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MAGAZIN DER ÖSTERREICHISCHEN HOTELIERVEREINIGUNG /hoteliervereinigung

die lobby – Magazin für Mitglieder der Österreichischen Hoteliervereinigung - P.b.b. Verlagspostamt 1010 Wien - 07Z037315M

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Die Zukunft des Wintertourismus · ÖHV-Hotelierkongress 2016 Hotelportrait: „Goldener Berg“ in Oberlech Themenschwerpunkt Marketing & Vertrieb

Österreichische Hoteliervereinigung Die freie Interessenvertretung

www.oehv.at


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Editorial

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Herausforderungen gehören für uns als Unternehmer zum daily business. Dass wir vor Problemen nicht zurückschrecken, macht uns erfolgreich. Genauso wie das Wissen, nie ausgelernt zu haben. Selbst bei Themen, die wir seit Jahren nur zu gut kennen. Bestes Beispiel: Digitalisierung. Lange haben wir ganz vorne mitgespielt, trotzdem scheint es so, als hätten wir in der letzten Zeit das Heft aus der Hand gegeben – im Vertrieb, bei den Gästen und in der Kommunikation. Dass aber noch nicht aller Tage Abend ist, beweisen wir am ÖHV-Hotelierkongress 2016 in Zell am See. Wir haben uns andere Branchen angesehen, Best Practice-Fälle analysiert und direkte Learnings für Sie herausgearbeitet. Glauben Sie uns wenn wir sagen: „Da geht noch was!“ Da wir wie kaum eine andere Branche auf unsere Mitarbeiter angewiesen sind, darf das Thema am Kongress natürlich nicht zu kurz kommen. Von zeitgemäßer Führung bis hin zu den neuesten Ansätzen in der Mitarbeiterbindung gibt es jede Menge wertvollen Input. Last but not least wollen wir in Zell am See auch einen großen Schritt auf die Next Generation zumachen. Was sich hinter dem „Tag der offenen Zimmertüre“ genau verbirgt? Sie dürfen gespannt sein. Wir sind es auf alle Fälle! In diesem Sinne, schöne Feiertage! Wir sehen uns in Zell am See!

Ihre Präsidenten der Österreichischen Hoteliervereinigung:

Michaela Reitterer

Mag. Gregor Hoch

IMPRESSUM Medieninhaber, Herausgeber und Hersteller: Österreichische Hoteliervereinigung, Hofburg, 1010 Wien Für den Inhalt verantwortlich: Dr. Markus Gratzer, Redaktions- und Projektleitung: Mag. Claudia Bär 1010 Wien, T: +43 1 533 09 52, F: +43 1 533 70 71, office@oehv.at, www.oehv.at Druck: Samson Druck GmbH – gedruckt nach der Richtlinie „Druckerzeugnisse“ des Österreichischen Umweltzeichens, UW-Nr. 837 Grafische Gestaltung: Birgit Rieger, www.br-design.at | Coverfoto: Hotel Schwarzbrunn, Stans in Tirol Für Inhalte dieser Publikation, die von Dritten stammen, übernimmt die ÖHV keine Haftung. Sprachliche Gleichstellung: In dieser Gazette werden nur die männlichen Formen angeführt, die weiblichen sind darin inkludiert.

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Inhalt 04 Kurzinfos 05 Die Zukunft des Wintertourismus

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6 ÖHV-Inside: 0 So wird der Winter! 8 ÖHV-Hotelierkongress 2016: 0 Programmvorschau 10 Hotelportrait: „Goldener Berg“ in Oberlech

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Themenschwerpunkt Marketing & Vertrieb: Von Kinder- und Familien­marketing bis Word of Mouth, Big Data und Controlling

28 ÖHV-Weiterbildung: Wir gratulieren den Absolventen & Absolventinnen der ÖHV-Akademien 32 ÖHV-Eventrückblick 33 ÖHV-Tourismuskalender 35 ÖHV-Mitglieder

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>> KURZINFOS >> Werbe­anzeigen rechts­sicher gestalten

Neues Lifestyle-Magazin in den Niederlanden Ab Jänner 2016 startet in den Niederlande das neue touristische Magazin „Oostenrijk Magazine“. Die Schwerpunkte des fünf Mal im Jahr erscheinenden Heftes sind Reisen, Kulinarik, Lifestyle, Kultur und Design. In Reportagen über den Charakter der unterschiedlichen Bundesländer, Regionen und Städte zeigt „Oostenrijk Magazine“ das vielseitige Angebot Österreichs als Urlaubsland. ÖHV-Mitglieder-Aktion: Wenn Sie „Oostenrijk Magazine“ für Ihre niederländischen Gäste auf­ legen wollen, erhalten Sie als ÖHV-Mitglied ein Gratis-Abo und zahlen nur die Portokosten (35 Euro). Bestellbar unter www.oostenrijkmagazine.nl/deutsch/ oder oostenrijkmagazine@ spabonneeservice.nl. Bitte geben Sie bei der Bestellung an, dass Sie ÖHV-Mitglied sind. STUDIE

ÖHV-Destinationsstudie 2015 Die Studie ist DER Gradmesser in puncto Destinations-Performance und setzt neue Standards im Destinationsmanagement. Um 180 Euro exkl. USt. (90 Euro für ÖHV-Mitglieder) via ser­vice@­ oehv.at. Jetzt bestellen!

Destinationsstudie Jahresvergleich 2011 - 2014

Österreichische Hoteliervereinigung Die freie Interessenvertretung

Immer wieder werden Hotels – nach Inseraten in deutschen Me­­­ dien – von Verbänden zur Bekämpfung unlaute­ren Wettbe­werbs aufgefordert, Unter­ las­ sungs­­erklärungen abzugeben und Schadenersatz zu leisten. Achtung: Bei der Bewerbung von konkreten Angeboten ist on- und offline der vollständige Name des Unter­neh­mens­in­habers so­­ wie dessen Anschrift anzuführen, um nicht wegen Verstößen gegen das Wett­bewerbsrecht ab­­gemahnt zu wer­den. Nähere Infos auf www.oehv.at bzw. beim Mitgliederservice der ÖHV (service@oehv.at).

www.oehv.at

Gastlichkeit in reinster Form Zimmerwäsche, Tischwäsche, Berufsbekleidung, Individuallösungen

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WINTER RELOADED

>> Die Zukunft des Wintertourismus

König Winter ist nicht tot!

Lang lebe der Winter!

Wintertourismus im Umbruch: Schneegarantie und Volkssport Skifahren waren gestern, treffgenaue Zielgruppenansprache, klare Positionierung und Erlebnisse abseits der Piste sind heute. Österreich, ein Synonym für Berge, Ski, Sport und Spaß im Winter: Ein Ruf, der nicht von ungefähr rührt! Mit einem Marktanteil von knapp 50 %, ist die Alpenrepublik der ungeschlagene Leader in Sachen Wintersporturlaub in Europa. Die nackten Zahlen: in der vergangenen Saison 2013/14 sorgte das Produkt Wintertourismus für rund 64,5 Mio. Nächtigungen. Der Großteil (ca. 75 %) stammte von den „Big Five“: Deutschland, Österreich, Niederlande, Großbritannien und der Schweiz. Die Kehrseite der glänzenden Medaille: die Nachfrage stagniert (auf hohem Niveau!), die Potentiale sind so gut wie ausgeschöpft. Klimawandel, ein verändertes Freizeitverhalten und soziodemographischer Wandel tun ihr eigenes – sie begünstigen Wintersport und Co nicht unbedingt. Die Wettbewerbs­ situation wird immer dynamischer, viele kleine und niedrig gelegene Destinationen geraten zusehends unter Druck und können mit den Großen nicht mehr mithalten. Zusperren? Nein, umdenken!

Winter reloaded: Scharfes Profil statt 08/15 Einheitsbrei Niemand erinnert sich an Platz 14 bei der Abfahrt. Spiele ich nicht vorne mit, schaffe ich mir mein eigenes Spielfeld! Destinationen abseits winterlicher Hot-Spots müssen sich bewegen und zwar eher früher als später – die Uhr tickt! Wetterunabhängige Angebote als Ergänzung des traditionellen Winter­ images und rechtzeitiger Aufbau eines zweiten Standbeines, das die traditionelle Positionierung ergänzt. Es braucht eine Umcodierung der bisherigen Vorstellungen: Winter reloaded heißt das Zauberwort, Innovation ist der Schlüssel. Ein Plan B (und C und D und vielleicht auch E) ist wichtig: Volkssport Skifahren war gestern, Wintervielfalt ist heute. Egal, ob Cross- und Extremsportarten, Natur-Watching oder Yoga-Eldorado. Anders­sein statt more of the same. Die siebente Aprés-­Ski-­Hütte von links lockt niemanden hinter dem Ofen hervor, die neue Fat-Bike-Strecke schon. Nicht vergessen: Wintersport ist in Europa auch nur eine Nische – warum also nicht auch auf andere setzen!

How to Neupositionierung Ein Patentrezept gibt es nicht – zum Glück! Nicht jede Destination hat das Zeug zum Triathlon-Mekka und das ist gut so. Sehr wohl aber gibt es überall Stärken und Ressourcen, die einen von der breiten Masse abheben. Darauf gilt es zu setzen, diese systematisch auszubauen und zu entwickeln. Am besten mit Partnern in einem Netzwerk, gemeinsam statt einsam. Key-Events – markenzentriert und auf die Zielgruppe fokussiert – heben das Ganze auf die Bühne. Das richtige Testimonial verschafft einem Gehör in der Community: Also: Bye-bye, Benni Raich, hallo Conchita!

_MARKUS GRATZER

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>> ÖHV-Inside

So wird der Winter! Licht und Schatten – Österreichs Top-­ Hotellerie blickt mit gemischten Gefühlen in Richtung Winter

Erwartete Nächtigungsentwicklung 35,7 %

mehr

33,7 % 37,4 %

wie im Vorjahr

Ein leichtes Plus im Vergleich zur Vorjahressaison er­ warten Österreichs Hotels in punkto Nächtigungen: 35,7 % verortet ein Wachstum, der Großteil davon im niedrigen einstelligen Prozentbereich. Mit einer Performance auf Vorjahresniveau rechnen rund 37 %. Mehr als jeder vierte Befragte sieht sich mit Rückgängen konfrontiert.

