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Fashion & Lifestyle Magazine no. 1 | MĂ„RZ 17 | oberrauch-zitt.com


2 Max (inks) Hose Incotex Polohemd Zanone Lederjacke Gimo´s Gßrtel Aspesi Marco (rechts) Hose Eleventy Pullover Heritage Longsleeve Hamaki-Ho Trenchcoat 2shirts.ago


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editorial

best of

food

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wann ist ein mann ein mann?

mode im wandel

hashtag

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oberrauch-zitt.com

fashion story

private life

agenda

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5 männer 5 fragen

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editorial

SOLO UOMO Da ist sie - unsere erste Ausgabe nur für IHN! Während wir in den vorigen Ausgaben fast ausschließlich die Weiblichkeit zelebriert haben, ist es an der Zeit, dem vermeintlich starken Geschlecht Raum zu geben. Wir fragen uns: Was bewegt den Mann? Was bedeutet Mann-Sein heute? Wir haben eine Handvoll Südtiroler Männer verschiedenster Couleur dazu interviewt: Vom Schauspieler über den Künstler und Architekten bis hin zum Biologen und Apotheker. Äußerst unterhaltsam und bereichernd – so vielfältig sind ihre Sichtweisen zu diesem und anderen Themen. Unser Gastautor Patrick Taschler hat sich ebenfalls mit der heutigen Mannigfaltigkeit des Mann-Seins auseinandergesetzt und sich dabei auf eine Zeitreise begeben, um das Verhältnis Mann-zu-Mode unter die Lupe zu nehmen. Klar wird, dass die Mode eine immer bedeutendere Rolle einnimmt, auch und gerade in der Männerwelt. Sie ist für viele Ausdruck der persönlichen Freiheit – zumindest in unserem Kulturkreis. Sie schenkt unendliche Möglichkeiten, sich in Szene zu setzen oder einfach nur seinem ganz eigenen Geschmack zu folgen. Wie gut, dass wir passend dazu die aktuellen Fashion und Lifestyle Trends aufgestöbert haben! Viel Vergnügen beim Blättern, Lesen und Staunen!

Herzlichst, Amalia

Impressum: OZ Magazine 1. Ausgabe, März 2017; Herausgeber: Oberrauch-Zitt AG, Barbara Prieth; Creative Direction: Anna Quinz; Design, ­Layout, Foto-Konzept: The Lodge Media; Fotografie: Magnus Lechner, Assistent Tonda Padele; Alfred Tschager (Seite 18, 19, 25, 28); Hair & Make-Up: Alexander Hofmann; Bildrechte: Seite 20-23: courtesy Pitti Immagine Uomo 91, photo by Enrico Labriola, Vincenzo Grillo; Seite 29: Keith_Haring_We_Are_The_Youth; Exhibition View The Vulgar: Fashion Redefined, Barbican Centre, 2016, Photo: ©Belvedere, Vienna; Bill Viola Emergence (Emersione) 2002, 11’40”. Retroproiezione video a colori ad alta definizione su schermo montato a parete in una stanza buia Interpreti: Weba Garretson, John Hay, Sarah Steben. 213 x 213 cm. Courtesy Bill Viola Studio; Koordination: Mirjam Schenk; Texte: Julia Lindner, Anna Quinz; Patrick Taschler Mode: Christine Gitto, Christina Plattner, Dieter Unteregger; Styling: Nadia Tschenett; Models: Max Löw, Marco Milotti, Amelie Roth; Druck: Athesia Druck GmbH


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Wann ist ein Mann ein Mann? TEXT VON PATRICK TASCHLER


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Sei ein Mann! Das hat jeder Junge im Laufe seiner Kind-

der Männlichkeit bröckeln zu lassen? Der ehemalige

heit sicherlich mehrmals gehört. Meistens, wenn man

Men‘s Fashion Direktor der New York Times Robert E.

tollpatschig hingefallen war und kurz vor den Tränen

Bryan spricht in diesem Zusammenhang vor allem von

stand. Man(n) soll nämlich stark sein! Macht diese Stärke

der ständig präsenten Weiblichkeit in der Männermode,

bzw. Härte aber wirklich einen „echten“ Mann aus?

