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MAGAZIN DER ÖSTERREICHISCHEN HOTELIERVEREINIGUNG /hoteliervereinigung

die lobby – Magazin für Mitglieder der Österreichischen Hoteliervereinigung - P.b.b. Verlagspostamt 1010 Wien - 07Z037315M

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ÖHV-Inside: Wintersaison 2016/17 Schwerpunkt „Raus aus dem Einheitsbrei“ Hotelportrait: Hotel Auersperg in Salzburg ÖHV-Kampagne: Direkt im Hotel buchen. Direkt besser.

Österreichische Hoteliervereinigung Die freie Interessenvertretung

www.oehv.at


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Editorial

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Lemming oder Leader, verändern oder verändert werden – Gamechanger braucht die Welt! Und genau diese holen wir beim ÖHV-Hotelierkongress in Bad Ischl für Sie auf die Bühne. Ob Investmentpunk, Hotelier, Business Angel oder Trendforscher: Exzellenz und Weitblick kennen keine Grenzen und folgen nie der Masse. Ebenso wieder als Fixpunkt mit dabei: der Junior Day. Die Gamechanger von morgen – Österreichs Tourismusschüler – präsentieren ihren Blick auf die Gäste und Destinationen der Zukunft. Wer ist der Gast von morgen und vor allem was will er? Was kann eine Destination zukünftig leisten und wie funktioniert die Zusammenarbeit? Man darf gespannt sein! In diesem Sinne, viel Spaß beim Lesen und schöne Feiertage! Wir sehen uns in Bad Ischl!

Ihre Präsidentin der Österreichischen Hoteliervereinigung:

Michaela Reitterer

IMPRESSUM Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller: Österreichische Hoteliervereinigung, Hofburg, 1010 Wien Für den Inhalt verantwortlich: Dr. Markus Gratzer, Redaktions- und Projektleitung: Mag. Claudia Bär 1010 Wien, T: +43 1 533 09 52, F: +43 1 533 70 71, office@oehv.at, www.oehv.at Druck: Samson Druck GmbH – gedruckt nach der Richtlinie „Druckerzeugnisse“ des Österreichischen Umweltzeichens, UW-Nr. 837 Grafische Gestaltung: www.br-design.at | Coverfoto: Natur Hotel Lärchenhof & Spa – Seefeld in Tirol Für Inhalte dieser Publikation, die von Dritten stammen, übernimmt die ÖHV keine Haftung. Sprachliche Gleichstellung: In dieser Gazette werden nur die männlichen Formen angeführt, die weiblichen sind darin inkludiert.

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Inhalt 04 Kurzinfos 06 ÖHV-Inside: Wintersaison 2016/17 08 Gewerbeordnung: Das bringt die Reform 09 Aktionsplattform für Leistung und Eigentum 10 Hotelportrait: Hotel Auersperg in Salzburg

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12 Themenschwerpunkt „Raus aus dem Einheitsbrei“: ■■ ■■ ■■ ■■

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Innovatives von ÖHV-Betrieben Die neuen Food Trends 7 Thesen für mehr Innovation in der Hotellerie Vom feinen Unterschied in der Zielgruppen-Ansprache Gästeunterhaltung von morgen Mitarbeiterführung: Der Upstalsboom Weg

26 Ratenparität adé & was Sie jetzt tun sollten

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31 Umfrage: Welche Technologien nutzt Österreichs Top-Hotellerie 32 Betriebsübergabe Steinerwirt in Zell am See 34 ÖHV-Praktikerseminare 2017 36 ÖHV-Eventrückblick 38 ÖHV-Tourismuskalender 39 ÖHV-Mitglieder

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>> KURZINFOS >> 3 Bundesländer regeln Sharing Economy Wenn binnen kürzester Zeit 3 von 9 Bundesländern die Regeln adaptieren, steckt dahinter kein Zufall. Die ÖHV hat hier, wie beim Verbot der Bestpreisklauseln, den Handlungsbedarf aufgezeigt. Die Landesregierungen von Wien, Niederösterreich und Oberösterreich haben zwischen September und November ihre Landestourismusgesetze in Begutachtung geschickt bzw. novelliert: Wien und OÖ verpflichten die Plattformen, die Daten der Vermieter herauszugeben, NÖ beschränkt sich darauf, die Vermieter zur Meldung zu verpflichten. Damit wird die Sharing Economy zwar zum juristischen Fleckerlteppich, auch wenn sich die Ausprägungen von Bundesland zu Bundesland kaum unterscheiden. In jedem Fall sind die Gesetzesänderungen Fortschritte. Und wer Österreich kennt, weiß: Die anderen Bundesländer werden folgen. Wir werden unseren Beitrag dazu leisten, dass die Änderungen in die richtige Richtung gehen.

Voller Erfolg bei Gästemeldung „Typisch Politik“, dachten wohl die meisten, als sie die neuen Vor­ schriften für Gästeblätter im April sahen. „So nicht“, dachte sich ÖHV-Vizepräsident Florian Werner und schickte das ÖHV-Büro zu Nachverhandlungen mit dem Innenministerium. Mit tatkräf­ tiger Unterstützung durch das Amt der Tiroler Landesregierung und in enger Zusammenarbeit mit der Fachgruppe Hotellerie kam es letztendlich zum klaren Erfolg für die Branche: Die elektronische Gästemeldung bleibt, die unnötigen Komplikationen bei Familien und Reisegruppen haben wir wegverhandelt.

Erfreulicher Mitglieder-Zuwachs Lobbying-Erfolge wie der Fall der Ratenparität oder die Nachverhandlungen beim Meldegesetz und Initiativen wie der erste „Tag der offenen Hoteltür“ werden von der Branche honoriert. Auch die für die Hotellerie maßgeschnei­ derten Weiterbil­ dungsangebote überzeugen die Praktiker: Wir freuen uns über bis dato 79 neue ÖHV-Mitglieder 2016 – mehr als ein Drittel davon aus Tirol! Falls Sie Betriebe kennen, die gut in unser Netzwerk passen würden:

Kur- und Thermenhotel in Bad Tatzmannsdorf: Alexandra Klucsarits und Franz Nicka mit Michaela Reitterer

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Mi., 17. Mai 2017

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>> ÖHV-INSIDE

Wintersaison 2016/17

… und das denkt die TopAlte Probleme plagen die Branche und trüben den ansonsten positiven Blick auf die Wintermonate. Mit 36,7 % rechnet der Großteil der Befragten mit einem Nächtigungsvolumen wie bereits im Vorjahr. Ein gutes Drittel sieht Steigerungen, die Mehrheit davon sogar jenseits der 5 %-Marke. 28,8 % erwarten Rückgänge. Besonders auffällig: Vor allem die Wiener Hotellerie blickt positiv auf die weiße Zeit – jeder zweite Hotelier glaubt an Steigerungen.

Erwartete Nächtigungsentwicklung 34,5 %

mehr

35,7 % 36,7 %

wie im Vorjahr

37,4 % 28,8 %

weniger

27,0 % Winter 2016/17

Winter 2015/16

Preisdurchsetzung 29,4 %

schlechter

Preisdurchsetzung und Umsatzerwartung: Trendwende in Sicht? Leichte Verbesserung in punkto Preisdurchsetzung: jeder fünfte Befragte erwartet hier eine Besserung, ein kleines Plus von 5,2 % gegenüber der Wintersaison 2015/16. Knapp jeder Zweite verortet keine Bewegung, eine Verschlechterung befürchten 29,4 %. Das Fazit: zaghafte positive Impulse lassen dennoch viel Luft nach oben! Bei den erwarteten Umsätzen liegt die Branche ziemlich im Trend der Vorjahressaison: mit einem Plus rechnen knappe 50 %, keine Bewegung verorten 23,2 %. Mehr als jeder Vierte schätzt, schlechter als noch im letzten Winter abzuschneiden.

30,4 % 49,7 %

keine Veränderung

53,9 % 20,9 %

besser

15,7 % Winter 2016/17

Erwartete Umsatzentwicklung 49,7 %

mehr

48,7 % 23,2 %

wie im Vorjahr

24,3 % 27,1 %

weniger

27,0 % Winter 2016/17

Kredite und Investitionen: Lage durchwachsen Nach 10,7 % im Vorjahr wollen heuer 12 % die Investitionen erhöhen. Und der Anteil derer, die die Investitionen zurückfahren, ist um ein Drittel gesunken. Unterm Strich planen aber noch immer fast dreimal so viele eine Reduktion wie eine Erhöhung der Investitionen – die Lage ist durchwachsen. Inwieweit sich die für 2017 angekündigte Investitionsprämie für KMU niederschlagen wird, bleibt abzuwarten.

Winter 2015/16

Investitionen im Vergleich zur Vorjahressaison 44,6 %

49,7 %

29,1 % mehr

48,7 % 23,2 % 12,0 % 10,7 % 24,3 %

wie im Vorjahr

27,1 %

weniger

Weniger Invesonen Winter 2016/17

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Winter 2015/16

Mehr27,0 Invesonen % Winter 2015/16


ÖHV-INSIDE

Verbesserungspotential gibt es auch beim Zugang zur Kreditfinanzierung: 44,6 % sehen die ohnehin schon schwierige Situation unverändert, knapp 30 % kommen schwieriger oder deutlich schwieriger an benötigtes Kapital als noch in der letzten Wintersaison.

Zugang Kreditfinanzierung einfacher

5,1 %

Kann ich nicht beurteilen

21,1 % 44,6 %

unverändert

-Hotellerie! Mitarbeitersituation: dringend Impulse benötigt Die Lage am Mitarbeitersektor ist angespannt: Drei Viertel der Befragten benötigen für die anlaufende Wintersaison noch Verstärkung. Rund 60 % empfinden die Situation noch schwieriger als in der Vorjahressaison, jeder Dritte macht keine Veränderung aus. Am gefragtesten sind Fachkräfte in Service, Küche und Rezeption.

schwieriger/ deutlich schwieriger

29,1 %

Mitarbeitersuche

NEIN 23,2 %

JA 76,8 %

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>> GEWERBEORDNUNG

GewO: Das bringt die Reform Für 99 % der ÖHV-Mitglieder ist die Gewerbeordnung nicht zukunftsfähig, der Gewerbeverein sieht es genauso, im Handelsverband sind es 97 %. Ein Neustart vom weißen Blatt Papier weg wäre also die beste Lösung. Ein großer Wurf bei der Reform das Mindeste. Heraus kam eine österreichische Lösung. Bewegung gab es vor allem beim Betriebsanlagenrecht wie Erleichterungen für Pop up-Stores. OneStop-Shops sollen verhindern, dass eine Behörde zumindest 17 m hohe Schlote vorschreibt und eine andere maximal 15 m hohe (für denselben Schlot!). Oder dass eine Behörde vorschreibt, dass ein Wind­ rad grün gestrichen werden muss und eine andere rot-weiß-rot (dasselbe Windrad!). Schwachstellen beseitigen ist gut. Meilensteine sehen aber anders aus.

Wie zeitgemäß ist die GewO?

41 % 1 %

57 %

Es braucht einen Neustart. Hotel- und Gastgewerbe, Reisebüro usw. sollen freie Gewerbe werden. Es braucht mehr Spielraum, Hotel- und Gastgewerbe sollen aber reglementiert bleiben. Sie ist fit für die Zukunft!

Grundumlagenbefreiung durch Befreiung von Gewerbescheinen Dass Betriebe mehrere Gewerbescheine brauchen, wird meist durch die Produkt- und Ausbildungsqualität begründet: Doch Hoteliers bilden keine Hotel­wagenfahrer aus. Und die Servicequalität steigt in keinem Fall dadurch, dass eine Grundumlage bezahlt wird. Wurde für Services kassiert, die nicht in Anspruch genommen werden? Damit sollte jetzt weitestgehend Schluss sein – mit klaren Verbesserungen auch für gegängelte Hotels: Künftig ist ein Gewerbeschein nur mehr nötig, wenn durch ein konzessioniertes Nebengewerbe 15 % vom Gesamt­ umsatz erwirtschaftet werden oder 30 % durch ein freies: Da wird der Bedarf an Gewerbescheinen rapide sinken (so der aktuelle Begutachtungsentwurf). Die Möglichkeit, sie zu behalten, bleibt bestehen, etwa um an Gewerbescheine gebundene Vorteile wie Sperrstunden in Anspruch nehmen zu können. Soweit, dass die diesbezüglichen Gesetze oder Fach­ gruppenzugehörigkeiten auch geändert werden, reichte der Reform-„Eifer“ nicht. Eine Roadmap fürs 21. Jhdt. wird aus einem Gesetz aus 1859 nicht mehr. Aber es wird besser.

