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K ULTUR  &   RA D 2 019

Großes

Erleben 4

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Immer am Strom.

Bewegende Momente.

Bühne frei für den Sommer!

Am Donauradweg Niederösterreich und seine Kultur erleben.

Die Landesausstellung in Wiener Neustadt zeigt „Welt in Bewegung!“

Kulturgenuss seit 25 Jahren beim Theaterfest Niederösterreich.

© Kunstmeile Krems, Foto: Faruk Pinjo

Entdeckungsreise mit dem Rad zu Niederösterreichs Kulturschätzen.


2 NIEDERÖSTERREICH

Zur

Kultur radeln

Ob Landschaft, Kulinarik oder Kultur – Niederösterreich besticht durch seine Vielfalt, die sich auf unterschiedliche Arten erleben lässt. Besonders aufregend und einprägsam erkundet man das Land allerdings auf zwei Rädern. Wir zeigen Ihnen wie.

Kaum etwas ist aufregender und aufschlussreicher, als ein Land mit dem Rad zu entdecken. Niederösterreich, ein Reiseland im besten Sinne, bietet seinen Gästen dafür zahlreiche Möglichkeiten. Vor allem, weil sich in kaum einem anderen Bundesland ein so gut ausgebautes und engmaschiges Radnetz wie hier findet. Und das ist auch gut so. Denn die Vielfalt des Landes mit ihren beeindruckenden Naturlandschaften, Flusstälern, Auen und Wäldern erlebt man per Rad am schönsten. Etappe für Etappe erschließt sich so ein besonders intensives Raderlebnis. Man radelt über sanfte Weinberge und durch blühende Obstgärten. Kehrt ein beim Heurigen oder im bodenständigen Landgasthaus, um dann für das nächste Ziel gestärkt zu sein. Denn: Ruinen und Burgen wollen erobert werden. Und durch die zahlreichen Schlösser, Stifte und Klöster lässt es sich auch noch herrlich flanieren.


3 NIEDERÖSTERREICH

des wunderschönen Donauradwegs und bildet auch den Ausgangspunkt der Kamp-Thaya-March-Radroute. Grafenegg mit seinem erstklassigen Musikprogramm ist ebenso nah wie die beliebte Schallaburg oder die Landeshauptstadt St. Pölten. Als pars pro toto für das umfassende Kulturangebot seien hier Festspielhaus und Landes­theater erwähnt. Wer übrigens das Motto der diesjährigen Auf die Plätze … Spätestens jetzt wird einem auch klar: Niederöster­reichischen Landesausstellung „Welt in Bewegung!“ ganz Niederösterreich ist nicht nur reich an genau nimmt, radelt den beliebten Tradition und Genuss, sondern auch Thermenradweg nach Wiener Neuan Kultur. In alten Gemäuern blüht das Leben mit Ausstellungen, Konzer- stadt und erfährt in der ehemaligen ten oder Theaterstücken. Das Land ist Residenzstadt der Kaiser alles über die Geschichte der Mobilität. förmlich übersät mit Kunst-Hotspots und ein Besuch dieser lässt sich perfekt mit einem Radausflug kombinie- Mehr zum Thema: kk www.niederoesterreich.at ren. So liegt etwa Krems, mit seiner Kunsthalle und der nagelneuen Landes­galerie Niederösterreich, entlang

Schauen Sie sich das an!

Seit der „Eiserne Vorhang“ weg ist, kann man dies auch grenzüberschreitend tun. Vor genau 30 Jahren fiel diese Trennlinie, die den Kontinent in zwei Blöcke teilte. Niederösterreich rückte wieder ins Herz Europas, und im Jubiläumsjahr werden mit den Nachbarländern gemeinsam Radtouren organisiert.

A M D O N AU R A D W E G R A D E LT M A N U. A . D U R C H S U N E S C O W E L T K U L T U R E R B E WA C H A U U N D PA S S I E R T S T Ä D T E M I T T O P - K U LT U R -A N G E B O T ( S I E H E S PA LT E R E C H T S ) .

© Niederösterreich-Werbung / Stefan Fuertbauer

© Kunstmeile Krems, Foto: Lachlan LOX Blair

Kunstmeile Krems

Krems ist ein lebhaftes Städtchen an der Donau. Und die Stadt hat es in sich, ist sie doch ein ech­ter Kunst- und Kulturort. Und der hat mit der Landesgalerie Niederösterreich jetzt ein neues Aushängeschild, mit dem das An­gebot der Kunstmeile Krems neben Karikatur­museum Krems, Kunsthalle Krems und Forum Frohner erweitert wird. Die Landesgalerie, die gut 3.000 m2 Ausstellungsfläche auf fünf Ebenen beherbergt, eröffnet am 25. und 26. Mai 2019 und zeigt Personalen von Renate Bertlmann und Heinz Cibulka sowie Aus­stel­lungen zu den Themen Sammeln, künstlerische Selbstdarstellung und Sehnsuchtsräume. k www.lgnoe.at k www.karikaturmuseum.at k www.kunsthalle.at k www.forum-frohner.at

Barocktage Die Internationalen Barocktage Stift Melk führen einmal mehr vor, wie vielschichtig und kon­ trastreich Barockmusik war. Unter dem Motto „Lyrā et Gladio – König · Bürger · Bettelmann“ wird eine musikalische Tour d’Horizon unternommen, die alle Gesellschaftsschichten erkundet. 6.–10. Juni 2019 k www.barocktagemelk.at

Glatt & Verkehrt Das Musikfestival, das an verschiedenen Orten in Krems und in der Wachau stattfindet, steht heuer im Zeichen des Unterwegs-Seins. Der Spagat und die Spannungen, die aus Begriffen wie Heimat, Reise und Migration entstehen, werden in Kon­ zerten und Lesungen thematisiert. Etwa von Konstantin Wecker, den Strottern, Schmieds Puls oder Michael Köhlmeier. 12.–28. Juli 2019 k www.glattundverkehrt.at