40,0 % 27,0 %

weniger

22,3 % Winter 2015/16

30,4 %

schlechter

Preisdurchsetzung und Umsatzerwartung: Luft nach oben Verhalten die Stimmung bezüglich der Preisdurchsetzung: 30,4 % der Befragten sehen eine Verschlech­ terung der ohnehin schon schwierigen Situation – ein Plus von sieben Prozentpunkten gegenüber der vergangenen Wintersaison. Mehr als jeder Zweite erwartet keine Bewegungen, lediglich 15,7 % glauben an eine Verbesserung. Rund jeder zweite befragte Hotelier erwartet eine Um­satzsteigerung gegenüber dem Vorjahr, mit einem Minus sind 27 % konfrontiert. Knapp jeder Vierte sieht sich auf Vorjahresniveau. In Summe ist der Ausblick leicht negativer als noch in der Wintersaison 2014/15.

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Winter 2014/15

Preisdurchsetzung

23,4 % 53,9 %

keine Veränderung

besser

58,3 % 15,7 % 14,3 % Winter 2015/16

Winter 2014/15

Erwartete Umsatzentwicklung 48,7 % 48,7 % 53,6 % 53,6 %

mehr mehr 24,3 % 24,3 % 25,6 % 25,6 %

wie im Vorjahr wie im Vorjahr

27,0 % 27,0 % 20,8 % 20,8 %

weniger weniger Winter 2015/16 Winter 2015/16

Winter 2014/15 Winter 2014/15


Investitionen im Vergleich zur Vorjahressaison 44,6 %

Gästemappe neu erfunden

28,6 %

10,7 %

Warum haben Hotels

6,8 %

Winter 2015/16

Winter 2014/15

weniger Inves

onen

mehr Inves

onen

Investitionen und Kredite – Impulse dringend notwendig! Verschärfte Situation in punkto Investitionen: Mehr als 44 % der Befragten gaben an, ihre geplanten An­ schaffungen zurückschrauben zu wollen. Grund hier­ für sind die wirtschaftspolitischen Versäumnisse der letzten Jahre und die anstehenden Belastungspakete rund um Ust.-Erhöhung, Bonus-­Malus-­System und Co. Gleichzeitig kommen jene, die investieren wollen, schwieriger an die benötigten Mittel – jeder Dritte sieht die Situation noch kritischer als im Vorjahr. Für einen Turnaround braucht es dringend Impulse, von der Politik sind Lösungen gefordert.

1. 2. 3. 4. 5. 6. 7.

Gästemappe Room Service Menü Spa Katalog Reiseführer Feedback-Formen Fernbedienung Wecker ...

...auf dem Zimmer, wenn all dies auf einem einzigen Tablet PC vereint werden kann?

Zugang Kreditfinanzierung einfacher

4,5 %

Kann ich nicht beurteilen

27,7 % 35,7 %

unverändert schwieriger/ deutlich schwieriger

32,1 %

Mitarbeiter: drei Viertel aller Unternehmen suchen noch Verstärkung 77 % aller Hoteliers suchen noch nach qualifizierten Mitarbeitern für die Wintermonate. 41 % empfinden die Situation noch schwierigeren als in der Vorjahres­ saison, mehr als jeder Zweite sieht keine Veränderung. Am dringendsten werden, wie schon die Jahre zuvor, Fachkräfte für die Küche, das Service und die Rezeption gesucht. Mitarbeitersuche Ja Nein

77,2 % 22,8 %

Kontaktieren Sie uns www.suitepad.de Martina Moser +43 (0) 676 4546758 martina.moser@suitepad.de Wolfgang Gleirscher +41 (0) 78 862 00 20 wolfgang.gleirscher@suitepad.de


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>> ÖHV-HOTELIERKONGRESS 2016 Sonntag, 17. bis Dienstag, 19. Jänner 2016, Zell am See

JETZT ERST RECHT: Es gibt viele gute Gründe Mitte Jänner einen Abstecher nach Zell am See-Kaprun zu machen. Einer zahlt sich für Sie aber besonders aus: der ÖHV-Hotelierkongress 2016. Erster Punkt auf der Tagesordnung für ÖHV-Mitglieder ist die Generalversammlung am Sonntag mit der Neuwahl von PräsidentIn, Vizepräsidenten, Finanzreferent und Rechnungsprüfer. Den Wahlvorschlag, das Team um Michaela Reitterer, haben wir Ihnen bereits in der letzten Ausgabe vorgestellt – dabei sein, mitentschieden und Zukunft gestalten!

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Vom Hirn bis zur Generation Y: Top-Referenten, Mehrwert garantiert!

Digitalisierung: Chancen von morgen heute nutzen

Nationale und internationale Top-Referenten garantieren einen abwechslungsreichen Themenmix: Wussten Sie, dass unser Gehirn für ein Leben als Jäger und Sammler optimiert ist? Heute leben wir in einer radikal anderen Welt. Das führt zu systematischen Denk- und Handlungsfehlern. Erfolgsautor Rolf Dobelli stellt Ihnen die gefährlichsten Denkirrtümer vor und zeigt auf, wie man sie im Berufsalltag vermeidet. Denn Erfolg hat, wer unabhängig denkt und handelt. Rechnungshofpräsident Dr. Josef Moser berichtet über notwendige Reformschritte, damit Österreich wieder zukunftsfit wird, während ÖBB-CEO und Top-Manager Mag. Christian Kern davon berichtet, dass notwendige Veränderungen trotz Erfolg nicht ausbleiben dürfen. Whatchado-Gründer und EU-Jugendbotschafter Ali Mahlodji hilft Ihnen Ihre jungen Mitarbeiter besser zu verstehen und zeigt, wie denn die Generation Y überhaupt tickt.

Die Berührungspunkte zwischen Gast und Gastgeber verändern sich laufend: Online-Plattformen schieben sich dazwischen, die Abhängigkeit von Portalen nimmt zu. Aber was wann wo zu welchem Preis angeboten wird, bestimmt der, der den Kontakt zum Gast hat. Das ist Thema der brandaktuellen Studie „Tourismus 4.0: Battle for customer ownership“ von ÖHV und Roland Berger. Die Arbeit analysiert, welche Wirtschaftszweige den Wandel besser gemanagt haben und was der Tourismus davon lernen kann. Die Studie zeigt viel Potential auf und wie man es heben kann. Neben Best Practice-Cases und Learnings aus anderen Branchen wurden Hoteliers aus Österreich, Deutschland und der Schweiz befragt – Praxisnähe ist garantiert! Dass das keine leeren Versprechungen sind, zeigen wir direkt vor Ort: In der neuen ÖHV-Preferred Partner Lounge präsentieren im Anschluss an die Studienvorstellung ausgewählte Anbieter konkrete Lösungen zum Thema customer ownership.


ÖHV-HOTELIERKONGRESS 2016

von den Besten lernen! Zweiter Themenschwerpunkte des Kongresses: Mit­ arbeiter. Sie sind letztendlich der entscheidende Faktor, ob sich Gäste wohlfühlen und ob sie wieder­ kommen. Es erwarten Sie unter anderem:

Carsten K. Rath, Betreiber der Kameha Hotels & Resorts und gefragter Leadershipund Service-Excellence-Experte, erklärt in seinem Vortrag, dass Tourismus 4.0 auch Begegnungsqualität 4.0 bedeuten muss.

Stefanie Springer, Managing Partner von KMS MINDSHIFT, liefert Beispiele für gelebtes Employer Branding. Sie zeigt, wie aus Mitarbeitern Botschafter werden, die sich aus vollem Herzen mit dem Unternehmen identifizieren.

Dr. Bernd Hufnagl, Hirnforscher und Autor des Buches „Besser fix als fertig“, präsentiert spannende und unterhaltsame neurowissenschaftliche und verhaltensbiologische Erkenntnisse für „hirngerechtes“ Arbeiten und erklärt, warum für Führungskräfte Sinnstiftung und die „Pufferrolle“ – die Fähigkeit Mitarbeiter zu beruhigen – zu zentralen Herausforderungen werden.

Schifoan in Zell am See Beim legendären Kongress-Skitag powered by Precor können Sie sich mit Matthias Lanzinger sportlich auf den Kongress einstimmen und Testksi von Salomon und Atomic ausprobieren. Alle teilnehmenden Hoteliers erhalten dank American Express kostenlose Skipässe.

Aktivtage und Sternennächte Rahmenprogramm auf Sterne-Niveau: Ob Eröff­ nungs­abend bei Mercedes-Benz, Besuch im neuen Casino oder Kongressabend am Berg und Party im Tal – freuen Sie sich auf Abwechslung, Spaß und Networking mit Kollegen. Denn wer hart arbeitet, darf auch feiern. Am Sonntag wird die Ausstellungs­ halle von Mercedes Pappas zur spannenden Location für den Eröffnungsabend, wo die Tastenakrobaten Richie Loidl und Clemens Vogler mit Boogie und Swing für gute Stimmung und Lebensfreude sorgen werden. Danach geht es auf Einladung der Casinos Austria AG ins neue Spielcasino im Grand Hotel Zell am See, das am 1. Jänner 2016 seine Pforten öffnet. Am Montag bewegen wir uns stylisch und komfortabel mit der Schmittenhöhebahn in das neue Restaurant des Berghotel Schmitten. Am Berg erwarten Sie „harfonische“ Klänge von den Siegerinnen der Castingshow „Die große Chance“, dem Tiroler-Girl-Duo Harfonie. Danach geht’s weiter zur legendären Aftershow-Party unserer Partner ins K1. Der letzte Tag klingt dann noch gemütlich mit einem Farewell im Ferry Porsche Congress Center aus.

