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guide 04quicky berlin 10ziffern&form 24referat gebrochene schriften 28schriftklassifikationen 60specials

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0409 quicky berlin


quicky berlin hallo hello bonjour ciao hola


Quicky Berlin. Erste Vorlesung Grundlagen Gestaltung und auch gleich die erste Aufgabe. Pronto. Presto. Quatsch. Unsere erste Vorlesung in Grundlagen Gestaltung bei Prof. Veruschka Götz war, soweit ich mich erinnere, lustig und entspannt. Wir bekamen alle die Gelegenheit uns durch eine selbstgestaltete Postkarte, welche wir zu t616 nach Berlin schicken sollten, vorzustellen. Berlin calling!! oder so … About me. Natürlich möchte ich mich erstmal vorstellen. Mein Name ist Niklas Rimmler. Bevor ich einen Platz an der Fakultät für Gestaltung ergattern durfte, war ich in der Typografenszene noch total unbelesen. Die Kunst im Ausdruck durch Stift und Pinsel begleitet mich schon seit dem Kindergarten, erst vor Kurzem durfte ich meine Fähigkeiten im Atelier Skroban schulen. Vielleicht kann ich diese Fähigkeiten ja auch in der Typografie anwenden. Vielleicht aber auch nicht, mal sehen in welche Richtung ich mich entwickeln werde. Begleitet mich auf: www.niklasrimmler.de

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Form&Ziffer

Analytisch Im Teil Form&Ziffer dreht sich alles um Zahlen. Zwar nicht malen nach Zahlen, aber dafür viel viel cooler. Das Bild, das diese Seite schmückt, ist ein Ausschnit einer Zahl zwischen Neun und Null. Das Prinzip ist simpel – man reduziert eine Zahl auf das Wesentliche, und macht sie so anhand ihrer spezifischen Eigenschaften erkennbar. Das coole – bei jeder Zahl kann man mit einem ansprechenden und spannenden Poster rechnen. Erkennt ihr die Zahl? Auflösung auf Seite 18.


Superzahlen

Modular und Methode Bei der Erstellung einer Superzahl geht es deutlich weniger um Kreativität. Hier gilt es sogar diese im Zaum zu halten und die Züge eines Wissenschaftlers anzunehmen. Eine Superzahl entsteht durch beliebiges Spiegeln, Drehen und Kopieren einer Zahl . Ist die gewünschte Superzahl entstanden, beginnt der interessantere Prozess. Die Superzahl wird nun auf einer Fläche immer und immer wieder kopiert bis sie die ganze Fläche füllt. Größe und Farbe sind Faktoren, die das Ergebnis beeinflussen. Die Methode ist einfach, das Ergebnis dafür umso besser.

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Rapports Verschiedene SuperzahlgrĂśĂ&#x;en, verschiedene Wirkungen.


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Komponiert. Im dritten und letzten Punkt des Themenblocks Form&Ziffer dreht sich alles um Wirkungen. Diese werden durch das Einsetzen von Kontrasten und Spannungen erzeugt.

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Ausgeschnitten & in den Scanner Das Arbeiten mit dem Computer ist bei diesem Verusch nicht zu empfehlen. Mit groĂ&#x;er Wahrscheinlichkeit wird die beste Wirkung erzielt, wenn die Zahlen per Hand bewegt werden kĂśnnen. Also ab an den Scanner! Laut und leise. Wirkt!

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Quadratisch. Praktisch. Gut?

Verpackt Die Präsentation der drei Experimente war die letzte Aufgabe. Eine Aufgabe, die ich zurückblickend, für mich, nicht zufriedenstellend gelöst habe. Ich hielt alles sehr minimalistisch und baute eine weiße Schachtel mit dem Aufdruck „Form&Ziffer“, in der die Arbeiten mit Deckblättern enthalten waren. Könnte ich diese Aufgabe nochmal bearbeiten, würde ich zwar wieder dieselbe Schachtel bauen, aber dieser noch ein gebundenes Buch und ein Poster mit allen enthaltenen Arbeiten beifügen, um die Arbeiten bei einem Kunden besser präsentieren zu können.