4 DONAU NIEDERÖSTERREICH

Immer am Strom Der Donauradweg verläuft unter anderem durch das UNESCO Weltkulturerbe Wachau, durch Krems, bis zur Römerstadt Carnuntum. Dieser atemberaubende Abwechslungsreichtum ist für Radfahrer Inspiration pur. Der Donauradweg zählt zu den belieb­ testen Radrouten in ganz Europa. Das ist jetzt aber auch nicht wirklich ver­ wunderlich. Man radelt hier nämlich auf 272 Kilometer bestens ausgebauten Wegen und ruhigen Dorfstraßen entlang des Ufers eines der spektakulärsten Ströme Europas. Uferlandschaften sind prinzipiell schon eine Sache, die Herz und Auge erfreuen, der Donauradweg setzt da aber noch eins drauf. Hier pas­ siert man nämlich Weingärten, histori­ sche Orte, saftige Marillengärten, das landschaftlich beeindruckende UNESCO Weltkulturerbe Wachau und Auenland­ schaften, die einem den Atem stocken lassen. Vor allem im Juli, zur Zeit der Marillenernte, werden allerorts Feste ge­ feiert, und kaum etwas gibt nach einer Radtour mehr Energie zurück als ein Original Wachauer Marillenknödel.

Ein Schiff wird kommen

An einigen Stellen entlang des Radwegs kann man die Donau zudem auch mit einer Fähre queren oder überhaupt gleich eine ganze Etappe mit dem Schiff zurücklegen. Dann geht’s vorbei an illustren Orten wie dem Stift Melk, den Ruinen in Aggstein und Dürnstein, dem Kunst-Hotspot Krems (siehe S. 3), der Gartenstadt Tulln oder der Mittelalter­ stadt Hainburg. Wie abwechslungsreich eine Tour entlang der Donau sein kann, bemerkt man nicht zuletzt bei einem Eintauchen in die regionalen Genüsse. Vom hoch­ dekorierten Haubenlokal bis zum herz­ haften Heurigen wird dem Gaumen hier einiges geboten. Einkehren wird so zum Pflichtprogramm – vor allem weil die regionalen Winzer Spitzenweine keltern,

die einfach verkostet werden müssen. Aber auch Kunst und Kultur kommen nicht zu kurz. Denn zahlreiche Kultur­ ziele befinden sich direkt am Donau­ radweg – und sind, falls nicht, mit ei­ nem kleinen Abstecher problemlos zu erreichen. Mehr zum Thema: k www.niederoesterreich.at/ donauradweg

SCHWIERIGKEIT        LÄNGE 272 km START Enns ZIEL Hainburg an der Donau HÖHENMETER 725 m 735 m

Wachau

Dürnstein

Krems

Klosterneuburg Aggstein

Wien Melk

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Römerstadt Carnuntum

Schallaburg

SCHALLABURG

2

Hainburg

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1

Ybbs

Nationalpark Donau-Auen

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Rohrau

ROHRAU

Die Ausstellung „Der Hände Werk“ erinnert an nahezu vergessene Traditionen hand­ werklichen Lebens und präsentiert einmali­ ge Meisterstücke. Hier lernt man, mit den Händen zu schauen und mit den Augen zu begreifen. Als besonderes Highlight werden jedes erste Wochenende im Monat in der Reihe „Handwerkstatt Schallaburg“ Besucher zum Mitwirken eingeladen.

Frisch renoviert präsentiert sich das Geburtshaus von Joseph Haydn in Rohrau. Dem Komponisten der Wiener Klassik wur­ de ein wunderschönes Museum eingerich­ tet, das sein Leben und Werk facettenreich beleu­chtet. Gewürdigt wird in der Dauer­ ausstellung, die hier zu sehen ist, auch Haydns jüngerer Bruder Michael, der als bedeuten­der Kirchenkomponist in die Musikgeschichte einging.

Bis 3. November 2019 k www.schallaburg.at

Bis 3. November 2019 k www.haydngeburtshaus.at

Donauradweg

an der Donau

© Niederösterreich-Werbung /  Andreas Hofer

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© Michael Haydn Porträt nach Franz Xaver Hornoeck, von Felix Pischinger, Landessammlungen Niederoesterreich

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© Alexander Kaufmann

Enns

Schloss Hof

Tulln

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RÖMERSTADT CARNUNTUM Hier öffnet sich das Tor in eine antike Welt. Denn Carnuntum war einst ein wichtiges Zentrum an der Grenze des Imperiums. Wie das Leben und der Alltag der römischen Legionen organi­ siert war, zeigt die Sonderausstellung „Der Adler Roms“. Bis 17. November 2019 k www.carnuntum.at


5 WA L D V I E R T E L

© Niederösterreich-Werbung / Robert Herbst

Stadt, Land, Fluss

Durch das Waldviertel zu radeln bringt echten Genuss. Und das auf allen Ebenen.

Das Waldviertel zählt mit seinen alten Burgen und Schlössern, Ruinen und ehrwürdigen Klostergemäuern zu einer der schönsten Regionen Österreichs. Und das Beste: Es lässt sich großartig über die Kamp-Thaya-March-Radroute, einer der schönsten Strecken Öster­ reichs, erkunden. Die Route, die einen perfekten Mix aus fordernden, aber auch einfach zu bewältigenden Streckenteilen bietet, ver­ läuft außerdem durch den Nationalpark Thayatal. Die Natur darf sich in dieser romantischen Tallandschaft noch völlig ungestört entwickeln. Das fördert den Artenreichtum. Zudem gibt es entlang

des Radwegs immer wieder Möglichkei­ ten, sich zu abzukühlen. Etwa in den drei namensgebenden Flüssen oder im erfri­ schenden Ottensteiner Stausee.

