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ausstellungen, musik, kunst, vorträge

Kultur programm kreis coesfeld

Bali 08, 2008, © Dieter Nuhr

März - Juli

2012


04 Salvadore DalÍ. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ausstellung Kolvenburg 06 Thomas Schönauer. . . . . . . . . . . . . . . . Ausstellung Burg Vischering 08 Rudolf P. Golez. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Konzert

Burg Vischering

10 Tanja Tetzlaff / Gunilla Süssmann.. KOnzert

Schloss Nordkirchen

12 Späte liebe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ausstellung Burg Vischering 14 Lily Dahab. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Konzert

Kolvenburg

16 Helge Lien Trio. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Konzert

Kolvenburg

18 Internationaler Museumstag. . . . . . Museumsfest Burg Vischering 20 Leszek Moźdźer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . KOnzert 22 Karneval der Tiere. . . . . . . . . . . . . . . . . KOnzert 24 Helge Lien Trio. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Konzert

Burg Vischering

Schloss Nordkirchen Kolvenburg

26 Nuhr fotografiert. . . . . . . . . . . . . . . . . Ausstellung Burg Vischering 28 Bartłomiej Duś. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Konzert

Burg Vischering

Inhalt

02 Anett Stuth. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ausstellung Burg Vischering


Anett Stuths Blick changiert zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Fotografie und Malerei, Alltag und Filmwelt. In ihren Arbeiten unter dem Titel „Raum • Zeit • Bild“ fügt die Künstlerin Fotos verschiedener Räume und Orte aus unterschiedlichen Zeiten in verschachtelten Bildebenen zusammen. Gegenwart und Vergangenheit berühren sich, eigenes und fremdes Material in Form von Zitaten und Reminiszenzen findet zueinander. Das Prinzip der Montage wird nicht wegretuschiert, sondern schafft collageartige Bildkonstruktionen, die unterschiedliche Orte und Zeitebenen durch ein zentrales Thema miteinander verbinden.

„Nichts bleibt wie es war“, 2011 C-Print/Diasec, 180 x 250 cm, Aufl.: 6 Expl.

außer montags 10:00 – 13:00 Uhr 13:30 – 16:30 Uhr ab April bis 17:30 Uhr

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bis 22. April 2012 Burg Vischering


Anett Stuth AUSSTELLUNG Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Galerie Löhrl, Mönchengladbach

„Verwandlung“ 2007, C-Print/Diasec 180 x 250 cm Aufl.: 6 Expl.

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ausstellung

Salvador Dalí Das Grafische Schaffen

L'aurore aus dem Zyklus „Don Quijote“ 1957, Privatbesitz © Fundació Gala-Salvador Dalí

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Der Spanier Salvador Dalí (1904-1989) zählt neben Pablo Picasso zu den herausragendsten Künstlerpersönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Während Picasso von der Kunstgeschichtsschreibung längst zu den Klassikern gezählt wird, fällt eine kunsthistorische Einordnung der Werke des exzentrischen Dalí immer noch schwer. Die Kolvenburg in Billerbeck widmet sich einem bisher weniger bekannten Aspekt des Schaffens des weltweit bekanntesten Surrealisten. In der Druckgrafik, die in großen Mappenwerken und Büchern erschienen ist und einen eigenständigen Komplex innerhalb seines Gesamtwerkes darstellt, wendet sich Dalí den Meisterwerken der Weltliteratur zu. So illustriert er u.a. Boccaccios „Decamerone“ und Lewis Carrols „Alice in Wonderland“. Zu den populärsten Arbeiten zählen „Don Quijote“ von Miguel de Cervantes und der umfangreiche Zyklus von 100 Blättern zur „Göttlichen Komödie“, die Dalí im Auftrag des italienischen Staates für das wohl bekannteste Werk des Mittelalters, die „Divina Commedia“ von Dante Alighieri schuf. Neben diesen genannten Werken zeigt die Schau in Billerbeck u.a. auch die Radie-

Kolvenburg

rungen aus den Werken „La Quête du Graal“ und „Dix Recettes d’Immortalité“ sowie die großformatigen Farblithografien „Quevedos Visioner“. Die Besucher dürfen sich auf eine imposante Werkschau mit mehr als 200 Arbeiten dieses Ausnahmekünstlers freuen.Sie gewährt einen einzigartigen Blick in sein eigenwilliges Universum, seinen künstlerischen Gestaltungswillen und seine scheinbar nie versiegende Produktivität.

