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CORCOONING NICE TO SEE › NICE TO KNOW › NICE TO HAVE

2013 www.cor.de 


Schöne Aussichten Bright prospects

Unsere Neuheiten haben wir in diesem Jahr in einem kleinen Wasserschloss im nordrhein-westfälischen Kempen inszeniert. Das 700 Jahre alte, sorgfältig ­restaurierte Schloss bietet die ideale Umgebung für zeitlos-modernes Interieur – und jede Menge groß­ artiger Ein- und Ausblicke. This year we presented our new products at a small moated castle in the North Rhine-Westphalian town of Kempen. The 700-year-old, carefully restored castle is the ideal setting for timelessly modern interiors – and no end of superb insights and spectacular views.

Bei manchen befindet er sich am Fenster, bei anderen am Küchentisch, Dritte wiederum schätzen zuallererst den Platz vorm Kamin. Fast jeder hat seinen ganz persönlichen Lieblingsplatz, von dem aus er auf die Welt blickt (oder sich von ihr erholt). Viele dieser Lieblingsplätze werden von uns ausgestattet, und zwar mit Lieblingsmöbeln, auf denen es sich besonders tief entspannen lässt. Dazu gehören ab Mai 2013 auch die Suiten der exklusiven MS Europa 2, die mit Sesseln und Sofas von COR auf den Weltmeeren unterwegs sein und ihren Passagieren ganz neue Ausblicke eröffnen wird. Inspirationen für ähnlich komfortable, aber ortsansässige Arbeits-, Meeting- und Hoteleinrichtungen bietet unsere neue „contract“-Ausstellung im COR und interlübke Haus. Wir zeigen dort unter anderem, wie sich Arbeitsräume deutlich wohnlicher und das Arbeiten daheim viel gemütlicher gestalten lassen. Ein intelligentes Beispiel dafür ist Volt, ein neuartiger Energie-Versorger, der uns überall dort Strom liefert, wo wir ihn gerade benötigen. Dank Volt werden wir künftig vermehrt dort arbeiten, wo wir es wollen – und nicht mehr dort, wo wir müssen. Mancher Arbeits- wird sich auf diese Weise zum echten Lieblingsplatz wandeln (und umgekehrt). Das ist, wie ich finde, eine überaus erfreuliche Aussicht.

For some it is by the window, for others at the kitchen table, and others again like the place by the fireside best of all. Almost all people have their own personal favourite place from where they look upon the world (or recover from it). Many of these favourite places are furnished by us – with favourite pieces of furniture providing particularly deep relaxation. As from May 2013, these will also include the suites of the exclusive MS Europa 2 which will sail the seas with easy chairs and sofas from COR and present its passengers with completely new vistas. Inspiration for equally comfortable, but more locally based workplace, meeting and hotel furniture is provided by our new “contract” exhibition in the COR und interlübke Haus. Amongst other things, this is where we show how workspaces can be made significantly more homely and working at home much more comfortable. An intelligent example comes in the form of Volt, a new kind of energy supplier which provides us with power wherever we happen to need it. Volt will enable us to work increasingly where we want to – and no longer where we have to. In this way, many workplaces will be transformed into genuine favourite places (and vice versa). And I consider that to be a very bright prospect.

Leo Lübke, Geschäftsführender Gesellschafter | Managing Partner


› Inhalt Contents

Sinus

Design R. Adolf & H.-J. Schröpfer

› 30

Rawi

Design Kleene & Assmann

Mell

› 24

Design Jehs & Laub

›1  4

Rawi

Design Kleene & Assmann

Neuheiten New ranges Mell lounge Design Jehs & Laub

› 06

Spezifikationen Specifications › 36 Maritimes Mobiliar Seafaring furniture › 38 COR Volt COR Volt › 40 Designerporträt Designer profile › 42 COR Preis Wohnen und Design COR Living and Design Award › 46

› 18

Jalis

Design Jehs & Laub

› 32

Wohnwelten Living worlds › 52 Kollektion Collection › 62 Beziehungskisten Cor-relations › 64 Das COR und interlübke Haus The COR und interlübke Haus › 68 Unternehmen Company › 70


Mell Lounge Design Jehs & Laub


8

› Neuheit Mell Lounge New range Mell Lounge

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Mell Lounge ist ein spannungsvoller Charakter: außen kantig, innen rund, dabei durchdacht bis ins Detail. Das erfährt man nicht nur als lässigen Sitzkomfort, sondern auch durch den grafischen Verlauf der Nähte. Die Stahlkufen sind zudem so filigran, dass Mell zu schweben scheint. Wer ­genauer hinschaut, entdeckt an ihnen noch gerundete Winkel – Details, die für minimalistische Eleganz stehen. Mell Lounge is an engrossing character: angular on the outside, round on the inside, and well thoughtout to the last detail. This is made evident not only in the form of casual seating comfort, but also by the graphic progression of the seams. In addition, the steel skids are so delicately formed that Mell ­almost appears to be floating. A closer look reveals that it has rounded corners – details that denote minimalist elegance.


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› Neuheit Mell Lounge New range Mell Lounge

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Breite/Tiefe

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120/95 120/95 160/95

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95/95

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Mell Lounge ist nicht nur Sofa und Sessel, sondern auch Kissen und Kuschelecke, Verbindungs­-­ teil, Hocker und Tisch. Zusammen ergibt das Sitzlandschaften nach eigenem Bedarf: immer ­bequem und von jener besonderen Leichtigkeit, die die feinen Stahlkufen an Tischen und Sitzmöbeln vermitteln. Mell Lounge is not just a sofa and easy chair, but also cushions and a comfort zone, connection ­element, footstool and table. Taken together, the result is seating landscapes that meet individual requirements: always comfortable and with a special lightness that is conveyed by the fine steel skids on the tables and seating furniture.


Mell Design Jehs & Laub


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› Neuheit Mell New range Mell

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Breite/Tiefe

82/75 87/75 75/75

120/75 160/75

190/75

50/75 75/75

160/75

47/72

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157/72 Wer es einfacher mag, für den gibt es Mell in einer etwas strafferen Version. Die Rückkissen fehlen hier. Die Sitztiefe ist geringer und eine aufrechtere Sitzhaltung damit gewährleistet. Was gleich bleibt, ist die spannungsvolle Wirkung zwischen der geradlinigen Außenseite und den haptischen Rundungen der Lehnen, dazu die schmalen Kufen und natürlich der sehr hohe Sitzkomfort. For those who like it even simpler, there is a somewhat firmer version of Mell. It has no back cushions. The seating depth has been reduced, prompting a more upright seating position. What has remained unchanged is the fascinating effect created between the straight exterior and the tangible roundness of the armrests, plus the narrow skids and, of course, the high degree of seating comfort.


Rawi design Kleene & Assmann


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› Neuheit Rawi New range Rawi

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Ob mit oder ohne Armlehnen, Rawi lädt zu aufrechter und definierter Haltung ein. Dafür steigt die Sitzfläche vorne rundlich an und fällt sanft nach hinten ab: die perfekte Welle für langes Sitzen und Austausch in gemütlicher Runde. Der Vierbeiner steht für stabile Verhältnisse, der Freischwinger federt noch etwas schöner, als man es bei diesem Stuhltypus gewohnt ist, dafür sorgen die nach hinten geöffneten Kufen. Whether with or without armrests, Rawi encourages an upright, defined posture. The seating surface rises roundly at the front and drops away gently to the rear: the perfect wave for sitting, for longer ­periods of sitting and chatting cosily in a group. The four-legged version stands for stability, while the cantilever variant is sprung even more pleasantly than is usual for this kind of chair, thanks to the skids which are open to the back.


Rawi design Kleene & Assmann


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› Neuheit Rawi New range Rawi

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Sofa und Sessel, beide mit der prägnant geschwungenen Sitzfläche, stehen für korrektes wie ­komfortables Sitzen. Hier lümmelt man nicht herum, sondern sitzt aufrecht und legt, wenn Bedarf nach Ruhe besteht, die Beine gepflegt auf den dazugehörigen Hocker. Beide gibt es mit klassischen Holzfüßen oder eleganten Stahlkufen, das Sofa dazu in drei Breiten. The sofa and easy chair, both with strikingly curved seating surfaces, are synonymous with correct and comfortable sitting. They are not for slouching, but for sitting upright or, if rest is required, putting your feet up in style on the matching stool. Both come with classic wooden feet or elegant steel skids; the sofa is available in three widths.