Kultur im Sattel

Natürlich kommen auch kulturelle Genüsse nicht zu kurz. Führt der Weg doch in Krems (siehe S. 3), bekanntlich ein neuralgischer Punkt in Sachen Kul­ tur, vorbei. Auch ein Abstecher ins nahe gelegene Grafenegg bietet sich an. Im Schlosspark mit seinem markanten Wolkenturm finden in den Sommermo­ naten zahlreiche Konzerte und Veran­ staltungen statt. Zudem wurden dort

gerade 16 Cottages im Schlosspark gebaut, die sich für stilvolle Übernach­ tungen mieten lassen. Gut ausgeruht empfiehlt es sich, zum beschaulichen Sommerfrischeort Gars am Kamp weiter­ zuradeln. Der Ort steht dieses Jahr ganz im Zeichen des Kom­ponisten Franz von Suppé, der vor 200 Jahren geboren wur­ de und in Gars am Kamp seine Sommer verbrachte. Einmal mehr wird deutlich, wie abwechslungsreich und vielfältig eine Tour durchs Waldviertel sein kann. Mehr zum Thema: k www.waldviertel.at/ kamp-thaya-march-radweg

Dobersberg

Nationalpark Thayatal

SCHWIERIGKEIT        Raabs

© Klaus Vyhnalek

LÄNGE 237 km

an der Thaya

k www.grafenegg.com

an der Thaya

Retz

ZIEL Retz

GRAFENEGG

HÖHENMETER 2.500 m 2.400 m

Ottensteiner Stausee

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Zwettl

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GARS AM KAMP Der legendäre Ort für Sommerfrische würdigt in seinem Zeitbrücke-Museum den 200. Geburtstag des Komponisten Franz von Suppé. Ab 7. Juni 2019 k www.zeitbruecke.at

KTM-Radweg

Gars

am Kamp

Rastenfeld Kamp

Wer Musik liebt, wird in Grafenegg akustisch verwöhnt. Inmitten des 32 Hektar großen Schlossparks finden von 13. Juni bis 8. September erstklassige Konzerte auf der beeindruckenden Open Air-Bühne Wolken­ turm und im Konzertsaal Auditorium statt. 2019 sind u. a. die Wiener Philharmoniker, das Mariinsky Orchester oder das Königliche Concertgebouw-Orchester zu Gast. Beim Familientag am 16. Juni wartet ein buntes Programm auf Groß und Klein.

Hardegg

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Waidhofen

START Krems an der Donau

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T ha

Krems

an der Donau

4

Grafenegg


6 WA L D V I E R T E L

© Waldviertel Tourismus / Studio Kerschbaum

Rundreise

Die Thayarunde führt Radfahrer entlang alter Bahntrassen. Die Abenteuer, die entlang des Schienenstrangs auf Radler warten, sind von vielfältiger Natur.

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WAIDHOFEN AN DER THAYA

Slavonice Písečné

Das niederösterreichische VolkskulturFestival aufhOHRchen prägt mittlerweile seit 27 Jahren Niederösterreich. Dieses Jahr gastiert der Festivalzug in Waidhofen an der Thaya und zeigt, wie kreativ und inspirierend regionale Volks- und Musik­ kultur sein kann. Am 1. Juni findet im Rahmen der Gedenkveranstaltungen zum Fall des „Eisernen Vorhangs“ eine Rad­ tour von Slavonice nach Waidhofen statt.

Waldkirchen

an der Thaya

Dobersberg

LÄNGE 98 km, davon 51 km auf einer Bahntrasse

Th ay a

Thaya

30. Mai – 2. Juni 2019 k www.volkskulturnoe.at

Burg Raabs

START / ZIEL Göpfritz an der Wild

Raabs

an der Thaya

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Kleine Quizfrage zu Beginn: Wer profi­ tiert heute noch davon, wenn Eisen­ bahningenieure vor etlichen Jahrzehnten Landschaften begradigten, damit alte Dampfloks nicht zu sehr ins Schnaufen geraten? Schnelle Antwort: Radfahrer. Denn die beliebte Thayarunde führt 51 Kilometer entlang einer alten Bahn­ trasse und ist für Radfahrer relativ leicht zu bewältigen. Abgesehen davon hält die Strecke aber auch einiges an Überraschungen bereit. Burgen wie jene in Raabs, Schlös­ ser und alte Klöster säumen den Weg. Dazu kann man sich in traditionellen Landgasthäusern regionalen Gaumen­ freuden aus Waldviertler Mohn, Erd­äpfel und Karpfen hingeben. Und zahlreiche Badestellen entlang der Thaya fordern nahezu auf, sich eine Abkühlung im

SCHWIERIGKEIT       

HÖHENMETER 512 m 512 m

Waidhofen

an der Thaya

Schloss Weitra

Groß Siegharts

Göpfritz

an der Wild

Fluss zu genehmigen. Kurzfristig emp­ fiehlt es sich auch, das eigene Bike ge­ gen ein Kanu zu tauschen und einige Kilometer am Fluss entlang zu paddeln.

Natur pur

Grenzenlos wird der Radgenuss dann, wenn die Route zum Nationalpark Thaya­ tal führt. Direkt an der tschechischen Grenze findet sich eine ursprüngliche Naturlandschaft, die zahlreichen Tierund Pflanzenarten eine Heimat gibt. Mit ein bisschen Glück erhascht man Thayarunde

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Horn

sogar einen Blick auf scheue Wildkatzen, die hier ein Refugium gefunden haben. Empfehlenswert ist übrigens, sich von professionellen Rangern durch den Park führen zu lassen, um so der Natur noch mehr Geheimnisse zu entlocken. Mehr zum Thema: k www.niederoesterreich.at/thayarunde k www.waldviertel.at/ kanuwandern-im-thayatal k www.waldviertel.at/naturnationalpark-thayatal


7 WA L D V I E R T E L

Vorhang auf ! Vor drei Jahrzehnten zerbrach der Ostblock und der „Eiserne Vorhang“ fiel. Zahlreiche Ausstellungen und Veranstaltungen vergegenwärtigen die Ereignisse von damals.

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SCHLOSS WEITRA Die Schwerpunktausstellung „Schauplatz Eiserner Vorhang“ gibt virtuelle Einblicke in die ehemaligen Grenzgebiete. Alois Mock widmet man ab 10. Juni eine Sonderausstellung. 2. Mai – 31. Oktober 2019 k www.schloss-weitra.at

© NLK / Schleich

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DIE AUSSENMINISTER ALOIS MOCK UND JIŘÍ DIENSTBIER DURCHTRENNTEN A M 3 . D E Z E M B E R 1 9 8 9 I N L A A A N D E R T H AYA D E N G R E N Z Z AU N .