die vielen früher ein Dorn im Auge war: Da waren in den

Bereits 1984 hat Herbert Grönemeyer in seinem Lied

60er und Anfang der 70er Jahren die Dandy Hippies

„Männer“ versucht, ein für die damalige Zeit „neues“

mit ihrer „Peacock Revolution“, die bunte Blumenmus-

Männerbild aufzuzeigen, das allerdings bis heute noch

ter, Schlaghosen und wallende Haare trugen. „Dies war

seine Gültigkeit hat: „Männer haben Muskeln, sind

der erste wirklich radikale Bruch mit der traditionellen

furchtbar stark, können alles, müssen durch jede Wand;

Männlichkeit, die bis dahin jede Art von Weiblichkeit ge-

Männer sind aber auch verletzlich, nehmen in den Arm,

mieden hat“, erklärt Bryan. Männer begannen sogar in

weinen heimlich, sind außen hart und innen ganz weich“.

denselben Läden wie ihre Freundinnen einzukaufen.

Männer sind eben auch nur Menschen und sollten ohne

Noch einen Schritt weiter gingen in den 80er Jahren

Angst vor dem Verlust der Männlichkeit sowohl Stärken

androgyne Kultfiguren wie Boy George und Prince, die

als auch Schwächen haben und auch zeigen dürfen.

Seidenhemden, Schuhe mit hohen Absätzen und viel

Komplizierter wird es, wenn man von Äußerlichkeiten

Makeup trugen. Die Träger dieser weiblich inspirierten

spricht. Trägt ein richtiger Mann eigentlich Anzug und

Mode waren zwar noch in der Minderheit und klassische

Krawatte? Oder reichen etwa schon ein rosa T-Shirt und

Anzüge immer noch die Regel. Trotzdem lockerten in

ein leicht transparenter Kaschmirpulli, um die Fassade

dieser Zeit - inspiriert von TV-Serien wie Miami Vice -


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luftigere Materialien und weitere Schnitte diese auf. Das nicht fehlen. Und voilà: Der Hipster war geboren. Das strenge Hemd wurde weit aufgeknöpft und oft sogar klingt alles recht Maskulin, wäre da nicht etwa diese von einem schlichten T-Shirt ersetzt. Im Laufe der 90er „Überpflege“ des eigenen Bartes. Aber das ist nur ein Jahre überrumpelte letztendlich die Metrosexualität laut Detail. „Beckham“ die Männerwelt. „Die Männer haben plötzlich Aber wie sieht es nun mit der Männlichkeit der Männer die Badezimmer in Beschlag genommen und akribisch aus? Versprüht ein pfauenähnlicher Mann nun mehr ihr Äußeres gepflegt“, so Bryan. Der metrosexuelle Mann oder weniger Männlichkeit als ein Anzugträger mit seiner lebt dabei seine weibliche Seite aus, zum Beispiel beim Rolex am Handgelenk? Oder gibt es eine mathematische Enthaaren, oder beim Tragen von Schmuck wie Diaman- Formel, mit welcher man die Männlichkeit anhand des tenohrringe und schillernden Armbänder, ohne Angst Zeitaufwandes beim Stutzen, Cremen, Rasieren, Pfledavor zu haben, die eigene Männlichkeit aufs Spiel zu gen und Anziehen des eigenen Mannsbildes berechnen setzen. Irgendwann war Ende der 2000er Jahre aber kann? Die Antwort ist ganz klar: NEIN! Da wir „großteils“ genug mit der Weiblichkeit des Mannes und dem Aal- in einer Gesellschaft leben, in welcher die Individualität, glatt-Sein und so wurde dem Haarwuchs - vor allem die Selbstverwirklichung und vor allem die Suche nach im Gesicht - wieder freier Lauf gelassen, der Körper Selbstzufriedenheit im Mittelpunkt steht. Und, wenn ein noch ausgiebiger wie bisher mit Tattoos geschmückt, Mann mit seiner Männlichkeit zufrieden ist, dann ist er die Hosen immer enger und mindestens einmal letztendlich auch wirklich ein Mann. hochgekrempelt um bunt gemusterte Socken zum Vorschein zu bringen. Ein tailliertes Karohemd durfte auch


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FOTOS: MAGNUS LECHNER STYLING: NADIA TSCHENETT

Marco Anzug Z. Zegna T-Shirt Moncler Pullover Heritage Schuhe Officine Creative Amelie Kleid Red Valentino Tasche Red Valentino Max Sweatshirt Woolrich Poloshirt Woolrich Hose Eleventy Schuhe Officine Creative


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Max Anzug Corneliani Hemd Corneliani Tasche Z Zegna Schuhe Officine Creative Einstecktuch Manifatture Rosi Krawatte Z. Zegna Amelie Total Look Alberta Ferretti


