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RUNDBRIEF DES VORSTANDES November 2011

Impressionen vom Bewegungsprojekt des 7. Jahrgangs

Arbeitseinsatz der Eltern zur Schulverschönerung am Schuljahresanfang

Theater zur Schuleinführung


„Play Faust“ – ein Theaterstück nach Goethes Drama, inszeniert von der 10A Das Licht geht aus und die Musik beginnt zu spielen. Walpurgisnacht. Alle Hexen halten sich bereit für ihren kommenden Auftritt. Auf ein Signal hin springen sie auf die Bühne – stolpernd, tobend, kreischend und kreiselnd. Auf der Bühne herrscht ein heilloses Durcheinander. Wilde Texte werden geschrien. In diesem Chaos betreten Faust und zwei Mephistos die Bühne … Wie es dazu kam? Bereits vor den Ferien hatten wir mit den Vorbereitungen für unser Theaterprojekt begonnen. Nach der Entscheidung für unser Stück kam langsam die Verteilung der Rollen auf uns zu – gar nicht so einfach wie gedacht! Nach etlichen Diskussionen, mehrfachen Abstimmungen und manchen Verdrießlichkeiten einigten wir uns schließlich. Dieser aufregenden Phase entsprang zum Beispiel die Idee, den Mephisto doppelt zu besetzen. Mit Textbüchern ausgerüstet starteten wir in die Sommerferien. Egal ob in Frankreich, Zypern, Griechenland oder in den Alpen – überall wurde für „Play Faust“ gelernt. Voller Erwartung betraten wir am ersten Schultag der 10. Klasse die neue Schule und realisierten allmählich, wie viel Arbeit da mit dem Theaterprojekt auf uns zukam. Wir begannen die erste Szene einzustudieren, nicht ahnend, wie oft wir sie noch proben würden … (Sugar, babe! ...) In den folgenden Tagen pilgerten einige von uns immer wieder zu Netto und Rewe, um bald darauf bis oben hin mit Kisten bepackt zurückzukehren. Fortan waren diejenigen, die gerade nicht proben mussten, damit beschäftigt, die Kartons kunstvoll für die Kulisse herzurichten. Außerdem mussten Bühnenbilder entworfen, Texte gekürzt und natürlich Szenen intensiv einstudiert werden. Zum Glück wurde die angespannte Atmosphäre zwischendurch durch einige Einspielübungen aufgelockert. Hier galt es zum Beispiel, Gefühlszustände übersteigert darzustellen oder Sätze übertrieben zu sprechen. Dadurch überwanden wir allmählich unsere Hemmungen im Schauspiel. Weil einige Szenen eine besonders intensive Erarbeitung erforderten, blieb zu wenig Zeit für die kürzeren Zwischenepisoden. Zwischenzeitlich verließ uns gelegentlich die Motivation und wir fragten uns, wie wir alles bis zur Premiere schaffen sollten! Am Ende jedes Probentages wurden die Ergebnisse vor der gesamten Klasse präsentiert, wobei offensichtlich wurde, was schon gut lief und wo es noch ungenutzte Kapazitäten gab. Nun war es so weit! Die erste Turnhallenprobe stand bevor und wir waren gespannt darauf auszuprobieren, wie das Sprechen unserer Texte dort funktionieren würde. Leider nicht so gut wie erhofft … Alle sprachen viel zu leise und das Knarzen des Fußbodens erleichterte die Situation auch nicht gerade. Trotz allem verlor unsere Regisseurin Frau Kloß nicht die Geduld mit uns und motivierte uns immer wieder. Letzten Endes gelang es uns doch noch, das Stück bis zum festgelegten Termin auf die Beine zu stellen. Rückblickend können wir sagen, dass das Theaterprojekt großen Spaß gemacht hat!!! Wir erinnern uns sehr gern an die gelungenen Aufführungen, die wir einer guten Teamarbeit verdanken. An dieser Stelle möchten wir uns noch einmal ganz herzlich bei Frau Kloß, Frau Kaufmann und Frau Müller bedanken, mit deren Hilfe wir viele neue schauspielerische Erfahrungen sammeln konnten. Ernestine K. und Camilla M. unter Mitarbeit von Kilian R.


