kakaobohnen verschiedener Sorten werden gemischt, dann geknackt und von den Schalen befreit. Übrig bleiben die zerkleinerten Kerne – genannt «Kakaonibs». Durch Rösten entfaltet sich ihr Aroma.

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Mahlen

Mischen

Im Mischer werden die Zutaten für ein bestimmtes Produkt zusammengefügt und zu einer zähen Paste verknetet: Kakaomasse,K akaobutter, Zucker, Milchpulver, Vanille und andere Zutaten und Gewürze.

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Die Kakaonibs werden so lange gemahlen, bis flüssige Kakaomasse entsteht. Flüssig in beheizten Tankwagen oder gepresst zu festen Blöcken gelangt die Kakaomasse in die Schokoladenfabriken.


Walzen

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Der Schokoladenteig wird in grossen Walzwerken zu feinstem Pulver zermahlen, damit die Schokolade später nicht sandig schmeckt.

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Veredeln

Um die Schokolade fein und schmackhaft zu machen, wird sie in grossen Becken, den «Conchen», bis zu 48 Stunden gerührt («conchiert»). Dabei erhitzt sich die Schokolade und wird flüssig. Bitterstoffe entweichen, die Schoggi wird lecker und zartschmelzend.

Willkommen in der Schokoladenfabrik!

Die Maestrani-Fabrik in Flawil ist eine der wenigen Schoko ladenfabriken, die du besichti gen kannst. Infos: www.maestrani. ch

Giessen

Auf bis zu 100 Meter langen Anlagen wird die Schokolade zu Tafeln gegossen. Rütteln lässt Luftbläschen entweichen, in einem Kühltunnel wird die Tafel allmählich fest. Von da aus geht es in die Verpackungsmaschinen.

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Leserwitz:

Vor der Schule steht ein dicker Mann und will seine Tochter abholen. Fragt ih n eine Lehrerin : «Erwarten Sie ein Kind?» – «Nein», antwor tet der Vater, «ich bin von Natur aus so dick.»

A und B sind auf dem , Dach. A springt runter ibt ble s Wa . ter run rt B klette d! Un s Da – ? ch Da m auf de

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Gesundheits-Kreuzworträtsel

ÖKK Magazin

zugemessene zugeArzneimessene menge Arzneimenge

Beule; Wölbung Beule; Wölbung

4

Diät

schwächlich, schwächverlich, zärtelt verzärtelt KühlungsKühlungsmittel mittel dehnbares dehnbares Hohlorgan Hohlorgan

EingeweideEingeweidebruch (Med.) bruch (Med.)

hörbar atmen hörbar atmen

1 1

KrankKrankheitsheitserreger erreger (Mz.) (Mz.)

Teil Teil eines eines HörHörorgans organs

übermässige übermässige GewebeGewebedehnung dehnung

2

2 6

blutstilblutstillendes lendes Mittel Mittel

Wiederein- HeilWiedereinHeilgliederung gliederung pastenKrankerpastenKranker behälter (Kzw.) behälter (Kzw.)

33

9 9

1010

heilender heilender PflanzenPflanzenaufguss; aufguss; Getränk Getränk

Gewürz-, Gewürz-, HeilHeilpflanze pflanze KörperKörperglied glied (Mz.) (Mz.)

Kassen- Koch-, KassenKoch-, ärztliche ärztliche BackBackVereinianweiVereini- anweisungen gung (Abk.) sungen gung (Abk.)

AugenAugendeckel deckel Abk. fürfür Abk. ElektroElektrokardiokardiogramm gramm

11

7 7

voller voller LebensLebenskraft, kraft, munter munter

Schutz Schutz für für Wunden Wunden

22

33

44

wir gratulieren den gewinnerinnen und gewinnern des letzten kinderzimmer-rätsels. Die lösungskombination lautete a = eva; b = Dominik; c = Tiziana; d = elia

55

66

77

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6

SinnesSinnesorgan organ

55

Teil des TeilArmes des Armes (Mz.) (Mz.)

bebe- wahren, wahren, pflegen pflegen

KrankKrankheitsheitserreger erreger EinwirEinwirkungauf auf kung d.SinnesSinnesd. organe organe

Gesichtsausdruck Gesichtsausdruck

4

Lust, Reiz Lust, Reiz

an Körperan Gewicht Körperorgan Gewicht verlieren organ verlieren

Patentrezept, PatentZauberrezept, formel Zauberformel

Winterwunder- Blutfarblos, sportliche Blut-flüssigfahl keit Wintergerät wunderEigenartflüssigfarblos, (Kzw.) sportliche fahl keit gerät Eigenart Tempe(Kzw.) raturTempemessraturgerät messgerät

vorderer Halsteil vorderer Halsteil

Keimzelle Keimzelle

Diät

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MittelMittel gegen gegen KörpergeKörpergeruch (Kzw.) ruch (Kzw.)

8 8

9 9 1010

senden sie das lösungswort per e-Mail an magazin@oekk.ch oder per Post an ÖKK Magazin, Bahnhofstrasse 9, 7302 landquart, stichwort «Kreuzworträtsel». Mit etwas glück gewinnen sie eines von drei Kochbüchern «Mit 80 Tellern um die Welt» von David geisser im Wert von je 48 Franken (siehe seite 4). einsendeschluss ist der 30. April 2010.


Unternehmen  ÖKK Magazin

Das perfekte Kinderzimmer

Haben Sie schon einmal das Zimmer Ihrer Kinder mit deren Augen betrachtet? Das sei notwendig, um Gefahren im Kinderzimmer zu umgehen, sagt der Innenarchitekt Patrick Rothmund*.

sind kurzlebige Konzepte. Wer will denn schon immer ein Pirat oder eine Prinzessin sein? Ausserdem können solche Fantasiewelten von den Kids selbst erfunden und gestaltet werden. So werden Eigeninitiative und Kreativität angeregt. Wie wichtig sind Farben im Kinderzimmer?

