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Programm

Fr端hjahr 2012

Niggli Niggli Verlag f端r ARCHITEK TUR DE SIG N

170 rhytmus und dynamik

T YPOG R AFIE

KUNST


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ARCHITEKTUR


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ARCHITEKTUR

Jörg Kurt Grütter

ca. 280 Seiten, ca. 250 Abbildungen 28 x 28 cm, Hardcover mit 2 Lesebändchen, deutsch/englisch ca. Euro (D) 62.–, (A) 63.70, CHF 78.– ISBN 978-3-7212-0831-3 M Ä R Z 2 012

Architektur + Wahrnehmung Neben seiner Tätigkeit als Architekt befasst sich Jörg Kurt Grütter seit über dreissig Jahren mit dem Thema Wahrnehmung in der Architektur und der Frage, wie wir als Betrachter oder Benutzer unsere gebaute Umwelt erleben. Während Auslandsaufenthalten und Reisen auf allen fünf Kontinenten konnte der Autor feststellen, dass bestimmte Aspekte der Wahrnehmung unabhängig von Kultur, Stil- oder Zeitepochen überall anzutreffen sind und hat diese Erkenntnisse fotografisch dokumentiert. Beim Vermitteln von theoretischem Stoff stellen sich immer wieder Fragen wie: Warum kann ein einfach gestalteter Raum interessant sein? Was macht eine dynamische Form aus? Wie kann Licht die Empfindung des Raumes beeinflussen? Bestimmte Tatsachen und Zusammenhänge der Architekturwahrnehmung lassen sich oft am besten und einfachsten anhand von Bildern erklären – daraus ist die Idee für dieses Buch entstanden. Das Phänomen soll nicht in erster Linie theoretisch vermittelt werden, sondern eben auf allgemein verständliche Art und Weise. So spricht das Buch nicht nur Fachleute an, sondern auch an Architektur oder allgemein an Wahrnehmung interessierte Personen. Die Abbildungen sind so zusammengestellt, dass sie Ähnlichkeiten oder Gegensätze aufzeigen. Die einzelnen Fotos, aber auch ihre Gegenüberstellung wollen zum Denken anregen; der Betrachter kann Analogien selbst entdecken.

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Wand und Abschluss Wall and completition

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(Seite 61, rechts) daigo-ji Pagode, 951, Kyoto, Japan Das Konsolensystem, wohl das auffallendste Element der traditionellen japanischen Holzkonstruktionen, sorgt für ein optimales Ableiten der grossen Dachlasten in die Stützen. Die Grösse der Konsolen dient als Grundmass, auf dem der ganze Bau modular aufgebaut ist. Dadurch war eine Standardisierung möglich, die ein rationales Bauen erlaubte. Die meisten Teile konnten vorfabriziert werden und das Auswechseln defekter Teile ist einfach. Diese Standardisierung stammt ursprünglich aus China, dort kann sie bis ins 11. Jahrhundert zurückverfolgt werden.

daigo-ji Pagode, 951, Kyoto, Japan Das Konsolensystem, wohl das auffallendste Element der traditionellen japanischen Holzkonstruktionen, sorgt für ein optimales Ableiten der grossen Dachlasten in die Stützen. Die Grösse der Konsolen dient als Grundmass, auf dem der ganze Bau modular aufgebaut ist. Dadurch war eine Standardisierung möglich, die ein rationales Bauen erlaubte. Die meisten Teile konnten vorfabriziert werden und das Auswechseln defekter Teile ist einfach. Diese Standardisierung stammt ursprünglich aus China, dort kann sie bis ins 11. Jahrhundert zurückverfolgt werden.

(Seite 65) ieoh Ming Pei, 1989, Bank of China, Hongkong Ieoh Ming Pei wurde gefragt, was ihn an Le Corbusier fasziniere: «Vor allem die Kraft seiner Räume, seine Fähigkeit zur plastischen Gestaltung. Wenn Sie sich dagegen Gropius oder seine Mitstreiter ansehen – bei denen ist alles so streng und oft unbarmherzig glatt. Ihre Bauten sind praktisch aber spannungslos. Dabei war Gropius sogar noch freier als Mies. Langweiligeres als dessen Gebäude für das Illinois Institute of Technology habe ich nie wieder gesehen». In: Worauf wir bauen, 2008, München, S. 139

ieoh Ming Pei, 1989, Bank of China, Hongkong Ieoh Ming Pei wurde gefragt, was ihn an Le Corbusier fasziniere: «Vor allem die Kraft seiner Räume, seine Fähigkeit zur plastischen Gestaltung. Wenn Sie sich dagegen Gropius oder seine Mitstreiter ansehen – bei denen ist alles so streng und oft unbarmherzig glatt. Ihre Bauten sind praktisch aber spannungslos. Dabei war Gropius sogar noch freier als Mies. Langweiligeres als dessen Gebäude für das Illinois Institute of Technology habe ich nie wieder gesehen». In: Worauf wir bauen, 2008, München, S. 139

(Seite 62) Münster, 1176 – 1439, Strassburg, Frankreich Die Architektur der Gotik erweckt den Eindruck, als ob alle konstruktiven und statischen Gegebenheiten negiert worden wären. Die filigrane Verarbeitung des Steins widerspricht seinen materialtechnischen Eigenschaften. Der Stein verliert dadurch seine wahrnehmungsmässige Schwere und zusammen mit seiner formalen Ausbildung wird der Eindruck erweckt, als ob die einzelnen Elemente nicht lasteten sondern schwebten.

Münster, 1176 – 1439, Strassburg, Frankreich Die Architektur der Gotik erweckt den Eindruck, als ob alle konstruktiven und statischen Gegebenheiten negiert worden wären. Die filigrane Verarbeitung des Steins widerspricht seinen materialtechnischen Eigenschaften. Der Stein verliert dadurch seine wahrnehmungsmässige Schwere und zusammen mit seiner formalen Ausbildung wird der Eindruck erweckt, als ob die einzelnen Elemente nicht lasteten sondern schwebten.

(Seite 66, oben) Reliefs, 1. Hälfte 5. Jahrhundert v.Chr. Persepolis, iran An den Seitenwänden der repräsentativen Treppe die in Persepolis zum Empfangspalast führt sind Reliefs angebracht. Die Darstellung zeigt Würdenträger des Adels, abwechselnd in persischer und medischer Tracht. Die Perser sind an der hohen, nach oben breiter werdenden Kopfbedeckung und einem langen, unten in Falten fallenden, Gewand zu erkennen. Die Meder tragen eine runde Kappe, eine Hosen und ein bis über die Knie reichendes Obergewand.

Reliefs, 1. Hälfte 5. Jahrhundert v.Chr. Persepolis, iran An den Seitenwänden der repräsentativen Treppe die in Persepolis zum Empfangspalast führt sind Reliefs angebracht. Die Darstellung zeigt Würdenträger des Adels, abwechselnd in persischer und medischer Tracht. Die Perser sind an der hohen, nach oben breiter werdenden Kopfbedeckung und einem langen, unten in Falten fallenden, Gewand zu erkennen. Die Meder tragen eine runde Kappe, eine Hosen und ein bis über die Knie reichendes Obergewand.

(Seite 63) Wandausschnitt aus der Zeit der inkas, ab 13. Jh., Cuzco, Peru Die Stadt Cuzco – der Name bedeutet in der Quechua-Sprache «Nabel der Welt» – war lange die Hauptstadt des Inka-Reichs. Als die Spanier 1533 die Stadt eroberten, errichteten sie ihre Bauten auf den Grundmauern der bestehenden Gebäude der Inkas. Diese bestehen aus unregelmässig geformten Steinblöcken. Die Steine liegen lose aufeinander, in den hauchdünnen Fugen zwischen ihnen wurde kein Bindemittel verwendet. Die Mauern haben den Erdbeben besser getrotzt, als alle was später gebaut wurde. Wie die einzelnen Steine bearbeitet wurden, damit sie millimetergenau aufeinanderpassen, ist bis heute nicht genau geklärt.

Wandausschnitt aus der Zeit der inkas, ab 13. Jh., Cuzco, Peru Die Stadt Cuzco – der Name bedeutet in der Quechua-Sprache «Nabel der Welt» – war lange die Hauptstadt des Inka-Reichs. Als die Spanier 1533 die Stadt eroberten, errichteten sie ihre Bauten auf den Grundmauern der bestehenden Gebäude der Inkas. Diese bestehen aus unregelmässig geformten Steinblöcken. Die Steine liegen lose aufeinander, in den hauchdünnen Fugen zwischen ihnen wurde kein Bindemittel verwendet. Die Mauern haben den Erdbeben besser getrotzt, als alle was später gebaut wurde. Wie die einzelnen Steine bearbeitet wurden, damit sie millimetergenau aufeinanderpassen, ist bis heute nicht genau geklärt.

(Seite 66, unten) graffito, Havanna, Kuba Die Wand ist nicht nur tragendes oder abschliessendes Element, sie kann auch als Bildfläche dienen. Die ältesten uns bekannten Wandmalereien sind gut 30’000 Jahre alt. Bevor die modernen Medien entstanden, waren Oberflächen von Bauten oft wichtige Informationsträger. So wurden schon auf den grossen Pylonen der ägyptischen Tempelanlagen die Taten ihrer Erbauer verewigt, und an den Hauptfassaden der gotischen Kirchen sind Erzählungen aus der Bibel bildlich dargestellt.

graffito, Havanna, Kuba Die Wand ist nicht nur tragendes oder abschliessendes Element, sie kann auch als Bildfläche dienen. Die ältesten uns bekannten Wandmalereien sind gut 30’000 Jahre alt. Bevor die modernen Medien entstanden, waren Oberflächen von Bauten oft wichtige Informationsträger. So wurden schon auf den grossen Pylonen der ägyptischen Tempelanlagen die Taten ihrer Erbauer verewigt, und an den Hauptfassaden der gotischen Kirchen sind Erzählungen aus der Bibel bildlich dargestellt.

(Seite 67) Wohnhauses , Hongkong Die Reihung immer gleicher Elemente, der Fenster und Balkone des abgebildeten Hochhauses, führt zu Eintönigkeit und Monotonie. Die grosse Redundanz verhindert Originalität und fördert Anonymität. Die Massstäblichkeit geht verloren und die Identifikation der einzelnen Bewohner mit ihrer Wohnung wird verunmöglicht. Schaffen von Identifikationsmöglichkeiten ist aber eine der wichtigsten Faktoren auf der geistigen Ebene der Architektur.

Wohnhauses , Hongkong Die Reihung immer gleicher Elemente, der Fenster und Balkone des abgebildeten Hochhauses, führt zu Eintönigkeit und Monotonie. Die grosse Redundanz verhindert Originalität und fördert Anonymität. Die Massstäblichkeit geht verloren und die Identifikation der einzelnen Bewohner mit ihrer Wohnung wird verunmöglicht. Schaffen von Identifikationsmöglichkeiten ist aber eine der wichtigsten Faktoren auf der geistigen Ebene der Architektur.