EIN THEATERSTÜCK DER 10B

Hexenjagd - Ein anfänglicher Albtraum Albtraum wird zum Erfolg

DIE ANHÖRUNG VOR RICHTER RIC DANFORTH (LEO) UND DAS D GROßE GESCHREI UM DEN DE „GELBEN VOGEL“.

„Ich wünschte mir die Möglichkeit, ein aggressives Stück zu schreiben. Es sollte aus dem Morast des Subjektivismus jenen eine, ganz bestimmten, schleichenden Prozess ans Licht bringen, durch den sich erweist, dass die Sünde des gesellschaftlichen Terrors darin besteht, den Menschen seines Gewissens zu berauben und damit seiner Persönlichkeit...“ Arthur Miller

DIE VERHÄNGNISVOLLE PUPPE

Ein Drama in 2 Akten, jedenfalls stellten wir uns dass so vor... Letztendlich wurde daraus doch eher ein Stück mit fünf Szenen. Der Beginn unseres Theaterstücks stellte sich als Film heraus, welcher uns auch gänzlich faszinierte. Erst im Nachhinein wurde uns gesagt, dass man für dieses Theaterstück mindestens 10 Monate bräuchte und es unklug sei, denn Film zu Beginn zu sehen. Spitzen Start, oder?

DER VERHEERENDE TANZ

Aber dennoch ließen wir uns auf dieses Abenteuer ein. So starteten wir frisch aus den Sommerferien in die TheaterThe Woche: Zu Anfang schien das Stück nicht wirklich Gestalt ana zunehmen. Es gab Unmengen von Text zu streichen und umzuumz schreiben. Durch häufigen Stress und Streitereien war die MotivaMotiv tion meistens im Keller. Die Proben stellten sich in der ersten Woche als „Lesekreis“ heraus und oft wurde

DAS BITTERE ENDE


bezweifelt, ob das Stück jemals Bühnenreif ühnenreife erlangen sollte. Um ehrlich zu sein, glaubte keiner wirklich an das Gelingen des Stückes! Unser Proben wurden auch durch verschiedene theoretischen ArbeiArbe ten, wie Rollenbiografien, Theatertagebücher, Statusspiele und MonoMon loge, ergänzt, welche elche uns sehr nützlich waren. Intensive ntensive Proben während der Mathe-, Mathe Deutsch-, Projekt-, Geschichtsund Geostunden halfen unserem Optimismus ein bisschen auf die Sprünge. Wir begannen Hemmungen abzulegen und mit der Rolle zu verschmelzen.

E I N T R AU RI GE R V AT E R

Während des Probenmittwochs (bis abends 21:30 Uhr) wurde die Turnhalle durch mächtiges Geschrei erschüttert: Der Urschrei! Im Laufe der Zeit schafften wir es zwar die immer wieder gespielten Szenen 1,2 und 3 zu proben, gab es jede Mengen freie Valenzen bei den folgenden Szenen 4 und 5. Beim relativ frustrierten ustrierten Abbauen der Theaterbühne gab es tatsächlich auch noch einen äußerst misslichen Vorfall: Frau Steinerts Zeh quoll zur dreifachen Größe an, als ihr eine schwere Bühnenplatte drauffiel. Bis zur Aufführung vor den Eltern hatten wir das Stück noch nicht n einmal durchgeprobt und doch waren wir guter Hoffnung, dass es einiein germaßen laufen würde. Doch entgegen unserer Erwartungen gab es viele positive Rückmeldungen und unser Selbstvertrauen wurde geg stärkt.