Madonne aus dem Zyklus Don Quijote, 1957, Privatbesitz © Fundació Gala-Salvador Dalí

30. März – 02. Sept. 2012 | Ausstellungseröffnung 30. März 2012 | 18:00 Uhr

Di bis Sa: 13:00 – 18:00 Uhr So/ feiertags: 10:00 – 13:00 Uhr 13:30 – 17:30 Uhr

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Malerei und Skulptur bilden die wesentlichen Säulen im Schaffen des gebürtigen Düsseldorfers Thomas Schönauer (*1953). Seiner Assistenzzeit im Bildhaueratelier von Friedrich Werthmann und den Studien am Manitoba Institute of Design in Winnipeg (Kanada) verdankt er die Grundlagen der Metallverarbeitung und die sensible Umsetzung in künstlerische Produkte. Die aktuelle Ausstellung in der Burg Vischering widmet sich seinem malerischen Schaffen. Inspiriert von der Idee, die Zweidimensionalität der Zeichnung durch die Verwendung von Stahl zur Dreidimensionalität zu führen, entstehen seine sogenannten „CT-Paintings“ (computer tomography paintings). Durch den Auftrag von Epoxydharz mit Quarzsand und hochwertige Pigmentkonzentraten auf der Stahlplatte, bilden sich ausdrucksstarke Farblandschaften .Materialität und Immaterialität - Begrifflichkeiten aus der Bildhauerei - werden in diesem kreativen Akt thematisiert. Die reliefartig dreidimensionalen Kunstwerke erinnern an mikros-

kopische Aufnahmen, an Darstellungen von atomaren bzw. molekularen Strukturen oder auch biologische Phänomene wie Nervenzellen. Neben den Malereien sind lackierte Stahlskulpturen, bei denen ebenfalls Metall als Untergrund einer Farbschicht dient, charakteristisch für Schönauers international bekanntes Werk. Der Betrachter darf sich auf eine farbenfrohe und assoziationsreiche Bildwelt freuen.

außer montags 10:00 – 13:00 Uhr 13:30 – 17:30 Uhr

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Ausschnitte aus der Bildserie: CT-Universe, 2012 Epoxydharz/Pigmente auf Edelstahl 40 x 40 cm, Foto: Stefan Lindauer

01. April  -  24. Juni 2012 Burg Vischering Ausstellungseröffnung 01. April 2012 | 17:00 Uhr


Thomas Schรถnauer micro/macro AUSSTELLUNG

Ausschnitte aus der Bildserie: CT-Universe, 2012 Epoxydharz/Pigmente auf Edelstahl 40 x 40 cm, Foto: Stefan Lindauer

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Rudolf P. Golez

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Nur ein wirkliches pianistisches Ausnahmetalent schafft den weiten Weg von den Philippinen in die großen Konzertsäle der Welt. Im Alter von vier Jahren begann für Rudolf P. Golez seine große Leidenschaft für das Klavier, mit 13 Jahren studierte er bereits bei Seymour Lipkin an der renommierten Juilliard School in New York. Mit seinem exquisiten Klavierspiel beeindruckte er beim Klavierfestival in Barcelona und Teneriffa sowie beim First "International Asian Chopin Competition“ in Kuala Lumpur, Malaysia. Sein Repertoire reicht von der klassischen bis zur modernen Klavierliteratur. In seiner Heimat gilt er als populärster klassischer Musiker. Eine große Tournee durch die USA festigte seinen Ruf als feinsinniger Pianist mit tiefgründiger Musikalität. In seinen Recitals verbindet er Virtuosität und filigrane Anschlagskultur. Die vielfältigen Werke von Mozart, Liszt bis zu