12 Max Hemd Tintoria Mattei Sweatshirt Tommy Hilfiger Bomberjacke Moncler Hose Incotex Schuhe Submarine Amelie Kleid Le Sarte Pettegole Pullover Oblò Tasche Longchamp


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Marco (links) Anzug Manuel Ritz Hemd Xacus Einstecktuch Manifatture Rosi Schuhe Officine Creative Max (rechts) Anzug Manuel Ritz Hemd Mazzarelli Schuhe Officine Creative Einstecktuch Manifatture Rosi Krawatte Ermenegildo Zegna Amelie Kleid Philosophy di Lorenzo Serafini Schuhe Alberta Ferretti Das OZ-Team bedankt sich beim Hotel „Miramonti Boutique Hotel“ in Hafling, hotel-miramonti.com


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Männer Fragen

Cool, visionär, smart. Wir haben Männer interviewt, von denen sich so manch einer eine Scheibe abschneiden sollte. Männer, die mit Ihrem Tatendrang beeindrucken, starke Charaktere, die Südtirol bewegen und über den Tellerrand schauen. 1. Für Männer hat sich in den vergangenen Jahrzehnten vieles verändert. Wenn Sie sich mit Ihrem Vater vergleichen - was bedeutet Mann-Sein heute? 2. Wann ist ein Mann ein Mann und was bedeutet für Sie Maskulinität? 3. Wie leben Sie das Vatersein? Finden Sie es politisch korrekt, als Mann keine Lust auf Kinder zu haben? 4. Wie definieren Sie Luxus für sich? 5. Was ist Ihr Lieblingsoutfit und welcher Stilklassiker sollte in keiner Männergarderobe fehlen?

PATRIK PEDÓ

ALESSANDRO DEL PERO

Architekt, 43 Jahre, monovolume architecture+design, Vater von 2 Kindern, Bozen

Künstler aus Bozen, 37 Jahre, lebt und arbeitet seit fünf Jahren in New York

1. Ich bin mit der damals klassischen Rollenverteilung aufgewachsen. Dennoch hatte ich das Glück, einen sehr präsenten Vater zu haben – nach Feierabend und am Wochenende. Das war damals eher untypisch. Heute sind beide Elternteile berufstätig. Das bringt eine neue Aufgabenteilung mit sich.

1. Mann-sein heute, bedeutet für mich unabhängig und autonom zu sein, vor allem in meinem Privatleben.

2. Ein Mann hat eine Vision für sein Leben und für das, was er auf dieser Welt erreichen möchte. Beruflich wie privat. Das Zusammenleben mit seiner Familie nimmt hier eine immer gewichtigere Rolle ein. Er muss für seine Handlungen - auch für die unterlassenen - die volle Verantwortung übernehmen. 3. Mit der Geburt unserer zwei Jungs haben sich mein Alltag und die eigenen Werte komplett verändert. Bei all dem Spagat zwischen Familie und Beruf, genügt ein Blick in die glücklichen Augen meiner Kinder, um zu wissen, dass es gut war, die Komfortzone zu verlassen. Die Entscheidung Kinder zu bekommen, sei aber jedem selbst überlassen. Allerdings hat zunehmende Kinderlosigkeit mit Sicherheit negative Auswirkungen auf unsere Gesellschaftsstruktur. 4. Da ich persönlich nicht sehr an materiellen Dingen hänge, ist für mich Zeit für meine Familie eines der wertvollsten Dinge. 5. Mein Lieblingsoutfit ist „Smart Casual“: Sneakers, Jeans, und T-Shirt bzw. Pullover. Nicht fehlen darf in einer Männergarderobe ein eleganter Anzug für bestimmte Anlässe.

2. Meines Erachtens ist ein Mann ein Mann, wenn er Verantwortung übernimmt. Ich glaube, der Begriff „Männlichkeit“ oder was „männlich“ ist, beschäftigt vielmehr die Frauen als uns Männer. 3. Die Vaterschaft ist eine Möglichkeit im Leben eines Mannes. Ich empfinde es nicht als politisch unkorrekt, keinen Kinderwunsch zu haben. Vielmehr ist es politisch unkorrekt, jemanden dafür zu verurteilen, wenn in dessen Lebensentwurf keine Kinder vorkommen. So denken wahrscheinlich nur frustrierte Väter. Für mich nicht gerade eine männliche Sichtweise. 4. Wahrer Luxus ist für mich, frei wählen zu können. Das hat weniger mit finanziellen Möglichkeiten zu tun, sondern vielmehr damit, die ganz einfachen Dinge im Leben zu schätzen und zu genießen. 5. Mein Lieblings-Look: Mokassins, Jeans, T-Shirt, Halstuch und Hut. Mein Must-have in einer Männergarderobe ist - vor allem im Winter - ein Unterhemd aus Baumwoll/Woll-Mix, kurzund langärmlig, ganz klassisch in weiß.