DE R G E B I LD E T E P AST OR

Trotz aller Komplimente wurden unsere Knie, beim Gedanken an die noch bevorstehende Aufführung vor den Klassen 7-13 7 und den LehrerInnen, weich. Am Tag der Inszenierung war das Lampenfieber so groß, dass keiner mehr an Unterricht oder Ähnliches dachte. Beim Einräumen der TurnTur halle wurde die Angst von Minute nute zu Minute größer. Als sich die TurnTur halle gefüllt hatte und die Musik einsetzte waren alle Hemmungen wie weggeblasen.

DI E UNT E R H ALT U N G

Es war ein einmaliges Erlebnis, welches wir ohne die Hilfe von Frau Köhler, Frau Steinert, Frau Blechschmidt, Anne Steinert und unseren Eltern, nicht hätten erleben können. An dieser Stelle möchten wir die Gelegenheit nutzen, uns noch einmal zu bedanken! Im Nachhinein betrachtet würden wir dieses Wagnis auf jeden Fall noch einmal eingehen!

D AS G E RI CHT

Friederike O. und Leonore D.

So untersucht Miller in seiner bösen Parabel »Hexenjagd« nicht nur Kraft und Schwäche des Einzelnen, sondern unser aller Verführbarkeit. Hans Otto


Mit der Vielfalt als Programm Am 24. September war es endlich so weit. Die zweite Jenaer Schule nach dem Jenaplan-Konzept startet als Gemeinschaftsschule in städtischer Trägerschaft. Zu einer neuen Schule mit einem besonderen Konzept gehört natürlich auch ein ganz besonderer Name: Kaleidoskop Die Schönheit und Ästhetik der vielen überraschenden Konstellationen eines Kaleidoskops wird zum Leitbild für die neue Schule, also Vielfalt und die Lust auf Neues als Programm für das gemeinsame Lernen von Kindern und Jugendlichen von der ersten Klasse bis zum jeweiligen angestrebten Abschluss. Als Jenaplan-Schule sind wir natürlich mit der neuen Schule ganz besonders verbunden, wechselten doch mit Michael Sühnel und Dagmar Gottschall zwei erfahrene LehrerInnen unseres Teams zum Kaleidoskop. In ihrem ersten Jahr lief die neue Schule ja auch als Teil unserer Schule. Am feierlichen Tag der Namensgebung stellten LehrerInnen und SchülerInnen die neue Schule, das neue Haus und ein wunderschönes Außengelände vor und bedankten sich bei den vielen UnterstützerInnen, unter Ihnen Frau Barczewski und Frau John von unserer Schule auf dem Weg bis zu diesem Tag. Michael Sühnel wählte dafür das schöne Bild eines Schiffes, das sich auf die große Reise begibt. Wünschen wir diesem Schiff eine gute Fahrt und uns als Jenaplan-Schule, dass es uns gelingen möge, Neues und Bewährtes zu verbinden und nicht im Vergleich zum Kaleidoskop als alte unbewegliche Fregatte wahr genommen zu werden. Harald Zeil

EinBlick in das Kaleidoskop Schon lange hatten wir den Wunsch, unseren ehemaligen Stammgruppenlehrer Herrn Sühnel in seiner neuen Schule in Lobeda zu besuchen. Einen passenden Termin zu finden war jedoch nicht so einfach. An einem sonnigen Freitag im Oktober war es dann soweit. Den Besuchstermin hatten wir in unsere Feierzeit gelegt . Durch Unpünktlichkeit , eine verpasste Straßenbahn und das lange Warten auf die nächste Bahn mussten etliche von uns vorzeitig gehen, da am Nachmittag schon wieder Termine lagen. Letztendlich erreichte eine recht übersichtliche Gruppe von uns doch noch das Kaleidoskop (so heißt die neugegründete Jenaplan-Schule in Lobeda). Das Wiedersehen mit Herrn Sühnel war herzlich. Zuerst erzählte er uns einiges zur Struktur der Schule, den dort arbeitenden Lehrern, den Schülern und manches, was diese Schule zu etwas Besonderem macht. Sehr schön war dabei die Geschichte von dem Kaleidoskop, in das zur Schulgründung jeder Schüler ein kleines Stück hineingegeben hat, um damit ein Teil von dem jeweiligen Bild zu sein, welches derjenige sieht, wenn er hineinschaut. Anschließend hatten wir noch die Gelegenheit, mit Herrn Sühnel durch das Schulgebäude zu stöbern. Unser Eindruck war durchweg positiv. Ein tolles Außengelände mit Irrgarten, gut eingerichtete Klassenzimmer, eine super Schülerküche und ein Ausblick auf die Jenaer Berge. Rundum ein Ort, an dem sich alle wohlfühlen können. Und dafür drücken wir alle fest die Daumen. Ein großes Dankeschön und alles Gute für Herrn Sühnel. Die Skorpione


