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GESCHÄFTSJAHR 2015/16 3 M O N AT E / 1 . M Ä R Z B I S 3 1 . M A I 2 0 1 5


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N o r d z u c k e r Z w i s c h e n b e r i c h t 3 M o n a t e 2015/16

Konzernkennzahlen 3 M o n at e 2 0 1 5 / 1 6

O p e r at i v e s G e s c h ä f t 1.3.2015 – 31.5.2015

1.3.2014 – 31.5.2014

Veränderung

Umsatzerlöse

Mio. EUR

374

501

– 127

EBIT

Mio. EUR

– 7

39

– 46

Periodenüberschuss

Mio. EUR

– 7

24

– 31

Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit

Mio. EUR

99

– 17

116

Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

Mio. EUR

8

20

– 12

Bilanzkennzahlen 31.5.2015

31.5.2014

Veränderung

Bilanzsumme

Mio. EUR

2.026

2.048

– 22

Eigenkapital

Mio. EUR

1.276

1.395

– 119

%

63

68

– 5

Fremdkapital

Mio. EUR

750

653

97

Finanzverbindlichkeiten

Mio. EUR

8

8

0

Liquide Mittel

Mio. EUR

131

25

106

Nettoverschuldung (Liquide Mittel abzgl. Finanzverbindlichkeiten)

Mio. EUR

– 123

– 17

– 106

1.3.2015 – 31.5.2015

1.3.2014 – 31.5.2014

Veränderung

Zuckerfabriken

5

5

Zuckerraffinerien

2

2

Zuckerfabriken

5

5

Flüssigzuckerwerke

2

2

Bioethanolanlagen

1

1

Zuckerfabriken

3

3

Zuckerraffinerien

1

1

Eigenkapitalquote

Strukturkennzahlen

Nordeuropa

Zentraleuropa

Osteuropa


N o r d z u c k e r Z w i s c h e n b e r i c h t 3 M o n a t e 2015/16

I n h a lt

Hi g h l i g h t s d e r e r s t e n d r e i M o n at e 2015/16

5 B r i e f d e s V o r s ta n d s

7 Ertrags-, Finanz- und Vermögensl age

10 Ge w i n n - u n d V e r l u s t r e c h n u n g

10 Ge s a m t e r g e b n i s r e c h n u n g

11 K a p i ta l f l u s s r e c h n u n g

12 Bilanz

14  E i g e n k a p i t a l ve r ä n d e r u n g s ­ rechnung

15 Fi n a n z k a l e n d e r

Q u a r ta l s e r g e b n i s / G e s c h ä f t s e n t w i c k l u n g

Nordzucker hat in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2015/16 einen Umsatz von 373,8 Millionen Euro erzielt. Dieser lag erneut deutlich unterhalb des Umsatzes der entsprechenden Vergleichsperiode des Vorjahres von 500,8 Millionen Euro. Vor allem Preisrückgänge bei Quoten­ zucker führten dazu, dass ein Periodenfehlbetrag von 6,9 Millionen Euro zu verzeichnen war. D u rc h s c h n i t t l i c h e E r n t e e rwa r t e t

Die diesjährige Aussaat begann im Konzern überwiegend früh, aber aufgrund der folgenden Witterungsbedingungen dauerte sie in vielen Regionen dann lange an. Dadurch waren die Startbedingungen nicht so ideal wie im vergangenen Jahr. Durch Verschlämmung mussten in Deutschland rund 4.000 Hektar neu gesät werden. Anschließend waren in fast allen Regionen die Temperaturen zu niedrig, sodass sich die Entwicklung der jungen Rüben verzögerte. Insgesamt ist mit einer eher durchschnittlichen Ernte zu rechnen, mit großen regionalen Unterschieden.