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STEPHAN ORTNER

LUKAS LOBIS

Apotheker und Stadtrat in Bozen,

Direktor EURAC, 52 Jahre, lebt in Bozen,

Schauspieler und Kabarettist, 50 Jahre,

36 Jahre, Vater von 2 Kindern

Vater von 3 Kindern

lebt in Brixen, Vater von 3 Kindern

1. Früher waren die Rollen klar definiert. Der Mann brachte das Geld nach Hause, während sich die Frau um die Kindererziehung kümmerte. Dieses Modell wird heutzutage kaum noch gelebt. Es wird gemeinsam Geld verdient und gemeinsam erzogen. Im Vergleich zu damals, haben Väter heute einen weit größeren Anteil an der tagtäglichen Erziehungsarbeit und erleben ihre Kinder heute viel aktiver.

1. Heute und zumindest in unserem Kulturkreis, hat der Mann viele Optionen offen, wie er sein Leben leben möchte. Ob als Macho, als Softie, als Kinderpädagoge oder Transsexueller. Alles kann, nichts muss. In der Zeit meines und unserer Väter war das noch anders. Nicht jammern, seine Gefühle für sich behalten und immer den Starken spielen - das waren die Vorgaben, an die man sich zu halten hatte. Frei nach dem Motto: Wer weint, hat verloren. Entsetzlich aus heutiger Sicht.

1. Ich komme mir mit 50 heute wesentlich jünger vor als mein Vater und meine Onkels damals in meiner Kindheit. Die waren mit 40 schon alt. Sicher war das auch der Nachkriegszeit geschuldet. Eine traumatisierte Generation in Anzug, mit Hut – sehr uniform und leider sehr schnell gealtert.

2. Als Biologe ist die Antwort für mich einfach: Das Testosteron macht den Mann zum Mann. Und seien wir doch ehrlich: Zeitlebens ist es für den Mann ein bisweilen aussichtsloser Kampf, gegen alle Nebenwirkungen dieses Hormons anzukämpfen. Das Wort Maskulinität hat für mich einen faden Beigeschmack. Für mich verkörpert es weniger die guten männlichen Eigenschaften, als jene, die viel Leid über die Menschheit gebracht haben.

3. Das hat überhaupt nichts mit political correctness zu tun! Wir leben zum Glück in einer Zeit, in der wir weitgehend unser Leben selber gestalten können. Ich bin recht früh, also vor 24 Jahren das erste Mal Vater geworden und dann recht spät noch zweimal. Welch eine Bereicherung in beiden Lebensphasen! Wobei ich das frühe Vatersein sicher anders gelebt und weniger intensiv genossen habe, weil ich mich da selbst noch im Entwicklungsstrudel befand. Jetzt bin ich ruhiger geworden, habe mehr Zeit und erlebe das Vatersein in einer anderen Qualität. Kinder zu haben, schärft den Blick auf das, was wirklich wichtig ist: das Wohlergehen meiner Kinderschar.

MATTEO BONVICINI

2. Maskulinität bedeutet für mich „Gentleman-sein“ gegenüber dem vermeintlich schwachen Geschlecht. 3. Vatersein ist das Schönste, was einem Mann im Leben passieren kann. Anstrengend, entbehrungsreich aber beglückend. Früher gehörten Kinder zum Lebensentwurf dazu. Man bekam sie einfach. Heute haben sich die Umstände geändert: Finanzielle Instabilität, Zukunftsängste, kürzere Beziehungsdauer und auch die Tatsache, dass Frauen richtigerweise arbeiten und sich aktiv für die Karriere entscheiden, lassen den Kinderwunsch bei einigen in die Ferne rücken. Es ist heute sicher keine leichte Entscheidung für oder gegen Kinder. Aber ein Leben ohne eigene Kinder bringt m.E. im Alter eine unausfüllbare Leere mit sich. 4. Gesund sein, mich mit Menschen umgeben, die ich gern habe, die mir wichtig sind und die mich auch gern haben. 5. Ganz einfach: Jeans, T-Shirt und Timberlands. Ein absolutes Muss – zumindest in meiner Garderobe – ist das Jeanshemd.