© ORF Stars

Von den Besten lernen: Fokus Mitarbeiter

Programm und Anmeldung unter www.hk16.at

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>> Hotel „Goldener Berg“, Oberlech „Goldener Berg“ verlängert die Saison – Daniela Pfefferkorn im Gespräch mit der „lobby“ über ein bemerkenswertes Experiment

„Der Herbst ist mittler­ weile die schönste Saison!“ Das 4-Sterne-Superior-Hotel „Goldener Berg“ in Oberlech hat einen auch für andere vergleichbare Häuser interessanten Versuch gestartet. Erstmals heuer wurde die Som­ mer­saison bis weit in den Spätherbst hinein verlängert. Und zwar hielt man von Septem­ ber bis Ende Oktober jeweils von Donnerstag bis Sonntag die Pforten offen. Die meisten der gesundheitsorientierten Sommerpackages wurden auch als Kurzaufenthalt angeboten. „die lobby“ sprach mit der innovativen Chefin des 1.706 Meter hoch gelegenen Boutique- und Genießerhotels (40 Zimmer und Suiten), Daniela Pfefferkorn, über ihre Erfahrungen mit den in den Herbst verlängerten Sommer-Wochenenden. „die lobby“: Was hat Sie zu diesem Experiment be­ wogen? Der Herbst! Das ist mittlerweile die schönste Jahreszeit! In den letzten Jahren hatten wir fast zwei Monate traumhaftes Sonnenwetter, wo alle anderen unter dem Nebel schlummern. Da dachten wir uns: Nur weil wir es immer so gemacht haben, muss es ja nicht so bleiben. Wie hat denn Ihr (Stamm-)Publikum auf diese An­ gebote reagiert? Mit den Angeboten zu einem längeren Wochenende liegen wir ziemlich richtig. Es ist ja nicht neu, dass die Aufenthalte immer kürzer, dafür auch immer häufiger werden. Wenn die Leute das so wollen, muss man das auch so anbieten. Natürlich kann man in drei Tagen gesundheitsmäßig nicht so viel erreichen. In drei Tagen kann ich nicht drei Kilo abnehmen oder so richtig „detoxen“. Aber die Leute können reinschnuppern und sehen, ob das etwas für länger wäre. 10

Wie sind denn die ersten „verlängerten Wochen­ enden“ tatsächlich abgelaufen? Der Wettergott hat ja diesmal im Oktober richtig gut mitgespielt. Bei gutem Wetter hatten wir schon etliche Gäste, aber wenn´s schlecht war, sehr wenige. Werden Sie das Angebot aufgrund der gesammel­ ten Erfahrungen ändern? Nein, heuer war eben das erste Jahr und wir machen weiter – klar!! Wir wollten ja eigentlich bis in den November offen halten, doch haben wir Ende Okto­ ber aufgehört. Aber 2016 versuchen wir den Novem­ ber von neuem. Dafür werden wir den September las­ sen, das war der schlechteste Monat im ganzen Jahr. Hat die übrige Infrastruktur des Ortes (Lech) mit­ gespielt? Nein, derzeit leider nicht. Lech ist bis Anfang Oktober in Betrieb, dann geht nichts mehr. Wir haben alles zur Verfügung gestellt, Lunchpakete mitgegeben, Wanderungen geführt und die Leute dann


HOTELPORTRAIT

wieder dort abgeholt, wo sie rauskamen. Ich hatte Angst davor, dass die Gäste sich darüber beklagen, dass nichts geöffnet ist, das war aber nicht der Fall. Haben auch andere Häuser diesen Schritt gewagt? Ja, ein Kollege hat auch versucht, länger offen zu hal­ ten, hat aber dann Mitte Oktober aufgegeben. Das muss man eine Zeit lang laufen lassen, bis es läuft! Welche Auswirkungen auf Mitarbeiterstand, Durch­ rechnungszeitraum etc. hat Ihr Projekt? Hier lernen wir auch dazu. In dieser Zeit haben unsere Mitarbeiter eine 4-Tage-Woche und 40 h, dadurch auch weniger Lohn. Für die einen rechnet sich das gut, für andere nicht so sehr. Hier werden wir im kommenden Jahr auch einiges umstellen gegenüber heuer. So wird man klüger! Wie geht es jetzt weiter, wo doch der ersehnte Schnee gefallen ist? Am 04. Dezember beginnt unsere Wintersaison. Und die dauert bis Ende April. Darauf freuen wir uns schon. Kurz noch ein Themenwechsel zum Schwerpunkt dieser „lobby“-Ausgabe: Marketing und Vertrieb. Wie halten Sie es damit? Wir verkaufen unser Produkt schon seit über 20 Jah­ ren aktiv auf der ganzen Welt. Wir haben in Lech eine Gruppe gegründet, die sich „Arlberg Luxury Selektion“ nennt. Gemeinsam hatten wir drei Jahre Verkäufer in Russland und in den europäischen Oststaaten. Aktuell haben wir einen Verkäufer in den USA und eine Verkäuferin in Südamerika. Wir gehen auf Messen in Südamerika, zu Roadshows in den USA und sogar zu einer Messe in Shanghai. Generell machen wir viel PR. So hatten wir in diesem Herbst einige Blogger und Bloggerinnen da, die nebenbei gute Bilder geliefert haben. PR machen wir beispielsweise auch in GB. Wir haben dort ein Verkaufsbüro, fliegen einmal im Jahr nach Skandinavi-

en und in die Benelux-Staaten, um unsere Partner dort zu besuchen, laden Reisebüros aus der ganzen Welt ein und beherbergen sie bei uns. Wir versuchen selbstverständlich auch die Online-Buchungskanäle gut zu warten, auf ALLE Aussagen der Gäste auf Trip Advisor & Co zu antworten, schreiben selbst viele Blogs, beteiligen uns an allen Aktionen von Lech-Zürs-Tourismus und vieles mehr. Die „social media“ werden in allen Bereichen im­ mer wichtiger. Natürlich. Wir arbeiten sehr viel über diese Medien. Da kann man beispielsweise mit aktuellen Bildern zur richtigen Zeit sehr viel positives Feedback bekom­ men. Wir schicken alle zwei Wochen einen elektronischen Newsletter an über 15.000 Adressen. Postalische Aussendungen machen wir hingegen nur noch zweimal im Jahr – darauf gibt es so gut wie kein Echo mehr. Und wie halten Sie es mit der guten alten Stamm­ kundschaft? Wir hegen und pflegen die Gäste, die schon bei uns waren! Etwa mit persönlichen Geburtstagskarten, liefern immer wieder Infos zu Neuheiten und „Specials“ zu den vorreservierten Zeiten in der nächsten Saison. Das kommt bei diesem Publikum sehr gut an.

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Wohin geht´ Die Kin

Kinder bestimmen zu einem hohen Grad mit, wohin die Familie auf Urlaub fährt. Dies bestätigt die aktuelle Studie „Familien-Insights – Kaufentscheidungen in Familien“, die bislang umfassendste Studie zu diesem Thema im deutschsprachigen Raum. 85 % der Eltern gaben an, ihre Kinder bei Urlaubsentscheidungen aktiv um ihre Meinung zu fragen. Kinder haben wesentlichen Einfluss auf die Kaufentscheidung Insgesamt wurden mehr als 2.000 Eltern und Kinder in Österreich, Deutschland und der Schweiz befragt. Untersucht wurde der mögliche Einfluss von Kindern auf Kaufentscheidungen in Familien in allen wesent­ lichen Phasen der Kaufentscheidung – beginnend bei der Informationssuche und Evaluierung der gewonnenen Informationen über die Kaufentscheidung bzw. den Kauf bis hin zur Nachkaufphase samt Nutzung des Produkts bzw. der Dienstleistung. Die Studie untersuchte den Einfluss von Kindern ent­ lang der fünf Stufen des Kaufentscheidungsprozesses. Besonders wichtig ist der Einfluss der Kinder in drei Phasen: Problemerkennung, Informationssuche und Nachkaufphase. Als Tourismus-Experte können Sie die jungen Entscheider in allen Phasen durch ein entsprechendes Informationsangebot bzw. adäquate Maßnahmen unterstützen.

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Phase 1 – Problemerkennung: Kinder bringen Ideen ein, welche Urlaubsdestinationen ihnen ge­ fallen. Zu über 60 % bekommen sie dazu An­re­gun­ gen aus dem Freundeskreis, Internet- und Fernsehwerbung spielt eine kleinere Rolle. Urlaubs­­erlebnisse werden am Schulhof herum­erzählt. Phase 2 – Informationssuche: Kinder bringen Informationen über Urlaubsdestinationen in die Fa­milie. Besonders ältere Kinder (10-14 Jahre) informieren sich in dieser Phase schon im Internet (42 %). Nur 20 % geben Fernsehwerbung als Informationshilfe an. Kinder lesen auch schon Empfeh­ lungen und Bewertungen im Internet, natürlich noch nicht in dem Maße wie ihre Eltern (84 %). Phase 3 – Bewertung der Alternativen: Kinder helfen, die Vor- und Nachteile der unterschiedlichen Destinationen zu bewerten. Über 60 % der Eltern geben an, dass in dieser Phase ihre Kinder stark beteiligt sind, jede Meinung wird gehört.


THEMENSCHWERPUNKT

>>

Warum professionelles Kinderund Familienmarketing im Tourismus Verantwortung, besonderes Know-how und einen differenzierten Umgang mit der Zielgruppe braucht.

´s im Urlaub? der bestimmen mit! ■■

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Phase 4 – Kaufentscheidung: Diese Phase ist so etwas wie die „letzte Bastion“ der Eltern. Wie bei vielen anderen Produktgruppen treffen die Kaufentscheidung letztendlich die Eltern. Phase 5 – Verhalten nach dem Kauf: Wenn der Urlaub gebucht ist, hilft das Kind bei der Erkundung der Möglichkeiten und will den Eltern erklären, was man im Urlaub alles machen kann. 72 % der Eltern bestätigen, dass Kinder in dieser Nachkaufphase – sie wirkt stark auf die Urlaubszufriedenheit und auf die Markenloyalität – einen wesentlichen Einfluss haben. Dieser Phase wird leider in den Tourismus-Marketing-Zentralen noch nicht ausreichend Beachtung geschenkt.

In welchen Phasen des Kaufentscheidungsprozesses nehmen Kinder Einfluss auf die Kaufentscheidung?

Spaß haben und Sport treiben Eine aktuelle Grundlagenstudie aus Deutschland kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Bei den Urlaubs­ präferenzen der 3- bis 13-Jährigen rangieren – wie schon in Zeiten der Elterngeneration – „Spaß haben“, „Spiele spielen“, „Natur beobachten“ und „Sport treiben“ unter anderem auf den vordersten Rängen. Das sind gute Voraussetzungen. In der Tat machen viele Tourismusbetriebe aber leider entscheidende Fehler, wenn es um die richtige Vermittlung ihrer Angebote an die Zielgruppen Kinder und Familien geht. Häufig mangelt es den Unternehmen an konkretem Wissen, in welcher Welt Kinder heutzutage leben, was sie interessiert, welche Medien sie konsumieren und wie man der Zielgruppe spannende Themen – zum Beispiel „Natur beobachten“ – näher­ bringen kann. In vielen Fällen wird die Zielgruppe hinsichtlich ihrer Fähigkeiten und Interessen unter- bzw. überschätzt. Ältere Kinder werden zum Beispiel mit „Babykram“ abgespeist, jüngere Kinder, die noch gar nicht lesen können, mit Internet und Apps überfordert.

