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Akzente Neues aus der Nordzucker-Welt | Ausgabe 2 | Dezember 2015

Die ganze Welt des Zuckers Stark. Effizient. Marktorientiert.

Der Markt macht keine Geschenke Hartwig Fuchs zur Marktentwicklung. Seite 6

Effizient und agil in die Zukunft

Ein Feld f체r die Besten

Axel Aum체ller und Dr. Michael Noth im Gespr채ch. Seite 8

Dr. Lars Gorissen zum Rohstoffmarkt nach 2017. Seite 16


35 kg Der durchschnittliche Pro-Kopf-Absatz von Zucker in Deutschland beträgt 35 Kilogramm und ist seit 40 Jahren stabil. Absatz heißt aber nicht Verzehr. Dieser liegt laut nationaler Verzehrsstudie II des Max-Rubner-Instituts mit 18 bis 20 Kilogramm pro Person und Jahr deutlich unter den Absatzzahlen.

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| EDITORIAL |

„Es gilt jetzt unbeirrt weiter alle Stell­ schrauben zu drehen, die uns gute Absatzmöglichkeiten verschaffen oder Kostenreduktionen ermöglichen.“

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Leserinnen und Leser, die Kampagne läuft, die Weihnachtszeit steht vor der Tür und Nordzucker blickt auf ein ungewöhnliches und sehr herausforderndes Jahr zurück. Auch wenn der Zuckermarkt aktuell weltweit auf eine positive Preisentwicklung hoffen lässt, wir tatsächlich schon einige Anzeichen der Belebung in unseren Märkten spüren und im Unternehmen schon zahlreiche Veränderungen mit positivem Ergebniseffekt auf den Weg gebracht haben, bleibt die Ertragssituation wenig erfreulich. Wir gehen davon aus, dass wir das Jahr 2015/16 mit einem Verlust abschließen werden, auch wenn die „schwarze Null“ noch in Reichweite scheint. Daher gilt es jetzt unbeirrt weiter an allen Stellschrauben zu drehen, die uns gute Absatzmöglichkeiten verschaffen oder Kostenreduktionen ermöglichen. Wir werden kontinuierlich Prozesse verschlanken, unseren Leistungskatalog kritisch hinterfragen, wir wollen auch „weniger Bürokratie wagen“, jedenfalls dort, wo es möglich und sinnvoll ist. Aber: Wir packen es an. Wenn Sie heute mit Nordzucker-Mitarbeitern sprechen, werden Sie es merken: Es geht ein Ruck durch das Unternehmen. Unsere Kolleginnen und Kollegen nehmen die Herausforderung eines freien Marktes an. Viele Felder sind dabei faktisch zeitgleich zu beackern: sei es die Effizienzsteige­ rung, die Kundenorientierung, die Ernährungsdebatte, das Thema Nachhaltigkeit, das uns derzeit stark bewegt, die Investitionstätigkeit in unseren Werken, die reibungsfreie Kampagne oder die Sicherstellung der Rübenlieferungen nach 2017, um nur einige davon zu nennen. All dies präsentieren wir Ihnen in unserem Aktionärsmagazin, denn wichtig ist uns, gerade in Zeiten der Veränderung Transparenz zu schaffen und unsere Eigentümer mitzunehmen auf dem Weg in eine neue Zuckerwelt. Herzlichst Ihr

Hartwig Fuchs

Akzente Dezember 2015

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| INHALT |

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Kampagne 2015: kurz und gut und für den Markt.

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Adventszeit: Köstliches Weihnachtsgebäck mit SweetFamily und Dansukker.

PANORAMA

6 8 10 11 11 12 13 14

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Titel – Hartwig Fuchs: „Der Markt macht keine Geschenke“ Effizient und agil in die Zukunft – ein Gespräch mit Axel Aumüller und Dr. Michael Noth „Wir wollen das Ohr am Kunden haben“ – Konzernweite Kundenzufriedenheitsbefragung von Nordzucker Hinter den Kulissen der Produktion: Werksbesuche für Kunden in Dänemark und Schweden Nachhaltigkeit im Fokus: runder Tisch und Workshops auf der EXPO in Mailand Nordzucker tritt Nachhaltigkeitsplattform Sustainable Agriculture Initiative (SAI) bei Neu im Regal: SweetFamily und Dansukker stellen neue Produkte vor Zucker – „Schmeckt Richtig!“ Nordzucker unterstützt Informationskampagne

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Ein Feld für die Besten – Dr. Lars Gorissen zum Rohstoffmanagement nach 2017

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Kurs auf Markt und Zukunft – die „Heads of Agri“

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Kurz und gut – die Kampagne 2015

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„Ein besonderer Tag“: Silo 9 in Uelzen ist wieder betriebsbereit

NAHAUFNAHME

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Schnittstelle zwischen Zuckerfabrik und Zuckerrübenanbauer: das Agricenter Dänemark

SÜSSE SEITEN

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Süßes zum Fest! Weihnachtliche Rezepte von SweetFamily und Dansukker


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Agricenter Dänemark: smarte Schnittstelle zwischen Zuckerfabrik und Zuckerrübenanbauer.

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Menschen bei Nordzucker: Karin Farstrup, Produktentwicklerin aus Kopenhagen, Dänemark.

Titelbild KURZ NOTIERT

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Nachrichten aus dem Unternehmen

MENSCHEN BEI NORDZUCKER

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Karin Farstrup aus Kopenhagen

ANGEKLICKT

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Ein Blick ins Internet

REZEPT

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Orangen-Cupcakes

Peter Federmann ist Anlagenfahrer der Zentrifugenstation im Werk Uelzen. Damit ist er einer unserer Experten, die in der Kampagne dafür sorgen, dass der Zucker laufend in der richtigen Qualität aus der Rübe kommt.

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| PANORAMA |

Hartwig Fuchs: „Wir wollen Geld verdienen mit dem, was wir tun.“

„Der Markt macht keine Geschenke“ Marktentwicklung: erste Anzeichen der Besserung Das Ergebnis im ersten Halbjahr 2015/16 war für Nordzucker leicht negativ, fiel aber besser aus als erwartet. Akzente sprach mit dem Vorstandsvorsitzenden Hartwig Fuchs über Perspektiven und den Optimismus, den es braucht, das Unternehmen zu entwickeln. Herr Fuchs, die Zuckerpreise haben sich in den vergangenen 18 Monaten in der Welt und in der EU laufend nach unten entwickelt. Sehen Sie mittlerweile einen Lichtstreif am Horizont?

Ja. Ausgehend vom internationalen Markt bewegen sich die Preise wieder nach oben. Gleichzeitig steigt das Interesse seitens der Kunden an langlaufenden Verträgen. Wir können in Osteuropa und in Skandinavien schon eine Preiserholung registrieren. Der Weltmarktpreis zieht an, damit steigen die Importpreise und auch das Preisniveau in der EU, begünstigt

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natürlich durch eine deutliche Flächenreduktion für Rüben hier in Europa. Das ist im Grunde ein ganz einfacher Mechanismus, der vorauszusehen war. Ab 2017 wird es keine Quoten­ regelung mehr geben. Rechnen Sie damit, dass die Preise dann wieder runtergehen, weil ja die Mengen­ beschränkung wegfällt?

Man darf den EU-Zuckermarkt nach 2017 nicht mehr isoliert vom Weltmarkt betrachten. Es ist abzusehen, dass die Preise auf dem Weltmarkt anziehen werden. Denn die Produktion liegt aufgrund der niedrigen Preise nun erheblich unter dem Verbrauch, damit werden Bestände abgebaut und die Preise steigen. Gleichzeitig kann das für mindestens fünf, sechs Jahre angebaute Zuckerrohr der jeweiligen Marktsituation nicht so flexibel angepasst werden wie der Anbau von Zuckerrüben – hier

haben wir den Vorteil, dass wir von Jahr zu Jahr exakt entscheiden können, wie viel Fläche wir benötigen. In diesem Jahr ist in der EU die Produktion deutlich verringert worden. Einmal durch geringere Anbauflächen und dann auch durch eine für die Rüben nicht ganz optimale Witterung in den allermeisten Regionen. Wir gehen also derzeit nicht von einer erneuten Preisdelle aus. Dennoch wird der Markt natürlich komplexer und dynamischer, darauf müssen wir uns einstellen. Beim Thema Rübenanbau stand die Frage der Satzungsänderung hin zum Lieferanspruch in den letzten zwölf Monaten im Vordergrund. Ist dieses Thema jetzt abgearbeitet?

Zunächst einmal ja, zumindest was die rechtlichen Rahmenbedingungen anbelangt. Die letzten 18 Monate hat unser Agrarteam um Dr. Lars Gorissen gemein-


– gemeinsam mit meinen Vorstandskollesam mit den Holdings die Details dieser gen Dr. Michael Noth und Axel Aumüller Rahmenbedingungen erarbeitet, viele als Hauptunterstützer – hier bisher ex­­ fruchtbare Diskussionen geführt und zellente Arbeit abge­Vorträge gehalten, liefert. Bei anderen um den Wechsel hin „Wir werden mit aller Kraft Maßnahmen braucht zum ­Lieferanspruch versuchen, eine schwarze man etwas mehr Ge­­ zu erläutern, und Null zu erreichen, wissen duld, technische und es ge­­schafft, viele prozessuale Lösungen Befürch­tungen auszuaber, dass das unseren brauchen Zeit. In den räumen. Die Satzungs­Prognosen zufolge fast nächsten drei Jahren änderung ist eingetraunmöglich ist.“ werden wir aber wohl gen. Jetzt l­autet die die 50 Millionen Euro nächste HerausfordeEin­sparungen jährlich erreicht haben, die rung, diese geänderten Rahmen­ wir uns vorgenommen haben. bedingungen in eine exzellente Flächenplanung münden zu lassen. Auch das werden wir schaffen. Im Nachgang des Kartell­ver­fahrens Das Ergebnis nach zwei Quarta­­len war leicht negativ. Wird Nordzucker das Jahr 2015/16 mit ­einem Verlust abschließen müssen?

Ja, so lautet unsere Prognose leider auch weiterhin. Auch wenn sich dank der leichten Preiserholung und weil unsere Einsparmaßnahmen bisher ganz gut ­greifen, die Situation doch deutlich verbessert hat. Wir werden mit aller Kraft versuchen, eine schwarze Null zu erreichen, wissen aber, dass das unseren ­Prognosen zufolge fast unmöglich ist. Danach wird es aber wieder bergauf gehen. Mein Ziel ist im Grunde ganz ­einfach: Wir wollen Geld verdienen mit dem, was wir tun! Wie geht Ihre Mannschaft mit dem Druck um, der aus einer solchen Lage erwächst?

Die Kollegen wachsen in einigen Bereichen wirklich über sich hinaus, indem s­ie Einsparmaßnahmen umsetzen, ihre Arbeitsabläufe optimieren, sich einsetzen und viele neue Ideen einbringen. Natürlich gibt es auch die andere Seite, mancher muss es erst merken, dass die Uhren jetzt anders ticken und dass der Markt und der Wettbewerb anspruchsvoller werden. Anfang des Jahres haben Sie mit FORCE ein neues umfassendes Effizienzprogramm gestartet. Gibt es schon erste Erfolge?

Ja, wir haben schon erste Erfolge realisiert und ganz kurzfristig einige Einsparungen umgesetzt. Das FORCE-Team hat

kommen laut Zeitungs­berichten hohe Schaden­ersatz­forderungen auf Nordzucker zu. Inwieweit stellt dies ein Risiko dar?

Seit Kurzem haben Sie die Aufgaben von Mats Liljestam, der das Ressort Vertrieb und Marketing leitete, mit übernommen. Wie sehen hier die Pläne aus?

Wir werden uns etwas Zeit lassen, bevor wir Vorstände gemeinsam mit dem Aufsichtsrat festlegen, wie es personell weitergeht. Es gibt hier keinen Handlungsdruck, denn Sales & Marketing ist gut aufgestellt; dennoch werde ich die nächsten Monate nutzen, um mir diesen Bereich genau anzusehen und gegebenenfalls Änderungen herbeizuführen, wenn es um die Neuausrichtung auf die Zeit nach 2017 geht. Sie können auf sehr erfolgreiche Jahre bei Nordzucker zurückschauen. Ak­tuell ist die Lage etwas schwieriger. Woher nehmen Sie den Opti­mismus?