3. Ich bin ein schon etwas älterer Vater, insofern erlebe ich das Vatersein vielleicht etwas anders. Klar aber ist, Vater zu sein, hat meinem Leben einen neuen Sinn gegeben. 4. Was wirklich zählt, ist ein selbstdefiniertes Leben. Und das führe ich. 5. Ich mag sportlich leger, und zwar so sehr, dass ich mittlerweile nicht mal mehr über einen Anzug oder eine Krawatte verfüge.

2. Ein Mann ist ein Mann, wenn er einer Frau gerecht wird. Und das gibt es nicht. Oder sollte ich sagen, wenn er im Stande ist, sein testosterongesteuertes Verhalten emotionaler Intelligenz unterzuordnen?

4. Zeit ist Luxus. Und ich lebe diesen Luxus. 5. Mit 50 lass ich das mit der Mode etwas entspannter angehen. Auch wenn mir Eitelkeit durchaus nicht fremd ist. Jeans, Leibchen – mehr brauch ich nicht. Es ist doch sehr befreiend und Lebensqualität fördernd, wenn man sich über das Aussehen nicht mehr den Kopf zerbrechen muss.


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BEST OF A NEW FASHION SEASON N ie w ieder ohne ! F r ü h j ahr / S ommer 2 0 1 7 A ccessoires f ü r I H N

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1. Taschentierchen Einstecktuch Manifatture Rosi 2. Das Schöne im Schuh Strümpfe Bresciani 3. Für den intellektuellen Touch Brille See Concept 4. Zeitlos in blau Krawatte Corneliani 5. Für die erste Frühlingssonne Sonnenbrille Komono 6. Bestes Leder Gürtel E.Zegna 7. Handgemacht für die FüSSe Schuhe Officine Creative 8. Business is Business Tasche Silvano Biagini 9. Shaving Accessories Depot Male Tools 10. Praktisch & smart Rucksack Officine Federali 11. Sport style in white Sneakers Camerlegno

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MODE IM WANDEL

NEUE MODE NEUER LOOK NEUER MANN Business-Männer auf dem Fahrrad, moderne Aben-

erste Reihe. Unaufgeregte, neutrale Naturtöne, wie

teurer, urbane Wanderer und edle Gentlemen mit

Wüsten-Beige, sattes Waldgrün und Felsgrau machen

Wagemut. Die neuen Menswear-Kollektionen Frühling/

die Farbpalette für die milde Jahreszeit komplett.

Sommer klopfen an die Tür und bringen jede Menge

Auch die Stoffe passen sich diesem Trend an und wer-

Veränderung mit sich. Lange genug auf Klassisches und

den weicher und gefälliger. Baumwolle und vor allem

Zeitloses fixiert, gilt ab jetzt: Es gibt keine Regeln mehr.

Leinen sind die Textilien des Sommers für Anzüge und

Mode ist Ausdruck des Seins, des Denkens, des Han-

Hemden. Leicht, luftig und lässig, bevorzugt einfarbig

delns und will Lust machen auf ungetrübte Lebensfreu-

oder in diskretem Schachmuster, seit jeher Ausdruck

de. Eine wunderbare Botschaft in diesen Zeiten.

für Stil und Vornehmheit.

Pünktlich zum Frühlingsbeginn dominiert Blau die

Das Hemd hat geduldig abgewartet, bis sein Einsatz

Laufstege der Herren und ist in der kommenden Sai-

wieder gefragt ist. Neu wertgeschätzt als zuverlässiger

son weiterhin tonangebend, von sportlich bis formal.

Begleiter in jeder Lebenslage, hat es seinen Platz zu-

In unzähligen Stoff- und Materialvarianten, Tönen und

rückerobert und verleiht den Herren der Schöpfung

Schattierungen, mit und ohne Muster. Die Ära der

stets ein souveränes Aussehen. In blau, gestreift oder

bunten „Pitti Peacocks“ (Pitti Pfauen) scheint unrett-

kariert, in klassischem, zeitlosen weiß, casual oder ele-

bar ausgereizt. Laute, grelle Looks haben ausgesorgt.

