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DAS MAGAZIN DER MUSIKKAPELLE ST. JOHANN IN TIROL

ST. JOHANNER NOTENBLATTL NOV 201 . 5

JAHRESHAUPTVERSAMMLUNG 2015

neuer Vorstand gewählt Seite 20

Sommer konzerte 2015 Stars und Stimmung am Hauptplatz Die

Seite 10

Frühjahrs

konzert 2016 Vivat St. Johann in Tirol – Konzert zum 800-jährigen Jubiläum

S. 15

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Inhalt Inhalt

FRÜHJAHRSKONZERT 2015

MAJA OSOJNIK

S. 4

Christbaumversteigerung

Elvis lebt!

S. 14

S.6

Reaktionen

Die Uraufführung von “Escapes” fand viel mediale Aufmerksamkeit.

Neuwahlen Vorstand

Sommerkonzerte 2015 Im vergangenen Sommer jagte ein Höhepunkt den anderen.

S. 30

S. 20 S.21 Ehrungen

S.16

Aus der Chronik

S.13

S. 8

Die Ära unter Kapellmeister Wilhelm Kröll

Bei der Jahreshauptversammlung wurden wieder zahlreiche Auszeichnungen vergeben.

S.24

Grund zum Feiern

Runde Geburtstage von 50 aufwärts.

S.19

Gastkomentar S.29 Neuer BezirksHermann kapellmeister Schreder Alois Brüggl, Kapellmeister in HochfilMusik verbindet und macht Freude So das Credo des Altmeisters.

zen übernimmt ein wichtiges Amt.


IMPRESSUM ST. JOHANNER NOTENBLATTL

TAKTSTOCKGESCHICHTEN

Mitteilungen der Bundesmusikkapelle St. Johann in Tirol Herausgeber, Medieninhaber, Redaktion: Bundesmusikkapelle St. Johann in Tirol Redaktionelle Leitung: Andreas Schedler, Redakteure: Ursula Beltermann, Mag. Peter Fischer Anschrift: 6380 St. Johann in Tirol, Bahnhofstraße 3. e-mail: office@musig.at, Web: www.musig.at

S. 26

Fotos: Musikkapelle St. Johann in Tirol, Thomas Plattner, Hannes Hofinger, Gerhard Groger, Claudia Egger, Alois Brüggl, Roland Matevi, Werner Krepper, Hermann Schreder, wikipedia Grafische Bearbeitung: ms_grafik, 6380 St. Johann in Tirol Druck: Druckerei Schied, 5700 Zell am See

S.33

Verlagspostamt: 6380 St. Johann in Tirol

Klausur 2015

Erscheint einmal jährlich.

Konstruktive Arbeit mit vielen Ideen für das kommende Jahr.

ZVR–Nr.: 507207467

S.41

Inntaler-Partie

Traditionelle Unterhaltungsmusik in kleiner Besetzung.

S.43

Warum wird man Musikant? Gedanken eines jungen Saxophonisten.

Musig goes wild S. 38

BRASS BAND FRÖSCHL

S. 42


ESCAPES

FÜR ALLE, DIE (BEIM FRÜHJAHRSKONZERT) NICHT FLÜCHTEN KONNTEN… Einzigartiges Musikerlebnis beim Frühjahrskonzert 2015 An die 1000 Gäste besuchten unsere Konzerte am letzten Wochenende im März und konnten dabei Außergewöhnliches erleben. Obmann Manfred Döttlinger durfte Ehrengäste aus Politik, Tourismus und Wirtschaft sowie aus der Musikszene begrüßen. Unter anderem ließen sich Bürgermeister Mag. Stefan Seiwald, der Obmann der Ferienregion, KR Dieter Jöchler, der Leiter der Städtischen Musikschule Hall, Hannes Buchegger, sowie der Kapellmeister der Stadtkapelle Wilten, Dr. Peter Kostner – auch bekannt durch den ORF Tirol – unser Konzert nicht entgehen. Vize-Kapellmeister Rudi Friesinger eröffnete das Konzert mit einer Festfanfare von Johann Österreicher. Das anschließende symphonische Werk „The Land Of The Long White Cloud“ von Philip Sparke entführte die Zuhörer mit seinen außergewöhnlichen Melodien und Rhythmuswechseln nicht nur in die faszinierenden Landschaften Neuseelands sondern ließ dabei durchaus die Schwere des Stückes erahnen. Es ist als Pflichtstück bei den Wertungsspielen in der Höchststufe E angeführt. Im Anschluss brillierte Helmut Maurberger in dem von ihm selbst komponierten „Konzert für Pauke und Blasorchester“ als Solist auf der Pauke und sorgte dabei mit seinen Einlagen für einige Lacher im Publikum.


Ein außergewöhnliches Klangerlebnis der besonderen Art

Begeisterter Applaus

Publikums darauf zu beobachten. In der anschließenden Pause reichten die Meinungen der Konzertbesucherinnen und -besucher dann auch von Ablehnung bis zu völliger Begeisterung. Für Gesprächsstoff hat es allemal gesorgt.

Für reichlich Gesprächsstoff bei der anschließenden gemütlichen After-Concert Party im Foyer des Kaisersaales mit der ausgezeichneten Band „Panther Session“ war mit dem heurigen außergewöhnlichen Frühjahrskonzert in jedem Fall gesorgt.

Alle warteten neugierig auf das Highlight des diesjährigen Konzertes. Bereits im Vorfeld und bei der Uraufführung Anfang März in der Dekanatspfarrkirche war heftig über „ESCAPES“ diskutiert worden. Mit entsprechender Spannung wurde es daher nicht nur vom Publikum sondern auch von den Musikantinnen und Musikanten erwartet. Auch für uns Musikanten war die Spannung vor den Konzerten groß. Es war eine reizvolle Herausforderung, dieses außergewöhnliche Stück zu spielen und die Reaktionen des

Sänger und großartige Solisten

Nach der Pause ging es im zweiten Teil mit modernen Rhythmen weiter. „Sing Sing Sing“ von Benny Goodman begeisterte das Publikum ebenso wie der bekannte Song des unvergessenen Udo Jürgens „5 Minuten vor 12” mit dem Gesangssolisten Stefan Gieringer, auch bekannt als Steve Murdock. Für absolutes Gänsehaut-Feeling – nicht nur bei den Zuhörern – sorgte Hans Kals, der mit seinem Alt-Saxophon Solo in „Hey Jude“ wieder einmal über sich hinaus wuchs.

Für den anhaltenden Applaus am Ende des Konzertes wurde das Publikum mit zwei Zugaben belohnt. Die Polka „Musikantentraum“ und „Summer In The City“ mit Steve Murdock sorgten für den krönenden Abschluss der diesjährigen Frühjahrskonzerte. Zum Ende der Konzerte wünschte sich Kapellmeister Hermann Ortner zu seinem 10-jährigen Jubiläum als Kapellmeister die Europahymne „Freude schöner Götterfunken“ in gesanglicher Form und stellte damit das Gesangstalent des Publikums auf die Probe, das ihm diesen Wunsch aber gerne erfüllte.

Ein Dank an die Sponsoren

Bereits zum zweiten Mal luden wir heuer im Vorfeld unseres ersten Frühjahrskonzert-Termins am Mittwoch unsere Sponsoren ein, um uns in diesem Rahmen bei ihnen für ihre Unterstützung zu bedanken. Viele der Sponsoren folgten gern unserer Einladung zu einer gemütlichen Einstimmung auf den Konzertabend.


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Viele Reaktionen erfuhr das Stück „Escapes – für alle, die nicht flüchten können“ der Musikerin und Komponistin Maja Osojnik

ÜBERRUMPELND, SPONTAN UND UNKONVENTIONELL R EAKT ION E N AU F E S CA PE S I N D E R PR E S S E Die Tiroler Tageszeitung schrieb: „Samstagnachmittag das Special des Jazzfestivals artacts in St. Johann in Tirol. Die Allrounderin Maja Osjnik hat eine Komposition für die Bundesmusikkapelle St. Johann in Tirol geschrieben: „Escapes – Für alle die nicht flüchten können.“ Liegende Klangflächen, Schwellung, Bewegung in den Mittelstimmen, tonlose Blasgeräusche. Die von Hermann Ortner organisierten Musikanten wandern in der Pfarrkirche seitlich nach vorn, eine klangliche Umarmung des Publikums. Das mit 40 Minuten zu lange Stück hält die Qualität nicht in jeder Phase, aber die Musikkapelle hat es sich einverleibt und zeigt mit ihrem Verständnis und der tadellosen technischen Bewältigung auch ihre ureigene Qualität.“ (Ursula Strohal, TT)

Selten schafft es eine Musikkapelle in die Tageszeitung „der Standard.“ Hier der Auszug aus dem Artikel vom 9. März 2015: Im Mutterbauch der Klänge „... Ein paar Schritte von den „Soundcabs“ entfernt, in der Pfarrkirche, war die Uraufführung von „Escapes – Für alle die nicht flüchten können“ zu hören, komponiert von Maja Osojnik, ausgeführt von der Bundesmusikkapelle St. Johann in Tirol unter Hermann Ortner. Der unklare thematische Bezug war ob des starken Eindrucks, den das gut 40-minütige Stück hinterließ, sekundär: Die Musik begann mit einem von Schwebungen durchsetzten Klangband der Klarinetten, erweiterte sich mit den durch den Raum wandernden MusikerInnen zu einem faszinierenden, farbigen Sound-Fluidum, in das sich das Publikum wie in einem Mutterbauch wohlig eingehüllt fühlte.“ (Andreas Felber, der Standard).


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So schrieb uns ein Konzertbesucher seine Eindrücke von „Escapes“: „Kapellmeister Hermann Ortner betrat mit dem knapp 40-minütigen Werk „Escapes – für alle, die nicht flüchten können“ der slowenischen Komponistin Maja Osojnik Gefilde orchestraler Musik, die man so von einer Musikkapelle vermutlich noch nie gehört hat. Nach einer ausführlichen Erklärung durch Moderator Mag. Peter Fischer, der gewohnt souverän durch das Programm führte, konnten die Zuhörerinnen und Zuhörer im wahrsten Sinne des Wortes in ein faszinierendes Klangerlebnis eintauchen. Während sich das Orchester langsam von hinten nach vorne durch den Saal bewegte, kamen auch die Töne und Geräusche von allen Seiten – gleichzeitig, dann wieder abwechselnd von links nach rechts, harmonisch, dann wieder schräg, mit spürbarer Reibung der Töne und gewollten Vibrationen. Das Publikum befand sich inmitten des musikalischen Spektakels. Die Musikkapelle St. Johann bewies mit „ESCAPES“ Mut, sich aus gewohnten Bahnen in neue musikalische Richtungen zu wagen und in eine auch für die Musikantinnen und Musikanten völlig neue Dimension des Musizierens einzutauchen. Wer es geschafft hatte, sich auf das Stück einzulassen, der wurde auf jeden Fall mit einem Klangerlebnis der „besonderen“ Art belohnt.“

DER DIRIGENT Er reicht den Violinen eine Blume Und ladet sie mit Schmeichelblick zum Tanz. Verzweifelt bettelt er das Blech um Glanz Und streut den Flöten kindlich manche Krume.