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Bildlegenden 227

Jörg Kurt Grütter studierte Architektur an der ETH in Zürich und an der Kyoto University in Kyoto, Japan. Er lebte in Washington D.C., Paris, Helsinki und Kyoto. Ausgedehnte Reisen führten ihn auf alle fünf Kontinente. Er war Gastprofessor an der europäischen Niederlassung der SCI-ARC in Vico Morcote. Heute führt er ein eigenes Architekturbüro in Bern und ist Professor für Architekturtheorie an der Fachhochschule Bern. Er ist Verfasser verschiedener Publikationen zum Thema Wahrnehmung.

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ARCHITEKTUR

Waldlandschaft in Finnland – Bäume bilden den organischen Raum Wald.

Finnischer Pavillon auf der Weltausstellung in New York (Alvar Aalto, 1938–1939) – In der wellenförmigen Wand bleibt das Organische gegenwärtig.

Forest landscape in Finland – Trees shape the organic space of the forest.

Finnish pavilion at the World’s Fair in New York (Alvar Aalto, 1938–1939) – In the undulating wall the organic element is given emphasis.

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1 Nature Examples from and with nature

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1 Natur Beispiele aus und mit der Natur

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Great Conservatory, Syon House Park in London (Charles Fowler, 1820–1827) – Bauen als organisches Konstruieren.

Great Conservatory – Natürliche Einheit von Material und Konstruktion.

Great Conservatory, Syon House Park, London (Charles Fowler, 1820–1827) – Construction as organic fabrication.

Great Conservatory – Natural unity unity of material and structure.

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1 Nature Examples from and with nature

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Gare TGV de Satolas – Das Knochengerüst des «Vogels» bildet den Raum.

Gare TGV de Satolas, Lyon (Santiago Calatrava, 1989–1994) – Conceived after the motion of a bird taking off.

Gare TGV de Satolas – The skeleton of the “bird” shapes the space.

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Gare TGV de Satolas, Lyon (Santiago Calatrava, 1989–1994) – Erschaffen nach der Bewegung eines zum Flug ansetzenden Vogels.

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ARCHITEKTUR

Werner Blaser

176 Seiten, über 170 Abbildungen 23 x 24,5 cm, Hardcover deutsch/englisch ca. Euro (D) 38.–, (A) 39.10, CHF 48.– ISBN 978-3-7212-0797-2 J A N U A R 2 012

Ebenfalls lieferbar

Im Garten Isfahan Islamische Architektur vom 16. bis 18. Jahrhundert

Ikonen der Weltarchitektur | Icons of World Architecture «Was macht gute Architektur aus?» – Diese Frage wurde Werner Blaser immer wieder von Freunden, Lesern, Weggefährten und Studenten gestellt. Mit diesem umfassenden Werk begibt sich der Autor zahlreicher Publikationen auf die Suche nach der Beantwortung dieser grundlegenden Frage. In der Auseinandersetzung mit besonderen Bauwerken werden verschiedene Aspekte und Zusammenhänge deutlich, die für sich genommen oder in der Kombination eine Qualität erzeugen. Es sind die immer wieder grundlegenden Aspekte der Architektur und Wahrnehmung, die Werner Blaser anschaulich aufzeigt. In Form ausgewählter Fotografien aus seinem beeindruckenden Archiv und erläuternder Kurztexte stellt er jene Grundlagen vor. So setzt er die finnische Landschaft mit Arbeiten von Alvar Aalto in Bezug oder zeigt, wie Prinzipien aus der Natur in die Architektur Santiago Calatravas einfliessen oder wie Renzo Piano mit Licht arbeitet. Auch die Anlehnung an lokale Bautraditionen und die Verwendung regionaler Materialien im Bauen von Jørn Utzon, Frank Lloyd Wright oder bei traditionellen chinesischen und indischen Bauwerken wird deutlich gemacht. Den Aspekt der Übertragung althergebrachter Konstruktionsprinzipien veranschaulichen Fotografien der Werke von Mies van der Rohe, Norman Foster oder Helmut Jahn – dies oft verbunden mit den eigenen Bauten und Projekten des Autors. Die letzten Kapitel des Buches widmen sich schliesslich dem Bezug von Urbild und Abbild und dem Aspekt der Stille im Bauen.

ISBN 978-3-7212-0675-3

Tadao Ando Bauen in die Erde ISBN 978-3-7212-0609-8

Japan Wohnen + Bauen ISBN 978-3-7212-0556-5

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Tadao Ando Nähe des Fernen ISBN 978-3-7212-0555-8

Der Schweizer Architekt und Autor Werner Blaser kam schon während des Studiums mit Alvar Aalto und Mies van der Rohe in Berührung, deren strukturelle Philosophie ihn beeinflusste. In seinen zahlreichen Publikationen spürt er den grundlegenden Gemeinsamkeiten der westlichen klassischen Moderne mit der traditionellen Architektur von Nah- bis Fernost nach.

Fischerkörbe aus Hongkong; Geflecht aus gespaltenem Bambus – Die Öffnungen variieren geometrische Grundfiguren.

Haus Melnikow in Moskau (Konstantin Melnikow, 1927) – Im Rund der Wände spielen die Licht- und Fensteröffnungen mit geradlinigen, geometrischen Formen.

Fishing baskets from Hong Kong, wickerwork from cleaved bamboo – Openings in the shape of various basic geometrical forms.

Melnikov House in Moscow (Konstantin Melnikov, 1927) – The light and window openings feature linear, geometrical forms in the circularity of the walls.

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5 Archetype and Image Images of the archetypical

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5 Urbild und Abbild Abbild des Urbildhaften

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ARCHITEKTUR MONOGRAFIE

SAM Architekten (Hrsg.)

260 Seiten, zahlreiche Abbildungen 2 Broschuren (Buch und Planheft) in einem transparenten Umschlag 23 x 28,4 cm, deutsch/englisch Euro (D) 46.–, (A) 47.30, CHF 58.– ISBN 978-3-7212-0811-5

SAM Architekten 01 SAM Architekten richten in diesem Buch einen ganzheitlichen Blick auf den Planungs- und Ausführungsprozess vergangener und laufender Arbeiten und begeben sich damit auf eine Suche nach dem Verständnis eigener, in der Bürogemeinschaft oft eingespielter Abläufe, die grundsätzlich bei jeder neuen Aufgabenstellung infrage zu stellen sind. Das Leisten eines gesellschaftlich relevanten, architektonischen Beitrags ist nur möglich, wenn neben der erworbenen Routine auch Neues und somit Frisches zugelassen wird – der Lauf der Dinge soll die Architekten immer wieder aufs Neue überraschen. Die gezeigte Auswahl an Projekten folgt dieser Prämisse und steht prototypisch für den gewählten Entwicklungsprozess von SAM. Sie dokumentiert programmatisch die Neugierde und Offenheit der Architekten sowie die Breite der Aufgabenstellungen. Architektur wird nicht als Stil, der sich in der ständigen Reproduktion von Bildern spiegelt, verstanden, sondern als evoluter Prozess, der der Logik des Entwurfs und der Konstruktion unterworfen ist.

LIEFERBAR

Ebenfalls lieferbar Dolf Schnebli

Auf dem Landweg von Venedig nach Indien – Fotoskizzen einer langsamen Reise 1956

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SAM Architekten begann im Jahre 1958 mit Dolf Schnebli und der Gründung seines Archi­ tekturbüros. Nach mehreren verschiedenen Büropartnerschaf ten 1997 Gründung von SAM (Schnebli, Ammann, Menz). Nach dem Tod von Dolf Schnebli 2009 wird das Büro von Sascha Menz und René Antoniol weitergeführt.

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ISBN 978-3-7212-0700-2

Sascha Menz (*1963 in Wien) studierte bei Dolf Schnebli an der ETH Zürich und ist seit 2011 Vor­ steher des Departements Architektur an der ETH Zürich. René Antoniol (*1962 in Frauenfeld) stu­ dierte ebenfalls bei Schnebli und ist seit 2009 Teilhaber von SAM. www.samarch.ch

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Gebäudeliste SAM01: – Wohnüberbauung Villago, Männedorf – Trio Dietikon – Hochhaus Pfingstweid, Zürich – Vorderer Sternen, Zürich – Gemeindesaal Männedorf – Haus Zimmermann, Küsnacht


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ARCHITEKTUR MONOGRAFIE

woernerundpartner (Hrsg.)

woernerundpartner einfach architektur

312 Seiten, 350 Abbildungen 19,5 x 25 cm Hardcover mit 3 Lesebändchen deutsch Euro (D) 58.–, (A) 59.60, CHF 72.– ISBN 978-3-7212-0810-8

Das 1971 in Frankfurt a. M. gegründete Architekturbüro woernerundpartner ist Spezialist für innovative bauliche Konzepte im Forschungs- und Gesundheitswesen – kurz: im Krankenhausbau. Mit über 120 Mitarbeitern werden überwiegend Grossprojekte wie universitäre Einrichtungen, Krankenhausanlagen, bestens ausgestattete medizinische Kompetenzzentren, Fachkliniken und wissenschaftliche Institute realisiert. Ausgesuchte Arbeiten des Büros von 1971 bis heute sind in einfach architektur zum ersten Mal in Buchform dokumentiert. Die Publikation bietet neben Auszügen aus dem Gesamtwerk des Büros tiefe, teilweise sehr persönliche Einblicke in das Leben mit und in dem Büro. Alltag und Werk fliessen immer dann ineinander, wenn es sinnvoll erschien, die Arbeiten nicht von diesen Zusammenhängen zu trennen. Das Buch präsentiert Architektur in grossformatigen Abbildungen, enthält Essays von Fachleuten und Interviews mit Künstlern und Kennern der Branche und geht mit ihnen verschiedenen Fragen nach. Ungewohnt offen erzählen hier Menschen, die durch ihre Kompetenz und Souveränität überzeugen – umrahmt von der Architektur eines ungewöhnlichen Büros.

LIEFERBAR Bauten und Projekte – Alfried Krupp Krankenhaus, Essen – Helios Klinik, Gotha – Krankenhaus und Main-Taunus-Privatklinik, Bad Soden – Krankenhaus der Elisabethinen, Linz – Kreiskrankenhäuser, Meissen und Schotten – Historischer Salmen, Offenburg – Restauration in Dresden – Klinik für Epileptologie, Bonn – Universitätsklinikum Aachen – Stammzellentransplantationszentrum, Frankfurt a. M. – Fraunhofer-Institut, Saarbrücken – Westdeutsches Protonentherapiezentrum, Essen – Medizinisches Kompetenzzentrum, Abu Dhabi www.woernerundpartner.de

Mit Texten u. a. von Peter Cachola Schmal, Heike Rath und Hans Traxler sowie Gesprächen mit Günter Mühleisen, Petra Wörner und Albert Speer, Jürg E. Kollmann und Roland Bautz mit Martin Richter, Stefan Traxler und Andreas Uebele.


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ARCHITEKTUR MONOGRAFIE

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ARCHITEKTUR MONOGRAFIE

Andreas Uebele / Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Universitätsbauamt Stuttgart und Hohenheim (Hrsg.)