gant. All diejenigen, die dennoch den lässigen Kontrast

Farbenfrohes wird zwar nicht zur Gänze verschwinden,

lieben und gerne mal Stilregeln brechen, können sich

aber deutlich dezenter getragen. Sanfte Töne wie Him-

beruhigt zurücklehnen und weiterhin das T-Shirt mit

beerrot und Himmelblau schaffen den Sprung in die

dem Anzug kombinieren. Hier bleiben Formen und


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Schnitte gradlinig, figurbetont und wie auf den Leib

Klauen der gewöhnlichen Uniformität hin zu mehr

geschneidert. Der gutsitzende Anzug behält seine Fa-

Leichtigkeit und Zwanglosigkeit, bleibt die Krawatte

voritenrolle. Neu hingegen ist die Begeisterung für den

immer häufiger im Schrank zurück. Zwar wird sie nie

Doppelreiher, der durch seine neue anziehende Männ-

ganz verschwinden, noch wird sie unerlässlich für ge-

lichkeit verführt.

wisse Anlässe, aber immer unbedeutender für die

Bei den Hosen hingegen, verabschieden wir uns end-

Definition des eigenen Status. Die letzthin zum Lieb-

gültig vom hochgekrempelten Hosenbein. Die neuen

lings-Accessoire modebewusster Männer emporge-

Hosen liegen unten am Bein eng an und enden deutlich

stiegene Fliege hingegen, tritt ebenfalls rigoros den

oberhalb des Knöchels. Zudem feiert die Bundfalte ihre

Rückzug an und wird heuer kaum noch zu sehen

Wiedergeburt, neu interpretiert erinnert sie an alte Zei-

sein. Aber die Mode verläuft ja bekanntlich in Wel-

ten, schafft es aber mit einer Portion Nonchalance ins

len. Alles kommt eines Tages wieder, man muss nur

Hier und Jetzt und ist angesagter denn je.

ein bisschen Geduld haben und Lieblingsstücke

Auf der Suche nach dem Befreiungsschlag aus den

und Outfits einmotten bis sie wieder en vouge sind.


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Leder in erlesener Qualität, handverarbeitet zu einem und zugleich Statussymbol mit Understatementschönen Schuh – das ist das Must-have der kommen- Charakter. Ein Objekt der Begierde, das Mann mit Stolz den Saison. Mokassins aus weichem, geflochtenem fährt und mit Liebe pflegt. Die neuen Räder für Ihn sind Leder bieten unverwechselbaren Komfort und werden nicht irgendwelche Zweiräder. Nein, sie sind äußerst zur auserwählten Fußbekleidung – am liebsten kom- lässig, stilvoll, haben Klasse und sind mit ausgereifter biniert mit Hosen, die den nackten Knöchel freigeben. Spitzentechnologie ausgestattet. Schuhe, Gürtel, Taschen, Reisegepäck - für die Leder-Ac- Komplett wird das Bild des bewegten Mannes mit dem cessoires moderner Globetrotter gibt es im Frühling/ praktischen Rucksack, sei es in schönem Leder oder Sommer nur eine Farbe: ein natürliches Braun.

aus technischem Stoff, sei es zum T-Shirt oder zum

Abenteuerlustig, dynamisch und immer in Bewegung. Zweireiher. Der urbane Backpack darf unterwegs nicht Das Fahrrad unterstreicht das neue Lebensgefühl fehlen, wenn es heißt, die Welt oder auch nur den Allund wird zum ständigen Begleiter auf urbaner Entde- tag zu erobern. Jeden Tag, jeder auf seine ganz eigene ckungstour. Patent und agil im städtischen Verkehr Art und Weise.


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Z DIAR

private life MARSHALL SPEAKER Früher allgegenwärtiges Bühnendesign, ist der Marshall Stereo-Lautsprecher in seinem Vintage-Look mittlerweile eine Design-Ikone für zuhause. Kompakt, mit abgerundeten Ecken und weichem Kunstleder überzogen, ist er wahlweise in schwarzem Vinyl oder cremefarben erhältlich. Mit seinem analogen Charme lässt er die Goldenen Zeiten des Rock’n’Roll hochleben. Der Sound - sauber und präzise. Einfach an Smartphone oder Schallplattenspieler anschließen und die Lieblingsmusik so richtig laut aufdrehen. Oberrauch Zitt, Lauben 67, Bozen www.oberrauch-zitt.com