Die unglaublich hohen Summen, von denen man in manchen Zeitungen lesen Es hört sich merkwürdig an, aber es kann, dürfen uns nicht verschrecken. In macht mir Spaß, wenn es schwierig wird. den allermeisten Fällen haben wir uns mit Gute Nachrichten und gute Zahlen kann unseren Kunden geeinigt und die Kunden­ jeder verkünden. Aber meine Erfahrung beziehung neu definiert. In einigen wirkin diesen Märkten hilft uns jetzt – ich bin lich wenigen Fällen wurde Klage eingeseit 36 Jahren dabei – und ich kenne die reicht. Dies können auch noch mehr Märkte und kann Entwicklungen sehr gut ­werden – nämlich immer dann, wenn die einschätzen. Nicht zuletzt ist Nordzucker Forderungen Höhen erreichen, die nach gut aufgestellt. Die Werke, das Know-how unserer Rechtsauffasder Mitarbeiter, unser sung nicht zu begrün­­ Verhältnis innerhalb „Neben einem gesunden des Vorstands, die den sind. Diese Klagen werden wir vor Optimismus ist aber auch enge Zusammen­ Gericht auskämpfen, Courage ge­­fragt, auch mal arbeit mit unseren notfalls bis zur letzten Entscheidungen zu treffen, Rübenanbauern, Instanz – denn wir unsere Größe in die hier und da wehtun, sind verpflichtet, das Europa und unsere Dinge an­­zupacken und Vermögen der Eigensehr solide Finanzlage zu verändern.“ tümer zu schützen. In tragen dazu bei, dass diesen Fällen werden wir sehr gute Vorauswir wohl viele Jahre setzungen haben für damit juristisch beschäftigt sein, bis es zu die Zeit nach 2017. Die Zusammenarbeit gerichtlichen Entscheidungen kommt. mit dem Aufsichtsrat ist gerade im letzten Jahr angesichts der schwierigen Phase deutlich intensiviert und professionali Schauen wir etwas in die Zukunft. ­ siert worden. Neben einem gesunden Im jetzt laufenden Jahr hatten Sie Optimismus ist aber auch Courage ge­­­ aufgrund der angespannten Geschäfts­­ fragt, auch mal Entscheidungen zu treflage die Investitionssumme in die fen, die hier und da wehtun, Dinge an­­ Werke reduziert. Wie geht es im zupacken und zu verändern. Der Markt kommenden Jahr weiter? wird künftig sicher keine Geschenke machen, daran müssen wir immer Wir werden die Investitionen in unser denken. �  Kerngeschäft erhöhen – der Aufsichtsrat hat jüngst unseren Plänen zugestimmt. Das Interview führte Bianca Deppe-Leickel  Wir sind überzeugt, dass uns unsere In­­ves­ titionen helfen, zukünftig mehr Geld zu verdienen.

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| PANORAMA |

Effizient und agil in die Zukunft Kontinuierliche Verbesserung vorantreiben Aufgrund der angespannten Lage auf dem Zuckermarkt und der notwendigen Vorbereitung auf 2017 hat Nordzucker zu Beginn des Jahres ein umfassendes Effizienzprogramm namens FORCE gestartet. Akzente sprach mit Axel Aumüller und Dr. Michael Noth über erste Erfolge und nächste Schritte. FORCE wurde Anfang des Jahres mit hohem Einsatz und unter Beteiligung vieler Mitarbeiter aus unterschiedli­ chen Bereichen aufgelegt. Was ist das Besondere an diesem Programm?

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haben wir Strukturen angepasst und die Vorteile aus der Übernahme von Nordic Sugar realisiert. Darüber hinaus standen kostensparende Investitionen im Vordergrund. Im zweiten Projekt setzen wir auf dem Stand vom ersten auf; wir wollen noch schlanker werden. Außerdem sind die Maßnahmen, die wir ergreifen, in der Regel eben nicht mit Investitionen verbunden, sondern beruhen vor allem auf der Optimierung von Arbeitsabläufen und Vorgehensweisen. Das ist neu und funktioniert aus meiner Sicht hervorragend.

Axel Aumüller: Zunächst einmal sind

Dr. Michael Noth: Wir haben es uns

Effizienzprogramme für uns seit Jahren so etwas wie das tägliche Brot. Beispielsweise starteten wir 2010 das Projekt „Profitabilität plus“, das wir im vergangenen Jahr sehr erfolgreich zum Abschluss gebracht haben. Im ersten Projekt

zum Ziel gemacht, jeden Stein umzudrehen und alles, was wir tun, auf Effizienz und auf mögliche Sparpotenziale zu überprüfen. Das Entscheidende ist, dass dies kein Projekt ist, das nach ein oder zwei Jahren wieder vorbei sein

wird. Es handelt sich vielmehr um eine Daueraufgabe, die in der Verantwortung aller Führungskräfte und Mitarbeiter liegt. Deshalb haben wir auch bereits im ersten Schritt sehr viele Kollegen mit einbezogen. Es geht hier nämlich auch darum, Methoden zur Effizienzsteigerung zu erlernen, beispielsweise um ganze Prozessketten zu optimieren. Welche ersten Erfolge hat FORCE zu verzeichnen? Dr. Michael Noth: FORCE hat zwei Kom-

ponenten, einmal die Maßnahmen um Einsparungen zu generieren und dann den langfristigen Veränderungsprozess zu mehr unternehmerischem Denken und Handeln. Was den ersten Teil angeht, sind wir schon sehr weit und waren sehr erfolgreich. Wir haben neun größere Initiativen aufgesetzt.


Insgesamt wollen wir mindestens 50 Millionen Euro jährlich einsparen und sind fest davon überzeugt, dass wir das in drei Jahren geschafft haben werden. Wir haben bereits in diesem Jahr einige Einsparungen erreicht, die sich im kommenden Jahr positiv auf unser Ergebnis auswirken werden. Der zweite Teil ist deutlich anspruchsvoller, denn wir wollen das Denken und das markt- und kundenorientierte Verhalten im Unternehmen verbessern. Das braucht Zeit. Axel Aumüller: Für mich ist ein besonders wichtiger Part der gegenseitige Austausch und das Lernen voneinander. War früher jedes Werk für sich so ein bisschen wie eine Insel, so ist es schon heute völlig normal, dass sich beispielsweise ein Werkleiter aus Deutschland mit einem aus Polen und dem aus Finnland zusammentut und man gemeinsam

optimale und schlanke Lösungen findet, Verbesserungen umsetzt und eben auch voneinander oder besser miteinander lernt. Nur so sind Entwicklung und kontinuierliche Verbesserung möglich.

Themen. Nur wenn wir schneller und mutiger sind, werden wir unseren Vorsprung verteidigen. Um zu lernen, sollten wir daher auch in andere Industrien schauen. Nicht zuletzt ist es enorm wichtig, dass alle Führungskräfte und wir als Vorstand mit gutem Beispiel vorangehen und unsere Mitarbeiter überzeugen und motivieren.

Dr. Michael Noth: Voraussetzung dafür

ist natürlich auch, dass wir rechtzeitig eine neue einheitliche Organisation und ITLandschaft eingeführt haben – wichtige Vorleistungen für die Zukunft, die uns heute in eine ganz andere Ausgangssituation bringen.

Axel Aumüller: Dem kann ich nur zustimmen. Um agil und effizient, vor allem aber erfolgreich zu sein, brauchen wir in allen Bereichen die Bereitschaft, zu lernen, sich zu messen und laufend zu verbessern. Da sind wir schon auf einem guten Weg, wollen uns aber in den kommenden Jahren noch deutlich weiterentwickeln. �

Wie geht es weiter? Dr. Michael Noth: Wir wollen bei Nord-

zucker alle an einem Strang ziehen. Dabei dürfen wir aber nicht den Blick auf die Märkte verlieren. Nicht nur wir werden besser und stärker, sondern unsere Wettbewerber arbeiten an den gleichen

Das Interview führte Bianca Deppe-Leickel

Ergebnisse des ersten Halbjahrs 2015/16 Auch im zweiten Quartal des laufenden Geschäftsjahres hat sich die angespannte Lage auf dem Zuckermarkt auf das Geschäft ausgewirkt. Insgesamt sind die Zahlen jedoch besser als erwartet. Im ersten Halbjahr hat der Nordzucker Konzern rund 768 Millionen Euro umgesetzt, rund 21 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Konzernumsatz

EBIT Konzern

Millionen Euro

Millionen Euro

975

Die Ergebnisentwicklung war ebenso rückläufig. Dennoch ist der ausgewiesene Periodenfehlbetrag von 0,6 Millionen Euro nur geringfügig negativ und liegt damit über den Erwartungen. Neben den eingeleiteten Effizienzmaßnahmen hat eine Stabilisierung der Zuckerpreise auf niedrigem Niveau zur Verbesserung der Ertragslage beigetragen. � bdl

Periodenüberschuss Konzern

Nettoverschuldung Konzern

Eigenkapitalquote Konzern

Millionen Euro

Millionen Euro

Prozent

768

68

68

68

31.8.2014

31.8.2015

53

-1

-2 6 Monate 2014/15

6 Monate 2015/16

6 Monate 2014/15

6 Monate 2015/16

6 Monate 2014/15

6 Monate 2015/16

-205 6 Monate 2014/15

-202 6 Monate 2015/16

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| PANORAMA |

Im Dienst des Kunden: Stapeln und Verladen des Zuckers.

„Wir wollen das Ohr am Kunden haben“ Lubomir Fischer zu den Ergebnissen der aktuellen Kundenzufriedenheitsbefragung

Lubomir Fischer, Marketing Nordzucker AG

Was Kunden glücklich macht, ihre Kauf­ entscheidung beeinflusst und sie an ein Unternehmen bindet, liegt nicht immer auf der Hand. Doch das Wissen darüber ist wertvoll und zentral in einem wett­ bewerbsstarken Marktumfeld. So war es das Ziel der ersten konzernweiten Kundenzufriedenheitsbefragung von Nordzucker, die im März und April 2015 stattgefunden hat, mehr über die Sicht unserer Kunden auf uns zu erfahren. Wie die Ergebnisse das Handeln von morgen bestimmen, das erläutert ĽubomÍr Fischer, verantwortlich für den Bereich Marketing, im Gespräch mit Tanja Schneider­Diehl. Akzente: Wie sind die Ergebnisse der Kundenzufriedenheitsbefragung ausgefallen?

Insgesamt sind wir sehr zufrieden mit den Ergebnissen unserer ersten konzernweiten Umfrage. Das Feedback ist überwiegend positiv. Zum einen konnten wir uns über eine ungewöhnlich hohe Rücklaufquote freuen, was wir als große Wertschätzung sehen. Zum anderen haben

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92 Prozent unserer Kunden uns ein sehr gutes oder gutes Zeugnis ausgestellt und damit auch ausgesagt, dass sie mit uns zufrieden sind. Das ist insgesamt sehr erfreulich.

Bereiche wir unsere Bemühungen stärker konzentrieren müssen und wo wir bereits sehr gut aufgestellt sind, aber auch wo wir uns verbessert haben.

Welches Ziel verfolgen Sie mit den Kundenumfragen?

Welche Rolle spielen Befragungen für die geschäftlichen Beziehungen zu den Kunden? In welchen Feldern ist noch Luft nach oben?

Ganz klar: Wir wollen das Ohr am Kunden haben. Dabei sind Kundenumfragen für uns nicht neu. Doch bislang hatten wir nur Ergebnisse aus einzelnen Ländern, die untereinander wenig vergleichbar waren. Das ist nun Geschichte, denn wir haben unsere Kunden in allen Ländern von Finnland bis in die Slowakei auf die gleiche Art befragt und so ein belastbares Gesamtbild erhalten, das wichtig für unsere künftige Positionierung am Markt ist. Unser Ziel ist es, diese konzernweiten Umfragen alle zwei Jahre durchzuführen. Nur Befragungen, die regelmäßig erfolgen, sind von Wert, weil sie Entwicklungen zeigen und nicht nur Momentaufnahmen. Für uns ist es wichtig, aus Kundensicht zu verstehen, auf welche

Wir sehen uns als starken Partner unserer Kunden, nicht bloß als Lieferant von Zucker neben vielen anderen. Dies bescheinigen uns unsere Kunden auch und bewerten vor allem unsere Services als sehr gut. Die Ergebnisse rund um das Themenfeld Innovation zeigen aber, dass wir hier noch lange nicht am Ende sind und uns wahrnehmbarer darstellen müssen. Weitere wichtige Ziele für uns sind sichere Produkte im Hinblick auf Lebensmittelsicherheit, termingerechte Lieferung sowie Kommunikation über unser nachhaltiges Wirtschaften und die Verantwortung, die wir in der Gesellschaft übernehmen. � Das Gespräch führte Tanja Schneider-Diehl


Spannende Einblicke in die Zuckerproduktion.