30

› Neuheit Sinus New range Sinus

Sinus design R. Adolf & H.-j. Schröpfer

Sinus ist ein moderner Klassiker von 1976, 2004 wurde er zum 50-jährigen Firmenjubiläum von COR neu aufgelegt. Heute haben wir seine Polster noch einmal weicher gemacht, so wie es die ­Designer Adolf und Schröpfer vorgesehen hatten. Das Ergebnis ist ein Einzelsessel, der beweist: Für extreme Bequemlichkeit braucht es keine schweren Fauteuils. Sinus wirkt schwerelos modern, schwingt leicht, und wer sich einmal auf den markanten Polstern niedergelassen hat, will nie wieder woanders Platz nehmen. Sinus is a modern classic from 1976, and in 2004 it was relaunched to mark CORs 50th anniversary. Today we have made its upholstery even softer, as originally intended by the designers Adolf and Schröpfer. The result is an individual easy chair which proves that heavy wingbacks are not necessary to ensure extreme comfort. Sinus appears to be airily modern as it rocks lightly. And anyone who has come to rest on the distinctive upholstery will never want to sit anywhere else.


Jalis Design Jehs & Laub


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Jalis ist der Stuhl, dessen Polster wie Kissen wirken und genauso bequem sind. Bislang gab es ihn mit vier verschiedenen Gestellen, aber das einfachste fehlte noch: vier Beine aus Holz. Das liefern wir nun nach und wie so oft ist das Einfache gar nicht einfach. Die Beine aus massiver Eiche oder Nussbaum sind mit einer Stahl-Holz-Konstruktion aufwändig konstruiert und können auch lackiert oder nach Wunsch gebeizt werden. Sie haben einen trapezförmigen Grundriss, verjüngen sich nach unten und haben damit das gewisse Etwas, das ein COR Möbel auszeichnet. Jalis is the chair whose upholstery has the appearance of cushions and is just as comfortable. Until now it came with four different frames, but the simplest part was still missing: four legs made of wood. We are now rectifying this situation and, as is so often the case, the simple things are not ­simple at all. The solid oak or walnut legs are intricately designed with a steel and wood construction and can also be lacquered or stained as required. They have a trapezoidal footprint, taper to the bottom and therefore possess that certain something which distinguishes a piece of COR furniture.


› Spezifikationen Specifications

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Passt, sitzt und hat Platz – Merkmale und Maße unserer neuen Modelle Vital statistics – features and dimensions of our new models Jalis

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Mell Lounge

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Mell

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Rawi

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Sinus

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50 x 50

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› Maritimes Mobiliar Seafaring furniture

39 Hamburg

Amsterdam

Antwerpen

Honfleur

MS Europa 2 Routen Routes 123 Häfen, 26 Routen 123 ports, 26 routes Westliches & östliches Mittelmeer, Arabische Halbinsel, Asien Western and eastern Mediterranean, Arabian Peninsula, Asia Architektur Architecture Länge 225 m, Breite 27 m, Tiefgang 6,3 m 225 metres long, 27 metres wide, 6.3 metres draught 11 Decks, 8 Restaurants, 6 Bars und Lounges 11 decks, 8 restaurants, 6 bars and lounges Planung Design: Partner Ship Design, Hamburg Bau Construction: STX Europe, Saint-Nazaire, 2013

La Rochelle

251 Suiten Suites 2 Owner-Suiten inklusive Veranda à 114 m² 2 owner’s suites including veranda of 114 m² Teilweise mit 24-h-Butlerservice und privater Dampfsauna Partly with 24-hour butler service and private steam sauna COR Sofa: Conseta (Sonderedition special edition) COR Einzelsessel Easy chairs: Quant & Shrimp COR Stuhl chair: Quant

Bordeaux

Bilbao

Leixoes

Luxusliner ahoi! Luxury liner ahoy! Noch wird in den Docks im französischen SaintNazaire fieberhaft an ihr gearbeitet. Mit jedem Tag aber nimmt die EUROPA 2 und damit ein Kreuzfahrtschiff wahrhaft königlichen Zuschnitts Gestalt an. Nach der Taufe am 10. Mai in Hamburg wird das zweite Flaggschiff von Hapag-Lloyd Kreuzfahrten zu seiner Jungfernfahrt aufbrechen, die von Hamburg über französische und spanische Häfen bis nach Lissabon führt. Mit an Bord: 516 Passagiere, mehr als 370 Crewmitglieder sowie exklusive Sitzgelegenheiten von COR. Die EUROPA 2 ist das legere und moderne Schwesterschiff des – laut Berlitz Cruise Guide 2013 – weltweit einzigen Fünf-Sterne-plus-Kreuzfahrtschiffes MS Europa. Passagieren der EUROPA 2 stehen 251 hochwertig eingerichtete Suiten zur Verfügung, die über komfortable Maße von 28 bis 99 Quadratmetern, private Veranden und teils sogar eigene Dampfsaunen verfügen. Entspannen werden sie auf Sesseln, Bänken und Stühlen der COR Möbelserien Shrimp und Quant sowie Sofas des COR Klassikers Conseta, die das verantwortliche Planungsbüro Partner Ship Design für die Suiten ausgewählt hat. Schon als Schreinergeselle habe er Consetas in Wohnungen getragen, sagt Siegfried Schindler, Innenarchitekt und Geschäftsführer bei Partner Ship Design. „Mit dem Designklassiker Conseta verbindet mich eine fast lebenslange Freundschaft.“ In die Bezüge der Consetas für die EUROPA 2 wurden eigens ChenilleFasern eingewebt, die ihren Oberflächen eine besonders angenehme Haptik verleihen. Die Sonder­edition der Conseta können Liebhaber ab sofort von COR erwerben – und auf diese Weise daheim einen ähnlichen Luxus wie in den Suiten der EUROPA 2 genießen.

Lissabon

Work at the docks in the French town of Saint-Nazaire is still in full swing. With each passing day, however, the EUROPA 2 is taking shape as a cruise ship of truly regal proportions. Following the naming ceremony on 10 May in Hamburg, the second flagship of Hapag-Lloyd Cruises will set off on its maiden voyage from Hamburg via French and Spanish ports to Lisbon. Also on board: 516 passengers, more than 370 crew members, and exclusive seating from COR. The EUROPA 2 is the leisurely and modern sister ship of – according to the Berlitz Cruise Guide 2013 – the world’s only five-star-plus cruise ship, the MS Europa. Passengers on board the EUROPA 2 have 251 superbly equipped suites at their disposal, featuring comfortable dimensions from 28 to 99 square metre, private verandas and in some cases even their own steam saunas. They will be able to relax on easy chairs, benches and chairs from the COR furniture series Shrimp and Quant and sofas from COR’s classic Conseta range, all selected for the suites by the responsible design agency Partner Ship Design. In his days as a journeyman carpenter, Siegfried Schindler, interior designer and managing director at Partner Ship Design, used to carry Consetas into people’s homes: “I have enjoyed an almost lifelong friendship with the design classic Conseta”. Chenille fibres have been woven specially into the Conseta covers for the EUROPA 2, making their surface particularly pleasant to the touch. Fans can already purchase the special edition of Conseta from COR – and thus enjoy the luxury of the EUROPA 2 suites in their own home.


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› COR Volt COR Volt

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Arbeitsplatz war gestern. Heute erledigen wir die Arbeit einfach dort, wo es uns gefällt. The workplace was yesterday. Today we simply work where we like. Wir machen es uns gemütlich, klappen unseren Laptop auf. Klinken uns bequem per WLAN ins Datennetz ein. Und arbeiten, kommunizieren und spielen genau dort, wo die Arbeit sich nicht wie Arbeit anfühlt.

We make ourselves comfortable, open our laptops. Hook up to the data network easily via wireless LAN. And work, play and communicate precisely in those places where work does not feel like work.

