Page 1


2


Niklas Best B端ro f端r Nachtsoziologie, Hamburg

Piste, Party & Promille Ratgeber zur Genussoptimierung des studentischen Nachtlebens

3


Bibliographische Information Der Deutschen Bibliothek Die Deutsche Bibliothek verzeichnet diese Publikation in der Deutschen Nationalbibliographie; detaillierte bibliographische Daten sind im Internet über http://dnb.ddb.de abrufbar.

Tolle Tipps im Web nachtsoziologie.de

Impressum Copyright

© 2008 bei den Autoren & Fotografen

E-Mail

niklas.best@nachtsoziologie.de

Titelfoto

PhotoCase.com: larrag01

Umschlagfoto Rückseite

PhotoCase.com: Anna-Lena Thamm, cydonna

Herstellung und Verlag

Books on Demand GmbH, Norderstedt

Alle Rechte vorbehalten. Haftungsausschluss siehe Seite 68. ISBN: 978-3-8334-91603

4


Widmung Ich möchte allen danken, die mich dazu inspirierten, dieses Buch zu verwirklichen: Anja, Birte, Claudia, Dörte, Elli, Friederike, Gisela, Hanna, Imke, Johanna, Korinna, Leonie, Marianne, Niki, Olga, Paula, Rike, Sibille, Tante Luise, Veronika, Wiebke … und die Frau mit dem blauen Audi TT. Dies ist für euch.

5


Inhaltsverzeichnis I. Vorwort

8

II. Über den Autor

10

Kapitel 1 Vorbereitung ist alles

11

Kapitel 2 Nicht lang schnacken, Kopf in’ Nacken

14

Kapitel 3 Trinksprüche bis zum Umfallen

18

Kapitel 4 Alkohol macht schlau

21

Kapitel 5 Achtung, Schöntrinkgefahr!

23

Kapitel 6 Die total misslungene Party

25

Kapitel 7 Eine total misslungene Party retten

27

Kapitel 8 Kluge Zitate von wichtigen Leuten

32

Kapitel 9 Das Paybackprinzip

33

Kapitel 10 Unerwünschte Freundschaften auflösen

35

Kapitel 11 Der erfolgreiche Partyflirt

36

Kapitel 12 Nie wieder zu spät

42

Kapitel 13 Viel Geld mit wenig Aufwand

45

Kapitel 14 Nachtsoziologisches Fazit

57

Kapitel 15 Exklusivinterview mit Autor Niklas Best

58

Kapitel 16 Welcher Partytyp bist du?

60

III. Dein Party-Tagebuch

64

IV. Rechnung

67

V. Haftungsausschluss

68

6


© PhotoCase.com: Anna-Lena Thamm, cydonna

I. Vorwort von Niklas Best Liebe Kommilitonin, lieber Kommilitone, die Anforderungen an unsere Generation steigen von Semester zu Semester. Glaubt man den Unternehmen, hat auf dem Arbeitsmarkt nur eine Chance, wer schnell studiert, klasse Klausuren schreibt und sich gleichzeitig als Entwicklungshelfer im Ausland engagiert. Aber wo, frage ich mich, bleibt da der Spaß? Mir scheint, als geriete die Feierkultur in Deutschland schleichend in Vergessenheit – ja, ich behaupte sogar, dass die Mehrzahl der Studenten heutzutage nicht mehr richtig feiern kann! Teils aus Zeit- oder Geldmangel, teils aber auch, weil sie es nie richtig gelernt haben. In meinem noch jungen Leben war mir bisher das Glück vergönnt, außerordentlich viele Partys besuchen zu dürfen. Meinen umfangreichen Erfahrungsschatz möchte ich nun an euch weitergeben, liebe Leserinnen und Leser! 7