Vorstellung neuer Lehrkräfte Für die nächsten zwei Jahre habe ich nun das Glück mein Referendariat an der Jenaplan--Schule Schule Jena absolvieren zu dürfen. Ich habe zwar im Studium viel vom Jenaplan gehört, aber nie daran gedacht schon als angehende Lehrerin an einer Schule arbeiten zu dürfen, die diesen auch umsetzt. Aus diesem di Grund freue ich mich umso mehr, nun an der Jenaplan-Schule Jenaplan Schule zu sein. Mein Name ist Catherine Lorenz, ich komme aus Nordhausen und habe hab in Jena Deutsch und Geschichte studiert. Außerhalb der Schule steht meine Familie an erster Stelle. Meine Kinder im Alter von 3 und knapp 6 Monaten stellen mich auch zu Hause immer wieder auf die Probe, schenken mir aber auch viel FreuFre de und Kraft für diee Arbeit. In unserer gemeinsamen Freizeit verbringen wir viel Zeit damit GeschichGeschic ten zu lesen, zu singen, aber auch die Natur mit all ihrer Schönheit und ihren Geheimnissen zu entdeentd cken. Wichtig ist mir, dass sich meine Kinder, aber auch meine Schüler frei und ungezwungen entwickeln können, sie mit Freude lernen und ihre Fragen nie als unwichtig behandelt werden, denn wie heißt es so schön: „Wieso? Weshalb? Warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm!“


Bonjour ! Mein Name ist Michel PREINESBERGER und ich habe die große Freude in der Jenaplan Schule dieses Jahr Französisch zu unu terrichten. Geboren in Strassburg vor 52 Jahren, verheiratet und Vater von 2 Töchter (20 und 16 Jahre), was führt mich nach Jena ? Als Grundschullehrer und seit 14 Jahren Rektor der Ecole du Château (Schlosschule) in der elsässische Gemeinde Plobsheim unterrichte ich Deutsch schon viele Jahre lang in verschiedeverschied nen Gruppen. Unsere Klassen nehmen auch öfters an Partnerschaften mit deutschen d Klassen teil, was Anlass zu Briefwechsel, Photos, Videos und gegenseitigen gegenseitige Besuche gibt. Im Schuljahr 2006/2007 habe ich ein erstes Mal M an einem deutsch-französischen französischen LehrerausLehrerau tauschprogramm in Grenznähe znähe (Kehl und Offenburg) teilgenommen. teilgenommen. Es war ein ei einmaliges und bereicherndes Schuljahr in viele Bereichen Bereiche (Sprache, Pädagogik, Schulsystem, menschlimenschl chen Beziehungen). Für meine zweite Teilnahme wollte ich ein bisschen bis chen weiter vom Rheinufer weg und die GeleGel genheit ein Jahr lang in Deutschland zu leben ausnutzen. ausnutzen. Die Teilnehmer am Austauschprogramm äußern ern 3 Wünsche (Länder in Deutschland oder Akademie in Frankreich). ThürinThüri gen war zum ersten Mal al beteiligt und ich freue mich wirklich die Jenaplan Schule kennen zu lernen, genauso die Stadt Jena und das Thüringer ringer Land zu entdecken. Ich fühle mich schon sehr wohl hier und hoffe, dass ss ich auch den Anforderungen entspreche.