Interview: Manja Liesch

Herr Rothmund, worauf muss bei der Einrichtung eines Kinderzimmers besonders geachtet werden?

Sicherheit, Strapazierfähigkeit und kindgerechte Funktionalität stehen im Vordergrund. Einfache Formen helfen dem Kind, sachgerecht mit den Einrichtungsgegenständen umzugehen. Wichtig ist, dass Schränke und Kommoden ausreichend Staukapazität besitzen, damit alle Spielsachen darin verschwinden können. Dies hat auch einen pädagogischen Hintergrund, denn so lernen die Kleinen, wie man Ordnung hält. Ecken und Kanten sollten abgerundet sein, um das Verletzungsrisiko zu mindern. Achten Sie beim Kauf von Einrichtungsgegenständen auf ein Prüfsiegel. Es garantiert, dass die Gegenstände auf ihre Sicherheit überprüft wurden. Gibt es Trends im Einrichten der Kinderzimmer?

Die Tendenz geht hin zu schlichten und wandelbaren Möbeln, die aufgrund ihres zeitlosen Designs und ihrer guten Qualität eine ganze Kindheit hindurch halten. Qualität steht wieder im Vordergrund. Ausbaubare, massive Möbel ohne Schnickschnack. Ist die Grundausstattung, sprich die Möblierung, schlicht, können die Kinder darin ihre eigene Welt gestalten. Was halten Sie von den fixfertigen Piraten- und Prinzessinnenzimmern?

Die Gestaltung dieser Zimmer ist auf jedes Möbelstück und Accessoire abgestimmt. Im Nu ist der kleine Bub ein Pirat und das kleine Mädchen eine Prinzessin. Doch das

Farben berühren unmittelbar die Gefühle der Kinder. Daher sollte die Farbgestaltung im Kinderzimmer gut überlegt werden. Neben persönlichen Farbvorlieben spielen Faktoren wie zum Beispiel Buntheit und Kontraste, Verhältnis von Fläche und Farbe sowie die Farbform und die Lage der Farbflächen im Raum eine wichtige Rolle.

Checkliste für sichere Kinderzimmer Möblierung entweder mit runden Ecken und Kanten oder Ecken und Kanten mit Schutzleisten und Polsterungen versehen (zum Beispiel mit einem halben Tennisball). Gefährlich sind Elektroanschlüsse, weil sie von der Höhe her oft gut für Kinder erreichbar sind. Nicht gebrauchte Steckdosen mit Steckdosenschutz versehen. Ansonsten sollten nur Stromleisten mit kindersicheren Steckdosen verwendet werden. Das Öffnen der Fenster durch Kinder und die damit verbundenen gefährlichen Stürze können durch Fenstersicherungen verhindert werden. Häufig sind Stürze aus Hochbetten. Beim Kauf eines Bettes sollte darauf geachtet werden, dass die Sicherheitsnormen vom Hersteller eingehalten werden: Alle Elemente (Bett, Leiter, Absturzsicherung) müssen miteinander verschraubt sein; das obere Bett sollte mit der Wand verbunden werden; Absturzsicherung auf allen vier Seiten; keine scharfen Ecken und Kanten.


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Die Farbgebung ist je nach Alter sehr unterschiedlich. Im Säuglingsalter sind die Sinnesorgane noch nicht stark beansprucht. Der Raum sollte daher Ruhe, Wärme und Geborgenheit vermitteln. Es sind ruhige und leichte Pastellfarbtöne angebracht. Mit zunehmendem Alter darf auch die Farbwahl kräftiger werden. Wichtig ist, dass die Farbgebung im Kinderzimmer dem Kind ausreichend Freiraum für Kreativität und Phantasie lässt. Wo lauern die Gefahren im Kinderzimmer?

Wohnungen werden in der Regel nach Erwachsenenmassstäben geplant und gebaut. Aus der Sicht der Kinder ist dies fatal, weil viele Gefahrenquellen von den Erwachsenen nicht als solche erkannt werden. Ein Beispiel ist die Fenstersicherung. Hier hilft es, die Welt einmal aus der Kinderperspektive zu betrachten. Gefahren im Kinderzimmer stecken oft auch in den «Provisorien». Wird ein Kinderzimmer eingerichtet, sollte es nicht als Provisorium angesehen werden. Nicht genügend befestigte Möbel, herumliegende Kabel usw. bergen Gefahrenquellen in sich. Wie wichtig ist die Qualität bei Möbeln?

Gerade im Kinderzimmer ist das Thema Wohngesundheit wichtig. Hier sollte allgemein darauf geachtet werden, dass die Einrichtungsgegenstände möglichst aus deklarierten Naturmaterialien gefertigt sind. Zum Beispiel ist offenporig behandeltes Holz ideal. Dies ist keine Preisfrage. Denn dieses ist antistatisch, es nimmt Feuchtigkeit auf und gibt sie wieder ab und sorgt damit für ein gesundes Raumklima. Vorteil dieser behandelten Holzmöbel: Flecken, Dellen und Kratzer lassen sich mit wenig Aufwand selbst entfernen. Wie sieht das perfekte Kinderzimmer aus?