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N O R D Z U C K E R Z W I S C H E N B E R I C H T 3 M O N A T E 2015/16

Dr. Lars Gorissen Dr. Michael Noth

Axel Aum端ller Hartwig Fuchs (Vorstandsvorsitzender)

der Vor s ta nd der nordzucKEr ag

Mats Liljestam


N O R D Z U C K E R Z W I S C H E N B E R I C H T 3 M O N A T E 2015/16

sehr geehrte aKtIonÄrInnen und aKtionärE, die in den vergangenen 15 monaten deutlich rückläufigen zuckerpreise in der Eu haben im ersten Quartal unseres geschäftsjahres zu einem umsatzrückgang von rund 25 pro­ zent und damit einhergehend zu einem periodenverlust in höhe von 6,9 millionen Euro geführt. die reduzierung der anbauflächen, die zurückgenommenen Ernteschätzungen inner­ halb Europas und das stabilisierte preisniveau mit ersten aufwärtstendenzen in einigen ländern der Eu werden sich im Verlaufe des geschäftsjahres nur ansatzweise auswirken können. daher bleiben wir bei unserer Einschätzung, dass ein positives Ergebnis am Ende des laufenden geschäftsjahres wenig wahrscheinlich ist. mittelfristig rechnen wir jedoch mit einer preiserholung sowohl für Europa als auch für den weltmarkt. wir erwarten dabei eine weltweite zuckerproduktion erstmals unter­ halb der nachfragemenge; dies wird die bestände reduzieren und anschließend ent­ sprechend auswirkungen auf die preise haben. allerdings wird der anstieg der preise durch die gestiegene wettbewerbsintensität im zuckermarkt der Eu begrenzt sein. die marktsituation bleibt anspruchsvoll, dies gilt auch für unseren ausblick auf das geschäftsjahr 2016/17. wir stellen uns diesen herausforderungen mit einem umfassenden maßnahmenpaket: dazu gehört das Effizienzprogramm ForcE, mit dessen hilfe wir mindestens 50 mil­ lionen Euro jährlich einsparen wollen; das paket beinhaltet unsere zielsetzung in der Vision 20:20:20 sowie das projekt changE, mit dem wir ein umdenken in den Köpfen in richtung markt­ und Kundenorientierung erreichen wollen. wir investieren weiterhin nachhaltig in unsere werke; von diesen investitionen entfällt ein guter teil auf profitable aufwendungen, die uns in der zukunft eine verbesserte Kostenbasis in der produktion sicherstellen werden. wir sind finanzstark aufgestellt – und haben allen willen und allen Ehrgeiz, diese phase zur nachhaltigen neuausrichtung unseres unternehmens zu nutzen.

mit freundlichen grüßen nordzucker ag der Vorstand

hartwig Fuchs

mats liljestam

axel aumüller

dr. lars gorissen

dr. michael noth

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N o r d z u c k e r Z w i s c h e n b e r i c h t 3 M o n a t e 2015/16

s ta n d o r t e i n e u r o pa

U n t e r n e h me n s­z ent r a l e D

1

Braunschweig

Regi o n a le H a u p t ve r w a l t u n g DK

2

Kopenhagen

Zu c k e r f a b r i k en un d R a f f ine r ien D

DK

S

FIN

3

Clauen

4

Nordstemmen

5

Uelzen

6

Klein Wanzleben

7

Schladen

8

Nakskov

9

Nykøbing

10

Arlöv

11

Örtofta

12

Porkkala

13

Säkylä

LT

14

Kèdainiai

PL

15

Chełmża

16

Opalenica

SK

17

Trenč ianska Teplá

D

18

Flüssigzuckerwerk Groß Munzel

19

Flüssigzuckerwerk Nordstemmen

Z uc k e r f a b r i k e n – n ic h t - k o n s o li d ie r t e M i n d e r h ei t s b e t eiligu n ge n CZ

20

Dobrovice

21

Ceské Meziříčí

29

13 12

30

28

26

2 24

31

11

14

10 23

8

9

1

6 22

27

5 18 25

4 19

3

15

16

7

20

21 17

Wei t e r e S t a n d o r t e D

22

Bioethanolanlage, Klein Wanzleben

S

23

Köpingebro (Fibrex)