256 Seiten, ca. 300 Abbildungen Freirückenbroschur mit Lederfaserumschlag 19 x 25 cm, deutsch Euro (D) 49.80, (A) 51.20, CHF 62.– ISBN 978-3-7212-0812-2 LIEFERBAR

Michael Held (1949–2007) studierte Architektur und Städtebau an der Universität Stuttgart. Er war ab 1975 Mitarbeiter bei Rolf Gutbrod (bis 1979) und hatte einen Lehrauftrag am Lehrstuhl für Baukonstruktion und Entwerfen an der Universität Stuttgart (bis 1980). Von 1979 bis 1981 war er am Baureferendariat tätig, anschliessend bis 2007 am Universitätsbauamt Stuttgart und Hohenheim. 1987 wurde er Abteilungsleiter Gesamtplanung, 1991 Planungsleiter Pfaffenwald und 1992 ständiger Vertreter des Amtsvorstandes. 2006 wurde er zum Leiter des Universitätsbauamts ernannt.

NO DETAIL Michael Held – 27 Häuser

Michael Held (1949–2007) war so etwas wie ein weisser Rabe in der Bauverwaltung. Die Architekten dort, die sich für die Beamtenlaufbahn entscheiden, vertauschen die Rolle des Planers früher oder später mit der des fachkundigen Bauherren. Nicht so Michael Held: Kaum ein anderer Baubeamter hat seine Tätigkeit als Architekt so lange, so konsequent und so erfolgreich ausgeübt wie er und dabei so viel Beachtung und öffentliche Anerkennung erfahren. Michael Held war ein homme de lettres. Er schrieb Gedanken in Bücher, collagierte sie mit Eintrittskarten von Ausstellungen und Fundstücken aller Art: Zu sehen sind Fotografien aus Zeitschriften, Kleider, Fahrräder, Tische und vor allem Häuser. Hier sind seine Arbeiten so zusammengestellt, wie seine Tagebücher angelegt sind: als eine vielschichtige Architektur aus Erzählung, Zeichnung und Farbe. Das Material für diese Werkmonografie – eine Sammlung aus Plänen, Computerzeichnungen, Handskizzen und Fotos – wurde in leeren «Tagebüchern» zusammenmontiert. Auf eine gute Wiedergabequalität wurde zugunsten des Tagebuchcharakters bewusst verzichtet. Dies entspricht der Haltung des Architekten, dem Perfektion weniger wichtig war als die Erzählung, das Bild oder die Atmosphäre – obwohl selbstverständlich in der Planung seiner Bauten auf jedes Detail höchste Sorgfalt gelegt wurde. Ergänzt wird der Werkbericht mit Beiträgen von Marie-Jo Lafontaine, Arno Lederer, Harald F. Müller, Karin Sander, Klaus Schmiedek, Eva-Maria Schön und Werner Sobek.

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ARCHITEKTUR

Universität Liechtenstein (Hrsg.)

Architektur Liechtenstein 2011 Die dritte Ausgabe von Architektur Liechtenstein dokumentiert und diskutiert die Arbeiten des Institutes für Architektur und Raumentwicklung der Universität Liechtenstein im Jahre 2011. Dabei stehen Visionen für das Fürstentum Liechtenstein im Zentrum der Aufmerksamkeit, welche von Studierenden des Bachelorund Masterstudiengangs sowie Forschenden am Institut entwickelt wurden und hier von Experten, Professoren und Dozierenden kritisch diskutiert werden. Die Projekte eröffnen Lösungsansätze für die 2010 von der Regierung des Fürstentums Liechtenstein definierten Strategieziele der kommenden zehn Jahre und gliedern sich in vier Themenbereiche: Nachhaltige Raumentwicklung, Haus und Energie, Identität und Netzwerk sowie Natur, Siedlung und Tourismus.

104 Seiten, über 150 Abbildungen 23 x 31 cm, Broschur, deutsch/englisch ca. Euro (D) 22.50, (A) 23.10, CHF 28.– ISBN 978-3-7212-0814-6 J A N U A R 2 012

Ebenfalls lieferbar Hochschule Liechtenstein (Hrsg.)

Architecture Liechtenstein 2010 ISBN 978-3-7212-0754-5 Hochschule Liechtenstein (Hrsg.)

architecture.li 08 ISBN 978-3-7212-0682-1


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ARCHITEKTUR

Max Bosshard, Stefan Kurath, Christoph Luchsinger, Urs Primas, Tom Weiss

Zukunft Einfamilienhaus? Die Siedlungsfläche in der Schweiz wächst seit Jahren ungebremst. Einfamilienhaussiedlungen sind nach Auffassung von Fachkreisen, Medien und Politik hauptverantwortlich für Zersiedlung und Flächenverbrauch. Andererseits scheint das Einfamilienhaus für breite Bevölkerungskreise das Wohnideal schlechthin darzustellen.

ca. 200 Seiten, ca. 100 Abbildungen 21 x 27 cm Klappenbroschur, deutsch/englisch ca. Euro (D) 38.–, (A) 39.10, CHF 48.– ISBN 978-3-7212-0830-6 A P R I L 2 012

Dieser Widerspruch zwischen dem gesellschaftlichen Bedürfnis und der Fachmeinung in Planerkreisen war Ausgangspunkt und Motivation eines NationalfondsForschungsprojektes am Zentrum Urban Landscape der ZHAW. Anstatt das Wohnen im EFH als schlicht nicht mehr zeitgemäss darzustellen, wird die gesellschaftliche Nachfrage danach als legitim akzeptiert. Die Fragestellung lautet demnach, wie Einfamilienhaussiedlungen und Einfamilienhäuser – bestehende und neue – hinsichtlich der Ziele einer nachhaltigen Entwicklung verbessert werden können. Mit den Blicken von Architekten, Fotografen und Sozialwissenschaftlern wird die Verbreitung des EFH im Schweizer Mittelland untersucht und dokumentiert. Anstelle des oft beklagten eigenschaftslosen Einfamilienhausbreis zeigt sich eine facettenreiche, ortsspezifische Siedlungsrealität mit hohem Identifikationspotenzial. Mittels Zukunftsszenarien und Testentwürfen werden situative Entwicklungsmöglichkeiten von Einfamilienhaussiedlungen aufgezeigt. Die Untersuchung eröffnet der aktuellen Diskussion um die Zukunft des Einfamilienhauses in der Schweiz neue Betrachtungswinkel, macht Potentiale dieses Bautypus sichtbar und schärft das Auge für spezifische Qualitäten. Mit Beiträgen von Max Bosshard, Stefan Kurath, Christoph Luchsinger, Urs Primas, Tom Weiss. Fotografien von Heinrich Helfenstein.


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ARCHITEKTUR MONOGRAFIE


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ARCHITEKTUR

Hubertus Adam (Hrsg.)

Architektur Musik Boa Baumann Fritz Hauser

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ARCHITEKTUR MUSIK BOA BAUMANN FRITZ HAUSER HUBERTUS ADAM

NIGGLI

120 Seiten, zahlreiche Abbildungen 20,5 x 30 cm, Hardcover deutsch/englisch Euro (D) 46.–, (A) 47.30, CHF 58.– ISBN 978-3-7212-0813-9 LIEFERBAR AUSSTELLUNG IM KUNSTHAUS ZUG 3. Dezember 2011 bis 4. März 2012

Boa Baumann, geb. 1953, studierte Architektur an der ETH Zürich. 1993 gründete er sein Büro in Bern, das Neu- und Umbauten in der Schweiz und Italien realisiert. Er ist kulturell vielfältig aktiv und wurde ausgezeichnet mit dem Dr. Jost Hartmann Preis der Bernischen Denkmalpflege. www.boabaumann.ch Fritz Hauser, geb. 1953 in Basel, entwickelt Solo- und Ensembleprogramme für Schlagzeug und Perkussion, die weltweit aufgeführt werden. Teil seiner Arbeit sind spartenübergreifende Arbeiten im Zusammenwirken mit Architektur, Licht, Film und Choreografie u. a. www.fritzhauser.ch Hubertus Adam arbeitet seit 1998 als Redakteur bei der Zeitschrift archithese in Zürich. Er studierte in Heidelberg Kunstgeschichte, Archäologie und Philosophie. Von 1996 bis 1998 war er Redakteur der Zeitschrift Bauwelt. Adam wirkt als freier Architekturkritiker, vor allem für die Neue Zürcher Zeitung und hat zahlreiche Aufsätze zur Architekturgeschichte des 20. Jahrhunderts und zur Architektur der Gegenwart publiziert. Seit Herbst 2009 ist er künstlerischer Leiter des Schweizer Architektur Museums SAM Basel.

Seit den Neunzigerjahren arbeiten Boa Baumann und Fritz Hauser vielfach gemeinsam und loten die Spielräume aus, die im Spannungsfeld von Musik und Architektur entstehen: Fritz Hauser ist bei Baumanns Architekturprojekten konzeptionell beteiligt. Umgekehrt entwirft und realisiert Boa Baumann immer wieder Räume und Bühneninstallationen für Hausers Performances. Das Buch lässt die vielgestaltige, auf wechselseitiger Inspiration beruhende Zusammenarbeit in all ihren Facetten anschaulich werden. Ein fortlaufender Text erzählt die Geschichte, wie zwei Disziplinen zueinander finden, aufeinander reagieren, sich verstärken – die Geschichte eines kontinuierlichen work in progress. Ausgehend von dem ersten Zusammentreffen im Castel Burio werden wichtige Stationen der gemeinsamen Arbeit dokumentiert – nicht im Sinne einer klassischen Werkmonografie, sondern in Form einer narrativen Struktur, welche auf diversen Interviews basiert, die der Autor Hubertus Adam mit den Protagonisten und weiteren Personen führt. Ziel ist eine Geschichte, welche die Personen Boa Baumann und Fritz Hauser sowie ihr Werk lebendig werden lässt. Grossformatige Abbildungen von Andreas Fahrni, Christian Lichtenberg, Isabel Bürgin u. a. bilden einen visuellen Erzählstrang, der sich mit der Textebene verwebt.