Eltern Problemerkennung

Informaonssuche

Wie transportiert man Kinderthemen richtig? Bewertung der Alternaven

Kaufentscheidung

Verhalten nach dem Kauf 0%

10 %

20 % viel

30 %

40 % mi­el

50 %

60 %

gar nicht

70 %

80 %

Sich darauf zu verlassen, dass „Skifahren“ und „Schwimmen“ per se cool sind und das schon allein als Überzeugungsargument ausreicht, ist zu wenig. Vielmehr muss kritisch hinterfragt werden, was genau das Spannende und Interessante für die junge Zielgruppe ist. Es müssen Geschichten dazu erzählt werden, die die Kinder entsprechend ihrem Alter dort abholen, wo sie in ihrer Entwicklung und mit ihren Interessen stehen.

„viel“= „hoher, mi­lerer Einfluss“ (Erwachsene)

Quelle: Studie Familien Insights 2015

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Dazu ist es wichtig, die Zielgruppe „Kinder“ genau zu kennen und zu wissen, was welche Kinder in welchem Alter interessant und spannend finden und wie sie es erleben und verarbeiten. „Kinder“ sind mindestens fünf verschiedene Zielgruppen. Sie können nach dem Alter in Vorschulkinder (bis 6 Jahre), Volksschulkinder (6-10 Jahre) und „Tweens“ (10-12 Jahre) eingeteilt wer­den. Die Unterschiede zwischen diesen Altersklassen sind enorm, die Ansprache muss also sehr differenziert erfolgen. Und: Der kleine Unterschied ist ziemlich groß. Für eine Zielgruppenanalyse macht es einen erheblichen Unterschied, ob es sich um Mädchen oder Buben handelt. Dabei gelten leider (fast) alle Klischees: Buben sind eher wettbewerbs­orientiert und technikaffin, Mädchen eher sozial orientiert. Diese verschiedenen In­ter­­­ essen müssen adäquat ad­ ressiert werden. So könnte für Buben beim Ski­fahren eher ein Wettbewerb passend sein, Mädchen fühlen sich bei Erlebnissen in der Gruppe wohler.

Genauso ist beim Design für Kinder zu beachten, welche Zielgruppe denn genau erreicht werden soll (Altersgruppe, Geschlecht). Man muss konkret wissen, in welcher Medienwelt Kinder leben. In dieser Welt muss man „mitspielen“, wenn man gutes Kinderdesign machen will. Jüngere Kinder reagieren auf ganz andere Schlüsselsignale als Ältere, der Design-Leitspruch „immer ein bisschen älter wirken” ist nur bedingt richtig, als inhaltliche Grenzen zur Jugendlichkeit nicht überschritten werden dürfen. Für die Zielgruppe der Lesekinder ist Komplexität und Farbauswahl viel differenzierter als für kleine Kinder. Bevor man Kinderdesign beginnt, muss man sich gut informieren, welche Schlüsselsignale die Zielgruppe ansprechen.

Es war einmal... Ein Beispiel: Kleinere Kinder (bis 8 Jahre) finden Mas­kottchen toll. Sie sprechen genau ihren Entwicklungsstand an und funktionieren daher als Kommunikationsmittel. Größere Kinder (ab 8 Jahren) finden Maskottchen schon „uncool“ und distanzieren sich von ihnen („Babykram“). In dieser Altersgruppe ist „Wissen sammeln“ angesagt, welches – richtig aufbereitet und dargeboten – die Kinder zu „kleinen Experten“ macht.

Der Begriff „Familienhotel“ ist kein Angebot sondern eine Definition. Um aus der Definition ein Angebot zu machen, muss „Storytelling“ betrieben, also eine Geschichte erzählt werden. Im Marketing für Kinder und Familien fällt das relativ leicht, denn diese Zielgruppe lebt in Geschichten und liebt sie. Mit guten Geschichten, konkretem Wissen über Kinderthemen und -interessen und einer sorgfältigen Auseinandersetzung mit den Wünschen der Eltern kann und wird man diese Zielgruppe nachhaltig begeistern.

Mag. Ursula Weixlbaumer-Norz, Expertin für Kinder- und Familienmarketing/ kids&fun consulting Ursula Weixlbaumer-Norz war viele Jahre global für McDonald’s in führenden Positionen tätig. Unter anderem managte sie den Bereich „Happy Meal“ aus den USA für den weltweiten Markt und war anschließend für das Familienmarketing von McDonald’s in Europa zuständig. Seit 2010 berät die Expertin für ethisches Kindermarketing mit ihrem Unternehmen „kids&fun consulting“ Marken, um fokussiert und verantwortungsbewusst Familien und deren Kinder anzusprechen. Kontakt: www.kidsandfunconsulting.com

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THEMENSCHWERPUNKT

Kindermarketing ist Familienmarketing Stichwort Eltern: Die Dynamiken und Interessen innerhalb der Familie zu verstehen, ist für verantwortungsvolles Marketing essenziell. Eltern eines 2-Jährigen wollen zum Beispiel in Sachen Tourismus etwas ganz anderes als Eltern einer 8-Jährigen. Es gibt Eltern, die ihre Kinder im Urlaub betreuen lassen wollen und Eltern, die mit ihren Kindern gemeinsam etwas erleben wollen. Beiden muss geholfen werden, beide brauchen Unterstützung, beiden muss man es so einfach wie möglich machen. Das fängt beim Toilettenbesuch an und hört beim Gipfelerlebnis auf. Beide Wünsche müssen bei der Angebotsgestaltung in Betracht gezogen werden.

Tipps der Expertin: ■■

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Informieren Sie sich genau, in welcher Welt Kinder und Familien heute leben. Welche Themen sind interessant, welche Interessen wollen Sie bedienen? Ein „bisschen“ Kinder­ ansprache funktioniert nicht mehr – „ganz oder gar nicht“ ist die neue Devise. Segmentieren Sie Ihre Zielgruppe nach Alter. Was genau wollen Sie welchen Kindern und deren Familien anbieten? Unterscheiden Sie nach Mädchen- und Bubeninteressen und bringen Sie diese in Ihr Angebot ein. Schaffen Sie klare Angebote – erzählen Sie Geschichten. Binden Sie immer die Eltern in Ihre Zielgruppenansprache mit ein. Kindermarketing ist Familienmarketing.

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>> Der Hotelier als „Profiler“

Warum Hoheit über die Gästedaten Erfolgsfaktor Nummer eins im Seit dem Einzug des Internets und des „Mitmach-Webs“ in die Marketingbüros der Hotellerie ist die Disziplin „Kommunikation“ in einem permanenten Umbruch. Dazu kommt, dass sich die verfügbaren Technologien rasant weiterentwickeln – und damit auch die Art und Weise, wie Gäste zeitgemäß und effektiv angesprochen werden können. Nur mit professionellem Datenmanagement ist es machbar, effizient auf diese Veränderungen zu reagieren. Datenmanagement als unterschätzte Schlüsseldisziplin Als Herzstück einer erfolgreichen Marketingarbeit kristallisiert sich mit „systematischem Datenmanage­ ment“ eine neue Schlüsseldisziplin heraus. Gästedaten und deren laufende Pflege werden zum wert­ vollsten Gut im Tourismusmarketing. In der Branche ist diesbezüglich Gefahr im Verzug, da noch zu wenige Hotelbetriebe einen hohen Wert auf einen möglichst lückenlosen Gäste-Datensatz legen. Die Hausaufgaben für systematisches Daten­ manage­ment sind je nach Alter des Betriebes unterschiedlich: langjährig bestehende Hotelbetriebe stehen vor der Herausforderung, analoge Gästedaten in digitale zu wandeln, beziehungsweise um solche zu erweitern. Wenn von zwei Dritteln der Stammgäste ledig­lich die Postadresse erfasst ist, wird es unmöglich bleiben, einen maßgeblichen „Shift“ von Print-­Marketing zu Online-Marketing zu realisieren. Hotels der jüngeren Ge­neration stehen wie­derum vor der He­ ­­rausforderung, sich nicht bloß von einer E-Mail-Adresse als „Gesamtdatensatz“ des Gastes abhängig zu machen. Diese ist mit einem Arbeitsplatz­wechsel oftmals rasch wieder gelöscht, der Kontakt zum Gast für immer verloren. Trotz der massiven Do­minanz des E-Mail-­ Kontaktes in der gesamten Gast­kommunikation

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darf man sich dieser Technolo­gie nicht voll ausliefern. In Konsequenz muss auch wei­terhin auf analoge Daten Wert gelegt werden um neben der E-Mail-Adresse alternativ auch die Postanschrift und Telefonnummer bespielen zu können.

Individualisierte Kommunikation auf dem Vormarsch Der Trend schlechthin im touristischen Marketing geht in Richtung einer möglichst individualisierten Kommunikation mit dem Gast. Diese umfasst nicht nur Marketingmaßnahmen, sondern auch die gesamte Gästekorrespondenz – von der Anfragebeantwortung bis zur Nach-Mail nach Gäste-Abreise. Individualisierung ist in Bezug auf den Inhalt – neudeutsch „Content“ – sowie auch auf das Übermittlungsformat erforderlich. Denn Zeit und Aufmerksamkeit des Gastes sind eine knappe Ressource. Je passgenauer die übermittelten Informationen auf die jeweiligen Bedürfnisse und Reisemotive abgestimmt sind, desto eher gelingt ein erfolgreicher Verkauf. Dass für diese Zwecke ein „steriler“ Kontaktdatensatz nicht ausreicht, ist offensichtlich. Deshalb sollte während des Buchungsprozesses sowie Gästeaufenthalts vor Ort ein möglichst umfassendes Interessens-Profil des Gastes aufgebaut werden. Insbesondere die generierte „Wertschöpfung“ der Gäste sollte hier einfließen. Der Touristiker wird zum „Profiler“. Zur Umsetzung ist eine ausgefeilte Softwareunterstützung in Form eines CRM-Tools (Customer Relationship Management) Grundbedingung.