Hinter den Kulissen unserer Produktion In Dänemark und Schweden bieten wir Kunden die Möglichkeit, unsere Produktion und unsere Produkte aus der Nähe kennenzulernen – und stoßen damit auf sehr positive Resonanz.

Im Rahmen von Führungen lässt sich die Welt von Nordzucker persönlich erleben und ein Eindruck von unseren zahlreichen Zuckersorten und Speziali­täten gewinnen. Für unsere Kunden besonders interessant

ist es neben den verschiedenen Aspekten der Zuckerherstellung vor allem zu sehen wie wir unseren Nachhaltigkeitsund Qualitätsanspruch in die Praxis umsetzen. Mit Informationen zu Themenkomplexen wie Märkte, Trends, Ernährung und Nachhaltigkeit gewähren wir zudem Einblicke in allgemeine Verbrauchertrends in der L­ ebensmittelindustrie und Aus­ blicke auf die Zukunft der Zuckerproduktion in Europa. �  Lisa Thorup

Nachhaltigkeit im Fokus: BSSP stellt Bericht auf der EXPO in Mailand vor Wenn es um Nachhaltigkeit in der gesamten Erzeugungskette geht, hat die europäische Zuckerindustrie seit jeher eine wichtige Rolle inne. Um diesen ­Bemühungen noch mehr Gehör zu verschaffen, wurde bereits 2013 die Plattform BSSP (EU Beet Sugar Sustainability Partnership) gegründet, auf der sich die europäischen Zuckerproduzenten, Rübenanbauer und Gewerkschaften in der Lebensmittel- und Landwirtschafts­ industrie (EFFAT) zusammengeschlossen haben. Am 9. September trafen sich Vertreter der BSSP auf der EXPO in Mailand (Schwerpunktthema Nachhaltigkeit), um am runden Tisch über Erfolge, gute fach­ liche Praxis und Fortschritte in Sachen Nachhaltigkeit mit Kunden und weiteren Gruppen zu diskutieren und um ihr erstes partnerschaftliches Projekt zu „Good Practices“ vorzustellen. Jesper Thomassen, verantwortlich für den Bereich Produktion in Nordeuropa

und eines der CEFS-Mitglieder in der BSSP, unterstrich die Bedeutung dieses neuen Projekts. „Die ,Good Practices‘ sind ein wichtiger Bericht über die besten Vorgehensweisen in der europäischen Zuckerindustrie und zeigen an konkreten Beispielen – den ,Good Practices‘ – das hohe Nachhaltigkeitsniveau unserer Werke. Der Bericht erfasst eine Vielzahl von Nachhaltigkeitsmethoden, -instrumenten und -praktiken, die in der Zucker­ industrie a­ n­­gewandt werden, und spiegelt die Erfolge in der gesamten Kette wider. Unser Bestreben ist es, dass diese Prak­tiken als Grundlage für einen Dialog z. B. mit unseren Kunden innerhalb des Nachhaltigkeitsprozesses dienen.“ Gespräche mit Stakeholdern Im Rahmen des runden Tisches fanden Workshops statt, um über „Good Practices“, ihre Umsetzung in der Praxis s­ owie ihre Auswirkungen zu diskutieren. Zu-

Auf der EXPO in Mailand war Nachhaltigkeit der Schwerpunkt.

dem standen Trends und die Nach­haltig­ keitsansätze der Kunden auf der Agenda. Vertreter von Nordzucker betonten die Auswirkungen nachhaltigen Wirtschaftens auf die gesamte Wertschöpfungskette. Die „Good Practices“ sind hier verfügbar: http://www.sustainablesugar.eu/  � tsd

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| PANORAMA |

Axel Aumüller: „Wir werden den Weg konsequent weitergehen und nachhaltigem Wirtschaften Top-Priorität einräumen.“

„Wichtiger Meilenstein nachhaltigen Engagements“ Beitritt von Nordzucker zu SAI ist ein konsequenter Schritt Nordzucker ist der Nachhaltigkeitsplattform Sustainable Agriculture Initiative (SAI) zum 1. September 2015 beigetreten. Mit diesem Schritt bekräftigt das Unternehmen seinen Anspruch, branchenweit führend in Sachen Nachhaltigkeit zu werden und die Anforde­ rungen großer Kunden zu erfüllen, die eben­ falls Mitglied dieser Plattform sind. Denn SAI ist die zentrale Initiative der Lebensmittel­ und Getränkeindustrie, die die Entwicklung einer nachhaltigen Landwirtschaft auf der ganzen Welt unterstützt.

„Dass wir jetzt offizielles Mitglied dieser für unsere Kunden so wichtigen Initiative sind, ist in jedem Fall ein weiterer Meilenstein unseres Engagements und unterstreicht, wie grundlegend nachhaltiges Wirtschaften für uns ist“, erklärt Axel Aumüller den Schritt. Er verantwortet als Vorstand Produktion den Bereich Nachhaltigkeit. „Die Mitgliedschaft in SAI ist zentral, um nachzuweisen und zu kommunizieren, dass unsere Anbauer nachhaltig Rüben produzieren. Wir sind auf dem Weg, nachhaltig in der gesamten Kette unseres Wirtschaftens – von Anfang bis Ende – zu werden. Das ist für uns und unsere Kunden bereits heute

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ein entscheidendes Kriterium, um mit uns dauerhaft zusammenzuarbeiten.“ Den Fortgang mitbestimmen In einer Pilotphase hatte Nordzucker sich gemeinsam mit ausgewählten Anbauern mit den Zielen der SAI-Plattform und dem Dokumentationssystem auseinandergesetzt, das zu den Bedürfnissen der Rübenanbauer passen musste. Das Ziel dabei war, zu einer Dokumentation mittels eines stimmigen Fragenkatalogs zu kommen, der transparent und zeitsparend bewältigt werden konnte. „Das ist uns gelungen. Jetzt steht vor allem die Weiterentwicklung und Verankerung des Systems entlang der gesamten Produktionskette im Vordergrund“, so das Vorstandsmitglied. Einführungsphase läuft Dieser Prozess läuft derzeit auf Hochtouren. „Wir wollen natürlich das System weiter mitentwickeln, es schlank und effizient gestalten und unsere eigenen Erfahrungen einbringen.“ Nordzucker hat als Mitglied relevanter Komitees und Arbeitsgruppen dazu jetzt die Möglichkeit.

Derzeit wird das SAI-System im Nordzucker Konzern in Deutschland, Polen und Schweden ausgerollt, 2016 folgen Dänemark und Litauen. „Auch wenn die Einführungsphase von SAI in unseren Konzernländern viele Herausforderungen bereithält, werden wir diesen Weg konsequent weitergehen und nachhaltigem Wirtschaften Top-Priorität einräumen.“ � tsd

Im Jahr 2002 gründeten Nestlé, Unilever und Danone die Sustainable Agriculture Initiative (SAI) Platform, eine gemeinnützige Organisation zur Vereinfachung der vorwettbewerblichen Vermittlung von Wissen und Initiativen, um die Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger landwirtschaftlicher Verfahren zu unterstützen. Die SAI-Plattform zählt inzwischen mehr als 70 Mitgliedsunternehmen. Mehr unter: http://www.saiplatform.org/


Neu im Regal 

SweetFamily Kakao-Puderzucker Fix gerührt – schokoladig lecker: Kakao-Puderzucker von Sweet Family zum ­Dekorieren, ­Verfeinern und Backen.

Im neuen Gewand: SweetFamily Brauner und Weißer Teezucker Tee hat immer Saison – aber besonders in der kalten Jahreszeit. Jetzt sind die beiden süßen Spezialisten von SweetFamily Brauner und Weißer Teezucker in neuem Verpackungsdesign erhältlich. Beide Verpackungen zeigen die genießerische Welt wertvoller Teemomente. Dabei eignet sich Weißer Teezucker besonders gut für klassische Tees sowie leichte und helle Teevarianten. Auch für Glühwein, aromatischen Punsch und selbstgemachte Liköre ist Weißer T­ eezucker das passende Produkt.

Sie wollen Plätzchen mit einem feinen Schokoladengeschmack? Oder schnell eine Kakao-­ Glasur rühren? Mit SweetFamily Kakao-Puderzucker liegen Sie richtig. Er z­ aubert kinderleicht und blitzschnell eine feine Kuchen-Glasur – nahezu fettfrei und kalorienärmer als herkömm­ liche Fettglasuren. Aber er kann noch mehr: Kakao-­Puderzucker lässt sich hervorragend für Schokoladen-Gebäck oder zum Verfeinern von Cremes einsetzen – gerade jetzt in der Weihnachtszeit ist damit SweetFamily Kakao-Puderzucker ein Multitalent und einfach in der Anwendung. Probieren Sie die einzigartige Kombination aus Puderzucker und Kakao! Kakao-Puderzucker ist in ausgewählten Märkten in N ­ orddeutschland erhältlich. � 

tsd

Brauner Teezucker harmoniert mit seiner süß-aromatischen K­ aramellnote ebenfalls sehr gut mit klassischen Tees und ist der ideale Begleiter für viele herrlich wärmende, kräftige ­Getränke. Beide Teezucker sind deutschlandweit erhältlich. � 

tsd

Backzucker von Dansukker macht Backen leichter Ob Meringue, Cupcakes oder Macarons – selbst Backen liegt auch in Dänemark voll im Trend. Für die festliche Bäckerei und besonders an­gesagte Backspezialitäten und hat Dansukker jetzt einen feinkristalligen Backzucker (Bagesukker) entwickelt, der zum Gelingen lockerer, exqui­siter Rezepte beiträgt. Die feinen Kristalle lösen sich beim Rühren rasch auf und sorgen dafür, dass Teige beim Aufschlagen besonders luftig und locker werden. Backzucker wird aus heimischen dänischen Rüben gewonnen und ist das passende Produkt für köst­ liche Backwaren. Bagesukker von Dansukker ist nur auf dem dänischen Markt erhältlich und wird insbesondere über Blogs, Presseaussendungen und Medienkooperationen bekannt gemacht. Rezepte auf der Homepage und Produktproben sind ebenfalls Bestandteil der Promotion­aktivitäten. �  tsd

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| PANORAMA |

Zucker – „Schmeckt Richtig!“ Nordzucker unterstützt neue Informationsplattform der Wirtschaftlichen Vereinigung Zucker (WVZ) und setzt auf eine sachliche und selbstbewusste Diskussion Die deutsche Zuckerwirtschaft setzt ein Ausrufezeichen für ihr Produkt: Mit der neuen Initiative „Schmeckt Richtig!“ und dem Onlineauftritt www.schmecktrichtig.de möchte sie zu einer sachlichen Diskussion beitragen und Verbrauchern, Medien und der Politik zeigen, warum Zucker ein gesundes Lebensmittel aus der Natur ist und nicht verantwortlich sein kann für Übergewicht und daraus resultierende Probleme unserer Gesellschaft. Christian Kionka, Leiter des Bereichs Kommunikation und Public Affairs bei Nordzucker, unterstreicht die Produktvorteile von Zucker als reines und hochwertiges Naturprodukt. In seiner Funktion als Vorsitzender des WVZ-Ausschusses für Öffentlichkeitsarbeit ist er maßgeblich am neuen Auftritt nach außen beteiligt: „Zucker ist ein fester Bestandteil unserer Esskultur und bewährt. Mit ihm schmecken Lebensmittel ganz einfach ,richtig‘. Ein offensiverer Umgang mit dem Thema und eine Versachlichung sind dringend angezeigt, um mit Irrtümern aufzuräumen – und daran arbeiten wir.“

In der heutigen Gesellschaft verändern sich die Lebensumstände. An die Stelle körperlicher Belastungen treten z. B. oft sitzende Bürotätigkeiten. Das Wissen um Lebensmittel, ihre Herkunft und Zubereitung ist vielerorts verloren gegangen. Neue Formen von Stress, neue soziale Herausforderungen und neue psychische Anforderungen treten auf. Unter diesen neuen Gegebenheiten ist es besonders wichtig, die Grundlagen für die Balance einer ausgewogenen Ernährung, Genuss und Bewegung zu vermitteln. Zahlreiche wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass viele Faktoren Krankheiten wie Übergewicht, Adipositas und Diabetes Typ 2 verursachen oder begünstigen können. Zucker gehört nicht dazu. „Schmeckt Richtig!“ will Impulse geben, Zusammenhänge zwischen Lebensstil, Ernährung und Gewicht besser zu erkennen. Mehr unter: www.schmecktrichtig.de � tsd

Das wissen die Deutschen über Zucker

54 % wissen: Der hier verarbeitete Zucker stammt vor allem aus Deutschland und Europa.