Für die nötige Energie sorgt COR Volt. Drei Meter Kabel gewährleisten eine zuverlässige Verbindung ans Stromnetz. Zwei Einsatzfronten lassen sich wahl­weise mit Stromstecker-Einsatz oder DoppelUSB-Anschluss ausstatten und bieten daher den besten Anschluss für Laptop, Tablet-PC, Smartphone, Handy, Klemmlampe und Spielkonsole. Ähnlich unkompliziert ist die Installation des Energie-Versorgers, denn COR Volts Kabel lässt sich bei vielen Sofas und Sesseln einfach entlang der Armlehne unsichtbar zur Steckdose führen. Sein Steckerkopf wiederum schmiegt sich harmonisch in die Ritze zwischen Polster und Lehne ein – und sorgt unauffällig für all die Energie, die wir zum Arbeiten, Kommunizieren und Spielen brauchen.

The necessary power is supplied by COR Volt. A three-metre cable ensures a reliable connection to the mains. Two front panels can be fitted optionally with a power socket element or a dual USB socket, thus providing the perfect connection for a laptop, tablet PC, smartphone, mobile phone, clip lamp or games console. The power supplier is just as convenient to install because with many sofas and easy chairs Volt’s cable can simply be laid invisibly along the armrest to the plug socket. Its plug head also snuggles effortlessly into the gap between cushion and armrest, discreetly providing all the power we need to work, communicate and play.

Fast Facts

D/A

› Cremeweißer Einsatz, Kabel und Gehäuse in mattem Schwarz (Soft-TouchOberfläche) Cream-white inset, cable and housing in matt black (soft touch surface)

› Einsatz wahlweise mit Schutzkontakt-Steckdose, Doppel-USB -Anschluss,

F

französischer oder schweizerischer Dose Inset optionally with safety socket, dual USB connection, French or Swiss socket

› 3,0 Meter hochflexibles, matt schwarzes Anschlusskabel 3.0 metre highly flexible,

CH

matt black mains lead

› 100 % made in Germany 100 % made in Germany › VDE-geprüft, abgesichert bis 16 A V DE-tested, fused up to 16 A

USB


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› Designerporträt Designer profile

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Jetzt wird die Arbeit gemütlich Work’s about to get cosy Uwe Fischer ist nicht nur der Erfinder von COR Volt, sondern auch von Scope und Affair – Möbeln, die das Arbeiten menschlicher und gemütlicher gestalten. Ein Gespräch mit dem Designer über Lieblingsplätze, Arbeitswelten und das Verschwinden des Feierabends. Uwe Fischer is the inventor not only of COR Volt, but also of Scope and Affair – furniture which makes working more human and more comfortable. An interview with the designer about favourite places, working environments and the gradual disappearance of home time.

CorCooning Wie kommt man eigentlich auf die Idee, Sofas und Sessel zu elektrisieren? Uwe Fischer Das ist ganz einfach: Wenn man wie ich viel auf Reisen ist und unterwegs arbeitet, sucht man immer wieder vergeblich nach einem Stromanschluss. Nicht umsonst sieht man auf Flughäfen, in Bahnhöfen, in Hotellobbys oder Cafés überall Leute, die vor irgendwel­chen Steckdosen hockend ihren Laptop oder ihr Handy aufladen. Denn mit Daten können wir uns heute vielerorts per WLAN durch die Luft versorgen. Für Strom jedoch brauchen wir immer noch einen Anschluss. Den haben wir jetzt mit COR Volt geschaffen. CorCooning ... wie bei jeder wirklich sinnvollen Neuheit fragt man sich, warum eigentlich nicht schon früher jemand auf die Idee gekommen ist. Uwe Fischer Nun, etwas Ähnliches gab es ja bereits: die Verlängerungsschnur. Mit COR Volt aber haben wir das Ende der Verlängerungsschnur so ausgelegt, dass sie sich perfekt in Fugen von Sesseln und Sofas einfügen lässt. Mit COR Volt kann man daher dort arbeiten, wo man mag –  und nicht mehr nur dort, wo eine Steckdose in der Nähe ist.

CorCooning What gave you the idea of electrifying sofas and easy chairs? Uwe Fischer It’s quite simple: when you travel a lot like I do, working on the move, you’re constantly searching in vain for a power connection. At airports, railway stations, in hotel lobbies and cafés, you always see people crouching in front of plug sockets in order to charge their laptops or mobile phones. These days we can access data in many places through the air via wireless LAN. For power, however, we still need a connection. Now we have created one: COR Volt. CorCooning ... as with every really sensible new invention, the question arises as to why no-one came up with the idea before. Uwe Fischer Well, we did already have some­thing similar: the extension lead. With COR Volt, however, we have designed the end of the extension lead so that it can be inte­­grated perfectly into the gaps of easy chairs and sofas. This means that, with COR Volt, you can work wherever you want to – and not only where there is a plug socket nearby.


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› Designerporträt Designer profile

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CorCooning Wo arbeiten Sie

persönlich am besten? CorCooning So COR Volt is the perfect complement to Scope – a modular and rather distinctive piece of furniture. Why does Scope look the way it does?

Uwe Fischer Ich bin da ziemlich konservativ und klappe

meinen Laptop nach wie vor am liebsten an einem Tisch auf. Aber meine Frau und meine Söhne arbeiten gern entspannt auf dem Sofa, meine Tochter nimmt ihren Laptop sogar mit ins Bett – auch wenn sie dort vermutlich weniger arbeitet, sondern auf Facebook unterwegs ist ... CorCooning Where do you personally work best of all? Uwe Fischer I’m rather conservative in that respect and still prefer to set up my laptop at a table. My wife and my sons, on the other hand, like to work while relaxing on the sofa, and my daughter even takes her laptop to bed with her – though she’s more likely to be on Facebook than working . . .

CorCooning COR Volt ist damit eine perfekte Ergänzung zu Scope – einem modularen und ziemlich charakteristischen Sitzmöbel. Warum sieht Scope so aus, wie Scope aussieht? Uwe Fischer Am Anfang unserer Entwurfsarbeit stand eine Frage: Was braucht heute ein funktionales, komfortables, sinnvolles Sitzmöbel für die Arbeitswelt, auf dem man gerne Platz nimmt? Antwort: Es sind gar nicht so viele Dinge. Man braucht erstens eine Sitzfläche, auf der man sich nicht eingeschränkt fühlt; zweitens ein wenig Ablagefläche für Zeitung, Handy oder Arbeitsunterlagen und drittens ein bisschen Ruhe. Scope bietet all das. Scope ist eine Insel, auf der man ungestört lesen, telefonieren, arbeiten, ausruhen und sogar schlafen kann. Das ist heute eine enorme Qualität – nicht nur in der Arbeitswelt, sondern auch zu Hause, wo Scope zu unserer großen Freude ebenfalls häufig eingesetzt wird. CorCooning Was glauben Sie: Wie wird sich unser Arbeiten

in den nächsten Jahren verändern?

Als Gestalter ist Uwe Fischer enorm vielseitig: Der Frankfurter Industriedesigner entwarf nicht nur erfolgreiche Möbel und Leuchten, sondern auch das Leitsystem des Frankfurter Flughafens, die Serviceeinrichtungen für die Messe Frankfurt und die Ausstellungshalle auf der Gipfelstation der Zugspitze. Nebenbei lehrt er an der Stuttgarter Akademie der Bildenden Künste Industrial Design.

As a designer, Uwe Fischer is exceptionally versatile: the Frankfurt-based industrial designer is responsible for creating not only successful furniture and lamps, but also the guidance system for Frankfurt Airport, the service facilities for Messe Frankfurt and the exhibition hall at the Zugspitze summit station. In addition, he teaches industrial design at the Stuttgart State Academy of Art and Design.

Uwe Fischer Die Digitalisierung von Arbeitsprozessen wird nach wie vor als ein enormer Beschleuniger wirken. Aus Büro-Angestellten werden zusehends Arbeitsnomaden, die ihren Laptop nicht mehr am persönlichen Schreibtisch, sondern an ganz verschiedenen Orten aufklappen. Dennoch wird das Büro nicht verschwinden, im Gegenteil: Auch Nomaden suchen Nähe, Zugehörigkeit, eine Heimat und den persönlichen Austausch mit den Kollegen. Dafür braucht es immer noch das Büro als sozialen Raum und Heimat. CorCooning Das klingt alles sehr optimistisch. Uwe Fischer Das bin ich auch. Allerdings gibt es auch eine Schattenseite der Entwicklung: Wer im Prinzip immer und überall arbeiten kann, läuft schnell Gefahr, es immer häufiger zu tun. Der klassische Feierabend, an dem man abschaltet und ausruht, ist akut vom Aussterben bedroht. Die Digitalisierung hat enorme Vorteile, aber im Umgang mit ihr müssen wir uns alle noch üben. Ich selbst bin da keine Ausnahme.