Ligeti spielt er zur Faszination und Inspiration des Publikums mit stilistischer Sicherheit und eleganter Ausdrucksstärke. Seine Konzerte entfalten eine Intensität, der man sich nicht entziehen kann. Facettenreich und klangmalerisch öffnet Rudolf P. Golez den Klangkosmos pianistischer Meisterwerke, macht die Musik zu einem einzigartigen Erlebnis. Claude Debussy: Estampes, Suite pour le piano, L´isle joyeuse Franz Liszt: Sonate h-moll

Eintritt: EUR 18,– | EUR 15,– erm. | Schüler EUR 10,– Vorverkauf: Burg Vischering Tel.: 02 591 – 799011

Burg Vischering

19. April 2012 | 20:00 Uhr Rudolf P. Golez, Piano

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Tanja Tetzlaff liebt Stücke, die dem Cello wie auf den hölzernen Leib geschrieben sind und bei denen Emotion und Klang eine zentrale Rolle spielen. Mit ihrem Spiel bewegt sie die Herzen, denn im Einklang mit den eigenen Gefühlen lässt sie ihr Instrument singen, seufzen und weinen. Ihrem Guadagnini-Cello entlockt sie dabei eine beispiellose Klangfarbenpracht. Die norwegische Pianistin Gunilla Süssmann teilt den unbedingten Ausdrucksund Gestaltungswillen der Cellistin. Kammermusikalische Sensibilität und technische Perfektion machen sie zur kongenialen Partnerin von Tanja Tetzlaff, gemeinsam bilden die beiden Musikerinnen ein geradezu ideales Duo. Mit Werken von Mendelssohn, Debussy und Brahms werden die beiden sympathischen Künstlerinnen ihr Publikum verwöhnen.

Felix Mendelssohn Bartholdy, Sonate für Klavier und Violoncello Nr. 2 op. 58 D-Dur Claude Debussy, Sonate für Violoncello und Klavier d-Moll Johannes Brahms, Sonate für Klavier und Violoncello Nr. 2 op. 99 F-Dur Eintritt: EUR 20,- I EUR 17,- erm. I Schüler EUR 10,Vorverkauf: Verkehrsverein Nordkirchen e.V. Schloss 1a, 59394 Nordkirchen, Telefon: 02596 /528848, Telefax: 02596 / 528849

18:00 Uhr | 10

22. April 2012 Schloss Nordkirchen Oranienburg Tanja Tetzlaff (Cello) Gunilla Süssmann (Klavier)


Star-Cellistin Tanja

Tetzlaff Star-Pianistin Gunilla S端ssmann 11


Späte Liebe

Matthias Zölle photographiert

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Pina Bausch und das Wuppertaler Tanztheater WIESENLAND Pina Bausch und das Tanztheater Wuppertal ©Matthias Zölle / VG Bild Kunst 2012


Pina Bausch - sie prägte die deutsche Tanzlandschaft wie keine andere Choreographin ihrer Epoche. Matthias Zölle hat sie und das Wuppertaler Tanztheater seit 1997 in Intervallen photographiert und zeigt nun seinen Blick auf ihr Werk. Nicht als Chronist sondern als kongenialer Künstler, der die Formenvielfalt von Bauschs Tanzsprache nutzt, um daraus seine eigene Kunst zu schaffen, die Kunst der Tanzphotographie: Über diese schreibt er selbst: „Den sinnlichen Eindruck des Tanzes als Erinnerung aus seiner zeitlichen Begrenzung zu lösen und ihn als bewegte Vergänglichkeit – genannt Tanz – mit der papierenen Ewigkeit – genannt Photo – in der Kunst des Augenblicks zu verbinden, das ist Tanzphotographie.“ Photographiert hat er alle wichtigen Choreographien des Zeitgenössischen Tanzes von Pina Bausch, Sasha Waltz, Daniel Goldin über Wim Vandekeybus und Anne Teresa De Keersmaeker bis hin zu Xavier Le Roy. Seine Bilder wurden in Publikationen wie Spiegel, Stern, FAZ, Elle, Vogue etc. und vielfach in Büchern ver-