CIGNO CLASSIC Das Cigno Classic verkörpert die Essenz eines eleganten Fahrrades. Dieser 50er Jahre Fahrrad-Traum ist weit mehr als nur ein bequemes Fortbewegungsmittel. Ein Schmuckstück mit klassischen Linien und stilsicheren Details, wie Sattel und Handgriffe aus feinstem Leder, und dennoch modern anmutend. Ein echter Hingucker und der Beweis dafür, dass qualitätsvolle Handarbeit überaus sexy ist. Die Rahmen sind aus gehärtetem Stahl und ganz und gar verchromt und das Zubehör aus federleichtem Aluminium. Besonders schön: Jedes Fahrrad ist ein Unikat. Oberrauch Zitt, Lauben 67, Bozen www.oberrauch-zitt.com DEPOT MALE TOOLS DEPOT® feiert die Tradition der Herrenpflege mit einem umfassenden Konzept, aktueller und angesagter denn je. Die anspruchsvollen und dennoch schlichten Produkte, sind allesamt moderne Must-haves, die auf traditionellen Formeln basieren. Eben echte Klassiker auf den bewussten Mann von heute zugeschnitten. Alles für die Bartpflege und das tägliche Rasur-Ritual: Von Rasiergel und -pinsel über Shampoo, Conditioner und Bart-Treatments bis hin zum Styling Wachs für den Schnauzbart. Spätestens ab jetzt unverzichtbar für daheim und auf Reisen. Oberrauch Zitt, Lauben 67, Bozen www.oberrauch-zitt.com


26 CAPRIZ Lust auf richtig guten, heimischen Käse? Dann führt kein Weg an der Feinkäserei Capriz vorbei. In der eindrucksvollen Käsemanufaktur wird Gourmetkäse in all seinen Facetten zelebriert: Ob aus Ziegen- oder Kuhmilch, weich oder hart, affiniert, mit Löchern oder ohne. Ein Paradies für Käseliebhaber. Die können sich vor Ort dem Käsegenuss hingeben und im Bistro nach Herzenslust feine Käse-Häppchen, kleine Vorspeisen oder schmackhaftes Käsefondue schlemmen. Dazu passt ein spritziger Aperitif oder ein delikater Wein aus der hauseigenen Vinothek. Für den Capriz-Genuss daheim bietet der Feinkostladen ein köstliches Käsesortiment, erlesene Weine, Eingemachtes, Chutneys und viele andere regionale Spezialitäten. Capriz Feinkäserei, Bistro, Vinothek, Shop & Museum, Pustertalerstraße 1/B, 39030 Vintl, Tel. +39 0472 869268, www.capriz.it, info@capriz.it tägl. 9:00 bis 19:00 geöffnet

plaCe to be

DOWNTOWN

Geschüttelt oder gerührt, fruchtig und süß oder doch lieber würzig und prickelnd? Die urbane Downtown Cocktail Bar mitten im Zentrum von Bozens Nachtleben ist ein Ort an dem das Leben gefeiert wird – und zwar mit einem richtig guten Cocktail in der Hand. Für jeden Geschmack, ob „all-time-favorites“ oder trendig von anderen Szenestädten Europas inspiriert, die Downtown-Barkeeper sind wahre Meister ihres Metiers. Bei den Zutaten wählen sie nur aus allerbesten Ingredienzien aus: Stets frische, saisonale Säfte und Früchte, ausschließlich hohe Qualität bei Spirituosen und Tonics. 120 verschiedene Gin-Sorten, eine Vielfalt an Rum, Whiskey, Tequila, Nischenprodukte für Liebhaber und regionale Tropfen lassen keine Wünsche offen. Hier wird eindeutig gehobene Trinkkultur zelebriert. Downtown Cocktail Bar, Obstmarkt 25, Bozen, www.facebook.com/Downtown-Cocktail-Bar, Di-Do 17:00 – 01:00, Fr-Sa 17:00–02:00


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FOOD

Zubereitung: Krautsalat mit Apfelessig, Salz, Samenöl und Kümmel marinieren. Fleisch nach Belieben mit Salz und Pfeffer würzen, zu einer

BRACHIALER LUIS

Kugel formen und flach drücken. Meerrettich mit Apfel und

by pims BURGER & MORE

Sauerrahm verrühren und mit Salz abschmecken.

