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ausblick

2018/19

DIE GÄSTEZEITUNG DER LANDESAUSSTELLUNGSREGION 2019

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Eine Reise durch die Landesausstellungsregion 2019 Vom urban-beschaulichen Charme Wiener Neustadts, der Hauptstadt der Wiener Alpen, über die sanften Hügel der Region Bucklige Welt-Wechselland und das zauberhafte Belle-Époque-Flair der Welterberegion Semmering-Rax bis zum prächtigen Schneeberg und den sonnenverwöhnten Weinbergen am Wiener Neustädter Kanal: Die Landesausstellungsregion hat viele Gesichter – eines schöner als das andere. Die Niederösterreichische Landesausstellung in Wiener Neustadt ist Ausgangspunkt für eine vielfältige Entdeckungsreise: genussvolle Landgeschichten, Freiheit in schöner Natur, Weltkultur mit Bergblick, Kultur und Genuss im Fluss.


Welt in Bewegung! Stadt.Geschichte.Mobilität.

Ab März 2019 erleben die Besucherinnen und Besucher viele Geschichten: Bewegung damals, heute und in der Zukunft. Viel unterwegs waren auch die Ausstellungsmacher Beat Gugger und Gerhard Proksch. Sie bereisten über zwei Jahre die Region, immer auf der Suche nach spannenden Geschichten: vom Semmering bis zur Rax, von der Buckligen Welt bis zum Wiener Neustädter Kanal – und haben so manch verborgenen Schatz entdeckt. Wie entsteht eigentlich eine Landesausstellung? Gugger: Wir treffen Menschen, hören uns Geschichten an und entdecken immer wieder faszinierende, überraschende Details. Die Region hat bewegte und bewegende Zeiten hinter sich und auch vor sich. Proksch: Die Objekte und Geschichten verknüpfen wir in der Landesausstellung zu einer großen stimmigen Erzählung, die für jeden etwas spannendes bereithält. Warum das Thema „Welt in Bewegung!“? Gugger: Wiener Neustadt war immer schon in Bewegung: als Residenzstadt, Industriestadt oder so wie heute als Innovationsstadt. Die Region entwi-

Proksch: Bewegung betrifft jeden von uns. Doch die Art, wie wir uns bewegen, ändert sich ständig – und diese Veränderung machen wir erlebbar. Was erwartet die Besucherinnen und Besucher der NÖ Landesausstellung 2019? Proksch: Die Ausstellung ist als multimediales Gesamterlebnis konzipiert. Die Gäste bewegen sich als Entdecker durch die Ausstellungsräume, in denen einzigartige Geschichten auf sie warten. Gugger: Uns war dabei wichtig, dass nicht nur Objekte in einer Vitrine präsentiert werden, sondern mit Hilfe vielfältiger Inszenierungen Beziehungen zur Stadt und zur Region hergestellt werden. Was wird „Welt in Bewegung!“ für Wiener Neustadt und die Region bewegen? Proksch: Die Landesausstellung soll durchaus eine bewusste Auseinandersetzung mit der Geschichte der Region fördern. Gleichzeitig kann sie aufzeigen: Das hat sich geändert. Und das könnte sich noch ändern. Die NÖ Landesausstellung ist eine Startrampe für regionale Entwicklung. Gugger: Die Landesausstellung verbindet die Menschen, die hier leben. Dieses Gefühl, die Liebe zur Region zu aktivieren – das ist eine der Aufgaben der NÖ Landesausstellung. Es wäre schön, wenn die Besucher nach der NÖ Landesausstellung durch ihre eigene Stadt oder Region gehen, mit breiten Schultern, und sich denken: Ja, das ist eigentlich eine tolle Region, in der ich lebe.