Museum Niederösterreich © Klaus Engelmayer

Vor 30 Jahren sah die Welt noch anders aus. Europa war geteilt. Und quer durch den Kontinent verlief eine Grenze aus Sperrzonen, Stacheldrähten und Mau­ ern. 1989 änderte sich aber alles. Der „Eiserne Vorhang“, der das kommunisti­ sche Osteuropa vom demokratischen Westen trennte, fiel. Die undurchlässige Barriere, die über 40 Jahre lang Europa teilte, wurde geöffnet. Das ikonenhafte Bild dieser Tage ging durch die Welt­ presse: Österreichs Außenminister Alois Mock und sein tschechisches Pendant Jiří Dienstbier durchtrennen mit einem Bolzenschneider den Stacheldraht an der tschechisch-österreichischen Grenze.

HORN Mit Symposien, Kuratorenführungen und Podiumsdiskussionen begeht das Museum Horn das Jubiläumsjahr. „30 Jahre Öffnung des Eisernen Vorhangs“ titelt die Ausstel­ lung, die in enger Partnerschaft mit dem Technischen Museum Brünn entstanden ist. In Brünn ist übrigens ab 12. November die Schau „30 Jahre offene Grenzen“ zu sehen, die sich ebenfalls mit dem Fall des „Eisernen Vorhangs“ auseinandersetzt. 17. Mai – 31. Oktober 2019 k www.hoebarthmuseum.at Musik verbindet. Deswegen setzt das Klassikfestival Allegro Vivo heuer unter dem Motto „Con Fantasia“ einen eigenen Musikschwerpunkt, der die Ereignisse von 1989 behandelt. Zusätzlich werden aber auch grenzüberschreitende Radausflüge organisiert. 2. August – 15. September 2019 k www.allegro-vivo.at

ST. PÖLTEN Nicht nur im Waldviertel wird das Jubilä­ um begangen. Das Haus der Geschichte im Museum Niederösterreich beherbergt mit dem Fluchtflieger von Jiři Rada von 1988, einem Wachturm oder der Zange von Alois Mock, Schlüsselobjekte zur Geschichte des Eisernen Vorhangs. Neben weiteren Veranstaltungen nimmt die ­Sonderausstellung „Spionage!“ ebenfalls Bezug auf das Thema „Eiserner Vorhang“. 6. September 2019 – 19. Jänner 2020 k www.museumnoe.at

„Eiserner Vorhang“

Allegro Vivo © schewig-fotodesign

Erinnern

In Niederösterreich, aber auch im tsche­ chischen Brünn erinnert man sich im Jubiläumsjahr an dieses die Welt verän­ dernde Ereignis. Ausstellungen und Lesungen finden ab Mai in der Region statt. Auch Radtouren entlang des ehe­ maligen Grenzwalls werden veranstaltet. Hier ein kleiner Überblick, wo in den nächsten Monaten überall Geschichte und Zeitgeschichte intensiv erlebt werden kann.


8 LANDESAUSSTELLUNG

Kasematten © Klaus Pichler

Bewegende Momente Die Welt ist in Bewegung. Wie das im Detail aussieht, erzählt die Niederösterreichische Landesausstellung in Wiener Neustadt.

Stadt, Land und Mensch ändern sich. Und genau hier setzt die diesjährige Niederösterreichische Landesausstellung „Welt in Bewegung!“ in Wiener Neustadt an. Die Stadt wird dabei zur Bühne. An zwei Ausstellungsorten wird mit multimedialen Inszenierungen verdeutlicht, wie sich Mobilität im Laufe der Jahrhunderte verändert hat und wie sie unser Leben prägt. Die Kasematten, die einst als Stadtbefestigung dienten und heute ein wichtiges Architekturdenkmal sind, wurden im Zuge der Vorbereitungen der Landesausstellung restauriert. In deren neu entstandener Bastei stehen Wiener Neustadt und seine regionalen und globalen Beziehungen im Mittelpunkt. Im zweiten Ausstellungsort, dem Museum St. Peter an der Sperr, geht man dem Wirken der Habsburger Kaiser

Friedrich III. und Maximilian I. nach, die ausgehend von Wiener Neustadt ihr Reich regierten. Darüber hinaus widmet sich die Ausstellung der Entwicklung der einstigen Residenzstadt zu einem renommierten Industrie- und Innovationsstandort.

Von A nach B

Die beiden Ausstellungsorte liegen übrigens in gemütlicher Gehweite voneinander entfernt, und es bietet sich daher an, über den Marienmarkt zu schlendern, um sich dort eine kleine Auszeit zu gönnen. Der Markt ist mit seinem regionalen Angebot Dreh- und Angelpunkt im Alltagsleben der Stadt und ideal, um hier Genüsse mit allen Sinnen zu erfahren. Die Stadt lässt sich aber nicht nur zu Fuß erkunden. Gästen stehen auch Segways und E-Bikes zur Verfügung

„W e l t i n B e w e g u n g ! “

und, zum Flair und Thema der Landesausstellung passend, kann man auch Stadtführungen in einem liebevoll restaurierten Old­timerbus buchen. Man sieht, Wiener Neustadt ist und bleibt immer in Bewegung, aber auch in der Region rund um die Landesausstellung gibt es einiges zu erleben und in Kurzurlauben zu entdecken. Bis 10. November 2019 kann die Lan­des­ ausstellung noch besucht werden. Mehr zum Thema: k www.noe-landesausstellung.at


9 W I E N E R A L P E N | W I E N E R WA L D

Der Kultur-Kanal

Heiligenkreuz

Laxenburg Gumpoldskirchen

Mayerling

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BADEN Pfaffstätten

„La Gacilly-Baden Photo“ ist das größte Freiluft-Fotofestival in Europa. Heuer steht es unter dem Motto „Hymne an die Erde“. In der Kurstadt Baden verschmelzen Foto- und Gartenkunst in einer einzig­ artigen Open-Air-Galerie.