77 % ist bekannt: Zucker ist ein Naturprodukt.

70 % wissen: Der hier verkaufte Zucker wird aus der Zuckerrübe gewonnen.

73 % wollen Zucker und keinen Süßstoff.

Wirtschaftsfaktor Zucker

1:9 Jeder Arbeitsplatz in einer Zuckerfabrik generiert neun weitere in vorund nachgelagerten Bereichen.

80 % der Bruttowertschöpfung erfolgen in der (Anbau-)Region.

35 kg Zucker pro Kopf und Jahr setzt die deutsche Zuckerwirtschaft ab – nicht nur für den Verzehr. Zucker wird zum Beispiel auch in Kunststoffen, in Farben und Lacken eingesetzt.

Quelle komplette Infografik: Wirtschaftliche Vereinigung Zucker e.V. (WVZ) / Datum Erscheinung: September 2015 / Bildquellen: ©Fotolia.com, ©Shutterstock.com

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18–20kg beträgt der jährliche Pro-Kopf-Verzehr.


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Die deutsche Zuckerwirtschaft setzt mit der neuen Onlineplattform ein Ausrufezeichen für ihr Produkt.

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ZUCKER SCHMECKT RICHTIG! Mehr dazu

Zucker in der Kritik – zu Unrecht Die Initiative „Schmeckt Richtig!“ fragt die Ernäh­ rungsexpertin Katrin Kleinesper von Sport & Food Schmeckt Richtig: Frau Kleinesper, was genau ist eigentlich Zucker? Katrin Kleinesper: Zucker gehört zur Gruppe der

Katrin Kleinesper, Ernährungsexpertin, bekannt aus Funk und Fernsehen, ist seit 20 Jahren als selbstständiger Food Coach in Hamburg aktiv. Ihre Firma heißt Sport & Food und das ist bei ihr Programm. Ihr neuestes Projekt sind Kinderkochshows, um den Kleinen spielerisch und mit Spaß das Thema Ernährung ohne Verbote näherzubringen.

Kohlenhydrate. Er wird in Europa meistens aus der Zuckerrübe gewonnen – in anderen Ländern auch aus dem Zuckerrohr. Zucker ist also ein Naturprodukt. Schmeckt Richtig: Und wofür braucht unser Körper Zucker? Katrin Kleinesper: Zucker liefert unserem Körper Energie. Unser Körper braucht täglich eine Mindestmenge an Energie, den sogenannten Grundumsatz. Damit werden zum Beispiel die Körpertemperatur, die Atmung und der Herzschlag konstant gehalten. Außerdem brauchen wir zusätzliche Energie, wenn wir uns bewegen. Ohne Energie könnten unsere Muskeln und unser Gehirn nicht arbeiten. Schmeckt Richtig: Nun wird aber Zucker auch häufig mit Übergewicht in Verbindung gebracht. Was ist denn da dran? Katrin Kleinesper: Oh ja, das höre ich täglich, aber da ist nichts dran, denn Zucker an sich macht nicht dick. Entscheidend ist, wie viele Kalorien wir aufnehmen und wie viel wir verbrauchen. Das heißt: Die Energiebilanz muss stimmen. Wer auf Dauer mehr isst und trinkt, als sein Körper verbraucht, nimmt

zu. Dabei ist es ganz egal, welcher Nährstoff das ist. Grundsätzlich gibt es auch kein ,gesund‘ oder ,ungesund‘, was zählt sind eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Bewegung. Wer seine Energiebilanz im Gleichgewicht hält, nimmt nicht zu. Schmeckt Richtig: Warum gibt es denn heute mehr Übergewichtige als früher? Katrin Kleinesper: Eine wesentliche Ursache ist, dass sich die Menschen heute weniger bewegen, als das früher der Fall war, einige aber noch so essen, als müssten sie enorme körperliche Leistungen vollbringen. Viele sitzen aber heute bei ihrer Arbeit und verbringen auch die Freizeit lieber auf dem Sofa. Viele bewegen sich einfach zu wenig. Kinder spielen lieber am Computer, als dass sie draußen toben. Gleichzeitig ist das Angebot an Lebensmitteln groß und das Selberkochen geht zurück. Übergewicht hat also viele Ursachen. Schmeckt Richtig: Viele greifen ja eher auf zucker­ freie oder zuckerreduzierte Lebensmittel zurück. Wie sinnvoll ist das? Katrin Kleinesper: Gerade das ist häufig eine Fehleinschätzung, weil zum Beispiel der Hinweis ,,weniger Zucker“ in der Regel mit weniger Kalorien in Verbindung gebracht wird. Aber genau das kann ein Irrtum sein. Vergleicht man z. B. normale und zuckerreduzierte Frühstücksflocken, stellt man fest, dass sie fast die gleiche Menge an Kalorien haben. Im Grunde ist das auch nicht verwunderlich, denn wird Zucker reduziert, muss ein anderer Nährstoff an seine Stelle treten. Und der hat ebenfalls Kalorien. Viel sinnvoller ist es, auf die Kalorienmenge zu achten. � wvz

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Ein Feld für die Besten Rohstoffmanagement nach 2017 Die vorletzte Kampagne zu „alten Bedingungen“ geht zu Ende. Worin sehen Sie die Hauptaufgabe für das Rübenmanagement?

Ab 2017 entfallen zwei fast 50 Jahre lang gültige Rahmenbedingungen für unser Geschäft. An die Stelle von EU-Mengenvorgaben und -Mindestpreis für die Rübe treten Angebot und Nachfrage. Das heißt, bei allem, was wir tun oder lassen, ist Markt- und Kundenorientierung das A und O. Wobei wir die Rübenliefermenge und den Basispreis zu einem sehr frühen

Fach und jedem Land. Zusammenarbeit, Transparenz, Wissenstransfer und Erfahrungsaustausch werden deshalb großgeschrieben. Unsere Heads of Agri treiben in ihrem jeweiligen Spezialgebiet unsere gemeinsamen Pläne voran und haben dazu fachkompetente Verstärkung in unseren Agricentern an den Werksstandorten, die den Dialog mit den Anbauern vor Ort pflegen. Wichtig ist uns Kosteneffizienz entlang der gesamten Kette. Wir wollen mit unseren Rübenanbauern im Wettbewerb punkten. Mit einem nachhaltig profitablen Rübenanbau, der die zuverlässige Versorgung unserer Fabriken zu wettbewerbsfähigen Preisen sicherstellt. Die früheren Rübenbüros heißen heute Agricenter. Was verändert sich an der Schnittstelle zwischen Anbauer und Fabrik?

Den Namen haben wir im Zuge der Reorganisation 2014 konzernweit angeglichen. An den Aufgaben vor Ort ändert sich nichts. Verändert hat sich aber unsere Arbeitsweise: Unsere Fachleute in den Agricentern arbeiten funktional vernetzt und tauschen sich auf kurzen Wegen länderübergreifend aus. Aktuell überlegen wir, wie die Agricenter künftig aufgestellt sein sollten, um ihre Dr. Lars Gorissen macht sich ein Bild von den Rüben im Werk Uelzen.

Funktion als Schnittstelle auch weiterhin optimal wahrzunehmen. Wann werden Sie den Landwirten konkrete Vertragsangebote für die Rübenlieferungen ab 2017 vorlegen?

Die Verhandlungen mit den Anbauervertretungen laufen in allen NordzuckerLändern. In Deutschland haben wir durch das Inkrafttreten des Aktienlieferanspruchs ab dem Anbaujahr 2017 eine besondere Situation. Deshalb wollen wir hier – im Einvernehmen mit den Anbauervertretern des DNZ – früh Planungssicherheit für die Landwirte schaffen. Dazu erhalten unsere deutschen Anbauer im März 2016 ein Nordzucker-Vertragsangebot auf Basis der Aktienlieferansprüche mit den Konditionen für das Anbaujahr 2017. Zeitgleich bieten wir jedem Anbauer Gelegenheit, über den Lieferanspruch hinaus „Freie Mengen“ anzufragen. Nach Ende der Zeichnungsfrist für Lieferverträge bestätigen wir dann jedem Landwirt seine endgültige Vertragsmenge. In allen anderen Nordzucker-Ländern wollen wir die Lieferkonditionen 2017 auch so früh wie möglich anbieten. Hier können unsere Anbauer aber bereits mit Mengen auf Basis ihrer bisherigen Vertragsmengen planen. � Das Interview führte Susanne Dismer-Puls

Zeitpunkt kontrahieren. Und zwar dann, wenn die Landwirte ihren Anbau für das Folgejahr planen. Also in der Regel bis zu 24 Monate, bevor das letzte Kilo Zucker verkauft und geliefert ist, das nach Aussaat und Ernte aus diesem Rübenkontrakt gewonnen wurde. Die langen Zyklen sind eine echte Herausforderung für alle Beteiligten. Auf der anderen Seite wissen aber auch unsere Zuckerkunden, dass Zucker nicht in drei Tagen wächst. Und auch sie wollen Liefersicherheit für ihr Geschäft. Was tun Sie, damit die Rübe für Ihre Anbauer attraktiv bleibt?

Für unseren Markterfolg nach 2017 setzen wir auf das Know-how unserer Rübenanbauer und Mitarbeiter aus jedem 16

Dr. Lars Gorissen im Gespräch mit dem Leiter des Agricenters Uelzen, Georg Sander.


Kurs auf Markt und Zukunft Die Kampagne 2015 läuft auf Hochtou­ ren. Mittendrin nimmt die Zukunft ohne Quote und Mindestpreis Konturen an. Vernetzt mit den Nordzucker Agricentern arbeiten Marktanalytiker, Rübeneinkäufer und Anbauberater an der neuen Rüben­ welt ab 2017. Bei den Heads of Agri laufen die Fäden zusammen.