Maria-Delago-Platz 6 in Bozen

Fleisch in einer Pfanne scharf anbraten, mit einer Scheibe Käse belegen und im Ofen bei 120°C für ca. 6 Minuten

Wie wäre es mit einem belegten Brot? Oder besser einem braten. Ei in eine Pfanne schlagen und durchgaren. Speck saftigen Burger mit besten lokalen Zutaten? Der Bims avan- knusprig braten. Vinschgerle halbieren und in zerlassener ciert zum Burger. Das neue Burger-Lokal „pims“ in Bozens Butter anrösten bis es knusprig ist. Mit der MeerrettichMitte bietet authentischen Burger-Genuss in fantastischen sauce bestreichen. Das Fleisch auf die Sauce legen, anVariationen für eingefleischte und vegetarische Fans. Guten schließend mit Krautsalat, knusprigem Speck und Spiegelei Appetit!

bedecken. Zutaten: 200 g einheimisches Rindfleisch, faschiert 1 Scheibe (ca. 50 g) Pusterer Bergkäse 50 g Kraut, feingeschnitten Apfelessig Samenöl Kümmel 10 g Meerrettich, frisch gerieben 1 Apfel, fein gerieben 50 g Sauerrahm 1 Ei aus Freilandhaltung 4 Scheiben Bauchspeck 1 Vinschgerlebrot Butter, Salz, Pfeffer


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#hashtag #beautifulsmile

ickelnde Gute Musik, pr rnde PailletDrinks, glitze 채ste und das ten, illustre G n Mode. Beste der neue zum exklusiven Oberrauch Zitt hat geladen und Fashion Cocktail ein LE KEYLOOKS f체r pr채sentierte die EL 2017. Fr체hling/Sommer

#ellekeylooks

#goodvibratio

#ellefavourite #internodiciotto #bestofmenst

ns #annazueg g

yle

#happyfaces

#elletrendreport #oberrauchzittfriends


agenda 29

01

KEITH HARING. ABOUT ART Eine großartige Ausstellung, die sich voll und ganz dem Pop-Kultur-Star und Graffiti-Protagonisten der 80er Jahre widmet: Eine Reise durch das künstlerische Leben und Schaffen Keith Haring, reich an Fantasie, bunt und lebhaft, wie seine unvergleichlich plakativen Kunstwerke. Bis 18. Juni 2017, Palazzo Reale di Milano, Mailand, www.palazzorealemilano.it

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BILL VIOLA Die Werke des gefeierten Video- und Installationskünstlers Bill Viola in einer einzigartigen Ausstellung präsentiert - von seinen Anfängen 1973 bis heute, mit der Architektur des Palazzo Strozzi und den großen Meisterwerken der Renaissance in einen spannenden Dialog gesetzt. Bis 23. Juli 2017, Palazzo Strozzi, Florenz, www.palazzostrozzi.org

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100 MEISTERSTÜCKE. BMW GROUP 100 Jahre Innovationskraft und unternehmerischer Mut: Erleben Sie die Klassiker der letzten 100 Jahre hautnah, die die Innovationskraft und den unternehmerischen Mut in unterschiedlichen Epochen zum Ausdruck bringen. Erfahren Sie mehr über die hundertjährige BMW-Geschichte von 1916 bis heute. Bis 30. September 2017, BMW Museum, München, www.bmw-museum.de

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VULGÄR? FASHION REDEFINED Die Ausstellung Vulgär? Fashion Redefined beschäftigt sich mit dem umstrittenen und zugleich fesselnden Thema des Geschmacks in der Mode. Über 120 Objekte von der Renaissance bis zum 21. Jahrhundert regen zum Diskurs über die Definition des „Vulgären“ an. Bis 25. Juni 2017, Winterpalais, Wien, www.belvedere.at


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icon Der Zweireiher

Elegant, raffiniert und mit tadelloser Passform. Der Doppelreiher ist und bleibt ein Klassiker und unverzichtbar für jede Männergarderobe. Letzthin bei manch einem in Vergessenheit geraten, haben sich seiner nun einige überzeugte Designer angenommen und ihn zu einem wandlungsfähigen Mode-Statement gemacht. Urban, lässig und souverän - seine neuen Attribute. Ein gelungenes Comeback in verschiedenen Varianten, aber immer mit den beiden unverwechselbaren Knopfleisten, die ihn auszeichnen. Der Zweireiher von heute ist immer noch stilvoll, aber auch sportlich, akzentuiert, tailliert und in angesagter Kurz-und Slim-Optik zu haben. Außerdem reizvoll: Mann wirkt durch seine geschlossene Front maskuliner und zupackender. Ein Must-have für jeden Mann und jeden Anlass.


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Egal wohin, wir begleiten Sie.

Oberrauch Zitt Magazin #1 2017 deutsch  
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