Uwe Fischer When we began working on the design, we focused on one question: what does a functional, comfortable, meaningful piece of seating furniture – which is also a pleasure to sit on – need today? The answer is that it doesn’t require so many things at all. Firstly, you need a seating surface which doesn’t make you feel restricted; secondly, some shelf space for newspapers, mobile phone or documents; and thirdly, a bit of peace and quiet. Scope provides all of these. Scope is an island on which you can read, talk on the phone, work, rest and even sleep without being disturbed. These days that constitutes a very special quality – not just in the working environment, but also at home where, to our great delight, it is also used frequently. CorCooning What do you think: how will our way of working change in the coming years? Uwe Fischer The digitisation of work processes will continue to have an enormous accelerating effect. Office staff are increasingly becoming working nomads who no longer set up their laptops at their own personal desk, but at all kinds of locations. Nevertheless, the office will not disappear. On the contrary, nomads also want to be close to other people, to have a sense of belonging, a home and personal interaction with their colleagues. And this still requires an office as a social space and a home base. CorCooning That all sounds very optimistic. Uwe Fischer That’s just how I feel. There is, however, a downside to this development: anyone who can basically work anywhere at any time soon runs the risk of doing so more and more frequently. The traditional act of “calling it a day”, i. e. switching off and resting after work, is acutely threatened with extinction. Digitisation has great advantages, but we all still need time to get used to it. I myself am no exception.


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› COR Preis Wohnen und Design COR Living and Design Award

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Brauchen Möbel Patina, müssen sie Geschichte haben? Sind Retro-Trend und Shabby Chic jetzt Zeitgeist? Max Fellmann und Dr. Till Krause gehen dem neuen Hang zum (künstlich) alten Möbel nach. Ebenso a ­ müsant wie tiefgründig und informativ. Damit haben sie die Jury überzeugt und den ersten Preis gewonnen. Aber am besten, Sie lesen selbst ... Does furniture need a patina, must it have a history? Are retro and shabby chic todays zeitgeist? Max Fellmann and Dr Till Krause examine the new love of (artificially) old furniture. Amusingly, profoundly and informatively. This convinced the jury and earned them first prize. Youd best read it for yourself. . .

Läuft ja wie gehobelt: Neue Möbel, die so tun, als seien sie schon uralt, sind der Renner. Aber warum eigentlich? Sieben Fragen an einen eigenartigen Trend. Was soll das Ganze? Am schönsten ist der Trick mit dem Schlüsselbund. Man nimmt so einen richtig großen Hausmeisterring, 20 bis 30 Schlüssel, und zieht ihn mit Wucht über eine Tischplatte, immer und immer wieder. Nach einer Viertelstunde sieht der Tisch aus, als hätten schon fünf Generationen dran gegessen: überall kleine Dellen, Kratzer, Löcher, Unebenheiten. Wenn Möbel gebraucht aussehen sollen, ist Unregelmäßigkeit alles. Würde man die Ecken einer Kommode von einem Automaten abschleifen lassen, sähen sie alle gleich aus. Damit alles echt gebraucht aussieht, hilft nur: selber schleifen, hauen, kratzen. Von Hand. Stundenlang. Mal heftig, mal sanft, so uneinheitlich wie möglich. Aber wozu der ganze Aufwand? Weil heute nichts so antiquiert wirkt wie Dinge, die neu aussehen. Patina ist alles. Immer mehr Menschen kaufen am liebsten Möbel, die zumindest so wirken, als hätten sie Geschichte. Aber klären wir erst mal ein paar Begriffe: „Vintage“ bezeichnet eigentlich alles, was alt ist (zum Beispiel den berühmten Eames-Chair). Sehr häufig aber wird der Begriff auch verwendet für Gegenstände, die nur so aussehen, als seien sie alt. „Retro-Design“ bedeutet in der Regel: neu gemacht, aber nach Vorlagen aus früherer Zeit (ein fabrikneuer Sessel, der dem Eames-Chair ähnelt). „Shabby Chic“ bedeutet: künstlich angegammelt (ein neuer Sessel, der so aussieht, als hätte er schon zu Charles Eames’ Zeiten in einem Wohnzimmer gestanden).

A chip off the old block: new furniture that pretends to be ancient is all the rage. But why is this the case? Seven questions on a peculiar trend. What’s it all about? The best example is the trick with the bunch of keys. You take a really big janitor’s metal key ring with 20 to 30 keys on it and drag it heavily across a table top, again and again. After a quarter of an hour the table looks as if people have been eating at it for the past five generations; it’s covered in little dents, scratches, holes and imperfections. If furniture is supposed to look used, irregularity is everything. If you were to grind the corners off a chest of drawers with a machine, they would all look the same. For everything to look genuinely used, there’s only one thing for it: grind, bash and scratch it yourself. By hand. For hours on end. At times vigorously, at others gently, and as unevenly as possible. But why go to all this trouble? Because these days nothing appears more antiquated than things that look new. Patina is everything. More and more people prefer to buy furniture that at least looks as if it has a history. But let us clarify a few terms first: “Vintage” actually describes anything old (for example the famous Eames chair). However, the term is also applied very frequently to objects that only look as if they are old. “Retro design” usually means newly made, but following templates from former times (a brand-new easy chair that is similar to the Eames chair). “Shabby chic” means artificially scruffy (a new easy chair that looks as if it was already standing in someone’s living room in the days of Charles Eames).

Und wer will sowas haben? Glaubt man den Zahlen der Möbelindustrie: eine Menge Leute. Franz Hampel, Sprecher der Fachgruppe Möbel im Mittelstandsverbund, sagt: „Shabby Chic liegt voll im Trend: Unsere Verkaufszahlen zeigen, dass besonders jüngere Menschen immer mehr Möbel im alten Stil kaufen.“ Das gute alte Versandhaus Otto gibt an, die Häufigkeit des Suchbegriffs „Vintage Möbel“ habe sich zwischen Sommer 2011 und Sommer 2012 verdoppelt. Michael Eck vom Hamburger Möbelhaus „Die Wäscherei“ berichtet, er mache 20 bis 30 Prozent seines Umsatzes mit Vintage-Produkten, bald sollen es 40 Prozent werden. Wem nützt es was? Der Möbelhändler Jürgen Reiter führt gut gelaunt durch die Halle im Norden Münchens, in der er die Stücke seiner Geschäftskette Kare präsentiert. Drei Stockwerke voller Möbel, viele schreiend bunt und kitschig; immer mehr aber auch dezent, warme Holztöne, gebrochener Lack, Gebrauchsspuren. Sie wirken antik – und sind gerade mal ein paar Wochen alt. Der Rheinländer Reiter lacht viel und gern, seine Firma war vor 30 Jahren nur eine kleine, etwas schräge Möbelkette in München, heute hat Kare 400 Angestellte und Läden in fast 40 Ländern. SZ-Magazin: Vor ein paar Jahren hatten Sie noch fast keine Vintage-Möbel im Angebot, heute jede Menge. Wie viel genau? Jürgen Reiter: Fast ein Drittel. Wir haben dafür sogar eine eigene Produktlinie. Die Leute stehen so sehr auf alte Anmutung, wir kommen kaum hinterher.