Wissenstransfer und Beratungsqualität steigern „Mit den neuen Marktbedingungen werden sich auch die Informations- und Beratungsbedürfnisse unserer Rübenanbauer ändern. Darauf stellen wir uns vor Ort in zwölf Nordzucker Agricentern ein: Unser Maßstab sind kurze Wege und Reaktionszeiten für den Landwirt. Wichtige Informationen sollen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort sein und der direkte Austausch mit unseren AgricenterBeratern gefördert werden. Insgesamt wollen wir die Verfügbarkeit von ExpertenWissen für unsere Anbauer verbessern. Wir sind uns sicher, dass wir so wirksam zu künftigen Erfolgen auf dem Feld beitragen können. Mehr Ertrag stärkt die Wettbewerbsfähigkeit der Rübe und ist machbar. Das zeigen Zwischenergebnisse unseres 20 · 20 · 20-Projekts und länder­ übergreifende Versuche unserer Anbau­ berater.“ �

Nordzucker-Ländern umsetzen. Aber auch die fachgerechte Mietenpflege: Die hat natürlich in Schweden anderen klimatischen Bedingungen zu genügen als zum Beispiel in der Slowakei. Sie ist ein wesentlicher Baustein für eine zuverlässige Rübenlogistik der lang andauernden Kampagnen.“ � Holm Kemmer, Head of Agri Logistics, ­ Nordzucker Group

Das Geschäft der Landwirte verstehen „Landwirte müssen spitz rechnen, wenn sie Anbauentscheidungen treffen. Wie entwickeln sich die Preise für Konkurrenzfrüchte wie z. B. Raps, Weizen oder Mais? Welche Frucht passt wo in die Fruchtfolge? Wo liegen die Preise für Saatgut, Diesel, Pflanzenschutz- und Düngemittel? Wir wollen das Geschäft des Landwirts in seiner Region verstehen. Dazu analysieren wir die Profitabilität des Ackerbaus in den Nordzucker-Anbauländern aus der Landwirte-Perspektive. Wie behauptet sich die Zuckerrübe im regionalen Ranking der Feldfrüchte? In welchen Regionen haben wir welche Flächenpotenziale zum Rübenanbau? Die Antworten fließen in die Entwicklung von Vertragsmodellen, die die Belieferung unserer Fabriken zu angemessenen Preisen nachhaltig ­sicherstellen sollen.“ �

Dr. Gerd Jung, Head of Grower Relations & Agri C­onsulting

Frank Knälmann, Head of Agri Analysis & Sourcing Models

Logistik konzernweit perfektionieren „Die Rübe soll verlustarm, unversehrt und sauber auf die Rübenhöfe. Aber auch terminlich verlässlich für Anbauer und Fabrik. Und sie soll umweltschonend und kostengünstig auf kürzestem Weg transportiert werden. Davon profitieren Umwelt, Mitbürger, Landwirte und Nordzucker gleichermaßen. Derzeit arbeiten wir noch mit teilweise sehr unterschiedlichen Transportkonzepten in den verschiedenen Ländern. Damit die besten und passendsten Lösungen zum Zuge kommen, steht auch die Rüben­ logistik in jedem Land bei den Verhandlungen mit unseren Rübenanbauern auf der Agenda. Vorrangiges Ziel ist die 100-prozentige Vorreinigung auf dem Feld. Dies wollen wir zügig in allen

Marktimpulse aufnehmen, Zukunft gestalten „Wie sehen Nordzucker-Rübenanbauverträge in Zukunft aus? Darüber sprechen wir inzwischen in allen sieben Ländern mit den Anbauervertretern. Zwei große Linien haben wir uns vorgenommen: Marktorientierung und Vereinfachung. Was sich einfach anhört, ist tatsächlich eine Riesenaufgabe für beide Seiten. Viele Fragen sind auf dem Tisch: Was ist jetzt sinnvoll? Was müssen wir unbedingt ändern? Wie können wir unsere Wettbewerbsfähigkeit verbessern? Wie gestalten wir die Wertschöpfungskette vom Feld am besten? Wie vermeiden oder vermindern wir Kosten – unabhängig davon, wer sie schließlich trägt? Länder­typische Vertragsmodelle wollen

wir mit neuem Fokus auf den Markt weiterführen. Vereinheitlichen dort, wo es sinnvoll ist. Und lokal anpassen dort, wo gute Gründe dafür sprechen. In diesen Gesprächen steckt gleichzeitig eine Riesenchance: Dinge nach vorn zu bringen oder künftig einfacher zu machen. Wie ist das mit Prämien, Zu- oder Abschlägen? Welcher Zweck wurde damit verfolgt? Haben wir das Ziel erreicht? Kann diese Vergütung vielleicht zurück in den Rüben­ ­geldtopf? Oder haben wir neue Ziele, für die wir Anreize setzen wollen? Ein gutes Beispiel ist die Kalium-Natrium-Qualitätsprämie in Schweden. Die Düngung zu Zuckerrüben wurde in Bezug auf Kalium und Natrium bereits soweit optimiert, dass eine Qualitätsprämie an dieser Stelle keinen Sinn mehr macht, d. h., das Thema hat sich schlicht erledigt.“ �

Führungsmann­ schaft im Rüben­ management: Dr. Lars Gorissen, Frank Knälmann, Holm Kemmer, Dr. Gerd Jung und Jannik Olejas (v.l.).

Jannik Olejas, Head of Agri Sourcing, Nordzucker Group

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Anzünden des Kalkofens in Chełmża.

Axel Aumüller in Örtofta.

Kampagne 2015: kurz und gut – für den Markt produzieren Nordzucker steuert 2015 ein im Vergleich zu den Vorjahren deutlich früheres Ende der Zuckerrübenkampagne um die Jah­ reswende an. „Wir haben den Hebel in diesem Jahr bewusst umgelegt“, unter­ streicht Nordzucker­Produktionsvorstand Axel Aumüller. Nach acht Jahren mit Verarbeitungszeiten bis zu 125 Tagen rechnet er mit einer durchschnittlichen Kampagnedauer im Konzern von etwa 90 Tagen.

„In diesem Jahr addieren sich in ganz Europa zwei Effekte“, erklärt Axel Aumüller. „Nicht nur Nordzucker hat den Anbau mit Blick auf den Markt und niedrige Zuckerpreise eingeschränkt. Zudem erwarten wir über alle Länder gesehen eher durchschnittliche Zuckererträge, die deutlich unter den herausragenden Erträgen des Vorjahres liegen werden – regional allerdings mit sehr starken Differenzen. Eine kurze Kampagne ist für uns kein Drama“, betont Axel Aumüller. Nordzucker habe

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die großen Strukturaufgaben bereits sehr früh und exzellent erledigt und sei in Sachen Produktionskapazität und Herstellkosten gut für künftige Herausforderungen aufgestellt. Zudem arbeite das Unternehmen mit klaren Einsparzielen durch profitable Investitionen. Ein anspruchsvolles Verdampfungstrockner-Konzept hat Nordzucker inzwischen umgesetzt. Und das sei nur ein Beispiel für energieeffiziente und umweltschonende Technologie, die dem Unternehmen wettbewerbsfähige Kostenstrukturen für die Zukunft sichere. „Entscheidend ist: Wir sind in der Lage, mit zunehmenden Marktschwankungen flexibel umzugehen. Nordzucker kann beides: kürzere Kampagnen wie in diesem Jahr oder eben auch sehr lange wie 2014.“ Profitabel und marktorientiert investieren „Unser Ziel sind 30 Prozent profitable Investitionen“, erläutert Sven Buhrmann, Head of Investment & Maintenance &

Major Projects. „Investitionen, die zum Beispiel über Energieeinsparungen unsere Kostenstruktur nachhaltig verbessern.“ Im laufenden Jahr liege ein weiterer Schwerpunkt auf Ersatzinvestitionen. Dazu zählt Buhrmann unter anderem ein mehrjähriges Programm zur Erneuerung der Prozessleittechnik. Nach Clauen und Nakskov wird im kommenden Jahr das Prozessleitsystem in Örtofta aktualisiert. „Auch den notwendigen Ersatz von Maschinen und Anlagen versuchen wir natürlich so profitabel wie möglich zu gestalten. Zudem passen wir unsere Servicecenter den Kundenanforderungen und künftigen Markterfordernissen an. Über Investitionen in die Bereiche Lager, Silo und Sorte schaffen wir Kundennutzen, die Nordzucker attraktiv für den Kunden machen. Dazu gehört auch der Bau eines neuen 80.000-t-Silos, den wir im kommenden Jahr in Örtofta beginnen.“ Daneben stehe das Pflichtprogramm, der Anteil für sogenannte Compliance-


Zuckerrübenernte 2015: besser als erwartet Die Zuckerrübenernte 2015 fällt für Nordzucker besser aus als erwartet. Nach einem späten Frühjahr mit verzögerter Aussaat und anhaltender Trocken­ heit im Sommer rechnet Dr. Gerd Jung, Head of Grower Relations & Agri Consulting, mit einer Durchschnittsernte im Konzern, deren Ergebnis etwa im langjährigen Mittel liegen werde. „Mit Blick auf ungünstige Startbedin­ gungen ein respektables Ergebnis“, zieht der Leiter der Nordzucker Agri­ center eine vorläufige Bilanz. „2015 zeigt uns, dass die Rübe auch nach suboptimalem Vegetationsstart zufriedenstellende Erträge schaffen kann, wenn die Wachstumsbedingungen im Spätsommer ideal sind.“ Leicht überdurch­ schnittliche Erträge erzielten die Nordzucker-Landwirte in Deutschland und Dänemark. Zuckererträge im langjährigen Mittel verzeichnete Nordzucker in Schweden, Litauen und der Slowakei. In Polen und Teilen Litauens führte eine regelrechte Sommerdürre zu teilweise erheblichen Einbußen beim Zucker­ ertrag. In Finnland führten ein regenreicher Sommer und früh einsetzende Nachtfröste zu Ertragseinbußen. Die Erntearbeiten 2015 verliefen im gesam­ ten Konzern unter sehr guten Bedingungen. Laut Gerd Jung waren sie Mitte ­November in allen Nordzucker-Ländern weitgehend abgeschlossen. �  sdp

Hier steht eine Bildunterschrift.

Schneidmaschine in Uelzen.

Aufwendungen: „Gesetzliche Auflagen, die wir in jedem Fall erfüllen, damit die Werke ihre Lizenz zum Produzieren erhalten.“ Nordzucker erwartet eine kurze ­Kampagne. Gezielte Investitionen in 13 Fabriken Der Startschuss in die Nordzucker-Kampagne 2015 fiel am 17. September im slowakischen Werk Trenčianska Teplá. Wenige Tage später folgten die Nord­ zucker-Werke in Deutschland, Polen und Litauen. Seit den ersten Oktober­ tagen läuft die Rübenverarbeitung in ­allen Nordzucker-Ländern. „Wir konnten

Zentrifugen in Kėdainiai.

fast überall gut in den Kampagnebetrieb wechseln“, resümiert Axel Aumüller. Start­ probleme gab es in den Werken Nakskov und Örtofta. Inzwischen sei bei insgesamt günstigen Bedingungen auch hier eine gleichmäßige Fahrweise erreicht. Positiv bewähre sich die Ethanolanlage in Klein Wanzleben, die bei attraktiven Marktpreisen erstmalig ihre Funktion als Markt­ ventil in vollem Umfang ausspielen könne. Kampagne 2015 in Deutschland, ­Polen und der Slowakei Einen guten Start sowie einen bisher sehr guten Kampagneverlauf berichtet Dr. Michael Gauß, Head of Production

für die Nordzucker-Werke in Deutschland, Polen und der Slowakei. Im Werk Klein Wanzleben begann die Rübenverarbeitung einige Tage später. „Zeit, in der wir Zucker aus dem Uelzener Silobrand für die Ethanolproduktion aufgelöst haben“, erläutert Michael Gauß. „Bei überwiegend geringerem Zuckergehalt gegenüber dem Vorjahr verarbeiten wir in allen drei Ländern gute Rübenquali­ täten.“ Reibungslos verlief auch die Inbetriebnahme neuer Maschinen- und Anlagenteile. Neben normalen Instandhaltungsmaßnahmen habe Nordzucker vornehmlich in Ersatz- und Energieeinsparungsmaßnahmen investiert.

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Kalkofen in Chełmża.

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Vertikaler Kristallisationsturm (VKT) in Clauen.