Burg Vischering

öffentlicht. Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland in Florenz, Zürich, Singapur und St. Petersburg, Kigali (Ruanda) und zahlreichen Städten in Deutschland haben ihn als Tanzphotographen bekannt gemacht. Die Westdeutsche Zeitung schrieb 2003 über seine Ausstellung „Im Augenblick“ : „Er ist ein Meisterphotograph des Tanztheaters. Es ist frappierend, wie nahezu perfekt der Photograph den treffenden Moment, den Sprung, die Ausdrucksgeste, die sprechende Bewegung in fast inszeniert wirkenden Ausschnitten einfängt.“

DANZON Pina Bausch und das Tanztheater Wuppertal ©Matthias Zölle / VG Bild Kunst 2012

28. April  –  24. Juni 2012 | Ausstellungseröffnung 28. April 2012 | 18:00 Uhr

außer montags 10:00 – 13:00 Uhr 13:30 – 17:30 Uhr

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Musikalität gepaart mit Sinnlichkeit - die Argentinierin Lily Dahab öffnet

ter Bene Aperdannier. Spielfreude pur vermitteln der Percussionist Topo

mit ihrer ausdrucksstarken Stimme und charismatischen Erscheinung

Gioia und der Gitarrist Jo Gehlmann, bereichert wird das facettenreiche

die facettenreiche Welt zwischen dem melancholischen Tango und der

Spiel durch den Bassisten Andreas Henze. Das Publikum erwartet ein

unwiderstehlichen Glut des Bossa Nova. Diese verbindet sie mit inspi-

verführerischer Abend mit dem Temperament und Esprit einer großen

rierenden Jazzelementen. Sie umschmeichelt, verführt zum Träumen und

Sängerin.

verzaubert mit südamerikanischem Charme. Durch ihren Gesang, wird jedes Lied zum schillernden Diamanten, exquisit eingefasst in ein lebendiges "Gewand" das der renommierten Jazzpianist und Arrangeur Bene Aperdannier webt. Grenzen gibt es für sie nicht. Als Wanderin zwischen

Eintritt: EUR 18,– | EUR 15,– erm. | Schüler EUR 10,– Vorverkauf: Kolvenburg, Tel.: 02 543 – 15 40

den Welten verbindet die in Berlin lebende Künstlerin die Sehnsucht nach Buenos Aires mit Astor Piazzolla und die Liebe zur mediterranen Welt mit Joan Manuel Serrat. Der Farbenreichtum ihrer Stimme bereichert die legendären Jazzstandards. Sehnsucht, Liebe, Schmerz und Leidenschaft - bei Lily Dahab erstrahlen große Gefühle auf einer Reise durch Raum und Zeit. Eine feinsinnige Brücke zwischen den Stilen spannt dabei ihr Beglei-

16:00 Uhr | 14

29. April 2012 Kolvenburg/ Kaffeekonzert Lily Dahab, Vokal


L i ly Da h a b 15


Helge 16

photo Š CF Wesenberg


Magische Momente bereitet das „Helge Lien Trio“ im einzigartigen Ambiente der Kolvenburg. Bereits vor drei Jahren begeisterte die skandinavische Jazz-Formation beim Münsterlandfestival mit ihrer spannenden Musik, die im Grenzbereich zwischen großer Jazztradition, elektronischer Musik und zeitgenössischer Improvisation angesiedelt ist. Der Trialog zwischen dem Pianisten Helge Lien, dem Bassisten Frode Berg und dem Schlagzeuger Knut Aalefjær schafft impressionistisch anmutende Stimmungsbilder mit beeindruckenden Klangfarben. Die Balance zwischen traditionellem Jazz und avantgardistischer Improvisationskunst verspricht ein Konzert mit außerordentlicher Anziehungskraft. Virtuosität ist beim „Helge Lien Trio“ nie Selbstzweck, sondern Mittel künstlerischer Gestaltung. Das Publikum erlebt kein übliches Klaviertrio, sondern kammermusikalisch anmutenden Jazz mit traumwandlerischen Klangfarbenspielen. Bill Evans lyrische Kraft gepaart mit dem beschwingt melancholischen Spiel eines Esbjörn Svensson sind die Wurzeln, aus denen das „Helge Lien Trio“ schöpft und diese Einflüsse meisterhaft weiterentwickelt. Von filigran bis leicht verrückt reicht das Spektrum ihrer Musik, jederzeit fesselnd und ungeheuer markant von einem unbändigen Experimentierdrang geprägt. Eintritt: EUR 18,– | EUR 15,– erm. | Schüler EUR 10,– Vorverkauf: Kolvenburg, Tel.: 02 543 – 15 40