In der FAZ gibt es samstags eine Rubrik Beruf und Chance und hier die KoK lumne „Ich über mich“.. Ich verwende sie, um mich hier kurz vorzustellen. • • • • • • • • •

Ein guter Arbeitstag beginnt mit einem ausgedehnten Frühstück mit meinem Mann und der FAZ: er liest die Sportseite, ich das FeuilFeui leton. Die Zeit vergesse ich bei belletristischen und geschichtlichen HörHö büchern. Mit 18 wollte ich Archäologin oder Tänzerin werden. Im Rückblick würde ich nicht noch einmal … Nein, ich bereue nichts à la Edith Piaf. Geld macht mich unabhängig, aber es treibt mich nicht an. Rat suche ich bei meinem Mann und meiner Mutter. Familie und Beruf sind unbedingt zu verbinden, verbinden, denn beides ist lebensnotwendig! Den Kindern rate ich,, sich nicht von den Medien ( vor allem TV ) beeinflussen zu lasla sen. Mein Weg führt mich hoffentlich dahin, wo ich mich glücklich fühle.

Nun noch ein paar Eckdaten: Ulrike Rossi-Garg • seit 1990 im Schuldienst in Thüringen • Studium Slawistik/ Anglistik in Potsdam • Fernstudium Französisch für das Lehramt in Erfurt • 15 Jahre Unterricht am Gymnasium mit viel Frontalunterricht • seit August 2011 Unterricht an der Jenaplan Schule in Winzerla und der KaleidoskopKaleidos Schule in Lobeda mit viel Sitzkreis


SchulLabor „Erprobung und Evaluation jahrgangs- und fächerübergreifender -verbindender Projekte als wesentliche Bestandteile reformpädagogischen Arbeitens in der gymnasialen Oberstufe“ Auf dem letzten Kollegtreffen des Deutschen Schulpreises im Mai 2011 in Jena unterstrichen die Referenten der Robert-Bosch-Stiftung die Verantwortung der Schulpreisträger, ihr Wirken nach außen zu tragen und innovativen Schulen die Möglichkeit zur Mitarbeit im Netzwerk exzellenter Schulen zu schaffen. Diesen Transfergedanken hat das Team der Oberstufe der Jenaplan-Schule Jena im Juni 2011 aufgegriffen und sich nach Zustimmung des gesamten Kollegiums entschieden, ein SchulLabor unter der Schirmherrschaft der Robert-Bosch-Stiftung zu initiieren. Für unser Vorhaben konnten wir die Gemeinschaftsschule Lobdeburgschule, das Christliche Gymnasium Jena, die Winterhuder Reformschule und die Jenaplan-Schule Würzburg gewinnen. Der Fokus des Labors liegt auf dem Austausch und der gemeinsamen Arbeit oben genannter Schulen an Konzepten zur Evaluierung und Optimierung der inhaltlichen und strukturellen Arbeit sowie der Schülerbetreuung in der gymnasialen Oberstufe. Vor zwei Jahren wurde das Projektlernen in der gymnasialen Oberstufe unserer Schule um fächerübergreifende und -verbindende Aspekte erweitert. Der derzeitige Handlungsbedarf in diesem Bereich liegt in der Umgestaltung der Unterrichtsstruktur, der engeren thematischen Verknüpfung der Inhalte sowie der optimalen Betreuung der Schüler. Anliegen unserer Beteiligung am SchulLabor sollen die Erprobung und Evaluierung der jahrgangs- und fächerübergreifenden bzw. fächerverbindenden Projekte als wesentliche Bestandteile reformpädagogischen Arbeitens in der gymnasialen Oberstufe der Jenaplan-Schule Jena sein.