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ARCHITEKTUR BAUMONOG R AFIE


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ARCHITEKTUR BAUMONOG R AFIE

nsparenz Form Indizie Staufer & Hasler Architekten

Staufer & Hasler Architekten

bauen für die Justiz I construire pour la justice I costruire per la giustizia

Bundesverwaltungsgericht skurs Architektur Jus Tribunal fédéral adminstratif

dtraum Typus Projekt Tribunale federale amministrativo

ruktur Assoziation Tra m Indizien Diskurs A tiz Stadtraum Typus P Niggli

oziation Struktur For ca. 160 Seiten, zahlreiche Abbildungen 24 x 29 cm, Hardcover deutsch/französisch/italienisch ca. Euro (D) 62.–, (A) 63.70, CHF 78.– ISBN 978-3-7212-0834-4 A P R I L 2 012

Ebenfalls lieferbar

Kantonsschule Wil – ein Holzbauwerk ISBN 978-3-7212-0538-1

Staufer & Hasler Architekten Thesen – Methoden – Bauten ISBN 978-3-7212-0661-6

Das Büro Staufer & Hasler Architekten wurde 1994 in Frauenfeld gegründet. Es widmet sich der Planung und Realisierung von Bauten und Anlagen in den unterschiedlichsten Gattungen und Bereichen. Stellvertretend seien hier die Kantonsschule Wil, das RiffRaff in Zürich mit Kinos und Wohnungen oder das Medien- und Verwaltungsgebäude Untertor in Chur genannt. Gemeinsam ist allen Projekten die kontinuierliche Suche nach prägnanten Raum- und Gestaltstrukturen, welche der gestellten Bauaufgabe und dem Ort eine unverwechselbare Identität verschaffen. Astrid Staufer und Thomas Hasler sind seit 2011 Professoren an der TU Wien.

bauen für die Justiz | construire pour la justice | costruire per la giustizia

Bundesverwaltungsgericht St. Gallen Tribunal fédéral administratif St. Gall Tribunale federale amminstrativo San Gallo Die dreisprachige Publikation befasst sich mit den Hintergründen und der Entstehungsgeschichte eines Bauwerks von nationaler Bedeutung, dem neuen Bundesverwaltungsgericht in St. Gallen von Staufer & Hasler Architekten. In einer simultanen Annäherung kommentieren namhafte Autoren aus unterschiedlichen Blickwinkeln die Umsetzung dieser herausfordernden Bauaufgabe und erschliessen die diesem «institutionellen Gefäss» zugrunde liegenden Gedankengänge und Inspirationsquellen. Dabei geht es stets um die übergeordnete Fragestellung, wie sich «eine Vorstellung von Recht» als gesellschaftliche und durchaus ethisch verstandene Begrifflichkeit zeitgemäss materialisieren kann. Ergänzt werden die persönlichen Einordnungsversuche durch aussagekräftiges und grosszügig ausgelegtes Bild- und Planmaterial. Ein abschliessendes Foto- und Textessay von Heinrich Helfenstein legt den Bauprozess, das «Wachsen» des Hochhauses mit seiner nach aussen gekehrten Tragstruktur offen. Mit Text- und Bildbeiträgen von: Werner Binotto, Kantonsbaumeister; Christoph Bandli, ehem. Bundesverwaltungsgerichtspräsident; Pierre Tschannen, Rechtsprofessor; Silvain Malfroy, Städtebauhistoriker; Bruno Reichlin, Architekturtheoretiker; Valentin Bearth, Architekt; Aurelio Muttoni, Bauingenieur; Annette Spiro, Architektin; Heinrich Helfenstein, Fotograf und Historiker.


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ARCHITEKTUR ARCHITEKTURTHEORIE

Christoph Mäckler, Wolfgang Sonne [Deutsches Institut für Stadtbaukunst] (Hrsg.)

Bücher zur Stadtbaukunst Mit den Büchern zur Stadtbaukunst legt das Deutsche Institut für Stadtbaukunst eine Publikationsreihe vor, in der grundlegende Materialien zur Architektur der Stadt veröffentlicht werden. Die Texte setzen sich mit der Geschichte, Theorie und Praxis der Stadtbaukunst auseinander. Nicht selten sind es Klassiker, die heute eine besondere Aufmerksamkeit verdienen. Manchmal sind es aber auch weniger bekannte Texte, die von der Geschichtsschreibung vergessen wurden, aber gerade für aktuelle Herausforderungen prägnante Ansichten präsentieren.

Band 1

Oswald Mathias Ungers Die Thematisierung der Architektur 136 Seiten, über 290 Abbildungen 21 x 25 cm, deutsch Leinenband mit Schutzumschlag: Euro (D) 34.–, (A) 35.–, CHF 42.– ISBN 978-3-7212-0815-3 bereits angekündigt: Klappenbroschur Euro (D) 22.50, (A) 23.10, CHF 28.– ISBN 978-3-7212-0698-2 LIEFERBAR

Die Neuauflage dieses Buches ist der Tatsache geschuldet, dass Ungers' Text schon vor dreissig Jahren den Versuch unternahm, die Architektur aus der Umklammerung funktionalistischer Zwänge zu befreien, ohne sie gleichzeitig der künstlerischen Willkür des Architekten zu überlassen. «Wenn Architektur wieder zum Erlebnis werden soll, [...] dann muss sie sich aus der Zwangsjacke des Funktionalismus befreien und [...] auf ihre geistigen und künstlerischen Ausdrucksmöglichkeiten besinnen.» In fünf Themenkomplexen – Transformation, Assemblage, Inkorporation, Assimilation und Imagination – erläutert Ungers die Prinzipien anhand eigener Projekte und Wettbewerbsbeiträge. Herausgegeben von Walter A. Noebel.

2 Das Haus wie …

3 Die Verwandlung der Säule von Gabriel Krammer, aus: „Architectura. Von Den Funf Seulen Sampt Iren Ornamenten Und Zierden“, Prag 1600.

33 Ausschnitt aus einem unvollendeten morphologischen Formlexikon, basierend auf drei geometrischen Grundformen und deren Abwandlungen.

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Die Möglichkeiten der Themafin­ dung in der Architektur sind vielfältig, wenn auch vielleicht – durch ihre Gebundenheit an Funktionen und Materialien – nicht so unbeschränkt wie in den anderen Künsten. Einige Themen,

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die meinen Arbeiten zugrunde liegen und die ich versucht habe, darin zu gestalten, sollen im Folgenden an konkreten Beispielen dargestellt werden. Natürlich wird das Thema in den einzelnen Entwürfen manchmal mehr und

manchmal weniger deutlich und gelegentlich überschneiden sich in einem Entwurf mehrere Themen, sodass die Einordnung in ein bestimmtes Kapitel oft nicht ganz einfach war. Wesentlich ist jedoch, dass die Absicht, einem Bauwerk

ein Thema zugrunde zu legen, um ihm damit einen künstleri­ schen Ausdruck zu geben, klar erkennbar wird.

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157 Innenraumperspektive der Stadtloggia und Vergleich mit einigen historischen Sälen:

a) Rathaushalle in Kopenhagen.

b) Ehemaliger Rathaussaal in Hildesheim.

158 Bebauungsvorschlag für den Marktplatz in Hildesheim

c) Börse in Amsterdam. d) Familistère in Guise.

und Vergleich mit einigen histori­ schen Plätzen:

a) Marktplatz in Goslar. b) Palazzo Comunale in Piacenza.

c) Marktplatz von Hildesheim vor 1945. d) Rathaus in Köln.

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Leinenband Klappenbroschur

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ARCHITEKTUR ARCHITEKTURTHEORIE

Christoph Mäckler, Wolfgang Sonne [Deutsches Institut für Stadtbaukunst] (Hrsg.) DEUTSCHES INSTITUT FÜR STADTBAUKUNST BÜCHER ZUR STADTBAUKUNST

Band 2

Georg Ebbing Der Eckgrundriss «Aus dem Grundriss entsteht alles. Ohne Grundriss ist Unordnung, Willkür. Der Grundriss bedingt bereits die Wirkung auf die Sinne.» Le Corbusier

Der Eckgrundriss

NIGGLI

StadtbaukunSt 184 Seiten, über 300 Abbildungen 21 x 25 cm, deutsch Leinenband mit Schutzumschlag: Euro (D) 34.–, (A) 35.–, CHF 42.– ISBN 978-3-7212-0825-2 Klappenbroschur: Euro (D) 22.50, (A) 23.10, CHF 28.– ISBN 978-3-7212-0824-5 Subskriptionspreise bis 31. Januar 2012: Leinenband mit Schutzumschlag: Euro (D) 30.–, (A) 30.90, CHF 38.– Klappenbroschur: Euro (D) 20.–, (A) 20.60, CHF 25.– F E B R U A R 2 012

Leinenband Klappenbroschur

Das Entwerfen von Wohnhäusern in einem bestehenden städtischen Kontext erfordert das Studium bereits vorhandener städtischer Wohnungsgrundrisse. Besonders stark ist der Einfluss des städtischen Raumes auf das einzelne Haus beim Eckhaus, das, oftmals über einen Erker, den Stadtraum wirkungsvoll mit dem Wohnraum verbindet. Das rechtwinklige, das spitzwinklige und das stumpfwinklige Eckhaus werden hier näher beleuchtet und sollen damit aus der Vergessenheit geholt werden, denn im Zuge der Moderne ging diese Art des Bauens fast gänzlich verloren. Die Publikation zeigt den Eckgrundriss in zahlreichen Beispielen – mit Fotografien und Grundrissen veranschaulicht. Die durchaus subjektive, niemals vollständige Auswahl gelungener Ecklösungen reicht von 1805 bis 2005 aus zahlreichen deutschen (Berlin, Dresden, Köln, München u.a.) und europäischen Städten wie Prag, Wien, Mailand, Basel, Strasbourg, Paris, Luxemburg, Amsterdam, Kopenhagen, von Giuseppe Terragni, Otto Wagner, Hans Poelzig, Bruno Taut, O. R. Salvisberg, Gio Ponti, Asnago e Vender, Rob Krier, Meili Peter und weiteren.


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ARCHITEKTUR

Christoph Mäckler, Wolfgang Sonne [Deutsches Institut für Stadtbaukunst] (Hrsg.)

Konferenz zur Schönheit und Lebensfähigkeit der Stadt 2 Die zweite Konferenz zur Schönheit und Lebensfähigkeit der Stadt stellte die zwei Themenbereiche «Handel» und «Energie» zur Diskussion. Die Konferenzthemen und Teilnehmer im Einzelnen waren: HANDEL IN DER STADT

Gerhard Dunstheimer, ECE Projektmanagement GmbH & Co. KG, Hamburg Prof. Dr. Franz Pesch, Universität Stuttgart Prof. Dr. Fritz Neumeyer, TU Berlin HANDEL IN DER PERIPHERIE ca. 200 Seiten, über 170 Abbildungen 21 x 25 cm, Klappenbroschur, deutsch Euro (D) 38.–, (A) 39.10, CHF 48.–,

John Quinn, Value Retail Management GmbH, Ingolstadt Prof. Wolfgang Christ, Bauhaus Universität Weimar Dr. Burkhard Spinnen, Münster

ISBN 978-3-7212-0823-8 Subskriptionspreis

HANDEL IN DER INNENSTADT

bis 31. Januar 2012:

Matthias Böning, mfi management für immobilien AG, Essen Hartwig Schultheiss, Stadt Münster Lovro Mandac, GALERIA Kaufhof GmbH, Köln

Euro (D) 34.–, (A) 35.–, CHF 42.– F E B R U A R 2 012

HANDEL IM STADTQUARTIER Ebenfalls lieferbar

Konferenz zur Schönheit und Lebensfähigkeit der Stadt 1

Prof. Dr. Hans Stimmann, Berlin Prof. Wulf Daseking, Stadt Freiburg im Breisgau Prof. Dr. Werner Oechslin, Stiftung Bibliothek Werner Oechslin, Einsiedeln

Zehn Grundsätze zur

ENERGIE UND STADT

Stadtbaukunst heute

Roland Stulz, novatlantis, Zürich Prof. Manfred Hegger, TU Darmstadt Prof. Arno Lederer, Universität Stuttgart

ISBN 978-3-7212-0778-1

ENERGIE UND NEUBAU

Prof. Günter Pfeifer, TU Darmstadt Frank Junker, ABG Frankfurt Holding GmbH, Frankfurt am Main ENERGIE UND ALTBAU