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First Feature

In den Lesungen Grundlagen Gestaltung wurde jede Woche ein Referat über typografische Themen gehalten. Mein Thema war Gebrochene Schriften, mein Partner Moritz Kuhn. Die für die Wertigkeit des Referats bestimmenden Faktoren waren Präsentation, Digitalisierung und Theorie. Natürlich ist es mir nicht möglich, das ganze in der Präsentation aufgegriffene, Wissen in meiner Broschüre zu reproduzieren. Dennoch möchte ich euch kurz mit Gebrochenen Schriften vertraut machen. In der Mitte des zwölften Jahrhunderts entwickelte sich in Europa der Kunststil der Gotik. Dieser brachte eine auffällige Änderung in der Architektur mit sich. Der Übergang von romanischen Rundbögen zu gebrochenen gotischen Spitzbögen. Auch auf die Bogen der Buchstaben wurde das Stilelement der Bogenbrechung angewandt. Daraus entstanden im Mittelalter die sogenannten gotischen Minuskeln, die erste gebrochene Schriftart. Als gebrochene Schriften bezeich-

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net man Schriftarten, bei denen die Bögen eines Buchstabens gebrochen sind. Auf Seite 27 sind einige Ausschnitte der Digitalisierung unserer Präsentation zu sehen. Die Präsentation wurde dem Thema gemäß gestaltet. Auf der rechten Seite der Folie befindet sich eine Themenübersicht bestehend aus Würfeln. Dabei handelt es sich um zehn Würfel, welche jeweils für ein Thema stehen. Wird ein Thema abgeschlossen, färbt sich der dementsprechende Würfel weiß.


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Schriftklassifikationen Wenn neue Schriften auf den Markt kommen werden diese via Poster, Flyer und Co. vorgestellt. Auf den folgenden Seiten mÜchte ich euch sechs Schriften aus sechs verschiedenen Schriftklassifikationen und Arbeiten, welche diese Schriften präsentieren, vorstellen.

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/kabelo 56

/helvetica 42

/zapfino 52

/rockwell /rockwell 36

/alte schwabacher 48 32Franzรถsische Renaissance-Antiqua 36Serifenbetonte Linear-Antiqua 42Serifenlose Linear-Antiqua 48Gebrochene Schriften 52Schreibschriften 56Experimentelle Schrift

/palatino 32


Palatino


Palatino

Beginnen möchte ich mit der Palatino. Einer Französischen Renaissance-Antiqua von Hermann Zapf. Die Französische Renaissance-Antiqua entsand Mitte des 16. Jahrhunderts. Claude Garamont gilt als ihr Entwickler. Bei der französischen Variante weichen die Eigenheiten der Renaissance-Antiqua bereits etwas auf. Die Achsen bewegen sich Richtung Senkrechte, die Serifenübergänge werden kantiger und Strichstärkenunterschiede deutlicher. Die Schriftart Palatino wurde 1949 für die D. Stempel AG in Frankfurt am Main entworfen und für das Buch „Von der dreifachen Ehrfurcht über Erziehung zu edlem Menschentum“ zum 200. Geburtstag Goethes eingesetzt. Bei der Arbeit handelt es sich um ein einseitig bedrucktes DIN A5, welches im dezenten und klassischen Stil der Schrift entsprechend gestaltet wurde.

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1949


Rockwell


1934


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Rockwell

Ein weiteres Werk im Format A5. Diesmal jedoch beidseitig bedruckt und aus der Gruppe der Serifenbetonten LinearAntiqua. Die Gruppe der Serifenbetonten LinearAntiqua entstand zu Beginn des 19. Jahrhunderts und erhielt aufgrund des Ă„gypten-Trends, welcher durch Napoleon aufkam, den Namen Egyptienne. Aufgrund verschiedener Merkmale unterteilt man in drei Untergruppen: Egyptienne, Clarendon und Italienne. Rockwell gehĂśrt der Klasse der Egyptienne an. Die Schrift wurde 1934 durch Frank Hinman Pierport bei der Firma Monotype in Auftrag gegeben und erwies sich als eine der erfolgreichsten Egyptienne Schriften des 20. Jahrhunderts.

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Magenta steht f端r Idealismus


Helvetica


The One and Only

Die Arbeit über serifenlose Linear-Antiqua hat mir am meisten Spaß gemacht. Anders als bei den bisherigen Arbeiten entstand diesmal ein Leseplakat im Format DIN A3.

1957 wurde die halbfette Garnitur, zunächst unter dem Namen Neue HaasGrotesk zur Messe “graphique 57“ für den Handsatz veröffentlicht. Die D.Stempel AG, an der sich die Haas‘sche Schriftgiesserei seit 1954 mehrheitlich beteiligt, brachte die Schrift ab 1960 auch als Matrizen für LinotypeSetzmaschinen heraus. Um auf dem internationalen Markt mehr Chancen zu haben, schlug sie den Vertrieb und den Namen Helvetia vor. Die Haas‘sche Schriftgieserei konnte daran jedoch keinen Gefallen finden, da unter diesem Namen bereits eine Versicherung und eine Nähmaschinenfabrik vertreten waren. Stattdessen schlugen sie den Namen Helvetica – die Schweizerische oder die Schweizerin vor, unter dem sie seit 1960 vertrieben wird.