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Beat Gugger ist mit seinen Ausstellungen zu Themen wie Geschichte, Kunst und Naturwissenschaft weit über die Grenzen seiner Schweizer Heimat bekannt. Gerhard Proksch hat ein Gespür für verborgene Schätze, welches er bereits bei vielen kulturhistorischen Ausstellungen unter Beweis stellte. www.noe-landesausstellung.at @NiederoesterreichischeLandesausstellung @noelandesausstellung

Wiener Neustadt 30.3.–10.11.2019

WELT

Unsere Landesausstellungen sind stets mit nachhaltigen wirtschaftlichen und touristischen Impulsen und dem Ziel verbunden, die Lebensqualität vor Ort zu sichern. Die über 10 Millionen Gäste, die seit 1960 unsere Landesausstellungen besucht haben, beweisen die Richtigkeit dieses Weges. Auch die Landesausstellung 2019 stellt für die Stadt Wiener Neustadt eine Jahrhundertchance hinsichtlich der Belebung der Innenstadt sowie für eine kulturelle und touristische Neuausrichtung der gesamten Region dar. Wir laden Sie dazu ein, diese einzigartige Region zu besuchen und sich von den Erlebnisräumen rund um Wiener Neustadt von der Welterberegion Semmering-Rax über die Bucklige Welt, das Wechsel- und Schneebergland bis hin zum Wiener Neustädter Kanal begeistern zu lassen.

IN BEWEGUNG!

Perndl+Co

STADT.GESCHICHTE.MOBILITÄT.

© Monihart

Jahrhundertchance für kulturelle und touristische Neuausrichtung

NÖ Landesausstellung

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ckelt sich ständig weiter. Das sieht man auch an den Bildungseinrichtungen und Unternehmen, die sich hier ansiedeln.

© Franz Gleiss

Unterwegs sein – was bedeutet das eigentlich? Die Niederösterreichische Landesausstellung 2019 „Welt in Bewegung!“ lädt ein, Mobilität neu zu entdecken: in Wiener Neustadt und Umgebung.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner

Landesrätin Petra Bohuslav


Wiener Neustadt: H   auptstadt der Wiener Alpen Auf der Suche nach dem „Neu“ in Wiener Neustadt werden wir schnell fündig. Birgit Klauser und Eva Höggerl zeigen uns, welche Innovationskraft in ihrer „Neustadt“ steckt.

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Vorfreude auf das, was kommt Ganz und gar verliebt hat sich auch Birgit Klauser in die ehemalige Kaiserstadt. Die Kulturschaffende stammt ursprünglich aus einem Nachbarort und kam im Zuge ihres Studiums nach Wiener Neustadt. Sie trage generell gerne dazu bei, neuen Wind in die Stadt zu bringen, sagt Birgit. Dieser Spirit ist es, den Wiener Neustadt für sie ausmacht. Das sieht man auch überall in der Stadt – besonders im Rahmen der Landesausstellung. „Ich freue mich schon auf die Kasematten, die im Zuge der Landesausstellung renoviert werden“, sagt Birgit. „Besonders toll ist, dass das Alte – also die alten Stadtmauern – mit dem Neuen kombiniert wird. So entsteht eine ganz eigene Harmonie.“ Was mit der Gründung durch die Babenberger im 12. Jahrhundert begonnen hat, spiegelt sich bis heute in der Stadt und ihren Bewohnern wider: eine Offenheit gegenüber Neuem. Und die Vorfreude auf das, was noch kommt.

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© Stadt Wiener Neustadt / Weller

„Wiener Neustadt bietet sehr viel“, sagt Eva und lächelt. Wir treffen die 15-jährige Schülerin in einem Café nahe dem Hauptplatz. Der Bauernmarkt, der hier regelmäßig stattfindet, ist in vollem Gange. Genuss hat in der zweitgrößten Stadt Niederösterreichs eine lange Tradition. Schon bei der Stadtplanung vor mehr als 800 Jahren wurde ein großer Platz für Märkte im Herzen der Stadt berücksichtigt. Die abwechslungsreiche Geschichte der Stadt interessierte Eva schon von klein auf. „Wiener Neustadt ist so eine spannende Stadt und auch die Region ist wunderschön. Hier gibt es für jeden etwas – Geschichte, musikalische Events, Flanierstraßen, das Umland zum Wandern. Und auch viel Innovatives – wir haben zum Beispiel die österreichweit erste Fachhochschule für Wirtschaft und Technik.“ Mit rund 2.500 Studierenden ist das gleichzeitig die größte Fachhochschule im Land. Auch in der Stadt ist in den letzten Jahren viel passiert – zum Beispiel die Neugestaltung des Marienmarktes. „Die Landesausstellung ist perfekt, um mehr Menschen zu zeigen, wie schön unser Neustadt ist“, sagt Eva.