Konrad Fischer, Architektur- und Ingenieurbüro Fischer, Hochstadt am Main Dr. Burkhard Schulze Darup, Schulze Darup und Partner, Nürnberg ENERGIE UND STADTBILD

Dr. Roswitha Kaiser, Landesamt für Denkmalpflege Hessen, Wiesbaden Dr. Robert Kaltenbrunner, Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, Bonn Prof. Dr. Vittorio Magnago Lampugnani, ETH Zürich


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ARCHITEKTUR ARCHITHESE

Internationale Zeitschrift und Schriftenreihe für Architektur International thematic review for architecture Offizielles Organ des Verbandes freierwerbender Schweizer Architekten FSAI Abonnementpreise Inland: Jahresabo: CHF 148.– / Jahresabo Studenten: 115.– Abonnementpreise Ausland: Jahresabo: Euro 128.–, CHF 159.– / Jahresabo Studenten: Euro 98.–, CHF 124.– 22,5 x 29,5 cm, deutsch, englisch und französisch, Euro 22.– (D), 22.60 (A), CHF 28.–, zzgl. Versandkosten

Heft 1/Februar 2012 Swiss Performance 12

Nun schon zum zwölften Mal: Der Rückblick auf die Architektur des Vorjahrs. archithese zeigt gleich einem Architekturjahrbuch gelungene und diskussionswürdige Bauten, die in der Schweiz entstanden sind oder von Schweizer Architekten im Ausland realisiert wurden. In der Rubrik «Swiss Unlimited» sind unkonventionelle Projekte versammelt. ISBN 978-3-7212-0826-9

Heft 2/April 2012 Bauherr und Investor

Früher trat der Bauherr als Patron und Einzelperson in Erscheinung. Heute sind initiative Persönlichkeiten, aber auch entscheidungskräftige institutionelle Bauherren Mangelware: Investoren und Public-Private-Partnerships bestimmen das bauliche Geschehen. Sind Genossenschaften und Baugruppen als solidarische Zusammenschlüsse eine Alternative zur Flucht aus der Verantwortung? archithese widmet sich den veränderten Verhältnissen und ihren baulichen Auswirkungen – vom individuellen und exzentrischen Apartment bis hin zum massentauglichen Wohnungsbau. ISBN 978-3-7212-0827-6

Heft 3/Juni 2012 Paris

Unter François Mitterrand entstanden in Paris die Grand Projets, und an der Seine etablierten sich Büros wie Nouvel, Perrault und Portzamparc; Nicolas Sarkozy widmete sich mit Grand Paris der ganzen Metropolregion. Doch beinahe unbemerkt ist in Paris eine junge dynamische Architekturszene entstanden, die nicht nur Fiktionen entwickelt, sondern sogar baut. Dadurch gilt Paris als neuer Brennpunkt im europäischen Architekturgeschehen. Unten den neuen Trendsettern: Stéphane Maupin, François Roche, Eduard François, Criticat etc. ISBN 978-3-7212-0828-3


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DESIGN I N D U S T R I E -/P RO D U K T D E S I G N

Gerhard Heufler

Design Basics Von der Idee zum Produkt

4. erweiterte AuflAge

4., vollständig überarbeitete und erweiterte Auflage gerhard Heufler

design basics Von der idee zum Produkt

niggli

232 Seiten, ca. 380 Abbildungen 12 x 21,5 cm, Klappenbroschur deutsch Euro (D) 34.–, (A) 35.–, CHF 42.– ISBN 978-3-7212-0829-0

Wie funktioniert Design? Was unterscheidet Design vom Styling? Gilt der Slogan «Die Form folgt der Funktion» noch? Wie läuft Design in der Praxis ab? Bereits in der vierten Auflage erscheint Gerhard Heuflers Buch Design Basics – ein Standardwerk für industrielles Design. Das Buch spannt den inhaltlichen Bogen von den geschichtlichen Wurzeln bis zum Ausblick in die nächste Zukunft, von den umfassenden Produktfunktionen bis zum komplexen Designprozess, von theoretischen Grundlagen zu anschaulichen Fallstudien. Zentrales Thema ist die Produktgestaltung im Spannungsfeld zwischen Konsument, Produzent und Designer. Design Basics ist eine kompakte Einführung in das Industriedesign, verfasst von einem Insider. Interessierte Anwender sind genauso angesprochen wie engagierte Unternehmer, neugierige Techniker ebenso wie angehende Gestalter.

F E B R U A R 2 012

Ebenfalls lieferbar

Design Products, Edition 2 ISBN 978-3-7212-0530-5

Design Impulse ISBN 978-3-7212-0748-4

Design Impulse No. 2 Bikes Cars Colours More Smart Ideas

4.2 Recherchieren und Analysieren Ziel: Problemerkennung

Die Chance – vor allem für Klein- und Mittelbetriebe –, sich auf dem Weltmarkt erfolgreich zu behaupten, wird in Produkten mit hoher technischer Qualität liegen. Diese »Hightech«-Qualität muss aber erst sichtbar gemacht werden, was wiederum eine vorrangige Aufgabe für das Produktdesign darstellt. In vielen Betrieben werden aber nur Zeit und Energie in die technische Entwicklung gesteckt – für das Design bleibt nichts übrig. Dieser enorme technische Entwicklungsaufwand ist dann aber für einen Außenstehenden nicht nachvollziehbar, weil man das der nachlässig behandelten Produktform nicht ansieht: Es verkauft sich unter seinem tatsächlichen Wert!

FH Graz, Betreuer: Mark Shipard, Kooperation: Audi AG, Konzept Design München)

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Die Folge davon ist eine »soziale Kreativität«, die das gemeinsame Problemlösen in den Vordergrund stellt. Bei den immer komplexer werdenden Aufgaben wird diese Strategie eine große Zukunft haben. Sie setzt allerdings hohe Anforderungen nicht nur an die fachliche Qualifikation, sondern noch mehr an die menschlichen Qualitäten der Teammitglieder. Ganz einfache Dinge wie: zuhören können, Vertrauen aufbauen, zusammenarbeiten wollen, Toleranz üben ... – das sind wichtige Aspekte eines von Persönlichkeiten geprägten fruchtbaren Arbeitsklimas.

Weg vom »produktorientierten« Denken und hin zum »problemorientierten« Arbeiten! Am Beispiel Leuchten: Wenn die Aufgabe lautet, neue Lampenschirme zu entwickeln, so ist der Ideenspielraum schon stark eingeengt, umwälzende Lösungen sind nicht zu erwarten. Lautet die Aufgabe hingegen, das Problem der Blendung neu zu lösen, so sind jetzt auch innovative Lösungen (wie z.B. Polfilter o.Ä.) denkbar. Die Aufgabenformulierung muss sich also am Benutzer und seinen Bedürfnissen orientieren. Sie sollte zwar sorgfältig, aber nicht zu einengend formuliert werden, sonst ist die Chance auf neue Lösungsansätze nicht gegeben.

Recherchieren und Analysieren am Beispiel eines Mini-Vans: Eines der Kernprobleme jedes Vans ist die Variabilität bzw. Anpassbarkeit an die unterschiedlichsten Benutzerwünsche. Relevant sind Fragen wie: Was soll alles transportiert werden? Wie viele Personen? Wie viele und wie große Güter? Soll man auch darin schlafen können? Soll man darin Besprechungen abhalten können? Getränke kühlen ...? Vergleichende Analysen und Befragungen können weiterhelfen und die Ergebnisse in Skizzenform visualisiert werden. (Recherche-Skizzen: Christian Koppold, FH Graz)

4.3 Konzipieren

Mobile Bühne ›VERSATILE‹

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154 Fallstudien

Design als Prozess

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Konzipieren

Konzipieren

In der Konzeptphase werden zuerst parallel produktsprachliche, gebrauchsorientierte und technische Prinziplösungen entwickelt, die anschließend sinnvoll miteinander kombiniert werden. Entscheidend bei der Erstellung von Konzepten ist eine möglichst große Bandbreite an lösungsvarianten bzw. -alternativen. Also ja nicht zu früh bremsen nach dem Motto »das haben wir noch nie so gemacht«, sondern auch Unkonventionelles, Ungewohntes zulassen. Nur so entstehen innovative Lösungen – Einschränkungen kommen noch früh genug! Zur Vorgangsweise in der Konzeptphase gibt es meist einen grundlegenden Unterschied zwischen dem Konstrukteur und dem Designer. Aufgrund der üblichen Strukturierung einer Gesamtfunktion in Teilfunktionen ist der Konstrukteur gewohnt, zuerst die Teillösungen zu suchen und diese zu einem Gesamtkonzept zusammenzufügen. Der Designer hingegen wird in der Regel eher wie ein Bildhauer vom »Groben ins Feine«, also von einem umfassenden – manchmal visionären – Gesamtkonzept in die Detaillösungen gehen. Das kann manchmal auf Unverständnis stoßen, weil hier der intuitive Generalist und der rationale Pragmatiker aufeinander prallen. Für die Produktentwicklung brauchen wir beide Charaktere, und wir sollten alles daran setzen, dass kein Kollisionskurs entsteht. Die in der Aufgabenstellung enthaltene Gesamtfunktion muss in vielen Fällen aber auch vom Designer zuerst strukturiert, d.h. in Haupt- und Nebenfunktionen sinnvoll gegliedert werden. Dadurch erst wird eine Aufgabe, die aus einem ganzen Bündel miteinander verflochtener Probleme besteht, überschaubar gemacht und kann damit Schritt für Schritt bewältigt werden. Nun, wie wird ein Problem strukturiert? Wir werden eine Methode schildern, die der Wertanalyse entstammt.

Design als Prozess

Ziel: Lösungsvarianten

Die Funktionsgliederung Ausgangspunkt unserer Überlegungen ist ein bestehendes Produkt. Dieses wird insgesamt als Wirksystem betrachtet, das sich aus verschiedenen Teilen, den Elementen, zusammensetzt. Das Wirksystem erfüllt die Gesamtfunktion, die einzelnen Elemente sind Träger der Teilfunktionen. Funktionen werden immer durch Hauptwort und Tätigkeitswort (möglichst aktives Verb) beschrieben, z.B. Rad drehen, Sechskant aufnehmen, Steine spalten ... Konzipieren am Beispiel eines Offroad-Coupés: Das Thema lautete »Moving Emotion«, es galt also eine emotional orientierte Formensprache zu entwickeln. In einer Vielzahl von Skizzen – mit permanenter Variantenbildung und Alternativensuche – näherte man sich der Problemlösung an. (Design: Marek Simko, FH Graz, Betreuer: Achim Storz, Kooperation: Magna Steyr)

Beim Optimieren und Ausarbeiten werden alle Variationsmöglichkeiten der mobilen Bühne durchgespielt. Nach Lösen der Schnellverschlüsse wird der Trailer, noch am Zugfahrzeug hängend, auf seine maximale Länge gezogen, dabei ist die hintere Achse blockiert.