THEMENSCHWERPUNKT

künftig der Hotelmarketing ist Konsequenzen für die Entscheidung analoges versus digitales Marketing Ausgehend von einem ausgeklügelten Gästedaten-System erfolgt als Kür die Marketingarbeit. Seit Jahren diskutiert die Branche, wie sich die Bedeutung von analogen Marketinginstrumenten im Angesicht der wachsenden Möglichkeiten der digitalen Kommunikation verändert. Die bislang gültige Regel, dass Gäste als Buchungsanreiz auch das haptische Erlebnis in Form gedruckter Botschaften benötigen, gerät zunehmend ins Wanken. Faktum ist: alle verfügbaren Kanäle und Medien voll­ wertig zu bedienen ist langfristig nicht durchzuhalten. Auch für die Grundsatzfrage analog versus digital gilt das Stichwort der Individualisierung.

Mag. (FH) Manuela Wiesinger ist Beraterin der conos gmbh. Ihre Schwerpunkte liegen im Bereich der betriebs­ wirtschaftlichen Unternehmensberatung zu den Kern­ themen Preispolitik, Marketingstrategie und Controlling.

Beispiel: situativer Einsatz ausgewählter Marketing­tools auf Basis eines vielschichtig bestückten Gäste­daten-Systems. Instrument

Gästedaten-Selektion

Newsletter-Versand

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Postversand Hotelkatalog Selfmailer (Postsendung ohne Kuvert) mit buchbarem Angebot Anruf/Telefonmarketing

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an alle Gäste, etwa zur Vorstellung von Konzeptinnovationen an selektierte Adressen gemäß zugeordneter Interessen und Themenvorlieben an „verlorene“ Stammgäste, keine Buchung seit drei Jahren mit „come-back“- Angebot gemäß zugeordnetem Buchungszeitpunkt mit Angebot für den bevorzugten Aufenthaltszeitraum an bestehende Stammgäste um auf eine rechtzeitige Buchung ihres bevorzugten Aufenthaltszeitraums hinzuweisen mit maßgeschneidertem Angebot an Gäste mit einer ungültigen E-Mail-Adresse

Online-Marketing-Tools sind durch ihre technischen Steuerbarkeit sowohl für individuelle Gästeansprachen, als auch für eine Gesamtkommunikation an alle Gäste geeignet, da deren Reproduktionskosten gering sind. Printaktionen hingegen werden aufgrund

der teureren Produktion künftig deutlich selektiver und individueller zum Einsatz kommen – immer mit einem konkreten Ziel versehen, wie etwa einer Gästerückgewinnung.

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Wie komme ich an neue Gäste? Für die Gewinnung neuer Gäste haben die Möglichkeiten des Online-Marketings klar den analogen Instrumenten wie Inseraten oder Messebesuchen den Rang abgelaufen. Die Klaviatur im Online-Bereich ermöglicht etwa ■■

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Bedarfs-Weckung: Aufmerksamkeit und Interesse für einen Urlaub kann beispielsweise durch Online-­ Gewinnspiele via Facebook oder Online-­BannerSchaltungen in, für Zielgruppen relevanten, Medien- und Themenportalen geschaffen werden; Bedarfs-Deckung: durch Suchmaschinenmarketing zeigt man Präsenz und wird zu den jeweiligen Urlaubsbedürfnissen gefunden; Reputations-Management durch die Präsenz auf Hotelbewertungsplattformen und deren überzeu­ gende Betreuung. Dies ist entscheidend zur Vertrauensbildung und Kaufbestätigung für einen neuen Gast.

VON UNTERNEHMER ZU UNTERNEHMER VON MENSCH ZU MENSCH

Um einen Verkauf erfolgreich abschließen zu können, muss die Hotel-Website neben einer state-of-theart Homepage-Architektur und starken Bildwelten auch ein technisch einwandfreies Buchungstool bieten.

Die Dualität von digitalem und analogem Mar­ keting wird die Branche auch künftig begleiten. Print-Mailings bekommen zunehmend den Sta­ tus von „etwas Besonderem“ und werden als „Massenkommunikationsmittel“ verschwinden. Der Einzug von „Big Data“ ermöglicht es, Mar­ ketingmaßnahmen punktgenauer auszurichten. Damit kann auch aus budgetärer Sicht der not­ wendige Weg einer „multi-channel“-Kommuni­ kation einschlagen werden.

T O U R I S M U S B E R A T U N G

EIN UNTERNEHMEN IM PRODINGER |GFB NETZWERK Profitieren Sie von unserem etablierten Netzwerk an 14 Standorten, die in den Bereichen Steuerberatung, Unternehmensberatung, Marketing und Tourismus fundiertes Know-how gezielt für alle Ihre Anliegen verbindet. Die Netzwerkgruppe betreut aktuell mehr als 500 Hotelbetriebe, 30 Destinationen und 40 Bergbahnen.

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THEMENSCHWERPUNKT

>> Nutzung von Kundendaten

Mit „Big Data“ zu einem verbesserten

Return on Investment Einer der Gründe, warum Unternehmen wie Amazon oder viele Online-Travel-Agents so erfolgreich sind, ist die intelligente Nutzung von umfangreichen Kundendaten – Big Data – für eine individualisierte Kommunikation. Der Einsatz von Big Data-Analysen wirkt sich auch in der Hotellerie positiv auf den Return on Investment aus. Denn: 1. Big Data-Analysen verbessern Entscheidungen. Das heißt, es können bestehende Produkte und Dienstleistungen gezielt optimiert und neue wesentlich risikoärmer entwickelt werden. Außerdem können Budgets zielgerichteter zugeteilt und Fehlinvestitionen vermieden werden. 2. Big Data reduziert die Vertriebskosten, da man aufgrund des umfangreichen Kundenprofils sehr individuell auf die Bedürfnisse jedes einzelnen Kunden eingehen kann. Ziel ist es, hier jedem Kunden die richtigen Informationen zur richtigen Zeit und über seinen bevorzugten Kanal zukommen zu lassen. Für die Kundenbindung ist – neben der Zufriedenheit mit dem Produkt – die kontinu­ ierliche Kommunikation mit dem Kunden entscheidend. Ein positiver Nebeneffekt von Loyalität – neben zusätzlichen Buchungen – ist, dass Bestandskunden vermehrt direkt buchen. 3. Durch Big Data werden alle Daten aus verschiedenen Systemen miteinander verknüpft und analysiert. Korrelationen zwischen verschiedenen Variablen helfen, Entwicklungen zu erkennen und besser zu verstehen. Damit wird das Marketing messbar und die Produktivität steigt.

4. Durch das Analysieren von Big Data kann ein Profil für jeden einzelnen Kunden erstellt werden. Durch diese enorme Kundenkenntnis kann eine sinnvolle Medien-Allokation erfolgen, d.h. Wer­ bung kann wesentlich zielgerichteter und mit geringeren Streuverlusten geschaltet werden. 5. Big Data reduziert Kosten. Die geschieht nicht nur durch geringere Vertriebs-, sondern auch durch niedrigere IT-Kosten. Das Herz einer Big Data-Strategie ist das zentrale Data-Warehouse. Dieses bietet nicht nur eine Vielzahl neuer Möglichkeiten, es erhöht auch die Produktivität. Für die Einführung von Big Data ist meist das Abschalten unnützer Lösungen und der Wechsel zu einigen wenigen General-Anbietern notwendig. Weniger Softwarelösungen führen letztlich zu sinkenden Administrations-, Lizenz- und gegebenenfalls Hardwarekosten.

Für Fragen rund um das Thema Big Data empfehlen wir unseren Preferred Partner Toedt, Dr. Selk & Coll GmbH. TS&C ist ein Software- und Beratungsunternehmen im Bereich Big Data Marketing und CRM und deckt mit der dailypoint™- Software den kompletten Marketing-Kreislauf der Hotellerie ab.

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Erkennen und verstehen Sie Trends mit dem Hotel­ benchmark von STR Global ■■ ■■

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Wie gut sind meine Auslastungszahlen? Wie verhält sich mein Zimmerpreis im Vergleich zu dem meiner Mitbewerber? Nimmt mein Marktanteil zu? Wie verhält sich mein Werktagsgegenüber dem Wochenendgeschäft? Ist meine Revenue Management-Strategie erfolgreich? Muss mein Marketing angepasst werden?

Bei der Beantwortung all dieser Fragen hilft Ihnen STR Global, einer der Preferred Partner der ÖHV. Analysieren Sie die Entwicklung Ihres Betriebes nach Tagen, Wochen und Monaten und passen Sie Ihr Budget und Ihre Strategie dementsprechend an. Durch die einfache Eingabe Ihrer verfügbaren Zimmer, die verkauften Zimmer und den Nettologiserlös können Sie sich mit anderen Teilnehmern vergleichen und wichtige Informationen zur Durch­schnittsbelegung, dem durchschnittlichen Zimmer­ preis (ADR) und den Logiserlös pro verfügbaren Zimmern (RevPAR) einholen. Wählen Sie selbst eine Gruppe von Konkurrenzbetrieben für den Vergleich aus und profitieren Sie vom detaillierten, an Sie angepassten STAR Programm. ÖHV-Mitglieder erhalten für dieses Sonderkonditio­ nen. Oder verschaffen Sie sich einen generellen Überblick über den Benchmark von STR Global und testen Sie den kostenlosen Hotel Survey.

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THEMENSCHWERPUNKT

>> Marketing-Controlling

Marketing in der Hotellerie:

Was sich wirklich lohnt Henry Ford sagte einst: „Fünfzig Prozent bei der Werbung sind immer rausgeworfen. Man weiß aber nicht, welche Hälfte das ist“. Heute kann das Budget durch eine genaue Planung, Kompetenz im Verkauf und die richtige Messung der Marketingaktivitäten optimiert werden. Seit vielen Jahren beschäftigt sich Kohl & Partner intensiv mit dem Thema Marketing und Messbarkeit des Marketings, im Hotellerie-Volksmund gerne auch als „Marketing-Controlling“ bezeichnet. „Verstanden wird darunter häufig das Kontrollieren der Ausgaben im Marketing. Dabei ist Marketing-Controlling viel mehr als das“, spricht Kohl & Partner-Berater Stefan Gruber aus langjähriger Erfahrung. Der internationale Controller-Verein definiert Controlling wie folgt:

„Controlling bedeutet Steuern oder Regeln. Das heißt Führen zum praktischen Errei­chen der vereinbarten Ziele.“ Somit ist Marketing-Controlling nicht nur einfache Kontrolle nach getaner Arbeit, sondern vielmehr ein Kreislauf von Marketingplanung, Verkaufskompetenz und Marketingeffizienz.