Tipp

Kooperationspartner der Stadt: die Theresianische Militärakademie, das Neukloster und das Kleinwasserkraftwerk Ungarfeld.

© Fotos im Kreis: Links: Wiener Alpen / Zwickl. Mitte: Stadt Wiener Neustadt / Weller. Rechts: EVN.

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Hauptstadt der Wiener Alpen Historisch Interessierte sollten sich unbedingt die Stiftspfarre Neukloster anschauen, empfiehlt Eva. Außerdem die Georgskirche und die Militärakademie, die von Maria Theresia gegründet wurde. Birgit empfiehlt einen Besuch im Stadttheater, wo Menschen aus der ganzen Welt aufeinandertreffen. Auch die Kasematten und das Museum St. Peter an der Sperr, wo im Rahmen der NÖ Landesausstellung 2019 je eine temporäre Ausstellung stattfindet, stehen auf ihrer Must-see-Liste. Generell ist Wiener Neustadt ein guter Startpunkt für weitere Ausflüge in die umliegende Region.


Bucklige Welt-Wechselland: Genussvolle Landgeschichten Es haftet ihr etwas Märchenhaftes an – als wurde sie für ein Bilderbuch erdacht. Mit ihren sanften Hügeln, stolzen Wehrkirchen und gemütlichen Gasthäusern sind die Bucklige Welt und das Wechselland ein charmanter Mikrokosmos, in dem man sich nur allzu gern verlieren möchte.

Tipp Genussvolle Landgeschichten

Wehrhafte Kirchen und sanfte Buckel Unsere erste Entdeckung machen wir bereits bei der Anreise. Als wir durch die sanfte Hügellandschaft fahren, vorbei an blühenden Wiesen und leuchtendgelben Getreidefeldern, fallen uns die mächtigen Wehrkirchen ins Auge. Sie sind nicht nur charakteristisch für die Bucklige Welt, sondern repräsentieren als besondere Denkmäler auch die bewegte Geschichte der Region. Ihre Besonderheit besteht darin, dass sie mit Zinnen, Pechnasen oder Schießscharten versehen sind. Damit erinnern sie an kriegerische Zeiten. Heute sind die Wehrkirchen Gotteshäuser, die mit ihrem besonderen Äußeren viele Besucher anlocken. Ein weiterer Anziehungspunkt sind die vielen gemütlichen Almhütten, die entlang der weitläufigen Bergrücken des Wechselgebietes liegen.

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Wir treffen einen, der hier sein Glück gefunden hat: Eduard „Edi“ Winkler stellt aus heimischem Obst Fruchtsäfte her. Als wir Edi in Kirchschlag in der Buckligen Welt besuchen, hat es gerade aufgehört zu regnen. Die Äste der alten Obstbäume glänzen feucht, von den saftig-grünen Blättern löst sich hier und da noch ein funkelnder Tropfen. Von den charakteristischen Hügeln steigen die letzten Nebelfetzen auf und in der Ferne ist ein Stück blassblauer Himmel zu erkennen. Dieses zauberhafte Fleckchen Erde versprüht bei jeder Wetterlage einen besonderen Charme. Und diese Schönheit, die sollen alle sehen und erleben. „Die Landesausstellung ist eine einzigartige Gelegenheit für die Gäste, die Bucklige Welt bis in die kleinsten Winkel zu entdecken“, sagt Edi.

Wir empfehlen, die Burgen und Ruinen anzuschauen – die sind wirklich beeindruckend. Zum Beispiel die Ruine Kirchschlag mit dem Feuerturm. Zur Ruine kann man auch gemütlich raufwandern und in der Nähe in einem der Gasthäuser mittagessen. Am Nachmittag könnte man beispielsweise noch die Pfarrkirche besichtigen – dort gibt es eine sehr schöne Kreuzweganlage. Was ich zum Abschluss eines ereignisreichen Tages unbedingt empfehle: Bei einem der Mostbauern einkehren und ein Krügerl erfrischenden Most genießen.