Die Schriften der serifenlosen LinearAntiqua zeichnen sich durch das Fehlen der Serifen aus. Anfang des 19. Jahrhunderts tauchte die erste serifenlose Schrift auf. 1816 ist als das Geburtsjahr der ersten Grotesk von William Caslon angegeben. Mit der Akzidenz - Grotesk gelingt den serifenlosen Schriften der endgültige Durchbruch. Max Miedinger gestaltete 1956 in Kooperation mit Eduard Hoffmann, dem Geschäftsführer der Haas‘schen Schriftgieserei in München, die ersten Schriftschnitte. Als Vorlage dienten ihnen die Normal Grotesk aus dem Hause Haas und die Akzidenz-Grotesk von Berthold. 46sk


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Alte Schwabacher


1500


Schönheit mit Ecken und Kanten

Bei der Arbeit mit gebrochenen Schriften wurde mir endgültig bewusst, wie wichtig das Zusammenspiel von Schrift und Papier ist. Die wirkliche Schönheit der Alten Schwabacher konnte sich erst durch das raue, braungraue Papier entfalten. Entstanden ist ein schönes Leporello im Format DIN A4, 2mal gefalzt. Gebrochene Schrift – eine Sammelbezeichnung für eine Reihe lateinischer Schriften, bei denen die Bögen eines Buchstabens ganz oder teilweise gebrochen sind, d.h. aus einer Schreibbewegung entstehen, in der mehrere erkennbare abrupte Richtungswechsel in der Strichführung einen sichtbaren Knick im Bogen hinterlassen. Die alte Schwabacher ist eine Schriftart der dritten Untergruppe der gebrochenen Schriften. Sie entstand im 15. Jhd und ist derber, offener und breitlaufender als die gotische Textur. Vom späten 15. Jhd bis zur Mitte des 16. Jhd war die Schwabacher die vorherrschende deutsche Schrift. Sie wurde von der Fraktur weitestgehend verdrängt, blieb aber bis ins 20. Jhd populär.

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Zapfino


zapfino


Zapf, die Zweite

Schreibschriften gibt es viele in der Typowelt. Wirklich gute nicht. Die Zapfino jedoch, aus der Hand Herrmann Zapfs, ist eine der bekanntesten. Die Zapfino umfasst ingesamt achtzehn Schriftschnitte. Kennzeichen aller Zapfino Schriftschnitte ist die ausgefallene und k端nstlerlische handschriftliche Darstellung. Ein in Zapfino gesetzter Text erscheint sehr lebendig und abwechslungsreich, fast wie die Handschrift eines Kalligraphen. Auch hier handelt es sich um ein zweifach gefalztes Leporello im Format DIN A4.

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Das Experiment Kabelo 58sk

Bei der letzten Arbeit entschied ich mich dafür einen dreiseitigen Mini–Flyer, und zwei kleine Plakate in verschiedenen Formaten zu erstellen. Die Schriftart Kabelo gehört keiner der elf, durch die DIN16518 festgelegten, Schriftgruppen an. Sie ist eine experimentelle Schrift, die ich selbst entworfen habe. Gelegt wurde sie mit einem Handyladekabel, was auch zu dem Namen Kabelo führte. Vielleicht wird sich ja bald der Schöpfer dieses Monsters dazu erbarmen Schriftschnitte zu erstellen und sie in die Schriftsammlungen der weiten Welt schicken.


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A statement

Die Frage nach guter und schlechter Typografie ist definitiv berechtigter denn je. Seit DTP (Desktop Publishing) und vorallem durch die weite Verbreitung und einfache Handhabung von Programmen wie Adobe InDesign ist es heutzutage jedem möglich, typografische Arbeiten zu produzieren. Flyer, Broschüren oder Poster die von Laien gestaltet werden erblicken immer öfter das Licht der Welt und bereiten den gestandenen und kommenden Gestaltern Kopfschmerzen. Denn das Produkt, welches entsteht wenn ein Laie am Werk ist, ist meistens alles andere als gut. Es ist schlecht. Es ist schlechte Typografie. Aber was ist eigentlich schlechte Typografie? Schlechte Typografie mit Worten zu beschreiben ist gar nicht so einfach. Schlechte Typografie ist, wenn man zehn verschiedene Schriften auf einer Seite benutzt, keinen Satzspiegel anlegt, den Fließtext eines Buches in 20 Punkt schreibt und und und … Aber schlechte Typografie kann auch anders aussehen. Im Internet trifft man auf zahlreichen Seiten auf die sogenannten zwölf goldenen Typo-Regeln. Diese Regeln umfassen meistens nur die Textgestaltung. Diese zu beachten ist zwar der Grundstein für gute Typografie, aber nochlange keine Garantie gute Typografie zu produzieren. Es sind also leider nicht nur die Laien die schlechte Typografie in die Welt setzen. Kurt Weidemann sagte einst „Gute Typografie erklärt den Inhalt, nicht den Gestalter“. Schlechte Typografie ist, wenn man einerseits die Typografie-Regeln