Das perfekte Kinderzimmer sollte auf jeden Fall wandelbar sein und verschiedenen Funktionen gerecht werden. Die Kinder sollten die Möglichkeit haben, ihre eigene Welt im Zimmer zu gestalten, eine Welt, die sich von

Tag zu Tag verändern lässt. Die Verwandlung kann die Spielecke oder das ganze Zimmer betreffen. Das Kinderzimmer ist ein Ort, wo geschlafen, gespielt, und gearbeitet wird. Eine durchdachte Möblierung und sorgfältig ausgewählte Accessoires müssen diesen Bedürfnissen gerecht werden. Ein letzter Rat an die Eltern in Sachen Kinderzimmer?

Versuchen Sie, sich in die Lage Ihres Kindes zu versetzen, und betrachten Sie die Welt aus dessen Perspektive. So lassen sich Gefahren und Unfälle am effektivsten vermeiden. > Nützliche Tipps für die Einrichtung eines Kinderzimmers erhalten Sie unter www.mein-kinderzimmer.ch * Patrick Rothmund ist Innenarchitekt und Vater einer Tochter. Er ist Inhaber der Firma Spacial Design in Trun GR .

Wettbewerb: ÖKK lässt Kinderträume wahr werden. Vom 8. März bis 11. April 2010 verlost ÖKK wöchentlich ein neues Kinderzimmer. Neue Möbel, frische Farben, originelle Dekorationsideen: Ein Spezialist oder eine Spezialistin sorgen für eine kindergerechte und gefahrenlose Einrichtung, die viel Platz fürs Spielen einräumt. Und so geht’s: Registrieren Sie sich unter www.mein-kinderzimmer.ch. Fotografieren oder filmen Sie das Zimmer Ihres Kindes und laden Sie das Foto oder Video auf die Website. Animieren Sie Ihre Verwandten, Bekannten und Freunde, für Ihr Zimmer zu stimmen. Das Kinderzimmer, welches jeweils am Sonntagabend um 24.00 Uhr am meisten Stimmen hat, gewinnt die komplette Neugestaltung. Insgesamt verlost ÖKK fünf neue Kinderzimmer. Viel Glück!


Unternehmen  ÖKK Magazin

KIMI Kinderkrippen: Für die Kleinen ganz gross text: Manja Liesch

Mangel an Krippenplätzen in der Schweiz

Die Nachfrage nach Krippenplätzen ist gross und das Angebot zu klein: Schweizweit fehlt es insgesamt an 50’000 freien Plätzen. Dies in einer Zeit, in der sich Frau und Mann die Familien- und Berufsarbeit teilen und Alleinerziehende nach Alternativen suchen. Jürg Schumacher und Marco Spitz erkannten dieses Problem und gründeten vor vier Jahren die KIMI Krippen AG. Mit ÖKK als Partnerin haben sie sich zum Ziel gesetzt, den fehlenden Krippenplätzen in der Schweiz entgegenzuwirken. ÖKK ist das erste private Unternehmen, das sich dieses Problems annimmt und mit KIMI ein schweizweites Krippennetzwerk auf baut.

fen Zürich eingerichtet werden. Bis 2015 haben sich die zwei KIMI-Gründer und ÖKK zum Ziel gesetzt, weitere zehn Krippen zu eröffnen. Drei Standorte folgen bereits in diesem Jahr:

ÖKK Versicherte profitieren

Das macht KIMI speziell

Die Kosten für eine Ganztagesbetreuung variieren zwischen 110 und 115 Franken, je nach Standort. ÖKK Versicherte profitieren von 5 Prozent Rabatt pro Krippenplatz. Damit lassen sich jährlich bis zu 1’500 Franken sparen. Ausserdem sind 50 Prozent der Krippenplätze für ÖKK Kunden reserviert.

Pädagogische Fachleute kümmern sich um das Wohlergehen der Kleinen. Sie tauschen sich mit den Eltern aus, um ihren Erziehungsgedanken aufzunehmen und weiterzuführen. Die Administration wird von zentraler Stelle aus geführt. Nur dank der Netzwerkorganisation ist es möglich, dass sich die Mitarbeitenden voll und ganz auf die pädagogische Tätigkeit konzentrieren können und mit Administration nicht belastet werden.

Drei neue KIMI Kinderkrippen

Zusammen mit ÖKK konnten bis heute fünf Krippen in Baar, Bassersdorf, Thayngen, Schlieren und am Flugha-

– Freienbach SZ (Eröffnung Mitte April) – Seewen SZ (Eröffnung Mitte April) – Wangen-Brüttisellen ZH (Eröffnung im April)

Möchten Sie mehr erfahren? Dann besuchen Sie unsere Website unter www.oekk.ch/kimi oder kontaktieren Sie Ihre Kundenberaterin oder Ihren Kundenberater bei ÖKK.


Wissen & Gesundheit  ÖKK Magazin

Die neue Versichertenkarte: Das Wichtigste auf einen Blick ÖKK folgt einer Vorgabe des Bundesamts für Gesundheit (BAG) und führt nun schrittweise die neue Versichertenkarte ein. Wo liegen die Vorteile? Und gibt es Nachteile? Text: Iris Blättler