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WIENER NEUSTADT

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Bis ans Ende der Welt Einen besonderen Ausblick bietet die höchste Erhebung der Region – der Hutwisch. Stolze 896 Höhenmeter misst er, und auf seinem Gipfel befindet sich die Aussichtswarte. Das Panorama, das die Besucher hier erwartet, ist atemberaubend: die Steiermark zu Füßen, Ungarn und Slowenien am Horizont. Der Neusiedler See glänzt als silbriges Band in der Ferne. Wer den Hutwisch auf Schusters Rappen bezwingen möchte, kann dies auf gut markierten Wanderwegen tun. Auch mit dem Rad lässt sich der höchste Buckel gut erkunden.

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Tipp Weltkultur mit Bergblick Kulturell Interessierte sollten zum Südbahnhotel wandern – auch, wenn man es außerhalb von Veranstaltungen nur von außen bewundern kann. Interessant sind die Villa Doderer und das Schloss Wartholz in Reichenau. Auch den 20-Schilling-Blick sollte man sich anschauen. Und dann natürlich die Natur genießen: wandern, mit der Seilbahn auf die Rax fahren.

Semmering-Rax: Weltkultur mit Bergblick Hohe Berge und tiefe Täler, herrschaftliche Villen und atemberaubende Ausblicke, so weit das Auge reicht: Wer die Welterberegion Semmering-Rax besucht, wird verstehen, warum diese wildromantische Landschaft seit jeher Künstler und Denker fast schon magisch anzieht – und warum sich bis heute so viele Menschen in diese Gegend verlieben.

Europas älteste Gebirgsbahn Eine architektonische Perle der Region ist die Semmeringbahn. Sie ist die älteste Gebirgsbahn Europas und Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Mit ihren 16 Viadukten prägt sie die Landschaft der Wiener Alpen ganz wesentlich. Einen besonders schönen und auch historisch bedeutungsvollen Blick auf die Bahn hat man beim Blickplatz „20-Schilling-Blick“ am Semmering.

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Der Hotspot der Belle Époque Das ehemalige Naherholungsgebiet des Adels und Großbürgertums der Belle Époque liegt an der Scheitelhöhe des Semmering-Passes auf 985 Metern Höhe. Vielleicht das bekannteste Gebäude aus dieser Zeit ist das Südbahnhotel. Die Geschichte des berühmten Hauses ist eng mit der Bahnstrecke über den Semmering verknüpft. Als diese 1854 gebaut wurde, schuf man auf Bestreben von Erzherzog Johann auch Rastplätze entlang der Strecke – die Geburtsstunde des Südbahnhotels. Im Jahr 1936 eröffnete das legendäre Alpinbad, ein Hallenbad mit grandiosen Wandverzierungen aus der Zeit des Art déco. In den Sälen, Restaurants, Terrassen und Gesellschaftsräumen traf sich damals die Wiener Gesellschaft, um rauschende Feste zu feiern und die schönsten Tage im Jahr zu genießen.

WIENER NEUSTADT > RAX-SEILBAHN HIRSCHWANG

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Wir sprechen mit Brigitte Klenner-Kaindl über die Renaissance der Sommerfrische und die kulturelle Vielfalt der Region. Die Liebesgeschichte zwischen Brigitte und der Region Semmering-Rax begann schon sehr früh – genau genommen mit Brigittes Geburt. „Meine Eltern haben sich 1941 auf der Rax, im Otto-Haus, ineinander verliebt“, erzählt Brigitte. Wir treffen die Hotelière und promovierte Philosophin auf der Terrasse des Hotel-Restaurants, das sie führt. Vor uns breitet sich das imposante Bergmassiv aus. „1949 haben meine Eltern hier ein Wochenendhaus gebaut.“ Ihre Augen leuchten, während sie weiter von der Geschichte des Hauses erzählt und wir in Richtung Speisezimmer schlendern – die klare Luft wird langsam kühler. Diese reine Luft ist übrigens auch ein Grund, warum viele Menschen hierherkommen – damals wie heute.