Zusammen mit den Kollegen des Hamburger Büros für Nachtsoziologie habe ich mich daher den drängendsten Fragen der Studierenden gewidmet, die Ratsuchende in den letzten Jahren immer wieder an mich herantrugen. Damit du künftig ausgelassener, öfter und günstiger feiern kannst, haben meine Kollegen und ich in umfangreichen Studien und Selbstversuchen erforscht, wie sich das studentische Nachtleben optimieren lässt. Das Ergebnis findet sich in 16 kurzweiligen Kapiteln dieses Ratgebers wieder. Dabei widmen wir uns Fragen von der Partyvorbereitung über das Geldverdienen bis zum Umgang mit unliebsamen Freunden. Nach der Lektüre wird es dir gelingen, alle Vorzüge des Nachtlebens mit geringstem Mitteleinsatz voll auszukosten. Davon bin ich überzeugt! Schließlich soll neben dem Studieren und Arbeiten noch Zeit für die wichtigen Dinge des Lebens bleiben: Piste, Party & Promille. In diesem Sinne wünsche ich dir bereits jetzt ein schönes Wochenende!

Niklas Best Büro für Nachtsoziologie, Hamburg

8


II. Über den Autor Niklas Best wuchs bei seinen Eltern auf, deren Vorfahren sich im Großherzogtum Sachsen niederließen und begann ein Psychologiestudium an der hiesigen Universität. Auf Grund seines außergewöhnlich schnellen und großen Erfolgs in der sächsischen Partyszene widmete sich Niklas nebenbei dem Gebiet der Nachtsoziologie und verbrachte hierzu auch einige Zeit in Finnland – dem Land mit besonders langen und dunklen Nächten. Kurz nach seiner Rückkehr wurde Niklas von einer Modelagentin entdeckt und erhielt einen Vertrag als weltweit erstes Mundmodel für Herren-Lippenpflegeprodukte und Zahnkosmetika. Die großzügig honorierten Aufnahmen wurden weltweit in Society-Magazinen und zahnärztlichen Fachzeitschriften abgedruckt. Heute residiert Niklas Best in einer repräsentativen Finca auf Mallorca und genießt den finanziellen Erfolg seines Buches „Piste, Party & Promille“. Er unterhält eine viel genutzte Fliegerstaffel sowie einen Fuhrpark, der nahezu alle denkbaren Luxuskarossen umfasst. Seine Freizeit verbringt Niklas mit dem Signieren von Büchern, der Organisation von Seminaren und Vorträgen sowie diversen Auftritten in Talkshows. Er besitzt und fliegt einen eigenen Helikopter, fährt leidenschaftlich Motocross und hat eine Schwäche für schöne Frauen. Niklas spricht fließend sieben Sprachen, darunter auch Braille.

9


© PhotoCase.com: klammerfranz

Fürchte dich nicht vor der Dunkelheit!

Viele Generationen von Baumwächtern hat er schon überlebt, der gute Alte. Müde sind die Äste und doch ist er froh, dass sie ihn tragen. Stille kehrt ein, während sich der Tag verabschiedet, um der Nacht zu weichen...

10


Kapitel 2

Nicht lang schnacken, Kopf in’ Nacken Uns Studierenden wird zu Recht nachgesagt, jederzeit einen Anlass zum Trinken zu finden. Doch manchmal ist man auf einer Party, die nicht so richtig in Schwung kommt, weil vielleicht nicht jeder jeden kennt. Dann können Trinkspiele ein lustiger Weg sein, um die Stimmung zu heben und nebenbei seine Mitspieler näher kennen zu lernen – manchmal sogar besser, als man wollte. Ob stilvoll, lustig oder peinlich; es gibt tausend Wege, sich und anderen Alkohol einzuflößen. In meinem Kollegenkreis sind die folgenden sieben Trinkspiele besonders beliebt. Achtung: Bitte trinke stets in Maßen und nicht in Massen. Achte auch auf den Alkoholkonsum deiner Freunde sowie die Gesetzeslage zum Schutz Minderjähriger.