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Bis 15. September 2019 k www.arnulf-rainer-museum.at

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SCHWIERIGKEIT       

Bad Vöslau

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LÄNGE 105 km START Laxenburg

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ZIEL Mönichkirchen

Wiener Neustadt

Landesausstellung 2019 – „Welt in Bewegung!“

Katzelsdorf

VIERTELFESTIVAL NIEDERÖSTERREICH

11. Mai – 11. August 2019 k www.viertelfestival-noe.at

Baden

Leobersdorf

HÖHENMETER 912 m 152 m

Wenn Blasmusik auf Polka-Rock trifft und Regionalgeschichte als Experimentalfilm aufgearbeitet wird, ist ziemlich sicher vom „Viertelfestival Niederösterreich“ die Rede. Das einzigartige Kunst- und Kulturfestival steht dieses Jahr unter dem Motto „Schnittstelle“ und gibt insgesamt 66 Projekten Raum, sich an unterschiedlichen Orten in der Region zu präsentieren. Die gezeigten Arbeiten befassen sich mit der Geschichte des Industrieviertels und bewegen sich im Spannungsfeld zwischen Kunst, Technik und Natur.

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Kottingbrunn

1. Juni – 30. September 2019 k www.festival-lagacilly-baden.photo Arnulf Rainer begeht heuer seinen 90. Geburtstag. Das nach ihm benannte Museum würdigt den Jubilar mit der Schau „Revue 1.0“, die sein Werk in Kontext mit Weg- und Zeitgenossen setzt.

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Bad Erlach Pitten

Brunn

an der Pitten

9 Landesausstellung mit Kurz­urlaub in der Region verbinden:

k www.wieneralpen.at/ landesausstellung2019kurzurlaub Aspang

Mönichkirchen

Radfahren entlang des Wiener Neustädter Kanals und durch die Thermenregion ist ein landschaftliches und kulturelles Vergnügen. Der EuroVelo 9 ist eine der bekanntesten, länderübergreifenden Radrouten Euro­ pas. Grob gesagt führt er von der Ostsee zur Adria und die Route verläuft dabei auch von Norden nach Süden durch Nie­ derösterreich. Der Weg führt durch das Weinviertel (siehe S. 11) und von Wien kommend durch die sonnenverwöhnten Weinberge und Felder der Thermenregi­ on Wienerwald. Dieser Abschnitt bis Wiener Neustadt, auch bekannt als Ther­ menradweg oder Wiener Neustädter Ka­ nal, ist ein vielseitiger Erlebnisraum. Man passiert Bäder, Kurorte, Museen, Schlös­

ser und natürlich auch ausgezeichnete Wirtshäuser und Heurige. Einst wurden über den Kanal Ziegel, Holz und Kohle nach Wien transportiert. Heute findet sich hier ein Naherholungsgebiet. Im Sommer lässt es sich am Ufer herrlich entspannen, oder man paddelt von Wiener Neustadt aus mit Kajaks den Kanal entlang.

Weiter geht’s

Ab Wiener Neustadt führen 55 Kilo­ meter angenehm eben von der Buckligen Welt ins Wechselland. Immer dabei: fri­ EuroVelo 9 – Thermenradweg

sche Luft und das wunderbare Panorama der Bergwelt des Wiener Alpenbogens. Zugegeben, die letzten Kilometer der Tour zwischen Aspang und Mönich­ kirchen haben es in sich. Aber dank der parallel zu Route verlaufenden Aspang­ bahn lässt sich der Weg auch entspannt in kleineren Etappen erschließen. Mehr zum Thema: k www.niederoesterreich.at/eurovelo9


10 WEINVIERTEL

Wein- und Kulturgenuss! 11

MISTELBACH Das „nitsch museum“ würdigt den großen heimischen Künstler mit einer umfassenden Werkschau. Bis 26. April 2020 k www.nitschmuseum.at Das MAMUZ Museum Mistelbach geht in der Ausstellung „Märchen, Mythen und Symbole. Der Mensch und seine Geschichten“ Erzählstrukturen und Mythen auf den Grund.

© Heinz Cibulka

Im Weinviertel wird die Symbiose von Kultur, Kunst und Wein gelebt.

Bis 24. November 2019 k www.mamuz.at

Kultur-Highlights

Im Weinviertel werden Brauchtum und Tradition hoch gehalten und gepflegt. Gleichzeitig entstehen dabei immer wie­ der kleine Bruchstellen und Reibungs­ flächen. Und genau an diesen Stellen setzen Kunst und Kultur an, um Tra­ diertes zu hinterfragen. So gesehen ist es also alles andere als verwunderlich, dass mit Hermann Nitsch einer der wichtigsten österreichischen Gegen­ wartskünstler in Mistelbach ein eigenes Museum hat. Nitsch war einer der Hauptprotagonisten des Wiener Aktio­ nismus und hinterfragt in seinen Wer­ ken seit jeher gesellschaftliche und kulturelle Positionen. Kompromisslos in seiner Radikalität polarisiert der alte Meister und befeuert mit seinem Werk gesellschaftliche Diskurse.

In unmittelbarer Nähe zum „nitsch museum“ findet sich zudem das MAMUZ Museum Mistelbach, das aktuell in der Ausstellung „Märchen, Mythen und Symbole. Der Mensch und seine Geschichten“ der Frage nachgeht, was die großen Erzählungen der Mensch­ heitsgeschichte miteinander verbindet. Die Ausstellung „Reiterbögen“ im MAMUZ Schloss Asparn/Zaya, ein paar Kilometer von Mistelbach entfernt, beschäftigt sich mit den zum Mythos avancierten Reiterkriegern der Skythen, Hunnen, Awaren und Ungarn. Eine Zeitreise, die nicht so weit zurückgeht, gibt es im Weinviertler Museumsdorf Niedersulz zu erleben, taucht man doch dort in das Leben eines

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Dorfes im Weinviertel um 1900 ein. Wohnen, arbeiten, feiern, lernen – alle Aspekte des Alltags werden beleuchtet. Heuer begeht man in Niedersulz übri­ gens das 40-jährige Jubiläum. So lange gibt es den Märchen­ sommer in Poysbrunn noch nicht, aber das Festival für Junge und Junggebliebene in Schloss Poysbrunn hat sich etabliert. Dieses Jahr trifft man auf Mogli, Balu, Bagira & Co, die in „Das Dschungelbuch – neu gebrüllt!“ auf der Bühne zu sehen sind. Mehr zum Thema: k www.weinviertel.at

MUSEUMSDORF NIEDERSULZ Seit 40 Jahren der beste Ort, um zu erfah­ ren, wie man vor über 100 Jahren so lebte.