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Schneebergland: Freiheit in schöner Natur

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Wir haben mit Michi Jagersberger über ihre Heimat gesprochen und konnten ihr den einen oder anderen Geheimtipp entlocken. Am schönsten findet Michi die Abwechslung, die das Gebiet zwischen dem Schneeberg und der Hohen Wand bietet, verrät sie uns. Wir stehen auf einer kleinen Anhöhe und blicken auf die Ebene vor uns – auf die südlichen Ausläufer des Wiener Beckens. „Wir sind hier ja in der sogenannten Neuen Welt“, sagt sie und fügt schmunzelnd hinzu: „Früher, wenn Gäste aus Wien in unsere Region kamen, dann haben sie erst die Ebene gesehen. Und hinter diesem flachen Land erheben sich die Hohe Wand und der Schneeberg wie aus dem Nichts. Für die Leute damals muss das besonders faszinierend gewesen sein, jedenfalls sagten sie einander: Das ist die neue Welt. Und deshalb heißt es hier heute so.“

© Niederösterreich-Werbung / Liebert

Als die Wiener früher aus der großen Stadt hierher kamen, die Ebene vor sich sahen und dahinter die Berge, da wähnten sie sich in einer anderen Welt. Der Zauber dieser kontrastreichen Natur lebt bis heute.

Für die Landesausstellung herausgeputzt Bestimmt hat den frühen Touristen auch das Klima im Schneebergland gefallen, denn das ist speziell, erklärt uns Michi: „Wegen des hohen Schneebergs haben wir hier ein hochalpines Klima. Das begünstigt die Obsternte.“ Apropos Obst: In dem obstverarbeitenden Betrieb, in dem Michi arbeitet, bereitet man sich bereits eifrig vor: „Jeder Betrieb ist dabei, sich für die Landesausstellung herauszuputzen“, sagt Michi und lacht. „Das ist schon toll – man merkt, wie das die Leute hier anspornt und motiviert, etwas Neues zu machen.“

Tipp Freiheit in schöner Natur Im Schneebergland sollte man auf jeden Fall den Naturpark Hohe Wand besuchen. Der 2.000 Hektar große Naturpark, der 1969 gegründet wurde, ist eine echte Oase für Erholungssuchende. Steht man auf der Aussichtsterrasse „Skywalk“ oder dem Aussichtsturm, breitet sich das Land in seiner ganzen Schönheit vor einem aus. Tipp: Wanderweg „Auf Wildenauers Spuren“. Authentische Schutzhütten wechseln sich mit herrlichen Ausblicken ab – und mit etwas Glück erhascht man gar einen Blick auf Gams oder Steinbock. Apropos Tiere: Auf die kleinen Wanderfreunde wartet direkt beim Naturpark-Zentrum ein gepflegter Streichelzoo.

Hinaus in die Freiheit Zum Abschluss bitten wir Michi noch um einen echten Geheimtipp. „Wenn man von der Alten Welt in Richtung Puchberg wandert, dann kommt man zu einer kleinen, urigen Hütte“, erzählt Michi. „Jedes Jahr im August gibt es dort eine Bergmesse mit den Bläsern und Sängern der Region, der Pfarrer hält die Predigt. Das ist auch etwas sehr Bewegendes.“ Michi lehnt sich mit einem leisen Lächeln zurück. In Gedanken, so scheint es, ist sie schon draußen in der Natur. Womit sich der Kreis zur NÖ Landesausstellung 2019 schließt: Hinaus in die Freiheit, hinein in die schöne Natur – mit herrlichen Erlebnissen in einer Welt in Bewegung.

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PUCHBERG AM SCHNEEBERG

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Wiener Neustädter Kanal: Kultur und Genuss im Fluss Die Region rund um den Wiener Neustädter Kanal ist von fließendem Wasser geprägt – buchstäblich wie bildlich. Wir treffen Manfred Holzbach direkt am Kanal und sprechen mit ihm über die positive Energie und Aufbruchstimmung, die der Landesausstellung vorangehen. Und über den Thermenradweg sowie die neue Kulturradroute, die am historischen Wasserweg entlang führen.