And who wants this stuff? If one believes the figures of the furniture industry, a lot of people do. Franz Hampel, spokesman for the furniture section of the Mittelstandsverbund (mid-size industry association) says: “Shabby chic is all the rage: our sales figures show that young people in particular are increasingly buying old-style furniture”. The good old mail-order firm Otto Versand claims that the frequency of the search term “vintage furniture” doubled between summer 2011 and summer 2012. Michael Eck of the Hamburg furniture store “Die Wäscherei” reports that he makes 20 to 30 per cent of his turnover with vintage products, and that the figure will soon reach 40 per cent. WHO IS IT OF USE TO? The furniture dealer Jürgen Reiter is in good spirits as he leads us through the hall in the north of Munich where he presents the items of his business chain Kare. Three storeys full of furniture, much of which is gaudy and chintzy; but there are also more and more subdued, warm wooden tones, chipped paint, traces of use. They appear to be antique – and are actually just a few weeks old. Reiter, a Rhinelander, likes to laugh and does so frequently. 30 years ago his company was just a small, slightly eccentric furniture chain in Munich; today Kare has 400 employees and stores in nearly 40 countries. SZ-Magazin: A few years ago you still had almost no vintage furniture in your range, now you have it in abundance. How much exactly? Jürgen Reiter: Almost a third. We even have our own product line. People are so much into the old look & feel that we can hardly keep up.


49 Das kann dauern. Am Ende hat so eine Kommode vielleicht fast so viel abgekriegt wie eine 100 Jahre alte Kommode – nur eben innerhalb von ein paar Tagen. Sie altert also im Zeitraffer. Genau! Und wenn Sie da in Indien in der Werkstatt stehen, da geht es zu wie bei der spanischen Inquisition: Die hauen mit neunschwänzigen Eisenpeitschen auf Tische ein. Da hab ich selber schon mitgemacht, toll! Und was sagen die indischen Handwerker dazu, dass sie für den komischen Mann aus Europa Möbel extra kaputtmachen sollen? Die finden das natürlich eigenartig. Aber es gibt prinzipiell eine Schizophrenie des Marktes: je reicher ein Land, umso besser gehen da unsere angegammelten Möbel. Es besteht ein klarer Zusammenhang zwischen dem Wohlstand und der Sehnsucht nach dem Einfachen.

Warum verkaufen sich die künstlich gealterten Möbel so gut? Die Kunden wollen weg vom einfach Reproduzier­ baren. Bei Vintage ist jedes Stück ein Unikat, die Kratzer sind nie an der gleichen Stelle. Es geht um Individualisierung. Aber wie individuell ist es, wenn bei zwei bau­ gleichen Kommoden der Kratzer mal einen Zentimeter weiter links oder rechts ist? Das klingt jetzt etwas arg pragmatisch, aber: Was wollen Sie machen, wenn es nun mal nicht genug echtes Altes gibt? Wo lassen Sie die Möbel herstellen? Wir arbeiten mit Herstellern in der ganzen Welt, aber am besten sind die Inder – die wissen genau, wie man Möbel auf alt trimmt. Welche Techniken kommen zum Einsatz? Oh, das ist doch quasi unser Coca-Cola-Rezept! Das geben wir nicht einfach raus. Ist es denn so kompliziert? Nur so viel: Bei manchen Möbeln sind es bis zu sieben Arbeitsschritte, erst Lack, dann mit dem Bunsenbrenner ran, damit er aufspringt, dann die nächste Lackschicht, die wiederum verkratzen, dann wieder ein bisschen Thermik …

Why does artificially aged furniture sell so well? The customers want to get away from the repro­ ducible. With vintage furniture, every piece is unique, the scratches are never in the same place. It’s about individualisation. But how individual is it when the scratches on two otherwise identically constructed chests of drawers are a centimetre more to the right or left? This may sound a bit over-pragmatic, but what are you going to do if there simply isn’t enough old stuff around? Where do you have the furniture made? We work with manufacturers all over the world, but the best ones are in India – they know exactly how to antiquify furniture. What techniques are used? Ah, now that is like asking for the Coca-Cola recipe! It is not something we simply reveal. Is it that complicated? I’ll tell you this much: for some furniture it can take anything up to seven work steps. First the paint, applying the Bunsen burner until it cracks, then the next layer, which is scratched, then apply a bit more heat ... it can take a while. At the end, a chest of drawers can have gone through almost as much wear and tear

Geht es nur um Möbel? Absolut nicht! Der Trick mit der Alterung sorgt vor allem in der Mode schon seit Jahren für Umsatz: Gucci verkauft handgefärbte Handtaschen und Schuhe mit Patina-Effekt, Miu Miu hat ein Plisseekleid auf den Markt gebracht, das wie von Motten zerfressen aussah, Schmuckdesigner wie Arielle de Pinto setzen auf an­ge­schwärztes Silber. Jeans und Hemden mit Löchern, ab­genutzten Bündchen oder gekonnt unsauberer Vernähung gibt es sowieso von allen – Polo Ralph Lauren, Acne, Closed, Levi’s, Diesel. Inzwischen werden auch Gegenstände auf alt ge­trimmt, von denen man es nicht erwarten würde. Zum Beispiel Gitarren. Die E-Gitarren der Marke Fender hat jeder schon mal gesehen: Jimi Hendrix, Eric Clapton und Kurt Cobain haben sie gespielt. Doch die Instrumente der Stars sehen nicht aus wie Gitarren aus dem Laden. Sondern ziemlich abgeschrammelt – eben so wie ein Instrument, mit dem man jeden Abend auf der Bühne steht: Dellen, Kratzer, abgesprungener Lack. „Viele Menschen wollen eine Gitarre, die genauso ramponiert daherkommt“, sagt Tim Houben, „also erfüllen wir ihnen diesen Wunsch.“ Houben ist ge­­lernter Zupfinstrumentenmacher mit Elvis-Frisur und Turnschuhen, auf seine Unterarme sind F-Löcher ­tätowiert, wie Geigen sie haben. Im Keller der deutschen Fender-Zentrale in Düsseldorf steht er an einer Werkbank und zeigt, wie man eine neue Gitarre so zurichtet, als hätte sie 40 Jahre Rock’n’ Roll hinter sich. Vor ihm liegt ein Gitarrenhals, scheinbar uralt – aber fabrikneu. Houben beschreibt, was er damit gemacht hat: Lack mit einer Klinge abziehen, mit grobem Schleif­papier drübergehen, dann eine Mischung aus Ölen und Pigmenten einreiben, noch mal schleifen, bis das Ahornholz richtig verwittert aussieht. Um den Lack einer Gitarre schön rissig hinzukriegen, wird sie in einem speziellen Raum behandelt, den man nur mit Gasmaske betreten darf, weil dort mit Chemiekeulen wie Wasserstoffperoxid hantiert wird. Von den teuersten handge­ fertigten Gitarren ab 3500 Euro aufwärts werden rund 80 Prozent mit künstlichen Schrammen verkauft, schätzt Ralf Benninghaus-Fliedner, der DeutschlandChef von Fender.

as one that’s 100 years old – except that it’s only been a few days. So it’s fast-motion ageing. Exactly! And when you’re standing in the workshop in India it’s like the Spanish Inquisition: they’re thrashing tables with a cat o’-nine-tails. I’ve had a go myself. It’s great! And what do the Indian craftsmen think about the strange man from Europe who asks them to damage furniture on purpose? Naturally, they find it odd. But there is a basic schizophrenia in the market: the richer the country, the better shabby-looking furniture sells. There is a definite correlation between prosperity and the desire for simplicity. DOES IT ONLY APPLY TO FURNITURE? Absolutely not! The ageing trick has been boosting sales for years, particularly in the fashion business. Gucci sells hand-dyed handbags and shoes with a patina effect, Miu Miu has launched a pleated dress that looks as if it’s been eaten by moths, jewellery designers like Arielle de Pinto are focusing on blackened silver. Jeans and shirts full of holes, worn cuffs or deliberately clumsy stitching are already being produced by all the big names – Polo Ralph Lauren, Acne, Closed, Levi’s, Diesel. In the meantime, objects are being antiquified that come as something of a surprise: guitars, for example. Everyone has seen the electric guitars made by the Fender company: Jimi Hendrix, Eric Clapton and Kurt Cobain played on them. But the instruments played by the stars do not look like the ones in the shops. In fact, they look pretty beaten up – like an instrument that is played every night on the stage: dented, scratched, with the paint chipped. “Many people want a guitar that looks just as battered,” says Tim Houben, “so we fulfil this wish for them.” Houben is a qualified plucked instrument maker with an Elvis hairdo and sneakers. He has f-holes like the ones on violins tattooed on his forearms. In the basement of the German Fender headquarters in Düsseldorf he stands at a workbench and demonstrates how to mess up a guitar so that it looks as if it has 40 years of rock ’n’ roll under its belt. In front of him lies a guitar neck, seemingly ancient, but actually brand new. Houben describes what he’s done with it: scraped paint off with a blade, gone over it with rough sand­ paper, rubbed in a mixture of oils and pigments, then sanded it again until the maple wood looks well and truly weathered. To make the paint on a guitar nice and cracked it is treated in a special room which can only be entered wearing a gas mask because hazardous chemicals such as hydrogen peroxide are used. Of the most expensive handcrafted guitars costing upwards of 3,500 euros, some 80 per cent are sold with artificial scrapes and scratches, estimates Ralf BenninghausFliedner, the boss of Fender Germany. “The people who spend that kind of money buy not only an instrument, but the right history to go with it at the same time.” Or at least an illusion of it.