Marketingplanung als wesentlicher Teil des Marketing Controllings Wichtige Voraussetzung für ein „Marketing, das sich wirklich lohnt“, ist eine gründliche Planung. Geplant wird dabei in mehreren Phasen. Grundlage für die Marketingplanung ist die zielgerechte Ausarbeitung der Preisliste und der Saisonzeiten. In der Phase der Ausarbeitung stellen sich dem Unternehmer verschiedenste Fragen: Wie war die Auslastung im vergangenen Jahr? Zu welchen Zeiten gab es eine Übernachfrage? Welche Preise haben die Mitbewerber? Nachdem die Preisliste steht, beginnt die Planung der Marketing-Aktionen und der Pauschalen im Jahresverlauf. Stefan Gruber empfiehlt die Planung anhand des Zimmerplans. „Der Zimmerplan zeigt ein sehr gutes Gesamtbild eines Hotelbetriebes“, so der Marketing-Experte.

Planen Sie mit Hilfe des Zimmerplans Der Kohl & Partner Marketing Controlling Kreislauf

Quelle: Kohl & Partner

Quelle: Kohl & Partner

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Stärken Sie Ihre Verkaufskompetenz Die gesamten Marketingaktionen sowie ein detaillierter Newsletter- und Postmailingplan werden an­ schließend in einen Marketing- & Redaktionsplan eingearbeitet. „Wichtig ist dabei immer, ein Reserve-­ Bud­get für Unvorhergesehenes vorzusehen“, so Gruber. Letzte Hilfestellung in der Marketingplanung bietet eine genaue Dokumentation der Buchungsvorschau. Bei dieser wird im Jahresverlauf kontinuierlich die Buchungssituation für die bevorstehenden 180 Tage ausgewertet und mit jener der vergangenen Jahre verglichen.

„Durch die Dokumentation können eventuelle Einbrüche oder Belegungs­ rückgänge bereits frühzeitig und fortlau­ fend erkannt und die Marketing-Reser­ ven zielgerecht eingesetzt werden“, ergänzt der Marketingberater.

Buchungsvorschau-Beispiel: Welche Wochen sind in den nächsten 180 Tagen besser bzw. schlechter gebucht als in den vergangenen Jahren?

Quelle: Kohl & Partner

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In der Verkaufskompetenz spielt die Rezeption eines Hotels eine zentrale Rolle. Seit dem Jahr 2013 wird in der Ferienhotellerie wieder eine deutliche Tendenz der Zunahme von Buchungen am Telefon beobachtet (Quelle: Kohl & Partner Marketing-­ Benchmarks 2014). Das bedeutet für die Unternehmer, dass sich Gäste in der Ferienhotellerie wieder mehr am Telefon beraten lassen möchten und die Urlaubsentscheidung im persönlichen Gespräch mit der Rezeption fällt. Die Herausforderung für jeden einzelnen Hotelbetrieb liegt nun darin, genügend Argumente parat zu haben, um mögliche Gäste von morgen am Hörer überzeugen zu können. Ein weiterer wichtiger Punkt zum Thema Verkaufskompetenz ist die Website. Diese ist sehr häufig der erste Bezugspunkt zwischen Hotel und dem potentiellen Gast. Findet sich der Website-Besucher sofort zurecht, wenn er auf Ihrer Hotel-Seite einsteigt? Sieht der Gast, was er vor Ort alles erleben kann und was er im Hotel für sein Geld bekommt? Und am wichtigsten: Wie leicht fällt es dem potentiellen Gast, eine Anfrage zu stellen? „Ein Gast sollte immer und überall die Möglichkeit haben, auf der Hotel-Website Anfragen zu stellen oder zu buchen“, so die Empfehlung von Stefan Gruber.


THEMENSCHWERPUNKT

Die Messbarkeit der Marketingeffizienz Als letzter Punkt des Kreislaufes gilt das Messen der Marketingeffizienz. „Das einfachste Tool zur Messung der Marketingeffizienz ist in der Regel das Hotelprogramm an sich. Stefan Gruber hat allerdings die Erfahrung gemacht, dass dieses oft noch zu wenig genützt wird. Beispiel zur Marketingeffizienz Ausschnitt aus dem Hotelprogramm. Bei der Auswertung nach Umsätzen wird deutlich, dass bei diesem Beispielbetrieb 57 % der Gesamtumsätze keiner Marketingmaßnahme zugeordnet wurden.

Vor allem im Online-Bereich können Marketing­ aktionen sehr gut einzeln bewertet werden. „Hier wer­den in der Regel Daten aus dem Hotelprogramm und aus einem Web-Analyse-Tool kombiniert“, erklärt der Marketingexperte. In der Auswertung wer­ den Erfahrungswerte aus der Branche herangezogen – so waren die Kosten im deutschen Sprach­raum für eine Anfrage in der Sommersaison 2013 je nach Werbeform zwischen 25 Euro und 40 Euro und im Winter 2013/14 zwischen 22 und 34 Euro (Quelle Kohl & Partner Marketing Benchmarks 2014).

Nähere Informationen: Stefan Gruber, MSc Kohl & Partner GmbH stefan.gruber@kohl.at

Quelle: Kohl & Partner

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>> ÖHV-Weiterbildung

Wunderwaffe Empfehlungsmarketing Empfehlungsmarketing ist günstig und bringt mehr Gäste und bessere Preise. Vorausge­setzt, es wird richtig gemacht. Wir haben die wichtigsten Tipps für Sie zusammengestellt. Produkte, die in einem Geschäft oder Online-Shop gekauft werden, können in der Regel bei Nichtgefallen wieder zurückgeschickt oder umgetauscht werden. Einen Hotelaufenthalt kann man dagegen nicht einfach „zurückgeben“. Und da das Hotel im Vorfeld nicht getestet werden kann, greifen viele User für die Buchungsentscheidung auf die Bewertung des Hotels durch andere Gäste zurück. Schon 86 % der Konsumenten vertrauen diesen Empfehlungen fremder Menschen. Auf Werbeaussagen verlassen sich

dagegen nur 14 %. Werden die Bewertungen auch noch durch Fotos oder Videos ergänzt, verstärkt das die Entscheidung zukünftiger Gäste deutlich. Aus diesem Grund sollte das Thema Bewertungsplattformen ein fixer Bestandteil Ihres Online-Marketings sein. Wer viele gute Bewertungen hat und generell richtig mit Bewertungen umgeht, hat definitiv einen Vorteil im Vertrieb – die Zimmer verkaufen sich einfacher und es lassen sich höhere Preise durchsetzen.

Wie wichtig sind dir folgende Informationsquellen bei deiner Reiseplanung? Basis: Onlinebefragung im Dezember 2014 und Jänner 2015 von 3.031 Jugendlichen zwischen 10 und 27 Jahren

Fotos und Videos vom Reiseziel Gespräche mit Freunden/Tipps von Freunden

1 = sehr wich“g

2,12

6 = unwich“g

Webseite des Reiseveranstalters

2,38

Google-Suche

2,41

Bewertungsportale im Internet (z.B. Tripadvisor, Holiday Check) Reisekatalog und Prospekte Reisebüro Buchungsportale (z.B. Expedia, weg.de) Reiseführer Soziale Netze (z.B. Facebook) ZeitschriŠen und Magazine NewsleŒer Blogs

Quelle: ruf Reisen GmbH, Young Traveler Kompass 2015

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DurchschniŒ

2,08

2,53 2,7 2,95 3,11 3,17 3,28 3,52 3,88 3,97


THEMENSCHWERPUNKT

ÖHV-Tipps für erfolgreiches Empfehlungsmarketing:

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Bringen Sie Ihre Hoteleinträge in sämtlichen Bewertungsportalen auf Vordermann und halten Sie Ihre Fotos und Inhalte aktuell. Sie sollten auf den wichtigsten Bewertungsplattformen Ihrer Hauptzielmärkte vertreten sein – z.B. auf HolidayCheck für den deutschen Markt, Zoover für den holländischen Markt, etc. Es kommt gelegentlich vor, dass Hotelgäste unvorteilhafte Hotel- oder Zimmerfotos auf den Portalen veröffentlichen. Sie können diese Fotos zwar nicht löschen, aber aktuellere Varianten hochladen. Diese werden dann ganz oben angezeigt. Sprechen Sie Ihre Gäste vor Ort an! Fragen Sie nach, wie den Gästen der Aufenthalt gefallen hat und bitten Sie um eine Bewertung auf einem Online-Portal. Besonders gut funktioniert, wenn Sie Ihren Gästen bei der Abreise ein kleines, ausgefallenes „Give Away“ mitgeben, worauf Sie Ihre Bewertungsaufforderung notieren. Je kreativer Sie sind, desto effektvoller ist die Aktion. Zu Hause angekommen, wird der Gast an das Hotel positiv erinnert und er wird Ihnen bestimmt auch etwas Gutes tun wollen und Ihr Hotel bewerten. Setzen Sie alles daran, Ungereimtheiten mit unzufriedenen Gästen vor Ort zu klären, um zu verhindern, dass die Beschwerde online landet. Antworten Sie auf Bewertungen. Oder würden Sie jemanden ignorieren, der Ihnen in der Hotellobby Feedback (egal ob positiv oder negativ) gibt? Gehen Sie auf jede Hotelbewertung persönlich ein und verfassen Sie individuelle Antworten. Bitte vermeiden Sie die Copy/Paste-Variante. Damit schaden Sie sich nur selbst. Nach Möglichkeit sollten Sie auf jede Hotelbewertung zeitgerecht antworten. Entschuldigen Sie sich für Fehler und bedanken Sie sich für Lob. Denken Sie dabei auch an zukünftige Gäste und heben Sie ruhig deutlich hervor, was gut gelaufen ist. Generell sollten Sie keine Angst davor haben, dass Sie jemand schlecht bewerten könnte. Die allermeisten Bewertungen sind positiv und – Fehler passieren den Besten. Wichtig ist der richtige Umgang mit Reklamationen. Die besten Gästebewertungen erhält man oft nach einer freundlichen, professionellen und engagierten Reaktion auf eine Beschwerde.

Weitere Tipps und Tricks zum Thema Online-­Marketing erhalten Sie beim

ÖHV-Lehrgang Online Marketing & Revenue Management Der Lehrgang umfasst zwei Module á vier Tage und findet in zwei unterschiedlichen Hotels in Österreich statt. Unterrichtet wird von Top-Experten mit jahre­ langer Praxiserfahrung in Hotellerie und Tourismus.