Ist die Aufgabe definiert, so gilt es als Erstes, sich zu informieren, man startet die Recherche. In der Designpraxis bedeutet das, über die Produkte des Auftraggebers und die der Konkurrenten Informationen zu sammeln und nach verschiedenen Gesichtspunkten auszuwerten (Technik, Ergonomie, Markterfolg usw.). Damit werden Vor- und Nachteile bereits existierender Produkte klar herausgearbeitet. Weiters werden Marktanalysen angefertigt, entweder durch Auswerten von Verkaufsstatistiken oder durch systematische Befragungen von repräsentativen Personengruppen. Im Grunde genommen geht es bei all diesen Vorgangsweisen um ein Erforschen des Ist-Zustandes, also um eine Zustandsanalyse.

Recherchieren und Analysieren

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Deshalb sollten wir uns nicht auf das Produkt als Aufgabenstellung konzentrieren, sondern auf die Problemstellung, die es zu lösen gilt. Was bedeutet das für den Designprozess?

81 Design als Prozess

Recherchieren und Analysieren

Innovation und Qualität sind die herausragenden Merkmale dieser Designstudie eines Kinderwagens für die Premiummarke AUDI. Innovativ, weil der Kinderwagen Teil eines modularen Systems darstellt, der den Sitz im Auto schwenkbar macht, qualitätsvoll, weil der Kinderwagen von den Materialien, der Verarbeitung und der Detailausbildung die AUDI-Gene klar erkennen lässt. (Design: Asal Shirvani,

Innovationen können sehr vielseitig sein: gebrauchstechnisch, herstellungstechnisch, materialbezogen, funktional oder auch formal. Zu all diesen Punkten kann Design Beiträge liefern, weil der Designer kein Spezialist ist, sondern gleichzeitig in den unterschiedlichsten Produktkategorien arbeitet und damit auch für die unterschiedlichsten Problemstellungen Lösungen finden muss. Dies geschieht innerhalb des interdisziplinär zusammengesetzten Entwicklungsteams. Das bedeutet, dass ein freiberuflicher Designer mit der Zeit ein sehr breitbandiges, vielschichtiges Erfahrungsspektrum aufbauen kann, das eine wertvolle Ergänzung zum innerbetrieblichen Spezialwissen darstellt. Auch können z.B. Techniker und Designer durch konstruktive Kritik und wechselseitige Hilfe zu neuen, innovativen Lösungen kommen.

Design als Prozess

Design aus der Produzentensicht

(Design: Stefanie Hödlmoser, Ulf Kühnapfel, David Leister, FH Graz, Betreuer: Alexander Kada, Gerhard Heufler, in Kooperation mit Magna-Steyr / Andreas Wolfsgruber, Graz)

3.5 Design leistet Innovation

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Gerhard Heufler, geb. 1944, ist freischaffender Industriedesigner und seit 1995 Professor am Studiengang Industrial Design der FH Joanneum in Graz; vorher Lehraufträge für Design, Produktanalyse und Ergonomie an der Kunstuniversität Mozarteum in Salzburg und an der Technischen Universität in Graz. Sechs Staatspreise für Design, darunter das kleinste Minensuchgerät der Welt und ein unbemannter Hubschrauber (beide in der ständigen Designsammlung des MoMA, New York) und ein USA Industrial Design Excellence Award Gold für eine Kompostwendemaschine.

Umfragen unter Taxibetreibern haben ergeben, dass ca. 90 Prozent aller Fahrten mit nur einem (!) Fahrgast erfolgen. Deshalb könnte ein kompakt-schmales (weniger Verkehrsfläche beanspruchendes!) und damit auch leichteres Fahrzeug (weniger Energieverbrauch!) einen innovativen, umweltfreundlichen Beitrag zum innerstädtischen Verkehr leisten.

Design leistet Innovation

Aufgabe des Designers ist es hier, die vorhandenen inneren Qualitäten des Produktes nach außen hin erfahrbar zu machen. Eigenständige, charakteristische Formensprache sowie sorgfältige Detailgestaltung sind Möglichkeiten dazu. Allerdings muss vor einem Missbrauch gewarnt werden: wenn nämlich umgekehrt versucht wird, ein technisch minderwertiges Produkt mittels Design »aufzumöbeln«. Das blendet zwar im ersten Augenblick, wird aber langfristig keine erfolgreiche Strategie sein.

Mit der Aufgabenstellung beginnt der Designprozess. Beim Definieren der Aufgabe aber werden oft schon die ersten Fehler gemacht. Wir sollten Folgendes beachten: Ein Gebrauchsobjekt hat immer eine dienende Funktion. Es dient als Problemlöser. Will man z.B. auf einem Blatt Papier einen Kreis ziehen, so können wir dieses Problem mittels Zirkel, mittels Kreisschablone oder auch mittels Stecknadel, Zwirn und Schreibgerät lösen. Unterschiedliche Lösungen, unterschiedliche Materialien führen hier zum selben Ziel.

Design aus der Produzentensicht

Design macht Qualität sichtbar

ISBN 978-3-7212-0794-1

3.4 Design macht Qualität sichtbar


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DESIGN FAR B K ALE N D E R

Moritz Zwimpfer

Niggli Farbkalender 2013 365 Tage – 365 Farben

ca. 380 Seiten, 12,5 x 15,5 cm Spiralbindung, deutsch/englisch ca. Euro (D) 29.80, (A) 30.–, CHF 38.– ISBN 978-3-7212-0832-0 J U N I 2 012

Ebenfalls lieferbar

Sonne auf der Haut ISBN 978-3-7212-0728-6

Box 366 Farbkartenset ISBN 978-3-7212-0624-1

Moritz Zwimpfer ist Grafikdesigner in Basel und war viele Jahre Dozent für Farbe und Grafikdesign an der Schule für Gestaltung in Basel und der Fachhochschule beider Basel. Als Autor hat sich Moritz Zwimpfer mit verschiedenen Aspekten der visuellen Wahrnehmung befasst. Im Niggli Verlag sind diverse Publikationen von ihm erschienen.

Moritz Zwimpfer ist der Alchimist der Farben. Jedem Tag dieses Kalenders gibt er seinen eigenen Farbton; jeder soll eine eigene Emotion, einen eigenen Klang auslösen. Gut gehütet ist das Geheimnis, wie diese Farben gemischt und gedruckt werden – zum Leidwesen aller, die uns nach den Farbwerten fragen, kann diese Frage nicht einfach mit CMYK-Werten beantwortet werden. Die leuchtenden Farben und feinen Nuancen sind das Ergebnis eines «alchimistischen Prozesses» (sowie einer Sonderleistung des Druckers), wie uns Moritz Zwimpfer verrät. Der Farbkalender ist ein Liebhaber- und Kultobjekt – zum achten Mal schon verzaubert er uns mit seinen bunten Tagen. Im Anhang findet sich eine Kalenderübersicht für 2013/2014 sowie leere Seiten für Notizen.


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DESIGN MÖBELDESIGN

Allgemeine Entwurfsanstalt Trix und Robert Haussmann arbeiten seit 1967 im gemeinsamen Architektur- und Designbüro. Seit 1981 firmieren sie als Allgemeine Entwurfsanstalt in Zürich. Ihre Tätigkeit reicht vom Planen, Bauen und Umbauen in privaten, geschäftlichen und öffentlichen Bereichen bis zur Produktgestaltung für Klienten im In- und Ausland.


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DESIGN MÖBELDESIGN

Die Allgemeine Entwurfsanstalt mit Trix und Robert Haussmann Möbel für die Röthlisberger Kollektion

80 Seiten, ca. 150 Abbildungen 21 x 28,5 cm, Hardcover Euro (D) 38.–, (A) 39.10, CHF 48.– Deutsche Ausgabe: ISBN 978-3-7212-0817-7 Englische Ausgabe: ISBN 978-3-7212-0818-4 Französische Ausgabe: ISBN 978-3-7212-0819-1 LIEFERBAR

Robert Haussmann hat in Zürich und Amsterdam studiert. Nach einigen Jahren Praxis in der Bauindustrie arbeitete er seit 1956 selbstständig. Robert Haussmann lehrte von 1972 bis 1978 an der Fachklasse für Innenarchitektur und Produktgestaltung der Kunstgewerbeschule Zürich. Von 1979 bis 1981 war er Gastdozent für Architekturentwurf an der ETH Zürich und von 1986 bis 1998 Professor für Architekturentwurf an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste in Stuttgart. Trix Haussmann-Högl hat an der ETH in Zürich studiert. Nach dem Abschluss in Architektur hat sie ein Nachdiplomstudium am Eidgenössischen Institut für Orts-, Regional- und Landesplanung ORL in Zürich abgeschlossen. Trix Haussmann war von 1997 bis 2002 Dozentin an der ETH in Zürich.

deutsch englisch französisch

Über die gemeinsame Bekanntschaft mit Teo Jakob kam in den Fünzigerjahren eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit von Robert Haussmann und der Möbelschreinerei Röthlisberger zustande. Zwischen 1960 und 1977 entstanden spezielle Einzelmöbel und Innenausbauten, so etwa ein schlichter Sofatisch mit Glasplatte aus Marbritglas oder ein Ladenlokal für IBM in Bern. Nach der Rezession in den Siebzigern löste sich das Familienunternehmen Röthlisberger von der Abhängigkeit der Grossabnehmer und entwickelte mit verschiedenen renommierten Entwerfern wie Teo Jakob, Koni Ochsner, Ueli Wieser, Hans Eichenberger und eben Trix und Robert Haussmann eigene Kollektionen, die stets handwerkliche und industrielle Fertigung kombinieren und den Entwerfern möglichst freie Hand lassen. Bereits die erste Präsentation der Möbel 1977 war ein grosser Erfolg, und bald etablierte sich die Kollektion; alle fünf Jahre wurden acht bis zwölf neue Stücke editiert. Mit Trix und Robert Haussmann entstanden ab 1979 viele Experimente künstlerisch und handwerklich gefertigter Möbel. Sie wurden nicht als Möbel, sondern als «Objekte» vertrieben – in limitierter Anzahl von je 15 Stück: Säulenstumpf, Säulenschrank, Mauerkommode und Brückenschreibtisch. Alle Objekte wurden jeweils in Oliveneschenmaser und in Farbbeschichtung hergestellt. In dieser Publikation werden die in der Allgemeinen Entwurfsanstalt von Trix und Robert Haussmann entwickelten Möbel aus der Röthlisberger Kollektion vorgestellt. Mit Beiträgen von Peter Röthlisberger, Alfred Hablützel, Trix und Robert Haussmann.