1. Bierroulette An jeden Gast wird eine Dose Bier verteilt. Zunächst stellt jeder seine Dose in die Mitte des Tisches, anschließend wird eine Dose kräftig geschüttelt und wieder zurückgestellt. Nachdem alle Bierdosen gemischt wurden, darf sich jeder Gast eine nehmen. Nun halten sich alle gemeinsam die Bierdosen in Richtung des eigenen Gesichts und müssen sie öffnen – entweder gleichzeitig oder reihum. Dem „Gewinner“ winkt eine schöne Erfrischung!

14


2. Ass & ex Mische ein Kartenspiel und verteile die Karten verdeckt auf der Tischmitte. Reihum zieht nun jeder Gast eine Karte. Hat er ein Ass erwischt, muss ein zuvor festgelegtes Getränk auf ex getrunken werden. Wurden alle Karten gezogen, trinken alle Spieler gemeinschaftlich und starten eine neue Spielrunde mit frischen Getränken!

3. Treppentrinken Dieses Spiel funktioniert am besten mit zwei schon leicht angetrunkenen Personen. Mindestens eine weitere sollte allerdings so nüchtern sein, dass sie das Spiel wie folgt aufbauen kann: Auf einer Treppe (mit 10 – 15 Stufen) werden auf jeder Stufe links und rechts Schnapsgläser positioniert – natürlich gefüllt mit Alkohol. Die beiden Mitspieler müssen nun so schnell wie möglich die Treppe hinaufkraxeln (einer links, der andere rechts) und auf jeder Stufe das Schnapsglas leeren. Wer zuerst oben ist, gewinnt und darf sich noch ein Gläschen gönnen!

4. Graf Zahl Zunächst wird eine Zahl festgelegt (sehr beliebt ist die 7). Jeder Gast in der Runde zählt nun von Null immer eine Zahl aufwärts. Kommt eine Zahl vor, die durch die zuvor festgelegte Zahl teilbar ist (z.B. 21) oder in der die Zahl enthalten ist (z.B. 47), so darf die Zahl keinesfalls ausgesprochen werden! Stattdessen sagt man „Bumm“ oder ein anderes 15


lustiges Wort. Außerdem ändert sich bei Bumm-Zahlen die Spielrichtung! Merkt ein Mitspieler dies nicht, muss er zur Strafe trinken! Der Schwierigkeitsgrad dieses Spiels erhöht sich übrigens proportional zum Grad der Alkoholisierung bzw. zur abnehmenden intellektuellen Rechenleistung der Mitspieler. (Frau Dr. Müller, ich weiß, sie haben hierfür Verständnis.)

5. Eiskalte Küsse Das folgende Spielchen macht besonders viel Spaß, wenn neben jedem männlichen Gast eine weibliche Person sitzt. Sofern dies nicht der Fall ist (z.B. in einer Männerrunde), wird den Beteiligten empfohlen, sich zunächst leicht anzutrinken, um anschließend mit dem Spiel zu starten. Hierfür sind einige Eiswürfel notwendig. Alle Mitspieler setzen sich möglichst dicht nebeneinander. Der erste nimmt sich einen Eiswürfel, steckt ihn sich in den Mund und gibt ihn an den Sitznachbarn / die Sitznachbarin weiter. Dies geschieht „von Mund zu Mund“ wie bei einem Kuss. Der Eiswürfel wird nun solange weitergegeben, bis er aufgeschmolzen ist. Derjenige, der nur noch Wasser im Mund verspürt und keinen Eiswürfel mehr weitergeben kann, wird zum Trinken verdonnert.