48 % 23 %

19 %

Wie viele Gewerbeberechtigungen haben Sie angemeldet? 1

2 bis 3

4 und mehr

Grafiken: Ergebnisse der Mitgliederbefragung zur Gewerbeordnung, Herbst 2016

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LOBBYING

>> AKTIONSPLATTFORM FÜR LEISTUNG UND EIGENTUM

Unser Ziel: Österreich in die Standort-Top Ten 13 Wirtschaftsverbände, ein Ziel: ein Gespräch mit ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer und Plattform-Sprecher Dr. Günter Stummvoll, wie sie Österreich zurück in die Top Ten der Standorte bekommen wollen.­ Weniger Reglementierung, ein positives Unternehmer-Bild und eine Rettungsgasse durch den Reform­ stau: So können die Vorschläge der 13 führenden Wirtschaftsverbände auf einen Nenner gebracht werden, die Österreich zurück an die Weltspitze der Wirtschaft führen würden. Dieser Weg ist ohne Alter­ native, wie jedem klar ist, der weiß, wie Wirtschaft funktioniert: „Weil es nicht um den Rückfall in einem Ranking geht, sondern um konstante Rückfälle in allen internationalen Standortvergleichen. Machen wir so weiter, fällt uns das allen auf den Kopf.“

Stummvoll fordert Task Force Dr. Günter Stummvoll, Sprecher der Aktionsplattform für Leistung und Eigentum, identifiziert Überreglementierung und Bürokratie als Wachstumsund Investitionshemmer Nr. 1: „Jedes neue Gesetz bedeutet einen neuen Bürokratieschub. Dringend notwendig wäre die systematische Durchforstung von Arbeitszeitgesetz, Arbeitsruhegesetz, Arbeitsinspektionsgesetz und Steuergesetzen“, fordert er eine Task Force mit den zuständigen Ministerien, Unternehmern und dem Rechnungshof. Es sei ein Phänomen, so Stummvoll: „Jeder Politiker bekennt sich zu Bürokratieabbau und mit dem nächsten Gesetz wer­ den neue büro-

kratische Hür­­den auf­ge­baut. Dabei gäbe es gerade hier viele Quick-wins – mit Maßnahmen, die wenig bis nichts kosten.“

Mut zu Reformen auch im eigenen Bereich Mit dem Ruf nach Reformen allein ist es freilich nicht getan. Jeder sollte vor der eigenen Haustür kehren, was an der Reform der Gewerbeordnung gut auszumachen ist. Diese hätte zur Benchmark jener lange geforderten Staats- und Strukturreform werden können, die eine nachhaltige Senkung der Steuer- und Abgabenquote ermöglichen würde. Doch die wurde „nur zum Teil genützt. Da haben wir noch Spielraum“, hält Reitterer fest. „Unsere wirtschaftspolitische Vision ist ein Platz in den Top Ten der Wirtschaftsstandorte. Das heißt Arbeitsplätze, Einkommen und soziale Sicherheit. Wir haben alle Chancen der Welt. Sie werden aber nicht genützt“, verweist Stummvoll auf das drittniedrigste Wirtschaftswachstum unter den 28 EU-Staaten, die am stärksten steigende Arbeitslosigkeit und die fünft­höchste Abgaben- und Steuerquote. Im Standort­ ranking des IMD-Instituts in Lausanne fiel Österreich vom 11. Platz 2007 auf den 24. Rang zurück: „Für die ‚Top Ten‘ müssen wir jene Strukturreformen umsetzen, für die es schon seit Jahren viele Vorschläge gibt.“

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"Damit auch die Banken sehen, was wir wollen"

Hotel Auersperg in Salzburg legt ersten "Gemeinwohlbericht" vor Die Kennzahlen sind nicht unbedingt so, wie es die Banken gewohnt sind. Denn das Hotel Auersperg, eines der führenden 4-Sterne-Hotels der Stadt Salzburg, setzt auf Gemeinwohlökonomie und vorrangig auf das Wohlbefinden seines Teams. Die Mitarbeiter sind am Gewinn beteiligt, und auch sonst ist es das besondere Anliegen von Inhaberin und Geschäftsführerin Bettina Wiesinger, bewusst und "gemeinwohlorientiert" zu handeln. „Es ist ein schöner Denkansatz, Entscheidungen nicht nur nach dem größten Nutzen für den eigenen Betrieb zu treffen, sondern die Auswirkungen auf das Wohl aller Beteiligten in Betracht zu ziehen“. Dies gelinge sehr gut durch die Erstellung der Gemeinwohlbilanz. Man bekomme viel Inspiration und Anregungen durch das ausführliche Handbuch, das von der GWÖ (Gemeinwohlökonomie) kostenlos zur Verfügung gestellt wird (www.ecogood.org). Der auslösende Moment für diesen Schritt war der Wunsch, auch Außenstehenden, wie den Banken, näher zu bringen, warum Entscheidungen nicht nur aufgrund des höchsten finanziellen ‚outputs‘ getroffen werden, erklärt die innovative Unternehmerin im Gespräch mit der "lobby". Die Mitarbeiterbeteiligung wurde schon zweimal umgesetzt. Mitarbeitern, die Vollzeit arbeiten und schon länger im Betrieb sind, bringt das bis zu 3.000 Euro im Jahr (Die Anteile können nach 5 Jahren steuerfrei verkauft werden). Dies sei aus derzeitiger Sicht gut finanzierbar und den Erfolg zu

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teilen, fühle sich sehr gut und richtig an. Wenig Wunder, dass die Mitarbeiter das schätzen, ist diese Form der Zuwendung doch meist nur ganz großen Betrieben vorbehalten. Ökologisches Handeln und bewusste Teamarbeit wurde im Betrieb, den Bettina Wiesinger 1996 von ihren Eltern übernahm, schon von Beginn an groß geschrieben. Auch schon vor der Erstellung des ersten "Gemeinwohlberichtes" 2014/15. Es gibt viele Hotels, die sich um Nachhaltigkeit und Mitarbeiter kümmern. "Wenn man dem Kind einen Namen gibt, wird das Bemühen noch deutlicher und tritt noch mehr in das Zentrum des Handelns", nennt die Unternehmerin ein gutes Argument für ihre GWÖ-Bilanz. Tatsächlich sind die Initiativen nicht unbemerkt geblieben. Immer wieder melden sich Absolventen von Fachschulen oder Unis und andere Interessenten, um Informationen zu Mitarbeiterführung, Umweltmanagement und Gemeinwohlökonomie zu bekommen. Gerne ist man im Auers­ perg bereit, die Erfahrungen weiterzugeben.


HOTELPORTRAIT

Erwähnenswert ist auch die im Hotel Auersperg praktizierte betriebliche Gesundheitsvorsorge, ein 3-jähriges Großprojekt, bei dem die psychische und physische Gesundheit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Vordergrund steht. Die Gemeinwohlbilanz umfasst mehrere Kapitel und reicht vom "ethischen Beschaffungsmanagement" (Lebensmittel, Baustoffe/Handwerker, Sonstiges) über "ethisches Finanzmanagement" ("das erwirtschaftete Geld wird für Prämien an Mitarbeiter, zum Tilgen und zum Investieren verwendet. Daher gibt es keine Veranlagungen. Spekulative oder riskante Finanzgeschäfte schließen sich von selbst aus") und "Arbeitsplatzqualität und Gleichstellung" bis hin zu "Gerechte Verteilung des Einkommens", "Innerbetriebliche Mitbestimmung und Transparenz" sowie "Kooperation mit Kollegen und Geschäftspartnern." Wie Wiesinger erzählt, wurden bei der Entwicklung eines partizipativen Führungsstils viele Entscheidungen zusammen mit dem Team getroffen. "Es war für mich eine wichtige Erfahrung, zu erkennen, wie leicht Dinge umzusetzen sind, wenn die Entscheidung von den Mitarbeitern mitgetragen wird". Ein weiteres Kapitel befasst sich mit "ethischen Kundenbeziehungen", zu denen die Punkte Produkttransparenz und faire Preise gehören. "Wir haben uns auch entschieden, die Preise nicht – wie am Hotelmarkt üblich – im vollen Ausmaß zu `yielden`", heißt es unter anderem. "Wir wollen einen fairen Preis für unsere Leistung, der ein gutes, stimmiges Gefühl beim Gast hervorruft… Dumping-Preise schaden den Kollegen und vor allem den Hotels niedriger Kategorie". Bei Reklamationen ist der Gast eingeladen, an der Lösung mitzuwirken – z.B. Zimmerwechsel, Preisreduktion, Gutschein, Umzug ohne Stornokosten in ein anderes Hotel –, die er im Ausmaß seiner gefühlten Beeinträchtigung auswählen kann. Dies setzt eine Weiterentwicklung der Mitarbeiter im ganzheitlichen Sinn voraus, wobei es darum geht, den Gast mit seinem Ärger und seiner Enttäuschung ernst zu nehmen und ihm genau zuzuhören. "Das ehrliche Bemühen um das Wohl des Gastes bringt uns von der Verteidigerrolle hin zur Zusammenarbeit mit dem Gast". Grundsätzlich geht es Wiesinger um eine Haltung der Kooperation, auch Mitbewerbern gegenüber, die jederzeit Zahlen, Know-how und Lieferquellen erfragen können. Angestrebt wird die Schaffung einer branchenspezifischen Plattform für Gemein-

Das familiengeführte Boutique-Hotel in Salzburg Das "Hotel & Villa Auersperg" (Auerspergstraße 61, www.auers­ perg.at) besteht aus zwei Häusern, dem Hotel und der nebenan gelegenen Villa. Das Hotel bietet 32, die Villa 23 Zimmer. Die Anzahl der Mitarbeiter (auf Vollzeit umgerechnet) liegt bei ca. 25. Das Haus, ursprünglich eine private Salzburger Stadtvilla mit Wohneinheiten, wurde 1950 von Maria Nowak (Bettina Wiesingers Großmutter) als Pension Auersperg eröffnet und entwickelte sich rasch zu einem angesehenen Hotel. Erika Raschhofer, eine ihrer vier Töchter, baute das Haus gemeinsam mit ihrem Mann, dem erfahrenen Hotelier Kurt Raschhofer, zu einem 4-Sterne-Hotel aus. Das Auersperg wurde 1996 an ihre jüngste Tochter, Bettina Wiesinger, übergeben. Diese betreibt das "Hide­ away mitten in der Stadt" seither mit Engagement und großer Unterstützung seitens ihres Mannes Mark Wiesinger, der als Bauplaner eine eigene Firma gegründet hat. Bettina und Mark haben drei Kinder, die Buben Raffael, Salvador und Matteo.

wohl-Betriebe, auf der nützliche Bezugsquellen veröffentlicht werden. Einladungen der Rezeptionskollegen zum Frühstück erleichtern die Be­zie­hungen. "Mit einem bekannten Gesicht kooperiert man leichter als mit einer anonymen Stimme". Seit Jahren ist man zudem Mitglied der "Private City Hotels", einem Verbund erfolgreicher Privathotels im deutschsprachigen Raum, der aus einer ERFA-­ Gruppe hervorgegangen ist. "Auf unserer Webseite informieren wir über die Gemeinwohlökonomie. Mit der Gemeinwohlbilanz gewähren wir viel Einblick in unser Tun und Handeln. Die Bilanz versenden wir an Geschäftspartner wie Steuerberater, Banken und Lieferanten, wenn in persönlichen Gesprächen Interesse an unserer Arbeit gezeigt wird", lädt Wiesinger zur Zusammenarbeit ein. "Und bei Info-Abenden für Hoteliers stehen wir auch gerne zum persönlichen Erfahrungsaustausch zur Verfügung".

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Alles außer 08/15 Vom Anti-Stress-Bier für den Gast über Tipi-Suiten bis hin zum Betrieb eines Fernwärme-Heizkraftwerks gemeinsam mit anderen Hotels – Vorhang auf für ÖHV-Mitglieder, die in unterschiedlichen Bereichen außergewöhnliche Wege beschreiten.

„Merk“-würdige Serviceideen Oft sind es gerade die kleinen Dinge, die einen Hotelaufenthalt unvergesslich machen. Best Western Hotels Central Europe setzt mit ihren individuell geführten Hotels auf dieses Prinzip und profiliert sich mit originellen Serviceideen, die für ihre Gäste einen Verblüffungseffekt haben und die in Erinnerung bleiben. Um sich abzuheben, kommt es für die Gäste nicht unbedingt immer auf die Ausstattung eines Hotels an, darauf, welche Farbe der Teppich oder die Möbel im Hotelzimmer haben oder welche Lampen in der Lobby stehen. „Gäste sollen bei ihrem Aufenthalt positiv überrascht werden. Außergewöhnliche Services, mit denen der Gast nicht rechnet und die von Herzen kommen, sind der Schlüssel für Gästeloyalität“, erklärt Marcus Smola, Geschäftsführer Best Western Hotels Central Europe GmbH, die Service- und Verblüffungsoffensive. Ziel ist, jeden einzelnen Gästekontakt zu einem positiven und unerwarteten Erlebnis zu machen. In Best Western Hotels können die Gäste beispielsweise vor ihrem Bett Pantoffeln finden, auf denen handschriftlich ihr Name steht. Gäste erhalten beim Check-In einen Gutschein für ein Anti-Stress-Bier, können an der Handy-Ladestation ihr Mobiltelefon aufladen

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oder eine Brille ausleihen, wenn Ladegerät oder Lesebrille mal wieder vergessen wurden. Zum Einschlafen gibt es auf dem Zimmer eine heiße Milch mit Honig und nach dem Aufwachen findet ein Gast vielleicht am Badespiegel ein Zettel mit der Aufschrift: „Du siehst heute klasse aus“. Bei Abreise überraschen Hotels die Gäste mit einer Stauoder einer Pollenfluginformation. Auch VIP-Treatments sehen in vielen Best Western Hotels anders als normal aus: Da gibt es beispielsweise statt klassischem Obstkorb auch einmal einen herzhaften Snack, ein Comic oder eine große Tüte Gummibärchen. Nicht jedes Hotel muss die gleichen Überraschungen bieten. Daher gibt es für alle Hoteliers einen Ideen-Baukasten, aus dem sie die für ihr Haus passenden Ideen herauspicken können. „Diese Strategie braucht Mut und Kreativität. Doch sie funktioniert. Personalisierte Gastservices, die sich von Routineprozessen abheben, berühren Gäste emotional, bleiben in Erinnerung und geben damit der Marke ein erlebbares Profil“, ergänzt Smola. „Unsere Hotels übertreffen sich mittlerweile mit kreativen Ideen und es zeigt sich: Die Überraschungen mit Wow-Effekt machen nicht nur den Gästen Spaß, sondern auch den Mitarbeitern im Hotel.“ www.bestwestern.de


„Kleine Schritte, große Erfolge“ – Für die Arcotel Hotels mehr als nur eine Phrase, es sind vielmehr Inhalte und Maßnahmen, welche die Hotels alleine, gemeinsam mit ihren Mitarbeitern und auch Gästen anpacken. Neben erlebbaren Bereichen im Hotel steht vor allem eine Aktion im Mittelpunkt, nämlich ein Schulterschluss der Arcotel Gruppe mit ihren Gästen zum Schutz der bedrohten Bienenpopulation. Bei der Aktion Give Bees A Chance verzichten Reisende ab zwei Nächtigungen freiwillig auf die Reinigung ihrer Zimmer. Dafür spendet ARCOTEL einen Kostenbeitrag zur Rettung der Bienen. 2015 gingen rund 17.000 Euro an die ORF-Organisa­ tion Mutter Erde, die mit der Summe mehrere Bienen­ projekte in Österreich unterstützte. Die ARCOTEL-­ Bienenaktion läuft auch 2016 weiter und wird den letzten Spendenbetrag deutlich überholen. Auch in der Personalentwicklung handelt ARCOTEL Hotels nachhaltig. Das eigens kreierte und umgesetz-

Spannende Tage und außergewöhnliche Nächte im Tipi-Hotel Inmitten von Wiesen und Wäldern und nahe der Donau liegt das einzigartige IKUNA Naturresort. Es vereint einen naturnahen 25.000 m² großen Erlebnispark mit einem architektonisch spannenden Tipi-Hotel und einem Restaurant, das auf regionale Spezialitäten setzt und eben erst mit der grünen Haube ausgezeichnet wurde.