nicht beachtet und Texte falsch setzt oder ähnliches und andererseits, wenn man den Inhalt in den Hintergrund stellt um sich selbst zu verwirklichen. Leider ist sowas mittlerweile fast schon gängig – wirft man einen Blick auf Webseiten wie Behance, auf denen jeder seine Arbeiten hochladen und präsentieren kann, trifft man massenweise auf eben genau solche Arbeiten. Dadurch verfehlt man den Zweck, die Aufgabe, die Typografie trägt. Ein guter Typograf gestaltet eine Seite so, dass diese für einen potentiellen Leser attraktiv wirkt, aber dennoch der Inhalt im Vordergrund steht und nicht der Typograf selbst. Jan Tschibold „Zweck jeder Typografie ist Mitteilung (deren Mittel sie darstellt). Die Mitteilung muss in kürzester, einfachster, eindringlichster Form erscheinen.“ Beenden möchte ich meine Analyse mit einem weiteren Zitat von Kurt Weidemann „Gute Typografie sucht nicht nach allem, was noch möglich ist, sondern fragt nach dem, was nötig ist.“ Klar, minimal und doch ansprechend – das ist gute Typografie.

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Was ist gute was ist schlechte Typografie?

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ÜCHER MACH TAILTYPOGR E ELEMENTS POLEMIK/TY


HEN RAFIE S OF TYPOG YPOPHILE High five

Als Kanon der Literatur bezeichnet man eine Zusammenstellung von Büchern, deren Kenntnis vorausgesetzt wird, um eine Wissensgrundlage zu bilden. Warum nicht auch einen Kanon der Typographie bilden? Typefacts hat mehrere berühmte Typografen einen solchen, aus fünf Büchern bestehenden Kanon bilden lassen und auch selbst einen zusammengestellt. Der Kanon von Typefacts klingt vielversprechend, ich plane die eine oder andere Investition in eine dieser Bücher zu stecken um den Wahrheitsgehalt mehrerer Rezessionen auf Amazon & Co zu ergründen.


Bücher machen

von Jost Hochuli und Robin Kinross. Als Einführung in die Buchgestaltung ist Bücher machen gut geeignet. Es enthält viele praktische Hinweise zu verschiedenen Einzelproblemen wie Druckschriften, Papierwahl, Einbände, Umschläge, Seitenproportionen und vieles mehr. Zahlreiche grafische Darstellungen und Reproduktionen begleiten den Text. Außerdem werden Arbeiten von Jost Hochuli aus den vergangenen dreißig Jahren vorgestellt und von Robin Kirnoss eingehend und kritisch kommentiert. Das Buch gibt es gebraucht auf Amazon ab ca 24 Euro.

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Detailtypografie

von Friedrich Forsman und Ralf de Jong. Bei Detailtypografie handelt es sich mehr oder weniger um ein Nachschlagewerk zum Thema Typografie, welches „fast keine Details offen lässt“. Sozusagen ein Duden für Gestalter. Von Schrift und Schriftwahl über Schriftbearbeitung und den Einsatz von Wortzwischenräumen bis hin zu Satzarten, Trennungen, Satzzeichen und Auszeichnungen. Auf Amazon ist das Buch in der gebundenen Ausgabe aktuell für 98 Euro erhältlich.

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The Elements of Typographic Style von Robert Bringhurst.

In dem englischen Lehrbuch „The Elements of Typgraphic Stlye“ deckt Robert Bringhurst so ziemlich alles ab, was man über Tyopgraphie wissen sollte. Es befasst sich mit Schriftfamilien, Seitenaufbau, Satz-Regeln, Geschichte und vielem mehr. Rezessionen aus dem Internet fallen durchweg postiv aus. Es fallen Sätze wie „This book should be required reading“ oder „The Definitive Typographer‘s Bible“. Die Taschenbuchausgabe gibt es bei Amazon schon ab ca. 20 Euro zu kaufen.