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DESIGN MÖBELDESIGN

Stefan Zwicky

Schweizer Möbellexikon Das Handbuch zum Möbeldesign in der Schweiz führt über dreihundert ausgesuchte Beispiele produzierter Originale nach Entwürfen von über 140 Entwerfern an. Als eine ab 1926 chronologisch und typologisch geführte Bestandsaufnahme liefert es für Anwender und angehende Benützer von Desingnermobiliar eine umfassende und zu Vergleichen anregende Orientierungshilfe. Stefan Zwicky schuf mit diesem lexikalischen Standardwerk das bisher fehlende «Who's who» zum Schweizer Möbeldesign.

ca. 276 Seiten, über 300 Abbildungen 18 x 24,5 cm, Halbgewebeband deutsch ca. Euro (D) 40.–, (A) 41.10, CHF 58.– ISBN 978-3-7212-0806-1 F R Ü H J A H R 2 012

Stefan Zwicky, geb. 1952, absolvierte zunächst eine Lehre als Schaufensterdekorateur und studierte später bei Willy Guhl Innenarchitektur. Nach der Arbeit bei Peter Daniel Bernoulli, Robert und Trix Haussmann und Studio Olivetti in Mailand eröffnete er 1983 sein eigenes Architekturbüro in Zürich. Zudem gestaltet er Ausstellungen, designt Möbel, schreibt und lehrt an verschiedenen Hochschulen.


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TYPOGRAFIE

Christian Fischer, Johannes Henseler, Indra Kupferschmid, Ilona Pfeifer, Philipp Schäfer, Andreas Uebele – Fachhochschule Düsseldorf, Fachbereich Design (Hrsg.) schrift und identität die GestaltunG von BeschilderunGen iM öffentlichen verkehr niGGli

ca. 248 Seiten, über 200 Abbildungen 16 x 22 cm, Broschur, deutsch ca. Euro (D) 38.–, (A) 39.10, CHF 48.– ISBN 978-3-7212-0820-7 M Ä R Z 2 012

Schrift und Identität Die Gestaltung von Beschilderungen im öffentlichen Verkehr

Gibt es eine «französische» Schrift? Oder sind gewisse Schriften in England häufiger zu finden als in Osteuropa? Gibt es überhaupt eine Verbindung zwischen Schrift und nationaler Identität? Darf man diese Frage stellen, ohne sich in nationalen und typografischen Fallstricken zu verheddern? Auch wenn es Schriften gibt, die international erfolgreich sind – wie zum Beispiel die zu unrecht geschmähte Helvetica, die Frutiger oder die Times –, gibt es doch Unterschiede im Umgang mit diesem Baustein der Gestaltung. Im vorliegenden Buch wird ein sehr konzentrierter Blick auf die Verkehrsbeschilderung gelenkt. Diese, im besten Falle, grafischen kleinen Kunstwerke, sind ein Ausdruck der nationalen Identität, da sie das Bild im öffentlichen Raum prägen: Der erste Blick des Besuchers fällt auf das Strassenschild, das Display im Flughafen oder die Anzeigentafel im Bahnhof. Es ist eine öffentliche Visitenkarte, auch wenn diese von einem kanadischen Designer entworfen wurde, der eine Schrift benutzt, die von einem Schweizer, der in Frankreich lebt, entworfen wurde. Aber dieser bestimmte «Zusammenklang» ist in nur in einem Land so zu finden und prägt dort das öffentliche Bild. Für diese Veröffentlichung wurden Beispiele aus aller Welt gesammelt, lateinische Schrift vorausgesetzt. Die Abbildungen sind eine Collage; oft sind die Zeichen und Piktogramme aus ihrem Zusammenhang gelöst, wenn es vertretbar erschien und die Absicht des Designers dadurch nicht verunklart wurde, andere wurden unverändert abgebildet. Massgabe war nicht zuletzt, ein schönes Buch zu choreografieren. Für alle Gestalter, die sich mit Schrift, Farbe, Pfeil und Piktogramm beschäftigen und Planer von Orientierungssystemen ist es ein lehrreiches Bilderbuch. Mit Textbeiträgen von Florian Adler, Indra Kupferschmid, Sven Neumann, AlbertJan Pool und Erik Spiekermann.

FluGHAFEN KölN/BONN, DEuTScHlAND SIMPlEKOElNBONN, NORM, 2003 INTéGRAl RuEDI BAuR ET ASSOcIél, 2003

STRASSENVERKEHR, ESTlAND ARIAl NARROW BOlD, ROBIN NIcHOlAS uND PATRIcIA SAuNDERS, 1989/90

Die Schrift ist von der »Simple« inspiriert. Sie wurde gewählt, da von ihr ausgehend eine entsprechende Piktogramm-Sprache entwickelt werden kann. Piktogramme und Schriftzeichen gehören so ein und derselben Familie von Schriftzeichen an, die den Flughafen identifizieren. Sie basieren auf einem gemeinsamen Grundraster und haben eine gleichbleibende Strichstärke. Die Schriften »SimpleKoelnBonn« und »SimpleKoelnBonn Symbols« können jederzeit innerhalb eines Textes gleichzeitig verwendet werden, ohne dabei visuelle Störungen hervorzurufen. Die Piktogramme verstärken ein Wort oder ersetzen es manchmal sogar. Sie können in den Text eingebettet oder im Gegenteil dazu durch eine Farbe hervorgehoben werden.

Ein ungewöhnliches Beispiel für eine Verkehrsschrift ist in Estland zu sehen. Eigentlich wurde die »Arial« 1989 für Monotype von Robin Nicholas und Patricia Saunders entwickelt. Diese verwendete Mircosoft für ihr Betriebssystem 3.1. Heute ist die »Arial Narrow Bold« auf Straßenschildern in Estland.

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TOURNEFEUILLE

STRASSENVERKEHR, FRANKREIcH l1, l2, l3/4 Die »l1« und »l2« sind Versalalphabete. Die »l1« ist schwarz für weißen Hintergrund. Sie wird für Hinweise auf Orte in der näheren umgebung verwendet. Die »l2« ist weiß und wird auf grünem Hintergrund für landstraßen und auf blauem Hintergrund für Autobahnen eingesetzt und hat eine dünnere Strickstärke als die »l1«. Die Besonderheit der beiden Schriften sind die großen Punzen der Buchstaben P und R. Die »l4« ist eine Kursive und wird schwarz auf weiß gesetzt und verweist innerorts auf Stadtteile oder öffentliche Einrichtungen.

pa r i s

montpellier

bÉziers le grau

nÎmes

du

roi

sÈte

PO R T-V E N D R E S prades 99

co l l io u re

Die »Transport« wird nur in den Schnitten »Medium« und »Heavy« eingesetzt. Sie ist eine runde Schrift mit ausgeprägten Endstrichen an den Buchstaben »a«, »t« und »l«.

collias

narbonne 98

83

STRASSENVERKEHR, GROSSBRITANNIEN TRANSPORT, JOcK KINNEIR uND MARGARET cAlVERT, 1957 – 1963

perpignan

agde

82

la grande motte

116

117


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TYPOGRAFIE THEORIE


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TYPOGRAFIE THEORIE

Isabel Naegele, Petra Eisele (Hrsg.)

Texte zur Typografie Positionen zur Schrift

240 Seiten, ca. 100 Abbildungen 23,5 x 31 cm, Klappenbroschur deutsch ca. Euro (D) 42.–, (A) 43.20, CHF 52.– Subskriptionspreise bis 15. März 2012: ca. Euro (D) 34.–, (A) 35.–, CHF 42.– ISBN 978-3-7212-0821-4 M Ä R Z 2 012 Ausstellung im Gutenberg-Museum Mainz ON–TYPE: 11. November 2011 bis 6. Mai 2012 www. gutenberg-museum.de www.on-type.de

Dr. Isabel Naegele studierte Visuelle Kommunikation an der HFG Offenbach und Medizin in Frankfurt a. M. Nach Abschluss als Diplomdesignerin und Arbeitsstationen bei Intégral Ruedi Baur und Studio Dumbar seit 1989 selbstständige Gestalterin. Seit 1999 intensive Zusammenarbeit mit dem Ausstellungskonzept «Dialog im Dunkeln» und zu Fragen der barrierefreien Gestaltung und Wahrnehmung. Seit 1999 Professorin für Typografie und Gestaltungsgrundlagen an der Fachhochschule Mainz. Dr. Petra Eisele studierte Kunstgeschichte und Germanistik und forschte intensiv zum Bauhaus und seinen Gestaltungsprinzipien. Von 2000 bis 2003 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin für Geschichte und Theorie des Designs an der Bauhaus-Universität Weimar. Sie ist Gründungsmitglied und Vorstand der Gesellschaft für Designgeschichte, war Dozentin an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und ist jetzt Professorin für Designgeschichte und Designtheorie an der FH Mainz.

Typografie ist allgegenwärtig und wird doch wenig bewusst wahrgenommen. Dabei haben Schriftliebhaber, Philosophen, Typografen und Schriftgestalter schon immer über Schrift weit mehr geschrieben, gestritten und gedacht, als allgemein bekannt ist. Texte zur Typografie versammelt Thesen, Manifeste und Standortbestimmungen zur Typografie des 20. Jahrhunderts im deutschsprachigen Raum. Vorgestellt werden wichtige Protagonisten und Diskurse, aber auch hitzige Diskussionen über Typografie: über «deutsche Schrift», den «modernen Menschen», Lesbarkeit, Kleinschreibung oder die Folgen der Digitalisierung. Texte zur Typografie stellt ein Verzeichnis bibliografischer Angaben, ausgewählter Textauszüge sowie Originalabdrucke der Texte aus Büchern und Zeitschriften im Massstab 1:1 zur Verfügung – das Buch kann also auch als ein Kanon der Buchgestaltung visuell «gelesen» werden. Eine designhistorische Einführung, persönliche Empfehlungen sowie eine chronologische Übersicht eröffnen einen individuellen Zugang zu typografischen Fragestellungen und Themen. Eine Sammlung in Wort und Bild zum wundersamen Kosmos der Schriftzeichen. Zum Weiterlesen, Orientieren und Streiten. Für Besserwisser, Bibliophile, Blogger, Buchstabensammler, Designkritiker, Lehrende, Germanisten, Gestalter, Kunsthistoriker, Leser, Pädagogen, Schriftliebhaber, Studierende, Theoretiker, TypoLaien und Typo-Nerds.


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TYPOGRAFIE L AYO U T

Reinhard Albers

Layoutcards Die Praxis in der Printmedienherstellung und -gestaltung

rei n har d a lb e r s

Layoutcards die Praxis in der Printmedienherstellung und -gestaltung

NIGGLI

60 farbige Karten (12 x 8 cm) in einer Box, deutsch Studienausgabe: ca. Euro (D) 29.80, (A) 30.60, CHF 38.– ISBN 978-3-7212-0836-8 Vorzugsausgabe: Edle Box (13 x 17 cm) ca. Euro (D) 46.–, (A) 47.30, CHF 58.–,

Ein gut durchdachtes Layoutkonzept und eine strukturiert aufgebaute Layoutarchitektur schaffen die Basis zu einer professionell anmutenden Gesamtgestaltung. Sie verkürzen den Herstellungsprozess des Layouts und geben somit den notwendigen Raum für die kreative Gestaltungsarbeit. Diese Layoutcards liefern Basiswissen aus dem weiten Umfeld der Printmedienherstellung und -gestaltung. Strukturiert in einen technischen und einen gestaltungsorientierten Teil reichen sie von der Erstellung eines Satzspiegels bis zum Ausschiessmuster eines Druckbogens, von den Formaten der DIN-Reihen bis zu den Massen von Grossflächenplakaten, von der Bildauflösung bis zur druckoptimierten Ausgabe; der Struktur von Textgruppen, dem klassischen Aufbau einer Buchgestaltung, dem Anzeigen- und Newsdesign. Auch die schon fast in Vergessenheit geratenen Korrekturzeichen finden hier Platz. Nach den Typocards, die das Regelwerk der Mikrotypografie zum Inhalt haben, sind die Layoutcards eine weitere Wissens- und Lernquelle für die angewandte Mediengestaltung.