Tief beugt er das Knie vor dem Heiligtume Des Pianissimos, der Klangmonstranz; Doch zausen Stürme seinen Schwalbenschwanz, Wenn er das Tutti aufpeitscht, sich zum Ruhme. Mit Fäusten hält er fest den Schlußakkord; Dann harrt er, hilflos eingepflanzt am Ort, Dem ausgekommnen Klange nachzuschaun. Zuletzt, daß er den Beifall, dankend, rüge, Zeigt er belästigt Erlöserzüge Und zwingt uns, ihm noch Größres zuzutraun.

Franz Werfel Der aus Prag gebürtige und nach Amerika ausgewanderte deutsche Schriftsteller Franz Werfel (1890-1945) hat uns in Form eines Sonetts diese literarische Karikatur eines Dirigenten, der sich in seiner Selbstdarstellung zu gefallen scheint, hinterlassen. Übrigens, mit seinem 1924 erschienenen Roman „Verdi. Roman der Oper“ hat er wesentlich zur „Verdi-Renaissance“ im deutschen Sprachraum beigetragen.


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INTERVIEW MIT: anlässlich der Uraufführung von “ESCAPES (Raumklang Variationen) für alle, die nicht flüchten können“ im März 2015 ESCAPES ist eine Auftragskomposition der Musikkapelle St. Johann in Tirol gemeinsam mit Musik Kultur St. Johann. Wie hast Du diese Herausforderung angenommen, für ein so großes Orchester zu komponieren? Ich bin glücklich darüber, dass ich mit diesem Werk beauftragt wurde, denn ich wollte schon immer etwas für Blasorchester komponieren. Außerdem wollte ich einmal im Leben ein Werk für ein großes Orchester schreiben - und das ohne Computer sondern mit der Hand. ESCAPES dauert 40 Minuten und wird von 60 Musikerinnen und Musikern gespielt. Jetzt weiß ich, dass es dabei bleibt, nur einmal so ein großes Werk mit der Hand zu schreiben, denn es war extrem viel Arbeit. Allerdings hat das auch den Vorteil, dass beim Schreiben viele Ideen kommen, weil der Prozess des Schreibens wesentlich länger dauert. ESCAPES gehört zu einer Reihe von Kompositionen unter dem Titel „The World is tired – a dystopic diary.“ Welche Botschaft soll das Werk vermitteln? In dieser Reihe habe ich mich mit der Angst beschäftigt, mit inneren Prozessen und körperlichen Reaktionen der Angst. Ich habe zwar grundsätzlich eine dystopische Haltung der Welt gegenüber, doch glaube ich an die Kraft, dass die Menschen sich ändern können. Es geht also um die Fragen: wie tolerant sind wir? Wie gehen wir miteinander um? In ESCAPES setze ich mich kritisch mit der Gesellschaft und ihrer gegenwärtigen Form und letztendlich auch mit mir selbst auseinander. Es geht dabei um Selbstreflexion, die Dinge besser zu verstehen und zu Erkenntnissen zu gelangen, die dabei helfen, mein Leben und das Leben meiner Mitmenschen schöner und besser zu gestalten. Auf der Suche nach dem Sinn des Lebens und nach einer emphatischen, verantwortlichen und nicht “gut meinenden” sondern “gut machenden” Gesellschaft.

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Das Thema Flucht ist aktueller denn je – wie ist Flucht in dieser Komposition zu verstehen? ESCAPES handelt von Flucht, in der man das Reale nicht leben, begreifen bzw. unterstützen kann. Diese Flucht kann als eine politische und örtliche, aber auch als eine persönliche Realitätsflucht gesehen werden. Die Flucht in eine Isolation: “I choose loneliness to escape this chaos” - in eine Welt, die von Ängsten, Verzweiflung und letztendlich Macht- und Aussichtslosigkeit erfüllt ist. Die Flucht, die von Gesellschaft und Staat zu oft provoziert und doch immer kritisiert und verurteilt wird. Und doch ist das Stück eigentlich ein Appell, das Kollektive zu suchen, die Mitmenschen einzubinden und solidarisch zu denken. Im Grunde wünschen wir uns alle, einen wesentlichen Bestandteil von etwas zu bilden, einer guten Sache anzugehören, einen Namen und keine Nummer zu haben, verstanden und unersetzlich zu sein. Du hast genaue Vorstellungen von Klängen. Wie schwierig ist es, diese Vorstellungen in ein Schriftbild umzusetzen? Die Notation ist immer nur eine Annäherung, und daher muss man auch vieles erklären. Ich studiere oft Partituren von anderen Komponisten und finde es spannend, zu sehen, welche Lösungen sie gefunden haben. Man kann seine Vorstellung entweder sehr genau schildern oder eben abstrakter notieren. Als frei improvisierende Musikerin ist mir wichtig, mit der grafischen Notation zu arbeiten. Diese gibt zwar klare und deutliche Aufgaben an, lässt aber eine Art “freien Raum“, wann und wie die Kommunikation stattfindet. Wichtig ist dabei, dass die Musikerinnen und Musiker das Material in den grafischen Teilen mit Liebe lernen und verinnerlichen. Es ist so, wie eine neue Sprache zu lernen, um diese Symbole verwenden zu können. Den Musikerinnen und Musikern bleibt dabei die freie Entscheidung, welchen Weg sie nehmen und wie viel Zeit sie sich dafür lassen. Es geht auch um die Fragen: wann reagieren ich und wann gebe ich den Klang weiter? Das hat auch damit zu tun, wie oft wir Verantwortung abgeben und auf den anderen vertrauen.


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Die Vorbilder für ESCAPES kommen aus der elektroakusmatischen Musik der 1950er Jahre. Kann man diese Musik überhaupt für Blasorchester umsetzen? Für mich war die Frage spannend, wie kann man mit einem Blasorchester jenen Klang erzielen, der aus der elektroakusmatischen Musik kommt? Die Ästhetik dieser Musik arbeitet mit Transformationen von elektronisch produzierten Klängen. Da wurden beispielsweise 10 und mehr Lautsprecher an verschiedenen Stellen in einem Raum platziert, die dann einen Raumklang erzeugten. Bei ESCAPES ist das Orchester zum einen als bewegender Klangkörper im Raum zu verstehen und dann wieder als fixes stehendes Objekt, quasi als Stereo- bzw. Surround-Sound-System, in dem sich der Klang zwischen verschiedenen “Lautsprechern” bewegt. Stellenweise

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hoquetieren zwei der Stimmen, das heißt: sie wechseln sich im raschen Tempo miteinander ab, und diese Verschränkung der Stimmen führt dann zu einer komplementären Ergänzung. Es handelt sich also um eine virtuose, expressive Musik mit einem starken rhythmischen Element. Ich denke dabei oft an schnelles Tischtennis, also einen Ping-Pong-Effekt. Der Klang ändert oft die Richtung, einmal zwischen links und rechts, einmal kreisend, einmal beliebig in alle verschiedene Richtungen über die Köpfe des Publikums reisend. Das Stück wird somit zu einem “3D-Erlebnis.“ Welche Aufgabe hat dabei der Raum? Der Raum ist dabei extrem wichtig, denn er ist der Träger des Klanges. Es ist auch spannend, dass die Aufführungen von Escapes in zwei verschieden Räumen stattfinden, in der Pfarrkirche mit einem langen Nachhall, bei dem die schnellen Teile mehr verschwimmen, und im Kaisersaal, dessen Akustik trockener ist und daher von den Musikerinnen und Musikern mehr Selbstkontrolle verlangt. Eine wichtige Rolle spielt für mich auch das wunderschöne Erlebnis, im großen Orchester zu sitzen und ein Teil dieses mächtigen, direkten Klanges zu sein. Bei ESCAPES sitzt das Publikum mitten im Klangraum und wird vom Orchester umgeben. Welche Regeln muss das Orchester bei ESCAPES befolgen? Die große Aufgabe für das Orchester ist, ständig die Spannung zu halten und miteinander zu kommunizieren. Dabei muss man die gewohnten Gruppenstrukturen unterbrechen. Jede Stimme ist eigenständig zu spielen und man soll trotzdem im Kollektiv denken. Das ist mit so vielen Leuten wesentlich schwieriger als mit einer Band. Man muss also mit viel Selbstbeherrschung genau hören und kommunizieren, um den Klang und die Spannung umzusetzen. Tonal bewegt sich das Stück in Extremen - ganz hoch und ganz tief. Wichtig ist auch, den Atem fließen zu lassen und organisch zu atmen. Auch die Stille hat hier eine wichtige Rolle, und die Musikerinnen und Musiker sollten ihr den notwendigen Raum geben. Wirst Du auch in Zukunft für Blasorchester komponieren? Wenn ich wieder einmal die Gelegenheit haben sollte, etwas für eine Blaskapelle zu schreiben, würde ich gerne einen Trauermarsch komponieren - keinen Schrägen sondern einen wirklich schönen, harmonischen Trauermarsch. Liebe Maja, danke für das Interview. Wir freuen uns schon darauf, ESCAPES am 6. Mai 2016 im Dom zu Salzburg aufzuführen.


SOMMER KONZERTE Die Sommerkonzerte haben sich in den letzten Jahren zum Publikumsmagneten auf dem St. Johanner Hauptplatz entwickelt. Kapellmeister Hermann Ortner versteht es immer wieder, ein abwechslungsreiches musikalischen Programm zusammenzustellen, das für jeden Geschmack etwas bietet – bekannte Solokünstler wie Gail Anderson, Pete Tex oder Vlado Kumpan, Blasmusik von traditionell über symphonisch bis modern, Sänger und Sängerinnen und spannende Show-Einlagen. Diese bunte musikalische Mischung lockte jeden Freitag zahlreiche Gäste und erfreulicherweise immer mehr Einheimische auf den St. Johanner Hauptplatz.


2015 Ein Frühschoppen zum Auftakt Erstmals eröffneten wir unsere Sommerkonzert-Saison heuer mit einem Frühschoppen am Sonntag, 28. Juni. Nach der Hl. Messe um 10 Uhr in der Dekanatspfarrkirche, welche von Bläsergruppen musikalisch umrahmt wurde, folgte ab 11 Uhr ein Saisoneröffnungskonzert auf dem St. Johanner Hauptplatz unter dem Motto „Weihrauch & Bierdunst ... vertragen sich gut.“ Dabei wurde das Programm der heurigen Sommerkonzerte vorgestellt. Im Anschluss an das Konzert sorgten die „Koasa Buam“ für Stimmung und Unterhaltung. Christian und sein Team boten an der Grillstation Schmankerl vom Rost an und sorgten damit gemeinsam mit dem Team der „Musig-Bar“ für das leibliche Wohl der Gäste. „Pop, Gospel & Rhythm“ mit Gail Anderson, Barbara Fischer, Ingrid Reischl-Wimmer, Gernot Riedel, Walter Elsässer und Mag. Johannes Puchleitner hieß es am ersten

Freitag im Juli. Leider kannte der Wettergott an diesem Abend keine Gnade und es schüttete zwei Stunden lang wie aus Kübeln. Für die wenigen tapferen Zuhörer und weil es uns selbst so viel Spaß macht, mit Gail zu musizieren, haben wir das Konzert durchgezogen, aber unsere Sängerinnen und Sänger standen an diesem Abend im wahrsten Sinne des Wortes im Regen… Ähnlich erging es uns leider auch beim „Treff der Kulturen“ in der darauffolgenden Woche. Die Idee, steirische Weinkultur auf Sainihanser Bierkultur treffen zu lassen, fiel ebenfalls dem Regen zum Opfer. Das Konzert fand zwar nach einem heftigen Gewitter statt, und auch die „Edelschrotter Lichtmessgeiger“ haben aufgespielt, aber den ausgezeichneten steirischen Wein und auch das Bier mussten wir mit weit weniger Besuchern teilen als gedacht.