Der nächste Lehrgang findet an folgenden Terminen statt: MODUL 1 Dienstag, 12. bis Freitag, 15. April 2016 Hotel Rasmushof Kitzbühel, 6370 Kitzbühel MODUL 2 Dienstag, 26. bis Freitag, 29. April 2016 Der Krallerhof, 5771 Leogang Nähere Infos zu Inhalten, Terminen und Kosten finden Sie unter www.oehv.at/lory

Das sagen die Absolventen: Das Thema Online-Marketing hat bei uns einen sehr hohen Stellenwert. Besonders gut hat mir gefallen, dass beim Lehrgang mit konkreten Beispielen aus den teilnehmenden Hotels gear­ beitet wird. Das hat den Kurs sehr lebendig und die Diskussionen realitäts­nah gemacht! Thomas Pichler, Sales Manager, 25hours Hotels, Wien

Der Lehrgang hat mir gezeigt, worauf ich achten muss und in welchen Bereichen wir uns noch ver­ bessern können. Nun kann ich viele essentielle Aufgaben selber umsetzen und mich mit unse­ ren Partnern auf Augenhöhe über anfallende Themen des Online-­Marketings austauschen. Milena Mijic, Marketing & Sales, Hotel Sonnenburg, Lech

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Umsatztreiber Gutscheine Auch im Tourismus ist der Verkauf von Gutscheinen, Geschenkkarten oder Merchandising-Artikeln über die Jahre salonfähig geworden. Der Vertriebsweg selbst stellt bereits eine wichtige Einnahmequelle dar bzw. ist zusätzlich ein sehr beliebter Frequenzbringer für touristische Betriebe. Ein eingelöster Gutschein bringt Wertschöpfung vor Ort Die positive Kraft des Gutscheinverkaufs liegt vor allem in der Einlösung vor Ort und nicht nur bei den oft hervorgehobenen, nicht eingelösten Gutscheinen. Der Gutschein selbst bringt bei der Einlösung vor Ort einen neuen Gast auf Empfehlung in das Hotel und erzeugt dadurch eine positive Frequenz. Er ist im Voraus bezahlt und kann vor Ort eine Wertschöpfung bis 1 zu 5 auslösen – aus einem Gutschein mit einem durchschnittlichen Wert von 237 Euro kann somit ein Umsatz von über 1.200 Euro werden! Leider wird das „Geschäft mit Gutscheinen“ oftmals nur auf die „nicht eingelösten“ Gutscheine reduziert, die zu einem gewissen Stichtag ausgewertet werden können. Die positiven Effekte des Gutscheinverkaufs sind jedoch vielschichtiger und sollten unbedingt aktiv genutzt werden.

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30 Jahre im Zeichen von Innovation & Service 2015 ist für card complete ein ganz besonderes Jahr: Österreichs einziger vollintegrierter Kreditkarten-Komplettanbieter feiert sein 30-jähriges Bestehen. 30 Jahre, die immer im Zeichen innovativer Produkte und umfassendem Service standen. Mit kaum einem Bereich ist die Erfolgsgeschichte des bargeldlosen Bezahlens so eng verbunden, wie mit Hotellerie und Tourismus. Denn Kreditkarten sind in der Tourismusbranche nicht mehr wegzudenken. Terminals für alle Ansprüche – voll NFC-fähig card complete bietet eine umfangreiche Produktpalette an Terminallösungen für diverseste Anforderungen. Neben den klassischen stationären Lösungen steht eine Reihe mobiler Terminallösungen mit unterschiedlichen Technologien wie IP, Wireless LAN oder Bluetooth® für die flexiblen Anforderungen der Tourismuswirtschaft sowie Webterminals für sichere Online-Zahlungsabwicklungen zur Verfügung. Als Innovationsführer in Sachen bargeldloses Bezahlen treibt card complete die flächendeckende Einführung NFC-fähiger Terminals, die für kontaktloses Bezahlen ausgerüstet sind, weiter voran. Auch auf Seiten der Karteninhaber ist der breite Roll-Out in vollem Gange. Für den Tourismus – speziell für die Gastronomie – bietet diese Variante des bargeldlosen Bezahlens eine weitere Chance auf noch mehr Kundenkomfort und eine Vereinfachung der internen Abläufe, beispielsweise durch den Wegfall großer Kleingeldsummen oder kürzere Manipulationszeiten.

Brandneues Kartenprodukt “JCB Balance“ zum Jubiläum Mit der „JCB Balance Karte“ präsentierte card complete zudem gleich zu Beginn des Jubiläumsjahres ein völlig neues Kartenprodukt: Die Karte „für all die Dinge, die das Leben in Balance halten“ richtet sich verstärkt an eine lifestyle- und wellnessorientierte Zielgruppe – und bietet mit dem „Wellness-Unlimited“-Programm, dem Priority Pass und der Sixt Gold-Mitgliedschaft auch speziell auf reiselustige Kunden zugeschnittene Services. Mehr zur Karte und allen damit verbundenen Features auf www.jcbbalance.com Auf der Akzeptanzseite eröffnet card complete mit JCB und UnionPay ihren Akzeptanzpartnern eine weitere, zahlungskräftige Kundenschicht – Touristen und Geschäftsreisende aus Japan und der Volksrepublik China. So trägt card complete der wachsenden Bedeutung von asiatischen Privatund Geschäftsreisenden im Tourismus Rechnung.

Tourismusportal exklusiv für Partner Neue mobile Bezahllösung complete Pay Mit complete Pay präsentiert der größte österreichische Kredit­kartenanbieter zudem eine völlig neue mobile Bezahl­ lösung, die den aktuellen Ansprüchen und Bedürfnissen an Flexibilität und Mobilität gerecht wird – selbstverständlich bei höchsten Sicherheitsstandards. Denn complete Pay ermöglicht mobiles, einfaches und schnelles Bezahlen für Waren und Dienstleistungen, unabhängig von Ort oder technischer Infrastruktur – alles was dafür notwendig ist, ist ein Internetzugang sowie ein Smartphone oder Tablet. Das 3-Komponentensystem aus mKasse als App am mobilen Endgerät, mPOS, dem mobilen Terminal und dem mKassabuch, der webbasierten Belegübersicht ermöglicht sicheres, bargeldloses Bezahlen immer und überall. Damit eignet sich complete Pay ganz besonders für Taxis, Messen, Zustelldienste, mobile Verkaufsstellen oder den Handel.

Für Partner aus Hotellerie und Gastronomie bietet card complete außerdem exklusiv die Möglichkeit, sich bei öster­ reichischen Karteninhabern von card complete (über 1,5 Millionen) und einer Vielzahl internationaler Gäste kostenlos zu präsentieren: Auf dem Tourismusportal „complete Urlaub“ (www.completeurlaub.com) können Unternehmen ihr komplettes Leistungsangebot vorstellen, Kontaktdaten anführen, auf ihre Website verlinken sowie Special Offers für Karteninhaber von card complete gestalten.

Kontaktinfo: card complete, Lassallestraße 3 ,1020 Wien Akzeptanzpartner Service T: +43 1 71 11 14 00, F: +43 1 71 11 14 50 ap@cardcomplete.com

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Wir gratulieren den

Absolventen & Absolven >> Abteilungsleiter-Akademie (AKA): 20 Teilnehmer wurden am Freitag, 16. Oktober 2015, als ÖHV-Abteilungsleiter ausge­ zeichnet. Ausbildungsschwerpunkte der Abteilungsleiter-­Akademie sind Mitarbeiterführung, -organisation und -einsatzplanung, Budgetierung und Controlling, Arbeitsrecht, Verkauf sowie erfolgreiche Kommunikation im Team und mit dem Gast.

Die Absolventinnen und Absolventen in alphabetischer Reihenfolge: Georg Bitzl, Sporthotel Goldener Berg, Lech | Stephanie Flöck, Leading Family Hotel & Resort Alpenrose, Lermoos | Christoph Georg Fuchsberger, Hotel Übergossene Alm, Dienten am Hochkönig | Tobias Ganahl, Cresta Hotel, Tschagguns | Klaus Jurkowitsch, Hotel Donauwalzer, Wien | Michael Kreiner, Romantikhotel Seefischer am See, Döbriach | Christian Ladurner, Hotel Zimba, Schruns | Sabine Leitner, Boutique Hotel Hauser, Wels | Danijela Lekic, Sporthotel Alpenblick, Zell am See | Raphael Mäser, Aktiv & Spa Hotel Alpenrose, Schruns | Lisa Mitteregger, Sporthotel Alpenblick, Zell am See | Tina Neubauer, Hotel „Der Seehof“, Goldegg | Tamara Oberschmid, Hotel Sonnleiten, Saalbach | Rudolf Pichler, Hotel „Der Seehof“, Goldegg | Hannes Pischler, Best Western Premier Kaiserhof, Kitzbühel | Florian Scheichenbauer, Hotel Schloss Seefels, Pörtschach | Daniel Schreier, Vila Vita Hotel und Feriendorf Pannonia, Pamhagen | Katrin Steger, Hotel Barbarahof, Saalbach | Raphaela Timmerer, Wombat`s Holding Gmbh, Wien | Johanna Weiß, Naturhotel Steinschalerhof, Rabenstein an der Pielach

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AKA


UNA

WEITERBILDUNG

ntinnen der ÖHV-Akademien >> Unternehmer-Akademie (UNA):

Die Absolventen der UNA 2013-2015 nehmen künftig das Steuer in die Hand. Jungunternehmer und langjährig erfahrene Hoteliers haben sich in zwei Jahren Impulse zur Unternehmensführung geholt.

Drei Fragen an UNA-Absolvent Erwin Schwarz vom 4-Sterne Alpina Wellness & Sporthotel in St. Johann im Pongau Warum haben Sie sich für die Unter­nehmerAkademie entschieden?

