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Antifaschistischer Filmtag Programm

Dienstag, 8. Mai 2012

9:00 Uhr: Kriegerin (D 2011, 105 Min, FSK 12) Neo-Nazis in der ostdeutschen Provinz, martialische Gewalt und eine junge Frau, die tief im braunen Sumpf steckt, obwohl sie sich der Sinnlosigkeit ihres Tuns eigentlich bewußt ist. KRIEGERIN-FILM.DE

Im Anschluß an die Vorstellung stellt sich Bernd Wagner (EXIT Deutschland) den Fragen der Jugendlichen!

9:30 Uhr: Klänge des Verschweigens (D 2012, 90 Min) Ein historisches Dokumentarprojekt mit den Schwerpunkten: • Musik der Zwanziger und Dreißiger Jahre • Musik im Konzentrationslager • Homosexuellenverfolgung • NS-Verbrechen, Verdrängung der Nazi-Vergangenheit in Deutschland Im Mittelpunkt des Dokumentarfilms steht die Biographie des Sängers & Pianisten Wilhelm Heckmann. Seine bisexuelle Orientierung wurde ihm in der Zeit der Homosexuellenverfolgung zum Verhängnis. Anschließend Filmgespräch mit dem Regisseur Klaus Stanjek moderiert von Marcus Pilarski.

12:00 Uhr: ZUR FALSCHEN ZEIT AM FALSCHEN ORT Potzlow, Brandenburg, 450 Einwohner. Im Juli 2002 wurde hier der 17-jährige Marinus von drei Jugendlichen brutal gefoltert, zu Tode misshandelt und in einer Jauchegrube verscharrt. Die Tat rückte den kleinen Ort in der Uckermark für kurze Zeit ins mediale Rampenlicht. Matthias war Marinus Freund und hat seine Leiche ausgegraben. Seitdem ist er traumatisiert und leidet unter schweren Depressionen. Die Schule hat er - der „Verräter“ - abgebrochen und die nächsten Monate vor dem Fernseher auf seinem Zimmer verbracht. Nun sucht er einen Neuanfang ... (D 2005, 65 Min) In Anwesenheit der Regisseurin Tamara Milosevic und Dr. Michael Kohlstruck /Politikwissenschaftler und Leiter der Arbeitsstelle Jugendgewalt & Rechtsextremismus des ZfA!

Programmänderungen möglich, aber nicht beabsichtigt!


Antifaschistischer Filmtag

Programm

12:30 Uhr: DER GUTE VATER – eine Tochter klagt an

(D 2012, 90 Min)

Der dreifache Grimme-Preisträger Yoash Tatari hat Beate Niemann ein Jahr begleitet. Als Beate Niemann 1997 in der Stasi-Unterlagenbehörde mit der Spurensuche zu ihrem vermeintlich unschuldigen Vater begann, ahnte sie noch nicht, was auf sie zukommen würde. Angetrieben, das Schicksal des 1947 von der Abteilung K5 – dem späteren MfS – verhafteten Vaters aufzuklären, der 1949 einfach für tot erklärt wurde und 1972 im Strafvollzug der ehemaligen DDR unter ungeklärten Umständen verstarb, gelangte sie jedoch zu einer bitteren Erkenntnis. In der Erwartung, dass dieser Vater als Mitwisser von NS-Machenschaften, verhaftet wurde, erschloss sich die Tatsache, dass dieser Bruno Sattler ein Täter, ja ein Mörder war. Was dieser Vater zu verantworten hatte, lag außerhalb der Vorstellungswelt der Autorin und war für sie unendlich schwer zu verarbeiten ... In Anwesenheit von Regisseur Yoash Tatari und Beate Niemann Protagonistin, Tochter des Berliner Kriminalpolizisten und späteren Gestapo Chefs von Belgrad Bruno Sattler.

17:00 Uhr: Einfach mit dem Strom? Mädchen in der rechten Szene (D 2009, 45 Min) Der Film geht der Frage nach, welche Wege Mädchen in die rechtsextreme Szene führen. Ausgezeichnet beim 2. JIM Festival! In Zusammenarbeit mit Mikado e.V. vertreten durch Anke Bienwald und einer Protagonistin – Moderation Frauke Postel vom MbT.

19:30 Uhr: Stielke, Heinz, Fünfzehn (DDR 1985, 99 Min) Heinz Stielke, fünfzehn Jahre und Gymnasiast, ist stolz auf den Vater, der für Volk und Vaterland den Heldentod starb, und glücklich als Rottenführer der Hitlerjugend. Doch das euphorische Gefühl von Selbstbestätigung findet ein jähes Ende: Stielke erfährt, dass er Halbjude ist. Er wird verjagt und verfolgt. Es hilft kein ohnmächtiges Widersetzen. Für den bedingungslosen Hitlerjungen von gestern beginnt nun ein ungewöhnlicher, wechselvoller Weg durch das kriegszerfurchte Land: Bei einem Bombenangriff auf Berlin verliert er die Mutter. Arbeitserziehungslager und Arbeitsdienstlager sind nächste Stationen. Damit einhergehend: Zwang und Strafe, Zuckerbrot und Peitsche, Frauenerlebnis und Mädchenfreundschaft. Schließlich rettet er als Held wider Willen zum Tode verurteilte Bauern. In Anwesenheit des Regisseurs Michael Kann! Angefragt sind die Darsteller Christel Bodenstein & Hasso von Lenski – Moderation: Elke Bitterhof.

/Flyer_web  

http://www.thalia-potsdam.de/independent/Flyer_web.pdf

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