© MAMUZ

© jimmyan8511

15. April – 1. November 2019 k www.museumsdorf.at

MAMUZ SCHLOSS ASPARN/ZAYA Pfeil und Bogen stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „Reiterbögen“. 13. April – 24. November 2019 k www.mamuz.at

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MÄRCHENSOMMER SCHLOSS POYSBRUNN „Das Dschungelbuch – neu gebrüllt!“ probiert es im Sommer mit Gemütlichkeit.

© Nadja Meister

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4. Juli – 25. August 2019 k www.maerchensommer.at

Kultur im Weinviertel


11 WEINVIERTEL

Einfach grenzgenial! Das Weinviertel ist weltbekannt für seinen Grünen Veltliner. Dazu gibt es saisonale Spezialitäten, garniert mit spannenden Geschichten der Menschen aus der Region. Vor allem die pittoresken Kellergassen der Region sollte man sich nicht entgehen lassen.

Břeclav

14 Poysbrunn

Poysdorf

12 Asparn

an der Zaya

Zaya

Mistelbach an der Zaya

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13 Niedersulz

SCHWIERIGKEIT        Wolkersdorf im Weinviertel

LÄNGE 90 km START Břeclav ZIEL Wien/Stammersdorf HÖHENMETER 295 m 303 m

Stammersdorf

Wien

Lust auf eine anspruchsvolle Tagestour? Oder soll es doch ein Genussradausflug werden, der sich über zwei Tage erstreckt? Fällt die Wahl auf die 90 Kilometer lange Radroute, die vom tschechischen Grenzort Břeclav durch die sanft hügelige Landschaft des Weinviertels nach Wien führt, darf man es sich aussuchen. Die Strecke, übrigens ein Teil der Radfernroute EuroVelo 9, lässt sich nämlich schneller oder eben auch eine Spur gemächlicher bewältigen. Und – auch nicht schlecht – dank ausgezeichneter Bahnverbindungen spricht überhaupt nichts gegen eine Kombination von Rad und Zug. Durch das Weinviertel kommt man dabei jedenfalls immer, und dabei kann man gleich mehrere „Genussfährten“ aufnehmen. In der Region wird nämlich ein Drittel des gesamten österreichischen Weines gekeltert, und mit dem fruchtig-würzigen, leicht pfeffrigen Grünen Veltliner, der als DAC-Wein für diese Region steht, hat man zudem ein echtes Aushängeschild vorzuweisen. Für Genussradler ist die Region jedenfalls mehr als nur emp­fehlenswert, denn wo es guten Wein gibt, ist tradi­ tionell auch bodenständige Küche mit regio­nalen Schmankerln nicht weit.

Einzigartig

Und das führt einen dann zwangsläufig in die Kellergassen der Region. Die sind ein einzigartiges Kulturgut, das typisch für das Weinviertel ist. In den schlichten Presshäusern wurde früher der Wein gepresst und in verzweigten Kellerröhren gelagert. Heute sind die malerischen Kellergassen, die nicht selten wirken, als wären sie auf einer Schnur aufgezogen, auch Schauplatz für Lesefeste und Kellergassenheurige. Mehr zum Thema: k www.weinviertel.at/ weinviertler-kellergassen k www.niederoesterreich.at/eurovelo9

© Niederösterreich-Werbung / Astrid Bartl

E u r o Ve l o 9 – B ř e c l a v –W i e n


12 NIEDERÖSTERREICH

Bühne frei für den

Sommer! Felsenbühne Staatz © Leopold Schuster

Seit 25 Jahren bringt das Theaterfest Niederösterreich Kultur in den Sommer.

Es gibt Ideen, da erkennt man bereits von Anfang an, dass sie zu einer Art Selbst­ läufer werden. Als 1994 in Niederöster­ reich das Theaterfest ins Leben gerufen wurde, konnte man sicher sein, dass dieses Konzept den Kultursommer des Landes langfristig prägen wird. Ziel war es, an den schönsten und stimmungs­ vollsten Plätzen des Landes hochwertige Sommertheaterproduktionen zu insze­ nieren. Den optimalen Rahmen für Thea­ tergenuss auf höchstem Niveau bilden dafür imposante Burgen, historische Schlösser, etablierte Theaterhäuser und stimmungsvolle Open-Air-Bühnen. Das ist jetzt – wie gesagt – ein Vierteljahr­ hundert her, und das Theaterfest Nieder­ österreich ist zum echten Publikumsmagneten avanciert. Jährlich pilgern rund 220.000 Gäste zu den mittlerweile 20 Spielstätten, die – wie könnte es anders sein – perfekt an das niederöster­ reichische Radnetz angebunden sind. Die besten Bedingungen also, während des Theaterfestes einen Rad- und Kultururlaub zu kombinieren und so neue Facetten des Landes kennenzulernen.

Highlights am Weg Felsenbühne Staatz

Wachaufestspiele Weißenkirchen

Niederösterreichs größte Musical-Open-AirBühne spielt als österreichische Erstauffüh­ rung den Neo-Klassiker „Der Graf von Monte Christo“. Die stimmungsvolle und einzigartige Naturkulisse liegt an der Kamp-ThayaMarch-Radroute.

Radelt man am Donauradweg entlang, pas­ siert man das UNESCO Weltkulturerbe Wachau und auch den lieblichen Ort Weißenkirchen. Auf der idyllischen Open-Air-Bühne im Teisenhoferhof ist das Lachen zu Hause. Heuer mit der Komödie „Keine Ruh’ für’s Donauweibchen“ und dem Kultstück „Der Bockerer“.

Oper Burg Gars Direkt in der Burgruine Gars befindet sich Niederösterreichs größte Open-Air-Bühne für Opern. Diesen Sommer gibt es Beethovens – wenn man so will – Politthriller „Fidelio“ zu sehen. Für Radausflüge in der Region bietet sich der Kamp-Thaya-March-Radweg durchs Kamptal an.