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TIPP: ÜBER DIE WEBCAM AUF DER HOMEPAGE DES ST. JOHANNER ORTSMARKETINGS UNTER WWW.TREFFPUNKT-STJOHANN.AT KANN MAN JEDERZEIT SCHAUEN, OB DAS SOMMERKONZERT STATTFINDET.

Pete Tex & The Kittens rocken den Hauptplatz „Slow Motion“ und „Yaketi Sax“ – zwei Hits, die um die Welt gingen. Sie und viele andere tolle Nummern waren am Hauptplatz zu hören. Gemeinsam mit dem Saxophonvirtuosen Pete Text und dem Gesangstrio „The Kittens“ gestalteten wir einen unvergesslichen Sommerabend.

Brillante Trompeten- & Posaunenklänge Ein Konzert der Superlative mit zwei legendären Solisten. Vlado Kumpan auf der Trompete und Robert Kozanek auf der Posaune begeisterten an einem wunderschönen Sommerabend die über 1000 Besucher und sorgten für grandiose Stimmung auf dem Hauptplatz.

Ein Abend im Zeichen der Volksmusik Der Volksmusikabend „Melodien der Heimat“ hat bereits Tradition, und so haben auch heuer wieder VolksmusikGruppen aus den Reihen der Musikkapelle und andere Sainihanser Volksmusikgruppen, Sängerinnen und

Sänger einen gemütlichen, unvergesslichen Abend der Volksmusik geboten. Vorher und nachher sorgte die „Koasa Combo“ für Unterhaltung.


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Sie wünschen... ...wir spielen! Neu ist die Idee mit dem Wunschkonzert nicht, das gibt es schon bei vielen Musikkapellen in der Umgebung. Daher waren wir anfangs gar nicht so begeistert von dieser Idee. Aber wider Erwarten avancierte gerade dieses Konzert zu einem der Nettesten der ganzen Saison. Moderator Peter Fischer wagte sich ins Publikum und sorgte damit für eine unterhaltsame Auflockerung des Konzertes und gleichzeitig für einen bunten Mix aus den verschiedensten Genres. Und was es sicher nicht überall gibt: die vielen Besucher am Hauptplatz konnten aus einem Repertoire von über 60 Stücken wählen.

„Ozapft is“ beim Bierfest hieß es zum Abschluss einer gelungenen Sommerkonzert-Saison. Es musizierte die Gastmusikkapelle aus Scheffau unter der Leitung von Kapellmeister Lukas Wieser, und sie sorgte mit ihrem abwechslungsreichen Programm für gute Stimmung bei den Besuchern. Währenddessen verwöhnten die St. Johanner Musikantinnen und Musikanten die Gäste mit Getränken und Grillspezialitäten von Christian. Vor und nach dem Konzert spielten die „Scheffauer Gaudiburschen.“ Die Erfolgsgeschichte der Sommerkonzerte wird auch 2016 fortgeführt, und wir sind derzeit schon voll bei der Planung, sodass man sich für den kommenden Sommer wieder auf zahlreiche Highlights freuen kann.


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ELVIS LEBT !

LIVE UND WAHRHAFTIG AUF DER BÜHNE AM ST. JOHANNER HAUPTPLATZ Elvis ist nicht tot! Er wurde nicht von Außerirdischen entführt! In seinem Sarg lag 1977 nur eine Wachspuppe nebst Klimaanlage. Sie glauben es nicht? Dann lesen Sie nur weiter!

All diese Verschwörungstheorien können nicht stimmen, denn Elvis trat im Rahmen der Sommerkonzertreihe 2015 mit der Musikkapelle St. Johann in Tirol am Hauptplatz auf. Und das fulminant! Geschätzte 1500 Besucher konnten sich von der Leibhaftigkeit des „King of Rock’n Roll” überzeugen. Spaß beiseite – 2015 wäre Elvis 80 Jahre alt geworden, und seine Musik lebt immer noch weiter. So gab es am Freitag, 28. August am St. Johanner Hauptplatz die „Best Elvis Show“ von Entertainer „Marcus mit Friends.“ Zusätzlich zum Konzertprogramm der Musikkapelle bekamen die Besucher zahlreiche Hits des legendären „King of Rock’n Roll” zu hören. Die Fans begaben sich zurück auf eine Zeitreise in die großen Tage des „King of Rock’n Roll”, und Entertainer „Marcus“ verwandelte mit seinen Freunden den Hauptplatz zur Partymeile. Selbst die anschließende Fotosession des Stars mit seinen Fans dauerte eine Dreiviertelstunde. Dieser Abend war eines der meistbesuchten Konzerte in der Reihe unserer Sommerkonzerte.

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EIN SÜDTIROLER IN ST. JOHANN Der Luis aus Südtirol besuchte eine Probe unserer Musikkapelle Bis ins Ultental sei der Ruf der Musikkapelle St. Johann in Tirol als fleißige Probengeher gedrungen, erklärte uns der Luis. Weil er sich das so gar nicht vorstellen konnte, wollte er sich davon selber überzeugen. Gesagt, getan: kurz vor seinem Auftritt im Kaisersaal hörte er die Musikkapelle beim Proben und folgte den Klängen bis ins Probelokal. „Oschpele – die spuien ja går a nit aso schlechte diä Musikantn…“ Die Aufforderung vom Kapellmeister, einen Marsch zu dirigieren, verwehrte Luis mit dem Argument, er sei eher bei der Jagerei und beim Bauer-Sein daheim; und so schnell er aufgetaucht ist, war er auch schon wieder verschwunden.

FRÜHJAHRSKONZERT 2016

„VIVAT ST. JOHANN“ (ES LEBE ST. JOHANN)

Die bevorstehende 800-Jahr-Feier der Marktgemeinde St. Johann in Tirol ist der Namensgeber für unser Frühjahrskonzert 2016. Meine Überlegung war, zu diesem außergewöhnlichen Jubiläum möglichst vielen St. Johannerinnen und St. Johannern breiten Raum zu geben, ihren Ort mit eigenen Künstlerinnen und Künstlern musikalisch zu präsentieren. Wir freuen uns ganz besonders, dass unser künstlerisches Aushängeschild, die als Soloflötistin auf der ganzen Welt begehrte Daniela Koch, unser Programm solistisch bereichern wird. Helmut Maurberger arbeitet gemeinsam mit Hannes Hofinger (Texte) am Auftragswerk „Vivat St. Johann“ der Marktgemeinde St. Johann, das die 800-jährige Geschichte des Ortes musikalisch aufzuarbeiten versucht. Im „beswingten“ zweiten Teil des Konzertes werden unsere Sängerinnen Ingrid Reischl-Wimmer und Barbara Fischer, beide Mitglieder der Musikkapelle, im Duett, aber auch gemeinsam mit Linda Polak als „The Kittens“ für Stimmung sorgen. Alles in allem ein Programm, das vorwiegend mit St. Johanner Künstlerinnen und Künstlern begeistern wird - davon bin ich überzeugt.

Freuen Sie sich auf die drei Termine des Frühjahrskonzertes 2016: Mittwoch, 2. März, Freitag, 4. März und Samstag, 5. März 2016 Kapellmeister Hermann Ortner


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AUS DER CHRONIK DIE MUS I K K AP E LLE ST. J OHA N N I N T I ROL E NDE DES 20. JAHRHUN D E RT S In den letzten neun Ausgaben des St. Johanner Notenblattls behandelten wir die Entwicklung der Musikkapelle St. Johann in Tirol bis in die 1980er Jahre. Nun wollen wir das ausgehende 20. Jahrhundert näher beleuchten.

D IE MUSI KK A P ELLE S T. J O H A N N I N T I R OL I M J A HR 1996 1992 wurde Gidi Döttlinger, Bauer beim „Moar“ in Almdorf, zum Nachfolger von Obmann Gerhard Holzer gewählt. In diesem Jahr verzeichnete die Musikkapelle 41 Mitglieder und 143 Tätigkeiten. Musikalische Höhepunkte waren neben dem Frühjahrskonzert die Teilnahme am Landeswertungsspiel in Innsbruck und am Bezirkswertungsspiel in St. Ulrich. Ein Schülerkonzert in der Hauptschule sollte die Jugend für die Musikkapelle begeistern, und ein Gastauftritt in Schönwies rundete das Jahresprogramm ab. Kameradschaftlicher Höhepunkt war der Musikausflug nach Prag.

Anfang der 1990er Jahre nahm die Kapelle auch den Ausbau des Probelokals im Schwimmbadweg in Angriff. In Eigenregie wurde die Akustik durch Wandverkleidungen den Anforderungen eines zeitgemäßen Probenbetriebs angepasst. Durch den Einbau von Podesten für die


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einzelnen Reihen der verschiedenen Registergruppen konnte zudem die Sicht der Musikantinnen und Musikanten auf den Kapellmeister verbessert werden. Im Laufe der folgenden Jahre bemängelte Kapellmeister Kröll, dass zu wenig Nachwuchs zur Kapelle komme, obwohl mehrere Bläser in der Musikschule ausgebildet würden. Mit der Gründung der Landesmusikschule St. Johann in Tirol im Jahr 1994 konnte zwar die Zahl der Musikschülerinnen und –schüler gesteigert werden, die ein für die Musikkapelle relevantes Instrument erlernten. Doch dauerte es noch ein paar Jahre, bis die ersten dieser Schüler als neue Mitglieder zur Kapelle kamen. 1994 wurde die Fernsehsendung „Musikantenstadl“ aus der Turnhalle der Bundesschulen St. Johann in Tirol übertragen. Der ORF lud die Musikkapelle St. Johann zur Teilnahme an dieser Sendung ein, und so machte man im Vorfeld Tonaufnahmen von zwei Stücken. Bei der Live-Übertragung wurden diese Stücke eingespielt, während die Musikkapelle zusammen mit anderen St. Johanner Traditionsvereinen in den „Stadl“ einmarschierte.