Kampagne 2015 in Dänemark, Schweden, Finnland und Litauen „In Skandinavien und in Litauen hatten wir einen geteilten Start in die Kampagne“, berichtet Jesper Thomassen, Head of Production für die fünf NordzuckerWerke in Dänemark, Schweden, Finnland und Litauen. „Während die Werke in Nykøbing (Dänemark), Säkylä (Finnland) und Kėdainiai (Litauen) sehr gut und zügig in den Regelbetrieb gingen, hatten wir in Naksov (Dänemark) und Ortöfta (Schweden) zu Beginn mehrere Störungen. Vor allem in Örtofta führten ein Brandschaden in der Kalkofen-Elektrik, eine undichte Dampfdruckleitung und ein Schaden in der Rübenwäsche zu einer deutlich verlängerten Anlaufphase.“ Seitdem komme der in der Zwischenkampagne modifizierte neue Verdampfungstrockner voll zum Einsatz. Mitte Dezember werde die Rübenverarbeitung in Schweden abgeschlossen sein. Das Werk Nykøbing verbessert seine Umweltleistungen mit der Inbetriebnahme eines neuen Abwasserreaktors und einer optimierten Rauchgasreinigung. In Dänemark wird Nordzucker die Kampagne um die Weihnachtstage beenden. Das finnische Werk Säkylä hat eine neue Rübenwäsche in Betrieb genommen und verarbeitet die letzten Rüben Ende November. Noch bis etwa Mitte Dezember verarbeitet

das litauische Werk Kėdainiai Rüben mit ziemlich hohen Zuckergehalten“, berichtet Jesper Thomassen. Hier wurde eine neue kontinuierliche Zentrifuge erfolgreich in Betrieb genommen. � sdp

Fortsetzung von Seite 19

In Deutschland liegt ein Schwerpunkt auf Investitionen zur Modernisierung und Anpassung der Prozessleittechnik. In Clauen wurde neben dem neuen Vertikalen Kristallisationsturm (VKT) der neue Leitstand erfolgreich in Betrieb genommen. Für hohe Verarbeitungsstabilität sorgen zwei zusätzliche Schneidmaschinen und ein erweiterter Rübenbunker im Werk Uelzen. Außerdem wurden die Rübenprobestationen in allen deutschen Werken auf das neue Bewertungssystem mit weniger Proben und konstanten Abzugsfaktoren umgerüstet. Für die fünf deutschen Werke erwartet Michael Gauß das Kampagneende zwischen Weihnachten und Neujahr. In Polen falle die Ernte nach erheblichen Trockenschäden für die Rüben deutlich geringer aus. „Die Rüben sind besonders in der Region Opalenica sehr klein und sehr süß. Wir verarbeiten buchstäblich Rosinen“, sagt Michael Gauß. Investitionsschwerpunkte in Polen waren der neue Kalkofen und die Modernisierung des Kraftwerks im Werk Chełmża sowie der erste Bauabschnitt der neuen Rübenaufbereitung im Werk Opalenica. Die polnischen NordzuckerWerke werden die Kampagne zum Jahresende beenden. Im slowakischen Werk Trenčianska Teplá wurde das Kraftwerk modernisiert. Die Kampagne werde hier Anfang Januar beendet sein.

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Vorsiebstation in Örtofta.

Start der Kampagne in den Nordzucker-Werken Deutschland Clauen Nordstemmen Schladen Uelzen Klein Wanzleben

22. September 22. September 22. September 22. September 29. September

Dänemark Nakskov Nykøbing

3. Oktober 1. Oktober

Schweden Örtofta

1. Oktober

Finnland Säkylä

29. September

Litauen Kėdainiai

22. September

Polen Chełmża Opalenica

1. Oktober 2. Oktober

Slowakei Trenčianska Teplá

17. September


Silo 9 wird jetzt wieder befüllt. Gut 15 Monate gingen für Aufräum- und Sanierungsarbeiten ins Land.

„Ein besonderer Tag“ Silo 9 in Uelzen wieder betriebsbereit Weiß und imposant – so ergänzt das wieder instand gesetzte 80.000-Tonnen-Silo jetzt die Silhouette von Uelzen. Nach aufwendigen Sanierungsarbeiten nach dem Großbrand im Juni 2014 wird es seit Ende Oktober nun wieder befüllt. Mehr als ein Jahr nach dem Brand, dessen U ­ rsachen nach wie vor un­ geklärt sind, ist der Wiederaufbau damit abgeschlossen. Die Arbeiten liefen planmäßig am größten Sortenstandort in Deutschland. In einer emotionalen Feierstunde am 16. Oktober 2015 wurde dieses Ereignis gewürdigt. Für alle Anwesenden, insbesondere aber für Dr. Mathias Böker, den Werkleiter des Werks und Dr. Thomas Mörle-Heynisch, den Projektleiter des Wiederaufbaus Silo 9, war das ein besonderer Tag. Beide sagten dem Projektteam und allen beteiligten Firmen, der Feuerwehr, der Polizei sowie Kollegen und Unterstützern Dank für die enorme Arbeit, die in kurzer Zeit geleistet wurde. Vorstandsmitglied Axel Aumüller unterstrich in seiner Rede zuvor, dass – trotz des schweren Schadens von mehr als zehn Millionen Euro und der fehlenden Lagerkapazität – die Haltung „Wir schaffen das“ ein erfolgreiches Krisenmanagement möglich gemacht habe. Besonders positiv war, dass sich während der aufwändigen und anspruchsvollen Arbeiten niemand verletzt hat. Die Sicherheitsbestimmungen seien nach diesen Erfahrungen weiter verstärkt worden. � tsd

Zufriedene Gesichter nach Abschluss des Projekts. Von links nach rechts: Dr. Mathias Böker, Sven Buhrmann, Axel Aumüller, Dr. Thomas Mörle-Heynisch. Es fehlt Dr. Michael Gauß.

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Smarte Schnittstelle zwischen Zuckerfabrik und Zuckerrübenanbauer Das Agricenter Dänemark berät und disponiert papierlos

„Wir stellen sicher, dass der Rüben­ anbau für den Landwirt einfach und profitabel bleibt. Für die Fabriken regeln wir alle Aufgaben rund um den Rohstoff Rübe und sorgen dafür, dass die Rüben so kosteneffizient wie möglich auf dem Rübenhof ankommen.“ Claus Nørgaard, Head of Agricenter Denmark Experten für den Rübenanbau.

Im Herbst sind die Nächte kurz im Agri­ center Dänemark. Um 5.30 Uhr beginnt die Frühschicht für Claus Nørgaard, Head of Agricenter Denmark, und seine fünf Teamkollegen. Für Nordzucker managen sie die komplette Kommunikation zwi­ schen 1.200 Rübenanbauern und den Produktionskollegen in den beiden Nordzucker-Fabriken Nykøbing und Nakskov im Süden Dänemarks. Ihren Bürositz haben die Roh­ stoff­­spezialisten in der Zuckerfabrik der 17.000-­Einwohner-Stadt Nykøbing – ­wenige 100 Meter entfernt von der ­König-Frederik-d.-IX.-Brücke (Kong ­Frederik d.IX’s Bro) über den Guldborg­ sund. Die knapp 300 Meter lange Klapp­ brücke verbindet die dänischen Inseln Falster und Lolland – die Kern­regionen des Rübenanbaus in Dänemark.

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„In der Kampagne muss jeder alles können“ „Kampagnetage sind bei uns strikt durch­ getaktet“, erläutert Claus Nørgaard. „Wir arbei­ten in Schichten und bieten eine Not­fallbereitschaft für die Nacht und das Wochenende.“ Das Büro, die Rübenwaagen und das zentrale Rübenlabor in Nakskov müssen regelmäßig besetzt sein.“ Ein Grund, warum es im Herbst fast unmöglich ist, zwei Agricenter-Mitarbeiter an einem Ort zu treffen. „In der Kampagne muss jeder von uns alles können. Erst nach der Kampagne sind wir dann wieder Vollzeit-Spezialisten für die IT, für Rübenanbauplanung, -beratung, Vertragsfragen oder die Rübenbezahlung“, schmunzelt der 42-jährige Däne, der in Kopenhagen Landwirtschaft studiert hat.

In 11 Stunden 30.000 Tonnen Rüben bewegen Die ersten Rübentransporte rollen um punkt 6 Uhr früh über Nykøbings Østerbrogade auf die Rübeneingangswaage. Zeitgleich startet gut 50 Kilometer westlich die Rübenannahme in der Zucker­ fabrik Nakskov auf der Nachbarinsel Lolland. „Gleich morgens schätzen wir die aktuellen Vorräte auf den Rübenhöfen und justieren die vorgeplanten TagesLieferungen je nach Fabrikleistung zwischen 10 bis 20 Prozent nach oben oder nach unten.“ Lieferplan-Anpassungen ergeben sich auch aus dem Produktionsmeeting der Kollegen in den Fabriken, das kampagnetäglich um 7 Uhr stattfindet. Bei technischen Problemen oder Dauerregen gibt es höheren Dispositionsbedarf. Durch die Lage der Fabriken am Stadt-


Gespräch an der Rüben­eingangswaage.

Auf einen Blick

Agricenter Dänemark l Sitz:

Nykøbing

l Zuckerfabriken:

Nykøbing F, Nakskov

l Zuckerrüben-Anbaufläche: l Rüben

35.000 ha

anbauende Betriebe: 1.200

l Durchschnittlicher

Zuckerertrag: 12,8 Tonnen/ha

l Konkurrierende

Feldfrüchte: Winterweizen, ­Braugerste, Grassamen

l Rübenanlieferung

Traktor: Lkw 40 : 60 Prozent

rund um den Rohstoff Rübe regeln und dafür s­ orgen, dass die Rüben so kos­ten­ effi­zient wie möglich auf dem Rübenhof ankommen.

Update für www.sukkerroer.nu: Über das Portal kommunizieren Claus Nørgaard und sein Team papierlos mit 1.200 Landwirten.

Professionell getakted: Vorreinigung der Rüben auf dem Feld.

rand dürfen nachts keine Rüben an­ geliefert werden. So bleiben dem Agricenter-Team und den Landwirten an Werktagen elf Stunden, um beide Werke ausreichend mit Zuckerrübenlieferungen zu versorgen. Bei einer mittleren Tagesverarbeitung von 12.000 Tonnen je ­Fabrik entspricht das zusammen etwa 30.000 Tonnen Zuckerrüben, die täglich in beide Werke transportiert werden, damit die Produktion auch am ­Wochenende rund läuft. Bereits 2001 waren die Rüben­ abteilungen von damals drei dänischen Zuckerfabriken im Agricenter zusammengelegt worden. „Das war vor meiner Zeit“, sagt Claus Nørgaard, der seit 2012 für Nordic Sugar arbeitet. Für ihn liegen die Vorzüge des zentralen Agricenters auf der Hand: „Wir sind immer

erreichbar und unsere Landwirte können alle ihre Fragen zu Lieferplanung, Anbau oder Rübenbezahlung zentral mit einem Anruf klären, egal in welche Fabrik der Anbauer seine Rüben geliefert hat.“ Außerdem profitiere die Beratungsqualität enorm, wenn Berater im Zweifel nicht allein dastehen und F­ ragen mit Fachkollegen diskutieren können. Wissenszentrum für den Rübenanbau in Dänemark „Wir verstehen uns heute als Wissenszentrum für den Rübenanbau in Dänemark und sind Dienstleister für die Anbauer“, erklärt Claus Nørgaard. „Durch unsere Arbeit stellen wir sicher, dass der Rüben­anbau für den Landwirt einfach und profitabel bleibt. Für die Fabriken sind wir diejenigen, die alle Aufgaben

Papierlos glücklich: Rübenmanage­ ment per SMS, Portal und Telefon Deutliche Arbeitserleichterungen verbucht das Agricenter Dänemark, seit die Kommunikation mit seinen 1.200 Rübenanbauern vollständig ohne Papier funktioniert. Briefe, Briefmarken, Faxoder E-Mail-Verteiler gehören der Vergangenheit an. „Papier haben wir vor drei Jahren bewusst komplett aufge­ geben“, berichtet Claus Nørgaard. Ob Rüben­lieferplan, Rübensamenverkäufe, Anbauvertrag oder die Rübenproben-­ Ergebnisse aus dem zentralen Rübenlabor in Nakskov: Über das hauseigene Agricenter Portal www.sukkerroer.nu rufen inzwischen fast alle dänischen Rübenanbauer regionale Fachinformationen ihrer Anbauberater sowie individuelle Daten bei Bedarf online ab. Besonders stolz ist Nørgaard, dass seine Anbauer mittlerweile auch den Rübenliefervertrag komplett über das Portal abschließen. Das mache die Arbeit für beide Seiten einfacher und reduziere die Verwaltungsarbeit erheblich. Portal, Textmessage und Telefon: Mehr brauche es nicht, um jederzeit Zugriff auf nötige Daten zu haben. Auf dem ­Rübenfeld, in der Fabrik oder wo auch immer. � sdp