Familien-Sommer wie damals – in Tipi-Suiten von morgen Das Resort ist damit wie geschaffen für einen wirklich gelungenen Familienurlaub, wo man auf Bäume klettern, Bäche überqueren und Tiere beobachten kann. Die Kinder werden hier spielerisch inspiriert, die Natur zu entdecken. Zusätzlich können sich die jungen Entdecker an über 25 Spielstationen austoben oder sich in der Wes­ ternstadt wie echte Cowboys fühlen und über dem Lagerfeuer Würstchen grillen – und wer dann noch nicht müde ist, kann e-Quad-­Fahren oder Bogenschießen. Für 2017 ist als Erweiterung eine IKUNA Action Zone mit Pump­track

te Programm Smartbuddies wurde kürzlich so­gar beim HR Inside Summit mit dem 3. Platz als eine der besten Ideen und innovativsten Projekte aus­ gezeichnet. Sales-­Mit­ar­ beiter der ARCOTEL Hotels vlnr Barbara Schieder, WIFI; Rudolf Hausegger durchlaufen ein mehr­stu­ (Geschäftsführer der ARCOTEL Hotels & Resorts GmbH), figes Programm und ha­ Sabine Rothenschlager (Human Relations Manager) ben die Chance, sich vom Kickstarter bis hin zum Sales Director zu ent­wickeln. Dabei werden sie laufend von einem profes­sionel­len Team unterstützt, gecoacht und ausgebildet. Zur Förderung des Austausches zwischen Politikern, Hoteliers und Brancheninsidern wurde der ARCOTEL Branchentreff im Jahr 2014 ins Leben gerufen. Aktuelle Herausforderungen, Trends und Ereignisse werden diskutiert, zuletzt wurden Mag. Julian Jäger, Vorstandsdirektor der Flughafen Wien AG, und Prof. Mag. Peter Zellmann, Leiter des Instituts für Freizeitund Tourismusforschung IFT, als Experten begrüßt. www.arcotelhotels.com

und Kletterturm geplant. Entspannung für die Eltern gibt´s bei Lagerfeuerromantik mitten in der Tipi-­Hotel­ anlage, im Sauna-Tipi oder in der Eltern-Relax-Zone. Die Tipi-­Suiten spielen übrigens in der Oberliga mit Fußbodenheizung, WLAN und 4-Sterne Ausstattung.

Kinderbetreuung & e-Mountainbikes In den Ferien gibt es jeden Tag für einige Stunden Kin­derprogramm mit Schminken, Basteln und Kinderkino. Bewegungs- und Geschicklichkeitsspiele sorgen für Unterhaltung, während die Eltern mit modernen e-Mountainbikes die reizvolle Landschaft der Donau­region erkun­den. Möchten die Kleinen mit auf die Radtour, stehen Kinder­ anhänger bereit. Kein Wunder also, dass 2016 die Sommermonate zu 100 % ausgebucht waren. www.ikuna.at

© Ph.Horak

Bienen, Buddies, Branchentreff

© Benedikt Weiss, Usd

THEMENSCHWERPUNKT

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Luxus zu Budget-Preisen Was unterscheidet Ruby von den Mitbewerbern am Markt? Zwei Fragen an Michael Struck, Gründer und CEO von Ruby Hotels:

Was bedeutet "Lean Luxury"? Kurz gesagt: Luxus, aber bezahlbar. Indem wir uns schlank organisieren und priorisieren, können wir unseren Gästen bieten, was uns und ihnen wichtig ist: eine Lage im Herzen der Stadt, top Design, eine hochwertige Ausstattung, Ruhe, Komfort und Sauberkeit in Bad und Bett – und das bezahlbar, ab 69 Euro. Dass Luxus auch auf kleinem Raum funktioniert, zeigen uns Luxus-Yachten eindrucksvoll.

Wo sehen Sie Ihre Hauptabgrenzungsfaktoren gegenüber anderen Konzepten? Wir bieten mit unserer „Lean Luxury“-Philosophie in einer konsequenten Art und Weise etwas Neues, indem wir unsere Prozesse und Systeme radikal verändert haben. Das hat uns viel Mut gekostet und setzt eine gewisse Erfahrung innerhalb der Branche voraus. So sind unsere Fixkosten vor Ort pro Hotel so niedrig und unsere Flächen- und Investitionseffizienz gleichzeitig so hoch wie bei sonst kaum einem anderen. Mit dem Herzen würde ich sagen: Unsere Leidenschaft unterscheidet uns, weil wir Hotels machen, so wie wir sie selber haben wollen und etwas tun, das wir lieben. www.ruby-hotels.com

Wenn Mitarbeiter zu Helden werden Im Jahr 1992 wurde die Vereinigung der Best Alpine Wellness Hotels gegründet, zu welcher heute 19 fa­ mi­lien­ge­führte Vier- und Fünf-Sterne-Hotels in Ös­ter­ ­reich und Südtirol zählen. Aufgrund der ange­spann­ ten Arbeitsmarktsituation und des Fach­kräfte­man­­gels im Tourismus haben die 19 Partnerbetriebe seit 2014 ihre Kräfte in einem gruppenübergreifenden HR-Management gebündelt. Gemeinsam wollen sie die Tourismuskarriere wieder attraktiv machen!

Verändern statt jammern! Der Leidensdruck im Tourismus ist hoch. Noch nie gab es so viele freie (Lehr)stellen zu besetzen wie heute. Das angeknackste Branchenimage trägt seinen Teil dazu bei. Doch auf der anderen Seite stehen Gastgeber und Mitarbeiter, die mit Leidenschaft und Herzblut Dienstleistungen der Extraklasse vollbringen. Und genau hier setzt die gruppenübergreifende HR-Arbeit der Best Alpine Wellness Hotels an. Gemeinsam wollen die Partnerbetriebe zeigen, dass es auch im Tourismus Top-Arbeitgeber gibt, denen das Wohlbefinden ihrer Mitarbeiter genauso am Herzen liegt, wie das ihrer Gäste.

Sein statt Schein! „Wenn Mitarbeiter zu Helden werden“ ist kein leerer Marketing-Slogan, sondern der echte Wunsch jedes einzelnen Mitgliedsbetriebes, zu einem der besten Arbeitgeber der Branche zu werden. Ziel ist es, ein Karriereumfeld zu schaffen, welches das absolut Beste aus jedem Mitarbeiter herausholen kann.

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Mit der gemeinsamen HR-Initiative unterstützen die Best Alpine Wellness Hotels ihre Mitgliedsbetriebe dabei, dieses Ziel zu erreichen. Dafür wurde ein Kriterienkatalog mit über 30 Maßnahmen zur Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit ausgearbeitet. Die Gruppe sorgt für die konsequente Umsetzung und eine kontinuierliche Qualitätssteigerung. Die Best Wellness-Arbeitgeber profitieren auf drei Ebenen von dieser einzigartigen Zusammenarbeit. ■■ ■■

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Die interne HR-Arbeit wird professionalisiert. Es findet eine sukzessive Attraktivierung des individuellen Arbeitsplatzes statt. Die Sichtbarkeit am Arbeitsmarkt wird erhöht.

Ähnlich wie bei den Gästen, entwickelt sich das „Best Wellness“-Label auch im Mitarbeiterbereich zu einem Zeichen von höchster Qualität. Um diese Qua­ lität auch gewährleisten zu können, findet in allen Mitgliedsbetrieben jährlich eine Mitarbeiterbefragung statt. Die besten drei Betriebe dürfen sich mit Stolz „Best Wellness Arbeitgeber des Jahres“ nennen. www.wellnesshotel.com


Je länger Du bleibst, desto günstiger wird es! Fern von Zuhause leben und arbeiten, aber sich dennoch heimisch fühlen – Wunschdenken oder Wirklichkeit? „Wohnen auf Zeit ist ein wachsendes Bedürfnis“, sagt Harald „Harry“ Ultsch, Ideengeber und Gründer der Tiroler Hotelgruppe Harry´s Home Hotels. Die Studios der Design-Häuser sind für Langzeitgäste nicht nur bis zu 30 Prozent günstiger, sie bieten gegenüber normalen Hotelzimmern auch Vorteile. Harald Ultsch: „Die Zimmer sind voll auf LongstayB­edürfnisse ausgerichtet. Gäste können ihre Gewohnheiten beibehalten. Sie haben alle Möglichkeiten, sich selbst zu versorgen, genießen aber auch Annehmlichkeiten eines Hotels“.

Support statt „Über-Service“ Hochwertig ausgestattete Studios in fünf Katego­ rien, mit begehbaren Kleiderschränken, großem Schreibtisch, Flatscreen-TV und gratis WLAN sind beste Voraussetzungen für das Wohnen auf Zeit – sei es für eine längere Geschäftsreise, als Neu-Single oder einfach nur für einen Tapetenwechsel. Harry’s Home Hotels bieten alle Ser­ vices eines Hotels von Frühstücksbuffet über die Nespresso-Maschine im Zim-

Hotels bauen Infrastruktur selbst In Oberlech warten die Hoteliers nicht, dass ihnen die passende Infrastruktur präsentiert wird, sondern nehmen die Dinge selbst in die Hand – immer mit Augenmerk auf den Schutz der natürlichen Ressourcen sowie die Stärkung der eigenen Wirtschaftskraft. Nach der Errichtung des Tunnelsystems, das Oberlech autofrei macht, hat eine Gruppe von Hoteliers 2009 das Fernwärme-Heizkraftwerk Oberlech in Betrieb genommen, das mittlerweile sämtliche Beherbergungsbetriebe in Oberlech sowie drei Seil-

mer bis hin zum Service­point mit Waschmaschinen. Der Gast entscheidet selbst über die Größe des Apartments, tägliche oder wöchentliche Reinigung, Wäschewechsel, Zimmer mit oder ohne Küche und die Aufenthaltsdauer. „Bei uns zahlen Gäste nur für das, was sie wirklich brauchen“, so Harald Ultsch. Das für alle zugängliche „Wohnzimmer“ offeriert zusätz­li­che Rück­zugs­möglichkeiten. Und für alle, die ihr Frühstück nicht selber zubereiten möch­ten, wird dort ein reich­hal­tiges, regionales Buffet angeboten. Das innovative Baukastenprinzip von Harry’s Home Hotels verbindet die Werte traditioneller Gastfreundschaft mit modernen Bedürfnissen. Herzlicher Service wird in den inhabergeführten Hotels ebenso groß geschrieben wie eine Fülle von individuell zubuchbaren Modulen, darunter Frühstück und Wäscheservice. Harry’s-Home-­Gründer Harald Ultsch eröffnete 2015 mit München nach Graz (2006), Linz (2009), Dornbirn (2010) und Wien (2012) sein erstes Haus außerhalb der österreichischen Landesgrenzen, Ende 2018 folgt ein Hotel im Kanton Zürich – weitere Projekte sind in Planung. www.harrys-home.com

© Johannes Plattner

© Johannes Plattner

THEMENSCHWERPUNKT

bahnen und etliche Einfamilienhäuser mit 100 % CO2-neutraler Wärme versorgt. Das Heizkraftwerk bekommt ständig neue Betriebe dazu und kann im Ortsteil Oberlech bereits einen Anschlussgrad von über 90 % aufweisen, Biomasse ersetzt in Oberlech ca. 1,3 Millionen Liter Heizöl. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, dass die Wertschöpfung im eigenen Land bleibt, weil das Energie­holz direkt von heimischen Waldbauern bezogen wird. Innovationskraft und Pioniergeist der Hoteliers tragen somit nicht nur zur Verringe­rung der CO2Emissio­nen bei, sondern schaf­fen und sichern zu­ dem regionale Arbeitsplätze.

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HOTELRESTAURANTS

Vorhang auf für die neuen Bio, regional, vegan, halal – Ernährungstrends zeigen Lebensgefühl und Sehnsüchte auf. In ihnen spiegeln sich längerfristige gesellschaftliche Veränderungen und der kulturelle Wertewandel. Trendforscherin Hanni Rützler über aktuelle Food-Trends und deren Aus­ wirkungen und Chancen für die Hotellerie. Hotels und Hotelrestaurants sind Knotenpunkte des Zeitgeistes, an denen Menschen immer etwas mehr erwarten als im Alltag – ob zu Hause oder im Büro. Das gilt selbst für jene Gäste, für die Übernachtungen im Hotel berufsbedingt ein Teil des Alltags sind. Und es gilt erst recht, wenn Hotels als „Fluchtorte“ vor dem Alltag gebucht werden – von Städtereisenden oder Urlaubsgästen. Diese Mehrerwartung macht Hotels und Hotelrestaurants implizit zu Bühnen für Foodtrends. Aber ob und wie gut diese bespielt werden, macht den entscheidenden Unterschied.