DK

24

NP Sweet, Kopenhagen

B

25

Büro Brüssel

V e r t r ie b s b ü r o s LV

26

Riga

LT

27

Wilna

EE

28

Tallinn

IS

29

Reykjavik

NO

30

Oslo

IE

31

Dublin

GR

32

Athen

32


N o r d z u c k e r Z w i s c h e n b e r i c h t 3 M o n a t e 2015/16

Ertrags-, Finanz- und Vermögensl age

Allgemeine Angaben

U m sa t z u n d E r g e b n i s

Der Quartalsabschluss zum 31. Mai 2015 der Nordzucker AG (Küchenstraße 9, 38100 Braunschweig) wurde auf Basis der vom International Accounting Standards Board (IASB) beziehungsweise vom IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) verabschiedeten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind (EU-IFRS), aufgestellt. Die Bilanzierungsanforderungen der EU-IFRS wurden erfüllt und vermitteln ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Nordzucker AG sowie der einbezogenen Tochterunternehmen, Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen (im Folgenden: „Nordzucker Konzern“ oder „Konzern“).

In den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2015/16 hat der Nordzucker Konzern einen Umsatz von 373,8 Millionen Euro erzielt, ca. 25 Prozent weniger als im Vorjahr. Der Umsatzrückgang resultierte vor allem aus rückläufigen Preisen von Quotenzucker, aber auch aus rückläufigen Absatzmengen von Quotenzucker und Nicht-Quotenzucker. Die Umsätze für Futter­mittel und Bioethanol lagen hingegen jeweils über dem Vorjahresniveau.

Die bei der Erstellung des jährlichen IFRS-Konzernabschlusses zum 28. Februar 2015 angewandten Ansatz- und Bewertungsmethoden wurden unverändert beibehalten. Sie können dem Geschäftsbericht 2014/15 entnommen werden (www.nordzucker.de). Saisonale Zuckerproduktion

Die Produktion von Zucker ist ein saisonales Geschäft. Die Produktionsphase von Anfang September bis Januar fällt komplett in das zweite Geschäftshalbjahr. Für die Interpretation der Ergebnisse des ersten Quartals ist dies entsprechend zu berücksichtigen.

Die Herstellungskosten lagen mit 322,7 Millionen Euro unter dem Niveau der Vorjahresperiode von 407,0 Millionen Euro. Die Reduzierung der Herstellungskosten konnte den Umsatzrückgang aber nur zum Teil kompensieren. Die Vertriebskosten reduzierten sich bei geringeren Absatzmengen leicht auf rund 37,0 Millionen Euro (Vorjahresperiode: 37,9 Millionen Euro). Die Verwaltungskosten lagen mit 18,2 Millionen Euro ebenfalls unter dem Niveau der Vergleichsperiode von 20,3 Millionen Euro. Die sonstigen Erträge reduzierten sich auf 6,2 Millionen Euro (Vergleichsperiode: 8,4 Millionen Euro). Die sonstigen Aufwendungen betrugen 8,9 Millionen Euro (Vergleichsperiode: 5,0 Millionen Euro). Der Personalaufwand lag mit 42,6 Millionen Euro leicht unter dem Niveau der Vergleichsperiode (44,8 Millionen Euro). Die Abschreibungen unterschritten den Wert vom letzten Jahr ebenfalls (18,4 Millionen Euro im Vergleich zu 20,0 Millionen Euro).