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| SÜSSE SEITEN |

Süßes zum Fest! Köstliches Weihnachtsgebäck mit SweetFamily & Dansukker Bunte Lichter entlang den Straßen, funkelnde Fensterdekorationen und geschmückte Tannenbäume sowie der köstliche Geruch von frischem Gebäck verraten sofort, dass Weihnachten in greifbarer Nähe liegt. Wie jedes Fest, hat auch die Adventszeit ganz spezielle Traditionen, vor allem im Hinblick auf Gerichte und Speisen. Insbesondere das ,,Plätzchenbacken‘‘ nimmt in der Vorweihnachtszeit international zunehmend Bedeutung an. In Deutschland, aber auch in Dänemark, Schweden, Finnland und vielen anderen Ländern verwandelt sich so manche Küche in eine kreative Weihnachtsbäckerei. Von Kipferln mit feiner Vanillenote, würzigen Lebkuchen in Zartbitterschokolade und Zimtsternen bis zu kunterbunten Plätzchen mit Zuckerverzierungen werden weltweit unzählige Keksvariationen geschaffen. In Irland hingegen, wird in der Weihnachtszeit vor allem auf verschiedene Desserts mit getrockneten Früchten gesetzt. Hier werden Früchte schon Monate zuvor in Alkohol und

Gewürzen gekocht, eingelegt und anschließend in Kuchen, Pudding oder anderem Gebäck serviert. Zur Weihnachtszeit in Litauen beispielsweise wird eine Unmenge an Mohnkeksen verspeist – am liebsten getränkt in der landestypischen ,,Mohnsamenmilch‘‘. Auch in polnischen und slowakischen Desserts ist Mohn äußerst beliebt. Alle Länder haben jedoch gemeinsam, dass zu keinem anderen Fest im Jahr die Familie, aber auch enge Verwandte und Freunde so sehr zusammenrücken wie an Weihnachten. Die Familie steht in der Zeit der Ruhe und der Besinnung stets im Fokus. Um diese Zeit noch mehr zu versüßen, stehen Ihnen wieder zahlreiche Rezepte passend zur Weihnachtssaison auf www.sweet-family.de und www.dansukker.co.uk/ zur Verfügung. Sie mögen es gerne nussig und schokoladig? Oder soll es doch lieber ein saf tiges Stück vom dänischen Weihnachtskuchen sein? Dann haben wir hier zwei leckere Tipps für Sie. �

Kakao-Mandel-Sterne

Margarete Sivov

Zutaten: 120 g 40 g 80 g 100 g 3 50 g 1 EL

weiche Butter Weizenmehl SweetFamily Kakao-Puderzucker abgezogene, gemahlene Mandeln Eiweiß „Unser Feinster“ Zucker von SweetFamily SweetFamily KakaoPuderzucker zum Bestreuen

Zubereitung: 1. Zwei Silikon-Muffinformen mit je sechs Sternmulden mit 20 g weicher Butter ausstreichen, mit Mehl ausstreuen und das Mehl ausklopfen. Backofen auf 200 °C (Umluft: 180 °C) vorheizen.

2. Für den Teig 100 g Butter in einem Topf zerlassen, bei mittlerer Hitze leicht anbräunen, dann durch ein feines Sieb gießen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. 3. Kakao-Puderzucker und Mehl durch ein Sieb in eine Schüssel geben. Mandeln untermischen. Eiweiß mit den Rührbesen des Handmixers steifschlagen. Zucker kurz unterschlagen. Mandelmischung und warme Butter mit einem Teigschaber unter die Eischneemasse ziehen. 4. Den Teig mit einem Spritzbeutel ohne Tülle auf die Muffinformen verteilen. Auf mittlerer Schiene ca. 20 Minuten backen. Zubereitungszeit: 35 Minuten

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Gefüllter Weihnachtskuchen

Füllung

Zutaten: 50 g 200 ml 25 g 70 g 1 Prise 1 TL Etwa 500 g

Butter oder Margarine Milch Hefe feiner Zucker Salz zerstoßener Kardamom Mehl

50 g 60 g 75 g 1 Prise

gemahlene Mandeln Puderzucker Butter oder Margarine Safran oder geriebene Schale einer ungespritzten Orange

Dekoration 1 Ei 1 – 2 EL Rohrzucker Zubereitung: Butter oder Margarine schmelzen. Milch hinzufügen und auf etwa 37 °C erwärmen. Hefe in eine Schüssel krümeln und Zucker, Salz sowie Kardamom hinzugeben. Mehl einarbeiten, bis sich der Teig vom Rand der Schüssel löst. Hefeteig abdecken und eine Stunde ruhen lassen. Die Zutaten für die Füllung vermengen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche zu einer Platte von etwa 25 x 50 cm ausrollen. Die Füllung darauf verteilen. Aufrollen, eine Spirale formen und in eine gefettete Springform mit 24 cm Durchmesser legen, abdecken und eine Stunde ruhen lassen. Den Kuchen mit dem verquirlten Ei bestreichen und mit dem Rohrzucker bestreuen. Auf der mittleren Schiene des Ofens etwa 20 Minuten bei 200 °C backen.

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| KURZ NOTIERT |

Ortstermin

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil besuchte Werk Uelzen Zu einem Kampagnebesuch kam der niedersächsische Ministerpräsident Stephan Weil am 2. November 2015 in das Nordzucker-Werk in Uelzen. Hier traf er sich mit dem Vorstandsvorsitzenden Hartwig Fuchs, Werkleiter Dr. Mathias Böker und dem Gesamtbetriebsratsvorsitzenden Dieter Woischke zu politischen Gesprächen. Die wirtschaftliche Situation der Nordzucker und die Zukunft des Unternehmens, seiner Standorte und des Rübenanbaus in Niedersachsen nach 2017 waren Schwerpunkte des Dialogs. Weil unterstrich die Bedeutung der Zuckerwirtschaft für Niedersachsen, das Agrarland Nummer eins in Deutschland. Wettbewerbsverzerrungen innerhalb der EU z. B. durch nationale Stützungen seien gerade mit Blick auf 2017 nicht hinnehmbar, wenn die Rübenmindestpreise und die Zuckerquoten auslaufen. Gleiche Standards müssten für alle Marktteilnehmer gelten. Hartwig Fuchs bedankte sich bei Ministerpräsident Weil für die „moralische Unterstützung“ in der für Nordzucker so wichtigen Phase und erläuterte vor zahlreichen Journalisten die Maßnahmen des Unternehmens zur Verbesserung der aktuellen Marktsituation. „Wir gehen davon aus, dass wir in zwei Jahren wieder schwarze Zahlen schreiben werden.“ Derzeit herrsche aber auf dem Zuckermarkt ein ruinöser Wettbewerb, der durch ein großes Überangebot an Zucker ausgelöst wurde und Maßnahmen auf Seiten des Unternehmens erforderlich mache. So habe Nordzucker gemeinsam mit den Rübenanbauern entschieden, in diesem Jahr weniger Rüben anzubauen. Dies habe einen direkten Einfluss auf die Produktion. „Die Kampagne ist deutlich kürzer als in den Vorjahren und endet in diesem Jahr um den Jahreswechsel herum.“ Darüber hinaus gehe es darum, mit dem Effizienzprogramm FORCE konzernweit Prozesse zu verschlanken und Leistungen, die kaum in Anspruch genommen werden, auszudünnen. „Aber das Effizienzprogramm ist kein Stellenabbauprogramm.“ Zudem werde weiter in die Werke investiert, auch in Uelzen. Auf dem anschließenden Rundgang durch die Zuckerfabrik hatte Ministerpräsident Weil die Möglichkeit, einige Stationen der Zuckerproduktion in Augenschein zu nehmen und mit Kollegen im Leitstand ins Gespräch zu kommen. Er dankte für den abwechslungsreichen Besuch und fasste ihn zusammen: „Es hat Spaß gemacht.“ � tsd

Ministerpräsident Weil steht an der Seite von Nordzucker. Von links nach rechts: Dr. Mathias Böker, ein NDR-Journalist, Dieter Woischke, Hartwig Fuchs, Stephan Weil, Klaus-Peter Dehde, Helmut Bleckwenn.

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Besuch

Peiner Wirtschaftsspiegel zu Gast im Werk Clauen Zur Vorstellung des neuen Peiner Wirtschaftsspiegels mit dem Thema „Zucker – wertvolles Wirtschaftsgut aus der Region“ kamen Anfang Oktober rund 70 geladene Gäste in das Werk Clauen. Der Wirtschaftsspiegel wird von der PAZ in Kooperation mit dem Industrie- und Wirtschaftsverein, der Kaufmannsgilde sowie der City-Gemeinschaft Peine herausgegeben. Werkleiter Zoltán Tóth stellte das Werk und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen näher vor. Mit 165 Mitarbeitern (197 während der Kampagne) stellt Clauen eine wichtige Säule des Wirtschaftsraums Peine dar. Vom Start der Rübenkampagne im September bis zum geplanten Abschluss im Dezember gilt es in dem Werk, mehr als eine Million Tonnen der wertvollen Ackerfrucht in schneeweiße, rieselnde Süße zu verwandeln. „Der organisatorische Aufwand ist enorm“, sagte Zoltán Tóth. Im Rahmen einer Werksführung konnten sich die Besucher direkt vor Ort ein Bild vom Kampagnebetrieb des Werks machen. � tsd


20 · 20 · 20

Der Herbst ist die ideale Zeit, um Anbauer zusammenzubringen

Lecker!

Trendige Desserts mit Dansukker Mitte September lud Nordic Sugar eine Reihe Journalisten und Blogger der großen Magazine und bekannten Food-Blogs zu einem interessanten Dansukker-Event mit dem Dessertkoch Joel Lindqvist, unter anderem bekannt aus dem schwedischen Fernsehen. Er zeigte den Teilnehmern, wie man mit Zucker und traditionellen Methoden völlig untraditionelle Ideen in der süßen Küche umsetzen kann. Es wurden Säfte, Mousse und Kuchen probiert und viele Teilnehmer posteten fleißig Bilder und Tipps des Tages bei Facebook und Instagram. � red

Am 17. September luden Nordic Sugar und Nordic Beet Research zu einer Veranstaltung auf den Lovisero Betrieb ein. Dieser Testbetrieb ist Teil der 20 · 20 · 20-Initiative, in deren Rahmen neue Rübenanbaumethoden erprobt werden. Dort verbrachten die Besucher die meiste Zeit auf den Feldern, um zu sehen, was seit der Sommerveranstaltung im Juni aus den Versuchen geworden war. Einer der Feldversuche war von besonderem Interesse: Dieser Versuch nennt sich „einfach oder alles“ und vergleicht die „Best Practice“-Rübenanbaumethoden mit einer Strategie zu geringen Kosten, beispielsweise bei der Auswahl der Düngemittel und Anwendungstechniken, bei der Unkrautbekämpfung und bei Fungizidbehandlungen etc. Die ersten Testergebnisse zeigten, dass der Zuckerertrag auf der „Best Practice“-Fläche um 2,3 Tonnen höher lag als auf der Fläche, auf der die Strategie „Produktion zu möglichst geringen Kosten“ angewandt wurde. Für die wirtschaftliche Rentabilität muss die „Best Practice“-Option einen Mehrertrag von 1,7 Tonnen Zucker bringen, sodass also die „Best practice“-Variante deutlich profitabler war. „Die weiteren 600 kg pro Hektar sind für den Anbauer reiner Gewinn und die Differenz wird bis zur Ernte im November noch höher ausfallen“, erklärt Ola Cristiansson, Head of Agricenter in Schweden. � red

Ausgezeichnet

Bildungspreis der IHK Magdeburg Die IHK Magdeburg hat Nordzucker zusammen mit der Avacon und dem Trink- und Abwasserverband (TAV) Börde den diesjährigen Bildungspreis verliehen. Die Jury der IHK ehrt damit das besondere Engagement der drei in der Region Sachsen-Anhalt tätigen Unternehmen für zukunftsorientierte Aus- und Weiterbildung und vernetztes, überbetriebliches Arbeiten. Im Mittelpunkt der Ehrung steht hierbei das sogenannte „Berufe-Karussell“. Es ist ein komprimiertes Schulpraktikum, bei dem Schülerinnen und Schüler über zwei Wochen einen Projektauftrag in drei unterschiedlichen Unternehmen ausführen. Bei diesem Projekt lernen die Jugendlichen gleichzeitig vier Berufsbilder aus dem technischen und betriebswirtschaftlichen Bereich kennen. Der Preis der IHK Magdeburg ist eine wichtige Auszeichnung, die dem betriebsübergreifenden Engagement bei der Berufsorientierung junger Menschen Rechnung trägt. � red