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› COR Preis Wohnen und Design COR Living and Design Award

„Wer so viel Geld ausgibt, kauft nicht nur ein Instru­ment, sondern auch gleich die passende Geschichte dazu.“ Zumindest die Illusion davon. In Amerika gibt es eine eigene Fabrik, in der ein gutes Dutzend Fach­ leute nagelneue E-Gitarren mit Eisspray, Bimssteinen, Schlüsselbund und Feilen ramponiert. Muss das sein? Houben, der Instru­menten­bauer, zuckt mit den Schultern. „Am Anfang war es schon eine Überwindung, ein neues Instrument mit Werkzeug zu malträtieren.“ Aber viele finden es nun mal cooler, wenn eine Gitarre so wirkt, als hätten sie damit schon Hunderte Konzerte gespielt. Die künstliche Alterung wird auch da immer populärer, wo es um Dinge geht, die uns eher kühl und technisch erscheinen. Seit Jahren wächst die sogenannte Steampunk-Bewegung: Computertüftler bauen für ihre Rechner Verkleidungen aus Holz und Gusseisenimitat, bis sie aussehen, als stammten sie aus einem Roman von Jules Verne. Futurismus einer vergangenen Epoche. Da verbinden sich Nostalgie und moderne Technik zu einer Art Parallelgegenwart – der Gedanke dahinter: Es könnte heute eben auch alles ganz anders sein, als es gerade ist. WAS SAGT ES ÜBER UNS AUS, WENN WIR AUF ALT GETRIMMTE SACHEN KAUFEN? „Der Mensch wird in der funktionellen Umwelt nicht heimisch.“ Auf dieses Prinzip geht im Grunde alles zurück. Der Philosoph Jean Baudrillard hat die Sehn­sucht nach scheinbar individuellen Gegen­ ständen schon in den Sechzigerjahren beschrieben. Sein Befund von damals: Unser Alltag wird von Dingen bestimmt, die aus Fabriken kommen; Massenwaren für einen Massenmarkt. Daraus hat sich eine typische Verhaltensweise entwickelt: Wenn wir mit etwas Neuem konfrontiert sind, versuchen wir immer erst mal, es in etwas Vertrautes zu verwandeln. Das nimmt uns die Angst vor dem Unbekannten. Die Kulturtheoretikerin Susan Pearce ging vor ein paar Jahren noch einen Schritt weiter. Sie bezeichnet die Objekte, mit denen wir uns umgeben, als Zeichen unserer Identität: „Sie erzählen die eigene Lebens­geschichte in einer Art und Weise, die sonst unmöglich wäre.“ Ein Schrank oder eine Gitarre sind also immer mehr als bloße Gegenstände – sie drücken auch aus, wie wir von anderen gesehen werden wollen. Künstlich gealterte Dinge sollen sagen: Seht her, ich habe gelebt. Ein guter Trick in Zeiten, in denen Möbel nicht mehr von Oma geerbt, sondern bei Ikea gekauft und nach dem zweiten Umzug weg­geschmissen werden. Baudrillard nennt moderne Gegenstände „reich an Funktionalität, aber arm an Bedeutsamkeit“. Also muss die Be­ deutsamkeit irgendwie rein in die Möbel, in die Jeans oder die Gitarre – notfalls mit Gewalt. Der Dreh setzt sich überall in unserem Alltag fort: Wir fotografieren mit Handys, die ein altbekanntes Verschlussklicken von sich geben. Und wenn das Handy klingelt, dann gern mit dem Ton eines Apparats von 1930.

In America there is a special factory where more than a dozen specialists assault brand-new electric guitars with ice spray, pumice stones, bunches of keys and files. Is that really necessary? Houben the instrument maker shrugs his shoulders. “At the beginning I really had to force myself to ill-treat a new instrument with tools.” But the fact is that a lot of people find it cooler if their guitar looks as if they’d played hundreds of concerts with it. Artificial ageing is also becoming more and more popular when it comes to things that we perceive as being cold and technical. The so-called steampunk movement has been growing for years: computer nerds build wooden and imitation iron cladding for their PCs until they look like something from a Jules Verne novel. It is the futurism of a bygone age. Nostalgia and modern technology combine to form a kind of parallel present – the idea behind it being that everything today could also be quite different to how it currently is. WHAT DOES IT SAY ABOUT US WHEN WE BUY STUFF THAT IS MADE TO LOOK OLD? “Human beings do not feel at home in a functional environment.” Basically, everything goes back to this principle. The philosopher Jean Baudrillard already described the yearning for seemingly individual objects in the 1960s. His conclusion at the time: our everyday lives are determined by things that come out of factories; mass-produced goods for a mass market. A typical mode of behaviour has developed out of this: whenever we are confronted with something new, we always try at first to convert it into something familiar, to dispel our fear of the unknown. A few years ago, the cultural theoretician Susan Pearce went a step further. She described the objects with which we surround ourselves as indications of our identity. “They tell our life stories in a way which would otherwise be impossible.” Things like a cupboard or a guitar are therefore always more than just objects – they also express how we want to be seen by others. Artificially aged objects are saying: look, I have lived. This is a good ruse in times when furniture is no longer inherited from grandma, but purchased at Ikea and thrown away when moving for a second time. Baudrillard described modern objects as being “rich in functionality, but poor in significance”. So the significance somehow has to be infused into the furniture, the jeans or the guitar – by force if necessary. The spin continues throughout our everyday lives: we take photographs with mobile phones that make a familiar old shutter-clicking sound. And when the mobile phone rings, then preferably sounding like a device from the 1930s. AND IS THE STUFF ANY GOOD? OR NOT? It depends how you look at it. Clemens Tissi can get agitated for hours about the subject of vintage. He is regarded as one of the pioneers of the vintage boom, successfully running a gallery for old furniture for many years in Berlin. Then he closed the place down. SZ-Magazin: Mr Tissi, why did you get out of the vintage business? Clemens Tissi: I’d had enough of the superficiality. People are no longer focusing on the actual attitudes of

51 UND TAUGT DAS ZEUG JETZT WAS? ODER EHER NICHT? Wie mans nimmt. Clemens Tissi kann sich stundenlang über das Thema Vintage aufregen. Er gilt als einer der Vorreiter des Vintage-Booms, er hat in Berlin lange eine erfolgreiche Galerie für alte Möbel betrieben. Dann hat er den Laden dichtgemacht. SZ-Magazin: Herr Tissi, warum sind Sie aus dem Vintage-Geschäft ausgestiegen? Clemens Tissi: Ich hatte genug von der Oberfläch­ lichkeit. Die Leute widmen sich nicht den tatsächlichen Haltungen einer anderen Zeit, ihnen genügen die äußerlichen Ausformungen. Das ist ganz billig im Grunde. Aber muss ein Möbelstück im Wohnzimmer denn gleich eine Haltung transportieren? Das tut es doch zwangsläufig. Schauen Sie, die Freude am Retro-Design spiegelt etwas, was sich in vielen Bereichen der Gesellschaft findet. Wenn Menschen vom Glück reden, von ihrem ganz privaten, eigenen Lebensglück, dann reden sie oft nur von einem Bild von Glück, das sie irgendwoher haben. Sie meinen Menschen, die über Träume reden, die sie angeblich immer schon hatten – und dann kommen nur Klischees wie „einen Baum pflanzen“, „den Mount Everest besteigen“. Ganz genau. Und dazu passen Möbel, die nur so tun, als hätten sie eine Geschichte. Und der Wahnsinn geht ja noch weiter! Die Leute kaufen Möbel, die alt aussehen sollen – und verpacken sie für den Transport in Folie, um sie vor Kratzern zu schützen! ALSO? Vielleicht einfach mal drauf verlassen, dass unsere Möbel schon ein paar schöne Gebrauchsspuren abkriegen werden, wenn wir es nur erlauben. Wir geben ihnen ja nicht mal die Chance, mit uns zu altern. Lieber kaufen wir Dinge, die nur so tun, als seien sie alt – und stecken dafür unsere iPhones in Hüllen. Damit sie ja keine Spur von Leben abkriegen.