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Typolemik / Typophilie

von Hans Peter Willberg. Das Buch Typolemik/Typophilie besteht sozusagen aus zwei Teilen. Im ersten umfangreicheren Teil nimmt er gezielt Denkfehler in der Typografie aufs Korn. Dem Einsteiger bringt dies die Feinheiten der Typografie nahe und der Kenner profitiert aus dem tiefgr端ndigen Wissen Willbergs. Im anderen Teil des Buches, pr辰sentiert und kommentiert Willberg seine Lieblingsb端cher. Das Buch ist aktuell auf Amazon f端r ca. 23 Euro erwerblich und ebenfalls durchweg postiv bewertet.

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Buchstaben kommen selten allein von Indra Kupferschmid.

Dieses Buch übermittelt alle Grundlagen der Typografie und Gestaltung mit Text. Die Informationen sind kurz und auf den Punkt formuliert. Illustrationen ergänzen den Text perfekt. Indra Kupferschmid behandelt, durch aufgreifen von Satzspiegel, Schrift, Makrotypografie und vielem mehr so ziemlich alles, was man für Typografie braucht. Auf Amazon ist das Buch aktuell für 34 Euro erhältlich.

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Unterschiede erkennen

3 Barock-Antiqua Im 17. und 18. Jahrhundert entstanden die meisten Schriften der barocken Zeiten. Die Unterschiede der Strichstärken sind ausgeprägter, das Schriftbild ist offener und die Mittellängen sind erheblich größer als die Oberlängen. Die Serifenachsen sind oben meist schräg und unten waagrecht angesetzt. Über die Serifen ist diese Schrift an ihren leichten Abrundungen zu erkennen.

Das in Deutschland gebräuchliche Klassifizierungssystem für Schriften wird von der DIN16518 geregelt. Diese definiert elf Schriftgruppen. Anhand der ersten fünf Schriftgruppen möchte ich euch zeigen, wie man diese voneinander unterscheiden kann. Dazu reicht es schon die Serifen der jeweiligen Schrift zu betrachten. 1 Venezianische Rennaissance-Antiqua Die venezianische Antiquaform wurde Ende des 15. Jahrhunderts entwickelt. Die Strichstärken sind dünn, die Unterschiede in den Strichstärke sehr gering. Der Übergang zu den Serifen ist abgerundet, und die Achse der Buchstaben ist schräg. Abgerundete Serifen und ein schräger Dachansatz der Serifen dienen hier als Erkennungsmerkmal.

4 Klassizistische Antiqua Diese Gruppe entstand um 1800. Klare und Strenge sind das Merkmal dieser Schrift. Dies wird, unter anderem, durch die gerade angesetzten Serifen erreicht. Die Endungen dieser sind waagrecht, bei den kursiven Schnitten abgerundet. Erkennungsmerkmal hierbei sind die waagrechten Serifen ohne Rundungen.

2 Französische Renaissance-Antiqua Claude Garamont gilt als Entwickler dieser Schrift. Sie entstand Mitte des 16. Jahrhunderts. Bei der französischen Variante weichen die Eigenheiten bereits etwas auf: Die Achsen bewegen sich Richtung Senkrechte, die Serifenübergänge werden kantiger und die Strichstärkenunterschiede deutlicher. Diese Schrift kann man sehr gut an ihren gerundeten Serifen erkennen.

5 Serifenbetonte Linear-Antiqua Die Gruppe der Serifenbetonten LinearAntiqua entstand zu Beginn des 19. Jahrhunderts und erhielt aufgrund des aufkommenden Ägypten-Trends durch Napoleon den Namen Egyptienne. Aufgrund sehr unterschiedlicher Merkmale teilt man die Schrift in drei Untergruppen: Egyptienne, Clarendon und Italienne. Zur erkennen sind die Serifenbetonten jedoch alle an den dicken Serifen.

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The way I did it Dreispaltiges Raster

Fließtext: Helvetica, 8 Pt Überschriften: Helvetica Bold, 14 Pt

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Typografie Semesterdokumentation Niklas Rimmler Semester 1 Grundlagen Gestaltung 1

Betreung Prof. Veruschka Götz

Dankeschön Vielen Dank an Prof. Veruschka Götz für die Unterstützung bei Gestaltung und Typografie. Danke auch an CITYDRUCK Heidelberg für Unterstützung und Realisierung des Werkes.

Schriften Helvetica, Palatino, Rockwell, Alte Schwabacher, Zapfino, Impact

Kontakt Niklas Rimmler E-mail: niklas.rimmler@web.de www.niklasrimmler.de

Druck CITY–DRUCK Heidelberg

Fotografie Niklas Rimmler

Auflage Vier

© 2014 Niklas Rimmler, Fakultät für Gestaltung



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