Menschen sehnen sich nach Angeboten, die ihre Gesundheit unterstützen

FOOD TRENDS SOFT HEALTH & FAST GOOD Die emotionalen Trend-Themen Nachhaltigkeit, Bio und Region werden von einer Mehrheit der Menschen begrüßt. Zumindest theoretisch. Denn die Um­ setzung im Alltag fällt oft schwer. Deshalb spielen diese Themen dann aber bei der Wahl von Hotels – bewusst oder unbewusst – eine wichtige Rolle. In Hotels sind die Gäste oft „grüner“ als zu Hause. Und sie greifen dort – ein entsprechendes, kulinarisch attraktives Angebot vorausgesetzt – auch bereitwilliger auf „gesündere“ Speisen zurück. Sie nehmen Nachhaltigkeit, Bio und Healthness (sowohl bei der Architektur als auch bei den Menüs) als besondere

„Serviceleistung“ gerne in Anspruch. Denn als Tourist oder auch als Geschäftsreisender ist man nicht nur „woanders“, man „ist“ und isst auch anders. Mit intelligenten Genusskonzepten in Restaurants und beim Frühstücksbüffet können Hotels ihre Gäste bei der gesundheitsbewussten Alltagsplanung unterstützen. Mit praktischen Anregungen, die sie vielleicht auch als „geistiges Souvenir“ mit nach Hause nehmen.

Gäste erwarten sinnliche Erfahrungsräume, in denen sich die Besonderheit des jeweiligen Ortes ausdrückt

FOOD TRENDS BRUTAL LOKAL & ESSTHETIC Hotels sind Orte an Orten. Sie haben eine Umgebung, in der sie sich einbetten und in der sie ihre Wirkung entfalten. Das wachsende Bewusstsein für die Region, die Sehnsucht nach Natur, Gesundheit und Entspannung ist nicht nur für Ferienhotels von Relevanz. Auch nach Meetings, bei Tagungen und Kongressen suchen die Gäste den Ausgleich, die Regeneration und die kulinarische Abwechslung, die den Aufenthalt in einem Hotel zu einer kleinen Besonderheit im Alltag macht. Je globaler, mobiler und digitaler unsere alltägliche Welt wird, desto wichtiger werden reale, sinnliche Erfahrungsräume. Hotels, Früh­stücks­ räume und die eigenen Restaurants und Bars rücken damit zunehmend ins Zentrum der Aufmerksamkeit.

Im Hotel Rosenvilla in Salzburg wird das gesunde Frühstück zelebriert. Hotelchefin Petra Fleischhaker serviert ihren Gästen Produkte von regionalen Lieferanten, Raritäten wie Bienenhonig in der Wabe, hausgemachte Aufstriche und Marmeladen mit wenig Zucker, warmes Müsli und Milchreis mit Zimt und Zucker sowie frisch gebackene Waffeln und feines Obst der jeweiligen Jahreszeit.

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THEMENSCHWERPUNKT

Food-Trends Auch wenn Gäste bei den übrigen Hotel-Leistungen internationalen Standard erwarten, honorieren sie aber die regionalen, den Ort und die jeweilige Umgebung thematisierenden Variationen. Das muss, besser: dass soll nicht überinszeniert sein. Es ist die Authentizität, das Wahrhaftige eines Konzepts, das entscheidend ist. Und da ist die direkte, glaubhafte Kommunikation mit dem Gast oft wirksamer als das Bio-Siegel auf der Speisekarte. Die Betonung der Regionalität und der faire Umgang mit dem direkten Umfeld sind für zukunftstaugliche Hotelkonzepte daher unverzichtbar. Dabei geht es nicht in erster Linie um die Bewahrung von Geschichte, Kultur und Handwerk, nicht um Musealität und Sentimentalität, sondern um die Weiterentwicklung von Geschichte und Tradition, um das Schreiben neuer Storys und die Etablierung eines neuen, zeitgemäßen (Küchen-)Handwerks. Hyperlokalität und Überregionalität sind daher keine Gegensätze. Es geht darum, internationale Trends lokal umzusetzen: mit den Ressourcen vor Ort, mit den Ideen des eigenen Teams und der Leidenschaft, dem Gast ein besonderes „Zuhause“ zu bieten. Eines, das bewusst nicht das eigene Wohnzimmer ersetzen will, das bewusst nicht die Hausmannskost imitieren möchte. Eines, das das Fremde (auch das „brutal Lokale“) als gar nicht so Fremdes erlebbar und genießbar macht.

Essen wird mehr und mehr zum Brennpunkt nicht-materieller Bedürfnisse

FOOD TRENDS SPIRITUAL FOOD & FLEXITARIER Lange Zeit standen beim Essen das körperliche Wohlbefinden und die Gaumenfreunde im Zentrum. Nun gewinnen spirituelle Aspekte auch bei der Ernährung deutlich an Aufmerksamkeit. Halal, koscher und vegan sind die Adjektive eines neuen globalen Trends, dem sich insbesondere Hotels mit internationalem Publikum nicht verschließen können. Sie bezeichnen längst nicht mehr nur orthodoxe oder schrullige Essgewohnheiten, sondern

Im “Schualhus” von Joschi Walch (Genießerhotel Rote Wand, Lech) wird am Abend zum »Chef’s Table« gebeten. Manuel Grabner fährt dort nach präziser Choreografie zwölf bis 16 Gänge auf. Die raffinierte Küchentechnik bleibt jedoch im Hintergrund und das erstklassige Grundprodukt regionaler Hersteller wird mit seinem Eigengeschmack optimal in Szene gesetzt.

Ernährungsweisen, die zum Lifestyle geworden sind. Vegane Ernährung ist nicht nur ein Fall für Exzentriker, halal und koscher stehen nicht mehr bloß für religiöse Speisevorschriften, sondern werden zu Trademarks für bewusste Ernährung, die auch bei nicht religiösen Konsumenten Anklang finden. Entsprechend zertifizierte Lebensmittel werden viel­ fach als „sicherer“ wahr­ genommen, mitunter sogar als „hip“. Vor allem aber der Vega­ nis­mus sorgt – zumindest in der Szenengastronomie – für kräftige kulinarische Impulse, die auch die Hotelgastronomie inspirieren: Wenn nur Gemüseund Getreideprodukte „er­laubt“ sind, dann müssen diese vielfältiger, kreativer und ansprechender interpretiert werden. Und von dieser kulinarischen Aufwertung vegetabiler Kost profitieren letztlich alle Gäste. Insbesondere die wachsende Zahl der Flexitarier, jener Menschen, die nicht grundsätzlich auf Fleisch verzichten wollen, aber bewusst weniger, nur selten, dann aber in hervorragender Qualität ge­ nießen wollen.

DIE AUTORIN Hanni Rützler ist Ernährungs­wis­ sen­schaf­­terin, Gründerin und Leiterin des futurefoodstudios in Wien (www.futurefoodstudio.at) und be­ schäftigt sich als Foodexpertin und Trendforscherin seit vielen Jahren mit dem Wandel unserer Esskultur. Rützler ist Autorin zahlreicher Bücher zum Thema Foodtrends und ge­fragte Referentin bei Kongressen und Fachtagungen. “Rützlers jährlicher Food­report gilt in der Branche als Barometer dafür, wie der Verbraucher tickt und was er will." (stern, Nr. 41, 06.10.2016). Zu beziehen über www.zukunftsinstitut.de

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Tourismusbetriebe gelten nicht gerade als Innovationsmotoren. Warum ist das so? Und wie könnte man das ändern? 7 Thesen für mehr Innovation in der Hotellerie.

Hinaus aus dem Einheitsbrei! Innovation in Tourismusbetrieben beschränkt sich oft darauf, Neuheiten aus anderen Branchen oder auch innerhalb der Branche zu kopieren. Für „echte“ Innovation fehlt vielfach das Geld oder – besonders in Klein- und Mittelbetrieben – die Zeit und/oder das entsprechende Innovationsklima. Es ist schon schwierig genug, alle anderen täglichen Aufgaben unter einen Hut zu bekommen. Dabei unterliegt aber gerade der Tourismus aufgrund der stetig wachsenden Erwartungen der Gäste und des globalen Wettbewerbs einem massiven Innovationsdruck. Natürlich gibt es im Tourismus auch etliche sehr innovativ-kreative Unternehmer, die permanent nach dem Motto „Wer aufhört, besser sein zu wollen, hat aufgehört gut zu sein“ agieren. Sie sind oft auch die Best-Practice Beispiele in der Branche, die wiederum kopiert werden. Wenn ich nun als Unternehmer nicht das Innovatoren-Gen in mir habe und mir die Zeit fehlt – wie kann ich trotzdem zu den dringend nötigen Ideen für Neuerungen im Betrieb kommen?

7 Thesen, wie mehr Innovationen im Tourismus entstehen können: 1. Freiraum schaffen für kreative Phasen und Kopfarbeit Die berühmte tägliche „Stunde für mich“ kann bereits helfen, sich einfach einmal losgelöst vom Alltagsgeschäft den nachfolgend genannten Vorschlägen oder einfach dem Nachdenken zu widmen. Die Schaffung von Innovationskultur zählt zu den zentra­ len Aufgaben jedes Betriebs, um im intensiver werdenden (Innovations-)Wettbewerb wachsen zu können.

2. Über den Tellerrand schauen – von anderen lernen Viele der kreativsten Köpfe im Tourismus haben eine Zeit lang im Ausland gelebt oder gearbeitet und da gelernt, über den Zaun zu schauen. Studienreisen müssen nicht immer organisierte Touren zu den Mitbewerbern sein. Reisen bildet – erst recht Touristiker. Aber Reisen und der Besuch von neuen Einrichtungen im Tourismus regt auch an und gibt Impulse zu Ideen für eigene Weiterentwicklungen. Auch der Besuch von Seminaren, Fachveranstaltun­ gen und Messen kann diese Wirkung haben.

3. Co-Creation In der Innovationsforschung wurde der Begriff „Co-Creation“ für das gemeinsame Entwickeln von Innovationen geprägt. Darunter versteht man das gezielte und strukturierte Einbinden von Mitarbeitern, Kunden, Geschäftspartnern, Lieferanten, externen Experten etc. in den Innovationsprozess. Dies erfordert aber im Unternehmen selbst schon das erwähnte positive Innovationsklima, in dem Ideen entstehen und bis zur Umsetzung reifen können. Ein erfolgreicher Hotelier in Österreich hat gezielt seine Mitarbeiter als Innovatoren eingesetzt. Unter anderem auch die Jüngsten im Team – die Lehrlinge. Sie durften beispielsweise zumindest einmal im Jahr

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THEMENSCHWERPUNKT

auf Betriebskosten selbst Gast in einem Hotel oder einem Restaurant sein, das gemeinsam ausgewählt wurde und von dem man annahm, dass es ein inno­ vatives Vorbild wäre. Die jungen Leute mussten dafür einen Bericht abliefern, in dem ihre Lernerfahrungen und die Empfehlungen, die sie für ihren eigenen Betrieb mitbrachten, niedergeschrieben waren. Dabei nicht auf die Gäste vergessen – ihr Feedback ist eine extrem wertvolle Quelle für Verbesserungen und Neuerungen. Vorsicht vor der Stammgastfalle – diese möchten nicht selten, dass alles so bleibt wie es ist.

4. Testen und Fehler sind erlaubt Vom Musterzimmer über kulinarische Experimente bis hin zu neuen Behandlungen im Wellnessbereich sind verschiedenste Formen des Ausprobierens im Betrieb möglich und notwendig. Keine Idee wird ohne Entwicklungsphase und Testphase zur erfolgreichen Innovation. Nur wo viel ausprobiert wird, entsteht auch viel Neues.

5. Ein strukturierter Innovationsprozess führt zu Ergebnissen

6. Ein Innovationsbudget festlegen Industrieunternehmen haben ihr F&E-Budget (Forschungs- und Entwicklungsbudget). Warum nicht auch Tourismusunternehmen? In jedem Budget, in jedem Haushaltsplan einer Tourismusorganisation sollte ein fixer Betrag (z.B. in Prozent des Jahresumsatzes oder des Jahresbudgets) dafür reserviert werden.

7. Ideen teilen und Ideen erhalten (Open Innovation) Von der IT-Branche sind offene Innovationsprozesse bekannt, bei dem User bei der (Weiter-)entwicklung eines Produkts oder einer Software mithalfen. Dabei ist der meist sehr große Kreis der Ideenbringer und Know-how-Lieferanten das größte Potenzial. Wie kann dies nun im Tourismus funktionieren? Am einfachsten wohl über Plattformen und Kooperationen, wo Gleichgesinnte aber auch beispielsweise Mitbewerber, Kunden oder Branchenfremde an der Lösung interessanter Problemstellungen mitarbeiten. Diese Plattformen benötigen professionelle Begleitung und strukturierte Aufarbeitung.