e Lien Trio  Kolvenburg

11. Mai 2012 | 20:00 Uhr Helge Lien Trio

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Am Internationalen Museumstag wird die Burg Vischering zu einem ganz

das Publikum mit einer bunten Show in seinen Bann und versteht es mit

besonderen Treffpunkt für Jung und Alt. Unter dem Motto „Welt im Wan-

einer einzigartigen Spontaneität, seine Künste in mitreißende Publikums-

del – Museen im Wandel“ feiern Kulturstätten in ganz Deutschland das

Shows zu verpacken.

Ereignis. Und was würde besser dazu passen als ein Kulturzentrum, dessen Vorburg gerade tiefgreifend umgestaltet wurde und das im Rahmen

Die Ethno-Band "Karibuni“ liefert mit ihrem Mitmachprogramm internati-

der Regionale 2016 konzeptionell weiterentwickelt werden soll? Auf jeden

onales Flair: Die Kinder lernen Spiellieder aus Afrika, tanzen wie in Latein-

Fall erwacht das historische Gemäuer mit einem facettenreichen Angebot

amerika, singen indianische Lieder, hüpfen wie die Kängurus in Australien,

an diesem Sonntag im Mai zu neuem Leben.

üben das äthiopische Alphabet oder singen ein vielsprachiges Friedens-

Vielfältige Aktivitäten und Attraktionen im historischen Ambiente mit Kin-

der mittelalterlichen Burg zu erkunden. Eine Malstube, Fotoaktionen,

derkonzerten, einem professionellen Spaßmacher und zahlreichen Mit-

Mitmachspiele für Kinder, das Basteln von Helmen, Luftballonaktionen,

lied. Zudem gibt es Führungen, die herzlich dazu einladen, die Schätze

machaktionen sorgen für ein volles und unterhaltsames Programm. Wie einst die Gaukler und Hofnarren sorgt Clown Georg auf Burg Vischering

Spielecken und vieles mehr wird geboten. Der internationale Museumstag - ein Erlebnis für die ganze Familie!

für allerlei Schabernack und Situationskomik; mitmachen und vor allen Dingen: mitlachen, das ist seine Devise, die für jedes Alter gilt. Er zieht

11:00 bis   18:00 Uhr 18

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20. Mai 2012 Burg Vischering


Internationaler

Museumstag 19


Leszek MoĹşdĹşer 20

Foto: Przemek Krzakiewicz


Wenn Leszek Moźdźer heute als wichtigste Entdeckung des jüngeren

nach Veröffentlichung den ersten Platz der Pop (!)-Charts und ließ somit

polnischen Jazz und als einer der herausragenden Pianisten der inter-

Weltstars wie Sting und Beyoncé hinter sich. Auch die deutsche Presse

nationalen Szene gilt, dann nicht zuletzt wegen seiner wegweisenden

ist voll des Lobes: Die Süddeutsche Zeitung nennt Moźdźer schlicht „ein

Grenzgänge zwischen Klassik und Jazz: Er ist der große Romantiker unter

Phänomen“ und spricht von einem „erlesenen Album.“ Und der Tages-

den europäischen Jazzpianisten. Mit Improvisationen über Themen von

spiegel schwärmt im Rahmen seines umjubelten Konzertes beim JazzFest

Frédéric Chopin begründete er seinen Ruf: Stets klammert sich sein per-

Berlin 2011 von seinem Ton und einzigartigen Anschlag, den man nach

lendes, anschlagstechnisch unerreichtes Spiel seither an Melodien voller

fünf, sechs Takten blind erkenne.