Mehr zum Thema: k www.theaterfest-noe.at Theaterfest

Theatersommer Haag Shakespeares Komödie „Maß für Maß“ wird in Haag inszeniert. Auf der einzigartigen Tribünenkonstruktion kann man dieses Jahr u. a. Angelika Nidetzky und Christian Dolezal zusehen. Radausflüge am Thermenradweg machen den Urlaub perfekt.


13 NIEDERÖSTERREICH

operkloster­ neuburg

Bühne Baden Im berühmten Kur- und Sommerfrischeort werden diesen Sommer die Operetten „Der Vogelhändler“ und „Zigeunerliebe“ aufgeführt. Das Musical „Kuss der Spinnenfrau“ rundet die Saison ab. Das ideale Abendprogramm im Rahmen eines Kurz­ urlaubes am Thermenradweg.

© Christian Husar

In der Heimatgemeinde von Ferdinand Raimund wird in einem Theaterzelt gespielt, das von André Heller gestaltet wurde. Heuer kommt es zur Uraufführung von „Brüderlein fein“, eine Auftragsarbeit von Felix Mitterer, die das Leben von Ferdinand Raimund auf die Bühne bringt. In der Hauptrolle: Burgstar Johannes Krisch. Die Top-Radroute der Region ist der romantische Piestingtal-Radweg.

© Roland Ferrigato

Raimundspiele Gutenstein

Im Kaiserhof vor den Toren Wiens wird unter freiem Himmel Offen­ bachs „Hoffmanns Erzählungen“ inszeniert. Klosterneuburg liegt üb­ rigens ebenfalls am Donauradweg.

Theaterfest Kalender 2019

MUSICAL SOMMER AMSTETTEN

The Rocky Horror Show

RAIMUNDSPIELE GUTENSTEIN

SOMMERSPIELE MELK

Brüderlein fein

19. Juni – 3. August 2019

17. Juli – 17. August 2019 k www.musicalsommeramstetten.at

11. Juli – 4. August 2019 k www.raimundspiele.at

FILMHOF WEIN4TEL ASPARN

THEATERSOMMER HAAG

Sex in the Country

3. Juli – 10. August 2019 k www.theatersommer.at

25. Juni – 10. August 2019 k www.filmhof.at

BÜHNE BADEN

Der Vogelhändler

22. Juni – 25. August 2019

Zigeunerliebe

13. Juli – 31. August 2019

Kuss der Spinnenfrau

3. August – 1. September 2019 k www.buehnebaden.at

FESTSPIELE BERNDORF

Wenn schon, denn schon

1. August – 1. September 2019 k www.buehnen-berndorf.at/festspiele

OPER BURG GARS

Fidelio

18. Juli – 10. August 2019 k www.operburggars.at

Maß für Maß

OPERKLOSTERNEUBURG

Hoffmanns Erzählungen 6. Juli – 2. August 2019 k www.operklosterneuburg.at

Babylon

Die Csárdásfürstin

25. Juli – 10. August 2019 k www.schlossfestspiele.at

KULTURSOMMER LAXENBURG

Traumschiff – alles läuft schief

16.Juni – 18. August 2019 k www.kultursommerlaxenburg.at

Wohnung zu vermieten

Fly me to the moon

29. Juni – 3. August 2019 k www.nestroy.at

THEATER IM BUNKER MÖDLING

Der Graf von Monte Christo

10. Juli – 14. August 2019 k www.sommerspielemelk.at

FELSENBÜHNE STAATZ

Karl MayBe

11. August – 1. September 2019 k www.theaterimbunker.at

SOMMERSPIELE PERCHTOLDSDORF

Onkel Wanja

SCHLOSSFESTSPIELE LANGENLOIS

NESTROYSPIELE SCHWECHAT

27. Juni – 27. Juli 2019 k www.sommerspiele-perchtoldsdorf.at

FESTIVAL RETZ

Maria Magdalena

26. Juli – 17. August 2019 k www.felsenbuehne-staatz.at

FESTSPIELE STOCKERAU

Einen Jux will er sich machen 2. – 25. August 2019 k www.festspiele-stockerau.at

WACHAUFESTSPIELE WEISSENKIRCHEN

Keine Ruh’ für’s Donauweibchen

16. Juli – 24. August 2019

Der Bockerer

4. – 21. Juli 2019 k www.festivalretz.at

30. August – 8. September k www.wachaufestspiele.com

SOMMERNACHTS­ KOMÖDIE ROSENBURG

SCHLOSS WEITRA FESTIVAL

Amadeus

27. Juni – 4. August 2019 k www.sommernachtskomoedie.at

Theaterfest

Die lustige Witwe

5. Juli – 4. August 2019 k www.schloss-weitra.at


14 NIEDERÖSTERREICH

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Die Ausstellung „Der Hände Werk“ hat sich heuer ganz dem Handwerk verschrieben. In welchem beliebten Renaissanceschloss südlich von Melk ist sie zu sehen?

In welcher niederösterreichischen Stadt wurde heuer Österreichs aktuellster Museumsbau eröffnet?

P Schallaburg

C St. Pölten

S Schloss Eckartsau

R Amstetten

G Jagdschloss Mayerling

E Krems

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Musik liegt in der Luft, und manchmal tanzt sie sogar in einem „Wolkenturm“ in Richtung Himmel. Aber wo genau?

Der römische Kaiser Marc Aurel kämpfte gegen die Markomannen. Wo war sein Hauptquartier?

H Gars am Kamp D Grafenegg A Mistelbach

In 6 Etappen zum Gewinn

U Flavia Solva M Vindobona A Carnuntum

Rätselfreunde sind hier an der richtigen Stelle. Testen Sie bei unserem Quiz Ihr Wissen über Niederösterreich. Preise gibt es natürlich auch zu gewinnen.