Um Unternehmer im Tourismus bei der Bewertung Ihrer Ideen zu unterstützen, hat z.B. Kohl & Partner den „Innovationstrichter“ entwickelt, der den Inno­ vationsgehalt einer Idee feststellt. Dieser orientiert sich an folgenden Fragen: Unternehmen? 1. Passt die Idee zum Unternehmen? neues BuchungsBuchungs- bzw. Kaufargument? 2. Bringt die Idee wirklich ein neues bzw. 3. Ist dieKaufargument? Idee grundsätzlich wirtschaftlich sinnvoll? 3. Ist die Idee grundsätzlich wirtschaftlich sinnvoll? 4. Umsetzung der Idee organisatorisch machbar? 4. Ist die Idee Umsetzung Idee organisatorisch 5. wirklichder innovativ? machbar? 5. Ist die Idee wirklich innovativ? OnlineMedien

Betriebe besichtigen

Messen

Seminare & Vorträge

Andere Branchen

Ideen sammeln "Innovations-Trichter"

Ideen bewerten

Ideen testen

umsetzen

Eigene Ideen

Mitarbeiter

Gäste­ meinung

DIE AUTOREN Dr. Mario Jooss ist Leiter der Tourismusforschung, Studiengang Innovation und Ma­ nagement im Tourismus, Fachhochschule Salzburg. Mag. Werner Taurer ist Fachbereichsleiter für Innovation im Tourismus, Studiengang Innovation und Management im Tourismus, Fachhochschule Salzburg. Der Studiengang Innovation und Management der FH Salzburg beschäftigt sich intensiv mit dem Themenfeld Innovationen im Tourismus. Sowohl in der Lehre, als auch in der Forschung werden aktuelle Innovationsthemen behandelt und diskutiert.

Quelle: Kohl & Partner

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Der kleine, aber feine Unterschied „One size fits all.“ Mit diesem Ansatz versuchen Sportartikelproduzenten, Uhrenkonzerne oder Modeketten eine möglichst breite, homogene Masse anzusprechen. Ein legitimer Ansatz im Marketing. Aber er passt nicht für den österreichischen Tourismus. Warum nicht, erklärt Dr. Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung.

Vor dem Hintergrund dieser unterschiedlichen Bedürfnisse muss man auch im weltweiten Marketing unterschiedliche Wege gehen, um für Urlaub in Österreich zu begeistern. Eine anspruchsvolle Aufgabe – zählt die Internationalisierung des Gästemixes doch zu den größten Herausforderungen der österreichischen Tourismusbranche. Denn die Abhängigkeit von einigen wenigen Märkten (rund drei Viertel unserer Nächtigungen kommen nach wie vor aus Deutschland, Österreich und den Niederlanden) birgt nicht zu unterschätzende Risiken. Ferienkollisionen oder Kaufkraftverluste durch Währungsschwankungen, um nur zwei zu nennen.

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Auch kann die Auslastung in schwächeren Monaten wie Jänner oder Oktober durch eine weitere Internationalisierung gesteigert werden, indem Gästeschichten angesprochen werden, die in diesen Zeiträumen gewöhnlich ihren Urlaub verbringen. Um aber auf den jeweiligen Märkten auch wirklich erfolgreich sein zu können, gibt es sehr konkrete Anforderungen an die Tourismusprodukte, die die Nachfrage berücksichtigen. Wenn man diese „Produkt-Markt-Kombinationen“ kennt und sein Angebot entsprechend gestaltet, ist dies der erste Schritt zum Erfolg.

Wandern ist nicht gleich Wandern Am besten lässt sich das mit einem Beispiel erklären. Wandern ist mit knapp 60 % die häufigste Aktivität im Sommerurlaub in Österreich. Allerdings bedeutet Wandern – je nach Herkunftsmarkt – etwas anderes. Wenn Tschechen ihre Sommerferien in Österreich verbrin­

© Österreich Werbung / Andreas Hofer

Urlaub ist Freizeit. Urlaub ist Zeit mit seinen Lieben, die sprichwörtlich schönste Zeit im Jahr. Urlaub ist die Möglichkeit, sich selbst zu finden und zu entspannen. Und das definiert jeder Mensch anders, abhängig von der persönlichen Situation, seinen Interessen, aber auch seinem kulturellen Background.


THEMENSCHWERPUNKT

gen, machen sie meist einen Aktivurlaub mit dem Fokus auf Sportarten wie Wandern oder Radfahren. Der tschechische Gast will viel erleben und sucht eine aktive, sportliche Urlaubsgestaltung. Die Reisebedürfnisse der Italiener hingegen lassen sich unter dem Motto „die Leichtigkeit des Entdeckens“ zusammenfassen. Kommunikationsfreude und das Bestreben, „Bella Figura“ zu machen, sind fest in der italienischen Wesensart verankert. Wan­ dern, oder besser Spazieren gehen, ist durchaus gefragt, aber eben nicht unbedingt als schweißtreibende sportliche Aktivität, sondern als gemütliches Flanieren – gerne in Kombination mit regio­ naler Kulinarik. Auch im Winter sehen wir je nach Markt unterschiedliche Urlaubsbedürfnisse. Urlauber aus Skan­ dinavien suchen Skifahren und Unterhaltung auf und neben der Piste. Im Winter positioniert sich Österreich dort daher als klassische Ski Alpin-­ Urlaubsdestination für Familien, Freundesgruppen und Paaren und setzt auf seine zentralen Stärken wie das Ski- und Snowboard-Angebot und die perfekte Skiinfrastruktur. Französische Gäste begehen ihren Winterurlaub eher gemütlich. Neben Skifahren besteht eine höhere Nachfrage nach Erholungsurlaub im Schnee.

Informationsverhalten der Gäste unterscheidet sich Anhand dieser Beispiele sieht man, dass das Angebot und natürlich auch das Marketing an die Bedürfnisse der unterschiedlichen Märkte angepasst werden muss. Denn auch das Informationsverhalten unserer potenziellen Gäste sieht in jedem Land etwas anders aus und ist aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung einem permanenten Wandel unterzogen. Es ist eine der Kernaufgaben der Österreich Werbung, dieses gesammelte Wissen über die Herkunftsmärke mit dem größten Potenzial für den heimischen Tourismus auch der Branche über verschiedenste Kanäle zur Verfügung zu stellen. Damit wird eine wichtige Grundlage für die notwendige Internationalisierung unserer Gästestruktur und damit der Wettbewerbsfähigkeit des österreichischen Tourismus geschaffen.

Alle Informationen unter www.austriatourism.com Dr. Petra Stolba, Geschäftsführerin der Österreich Werbung

Die große ÖHV-Arbeitsmarkt-Offensive geht weiter:

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THEMENSCHWERPUNKT

Wird „virtual reality“ die neue Realität? Von 14. bis 18. November fand in Orlando die IAAPA Attractions Expo 2016 statt. Auf einer Fläche von über 100.000 m² informierten sich 35.000 Fachbesucher über die Unterhaltungstrends der Zukunft. Welche Entwicklungen auf uns zukommen und wie wir sie nützen können, hat Bruno Walter, geschäftsführender Ge­sell­ schaf­ter von PRÁTTO Consulting, für „die lobby“ zusammengefasst. Die IAAPA Attractions Expo 2016 in Orlando. Hier trifft sich die Branche von Disney bis Europark, um sich über die Trends der Zukunft auszutauschen. Diese Zukunft zeigt sich zunehmend virtuell – war doch ein großer Teil der neuen Aussteller bzw. Exponate speziell diesem Thema gewidmet. Auch die Tourismusindustrie setzt verstärkt auf virtuelle Realität, um dem Gast ein vollkommen neues Urlaubserlebnis – unter Umständen auch fernab vom Ort dessen, was der Betrachter in der virtuellen Brille sieht – zu bieten.

selbstverständlich, aber auch Airbnb hat weit weg begon­nen und ist heute in unser aller Leben omni­ präsent. Jetzt wurde von Airbnb die neueste Dienst­leistung namens „Magical Trips“ angekündigt. Diese wird den Gästen zukünftig ermöglichen, über Airbnb nicht nur die Unterkunft, sondern auch speziell abgestimmte Aktivitäten und Touren zu buchen, die ihren individu­ellen Wünschen entsprechen. Dieses Angebot geht deutlich über das derzeit angebotene „home sharing“ hinaus.

Sie werden sich jetzt vielleicht fragen, wie Sie das betreffen könnte. Vielleicht noch gar nicht. Wir haben ja den großen Vorteil, dass unser Land über eine reale Vielfalt verfügt, die glücklicherweise niemals durch eine virtuelle Darstellung ersetzt werden kann. Aber genau hier liegt auch die Chance für die Zukunft, wollen wir doch neue Gästeschichten aus CEE, Indien oder China ansprechen. Das sind genau jene Menschen, die jetzt gerade mit „virtueller Realität“ aufwachsen. Wussten Sie, dass in den nächsten fünf Jahren zwischen Krasnodar und Peking mehr als 30 Großprojekte mit einer Gesamtinvestition von weit über 100 Mrd. USD im Entertainmentbereich geplant sind? Wanda, ein chinesischer Unterhaltungskonzern für Themenparks, Hotels und Shoppingzentren, schwingt sich gerade auf, Disney als derzeit größten Konzern dieser Art abzulösen. Auch hier können Sie natürlich sagen: Alles weit weg! Das stimmt

Sämtliche Entwicklungen dieser Art zeigen letztendlich eines: Eine immer größer werdende Gästeschicht will im Urlaub gut unterhalten werden. Dieses Bedürfnis wird schließlich auch Einfluss darauf nehmen, ob eine Destination in die engere Wahl für einen Urlaub kommt oder nicht. Jetzt gilt es, aktuelle und zukünftige Gäste genau zu kennen, deren Wünsche zu analysieren und die An­ ge­bote der Hotels und Destinationen dementsprechend zu entwickeln. Wobei es von Bedeutung ist, zu wissen, wo die „Emotionsschwelle“ für die Buchungsentscheidung liegt. Nur so werden wir in der Lage sein, in der immer größer werdenden Zahl von virtuellen Welten mit unserer realen Welt zu punkten. Denn eines ist sicher: So wie die Anzahl jener steigt, die Entertainment im Urlaub voraussetzen, nimmt auch die Nach­frage nach ursprünglichen, authentischen und realen Urlaubserlebnissen deutlich zu. Als Beispiel möchte ich an dieser Stelle anführen, dass ca. 56 % der rund 250 Mio. chinesischen Gäste in ihrem Urlaub hohen Wert auf westliche Servicestandards legen. Das ist eine Zahl, die real stark steigt. Hier liegen unsere Chancen auf gesundes Wachstum mit unseren Ressourcen an Kultur, Landschaft und Servicelevel, um uns von der virtuellen Realität durch reale Erlebnisse zu differenzieren und uns als Urlaubsdestination von Weltformat zu behaupten. 23


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MITARBEITERFÜHRUNG

Bodo Janssen hat BWL und Sinologie studiert. Nachdem sein Vater 2007 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kam, übernahm er die Führung der familieneigenen Hotelkette Upstalsboom. Mit dem Upstalsboom Weg hat er bewiesen, dass es möglich ist, Wirtschaftlichkeit UND Qualität und Mitarbeiterzufriedenheit eines Unternehmens gleichzeitig zu steigern. Sieben Jahreszahlen sind es, die den bisherigen Leten, der es zum Ziel hat, eine authentische Unterbensweg von Bodo Janssen entscheidend markieren. nehmenskultur zu entwickeln, in der jeder Mit­1974 wird er geboren. 1998 wird er während seines arbeiter im Unternehmen das leben kann, was ihm Studiums der BWL und Sinologie entführt und acht als Mensch wichtig ist. „Es geht nicht darum, MitTage später aus der Hand seiner Kidnapper befreit. arbeiter zu bespaßen, indem man Tischkicker auf2005 steigt er ins elterliche Unter­ „Der Paradigmenwechsel stellt oder gemeinsame Aktivitäten nehmen ein. 2006 heiratet er seine organisiert. Es geht darum, RahFrau Claudia, im gleichen Jahr von der Ressourcenausnut- menbedingungen zu schaffen, in wird ihr erstes Kind geboren. 2007 zung hin zur Potenzialent- denen jeder einzelne seine Potenkommt sein Vater bei einem Flug- faltung wird uns ein Spekt- ziale entfalten kann, um mehr zeugabsturz ums Leben. 2009 und rum erschließen, das wir Freude an der Arbeit zu haben. Die 2011 kommen die Kinder zwei und Mitarbeiter haben jetzt das Gefühl, noch gar nicht abschätzen drei zur Welt. Im Jahr 2010 macht selbst etwas bewegen zu können er eine Mitarbeiterbefragung. „Als können. So groß ist es.“ und sehen den Sinn hinter der Arich davon erfahren habe, dass die Mitarbeiter mich beit“, so Janssen. Der daraus entstandene Erfolg und das Unternehmen sehr kritisch sehen, war das des sogenannten Upstalsboom Weges sucht mittfür mich ein wirklicher Schlag ins Kontor. Die Zulerweile weltweit seinesgleichen und wurde befriedenheit der Mitarbeiter war in Schulnoten ausreits vielfach ausgezeichnet. Der Paradigmenwechgedrückt zwischen 4 und 5“, erinnert sich Janssen. sel zahlt sich auch wirtschaftlich aus: Danach ging er für eineinhalb Jahre ins Kloster, um in monastischer Atmosphäre von namenhaften Per­ sönlichkeiten wie Pater Anselm Grün etwas über Führung zu lernen. Parallel beschäftigte er sich mit den Erkenntnissen der positiven Psychologie und Neurobiologie. Im Spannungsfeld zwischen Spiritualität und Wissenschaft begann Bodo Janssen in seinem Unternehmen einen Führungs- und unternehmenskulturellen Paradigmenwechsel einzulei-

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Steigerung der Zufriedenheit der über 600 Mitarbeitern auf 80 % Senkung der durchschnittlichen Krankheitsquote von 8 % auf 3 % Steigerung der Bewerbungen um 500 % Steigerung der Weiterempfehlungsrate der über 300.000 Gäste auf 98 % Verdopplung der Unternehmensumsätze inner­ halb von drei Jahren, bei überproportionaler Steigerung der Produktivität (von 2013 auf 2014 40 % mehr Ertrag) Verzehnfachung der Markenbekanntheit innerhalb von nur 18 Monaten

Mehr über den Upstalsboom Weg erfahren Sie am ÖHV-Hotelierkongress beim Vortrag von Bodo Janssen. Montag, 16.01.2017, 16:00 Uhr: GameChanger Führung – Wertschöpfung durch Wertschätzung.