Vom Industriedenkmal zum Erholungsgebiet Der Wiener Neustädter Kanal ist eines der ältesten und größten Industriedenkmäler Österreichs. Er beginnt in Wiener Neustadt beim Kraftwerk Ungarfeld und endet bei Laxenburg. Der Kanal war so etwas wie die Schnellstraße des 19. Jahrhunderts. Er diente in seiner Anfangszeit vor allem dem Transport von Ziegelsteinen. Denn der aus tonhaltigem Lehm gebrannte künstliche Mauerstein ist eng mit der Region verbunden. Heute ist der Kanal vor allem eines: ein ganz besonderes (Nah-)Erholungsgebiet. Im Zuge der NÖ Landesausstellung wird die gesamte Thermenregion Wienerwald um

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mehrere Highlights erweitert. Wie treffend das Motto der Region „Kultur und Genuss im Fluss“ ist, wird uns klar, als Manfred zu erzählen beginnt. Einfach treiben lassen Manfred führt uns gedanklich entlang eines der Highlights: „An der neuen Kulturradroute gibt es immer wieder lohnenswerte Stopps in den Ortschaften. In Hennersdorf werden zum Beispiel Führungen durch das Ziegelwerk angeboten. Als Kontrast zu den historischen Spots möchten wir hier und in Leopoldsdorf auch verschiedene Virtual-Reality-Shows zum Thema Innovation installieren.“ Er macht eine kleine Pause und überlegt. „Ich könnte euch noch so viel über die Kulturradroute und die Gegend hier erzählen“, schwärmt Manfred. Und wie er so erzählt, da können wir fast den Fahrtwind im Gesicht spüren. In Gedanken radeln wir bereits den Wiener Neustädter Kanal entlang, tauchen in die Geschichte dieser charmanten Region ein, genießen in gemütlichen Heurigen eine selbstgemachte Jause und ein kühles Glas Wein – und lassen uns einfach treiben.

Tipp Kultur und Genuss im Fluss Wo einst Holz, Ziegel und Kohle nach Wien verschifft wurden, können Genussradler heute am Wiener Neustädter Kanal ganz gemütlich zum Wein und zur Kultur rollen. Mehrere attraktiv gestaltete Rastplätze laden zum Pausieren und Genießen ein!

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HENNERSDORF BIEDERMANNSDORF ACHAU LAXENBURG

GUMPOLDSKIRCHEN

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KOTTINGBRUNN LEOBERSDORF

BAD VÖSLAU

WIENER NEUSTADT

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Um uns herum breiten sich die hügeligen Weinberge und saftig-grünen Wiesen der Thermenregion Wienerwald aus. In den Bäumen am Wegrand zwitschern die Vögel ihre Lieder, Enten schnattern am Ufer. Wir sind heute nicht die einzigen, die das schöne Wetter für einen Ausflug entlang des Kanals nutzen. Familien mit Kindern, Paare, Jugendliche, Pensionisten – sie alle lassen sich hier die Sonne auf die Nase scheinen.

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Genussvolle Landgeschichten in der Buckligen Welt – Bewegte Eindrücke im Land der 1.000 Hügel umfasst drei Übernachtungen in einem Partnerbetrieb inklusive Frühstück, den Eintritt zur NÖ Landesausstellung in Wiener Neustadt und in ein weiteres Museum nach Wahl*, eine geführte E-Bike-Genusstour und einen geführten Spaziergang durch Bad Schönau zum Thema „Ein fabelhaft!es Dorf erzählt“. Erwachsene: ab € 254,–

© www.burg-grimmenstein.at

Buchbar im Zeitraum von Mai bis Oktober 2019, immer Donnerstag bis Sonntag.

*Hackerhaus in Bad Erlach, PIZ 1000 Pittener Regionsmuseum Zeitspuren im Land der 1000 Hügel in Pitten oder Zinnfigurenwelt Katzelsdorf

© NÖVOG / Zwickl

Freiheit in schöner Natur – Sternfahrt durch das Schneebergland umfasst drei Übernachtungen inklusive Frühstück, den Eintritt in die NÖ Landesausstellung in Wiener Neustadt, Tickets für eine Berg- und Talfahrt mit der Schneebergbahn, eine Führung und Verkostung in der Mohr-Sederl Fruchtwelt und den Eintritt in den Naturpark Hohe Wand. Erwachsene: ab € 178,– Kinder (6 bis 18 Jahre): ab € 146,50

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Buchbar im Zeitraum Mai bis Oktober 2019, immer Donnerstag bis Sonntag.