Akzente Dezember 2015

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| KURZ NOTIERT |

Messe

Nordzucker Polska veranstaltet Zuckerkongress auf Polagra Die führende Ernährungsmesse Polagra im polnischen Posnan war auch in diesem Jahr wieder Werbe- und Informationsplattform für Nordzucker und zahlreiche Unternehmen und Kunden der Nahrungsmittelbranche. Die Polagra zog Besucher aus mehr als 50 Ländern an – überwiegend Entscheider aus den Bereichen Lebensmittelhersteller sowie Groß- und Einzelhändler. Im Mittelpunkt stand der Messeauftritt von Nordzucker Polska und SweetFamily, dessen besonders hervorragendes Design mit dem „Acanthus Aureus-Preis“ ausgezeichnet wurde. Zum dritten Mal organisierte Nordzucker Polska zudem einen Zuckerkongress, zu dem wichtige Kunden und Partner zur offenen Diskussion eingeladen waren. Die Hauptthemen des Zuckerkongresses waren die Zukunft des Rübenanbaus, Entwicklungen auf dem Weltmarkt sowie Veränderungen des Zuckermarktes nach 2017. � tsd

Wettkampf

Sugar Cup 2015: Ponyrennen findet zum siebten Mal statt Der Sugar Cup, ein Ponyrennen, mit dem junge Reiterinnen und Reiter in Schweden angespornt und in ihrer Entwicklung gefördert werden sollen, wurde dieses Jahr zum siebten Mal ausgerichtet. Nach verschiedenen Wettkämpfen im ganzen Land hatten sich etwa 40 Reiterinnen und Reiter für das Abschlussrennen auf dem 1.000 m langen Hindernisparcours qualifiziert, das traditionell im schwedischen Malmö stattfand. Das Finale des SUGAR CUP 2015 wurde im Rahmen der Pony European Championship 2015 ausgetragen und von Nordic Sugar-Betfor/Nordzucker gesponsert. � mm

Vor Ort

MDR zu Gast im Werk Klein Wanzleben Zum Event „Ein süßer Tag“ am 17. Oktober 2017 besuchte der MDR für die Sendung „MDR vor Ort“ mit Moderatorin Madeleine Wehle das Werk in Klein Wanzleben. Entlang der Zucker- und Rübentour war die 1838 gegründete und 1994 neu in Betrieb genommene Fabrik eine der 41 Stationen und Angebote, die die Bedeutung der Magdeburger Börde als Zuckerregion unterstreichen sollten. Vom Anbau der Zuckerrüben bis hin zum leckeren süßen Produkt war alles dabei. Auf dem Rübenhof der Fabrik

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selbst erläuterte Werkleiter Udo Harten, dass 20.000 bis 22.000 Tonnen Rüben täglich die Fabrik erreichen. Dies sorgte für großes Erstaunen ebenso wie die sichtbaren Rübenberge, die den Bedarf des Werks lediglich über ein Wochenende decken. Dass die Zuckerrübe auch im rohen Zustand lecker schmeckt, davon konnten sich das TV-Team, die Moderatorin und Gäste einer Werksführung überzeugen. � red


Archiv

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Interview mit Hartwig Fuchs über neue Strategien Seite 6

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Nordzucker im Wettbewerb

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Nordzucker hebt die Teilung nach Region en auf Seite 16

Schritt halten mit dem Markt

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Umsatz und Ergebnis

Märkte unter Druck

Früher Start – perfekte Kampagne Seite 16

Rückblick auf das erste Halbjahr; sinkende Preise schlagen durch Seite 8

Interview mit Mats Liljestam Seite 20

Auch in diesem Jahr ist Nordic Sugar Kėdainiai der Hauptsponsor des Lebkuchentags in Litauen. Mit dieser Veranstaltung soll das Weihnachtsfest für Kinder in Waisenhäusern einen freudigeren Glanz erhalten. Der Lebkuchentag findet am 21. November in elf Städten in ganz Litauen statt. Über 30 Bäckereien haben sich bereits für die Veranstaltung angemeldet und haben Mitbürger und Besucher eingeladen, Lebkuchen zu verzieren, die zusammen mit Weihnachtskarten an Kinder in Waisenhäusern gespendet werden. Jährlich nehmen etwa 36.000 Menschen am Lebkuchentag teil. Die Veranstaltung wurde erstmalig im Jahr 2010 von AB Nordic Sugar Kėdainiai durchgeführt. Als Hauptsponsor wird Nordic Sugar Kėdainiai in allen Werbungen und Pressemitteilungen genannt. Und selbstverständlich werden auch unsere Dansukker-Produkte während der Aktion verwendet und beworben. � mm

Personalie

Neuer Country Manager bei Nordzucker Irland Eamonn Farrell ist seit dem 1. Oktober 2015 der neue Country Manager von Nordzucker Ireland Ltd. Er hat die Position von Managing Director Niall Swords übernommen, der zum 30. September in den Ruhestand ging. Eamonn Farrell bringt langjährige Erfahrung aus dem Bereich Logistik mit und behält diesen Bereich auch neben seiner Aufgabe als Country Manager weiterhin in seiner Verantwortung. � red

Akzente Dezember 2015

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| MENSCHEN BEI NORDZUCKER |

Karin Farstrup Produktentwicklung „Was mich wirklich antreibt, ist, den Kunden zu helfen“, sagt Karin Farstrup, wenn sie ihre Aufgaben als Produktentwicklerin beschreibt. „Natürlich entwickeln wir neue Produkte für unsere Industriekunden und den Einzelhandel und beraten in enger Abstimmung mit dem Vertrieb die Kunden, welchen Zucker oder Sirup sie für ein neues Produkt verwenden sollten. Manchmal wird auch eine bestimmte Funktionalität benötigt, z. B. weniger Schaumbildung beim Kochen von Bonbons oder eine andere Konsistenz bei Gebäck.“

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Karin Farstrup hat einen Masterabschluss in Lebensmittelwissenschaften und -technologie. Dieser bildet in Kombination mit ihrer über 30-jährigen Erfahrung mit Produktzusammensetzungen und Maschinen für Lebensmittel eine solide Grundlage für ihre funktionsübergreifende Beratungsaufgabe, zu der die Koordination neuer Produktprojekte von der Idee bis zur Markteinführung gehört. Eine weitere Aufgabe ist die Unterstützung anderer Abteilungen, z. B. des Einkaufs bei der Bewertung alternativer Lieferanten. „Eine spannende und auch sehr herausfordernde Aufgabe ist es, wenn unser Team

Kunden bei der Lösung von Produktionsproblemen hilft. Hier bringen wir unser Wissen über die Anwendung und Lebensmittelproduktion ein und es gibt auch für uns immer etwas Neues zu lernen.“ Karin Farstrup hat ihren Sitz in Kopenhagen, ist aber häufig in den Entwicklungseinrichtungen in Arlöv, Schweden, wo sie beispielsweise Anwendungstests durchführt oder gemeinsam mit ihren deutschen, dänischen, schwedischen und finnischen Produktentwicklungskollegen nach Ideen und Lösungen für externe oder interne Produktfragen sucht. � mm


| ANGEKLICKT |

Ein Blick ins Internet Die Wertschöpfungskette wächst ­zusammen Lesen Sie mehr über Nachhaltigkeit auf u ­ nserer neuen Internetseite www.nordzucker-growing-together.com Nachhaltigkeit hat für Nordzucker oberste Priorität, ebenso wie für viele unserer Kunden. Für uns als Lebensmittelhersteller sind ökologische und soziale Themen ein Teil unseres täglichen Geschäfts. Unser Ansatz ist es, die Wertschöp­ fungskette als Entwicklungsfeld zu be­­ greifen. Es ist entscheidend für den Markt­ erfolg der Zuckerbranche insgesamt, dass wir weiterhin gemeinsam mit unseren Lieferanten, Dienstleistern, Mitarbeitern und Kunden unsere Wertschöpfungskette nachhaltig weiterentwickeln.

… vom Rübenanbauer bis zum Verbraucher

Die kommenden Änderungen der Zuckermarktordnung und die Internationalisierung der Märkte stellen für uns und unsere Partner sowohl Herausforderungen als auch Chancen entlang der gesamten Wertschöpfungskette dar – Herausforderungen und Chancen, die wir gemeinsam aktiv bewältigen werden. Eine große Fülle an Informationen Unter www.nordzucker-growing-­together. com finden Sie eine Fülle an Informa­tio­nen, Fakten und Zahlen, d ­ etail­lierte Erläuterun­ gen zu den Herausforderungen und Zielen ebenso wie Informationen über die Wertschöpfungskette vom Rüben­anbauer bis zum Verbraucher. Wir wünschen wir Ihnen viel Spaß beim Durchstöbern unserer neuen Website.

Growing together: Informationen, Fakten und Zahlen zur Wertschöpfungskette …

Newsletter stärkt Kundenbeziehungen Nordzucker stellt sicher, dass alle europäischen Kunden zu Fragen rund um den Zucker regelmäßig auf dem Laufenden gehalten werden. Unser konzernweiter KundenNewsletter für Kunden der Ernährungswirtschaft vermittelt unterschiedliche Themenbereiche wie zum Beispiel die neuesten Nachrichten vom Zuckermarkt und von unseren Produkten sowie weitere Themen rund um den Zucker. Der Newsletter wird dreimal jährlich in einer deutschen, dänischen, schwedischen, norwegischen, estnischen, finnischen, lettischen, litauischen, polnischen und englischen Fassung herausgegeben. �  mm

Impressum Herausgeber: Nordzucker AG, Küchenstraße 9, 38100 Braunschweig, Telefon +49 531 2411-0, ir@nordzucker.de; Redaktion (red): Bianca Deppe-Leickel (bdl), Susanne Dismer-Puls (sdp), Lubomir Fischer, Mariann Mellström (mm), Tanja Schneider-Diehl (tsd), Marion Stumpe, Björn Windfall; Gestaltung: Sieler Kommunikation und Gestaltung GmbH, Frankfurt; Druck: Leinebergland Druck GmbH & Co. KG, Alfeld Bildnachweis: CEFS, iStock, Nordic Sugar (Apelöga, Sebastian Åkesson, Victoria Johansson, Ulrik Larsen, Åke Månsson, Ingrid Riis, Guoda Šulcaitê), Nordzucker, Nordzucker Polska, Peiner Wirtschaftsspiegel (PAZ), Shutterstock, WVZ

Akzente Dezember 2015

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Rezep tIdee

Orangen-Cupcakes Zubereitung

Zutaten (12 Stück) Für den Teig: • 1 kleine Bio-Orange (200 g) • 200 ml Rapsöl • 3 Eier • 150 g Weizenmehl (Type 405) • 2 TL Backpulver • 1 Pack. Pudding-Pulver Vanille • 125 g SweetFamily Kakao-Puderzucker • ½ TL Zimt

Für die Creme: • 1 EL Orangenmarmelade • 250 g Mascarpone • 40 g SweetFamily Kakao-Puderzucker • 1 EL Zuckerperlen • 1 Orangen-Scheibe für die Garnitur

Süße Küche-Info

1. Die Orange als Ganzes mit 250 ml Wasser bei niedriger Hitze und geschlossenem Deckel ca. 30 Minuten in einem Topf weich köcheln lassen. Den Backofen auf 180°C (Umluft: 160°C) vorheizen. Orange abkühlen lassen, in Stücke schneiden und ggf. Kerne entfernen. 150 g Orangenstücke abwiegen und mit Öl und Eiern in einem Mixbecher mit einem Pürierstab fein pürieren. Mehl, Backpulver, Puddingpulver, Kakao-Puderzucker und Zimt vermischen und ca. 1 Minute mit dem Orangenmix verquirlen. 2. Muffinform mit 12 Papierformen auslegen, Teig darauf verteilen und auf mittlerer Schiene ca. 25 Min. backen. Muffins herausnehmen und abkühlen lassen. 3. Für die Creme die Orangenmarmelade durch ein Sieb streichen, mit Mascarpone und Kakao-Puderzucker glatt rühren und in einen Spritzbeutel mit Sterntülle (12 mm) füllen. Muffins mit der Creme verzieren. Vor dem Servieren mit Kakao-Puderzucker und Zuckerperlen bestreuen und mit Orangenstückchen garnieren. Zubereitungszeit: ca. 45 Minuten

SweetFamily Kakao-Puderzucker für Kuchen-Glasur ist auch ideal zum Backen, Verfeinern und Dekorieren.


Akzente 02/2015 - November 2015