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© Wüstenhagen_DKB_Upstalsboom

Führung ist Dienstleistung, kein Privileg


ÖHV-HOTELIERKONGRESS

Be a #GameChanger Verändern oder verändert werden ÖHV-HOTELIERKONGRESS 2017 Sonntag, 15. – Dienstag, 17. Jänner 2017 Bad Ischl | Kongress- & TheaterHaus Beim Kongress 2017 in Bad Ischl holen wir die #GameChanger auf die Bühne. Hoteliers und Vordenker mit kühnen Visionen und dem dazugehörigen Gestaltungs- und Umsetzungswillen. Es erwarten Sie spannende, internationale Keynote Speaker:

Von Wirtschaftsphilosph Anders Indset, über Trendforscher Sven Gabor Janszky, Hotelier Bodo Janssen und Investment-Punk Gerald Hörhan bis hin zu Escapio.com-Gründer Uwe Frers und dem amerikanischen Reiseschriftsteller Doug Lansky. Werden Sie selbst zum GameChanger und lassen Sie sich von den zahlreichen Kongress-Highlights inspirieren! Das gesamte Kongressprogramm finden Sie auf www.hk17.at oder QR-Code scannen.

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AUS FÜR DIE RATENPARITÄT

Bestpreisklausel adé: Wir werden dich nicht vermissen! Es war unbestritten der größte Erfolg der Tourismuspolitik der vergangenen Jahre und er wurde in so manchem Hotel gefeiert: Das gesetzliche Verbot der Ratenparität in Österreich. Niemand darf einem Hotelier mehr seine Preispolitik vorschreiben. Und das ist gut so. ÖHV hat politischen Druck konsequent erhöht Bereits 2012 forderte die ÖHV am Hotelierkongress in Schladming von der Bundesregierung eine Reaktion auf die immer stärker werdende Marktkonzen­ tration. Der zunehmende Druck aus der Branche infolge der ÖHV-Beschwerde vor der Bundeswettbewerbsbehörde und die daraus resultierenden

Markttests (danke an alle Teilnehmer!) führten zu einer Lösung, von der nicht zuletzt der Finanzminister profitiert: Jede Buchung, die nicht über ausländische Server abgewickelt wird, erhöht die Gewinnspannen der heimischen Betriebe und die Steuereinnahmen des Finanzministers …

Was Sie als Hotelier jetzt tun sollten Von Gabriele Schulze, Beraterin, Trainerin und Dozentin für E-Business und digitales Marketing und Distribution in der Hotellerie Die aktuelle Situation birgt – wie fast jede Veränderung – Risiken und Chancen. Das größte Risiko ist ein Preiskampf der Buchungsplattformen untereinander und ein Preiskampf gegen das Hotel. Denn wenn die Buchungsportale ihren Gästen beweisen wollen, dass es bei ihnen auch jetzt noch die besten Preise gibt, läuft auch das Hotel selbst Gefahr, unterboten zu wer­den. Wenn Hotels nun die Normalpreise einfach im Direktvertrieb (z.B. eigene Webseite) um 10 % senken und diese rabattierten Normalpreise auch Trivago, dem Google Hotelfinder und TripAdvisor an­ bieten (und damit ordentlich Reichweite generieren und erneut für jeden Gast bezahlen), sind die Buchungsportale quasi gezwungen, einen Teil ihrer Marge oder Provision an den Kunden weiterzugeben. Sie können sich vom „Produzenten“ nicht kampflos unterbieten lassen. Ein sehr unerfreulicher und ren­ dite­fressender Preiskampf wäre die Folge, den weder Mittler noch die Hotellerie riskieren sollten. Daher:

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5 Tipps, wie Sie mit dem Fall der Ratenparität erfolgreich umgehen: ■■

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Die „Rack Rates, Normalpreise, flexiblen Preise“ müssen oben bleiben. Überall. Auch auf der eigenen Webseite und in der eigenen Booking Engine. Ein rabattierter Preis ist nur eine Alternative zum normalen Preis. Ein Preisnachlass muss etwas vom Gast zurückfordern, dies ist mit Buchungs- oder Zahlungsrestriktionen möglich. Suchen Sie Ihre Vertriebspartner sehr sorgfältig aus. Mittler, die mit unqualifizierten Rabatten werben (das sind Rabatte, für die der Gast nichts zurückgeben muss, wie z.B. langfristige Buchungssicherheit oder Liquidität durch sofortige Zahlung), sollten nicht auf Ihrer Vertriebspartnerliste stehen (übrigens: das Versprechen, erst in „letzter Minute“ zu buchen, ist nicht gerade ein Geschenk von Ihren Gästen …).


RATENPARITÄT ADÉ

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Schaffen Sie eine technische Infrastruktur, die Ihren Mitarbeitern erlaubt, genau zu überwachen, was gerade im Vertrieb an Angeboten am Markt ist. Stellen Sie sicher, dass der Gast JEDES Angebot, das er irgendwo bei Mittlern findet, auch in Ihrer eigenen Reservierung erhält. Schlechte Auto­ matisierung, fehlende Schnittstellen, veraltete Hotelsoftware und organisch gewachsene Preisstrategien sind nicht geeignet, um die neue Komplexität im Bettenverkauf souverän zu managen. Neue Verhandlungschancen könnten sich eröffnen. Bisher kannten die Hotels steigende Provisionen, um eine bessere Listung bei Buchungsportalen zu erhalten. Vielleicht gibt es künftig die beste Listung nicht für das Hotel, das 20 % Provi-

sion überweist, sondern für Hoteliers, die nur einen Normalpreis im Markt anbieten und dem Vertrieb Verfügbarkeitsparität offerieren. ■■

Stellen Sie sicher, dass Ihre Preis- und Distributionsstrategie an die neuen Marktgegebenheiten angepasst wird. Dafür benötigen viele Hotels aber besser ausgebildete Mitarbeiter, bessere strategische Ansätze und vor allem: viel bessere Software, die auch mittlerweile im Markt zu finden ist. Ohne eigene Investitionen sind ungesunde Abhängigkeiten vorprogrammiert. Ein gesunder Vertriebsmix und eine gut organisierte Infrastruktur ist ein guter Schutz gegen möglicherweise zu teuer werdende Abhängigkeiten.

Neue Kampagne zur Steigerung der Direktbuchungen: Direkt im Hotel buchen. Direkt besser. Wer die Direktbuchung stärkt, spart sich und seinen Gästen den Umweg über die Buchungspor­tale. Um mehr Gäste zu einer direkten Buchung bei Ihnen im Hotel (über Telefon, E-Mail, Website) zu bewegen, müssen diese aber zunächst über die Vorteile der Direktbuchung informiert werden.

Wer nicht kommuniziert, verliert! Sagen Sie Ihren Besuchern – egal ob online oder offline – dass es direkt im Hotel das beste Angebot gibt? Nein? Dann sollten Sie damit beginnen! Jetzt! Woher soll der Gast von seinen Vorteilen bei einer Direktbuchung erfahren, wenn Sie es ihm nicht erzählen? Bestimmt tun Sie Ihren Direktbuchern Gutes – dann reden Sie auch darüber! Wir unterstützen Sie dabei mit der neuen ÖHV-Kampagne "Direkt im Hotel buchen. Direkt besser.". Die Kampagne zeigt dem Gast die wesentlichsten Vorteile einer Direktbuchung auf. Bestimmt haben Sie schon die Musterpostkarten und Zimmeraufsteller zur Kampagne in Ihrem Briefkasten gefunden. Postkarten DIN A6 400 g/m² Bilddruck, Produktionszeit inkl. Versand ca. 4-5 Werktage Auflage 100 Stk. 500 Stk. 1000 Stk. Höhere Auflage

Preis netto, inkl. Versand 33 Euro 35 Euro 50 Euro Auf Anfrage

Nun geht es darum, die Postkarten an Ihre Gäste zu bringen und so möglichst viele Menschen über die Direktbuchervorteile zu informieren. Dazu sind nur 3 Schritte notwendig. Und so einfach geht´s:

Schritt 1: Die Druckdaten der Postkarten und Zimmeraufsteller zur Kampagne „Direkt im Hotel buchen. Direkt besser.“ können Sie zu Selbstkosten bei office@ oehv.at bestellen. Die Druckkosten finden Sie im Anschluss. Wenn Sie die Drucksorten lieber in Ihrer Druckerei produzieren möchten, leiten Sie die digitalen Druckdaten einfach Ihrer Druckerei weiter.

Aufsteller Prisma, 300 g/m² Bilddruck, einseitige Cellophanierung, Produktionszeit inkl. Versand ca. 4-5 Werktage Auflage 50 Stk. 250 Stk. 500 Stk. Höhere Auflage

Preis netto, inkl. Versand 135 Euro 142 Euro 170 Euro Auf Anfrage

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Schritt 2: © Bergbahnen Brandnertal

Legen Sie die unterschiedlichen Postkarten in Ihrer Lobby, am Zimmer oder in der Bar auf. Je prominenter, desto eher werden Ihre Gäste auf die Karten aufmerksam. Stellen Sie die Aufsteller in jedem Zimmer und an geeigneten öffentlichen Plätzen auf. Da, wo es viel Frequenz gibt, verbreiten sich die Vorteile am schnellsten.

Schritt 3: Holen Sie Ihre Mitarbeiter mit an Bord! Informieren Sie Ihre Mitarbeiter über die Kampagne und vor allem über die Direktbuchervorteile in Ihrem Hotel. Ihre Mitarbeiter sind täglich am Gast und können die Vorteile nur dann überzeugend verkaufen, wenn sie selbst top informiert sind. Jeder Ihrer Mitarbeiter muss daher Ihren (potenziellen und be­ stehenden) Gästen über die Vorteile einer Direktbuchung Auskunft geben können.

Die Website zur Kampagne: www.direkt-besser.at

Für Rückfragen oder Bestellung der Drucksorten steht Ihnen Christoph Taussig gerne unter +43 1 533 09 52 35 oder christoph.taussig@oehv.at zur Verfügung.

Erweitern und vertiefen Sie Ihr Know-how zum Thema Direktbuchen. Gerne unterstützen wir Sie und Ihre Mitarbeiter dabei mit der passenden Weiterbildung: ÖHV-Praktikerseminar Ratenparität adé – Chance nutzen und Direktvertrieb fördern

23. Jänner 2017, Arlberg 24. Jänner 2017, Kufstein 25. Jänner 2017, Salzburg 15. Februar 2017, Wien

Mit Revenue Management können Sie sowohl die Auslastung steigern als auch den Umsatz optimieren! In 2 x 4 Tagen lernen die Teilnehmer des Lehrganges die praktische Umsetzung von Online-Marketing und Umsatzoptimierung im Betrieb. Der nächste Lehrgang startet am 25. April 2017.

www.oehv.at/seminare oder QR-Code scannen

www.oehv.at/lory oder QR-Code scannen

Termine:

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ÖHV-Lehrgang Online-Marketing & Revenue/­ Yield Management


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Partnerschaft mit Vorzügen Hinter den modernen Fitnessgeräten von Precor steckt mehr als ein „Nice to Have“ für Hoteliers. Langfristige Partnerschaften und ein schlummerndes Gäste-Potential sind nur zwei der Argumente für den Premium Fitness Anbieter aus der Markenfamilie von Amer Sports. Moderne Fitnessgeräte sind Standard in der Branche. Wer auf die Sport- und Gesundheits-Schiene setzt, kommt um hochwertiges Equipment im Hotel nicht herum. Auch wenn sich ein Fitnessraum nicht direkt in Buchungen umrechnen lässt, zahlt sich die Investition immer aus: „Durch eine Zusammenarbeit öffnen sich Türen, die man bisher vielleicht noch gar nicht gesehen hat“, so Gerald Kiener von Precor. Das Potential steckt in unserem Fall in Amer Sports Kunden, die zu Gästen werden. „Wer mit Atomic Skiern, Salomon Laufschuhen oder Suunto Uhren unterwegs ist, interessiert sich in der Regel auch für Sporturlaube. Durch unser Netzwerk bringen wir unsere Kunden direkt in Verbindung mit dem Hotel“, sagt Kiener. Für die Betriebe bedeutet diese Partnerschaft zusätzliche Kontaktmöglichkeiten.

„Ihre Gäste sind auch unsere Kunden – nutzen wir die gemeinsamen Möglichkeiten“ so die Devise von Gerald Kiener, Hospitality Services bei Precor

Die Teams von PRECOR Österreich und Lechner Racing – sichtlich erfreut über die Partnerschaft

Beispiele aus der Praxis Im Rahmen der Produktvorstellung des neuen Cross­ trainers EFX, mit dem Precor seine Position als Innovationsträger unterstreicht, lud der Fitness-Komplettanbieter Mitte Oktober Kunden zunächst zu Lechner Racing nach Thalgau und später ins 4*S Hotel Nesslerhof in Großarl. „Mit solchen Events sorgen wir für kostenlose PR und zahlreiche Nächtigungen bei unseren Partnern“, erklärt Kiener den Mehrwert einer Precor-Kooperation. Im neu eröffneten Sportresort Hohe Salve in Hopfgarten in den Kitzbüheler Alpen ist ebenfalls ein Customer Event geplant. Ende Jänner 2017 wird dafür das gesamte Hotel für vier Tage gebucht, um europäischen Kunden eine ansprechende Bühne zu bieten. Zudem wird die Marke Salomon im Hotel-­ Shop stark vertreten sein.