Die Absolventinnen und Absolventen in alphabetischer Reihenfolge: Philipp Altenberger, Hotel Krallerhof, Leogang | Anita Atz­ müller, Hotel „Das Kranzbach“, Klais | Erich Bergmüller, Naturhotel Mein Edelweiss, Wagrain | Florian Böker, Alpen­ hotel Valluga, Zürs am Arlberg | Birgit Ebner, Gasthof & Hotel Fürberg, St. Gilgen am Wolfgangsee | Edwin Gruber, Hotel Goldenes Schiff, Bad Ischl | Julia Haidinger, Steinerwirt 1493, Zell am See | Christian Kofler, Hotel Hintertuxer­ hof, Hintertux | Sylvia Köllerer, Hotel Sonnenpark, Lutzmannsburg | Tanja Kürbisch, Seepark Hotel – Congress & Spa, Klagenfurt | Florian Mayer, Leading Family Hotel Alpen­ rose, Lermoos | Erwin Schwarz, Alpina Wellness & Sport­ hotel, St. Johann/Pongau | Eva Maria Strickner, Hotel City Villach | Mag. Georg Tscheppe, Schloss Seggau, Leitnitz | Manuela Weixelbaumer, Hotel Kremstalerhof, Leonding

Ich habe die UNA absolviert, weil ich bereits vor 33 Jahren die Hotelfachschule abgeschlossen habe und mir die moderne Hotelführung aus einem anderen Blickwinkel näher bringen wollte. Was hat Ihnen die Teilnahme an der Unter­ nehmer-Akademie gebracht? Die UNA übermittelt modernes Hotelmanagement mit fachlich sehr guten Vortragenden. Wir haben darauf aufbauend viele Bereiche und Prozesse im Betrieb überdacht und neu aufgesetzt. Was ist für Sie das Besondere an der UNA? Die Kollegialität bis zur Freundschaft unter den Teilnehmern ist etwas ganz Wertvolles. Stark in Erinnerung bleiben auch die vielen Gegenden und Betriebe, die wir in den beiden UNA-Jahren besucht und kennengelernt haben.

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A1 Cloud managed LAN Ihre Gäste möchten jederzeit und überall online sein? Unterstützen Sie sie dabei! Günstiges, schnelles und un­ kompliziertes Gäste-WIFI mit A1 Cloud managed LAN. Facebook, Twitter & Co nutzen, E-Mails checken, Bankgeschäfte tätigen oder ein­fach Fotos über WhatsApp versenden – das gehört bei vielen Menschen bereits zum Alltag. Natürlich wollen auch Ihre Gäste im Urlaub nicht darauf verzichten, weshalb ein frei verfügbares Gäste-WIFI mittler­ weile zu einem der wichtigsten Auswahlkriterien bei der Planung des Urlaubsdomizils geworden ist. Aber mit A1 Cloud managed LAN profitieren nicht nur Ihre Gäste von einer einfachen, schnellen und sicheren WLAN-­ Verbindung – diese Lösung hat wesentlich mehr zu bieten. Erfahren Sie mehr über die Gewohnheiten Ihrer Gäste und nutzen Sie diese Informationen für einen noch besseren Kundenservice. Finden Sie beispielsweise heraus, wann der ideale Zeitpunkt für die Zimmerreinigung ist, wie viele Stammgäste und Neukunden Sie haben oder auch wie hoch die durchschnittliche Aufenthaltsdauer Ihrer Gäste ist. Ganz nebenbei können Sie die vorhandene Infrastruktur auch gleich für Ihr Office- oder Produktions-WLAN nutzen. Die professionelle Lösung von A1 garantiert die sichere Trennung beider Netze. Durch den modularen Aufbau von

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ÖHV-Eventrückblick

Präsentation der ÖHV-Destinationsstudie 2015 Full House bei der Pressekonferenz zur ÖHV-Destinationsstudie 2015. Die Studie zeigt die Entwicklung der österreichischen Tourismusregionen von 2011 bis 2014. Erstmals gibt es für Regionen auch ein Online-Tool zur Analyse der Daten.

site.inspection Heiltherme und Quellenhotel Bad Waltersdorf Der Umbau der Therme, die Nutzung des Schwallwassers für die Hotelbeheizung oder Gesundheitsbehandlungen nach den Grundsätzen der „Traditionell Steirischen Medizin – TSM“ standen im Fokus beim geselligen Blick hinter die Kulissen mit Mag. Gernot Deutsch und seinem Team.

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Praktikerseminar „Wirksamer Verkauf im Service“

hotel.dialog in Wien

Service ist Verführung, Verführen ist Service. Wie man bestehende Gäste für zusätzliche Services und Produkte begeistert und so die Tageslosung steigert, zeigte Experte Jean-Georges Ploner beim Praktikerseminar. Die Teilnehmer waren begeistert, konnten sich tolle Tipps und Tricks mitnehmen und sind für die Wintersaison gerüstet.

Veronika Krainz und Tamim Shoresh erklärten, wie aus unbegleiteten Flüchtlingen Top-Lehrlinge für die Wiener Hotellerie werden. „Wir müssen bei der Suche nach Mitarbeitern neue Wege gehen!“, ist ÖHV-Präsidentin Michaela Reitterer überzeugt.


ÖHV-Tourismuskalender

17.-19.01.2016

ÖHV-Hotelierkongress 2016, Zell am See-Kaprun Unter dem Motto „Jetzt erst recht: von den Besten lernen“ soll das Programm Hilfestellungen in schwierigen Zeiten bieten und Best-Practice-Beispiele, Einblicke in zukünftige Trends und Learnings zu den Herausforderungen, die die Branche heute und morgen bewegen, bieten. Beim vielfältigen Rahmenprogramm steht der Austausch mit Kollegen im Mittelpunkt und auch das Skivergnügen soll nicht zu kurz kommen.

24.-26.01.2016

atb_sales 2016, Wien Ein exklusiver österreichischer Handelsplatz mit erklärtem Fokus auf Verkauf. Durch eindeutige Kriterien sowohl für Einkäufer als auch Aussteller, sowie entsprechende Gestaltung der Rahmenbedingungen, wird eine optimale Basis für konkrete Geschäftsanbahnung und direkte Geschäftsabschlüsse geschaffen.

26.01.2016

ÖHV-Praktikerseminar „Arbeitsrecht in der Hotellerie“, Wien Ob Arbeitszeitregelungen, Mobbing oder auch Kündigungen: Hoteliers stehen im Arbeitsrecht vor einer Vielzahl von gesetzlichen Regelungen, die sie beachten müssen. Die wesentlichen Grundlagen dazu vermittelt das ÖHV-Praktikerseminar „Arbeitsrecht in der Hotellerie“. Als aktuelle Schwerpunkte werden im Seminar auch wichtige Veränderungen im Kollektivvertrag und der richtige Umgang mit der Finanzpolizei sowie Lohn- und Sozialdumping­ bekämpfung behandelt.

12.-15.04. und 26.-29.04.2016

Lehrgang für Online Marketing & Revenue Management 2016 / Frühjahr, Kitzbühel und Leogang Das eigene Hotel im Internet erfolgreich zu vermarkten, ist eine herausfordernde Aufgabe. Um eine erfolgreiche Strategie zu entwickeln, müssen vorher wichtige Fragen geklärt werden: Welche Werkzeuge und Tools sind die richtigen, um mein Hotel bestmöglich zu vermarkten und die Zimmer optimal zu verkaufen? Welche Aufgaben kann ich selbst erledigen und welche sollte ich besser von einer Agentur durchführen lassen? Wie kann ich ausgelagerte Arbeiten kontrollieren und den Erfolg messen? Wie sieht meine Preisgestaltung aus? Fragen über Fragen, die beim ÖHV-Lehrgang für Online Marketing & Revenue Management in kompakten acht Tagen (2 Module á 4 Tage) beantwortet werden.

14.-16.04.2016

Symposium Denken im Eis, Sölden Die unterschiedlichen Konzepte des Reisens, die verschiedenen Haltungen, die zur Mobilität in realen und fiktiven Räumen eingenommen werden können, die damit verbundenen Phantasien und Träume werden beim ersten Symposium der neu gegründeten Reihe „Denken im Eis“ von herausragenden Vertretern der Philosophie und anderer Wissenschaften vorgetragen und mit den Teilnehmern diskutiert. U.a. werden erwartet: Konrad Paul Liessmann, Michael Köhlmeier, Klaus Schröder und Barbara Bleisch.

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Ihr Partner für Hotel-Fitness Weltweit vertrauen zahlreiche renommierte Hotels bei der Einrichtung Ihrer Fitnessräume auf Precor. Unsere Cardio- und Kraftegeräte finden sich in Fitnesshotels, Wellness- und Spa-Resorts, in mehr als 90 Ländern. Ganz gleich ob Sie Manager einer globalen Hotelkette oder anspruchsvoller Hotelier eines Privathotels sind, kontaktieren Sie uns noch heute und überzeugen Sie sich von Fitnesslösungen, die Ihre Gäste begeistern.

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ÖHV-MITGLIEDER

© ROLLING PIN

Wir sind ÖHV! Rogner Bad Blumau Wir gratulieren dem Rogner Bad Blumau zum steirischen Gesundheitspreis „Fit im Job“ und zum Gesamtsieg der Innovatio*-Awards Österreich.

Gregor Hoch und Sepp Schellhorn

© Park Hyatt Vienna

© Rogner Bad Blumau

©AVITA Resort/APA-Fotoservice/Buchacher

Mit Gregor Hoch und Sepp Schellhorn zeichnet das internationale Fachmagazin Rolling Pin einen amtierenden und einen ehemaligen ÖHV-Präsidenten als „Leader of the Year“ für ihr vorbildliches Engagement in der Flüchtlingshilfe aus.

Park Hyatt Vienna Einen herzlichen Glückwunsch auch an das Park Hyatt Vienna zum wohlverdienten Prix Villégiature in der Kategorie „Bestes Innendesign in einem Hotel in Europa“.

Avita Resort „Happy Birthday to you“ Wir singen ein Ständchen für das Avita Resort zum 20. Geburtstag!

Wir freuen uns über vierzehn neue ÖHV-Mitglieder zu Beginn des vierten Quartals 2015: Hotel-Gasthof Junior, Salzburg • Strandhotel Alte Donau, Wien • Hotel Pension Central, Fügen • Hotel Graf, St. Pölten • Sporthotel Antonie, Gries im Sellrain • Hotel Landhaus Streklhof, Velden am Wörthersee • Hotel Post, Laaben • College Garden Hotel, Bad Vöslau • Kunsthotel Fuchs Palast, St. Veit/Glan • Hotel Rathaus – Wein & Design, Wien • Hotel Rosenvilla Salzburg, Salzburg • Wombat’s Vienna at „The Naschmarkt“, Wien • AlpenParks Hotel & Apartment Central, Zell am See • Hotel Praterstern, Wien

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ÖHV lobby 04/2015  

Mitgliederzeitschrift der Österreichischen Hoteliervereinigung. Themenschwerpunkte: Marketing & Vertrieb, die Zukunft des Wintertourismus, Ö...

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