Kultur und Genuss im Fluss – Urlaub am Wiener Neustädter Kanal in der Thermenregion Wienerwald umfasst eine Führung und Weinverkostung in der Gebietsvinothek Thallern, eine geführte Radtour auf dem Thermenradweg entlang des Wiener Neustädter Kanals (Leihrad inklusive), Eintritt und Führung im Schlosspark Laxenburg und Franzensburg, Eintritt in die Römertherme Baden, Eintritt zur NÖ Landesausstellung in Wiener Neustadt, „Radlmeister“ als „Welcome-Geschenk“ Erwachsene: ab € 242,–

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Buchbar zu folgenden Terminen: 11.4.–14.4.2019 15.8.–18.8.2019 29.5.–1.6.2019 12.9.–15.9.2019 20.6.–23.6.2019 24.10.–27.10.2019

Buchbar zu folgenden Terminen: 9.5.–12.5.2019 29.8.–1.9.2019 15.8.–18.8.2019 19.9.–22.9.2019

INFOS & BUCHUNGEN UNTER +43 2622 78960 INCOMING@WIENERALPEN.AT WWW.WIENERALPEN.AT

Medieninhaber & Herausgeber: Schallaburg Kulturbetriebsges.m.b.H. Konzept & Gestaltung: Salić | Agentur für Marke, Design und Werbung GmbH. Text: Christina Knauseder-Csipek. Fotos: Tom Son Photography, sofern nicht anders angegeben. Druckerei: Druckerei Walla GmbH. | Irrtümer, Satz- und Druckfehler bzw. Preisänderungen vorbehalten!

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Buchbar im Zeitraum von Mai bis Oktober 2019, immer Donnerstag bis Sonntag.

© Niederösterreich-Werbung / Weinherbst

Weltkultur mit Bergblick – Kulturelle Glanzlichter vom Semmering bis zur Rax umfasst drei Übernachtungen in einem Partnerbetrieb inklusive Frühstück, den Eintritt zur NÖ Landesausstellung in Wiener Neustadt, den Besuch einer kulturellen Veranstaltung im Rahmen des Kultur.Sommer.Semmering, im Literatursalon Wartholz oder im Thalhof wortwiege, die Bergund Talfahrt mit der Rax-Seilbahn, die geführte philosophische Wanderung am Raxplateau und die geführte Kultur-Wanderung am Semmering inklusive Kurhaus-Jause. Erwachsene: ab € 193,–

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Genussvolle Landgeschichten in der Buckligen Welt – Wehrhafte Kirchen und faszinierende Höhlen umfasst drei Übernachtungen in einem Partnerbetrieb inklusive Frühstück, den Eintritt zur NÖ Landesausstellung in Wiener Neustadt sowie jeweils Eintritt und Führung zur Wehrkirchendokumentation in Edlitz, der Hermannshöhle in Kirchberg und der Burg Grimmenstein, und einen Genuss-Gutschein für ein Glas Marmelade von Gut Guntrams. Erwachsene: ab € 107,– Kinder (6 bis 18 Jahre): ab € 76,–

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Buchbar im Zeitraum von Mai bis Oktober 2019, immer Donnerstag bis Sonntag.

Für alle, die mehr erleben wollen Rund um die Landesausstellung gibt es viel zu entdecken: Ein längerer Aufenthalt in der Region lohnt sich! Drei Tage vergehen wie im Flug.

© Raimo Rudi Rumpler

Genussvolle Landgeschichten im Wechselland – Sausen, kraxln und schaukeln umfasst drei Übernachtungen in einem Partnerbetrieb inklusive Frühstück, den Eintritt zur NÖ Landesausstellung in Wiener Neustadt und zur Manufaktur des Eis Greisslers sowie Tickets für das vielfältige Angebot der Familienarena St. Corona. Inkludiert: drei Fahrten mit der Sommerrodelbahn Corona Coaster, Eintritt in den Motorikpark und ein Kombiticket für die Roller- und Mountaincartbahn in Mönichkirchen. Erwachsene: ab € 184,– Kinder (6 bis 18 Jahre): ab € 159,50

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Tipp

© Gemeinsame Region Bucklige Welt. www.audivision.at

Auszeit in der Landesausstellungsregion © Schischaukel Mönichkirchen-Mariensee GmbH. Fotograf und Fee

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Gästezeitung - Wiener Alpen

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