Anknüpfungspunkt für neue Gäste Eine weitere Kontaktmöglichkeit sind die Geschäfte und Outlets der Amer-Sports Gruppe, wo direkt eine sportliche Zielgruppe angesprochen wird. „Es gibt immer Wege, mehr Gäste über Precor anzusprechen. Und das ist nur ein Nebeneffekt. Denn im Fokus steht nach wie vor, die besten Fitnessprodukte am Markt zu liefern. Aber warum nicht alle Vorteile nutzen, die man bekommen kann? Immerhin profitieren alle von einer starken Partnerschaft“, meint Kiener. Für Precor entsteht durch die Zusammenarbeit mit den Hotels eine Beziehung, von der beide Seiten profitieren – und am Ende auch der Hotelgast.

Gerald Kiener PRECOR Hospitality Services Österreich gerald.kiener@amersports.com T: +43 6246 39 19 91 | M: +43 664 813 09 81

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E-Mail-Marketing: Versumpft im Jahr 2000? Seit rund 20 Jahren wird das Thema Gastkommunikation – verbunden mit Marke­ ting-Datenbanken und CRM – immer wich­ tiger. In der Hotellerie scheint die Zeit seit dem Jahr 2000 nahezu stillzustehen. Das wäre gar nicht so schlimm wenn die Welt um uns herum auch stehengeblieben wäre. Doch das ist sie nicht. Der technische Fortschritt entwickelt sich mit nahezu exponentieller Geschwindigkeit – und damit auch die Kommunikation. Doch es soll hier nicht um all die neuen Kanäle gehen, die heutzutage im Marketing bearbeitet werden, sondern um das Thema E-Mail-Marketing. Auch wenn so mancher Schwarz-Weiß-Denker behauptet, die E-Mail stirbt aus, so ist sie heute nach wie vor der wichtigste Kommunikationskanal. Sie ist 50 Mal so effizient wie Facebook und Twitter zusammen. Doch wenn man sich die Newsletter der Hotellerie anschaut, so muss man feststellen, dass sich bis auf das Design in den letzten 16 Jahren nicht viel bzw. oft überhaupt nichts getan hat.

Marketing für den nordkoreanischen Gast Es wird nach wie vor nach dem Gießkannenprinzip verfahren. Alle Empfänger bekommen zur gleichen Zeit die gleichen Angebote. Individualität? Falsch gedacht – ganz wie in Nordkorea. Doch in der westlichen Welt hat sich Individualität und Freiheit des Einzelnen durchgesetzt. Von der notwendigen Indi­ vidualität in der Kommunikation – wie es die Online Travel Agents (OTAs) seit Jahren betreiben – finden wir in der Hotellerie keine Spur! Dass die Hotellerie durch die OTAs so unter Druck geraten ist, liegt nicht zuletzt an der mangelnden Gastkommunikation.

Es fehlt an der Basis – an einem zentralen Daten-Management Der Grund hierfür ist, dass nur die wenigsten Unter­ nehmen ein zentrales Daten-Management betreiben, wie es für OTAs selbstverständlich ist. Jeder Empfänger sollte seinen eigenen Newsletter mit Inhalten, die ihn tatsächlich interessieren, erhalten. Will die Hotellerie wieder den Anschluss finden, darf sie sich nicht weiter dem Thema zentrales Daten-Management verweigern. Denn nur wenn die Daten intelligent analysiert und genutzt werden, kann die Lücke zu den OTAs geschlossen werden. Voraussetzung ist, dass von den 7 wichtigsten Daten­ quellen in der Hotellerie zumindest das PMS, das Fragebogensystem und das E-Mail-System verbunden sind. Wer in der Lage ist, diese Quellen intelligent zu nutzen, schließt nicht nur die Lücke, sondern kann auf einen Wissenspool zurückgreifen, der dem der OTAs oder vieler anderer weit überlegen ist. So sollte nicht nur jeder Gast individuell nach seinen Vorlieben behandelt, sondern auch zur richtigen Zeit über den richtigen Kanal mit den richtigen Informationen versorgt werden. Big Data bedeutet nicht Anonymität und Gleichheit, sondern Individualität – DAS muss das Management verstehen. Wie heißt es so schön: „Entweder man geht mit der Zeit oder man geht mit der Zeit!“.

Kontakt: Maximilian Hofner | Maximilian.h@dailypoint.com | +49 89 189 35 69 13

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TECHNOLOGIEUMFRAGE Direktbuchungen auf der Hotelwebsite

Channel Manager, CRM, PMS & Co – was nutzt die österreichische Top-Hotellerie? Um im Alltag Zeit zu gewinnen und seinen Betrieb professionell zu leiten und zu vermarkten, gibt es eine Reihe nützlicher Tools. Eine aktuelle Umfrage zeigt, welche davon bei unseren Mitgliedern im Einsatz sind. Mittlerweile Standard: PMS und Buchungsmaske auf der Website Kaum ein Betrieb kommt heute ohne Zimmerverwal­ tungsprogramm (PMS) aus. Knapp 97 % der Hote­liers gaben an, ein PMS-System zu nutzen. Als Ba­sis und unverzichtbar, um seine Direktbuchungen zu steigern, dient eine userfreundliche Buchungsmaske auf der eigenen Website. 93 % der Befragten bieten ihren Gästen die Möglichkeit, auf der betriebseigenen Web­ site ein Zimmer zu buchen. Ebenfalls weit verbreitet (mehr als 60 %) sind Newsletter–Tools. Diese ermög­ lichen eine personalisierte Gästeansprache und steigern die Conversion bei Newsletter-Aussendungen.

Stadt- und Ferienhotellerie: teilweise große Unterschiede Ein Channel Manager spart Zeit und bietet die benötigte Übersicht über die aktuellen Raten auf den verschiedensten Kanälen. Bei der Nutzung der Channel Management Systeme gibt es ein klares Stadt-­ Land-Gefälle: 93 % der Stadthotels nutzen solche

Nutzung von Revenue- & Yield Managementsystemen Stadthotellerie

Ferienhotellerie

Knapp 93 % der Hoteliers haben bereits eine Buchungsmaske auf ihrer Website eingebunden:

Ja, Buchungsmaske eingebunden (39,9 %) Ja, Buchungsmaske eingebunden und Anfragen möglich (52,7 %) Nein, nur Anfragen möglich (7,4 %)

Tools aber nur 68 % der Ferienhotels. Ein Thema, das in den letzten Jahren immer bedeutender für die Preis­findung wurde, ist Revenue- und Yield-Manage­ ment. Auch hier gibt es Aufholbedarf im ländlichen Raum: knapp ein Fünftel der Befragten Ferienhoteliers nutzt ein Revenue Management System. In der Stadt liegt die Durchdringung bereits bei 62 %.

Potential für die österreichische Hotellerie Stammgäste zu akquirieren kostet weniger als neue Gäste zu gewinnen. Und je mehr man über einen Gast weiß, desto leichter kann man diesem ein zugeschnittenes Service bieten. Ein Customer Relation­ ship Management (CRM)-Tool hilft, die Mengen an verfügbaren Daten und Informationen zu bündeln und individuelle Gästeprofile zu erstellen. Aktuell nutzen 42 % der befragten Hoteliers ein CRM-Tool zur Datenverwaltung. Reservierungs- und Anfrageverwaltungssysteme helfen, mit wenigen Klicks individuelle Angebote und Nachrichten zu versenden und beschleunigen somit die internen Arbeitsprozesse. Das Resultat: steigende Buchungen. Auch hier gibt es noch Luft nach oben – derzeit optimiert nur etwas mehr als die Hälfte (52 %) seine Prozesse mit solchen Systemen. Alle Umfrageergebnisse finden Sie auf www.oehv.at/technologieumfrage zum Download.

Für alles was Sie alleine nicht schaffen – die ÖHV-­Preferred Partner helfen weiter! Die Produkte und Dienstleistungen unserer Preferred Partner zählen zu den besten im Markt und unterstützen Ihren Erfolg im Hotel. Plus: Sie profitieren von attraktiven Preisen und speziellen Vorteilen!

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Weitere Infos erhalten Sie unter www.oehv.at/partner oder bei Oliver Wolf und Peter Klinger per Telefon: +43 1 533 09 52 19.

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BETRIEBSÜBERGABE

Auf zu neuen Ufern! Gunda und Johannes Schwaninger übergeben ihren Familienbetrieb mit Dezember 2016 in die Hände zweier langjähriger Mitarbeiter. Julia Haidinger war Chefrezeptionistin, Simon Schuster leitete das Restaurant. Wir haben mit allen Beteiligten über die neuen Herausforderungen gesprochen. Frau Haidinger, Herr Schuster: Wie gehen Sie an die Übernahme heran? Julia Haidinger, Simon Schuster: Da­ durch, dass wir schon seit meh­reren Jahren im Steinerwirt arbeiten und uns auch im Rahmen der ÖHVUnternehmer-Akade­mie sehr intensiv mit der Bilanz und auch allen anderen Bereichen des Hotels auseinandergesetzt haben, starten wir von einer sehr guten Basis. Wir brauchen den Steinerwirt nicht neu erfinden. Wir möchten auf dem bestehenden Niveau aufbauen und es weiter stei­gern. Die Gastlichkeit und das Wohlbefinden unserer Gäste werden nach wie vor an erster Stelle stehen. Wichtig ist uns v.a. die Bindung und Förderung unserer langjährigen Mitarbeiter. Wir selber sind ja auch sehr stark durch die Familie Schwaninger gefördert worden und wissen deshalb, wie entscheidend solche Maßnahmen für die Entwicklung von Mitarbeitern sind.

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Der Steinerwirt ist ein Haus mit Tradition und starkem eigenständigen Charakter. Wie möchten Sie das Hotel zu „Ihrem Haus“ machen? Julia Haidinger, Simon Schuster: Der Steinerwirt ist in der Tat ein sehr besonderes und tolles Haus. In den letzten Jahren haben wir beide den Steinerwirt bestens kennen und auch lieben gelernt. Das ist auch der Grund, wa­rum wir dieses Traditionshaus auf keinen Fall neu erfinden möchten. Wir werden aber den gewohnten Service mit einigen gestalterischen Änderungen kombinieren und so frischen Wind in die alten Mauern bringen. Sie haben beide die ÖHV-Unternehmer-Akademie (UNA) besucht. Inwieweit nutzen Sie das dort erworbene Wissen für die neue Herausforderung? Julia Haidinger, Simon Schuster: Die UNA hat uns optimal auf diese Herausforderung vorbereitet. Die Inhalte, die uns in den zwei Jahren vermittelt wurden, sind eine tolle und umfangreiche Basis. Neben der Theorie haben wir in unserer UNA-Zeit viele andere, top geführte Häuser kennengelernt und uns davon inspirieren lassen.


UNTERNEHMENSFÜHRUNG

Herr und Frau Schwaninger, welche neuen Aufgaben warten nun auf Sie? Gunda Schwaninger: Für mich geht es 'back to the roots'. Seit einigen Jahren bietet mir mein Diplomarbeitsprofessor eine Doktoratsstelle im Bereich Wissenschaftskommunikation an. In den letzten Jahren hatte ich durch den Betrieb und zwei kleine Kinder keine Zeit für eine solche Aufgabe. Im letzten September habe ich die Stelle aber angenommen und widme mich wieder einer neuen Herausforderung in der Wissenschaft. Johannes Schwaninger: Neben der Idee zu einem Buch habe ich noch einige andere Herzensprojekte, die ich endlich angehen möchte. Denn genau dafür ist die neue Freiheit da: Ein neues Leben zu schaffen, mit frischen Perspektiven und Herausforderungen. Unser Lebensmittelpunkt wird weiterhin Zell am See sein: bei unseren Freunden und unserer Familie.

Wie fühlt sich die Übergabe für Sie an? Julia und Simon werden mit viel Kompetenz, Enga­ gement und Herz ans Werk gehen und den Steinerwirt sehr erfolgreich führen. Sie haben unser vollstes Vertrauen! Julia meistert seit 2011 alle Belange des Hotels und Simon ist seit 2009 tragende Kraft im Res­ taurant. Und obwohl wir noch nicht sehr alt und unsere eigenen Kinder klein sind, fühlt es sich bei zwei so vertrauten Menschen tatsächlich an, als würden wir unseren Betrieb an die nächste Generation übergeben.

ÖHV-UNTERNEHMER-AKADEMIE: Praxisnahe Management-Ausbildung für Hoteliers Die Anforderungen an Unternehmer und Führungskräfte in der Hotellerie werden immer komplexer und vielschichtiger: Märkte und Kundenbedürfnisse ändern sich rasch, die Standards steigen und der globale Wettbewerb bringt neue Trends und Technologien. Um diese Herausforderungen erfolgreich meistern zu können, bietet die ÖHV mit der Unternehmer-Akademie eine maßgeschneiderte Ausbildung fürs Top-Management. Die ÖHV-Unternehmer-Akademie – kurz UNA – ist eine zweijährige, berufsbegleitende Management-­ Ausbildung, die Fachwissen für alle relevanten Bereiche der modernen Unternehmensführung vermit­ telt. Ziel der Ausbildung ist es, den Hotels eine erfolg­reiche Zukunft auf strategischer, betriebswirtschaft­ licher, finanzieller und organisatorischer Ebene zu sichern. Dafür ist wesentlich, dass die Führungskräf­te die richtigen Anforderungen und Ziele an die eigenen Mitarbeiter oder auch an externe Berater und Agen­ turen stellen. „Die Hoteliers können heute nicht mehr alles selber machen. Die Zeiten, in denen der Chef am Zapfhahn stand und am Abend die Bons kontrollierte, sind vorbei. Allein im Marketing hat sich in den letzten Jahren so viel verändert, dass die

Hoteliers zwar die Richtung vorgeben müssen, die Umsetzung aber Profis überlassen sollten“, weiß Brigitta Brunner, Leiterin der ÖHV-Akademien. Großgeschrieben wird in der UNA die Nähe zur Praxis. Die Teilnehmer arbeiten von Beginn an anhand der eigenen Unternehmenskennzahlen und an den eigenen Projekten und Problemstellungen und setzen so das Gelernte direkt um. Die nächste UNA startet am 08. Mai 2017. Detaillierte Infos sowie Termine finden Sie unter www.oehv.at/una oder QR-Code scannen.