another era, but are contented with its mere outer forms. That is basically just cheap. Must a piece of furniture in the living room also transport an attitude? But it inevitably does so. The enjoyment of retro design reflects something that we find in many areas of society. When people talk about happiness, their own personal, private happiness, then they are often only speaking about a notion of happiness that they have picked up somewhere. You mean people who talk about dreams they claim they always had – clichés like planting a tree or climbing Mount Everest. Exactly. And it’s the same with furniture that only pretends to have a history. And that’s not the end of the madness! People buy furniture that is supposed to look old – then package it for transport in bubble-wrap so that it doesn’t get scratched! SO? Maybe we should simply rely on the fact that our furniture will collect a few nice signs of wear and tear if we would just allow it to happen. We’re not even giving it a chance to age with us. We would rather buy things that pretend to be old – but we keep our iPhones in covers. To make sure they don’t pick up even the tiniest traces of life.


1 www.cor.de/bahir

Wohnwelten Living worlds Wohnen ist eine echte Herzensangelegenheit, emotional und subjektiv zugleich. Wo und wie auch immer man sich aber einrichten mag: Mit Möbeln, an die man sein Herz hängen mag, lebt es sich objektiv besser. Wo man die findet? Ganz einfach: bitte umblättern! Living is truly a matter of the heart – at once emotional and subjective. But no matter where and how we make ourselves at home, we can live better, objectively speaking, with furniture we have set our hearts on. Where is it to be found? Quite simple: keep turning the pages!


1 www.cor.de/shrimp


1 www.cor.de/conseta


1 www.cor.de/jalis


1 www.cor.de/rob


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› Kollektion Collection

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Einzelbroschüre Conseta Individual brochure Conseta

Polstergruppen Upholstered furniture

Bahir 

clou

nuba

quant

Bahir

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Conseta

2013 Rawi *

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Jalis

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quant

Jalis

Jalis 

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2013 mell *

2013 mell lounge *

Rawi Lounge

Einzelsessel Easy chairs

Shrimp 

Cordia 

2013 mell *

2013 sinus*

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Fossa 

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Conseta

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Shrimp 

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2013 Rawi *

ROB

Shrimp 

Liegen und Schlafsofas Chaises longues and sofa beds

Tische und Stühle Tables and chairs

2013 Jalis *

2013 mell *

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quant 

2013 Rawi *

Rawi Jalis 

Jalis 

quant

landa

punto

Teppiche Carpets

cuvert

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Sie können auch ganz bequem von zu Hause aus die Modelle von COR im Internet anschauen unter: www.cor.de/modellname

sensu

tando

You can also look at the furniture from COR in the comfort of your own home on the Internet at: www.cor.de/model name

* 2013

new neuheit nouveau nieuw


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› Beziehungskisten Cor-relations

Kürzlich stand in der Zeitung, jüngere Menschen unter 40 Jahren würden die Abwechslung lieben und sich daher in einer Beziehung kein Sofa mehr kaufen, das sie ein Leben lang begleiten soll. Wer über 40 ist und auf seinem durchgesessenen Dreisitzer solche Meldungen liest, kann darüber natürlich allenfalls lächeln: Was wissen Jüngere schon vom Leben, geschweige denn vom Sofa-Kauf? Unter Menschen mit Erfahrung gilt die ­ge­meinsame Anschaffung von Sitzmöbeln schließlich als eine der größten Beziehungsfallen, die in ihrer Gefährlichkeit Top-Risiken wie „zusammen Christbaum schmücken“ und „Kofferraum für den Sommerurlaub packen“ in nichts nachsteht. Wer daran zweifelt, muss am Wochenende nur die Sofa-Abteilung eines Einrichtungshauses auf­suchen. Erfahrungsgemäß ist dort stets mindestens ein Ehepaar anzutreffen, das sich zunächst gegenseitig mangelnden Geschmack vorwirft, bevor zumeist die Frau davoneilt, um sich mit einem Gästehandtuch aus der Textilabteilung die Tränen zu trocknen. Nun muss man sagen: Natürlich spricht grundsätzlich nichts gegen gemeinsames Aussuchen und Kaufen. Im Gegenteil. Denn die Zeit hat sich gewandelt und mit ihr das Angebot. Wer heute ein Geschäft mit dem Wunsch nach einem einfachen Sofa betritt, blickt überfordert auf ein Meer aus Loungesofas, Einzelsofas, Schlafsofas, Bigsofas, Ecksofas, Dreisitzer. Von Sitzlandschaften mit ungeahnten Ausmaßen ganz zu schweigen. Man hat schon von Menschen gehört, deren Sitzlandschaft zu ihrem eigenen Entsetzen am Ende flussgleich vom Wohnzimmer durch den Flur bis in die Küche mäanderte. Obendrein muss ein Käufer heutzutage wissen: Will ich Gurt- oder Wellenunterfederung? Atmungsaktive Polyetherschaumpolsterung oder lieber Polyetherschaum mit Thermovlies?

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A recent newspaper article claimed that younger people under 40 years of age like variety and therefore, if they are in a relationship, no longer buy a sofa to last them a lifetime. Naturally, anyone over 40 who reads such articles while sitting on his well-worn three-seater will smile at best: what do younger people know about life, let alone about buying sofas? For people with experience, the joint purchase of seating furniture is, after all, one of the greatest relationship traps, in no way less dangerous than ultra-high risks such as “decorating the Christmas tree together” and “packing the car boot for the summer holiday”. Anyone who doubts this need only visit the sofa department of a furniture store at the weekend. Experience shows that you will always find at least one couple who begin by accusing each other of having no taste, usually followed by the woman rushing off to dry her tears on a guest towel from the textile department. Now it must be pointed out that there is, of course, nothing wrong with choosing and buying things together. Quite the contrary: times have changed, and so have the products on offer. These days, anyone who walks into a store looking for a simple sofa is overwhelmed by the sea of lounge sofas, single sofas, sofa beds, big sofas, corner sofas and three-seaters. Not to mention seating landscapes of startling proportions. There have been stories of people whose seating landscapes, to their own horror, end up meandering like a river from the living room through the hallway to the kitchen. In addition, a buyer must now know: do I want webbing or slatted base springs? Breathable polyether foam padding or rather polyether foam with thermal fleece? And as a colour, Mocca-Divine, Hazelnut, Brown-Shiny, Beige-Shiny, Silver-Shiny? Gold-Shiny? There are almost as many questions to answer as you face at Starbucks when you want to buy a coffee.

Und als Farbe Mocca Divine, Hazelnut, Brown Shiny, Beige Shiny, Silver Shiny? Gold Shiny? Es gibt fast so viele Fragen zu beantworten wie bei „Starbucks“, wenn man sich einen Kaffee kaufen will. Daher ist es gut, im Geschäft mit jemandem seine Ratlosigkeit teilen zu können. Doch wäre es unfair, nun den Handel für un­ harmonische Einkäufe verantwortlich machen zu wollen. Denn der Hauptgrund für diese ist ein anderer: Sollten Männer und Frauen zunächst überhaupt eine Vorstellung von ihrem zukünftigen Sitzmöbel haben, so ist es in jedem Fall nicht dieselbe. Das liegt daran, dass beide völlig gegensätz­ liche Erwartungen an den Neukauf stellen. Wer jemals die Chance hatte, unbemerkt Frauen beim Umgang mit einem Sofa zu beobachten, weiß: Eine Frau nutzt es vorwiegend nicht nur für sich selbst. Besonders gerne teilt sie es am Wochenende mit stimmgewaltigen Freundinnen, die in dicken Socken

So it is good to be able to share your cluelessness with someone else in the store. But it would be unfair to make the trade responsible for disharmonious shopping trips. Because the main reason for this is something else altogether: even if men and women do actually have any preconceptions regarding their future seating furniture to begin with, they are most certainly not the same ones. That is because they both have completely contrary expectations when it comes to the new purchase. Anyone who has ever had the chance to watch, unnoticed, how women approach sofas will know that a woman uses it predominantly not for herself alone. She particularly likes sharing it at the weekend with voluble girlfriends who populate the upholstery wearing thick socks and holding unwieldy teacups, like good-humoured guillemots sitting on their favourite rock. For a woman, the sofa practically becomes a cushioned extension of a slumber party.