Lyrik und Emotion. Dabei erweist sich Moźdźer gleichwohl als überragender Improvisator – allerdings auf der Grundlage eines klassischen Kanons. Mit seinem Solo-Debüt „Komeda“ (ACT) wirft Leszek Moźdźer einen ehrerbietenden, aber eigenständigen Blick auf die Musik des legendären Pia-

Eintritt: EUR 18,– | EUR 15,– erm. | Schüler EUR 10,– Vorverkauf: Burg Vischering, Tel.: 02 591 – 799011

nisten Krzysztof Komeda, der durch seine Soundtracks für Roman Polanski weltweite Bekanntheit erreichte. Das Album erklomm in Polen kurz

Burg  Vischering

02. Juni 2012 | 20:00 Uhr Leszek Moźdźer, Piano

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„Karneval der Tiere“ ist das wohl bekannteste Werk des französischen Komponisten Camille Saint-Saëns und entfaltet durch seine ebenso eigenwillige wie ungewöhnliche Instrumentierung einen ganz eigenen Charme. Nachdem das Stück nur für Kammerorchester vorgesehen war, stellt sich das Ensemble „CellOro“ nun der gewaltigen Aufgabe, Löwen, Hühner, Elefanten, Kuckuck, Esel, Schildkröten und natürlich den berühmten Schwan erstmals in einer Fassung für zwölf Celli und ein Klavier zu porträtieren – und zwar in einer Bearbeitung seines musikalischen Leiters, Prof. Matias de Oliveira Pinto. Kleine und große Zuhörer werden zum Mitmachen animiert: Die Musik von „CellOro“ wird dabei textlich untermalt durch Kirsten Borchard, die „Stimme“ des Ensembles. Als Überraschung werden auch Elemente des Tanztheaters integriert. Zusammen mit ihrem Publikum gehen die Interpreten auf eine Reise der Phantasie, bei der es immer „neue“ Tiere zu entdecken gibt.

„Karneval der Tiere“ von Camille Saint-Saëns in der Einzigartigkeit und Vielseitigkeit des Celloklangs. Eintritt: EUR 10,- I EUR 5,- erm. I Kinder und Schüler EUR 5,Vorverkauf: Verkehrsverein Nordkirchen e.V. Schloss 1a, 59394 Nordkirchen, Telefon: 02596/52 88 48, Telefax: 02596/52 88 49

16:00 Uhr | 22

03. Juni 2012 Schloss Nordkirchen Oranienburg CellOro Kirsten Borchard


„Karneval der Tiere“

für 12 Celli ein Konzert für die ganze Familie 23


Tim 24

© sven bänziger


Tim Allhoff gilt als einer der führenden Vertreter der jungen deutschen Jazzpianisten-Generation. Er gewann 2010 mit seinem Trio den renommierten "Neuen Deutschen Jazzpreis" und wurde 2011 mit dem ECHOjazz als "Newcomer des Jahres national" ausgezeichnet. Der Augsburger Pianist und Komponist konzertierte gemeinsam mit so bedeutenden Künstlern wie Thomas Quasthoff, Johannes Enders, Larry Grenadier und der japanischen Jazz-Sängerin Charito. Er schrieb und arrangierte Bühnen- und Filmmusik. Das Tim Allhoff Trio mit Andreas Kurz am Kontrabass und Bastian Jütte am Schlagzeug begeistert Publikum und Fachpresse gleichermaßen. Das Repertoire des Trios reicht von facettenreichen Eigenkompositionen über innovative Interpretationen von Standards bis hin zu Arrangements von Popsongs in markantem Jazzgewand. Spannungsreich im Aufbau, jederzeit originell in der Musiksprache - bei solcher Musik wird selbst ein einfaches Lied zur inspirierenden Kostbarkeit mit jazzigem Timbre. Das Spiel von Tim Allhoff ist impressionistisch gefärbt, und im musikalischen Dialog zwischen Klavier, Kontrabass und Schlagzeug erschließen sich äußerst filigrane Klangwelten. Die Musik wirkt leicht, locker und verspielt, ist dabei eben nicht akademisch kopflastig – und damit sicherlich ganz nach dem Geschmack der Liebhaber feinster von Hand gemachter Musik.