ISBN 978-3-7212-0835-1 l ay o u t c a r d

J U N I 2 012

Der Satzspiegel Flexibler Spaltenraster

Studienausgabe: ISBN 978-3-7212-0723-1 Vorzugsausgabe:

Textspalte

Textspalte

Drei Spaltenmodule

Ebenfalls lieferbar

Typocards Regeln und Begriffe zur Mikrotypografi e

9

Marginalspalte

einer Eine einfache Erstellung ble Spalte kann Marginalspalte als flexi 4-fach Teilung, durch Halbierung, 3- oder werden. der Spaltenzahl erreicht Beispiel: r wird in ein Ein 3-spaltiges Textraste aufgeteilt. 7-spaltiges Grundraster odul frei. Somit bleibt 1 Spaltenm

Buchgestaltung

Die Titelei

l ay o u t c a r d

ISBN 978-3-7212-0732-3 1

Reinhard Albers, Typograf und Mediengestalter, widmete sich schon früh der Kunst der Gestaltung. Nach einer Ausbildung zum Schriftsetzer und Weiterbildung zum Industriemeister ist er heute Inhaber eines Gestaltungsbüros in Konstanz, welches sich zur Aufgabe macht, Designkonzepte für Printmedien zu entwickeln und zu realisieren. Im Rahmen eines Lehrauftrages unterrichtet er Auszubildende im Beruf des Mediengestalters im Lehrfach Typografi e und Mediendesign.

Studienausgabe Vorzugsausgabe

Ausschießen Flattermarken

1 gen Bo

2 gen Bo

3 gen Bo

2

3

4

5

Die klassische Buchgestaltung unterliegt einer festen Sei tenreihenfolge. nach dem Buchdeckel, der durch ein Vorsat zpapier mit dem Buchbl ock verbunden ist, folgen, quasi als Prolog einer Buchgesta ltung, eine reihe von vor geschlagenen Seiteninhalten. Die Vollständi gkeit einer Tit elei ist nicht zwingend erford erlich. l ay o u t c a r d

4 gen Bo

5 gen Bo

Flattermarken = kontrollzeichen für die Buchbinderei. Benötigt werden Flattermarken für bogenreiche Drucksachen wie zum Beispiel in der Buchproduktion. Flattermarken haben die Form von etwa 10 mm langen Linien die sich auf dem rückseitigen Bund der ersten und letzten Seite des Druckbogens befinden.

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6

Linke Seiten 2 Frontispitz / Vakat 4 Impressum 6 Vakat 8 Vakat

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Rechte Seiten 1 Schmutztitel 3 Haupttitel 5 Widmungsti tel 7 Inhaltsverzeic hnis 9 Vorwort / Text beginn

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TYPOGRAFIE

Hans Rudolf Bosshard

ca. 120 Seiten, über 60 Abbildungen 17 x 24,5 cm, Leinenband, deutsch ca. Euro (D) 29.80, (A) 30.60, CHF 38.– ISBN 978-3-7212-0833-7 F R Ü H J A H R 2 012

Hans Rudolf Bosshard, geb. 1929. Lehre als Schriftsetzer. Lehrlingsausbilder. Lehrer für Typografie an verschiedenen Berufsschulen und an den Klassen für Fotografie und Grafik der Kunstgewerbeschule/Schule für Gestaltung Zürich sowie für allgemeines Gestalten an der Gestalterischen Berufsmittelschule Zürich. Leiter des Weiterbildungslehrgangs für Typografisches Gestalten. Gestaltung von Büchern sowie von Ausstellungskatalogen und Plakaten im kulturellen Bereich. Stand- und Ausstellungsgestaltung. 1956 Gründung der Janus-Presse Zürich. Herausgeber von Büchern und Mappen mit Originalgrafiken sowie von Künstlerbüchern. Mitglied der Xylon, internationale Vereinigung der Holzschneider und Holzschneiderinnen. Von 1967 bis 1991 Redaktion und Gestaltung der Zeitschrift Xylon für Holzschnitt und verwandte Techniken.

Der Typografiestreit der Moderne Max Bill KONTRA Jan Tschichold Sobald es um Ästhetik geht, also um nicht exakt abwägbare Dinge, gibt es unterschiedliche Haltungen. Auch in der Typografie äusserten sich Schriftgestalter immer wieder unterschiedlich zur Eignung verschiedener Schriften, über den optimalen Satzspiegel, die Verwendung schmückender Elemente etc. Hans Rudolf Bosshard gibt dazu einige historische Beispiele – von Bodoni und Bertuch zu Morris und Morison –, um auf den sogenannten «Typografiestreit der Moderne» zwischen Jan Tschichold und Max Bill zu kommen, der 1946 stattfand und einige Wogen schlug. Auslöser war ein Vortrag Tschicholds mit dem Titel «Konstanten der Typografie», bei dem er seine früheren, massgeblichen Regeln zur neuen Typografie aufgrund seiner negativen Erfahrungen mit dem NS-Regime stark relativierte. Max Bill war enttäuscht über den Sinneswandel des einstigen Vorreiters der neuen Typografie und sah in der Forderung zur Wiederaufnahme traditioneller Gestaltungsformen einen Angriff auf die Moderne. Beide machten einander in der Folge den unfassbaren Vorwurf, gestalterisch der nationalsozialistischen Ästhetik nahezustehen. Der heftige Schlagabtausch der prominenten Männer erfolgte in den Schweizer Typographischen Mitteilungen. Dieser wird in der vorliegenden Aufarbeitung von Originalquellen erstmals detailliert vorgestellt. Mit zahlreichen Abbildungen und einem Nachwort von Jost Hochuli.


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KUNST FAC E T TE N

Kulturstiftung des Kantons Thurgau (Hrsg.)

72 Seiten, ca. 60 Abbildungen 16,5 x 24 cm, Klappenbroschur deutsch Euro (D) 18.–, (A) 18.50, CHF 22.– ISBN 978-3-7212-0816-0 LIEFERBAR

Urs Graf, geboren 1942 in Ermatingen, ist Sohn des Malers Ernst Graf. 1958 bis 1962 Besuch des Lehrerseminars in Kreuzlingen. In den Sechzigerjahren Turn- und Sportlehrerausbildung an der ETH, Studium der Kunstgeschichte und Archäologie, Zeichenlehrerausbildung mit Diplom an der Kunstgewerbeschule in Zürich. 1971 bis 1974 Turn- und Zeichenunterricht an den Kantonsschulen Romanshorn und Kreuzlingen. 1974 bis 2005 Zeichenlehrer am Seminar Kreuzlingen. 1982/1983 Aufenthalt in Paris. Lebt seit 2005 wieder in Ermatingen. Mitglied von visarte, kunst thurgau und des Internationalen Bodensee-Clubs.

facetten 13

Urs Graf – NY88 + N.Y.1990 + 91 Die 13. Ausgabe von facetten ist dem Schaffen eines Thurgauer Künstlers gewidmet, der bisher noch viel zu wenig Beachtung gefunden hat. Der in Ermatingen geborene Maler und Zeichner ist zwar vielen Zeitgenossen als hervorragender Kunstpädagoge vertraut, nur wenige aber kennen seinen ausserordentlichen Werkkorpus von Zeichnungen, Bildzyklen, Collagen, Objekten, Installationen und Fotografien. Ganz im Sinne eines prozesshaften Werkverständnisses hat in den letzten Jahren das Prinzip der Austauschbarkeit und Wiederverwertung für den Künstler an Bedeutung gewonnen. Ein schönes Beispiel dafür sind die zahlreichen Studienbücher, die auf ebenso vielen Reisen entstanden sind. In ihnen hält der aufmerksame Beobachter Graf – ohne Zensur und wertendes Ordnungsprinzip – Eindrücke fest, die in Zeichnungen, Gouachen und Collagen eine zugleich präzise und flüchtige Form annehmen. Das vorliegende facetten gewährt einen Einblick in eines dieser Bücher, das Ende der Achtzigerjahre in New York entstanden ist und nebst der formalen Qualität auch existenzielle Aspekte einer eigenwilligen Künstlerexistenz dokumentiert.


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BACK LIS T

Marc Angélil, Jørg Himmelreich, Departement für Architektur der ETH Zürich (Hrsg.)

Architekturdialoge

Positionen – Projekte – Visionen 628 Seiten, über 180 Abbildungen, 14 x 22 cm, Freirückenbroschur, Euro (D) 62.–, (A) 63.70, CHF 78.–, deutsche Ausgabe: ISBN 978-3-7212-0801-6 englische Ausgabe: ISBN 978-3-7212-0802-3 Jolanthe Kugler (Hrsg.)

Architekturführer Goetheanumhügel

Die Dornacher Anthroposophen-Kolonie 212 Seiten , ca. 300 Abbildungen, 16 x 18,8 cm, Broschur, deutsch, Euro (D) 34.–, (A) 35.–, CHF 42.–, ISBN 978-3-7212-0800-9

Ausgezeichnet mit dem DAM Architectural Book Award 2011 Mario Rinke, Joseph Schwartz (Hrsg.)

Before Steel

The introduction of structural iron and its consequences 236 Seiten, ca. 200 Abbildungen (vorwiegend schwarz-weiss), 16 x 24 cm, Hardcover, englisch, Euro (D) 46.–, (A) 47.30, CHF 58.–, ISBN 978-3-7212-0756-9

Ausgezeichnet mit dem Design Preis Schweiz 2011 in der Kategorie Research Ulrich Bachmann

Farbe und Licht

Materialien zur Farb-Licht-Lehre 160 Seiten, ca. 400 Abbildungen, 21,5 x 28,5 cm, Hardcover mit DVD, deutsch/englisch Euro (D) 70.–, (A) 72.–, CHF 88.–, ISBN 978-3-7212-0779-8

Andrew Haslam

Die Kunst der Beschriftung

Handwerker, Künstler, Designer und ihre Techniken 240 Seiten, über 1000 Abbildungen, 21,5 x 27,5 cm, Hardcover, deutsch, Euro (D) 58.–, (A) 59.60, CHF 72.–, ISBN 978-3-7212-0775-0 Dieses Buch hätte ich schon viel früher gebraucht. Rudolf Paulus Gorbach

Ausgezeichnet u.a. mit dem red.dot award 2010 und als eines der Schönsten Bücher aus aller Welt

Jenna Gesse

Leerzeichen für Applaus Gestalter sein – eine Momentaufnahme 96 Seiten, 11,5 x 18,5 cm, Leinenband mit 10 verschiedenen Farbschnitten, deutsch, Euro (D) 26.50, (A) 27.20, CHF 38.–, ISBN 978-3-7212-0771-2 Auch erhältlich im 10er-Pack: Euro (D) 265.–, (A) 272.–, CHF 380.–, ISBN 978-3-7212-0791-0

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