Kon z ern umsatz

EBIT Kon z e rn

Millionen Euro

Millionen Euro

600

100

500

501

80 374

400

60

300

40

200

20

100

0

0

39 – 7

– 20 3 Monate 2014/15

3 Monate 2015/16

3 Monate 2014/15

3 Monate 2015/16

7


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N o r d z u c k e r Z w i s c h e n b e r i c h t 3 M o n a t e 2015/16

Das operative Ergebnis (EBIT) des Nordzucker Konzerns belief sich in den ersten drei Monaten 2015/16 auf minus 6,7 Milli­ onen Euro nach 39,0 Millionen Euro in der entsprechenden Vergleichs­periode 2014/15. Die Finanzerträge lagen mit 0,1 Millionen Euro unter dem Wert des Vorjahres (0,8 Millionen Euro). Die Finanzaufwendungen konnten mit 1,9 Millionen Euro deutlich unter das Niveau der Vorperiode (4,3 Millionen Euro) gesenkt werden. Für die ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2015/16 hat der Nordzucker Konzern einen Periodenfehlbetrag vor Fremd­ anteilen von 6,9 Millionen Euro ausgewiesen, wohingegen in der entsprechenden Vergleichsperiode noch ein Periodenüber­ schuss von 23,5 Millionen Euro erzielt werden konnte. Ursäch­ lich hierfür war insbesondere der erhebliche Preisrückgang von Quotenzucker und Nicht-Quotenzucker. C ashflow und Bil anz

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit lag in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 2015/16 mit 99,2 Millionen Euro signifikant über dem entsprechenden Wert der Vorperiode (minus 16,8 Millionen Euro). Im Unterschied zum ersten Quar­ tal 2014/15 waren in der aktuellen Periode Lieferantenverbind­ lichkeiten in erheblichem Umfang noch nicht zur Zahlung fällig.

B il anzs t r u k t ur Ko n z e r n z u m 3 1 . M a i 2 0 1 5

Millionen Euro

2.500 2.250 2.000

2.026

2.026

1.750 1.500

45 %

63 %

39 %

17 %

1.250 1.000 750 500 250 0

16 %

20 %

Aktiva

Passiva

Langfristige Vermögenswerte

Eigenkapital

Vorräte

Langfristige Verbindlichkeiten

Übrige kurzfristige Vermögenswerte

Kurzfristige Verbindlichkeiten

Net tov ers ch uldun g Kon zern Perioden übers ch us s

Millionen Euro

Kon zern

Millionen Euro

20 0

100

– 20

80

– 40

60

– 60

40

– 80

24

20

– 7

0

– 17

– 20

– 100 – 120

– 123

– 140 3 Monate 2014/15

3 Monate 2015/16

3 Monate 2014/15

3 Monate 2015/16

Beim Cashflow aus Investitionstätigkeit unterschritten die NettoAuszahlungen mit minus 13,4 Millionen Euro die Netto-Aus­ zahlungen der Vergleichsperiode (minus 20,5 Millionen Euro) deutlich. Der Rückgang der Netto-Auszahlungen ist im Wesentlichen zurückzuführen auf geringere Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (minus 8,1 Millio­ nen Euro im Vergleich zu minus 20,1 Millionen Euro), wobei höhere Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlage­ vermögen (minus 5,1 Millionen Euro im Vergleich zu minus 0,2 Millionen Euro) dem entgegenwirkten. Ein- und Auszahlungen, die dem Cashflow aus Finanzierungs­ tätigkeit zuzuordnen sind, ergaben sich in den ersten drei Mo­ naten des Geschäftsjahres 2015/16 nahezu nicht; in der Vorpe­ riode lag der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit bedingt durch Einzahlungen aus Kreditaufnahmen bei 4,0 Millionen Euro. Der Finanzmittelbestand zum Ende der ersten drei Monate des Geschäftsjahres 2015/16 belief sich auf 130,8 Millionen Euro nach 25,1 Millionen Euro im Vorjahr – ein Anstieg von 105,7 Millionen Euro. Zum Abschlussstichtag 31.5.2015 ergab sich eine Konzernbilanz­ summe von 2.025,8 Millionen Euro (31.5.2014: 2.048,1 Milli­ onen Euro).