Allhoff

Eintritt: EUR 18,– | EUR 15,– erm. | Schüler EUR 10,– Vorverkauf: Kolvenburg, Tel.: 02 543 – 15 40

Kolvenburg

29. Juni 2012 | Tim Allhoff, Piano

20:00 Uhr 25


Dieter Nuhr, bekannt als einer der besten Kabarettisten Deutschlands, macht seit einiger Zeit auch als Fotograf auf sich aufmerksam. Der Absolvent der Essener Folkwang Schule fühlte sich ursprünglich als bildender Künstler, der sich zunächst dem Medium Malerei widmete, bevor er zur Fotografie fand. Auf seinen Reisen in wenig touristische Regionen möchte der sehr bekannte Kabarettist einerseits zur Ruhe kommen, andererseits findet er hier aber auch die Motive für seine Fotos. Im Fokus seiner Suche stehen dabei nicht die idyllischen, exotischen Orte mit ihren Postkartenansichten, vielmehr geht es ihm in der künstlerischen Auseinandersetzung um den Blick auf die unspektakulären Seiten der Welt. Diese sucht und findet er in Ländern aller Kontinente: im Iran, im Jemen, in Nordkorea, China, um nur einige zu nennen. Und dass Dieter Nuhr eben nicht nur auf den Auslöser drückt, zeigt die

außer montags 10:00 – 13:00 Uhr 13:30 – 17:30 Uhr

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überlegte Komposition der Bilder nach künstlerischen Kriterien, der außerordentliche Ausschnitt, der ungewöhnliche Betrachterstandpunkt, die Harmonie von Farbwerten. Da werden Strukturen von Landschaften hervorgehoben, morbide Stillleben in Szene gesetzt. Ursprüngliches steht in dieser Bilderwelt neben Gestaltetem, das Alltägliche neben dem Besonderen, den Eigenheiten unterschiedlicher Kulturen und regionaler Tradition wird nachgespürt. Für den Betrachter ist es eine Lust in diese Bilderwelt einzutauchen, sie zu erforschen und sich den jeweiligen Stimmungen hinzugeben. Dieter Nuhr, 1960 in Wesel geboren, in Düsseldorf aufgewachsen, schloss sein Studium an der Folkwangschule in Essen 1988 mit dem Staatsexamen ab. Seit 1987 steht er als Kabarettist mit sensationellem Erfolg auf der Bühne und wurde mit Preisen überhäuft.

05. Juli – 09. Sept. 2012 Burg Vischering Ausstellungseröffnung 05. Juli 2012 | 20:00 Uhr


AUSSTELLUNG

Nuhr fotografiert

Bali 06, 2008 © Dieter Nuhr Nuhr fotografiert! erschienen im Kerber Verlag, März 2010

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Bartłomiej Duś 28


Bartłomiej Duś wurde 1988 in Kattowitz, Polen, geboren. Er studierte bei Bernhard Steuer an der dortigen Karol Szymanowski Academy of Music sowie bei Claude Delangle am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris. Bartłomiej Duś wurde mehrfach ausgezeichnet, zuletzt beim Internationalen Saxophone Meeting im slowenischen Nova Gorica. 2011 gewann er den Internationalen Holzbläserwettbewerb „hülsta woodwinds“. Im Duo mit Magdalena Wojciechowska, spielt er klassische Meisterwerke von Wolfgang A. Mozart, Francis Poulenc, Florent Schmitt und Edison Denisov im Original und in Bearbeitung für Saxofon und Klavier. Das Konzert findet im Rahmen des Internationalen Holzbläserfestivals „summerwinds Münsterland“ statt, Infos unter www.summerwinds.de