Mit Einführung der Fußgängerzone im St. Johanner Ortszentrum begann eine neue Ära bei den Platzkonzerten. Diese fanden bisher immer im Musikpavillon statt, doch ab 1996 gab es nun jeden Freitag in den Sommermonaten Platzkonzerte auf der mobilen Bühne am Hauptplatz, was vom Publikum mit Freude aufgenommen wurde. Immerhin war der Pavillon beim Marktgemeindeamt nicht mehr ganz zeitgemäß, und auch der zunehmende Durchzugsverkehr in Richtung Fieberbrunn wurde während der Konzerte als störend empfunden. Höhepunkt des Jahres 1996 war das Bezirksmusikfest in St. Johann, das Ende Juli über die Bühne ging. Drei Tage lang gab es ein Zeltfest am Nothegger-Parkplatz, und am Sonntag fanden ein Festakt mit Feldmesse am BTV-Parkplatz sowie danach ein großer Festumzug durch den Ortskern statt. Die folgenden Jahre waren neben den üblichen Konzerten im Jahreslauf geprägt von den im Zweijahresrhythmus durchgeführten Bezirks-Wertungsspielen. 1997 nahm die Musikkapelle auch am Landeswertungsspiel in Jenbach teil, und im Jahr 2000 wurde der Große Öster-

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reichische Zapfenstreich in St. Johann aufgeführt. Im selben Jahr legte Gidi Döttlinger bei der Jahreshauptversammlung seine Obmannschaft nieder, zum neuen Obmann wurde der Finanzbeamte Walter Schlemaier gewählt. In den folgenden Jahren wurde die Nachwuchsarbeit wieder forciert, und so beteiligte sich die Musikkapelle regelmäßig an den Tagen der offenen Tür der Landesmusikschule, um dadurch wieder mehr Jugendliche anzusprechen, ein Blasinstrument zu lernen. Die Konzerte zum 1. Mai wurden ab 2001 gemeinsam mit dem Trachtenverein Edelraute als St. Johanner Maifest veranstaltet. Unter Kapellmeister Wilhelm Kröll gab es auch mehrere Auslandsfahrten und Konzertgastspiele: 1987 eine Werbefahrt nach Hamburg mit Christbaum-Übergabe, 1991 die Teilnahme am Bezirks-Musik-

DE R AUSSC HUSS 1 9 9 6 - ER S TE R EI H E V O N L I N KS : JO HA N N ES PU CHL EIT N ER, HA N S SCHWA IGER, WIL HEL M KRÖL L , GIDI DÖT TLI NG E R , AND RE A S EG GER . ZW EI TE R EI H E V O N LIN KS: ROL A N D MAT T EV I, HA N S T REFFER, PET ER FISCHER, MARTIN GRASS M ANN, WALT E R S C H L EM A I ER , M A R KU S S TEGER.


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ST. JOHANNER NOTENBLATTL folger gefunden werden, und so wurde der Justizbeamte Rudolf Friesinger zum neuen Kapellmeister gewählt. Er war vorher schon einige Jahre Kapellmeister von Jochberg gewesen. Wilhelm Kröll übergab einen wohlbestellten Verein mit 44 aktiven Mitgliedern. In den 18 Jahren seiner Tätigkeit als Kapellmeister konnte er auf insgesamt 2.463 musikalische Tätigkeiten zurück blicken, darunter 11 Wertungsspiele und über 300 Konzerte.

B E I M W ERTUN G SSP IEL 1 9 9 8 IN WAIDRING WU RD E E I N „ A U SG EZ EI CHN ETER ERFOLG“ ERRUNGEN.

Lesen Sie in der nächsten Ausgabe des St. Johanner Notenblattls von der Zeit unter Kapellmeister Rudolf Friesinger.

fest in St. Johann im Walde, 1996 eine Werbefahrt zum Schützenfest nach Vorsfelde bei Wolfsburg und ein Konzert in Hippach, 1997 ein Konzert in Bad Heroldsbach in Oberfranken, 2000 ein Gastkonzert in Obernberg am Brenner und 2001 ein Konzert beim Musikfest in Melk. Kameradschaftliche Höhepunkte waren immer die Musikausflüge, die zur Rocky Horror Picture Show nach Wien, zum Musical Miss Saigon in Stuttgart, nach Triest und Slowenien führten. Außerdem wurde auch eine Rasenshow mit Blaskapellen aus ganz Europa im Tivolistadion Innsbruck besucht. Im Zuge eines Projektes des Vereins Musik Kultur St. Johann, einen Lokalradiosender mit dem bezeichnenden Namen „Hochkar-Äther“ zu starten, gestaltete die Musikkapelle St. Johann in Tirol eine eigene Radiosendung, die den Titel „Vom Tuten und Blasen“ trug. Dabei stellte sich der Verein von den verschiedensten Seiten der interessierten Öffentlichkeit vor. Bei der Jahreshauptversammlung im Jänner 2003 legte Kapellmeister Wilhelm Kröll seine Funktion nach 18 Jahren fruchtbarem Wirken nieder. Da er diesen Schritt bereits ein Jahr zuvor angekündigt hatte, konnte früh genug ein Nach-

B EIM F RÜHJ AHRS KON ZERT 2 0 0 3 ÜB ERGAB K APE L L M E I S T E R WILH EL M K RÖL L (RE C HT S ) D EN TAK T S TOC K AN S E I N EN NA CHF OL GE R RU D OL F F RI ES I N GER.

Öffnungszeiten Bar 1800 bis 0200   Dienstag Ruhetag

Öffnungszeiten Restaurant 1000 bis 2300

Dienstag Ruhetag


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GASTKOMMENTAR

HERMANN SCHREDER Jeder Mensch reagiert auf Musik. Jeder auf seine Art und Weise, je nach Gemütsverfassung. Der eine auf fröhliche Art, der andere in Wehmut. So ist die Musik ein weltweit natürliches Phänomen. Ein großer Dichter sagte einmal. „Ohne Musik ist das Leben ein Irrtum.“ So können wir in unserer Heimat froh sein, dass in unserer Kultur viel musiziert wird. Da sind unsere Musikkapellen ein wichtiger Baustein. Gibt es etwas Schöneres, als mit netten Menschen musikalisch zu kommunizieren? Egal welches Geschlecht, welche Berufe und welche Hautfarbe. Dabei gibt es aber doch Letztendes einen Meister, der das letzte Wort haben muss, meistens der Dirigent oder Kapellmeister. Also doch eine kleine Diktatur, aber ohne die es wahrscheinlich nicht funktionieren würde.

MUSIK MUSIK MUSIK

Um Musik zu verstehen, bedarf es keiner Bildung und keines Wissens, sondern man braucht nur einen Sinn für das Schöne und Wahre zu haben. Darum ist es egal, welche Art von Musik man hört, man kann sich seine eigene Meinung darüber machen, denn es gibt nichts Vielseitigeres als Musik. Dem einen gefällt diese Art, dem anderen gefällt sie nicht, aber wenn man bereit ist, zu hören, ist in jeder Musik, ob klassisch, neuzeitlich oder volkstümlich, für jeden etwas darin. Mit der Interpretation ist es genauso. Jeder Musiker spielt die Musik der Meister auf seine menschliche, charakteristische Art anders. Das ist eben die musikalische Verständigung in allen Sprachen der Welt. Die Musikkapelle St. Johann Tirol ist bekannt für ihre Experimentierfreudigkeit. Das ist ein großer Vorteil in der heutigen Zeit. Man spricht dabei alle Schichten des Publikums an und die Musikkapelle wirkt nie altmodisch. Sie darf nur das Alte, Traditionelle nie ganz verlassen. So leben wir heute in einer Zeit, die sehr aufgewühlt und emotional ist. Da gilt es dann für jeden Musikanten – ob jung oder alt – das Musikinstrument zu nehmen und in die Musikprobe oder zu einem schönen geplanten Konzert zu gehen und sich mit netten Menschen musikalisch zu unterhalten. Das funktionierte in der Musikkapelle St. Johann in Tirol in meiner neunjährigen Dienstzeit wunderbar und wird auch heute noch brav praktiziert. Denn Musik bildet Freundschaft und Freundschaft heißt Leben. Euer Hermann Schreder


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NEUWAHLEN DES VORSTANDES Im Vorstand werden, beginnend mit der Christbaumversteigerung im Jänner, den drei Frühjahrskonzerten im März, dem Maikonzert und den Sommerkonzerten alle wichtigen musikalischen und nichtmusikalischen Veranstaltungen unseres Vereins geplant. Dabei geht es in erster Linie um das organisatorische „Drumherum.“ Immer auch um neue Ideen, die unseren Veranstaltungen das gewisse „Etwas“, den richtigen Pep und einfach genau das geben, damit die Leute unsere Veranstaltungen besuchen. Ob es sich dabei um die „Fahrt ins Blaue“ oder die „Katz im Sack“ als neue Versteigerungsobjekte bei der Christbaumversteigerung oder um ein passendes Motto für ein Sommerkonzert handelt – von den Mitgliedern des Vorstandes ist immer wieder aufs Neue Kreativität gefordert, neue Ideen. Je verrückter, desto besser. Nur ist es mit Ideen alleine nicht getan, in der Folge braucht es auch die Ausdauer, die Ideen in die Tat umzusetzen. Gemeinsam werden die organisatorischen Dinge geplant. Und dann werden die Aufgaben verteilt, und jede und jeder hat der Funktion entsprechend genug zu tun. Drei Jahre dauert eine Amtsperiode, und so standen bei der heurigen Generalversammlung, die traditionell nach dem Cäcilienkirchgang stattfindet, wieder Neuwahlen auf dem Programm.

Folgende Musikantinnen und Musikanten wurden heuer in den Vorstand gewählt: Hermann Ortner, Kapellmeister Rudolf Friesinger, Stellvertreter Manfred Döttlinger, Obmann Stefan Jöchl, BSc und DI Bernard Embacher, Stellvertreter Stefanie Prosser-Widmoser, Kassierin Teresa Födermair, Stellvertreterin Ursula Beltermann, Medienreferentin/Schriftführerin Stefanie Treichl, Stellvertreterin Hannes Graßmann, Jugendreferent HR Walter Schlemaier, MA, EDV-Referent Michael Sinnesberger, Trachtenwart Monika Jöchl, BSc, Stellvertreterin Matthias Seiwald, Notenwart Christina Leitner, Stellvertreterin Michael Sammer, Zeugwart Franz Egger und Gerhard Hauser, Kassaprüfer Leider nicht mehr kandidiert haben bei den heurigen Neuwahlen Anna Schwaiger (Obmann-Stv./Kassierin-Stv.), Mag. Peter Fischer (Schriftführerin-Stv.) Fabian Ortner (Instrumentenwart-Stv.) Hans Treffer (Zeugwart).

Wir möchten uns in diesem Rahmen bei allen scheidenden Vorstandsmitgliedern für die tolle Arbeit ganz herzlich bedanken!


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EHRUNGEN 2015 IN DER MUSIKKAPELLE ST. JOHANN IN TIROL Urkunden, Ehrenzeichen und Jungmusiker-Leistungsabzeichen Wie jedes Jahr konnte Obmann Manfred Döttlinger auch bei der heurigen Generalversammlung wieder einige Ehrungen vornehmen. Seit mittlerweile 10 Jahren ist Hermann Ortner nun schon Kapellmeister der Musikkapelle St. Johann, und ebenso lange hat die Musikkapelle mit Barbara Fischer eine Sängerin als Mitglied. Auch Anna Schwaiger, Georg Jöchl und Mario Sammer erhielten die Urkunde und das Abzeichen für die 10-jährige Mitgliedschaft bei der Musikkapelle St. Johann. Für 15 Jahre wurde Johanna Leitner mit der Verdienstmedaille in Bronze des Österreichischen Blasmusikverbandes ausgezeichnet, und Andreas Schwaiger wurde für 20 Jahre Mitgliedschaft bei der Musikkapelle St. Johann geehrt. Günther Huber hat sich seit Jahren als besonderer Freund und Gönner unseres Vereines hervor getan, er wurde daher mit dem Ehrenzeichen für Förderer der Tiroler Blasmusik ausgezeichnet.

Hier blüht Ihnen was!