N o r d z u c k e r Z w i s c h e n b e r i c h t 3 M o n a t e 2015/16

Auf der Aktivseite reduzierten im Wesentlichen Wertminderungen immaterieller Vermögenswerte aus dem Erwerb der Nordic Sugar Gruppe die Konzernbilanzsumme. Ferner waren geringere Forderungsbestände, vor allem aus Lieferungen und Leistungen, ursächlich für den Rückgang. Indes war ein im Vergleich zur Vorperiode deutlich erhöhter Finanzmittelbestand zu verzeichnen. Auf der Passivseite trug ein um rund 119,1 Millionen Euro geringeres Eigenkapital zur Reduktion der Konzernbilanzsumme bei, was auch zu einer vergleichsweise geringeren Eigenkapitalquote von 63,0 Prozent (Vorperiode: 68,1 Prozent) führte. Hingegen lagen die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten zum Abschlussstichtag 31.5.2014 um circa 34,3 Millionen Euro höher und die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten um circa 62,4 Millionen Euro über dem Vorjahreswert. Letzterer Anstieg ist vor allem zurückzuführen auf deutlich höhere Lieferantenverbindlichkeiten. Zum Abschlussstichtag 31.5.2015 überstieg der Finanzmittelbestand die Finanzverbindlichkeiten um 123,1 Millionen Euro; zum Ende der Vergleichsperiode (31.5.2014) betrug der Überschuss 16,8 Millionen Euro.

nachtragsbericht Nach dem Stichtag des Zwischenabschlusses haben sich keine wesentlichen Änderungen der Geschäftslage für das laufende Jahr ergeben.

ausblick Im laufenden Geschäftsjahr 2015/16 belasten eine Reihe von Faktoren die europäischen Zuckermärkte. Die Weltmarktpreise liegen auf einem sehr niedrigen Niveau. Dadurch sind Importe in die EU zu relativ geringen Kosten möglich. Die Zuckerbestände in der EU sind zu Beginn des Geschäftsjahres 2015/16 hoch, die Reduzierung der Anbauflächen durch fast alle europäischen Zuckerhersteller wird sich erst im Verlaufe des Geschäftsjahres 2015/16 auswirken. Alle Produzenten kämpfen intensiv um Marktanteile, um sich möglichst gut für die Zeit nach Ende der Zuckermarktordnung in 2017 zu positionieren. Nordzucker arbeitet weiterhin an der Optimierung des Unternehmens. Ein neues Effizienzprogramm wurde zu Beginn des Kalenderjahres 2015 begonnen, das in den nächsten Jahren erheblich zur Effizienzsteigerung beitragen soll. Ziel ist eine Einsparung von mindestens 50,0 Millionen Euro. Da sich das deutlich gesunkene Preisniveau im laufenden Geschäftsjahr 2015/16 voll auswirken wird, bleiben wir bei unserer Einschätzung, dass es für Nordzucker wenig wahrscheinlich sein wird, das laufende Geschäftsjahr 2015/16 mit einem positiven Ergebnis abschließen zu können. Wir erwarten allerdings nach wie vor, dass sich der weltweite und der europäische Zuckermarkt mittelfristig wieder erholen werden. Eine weiterhin steigende Zuckernachfrage in Verbindung mit einem stagnierenden Zuckerangebot wird auf Dauer wieder zu steigenden Zuckerpreisen führen. Dementsprechend scheinen auch die Preise für neue Verträge einen Boden gefunden zu haben, das Interesse der Kunden an länger­ fristigen Verträgen wächst. Nordzucker hält weiterhin an der Strategie fest, Wachstumsmöglichkeiten im Zuckermarkt innerhalb und außerhalb von Europa zu prüfen und die Investitionen ins europäische Stammgeschäft auf einem beträchtlichen Niveau zu halten. Diese Projekte werden im laufenden Geschäftsjahr 2015/16 noch keinen wesentlichen Einfluss auf Erlöse und Erträge haben, könnten aber zu zusätzlichen Investitionen führen. Nordzucker ist sehr solide finanziert und hat daher die Möglichkeit, solche Zukunftsinvestitionen zu tätigen.