Schritt für Schritt soll in den kommenden Jahren das Gesundheitswesen elektronisch vernetzt werden. «eHealth Strategie» heisst dieses Vorhaben auf Bundesebene. Die neue Versichertenkarte ist ein wichtiger Schritt in diese Richtung. Wie stark darf, muss und soll ein Patient «durchleuchtet» werden? Viel wurde im Vorfeld über die neue Versichertenkarte diskutiert. Vor allem wegen des Chips auf der Karte, auf dem Informationen über die versicherte Person gespeichert werden können. Wir können Sie beruhigen: Der Datenschutz ist gewährleistet. Bei der Auslieferung sind auf dem Chip nur diejenigen Daten gespeichert, welche auch auf der Karte aufgedruckt sind. Freiwillig können Sie allerdings weitere Daten speichern. Welche Vorteile dies für Sie bringt, lesen Sie auf der nächsten Seite. ÖKK Kundinnen und Kunden, welche ihren Namen ändern, die Karte verlieren oder aus einem anderen Grund eine neue Karte beantragen, erhalten bereits seit Ende Februar 2010 eine Karte mit Chip. Das betrifft

allerdings nur Personen, welche bei ÖKK grundversichert sind. Personen, die nur Zusatzversicherungen haben, erhalten die gleiche Karte wie bis anhin – vorläufig ohne Chip. Bis Anfang 2013 werden alle ÖKK Kundinnen und Kunden eine neue Karte haben. ÖKK führt die Karte schrittweise ein. Dieses Vorgehen kommt uns – und Sie – günstiger zu stehen. Wichtig: Ihre alte Karte bleibt so lange gültig, bis Sie eine neue erhalten. Zudem sind noch nicht alle Leistungserbringer mit der nötigen Infrastruktur zum Lesen des Chips ausgestattet.

Bei der Auslieferung der Karte erhalten Sie weitere Informationen auf einem separaten Merkblatt zugestellt. Haben Sie heute Fragen zur Versichertenkarte? Natürlich hilft Ihnen auch Ihre ÖKK Agentur weiter oder Sie finden Antworten unter www.oekk.ch/FAQ


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Auf dem Chip sind diese Daten gespeichert: – Name – Vorname – Geschlecht – Geburtsdatum – AHV-Nummer – Kartennummer – Ablaufdatum der Karte – «ÖKK» und die BAG-Kennnummer

Vorderseite

Sie können (z.B. bei Ihrem Hausarzt) freiwillig medizinische Notfalldaten auf den Chip speichern lassen. Das sind beispielsweise: – Blutgruppen- und Transfusionsdaten – Impfungsdaten – Allergien – Krankheiten und Unfallfolgen – Medikation – Kontaktadressen für den Notfall Ihr Nutzen: Im Notfall können Sie schnell und richtig behandelt werden. Datenschutz: Sie können diese Daten mit einem PIN-Code sperren lassen.

Das sind die Daten, welche Sie auch auf der Karte aufgedruckt lesen können. Gemäss BAG-Verordnung des Bundesrats muss auf der Karte neu Ihre AHV-Nummer stehen.

Rückseite

Die Vorteile Ihrer neuen Karte: – Weisen Sie beim Bezug von medizinischen Leistungen, also z.B. bei einem Arztbesuch, im Spital oder in der Apotheke, Ihre Versichertenkarte immer vor. Die administrativen Abläufe zwischen Ihnen, dem Leistungserbringer und ÖKK sind dadurch einfach und unkompliziert. – Die Karte dient gleichzeitig als Europäische Krankenversicherungskarte für die gesetzliche Grundversicherung. Im gesamten EU-Raum sowie in Island, Liechtenstein und Norwegen ermöglicht Ihnen die blaue Rückseite der Karte den Bezug von medizinisch notwendigen Leistungen bei einem Arzt oder in einem Spital. – Auf der Vorderseite der Karte finden Sie Notfallnummern fürs In- und Ausland. Tragen Sie Ihre Karte daher stets bei sich.


ÂŤLiedererÂť nennt sich Linard Bardill, hier zehn Minuten nach einem Auftritt in Langenthal BE .


Familie  ÖKK Magazin

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Der Riese, der Zwerge verzaubert Singen, Lachen, Tanzen: drei Zutaten fürs Kinderglück. Mehr braucht der Liedermacher Linard Bardill nicht. Text: Florian Leu _ _ Foto: Daniel Winkler

Linards Stirn sieht aus wie ein aufgewühltes Meer. Bald kommen die Kinder, aber die Musik klingt noch nicht so, wie er sie haben will. Erst ist seine Gitarre beim Soundcheck zu laut, dann ist sie zu leise. Er greift in die Saiten und hört den Tönen nach, bis sie sich in Luft auflösen. Endlich klingt es richtig, und Linard verschwindet hinter der Bühne. Bevor er ins Licht der Scheinwerfer tritt, verwandelt er sich. Sein Begleiter Bruno und er halten einander die Hände und schliessen die Augen. Sie schwanken und summen ein Lied. Die Falten verebben, und ein Lächeln tritt an die Oberfläche. Dann nimmt Linard, der so gross ist wie ein Sprungturm im Schwimmbad, eine Gitarre, die so klein ist, als hätte er sie einem Kobold geklaut. Er zieht den Vorhang und tanzt auf die Bühne, dass die Holzbretter im Zelt von Langenthal bei Bern knarren und zittern. Es dauert eine Weile, bis Linards Lied in den Händen und Füssen der Kinder angekommen ist. Dann klatschen und trampeln sie vor Angst und vor Freude. Der Mann da vorn ist so gross, dass sie fast ein Fernrohr brauchen, um ihm in die Augen zu schauen. Aber seine Lieder kennen die meisten, die sind schon 100 Mal aus ihren Recordern und Kopfhörern geknistert. Warum bin ich auf dieser Welt?