Die Teilnahme am SchulLabor besitzt einen sehr hohen Stellenwert im Gesamtkonzept der Schulentwicklungsplanung. Dieser ergibt sich einerseits durch die Thüringer Oberstufenreform (neue Lehrpläne, neue Abiturregelungen) und die Beteiligung der JPS an der Pilotphase zur Thüringer Gemeinschaftsschule. Das bisherige Oberstufenkonzept bedarf einer Überarbeitung, um die reformpädagogischen Aspekte der Jenaplanpädagogik auch künftig mit den neuen gesetzlichen Vorgaben zu vereinbaren. Andererseits unterstützt die Teilnahme am Labor auch das Bestreben des Teams, Lernumfeld und Lernprozesse kontinuierlich zu optimieren. Das SchulLabor eröffnet die Möglichkeit, regional und überregional in konstruktiven Austausch mit Schulen ähnlichen Entwicklungsbedarfs zu treten. Dabei stellen die unterschiedlichen Schulkonzepte der beteiligten Schulen eine besondere Bereicherung dar. Das SchulLabor wird über einen Zeitraum von drei Jahren durchgeführt. Es gliedert sich in eine Vorbereitungsphase (Herbstsemester 2011), eine Erprobungs- und Experimentalphase (Frühjahrssemester 2012 bis Frühjahrssemester 2013) und eine Abschlussphase (Herbstsemester 2013 bis Frühjahrssemester 2014). In der jetzigen Vorbereitungsphase steht das Erstellen eines Rasters, das Messpunkte – auf bestimmte Schülerkompetenzen bezogenenthält, im Mittelpunkt. Dieses soll auf eine Langzeitanalyse und Fallanalyse anwendbar sein. Zudem werden Beobachtungskriterien für die gegenseitigen Hospitationen erarbeitet. Das SchulLabor wird von unserer Schule durch Frau Felgenträger und Frau Hager vertreten, die sich an dieser Stelle im Namen des Teams der Oberstufe für die finanzielle Unterstützung durch den Verein Jenaplanpädagogik e.V. und den Schulträger bedanken möchten.


Kulturagenten für kreative Schulen Die Jenaplanschule ist seit diesem Schuljahr teilnehmende Schule am Modellprogramm „Kulturagenten für kreative Schulen“ der gemeinnützigen Forum K&B GmbH, initiiert und gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und die Stiftung Mercator in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Kooperationspartner in Thüringen ist die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung. Die Idee

Das Programm hat zum Ziel, bei Kindern und Jugendlichen Neugier für die Kunst zu wecken und mehr Kenntnisse über Kunst und Kultur zu vermitteln. Teilhabe an Kunst und Kultur soll so zu einem festen Bestandteil des Alltags von Kindern und Jugendlichen werden. Für den Zeitraum von vier Jahren werden in fünf Bundesländern 46 Kulturagent/innen an insgesamt 138 Schulen eingesetzt. Die teilnehmenden Schulen begeben sich gemeinsam mit dem Kulturagenten und den Kulturinstitutionen vor Ort auf den Weg, nachhaltige Strukturen für ein vielfältiges Angebot der kulturellen Bildung und künstlerische Projekte zu entwickeln sowie langfristige Kooperationen aufzubauen. Die Kulturagenten betreuen jeweils ein lokales Netzwerk von drei Schulen. Kurzvorstellung von Sandra Werner, Kulturagentin für das Schulnetzwerk Jena

In meinem beruflichen Werdegang arbeitete ich bisher vorrangig im Spannungsfeld zwischen Wissenschaft und Kunst. Nach ersten Erfahrungen als Inspizientin am Theaterhaus Jena und beim Kunstfest Weimar konzipierte ich nach meinem Biologiestudium verschiedene Ausstellungen am Phyletischen Museum der Universität Jena, bevor ich nach einer Tätigkeit als Projektassistentin am Battersea Art Centre London 2004 als wissenschaftliche Mitarbeiterin für das Sonderausstellungprojekt „Evolution“ an das Deutsche Hygiene-Museum Dresden wechselte. Von 2006 bis 2011 war ich als freiberufliche Projektleiterin in künstlerisch-wissenschaftlich-pädagogischen Projekten tätig. Dazu zählten Veranstaltungen, wie die offizielle Eröffnung „Jena leuchtet“ zum Jahr „Stadt der Wissenschaft 2008“, die „Lange Nacht der Wissenschaften“ in Jena 2009 sowie künstlerische Projekte im öffentlichen Raum wie z. Bsp. „GeistesGegenwärtig – Eine akustische Entdeckungsreise“, das mit seinen orange leuchtenden sprechenden Sitzwürfel, die zum Verweilen einluden und Geschichten über Orte und deren Protagonisten erzählten, einen Wettbewerbspreis des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gewann.