5 Ohne E-Bike unterwegs und trotzdem voll am Strom? Wo geht das denn, bitte? L Am Donauradweg B Am EuroVelo 9 S Am Schneeberg

MITSPIELEN UND GEWINNEN! Teilnahme bis 25. Juli 2019

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kk Einfach Lösungswort des Quiz online eingeben: www.niederoesterreich.at/gewinnspiel-rad Zu gewinnen gibt es:

Welche Radroute verbindet die Kurstadt Baden und Wiener Neustadt, wo heuer die Niederösterreichische Landesausstellung stattfindet?

1 × Genießerzimmer-Urlaubsgutschein im Wert von € 300,– 3 × „Radler-Paket“ mit Doras Glasflasche & Schlauchschal 20 × Eintrittskarten für die Landesgalerie Niederösterreich 3 × einen Gutschein der Niederösterreichischen Wirtshauskultur im Wert von € 50,–

I Thayarunde A Iron Curtain Trail E Thermenradweg

Lösungswort: Gewinnspiel

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© Niederösterreich-Werbung / Stefan Fuertbauer

15 NIEDERÖSTERREICH

Top-

WACH AUER MAR IL L ENKNÖ D EL

Tipps

Rezept von Philipp Essl, Landgasthaus Essl, Rührsdorf in der Wachau Zutaten für 4 Personen: Teig: 200 g

Mehl glatt

200 g

Mehl griffig

Prise Salz

100 g

Butter

2 Eier 500 g

Topfen 20 %

Füllung: 15 Stk. Wachauer Marillen 15 Stk. Würfelzucker

Zimmer für Genießer Was ein Refugium auszeichnet, ist eigent­ lich schnell erklärt. Liebevoll ausgestattete, atmosphärische Zimmer treffen auf lukulli­ sche Gaumenfreuden und heiße Insider­ tipps. Die niederösterreichischen Genießer­ zimmer sind solche Refugien. Dieser Genuss lässt sich übrigens auch verschen­ ken. Mit einem Genießerzimmer-Gutschein, den man ganz einfach von zu Hause aus ausdrucken kann. k www.geniesserzimmer.at

Jetzt gibt’s Brösel Die kulinarische Vielfalt in Niederösterreich ist legendär. Es gibt zahlreiche Speisen, die man mit der Kulinarik des Landes verbindet. Eines dieser Signaturgerichte sind die Original Wachauer Marillenknödel. Philipp Essl, einer der Top-Wirte der Niederöster­ reichischen Wirtshauskultur, hat uns sein Rezept für dieses Kultgericht verraten. Da drängen sich nun zwei Möglichkeiten auf: Entweder Sie kochen die Knödel jetzt nach, oder Sie kehren bei nächster Gelegenheit bei den Essls im behaglichen Landgasthof Winzerstüberl in Rossatz ein. k www.wirtshauskultur.at

Digital in die Tiefe gehen Gute Unterhaltung zeichnet sich durch frische Perspektiven aus. Unser digitales ­Niederösterreich Magazin ist gute Unter­ haltung, denn hier erzählen spannende Persönlichkeiten, was sie bewegt und an­ treibt. Zwischen Kulinarik und Weinbau, Handwerk und Kunst, Kultur und Brauch­ tum, Sport und Szene zeigt die Themen­ palette noch einmal die ganze Vielfalt Niederösterreichs. Unbedingt reinlesen! k magazin.niederoesterreich.at

Genussradeln liegt voll im Trend. Vor allem, wenn die Route entlang von Flüssen und ehemaligen Bahntrassen führt. Am besten überzeugt man sich davon selbst. Etwa am Ybbstalradweg im Mostviertel zwischen Waidhofen an der Ybbs und dem Lunzer See. Am Weg liegt übrigens auch das 5-Elemente-Museum. k www.mostviertel.at/ybbstalradweg

Semmelbrösel

150 g

Kristallzucker

50 g

Vanillezucker

200 g

Butter

Zubereitung: Für den Teig: Weiche Butter mit den restlichen Zutaten gut verkneten, bis ein glatter Teig ent­ steht – ca. 2 Stunden gekühlt rasten las­ sen. Die Marille mit einem umgedrehten Kochlöffel entkernen und Würfelzucker nachstecken. Den Teig ca. 80 g schwer portionieren und schön um die Marille schlagen, so­ dass sie komplett geschlossen und ohne Risse ist. Danach die Marillen­knödel in leicht gesalzenem Wasser ca. 25 Minu­ ten köcheln lassen. Für die Butterbrösel: Butter in einer Pfanne aufschäumen las­ sen – Semmelbrösel, Kristallzucker und Vanillezucker hinzufügen und langsam goldbraun rösten – anschließend die gekochten Knödel darin wälzen und mit Staubzucker servieren.

Schiele privat Die Originalstimmen seiner Schwestern Melanie und Gerti sowie Frühwerke des Ausnahmekünstlers sorgen im Egon Schiele Museum an der Donaulände von Tulln für eine intime Begegnung mit dem weltberühm­ ten Expressionisten.

Lunz am See © NiederösterreichWerbung / schwarz-koenig.at

© We Make

Voll im Trend

Butterbrösel: 500 g

Bis 4. November 2019 k www.schielemuseum.at

Tipps


8 6

5

WALDVIERTEL

9

6 WEINVIERTEL

8

6

1

DONAU NIEDERÖSTERREICH

Donau

St. Pölten

Wien WIENERWALD

2

3 MOSTVIERTEL

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4 7

WIENER ALPEN in Niederösterreich

Die 10 Top-Radrouten

9 1 2 3 4

Noch offene Fragen? Niederösterreich-Information, Prospekt- und Radkartenbestellung: Tel +43 (0) 2742 / 9000-9000 Tel +43 (0) 800 / 228 44 00 (gebührenfrei) info@noe.co.at

Unsere Kanäle

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Donauradweg (EuroVelo 6) Triestingau-Radweg Triesting-Gölsental-Radweg Piestingtal-Radweg Thayarunde Kamp-Thaya-March-Radroute Traisental-Radweg Iron Curtain Trail (EuroVelo 13) EuroVelo 9 Ybbstalradweg

Alle Radrouten im Überblick: k www.niederoesterreich.at/radfahren

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Großes Erleben  

Kultur & Rad 2019

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