Linards Lächeln sieht aus, als wäre es irgendwann auf seinem Gesicht gelandet und geblieben. Seine Mundwinkel zeigen nach oben wie alles in seinem Gesicht. Die Lachfalten zum Beispiel. Oder die Brauen, die sich

ständig auf und ab bewegen. Es ist, als hätte ein Kind vor langer Zeit ein Bilderbuch aufgeschlagen und Linard wäre aus den Seiten gehüpft und hätte sich tanzend davon gemacht mit seinen weiten Hosen, dem roten Halstuch und den Haaren, die in alle Richtungen zittern. Linard singt von einem Jungen, der wissen will, warum er auf der Welt ist. Alle geben eine andere Antwort, am Ende hört er die schönste davon: Damit du dir diese Frage stellen kannst! Linard legt die Gitarre neben seinen Stuhl und verwandelt sich zum zweiten Mal. Er ist jetzt Doppelhase, der eigentlich Hoppelhase heisst und alles zweimal sagt und alles zweimal sagt und durch die Nase spricht und durch die Nase spricht. Dann ist er Brummbär Beltrametti, der eine Stimme hat so weich, dass sie in den Ohren kitzelt. Immer, wenn Linard sich verwandelt, erschrecken die Kinder und rutschen hin und her. Dann schaut Linard ihnen in die Augen, und die Beine hören auf zu baumeln. Pfannengrosse Hände

Linards Hände sind gross wie Pfannen und so warm, als hätte jeder Finger eine Heizung. Er streckt sie in die Höhe und schüttelt sie, er erzählt und zeichnet Sachen in die Luft. Am Ende einer sehr kurzen Stunde winkt er die Kinder auf die Bühne. Für die einen sind die Stufen zu hoch, die andern helfen ihnen und drücken sie hinauf ins Licht. Dann stehen sie auf den Brettern, und es sieht so aus, als befänden sie sich in einer Glühbirne >


Familie  ÖKK Magazin

für Riesen. Sie singen miteinander, ein Bub muss ständig lachen, vielleicht hat seine Freude zu wenig Platz in seiner Körperhülle. Die Grossen sind auf ihren schwarzen Sitzen geblieben, holen ihre Fotoapparate hervor. Es klickt und klackt, manchmal zuckt ein Blitz durch die Reihen. Viele der Grossen sehen ein wenig traurig aus, als würden sie sich am liebsten in Kleine verwandeln, als wären sie am liebsten auch auf die Bühne gestiegen. Es gibt aber auch Grosse, die offenbar noch mehr Freude haben als die Kinder: Eltern, die lachen und klatschen und sich hin- und herwiegen zur Musik. Es ist, als hätten die Kinder ihre Eltern zu Linard mitgenommen, nicht umgekehrt. Das Konzert ist vorbei und einige der Kinder springen singend aus dem Saal, die Grossen folgen in Zweierreihen. Linards Auto ist voll wie eine Rumpelkammer. Es liegen viele Bücher und Liederhefte und CDs im Kofferraum. Er könnte bei jedem Haus, an dem er vorbeifährt, etwas in den Briefkasten legen. Linard drückt auf ein paar Knöpfe, Musik kommt aus den Lautsprechern, die eigentlich Leisesprecher heissen müssten. Die Musik ist manchmal so fein, dass man den Atem anhalten muss, um die Kleinigkeiten zu hören. Linard fährt nach Andelfingen in der Nähe von Zürich, wo er in der Dorfkirche noch einmal auftreten wird, wenn es schon dunkel ist. Streicher klingen aus den Leisesprechern und Linard erinnert sich, wie er Tränen in den Augen hatte, als er die Musik zum ersten Mal hörte. Er denkt an den Auftritt in einer Stunde und überlegt, welche Lieder er singen soll. Er weiss es nicht. Das weiss er erst, wenn er sie spielt.

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Nid so schnell, Wilhelm Tell! Linard Bardill ist der Autor und Initiant des neuen Singspiels «Nid so schnell, Wilhelm Tell». Es ist eine Geschichte mit Liedern, welche das sagenhafte Geschehen der Eidgenossenschaftsgründung auf eine etwas andere, zeitgemässe Art erzählt. Bei ÖKK gibt’s die von Linard Bardill handsignierte CD zum Singspiel «Nid so schnell, Wilhelm Tell» zum Vorzugspreis von 20 Franken inkl. Versandspesen. Reservieren Sie eine der limitierten CDs unter www.oekk.ch/tell_singspiel oder holen Sie sich die CD direkt auf der ÖKK Agentur in Ihrer Nähe. Die Online-Bestellungen werden nach Eingang berücksichtigt. Die Auslieferung gegen Rechnung erfolgt vor dem offiziellen Erscheinen der CD im März 2010. Zum Singspiel organisiert Linard Bardill im April 2010 drei einwöchige Workshops für Kinder. Teilnehmen können Kinder der 3. und 4. Klasse. Ausgewählte Kinder dürfen Linard Bardill im Sommer auf einer kleinen Tournee begleiten. ÖKK verlost exklusiv 3 Plätze für die Teilnahme an einem Workshop. Unter www.oekk.ch/tell_singspiel können Sie bis zum 12. März 2010 an der Verlosung teilnehmen. Oder möchten Sie Ihre Kinder direkt anmelden? Dann können Sie dies unter www.bardill.ch tun.


Bruno am Bass, Linard an der Gitarre: Es erklingt ÂŤDas blaue WunderlandÂť.


Elternplanet  ÖKK Magazin

Eifersucht unter Kindern Meine beiden Kinder (5 und 7 Jahre) sind eifersüchtig aufeinander. Beide wollen garantiert immer das haben, was der andere hat. Ständig gibt es Streit. Wie soll ich mich verhalten? Frau A. aus Z.