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N o r d z u c k e r Z w i s c h e n b e r i c h t 3 M o n a t e 2015/16

Q ua r ta l s a b s c h lu s s d e r N o r d z u c ke r AG

K o n z e r n - Ge w i n n - u n d V e r l u s t r e c h n u n g für die Zeit vom 1. März 2015 bis zum 31. Mai 2015 der Nordzucker AG, Braunschweig

1.3.2015 – 31.5.2015

1.3.2014 –  31.5.2014

Veränderung

373.801

500.786

– 126.985

– 322.674

– 407.034

84.360

Bruttogewinn

51.127

93.752

– 42.625

Vertriebskosten

– 36.957

– 37.901

944

Verwaltungskosten

– 18.202

– 20.293

2.091

6.217

8.443

– 2.226

TEUR Umsatzerlöse Herstellungskosten

Sonstige Erträge Sonstige Aufwendungen Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit (EBIT) Finanzerträge Finanzaufwendungen Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Unternehmen Ergebnis vor Steuern Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Konzern-Periodenergebnis davon den Anteilseignern ohne beherrschenden Einfluss zustehendes Ergebnis

– 8.894

– 5.002

– 3.892

– 6.709

38.999

– 45.708

149

763

– 614

– 1.897

– 4.316

2.419

– 102

0

– 102

– 8.559

35.446

– 44.005

1.701

– 11.944

13.645

– 6.858

23.502

– 30.360

– 66

951

– 1.017

– 6.792

22.551

– 29.343

1.3.2015 – 31.5.2015

1.3.2014 –  31.5.2014

Veränderung

– 6.858

23.502

– 30.360

Neubewertung von leistungsorientierten Versorgungsplänen

11.625

– 10.138

21.763

Latente Steuern auf Posten des sonstigen Ergebnisses, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden

– 3.445

3.041

– 6.486

Sonstiges Ergebnis aus Posten, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden

8.180

– 7.097

15.277

Währungsumrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe

1.460

– 6.083

7.543

Nettoergebnis aus der Absicherung von Cashflows

1.971

– 2.006

3.977

Latente Steuern auf Posten des sonstigen Ergebnisses, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden

– 583

571

– 1.154

Sonstiges Ergebnis aus Posten, die in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden

2.848

– 7.518

10.366

Konzern-Gesamtergebnis nach Steuern

4.170

8.887

– 4.717

davon den Anteilseignern zuzurechnendes Konzernergebnis

K o n z e r n - Ge s a m t e r g e b n i s r e c h n u n g TEUR Konzern-Periodenergebnis

davon den Anteilseignern ohne beherrschenden Einfluss zustehendes Gesamtergebnis davon den Anteilseignern zuzurechnendes Konzern-Gesamtergebnis

– 65

953

– 1.018

4.235

7.934

– 3.699


N o r d z u c k e r Z w i s c h e n b e r i c h t 3 M o n a t e 2015/16

Ko n z e r n - k a p i ta l f l u s s r e c h n u n g für die Zeit vom 1. März 2015 bis zum 31. Mai 2015 der Nordzucker AG, Braunschweig

TEUR Ergebnis vor Steuern Zinsen und ähnliche Erträge Zinsen und ähnliche Aufwendungen Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens

1.3.2015 – 31.5.2015

1.3.2014 –  31.5.2014

Veränderung

– 8.559

35.446

– 44.005

– 76

– 760

684

1.593

3.979

– 2.386

18.292

19.927

– 1.635

Abschreibungen/Zuschreibungen auf Finanzanlagen

0

– 4

4

Zunahme/Abnahme der langfristigen Rückstellungen

2.061

9.616

– 7.555

Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge

1.435

– 27

1.462

102

0

102

– 3.498

8.907

– 12.405

Ergebnis aus Gemeinschaftsunternehmen Zunahme/Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen Ergebnis aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens

– 22

164

– 186

Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind

200.447

250.305

– 49.858

Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind

213.049

– 112.212

– 325.261

Erhaltene Zinsen im Geschäftsjahr

76

155

– 79

Gezahlte Zinsen im Geschäftsjahr

– 561

– 2.062

1.501

Gezahlte Steuern im Geschäftsjahr Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen Cashflow aus Investitionstätigkeit

140

– 17.194

17.334

99.218

– 16.809

116.027

57

152

– 95

– 8.098

– 20.082

11.984

0

22

– 22

– 273

– 340

67

2

3

– 1

– 5.133

– 245

– 4.888

– 13.445

– 20.490

7.045

Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten

13

3.957

– 3.944

Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten

– 1

0

– 1 – 3.945

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

12

3.957

Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds

85.785

– 33.342

119.127

Finanzmittelbestand am Anfang der Periode

44.989

58.339

– 13.350

Wechselkursbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds Finanzmittelbestand am Ende der Periode

10

86

– 76

130.784

25.083

105.701

11


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N o r d z u c k e r Z w i s c h e n b e r i c h t 3 M o n a t e 2015/16

KonzernBil anz zum 31. Mai 2015 der Nordzucker AG, Braunschweig

AKTIVA TEUR

28.2.2015

31.5.2015

31.5.2014

Langfristige Vermögenswerte Anlagevermögen Immaterielle Vermögenswerte Sachanlagen Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

25.323

24.298

64.435

848.848

841.553

847.711

3.521

2.983

4.471

Finanzanlagen Nach der Equity-Methode bilanzierte Anteile an Unternehmen Sonstige Finanzanlagen

2.568

7.599

2.788

23.931

23.931

23.808

26.499

31.530

26.596

904.191

900.364

943.213

Finanzielle Vermögenswerte

0

0

0

Sonstige Vermögenswerte

6

6

9

6

6

9

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Latente Steuern

4.792

5.314

6.215

908.989

905.684

949.437

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

53.512

52.435

58.613

Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen

47.175

46.642

53.371

885.429

695.605

692.037

986.116

794.682

804.021

138.889

150.766

208.832

67

93

154

6.820

5.327

10.067

Finanzielle Vermögenswerte

13.197

18.737

17.991

Sonstige Vermögenswerte

42.742

18.218

31.023

201.715

193.141

268.067

Kurzfristige Vermögenswerte Vorräte

Fertige Erzeugnisse und Waren Forderungen und sonstige Vermögenswerte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen an Fremde Forderungen gegen nahestehende Personen und Unternehmen Forderungen aus laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Finanzmittel Kurzfristige Vermögenswerte Zur Veräußerung bestimmte Vermögenswerte

44.989

130.784

25.083

1.232.820

1.118.607

1.097.171

1.703

1.519

1.500

1.234.523

1.120.126

1.098.671

2.143.512

2.025.810

2.048.108


N o r d z u c k e r Z w i s c h e n b e r i c h t 3 M o n a t e 2015/16

PASSIVA TEUR

28.2.2015

31.5.2015

31.5.2014

Gezeichnetes Kapital

123.651

123.651

123.651

Kapitalrücklage

127.035

127.035

127.035

1.035.604

1.028.812

1.099.637

Eigenkapital

Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital Kumuliertes übriges Eigenkapital Auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital Anteile ohne beherrschenden Einfluss

– 56.383

– 45.355

– 6.089

1.229.907

1.234.143

1.344.234

41.636

41.570

50.548

1.271.543

1.275.713

1.394.782

Langfristige Rückstellungen, Verbindlichkeiten Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

219.334

208.878

154.802

Sonstige Rückstellungen

33.603

34.693

26.377

Finanzverbindlichkeiten

7.407

7.380

4.569

Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen

5.500

5.500

5.500

18

18

18

9.220

8.932

11.278

83.955

87.268

115.797

359.037

352.669

318.341

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

11.308

11.291

11.336

Sonstige Rückstellungen

66.845

63.404

98.208 3.733

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Sonstige Verbindlichkeiten Latente Steuern

