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Ein gutes Stichwort: Geld. Wie finanziert ihr euren Aufenthalt in Brasilien noch? Lisa: Wir bekommen glücklicherweise ein Stipendium vom »Vocer Innovation Medialab«. Dort werden junge Journalisten mit neuen Ideen gefördert. Ohne dieses Stipendium hätten wir das alles wahrscheinlich gar nicht hingekriegt.

rechnet! Wir kriegen auf jeden Fall mit, dass die etablierten Journalisten neugierig auf uns und unsere Arbeit sind. In Rio de Janeiro haben wir zum Beispiel auch ein paar Tage beim Brasilien-Korrespondenten der ZEIT Couchsurfing gemacht. Der hatte über Twitter von uns erfahren. Das war Print trifft Online auf einer ganz neuen Ebene.

Und wie seid ihr auf den Namen »Crowdspondent« gekommen? Steffi: Wir müssen zugeben, dass wir diese gute Idee nicht selbst hatten. »Crowdspondent« ist ein Wortmix, der dafür steht, dass wir die Korrespondentinnen der Crowd, der Menschen, sind. Eingefallen ist das unserem Freund Johannes Wendt von der Journalistenschule. Super an dem Namen ist, dass er auch in Brasilien gut verstanden wird, was bei unserem Experiment natürlich wichtig ist.

Florian hat in München und Turku (Finnland) Geschichte und Politik studiert. Nach fünf Jahren als Volontär und Redakteur beim Starnberger Merkur betreut er seit 2009 die Kulturseiten der Wochenzeitung „Bayernkurier“.

Hat die Medienbranche denn etwas von eurem Projekt mitbekommen? Lisa: Wir haben mittlerweile schon sehr viele Interviews gegeben, übrigens auch brasilianischen Medien, nicht nur deutschen. Besonders gefreut hat uns, dass das Medium-Magazin uns auf die Liste der diesjährigen Top-Nachwuchsjournalisten bis 30 Jahre gesetzt hat. Damit hätten wir niemals ge-

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