Kathrin Buholzer: Versuchen Sie, immer wieder den Fokus aufs Positive zu richten. Spielen Ihre Kinder einen Moment ganz ruhig und ohne Streit zusammen, dann gehen Sie etwas später zu ihnen und sagen: «Das ist prima, dass ihr so ruhig und schön miteinander gespielt habt.» Und nicht ins Negative fallen, nicht sagen: «Schön, dass ihr endlich mal nicht so laut gewesen seid.» Oft ist es hilfreich, gemeinsam mit den Kindern Familienregeln aufzustellen. Besprechen Sie, welchen Umgang sie in der Familie untereinander möchten. Dann können die Kinder selbst versuchen aufzuzählen, wie man sich verhalten soll, damit es untereinander keinen Streit gibt und damit sich alle wohl fühlen. Schreiben, zeichnen oder kleben Sie gemeinsam mit Ihren Kindern die drei bis vier Regeln (mehr sollten es nicht sein) auf ein Blatt und hängen Sie dieses gut sichtbar irgendwo im Haus auf. So wissen die Kinder genau und verbindlich, was sie künftig erwartet. «Der hat aber das grössere Stück Kuchen als ich, ich will zuerst auswählen, ich möchte neben der Mama sitzen, du warst gestern schon als Erster an der Reihe, jetzt will ich einmal zuerst entscheiden.» Diese Diskussionen enden meistens in einem Riesengeschrei. Sie als Mutter

stehen mittendrin, ohne Plan und auch ohne Erinnerungsvermögen, wer denn tatsächlich an der Reihe wäre mit Auswählen. Da könnte es helfen, einen «Lukas-Tag» und einen «Selina-Tag» einzuführen. Am «Lukas-Tag» darf Lukas beispielsweise das Buch bestimmen, das Sie am Abend vorlesen, am «Selina-Tag» ist das Schwesterchen an der Reihe. Wer diese klare Regel nicht akzeptiert und quengelt, muss am nächsten Tag aussetzen und der andere darf noch einmal wünschen. Damit Sie und die Kinder immer wissen, wer an der Reihe ist, können Sie mit den Kindern einen Wochenplan basteln. Die Kinder können ihre Lieblingsfigur ausdrucken oder aus einem Heft ausschneiden, auf eine hölzerne Wäscheklammer kleben, die sie schliesslich von Tag zu Tag auf dem Wochenplan abwechselnd weiterwandern lassen. Kinder verstehen Fairness recht gut, und dank des Plans ist auch eine nachvollziehbare Entscheidungsgrundlage da. Wichtig ist, vorher genau abzusprechen, welche Situationen «Wunschsituationen» sind. Den Link zur Internetplattform Elternplanet von Kathrin Buholzer mit mehr Antworten auf Erziehungsfragen finden Sie unter www.oekk.ch/magazin. Auf der Internetplattform finden Sie auch Vorlagen für einen Wochenplan sowie witzige Sgubi-Figuren.


Die Zahl

ÖKK Magazin

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63,6% beträgt der Ausländeranteil an der bevölkerung in der Stadt luxemburg. Sie ist damit die kosmopolitischste metropole europas. daneben gibt es nur noch eine europäische Stadt, in der die inländer in der minderheit sind: die lettische hauptstadt riga. in ihr machen die Ausländer 57,7% der einwohner aus. die Stadt genf, die internationalste Stadt der Schweiz, liegt im europäischen Vergleich ziemlich weit vorne: über 37% der einwohner waren 2008 nicht schweizerischer nationalität. das ist viel im Vergleich zu berlin (13,8% Ausländer), paris (14,5%) und barcelona (15,4%). Am wenigsten kosmopolitisch sind die Städte Sofia, bukarest und istanbul mit einem Ausländeranteil von jeweils unter 1%. > Quelle: Bundesamt für statistik, www.bfs.admin.ch

Populäre medizinische Irrtümer

Wein auf Bier, das rat ich dir «Wein auf Bier, das rat ich dir, Bier auf Wein, das lasse sein» – ein Trinkspruch, fast so alt wie das Trinken selbst. Doch wer glaubt, mit dem Befolgen dieser «Weisheit» einen Kater verhindern zu können, der täuscht sich. Dass Wein auf Bier harmloser sein soll als Bier auf Wein, konnten bis jetzt weder Wissenschaftler noch jene, die es ausprobiert haben, bestätigen. Wäre auch komisch, wenn das stimmen würde. Schliesslich ist die Trinkweisheit im nicht deutschsprachigen Ausland unbekannt. In Frankreich macht stattdessen ein Spruch die Runde, der sich auf das Durcheinandertrinken von Rot- und Weisswein bezieht: «Blanc sur rouge, rien ne bouge, rouge sur blanc, tout fout le camp.» Das heisst so viel wie: Weiss auf Rot tut dem Magen gut, Rot auf Weiss hingegen bringt ihn zur Rebellion. Doch auch wenn niemand den Franzosen absprechen will, dass sie sich aufs Weintrinken verstehen, gilt auch hier: Wissenschaftlich lässt sich das nicht nachweisen.

Wie der Alkohol wirkt, kommt auf die Menge des Alkohols, die Zusatzstoffe in den Getränken und die zu sich genommene feste Nahrung an. Grundsätzlich gilt: Je reiner der Alkohol, desto weniger wird dem Trinkenden übel. Ein klarer Wodka bringt unseren Kopf also weniger durcheinander als ein billiger Obstbrand oder ein überschwefelter Weisswein bei vergleichbaren Alkoholmengen. Auch gewisse gereifte, eiweisshaltige Nahrungsmittel wie gealterter Käse oder nicht mehr ganz frischer Fisch können in der Kombination mit Wein unangenehme Nebenwirkungen zeitigen: Sie steigern die Aufnahme so genannter biogener Amine, was zu Kopfweh, Unwohlsein und allergischen Reaktionen führen kann. Auf jeden Fall empfiehlt es sich, zu alkoholischen Getränken immer Wasser zu trinken. Hauptursache der Kopfschmerzen bei einem Kater ist nämlich die Dehydration (Wassermangel) des Körpers und das daraus resultierende Dysäquilibrium (schneller Entzug von Stoffen aus dem Blut). Folglich liesse sich dichten: «Trinkst du Wasser dazu, lässt dich der Kater in Ruh!»