Auch unsere jungen Talente waren im heurigen Frühjahr sehr fleißig und durften bei der Generalversammlung nun endlich ihre Jungmusiker-Leistungsabzeichen in Empfang nehmen. Alexander Edenhauser (Trompete), Lucas Beltermann (Schlagzeug) und Nadine Zelezny (Querflöte) haben die Prüfung zum Jungmusiker-Leistungsabzeichen in Bronze abgelegt, Daniel Egger (Klarinette) das Junior-Leistungsabzeichen. Das Leistungsabzeichen in Silber konnten Teresa Födermair, Viktoria Gartner (beide Querflöte) sowie Christina Leitner (Trompete) und Mario Sammer (Posaune) erspielen. Auch über ein Leistungsabzeichen in Gold darf sich die Musikkapelle heuer freuen. Josef Fuchs hat auf seiner Klarinette das Leistungsabzeichen in Gold mit ausgezeichnetem Erfolg bestanden.

Wir gratulieren allen unseren geehrten Musikantinnen und Musikanten!

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2016 - EIN EREIGNISREICHES JAHR

STEHT FÜR DIE MUSIKKAPELLE ST. JOHANN INS HAUS Die St. Johanner Musikkapelle ist im Jahr 2016 auch außerhalb der Gemeindegrenzen unterwegs: Am 24. April 2016 werden wir die Feller-Schützenkompanie nach Innsbruck begleiten, wo sie die ehrenvolle Aufgabe übernommen hat, die Ehrenkompanie beim Landestreffen der Tiroler Schützenkompanien zu stellen. Wir sind dabei für die musikalische Umrahmung des Festaktes und der Feldmesse zuständig. Am 6. Mai 2016 haben wir dann die große Ehre, ein Konzert auf dem Salzburger Residenzplatz im Rahmen der „Salzburger Festspiele der Blasmusik” zu spielen. Als Abschluss dieses Konzertes werden wir im Salzburger Dom das Hauptstück des letztjährigen Frühjahrskonzerts, „ESCAPES – für alle, die nicht flüchten können“ aufführen. Am zweiten Juni-Wochenende geht die Reise nach St. Johann im Pongau zum bereits traditionellen St. Johanner-Treffen der dortigen Bauernmusikkapelle. Dabei versammeln sich die Musikkapellen aus 11 St. Johanns aus ganz Österreich. Auch wir sind wieder mit einem Konzert dabei und nehmen auch am großen Umzug durch die Pongauer Bezirkshauptstadt teil, wo wir voller Stolz unsere Gemeinde vertreten werden. Ende Juni starten dann die Sommerkonzerte am Hauptplatz, und wir werden wieder jeden Freitag Unterhaltung auf hohem Niveau bieten. Mit der kulinarischen Verpflegung und dem Flair des Platzes werden die Konzerte sicher zu besonderen Erlebnissen. Mehrere Gaststars haben sich bereits angesagt, um im kommenden Sommer mit der St. Johanner Musikkapelle zu musizieren.

Im Herbst sind wir dann zu einem Frühschoppen nach Kirschlag in Oberösterreich eingeladen. Unsere Schlagzeugerin Maria ist gebürtige Kirschlagerin und war dort lange als Schlagzeugerin tätig. So freuen wir uns schon auf einen zünftigen oberösterreichischen Frühschoppen.


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NEUE MUSIKANTINNEN UND MUSIKANTEN DER MUSIKKAPELLE ST. JOHANN IN TIROL

Auch heuer dürfen wir uns wieder über einige Neuzugänge in unserer Kapelle freuen. Dabei ist besonders hervorzuheben, dass nicht nur junge Musikschüler den Weg zu unserer Kapelle finden sondern immer wieder auch langjährige Musikanten aus nah und fern so begeistert von uns sind, dass sie sich entschließen, bei uns mitzuspielen. Zwei davon verstärken seit heuer unser Trompetenregister. Andreas Almberger, Trompeter und bereits Mitglied bei unserer Kapelle von 1984 bis 1991, sowie Bernhard Hennig, den es aus beruflichen Gründen von Vorarlberg ins Tiroler Unterland verschlagen hat. Er war von 1988 bis 1997 als Trompeter Mitglied der Stadtmusikkapelle Feldkirch, und hat im Sommer in unseren Reihen begonnen. Die Kärtnerin, Ulli Reinsperger, stieß im Herbst zu uns und spielt seither im Flügelhorn-Register.

Mit Lucas Beltermann und Philip Pichler senken zwei junge Talente seit dem Frühjahr den Altersdurchschnitt unseres Schlagzeugregisters ganz beträchtlich. Auch sie sind mit großer Freude und viel Spaß bei der Sache. Daniel Egger, jüngster Spross der Musig-Dynastie Egger und auch einer der Jüngsten unserer Kapelle, spielt seit den Sommerferien im Klarinettenregister mit. Ganz besonders freut es uns, dass heuer gleich vier neue Marketenderinnen in unseren Reihen angefangen haben. Mit Lisa und Carmen Baur haben sich zwei ganz tolle Osttiroler Schwestern gefunden, die unseren Musig-Schnaps unter die Leute bringen, Nina Wieder und Alina Edenhauser machen unser Kleeblatt komplett.


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Grund zum Feiern -

Runde Geburtstage von 50 aufwärts Michael Graßmann – 50 Jahre Im März feierte Michael Graßmann seinen 50. Geburtstag. Bereits seit 1979 ist er Mitglied in unserer Kapelle, und inzwischen spielen auch schon zwei seiner Kinder in unseren Reihen. Als Bassklarinettist sorgt er für das klangliche Fundament im Klarinettenregister. Unserem Mich nochmals herzliche Glückwünsche zum runden Geburtstag!

Franz Egger 70 – Jahre Im Mai gratulierten wir unserem Ehrenmitglied Franz Egger mit einem Ständchen zum 70. Geburtstag. Über viele Jahre war er als Flügelhornist und Tenorist aktives Mitglied unserer Kapelle. Franz Egger war im Ausschuss als Schriftführer und Trachtenwart tätig und leitete von 1980 bis 1987 die Geschicke unseres Vereins als Obmann. Heute überwacht er als Kassaprüfer unsere Finanzen. Seine drei Söhne waren alle aktive Mitglieder unserer Kapelle, der älteste ist es heute noch, und auch dessen zwei Söhne spielen inzwischen schon in unseren Reihen mit, was den Opa natürlich besonders freut. Wir wünschen unserem Franz alles Gute und noch viele Jahre in Gesundheit mit viel Freude an der Musik.


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AUS DEM STANDES

HOCHZEIT

AMT Im Oktober gaben sich unsere Saxophonistin Christina Födermair, BEd und Hannes Döttlinger das Jawort in der St. Johanner Pfarrkirche, nachdem sie schon im Sommer die standesamtliche Trauung feierten. Wir gratulierten dem Brautpaar mit einem Ständchen vor der Kirche und überreichten ein Erinnerungsgeschenk der Musikkapelle. Christina Födermair begann ihre Laufbahn bei der Musikkapelle St. Johann in Tirol im Jahr 2006 als Marketenderin, und bereits seit sieben Jahren spielt sie Tenorsaxophon in unseren Reihen. Wir möchten Christina und Hannes Döttlinger auf diesem Wege noch einmal alles Gute für ihren gemeinsamen Lebensweg wünschen!


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TAKTSTOCKGESCHICHTEN DIE ENTWICKLUNG

DES TAKTSTOCKS

MIT DEM TAKTSTOCK, DEM „GERÄUSCHLOSESTEN“ ALLER INSTRUMENTE, WIRD MUSIK GESTALTET – IM BILD KAPELLMEISTER HERMANN ORTNER BEIM FRÜHJAHRSKONZERT 2015

Vom Zeremonienstab zum dünnen Stöckchen – ein Prozess der Verkleinerung Was ist das Instrument eines Dirigenten? Das Orchester, die Noten, die Partitur? Die Kreativität? Ist der „Stock“ nun Instrument oder Werkzeug? Der Dirigent schimpft immer mehr über den Klang des Orchesters, bis dieses einmal komplett den Einsatz verweigert. Der Konzertmeister erklärt dem Dirigenten: „Sehen Sie: so klingt ein Taktstock!“ Viele Dirigenten werden nicht erst seit dem „Harry-Potter-Zeitalter“ mit Zauberern, Magiern oder Dompteuren verglichen. Liegt es an ihrer Aura oder an ihrer Kunst im Umgang mit diesem Stock – oder müsste man sagen mit diesem „Zauberstab?“ Wenn man sich die fast dreitausendjährige Geschichte des Taktstockes anschaut, könnte man sie als einen einzigen Verkleinerungspro-

zess bezeichnen. Die erste Aufzeichnung über den Gebrauch eines Taktstocks geht bis ins Jahr 709 v. Chr. zurück und handelt von „Pherekydes von Patrae, dem Rhythmus- oder Taktgeber“. Er platzierte sich in der Mitte (von 800 Musikern), setzte sich auf einen hohen Sessel, schwenkte einen goldenen Stab, und die Musiker auf den Flöten und Cathara, die in einem Kreis um ihn angeordnet waren. Als Pherekydes mit dem goldenen Stab ein Zeichen gab, begannen alle Musiker in einem und demselben Tempo zu spielen. In der Zeit des grauen Mittelalters stoßen wir auf vereinzelte Quellen und Versuche, die Musik mit Gebärden oder Zeichen zu koordinieren und zu vermitteln. Es blieb dabei aber vorwiegend bei der „Hand-Arbeit.“ Die vielleicht heute noch bekannteste Methode ist die „Guidonische Hand“ von Guido von Arezzo. Ab dem 17. Jahrhundert finden


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sich immer wieder Berichte, Bilder und Aufzeichnungen, welche die Dirigenten mit einem mannshohen Zeremonienstab abbilden, mit dem sie den Takt auf den Boden schlagen. Sie signalisierten dabei mit kraftvollen Stößen das Tempo. Dass diese Dirigiertechnik nicht ungefährlich war, zeigt das verhängnisvolle Schicksal von Jean-Baptist Lully, dem Hofkapellmeister des Sonnenkönigs Ludwig XIV. Er zertrümmerte sich – laut Überlieferung am 8. Januar 1687 bei einer Aufführung – einen seiner Zehen und starb zwei Monate später an den Folgen einer Blutvergiftung. Es wurde in dieser Zeit aber nicht nur mit dem schweren, Respekt einflößenden Zeremonienstab dirigiert. Es existieren auch Aufzeichnungen, dass gegen Ende des 16. Jahrhunderts die Nonnen im Kloster San Vito lo Capo bereits kleine Taktstöcke gebrauchten. Die Ensembleleiter benutzten bis Anfang des 19. Jahrhunderts zur Fixierung des Tempos und zur Organisation einer Aufführung sehr unterschiedliche Methoden. Sehr verbreitet waren Papieroder Notenrollen. Einheitliche und verbindliche Dirigierschemata im heutigen Sinne existierten noch keine. Zum akustischen Taktschlagen verwenden die Leiter damals häufig auch Geigenbogen. Die Kirchenmusiker hingegen schlugen den Takt gerne mit einem Schlüssel oder Metallstück auf der Orgelbank. Ein findiger Kapellmeister aus Syrakus soll sogar ein Taschentuch an den „Taktstock“ gebunden und diesen wie eine Fahne über den Kopf geschwungen haben. Den kurzen Taktstock oder Dirigentenstab in der heutigen Form kennen wir erst ab