Kurzfristige Rückstellungen, Verbindlichkeiten

Finanzverbindlichkeiten Verbindlichkeiten aus laufenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Verbindlichkeiten gegenüber nahestehenden Personen und Unternehmen Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten Sonstige Verbindlichkeiten

248

261

16.269

13.953

5.156

327.348

225.452

121.673

39.777

38.259

33.984

6.035

5.595

7.981

45.102

39.213

52.914

512.932

397.428

334.985

2.143.512

2.025.810

2.048.108

13


14

N o r d z u c k e r Z w i s c h e n b e r i c h t 3 M o n a t e 2015/16

K o n z e r n E i g e n k a p i t a l ve r ä n d e r u n g s r e c h n u n g der Nordzucker AG, Braunschweig

TEUR Stand 1.3.2014

Gezeichnetes Kapital

Kapitalrücklage

Erwirtschaftetes Konzerneigenkapital

123.651

127.035

1.077.009

Periodenergebnis

Kumuliertes übriges Eigenkapital

Auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfallendes Eigenkapital

8.528

1.336.223

49.595

22.551

951

23.502

– 14.617

– 14.617

2

– 14.615

– 14.617

7.934

953

8.887

0

0

0

22.551

Sonstiges Ergebnis Konzerngesamtergebnis

22.551

Ausschüttung

0

Sonstige

77

Anteile ohne beherrschenden Einfluss

Summe Eigenkapital 1.385.818

77

0

77

Stand 31.5.2014

123.651

127.035

1.099.637

– 6.089

1.344.234

50.548

1.394.782

Stand 1.3.2015

123.651

127.035

1.035.604

– 56.383

1.229.907

41.636

1.271.543

– 6.792

– 66

– 6.858

Periodenergebnis

– 6.792

Sonstiges Ergebnis Konzerngesamtergebnis

– 6.792

11.028

11.028

0

11.028

11.028

4.236

– 66

4.170 0

Ausschüttung

0

0

0

Sonstige

0

0

0

0

1.234.143

41.570

1.275.713

Stand 31.5.2015

123.651

127.035

1.028.812

– 45.355


N o r d z u c k e r Z w i s c h e n b e r i c h t 3 M o n a t e 2015/16

Fi n a n z k a l e n d e r

15. Oktober 2015 Veröffentlichung Zwischenbericht 6 Monate 2015/16 15. Januar 2016 Veröffentlichung Zwischenbericht 9 Monate 2015/16

o n li n e - p u b likat i o n e n Folgende Publikationen finden Sie unter www.nordzucker.de: > Geschäftsberichte und Zwischenberichte > Compliance-Erklärung > Aktionärsbriefe Abonnieren Sie die Zwischenberichte unter www.nordzucker.de.

Nordzucker hat diesen Zwischenbericht im Sinne eines nachhaltigen Umweltschutzes produziert. Der Druck erfolgte klimaneutral nach dem Verfahren von Arktik. Alle CO2-Emissionen, die mittelbar oder unmittelbar beim Druck entstehen, wurden ermittelt und über Investitionen in renommierte Klimaschutzprojekte kompensiert.

15


Nordzucker AG Küchenstraße 9 38100 Braunschweig Telefon: 0531 2411-0 Telefax: 0531 2411-100 info@nordzucker.de www.nordzucker.de Corporate Communications Christian Kionka Telefon: 0531 2411-173 pr@nordzucker.de Investor Relations Bianca Deppe-Leickel Telefon: 0531 2411-335 ir@nordzucker.de Aktienregister Martin Eichholz Telefon: 0531 2411-119 aktien@nordzucker.de

Der vorliegende Zwischenbericht des Nordzucker Konzerns ist auch in englischer Sprache verfügbar. Der Bericht wird in den Sprachen Deutsch und Englisch im Internet unter www.nordzucker.de und im Download-Center als PDF-Datei zum Herunterladen zur Verfügung gestellt.


Zwischenbericht Nordzucker AG Drei Monate 2015/16 - Juli 2015