Familienausf lug

ÖKK Magazin

lob den Kinderlosen TexT & FoTo: Michael Krobath

Derzeit tobe ein Kampf der Lebensstile, behaupten findige Schreiberlinge. Während Eltern die Kinderlosen als verantwortungslose Egoisten brandmarkten, nervten sich die Nichteltern über einen wachsenden Familienfundamentalismus. Klar ist dieses Verhältnis nicht frei von Spannungen. Aber deswegen einen unüberwindbaren Windelgraben herbeizuschreiben, ist Quatsch. Kinderlose bereichern unser Leben – und unsere Familienausflüge. Erstens haben sie die abenteuerlicheren Ideen, da sie den Kids mehr zutrauen. Zudem sind sie meist erstklassig ausgerüstete Top-Eventmanager. Zum Beispiel Priska und Thomas. Den beiden Outdoor-Freaks verdanken wir manch grandiose Tour. So auch diese: eine Kanufahrt auf dem malerischen Hochrhein. Wir starten bei der Bootsanlegestelle in Rüdlingen SH, wo Thomas sein 18-Kilo-Hightech-Kanu aus dem Rucksack zaubert. Während die Frauen mit Paul (2) auf dem kinderwagentauglichen Uferweg losmarschieren, treiben wir mit Luis (6) gemächlich flussabwärts, vorbei an Biberburgen und Weinbergen. Zu paddeln gibt es wenig, dafür bleibt viel Zeit für Männergespräche über

die Mississippi-Indianer oder das Fliegenfischen. Eine Stunde später treffen wir in Tössegg wieder auf die Wanderer. Hier, wo der Fluss einen Knick macht, findet sich der ideale Rastplatz. Wer keine Jause dabei hat, kann sich im Restaurant Tössegg verköstigen, wo der Fisch vorzüglich sein soll. Wir grillen gleich daneben auf der grossen Wiese und plantschen danach in dem an dieser Stelle seichten Fluss. Für den zweiten Streckenabschnitt darf auch der kleine Paul mit an Bord. Wir stimmen Piratenlieder an, weichen entgegenkommenden Kursschiffen aus und paddeln gelegentlich mit anderen Kanus um die Wette. Nach einer weiteren Stunde tauchen die Riegelhäuser von Eglisau auf und die Flussexpedition geht zu Ende. Ein perfekter Sommerausf lug. Kinderlose – wir danken euch. > infos und weitere Tipps für Kanuausfl üge unter www.kanuland.ch


Bewegung & Erholung

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Türken machen Dampf das türkische dampfbad entstammt dem orient. eine topmoderne Alpen-Variante findet sich auf der lenzerheide. TexT: christoph Kohler

Dass Bündner Steinböcke über den Bosporus springen, wäre übertrieben. Doch immerhin braucht es im Hotel Schweizerhof, einem Unternehmenskunden von ÖKK , nur ein paar Schritte, um die Pforten zur orientalischen Bäderkultur zu öffnen. Das türkische Bad, der Hamam, schlägt dabei nicht nur eine Brücke zwischen Okzident und Orient, sondern auch zwischen den Künsten: Entworfen hat die sachlich-sinnlichen Räume aus Stein und Holz der Schweizer Architekt Max Dudler, die warm schillernden Wände stammen vom Zürcher Maler Mayo Bucher. ein reinigungSrituAl __ Wer in den Hamam geht,

braucht Zeit. Mindestens anderthalb bis zwei Stunden. Und vorher ein paar Minuten, um sich aller Kleider zu entledigen und sich in das Pestemal zu hüllen, ein leichtes weisses Tuch, in dem Frauen wie Cleopatra und Männer wie Julius Cäsar aussehen. Für alle gilt: Unter dem Pestemal ist man nackt. Die Hamammeisterin erklärt geduldig den Ablauf. So einfach wie ihr werden den Gästen die Bezeichnungen für die einzelnen Stationen des Entspannungsrundgangs wohl nie über die Lippen gehen: Sogukluk, Sicaklik, Kese, Bingül. Das alles klingt wie ein Schlaf lied aus 1001 Nacht, woraufhin sich der Körper schon beim Zuhören entspannt. Nach der Regendusche, die eigentlich eine Regenbogendusche mit sich verändernden Lichtern ist, warten im Sogukluk wohlriechende Kräuterdampfwolken und goldene Waschschalen aus Zinn. Das Reinigungsritual beginnt. ein zentrum nAmenS nAbelStein __ Im Zentrum des

Raumes liegt der Nabelstein, der Ort der Ruhe nach jeder Etappe. Die Granitplatten aus Soglio sind beheizt und verleiten manchen Körper zur totalen Erschlaffung, so dass hier eine Art Skulpturenpark menschlicher Ent-