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WEITERBILDUNG

Erfolg ist erlernbar – und das in nur einem Tag! Auch 2017 bieten wir Ihnen mit unseren eintägigen Praktikerseminaren Unterstützung bei aktuellen Herausforderungen (z.B. Ende der Ratenparität) und thematisieren Dauerbrenner der Branche (z.B. den effektiven Verkauf an der Rezeption). Wir haben aber auch viele neue Themen im Programm – sehen Sie selbst!

Themen & Termine 2017 Ratenparität adé - und jetzt? Was bedeutet die neue Situation für Ihre Preisgestaltung? Und wie können Sie Ihren Direktvertrieb stärken, ohne dabei auf die Reichweite der Buchungsportale zu verzichten? Antworten darauf im Praktikerseminar.

Mo., 23. Jänner Di., 24. Jänner Mi., 25. Jänner Mi., 15. Februar

Raum Arlberg Raum Kufstein Raum Salzburg Raum Wien

Verkauf an der Rezeption – am Telefon & Face-to-Face

Mo., 30. Jänner

Raum Wien

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Trends und Chancen am Tagungsmarkt

Di., 14. Februar

Raum Wien

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Familienmarketing – Kinder als Entscheidungsträger

Fr., 02. März

Raum Zell am See

Arbeitsrecht

Di., 14. März

Raum Salzburg

Smart Kitchen

Di., 05. September Raum Kitzbühel

NEU

NEU

Dieses interaktive Tagesseminar beleuchtet alle Themen, die aktuell den Ta­ gungsmarkt verändern. Jede Veränderung beinhaltet Chancen und Risiken für Tagungshotels und Kunden in diesem Markt. Wer die Veränderungsprozesse versteht, kann sie aktiv mitgestalten und sich rechtzeitig auf neue Anforderungen einstellen und sogar eine wichtige Abgrenzung zum Wettbewerb erreichen. Sie lernen die Zielgruppe „Kinder“ zu verstehen. Durch praxisnahe Beispiele und die Erfahrung der Expertin erkennen Sie Potenziale und bekommen einen guten Überblick über geeignete Marketingtools. Sie erfahren, was „ethisches Kindermarketing“ ist und wie Ihr Unternehmen durch die richtige Ansprache von Familien und Kindern profitieren kann. Denn eines ist klar: Kinder haben riesen Einfluss auf die Urlaubsentscheidung.

Raus aus dem langweiligen Einheitsbrei, rein in neue Food Trends. Beim Essen ist es genau wie in der Mode. Es gibt zeitlose Klassiker, auf die man immer zurückgreifen kann, ohne dass man sich an ihnen satt sieht (isst). Daneben gibt es zum Glück auch immer wieder etwas Neues zu entdecken. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Gäste mit moderner, gesunder Küche begeistern und gleichzeitig neue, zukunftsweisende Aspekte der Ernährung in Ihrem Hotel nutzen können.

Verkauf an der Rezeption – am Telefon & Face-to-Face

Di., 10. Oktober

Raum Innsbruck

Richtiger Umgang mit Beschwerden im Hotel

Di., 11. Oktober

Raum Salzburg

Megatrends erkennen und nutzen!

Di., 31. Oktober

Veranstaltungsort noch in Planung

Bei diesem Seminar lernen die Teilnehmer, wie sie neben dem operativen Alltags­ geschäft auch die großen Ziele der Zukunft nicht aus den Augen verlieren. Sie schaffen es, (Mega)Trends zu erkennen und erfahren, wie es Ihnen gelingt, aus den für Sie relevanten Trends ein Produkt zu gestalten. Sie lernen neue Wege zu ge­ hen sowie Möglichkeiten in der Hotellerie zu erkennen und lukrativ zu nutzen. Terminänderungen vorbehalten. Die genauen Seminarorte werden noch bekannt gegeben.

Anmeldung und Information: Christoph Taussig, Produktmanager Weiterbildung, christoph.taussig@oehv.at bzw. +43 1 533 09 52 35

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Ein Gast sagt ab? Mit der HotelstornoVersicherung der Europäischen geht trotzdem alles gut aus.

Europäische Reiseversicherung AG • Kratochwjlestraße 4, A-1220 Wien Tel. +43/1/317 25 00 • Fax +43/1/319 93 67 • info@europaeische.at • europaeische.at


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ÖHV-Eventrückblick Praktikerseminar „Anders & Besser – Durch Marke und Service Kunden begeistern“ Wie es gelingt, eine unverwechselbare Marke mit Charakter zu schaffen und gemeinsam mit seinem Team durch Einzigartigkeit und konsequente Arbeit Gäste zu begeistern, lernten 22 topmotivierte Hoteliers von den beiden Markenexperten Brigitte Maier und Johannes Woller von der Firma Petrichor.

Praktikerseminar „Ratenpariät adé – Chancen nutzen und Direktvertrieb steigern!“ Ab 01. Jänner 2017 fällt die Ratenparität. Im Seminar lernten die Teilnehmer, wie sie mit der neuen Situation umgehen und ihren Direktvertrieb weiter stärken können. Aufgrund der hohen Nachfrage wird das Seminar 2017 fortgesetzt.

Praktikerseminar „Das Vorstellungs­ gespräch – mit den richtigen Fragen passende Mitarbeiter rekrutieren!“ In vielen praxisnahen Übungen trainierten die Führungskräfte mit Experte Michael Bayer, wie sie in kürzester Zeit herausfinden, ob ein Bewerber den Anforderungen eines Jobs gewachsen ist und ob er oder sie zum Unternehmen und dem bestehenden Team passt.

Lehrlingsmesse Gmunden Rund 1.000 Schüler und Eltern verschafften sich auf der 5. AMS-Lehrlingsmesse in Gmunden einen Überblick über die Vielfalt der Lehrausbildung. Die ÖHV war mit der Initiative MACH KARRIERE IM HOTEL vertreten und informierte über Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten in der Hotellerie.

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VERANSTALTUNGEN

ÖHV-Abteilungsleiter-­ Akademie: Wir gratulieren den Absolventen! Am Feitag, 25. November 2016, wurden wieder 19 Teilnehmer als ÖHV-Abteilungsleiter ausgezeichnet. Ausgebildete Führungs­ kräfte, die ihr Wissen an ihre Mitarbeiter weitergeben und damit den Betrieb profes­ sionalisieren.

hotel.dialog Wien Risiken bei Lohnabgaben-Prüfungen standen im Mittelpunkt des Abends bei Deloitte Wien. MMag. Bernhard Geiger erzählte kompetent und unterhaltsam, welche Fallstricke bei der richtigen Einstufung oder geldwerten Zuwendungen an Mitarbei­ter zu beachten sind und wie mangelhafte Ar­beits­ zeit­aufzeichnungen zu empfindlichen Strafen gemäß Lohnund Sozialdumping-Bekämpfungsgesetz führen können. Informationen, die bares Geld wert sind – kostenlos bei ÖHV-Veranstaltungen!

site.inspection im Genussdorf Gmachl In nur 4 Wochen Bauzeit wurde der Fassadenbereich in Richtung Garten erweitert, die neue Außenanlage entstand in 4 ½ Wochen. Seit 7. Juli genießen Gmachl-Gäste u. a. die neuen „Niederhof“-Zimmer, das Garten Spa oder das Rooftop Spa mit Infinity Pool – Blick bis auf die Salzburger Festung inklusive.

site.inspection Hotel am Wagram Bei den Gästen von Toni Mörwald stehen Essen & Trinken, die Kochschule oder die aufstrebende Wagramer Winzerschaft hoch im Kurs. Ausgestattet hat das Hotel am Wagram die nahegelegene Möbelwerkstätte Wittmann, die Zimmer sind nach den Gemeinden des Wagrams benannt und im Shop können die Gäste kulinarische Erinnerungen an entspannte Tage mitnehmen. Ein Insider-Tipp für Genießer! Wir bedanken uns sehr herzlich für den interessanten Einblick in die Welt von Mörwald.

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ÖHV-Tourismuskalender

15.-17.01.2017

ÖHV-Hotelierkongress 2017, Bad Ischl Beim Kongress 2017 holen wir die #GameChanger auf die Bühne. Es erwarten Sie innovative Unternehmer, Trendforscher, Startups, Investoren und auch Hoteliers mit kühnen Visionen und dem dazugehörigen Gestaltungs- und Umsetzungswillen. Holen Sie sich Anregungen und bewirken Sie selbst die Veränderung, die Sie sich wünschen! Das gesamte Kongressprogramm finden Sie auf www.hk17.at

Arlberg Kufstein Salzburg Wien

23.01.2017 24.01.2017 25.01.2017 15.02.2017

Praktikerseminar „Ratenparität adé – und jetzt?“ Die Veränderungen im Hotelmarkt sind rasant. Die Ratenparität ist mit 31.12.2016 passé, Mittler und Hoteliers suchen nach Konzepten, den digitalen Gast für sich zu gewinnen. Lernen auch Sie mit dem Fall der Ratenparität umzugehen und Ihren Direktvertrieb zu steigern. Mehr auf www.oehv.at/seminare

30.01.2017

Praktikerseminar „Verkauf an der Rezeption“, Wien In diesem eintägigen Seminar werden Verkaufskompetenzen entwickelt, vertieft und aus­ gebaut. Im Mittelpunkt stehen der Verkauf und Zusatzverkauf am Telefon, per E-Mail und im Face-to-Face Kontakt. Mehr auf www.oehv.at/seminare

25.04.2017

ÖHV-Lehrgang für Online Marketing & Revenue/Yield Management (LORY) Eine professionelle und strukturierte Preisstrategie ist die halbe Miete – und die Voraussetzung dafür, das eigene Hotel im Internet erfolgreich zu vermarkten. Der LORY unterstützt Sie dabei mit fundiertem Experten-Wissen! In kompakten acht Tagen (2 Module à 4 Tage) lernen Sie, das richtige Produkt zum richtigen Preis zum richtigen Zeitpunkt über den richtigen Vertriebskanal an den richtigen Gast zu bringen und so den wirtschaftlichen Erfolg Ihres Hotels zu steigern. Der Seminarort wird noch bekannt gegeben. Mehr auf www.oehv.at/lory

08.05.2017

Unternehmer-Akademie 2017–2019 Die ÖHV-Unternehmer-Akademie (UNA) ist eine zweijährige, berufsbegleitende Manage­ ment-Ausbildung für die Hotellerie, die alle Bereiche einer modernen Unternehmensführung vermittelt. Hier geht es um die Entwicklung und Sicherung der Zukunft des Unternehmens auf strategischer, betriebswirtschaftlicher, finanzieller und organisatorischer Ebene. Der Veranstaltungsort wird noch bekannt gegeben. Mehr auf www.oehv.at/una

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ÖHV-MITGLIEDER

Wir sind ÖHV! Hotel Alpenhof – Michael Walchhofer mit Markus Andexer und Peter Mayer

Hotel Schwaiger – Alfred Schwaiger Hotel Christoph – Peter Landlinger-­ Hotel am Wagram – Eva und mit Johannes Lackner Weilbold mit Michaela Reitterer Toni Mörwald mit Alexander Ipp

Gut Pössnitzberg – Dir. Rainer Ogrinigg und Eigentümer Erich Polz mit Gernot Deutsch

Hotel Caroline Pertisau – Florian Entner mit Florian Werner und Markus Entner

Hotel Graf – Andreas Graf mit Alexander Ipp

Schönstattzentrum Wien-Kahlenberg – Bruno Mucha mit Alexander Ipp

Das Urbisgut – Herbert Bittersam mit Peter Mayer

Park Inn by Radisson Linz Hotel Tirolerhof – Familie Oberreiter mit Hotel-Gasthof Junior – Andrea & Norbert Wendl Hotel Gösserbräu – Eva Wanik mit – Matthias Guttengeber Markus Andexer und Peter Mayer mit Albert Schwaighofer und Martin Hauthaler Sophie Schick

Wir freuen uns über 15 neue ÖHV-Mitglieder im vierten Quartal 2016: Hotel & Therme Nova, Köflach • Narzissenhotel Bad Aussee – Solebad & Vitalresort, Bad Aussee • Park Inn by Radisson Linz, Linz • Hotel Scherer, Salzburg IMC Fachhochschule Krems, Krems an der Donau (a.o. Mitglied) • Hotel Kunsthof, Wien • Ruby Marie Wien, Wien • Pitzis Kinderhotel, Arzl im Pitztal Hotel Sankt Magdalena, Linz • Nidum – Casual Luxury Hotel, Mösern • Landhotel Föhrenhof, Ellmau am Wilden Kaiser Genusshotel Riegersburg, Riegersburg • Hotel Höhenstraße, Klosterneuburg • Berghotel Hinterstoder, Hinterstoder • Serverin*s – The Alpine Retreat, Lech

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www.peugeot.at

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CO2-Emission: 133 –155 g / km, Gesamtverbrauch: 5,1 – 5,9 l /100 km. Symbolfoto.

DER NEUE PEUGEOT TRAVELLER BUSINESS VIP

die lobby Winter 2016, ÖHV-Mitgliederzeitschrift  

Themenschwerpunkt "Raus aus dem Einheitsbrei". Außerdem: Neue ÖHV-Kampagne "Direkt im Hotel buchen. Direkt besser."

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