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Anfang des 19. Jahrhunderts mit Beginn der Romantik, als die Kompositionen differenzierter, die Orchester und Chöre größer wurden und daher einen Dirigenten erforderten. Wer, wo und wann der kurze Stab das erste Mal eingesetzt wurde ist jedoch unklar. Carl Maria von Weber soll den Taktstock bereits 1817 in Dresden eingeführt haben, gleichzeitig mit Ludwig Spohr in Frankfurt. Letzterer nahm zudem für sich in Anspruch, bei einer Londoner Aufführung seiner zweiten Sinfonie den Dirigentenstab 1820 nach England gebracht zu haben. Solche und auch andere Behauptungen sind jedoch mit Skepsis zu betrachten. Eine Zeichnung der Londoner Uraufführung der Oper „Oberon“ (1826) von und mit Carl Maria von Weber zum Beispiel zeigt diesen mit einer Notenrolle in der Hand. 1820 wurde an der Pariser Oper auf Verlangen des Opernorchesterchef François Antoine Habeneck sogar wieder die alte, eher schwerfällige Methode eingeführt. Der Takt wurde für fast fünfzig Jahre wieder mit dem Geigenbogen geschlagen. Erst 1867 feierte der Taktstock an der Pariser Oper seine Renaissance. In London setzte sich der Taktstock bereits 1833 am königlichen Opernhaus durch, während an der St. Pauls Cathedral noch bis 1896 der Einsatz von Papierrollen belegt ist. Felix Mendelssohn dirigierte 1835 das Leipziger Gewandhausorchester erstmals mit einem Stab. Um 1870 begann sich der heutige, geräuschlose Taktstock

Guidonische Hand

Guido von Arezzo (992 – 1050)

In mittelalterlicher Musik war die Guidonische Hand ein Hilfsmittel zur Orientierung im Tonsystem; sie diente als Anschauungsobjekt und als Gedächtnisstütze. Jedem Fingerglied wurde eine bestimmte Tonstufe des Hexachord Systems zugeordnet. Ein solches Hilfsmittel mag bereits von Guido von Arezzo benutzt worden sein, der Anleitungen zum Erlernen von Chorälen und zum Notenlesen schrieb.


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gegen die anderen wirren Traditionen und Praktiken durchzusetzen. Eine Theorie dazu meint, dass dieser Trend erst durch die etwa gleichzeitig stattfindende Einführung der elektrischen oder gasbetriebenen Beleuchtung ermöglicht wurde. Dies gestattete ein gleichmäßiges Ausleuchten der Räume. Zuvor hätten Konturen des dünnen Stäbchens wohl kaum wahrgenommen werden können. Der Dirigent war nun nicht mehr nur lebendiges Metronom. Er vermittelte dem Orchester mit Hilfe seiner Gesten und des damals ungefähr 50 Zentimeter langen, teils kunstvoll mit Silbereinlagen oder Schnitzereien verzierten Stabs aus Elfenbein oder Ebenholz seine Interpretation eines Werks. Er und sein dünnes „Stäbchen“ standen oder stehen seit dieser Zeit im wahrsten Sinn des Wortes im Zentrum des Geschehens. So konnte oder kann der Dirigent als Selbstdarsteller oder Dompteur agieren – wie dies Hector Berlioz getan haben soll, der sich beim Dirigieren nicht dem Orchester, sondern anscheinend „wild gestikulierend“ dem Publikum zuwandte. Oder er kann sich mit dezenten, wohlüberlegten Gesten zurücknehmen und der Musik ihren Platz lassen. Die heutigen Taktstöcke sind noch kleiner und vor allem viel leichter geworden. Ein Taktstock besteht hauptsächlich aus ausbalanciertem Holz – häufig aus Balsaholz oder anderen leichten Holzarten oder aus Fiberglas und misst nur noch 30 bis 40 Zentimeter.

das Trommelfell durchbohrt und ein finnischer Dirigent stach sich bei einer Aufführung in den Oberkörper, zog den Stab hinaus, wischte das Blut ab und setzte das Konzert fort. Für einen anderen finnischen Dirigenten – Leif Segerstam – hielt der Dirigentenstab eine andere, unblutige Überraschung bereit. Ihm rutschte nämlich sein Taktstock bei einem Konzert aus der Hand und anscheinend wie Amors Pfeil vor den Füßen seiner späteren Frau. Ob gerolltes Notenblatt, Papier, Geigenbogen, Zeremonienstab, Zahnstocher oder „von Hand“, die Liste der Gegenstände ist immens. Der Taktstock ist heute aber kein Machtsymbol mehr wie noch zu Lullys Zeit, sondern ein Mittel zu Kommunikation, um die vollkommenste, beste Musik aus den Musizierenden zu locken – oder eben zu zaubern. Reto Naef, Schweiz Abdruck mit freundlicher Genehmigung des Autors

Wenige – auch große Dirigenten wie Pierre Boulez oder Kurt Masur – haben den „Schrumpfprozess“ noch weiter getrieben und kommen sogar ohne Taktstock aus. Dass das Dirigieren auch heute noch gefährlich ist, aber nicht wie in Lullys Fall gerade zum Tod führen muss, zeigen diese skurrilen Beispiele. Georg Solti hat sich bei einer Aufführung ins Auge gestochen; er musste die Aufführung mehrere Minuten unterbrechen. Der israelische Dirigent Eliahu Inbal musste nach dem gleichen Unglück sofort ins Spital gebracht werden. Der niederländische Dirigent Bernhard Haitink stach sich mit dem Stock in den Handballen. Der Stock brach, und Haitink musste sich ein gut vier Zentimeter langes Holzstück aus der Hand operieren lassen. Ein Schüler von Herbert Blomstedt hat sich mit dem Stab

DER HOFKAPELLMEISTER DES SONNENKÖNIGS LUDWIG XIV., JEAN BAPTIST LULLY (1632 – 1687) KAM DURCH SEINEN TAKTSTOCK ZU TODE.


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NEUER BEZIRKSKAPELLMEISTER DES MUSIKBEZIRKS ST. JOHANN IN TIROL

Der neue Bezirkskapellmeister des Musikbezirks St. Johann in Tirol heißt Alois Brüggl. Nachdem Josef Deisenberger im Frühjahr 2015 überraschend das Amt des Bezirkskapellmeisters niederlegte, war ein langer Entstehungsprozess vonnöten, um dieses Amt nachzubesetzen. Vizekapellmeister Klaus Lackner und Bezirksobmann Michael Werlberger hatten alle Hände voll zu tun, um für das Amt des Bezirkskapellmeisters den Richtigen zu finden. Schließlich stellte sich der Kapellmeister der Musikkapelle Hochfilzen zur Verfügung. Alois Brüggl ist sozusagen ein „alter Hase“ im Blasmusikgeschehen und genießt hohes Ansehen für seine Arbeit. Er leitete über 23 Jahre lang die Bundesmusikkapelle St. Ulrich am Pillersee und führte sie als eine der besten Kapellen in der Region. 2010 kam der Wechsel zur Musikkapelle Hochfilzen. Brüggl gestaltete zum einen maßgeblich den Neubau des Kultur- und Sportzentrums Pillersee und zum anderen den Um- bzw. Neubau des Probelokals der Musikkapelle Hochfilzen.

www.ginne.at · Foto: www.markus-mitterer.com

Wir gratulieren Alois Brüggl zur Wahl zum Bezirkskapellmeister des Musikbezirks St. Johann in Tirol.

Reservieren Sie Ihre Weihnachtsoder Familienfeiern im Cafe Restaurant Panorama oder im Edelweißhof.

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Reservierungen und Informationen unter Tel. Nr. 0535265858 oder Hdy. 06766916140 Jochbergerstraße 129 • A-6370 Kitzbühel Tel.: +43 (0)5356 73399-0 • office@kitz-elektro.at • www.kitz-elektro.at


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CHRISTBAUMVERSTEIGERUNG 2015 Als Erfolgsgeschichte kann man mit Fug und Recht die Christbaumversteigerung der Musikkapelle St. Johann in Tirol betiteln. Seit vielen Jahren schon wird die Vereinskasse mit dieser Veranstaltung aufgebessert, und in den vergangenen Jahren konnte wieder ein deutlicher Aufschwung festgestellt werden.

Als treue Fans entpuppen sich wie jedes Jahr die Bergwirte vom Kitzbüheler Horn. Franz Grander vom Hotel Schöne Aussicht scharte bereits vor Jahren einige der treuesten Fans der Musikkapelle um sich, nämlich Paul Seiwald vom Gasthof Hirschberg, Hans Mettler vom Berggasthof Pointen, Hans Berger von der Harschbichlalm, um mit ihnen den St. Johanner Hauptplatzwirten das Fürchten beizubringen.

Gleich bildeten sich auch Gegenlager bei den Steigerern rund um August Salcher von der BP Tankstelle sowie um die Familien Staffner und Egger. So ging das fröhliche Steigern um die vielen hochwertigen Preise los. In den vergangenen Jahren konnten wir einen leichten Anstieg der Besucher und einen massiven Anstieg beim Ergebnis der Christbaumversteigerung verzeichnen.


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DIE ER FOLG S GES C H IC H TE GE H T W E I T E R

Versteigerer Mag. Leo Hofinger bringt die „Fahrt ins Blaue“ unter den Hammer Besuchen auch Sie uns doch bei der Christbaumversteigerung 2016, am 5. Jänner ab 20 Uhr im Kaisersaal St. Johann in Tirol. Viele hochwertige Preise wie ein Reisegutschein, Metallskulpturen von der Kunstschmiede Feller, eine Krippe, die berühmten Vereinsjausen, Bauernbrot und Speck sowie Käse von den hiesigen Bauern sind ebenso im Angebot, wie viele nützliche Artikel, die dankenswerterweise von der St. Johanner Wirtschaft zur Verfügung gestellt werden.

Obmann Manfred Döttlinger (links) und Kapellmeister Hermann Ortner (rechts) mit Hannes Nothdurfter, Chef des Reisebüros Sonnenschein und Sponsor des Hauptpreises mit der glücklichen Gewinnerin Isabella Volk-Raß.


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BEZIRKSMUSIKSCHIRENNEN 2015 Bei strahlendem Sonnenschein ging am 14. Februar das alljährliche Bezirksmusik-Schirennen des Musikbezirks St. Johann über die Bühne. Die Musikkapelle Kirchdorf veranstaltete das Rennen beim Leitenlift in Kirchdorf.

UNSERE TEILNEHMER UND FANS WAREN VOLL MOTIVIERT

SICHTLICH ERLEICHTERT NACH DEM RENNEN… Unsere jüngsten Musikanten zeigten ihr sportliches Können, und so holte sich Gregor Salinger in der Altersklasse U14 souverän den Tagessieg mit einem Vorsprung von über 7 Sekunden. Alexander Edenhauser erreichte in derselben Klasse den ausgezeichneten 3. Platz. Dazu erreichten Monika Jöchl bei den Snowboardern und Christina Leitner in der Klasse U16 weiblich jeweils den ausgezeichneten 2. Platz. Dank dieser großartigen Leistungen durften wir uns heuer erstmals über ein respektables Gesamtergebnis freuen und wurden nicht Letzte.