Burg Vischering

27. Juli 2012 | Bartłomiej Duś, Saxofon Magdalena Wojciechowska, Klavier

20:00 Uhr 29


VERANSTALTUNGSORTE: Kolvenburg Inmitten der malerischen Billerbecker Berkelaue mit ihren tiefen Wiesen, baumbestandenen Weihern und urwüchsigen Schilflandschaften liegt ein baugeschichtlich, aber auch funktional einzigartiges Gebäude: Der Kreis Coesfeld hat die Kolvenburg, ein Wohnhaus des niederen Adels aus dem 13. Jahrhundert, in ein stilvolles Forum für Kunst und Kultur umgewandelt. Sie ist ein Ort der exquisiten Musik und der hochkarätigen Bildenden Kunst. So kommen auch internationale Jazz-Größen gern in den Konzertraum der Kolvenburg. Denn dort spüren sie den direkten Kontakt zum Publikum, das wiederum die Nähe zu den Interpreten schätzt.

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Schloss Nordkirchen Schloss Nordkirchen ist die bedeutendste barocke Schlossanlage Westfalens und wird deshalb auch gern als „Westfälisches Versailles“ bezeichnet. Das heutige Schloss, nach Plänen des münsterschen Hofarchitekten Gottfried Laurenz Pictorius erbaut und von Johann Conrad Schlaun 1734 mit prächtigem Park fertiggestellt, ist heute im Eigentum des Landes Nordrhein Westfalen. Seit vielen Jahren ist dort in der Oranienburg die Schlosskonzertreihe fest etabliert, die vom klassischen Klavierrecital bis hin zum Hörgenuss in Kammerorchester-Besetzung eine hochkarätige und abwechslungsreiche musikalische Mischung bietet.


Burg Vischering Frischer Jazz in alten Burgmauern, rockige Open Air Konzerte im Burghof, Museumsfeste mit Crossover Musik für alle Generationen: Erstklassige Konzerte mit inter-nationalen Stars sind das Markenzeichen der Burg Vischering, der bedeutendsten und schönsten Ringmantelburg Westfalens. Die trutzige Wehranlage aus dem 13. Jahrhundert, die auch stark durch die Renaissance geprägt wurde, beherbergt ebenso ein Museum zur ihrer Geschichte – und eine Ausstellung für junge Besucher zum Thema „Ritter und Pferde“. Um die Burg herum lädt ein einzigartiger, idyllischer und von Gräften durchzogener Landschaftsraum zu erholsamen Spaziergängen ein.

www.kreis-coesfeld.de

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VORSCHAU

2012

Impressum Veranstalter: Kreis Coesfeld, Abteilung Kultur Konzeption: Christine Sörries Gestaltung: Abteilung Kultur Druck: Westmünsterland Druck, Ahaus


Kultur programm kreis coesfeld

Abonnementbestellung und Kartenvorbestellung: Burg Vischering Kulturzentrum des Kreises Coesfeld Berenbrock 1, 59348 Lüdinghausen Tel.: 02 591 / 79 90 11 Fax: 02 591 / 79 90 29 E-Mail: Kultur@kreis-coesfeld.de www.burg-vischering.de

Kolvenburg Kulturzentrum des Kreises Coesfeld An der Kolvenburg 3, 48727 Billerbeck Tel.: 02 543 / 15 40, Fax: 02 543 / 82 11 E-Mail: Kolvenburg@kreis-coesfeld.de die Kolvenburg bleibt In den Wintermonaten bis Mitte März 2012 geschlossen.

Verkehrsverein Nordkirchen e.V. Schloss 1a 59394 Nordkirchen Tel.: 02 596 / 52 88 48 Fax: 02 596 / 52 88 49 E-Mail: verkehrsverein@nordkirchen.de


Kulturprogramm Coesfeld