Stimmen: Leben im Ausweichquartier … Wir finden das neue Schulhaus ganz cool. Besonders gut sind die Pausenhallen. Einzig der längere Schulweg ist blöd. Benni H. & Nadia B. (Schüler gymn. Oberstufe)

… Manche Räume sind doch recht klein, aber unser Raum ist dafür sehr schön gestaltet. Wir fühlen uns wohl. Schwierig ist die laute Atmosphäre im Schulhaus. S. Hoke (Lehrerin)

… Wir sind oft draußen im Wald. Da haben wir auch schon einen toten Wolf gesehen. Jolanda, Wilma, Johanna, Ole, Janne, Anton , Leander (Spatzen)

… Mir gefällt es sehr gut, meine Räumlichkeiten haben sich verbessert. Ich habe drinnen wie draußen viele kurze Wege und eine Küche! Negativ ist die Weitläufigkeit – einige Kollegen sieht man sehr selten. B. Nitschkowsky (Sekretärin)

… Seitdem es nicht mehr so warm ist und wir nicht mehr soviel schwitzen müssen, gefällt es mir schon wesentlich besser. Negativ ist die Hellhörigkeit des Gebäudes, besonders bei Präsentationen fällt das auf. A. Kloß (Lehrerin)

… Es ist immer frische Luft im Schulhaus, die Fenster sind nicht dicht. Aber wir haben jetzt eine InternetDatenleitung, die ist vom Feinsten. Der Schulweg ist wunderschön für Radfahrer wie mich. O. Heinrich (Lehrer)

… Die Fassade finde ich immer noch nicht schön, aber die Räume sind größer. Das Außengelände ist auch nicht so super, aber dafür ist die Turnhalle schön groß. Theobald T. (Mittelgruppe)

… Es ist heller als unser altes Schulhaus, die Aufteilung des Gebäudes für die Stammgruppen ist gut und es gibt zwei Computerräume. Nur gib es für uns Mädchen nur eine Toilette und die ist u.U. nur auf „Umwegen“ zu erreichen. Lara T. und Nele-Marie M. (Obergruppenschülerinnen)


Liebe Vereinsmitglieder,

wir möchten Sie ganz herzlich zu unserem WEIHNACHTSKONZERT am Mittwoch, dem 14. 12. 11 um 17.00 Uhr, einladen. Es findet in der Turnhalle unseres Ausweichquartiers in Jena-Winzerla in der Hugo-Schrade-Straße 1 statt. Wir würden freuen uns, Sie begrüßen zu dürfen. Sie können sich auf ein weihnachtliches Programm, gestaltet von Schülerinnen und Schülern der Jenaplan-Schule, freuen. Es erwarten Sie auch wieder Stände mit weihnachtlichen Überraschungen.

Die MITGLIEDERVERSAMMLUNG wird wie im vorigen Jahr nicht im Anschluss an das Konzert stattfinden. Wir werden Sie im Frühjahr 2012 zur Mitgliederversammlung einladen.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Spendern.

Wir wünschen denen, die am 14.12. nicht teilnehmen können, bereits jetzt ein frohes Weihnachtsfest, einige entspannte und erholsame Tage und einen guten Start in ein gesundes und friedliches Jahr 2012.

Der Vorstand

AK Jenaplanpädagogik e.V.  

Rundbrief November 2011