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GREGOR SALINGER AUF DEM SIEGERPODEST, ALEXANDER EDENHAUSER WURDE DRITTER

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KLAUSUR 2015

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Es ist mittlerweile schon Tradition, dass sich der Vorstand nach einer langen Sommerkonzert-Saison in die Abgeschiedenheit einer Almhütte zurückzieht, um die vergangene Saison aufzuarbeiten, über Probleme zu diskutieren und neue Ideen und Visionen für das kommende Jahr zu finden und darüber zu beraten. Heuer war es der idyllisch gelegene Bauernhof Wald am See mit Blick auf den herbstlichen Schwarzsee, der die teilnehmenden Vorstandsmitglieder zu neuen Ideen inspirierte. Wie immer ging die Arbeit gleich nach der Ankunft los. Intensiv haben sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit der vergangenen Saison auseinandergesetzt. Und mit dem Ende November stattfindenden Symposium „Einbahnstraße Blasmusik?“ Nach ein paar Bläserweisen vor dem Haus und einer kurzen Stärkung bei Kaffee und selbstgebackenem Kuchen stand bereits der nächste Programmpunkt auf der Tagesordnung. Immer wird zu diesen Klausuren auch ein Gastreferent eingeladen. Heuer war es Lerncoach und Mentaltrainer Peter Brandstätter aus Waidring, der uns Interessantes zum Thema „Stärkung der mentalen Fähigkeiten in Stress-Situationen“ berichten konnte. Etwas, das einige der Teilnehmer bei den kommenden Konzerten gleich in die Tat umsetzen werden können.

Nach einem vorzüglichen Abendessen wurde über die offenen Themen weiter diskutiert, ehe mit dem „Stubengeflüster“ der wichtigste Programmpunkt des Abends erst noch bevorstand. Am zweiten Tag ging es dann um Zukunftsvisionen und um die ganz persönlichen Vorstellungen der einzelnen Klausurteilnehmer, in welche Richtung sich die Musikkapelle St. Johann in Tirol weiter entwickeln sollte. Alles in allem war es ein konstruktives Wochenende mit vielen neuen Ideen und kreativen Vorschlägen, wobei auch die Kameradschaftspflege und das gemeinsame Musizieren nicht zu kurz kamen.


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DER BESONDERE TREFFPUNKT

DIE MUSIGBAR BEI DEN SOMMERKONZERTEN

Zu einem Highlight und besonderen Treffpunkt bei den Sommerkonzerten der Musikkapelle St. Johann in Tirol hat sich in den vergangenen Jahren unsere Musigbar entwickelt. Maßgeblich zum Erfolg der Musigbar haben die vielen fleißigen Helferinnen und Helfer beigetragen, die von uns liebevoll „die Barcrew“ genannt werden. Da die Musikantinnen und Musikanten ja im Einsatz auf der Bühne sind, wurden Angehörige, Freunde und Bekannte gefragt, ob sie mitmachen würden und einen Abend beim Sommerkonzert die Bar betreiben könnten. Das Echo war groß, und schon wurden die Freiwilligen eingeteilt. Heuer stellten sich zum ersten Mal bekannte Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens als Barcrew zur Verfügung. Mit Bürgermeister Mag. Stefan Seiwald, Gemeinderat Hubert Almberger und Brauereichef Günther Huber hinter dem Tresen wurde ein Rekordergebnis eingefahren. Viele Gäste des Sommerkonzertes ließen sich die Chance nicht entgehen, einmal ein Bier vom Bürgermeister, Gemeinderat oder Brauereichef persönlich serviert zu bekommen. Andere honorige St. Johannerinnen und St. Johanner stehen für den Sommer 2016 bereits in den Startlöchern und wollen den Umsatz-Erfolg des Bürgermeisters noch toppen. Wir werden sehen. Es gilt, allen Helferinnen und Helfern der Musigbar sowie jenen, welche die Infrastruktur rund um die Sommerkonzerte aufbauen, besonders herzlich für ihre hervorragende, freiwillige Arbeit zu danken. Sie tragen maßgeblich dazu bei, dass die Musikkapelle St. Johann in Tirol ihre Konzerte in dieser Qualität durchführen kann. Vergelt‘s Gott!

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„MUSIK (F)LIEGT IN DER LUFT“...

...lautete das Motto der „Sainihånser Faschingsgaudi“ 2015, zu der das Faschingskomitee wieder auf den Hauptplatz lud. Natürlich ließ es sich auch die Musikkapelle nicht nehmen, das Narrenfest mit ihrer Anwesenheit zu beehren. Das Motto „Musik liegt in der Luft“ wurde dabei sehr wörtlich genommen… Und der Spaß begann für die Musikanten schon mit dem Aufblasen der Luftballons. Zum ersten Mal haben wir zu diesem besonderen Anlass Musikschüler und mögliche künftige Musikanten eingeladen, uns bei diesem Event musikalisch zu unterstützen. Und sie hatten dann auch jede Menge Spaß bei ihrer ersten „offiziellen“ Ausrückung. Und noch eine Premiere gab es an dem Tag: unsere neue „Stabführerin“, die ihre Aufgabe souverän gemeistert hat. Es war ein gelungenes Faschingsfest am Hauptplatz, und am 9. Februar 2016 wird unter dem Motto „800 Jahre St. Johann in Tirol“ bei der 5. Sainihånser Faschingsgaudi zusammen mit der Musikkapelle St. Johann in Tirol wieder die Post abgehen.

Die Musikanten hatten schon viel Spaß beim Aufblasen und Einfangen der Luftballons…

Nicht nur auf der Bühne waren die Musikanten an diesem Nachmittag leicht zu finden… Aggstein Edelbrände GmbH Mauthfeld 2 6380 St. Johann in Tirol Tel.: 05352 65 500 www.aggstein.co.at / info@aggstein.co.at


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DIE MUSIKKAPELLE ST. JOHANN IN TIROL BEI DEN SALZBURGER FESTSPIELEN DER BLASMUSIK Die Organisatoren der Salzburger Festspiele der Blasmusik haben uns eingeladen, am 6. Mai 2016 um 20 Uhr am Residenzplatz ein Konzert zu spielen. Diese Einladung stellt für uns eine besondere Ehre dar. Die „Salzburger Festspiele der Blasmusik“ sind eine besondere Herausforderung für sich und stehen für gehobene Unterhaltung mit Blasmusik im Herzen der Altstadt Salzburg, direkt vor dem Salzburger Dom. Bei kostenlosem Eintritt wird Gästen und Einheimischen ein Stück Kultur aus der Mozartstadt vermittelt. Blasmusik in allen Facetten und Genres mit Konzerten, die ein breites und vielfältiges Publikum in allen Altersgruppen und aus allen Nationen dieser Welt anspricht. Bereits im sechsten Jahr ihres Bestehens ziehen die Konzerte

am Christi-Himmelfahrt-Wochenende mittlerweile an die 20.000 Besucher an. Nach dem Konzert am Residenzplatz wechselt die Musikkapelle St. Johann um ca. 21 Uhr in den Salzburger Dom, wo sie das Stück „ESCAPES – für alle, die nicht flüchten können“ von Maja Osojnik aufführen wird. Durch die hervorragende Akustik des Salzburger Doms wird dieser Auftritt zu einem unvergesslichen Klangerlebnis werden. Wir freuen uns auf dieses außergewöhnliche Konzert in Salzburg und werden einen Bus für Fans zur Verfügung stellen. Nähere Informationen dazu gibt es demnächst auf unserer Homepage www.musig.at

AM 6. MAI 2016 WIRD DIE BUNDESMUSIKKAPELLE ST. JOHANN IN TIROL IM HOHEN DOM ZU SALZBURG DAS WERK “ESCAPES” AUFFÜHREN. VORHER WIRD SIE EIN KONZERT AM SALZBURGER RESIDENZPLATZ GEBEN.


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KR DIETER JÖCHLER

EIN FREUND DER MUSIKKAPELLE ST. JOHANN IN TIROL SAGT ZUM ABSCHIED LEISE SERVUS

Kommerzialrat Dieter Jöchler (rechts) nahm bei der Generalversammlung am 5. November 2015 Abschied von seiner Funktion als Obmann des Tourismusverbandes Kitzbüheler Alpen - St. Johann in Tirol. Zu seinem Nachfolger wurde Josef Grander jun. (links) gewählt. Dieter Jöchler ist begeisterter Anhänger der Blasmusik und insbesondere der Musikkapelle St. Johann in Tirol. Aus diesem Grund half er unserer Kapelle immer in allen Belangen. Wegen diesem Engagement bekam er auch das Ehrenzeichen für Förderer der Tiroler Blasmusik verliehen. Wir wünschen unserem Dieter alles Gute und viel Gesundheit auf seinem weiteren Lebensweg - auf noch viele Konzertbesuche bei den Sommerkonzerten der St. Johanner Musikanten, und wir möchten nochmals für die hervorragende Zusammenarbeit Danke sagen. Auch sein Nachfolger als Obmann der Ferienregion, Josef Grander jun., ist ein glühender Anhänger der Musikkapelle, der selber einmal Trompete gelernt hat und immer wieder zu unseren Sommerkonzerten kommt. Wir wünschen ihm eine erfolgreiche Zeit als neuer Obmann des Tourismusverbandes.

BAUMEISTER BAUSTOFFE ERDBEWEGUNGEN St. Johann in Tirol - Telefon 05352 62277

www.mueller-bau.at

BETONSCHNEIDEN


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Kreativität, Professionalität und jede Menge Spaß beim Fotoshooting für die Titelseite der neuesten Ausgabe des St. Johanner Notenblattls Eine Fotoserie mit sehr hohem Anspruch an die Kreativität unserer Fotografen wurde im Rahmen eines Auftrages für das Titelbild des aktuellen Notenblatts gestellt. Einer unserer Foto-Profis stellte sich der Herausforderung und zauberte im wahrsten Sinne des Wortes atemberaubende Bilder mit seiner Kamera. Die Vorgabe war, künstlerisch hochwertige Fotos abseits der üblichen Fotoschemata eines Musikantenmotivs zu machen, um eines davon auf der Titelseite des Notenblatts als so genannten „Eyecatcher“ zu platzieren. Die Aufmerksamkeit auf unsere Zeitung soll so schon im Vorbeigehen mit einem Blick auf das Titelblatt erreicht werden. Gerhard Groger, der während der ganzen Konzertsaison unserer Musikkapelle immer wieder großartige Fotos macht, wurde von uns auf Grund seines Erfolges beim „TRAUMSEHER Award 2015“ beauftragt. Dieser Profifoto-Award wurde von der Bundesinnung der Fotografen Östereichs in der Kategorie „Portrait“ an ihn vergeben – wir gratulieren!

Einen sehr guten Überblick über Gerhards künstlerisches Schaffen bietet auch seine Website. Unter http://gerhardgroger.zenfolio.com sind seine schönsten Arbeiten zu sehen. Der Arbeitstitel der Fotosession war „Musig goes wild.“ Unsere Models erfuhren am eigenen Leib, dass es gar nicht so einfach ist, sich gekonnt in Pose zu setzen. Aber sie machten es hervorragend, wie die Ergebnisse beweisen. Ein großer Dank geht an Maria Jöchl, Christina Leitner, Phillip Pichler und Andreas Schwaiger, die sich als Model bestens bewährt haben. Auch ein großes Dankeschön an Kay Rabe der sein altes DDR–Motorrad kurzfristig zur Verfügung stellte. An dieser Stelle wollen wir allen Fotografen nochmals Danke sagen, die unsere Kapelle das ganze Jahr über begleiten und großartige Fotos und Filme machen.


MUSIG GOES WILD


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www.musig.at Die Musikkapelle St. Johann im weltweiten Netz Digitale Medien und soziale Netzwerke sind ganz einfach nicht mehr wegzudenken und gehören für viele Menschen wie selbstverständlich zum Alltag. Es wird gegoogelt, getwittert und Videos auf Youtube hochgeladen, Fotos über Facebook verbreitet. Für einen Verein ist dieses Medium eine perfekte Möglichkeit, möglichst viele Menschen in kurzer Zeit anzusprechen.