6. Bier en masse „Bier en masse“ ist ein unglaublich einfaches Spiel, für das es nur einige Mitspieler (am besten 3-4) sowie ein großes Gefäß (eine Maß, einen Topf oder Krug) braucht. Alle Spie16


ler sitzen in einem Kreis um das mit Bier gefüllte Gefäß herum. Der erste Spieler beginnt nun, einen Schluck davon zu trinken. Er oder sie kann beliebig viel oder wenig Bier trinken – es darf aber nur ein Schluck sein. Anschließend wird der Krug zum nächsten Spieler weitergereicht, der ebenfalls einen Schluck nimmt. Sieger ist jene Person, die mit dem letzten Schluck das Gefäß vollständig leert. Verlierer ist, wer unmittelbar vor dem Gewinner den letzten Schluck genommen hat. Die nächste Runde geht daher auf seine Kosten. Um das Spiel abwechslungsreich zu gestalten, solltest du immer ein großes Gefäß wählen, so dass die Mitspieler die darin befindliche Biermenge nur schwer abschätzen können. Auch der Einsatz unterschiedlich großer Behältnisse sorgt für Spaß und Spannung.

7. Beer Blow Dieses in den USA sehr beliebte Spiel funktioniert wie folgt: Lege einen Stapel Spielkarten auf eine geöffnete Bierflasche. Reihum bläst nun jeder Mitspieler vorsichtig ein paar Karten vom Stapel, in der Hoffnung, dass nicht alle Karten herunter fallen. Denn wer die letzte Karte vom Flaschenhals herunterpustet, hat verloren und muss die Bierflasche vollständig leeren! Variante: Fällt bei einem Mitspieler ein Ass vom Kartenstapel, muss er sofort einen Schluck Bier trinken. Bei zwei oder mehr Assen entsprechend mehr Schlucke.

17


© PhotoCase.com: herr.Rossmann

Triffst du diese Menschen anschließend auf einer Party, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass sie dem Paybackprinzip folgen und dich auf ein Bier einladen. Je tiefer andere Leute in deiner Schuld stehen, desto größer wird der Nutzen sein, den du aus dem Paypackprinzip ziehst. Ich habe beispielsweise Freundschaften mit führenden Partyveranstaltern in Deutschland aufgebaut. Dadurch spare ich wöchentlich zweistellige Eintrittsgelder.

Schon meine Ur-Tanten wussten das Paybackprinzip clever anzuwenden. Ein kurzer Flirt mit einem älteren Herrn reichte ihnen meistens aus, um sich einen Likör in „Eckis Ecke“ spendieren zu lassen. Von Tante Liesbeth (ganz links) ist überliefert, dass sie es häufig mit einem absichtlichen Versprecher probierte: „Darf ich mich auf einen Drink einladen?“ Sie bevorzugte übrigens Whiskey Sour mit einem Schuss O-Saft – und lebte sehr gut damit.

34


Kapitel 10

Unerwünschte Freundschaften auflösen Manchmal kommt es vor, dass sich reine Zweckfreundschaften in Richtung „mehr“ entwickeln wollen. Dann ist größte Vorsicht geboten! Aus meiner Beratungspraxis habe ich fünf Strategien und Tipps entwickelt, wie sich ungeliebte Partybekanntschaften elegant abwimmeln lassen. Mache im Freundeskreis ein paar Witze auf Kosten Anwesender. Zeige dich für Gegenleistungen deiner Freunde nicht mehr erkenntlich. Man wird sich künftig automatisch von dir fernhalten. Durchforste deinen Account bei StudiVZ und lösche ungewollte Kontakte. Die betreffenden Personen werden sich einen Reim darauf machen können. Teile der Person mit, du wärst momentan sehr im Stress und hättest wenig Zeit für sie, da du frisch verliebt bist. Gib Zweckfreunden eine falsche Handynummer, zum Beispiel diese: (0 157) 7195 7915. Die Antiflirtnummer des Büros für Nachtsoziologie erklärt jedem Anrufer freundlich, dass du nicht mit ihm sprechen möchtest. Webtipp: Auf www.antiflirtnummer.de kannst du auf der Nummer eingehende Flirt-SMS lesen. 35

Piste, Party & Promille  

Piste, Party & Promille