spannungsposen zu bestaunen ist. Weiter geht’s mit Peeling, Baden, Atmen, Ruhen. Im Bingül, dem letzten und mit 45 Grad Celsius heissesten Raum des Hamams, schwitzen sogar die Wände. Trotzdem: Für geübte Saunagänger sind auch das relativ milde Temperaturen. Genau darin liegt die Besonderheit der türkischen Bäderkultur: Der Körper erleidet keinen Klimaschock beim Wechsel zwischen den Räumen, sondern ist zu jeder Zeit in wohlige Wärme gehüllt. Zum Abschluss wartet im Camekan, dem Ruheraum mit schwarzen Lederliegen, eine reich gedeckte Tafel mit Äpfeln, Mandarinen, Dörrfrüchten und türkischen Leckereien, dazu Pfefferminztee in Gläsern und Sirup aus dem Bündnerland. Es gab Gäste, die hier in einen Tiefschlaf gefallen sind und nach Stunden des Schlafes von der Hamammeisterin sanft geweckt werden mussten. Wir aber entscheiden uns, sanft wieder aufzutauchen. Drei Grad minus zeigt das Thermometer auf der Hauptstrasse in Lenzerheide an. Zumindest ums Herz bleibt es einem nach dem Hamambesuch den ganzen Tag warm. > Machen sie mit beim ÖKK schreibwettbewerb auf seite 18 und gewinnen sie mit etwas glück einen eintritt für zwei Personen in den hamam des hotels schweizerhof in lenzerheide im Wert von 130 Franken! Weitere infos und Angebote zum hotel schweizerhof fi nden sie unter www.schweizerhof-lenzerheide.ch. Voranmeldung beim hamambesuch empfohlen (081 385 25 11).


ÂŤJeder Erinnerungsdiamant ist einzigartigÂť, sagt Jungunternehmer Rinaldo Willy.


Kundenporträt

ÖKK Magazin

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Brillantes Begräbnis «Algordanza» ist das rätoromanische Wort für Erinnerung. «Algordanza» heisst auch die Firma von Rinaldo Willy und Veit Brimer. Die beiden Churer verarbeiten die Asche Verstorbener zu Erinnerungsdiamanten. TEXT: Virginia Nolan _ _ FOTO: Gian Marco Castelberg

Wie heisst es in vielen Abdankungen? Jemand sei «ein Juwel von Mensch» gewesen. Die beiden Jungunternehmer Rinaldo Willy und Veit Brimer aus Chur nehmen das wörtlich und verarbeiten seit sechs Jahren Menschenasche zu Diamanten. Darin sind sie bis heute Weltmarktführer. UNVERGÄNGLICHES ERINNERUNGSSTÜCK __ Wer aber

sind die Menschen, die einen Edelstein als letzte Ruhestätte wählen? Die Antworten darauf seien vielfältig, sagt Willy. Die Idee der Erinnerungsdiamanten komme erstaunlicherweise bei Katholiken sehr viel besser an als bei Protestanten. Zudem stammten die meisten der 70 bis 80 Urnen, die monatlich bei «Algordanza» in Chur ankommen, aus Japan und Deutschland. «Die Schweizer sind noch skeptisch», sagt Willy. Trotzdem hat er, der den Angehörigen zumindest in der Schweiz jeden Diamanten persönlich überbringt, immer mehr zu tun. Viele Leute wollen ihre verstorbenen Liebsten nicht nur im Herzen tragen, sondern vielleicht auch an einer Halskette darüber – in Form eines Diamanten, der im Gegensatz zum Leben nie vergeht. Einige Familien, sagt Willy, hätten praktische Motive für eine Diamantbestattung: Die Ortswahl für ein konventionelles Grab und die Regelung der Grabpf lege seien häufig kompliziert, vor allem wenn Angehörige in weiter Distanz zum Grab oder zueinander wohnten. Dieses Problem gibt es bei «Algordanza» nicht: Anstelle des einen Grabes können hier ganz einfach mehrere Steine aus einem Verstorbenen fabriziert werden – im Labor, dem Herzstück des ansonsten unauffälligen Firmensitzes im Churer Industriequartier. Dort ermitteln Chemiker die Zusammensetzung der Asche, den individuellen chemischen «Fingerabdruck», der auch den

Farbton des Kristall bestimmt. «Jeder Diamant ist einzigartig», sagt Willy, «genau wie der Mensch, an den er erinnert.» VON DER IDEE ZUM KRISTALL __ Willy war Ökonomie-

student und Brimer dessen Dozent, als den beiden 2003 ein Artikel über einen russischen Wissenschaftler in die Hände fiel, dem es gelungen war, Diamanten im Labor herzustellen – aus Kohlenstoff, der in verbrannten Pf lanzenresten vorhanden war. Russland ist seit jeher führend in der Diamantsynthese, in der Graphit unter Hochdruck zu Diamantkristallen transformiert wird. «Wir fragten uns, ob sich wohl aus tierischer Asche Kohlenstoff gewinnen liesse», erinnert sich Willy. Einige Monate und viele Telefonate später hatte man den Russen im Boot. Ein Jahr lang mieteten sich einige Wissenschaftler in einem ETH-Labor ein und probten die Diamantsynthese mit Tierasche, bevor Willy und Brimer im Sommer 2004 «Algordanza» ins Leben rufen konnten. Mit seiner wortwörtlich brillanten Bestattungsidee hat sich das Unternehmen nicht nur Freunde gemacht. Kritiker sehen darin ein makabres oder unethisches Vorhaben. Die Tatsache, dass ein Diamant zwischen 4’000 und 20’000 Franken kostet, stimmt sie misstrauisch. Den Vorwurf der Geldmacherei kontert Willy mit der Aussage, die Forschungs- und Herstellungskosten der Diamantsynthese seien weit höher als im gängigen Bestattungswesen, in dem übrigens allein im deutschsprachigen Raum 6 Milliarden Franken im Jahr umgesetzt würden. «Was wir garantieren», sagt Willy, «ist ein sorgfältiger und pietätvoller Umgang mit den sterblichen Überresten.» Das Andenken an einen Menschen würdevoll zu wahren, bleibe die Pf licht der Angehörigen. Algordanza ist ein Unternehmenskunde von ÖKK


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ÖKK Magazin 1/2010  

ÖKK Magazin Themen: Schwierige Schönheit, sichere Kinderzimmer, Kinderbarde Bardill Brillant statt Begräbnis

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