10 Jahre sind in unserer heutigen digitalen Welt eine halbe Ewigkeit… Kein Wunder also, dass unsere mittlerweile 10 Jahre alte Homepage in die Jahre gekommen war - technisch wie auch optisch. Und das passte einfach so gar nicht mehr zu einer Musikkapelle, die immer am Puls der Zeit sein möchte, die den anderen immer einen Schritt voraus sein möchte und immer wieder versucht, Dinge anders zu machen als andere. Daher haben wir im vergangenen Herbst nach längerer Überlegung dann endlich beschlossen, das Projekt „neue Homepage“ in die Tat umzusetzen. Nach einem ersten Entwurf durch die Firma Softcon hat die eigens ins Leben gerufene „Soko Homepage“ zuerst das Grundgerüst für die neue Homepage festgelegt. Dabei wurden grundlegende Dinge wie Schrift und Farbe oder Aufbau und die Navigation der neuen Homepage diskutiert. Erst nachdem all diese Fragen geklärt waren, konnten wir beginnen, die neue Homepage zu füllen und ihr mit

Fotos und Informationen über die Musikkapelle, über die Musikantinnen und Musikanten Leben einzuhauchen. Aktuelle Berichte über die Ausrückungen und Veranstaltungen der Musikkapelle, Bildergalerien und viele Informationen zu Gegenwart und Vergangenheit unseres Vereins machen die Homepage zum zentralen Medium der Musikkapelle St. Johann in Tirol. Facebook – von denen einen heiß geliebt, von den anderen verteufelt – und wenn es nach der Jugend geht, eigentlich schon wieder „out“. Aber trotzdem ist unsere Facebook-Seite perfekt, um Veranstaltungen zu veröffentlichen. Bereits seit vielen Jahren gibt es diese Seite und genauso lange wird sie von Claudia Egger betreut, bei der wir uns an dieser Stelle ganz herzlich bedanken möchten. Schauen Sie vorbei auf unserer Homepage www.musig.at ! Von da aus erreichen Sie mit einem schnellen Klick unsere Facebook-Seite und unseren Youtube-Kanal!


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DIE INNTALERPARTIE DER MUSIKKAPELLE ST. JOHANN IN TIROL Traditionelle und ansprechende Unterhaltung

Keine andere Formation der alpenländischen Tanzmusik war so berühmt und vor allem prägend wie die „Fidelen Inntaler.“ In ihrer traditionellen Besetzung mit zwei Flügelhörnern, Klarinette, Posaune, Bass, Akkordeon, Harfe und Schlagzeug haben sie die österreichische, besonders die tirolerische Volksmusik über Jahrzehnte geprägt. Hauptverantwortlich dafür war der Leiter dieser Gruppe, Gottlieb Weissbacher, der über 400 Kompositionen für „seine“ Gruppe geschrieben hat, und die auch heute noch weit über die Grenzen unseres Landes bekannt sind. Darunter sind Stücke wie der Brennersee-Walzer, der Zillertaler Marsch, der Martscheiner Marsch, die Trompetenpolka und viele mehr. Auch in den Reihen der Musikkapelle St. Johann in Tirol gibt es die so genannte „Inntaler-Partie“ die bei verschiedenen Anlässen die Musikstücke von Gottlieb Weissbacher, Peter Moser, Franz Posch und anderen spielt. Ob Frühschoppen, Dämmerschoppen oder Geburtstagsfeier – die Inntaler-Partie ist bei traditionellen Veranstaltungen immer gern gesehen.


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BRASS BAND FRÖSCHL HALL NEUJAHRSKONZERT IM KAISERSAAL ST. JOHANN IN TIROL

Durch mehrere Begegnungen mit englischen Brass Bands und von dieser Musizierform begeistert, startete Hannes Buchegger 1987 den Versuch, auch in Österreich eine Brass Band nach englischem Vorbild zu gründen. Intensive Probenarbeit mit hervorragenden Blechbläsern und Schlagzeugern und der lebendige Umgang mit möglichst vielen musikalischen Stilrichtungen im unvergleichlichen BrassSound auf höchstem Niveau führten schon bald zu einer großen Popularität des Ensembles. Zahlreiche Konzertreisen, Rundfunkaufnahmen und CD-Produktionen machten die Brass Band, die seit 1996 von der Haller Baufirma Fröschl gesponsert wird, über die Grenzen Österreichs hinaus bekannt, und nicht zuletzt seit ihren wiederholten Siegen bei den European Championships in der Gruppe neu entstandener Brass Bands ist die Haller Formation in der gesamten europäischen Brass-Szene ein Begriff.

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AM 2.1.2016 UM 20 UHR IM KAISERSAAL ST. JOHANN IN TIROL

Am Samstag, 2. Jänner 2016 wird die Brass Band Fröschl Hall ihren traditionellen Neujahrskonzert-Reigen mit einem Konzert im Kaisersaal beschließen. Der lebendige Umgang mit möglichst vielen Stilrichtungen und das hohe Niveau der musikalischen Darbietung ist seit jeher das Markenzeichen des Ensembles. Dabei konzentriert sich die Band mit Vorliebe auf Werke, die original für eine Brass-BandBesetzung komponiert wurden. Auch die Arbeit mit Solisten aus den eigenen Reihen ist ein Schwerpunkt des Repertoires. Beim heurigen Neujahrskonzert werden Michael Schöch auf dem Klavier, Florian Klingler auf dem Kornett und Matthias Raggl auf der Tuba brillieren. Dirigent Joe Laube verspricht sich für das Neujahrskonzert einen stimmungsvollen Konzertabend: „Dass die Brass Band Fröschl Hall das Herz am rechten Fleck hat, möchten wir allen Brass Band-Fans und solchen, die es noch werden möchten, beweisen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!“

Wir danken dem Tourismusverband Kitzbüheler Alpen – Region St. Johann in Tirol für die Unterstützungen!


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WARUM WIRD MAN MITGLIED EINER MUSIKKAPELLE? Jeder, der Mitglied einer Musikkapelle ist, hat sich diese Frage schon einmal gestellt. Doch „wieso?“ oder „warum?“ haben sie sich dafür entschieden? Im Grunde genommen gibt es einige Aspekte:

Viele Musikerinnen und Musiker merken, dass sie gerne mit anderen musizieren. Diese Leidenschaft ist das Herzstück einer Musikkapelle. Wöchentlich probt man zum Beispiel für die vielen spektakulären Sommerkonzerte. Auch für das imposante Frühjahrskonzert, das zahlreiche Besucher lockt, finden viele Proben, bei denen man zusammen für den Auftritt übt, statt. Ein weiterer Aspekt ist die Geselligkeit. Nicht nur bei den Proben ist man gemeinsam, auch wenn man ausrückt oder einen „Musigausflug“ macht. Diese können sehr unterschiedlich sein und reichen vom Wander- bis zum Kulturausflug. Man findet in einer Musikkapelle immer Freunde und Leute, die einem beim Musizieren helfen, egal wie alt man ist. Wenn man bei einer Musikkapelle ist, pflegt man natürlich auch die Tradition. Mehrmals im Jahr spielt man für die Kirche, zu Gedenktagen, für die Gemeinde oder einfach nur, um zu unterhalten. So ein „Musikkapellenjahr“ beginnt mit den Proben für das Frühjahrskonzert und hört mit der Cäcilienmesse im November auf.

Kein KinderKram! Leder und TrachT

vom Fachmann! Maß und Liebe, Tradition und Innovation, Originalität und Qualität werken im TirolerTraditions-Atelier „St. Johanner Lederstadl“ und gestalten dabei Gewänder, die alles andere als Kinderkram darstellen. Der umfassende Service von Markus Ritsch in Form von Massanfertigungen im Atelier oder über Beinkleid.at, die Stickerei im Haus, die Lederreinigung oder der Vor-Ort-Service machen den Traditonsbetrieb zu einem Erhalter und Erneuerer von Handwerkskunst in Vollendung. Leder und Tracht, die Freude macht!

Wichtig ist auch die Freude am Musizieren. Man soll natürlich nicht nur bei den Konzerten sondern auch bei den Proben mit vollem Einsatz dabei sein. Man soll auch zuhause ein wenig üben, ähnlich wie in der Musikschule. Am tollsten ist das Gefühl, wenn man zum Beispiel ein Frühjahrskonzert „hinter sich hat.” Erst dann merkt man meistens, wie viel Arbeit die Musikkapelle und man selbst geleistet hat, und man freut sich schon auf den nächsten Auftritt.

Wenn ihr gerne bei der Musikkapelle spielen möchtet, meldet euch einfach beim Jugendreferenten, Obmann oder Kapellmeister! Gregor Salinger

lederstadl.at | Markus Ritsch | Schwimmbadweg 1 | 6380 St.Johann i.T | +43 5352 63382 | office@lederstadl.at


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DIE FUCHS BUAM

SPIELTEN AUF DEM HÖCHSTEN BERG ÖSTERREICHS! Etwas ganz besonders hatten sich Hubert und Matthias Fuchs aus St. Johann, auch bekannt als die „Fuchs-Buam“, für den heurigen Sommer vorgenommen. Sie bestiegen mit ihren Instrumenten und in der Lederhose den 3.798 Meter hohen Großglockner, um dann direkt beim Gipfelkreuz gemeinsam zu musizieren. Die beiden erregten mit dieser Tour, die professionell gefilmt wurde, auch medial einiges an Aufsehen. Matthias Fuchs ist übrigens schon seit 16 Jahren als Hornist bei der Musikkapelle St. Johann aktiv tätig.


Das Bier von hier.


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MUSIGAUSFLUG 2015 Bei unserem heurigen Musikausflug fuhren wir mit mehreren Autos nach Krimml und wanderten entlang der Krimmlerwasserfälle zum „Tauernhaus“, wo wir auch übernachteten. Einige unserer Musikanten hatten ihre Instrumente dabei und erleichterten uns die Wanderung durch Weisen. Auf dem Weg kehrten wir bei ein paar Hütten ein, um uns zu stärken. Als wir dann nach ca. 5 Stunden das Tauernhaus erreicht haben, bezogen wir unser „Gemeinschaftszimmer.“ Am Abend saßen wir alle noch gemütlich zusammen, aßen, tranken, sangen, lachten und hatten sehr viel Spaß. Am nächsten Tag, wanderten wir, wohlbemerkt nach einer kurzen und schlaflosen Nacht, wieder in das Tal hinunter und fuhren wieder nach Hause! Es war ein sehr schöner und vor allem lustiger Ausflug, und er hat sehr viel Spaß gemacht! Nadine Zelezny Jasmin Cristina Wöll

Wir danken der Marktgemeinde St. Johann in Tirol für die Subventionen und Zuwendungen!


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SUCHBILD RÄTSEL Finden Sie die fünf Fehler, die sich auf dem oberen rechten Bild eingeschlichen haben. Die ersten drei, die mit der richtigen Lösung ins Kaisersaalbüro kommen, erhalten unsere aktuelle CD „Sankta Johanna.“ Viel Spaß beim Suchen der Fehler wünscht Ihnen die Musikkapelle St. Johann in Tirol.

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St. Johanner Notenblattl 2015  

Das Magazin der Musikkapelle St. Johann in Tirol. Informationen - Neuigkeiten - Fachartikel

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