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› Beziehungskisten Cor-relations

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und mit wuchtigen Teetassen die Polster bevölkern wie fidele Lummen ihren Lieblingsfelsen. Für eine Frau ist das Sofa quasi die zu Kissen gewordene Verlängerung der Pyjamaparty. Männer hingegen teilen nicht gern. Auch sitzt ein Mann nicht auf dem Sofa (dafür hat er seinen Lieblingssessel), sondern rekelt sich im Regelfall darauf wie ein zufriedener, römischer Feldherr. Das Sofa ist eher eine Art Sänfte, der die Träger fehlen. Dabei kann – ganz Mann – es ihm nicht fest und hart genug sein: Möchte die Frau am liebsten mit dem Sofa verschmelzen, will der Mann eine Oberfläche, auf der er so uneinsinkbar ruht, als läge er auf der Salzkruste des Toten Meeres. Nun ist es aber in der Regel so, dass bereits beim Punkt Bezugsart/Farbe die Frau entschlossen „Stoff, bordeaux“ sagt, während sich der Mann zeitgleich mit einem „Hauptsache, Leder!“ den Schwarztönen des Musterbuchs widmet. Und so verschwindet die Hoffnung auf eine rasche Entscheidung schneller als Kleingeld in der Sofaritze. Stunde um Stunde vergeht fortan im hartnäckigen Ringen um Kompromisse: Holz- statt Drahtgestell – dafür normale Tiefe; Schurwolle – dafür doppelt so breit. Günstigere Kufe – dafür noch ein Teppich. Es soll in Berlin Politiker geben, die sich von Sofa-Käufern schon Tipps für erfolgreiche Koalitionsverhandlungen geben lassen. Eine der wichtigsten Regeln lautet übrigens: erst nach erfolgtem Kauf auf eine Trennung einlassen. Wer sitzengelassen wird, soll es wenigstens bequem haben.

Men, on the other hand, do not like to share. Moreover, a man does not sit on a sofa (he has his favourite arm­chair for that), but usually lolls on it like a contented Roman general. The sofa is more a kind of sedan chair, minus the bearers. Having said that, it must be as firm and hard as possible – like the man himself. While the woman prefers to become one with the sofa, the man wants a surface on which he can perch without sinking in, as if he were lying on the salty crust of the Dead Sea. However, it is usually the case that, when it comes to the type and colour of the covering, the woman resolutely says “ fabric, bordeaux” while the man simulta­neously devotes himself to the black shades of the pattern book, declaring “as long as it’s leather!”. And so any hope of a swift decision disappears faster than small change in the sofa crack. Hour after hour then goes by in the persistent struggle for compromise: a wooden frame rather than one made of wire, but a normal depth; new wool – but twice as wide. Less expensive skids – but then an additional carpet. It is said that there are politicians in Berlin who ask sofa buyers for tips on how to conduct successful coalition negotiations. Incidentally, one of the most important rules is this: only agree to a separation after the purchase has taken place. The one left sitting should at least do so in comfort.


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› Das COR und interlübke Haus The COR und interlübke Haus

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Alles auf einen Blick Everything at a glance Im COR und interlübke Haus in unserer Heimat Rheda-Wiedenbrück erwartet Sie die weltgrößte Ausstellung von COR und interlübke Möbeln mit neuen Programmen, zig Varianten und vielen frischen Ideen fürs Einrichten und Wohnen. Dazu gibt es kundige Beratung sowie eine Sammlung mit Möbeln aus mehr als 50 Jahren COR Geschichte. Und dann ist da noch unsere ostwestfälische Nachbarschaft, die für alle, die Gutes und Schönes schätzen, eine Viel­zahl an Entdeckungen bereithält: zum Beispiel jene, wie einfach es ist, sein Zuhause zum schönsten Ort der Welt zu machen.

In the COR und interlübke Haus in our home town of Rheda-Wiedenbrück, the world’s largest exhibition of COR and interlübke furniture awaits you with new programmes, countless variations and many fresh ideas for furnishing and living. You can also expect expert advice and furniture from more than 50 years of COR history. And then there is our East Westphalian neigh­bourhood, which offers so much to discover for all those who appreciate what is good and beautiful. For example, how easy it is to make your home the most beautiful place in the world.

COR und interlübke Haus Hauptstraße 74, 33378 Rheda-Wiedenbrück www.cor-interluebke.com


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Impressum Herausgeber COR Sitzmöbel, Rheda-Wiedenbrück Gestaltung & Konzept www.factordesign.com Artdirektion Fotografie www.factordesign.com Fotografie Rudi Schmutz Styling Juliane Bennien Illustration Dieter Braun, Frank Höhne, Jörn Kaspuhl, Andreas Klammt Rendering deluma.de Text Max Fellmann & Till Krause, Helga Sonntag-Kunst, Christian Tröster, Harald Willenbrock, Markus Wolff Übersetzung Connect Übersetzungen Lithografie PX2@Medien GmbH & Co. KG, Hamburg Druck & Herstellung Raff GmbH, Riederich

Herzenssache A matter of the heart COR ist das lateinische Wort für Herz und seit der Unternehmensgründung im Jahre 1954 unser Er­kennungszeichen. Zehn Jahre nach Unternehmensgründung entwarf ein findiger COR Handelsvertreter namens Friedrich Wilhelm Möller ein Sitzmöbel, das flexibel wie ein Baukasten, anpassungsfähig wie ein Chamäleon war und damit ziemlich bald ein Best­ seller werden sollte. Heute steht COR für eine international aner­ kannte Designmarke und ein Unternehmen, das sich im Grunde seines Herzens treu geblieben ist. Noch immer werden COR Möbel ausschließlich in Rheda-Wiedenbrück gefertigt, mitten im Herzen der deutschen Möbelindustrie. Auch mit rund 210 Mitarbeitern und Kunden in 65 Ländern der Erde sind wir noch immer ein reines Familienunter­ nehmen. Und weil das so ist, können wir unseren Möbeln ausschließlich beste Materialien, Langlebigkeit, schöne Form und all jene Dinge einbauen, die uns echte Herzensangelegenheiten sind.

COR is the Latin word for heart and has been our hallmark since the company was established in 1954. Ten years after the company’s foundation, a resourceful representative by the name of Friedrich Wilhelm Möller designed a piece of seating furniture which was as flexible as a construction kit and as adaptable as a chameleon and which was soon to become a bestseller. Today, COR stands for an internationally recognised design brand and a company which has ultimately remained faithful to its heart. COR furniture is still manufactured exclusively in Rheda-Wiedenbrück, at the very heart of the German furniture industry. Even with our 210 employees and customers in 65 countries around the world, we are still a purely family business. And because that is the case, we can incorporate into our furniture only the very best materials, longevity, beautiful shapes and all those things which, to us, are truly matters of the heart.

cor Sitzmöbel Helmut Lübke GmbH & Co. KG Nonenstraße 12, 33378 Rheda-Wiedenbrück, Germany t +49.(0)5242.4102-0 f +49.(0)5242.4102-134 COR und interlübke Haus Hauptstraße 74, 33378 Rheda-Wiedenbrück, Germany t +49.(0)5242.4102-400 f +49.(0)5242.4102-900 haus@cor-interluebke.com www.cor-interluebke.com

info@cor.de www.cor.de

Die Produkte in diesem Katalog entsprechen dem Stand zum Zeitpunkt der Drucklegung. COR behält sich spätere Änderungen auch ohne Ankündigung vor. Alle Farbwiedergaben

können nur eine Orientierung vermitteln und sind keine Referenzmuster. The products in this catalogue correspond to the status quo at the time of printing. COR reserves the right to make subsequent changes, also without giving prior notice. All colour reproductions can only provide orientation and do not constitute reference samples.


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